Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt

Transcription

Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
Zum Inhalt
Hilfe | Suche | Sitemap | Kontakt | Presse | Deutschlandradio Kultur
Wir über uns Vorschau Frequenzen
Suchen
Computer & Kommunikation
Forschung Aktuell
Sternzeit
ZEIT-Forum der Wissenschaft
Weitere Sendungen
Andruck
Büchermarkt
- Bücher für junge Leser
Campus & Karriere
Computer & Kommunikation
Das Feature
Das Kulturgespräch
Die Besten 7
Die neue Platte
Dossier
Eine Welt
Einsteinjahr
Einsteins Erben
Essay und Diskurs
Europa heute
Firmenporträts
Forschung Aktuell
Freistil
Gesichter Europas
Hintergrund
Hörspiel
Hörspielkalender
Interview
Interview der Woche
Jazz
Kalenderblatt
Kirchensendungen
Kommentar
Kultur heute
Kulturfragen
Lange Nacht
Lebenszeit
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 1 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
Lyrik-Kalender
Lyrix
Markt und Medien
Marktplatz
PISAplus
Playlist
Presseschau
Reihen und Schwerpunkte
Sonntagsspaziergang
Sprechstunde
Sternzeit
Studiozeit • Aus Kultur- und Sozialwissenschaften
Themen der Woche
Umwelt und Verbraucher
Verbrauchertipp
Wirtschafts- presseschau
Wissenschaft im Brennpunkt
Wissenschaft im Brennpunkt • Auslese
Zeitzeugen im Gespräch
Audio
Tagesüberblick
Programm:
Vor- und Rückschau Mobil
Veranstaltungen
Wetter
Seewetter
Verkehr
Kulturkalender
Online-Shop
nach oben
WISSENSCHAFT IM BRENNPUNKT
24.08.2008 · 16:30 Uhr
Evakuierung des Stadions in New Orleans. (Bild: AP)
Mississippi Blues
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 2 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
New Orleans drei Jahre nach Katrina
Von Arndt Reuning
2005 stattete der Hurrikan Katrina dem US-Bundesstaat Louisiana einen verheerenden Besuch ab.
Weite Teile der Küste und vor allem die Metropole New Orleans wurden verwüstet. "The Big Easy"
hat sich von dieser Katastrophe bis heute nicht erholt. Selbst drei Jahre nach Katrina sind zwischen
40 und 50 Prozent der einstigen Bewohner immer noch nicht zurückgekehrt.
Schon früh am Morgen liegt die feuchte, warme Luft wie ein nasses Handtuch über der Stadt. Am French
Market im Café du Monde schlürfen die Touristen ihren Cafe au Lait, während Russ Ross seiner Arbeit
nachgeht - als Straßenmusikant: Der Zen Sufi Hindu Punk Rasta Low Rider spielt seine selbst komponierten
Songs. Diesen hier hat er geschrieben, nachdem Hurrikan Katrina New Orleans verwüstet hatte.
"Mein Haus stand gut dreieinhalb Meter unter Wasser in der Lower 9th Ward. Noch nicht so lange her, für
mich ist es wie gestern. Das war krass - es hätte mich fast das Leben gekostet. Mein Motorrad und mein
Auto habe ich verloren, aber meine Hendrix-Alben habe ich gerettet und meine Playstation - das war alles."
New Orleans ist Musik, ist Dixieland, Blues, Cajun und Zydeco. New Orleans ist Schweiß, Sex und
Voodoo. Der Golf von Mexiko und Endstation Sehnsucht. Louis Armstrong und French Quarter. Jazz
Funerals und Mardi Gras. New Orleans ist ein Klischee, und New Orleans ist anders. Man könnte glauben:
Die Stadt existiert nicht wirklich. New Orleans ist Legende. So wie Babylon, Samarkand, Vineta.
New Orleans - ihre Existenz könnte tatsächlich bloß ein Spiel auf Zeit sein. Die Stadt liegt am Grunde einer
Landsenke unterhalb des Meeresspiegels wie in einer großen Schüssel. Auf drei Seiten ist sie von Wasser
umgeben. Direkt im Norden grenzt sie an den Lake Pontchartrain, zum Süden und Osten hin erstrecken sich
Feuchtgebiete bis an den Golf von Mexiko. Dieses Land sinkt seit Jahrzehnten unaufhaltsam immer tiefer in
den Grund. Gleichzeitig rückt die Küste im Eiltempo immer näher an die Stadt heran, während die globale
Erderwärmung den Meeresspiegel höher und höher steigen lässt. Jeder Hurrikan kann so zu einer
Bedrohung für die Stadt werden. Katrina war nur ein Vorgeschmack. Kein Sturm der höchsten Kategorie
fünf, sondern bloß der Kategorie drei, der zudem noch an der Stadt vorbei gezogen ist.
"Es hätte schlimmer kommen können. Und das macht mir wirklich Angst: Ein Sturm dieser Stärke hätte uns
normalerweise Ärger bereiten sollen - aber er hätte uns nicht zerstören sollen."
Mark Davis, Direktor am Institute on Water Resources Law and Policy der Tulane University in New
Orleans. Er hat allen Grund zur Sorge, denn seit Katrina vor drei Jahren ist das Hochwasserschutzsystem in
New Orleans nicht besser geworden. Mitte Juni hat die National Oceanic and Atmospheric Administration
NOAA ein Gutachten veröffentlicht. Hauptaussage: Schon ein Hurrikan der Kategorie zwei könnte eine
Flutwelle vor sich her treiben, welche die Deiche und Flutmauern der Stadt überwindet. Trotz aller
Anstrengungen des US Army Corps of Engineers, also des Pionierkorps des amerikanischen Heeres,
welches für den Hochwasserschutz in New Orleans verantwortlich ist. An den Konzepten mangelt es nicht,
sagt Mark Davis.
"Oh, es gibt Millionen von Plänen. Jeder hat einen Plan, aber im Moment wird keiner davon umgesetzt.
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 3 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
Egal ob auf lokaler oder nationaler Ebene. Es ist kein Geheimnis, dass die Vereinigten Staaten erst sehr spät
solche Phänomene wie Klimawandel und steigende Meeresspiegel als Tatsache anerkannt haben. Und auch
erst sehr spät gemerkt haben, dass die Deichsysteme und Anlagen zum Hochwasserschutz, die vor einer
Generation errichtet worden sind, nicht mehr unbedingt den Herausforderungen gewachsen sind, mit denen
wir heutzutage konfrontiert sind."
In den Wochen nach der Katastrophe hatte das Pionierkorps alle Hände voll damit zu tun, die Lücken in den
gebrochenen Deichen wieder zu schließen und das Wasser aus der Stadt zu pumpen. Rund 220 Meilen
beschädigte Deiche und Schutzwände hat die Truppe repariert. Doch drei Jahre nach Katrina arbeiten die
Ingenieure noch immer an einem Provisorium. Mike Park vom Army Corps of Engineers, zuständig für das
Hurrikan Schutzsystem.
"Das System im Moment ist unvollständig. Was wir bisher fertig gestellt haben, sind vorläufige
Schutzbauten und Pumpstationen. Die bieten zur Zeit Sicherheit vor einer Sturmflut, wie sie
durchschnittlich einmal in 100 Jahren auftritt. Also mit einer jährlichen Wahrscheinlichkeit von einem
Prozent. Das sind Elemente, die eher zweckdienlich sind, aber nicht besonders langlebig. Daher erwarten
wir, dass wir sie im Laufe der kommenden Jahre bis 2012 durch dauerhafte Anlagen ersetzen müssen."
Eine Sturmflut, wie sie statistisch gesehen einmal in 100 Jahren vorkommt; Das entspricht ungefähr einem
Hurrikan der Kategorie zwei bis drei auf der bisher verwendeten Skala, also einem Sturm, der noch nicht
einmal so stark ist wie Katrina, der einmal in 400 Jahren vorkommt. Und außerdem: Auch das neue
Deichsystem wird kein Modell aus einem Guss sein, sondern eher ein Flickenteppich aus neuen und alten
Bauten - mit manchen alten Fehlern und Schwachstellen.
Im Jahr 1965 war der Hurrikan Betsy über den Süden von Louisiana hinweg gefegt, hatte Stadtteile im
Osten von New Orleans und dem St. Bernard Parish verwüstet und unter Wasser gesetzt. Die Geburtsstunde
des Hurrikan-Schutz-Programms, von Präsident Lyndon B. Johnson versprochen, vom US-Kongress beim
Army Corps of Engineers in Auftrag gegeben. Als Katrina fast auf den Tag genau vierzig Jahre nach Betsy
auf die Küste traf, war das Schutzsystem noch immer nicht fertig gestellt. Und die Schwachstellen traten
offen zu Tage.
Die Lower 9th Ward im Osten von New Orleans. Ein Viertel, in dem vor Katrina vor allem
afroamerikanische Arbeiter lebten - bis der Stadtteil von einer gut sechs Meter hohen Flutwelle nahezu
ausgelöscht wurde. Bis jetzt hat sich hier nicht viel getan - die Trümmer wurden weg geräumt, das Gelände
liegt zum großen Teil brach. Unkraut, Schilfgras und mannshohe Büsche gedeihen prächtig und
überwuchern, was von den Häusern übrig geblieben ist: Meistens nur die Fundamente, eine Gasuhr oder ein
paar Treppenstufen, die nun ins Leere führen. Vereinzelt stehen noch ein paar der einstöckigen Holzhäuser,
schwer beschädigt, die Fenster vernagelt, die Front noch immer mit den aufgesprühten Ziffern der
Nationalgarde markiert. Trümmer auf dem Dach lassen ahnen, wie hoch das Wasser gestanden haben muss.
An einer Weggabelung ein Kreuz aus zwei alten Brettern, ein vertrockneter Trauerkranz daran. Ein Bagger,
der die Trümmer wegräumt, ein paar Bauarbeiter, die Pfähle in den Boden rammen - und eine Gruppe von
Studenten.
"My name is Steve Nelson. I'm a professor of geology at Tulane University."
Eigentlich ist Steve Nelson Vulkanologe. Aber nach Katrina ist er zum Spezialisten für die Geologie von
New Orleans avanciert. In den Monaten nach der Katastrophe war an der Tulane University wenig zu tun,
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 4 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
und so stellte Steve Nelson eigene Nachforschungen an. Wie hatte ein Sturm mittlerer Kategorie fast die
gesamte Stadt überfluten können? Seit zweieinhalb Jahren bietet der Professor nun Exkursionen an zu den
Orten, an denen Katrina die schlimmsten Verwüstungen angerichtet hat. Die Ursache für die Flutwelle in
der Lower 9th Ward war ein Bruch in der Schutzwand zu einem angrenzenden Schifffahrtskanal. Nelson:
"Was geschah, als diese Schutzwände zusammenbrachen: Naja, das Wasser im Kanal stand fünfzehn Fuß
über dem Meeresspiegel, der Erdboden hier liegt fünf Fuß unter Normal Null. Also: Eine zwanzig Fuß hohe
Wasserwand rauschte hier durch. Fast wie bei einem Tsunami. Die Häuser direkt davor hat die Welle
einfach weggefegt und weiter hinten wieder abgeladen. Natürlich hat niemand in den Gebäuden das
überlebt. Häuser, die nicht im Boden verankert waren, verwandelten sich zu Booten und sie trieben hier
überall herum. Bis sie sich gegenseitig rammten oder in einem Baum hängen blieben. Viele sind bei solch
einem Zusammenstoß auseinander gebrochen. Es gab Menschen, die waren auf dem Dach ihres Hauses
gefangen, trieben mit ihm zusammen in den Fluten, sprangen von Dach zu Dach, weil ihnen klar war, dass
ein Zusammenstoß die Häuser zerstören würde. Die Zahl der Todesopfer hier war sehr hoch. Genaue Zahlen
habe ich nicht, aber so um die 200 Menschen sind hier gestorben."
Das Wasser brach aus dem so genannten Industrial Canal über das Viertel herein. Der gehört zu einem
ganzen System von Navigationskanälen, die den Mississippi, den Lake Pontchartrain und das offene Meer
miteinander verbinden. Während des Hurrikans im August 2005 haben sie die Flut direkt in die Stadt
geleitet. Dort trafen die Wassermassen auf die Deiche, von denen viele einfach aus dem Aushub bestanden,
den die Arbeiter während des Kanalbaus aus dem Boden gebaggert hatten. Schlammiger, sandiger Boden,
mit Muschelschalen durchsetzt. Nichts, was dem Wasser einen Widerstand hätte bieten können. Viele der
Deiche, wie auch hier an der Lower 9th Ward sind zusätzlich mit Flutwänden auf der Krone versehen, mit
stählernen Spundwänden im Boden mehr oder weniger fest verankert. Als das Wasser über die Oberkante
stieg, nutzten die Spundwände aber auch nichts mehr. Steve Nelson:
"Bei so einer Schutzwand aus Zement wie hier, wenn da das Wasser über den Rand fließt, dann hat man auf
der Landseite einen Wasserfall, der auf den Deich hämmert. Das heißt: Die Erde hinter dem Deich wird
langsam weggespült. Von der Kanalseite her drücken die Wassermassen weiter gegen die Wand, so dass sie
sich in Richtung Land neigt. Ein Spalt entsteht, das Wasser fließt runter zur Spundwand - und irgendwann
bricht das alles zusammen. Genau das ist hier geschehen - mit katastrophalen Folgen."
An anderen Stellen reichten die Spundwände nicht tief genug in den lockeren Boden hinein. Das Wasser
suchte sich seinen Weg durch das Erdreich, lockerte die Fundamente der Deiche, so dass die komplette
Front ins Rutschen kam. Nelson:
"Im Laufe der Exkursion heute werde ich öfters darauf hin weisen, dass sich das Army Corps of Engineers
für eine fehlerhafte Konstruktion entschieden hat - oder manchmal einfach für die schnellste Lösung. Das
Army Corps of Engineers ist letztendlich verantwortlich für die Deiche und damit auch für die Katastrophe.
Aber es gibt auch andere Faktoren. Es hat nicht nur am Army Corps of Engineers gelegen, nicht nur an einer
einzelnen Person beim Army Corps of Engineers. Für mich lässt sich die Ursache für das Desaster in einem
Wort zusammenfassen: Nachlässigkeit. Die Leute sagen: Ja, wir bauen das jetzt so. Es ist nicht unbedingt
optimal, aber es wird seinen Zweck schon erfüllen. Oder: Um Stürme der Kategorie fünf müssen wir uns
keine Sorgen machen. Wir evakuieren einfach alle, und es ist okay. Genau das ist diese Einstellung:
Nachlässigkeit auf ganzer Ebene."
Doch die Ingenieure beim Pionierkorps des US-Heeres haben ihre Lektionen aus Katrina gelernt, sagt Mike
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 5 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
Park. Dabei spielen zwei Buchstaben aus dem Alphabet eine wichtige Rolle: ihre Form beschreibt das Profil
der Flutwände. Park:
"Viele der Schutzwände, die nach den alten Standards des Ingenieur-Corps errichtet worden sind, waren so
genannte I-Wände: Flache Platten aus Beton auf einer Spundwand, die nach unten in den Deich getrieben
wurde. Während des Hurrikans Katrina hat sich herausgestellt, dass diese Form sehr instabil ist. Wo wir
solche Elemente nun ersetzen, da tauschen wir sie gegen eine sehr viel robustere Konstruktion aus - die so
genannte T-Wand. Wie der Buchstabe T, der auf dem Kopf steht. Getragen werden die Wände von
Fundamenten, die tief in den Boden hinein reichen, von Pfählen, die von der Bodenplatte zur Seite hin
weglaufen. Das ist eine sehr viel stabilere Konstruktion."
Zusätzliche Betonsockel auf der Landseite sollen verhindern, dass Wasser, welches den Deich überspült,
den Boden fortschwemmt. Die neuen Spundwände reichen tiefer in den Boden hinein, bis zu
wasserundurchlässigen Schichten. Und die Ingenieure benutzen neuartige Baumaterialien. Park:
"Wir benutzen Geotextilien, Stoffbahnen, um die Stabilität von Erddeichen zu erhöhen. So dass wir sie
eventuell auf einer schmaleren Grundfläche errichten können. In vielen unserer Baugebiete setzen uns die
Grundstücke vor Ort enge Grenzen. Wir sind dann eingezwängt inmitten von Privatbesitz und anderer
Infrastruktur. Im Osten von New Orleans zum Beispiel müssen wir Deiche errichten zwischen
vielbefahrenen Straßen und Eisenbahnlinien."
Einfacher wäre es natürlich, die Flutwelle erst gar nicht so nahe an die Stadt heran zu lassen und die
Schifffahrtskanäle zu schließen. Aber New Orleans ist auch ein Knotenpunkt für Handel und Verkehr. Im
Hafen werden riesige Mengen Korn und Getreide aus dem Mittleren Westen der USA umgeschlagen. Große
Teile der Vereinigten Staaten werden von hier aus mit Fisch und Meeresfrüchten versorgt. Und die
Erdölindustrie vor der Küste von Louisiana ist auf das Eingangstor zum amerikanischen Süden angewiesen.
Deshalb suchen die Ingenieure des Pionierkorps nach einer Möglichkeit, die Stadt vom Hochwasser
abzuriegeln, ohne bei Niedrigwasser die Schifffahrt zu behindern. Park:
"Unser Konzept sieht so aus: Wir errichten ein Sperrwerk, ein Sturmflutwehr, an dem Ort, wo beide Kanäle
östlich von New Orleans zusammenlaufen. Die Kanäle sind wirtschaftlich wichtige Wasserwege. Damit die
Navigation dort nicht beeinträchtigt wird, müssen wir dafür sorgen, dass es einen Durchfahrtsweg gibt: zwei
schwenkbare Tore, die man schließen könnte, bevor eine Hurrikan-Sturmflut aufzieht. Damit ließe sich das
Gebiet schützen, so dass eine Wasserfront nicht über die Kanäle in die Stadt geleitet wird."
Die Planung für die Anlage befindet sich allerdings noch in der Konzeptphase. Genauso wie die
Konstruktion eines weiteren Flutwehres, welches das Kanalsystem vom Norden her abriegeln soll, vom
Lake Pontchartrain. Denn das ist der Weg, den die Wassermassen genommen haben, die im August 2005
über New Orleans hereinbrachen. Einerseits über die Schifffahrtskanäle. Andererseits über ein zweites
System von Kanälen. Und dieses leitete die Flut schnurstracks mitten ins Herz der Stadt.
Enge Straßen, schmiedeeiserne Balkone, kleine Läden und Bars. Pferdekutschen und Wahrsager am Jackson
Square - das ist das French Quarter. Dieses Viertel hat die Sturmflut weitgehend unbeschadet überstanden.
Genauso wie der historische Garden District mit seinen Alleen und Holzvillen. Beide Stadtteile gehören zu
den ältesten Teilen der Stadt. Und sie liegen dicht an der Uferschleife des Mississippi, und damit am Rand
der riesigen Schüssel namens New Orleans. Hier hat der Fluss vor Jahrtausenden niedrige natürliche Deiche
aufgeschüttet. Im Zentrum der heutigen Stadt hingegen erstreckte sich einst ein morastiger Sumpf, der
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 6 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
allmählich trocken gelegt wurde. Es entstand ein weitverzweigtes Drainagesystem mit zahlreichen
Entwässerungskanälen, die das Wasser in den Lake Pontchartrain beförderten. Als Folge senkte sich der
Erdboden. Mike Park vom Army Corps of Engineers:
"Jeder Regentropfen, der in New Orleans landet, muss wieder herausgepumpt werden. Es gibt kein
natürliches Gefälle. Traditionell liegt es in der Verantwortung der Kommunalverwaltung, das Regenwasser
in den Lake Pontchartrain oder den Mississippi zu leiten und es von den bebauten Teilen der Stadt fern zu
halten."
Das wurde der Stadt aber während Katrina zum Verhängnis: Der Sturm presste das Hochwasser aus dem
Lake Pontchartrain zurück in die Kanäle, weil es an den Mündungen keine Tore gab, die man hätte
schließen können. Die Flutwände auf den Deichen links und rechts von den Kanälen gaben dem Druck
schließlich nach, das Wasser strömte solange in die Innenstadt, bis es mit dem See auf gleicher Höhe stand.
Mittlerweile hat das Army Corps Teile der Deichanlagen erneuert und die Kanalöffnungen zum See hin mit
Fluttoren verschlossen. Aber optimal ist das System noch lange nicht.
Es ist Mittag geworden. Der tägliche Regenschauer geht über der Stadt nieder. Steve Nelson und seine
Studenten haben sich im Trockenen unter einer Autobahnbrücke versammelt. Ein großes braunes Gebäude
scheint hier einen Kanal abzuschließen. Nelson:
"Das ist hier eine Pumpstation am Ende eines Entwässerungskanals. Das Wasser wird hier aus dem
unterirdischen Orleans Canal hoch gepumpt durch diese dicken braunen Röhren dort in den oberirdischen
Kanal und von dort in den See. Das heißt, sie haben all das Geld ausgegeben, um eine
Hochwasserschutzwand vom Lake Pontchartrain bis hierher zu bauen. Und dann haben sie aufgehört und da
hinten eine Lücke von gut 100 Metern gelassen - ohne Schutz. Warum haben sie das gemacht? Als das
Army Corps of Engineers den Antrag gestellt hat, eine Flutwand bis an das Gebäude zu ziehen, hat die
lokale Entwässerungsbehörde gesagt: He, wartet mal. Wenn die Wand bis an unsere Pumpstation heran
geht, die 150 Jahre alt ist, und wenn sich dann das Wasser dort aufstaut, dann bricht die Gebäudewand
zusammen, und New Orleans steht unter Wasser. Da hat das Corps gesagt: Okay, dann lassen wir einfach
ein großes Loch in der Schutzwand und setzen die Stadt unter Wasser. Statt einfach eine neue Pumpstation
zu bauen oder irgendwas, um nicht diese Lücke da zu haben."
Der Orleans Canal hat dem Katrina-Hochwasser standgehalten. Aber etwas weiter östlich liegt der London
Avenue Canal, ein Entwässerungskanal, der während des Unwetters einen Deichbruch erlitten hat. Das
Pionierkorps hat die Stelle wieder repariert und mit den neuen, stabilen T-Wänden bewehrt. Auf der Höhe
des Hauses 5012 am Warrington Drive aber geht die Konstruktion wieder in die alten I-Wände über. Steve
Nelson:
"Da drüben das sind die alten I-Wände. Und das hier ist auch eine I-Wand. Auch wenn sie neu ist. Die TWände beginnen dort drüben. Warum hat das Corps hier eine neue, weniger stabile I-Wand hingesetzt? Ich
sag' es Euch: Die Schutzwand an dieser Stelle hat während Katrina stand gehalten. Das Corps war aber nur
autorisiert, solche Elemente zu ersetzen, die versagt haben. Aber sie mussten hier am Übergang die alte
Mauer ersetzten, um an die neuen T-Wände anzuschließen. Dafür durften sie nur I-Wände nehmen, weil
diese Stelle hier nicht versagt hatte."
Und dann will einer der Teilnehmer wissen, was es mit den Zeitungen in St. Bernard Parish auf sich hatte,
die zwischen den einzelnen Wandplatten gefunden wurden. Damit sich die Wände in der Hitze ausdehnen
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 7 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
können, sind sie elastisch miteinander verbunden: Auf der Kanalseite eine Gummidichtung, dann ein
Füllmaterial und auf der Landseite Spachtelmasse. Nelson:
"In St. Bernard Parish hat ein Bauunternehmer die Gummidichtung eingesetzt. Aber weil das richtige
Füllmaterial fehlte, haben sie Zeitungen dazwischen gestopft und dann die Spachtelmasse darüber
geschmiert. Als die Spachtelmasse abfiel, kam auch das Papier wieder zum Vorschein. Zugegeben: Das war
wirklich nicht so sicherheitsrelevant, es kommt vor allem auf die Gummidichtung an. Aber sie haben einen
Fehler gemacht und versucht, das zu verbergen. Das Ingenieur-Corps sagt: 'Ihr müsst uns vertrauen', aber
gleichzeitig finden wir diese Zeitungen in ihren Schutzwänden. Sie sagen: 'Das ist der einzige Ort, wo das
passiert ist'. Woher wissen sie das? Es ist der einzige Ort, wo jemand nachgesehen hat. Und wenn das so
weitergeht, dann müssen wir uns Sorgen machen um das Ingenieur-Corps."
Es ist nicht der einzige Grund zur Sorge. All die Deiche, Schutzwände, Fluttore, Sperrwerke, Schleusen das alles könnte sich als zweitrangig erweisen, wenn es nicht gelingt, ein anderes Problem in den Griff zu
bekommen: den drastischen Verlust des Marschlandes, das zwischen New Orleans und dem Golf von
Mexiko liegt. Feuchtwiesen, Zypressensümpfe und Spanisches Moos, das von den Bäumen hängt -rund
dreißig bis vierzig Quadratkilometer dieser Feuchtgebiete versinken jährlich im Meer.
"Kurzfristig müssen wir auf alle Fälle die Deiche verstärken. Aber auf lange Sicht, wenn wir da nichts
gegen den Landverlust im Mississippi-Delta unternehmen, dann bewegt sich die Küste geradewegs auf New
Orleans zu. Und wenn sie dort ankommt, dann ist der Schutz der Stadt vor Sturmfluten gleich null",
sagt Gary Parker, Professor an der Universität von Illinois in Urbana-Champaign. Die Feuchtgebiete bilden
einen natürlichen Puffer für die Sturmfluten. Sie entziehen den Wassermassen ihre Energie. Je mehr
gesundes Land zwischen New Orleans und dem offenen Meer liegt, desto besser. Doch das Land
verschwindet. Parker:
"Es ist schon immer aus ganz natürlichen Gründen abgesunken, aber menschliche Aktivitäten haben das nun
beschleunigt. Normalerweise bringt der Fluss Sedimente mit sich. Er überflutet das Land, lädt die Sedimente
in der Senke ab - und das gleicht das Absinken aus. Das geschieht aber heutzutage nicht mehr - wegen der
Deiche am Flussufer. Der Mississippi ist in ganz Louisiana eine große Pipeline, die alle Sedimente
geradewegs nach draußen in den Golf von Mexiko transportiert. Und nur sehr wenig Sedimente in den
Feuchtgebieten zurück lässt, die das Delta wieder aufbauen können."
Außerdem hat vor allem die Erdölindustrie zahlreiche Schifffahrtskanäle durch die Feuchtgebiete hindurch
gezogen. Über diese Rinnen gelangt salziges Meerwasser in das Marschland und lässt dort die Pflanzen
absterben. Resultat: die Schutzwirkung der Vegetation gegen Sturmfluten sinkt, der Boden erodiert noch
schneller. Das Pionierkorps des US-Heeres ist sich der Problematik durchaus bewusst. Der Projektleiter
Mike Park:
"Unsere Langfristperspektive sieht ein Projekt vor zum Schutz und zur Wiederherstellung der Küste
Louisianas, LACPR. Ein Projekt, das sich den Aufgaben zu widmen versucht: Die Barriereinseln vor der
Küste wieder aufzubauen, in den Deichen des Hochwasserschutzsystems im Mississippi Durchlässe
einzubauen, so dass neue Sedimente eingetragen werden können. Wir wollen die Feuchtgebiete und
Marschen wiederherstellen, als Puffer, der die Sturmfluten effektiv bremsen kann."
Bereits im Jahr 1998 war ein ähnlicher Plan zur Wiederherstellung der Küste vorgelegt worden: Küste 2050.
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 8 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
Die Umsetzung hätte rund 14 Milliarden Dollar gekostet - über 30 Jahre hinweg. Das war zu teuer, und so
entstand ein abgespeckter Plan, vorgelegt 2003, zwei Jahre vor Katrina. Mittlerweile gehen Experten davon
aus, dass die Feuchtgebiete in zehn Jahren unwiederbringlich verloren sein werden, wenn jetzt nichts
geschieht. Für Gary Parker von der Universität von Illinois keine ausweglose Situation. Die Vereinigten
Staaten hätten schon durchaus größere Ingenieurprojekte bewältigt, sagt er. Parker hat untersucht, welchen
Einfluss riesige Tore seitlich in den Mississippi-Deichen hätten, die bei einem Hochwasser geöffnet werden
könnten - um so neue Sedimente über das Land zu verteilen. Parker:
"Ich habe mit einem Team zusammengearbeitet, das alle Aspekte untersucht hat: Die Geologie der Region,
welche das Delta in der Vergangenheit hat entstehen lassen, die Ökologie eines gesunden Deltas, die Zufuhr
von Sedimenten. Wir haben ein spezielles numerisches Modell entwickelt mit verschiedenen Optionen, wie
wir das Land wiederherstellen könnten, wie schnell das geht und wo wir unsere Tore hinsetzen müssten."
Selbst wenn die Wissenschaftler die höchste Sinkrate in ihr Modell einsetzen, könnten allein durch zwei
Tore noch immer 700 Quadratkilometer Land in 100 Jahren neu geschaffen werden. Und die Kosten?
Parker:
"Das sind ganz erhebliche Kosten. Und sie erfordern auch erhebliche Investitionen. Aber wenn ich das so
sagen darf: Die sind noch immer zu vernachlässigen im Vergleich zu dem, was wir in Irak ausgegeben
haben."
Für den Umweltrechtler Mark Davis von der Tulane University ist es auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung:
"Die Ausgaben werden ganz unglaublich sein. Sie sind es ja jetzt schon. Die wirkliche Frage ist aber doch:
Was bekommen wir dafür? Das haben wir bei Katrina gesehen. Unsere Bundesregierung hat gesagt, sie
könne die vierzehn oder fünfzehn Milliarden Dollar nicht aufbringen, um unsere Feuchtgebiete
wiederherzustellen. Das war vor dem Sturm. Danach hat sie 100 Milliarden Dollar ausgegeben, nur um die
Scherben zusammenzufegen. Es geht hier nicht um Geld. Die Dinge werden sich wandeln. Die wirkliche
Frage lautet: Werden wir den Wandel gestalten oder werden wir sein Opfer sein?"
In den Tagen nach Katrina ist die Frage aufgekommen: Lohnt es sich überhaupt, eine Küstenstadt wieder
aufzubauen, die am Grund einer tiefen Wanne unterhalb des Meeresspiegels liegt und regelmäßig von
Sturmfluten heimgesucht wird. Manche Experten sagen: Ein Schutz ist möglich, aber nur mit einem
weitläufigen Sicherheitssystem, mit der "großen Mauer von Louisiana". Als Vorbild könnten die
Niederlande dienen mit ihren küstenweiten Deichen und Sperrwerken. Noch einmal Steve Nelson, der
Geologe von der Tulane University.
"Also stellt sich die Frage: Ist New Orleans es wert, gerettet zu werden? Und natürlich gibt es viele
wirtschaftliche Gründe, darauf mit 'ja' zu antworten. Wir haben hier den zweitgrößten Hafen im ganzen
Land, die Fischerei- und die Erdölindustrie. Das ist hier eine ökonomisch wichtige Region. Aber was noch
dafür spricht: Hört euch mal ein paar Rock 'n' Roll Songs an. Fünfzig Prozent davon haben 'New Orleans'
irgendwo im Text. Und das nicht nur, weil sich so vieles darauf reimt. Es ist Teil unserer Kultur, Teil der
Kultur unseres Landes. Es einfach sterben zu lassen, das ist doch lächerlich. Und alles nach Norden zu
verlagern, nach Baton Rouge? Die Kultur wird wohl kaum nachfolgen."
Mittlerweile ist es Abend geworden in New Orleans. Die Hitze des Tages hat sich ein wenig gelegt, aber im
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 9 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
French Quarter beginnt das fiebrige Treiben jetzt erst. Aus jeder Kneipe der Bourbon Street dröhnt Musik.
Ein wenig abseits davon an einer Häuserecke hockt der Straßenmusiker Troy Tallent auf seiner
Lautsprecherbox. Die Gitarre überm Knie, den Lederhut ins Gesicht gezogen. So wie auch damals im
August und September 2005, als er hier in der Stadt ausgeharrt hat.
"Am Morgen habe ich das Haus verlassen und den Leuten geholfen, sich in Sicherheit zu bringen. Am
Anfang stieg der Pegel ja noch ständig. Aber wenn man acht Stunden lang im kniehohen Wasser
herumwatet, ist man irgendwann total fertig. Also habe ich meine Gitarre geschnappt, mich vor das
Geschäft da gesetzt und habe gespielt. Nur die Nachrichtenreporter waren da, keine Touristen - niemand
mehr hier."
Da saß er nun. Es gab nichts für ihn zu tun, und er spielte den Blues.
"Es heißt, der Blues erzählt einfach nur von einem Mann, der traurig ist über eine Frau, die er verloren hat.
Aber in Wirklichkeit, denke ich, geht es im Blues darum, dass man sich das Leben vor Augen führt.
Manches ist gut, manches ist schlecht. Die Realität - die Dinge so betrachten, wie sie sind. Sich dem Leben
stellen, ohne etwas zu leugnen. Und mir gibt der Blues die Möglichkeit, über meine Situation zu singen, sie
anzusehen und zu analysieren - vorurteilslos. Aber natürlich: im Kern geht es darum, dass man jemanden
verliert, den man liebt."
New Orleans steht am Scheideweg. Es könnte seine Zukunft in die Hand nehmen - ein Schutzsystem aus
einem Guss errichten, die Feuchtgebiete an der Küste renaturieren. Und zu einem Vorbild werden für
andere tief liegende Küstenstädte. Oder es könnte weiterhin die Gefahr ignorieren und darauf hoffen, dass
die große Katastrophe ausbleibt. Doch in diesem Fall ist das Schicksal der Stadt schon entschieden: New
Orleans wird Legende sein. So wie Atlantis, Vineta und alle anderen Orte, die einst im Meer versunken sind.
zurück . zum Seitenanfang
Artikel drucken
Artikel weiterempfehlen
© 2008 Deutschlandradio
Hilfe | Impressum | Kontakt
LINKS ZUM BEITRAG
Mehr zum Thema Wissenschaft
Mehr zur Sendung:
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 10 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
Aktuelle Beiträge
Archiv
JETZT IM RADIO
Deutschlandfunk
Seit 18:10:
Informationen am Abend
Nächste Sendung: 18:40:
Hintergrund
mehr
LIVE-STREAM
Deutschlandfunk
Flash |
WMP |
OGG |
MP3
Dokumente und Debatten mehr
MP3
AUDIO ON DEMAND
Beiträge zum Nachhören
HTML |
FLASH
Radio zum Mitnehmen
Podcast: Sendungen
Podcast: Themen
für diesen Beitrag
Mississippi Blues - New Orleans drei Jahre nach Katrina
MP3, Flash
Sendezeit: 24.08.2008 16:30
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 11 of 12
Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt - Mississippi Blues
9/25/08 12:26 PM
KOOPERATIONSPARTNER
Chronik der Mauer
file:///Users/AnneMarieHess/Desktop/Deutschlandfunk%20-%20Wissenschaft%20im%20Brennpunkt%20-%20Mississippi%20Blues.html
Page 12 of 12