SinnLeffers Mainz Open

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SinnLeffers Mainz Open
hawk-eye
90 jahre tsc mainz | jubiläumsausgabe 2016
SinnLeffers Mainz Open
top-turnier zum 90-jährigen vereinsjubiläum
NACHGEFRAGT BEI ...
dr. jochem krüger
HERREN I
stets bereit für spielerische
und emotionale höhepunkte
TENNISCAMP
überall gewinner und fröhliche gesichter
Vorwort.
Und deine 6 Richtigen?
2011 x 2 = 2016
Liebe Tennisfreunde ,
bereits zum sechsten Mal ist es nun soweit: die hawk-eye 2016 ist da! 2011 mit
50 Seiten gestartet, ist die aktuelle Ausgabe mit 100 Seiten exakt doppelt so
umfangreich wie die Premierenausgabe.
Einerseits haben wir die Clubzeitung in
Zusammenarbeit mit zahlreichen Unterstützern Jahr für Jahr immer ein Stück
weiterentwickelt, andererseits tut sich
aktuell auch wirklich unheimlich viel in
unserem TSC, über das wir Sie natürlich
ausführlich informieren möchten. Unbestritten war das vergangene Tennisjahr
eines der ereignisreichsten und gleichzeitig erfolgreichsten seit Vereinsbestehen. 2016 steht ganz im Zeichen des
Vereinsjubiläums 90 Jahre TSC Mainz.
Gleich mehrere Gründe, weshalb die
vorliegende Ausgabe den bislang größten Umfang und die höchste Auflage
seit der ersten Veröffentlichung erzielt.
Hinter unseren erfolgreichen Aktivenund Seniorenmannschaften stehen,
wie in jedem Club, unsere zahlreichen
Jugendmannschaften. Die TSC-Teams
sind dabei regelmäßig sehr erfolgreich
unterwegs, dennoch möchten wir in
diesem Jahr besonders die Mannschaft
der U10 herausheben, die wir zur Mannschaft des Jahres gekürt haben. Eine tolle Truppe, unsere Kleinsten – aber lesen
Sie selbst.
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Unsere Kleinsten sind es auch, die sich
ganz Ohne Worte den Fragen der hawkeye-Redaktion gestellt haben. Nele
Pohlschmidt und Lewin Henkel, beide
acht Jahre, geben dabei ein tolles Mixed
ab, wie sie es sicher auch bei ihren Mainzelmännchen-Cup-Matches im Sommer
tun werden. Was Mädchen besser können als Jungs und umgekehrt, was die
beiden später einmal werden möchten
und wo eigentlich der überhaupt beste
Ort im TSC ist. Antworten auf all diese
Fragen erwarten Sie in unserem alt bewährten Foto-Interview.
Aber auch abseits von Medenrunde und
Turnieren ist in unserem Verein jede
Menge los. Die Freizeitgruppe um Jutta Hillen-Schreiber berichtet von ihrem
Start auf der roten Asche und dem Leben drum herum. Eine Motivation für
alle, die sich bis dato noch nicht getraut oder zu großen Respekt vor dem
Tennissport haben. So schwierig ist das
mit dem großen Schläger und den gelben Bällen eigentlich gar nicht. Spaß,
Schweiß und viel Freude ist ganz sicher
auch im Breitensportbereich vorprogrammiert.
Jutta Hillen-Schreiber ist auch ein ganz
hervorragendes Beispiel dafür, wie sich
TSCler in die Clubzeitung einbringen
können. Ohne unsere weiteren vielen,
fleißigen Helfern, die Artikel schreiben,
Statements abgeben und Fotos einsenden, könnte die hawk-eye nicht Jahr
für Jahr auf diesem Niveau erscheinen.
Vielen Dank dafür! Ein besonderes Dankeschön gilt auch unseren Sponsoren.
2016 sind es besonders viele, die uns
tatkräftig unterstützen. Daher möchten
wir diesen Punkt an dieser Stelle auch
nochmal gesondert hervorheben.
Ganz groß steht 2016 natürlich insbesondere das 90-jährige Jubiläum unseres Vereins im Fokus. Neben einem abwechslungsreichen Rückblick, bei dem
wir auf zahlreiche außergewöhnliche
Ereignisse rund um den TSC zurückschauen, erwarten Sie u.a. viele tolle
historische Fotos und ein Ausblick auf
die anstehenden Festlichkeiten. Diese
erreichen ihren Höhepunkt bei den vom
12. bis 14. August stattfindenden SinnLeffers Mainz Open.
Eng verbunden mit der 90-jährigen Geschichte des Vereins ist sicherlich auch
die Person von Dr. Jochem Krüger, unserem Präsidenten. Mehr als 50 Jahre
TSC-Mitgliedschaft und über 30 Jahre
Vorstandsarbeit. Da erlebt man so Einiges. Das alles in einem Interview zusammenzufassen war nahezu unmöglich.
Wir hoffen trotzdem, Ihnen in Nachgefragt bei… einen kleinen Einblick in den
Kopf des ruhigen Mannes gewähren zu
können, der im TSC nun schon seit so
vielen Jahren hauptsächlich hinter den
Kulissen arbeitet.
In diesem Sinne hoffen wir, Sie auch in
diesem Jahr wieder das ein oder andere
Mal zum Schmunzeln bringen zu können. Gleichzeitig bringen wir Sie aber
auch auf den neusten Stand in Sachen
TSC-Entwicklungen. Nach wie vor freuen
wir uns sehr über Ihre aktive Mitarbeit
an der Clubzeitung sowie Lob, Kritik und
Anregungen. Zögern Sie also nicht uns
anzusprechen oder an [email protected] zu mailen. Ein ganz wichtiger
Bestandteil der hawk-eye sind insbesondere Ihre vielen tollen Fotos, die uns
jedes Jahr erreichen. Hiervon können
wir letztendlich nie genug haben. Daher
unser Apell: Packen Sie auch 2016 wieder regelmäßig die Kamera ein wenn Sie
zum Tennisspielen gehen. Denn auch
wenn wir uns noch so anstrengen, unsere „Augen“ können nicht überall sein.
Ergreifen Sie gerne selbst die Initiative!
Viel Spaß und Erfolg in der kommenden
Saison wünschen Ihnen,
Ihre
Ira Schmid
Johannes Ries
Ausgabe 2016. hawk-eye. 3
Vorwort.
90 Jahre TSC
Eine echte Erfolgsgeschichte
Der TSC Mainz e.V. war nicht der erste
Tennisverein, der in Mainz gegründet
wurde, aber er ist heute der älteste noch
existierende Verein. In seiner 90-jährigen Historie hatte er gerade in seinen
Anfangsjahren einige Hürden zu überwinden; es überwiegen aber die Erfolge
und freudigen Ereignisse.
Am 14. September 1926 als Tennisklub
Rot-Weiß Mainz gegründet spürte der
Verein bald die Folgen der großen wirtschaftlichen Depression, die 1933 eine
Fusion mit dem Tennisklub 1893 notwendig machte, seine vorübergehende
Auflösung 1935 aber nicht verhindern
konnte. Nach der Neu-Gründung im selben Jahr unter dem Namen Tennisklub
Am Fort Heiligkreuz Mainz durch ehemalige Mitglieder des Tennisklubs RotWeiß Mainz sah sich der Verein bald mit
den Kriegswirren konfrontiert, bis das
Vereinsleben 1945 – wie das aller Vereine – vollständig erlosch. Mit der Neugründung im Jahre 1946, nunmehr unter
dem Namen Tennis- und Skiclub Mainz,
hatte der Verein zunächst mit den
Schwierigkeiten der Nachkriegsjahre zu
kämpfen, ehe sich die Verhältnisse ab
dem Jahre 1949 langsam normalisierten.
Mit dem TSC Mainz ging es von nun an
stetig aufwärts! Die Anlage wurde erweitert (1955), das Clubhaus wurde gebaut (1973). Zahlreiche Meistertitel auf
Regional- und Landesebene konnten
gefeiert werden. Unvergessen die unzähligen Erfolge von Dr. Jürgen Günther
(✝2014), der 1949 deutscher Meister
im Herren-Doppel und im gemischten
Doppel wurde. Ein Höhepunkt war auch
die Ausrichtung des Italia-Cups, der im
Jahre 1989 vom DTB an den TSC vergeben wurde. An der WM für Jungseniorenteams nahmen Mannschaften aus 19
Nationen teil.
Ausgelöst durch den Tennisboom mit
Steffi Graf und Boris Becker kam der
TSC Mainz 1987 auf 806 registrierte
Mitglieder – eine Zahl, die zu manchem
Engpass auf den Tennisplätzen geführt
hat. Im 75-jährigen Jubiläumsjahr des
Vereins stieg die 1. Herrenmannschaft
in die 2. Bundesliga auf, der sie bis 2003
angehörte. Dieser Erfolg wurde aber
nicht nur positiv gesehen, ist er doch
sprichwörtlich durch den Einsatz vieler
ausländischer Spieler erkauft worden.
Und heute? Man könnte die jüngste Zeit
durchaus mit dem Motto „Back to the
Roots“ zusammenfassen. In der TSCChronik 1926 - 2001 schrieb Ehrenpräsident Josef Bender (✝1987): „Es waren
durchweg junge Leute, die den Club
gegründet haben“. In der Tat ist die Jugendarbeit eines der Aushängeschilder
des TSC Mainz, dank des nimmermüden
Einsatzes von Babak Momeni und seiner Trainercrew. Das vergangene Jahr
kann als eines der erfolgreichsten, zumindest der jüngeren Vereinsgeschichte
bezeichnet werden. Die Damen I haben
in ihrem ersten Regionalligajahr einen
hervorragenden 3. Platz belegt und
lange um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitgespielt. Die Damen II feierten den Titel in der Verbandsliga und
schafften so den Aufstieg in die Oberliga. Eine historische Leistung einer 2.
TSC-Mannschaft! Die Herren I wurden
Oberligameister und hatten in einem
dramatischen Aufstiegsspiel den Einzug
in die Regionalliga nur knapp verpasst.
Zahlreiche Jugendspieler/-innen des
TSC sind in der DTB-Rangliste in den
entsprechenden Altersklassen vertreten, angeführt von Sinja Kraus (Nr. 2 –
W14), Mika Lipp (Nr. 1 – M14), Livia Kraus
(Nr. 5 – W18) und Franziska Ahrend (Nr.
21 – W18). An dieser Stelle möchte ich
aber auch nicht die Senioren vergessen,
die es den Jungen gleichtun oder besser
ausgedrückt vormachen. Mit sieben Regionalligamannschaften ist der TSC altersübergreifend einer der Top-Vereine
im Südwesten Deutschlands.
Aber nicht nur im sportlichen Bereich
prägt der Nachwuchs das Vereinsleben.
Auch bei der Übernahme von Verantwortung ergreifen zunehmend jüngere
Mitglieder die Initiative. Stellvertretend
danke ich Johannes Ries und Ira Schmid
für die wieder sehr gelungene Jubiläumsausgabe der Clubzeitung hawk-eye!
Insofern ist es folgerichtig, unsere Jubiläumsfeier auch dem Nachwuchs zu
widmen. Vom 12. bis 14. August werden
erstmals die SinnLeffers Mainz Open auf
unserer Anlage durchgeführt, ein DTB
-Ranglistenturnier für die Altersklassen
U12 und U14. Darüber hinaus findet ein
U21-DTB-Ranglistenturnier der höchsten nationalen Kategorie N-1 statt. Das
Turnier ist ein weiterer Baustein im TSCJugendkonzept und soll nachhaltig im
DTB-Turnierkalender plaziert werden.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass das
Turnier aufgrund der Einschränkungen
durch den Turnierkalender ausgerechnet im Premierenjahr in die Sommerferien fällt.
Die Jubiläumsfeier „Red & White“ steigt
am 12.8. im Favorite-Parkhotel – eine
fetzige Party für die Jugend und alle
Junggebliebenen inklusive. Es sind zahlreiche Programmhöhepunkte geplant.
Lassen Sie sich überraschen! An dieser
Stelle danke ich auch dem Projekt- und
Organisationsteam um Hans Beth sehr
herzlich!
Das Turnier und die Jubiläumsfeier sind
eingerahmt in ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Besonders freuen
wir uns auch auf den Besuch unserer
Freunde aus der französischen Partnerstadt Dijon, dem Tennis-Club Dijonnais,
zum Abschluss des Tennisjahres 2016.
Gerade dieser Besuch steht nicht nur
symbolisch für die Entwicklung unseres
Vereins, sondern für die gesamte Entwicklung von Mainz und Rheinhessen im
Sinne der Völkerverständigung. War es
doch die französische Militärregierung,
die am 15.11.1946 die Neugründung des
Tennis- und Skiclub Mainz e.V. genehmigte. Es darf also gefeiert werden!
Herzlichst
Ihr
Präsident
Dr. Jochem Krüger
Ausgabe 2016. hawk-eye. 5
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Inhalt.
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40
Freizeitgruppe
Katrin und Jutta: Wie überleben
wir die Lebensmitte?
44
Schnappschuss
Wanted: Foto des Jahres
Herren I
Saisonrückblick: Stets bereit für
spielerische und emotionale Höhepunkte
Saisonvorschau 2016: Primäres
Saisonziel – 2015, 2.0!
47
TSC-Jugendraum
Was würde die Tenniscamps noch
cooler machen?
23
Auf Stimmenfang
Deine Meinung zum neuen TSCZelt
24
Nachgefragt bei...
Dr. Jochem Krüger
30
Ohne Worte
Die Mainzelmännchen Nele
Pohlschmidt und Lewin Henkel im
Foto-Interview
Fit in den Sommer…
mit Personaltrainer Marko Kurtic
76
Deutsche Hochschulmeisterschaften
Lupenreiner Hattrick: TSCler zum
dritten Mal in Folge Deutscher
Hochschulmeister
79
Gerüchteküche
Ist es wirklich wahr, dass...
80
Große Werner-Mertins-Spiele
TSC richtet Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Seniorinnen
und Senioren der Altersklasse 70
aus
Sommerfreizeiten
Tenniscamp: Überall Gewinner und
fröhliche Gesichter
Ostercamp 2016: Premiere in
Andalusien
52
It’s your (re)turn
Bilderrätsel: Doppelfehler
Kreuzworträtsel: longline vs. cross
82
54
Kurz notiert
News, Termine, Jubiläen
83
84
58
Ehrenamt
Auf- und Abbau der Traglufthalle
87
90
60
TSC-ler unterwegs
Transalp 2008 – 2015
94
Zahlen, Daten, Fakten
Die TSC-Teams auf einen Blick
34
Mannschaft des Jahres
U10 gemischt: Rizzis & Co. können
sich bald warm anziehen
63
Abseits des Platzes
Norbert Rehfeldt: Der neue TSCPlatzwart im Interview
Wir gratulieren
Turniererfolge unserer Jugend,
Aktiven und Senioren 2015 | 2016
66
Portrait
Thomas Dupré: Tennis über alles
38
72
48
33
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Damen I
Saisonrückblick: Konstant hohe
Qualität – Es lief einfach!
Lage der Liga: Selbstbewusst in die
neue Saison – Mal schauen was
geht
97
98
90 Jahre TSC Mainz e.V.
Jubiläumssekt: TSC Mainz stößt
mit eigenem Sekt an
Veranstaltungskalender
SinnLeffers Mainz Open: Top-Turnier zum 90. Geburtstag
TSC-Präsidenten: 1926 bis heute
Historische Fakten: Tennis der
Superlative
MEET & GREET bei SinnLeffers –
Ein Hauch von Wimbledon
Jubiläumsuhr: achtzehnsechzehn
Was macht eigentlich...?
10 Fragen an Laura Claus
Herausgeber Tennis- und Skiclub Mainz, Ebersheimer Weg 32, D-55131 Mainz, Telefon: 06131/53717, Fax: 06131/53731, [email protected], www.tsc-mainz.
de • Verantwortlich Dr. Jochem Krüger (Präsident) Redaktionsleitung Johannes Ries, Ira Schmid • Weitere Autoren Patrick Besch, Antje Beth, Jörn Hildner, Jutta
Hillen-Schreiber, Peter Huber, Urs Kern, Katrin Korves-Schröder, Marko Kurtic, Daniel Meuren, Hannah Müller, Katja Puscher, Felix Tripp • Fotos Brigitte Bauer, Hans
Beth, Laura Claus, Thomas Dupré, Bettina Hamann, Ria Hettergott, Jörn Hildner, Jutta Hillen-Schreiber, Ronald Juli, Christa Krauter, Dr. Jochem Krüger, Sandra
Kruse, Landesbildstelle Rheinland-Pfalz, Babak Momeni, Hermann Recknagel, Johannes Ries, Joel Rizzi, Daniela Sander-Lehmann, Ira Schmid, Karlheinz Schöffel,
Alexander Sell, Karin Spanke, Marcus Steinbrücker, Melanie Vest • Gestaltung, Satz, Litho Markus Geisenhofer, Johannes Ries • Druck ingra Druck GmbH, Gutenbergstraße 7, 63456 Hanau, Telefon: 06181/9642-0, Fax: 06181/9642-40, [email protected], www.ingra.de
Ausgabe 2016. hawk-eye. 7
Damen I.
Damen I
Konstant HOHE Qualität – Es lief einfach!
bar vorne. Letztlich wurde es ein 8:1-Sieg
– bereits der zweite nach dem 8:1-Auswärtserfolg für die Aufsteigerinnen einen Tag zuvor beim TC BW Villingen.
schaft ihre erste Damen-RegionalligaSaison in der Vereinsgeschichte nicht
beginnen können. Coach Babak Momeni sprach später davon, dass der
Spielplan es gut gemeint habe mit den
Aufsteigerinnen. Mag sein. Dieser Auftakt war eine Momentaufnahme. Später unterstrichen von den TSC-Damen.
Denn die Mainzer Spielerinnen legten
nach und demonstrierten eindrucksvoll,
was bis zum vergangenen Jahr vielleicht
nur vermutet wurde: Sie gehören in die
Regionalliga –
Da gehören sie hin
Doppelspieltag zum Einstieg, zwei Siege erbeutet, vorübergehend Platz eins
in der Tabelle – besser hätte die Mann-
Abschlusstabelle 2015
Regionalliga Süd-West
Die Ergebnisse im Überblick
v.h.l.: Marija Emeti, Franziska Clement, Anna-Lena
Krost, Jeannette Fischer, Magdalena Böhmer, Nadine Hassinger, Hannah Müller, Ira Schmid, Sarah
Kraus
v.v.l.: Michaela Pochabova, Livia Kraus, Babak
Momeni, Franziska Ahrend, Sinja Kraus
Erfolgreicher Einstieg, überzeugende
Bestätigung, letztlich Platz drei auf Regionalliga-Ebene: Die Premiere war das,
was man eine runde Sache nennt. Die
Tennisdamen des TSC Mainz servierten 2015 erstmals in der Regionalliga
Süd-West. Team und Trainer hatten das
Debüt in ungewohntem Umfeld herbeigesehnt, sportlicher Anreiz und interessante Herausforderungen inklusive. Eine
solch solide Saisonleistung dürfte trotzdem nicht jeder den TSC-Damen zugetraut haben. Fünf Partien gewann der
Neuling, nur zwei Begegnungen gingen
verloren – die Spielerinnen um Trainer
Babak Momeni mussten in der dritthöchsten deutschen Spielklasse nach
sieben begeisternden Begegnungen nur
dem schier übermächtigen TC Radolfzell
und dem TC Lauffen den Vortritt lassen.
8 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Rang
Mannschaft
Punkte
Matches
Sätze
Spiele
1
TC Radolfzell
14:0
54:9
109:22
686:295
2
TC Lauffen
12:2
43:20
89:44
631:431
3
TSC Mainz
10:4
40:23
85:59
591:509
4
TC Safo Frankfurt
8:6
35:28
79:63
581:504
5
TC BW Villingen
6:8
21:42
49:88
436:618
6
TC Wolfsberg Pforzheim
4:10
28:35
66:77
538:586
7
Andernacher TC
2:12
20:43
49:90
465:605
8
BASF Ludwigshafen II
0:14
11:52
23:106
291:671
Regionalliga.
Auch die zweite Heimpartie gewannen
die TSClerinnen deutlich (8:1 gegen SC
Safo Frankfurt), beim TC Wolfsberg bewiesen die TSC-Damen, dass sie auch
Krimi können. Nervenstark setzten sich
die Gäste in einem spannenden Duell 5:4
durch, insgesamt vier Matches waren in
den Matchtiebreak gegangen. Routinier
Nadine Hassinger und Youngster Sinja
Kraus machten im dritten Doppel mit
6:1, 6:7, 10:8 den Triumph perfekt. Ungeschlagen nach vier Spieltagen. Vom
ursprünglich angestrebten Ziel Klassenverbleib redete schon länger niemand
mehr. Selbstvertrauen und Stolz überall.
Und Lust auf mehr. Beim Andernacher
TC packten die TSC-Damen noch ein 7:2
drauf. Souverän. Überzeugend. Es lief
einfach.
Das Konzept ging auf
An diesem Resümee änderten auch die
beiden Niederlagen am Ende der Saison
nichts mehr. Im ersten Spitzenspiel vor
Regionalliga Süd-West
1. Spieltag
TC BW Villingen
TSC Mainz
1:8
2. Spieltag
TSC Mainz
BASF Ludwigshafen II
8:1
3. Spieltag
TSC Mainz
SC Safo Frankfurt
8:1
4. Spieltag
TC Wolfsberg Pforzheim
TSC Mainz
4:5
5. Spieltag
Andernacher TC
TSC Mainz
2:7
6. Spieltag
TSC Mainz
TC Lauffen
3:6
7. Spieltag
TC Radolfzell
TSC Mainz
8:1
Eine Szene im ersten Heimspiel der ersten Regionalliga-Saison sprach für die
ganze Runde. Die Mannschaft des BASF
TC Ludwigshafen II war am Ebersheimer
Weg zu Gast. Die Slowakin Michela Pochabova, an diesem Tag die Nummer
eins im TSC-Team, verwandelte auf dem
M-Platz ihren Matchball zum 6:3, 6:4-Erfolg über Nadine Lang. Auf der Tribüne
ballte Hannah Müller die Fäuste, reckte
beide Arme nach oben und rief: „Sieg!“
Im Gesicht ein strahlendes Lächeln –
Erleichterung sprach daraus, ganz viel
Freude und noch mehr Zuversicht. Dieser Einzelerfolg Pochabovas bedeutete
vorzeitig Saisonsieg Nummer zwei in
der Premieren-Saison, die TSC-Damen
lagen schon nach den Einzeln uneinholAusgabe 2016. hawk-eye. 9
Damen I.
heimischem Publikum mussten sich die
TSC-Damen dem TC Lauffen mit 3:6 geschlagen geben. Nach drei gewonnenen
Einzeln gingen alle drei Doppel verloren – und damit die Chance, am letzten
Spieltag beim TC Radolfzell ein echtes
Finale um die Meisterschaft zu erleben.
Letztlich entpuppte sich der neue Meister als einen Tick zu stark. 1:8 ging die
Partie verloren – das gute Gefühl blieb.
Eine konstant gute Qualität auf allen Positionen war die Basis. Spielerisch und
mental. Trainer Babak Momeni fasste
die Saison so zusammen: „Es ist super,
was diese Mannschaft geleistet hat.“
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Das Konzept war aufgegangen. Die vereinseigenen Talente und die etablierten
Spielerinnen sind das feste Gerüst dieser Mannschaft. Babak Momeni legte
viel Wert darauf, dass möglichst viele
der eigenen Leute in der Regionalliga
zum Einsatz kamen. Jede Einzelne zahlte
dieses Vertrauen mit starken Leistungen
auf dem Platz zurück. „Die Mädchen sol-
len alle das Gefühl haben, dass sie dazugehören“, betonte Momeni. Deshalb
gab es immer wieder leichte personelle
Veränderungen. Diese Rotation sprach
auch für die Ausgeglichenheit im Team.
„Der Kader ist einfach größer als sechs,
sieben Stammkräfte.“ Nicht nur die eigenen Leute überzeugten, auch die ausländischen Spitzenspielerinnen zeigten,
was sie können.
Die Mischung stimmte
Vorne weg ging Marina Shamayko aus
Russland. Die neue Nummer eins des
TSC Mainz war am Ebersheimer Weg
keine Unbekannte, schon 2008 gehörte
die mittlerweile 28-Jährige zum Mainzer Oberliga-Kader. Das passte. Dahinter hatten die TSC-Fans nun schon
zum dritten Mal ihre Freude an der
starken Slowakin Michaela Pochabova.
„Wir wussten, dass wir uns auf die Beiden verlassen können“, versicherte der
Trainer. Gleiches galt für Fiona Gervais,
zweiter externer Zugang für die erste
Mainzer Regionalliga-Saison. Auch die
22-jährige Französin, ehemals für BASF
TC Ludwigshafen in Erster und Zweiter
Bundesliga aktiv, begeisterte. Es war die
Mischung, die diese Mannschaft so stark
machte. Vom Start weg überzeugte das
Team aus verlässlichen Ausländerinnen,
aufstrebenden Talenten, gestandenen
eigenen Spielerinnen und engagierten Nachrückerinnen. Spielerisch und
menschlich.
Neue Liga hin oder her – der Verein
blieb seiner Linie treu. Die Bestätigung
dafür: Marina Shamayko, Michaela Pochabova, Fiona Gervais, Livia Kraus,
Hannah Müller, Sarah Kraus, Franziska
Ahrend, Marija Emeti, Nadine Hassinger
und Sinja Kraus machten die allererste
Saison einer TSC-Damenmannschaft in
der Regionalliga zu etwas ganz Besonderem. Es lief einfach.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 11
Damen I.
DIE LAGE DER LIGA--_
Selbstbewusst in die neue Saison--_
mal schauen was geht--_
v.l.: Sarah Kraus, Franziska Ahrend, Livia Kraus, Sinja Kraus, Hannah Müller, Patrick Gervais, Fiona Gervais
Die Erwartungen an die neue Saison können 2016 wesentlich konkreter formuliert werden, wie noch im letzten Jahr. Mit den in der vergangenen Spielzeit gesammelten Erfahrungen starten die TSC-Ladies dieses Jahr
mit ganz viel Selbstbewusstsein in die neue Saison und
richten den Blick fest in Richtung oberes Tabellendrittel.
Es warten wieder viele bekannte, aber auch zahlreiche
neue Gesichter auf unsere spielstarke Damentruppe.
Man darf gespannt sein was möglich ist.
Zu den alten Bekannten zählen 2016 der TC Wolfsberg
Pforzheim, SC Safo Frankfurt, TC BW Villingen und der
TC Lauffen. Gleich am ersten Spieltag gegen Pforzheim
wartet ein heißer Kampf auf die TSC-Damen. Die Partie wurde im vergangenen Jahr erst im entscheidenden
Doppel im Match-Tiebreak entschieden. Gegen Frankfurt und Villingen sollten nach Möglichkeit, wie auch
letzte Saison, zwei Siege eingefahren werden. Dafür
darf aber vor allem beim Auswärtsspiel am zweiten
Spieltag gegen den SC Safo die notwendige Konzentration nicht fehlen. Die Mädels müssen mit ihren Gedanken zu 100% auf dem Platz sein, auch wenn an diesem
Tag der Mainzer Rosenmontagszug nachgeholt wird.
Der TC BW Villingen ist aus der letzten Saison sicherlich
allen sehr gut in Erinnerung geblieben. Hier wurde damals der erste Sieg in der Regionalliga gefeiert. Daran
wollen die Damen auch dieses Jahr wieder anknüpfen.
Der TC Lauffen geht auch in dieser Spielzeit als einer der
Mitfavoriten um die Meisterschaft ins Rennen, so dass
das Ziel dieser Auswärtsfahrt sein wird, mehr Partien als
vergangenes Jahr zu gewinnen (1:8 Niederlage 2015).
Vielleicht stehen die Damen aus Rheinhessen am Ende
dann ja sogar als Sieger da. Wer weiß das schon?
Das weiteste Auswärtsspiel dieser Saison findet beim
Aufsteiger aus der Württembergliga, dem TC Vaihingen-Rohr, statt. Anreisen bis an den Bodensee bleiben
den Mädels somit diese Saison erspart. Vaihingen-Rohr,
wie auch die beiden weiteren Neulinge TC Bad Vilbel
und TSG 78 Heidelberg, treten die TSClerinnen mit dem
notwendigen Respekt entgegen. Vor allem der TC Bad
Vilbel, mit seiner jungen Truppe, wird ähnlich motiviert
und ambitioniert wie die TSC-Damen im letzten Jahr
sein. Das Spiel ist eines von vier Heimpartien der Mainzerinnen und kann hoffentlich mit Unterstützung des
heimischen Publikums gewonnen werden.
Bei allen Partien entscheidet letztendlich die finale Aufstellung am Spieltag. Erst dann ist eine reelle Einschätzung möglich. Letztendlich muss jedes Spiel gespielt
werden. Wie sagte Otto Rehhagel so schön: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz!“. Die Damen des TSC werden
mit der gleichen Truppe wie in der vergangenen Spielzeit in die Saison starten. Ein guter Mix aus Erfahrung,
Raffinesse und junger Kaltschnäuzigkeit wartet auf die
Gegnerinnen aus Baden, Hessen und Württemberg.
12 hawk-eye. Ausgabe 2016.
1. Spieltag
4. Spieltag
5. Spieltag
Donnerstag, 5, Mai, 11 Uhr
Sonntag, 12. Juni, 11 Uhr
Sonntag, 19. Juni, 11 Uhr
TSC Mainz – TC Wolfsberg Pforzheim
TSC Mainz – TSG 78 Heidelberg
TC BW Vaihingen-Rohr – TSC Mainz
u. a. mit:
- Iva Primorac (WTA 601)
- Ekaterina Klyueva (WTA 1134)
- Hanna Kantenwein (DTB 181)
- Bianca Schlummberger (DTB 320)
u. a. mit:
- Marlies Szupper (WTA 882)
- Karoline Kurz (WTA 848)
- Ellen Linsenbolz (DTB 35)
- Ann-Katrin Schmitz (DTB 112)
u. a. mit:
- Pia König (WTA 431)
- Yvonne Cavalle-Reimers (DTB 28)
- Tatjana Bua (WTA 898)
- Christina Shakovets (DTB 108)
Platzierung im letzten Jahr
6. Platz Regionalliga Süd-West
Platzierung im letzten Jahr
Aufsteiger Badenliga
Platzierung im letzten Jahr
Aufsteiger Württembergliga
2. Spieltag
6. Spieltag
7. Spieltag
Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr
Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr
Sonntag, 10. Juli, 11 Uhr
SC Safo Frankfurt – TSC Mainz
TC Lauffen – TSC Mainz
TSC Mainz – TC BW Villingen
u. a. mit:
- Anna Morgina (WTA 338)
- Noemi Hemmerich (DTB 92)
- Clara Kühn (DTB 119)
- Alina Hölzel (DTB 166)
u. a. mit:
- Danila Jakupovic (WTA 289)
- Corinna Dentoni (WTA 426)
- Stefanie Stemmer (DTB 79)
- Rosalie Willig (DTB 306)
u. a. mit:
- Kinnie Laisne (WTA 527)
- Nina Stadler (WTA 827)
- Diane Friedrichs (DTB 283)
- Bettina Koepfer
Platzierung im letzten Jahr
4. Platz Regionalliga Süd-West
Platzierung im letzten Jahr
2. Platz Regionalliga Süd-West
Platzierung im letzten Jahr
5. Platz Regionalliga Süd-West
3. Spieltag
Julia Terziyska
(TC Bad Vilbel)
Sonntag, 5. Juni, 11 Uhr
TSC Mainz – TC Bad Vilbel
u. a. mit:
- Julia Terziyska (WTA 314)
- Chantal Skamlova (WTA 357)
- Zoe Schmidt (DTB 198)
- Mara Gut (DTB 445)
Platzierung im letzten Jahr
Aufsteiger Hessenliga
Danila Jakupovic
(TC Lauffen)
Ausgabe 2016. hawk-eye. 13
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Ausgabe 2016. hawk-eye. 15
Herren I.
Herren I
Stets bereit für spielerische und emotionale Höhepunkte
Der Schlussakkord war bemerkenswert. Doch der gefühlte Saisonhöhepunkt war ein anderer: Die
Oberliga-Herren des TSC Mainz erlebten eine außergewöhnliche Medenrunde 2015. Das Meisterteam mit TSC-Trainer Babak Momeni stand im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Herren-Regionalliga Süd-West. Hauchdünn schrammten die TSC-Spieler beim 4:5 auf heimischer
Anlage gegen den TC Doggenburg an der dritthöchsten deutschen Spielklasse vorbei. Dem spannenden Aufstiegsduell gegen den Württemberg-Meister war aus Mainzer Sicht eine Oberliga-Runde der Extraklasse vorausgegangen – mit einem Meisterschaftsendspiel für die Vereinschronik.
Die Ergebnisse im Überblick
v.l.: André Lunz, Niko Rizzi, Thomas Dupré,
Patrick Besch, Martin Zimmermann, Leonard
Stolz, Markus Scherer, Joel Rizzi
Der Spielplan hätte keine bessere Dramaturgie liefern können. Oberligafinale 2015, letzter Spieltag, Erster gegen
Zweiter: Die TSC-Herren empfingen am
Ebersheimer Weg zum alles entscheidenden Duell im Kampf um den Titel das
saarländische Team des TZ Sulzbachtal.
Es ging um alles. Der Sieger würde sich
den Titel und damit die Teilnahme an
der Aufstiegsrunde sichern. Es wurde die
erwartet knappe Angelegenheit. Und
mit dem packenden 12:9-Erfolg vor der
bemerkenswerten Kulisse von rund 200
begeisterten Zuschauern ein Medenspieltag, den die TSC-Herren später mit
den Worten „Das war der Hammer, das
kann man nicht toppen.“ (Niko Rizzi),
„Eine unfassbare Atmosphäre, so etwas
haben wir noch nie erlebt.“ (Joel Rizzi),
oder „So eine Kulisse hatten wir noch
nie.“ (Markus Scherer) beschrieben.
16 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
1. Spieltag
TSC Mainz
TC Rotenbühl Saarbrücken
17:4
2. Spieltag
TC BW Bad Ems
TSC Mainz
7:14
3. Spieltag
Sportpark Windhagen
TSC Mainz
5:16
4. Spieltag
TSC Mainz
TC 77 Völklingen-Heidstock
21:0
5. Spieltag
TSC Mainz
Andernacher TC
9:12
6. Spieltag
BASF Ludwigshafen II
TSC Mainz
4:17
7. Spieltag
TSC Mainz
TZ Sulzbachtal
12:9
Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd-West
TSC Mainz
Nichts für schwache Nerven
Thomas Dupré, Leonard Stolz und Markus Scherer mit seiner ersten Oberliga-
TC Doggenburg
4:5
Einzel-Saisonniederlage („Ausgerechnet
heute ging das in die Hose, aber ich
war platt.“) gaben gegen den Vorjahresmeister TZ Sulzbachtal ihre Matches
Abschlusstabelle 2015
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
Rang
Mannschaft
Punkte
Matches
Sätze
Spiele
1
TSC Mainz
12:2
106:41
99:43
678:435
2
TZ Sulzbachtal
10:4
106:41
94:47
630:465
3
Andernacher TC
10:4
85:62
79:58
592:502
4
BASF TC Ludwigshafen II
8:6
95:52
86:49
627:507
5
TC BW Bad Ems
6:8
67:80
63:73
569:582
6
TC Rotenbühl Saarbrücken
6:8
51:96
51:90
494:610
7
Sportpark Windhagen
2:12
40:107
43:92
428:626
8
TC 77 Völklingen-Heidstock
2:12
38:109
35:98
326:617
ab. Nach den Siegen von Niko Rizzi an
Position drei (6:4, 7:6 gegen den überraschend rein gerutschten Franzosen Hervé Karcher) und Martin Zimmermann,
der dahinter Tim Focht (damals die
Nummer 84 in der DTB-Herrenrangliste)
beim 6:2, 6:4 dessen erste Saisonniederlage beibrachte, war es an Joel Rizzi, sein
Team im Spiel zu halten. Der Topspieler des TSC bewahrte die Nerven (Joel:
„Ich war heute total relaxed. Es war ein
wichtiges Einzel, darauf war ich eingestellt.“) und erkämpfte per 6:7, 6:3, 10:8
gegen Marc Herrmann den so wichtigen
6:6-Zwischenstand.
In den Doppeln (Sieg für J. Rizzi/Scherer, Niederlage von Dupré/Stolz) zeigte
sich schnell, dass Niko Rizzi und Martin Zimmermann um die Meisterschaft
kämpfen würden. Rund 200 Zuschauer
fieberten begeistert mit. „Das war eine
unfassbare Atmosphäre. Ich kann mich
Ausgabe 2016. hawk-eye. 17
Herren I.
nicht daran erinnern, hier mal vor so einer Kulisse gespielt zu haben.“, gestand
Niko Rizzi später. Es war auch eine Frage
der besseren Nerven.
Nach nervösem Beginn und einem
3:5-Rückstand (Martin Zimmermann:
„Das war extrem eng, wir hatten vier
Satzbälle gegen uns.“) fand das Mainzer Duo gegen das Gäste-Doppel Risse/
Klein immer besser ins Spiel. Der erste
Satz war nix für schwache Nerven, ein
Netzroller zum 7:4 im Tiebreak brachte
den TSC mit 1:0 in den Sätzen in Führung – und die nötige Stabilität. „Das war
natürlich ein Krimi, der Druck war groß.
Aber wir haben uns rein gekämpft.“,
sagte Zimmermann, der sich mit seinem
Partner diese Chance nicht mehr nehmen ließ. Per Ass verwandelte Martin
Zimmermann den ersten Matchball zum
7:6, 6:2. Geballte Fäuste, Umarmungen,
Standing Ovations. Und irgendwie das
untrügliche Gefühl, dass dieser Krimi mit
Happy-End kaum noch zu toppen sein
würde.
18 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Dabei stand DIE Entscheidung der Saison ja erst noch aus: Joel Rizzi, Thomas
Dupré, Niko Rizzi, Martin Zimmermann,
Leonard Stolz, Markus Scherer und André Lunz hatten sich nach dem Oberliga-Titelgewinn 2010 erneut die Chance erspielt, im Relegationsspiel einen
Startplatz in der Regionalliga Süd-West
zu ergattern. Gegner war der TC Doggenburg. Der Württemberg-Meister
galt vorab als der Favorit. Gestört hat`s
die TSC-Herren nicht. Die Mainzer zeigten im Aufstiegsspiel eine erneut bravouröse Leistung, erkämpften sich eine
Überraschungschance und mussten sich
dann doch mit 4:5 geschlagen geben.
Erst große Enttäuschung, dann
ganz viel Stolz
Die Mannschaft um TSC-Kapitän Niko
Rizzi lieferte den Zuschauern am Ebersheimer Weg erneut einen begeisternden Tennistag – und Konkurrent TC
Doggenburg einen harten Kampf. Dass
die Mainzer sich dem Favoriten in einem
sehenswerten Duell unglücklich 4:5 geschlagen geben mussten, sorgte spontan für große Enttäuschung im Team
des Oberligameisters. Mit Abstand aber
auch für ebenso viel Stolz auf die gezeigten Leistungen in einer starken Medenrunde. „Die Saison war perfekt, es ist
optimal gelaufen.“, so Martin Zimmermann. „Wir haben extrem solide durchgespielt und immer mindestens drei Einzel gewonnen. Das war mannschaftlich
stark, wir sind extrem gut aufgestellt.“
Trotzdem waren die Rollen im Relegationsspiel klar verteilt: Die Gäste vom
TC Doggenburg um den ehemaligen
Zweitliga-Spieler Martin Woisetschläger galten als Favorit. Zumal die Gastgeber ohne ihre etatmäßige Nummer
Zwei, Thomas Dupré, antraten, für den
Franzosen rückte André Lunz ins Team.
Soweit die Papierform. Auf den Plätzen
allerdings zeigte die Mannschaft von
TSC-Trainer Babak Momeni, was in ihnen
steckt. Bis das verletzungsbedingte Aus
von Markus Scherer im Doppel alle TSCHoffnungen auf einen Überraschungscoup abrupt beendete. Doch der Reihe
nach…
Auf den vorderen Positionen waren die
Aufgaben wie erwartet für die Mainzer
einen Tick zu groß: Joel Rizzi musste sich
dem starken Kroaten Antonio Sancic 6:7,
4:6 geschlagen geben, sein Bruder Niko
Rizzi unterlag Martin Woisetschläger 1:6,
1:6. André Lunz wehrte sich an Position
sechs tapfer gegen den variabel agierenden Tim Landvatter, konnte die 5:7,
4:6-Niederlage aber nicht verhindern.
Martin Zimmermann, Leonard Stolz
und Markus Scherer sorgten mit ihren
Einzelerfolgen dafür, dass aus diesem
Aufstiegsduell ein Krimi wurde. Zimmermann bewies beim 7:6, 7:6 gegen
Tassilo Schmid Nervenstärke, Youngster
Stolz wuchs im Einzel über sich hinaus
und bezwang Christian Wickenhäuser
dank seiner wohl besten Saisonleistung
6:2, 6:4. Scherer kämpfte sich durch und
rang Victor Schmid 6:4, 3:6, 10:7 nieder.
Es stand wieder einmal 6:6 nach den
Einzeln. Also mussten erneut die Doppel
die Entscheidung bringen.
Auch wenn es mal nicht so
läuft, bleibt die Stimmung gut
Die Idee war klar: Punkten mussten die
TSC-Herren in den zwei Doppeln, die
nicht auf Doggenburgs Topmann Sancic
trafen. Und die Rechnung schien aufzugehen. Allerdings nur für kurze Zeit.
Joel Rizzi und Markus Scherer führten
im ersten Doppel 3:2, als Scherer einen
hoch abspringenden Ball am Zaun noch
erreichen wollte, dabei unglücklich aufkam, umknickte und das Match mit einer Bänderverletzung aufgeben musste.
Dieses Aus beendete irgendwie auch
alle Mainzer Hoffnungen. Zwar holten
Nico Rizzi und André Lunz im dritten
Doppel einen klaren Sieg, Martin Zimmermann und Leonard Stolz allerdings
mussten sich Sancic/Schmid geschlagen
geben.
Der Frust war zunächst groß. Doch mit
etwas Abstand blieben bei den Mainzer
Spielern Stolz und Zufriedenheit. Diese Medenrunde war bemerkenswert.
„Wir sind ganz ohne Erwartungen in
die Saison gegangen.“, sagte Joel Rizzi.
„Zwei Leute im Team haben im Winter
gar nicht gespielt, umso so schöner ist
es jetzt, dass es so geklappt hat.“ Sein
Bruder sah das ähnlich. „Wir sind eine
recht unterschätzte Mannschaft, weil
die Hälfte von uns keine Turniere spielt.“,
so Niko Rizzi. „So eine Saison haben wir
uns nicht erträumt.“ Der große Zusammenhalt der Jungs, die sich schon so
ewig kennen – inklusive Trainer (Markus
Scherer: „Die Meisterschaft war total
krass, auch für Babak. Wir kennen ihn
alle schon so lange.“) bildet das Fundament. Joel Rizzi: „Wir haben ein super
Team, sind schon so lange zusammen.
Auch wenn es mal nicht so läuft, bleibt
die Stimmung gut.“ Mit der Gewissheit,
als Mannschaft spielerische und emotionale Höhepunkte liefern zu können.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 19
So schmeckt Bayern.
Herren I.
Saisonvorschau 2016
primäres Saisonziel: 2015, 2.0!
Die 1. Herrenmannschaft des TSC Mainz
spielte letztes Jahr eine mit viel Adrenalin und Spannung geladene Runde, die
letztendlich verdientermaßen mit dem
Sieg der Oberligameisterschaft belohnt
wurde. Daher gilt es auch in diesem Jahr
erneut schnellstmöglich den Klassenerhalt zu sichern. Sollte dieses Ziel erreicht
sein, kann der Titelverteidiger aber
durchaus auch wieder nach oben schielen. „Punkt für Punkt“ zum Klassenerhalt. Alles Weitere wird sich ergeben.
Ein Blick auf die anderen Teams der Liga
zeigt, dass dieses Unterfangen ein hartes Stück Arbeit wird. Wie jedes Jahr,
erwartet unsere Herren I eine sehr ausgeglichene Liga in der prinzipiell jeder
jeden schlagen kann. Zum Favoritenkreis auf den Gruppensieg gehören neben dem TSC auch in dieser Saison TZ
DJK Sulzbachtal, BASF TC Ludwigshafen
und der Andernacher TC. Glaubt man
den aktuellen Informationen, hat BASF
als Saisonziel den Aufstieg in die Regionalliga ausgegeben. Folgerichtig sind
sie daher auch als das favorisierte Team
auf die Meisterschaft anzusehen. Der
letztjährige Aufsteiger aus Bad Ems hat
sich mit einigen Neuzugängen punktuell verstärkt – ist demnach also nicht
zu unterschätzen. Als Aufsteiger gehen
dieses Jahr der TC Mutterstadt, der TC
Schwarz-Weiss Landau und die SG Riegelsberg/Püttlingen aus dem Saarland
ins Rennen. Viel wird, wie so häufig,
von der tatsächlichen Mannschaftsaufstellung der Teams an den einzelnen
20 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Spieltagen abhängen. Fest steht, dass
der TSC in diesem Jahr lediglich drei
Heimspiele bestreiten darf und viermal
auf fremden Anlagen antreten muss.
Ob das als Vor- oder Nachteil ausgelegt
werden, kann bleibt abzuwarten.
Der Kader für die Oberligasaison 2016
hat sich im Vergleich zu den letzten
Jahren minimal verändert. Leider wird
Martin Zimmermann, Mr. Zuverlässig
der letzten Jahre, nicht mehr für unsere Herren I aufschlagen. Aufgrund seiner Promotion in Mannheim war es ihm
zeitlich nicht mehr möglich für den TSC
auf Punktejagd zu gehen. Durch seine
Spielstärke und herausragende Persönlichkeit ist er nur sehr schwer auf
und neben dem Platz zu ersetzen. Vielen Dank für die schöne Zeit, Martin!
Die Mannschaft, angeführt von Kapitän
Joel Rizzi, hat im Winter herausragend
trainiert und fühlt sich bestens auf die
kommenden Aufgaben vorbereitet. Die
vorderen Positionen des Kaders werden
komplettiert durch Nachwuchsmann
Leonard Stolz und „Tennis-Opa“ Thomas
Dupré. Freuen können wir uns auch auf
die Spiele von Ballzauberer Niko Rizzi,
Edelschieber Markus Scherer, Rückkehrer Patrick Besch, „Mannschaftsarzt“ André Lunz und Bonsai Felix Tripp.
Alles in allem startet der TSC sicherlich
in eine Spielzeit voller Herausforderungen. Wie bereits erwähnt, ist die Liga
extrem ausgeglichen. Als Gewinner dürfen sich vor allem die Zuschauer fühlen:
Ohne Frage werden sie in der kommenden Saison jede Menge hochklassige
und spannende Matches zu sehen bekommen.
Spieltermine 2016
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
TC Schwarz-Weiss 1896 Landau
TSC Mainz
So., 05. Juni, 10 Uhr
TC Mutterstadt
TSC Mainz
So., 12. Juni, 10 Uhr
TSC Mainz
SG Riegelsberg/Püttlingen
So., 19. Juni, 10 Uhr
TSC Mainz
TC BW Bad Ems
So., 26. Juni, 10 Uhr
Andernacher TC
TSC Mainz
So., 03. Juli, 10 Uhr
TSC Mainz
BASF TC Ludwigshafen II
So., 10. Juli, 10 Uhr
TZ Sulzbachtal
TSC Mainz
So., 17. Juli, 10 Uhr
Auf Stimmenfang.
Deine Meinung
ZUm neuen TSC Zelt
Für die fitnessbegeisterten TSC-Mitglieder gibt es seit vergangenem Winter einen neu eingerichteten Konditionsund Athletikraum. Dafür musste der Jugendraum weichen. Dieser wird seit Beginn der Medenrunde durch das große
weiße Zelt vor der Garage ersetzt. Wie kommt die Umgestaltung an? Ist das Zelt ein angenehmer Aufenthaltsort bei
den Medenspielen oder doch eher eine Notlösung? Wir haben bei den TSClern nachgefragt.
Andre, 28
Monika, 57
„Nüchtern betrachtet ist es eine pragmatische Lösung gewesen. Aber bekanntlich
sind die einfachen Ideen häufig die genialen. Die Umgestaltung des Zeltes in ein
sensationelles Bierzelt nach einem erfolgreichen Medenspieltag oder auch als
gelegentlich genutzte rustikale Übernachtungsmöglichkeit für unsere auswärtigen
SpielerInnen sind nur zwei der vielfältigen
Verwendungsmöglichkeiten. Meiner Meinung nach sollte jeder halbwegs seriöse
Verein über ein solches Zelt verfügen.“
„Ich nutze den Kraftraum nicht. Habe bisher noch nie
ein Fitnessstudio besucht und auch keine Trainingsambitionen. Ich bin vielmehr eine begeisterte Läuferin und
nehme regelmäßig an Laufveranstaltungen teil. Über den
Wegfall des Jugendraums war ich anfangs ehrlich gesagt
ein wenig empört und traurig. Der Raum wurde von meiner Mannschaft häufig genutzt, um unsere Gegnerinnen
bei schlechtem Wetter in Empfang zu nehmen. Das Zelt
dagegen halte ich eher für kalt und ungemütlich. Zum
Glück hatten wir 2015 bei den Medenspielen allzeit gutes
Wetter und spielten auf den Plätzen 6, 7 und 8, sodass
wir die Hütte auf dem Feldherrenhügel nutzen konnten.“
Livia, 17
Melanie, 45
„Ich finde den Kraftraum echt super. Da ich sowieso oft
beim TSC bin, kann ich ganz bequem vor oder nach dem
Tennis dort trainieren ohne noch extra in ein Fitnessstudio zu fahren. Das spart viel Zeit. Außerdem kann
man sich ganz einfach mit anderen zum Krafttraining
verabreden und zusammen trainieren. Es macht einfach
viel Spaß, motiviert und spornt an. Wenn das Sommertraining wegen Regens ausfällt, können wir auch ganz
spontan ein Ersatztraining im Kraftraum einlegen. Das
neue weiße Zelt auf der Wiese ist sehr praktisch, da es
viel näher bei den Plätzen ist, sehr groß und hell ist. Für
die Medenspiele im Sommer ist das optimal.“
„Zum Fitnessraum kann ich aus eigener Erfahrung
nichts sagen, da ich dort noch nicht trainiert habe,
aber meine Kinder Anna und Paul nutzen ihn sehr
gerne und finden ihn als Ergänzung zum Konditraining auf dem Rasen sehr gut. Ich finde es sehr
gut, dass das Konditraining jetzt regelmäßig stattfinden kann, da keine Wetterabhängigkeit mehr
besteht. Das Zelt ist für Spieler und Betreuer sehr
praktisch, da es dicht an den Plätzen liegt, ausreichend Platz bietet, einen Kühlschrank hat und
darüber hinaus für Feiern jeder Art gut genutzt
werden kann. Eine sehr gute Sache das Zelt.“
Mats, 16
Eckard, 75
„Ich halte das Zelt definitiv für sinnvoll. Es liegt
viel zentraler und man ist mitten im Geschehen.
Wenn man früher ein Spiel auf Platz 10 oder 11
hatte und einen kleinen Snack wollte, musste
man erst einmal vom anderen Ende der Anlage
zum Jugendraum laufen, zum Glück ist das jetzt
nicht mehr der Fall. Ebenso ist das Zelt auch größer als der alte Jugendraum, dadurch ist für mehr
Leute Platz und durch den großen Eingang kein
Gedränge. Bei Trainingseinheiten im Sommer ist
es der ideale Unterschlupf für alle, die – wenn es
regnet – nicht nass werden wollen.“
„Da der Jugendanteil im TSC mitgliedermäßig
viel größer ist als der Seniorenanteil, finde ich
die Umgestaltung in Ordnung. Die Jugendspieler sind unser Kapital für die nächsten Jahre und
wenn diese dadurch zusätzlich motiviert und
gefördert werden können, ist das doch prima.
Wenn es dann zufällig bei einem Medenspieltag
mal regnet, kann man immer noch in den Olivengarten ausweichen. Ein Tennisclub unserer
Größe kann eben nicht alles haben und so muss
man Abwägen – in diesem Falle zu Gunsten der
Jugend, was ich unterstütze.“
Robert, 59
Jutta, 49
„Ich bin begeisterter Tennisspieler und Fitnesssportler und
spiele aktiv in einer TSC Mannschaft. Ich vermisse den alten Jugendraum schon sehr, das neue
Zelt vor der Garage ist nur ein
schwacher und schlechter Ersatz,
schon allein aus klimatischen
Gründen. Fitnesssport kann man
anderswo genau so gut betreiben, dafür braucht es keinen
Kraftraum auf dem Tennisplatz.“
„Das große weiße Zelt ...... finde ich prima! Als
Tennis-Mama bin ich eher unterstützend im Einsatz: Plane aufrollen, Tisch decken, schnell noch
etwas aufräumen, und schon kann es losgehen. Die
Gastmannschaften finden einen schnell, das Zelt
liegt günstig zu den Plätzen und verbreitet Sommerstimmung. Falls als Medenrunden-Einsteiger
Fragen auftauchen, findet sich nur wenige Schritte
entfernt immer ein kompetenter Ansprechpartner.
Die U12er Mädels haben das Zelt sehr positiv angenommen! Und der neue Athletikraum ist gerade
im Winter eine wichtige Ergänzung für den Verein.“
Ausgabe 2016. hawk-eye. 23
Dr. Jochem Krüger beim Kopfball,
1. FSV Mainz 05 - Kickers Offenbach (1959)
Nachgefragt bei...
Kaiserslautern gespielt, das war in der
Saison 1960/61. Für mein Abitur habe
ich mit dem Fußball spielen dann ausgesetzt – das war wichtiger – danach habe
ich noch ein paar Spiele gemacht. Aber
als 1963 die Bundesliga kam, waren
wir bei 05 mit der Mannschaft ziemlich
am Ende, der Abstieg aus der Oberliga
drohte.
Das war also der richtige Zeitpunkt, um
mit dem Fußball spielen aufzuhören?
Nachgefragt bei...
Dr. Jochem Krüger
Vorstandsarbeit beim TSC Mainz ist seit rund drei Jahrzehnten fest mit einem Namen verbunden: Dr.
Jochem Krüger. Dabei hätte ein Vereinsausschluss fast zum abrupten Ende geführt. Heute blickt der
73-Jährige auf mehr als 50 Jahre TSC-Mitgliedschaft zurück, seit 2010 steht er an der Spitze des Vereins.
Unaufgeregt und zielstrebig, leise und konsequent. Im Gespräch mit der hawk-eye-Redaktion gab Dr.
Jochem Krüger private und berufliche Einblicke in sein Schaffen und Wirken vor und während seiner
Ehrenamtstätigkeiten für den TSC Mainz. Das Ergebnis: Zwei Karrieren, starker Familienrückhalt, großes
Engagement und ganz viel Glaubwürdigkeit.
Herr Dr. Krüger, Sie haben über 50
von insgesamt 90 Jahren TSC Mainz
miterlebt. Sind Sie ein Mainzer Tennismensch durch und durch?
Meine sportliche Zeit gehörte dem Fußball. Ich bin in Worms geboren und habe
dort bis 1955 gelebt. Dann wurden wir
evakuiert (wegen des Rheinhochwassers im Januar 1955 Anm. d. Red.) und
ich kam zusammen mit meinen Eltern
und meinen beiden Brüdern nach Westhofen. Mein Vater war bei der Polizei
und ließ sich nach Mainz versetzen. In
dieser Zeit war mein einziger Wunsch,
Fußball zu spielen. Auf einem Dorf in der
Nachkriegszeit gab es nicht viel. Damals
wurden die Weinberge geschnitten und
die kleingehackten Reben zum Heizen
genutzt. Mit meinem Zwillingsbruder
habe ich die Reben gehackt, so haben
wir Geld verdient und unseren ersten
Lederfußball gekauft.
Das war für Sie damals das Allergrößte?
Als wir 1956 nach Mainz kamen war
mein sehnlichster Wunsch, mich beim
24 hawk-eye. Ausgabe 2016.
1. FSV Mainz 05 anzumelden. Das wäre
fast noch gescheitert. Wo heute das Gutenberg-Gymnasium steht, war damals
ein Trümmerfeld. Dort haben wir immer
Fußball gespielt. Am Tag der Anmeldung hat sich mein Zwillingsbruder verletzt und sich einen Haarriss im Scheinbein zugezogen. Daraufhin hat meine
Mutter mir verboten, mich bei 05 anzumelden. Ich konnte es nicht fassen und
habe gewartet, bis mein Vater abends
nach Hause kam. Er meinte dann, `lass‘
den Jungen doch Fußball spielen`. Überglücklich bin ich mit dem Fahrrad losgeradelt und habe gerade noch rechtzeitig
meine Anmeldung abgegeben. Schon
am Samstag danach habe ich erstmals
für die 05er in der Jugend gespielt, ich
war Spielgestalter, der klassische Zehner. Von da an war ich bei Mainz 05 immer in der ersten Mannschaft dabei und
bekam später sogar eine Einladung zur
deutschen Jugend-Nationalmannschaft,
heute vergleichbar mit der U18.
Was wurde aus der Karriere?
Das ist sehr traurig gelaufen für mich.
Wolfgang Overath, Sepp Maier und
Reinhard Libuda gehörten zu diesem
Kader, Trainer der DFB-Jugendauswahl
war Helmut Schön. Die Einladung lief
über den Kreisverband. Wie ich erst
später erfahren habe, bin ich vom Verband aus krank gemeldet worden und
ein anderer Spieler aus Weisenau durfte
zur Nationalmannschaft fahren. Wir hatten kurze Zeit später ein Testspiel mit
der Südwest-Auswahl gegen die Nationalmannschaft, wir haben vor 3.000 bis
4.000 Zuschauern am Bruchweg ein tolles Spiel abgeliefert. Kurzzeitig hieß es,
ich könne noch auf den Zug aufspringen, ich hatte ein Gespräch mit Helmut
Schön und auch der Verein hat sich für
mich stark gemacht, doch die Chance
hat sich dann nicht mehr ergeben.
Aber im Verein ging es für Sie erfolgreich weiter?
Mainz 05 war damals sehr stark in der
Jugend, wir haben drei Mal die SüdwestMeisterschaft gewonnen. Das war eine
tolle Zeit. Mit 18 Jahren habe ich erstmals in der Oberliga gegen den 1. FC
Schon während meiner Schulzeit stand
fest, dass ich Medizin studieren möchte.
Fußball war mir sehr wichtig. Trotzdem
war für mich klar, dass ich mit dem Studium beginne. Ich wollte ja nie Berufsfußballer werden. Genau in dieser Zeit habe
ich meine heutige Frau kennengelernt,
wir kennen uns jetzt seit 55 Jahren, sind
bald 50 Jahre verheiratet. Viele haben
damals gesagt, dass ich wegen meiner
Freundin aufhören würde mit dem Fußballspielen. Aber das stimmte so nicht,
sie war ja bei den Spielen immer dabei.
Klar, mit 18, 19, 20 Jahren will man auch
mal ausgehen. Ausgiebig feiern war ich
ja bis dahin nicht als Fußballer. Es ist mir
schwer gefallen, aufzuhören. Aber ich
wollte studieren.
Und wie sind Sie dann zum Tennissport
gekommen?
Als ich aufgehört habe, Fußball zu spielen – das war 1962 oder 1963 – habe
ich angefangen Tennis zu spielen. Beim
TSC Mainz. Wir Fußballer haben damals
in der Oberliga drei, vier Mal pro Woche trainiert. Sportlich gar nichts mehr
machen wollte ich nicht. Meine Frau, ihr
Bruder und mein Zwillingsbruder haben
damals schon Tennis gespielt und so bin
ich auch dazu gekommen. Mein Schwager, mein Bruder und Freunde haben mir
das Tennisspielen beigebracht. Geld für
einen Trainer hatte ich nicht.
und von ihm neue Tennisschuhe bekommen. Seitdem habe ich nie mehr aufgehört, Tennis zu spielen. Bis heute. 1968
haben wir uns mit ein paar Männern
zusammengetan und uns immer dienstags zum Tennisspielen verabredet. Aus
dieser Zeit sind jetzt noch drei Spieler dabei. Wir rotieren mit sieben, acht
Leuten und spielen jeden Dienstag zwei
Stunden Einzel und eine Stunde Doppel.
Auch das ist eine kleine Geschichte des
TSC Mainz.
Ein neuer Sport war gefunden…
Die Fußballzeit war vorbei. Allerdings
war mir Tennis als junger Kerl anfangs
noch zu wenig. Deshalb habe ich auch
noch Handball gespielt. 1817 Mainz war
damals im Handball und Basketball einer
der führenden Vereine. Im Sommer haben wir noch Feldhandball gespielt auf
dem großen Feld. Auch beim Handball
war ich Spielgestalter, habe gerne den
Kreisläufer in Szene gesetzt. Zusammen
mit Dieter Kirschenmann (heute Präsident des Tennisverbandes RheinlandPfalz Anm. d. Red.) habe ich Handball in
der Oberliga gespielt, bis ich 30 Jahre alt
war.
Es folgte nach der sportlichen Karriere
die berufliche Karriere als Radiologe…
Angefangen habe ich im HildegardisKrankenhaus. In der Uniklinik habe ich
meinen Facharzt gemacht. 1976 habe
ich mich mit meinem Kollegen Erwin
Hentschel zusammen in Mainz niedergelassen. Es gab in den Anfängen der
Radiologie die Röntgen-Fachärzte. Aber
was wir gemacht haben, war der Beginn
einer ganz neuen Ära, eine Revolution
in der Radiologie. Bis zu dem Zeitpunkt
stellte das Röntgen die Knochen dar und
vielleicht noch die Lunge. Aber in sehr
viele andere Bereiche konnte man gar
nicht vordringen, doch dann kam die
Computertomografie, das Schichtverfahren. Das war ein entscheidender Vorstoß in der Medizin, wir waren Pioniere
dieser Methode. Wir waren die ersten
mit Ganzköper-CT in Deutschland und
haben ganz Rheinland-Pfalz versorgt.
Das bedeutete, dass wir von morgens
7 Uhr bis abends 22 oder 23 Uhr gearbeitet haben. Jeden Tag. Ohne die Unterstützung meiner Frau wäre das nicht
möglich gewesen.
Das klingt nach einer sehr intensiven
Zeit…
Das erste CT-Gerät haben wir 1978 angeschafft, um es bedienen zu dürfen,
brauchte man ein Zertifikat. Dafür sind
wir ein Jahr lang nach Heidelberg in das
Deutsche Krebsforschungszentrum gefahren, dort hat man damals erforscht
inwieweit sich die CT-Methode in den
medizinischen Alltag einbauen lässt.
Ultraschall kam hinzu. Für mich war es
ein Glücksfall, dass in Heidelberg auch
daran geforscht wurde. Ultraschall war
Trotzdem sind Sie beim Tennis geblieben…
Ja. Ich habe mir während des Studiums
im Geschäft meines Schwiegervaters –
einem Radio- und Rundfunk-Großhandel – Geld dazu verdient. Er spielte auch
Tennis, irgendwann haben wir gewettet
um den Sieg nach insgesamt fünf Matches. Mein Schwiegervater meinte, ich
hätte keine Chance, weil ich noch nicht
lange spiele. Er war ein absoluter Bringer, ohne Technik. Wir haben fünf Matches gespielt, ich habe 3:2 gewonnen
Freunde aus früheren Handballzeiten,
v.l.: Dieter Kirchenmann u. Dr. Jochem Krüger
Ausgabe 2016. hawk-eye. 25
Ein Teil der Dienstagstruppe,
v.l.: Volker Jung, Dr. Joachim Liebig,
Dr. Jochem Krüger, Wolfgang Balzer
Nachgefragt bei...
leicht zu handhaben, ohne Strahlenbelastung und nicht so teuer. Wir hatten
eines der ersten Ultraschallgeräte, das
muss in etwa 1980 gewesen sein. Ein Gerät hat damals 2,5 Mio. DM gekostet und
wir hatten ja 1976 erst mit einer Investition von 2 Mio. DM unsere Praxis eröffnet. Aber wir waren uns ganz sicher, bei
dieser Entwicklung dabei sein zu müssen. Mein Schwiegervater hat mir damals gestanden, dass er aufgrund dieser
enormen Investitionen nicht mehr ruhig
schlafen konnte.
Und Sie? Haben Sie noch ruhig geschlafen?
Vielleicht nicht immer. Aber ich war fest
davon überzeugt, dass Ultraschall und
CT die Zukunft sind. Wir hatten eine
Vision. Und wir waren uns ganz sicher,
dass die diagnostische Medizin in diese
Richtung gehen würde.
Sie sollten Recht behalten…
Ja, zehn Jahre später kam die Kernspintomographie. Auch da waren wir wieder eine der ersten Praxen und haben
damals die Uni-Klinik mit versorgt. Zunächst gab es nur Kernspin vom Kopf
und später vom ganzen Körper. Wir
waren damals unternehmerisch tätig,
da war keine Zeit, sich im Verein zu engagieren. Obwohl man mich schon ganz
früh beim TSC angesprochen hat, Vorstandsarbeit zu machen. Aber davon
war ich damals weit entfernt.
Das hat sich später geändert…
Ich hatte klare Vorstellungen davon, wie
man den Verein führen muss und wo er
hin soll. Ende der 80er Jahre mussten
wir eine Entscheidung fällen: Wollen wir
gut situierte Leute im Verein, die Tennis
spielen oder versuchen wir, beim TSC
Mainz das Tennisspiel zu etablieren.
Über Jugendförderung und indem wir
den Verein auf mehrere Beine stellen.
Man braucht die Mitglieder, die freitzeitmäßig Tennis spielen und die, die
den Sport im Wettbewerb ausüben wollen. Auch das hat sich mit der Zeit verändert. Früher gab es nur die Erste Damen- und die Erste Herrenmannschaft.
Heute haben wir 16 Mannschaften in
allen Altersklassen und 13 Jugendmannschaften. Wir müssen der Jugend eine
Plattform geben und brauchen darüber
hinaus den Breitensport.
Diese Entwicklung beim TSC wurde
Ende der 80er eingeleitet?
Genau das war damals die Entschei26 hawk-eye. Ausgabe 2016.
dung. Ich wurde angesprochen und um
Unterstützung im Vorstand gebeten,
weil ich aus dem Leistungssport kam.
1988 war ich beruflich etabliert und
habe zugesagt, als Zweiter Vorsitzender.
Karlheinz Schöffel war über 30 Jahre der
Erste Vorsitzende. 1989 hat man Herrn
Sander und mich dann ins kalte Wasser
geschmissen mit der Ausrichtung des
Italia-Cups, der Weltmeisterschaften für
Jungsenioren.
Kurz drauf haben wir den Förderverein
für Leistungssport ins Leben gerufen.
Wir hatten alle noch die Jahre des – wie
man heute immer wieder sagt – großen Booms im Kopf, es war was los auf
der Anlage. Und bei aller Skepsis wollte
auch ich das damals nicht fallen lassen.
Aber nach anfänglichem Enthusiasmus
haben wir schnell festgestellt, dass die
Arbeit für den Förderverein den Rahmen sprengte und weit über das hinaus
ging, wie man sich in einem Verein engagieren kann. Ohne unser Sekretariat in der Praxis hätte ich das gar nicht
schaffen können, dort wurden viele Sachen erledigt.
Den Förderverein hat es trotzdem
nicht ewig gegeben…
Finanziell war die Sache irgendwann
nicht mehr zu steuern. Das musste professionell geführt werden, wir brauchten
ein Steuerbüro, weil alles sauber und
korrekt sein musste. TSC und Förderverein mussten streng getrennt sein – das
alles kostete viel Geld. Mit Funktionärswesen hatte das gar nichts mehr zu tun.
Dann klopfte Mainz 05 irgendwann an
die Erste Bundesliga an und viele Sponsoren sind zu den 05ern gegangen. Verständlich, denn im Profifußball gab es
für die Sponsoren ganz andere Möglichkeiten und Tennis war im Abschwung.
2007 haben wir den Förderverein endgültig aufgelöst. Man hätte sicher früher
die Reißleine ziehen müssen.
Das war der Moment, als der TSC einen
anderen Weg eingeschlagen hat…
Wir haben damals mit Babak Momeni
geredet und ihm gesagt, dass wir eine
Mannschaft aus den eigenen Reihen
brauchen. Alles andere funktionierte
nicht mehr. Mir hat es Spaß gemacht,
mit Sponsoren zu verhandeln, anfangs
waren alle sehr kooperativ. Aber mit der
Zeit wurde es immer schwieriger, Partner zu finden. Wir mussten etwas ändern.
Mittlerweile hat sich dieser Ansatz
beim TSC durchgesetzt…
Wir haben im Moment ein Hoch im Verein, bspw. mit dem Erfolg im Damenbereich. Die Damen I sind in die Regionalliga aufgestiegen und spielen dort eine
gute Rolle, auch die Herren I gehören in
ihrer Oberliga vorne dazu. Das schaffen
wir fast ohne ausländische Spieler, sie
unterstützen nur in einem finanziell zu
vertretbaren Rahmen. Durch das effektive Arbeiten in einem kleinen Vorstand
– in meinen Anfangszeiten waren wir
noch 15 Leute im Vorstand – sind gute
Leistungen für den Verein gewährleistet, wir arbeiten sehr effektiv. Wir sind
froh, dass hier beim TSC was los ist. Dafür klopfen wir uns nicht ständig auf die
Schulter, so sind wir nicht. Aber wir freuen uns darüber.
Sie sprechen aktuell von einem Hoch
im Verein. Wer den TSC Mainz aus früheren Jahren kennt – mit voller Anlage
und viel Trubel, wird sich womöglich
über diese Formulierung wundern…
Der Verein hatte mehr Mitglieder als
heute. Das stimmt. Aber damals haben
wir nicht so viel bewegt. Das war ein
Selbstläufer. Das, was wir jetzt haben,
ist etwas ganz Anderes. Die Anfangszeiten des TSC waren elitär, das hatte
mit einem Sportverein nicht viel zu tun.
Heute entstehen hier Freundschaften,
man erreicht etwas zusammen. Was
meine Einstellung dazu angeht, war die
Zeit als Fußballer sehr prägend für mich.
Dort habe ich gelernt, dass man nur als
Mannschaft, nur gemeinsam etwas bewegen und erreichen kann. Wir haben
sicher gerade eine Zeit, die herausragt
in den 90 Jahren Vereinsbestehen. Dabei wäre es vor Jahren für mich fast
schon vorbei gewesen im Verein…
Warum?
Anfang der 70er Jahre gab es eine Mitgliederversammlung in der Favorite. Es
ging um das Thema, dass der TSC eventuell die Anlage am Ebersheimer Weg
verlassen werde, weil damals der Pachtvertrag immer nur über ein Jahr lief und
das war für den Verein eine schwere
Situation. Daher gab es Überlegungen,
auf das Gelände der Karst-Tennishalle zu
ziehen. Karl-Wilhelm Karst war damals
der Präsident des Vereins und hatte natürlich Interesse daran, den Verein zu
seiner Halle zu holen. Es wurde bei der
Versammlung viel diskutiert, die Tendenz der Mitglieder sprach aber gegen
einen Umzug. Nur nicht bei Herrn Karst.
Irgendwann bin ich aufgestanden und
habe zu ihm gesagt, dass ich mir seine
Argumente nicht mehr anhören könne.
Ich sagte wörtlich: „Sie sitzen zwar unter
einem Kronleuchter, aber ein Licht ist Ihnen noch nicht aufgegangen.“ So etwas
hatten sie beim TSC bis dahin noch nicht
erlebt, viele kannten mich gar nicht. Ein
junger Student hatte das gesagt. Aber
ich habe mich schon immer gegen Ungerechtigkeiten gewehrt, auch in der
Schule. Herr Karst wollte sich diese
Frechheit nicht gefallen lassen und stellte einen Antrag auf Vereinsausschluss.
Das wurde ziemlich knapp für mich, die
Empörung war groß. Edmund Krauter
hat sich damals für mich eingesetzt. Es
ist gut gegangen.
Der Verein ist auf seinem Gelände geblieben…
Und ich durfte auch bleiben. Auch deshalb bin ich mit diesem Verein so verbunden.
Sie stehen an der Spitze des TSC – dem
größten und bekanntesten Tennisverein in Mainz. Dabei könnten Sie auch
entspannt die Füße hochlegen und ihr
Privatleben genießen. Was reizt Sie an
dieser Aufgabe?
Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt, die
Früchte zu tragen. Ich sehe nicht, dass
meine Arbeit hier zu Ende ist. Es braucht
jemanden, der die Arbeit macht und
an die Zukunft denkt. Und mit dieser
Mannschaft macht mir die Arbeit Spaß.
Der Ruhestand ist schön, aber ausruhen
ist noch nicht. Außerdem ist die Vorstandsarbeit für mich auch eine gute Sache, weil ich eine Aufgabe habe.
Sie sind seit fast 55 Jahren Mitglied
beim TSC Mainz, davon fast 30 Jahre
ehrenamtlich tätig. Was hat sich aus
Ihrer Sicht in dieser Zeit am meisten
verändert?
Die größte Veränderung kam, als wir mit
Babak Momeni einen Glücksgriff getan
haben. Herr Momeni hat die Dinge bewegt, die einen Sportverein ausmachen.
Er war damals mein Beweggrund, in den
Vorstand zu gehen. Wir hatten sofort
den Eindruck, dass Babak Momeni derjenige ist, der unsere Vorstellung, ausgehend von einer guten Jugendarbeit,
umsetzen kann. Das hat sich schnell
bewahrheitet. Wir haben versucht, ihm
immer die Rahmenbedingungen dafür
zu schaffen – so wie beispielsweise mit
der Traglufthalle oder jetzt zum 90. Geburtstag des Vereins mit dem Jugendturnier. So können wir der Jugend ein
Forum bieten, sich zu beweisen. Uns war
damals klar, dass das ein langer Weg
wird. Aber es gab ja auch schnelle Erfolge, angefangen bei den Jüngsten mit
den Sommercamps und später mit den
Jugendlichen, die in die Ersten Mannschaften gekommen sind. Das sind die
Früchte, von denen wir anfangs nur geträumt haben.
Als Vereinsvorsitzender erlebt man sicher so einiges. Fallen Ihnen spontan
Beispiele ein?
Ich werde zu Hause angerufen, weil das
Toilettenpapier fehlt. Dann fahre ich auf
die Anlage und bringe neues mit. Einmal hat mir die Putzfrau erklärt, dass die
Toilette in einem so üblen Zustand sei,
dass sie sich nicht dazu imstande sehe,
sie sauber zu machen. Was habe ich gemacht? Ich bin zum Club gefahren und
habe die Toilette selbst sauber gemacht.
Auch das ist Vorstandsarbeit. 2014 ging
am Tag vor Christi Himmelfahrt die
Pumpe von der Hebeanlage kaputt. Hier
konnte man nicht duschen, die Toilette funktionierte nicht, die Gastronomie
hatte kein Wasser. Und am nächsten Tag
sollte die Anlage voller Medenspieler
sein. Ich habe den ganzen Tag über probiert, die Pumpe zum Laufen zu bringen.
Als gar nichts mehr ging, habe ich bei einer Firma für Sanitärsysteme angerufen.
Der Mann hatte gerade drei Dixi-Klos
auf dem LKW, die er spontan zu uns auf
die Anlage gebracht hat. Das sind dann
Dinge, bei denen man sich sagt: Hier
wirst Du gebraucht!
Wer Sie kennenlernt, erlebt Sie als
Mann der leisen Töne. Wie beschreiben Sie sich selbst?
Ich versuche immer erst zu überlegen,
bevor ich etwas sage. Was ich dann
sage, soll klar sein. Laute Töne gibt es
von mir nicht. Ich bin kein Freund von
Geschwätz. Ich bin tolerant, bis zu einem
gewissen Maß. Durch den Fußball habe
ich gelernt, mit allen Menschen klar zu
kommen. Ich möchte dieselbe Sprache
sprechen. Das war auch in meinem Beruf wichtig, jeder Patient sollte wissen,
was wir gemacht haben und was das
für ihn bedeutete. Wenn Sie mich nach
einer Schwäche fragen, würde ich antworten, dass ich manchmal ein bisschen
scharfzüngig sein kann. Manch einer
empfindet das als überheblich, das trifft
es aber weniger. Ich vertrete eine Sache
mit Überzeugung, bin aber mittlerweile
besonnener geworden.
Was wünschen Sie dem TSC Mainz für
die nächsten 90 Jahre?
Dass der Verein hier auf diesem Gelände
bleiben kann!
Diesem Wunsch schließen wir uns gerne an. Vielen Dank für das Gespräch,
Herr Dr. Krüger.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 27
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Ein Interview, in dem unser TSC-Nachwuchs aufeinandertrifft, nichts sagt und
doch alles verrät: Nele Pohlschmidt und Lewin Henkel über Unterschiede und
Gemeinsamkeiten abseits des Platzes.
Was können
Mädchen
besser als
Jungs?
Dein
Traumberuf?
Was können
Jungs
besser als
Mädchen?
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gar nicht?
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Hobby?
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Lieblingsessen?
30 hawk-eye. Ausgabe 2016.
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Du gewinnst
einen Freiflug,
wohin geht’s?
Ausgabe 2016. hawk-eye. 31
Zahlen, Daten, Fakten.
zahlen, daten, fakten
Die TSC-Teams auf einen Blick
Jugend
RESTAURANT OLIVENGARTEN
MEDITERRANE KÜCHE BEIM TSC MAINZ
Mannschaft
Liga 2015
Rang
Liga 2016
Mädchen U12
Rheinhessenliga
1 (7)
Rheinhessenliga
Mädchen U12 II
Rheinhessenliga
4 (7)
-
Mädchen U15
A-Klasse
1 (4)
A-Klasse
Mädchen U18
Rheinhessenliga
1 (5)
Rheinhessenliga
Mädchen U18 II
B-Klasse (neu)
1 (7)
A-Klasse
Jungen U12
A-Klasse
2 (8)
A-Klasse
Jungen U12 II
B-Klasse
1 (7)
A-Klasse
Jungen U15
A-Klasse
1 (6)
A-Klasse
Jungen U15 II
A-Klasse
2 (5)
A-Klasse
Jungen U18
Rheinhessenliga
1 (5)
Rheinhessenliga
Jungen U18 II
A-Klasse
1 (5)
Rheinhessenliga
Gemischt U10
B-Klasse
1 (5)
B-Klasse
Gemischt U10 II
B-Klasse
1 (6)
B-Klasse
Gemischt U12
-
-
A-Klasse (neu)
Jungen U15
Aktive
Damen II
Mannschaft
Liga 2015
Rang
Liga 2016
Damen
Regionalliga Süd-West 3 (8)
Regionalliga Süd-West
Damen II
Verbandsliga
1 (7)
Oberliga
Damen III
Rheinhessenliga
2 (7)
Rheinhessenliga
Herren
Oberliga
1 (8)
Oberliga
Herren II
Rheinhessenliga
3 (7)
Rheinhessenliga
Herren III
Rheinhessenliga
4 (7)
Rheinhessenliga
Herren IV
B-Klasse
1 (6)
A-Klasse
Senioren
EBERSHEIMER WEG 32, 55131 MAINZ
TELEFON: 06131 - 212 16 08
TELEFAX: 06131 - 212 16 08
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Mannschaft
Liga 2015
Rang
Liga 2016
Damen 30
Südwestliga Nord
1 (7)
Regionalliga Süd-West
Damen 40
-
-
Rheinhessenliga (neu)
Damen 50
Regionalliga Süd-West
2 (7)
Regionalliga Süd-West
Herren 30
Verbandsliga
2 (7)
Verbandsliga
Herren 40
Südwestliga Nord
4 (8)
Südwestliga Nord
Herren 50
Südwestliga Nord
6 (7)
Südwestliga Nord
Herren 55
B-Klasse
4 (8)
B-Klasse
Herren 65
Regionalliga Süd-West
4 (7)
-
Herren 70 I
-
-
Regionalliga Süd-West
Herren 70 II
Rheinhessenliga
2 (8)
Rheinhessenliga
Herren 70
-
-
Rheinhessenliga (neu)
Damen 30
Ausgabe 2016. hawk-eye. 33
Mannschaft des Jahres.
U 10 Gemischt
v.l.: Daniel Kirchner, Finn Thielen, Moritz Hildner,
Karl Becker, Viktoria Graudins
U 10 GEMISCHT
Rizzis & Co. können sich bald warm anziehen
Was für ein Durchmarsch! Nur fünf verlorene Spiele in vier Vorrundenpartien
(wohlgemerkt: Spiele, nicht Matches!),
ein Halbfinalsieg ohne Satzverlust und
schließlich ein 9:5 im Finale gegen die
starke Konkurrenz von Boehringer Ingelheim. Dieses Kunststück ist 2015 der
1. U10-Mannschaft des TSC gelungen.
Das lässt für die Zukunft des TSC hoffen – und zwar für die Herren- und die
Damenmannschaften. Bei U10 spielen
nämlich Jungen und Mädchen gemischt
34 hawk-eye. Ausgabe 2016.
– und so auch unser Siegerteam.
Henne im Korb ist Victoria Graudins, die
bei allen Begegnungen dabei war und
alle Einzel gewonnen hat. „Schlagen,
nicht stechen“, lautet Victorias Motto,
nicht nur im Tennis, sondern auch im
Säbel-Fechten, ihrer zweiten sportlichen Leidenschaft. Große Nervenstärke
bewies die Linkshänderin vor allem im
Finale, als sie ihren Gegner mit 10:7 im
Matchtiebreak niederrang und sie somit
ihrer Mannschaft die wichtige 6:2-Führung verschaffte.
Die Jungs im Stamm-Team sind Daniel
Kirchner, Moritz Hildner und Finn Thielen. Wichtige Unterstützer waren Max
Jakob und Karl Becker aus der starken
2. U10-Mannschaft, die ebenfalls ihre
Gruppe dominierte und nach der Halbfinalniederlage gegen Ingelheim einen
super 3. Platz der Rheinhessenmeisterschaften erreichte.
Fitness und Koordination verbessern
Daniel, Moritz und Finn, indem sie auch
Fußball spielen, dies allerdings in unterschiedlichen Vereinen. Besonders Finns
Herz schlägt für den Sport mit dem
Lederball – als HSV-Fan in der Saison
2014/15 auch gerne mal mit hoher Frequenz. Nicht auszudenken für ihn, wenn
der Bundesliga-Dino dem Abstiegs-Teufel nicht doch noch von der Schippe gesprungen wäre. Daniel und Moritz können die Fußballergebnisse entspannter
verfolgen. Daniel hat seine Sympathien
gelassen auf mehrere Mannschaften
verteilt; Moritz freut sich über gute Ergebnisse der 05er, schwärmt aber vor
allem für Bayern München, sodass er
nur sehr selten leiden muss. Wer jetzt
Parallelen zum Tennis sucht, mag daran
denken, dass Finn mit großer Emotion
immer bis zum letzten Punkt kämpft,
Daniel stets Ruhe ausstrahlt und seine
Gegner mit fehlerloser Konstanz in die
Verzweiflung treibt und Moritz mit seinem variablen Spiel am liebsten jeden
Punkt für sich entscheiden würde.
Als Team beeindrucken Victoria und
die Jungs nicht nur auf dem Platz, son-
dern schon vor dem ersten Ballwechsel.
Aufstellung, Spielberichtsbogen, Bälle,
Verteilung der Plätze und zur Not auch
Regelkunde – alles wird routiniert gehandhabt. Man merkt gleich, dass hier
kleine Profis am Werk sind, die trotz
ihres jungen Alters von nur zehn Jahren schon über eine mehrjährige Wettbewerbserfahrung verfügen. Auf dem
Platz wird das dann erst recht deutlich.
Technik, Taktik und Schläger sehen aus
wie bei den Großen. Einzig das verkürzte
Spielfeld und die gelborangen, druckreduzierten Bälle lassen erkennen, dass
die Tenniskarriere erst am Anfang steht.
2016 geht es weiter in den U12-Mannschaften, wo Victoria, Daniel und Moritz
schon im letzten Jahr ihre Gegner das
Fürchten gelehrt haben und sich daran
gewöhnen konnten, nicht mehr „gemischt“ zu spielen. „Victoria wird uns
fehlen“, sagt Mannschaftsführer Daniel,
stellvertretend für die übrigen Jungs.
Auch Victoria könnte sich gut vorstellen, weiter mit den Jungs in einer Mannschaft zu spielen. Bei so viel Einigkeit
wundert es schließlich nicht, dass sie alle
das Ziel teilen, später für den TSC Regionalliga in der ersten Mannschaft zu
spielen. „Schließlich haben wir mit Babak, Joel und den vielen anderen super
Trainern die besten Voraussetzungen“,
meint Moritz dazu und lächelt verschmitzt. Noch sitzen die kleinen Cracks
auf den Zuschauerplätzen und fiebern
mit, wenn die Großen um die Punkte
kämpfen. Aber die müssen sich bald
warm anziehen, wenn den Kleinen das
Zuschauen nicht mehr genügt.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 35
Impressionen II.
36 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 37
Abseits des Platzes.
Platzpflege
beim TSC
– „Das ist
genau mein
Ding!“
Der Anblick der Tennisspieler auf den Plätzen am Ebersheimer Weg ist Norbert Rehfeldt schon lange
vertraut. Das Plopp-Geräusch der Bälle in den Ohren auch. Mittlerweile ist er selbst Teil des sportlichen
Treibens auf der Anlage des TSC Mainz. Norbert Rehfeldt kümmert sich seit Spätsommer 2015 als Platzwart
um die TSC-Plätze. Der Weg zu seinem neuen Job ist kurz, die Begeisterung groß. Uns hat Norbert Rehfeldt
verraten, warum ihm die Aufgabe beim TSC so gut gefällt und woran er Spaß hat, wenn er sich nicht mit der
Roten Asche beschäftigt. Denn: Knallharte Arbeit und künstlerische Ader schließen sich nicht aus.
Sie wohnen in unmittelbarer
Nähe zum TSC, schauen von Ihrem Fenster aus auf die Anlage. Wie kam es dazu, dass Sie
sich jetzt um die Plätze kümmern?
Wolfgang Neuenhaus ist ein guter Kumpel von mir. Wir teilen uns die Arbeit, er
macht „grün“ und ich mache „rot“. Ich
war schon immer heiß drauf, mich irgendwann um die Plätze kümmern zu
dürfen. Seit letztem Jahr bin ich Rentner, jetzt habe ich die Zeit dazu, verdiene mir nebenbei noch etwas Geld und
habe Spaß daran an der frischen Luft zu
arbeiten. Das ist genau mein Ding.
7.30 Uhr drüben, die ersten Spieler kommen dann ab 8 Uhr. Morgens sieht man
in der Früh die ersten Sonnenstrahlen,
die kleinen grünen Papageien fliegen
durchs Licht und ich genieße diese Stimmung ganz alleine. So macht die Arbeit
wahnsinnig viel Spaß. Klar, im Sommer
mit den zwölf Plätzen gibt es viel zu tun,
aber auch das gefällt mir. Ich will mich
bewegen, das bin ich gewohnt. Und
Herr Neuenhaus und ich helfen uns auch
gegenseitig. Je nachdem, was gerade zu
tun ist.
♦♦♦
Dinge erklärt. Die Sandplätze müssen
jeden Tag bearbeitet werden, um die
Löcher rauszukriegen. Sie brauchen
Wasser und viel Pflege. Dafür kriegt
man schnell ein Gefühl. Irgendwann
hat ein TSC-Mitglied zu mir mal gesagt,
dass meine Plätze aussehen würden wie
englischer Rasen. Das hat mich gefreut.
Aber ich weiß auch, dass das nie lange
anhält. Schnell sind wieder neue Löcher da. Aber wie gesagt, das macht mir
nichts aus. Das macht mir Spaß, ich habe
viel Bewegung im Freien. Das passt für
mich wie die Faust aufs Auge und das
bin ich schließlich gewohnt.
♦♦♦
♦♦♦
Hatten Sie vorher schon mal etwas mit Tennis und der Platzpflege zu tun?
Von Ihrem Beruf?
Ich bin morgens meistens der Erste auf
der Anlage. Im Winter bin ich gegen
Nein, ich habe das erst lernen müssen.
Aber dabei hat mir Gabor Jaci sehr geholfen, er hat sich vorher um die Plätze gekümmert und hat mir die meisten
Ja, ich habe fast 40 Jahre in einem Speditionsbetrieb gearbeitet und bin LKW
gefahren, aber nur im Nahverkehr in
Rheinland-Pfalz und Hessen. Anpacken,
Warum?
38 hawk-eye. Ausgabe 2016.
schwer heben und Bewegung bin ich
gewohnt. Ich war manchmal auch im
Fernverkehr unterwegs, aber das war
nicht so mein Ding. Ich wollte abends
zu Hause sein und nicht nur auf der Autobahn. Ein Traumjob war das für mich
allerdings nicht. Ich bin dabei geblieben,
weil ich es konnte. Aber ich war nie der
typische LKW-Fahrer.
♦♦♦
Sie sind kein typischer LKWFahrer, aber ein echter Mainzer?
Ich bin in Mainz aufgewachsen, ja,
hauptsächlich in Mombach und später
in Weisenau. Seit zehn Jahren wohne
ich jetzt hier in unmittelbarer Nähe zum
TSC, habe mittlerweile aber schon fast
überall in Mainz gewohnt. Geboren bin
ich in der ehemaligen DDR, in Rathenow – das liegt ca. 60 Kilometer westlich
von Berlin. Das ist die Stadt der Optik.
Erinnerungen daran habe ich aber keine mehr, weil ich schon als Baby mit vier
oder sechs Wochen dort weg bin.
♦♦♦
Und Sie waren nie wieder dort?
Nein, bis heute noch nicht. Das hat sich
nie ergeben. Als ich so 20 Jahre alt war,
wollte ich mal mit meinem Vater nach
Rathenow fahren. Aber dann kam die
Bundeswehr dazwischen. Mein Bruder
ist ein Jahr älter als ich und auch dort
geboren, meine jüngere Schwester kam
in Alzey zur Welt. Mich hat nichts dorthin gezogen. Ich bin Mainzer.
♦♦♦
Was haben Sie sich vorgenommen
in Ihrer Funktion als Platzwart für die nächste Saison?
Es kommt darauf an, dass alle Plätze in
Ordnung sind. Das ist das A und O. Ansonsten beschweren sich irgendwann
die Mitglieder und das möchte ich auf
keinen Fall.
♦♦♦
Sie sind jetzt regelmäßig auf
der Tennisanlage. Haben Sie
selbst auch Lust bekommen, das
Tennisspielen mal auszuprobieren?
In meiner Jugend war ich sehr sportlich.
Ich habe als Kind zehn Jahre lang Gerä-
teturnen gemacht. Als ich dafür zu groß
wurde, bin ich zur Leichtathletik gegangenen. Sprint und Weitsprung waren
meine Disziplinen. Mein Bruder war
beim USC und hat mich häufig mitgenommen. Auch Handball habe ich früher
gerne gespielt. Mit 30 Jahren habe ich
dann Taekwondo angefangen. Jetzt ist
Wandern und Radfahren aktuell. Tennis
würde ich schon gerne mal ausprobieren. Aber ich glaube, das ist schwerer als
es aussieht. Ich habe mir im vergangenen Sommer bei den Meisterschaften
ein paar Spiele angeschaut. Gerade die
Mädels haben mich beeindruckt, mit wie
viel Tempo sie den Ball schlagen ist faszinierend.
♦♦♦
Was machen Sie, wenn Sie sich
nicht um die Plätze beim TSC
kümmern?
Ich male. Es gab früh in meinem Leben
drei Dinge, die ich richtig gut konnte:
Musik machen, Sport und Zeichnen. Ich
habe mich sehr früh für klassische Musik interessiert, später für Jazz. Und ich
habe in einer Band gespielt, das hat in
den späten 60ern jeder gemacht, der
eine Gitarre halten konnte. Man hat
sich im Gonsenheimer Wald getroffen
und beim Lagerfeuer gemeinsam Musik gemacht. Das war eine tolle Zeit. Als
Kind habe ich sehr gut gezeichnet – mit
dem Bleistift. Heute male ich mit Ölfarben. Sie werden es kaum glauben, aber
ich hatte vor 12 oder 13 Jahren einen
Traum. Ich habe geträumt, dass ich mit
Öl und in Farbe auf einer Leinwand male.
Seitdem ist das mein Hobby. Mittlerweile habe ich so viele Bilder, ich weiß gar
nicht mehr, wohin damit. Meine Mutter,
meine Tochter und Freunde bekommen
immer mal wieder eines geschenkt, alle
anderen landen bei mir. Aber ich bin
kein großer Künstler, das ist ein Hobby.
Ich mache das für mich, malen gibt mir
ein tolles Gefühl.
♦♦♦
Welche Motive bevorzugen Sie
oder was inspiriert Sie zum
Malen?
Ganz unterschiedlich. Ich kopiere gerne
berühmte Bilder, male sie sozusagen ab.
Ich habe sehr viele Kunstbücher, suche
mir dort ein Gemälde aus, was mich anspricht, vergrößere es – am liebsten auf
die Größe von 1 Meter x 1,20 Meter –
zeichne es mit Bleistift auf die Leinwand
und male es dann mit Ölfarben so wie
im Original. So habe ich von Renoir
‚Das Frühstück der Ruderer‘ oder ‚Die
Kartenspieler‘ von Cézanne gemalt. Ich
orientiere mich nicht an der Originalgröße, kopiere auch sonst nicht 1:1, aber
man soll schon gut erkennen können,
um welches berühmte Werk es geht.
Ich habe aber auch meine eigenen Motive, wie beispielsweise die Landschaft
zwischen Mombach und Budenheim
am Rhein, mit dem Altrhein und seinen Bäumen am Ufer. Dort war ich früher oft. Diese Bilder habe ich im Kopf,
setze mich ins Wohnzimmer vor meine
Leinwand und male sie. Das Motiv muss
mich einfach ansprechen. Wer weiß?
Vielleicht male ich ja irgendwann auch
mal ein Tennisbild...
♦♦♦
Herr Rehfeldt, vielen Dank für
das Gespräch. Wir wünschen
viel Freude bei jedem weiteren Gemälde und viel Spaß bei
Ihrer Arbeit in der kommenden
Tennissaison.
„ Wer weiSS?
Vielleicht male
ich ja irgendwann
auch mal ein
Tennisbild...“
Ausgabe 2016. hawk-eye. 39
Freizeitgruppe.
Katrin und Jutta
„Wie überleben wir die
Lebensmitte?“
Wiedereinstieg
Ja, auch nach mehr als 20 Jahren kann
man den Tennisschläger wieder auspacken!
Wir sind ehrlich, die ersten Stunden
waren durchaus zum Verzweifeln. Keine fünf Bälle haben wir im T-Feld übers
Netz gebracht. Wie war das noch mit
Vorhand- und Rückhandgriff? Kondition? Eher mäßig. Und diese tolle Tennisspielerin Hannah, diese RegionalligaSpielerin, will sich das antun?
v.l.: Jutta Hillen-Schreiber,
Katrin Korves-Schröder
Die Fakten
•
•
•
•
2 Ehemänner
6 Kinder
2 Hunde, Haus und Garten
Ne Menge gearbeitet die letzten 25 Jahre
Die Lösung
Der TSC Mainz und einmal wöchentlich eine
Trainingseinheit mit Hannah!
Was hat sie nur für eine Geduld! Versucht, mit unterschiedlichsten Trainingsmethoden unser verborgenes Talent hervor zu locken. Und zeigt echte
Freude, wenn inzwischen ein Ball mal
so richtig schnittig übers Netz kommt.
Spielen im T-Feld? Nach bald zwei Jahren Training fast beliebig lang; und nebenbei wird auch noch das Wichtigste
der letzten Woche ausgetauscht.
Ok, Katrins Aufschläge und Juttas ins
Netz gedonnerte Bälle aus der Mitte lassen Hannahs Gesichtszüge dann doch
ab und an entgleisen.
Alltags-Break
Wer braucht denn Wellness-Wochenen-
40 hawk-eye. Ausgabe 2016.
den? Wir schwingen uns aufs Rad, und
sobald wir in die TSC-Allee einbiegen,
vergessen wir ganz schnell das Alltagschaos mit pubertierenden Kindern und
Lateinvokabeln. Wie schön ist diese Anlage mit ihren prachtvollen alten Bäumen, diese grüne Oase!
Meditation als Mittel gegen Stress und
Hektik? Für uns haben wir die Turnierwochenenden entdeckt. Zu Hause
klappt es inzwischen auch mal ohne uns
ganz gut. Also los auf die Zuschauertribüne und unseren Mädels und Jungs die
Daumen drücken. Der Blick geht nach
rechts, nach links, nach rechts..., dazu
die Sonne im Gesicht – echte Entschleunigung!
Wir haben uns zu wahren Fans der TSCMannschaften entwickelt. Wenn wir
könnten, würden wir kein Spiel verpassen...
Life-Work-Balance
Kommen wir zum Gläschen danach.
Wenn Hannah uns wieder einmal an den
Rand unserer körperlichen Möglichkeiten gebracht hat, schaffen wir es gerade
noch bis in den Olivengarten. Dann ist
es uns echt egal, dass es da den Nachwuchs gibt, der unter der Woche eigentlich längst ins Bett gehört und sich ja
nicht freiwillig dorthin begibt. Man muss
Prioritäten setzen – das Erzählen mit der
Freundin geht vor!
Mit Hannahs Hilfe haben wir nach vielen
Jahren ein Hobby wieder zum Leben erweckt, das Tennisspielen tut uns richtig
gut. Wir sind gewappnet für unsere Lebensmitte!
Liebe Hannah,
wir haben sehr, sehr viel Spaß mit
Dir und freuen uns auf jedes Training. Warte ab, noch mal zwei
Jahre, und es klappt auch mit dem
Aufschlag und den Angriffsbällen!
Versprochen!
Deine Katrin und Jutta
Ausgabe 2016. hawk-eye. 41
Impressionen III.
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Ausgabe 2016. hawk-eye. 43
© Jörn Hildner (2015)
Schnappschuss.
Wir suchen eure schönsten, kreativsten, skurrilsten, interessantesten
und bewegendsten Fotos rund um den
TSC Mainz. Die besten Bilder werden in der nächsten hawk-eye-Ausgabe
veröffentlicht.
Schickt uns eure Fotos per Mail an:
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Wanted
Ausgabe 2016. hawk-eye. 45
TSC-Jugendraum.
„Was würde die Tenniscamps noch cooler
machen?“
„Ich finde, es sollte viel mehr
Baseballtennis gespielt
werden! Das wäre super.
Letztes Jahr haben wir das
leider nur einmal gemacht.“
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Do. 12 – 20 h
Sa. 10 – 16 h
r Bar
A r thu
gende
, 7 Ja h
Merle Wilhelm
, 11 Jahre
„In den letzten Jahren war es
oft total heiß. Ich fände einen
Pool mit Rutsche im TSC zur
Abkühlung klasse!“
re
tsc-jugendraum
Roman Pies,
8 Jahre
„Das Essen bei den Camps schmeckt immer spitze.
Ich finde nur die Bierbänke immer so unbequem
und außerdem muss man oft so lange anstehen.“
Maxim Kochergin, 7 Jahre
„Die Tenniscamps sind eh immer super! Noch besser
wären sie aber, wenn wir uns statt auf der Kondiwiese
auch mal auf dem Spielplatz austoben dürften.“
„Vier Tage Tenniscamp
sind ja eh schon immer
was Tolles. Noch besser
wären aber eine ganze
Woche ohne freie Tage
dazwischen.“
Noemi Wüster, 9 Jahre
Thomas M
illington, 8
Jahre
„Es wäre cool, wenn wir die ganze Woche
auf der Anlage sein könnten und im
Club übernachten. Mit Nachtwanderung,
Flutlichttennis und allem, was dazu gehört.“
Ausgabe 2016. hawk-eye. 47
Tenniscamp.
Überall Gewinner und
fröhliche Gesichter
Für diesen Wettkampf brauchen die
Kinder keinen Ball und keinen Schläger:
Freudig rennen die Jungs und Mädchen
quer über die Anlage, nehmen Abkürzungen über Büsche und Bänke, sammeln noch einmal all ihre Kräfte im Sprint
für die besten Plätze: Es ist Mittagessenzeit beim traditionellen Sommercamp
des TSC Mainz. Schlange stehen für die
leckere Stärkung zwischendurch.
48 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Die Sonne lacht vom Himmel und mit
ihr strahlen gut 70 freudig begeisterte Kinder und 18 mindestens genauso
engagiert begeisterte Trainerinnen und
Trainer um die Wette. Schon das Zuschauen macht gute Laune. Seit mehr
als 20 Jahren ist das Tenniscamp in den
Sommerferien für Kinder und Jugendliche fester Bestandteil beim TSC. Die
Trainercrew ist eingespielt. Headcoach
Babak Momeni und seine Leute bieten
zwei einwöchige Camps an – jeweils
eines zu Beginn und eines gegen Ende
der Ferien. Die Resonanz ist nach wie
vor riesengroß, die Begeisterung ungebrochen. Das sind DIE Tage auf der
Anlage am Ebersheimer Weg, an denen die Jüngsten den Spaß am (Tennis-)
Spiel vermittelt bekommen, den sie als
Jugendliche mit Begeisterung ausbauen
und im besten Fall als Erwachsene mit
Überzeugung weiterleben.
Um genau diese Freude zu vermitteln,
bewegen neben Babak jene Spielerinnen und Spieler die begeisterten Tenniskids auf insgesamt zehn Plätzen plus
Ballwand und über den KleinfeldtennisCourt auf dem Parkplatz, die wissen,
worauf es in einem Sommercamp des
TSC ankommt. Magdalena, Anna-Lena,
Nadine, Isabelle, Sarah, Adib, Niko, Joel,
Markus, Tim, Mats, Linus, Yannick H.,
Christopher, Felix, Yannick M., Friedrich
– einige von ihnen waren einst selbst
jahrelang Tenniskinder und Jugendliche
beim Camp. So wie die heutigen Oberliga-Spieler Joel, Niko und Markus, die als
Fünfjährige erstmals am Sommercamp
teilnahmen und mit 14 Jahren schon als
Trainer dabei waren. Freude erinnern,
Begeisterung vermitteln, Spaß weitergeben.
Schlendert man während dieser KinderTrainingswoche über die TSC-Anlage,
ist diese Atmosphäre überall hör- und
sichtbar. Traineransagen hallen gemischt mit fröhlichen Kinderstimmen
über Plätze und Grünflächen. Lachen,
lernen, loben. Die Bälle fliegen munter
übers Netz. Die Jüngsten machen in der
Ballschule erste Tenniserfahrungen, im
Kleinfeld auf dem Parkplatz werden die
ersten Grundschläge geübt, wer schon
länger dabei ist, macht kleine Punktspiele.
Zur Erfrischung flitzen die Kinder zwischendurch schnell an die „Tränke“ auf
dem Parkplatz, wo Babak mit einer
Schubkarre voll Wasser-, Saft- und Isogetränk-Flaschen steht. Gruppen und
Trainer werden an diesen Tagen regelmäßig gewechselt, alle Trainingsgruppen machen täglich auch ihre Einheiten
ohne Schläger und Ball. Koordination,
Kondition, Knallervorhand – beim TSCSommercamp ist alles dabei.
Schlusspunkt der unterhaltsamen Trainingswoche ist traditionell ein kleines
Turnier mit Gewinnern überall und Medaillen für alle Teilnehmer. Nach der Siegerehrung ist für die Betreuer Zeit, auch
mal zurückzublicken. Jedes Camp hat
seine eigenen Geschichten. Auch das
Wetter ist immer ein Thema. Ein heftiger
Regenguss führte 2015 beispielsweise zu spontanen Planänderungen. „Wir
hatten noch Glück, weil wir im Trockenen draußen essen konnten“, berichtet
Babak Momeni. Danach kam der Regenschutt runter. Jetzt war Improvisationstalent gefragt. „Die Plätze standen unter
Wasser. Da haben wir mit den Kids unsere Spiele einfach auf dem Rasen und
auf dem Parkplatz gemacht.“ Ganz egal,
ob mit oder ohne Schläger. Spaß hat’s
gemacht!
Ausgabe 2016. hawk-eye. 49
Ostercamp 2016.
aber kaum einer wollte nur auf der faulen Haut liegen. Mit Tennis, Mountainbiking, Golf, Joggen am Meer oder Tauchen vor Tarifa war sportlich für jeden
etwas dabei; einige machten sich zudem
unter Anleitung von Konditionstrainer
Marko fit oder nutzten das clubeigene
Angebot an Yoga- und Fitnesskursen.
Wer mehr von Andalusien sehen wollte,
nahm sich einen Mietwagen und steuerte Ziele in der Umgebung an, etwa das
malerische Bergdorf Ronda oder den
mondänen Badeort Marbella. Wer Entspannung suchte, machte einen Spaziergang am kilometerlangen Sandstrand,
zog sich zum Schmökern auf einen Liegestuhl zurück oder ließ sich im SPABereich verwöhnen.
Premiere in Andalusien
Ostercamp 2016
Rund 60 TSCler machten sich in der letzten Märzwoche auf den Weg ins traditionelle Ostercamp, das
erstmals im Aldiana Alcaidesa in Andalusien stattfand. Angesichts der frühen Osterferien hatte man
sich diesmal für den Club an der Costa del Sol entschieden – in der Hoffnung, dort stabilere Wetterbedingungen vorzufinden als auf Mallorca. Die Rechnung ging auf.
23 TSC-Talente zwischen 11 und 17 Jahren waren in diesem Jahr mit dabei, ein
Großteil mit Eltern, einige aber auch allein. Die meisten hatten es schon seit
Wochen kaum erwarten können – das
Ostercamp ist Kult! Trotz des strammen Programms und klarer Regeln:
„Um 22:00 Uhr ist Bettruhe, und keiner
kommt zu spät zum Training“, so die Ansage von Cheftrainer Babak Momeni am
ersten Abend nach der Anreise. Er musste es nicht wiederholen. Vom ersten bis
zum letzten Tag waren alle pünktlich
– selbst nach der Umstellung auf Sommerzeit, als die Ersten noch im Dunkeln
aufstehen mussten, um rechtzeitig zum
Trainingsbeginn um 9:00 Uhr am Platz
zu sein.
Sonne, Wind und englische Affen
Strahlender Sonnenschein und schön
gelegene Plätze mit Blick aufs Meer
boten beste Trainingsbedingungen. An
manchen Tagen blies zwar ein kräftiger
Wind, aber auch das war letztlich eine
gute Vorbereitung auf die anstehende
Freiluftsaison. Zwei Tenniseinheiten und
eine Stunde Konditionstraining standen
täglich für alle Gruppen auf dem Programm. Nach Trainingsende tobten sich
die meisten noch im gut beheizten Salzwasser-Hallenbad aus, was den müden
Muskeln sicher auch guttat. Vor dem
Abendessen traf man sich allabendlich
in der Lobby – zum Chillen und Kartenspielen, aber auch zum Chatten, da (zur
heimlichen Freude der Eltern) auf den
Zimmern kein WLAN-Empfang war.
Mehr als nur ein Trainingscamp
Spätestens beim Essen trafen sich alle
wieder und tauschten aus, was sie am
Tag erlebt hatten. Anschließend zog
man weiter an die Bar, wo dem Absacker
nicht selten ein zweiter und dritter folgte.
Viel zu schnell verflog die Zeit, und als
die Abreise anstand, hätte manch einer
gern noch ein paar Tage verlängert. In
Andalusien ist die TSC-Familie erneut
enger zusammengewachsen. Wenn
alle diesen Teamgeist mitnehmen und
sich bei den anstehenden Punktspielen
und Turnieren gegenseitig unterstützen, dann hat das Ostercamp wieder
weit mehr gebracht als Kondition und
Schlagsicherheit!
Den einzigen trainingsfreien Nachmittag nutzten viele für einen Ausflug in
die britische Enklave Gibraltar. Auf dem
berühmten Affenfelsen führte Leo Bach
dort eindrucksvoll vor, warum man Tierbabys in Gegenwart ihrer Mutter besser
nicht streichelt...
Sport, Kultur oder einfach nur entspannen
Die mitgereisten Erwachsenen konnten
es zwar etwas lockerer angehen lassen,
50 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 51
It‘s your (re)turn.
,
I t
s y o u r
( r e ) t u r n
Im Kreuzworträtsel longline vs. cross steht einmal mehr euer Tenniswissen auf dem Prüfstand. Wie heißt die
erste deutsche Grand-Slam-Siegerin seit Steffi Graf? Wer ist der neue Hauptsponsor der Mainz Open? Was benötigt jeder Tennisspieler, der an einem offiziellen Turnier teilnehmen möchte? Dies sind nur einige der Fragen,
die es zu beantworten gilt. Gesucht wird eine jährlich im Frühjahr stattfindende TSC-Veranstaltung..
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O
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G
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It’s your (re)turn ist die interaktive Themenseite unserer Clubzeitung. Hier seid ihr am Zug.
Es gibt zwei Rubriken. In der ersten Rubrik, dem Bilderrätsel Doppelfehler, ist vor allem euer geschultes Tennisauge gefragt. In der zweiten Rubrik, dem Kreuzworträtsel longline vs. cross, könnt ihr euer Wissen über den
TSC Mainz und den gesamten Tennissport unter Beweis stellen.
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1.
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11.
Australien-Open-Siegerin 2016
Vorsitzender eines Vereins
Aufbewahrungsbehälter für Schläger
Trainerin von Andy Murray
2015 wurde beim ATP-Turnier in Stuttgart das
erste Mal auf ... gespielt
Übersicht der Spielpaarungen bei einem Turnier
2016 feiert der TSC sein ... jähriges Bestehen
Rheinland-Pfalz-Meisterin Sommer 2015
Bewertungsskala für Tennisspieler
Gerät zum Besaiten von Tennisschlägern
Unterschreibt neben den Mannschaftsführern den
Spielberichtsbogen bei einem Medenspiel
12.
13.
14.
15.
16.
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18.
19.
20.
Ersetzt das Trainerzuspiel
Klassischer Pausensnack eines Tennisspielers
Ort der TSC-Saisonvorbereitung
Jeder Spieler, der an einem offiziellen Turnier teilnehmen möchte, benötigt eine...
Hauptsponsor der Mainz Open
Französisch „Vorteil“
Präsident des rheinland-pfälzischen Tennisverbandes
Organisationskomitee einer Tennisveranstaltung
Gewinner Hopman-Cup 2016
Doppel fehler
Im rechten Bild ist wohl einiges durcheinander geraten. Nicht ganz
einfach da den Überblick zu behalten. Entdeckst du alle acht Fehler?
Lösungswort:
52 hawk-eye. Ausgabe 2016.
a
b
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k
k
k
k
Ausgabe 2016. hawk-eye. 53
Kurz notiert.
Kurz
notiert
News
Weitere Beiratsmitglieder
Im Kreise des TSC Präsidiums
begrüßt der TSC ganz herzlich
Dr. Jürgen Hippchen und Daniela Sander-Lehmann. Sie werden als Beisitzer im Vorstand
das Führungsgremium um Dr. Jochem Krüger, Urs Kern, Hans
Beth, Babak Momeni und Marius
Hettergott unterstützen. Herr
Hippchen ist vorrangig mit
Aufgaben rund um den Breitensport, die Mitgliederbindung
und Akquise neuer Mitglieder
betraut. Frau Sander-Lehmann
übernimmt die Leitung der Geschäftsstelle.
Neue Werbetafel
Im Einfahrtsbereich zum TSCGelände wird es zu Saisonbeginn eine neue, große Werbetafel installiert, die Mitglieder
54 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Alles Wissenswerte im Überblick
News, Termine und Jubiläen.
und Besucher begrüßt. Geför- – auch von Nichtmitgliedern –
dert von den neuen Hauptspon- zum Start in die Jubiläumssaison 2016.
soren des TSC wird hier über
anstehende Termine und Events
informiert.
TSC Teams 2016
In der kommenden Saison wird
Saisoneröffnung „Deutschland spielt
eine
neu
formierte
DamenTennis“
40-Mannschaft in der RheinhesDie Saisoneröffnung war auch
senliga auf Punktejagd gehen.
2015 ein voller Erfolg: Bei gu- Außerdem gibt es eine neue getem Wetter tummelten sich ca. mischte U12 Mannschaft. Dafür
100 Mitglieder auf der Anla- wurde die U12 II Mädchen abge um bei Modenschau, Kuchen- gemeldet.
buffet und Boule in die neue
Sommersaison zu starten. Am
Surfcamp
24.04.2016 veranstaltet der TSC
Nach mehrjähriger Pause findet
erneut eine große Saisoneröff- dieses Jahr wieder ein Surfnungsfeier. Die Jubiläumssai- camp am Veluwemeer statt. Die
son zum 90-jährigen Bestehen
achttägige Surffreizeit orgawird mit dem bundesweiten Ak- nisiert der langjährige TSCtionstag „Deutschland spielt Trainer Jens Lübbert in KoopeTennis“ eingeläutet. Dabei fin- ration mit dem DJK Großer Sand
det die Zentralveranstaltung
Mainz e.V.. Vom 28.07.-05.08.2016
des rheinland-pfälzischen Ten- können Kinder ab 12 Jahren in
nisverbandes auf unserer An- Holland den Surf-Grundschein
lage am Ebersheimer Weg statt. erwerben, aber auch weitere
Es wird auch dieses Jahr wie- Aktivitäten wie Beachvolleyder ein abwechslungsreiches
ball, Beachtennis, Kanu, Biken,
Programm geboten. Wir freuen Inlinern und Wakeboard fahren,
uns auf auf zahlreichen Besuch
erleben. Nähere Infos bei Jens
Lübbert unter 0179/5179522.
lage des TSC Mainz statt. Vom
26.05.-29.05.2016
machen
die
besten Tennisspieler aus dem
Verband wieder auf der Anlage am Ebersheimer Weg den Titel unter sich aus. Am traditionellen Finalsonntag stoßen
die Seniorinnen und Senioren,
die ihre Vorrundenspiele auf
den umliegenden Anlagen in
Mainz austragen, hinzu. Freuen
Sie sich auf spannende Spiele,
kommen Sie vorbei!
Festzelt
Auf der Wiese neben Platz 5
steht seit Mitte letzten Jahres
ein großes weißes Zelt. Dieses
dient als Ersatz für den als
Aufenthaltsraum weggefallenen
Jugendraum, in dem sich nun
der Fitnessraum befindet. Mannschaften können sich während
ihrer Medenspiele hier aufhalten, den Kühlschrank nutzen
und finden bei schlechtem Wetter Unterstand.
Freizeitgruppe
Anfänger,
Hobbyspieler
und
Breitensportler haben auch in
diesem Jahr wieder die Möglichkeit im TSC in den Tennissport hinein zu schnuppern. Die Anmeldung erfolgt am
Schwarzen Brett im Eingang des
Clubhauses, über die Homepage
der Tennisschule Babak Momeni
(www.tennisschule-babak-momeni.
de) oder bei Babak Momeni persönlich.
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Die
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Sommer finden auch
dieses Jahr wieder auf der An-
Platzpflege
Seit Herbst 2015 hat der TSC
einen neuen Platzwart: Norbert
Rehfeldt kümmert sich von nun
an um die Plätze und die Anlage.
Dabei wird er von Herrn Neuenhaus und Frau Meißner insbesondere bei den Grünschnittarbeiten unterstützt.
Sekretariat
Das Sekretariat ist ab sofort
wieder besetzt – mittwochs von
14:30 Uhr bis 16:30 Uhr sowie
nach Vereinbarung. Zusätzlich
finden Sie im Eingangsbereich
einen Aushang zu allen wichti-
gen Kontaktdaten. Für aktuelle
Infos schauen Sie bitte auf die
TSC-Homepage www.tsc-mainz.de.
Telefon:
Fax:
06131/53717
06131/53731
Email:
[email protected]
Mitgliederzahlen (Stand: Januar 2016)
Gesamt:
447 (+10)
Aktive:
405 (-9)
Passive:
42 (+19)
Jugendliche: 218 (+39)
TSC-Fitnessraum
Der Fitnessraum wurde während
der Wintersaison stark genutzt
und weiter ausgebaut. Es gibt
inzwischen einen zusätzlichen
Hometrainer, zahlreiche Kurzhanteln, Balance Pads und Therabänder um Gleichgewicht, Koordination, Kraft und Ausdauer
zu trainieren. Für Unterhaltung sorgen eine Musikbox und
ein Fernsehgerät. Wer dort
trainieren möchte oder erstmal
eine fachkundige Einweisung
benötigt, kann sich bei Babak
Momeni über Kosten und Trainingszeiten informieren.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 55
Kurz notiert.
UNSER
Termine 2016
23.03.-01.04.
Saisonvorbereitung Andalusien | Spanien
08.-10.07.
Rheinhessen-Meisterschaften Jugend
11.04.
Mitgliederversammlung
18.-22.07.
Tenniscamp I
16.-17.04.
Abbau Traglufthalle
28.-31.07.
Rheinhessen-Meisterschaften Senioren
24.04.
Saisoneröffnung | Deutschland spielt
Tennis
28.07.-05.08.
Surfcamp Veluwemeer | Holland
01.05.
Start Medenrunde
11.-14.08.
SinnLeffers Mainz Open
02.05.
Trainingsauftakt Sommer
22.-26.08.
Tenniscamp II
13.-16.05.
Rheinhessen-Meisterschaften Aktive &
D/H 30
02.-04.09.
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Jugend
23.09.
Trainingsende Sommer
26.-29.05.
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Aktive
& Senioren
24.-25.09.
Aufbau Traglufthalle
03.10.
Trainingsauftakt Winter
HERZ
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kleine Unternehmen bei ihrer crossmedialen Kommunikation.
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Schnupperbeiträge
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• Print: klassische Werbung, Broschüren, Verkaufsförderung, Messestände
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Aktive Mitglieder
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Aktive Mitglieder
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Auszubildende, Studenten
(21 bis 27 Jahre )
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Auszubildende, Studenten
(21 bis 27 Jahre)
€ 195,00
Ehepartner aktiver Mitglieder
Jugendliche (11 bis 20 Jahre)
Kinder (bis 10 Jahre)
sofern kein Elternteil aktives Mitglied
Passive Mitglieder
€ 330,00
€ 195,00
€ 100,00
€ 100,00
Alle Beiträge werden bei einem Neueintritt nach dem
30.6.2016 für 2016 zur Hälfte erhoben.
Ehepartner aktiver Mitglieder
€ 195,00
Integrieren Sie alle
Die Gastspielgebühr...
beträgt 12,00 € pro Person und ist vor dem Spiel zu entrichten. Inaktive sind nicht berechtigt, gegen Gastspielgebühr
Tennisplätze des Vereins zu benutzen. In Sonderfällen (z.B.
Belastungstest) wenden Sie sich an das Präsidium.
relevanten Kanäle in
Ihre Kommunikation.
Interessiert an der
eigenen App?
Jubiläen
TSC-Mitglied seit ... Jahren
70+
Ria Hettergott (77)
40
Isgard Jung
70
Hans-Joachim Kalkhof
35
Birgit Bremer
60
Volker Jung
30
65
55
45
Friedelore Nau (75)
Rudolf Wagner
Michaela Kärcher
Hedwig Wittstatt
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56 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Ehrenamt.
Auf- und Abbau der Traglufthalle
Seit drei Jahren nutzt der TSC Mainz eine eigene Traglufthalle für das Wintertraining. Ende September wird
sie über den Plätzen 1 bis 3 aufgebaut, im April wieder abgebaut. Eine Fachfirma leitet die Arbeiten, aber viele
TSCler packen tatkräftig mit an.
Die Sonnenbrille ist neben Arbeitshandschuhen das wichtigste Utensil – jedenfalls, wenn die Sonne scheint. Denn die
weißen Planen des Hallendachs blenden
dann wie Schnee in den Bergen.
Ohne ehrenamtliche Helfer wird es teuer
Bislang hatte der TSC fast immer Glück
mit dem Wetter. Nur einmal hat es ge-
regnet, sodass der Abbau kurzfristig auf
einen Termin unter der Woche verschoben werden musste. Weil da natürlich
weniger Helfer Zeit hatten, musste die
beauftragte Firma mehr eigene Leute
mitbringen. Der Abbau kostete dadurch
dreimal so viel wie sonst.
Normalerweise kommt die Firma Derstroff aus dem Rheingau mit vier bis fünf
professionellen Kräften, die im Herbst
und Frühjahr eine Halle nach der anderen auf- und abbauen. Das ist notwen-
dig, damit alles reibungslos klappt und
keine Fehler passieren. Hinzu kommen
im Idealfall 15 bis 20 Helfer vom TSC.
Mit starken Männern und
vielen helfenden Händen
an einem Tag geschafft
Der Auf- und Abbau ist Knochenarbeit,
keine Frage. Für den Aufbau müssen zunächst die drei Planen des Hallendachs
einzeln und möglichst sauber und glatt
übereinander ausgebreitet werden.
Darüber kommt ein Netz aus Stahlseilen, die am Rand in den vorgesehenen
Erdverankerungen fixiert werden. Ist
das geschafft, kann das Gebläse angeschlossen und Luft eingeleitet werden.
Sobald sich das Dach ein Stück gehoben
hat, sind noch die Leuchten zu befestigen. Dann wird die Halle vollständig
aufgeblasen. Beim Abbau läuft das Ganze im Prinzip umgekehrt ab.
Für einige Arbeitsschritte braucht man
einfach Männer, die Kraft haben – 12 bis
13 Mann, weiß „Hallenchef“ Babak Momeni aus der mittlerweile dreijährigen
Erfahrung. Andere Arbeiten erfordern
nicht so viel Kraft, sind aber schneller
geschafft, wenn viele Hände helfen. Das
Trainerteam ist zumeist geschlossen
dabei, dazu weitere Spieler der Herrenmannschaften und viele Jugendliche,
aber auch Eltern und andere Erwachsene.
für harte Arbeit. Babak Momeni weiß
das und gibt zu, dass er sich immer ein
bisschen dahinterklemmen muss, damit
er genügend Helfer beisammen hat.
Aber letztlich kann er sich doch darauf
verlassen, dass sie am fraglichen Tag
frühmorgens parat stehen: „Sie wissen,
dass es anders nicht geht, schließlich
wollen wir die Halle ja auch alle nutzen.
Da müssen wir einfach zweimal im Jahr
zusammen anpacken“, so der Cheftrainer. Nach getaner Arbeit freuen sich alle
auf Pizza und Pasta im Olivengarten.
Zur Müdigkeit gesellt sich Zufriedenheit
und das gute Gefühl, gemeinsam etwas
für den Verein geleistet zu haben. Der
Einsatz verdient unseren Dank und große Anerkennung! Schön, dass vor allem
viele junge Mitglieder tatkräftig im TSC
mithelfen!
Sechs bis acht Stunden dauert es trotzdem, bis die Halle steht oder wieder im
Lagerzelt verstaut ist. Man kann schließlich auch nicht ohne Pause durcharbeiten. Die Arbeit macht hungrig und
durstig. Deshalb stehen zur Stärkung
zwischendurch Weck, Worscht und
Wasser (sowie Gummibärchen, Cola und
Limo) bereit, damit niemanden vorzeitig
die Kraft verlässt.
Ein bisschen betteln muss
man schon, aber dann
packen doch alle mit an
Mit Begeisterung opfern natürlich die
wenigsten einen Tag am Wochenende
58 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 59
TSC-ler unterwegs.
TSC-ler unterwegs
TransaLP 2008-2015
N
icht nur auf der roten Asche sind ein Teil der aktuellen Herren-30-Mannschaft seit Jahren ein famoses Team:
Bereits seit 2008 überqueren sie in der ersten oder zweiten Augustwoche die Alpen mit dem Mountainbike.
Dabei gilt es, regelmäßig eine Strecke von 400 bis 450 Kilometer und 10 bis 12.000 Höhenmeter in sechs Tagesetappen zu bewältigen. Als Gepäckstück dient lediglich ein kleiner Rucksack – da muss alles rein. Jedes überflüssige Gramm
Ausrüstung sorgt für unnötige Strapazen. Der Startort und die selbstgeplante Routenführung wurden bei den vergangenen
sieben Alpen-Cross-Events jedes Mal variiert, Ziel war jedoch alljährlich der Gardasee. Hier gönnen sich die Jungs im Anschluss an die Tortur immer noch zwei Tage Entspannung. Jedes Jahr gibt es ein neues, selbst designtes Team-Trikot. Dort wird
sogar ganz offiziell die Anzahl der Transalp-Teilnahmen eines jeden Teilnehmers mit einem Stern vermerkt (vgl. Weltmeistertitel auf einem Fußballnationalmannschaftstrikot). Das fünf- bis achtköpfige Team mit den TSClern Gregor Arnold, Johannes Christmann, Martin Christmann, Ronald Juli und Marko Kurtic freut sich bereits jetzt schon wieder auf die Transalp 2016!
60 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 61
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Deutsche Meisterschaften (Halle)
Baden Junior Cup Leimen
Südwest-Circuit Nürnberg
Ditzingen Open
Tennis Europe Hilleroed
Tennis Europe Münster
Tennis Europe Wahlstedt
Tennis Europe Oetwil am See
Tennis Europe Grötzingen
Tennis Europe Koblenz
DTB U12-Masters Essen
Mädchen U14
Stefanie Beth
Rheinhessen-Meisterschaften
1. Platz
Sinja Kraus
Österreichische Meisterschaften
Tennis Europe Renningen | Rutenheim
Tennis Europe Open 2016
Tennis Europe Kungens Kanna &
Drottningens Pris
3. Platz
3. Platz
Franziska Ahrend
Mika Lipp
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Bodensee Open 2015
Rennstadt Cup 2015
Neckartal Junior Open 2015
Wilson-Junior-Race Masters
3. Platz
Livia Kraus
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
1. Platz
Sinja Kraus
Safo Jugend-Cup
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
2. Platz
2. Platz
2. Platz
3. Platz
2. Platz
1. Platz
1. Platz
3. Platz
2. Platz
1. Platz
3. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
2. Platz
3. Platz
3. Platz
3. Platz
Jungen U14
1. Platz
3. Platz
Mädchen U18
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 8.00 – 18.00 Uhr
Samstag 8.00 – 13.00 Uhr
Sonntag 11.00 – 16.00 Uhr (keine Beratung, kein Verkauf)
www.koebig.de
Rheinhessen-Meisterschaften
Rheinhessen-Meisterschaften
(Halle)
Jungen U12
Sportpark Junior Winter-Cup
Heppenheim
Babolat Junior Open Bad Nauheim
Südwest-Circuit Offenbach
Babolat Junior Open Bad Nauheim
Tretorn Tour Tüscher Cup Bad
Nauheim
Baden Junior Cup Leimen
1. Platz
1. Platz
3. Platz
1. Platz
1. Platz
3. Platz
Jungen U18
Mats Hippchen
Rheinhessen-Meisterschaften
Rheinhessen-Meisterschaften
(Halle)
1. Platz
1. Platz
Ausgabe 2016. hawk-eye. 63
Wir gratulieren.
Damen 55
aktive
Damen
Franziska Ahrend
3. Platz
2. Platz
Marija Emeti
Rheinhessen-Meisterschaften
Rheinhessen-Meisterschaften
(Halle)
1. Platz
3. Platz
Livia Kraus
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Safo Open
Bulthaup Open
Tennis Cup of Wine
ITF Junior Head Cup Bruchköbel
DTB-Offenes Ranglistenturnier des
TV Pfalz
Babolat Juniors Open
Polyfibre-Cup
DTB-Offenes Ranglistenturnier des
TV Pfalz
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
Playsight-Cup
1. Platz
1. Platz
3. Platz
1. Platz
1. Platz
3. Platz
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Lancaster-Cup Südwest-Circuits
Polyfibre-Cup
St. Wendel Indoor Open
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
Rheinhessen-Meisterschaften
(Halle)
3. Platz
3. Platz
1. Platz
3. Platz
3. Platz
Sinja Kraus
3. Platz
3. Platz
1. Platz
Tassilo Heinrich
Rheinhessen-Meisterschaften
(Herren B)
1. Platz
Joel Rizzi
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
3. Platz
Livia Kraus, RheinlandPfalz-Meisterin Damen
1. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
64 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Monika Zimmermann
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
3. Platz
3. Platz
Damen 60
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
1. Platz
Herren 65
Tilman Ferbert
Nat. Turnier Nassau
2. Platz
Jens Lübbert
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
3. Platz
Ralf Wangard
Nat. Turnier Nassau
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
1. Platz
3. Platz
Michael Engel,
Rheinland-PfalzMeister Herren 70
Damen 50
1. Platz
Jochen Dore
Westerwald Pokal RansbachBaumbach
2. Platz
Michael Engel
ITF Moselparkturnier BernkastelKues
ITF Turnier Neunkirchen
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Internat. Turnier Novigrad
3. Platz
ITF Turnier Bad Herrenalb
ITF Turnier Baden-Baden
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Internat. Turnier Novigrad
3. Platz
3. Platz
3. Platz
3. Platz
Werner Weitzel
1. Platz
Damen 40
Susanne Huyer
3. Platz
3. Platz
2. Platz
1. Platz
2. Platz
3. Platz
Herren 40
1. Platz
Damen 30
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Internat. Turnier Novigrad
ITF Turnier Ottersweier
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Nat. Turnier Kirn
Nat. Turnier Bödigheim
Nat. Turnier Neuwied
Marion Weitzel
senioren
Eva Kienzle
Marion Weitzel
Herren
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Rheinhessen-Meisterschaften
(Halle)
Polyfibre-Cup Koblenz
6. Riegelsberger Weihnachts-Cup
Indoor Open St. Wendel
Susanne Huyer,
RheinlandPfalz-Meisterin
Damen 40
Reinhold Wester- Internat. Turnier Novigrad
weller
3. Platz
Peter Wolf
2. Platz
Nat. Turnier Vallendar
Herren 70
Giacomo Dato
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Car Data Cup 2016 Obertshausen
Nat. Turnier Neuwied
3. Platz
3. Platz
3. Platz
Ursula Tattermusch
Car Data Cup 2016 Obertshausen
Nat. Turnier Vallendar
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Nat. Turnier Kirn
ITF Turnier Bad Breisig
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
2. Platz
2. Platz
2. Platz
2. Platz
2. Platz
3. Platz
Christina Wolf
ITF Turnier Ali Bey Türkei
ITF Turnier Ottersweier
ITF Turnier Baden-Baden
ITF Turnier Bad Herrenalb
Internationales Turnier Krefeld
1. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
2. Platz
1. Platz
1. Platz
Michael Engel
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
1. Platz
Eckard Kärcher
Internat. Turnier Bergisch Gladbach
ITF German Indoors Essen
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
1. Platz
3. Platz
2. Platz
Herren 75
Eckard Kärcher
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
(Halle)
1. Platz
Ausgabe 2016. hawk-eye. 65
Portrait.
Thomas Dupré
Tennis über alles
Tennisprofi – ferne Länder, furiose Erlebnisse, volles Bankkonto. Der Eindruck, den die Bilder und
Nachrichten von den großen Courts der Tennistour vom Leben der Profisportler vermitteln, ist
verzerrt. Ja, es gibt diesen Glamour und diesen ganz großen Erfolg. Aber – gemessen an denen,
die es versuchen – nur für sehr wenige Tennisspieler auf der Welt. Beim TSC Mainz spielt ein Mann,
der den gnadenlosen Kampf um Weltranglistenpunkte jahrelang mitgemacht hat: Thomas Dupré.
T
homas Dupré schaut nachdenklich. Lange überlegen muss er
nicht. „Ich empfinde meine Karriere als eine Enttäuschung.“ Der
heute 41-jährige Franzose hat sein Leben dem Tennissport gewidmet, in der
Kindheit und als Jugendlicher. All seine
Vorstellungen, von dem, was er erreichen wollte, kreisten bei dem jungen
Dupré nur um das Eine. Der Traum von
einer großen Tenniskarriere war stärker als alles andere. Heute sagt er: „Ich
war die Nummer 220 in der Welt, aber
das war nie mein Ziel. Ich wollte unter
die Top 100.“ Und weiter: „Klar, ich habe
tolle Sachen erlebt und hatte auch eine
gute Zeit. Aber so sollte meine Karriere
nicht laufen.“
„Weiß nicht, ob ich es wieder
so machen würde.“
Die Anfänge dieser Sportlerlaufbahn
liegen in der Normandie. Mit zehn Jahren hielt Thomas Dupré erstmals einen
Tennisschläger in der Hand. In der Nähe
seines Elternhauses in Saint-Hilaire-duHarcouët – gelegen zwischen Caen im
Norden und Rennes im Süden – spielte der Junge stundenlang gegen eine
Mauer. „Niemand aus meiner Familie
hat Tennis gespielt“, berichtet Dupré.
„Aber mein Vater hat mich gesehen, er
war Sportlehrer und meinte, ich sei talentiert. Daraufhin hat er viel Zeit investiert, hat mit mir gespielt und mich zu
Turnieren gefahren.“ Keine leichte Sache. Die Bedingungen waren ungünstig.
In der Nähe gab es keine Hallenplätze,
der Aufwand war groß. „Ich war von 8
bis 18 Uhr in der Schule, danach habe
66 hawk-eye. Ausgabe 2016.
ich meine Tennistasche gepackt, bin 40
Minuten zum Training gefahren, zurückgekommen, habe meine Hausaufgaben
gemacht und bin morgens um 6 Uhr
wieder aufgestanden.“ Voller Einsatz.
Raum für andere Aktivitäten blieb keiner. „Das war eine sehr harte Zeit, praktisch ohne Jugend“, sagt Dupré. „Wenn
ich heute noch mal vor der Wahl stehen
würde, bin ich mir nicht sicher, ob ich
denselben Weg noch mal gehen würde.“
Nur ein Wunsch:
Tennisprofi werden!
Damals war diese Entscheidung gar keine Entscheidung. Für Thomas Dupré gab
es nur ein Ziel. Tennis spielen. Obwohl
die ganz große Bestätigung in den Anfängen ausblieb. „Ich war nicht besonders erfolgreich, gehörte in meiner Altersklasse als Kind nicht zu den Top Ten
in Frankreich.“ Dem Enthusiasmus tat
das keinen Abbruch. Diszipliniert, ehrgeizig und voller Freude spielte Dupré
einfach weiter Tennis. „Ich habe hart an
mir gearbeitet und mich Stück für Stück
verbessert. Mit 17 Jahren war ich dann
national unter den besten 15 Spielern.“
Seine Vorstellung war klar, der Teenager
wollte Tennisprofi werden. „Wenn es
nach mir gegangen wäre, wäre ich schon
nach der Schule Profi geworden. Aber
meine Eltern sagten, dass sie Tennis nur
erlauben, wenn ich auch beruflich etwas
mache.“ Ein Studium in den USA bot sich
da an, an der Mississippi State University
waren die Bedingungen bestens. „Morgens ist man an die Uni gegangen und
danach hat man trainiert und Tennis gespielt.“ Perfekt.
Mit der Konsequenz, dass der Traum
vom Profitennis nur noch stärker wurde. In den vier Jahren bis zum BachelorAbschluss erlebte Dupré an der US-Uni
eine, wie er betont, „richtig gute Zeit“.
Der Franzose wurde die Nummer eins in
der NCCA Devision 1. „Da ist mir so richtig klar geworden, dass ich Profi werden möchte.“ Mit 23 Jahren kam Dupré
zurück nach Frankreich und wollte nur
noch Tennis spielen. Unabhängig davon,
dass seine Voraussetzungen für einen
Einstieg auf der ATP-Tour nicht gerade
klassisch waren. „Ich habe mir technisch
alles selbst beigebracht. Niemand hat
mir gesagt, wie ich den Ball zu schlagen
oder den Schläger zu halten habe“, erklärt Dupré, auf dem Platz ein Kämpfer,
ein Fuchs. Technische Ausbildung bei einem Trainer habe er nie genossen. „Ich
habe Tennis im Fernsehen geschaut und
dann die Spieler nachgemacht. Es wäre
sicher besser für mich gewesen, wenn
ich als Jugendlicher technisch und motorisch mehr trainiert hätte. Aber auch
an der Uni ging es mehr um Taktik und
Strategie.“
Technik hin oder her – Thomas Dupré
lebte seinen Traum und ging auf die
Tour. Dem ordnete er alles unter und
reiste um die Welt. Von Turnier zu Turnier. Meistens alleine. Einzig mit dem
Ziel, in der Weltrangliste zu klettern, um
auch bei den großen Turnieren dabei
sein zu dürfen. 1999 ging Dupré für drei
Monate in die USA, spielte erfolgreich
Turniere und kletterte in dieser Zeit bis
auf Position 277 in der Weltrangliste. Die
Erfolge motivierten. Aber leicht war der
Weg nicht. „Das Leben auf der Tour ist
hart. Man muss unheimlich viel reisen,
Ausgabe 2016. hawk-eye. 67
Portrait.
jemand stünde hinter mir und hätte mich
geschlagen“, berichtet Dupré. „Dann ist
mein Bein weggesackt und ich wusste,
dass die Achillessehne durch ist.“ Der
damals 29-Jährige kämpfte sich zurück.
Möglichst schnell. Im Juli 2004 hatte er
– wieder in Deutschland – sein zweites
offizielles Match nach der schweren Verletzung, für den 1. FC Nürnberg mit Florian Mayer an Position Eins in der Zweiten Bundesliga Süd. „Mein Medenspiel
hatte kaum angefangen, da passierte es
wieder, dieselbe Verletzung.“
spielt sehr viele Matches“, so Dupré.
„Man sieht viele Länder, Europa, Indien,
Australien, USA. Aber das ist nicht immer leicht. Meine Eltern sind nicht reich,
das heißt, man braucht auch sehr viel
Geld. Es war insgesamt schwierig.“
Grand Slam-Turniere sind
eine andere Welt
Professionelle Unterstützung beim Training und auf Reisen schien eine Lösung
zu sein, Dupré ging an die Mouratoglu Tennis Akademie in Paris, gegründet von Patrick Mouratoglu, aktueller
Coach von Serena Williams. Zwei Jahre
lang reiste Thomas Dupré gemeinsam
mit Coach und den ATP-Kollegen Dick
Norman, Zwei-Meter-Mann aus Belgien
(2006 ATP-85), und Kroatiens Aufschlagriese Ivo Karlovic (höchste Platzierung
2008 ATP-14). „Wir waren da bekannt als
die zwei Großen und der Kleine.“ Im Juli
2002 erreichte Dupré mit Rang 229 die
höchste Platzierung in der Weltrangliste und stand bei allen vier Grand SlamTurnieren jeweils in der Qualifikation.
Der Motor für alles. Und auch im Rückblick etwas ganz Besonderes. „Grand
Slam-Turniere sind eine andere Welt.
Du fühlst die Atmosphäre schon in der
Qualifikation“, betont Dupré. „Für diese
Momente arbeitest du hart und kämpfst
immer weiter. Dort zu spielen, ist ein
sehr tolles Gefühl.“
Begegnungen für die Zukunft
2002 war die Zeit in der Akademie vorbei. Für Thomas Dupré sollte es das Jahr
68 hawk-eye. Ausgabe 2016.
der wertvollen Begegnungen werden. Er
traf Menschen, die er danach nie wieder
aus den Augen verlieren würde. Zurück
in Lille lernte Dupré seinen Trainer und
guten Freund Thierry Podeur kennen.
„Wir arbeiten jetzt seit fast 15 Jahren
zusammen. Bei ihm habe ich drei Mal
pro Woche trainiert und an der Fitness
gearbeitet“, so Dupré. „Auch heute, mit
41 Jahren, ist er noch mein Coach. Es
ist gut, ihn an meiner Seite zu haben.“
Für seinen Club in Lille (TC Lilloire Lille
Métropole) servierte Dupré insgesamt
elf Jahre in Frankreichs Erster Liga. Mittlerweile ist er beim RC Arras als Spieler
und Tennislehrer, zusammen mit Thierry
Podeur. In Deutschland hat Thomas Dupré eine zweite sportliche Heimat: den
TSC Mainz. In der Saison 2002 schlug
der Franzose erstmals für den TSC unter
Coach Babak Momeni erfolgreich in der
Zweiten Bundesliga auf (sechs Einsätze,
sechs Einzelsiege). Eine Verbindung, die
nicht mehr abreißen sollte. Heute betonen die Spieler aus der TSC-Herrenmannschaft, dass sie in der Oberliga als
eine der wenigen Teams nur mit Deutschen antreten – Thomas Dupré gehört
eben ganz und gar dazu.
Tiefpunkt und Ende
der Karriere
Doch bevor es zum Wiedersehen in
Mainz kam, erlebte Thomas Dupré Tiefpunkt und Ende seiner ATP-Karriere. Im
Januar 2004 spielte er bei einem Future
in Deutschland im Viertelfinale gegen
Sebastian Fitz. „Ich lag 6:4, 5:4 in Führung als es einen Riesenknall gab. Ich
habe mich umgedreht, weil ich dachte,
Wieder Operation, wieder Reha. Rund
anderthalb Jahre konnte Dupré danach
kein Tennis mehr spielen. Der zweite
Achillessehnenriss hatte die Situation
dramatisch verschlimmert. „Nach dem
ersten Riss dachte ich noch, ich trainiere hart und komme zurück. Aber nach
der zweiten Verletzung war mir klar, das
bedeutete das Ende meiner Karriere“,
gesteht Durpré. Später erfuhr der leidenschaftliche Tennisspieler sogar, dass
sein behandelnder Arzt damals nicht sicher war, ob er überhaupt jemals wieder
würde Tennis spielen können. Zeit zum
Umdenken. Beim Französischen Verband machte er seinen Trainerschein.
„Nach der Verletzung war die Trainerausbildung für mich das Wichtigste.
Eine Idee, etwas anderes zu machen,
hatte ich nie“, erklärt Dupré. „Aber ich
war mir auch sicher: So wollte ich nicht
mit dem Tennissport aufhören. Dafür
habe ich Tennis immer zu sehr geliebt.“
Der Sportler kämpfte sich zurück. Die
Karriere war vorbei, aber das Tennisherz
in ihm brannte nach wie vor. „Ich wollte wieder auf dem Platz stehen. Sicher
nicht auf der ATP-Tour, aber doch auf
einem ganz guten Level.“
Finale geschlagen“, berichtet Dupré und
fügt hinzu: „Aber am emotionalsten war
für mich das Turnier 2006 in Lille, als ich
nach meinen schweren Verletzungen
zurückgekommen bin.“
Zurückgekommen ist der bescheiden auftretende Franzose auch an den
Ebersheimer Weg. „Der Kontakt zu Babak war immer sehr gut, irgendwann
haben wir uns zufällig bei den French
Open in Paris wieder getroffen“, berichtet Dupré. „Da ist ganz spontan die
Idee entstanden, wieder für Mainz zu
spielen. Ich habe zu Babak gesagt, wenn
ihr einen Spieler braucht, ich bin bereit.“
2010 war es soweit. Seitdem serviert der
41-Jährige wieder für den TSC Mainz in
der Herren-Oberliga, im vergangenen
Jahr auch erstmals mit den Herren 40
in der Regionalliga. Diese Treue ist bemerkenswert, Thomas Dupré erklärt sie
so: „Der TSC ist mehr als Tennis für mich,
das ist wie eine Familie. Wenn ich hierher komme, komme ich nach Hause.“
Aus einem professionellen Engagement
ist schon lange überzeugte Verbundenheit geworden, Freundschaft. „Es macht
sehr viel Spaß mit den Jungs, das sind
alles great guys. Joel beispielsweise hat
2014 in meinem Team in Lille gespielt.
Der Kontakt zwischen uns ist super“,
schwärmt Dupré, abseits des Platzes
stets warmherzig und humorvoll unterwegs. „Babak und Katja bewundere ich
sowieso. Ich habe größten Respekt vor
seiner Arbeit als Coach.“ Der Routinier
im Herrenteam geht sogar noch weiter
und sagt: „Hier beim TSC erlebe ich die
beste Zeit meines Lebens. Deshalb soll
das auch noch für ein paar Jahre so weiter gehen.“
Noch kein Gedanke
an Rücktritt
Genaue Pläne für die Zeit ohne Tennisschläger in der Hand hat Thomas Dupré
noch nicht. „Ich werde älter, aber noch
bin ich nicht alt genug, um aufzuhören.“ Er bleibt entspannt. „Irgendwann
ist es vorbei mit dem Tennis. Ich weiß
das. Aber noch ist es nicht so weit. Ich
kann mir vorstellen, noch ca. vier Jahre
zu spielen, wenn alles gut läuft“, erklärt
der Franzose, durch und durch ein fairer
Sportsmann. „Mein Spiel ist noch nicht
verschwunden, meine Kondition ist gut.
Ich hoffe, dass ich noch lange meine Fitness halte. Aber ich habe keine Garantie,
wie lange das noch so geht und mein
Körper mitmacht.“ Für Thomas Dupré ist
diese Zeit beim TSC Mainz, die Zeit des
Tennisgenießens, sehr wertvoll. Und irgendwie auch neu. Er sei für Profitennis
mental nicht stark genug gewesen. „Ich
habe sehr viel Druck verspürt, habe mir
den auch selbst gemacht. Dabei habe ich
versäumt, das Spiel auch zu genießen“,
gesteht Dupré, sieben Mal stand er bei
ITF-Turnieren ganz oben. „Ich hatte das
Talent, um unter die besten 100 Spieler
der Welt zu kommen, aber Fakt ist: Ich
habe es nicht geschafft.“ Mit den Verletzungen alleine sei das nicht zu erklären.
„Mein Körper hat mich zwischenzeitlich
verlassen, aber mein Problem war der
Kopf. Ich war zu emotional für die Tour.“
Deshalb ist das Genießen auf dem Court
jetzt für Thomas Dupré so wichtig –
und schön. Möglichst lange soll dieses
Gefühl noch anhalten. „Ich weiß jetzt
schon, dass ich Tennis und auch den TSC
vermissen werden, wenn mal der Punkt
kommt, an dem ich aufhöre“, sagt Dupré
und wagt einen Blick voraus: „Ich glaube,
ich werde noch im Rollstuhl zu den Spielen des TSC kommen und mir die Kinder
von heute angucken, die dann meinen
Platz auf dem Court einnehmen.“
Der größte Erfolg:
Zurück auf dem Court
Thomas Dupré feierte den größten Erfolg seiner sportlichen Laufbahn. 2005
stand er erstmals wieder auf dem Platz,
„da wusste ich, dass ich das Tennisspielen nicht komplett aufgeben muss, nur
das Spielen auf der Tour“. 2006 gab er
in der Heimat sein Comeback. Für das
15.000-Dollar-ITF-Turnier in Lille bekam Dupré eine Wildcard, im Halbfinale musste er sich Jo-Wilfried Tsonga
6:7, 3:6 geschlagen geben. Ein Glücksgefühl. Sportlich mit nichts anderem
zu vergleichen. „Ich habe gegen einige
große Spieler gespielt in meiner Karriere, gegen Tsonga, David Ferrer, Janko
Tipsarevic oder Mardy Fish (Anm. d Red.
2001 – ATP-143, 2011 Top Ten). Ihn habe
ich bei einem Future in Florida 2001 im
Ausgabe 2016. hawk-eye. 69
Impressionen IV.
Fachanwältin Melanie Vest
jetzt:
F · M · P:
 Arbeitsrecht
 Familienrecht sowie
 Medizinrecht
fromm-fmp-mainz
Malerfachbetrieb
ANDREAS POPPE
MALERMEISTER
Mainzer Weg 28
55270 Ober-Olm
Tel:
+49 (0) 6136 2445
Mobil: +49 (0) 176 473 086 16
Fax:
+49 (0) 6136 850 738
Ausgabe 2016. hawk-eye. 71
Fit in den Sommer.
Fit
in den Sommer
Reverse Nordic Curl
mit Personaltrainer
Marko Kurtic
Viele TSCler kennen Marko vom gemeinsamen Athletiktraining im
Kraftraum, den Tenniscamps in den Sommerferien oder den kräftezehrenden Fitnesseinheiten während der Saisonvorbereitung auf Mallorca
bzw. in Andalusien. Wie in den vergangenen Jahren, hat er auch dieses
Jahr wieder ein Trainingsprogramm speziell für die Ausgabe unserer
Clubzeitung entwickelt. Das Stichwort dieses Mal besteht aus sechs
Buchstaben und lautet: TABATA.
8 x 20/10 – tabata workout
Warum?
Die Ballwechsel mit kraftvollen Schlägen und dynamischer
Beinarbeit trennt nur eine kurze Pause – es ist von großem
Vorteil, wenn sich das intervallartige Anforderungsprofil des
Tennisspielers auch im Fitnesstraining wiederfindet.
Wie?
Ein Vier-Minuten-Intervallprogramm von acht Runden mit
jeweiliger Dauer von 30 Sekunden hat sich als besonders effektiv erwiesen. Jedes Intervall ist mit einer Belastung von 20
Sekunden und einer Pause von 10 Sekunden getaktet. Die
hohe Effektivität dieses Intervalltrainings auf den Stoffwechsel, mit seinen intensiven Belastungen und kurzen Pausen,
wurde vom japanischen Forscher Dr. Izumi Tabata in seinen
Studien belegt. Wichtig ist, dass in einer Tabatarunde die
gleiche Übung 8x wiederholt wird. Für einen Wechsel bleibt
in der 10-Sekunden-Pause keine Zeit.
Wann?
Machen Sie nach Ihrem nächsten Tennistraining doch eine
oder mehrere der nachfolgend aufgeführten Übungen nach
der Tabata-Methode. Mit vier Minuten für eine Übung oder
24 Minuten für alle sechs Übungen sind Sie dabei. Es lohnt
sich!
72 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Zielmuskulatur
Oberschenkel (Vorderseite)
Ausgangsstellung
Knien Sie auf dem Boden und strecken Sie Ihre Hüften.
Spannen Sie Ihr Gesäß an und ziehen Sie Ihren Bauchnabel nach innen. Eine Polsterauflage bietet Ihnen Entlastung für die Knie.
Bewegung
Halten Sie die Körperspannung und bewegen Sie Ihren Oberkörper mit der Beugung der Knie nach hinten.
Kehren Sie langsam wieder in die aufrechte Position.
Die Bewegung der Arme nach vorne sorgt für ein angenehmes Gegengewicht.
Tipp
Bewegen Sie zunächst in einer kleinen Amplitude nach
hinten – der Muskelkater ist hier schon vorprogrammiert.
SChwimmer
Belastung
00:20
Pause
00:10
8
4
Intervalle
=
Minuten
Zielmuskulatur
Rücken
Ausgangsstellung
Legen Sie sich auf den Bauch und nehmen Sie einen
Arm über den Kopf. Schonen Sie Ihren Nacken indem
Sie stets Ihren Blick zur Matte ausrichten. Spannen Sie
Ihre Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur an.
Bewegung
Heben Sie Ihre Schultern und den Oberkörper leicht
an und führen Sie gegengleich Ihre Hände entlang des
Körpers in einer schwimmähnlichen Bewegung.
Tipp
Achten Sie auf eine ruhige Oberkörperlage und volle
Streckung der Arme in der Endposition.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 73
Fit in den Sommer.
bergsteiger
Zielmuskulatur
Bauch
Ausgangsstellung
Beginnen Sie in der Liegestützstellung – die Arme sind
gestreckt, die Füße etwa hüftweit geöffnet.
Brücke
Bewegung
Ziehen Sie abwechselnd, wie in einem Startblock positioniert, ein Knie gerade zum Brustkorb. Halten Sie Ihre
Schultern und den Oberkörper hierbei stets kompakt
organisiert.
Tipp
Ziehen Sie Ihren Bauchnabel für noch mehr Stabilität
nach innen und optimieren Sie auf diese Weise das
Training der Bauchmuskulatur.
Crunches
Zielmuskulatur
Gerade Bauchmuskulatur
Ausgangsstellung
Rückenlage. Beine rechtwinklig angehoben. Halten Sie
den Schläger mit gestreckten Armen in der ÜberkopfPosition.
74 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Zielmuskulatur
Tiefer Rücken, Oberschenkel (Rückseite)
Ausgangsstellung
Rückenlage, Arme auf dem Boden, Fußsohlen aufgestützt und in den Boden gestemmt.
Bewegung
Strecken Sie Ihre Hüften bis die Schultern, Hüften und
Knie in einer Geraden verlaufen, bevor Sie wieder die
Abwärtsbewegung einleiten.
Tipp
Falls Sie die Übung erschweren möchten, nehmen Sie
jeweils einen Tennisball unter die Füße.
mini-band-lauf
Bewegung
Heben Sie langsam Ihren Oberkörper bis die Schulterblätter den Boden verlassen und Sie Ihren Schläger auf
den Unterschenkeln abgelegt haben. Aus der fixierten
Beinstellung heraus bewegen Sie sich nun ohne Schläger wieder in die Ausgangsstellung.
Tipp
Der tiefe Rücken bleibt stets auf dem Boden.
Zielmuskulatur
Gesäß
Ausgangsstellung
Das Mini-Band ist knienah um die Oberschenkel angebracht. Die Hände in den Hüften. Leichte Vorlage des
Oberkörpers. Beinbeugung bis zur leichten Kauerposition.
Bewegung
Führen Sie ein Bein nach außen und nehmen Sie das
andere Bein langsam hinterher. Die Knie arbeiten gegen die Bandspannung und zeigen stets leicht nach
außen.
Tipp
Ziehen Sie auch hier den Bauchnabel leicht zur Wirbelsäule ein.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 75
Deutsche Hochschulmeisterschaften.
Lupenreiner hattrick
TScler zum dritten Mal in Folge Deutscher Hochschulmeister
mit dem Team der Johannes Gutenberg-Universität
Viele junge, gute Tennisspieler zieht es
für ein oder mehrere Jahre in die USA,
um in den College Leagues für ihre Universitäten auf Punktejagd zu gehen.
Studieren und Leistungssport lässt sich
dort optimal verbinden. So sind auch
schon einige TSCler „drüben“ gewesen.
Nicht so die Brüder Joel und Niko Rizzi:
Seit frühester Jugend im TSC und fester
Bestandteil der ersten Herrenmannschaft, greifen sie nun auch für ihre Uni,
die Johannes Gutenberg-Universität
Mainz, zum Schläger ... und das extrem
erfolgreich.
Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Team-Tennis werden wie eine
Art Medenrunde einmal im Jahr ausgetragen. Dabei besteht eine Mannschaft
jeweils aus sechs Spielern: vier Herren
und zwei Damen. Es werden sechs Einzel, ein Herrendoppel und ein Mixed gespielt. Für jedes gewonnene Match wird
ein Siegpunkt vergeben. Das Team, das
mindestens fünf Punkte erreicht, steht
als Sieger fest. Für die Endrunde (FinalFour) Anfang Juli können sich deutschlandweit vier Hochschulen in jeweils drei
Vorrundenspielen qualifizieren. Austragungsort der beiden Finaltage ist jeweils
die Vorjahressieger-Universität.
2013 nahmen die Mainzer um die beiden Rizzi-Brüder und u.a. Fabian Guzik
vom TSV Schott Mainz zum ersten Mal
an den Deutschen Hochschulmeisterschaften teil, erreichten auf Anhieb die
Endrunde in Regensburg und holten
v.h.l.: Christoph Ohanka, Anne Zehetgruber, Markus Scherer, Joel Rizzi, Fabian Guzik, Oberschiedsrichter, Johannes Traut
v.v.l.: Nathalie Scherdel, Niko Rizzi, Melanie Grosseastroth
Ergebnisse Deutsche hochschulmeisterschafteN 2015
v. l.: Joel Rizzi, Markus Scherer, Niko Rizzi
den Titel nach Mainz. 2014 folgte
der erneute Sieg auf heimischer Anlage. Und auch 2015 gelang es dem
Team wieder den Deutschen Meistertitel nach einer kräftezehrenden
Hitzeschlacht in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt zu holen:
Ein lupenreiner Hattrick! Mehr geht
nicht!
Das Final-Four 2015 begann für das
Mainzer Team zunächst allerdings
mit etwas Pech bei der Auslosung
der Halbfinals. Die Mannschaft
der Uni München hatte aus Verletzungsgründen absagen müssen
und ermöglichte einem der anderen qualifizierten Teams aus Leipzig,
Bayreuth oder Mainz das Glück mit
einem Freilos das Finale zu erreichen. Bei Temperaturen von über
30 Grad war es für das glückliche
Bayreuther Team ein nicht zu unterschätzender Vorteil ohne weitere
Anstrengungen am darauffolgenden Tag das Finale bestreiten zu
können. Doch auch die Mainzerinnen und Mainzer gingen sorgsam
mit ihren Kräften um. Keines der
Einzel gegen Leipzig ging verloren, so dass die Partie schon nach
den Einzelspielen entschieden war.
Am folgenden Tag warteten dann
die favorisierten, ausgeruhten Bay-
76 hawk-eye. Ausgabe 2016.
reuther. Das JGU-Team zeigte sich von
Beginn an von seiner besten Seite und
ging auch hier mit drei Siegen in den
ersten drei Einzeln souverän in Führung.
Spannend wurde es lediglich zu Beginn
der zweiten Einzelrunde, nachdem bereits ein Satz verloren ging und in den
anderen beiden Spielen der erste Satz
im Tiebreak entschieden werden musste. Letzten Endes wurden dann aber
doch beide Tiebreaks gewonnen und
mit einem weiteren souveränen 5:0-Sieg
der erneute Hochschulmeistertitel gesichert. Nochmal: MEHR GEHT NICHT!!!
Der große Clou bei der Sache: 2015 waren sogar DREI TSCler im Team der Johannes Gutenberg-Universität vertreten. Nicht nur die beiden Rizzi-Brüder
Joel und Niko, sondern auch Markus
Scherer, der an Position 5 für die Herren
I des TSC aufschlägt. Der Oberligaspieler war vor den Finaltagen offensichtlich dann doch etwas nervös: „Als der
entscheidende Matchball verwandelt
wurde und fest stand, dass wir wieder
Deutscher Hochschulmeister sind, ist
mir erstmal ein großer Stein vom Herzen gefallen. Wieso? Nachdem mich
Joel und Niko überzeugt hatten für
die Unimannschaft zu spielen, kam mir
schnell der Gedanke: Die haben zweimal
das Ganze gewonnen. Wäre jetzt schon
ziemlich bitter, wenn ich das erste Mal
Achtelfinale
Mainz I : Freiburg
Frankfurt : Mainz II
Bamberg : Bonn
Bochum : Rostock
Mannheim : Stuttgart
Dresden : Leipzig
Bayreuth I : Konstanz
München : Hohenheim
5:4
5:4
0:9
9:0
9:0
3:6
6:0
9:0
Viertelfinale
Mainz I : Mannheim
Frankfurt : Leipzig
Bonn : Bayreuth I
Bochum : München
5:1
3:6
3:6
1:5
Halbfinale
Mainz I : Leipzig
Bayreuth I : München
6:0
9:0
Finale
Mainz I : Bayreuth I
5:0
mitspiele und wir werden nicht Meister.
Zum Glück gab es den Titel und meine
Bedenken waren unbegründet. Als Team
haben wir wirklich eine sehr starke Leistung abgeliefert und es hat großen Spaß
gemacht für die Uni Mainz zu spielen.
Außerdem kann ich jetzt mein Leben
lang sagen: Ich bin Deutscher Meister
und was machst du so?“.
Auch in diesem Jahr treten die TSCler
wieder mit der JGU bei den Deutschen
Hochschulmeisterschaften im TeamTennis an. Vielleicht klappt es ja mit dem
vierten Titel in Folge – wer braucht da
noch amerikanisches College-Feeling?
Ausgabe 2016. hawk-eye. 77
Gerüchteküche.
Ist es wirklich
wahr, dass ...
...als Ergänzung zum Fitnessraum 2017 noch ein Schwimmbad
mit angeschlossener Saunalandschaft gebaut werden soll?
... ein Spieler
der Herren 50
über Nacht im
Clubhaus eingesperrt war?
... der TSC zum
Generieren von
weiteren
Einnah -
mequellen in die
Weinbranche eingestiegen ist und
2016
seinen eigenen
Sekt
produziert?
... der TSC Mainz
mittlerweile seit fünf
Jahren wieder steigende Mitgliederzahlen zu
verzeichnen hat?
... Sinja Kraus beim Regionalligaspiel der Damen I in
Villingen insgesamt zwölf
Plätze abgezogen hat?
... das weiße Zelt an der Ballwand im Winter durch das Clubrestaurant als Gewächshaus zum
Züchten von seltenen
nordspanischen Tomaten und Sandplatzgurken genutzt wird?
… das Flutlicht auf den
Plätzen 1-3 niemals vollständig funktioniert?
... bei Vorstandssitzungen jeder Anwesende zukünftig einen 15€-Verzehrgutschein für das Olivengarten-Restaurant erhält, um mehr
Mitglieder für eine ehrenamtliche
Mitarbeit im TSC zu motivieren?
... Babak Momeni
beim Auswärtsspiel der
Damen II in Frankenthal
während dem Coachen
ein Feuer gelöscht hat?
... die Vereinsführung froh darüber ist, dass
die Damen I
... Johannes Ries beim ersten Medenspiel
nicht in die 2.
der Herren 30 zwischen Einzel und Doppel
Bundesliga aufseine Unterhose gefönt hat?
gestiegen sind?
... im November 2015 noch auf den Au- ... einige Beiträge in der Club ssenplätzen gespielt werden konnte?
zeitung 2015
... sich Damenmann-
schaften von Natur
aus unmöglich auf
ein Mannschaftsou-
Einsenden von Gegendarstellungen ermutigt haben?
zum
… für das Spielen in der Traglufthalle zukünftig pauschal das dreifache Lichtgeld berechnet
wird, da Abonnenten teilweise die ganze Halle
ausleuchten, obwohl nur ein Platz bespielt wird?
... 2016 für die Tentfit einigen können?
nishalle ein Smartphoneverbot eingeführt
wird, da durch die
. . . nach 17 Jahren endlich wieder eine Deutelektromagnetische
sche ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat?
Strahlung von bis zu 15
Handys (3x4 Kinder +
... SinnLeffers mit Saisonbeginn im 4. Stockwerk
3 Trainer) die Spule des Geneeine TSC-Mainz-Fanecke eingerichtet hat und
ratormotors der Traglufthalle
dort eigens designte Tennisartikel vertreibt?
zu stark beansprucht wird?
Ausgabe 2016. hawk-eye. 79
Große Werner-Mertins-Spiele.
rheinland-pfälzische Auswahl mit Platz
vier und damit dem Abstieg in die CKlasse zufrieden geben. Hauchdünn
schrammten die Gastgeber am Klassenverbleib vorbei.
Im Halbfinale unterlagen die TVRPSpieler/Innen dem an Eins gesetzten
Team aus Württemberg 2:4. Einzig Michael Engel gewann sein Einzel 6:4, 6:4,
im Doppel erkämpften Engel/Hoffmann
gegen die Favoriten und späteren Gruppensieger in einem spannenden Match
mit 7:5, 4:6, 10:4 den zweiten Punkt.
Deutlich knapper ging’s im Spiel um
Platz drei gegen den TV Niederrhein
zu: Nach den Einzelsiegen von Horst
Bitschkus (7:6, 6:3 gegen Volker Heinisch) und Michael Engel (7:6, 6:0 gegen
Heinz Kleinemas) auf den Spitzenpositionen sowie den knappen Niederlagen
von Manfred Hoffmann (6:1, 4:6, 7:10)
und Christel Fuchs (4:6, 4:6) mussten die
Doppel die Entscheidung bringen. Horst
Bitschkus/Helga Schluppkotten unterlagen in zwei Sätzen, nach dem 3:6, 6:3,
6:10 von Engel/Hoffmann zum 2:4 stand
der Abstieg fest. Der Blick auf die Zahlen
war bitter: Nur ein gewonnener Matchtiebreak hätte dem TVRP bei einem 3:3
und ausgeglichenem Satzverhältnis
aufgrund der mehr gewonnenen Spiele
zum Klassenverbleib gereicht.
Stimmungsvolle Große Spiele auf der
Anlage des TSC Mainz waren es allemal. Mit heißen Ballwechseln, trotz
großer Sommerhitze. Gerade am Final-
Große Werner-Mertins-Spiele
Das Team Rheinland-Pfalz: Männer v.l.: Michael Engel, Werner Weitzel, Manfred Hofmann, Horst Bitschkus
Frauen v.l.: Berti Heckl, Christel Fuchs, Helga Schluppkotten
tag waren die Partien allesamt extrem
ausgeglichen. Zwischendurch hatten
alle Teilnehmer/Innen beim geselligen
Spielerabend im Clubrestaurant unterhaltsame Stunden abseits der Plätze genossen. Die Mannschaft Württembergs
bejubelte im Finale nach einem 3:3 (7:6
Sätze) gegen die Auswahl aus Hamburg
den Gruppensieg und Aufstieg in die AGruppe.
Namensgeber der Großen Werner-Mertins-Spiele ist übrigens der mehrmali-
ge Senioren- Welt- und Europameister
Werner Mertins. Ausgetragen werden
die Großen Spiele der Damen/Herren 70
in jeweils 4-er Gruppen von A bis E. Je
ein Dameneinzel, drei Herren-Einzel, ein
Herren-Doppel und ein Mixed werden
pro Mannschaft gewertet. Während in
der A-Gruppe um den Titel des Deutschen Meisters gespielt wird, kämpfen
die übrigen Landesverbandsmannschaften um den Auf- bzw. gegen den
Abstieg.
Alle teilnehmenden Mannschaften inklusive der TVRP-Seniorenreferenten Karin Spanke
(2. von rechts) und dem Vorsitzenden des TSC Mainz Dr. Jochem Krüger (rechts).
2015
Vorbildliche Gästebetreuung, umkämpfte Matches, feinstes Sommerwetter: Die Tennisanlage des
TSC Mainz bot im August 2015 das stimmungsvolle Ambiente für die Großen Werner-Mertins-Spiele.
Seit 1959 sind die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Verbände unter der Überschrift Große Spiele fester Bestandteil des Tennisjahres. Für die Seniorinnen und Senioren der Altersklasse 70 war
der TSC Mainz im Vorjahr Gastgeber für den ausrichtenden Tennisverband Rheinland-Pfalz (TVRP).
Teilnehmer, Verantwortliche und Zuschauer erlebten an den zwei Turniertagen am Ebersheimer Weg umkämpfte
Matches in angenehmer Atmosphäre.
In Mainz ging es in der B-Gruppe der
Werner-Mertins-Spiele für die Mann80 hawk-eye. Ausgabe 2016.
schaften aus den Verbänden Hamburg, Niederrhein, Württemberg und
Rheinland-Pfalz um den Aufstieg in die
A-Klasse und gegen den Abstieg in die
C-Klasse. Für den TVRP servierten deutsche Top-Ranglisten-Spielerinnen und
-Spieler aus den Bezirken Rheinland,
Rheinhessen und der Pfalz. Horst Bitschkus, Michael Engel, Manfred Hoffmann
und Christel Fuchs lieferten sich in ihren
zwei Begegnungen heiße Matches, nach
zwei intensiven Partien musste sich die
Ausgabe 2016. hawk-eye. 81
90 Jahre TSC Mainz.
Veranstaltungskalender
90 Jahre TSC Mainz e.V.
MEET AND GREET bei SinnLeffers
für Mitglieder & Freunde des TSC Mainz
17. März
Saisonvorbereitung Andalusien | Spanien
23. März - 1. April
Mitgliederversammlung
11. April
Saisoneröffnung | Deutschland spielt Tennis
(Zentralveranstaltung des TV Rheinland-Pfalz)
24. April
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
26. - 29. Mai
Tenniscamp I
18. - 22. Juli
Surfcamp Veluwemeer | Holland
28. Juli - 5. August
SinnLeffers Mainz Open
11. - 14. August
Stilvolle Jubiläumsfeier RED & WHITE im
Favorite Parkhotel Mainz
12. August | 18.45 Uhr
Fetzige Jubiläumsparty im Favorite Parkhotel Mainz
12. August | 21.45 Uhr
Tenniscamp II
22. - 26. August
Besuch des Tennis Club Dijonnais
aus unserer Partnerstadt Dijon
16. - 18. September
82 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 83
SinnLeffers Mainz Open.
v.l.: Hans Beth, Urs Kern
zwei oder drei Jahre später im
Fernsehen sehen könnte, so wie
man in Finthen einst Spieler
wie Michael Stich vor seinem
Wimbledonsieg sah?
Urs: Das können wir natürlich nicht versprechen, aber unmöglich ist das nicht.
Warum soll nicht unter den jüngeren
Spielerinnen und Spielern jemand sein,
der dann ein paar Jahre später bei den
Großen mitspielt? Unser Turnier ist ja
zudem nicht nur durch die Konkurrenz sportlich attraktiv, zudem gibt es
ein schönes Rahmenprogramm mit
einer Jubiläumsfeier und einer RPR1Jubiläumsparty, ein nicht ganz uninteressantes Preisgeld, das für Talente ein
Ansporn sein dürfte und weitere Programm-Highlights, die wir aber erst im
Sommer verraten werden.
Warum hat sich der TSC für ein
U21-Turnier entschieden?
SinnLeffers Mainz OPen
Top-turnier zum 90. geburtstag
Im Jubiläumsjahr ruft der TSC Mainz erstmalig ein hochklassiges nationales Jugendranglistenturnier für
die Altersklassen U12, U14 und U21 ins Leben. Hauptsponsor ist das Mainzer Modeunternehmen Sinn-
Leffers. Für die Veranstaltung konnten aber auch dankenswerterweise viele weitere Förderer gewonnen
werden. Zur Rolle des Spitzentennis in Mainz, den Aufgaben und Herausforderungen für den TSC sowie
zur Motivation des Projektes gaben die beiden Hauptinitiatoren des Events, Vizepräsident Hans Beth und
Finanzvorstand Urs Kern, ein gemeinsames Interview. Hierin geben die beiden TSC-Funktionäre Einblicke
hinter die Kulissen und in zukünftige Planungen.
Mainzer Tennisfans erinnern
sich gerne an die Deutschen
Hallen-Tennismeisterschaften,
die viele Jahre lang in MainzFinthen ausgespielt wurden.
Ist das SinnLeffers MAINZ OPEN
der legitime Nachfolger in Sachen Spitzentennis in Mainz?
Hans: Was damals von Heiner Dammel
und seinem Team in Finthen veranstaltet
wurde, war eine ganz andere Kategorie.
Wir machen jetzt einen ersten kleinen
Schritt. Wir wollen nationale Topspieler
aus dem Jugend-Leistungsbereich in die
Landeshauptstadt nach Mainz holen.
Das sind auch keine deutschen Meisterschaften, die wir da veranstalten. Aber
wir werden in Mainz attraktives Tennis
84 hawk-eye. Ausgabe 2016.
sehen. Womöglich ist das dann ein erster Schritt zu was Größerem in der Zukunft.
Bislang ist der TSC Mainz vor
allem als Gastgeber der rheinland-pfälzischen
Landesmeisterschaften in Erscheinung getreten. Ist dieses Turnier nun
Neuland für den Club?
Urs: Absolut. Der TSC ist bislang auf
Landesebene aktiv gewesen. Nun treten wir erstmals mit einer eigenen Veranstaltung bundesweit auf. Das würden
wir gerne nachhaltig etablieren.
Hans: Wir wollen mit dem Turnier auch
das große Engagement in unserer Nach-
wuchsarbeit belohnen. Bislang mussten
die Talente vom Trainerteam Babak
Momeni oftmals weite Reisen antreten,
wenn sie sich auf nationaler Ebene mit
den Besten ihrer Jahrgänge messen
wollten. Jetzt dürfen sie mal vor ihrer
eigenen Haustür in Mainz spielen, vor
ihren Familien und Freunden.
Wer wird dann
Mainz finden?
den
Weg
nach
Urs: Es gibt drei Kategorien: U12, U14
und U21. Bei den Juniorinnen und Junioren hoffen wir, dass viele der besten
Spielerinnen und Spieler aus den DTBRanglisten hier spielen.
Sind das dann Talente, die man
Urs: Wir haben uns ganz bewusst für
U21 entschieden, weil es in diesem Bereich noch eine Marktlücke gibt. Bei
den Aktiven gibt es eine Riesenanzahl
an DTB-Turnieren. Für U21 gibt es noch
Bedarf, da können wir uns also schnell
etablieren. Der DTB will diesen Bereich
zudem als Leistungsklasse stärken. Das
passt dann schließlich auch zu unserer
Vereinsphilosophie.
Hans: Wir verfolgen seit Jahren ein
nachhaltiges Jugendkonzept – etabliert
von unserem Trainer Babak Momeni und
seinem Team mit einem breiten Stamm
von hochlizenzierten Übungsleitern.
Seit über 20 Jahren veranstaltet der
TSC Mainz nun regelmäßig zwei Tenniscamps in den Sommerferien und im
Frühjahr ein Saisonvorbereitungscamp
in Spanien. Wir haben in den letzten
Jahren, mit unseren rund 200 jugendlichen Mitgliedern, von denen viele Tennis als Leistungssport betreiben, riesengroße Fortschritte gemacht. Da passt es
einfach dazu, diese Nachwuchssportler
mit einem solchen Turnier an den Erwachsenenbereich heranzuführen und
zugleich den jüngeren Nachwuchsspielern die Möglichkeit zu bieten, ihre Vorbilder anschauen zu können. Wir wollen
das leistungsorientierte Tennis auch ein
bisschen breiter aufstellen.
Wie viele eigene Talente können denn am Turnier teilnehmen?
Urs: Wir haben 32er-Felder bei den U21Turnieren. Livia Kraus dürfte zu den top
gesetzten Spielerinnen zählen, darü-
berhinaus könnten es drei, vier weitere
Spielerinnen ins Feld schaffen. Bei den
Männern dürfte Leonard Stolz und dazu
ein bis zwei weitere gut genug fürs Teilnehmerfeld sein. Bei den U12 und U14,
bei denen es um DTB-Ranglistenpunkte
geht, werden eine ganze Menge unserer
Jugendlichen mitmachen können.
Das Turnier findet zum 90. Geburtstag des TSC und dem Jubiläum 200 Jahre Rheinhessen
statt. Aber es ist keine Eintagsfliege, oder?
Urs: Die Jubiläen sind ein schöner Anlass, um mit dem Turnier zu starten. Das
soll dann aber eine kontinuierliche Fortsetzung finden. Wir wollen das Turnier
nachhaltig etablieren.
Hans: Das Konzept ist nachhaltig angelegt und wird auch bei unseren Kooperationsgesprächen so kommuniziert.
Was hat der TSC von dem Turnier – außer viel Arbeit?
Hans: Wir haben verschiedene Zielsetzungen:
1.Erhöhung des bundesweiten Be kanntheitsgrades Mainz | Rheinhessen
2.
Etablierung eines hochklassigen
Events des Jugendleistungssports
3. Verzahnung U12 | U14 und U21 (Vorbild)
4.Weiterer Baustein im TSC-Jugend konzept und der Tennisakademie
6.Zielgerichtete Förderung der Jugendarbeit
Wir wollen im Jubiläumsjahr von Rheinhessen auch dazu beitragen, dass unsere
Region und das Mainzer Lebensgefühl
sichtbar werden. Und die Arbeit lohnt
sich, weil wir unseren Jugendlichen zeigen wollen, was man gemeinsam auf die
Beine stellen kann. Wir hoffen, dass sie
sich dann davon mal anspornen lassen,
wenn wir im Rentenalter sind.
Das jüngste Projekt, das der
TSC gestemmt hat, war die
Traglufthalle, in der trotz
des Verlusts der Halle im Winter trainiert werden kann.
Schafft der Verein sich jetzt
die nächste Herausforderung?
Hans: Die Traglufthalle hat gezeigt, was
wir im Verbund leisten können. Die Idee
eines Jugendturniers gab es schon zuvor immer mal wieder von Eltern und
Coaches. Vielleicht war es jetzt durch
die Traglufthalle allen bewusst, dass der
Verein das schaffen kann.
Urs: Ich bin der Meinung, dass sich ein
Verein immer fortentwickeln muss. Deshalb war es vielleicht der logische nächste Schritt, dass wir uns an dieses Projekt
heranwagen. Wir wollten jetzt in der
Jugendarbeit einen Schritt weitergehen.
Birgt das Turnier ein finanzielles Risiko?
Hans: Das Turnier lässt sich natürlich insbesondere nur durch viele ehrenamtliche Helfer und eine entsprechend breite
Basis von Kooperationspartnern stemmen. Wir haben es geschafft unsere
langjährigen Kooperationspartner und
vor allem auch unseren neuen Hauptpartner SinnLeffers für das Projekt zu
gewinnen und zu begeistern. Das hätten
vor drei, vier Monaten wenige gedacht,
dass wir das schaffen. SinnLeffers, mit
Frau Vivian Lehmann in der Geschäftsleitung, schätzt unsere Arbeit und vor
allem unser nachhaltiges Jugendkonzept, die Spitze und Breite zu fördern.
Neben unserem Namenspartner SinnLeffers haben wir einige Premium-Partner sowie viele Förderer, ohne die wir
nicht erfolgreich sein könnten. Auch
wenn wir noch ergänzende Sponsoren
suchen, ist die Basis gelegt. Ich bin auch
vom wirtschaftlichen Erfolg des Turniers
überzeugt.
Urs: Es sind auch viele Mitglieder des
Vereins, die die Idee finanziell und materiell unterstützen, weil sie das gut finden. Das ist einfach ein superschönes
Projekt.
In Finthen war die Halle voller Zuschauer bei den TennisMeisterschaften. Hofft der TSC
auch auf die Rückkehr dieses
Tennispublikums?
Hans: Das wird sich zeigen. Auch in Finthen dauerte es sicherlich etwas, bis
das Turnier auch für Sportfans als Zuschauerereignis etabliert war. Wir sind
gespannt, wer zu den Endspielen am
Sonntag auf unsere wunderschöne Anlage kommt.
Vielen Dank für das Interview.
Das Interview mit Hans Beth (TSC-Vizepräsident und Projektleiter SinnLeffers
MAINZ OPEN) und Urs Kern (TSC-Finanzvorstand) führte Daniel Meuren.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 85
90 Jahre TSC Mainz.
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1935-1946
Paul Dierks
1946-1956
Josef Bender
1956-1961
Paul Dierks
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1961-1965
Karl-Wilhelm Karst
1965-1970
Karlheinz Schöffel
1970-2004
Wilhelm Rörig
2004-2010
Dr. Jochem Krüger
2010-heute
Wenn‘s um Geld geht
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Ausgabe 2016. hawk-eye. 87
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Ausgabe 2016. hawk-eye. 89
90 Jahre TSC Mainz.
Tennis der Superlative
Am 14. September 1926 entstand „unser“ TSC, bis 1933 hieß er zunächst „Tennisclub RotWeiß Mainz“, bevor er im Juni 1946 unter dem heutigen Namen „Tennis- und Skiclub Mainz
e.V.“ neu gegründet wurde. Seitdem ist Vieles passiert: Lustiges, Interessantes und Unglaubliches. Wir haben die besten Ereignisse zusammengetragen.
1926: Gründung des Vereins.
1928: Tennis als Luxus:
Aufnahmegebühr 25 Mark,
Jahresbeitrag 40 Mark.
1941: die Tennisballproduktion steht still – keine Bälle, keine Spiele.
1952: Die erste
Auslandsreise
einer TSCMannschaft führt
nach Norrköping in
Schweden.
1948: die Währungsreform
lässt das Vereinsvermögen stark schrumpfen.
1955: endlich Tennis auch für
Zuschauer: Bau des M-Platzes,
einer der grössten Tennisplätze in Rheinland-Pfalz.
1973: Bau des
heutigen Clubhauses
und der Plätze
1 bis 3.
1974: steigende Mitgliederzahlen führen zur Einführung der 45-Minuten
Spielstunde ab 17 Uhr.
1976: Erleuchtung für die Plätze
1 bis 3 – die Flutlichtanlage kommt!
90 hawk-eye. Ausgabe 2016.
1983: Um die langen Wintermonate zu überbrücken wird
für das Clubrestaurant ein
Verzehrgeld eingeführt.
1987: 806 Mitglieder –
Rekord! Der Tennisboom
wirkt sich auch auf die Mitgliederzahlen im TSC aus.
1989: Weltmeisterschaft
der Jungsenioren im TSC
mit dem Italia-Cup. 19
Nationen zu Gast am
Ebersheimer Weg.
1993: 1.400 Zuschauer, zum Teil in
einer VIP-Lounge, sehen sich das
entscheidende Regionalligaspiel
gegen Karlsruhe-Rüppur an.
1996: Gründung des Fördervereins
„Spitzentennis in Mainz e.V.“.
2011: Die erste Ausgabe
der hawk- eye erscheint.
2013: Die grosse weisse Traglufthalle sorgt
von nun an auch im Winter auf den Plätzen 1 bis 3
für ungebremsten Tennisspass.
2001-2003: Wow! Die
TSC Herrenmannschaft spielt in
der 2. Bundesliga.
2015: Der Baum zwischen den Plätzen
10 und 11 wird vom
Blitz getroffen und
fällt einfach um.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 91
Impressionen VI.
92 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Ausgabe 2016. hawk-eye. 93
Meet & Greet bei SinnLeffers.
fers, das als Haupt- und Namenssponsor fungiert. Mit aktuell 22 Filialen und
1.800 Mitarbeitern gehört SinnLeffers zu
den Top-Modefilialisten in Deutschland.
Vivian Lehmann, die Anfang November
2015 die Leitung der SinnLeffers-Filiale
in Mainz übernommen hat, sieht großes
Potential in dieser Partnerschaft: „Sowohl der TSC Mainz als auch SinnLeffers
sind sehr traditionsbewusst. Zudem setzen wir uns beide jeweils stark für das
Thema Nachwuchsförderung ein. Diese
gemeinsamen Wertvorstellungen verbinden und stellen die Weichen für eine
langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit.“
Meet & Greet bei SinnLeffers
Ein Hauch von Wimbledon
Wimbledon im Juni ohne Strawberries and Cream? Undenkbar! Mainz im August ohne die
MAINZ OPEN? Bisher die Realität. Doch das soll sich ändern, wenn es nach dem TSC Mainz
geht: Im August 2016 finden dort zum ersten Mal die SinnLeffers MAINZ OPEN statt, ein bundesweit ausgeschriebenes Turnier mit DTB-Ranglistenstatus für Jugendliche und Nachwuchsspieler. Das Modehaus SinnLeffers unterstützt das Projekt als Haupt- und Namenssponsor. Im
Rahmen der Kooperation fand Ende März in der Mainzer Filiale von SinnLeffers ein exklusives
MEET & GREET Event für TSC-Mitglieder und Premiumkunden statt.
Mehr als 300 Gäste folgten der Einladung zur Präsentation der neuen
Frühjahrs- und Sommermode im SinnLeffers-Haus am Mainzer Marktplatz.
Persönlich begrüßt von Vivian Lehman,
der Geschäftsleiterin, und Hans Beth,
dem TSC-Vizepräsidenten und Projektverantwortlichen für die MAINZ OPEN,
hatten die Gäste Gelegenheit, die aktuellen Kollektionen vieler Top-Marken
vorab und exklusiv zu betrachten, zu
probieren und natürlich auch käuflich
zu erwerben. Zur Stärkung reichten die
Veranstalter – als ersten Schritt in Richtung des großen Vorbilds – Erdbeeren,
zwar ohne die Sahne (schließlich sollen
die gekauften Artikel auch künftig noch
passen), dafür aber mit dem TSC-Jubiläumssekt. Wer müde zu werden drohte,
94 hawk-eye. Ausgabe 2016.
dem halfen die mobile Nespressobar
– Nespresso ist ein weiterer Kooperationspartner des Turniers – oder ein aufmunterndes Pläuschchen mit Hans Beth.
Wer auch am späten Abend auf sportliche Aktivitäten nicht verzichten wollte,
vergnügte sich am Kickertisch im Untergeschoss.
Der Erfolg einer Veranstaltung lässt sich
immer auch daran ablesen, wie lange
sie dauert. Gemessen daran, war das Ergebnis eindeutig: herausragend! In den
Worten von Hans Beth: „Dieses MEET &
GREET Event hat großen Spaß gemacht
und war sehr kurzweilig bei hervorragender Organisation und tollem Ambiente. Viele TSCler haben schon am
Abend gesagt: Wir kommen wieder.“
Dem TSC Mainz geht es bei dem Projekt der SinnLeffers Mainz Open um
zweierlei: Zum einen will der Verein den
Tennisbegeisterten in der Region Reinhessen großes Tennis auch außerhalb
der Medenrunde bieten. Zum anderen
will man den eigenen jungen Spielerinnen und Spielern, die aus der einzigartigen Schule der Tennisakademie Babak
Momeni hervorgehen, die Möglichkeit
geben, ihr Können auch einmal „zu Hause“, auf der eigenen Anlage, bei einem
hochklassigen Turnierevent zu präsentieren.
Fazit: Ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Kooperation, oder, wie
es einer der Teilnehmer zusammenfasste: „Meet, greet and have some strawberries!“
Die Kooperation zwischen SinnLeffers
und dem TSC Mainz ist auf lange Sicht
angelegt. Ziel ist es, mittelfristig ein TopTurnier in Mainz zu etablieren. Mit der
hochrangigen Einstufung des Turniers
im diesjährigen DTB-Turnierkalender ist
der erste Schritt bereits getan. „Das ist
vor allem möglich geworden, weil wir
einen hohen Organisationsgrad offerieren, auf einer der schönsten Tennisanlagen des Landes spielen und nicht zuletzt
attraktive Preisgelder bieten“, so Beth.
„Und die können wir nur ausschreiben,
weil es uns gelungen ist, Partner und
Förderer zu finden, denen die Jugendarbeit am Herzen liegt.“ Dies sind zum einen eine Reihe langjähriger Sponsoren
des Vereins, zum anderen aber das neu
hinzugewonnene Modehaus SinnLefAusgabe 2016. hawk-eye. 95
DER TSC MAINZ HAT EINE VON 200 ARMBANDUHREN AUS DER LIMITIERTEN
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Was macht eigentlich...?
Laura Claus (25) spielte zwischen 2003 und
2006 für die Jugendteams und die Damen I des
TSC Mainz. Nach dem Abitur verschlug es Laura
nach Kalifornien an die University of San Diego.
Dort erhielt sie für den Zeitraum von vier Jahren ein Tennis-Stipendium und absolvierte ein
doppeltes Bachelorstudium in Psychologie und
Finanzwesen. Seit 2013 lebt Laura in Cambridge,
England. Hier hat sie an der Universität Cambridge ihren Master in Wirtschaftsinnovation
abgelegt und macht mittlerweile ihren Doktor
in Wirtschaftsentwicklung für Schwellenländer.
Ihre Freizeit verbringt die Yoga-Fanatikerin am
liebsten mit ihren Freunden, Reisen und Sport.
Vier- bis fünfmal im Jahr kommt Laura zu Besuch nach Deutschland und genießt die Zeit mit
ihrer Familie in Wiesbaden.
10 Fragen an Laura Claus
Wenn ich aktuell nicht
promovieren würde, dann
würde ich jetzt...
1
auf Weltreise sein
als Profitennisspielerin auf
der WTA-Tour spielen
als Entwicklungshelferin
arbeiten
2
Als Nächstes lese ich...
5
meine Leidenschaft für
Fast-Food
dass ich schnarche
mein Volley - den konnte auch
Babak nicht richten
6
Brad Gilbert: Winning Ugly
1.000 Places to see before
you die
Jojo Moyes: Ein ganz neues
Leben
3
Wer gewinnt dieses Jahr
Olympisches Gold im
Damen-Einzel?
Serena Williams
Angelique Kerber
eine Außenseiterin
4
Ich würde nur zu gerne
einmal ein Tennismatch
spielen gegen...
Til Schweiger
Steffi Graf
Barack Obama
98 hawk-eye. Ausgabe 2016.
Meine größte Schwäche ist...
In meiner Freizeit entspanne
ich am liebsten...
beim Ausgehen mit meinen Freundinnen
mit einer Tüte Chips vor
dem Fernseher
beim Skifahren in den
Alpen
7
9
Am besten schmeckt mir...
Weinschorle
Englischer Tee
Caipirinha
Kaffee - ist einfach ein Muss am
Morgen
10
Mein Lieblingsort in Cambridge ist...
der Botanische Garten der
Universität
das Elm Tree Pub
das städtische Schwimmbad
die Parkwiese - wenn es mal nicht
gerade regnet
Meine Urlaube verbringe
ich…
jedes Jahr an einem anderen Ort
bei meiner Familie
zu Hause
8
Am TSC vermisse ich am
meisten…
meine ehemaligen Mannschaftskolleginnen
die schöne Anlage
meine Trainingsgruppen
Viele Grüße an alle hawk-eye-Leser,
Eure
Laura Claus
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