SinnLeffers Mainz Open
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SinnLeffers Mainz Open
hawk-eye 90 jahre tsc mainz | jubiläumsausgabe 2016 SinnLeffers Mainz Open top-turnier zum 90-jährigen vereinsjubiläum NACHGEFRAGT BEI ... dr. jochem krüger HERREN I stets bereit für spielerische und emotionale höhepunkte TENNISCAMP überall gewinner und fröhliche gesichter Vorwort. Und deine 6 Richtigen? 2011 x 2 = 2016 Liebe Tennisfreunde , bereits zum sechsten Mal ist es nun soweit: die hawk-eye 2016 ist da! 2011 mit 50 Seiten gestartet, ist die aktuelle Ausgabe mit 100 Seiten exakt doppelt so umfangreich wie die Premierenausgabe. Einerseits haben wir die Clubzeitung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Unterstützern Jahr für Jahr immer ein Stück weiterentwickelt, andererseits tut sich aktuell auch wirklich unheimlich viel in unserem TSC, über das wir Sie natürlich ausführlich informieren möchten. Unbestritten war das vergangene Tennisjahr eines der ereignisreichsten und gleichzeitig erfolgreichsten seit Vereinsbestehen. 2016 steht ganz im Zeichen des Vereinsjubiläums 90 Jahre TSC Mainz. Gleich mehrere Gründe, weshalb die vorliegende Ausgabe den bislang größten Umfang und die höchste Auflage seit der ersten Veröffentlichung erzielt. Hinter unseren erfolgreichen Aktivenund Seniorenmannschaften stehen, wie in jedem Club, unsere zahlreichen Jugendmannschaften. Die TSC-Teams sind dabei regelmäßig sehr erfolgreich unterwegs, dennoch möchten wir in diesem Jahr besonders die Mannschaft der U10 herausheben, die wir zur Mannschaft des Jahres gekürt haben. Eine tolle Truppe, unsere Kleinsten – aber lesen Sie selbst. ... auch online spielbar. www.lotto-rlp.de Spielteilnahme ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Nähere Informationen unter www.lotto-rlp.de. Hotline der BZgA: 0800 1 372 700 (kostenlos und anonym). Unsere Kleinsten sind es auch, die sich ganz Ohne Worte den Fragen der hawkeye-Redaktion gestellt haben. Nele Pohlschmidt und Lewin Henkel, beide acht Jahre, geben dabei ein tolles Mixed ab, wie sie es sicher auch bei ihren Mainzelmännchen-Cup-Matches im Sommer tun werden. Was Mädchen besser können als Jungs und umgekehrt, was die beiden später einmal werden möchten und wo eigentlich der überhaupt beste Ort im TSC ist. Antworten auf all diese Fragen erwarten Sie in unserem alt bewährten Foto-Interview. Aber auch abseits von Medenrunde und Turnieren ist in unserem Verein jede Menge los. Die Freizeitgruppe um Jutta Hillen-Schreiber berichtet von ihrem Start auf der roten Asche und dem Leben drum herum. Eine Motivation für alle, die sich bis dato noch nicht getraut oder zu großen Respekt vor dem Tennissport haben. So schwierig ist das mit dem großen Schläger und den gelben Bällen eigentlich gar nicht. Spaß, Schweiß und viel Freude ist ganz sicher auch im Breitensportbereich vorprogrammiert. Jutta Hillen-Schreiber ist auch ein ganz hervorragendes Beispiel dafür, wie sich TSCler in die Clubzeitung einbringen können. Ohne unsere weiteren vielen, fleißigen Helfern, die Artikel schreiben, Statements abgeben und Fotos einsenden, könnte die hawk-eye nicht Jahr für Jahr auf diesem Niveau erscheinen. Vielen Dank dafür! Ein besonderes Dankeschön gilt auch unseren Sponsoren. 2016 sind es besonders viele, die uns tatkräftig unterstützen. Daher möchten wir diesen Punkt an dieser Stelle auch nochmal gesondert hervorheben. Ganz groß steht 2016 natürlich insbesondere das 90-jährige Jubiläum unseres Vereins im Fokus. Neben einem abwechslungsreichen Rückblick, bei dem wir auf zahlreiche außergewöhnliche Ereignisse rund um den TSC zurückschauen, erwarten Sie u.a. viele tolle historische Fotos und ein Ausblick auf die anstehenden Festlichkeiten. Diese erreichen ihren Höhepunkt bei den vom 12. bis 14. August stattfindenden SinnLeffers Mainz Open. Eng verbunden mit der 90-jährigen Geschichte des Vereins ist sicherlich auch die Person von Dr. Jochem Krüger, unserem Präsidenten. Mehr als 50 Jahre TSC-Mitgliedschaft und über 30 Jahre Vorstandsarbeit. Da erlebt man so Einiges. Das alles in einem Interview zusammenzufassen war nahezu unmöglich. Wir hoffen trotzdem, Ihnen in Nachgefragt bei… einen kleinen Einblick in den Kopf des ruhigen Mannes gewähren zu können, der im TSC nun schon seit so vielen Jahren hauptsächlich hinter den Kulissen arbeitet. In diesem Sinne hoffen wir, Sie auch in diesem Jahr wieder das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen zu können. Gleichzeitig bringen wir Sie aber auch auf den neusten Stand in Sachen TSC-Entwicklungen. Nach wie vor freuen wir uns sehr über Ihre aktive Mitarbeit an der Clubzeitung sowie Lob, Kritik und Anregungen. Zögern Sie also nicht uns anzusprechen oder an [email protected] zu mailen. Ein ganz wichtiger Bestandteil der hawk-eye sind insbesondere Ihre vielen tollen Fotos, die uns jedes Jahr erreichen. Hiervon können wir letztendlich nie genug haben. Daher unser Apell: Packen Sie auch 2016 wieder regelmäßig die Kamera ein wenn Sie zum Tennisspielen gehen. Denn auch wenn wir uns noch so anstrengen, unsere „Augen“ können nicht überall sein. Ergreifen Sie gerne selbst die Initiative! Viel Spaß und Erfolg in der kommenden Saison wünschen Ihnen, Ihre Ira Schmid Johannes Ries Ausgabe 2016. hawk-eye. 3 Vorwort. 90 Jahre TSC Eine echte Erfolgsgeschichte Der TSC Mainz e.V. war nicht der erste Tennisverein, der in Mainz gegründet wurde, aber er ist heute der älteste noch existierende Verein. In seiner 90-jährigen Historie hatte er gerade in seinen Anfangsjahren einige Hürden zu überwinden; es überwiegen aber die Erfolge und freudigen Ereignisse. Am 14. September 1926 als Tennisklub Rot-Weiß Mainz gegründet spürte der Verein bald die Folgen der großen wirtschaftlichen Depression, die 1933 eine Fusion mit dem Tennisklub 1893 notwendig machte, seine vorübergehende Auflösung 1935 aber nicht verhindern konnte. Nach der Neu-Gründung im selben Jahr unter dem Namen Tennisklub Am Fort Heiligkreuz Mainz durch ehemalige Mitglieder des Tennisklubs RotWeiß Mainz sah sich der Verein bald mit den Kriegswirren konfrontiert, bis das Vereinsleben 1945 – wie das aller Vereine – vollständig erlosch. Mit der Neugründung im Jahre 1946, nunmehr unter dem Namen Tennis- und Skiclub Mainz, hatte der Verein zunächst mit den Schwierigkeiten der Nachkriegsjahre zu kämpfen, ehe sich die Verhältnisse ab dem Jahre 1949 langsam normalisierten. Mit dem TSC Mainz ging es von nun an stetig aufwärts! Die Anlage wurde erweitert (1955), das Clubhaus wurde gebaut (1973). Zahlreiche Meistertitel auf Regional- und Landesebene konnten gefeiert werden. Unvergessen die unzähligen Erfolge von Dr. Jürgen Günther (✝2014), der 1949 deutscher Meister im Herren-Doppel und im gemischten Doppel wurde. Ein Höhepunkt war auch die Ausrichtung des Italia-Cups, der im Jahre 1989 vom DTB an den TSC vergeben wurde. An der WM für Jungseniorenteams nahmen Mannschaften aus 19 Nationen teil. Ausgelöst durch den Tennisboom mit Steffi Graf und Boris Becker kam der TSC Mainz 1987 auf 806 registrierte Mitglieder – eine Zahl, die zu manchem Engpass auf den Tennisplätzen geführt hat. Im 75-jährigen Jubiläumsjahr des Vereins stieg die 1. Herrenmannschaft in die 2. Bundesliga auf, der sie bis 2003 angehörte. Dieser Erfolg wurde aber nicht nur positiv gesehen, ist er doch sprichwörtlich durch den Einsatz vieler ausländischer Spieler erkauft worden. Und heute? Man könnte die jüngste Zeit durchaus mit dem Motto „Back to the Roots“ zusammenfassen. In der TSCChronik 1926 - 2001 schrieb Ehrenpräsident Josef Bender (✝1987): „Es waren durchweg junge Leute, die den Club gegründet haben“. In der Tat ist die Jugendarbeit eines der Aushängeschilder des TSC Mainz, dank des nimmermüden Einsatzes von Babak Momeni und seiner Trainercrew. Das vergangene Jahr kann als eines der erfolgreichsten, zumindest der jüngeren Vereinsgeschichte bezeichnet werden. Die Damen I haben in ihrem ersten Regionalligajahr einen hervorragenden 3. Platz belegt und lange um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitgespielt. Die Damen II feierten den Titel in der Verbandsliga und schafften so den Aufstieg in die Oberliga. Eine historische Leistung einer 2. TSC-Mannschaft! Die Herren I wurden Oberligameister und hatten in einem dramatischen Aufstiegsspiel den Einzug in die Regionalliga nur knapp verpasst. Zahlreiche Jugendspieler/-innen des TSC sind in der DTB-Rangliste in den entsprechenden Altersklassen vertreten, angeführt von Sinja Kraus (Nr. 2 – W14), Mika Lipp (Nr. 1 – M14), Livia Kraus (Nr. 5 – W18) und Franziska Ahrend (Nr. 21 – W18). An dieser Stelle möchte ich aber auch nicht die Senioren vergessen, die es den Jungen gleichtun oder besser ausgedrückt vormachen. Mit sieben Regionalligamannschaften ist der TSC altersübergreifend einer der Top-Vereine im Südwesten Deutschlands. Aber nicht nur im sportlichen Bereich prägt der Nachwuchs das Vereinsleben. Auch bei der Übernahme von Verantwortung ergreifen zunehmend jüngere Mitglieder die Initiative. Stellvertretend danke ich Johannes Ries und Ira Schmid für die wieder sehr gelungene Jubiläumsausgabe der Clubzeitung hawk-eye! Insofern ist es folgerichtig, unsere Jubiläumsfeier auch dem Nachwuchs zu widmen. Vom 12. bis 14. August werden erstmals die SinnLeffers Mainz Open auf unserer Anlage durchgeführt, ein DTB -Ranglistenturnier für die Altersklassen U12 und U14. Darüber hinaus findet ein U21-DTB-Ranglistenturnier der höchsten nationalen Kategorie N-1 statt. Das Turnier ist ein weiterer Baustein im TSCJugendkonzept und soll nachhaltig im DTB-Turnierkalender plaziert werden. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass das Turnier aufgrund der Einschränkungen durch den Turnierkalender ausgerechnet im Premierenjahr in die Sommerferien fällt. Die Jubiläumsfeier „Red & White“ steigt am 12.8. im Favorite-Parkhotel – eine fetzige Party für die Jugend und alle Junggebliebenen inklusive. Es sind zahlreiche Programmhöhepunkte geplant. Lassen Sie sich überraschen! An dieser Stelle danke ich auch dem Projekt- und Organisationsteam um Hans Beth sehr herzlich! Das Turnier und die Jubiläumsfeier sind eingerahmt in ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Besonders freuen wir uns auch auf den Besuch unserer Freunde aus der französischen Partnerstadt Dijon, dem Tennis-Club Dijonnais, zum Abschluss des Tennisjahres 2016. Gerade dieser Besuch steht nicht nur symbolisch für die Entwicklung unseres Vereins, sondern für die gesamte Entwicklung von Mainz und Rheinhessen im Sinne der Völkerverständigung. War es doch die französische Militärregierung, die am 15.11.1946 die Neugründung des Tennis- und Skiclub Mainz e.V. genehmigte. Es darf also gefeiert werden! Herzlichst Ihr Präsident Dr. Jochem Krüger Ausgabe 2016. hawk-eye. 5 g n u t i e Z r ü Zeit f EN Inhalt. 90 8 s und o l n e t s o k H C O N W E 2 S E L E Jetzt B RO ndlich P unverbi 66 34 8 16 Ob gedruckte Zeitung, E-Paper, App für mobile Geräte oder Webseite: lesen Sie die Nachrichten aus Ihrer Stadt und Region wann und wo Sie wollen. Testen Sie Ihre regionale Tageszeitung im Paket „Print & Web plus“ jetzt kostenlos und unverbindlich 2 Wochen lang. Und freuen Sie sich zusätzlich über unser kleines Geschenk! 4 -GB-USB-Stick geschenkt! Persönlich, freundlich und zum Ortstarif: 06131 484950 40 Freizeitgruppe Katrin und Jutta: Wie überleben wir die Lebensmitte? 44 Schnappschuss Wanted: Foto des Jahres Herren I Saisonrückblick: Stets bereit für spielerische und emotionale Höhepunkte Saisonvorschau 2016: Primäres Saisonziel – 2015, 2.0! 47 TSC-Jugendraum Was würde die Tenniscamps noch cooler machen? 23 Auf Stimmenfang Deine Meinung zum neuen TSCZelt 24 Nachgefragt bei... Dr. Jochem Krüger 30 Ohne Worte Die Mainzelmännchen Nele Pohlschmidt und Lewin Henkel im Foto-Interview Fit in den Sommer… mit Personaltrainer Marko Kurtic 76 Deutsche Hochschulmeisterschaften Lupenreiner Hattrick: TSCler zum dritten Mal in Folge Deutscher Hochschulmeister 79 Gerüchteküche Ist es wirklich wahr, dass... 80 Große Werner-Mertins-Spiele TSC richtet Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Seniorinnen und Senioren der Altersklasse 70 aus Sommerfreizeiten Tenniscamp: Überall Gewinner und fröhliche Gesichter Ostercamp 2016: Premiere in Andalusien 52 It’s your (re)turn Bilderrätsel: Doppelfehler Kreuzworträtsel: longline vs. cross 82 54 Kurz notiert News, Termine, Jubiläen 83 84 58 Ehrenamt Auf- und Abbau der Traglufthalle 87 90 60 TSC-ler unterwegs Transalp 2008 – 2015 94 Zahlen, Daten, Fakten Die TSC-Teams auf einen Blick 34 Mannschaft des Jahres U10 gemischt: Rizzis & Co. können sich bald warm anziehen 63 Abseits des Platzes Norbert Rehfeldt: Der neue TSCPlatzwart im Interview Wir gratulieren Turniererfolge unserer Jugend, Aktiven und Senioren 2015 | 2016 66 Portrait Thomas Dupré: Tennis über alles 38 72 48 33 Am schnellsten bestellen Sie hier: www.allgemeine-zeitung.de/probe Damen I Saisonrückblick: Konstant hohe Qualität – Es lief einfach! Lage der Liga: Selbstbewusst in die neue Saison – Mal schauen was geht 97 98 90 Jahre TSC Mainz e.V. Jubiläumssekt: TSC Mainz stößt mit eigenem Sekt an Veranstaltungskalender SinnLeffers Mainz Open: Top-Turnier zum 90. Geburtstag TSC-Präsidenten: 1926 bis heute Historische Fakten: Tennis der Superlative MEET & GREET bei SinnLeffers – Ein Hauch von Wimbledon Jubiläumsuhr: achtzehnsechzehn Was macht eigentlich...? 10 Fragen an Laura Claus Herausgeber Tennis- und Skiclub Mainz, Ebersheimer Weg 32, D-55131 Mainz, Telefon: 06131/53717, Fax: 06131/53731, [email protected], www.tsc-mainz. de • Verantwortlich Dr. Jochem Krüger (Präsident) Redaktionsleitung Johannes Ries, Ira Schmid • Weitere Autoren Patrick Besch, Antje Beth, Jörn Hildner, Jutta Hillen-Schreiber, Peter Huber, Urs Kern, Katrin Korves-Schröder, Marko Kurtic, Daniel Meuren, Hannah Müller, Katja Puscher, Felix Tripp • Fotos Brigitte Bauer, Hans Beth, Laura Claus, Thomas Dupré, Bettina Hamann, Ria Hettergott, Jörn Hildner, Jutta Hillen-Schreiber, Ronald Juli, Christa Krauter, Dr. Jochem Krüger, Sandra Kruse, Landesbildstelle Rheinland-Pfalz, Babak Momeni, Hermann Recknagel, Johannes Ries, Joel Rizzi, Daniela Sander-Lehmann, Ira Schmid, Karlheinz Schöffel, Alexander Sell, Karin Spanke, Marcus Steinbrücker, Melanie Vest • Gestaltung, Satz, Litho Markus Geisenhofer, Johannes Ries • Druck ingra Druck GmbH, Gutenbergstraße 7, 63456 Hanau, Telefon: 06181/9642-0, Fax: 06181/9642-40, [email protected], www.ingra.de Ausgabe 2016. hawk-eye. 7 Damen I. Damen I Konstant HOHE Qualität – Es lief einfach! bar vorne. Letztlich wurde es ein 8:1-Sieg – bereits der zweite nach dem 8:1-Auswärtserfolg für die Aufsteigerinnen einen Tag zuvor beim TC BW Villingen. schaft ihre erste Damen-RegionalligaSaison in der Vereinsgeschichte nicht beginnen können. Coach Babak Momeni sprach später davon, dass der Spielplan es gut gemeint habe mit den Aufsteigerinnen. Mag sein. Dieser Auftakt war eine Momentaufnahme. Später unterstrichen von den TSC-Damen. Denn die Mainzer Spielerinnen legten nach und demonstrierten eindrucksvoll, was bis zum vergangenen Jahr vielleicht nur vermutet wurde: Sie gehören in die Regionalliga – Da gehören sie hin Doppelspieltag zum Einstieg, zwei Siege erbeutet, vorübergehend Platz eins in der Tabelle – besser hätte die Mann- Abschlusstabelle 2015 Regionalliga Süd-West Die Ergebnisse im Überblick v.h.l.: Marija Emeti, Franziska Clement, Anna-Lena Krost, Jeannette Fischer, Magdalena Böhmer, Nadine Hassinger, Hannah Müller, Ira Schmid, Sarah Kraus v.v.l.: Michaela Pochabova, Livia Kraus, Babak Momeni, Franziska Ahrend, Sinja Kraus Erfolgreicher Einstieg, überzeugende Bestätigung, letztlich Platz drei auf Regionalliga-Ebene: Die Premiere war das, was man eine runde Sache nennt. Die Tennisdamen des TSC Mainz servierten 2015 erstmals in der Regionalliga Süd-West. Team und Trainer hatten das Debüt in ungewohntem Umfeld herbeigesehnt, sportlicher Anreiz und interessante Herausforderungen inklusive. Eine solch solide Saisonleistung dürfte trotzdem nicht jeder den TSC-Damen zugetraut haben. Fünf Partien gewann der Neuling, nur zwei Begegnungen gingen verloren – die Spielerinnen um Trainer Babak Momeni mussten in der dritthöchsten deutschen Spielklasse nach sieben begeisternden Begegnungen nur dem schier übermächtigen TC Radolfzell und dem TC Lauffen den Vortritt lassen. 8 hawk-eye. Ausgabe 2016. Rang Mannschaft Punkte Matches Sätze Spiele 1 TC Radolfzell 14:0 54:9 109:22 686:295 2 TC Lauffen 12:2 43:20 89:44 631:431 3 TSC Mainz 10:4 40:23 85:59 591:509 4 TC Safo Frankfurt 8:6 35:28 79:63 581:504 5 TC BW Villingen 6:8 21:42 49:88 436:618 6 TC Wolfsberg Pforzheim 4:10 28:35 66:77 538:586 7 Andernacher TC 2:12 20:43 49:90 465:605 8 BASF Ludwigshafen II 0:14 11:52 23:106 291:671 Regionalliga. Auch die zweite Heimpartie gewannen die TSClerinnen deutlich (8:1 gegen SC Safo Frankfurt), beim TC Wolfsberg bewiesen die TSC-Damen, dass sie auch Krimi können. Nervenstark setzten sich die Gäste in einem spannenden Duell 5:4 durch, insgesamt vier Matches waren in den Matchtiebreak gegangen. Routinier Nadine Hassinger und Youngster Sinja Kraus machten im dritten Doppel mit 6:1, 6:7, 10:8 den Triumph perfekt. Ungeschlagen nach vier Spieltagen. Vom ursprünglich angestrebten Ziel Klassenverbleib redete schon länger niemand mehr. Selbstvertrauen und Stolz überall. Und Lust auf mehr. Beim Andernacher TC packten die TSC-Damen noch ein 7:2 drauf. Souverän. Überzeugend. Es lief einfach. Das Konzept ging auf An diesem Resümee änderten auch die beiden Niederlagen am Ende der Saison nichts mehr. Im ersten Spitzenspiel vor Regionalliga Süd-West 1. Spieltag TC BW Villingen TSC Mainz 1:8 2. Spieltag TSC Mainz BASF Ludwigshafen II 8:1 3. Spieltag TSC Mainz SC Safo Frankfurt 8:1 4. Spieltag TC Wolfsberg Pforzheim TSC Mainz 4:5 5. Spieltag Andernacher TC TSC Mainz 2:7 6. Spieltag TSC Mainz TC Lauffen 3:6 7. Spieltag TC Radolfzell TSC Mainz 8:1 Eine Szene im ersten Heimspiel der ersten Regionalliga-Saison sprach für die ganze Runde. Die Mannschaft des BASF TC Ludwigshafen II war am Ebersheimer Weg zu Gast. Die Slowakin Michela Pochabova, an diesem Tag die Nummer eins im TSC-Team, verwandelte auf dem M-Platz ihren Matchball zum 6:3, 6:4-Erfolg über Nadine Lang. Auf der Tribüne ballte Hannah Müller die Fäuste, reckte beide Arme nach oben und rief: „Sieg!“ Im Gesicht ein strahlendes Lächeln – Erleichterung sprach daraus, ganz viel Freude und noch mehr Zuversicht. Dieser Einzelerfolg Pochabovas bedeutete vorzeitig Saisonsieg Nummer zwei in der Premieren-Saison, die TSC-Damen lagen schon nach den Einzeln uneinholAusgabe 2016. hawk-eye. 9 Damen I. heimischem Publikum mussten sich die TSC-Damen dem TC Lauffen mit 3:6 geschlagen geben. Nach drei gewonnenen Einzeln gingen alle drei Doppel verloren – und damit die Chance, am letzten Spieltag beim TC Radolfzell ein echtes Finale um die Meisterschaft zu erleben. Letztlich entpuppte sich der neue Meister als einen Tick zu stark. 1:8 ging die Partie verloren – das gute Gefühl blieb. Eine konstant gute Qualität auf allen Positionen war die Basis. Spielerisch und mental. Trainer Babak Momeni fasste die Saison so zusammen: „Es ist super, was diese Mannschaft geleistet hat.“ Bewegungsforum GmbH & Co. KG Das Konzept war aufgegangen. Die vereinseigenen Talente und die etablierten Spielerinnen sind das feste Gerüst dieser Mannschaft. Babak Momeni legte viel Wert darauf, dass möglichst viele der eigenen Leute in der Regionalliga zum Einsatz kamen. Jede Einzelne zahlte dieses Vertrauen mit starken Leistungen auf dem Platz zurück. „Die Mädchen sol- len alle das Gefühl haben, dass sie dazugehören“, betonte Momeni. Deshalb gab es immer wieder leichte personelle Veränderungen. Diese Rotation sprach auch für die Ausgeglichenheit im Team. „Der Kader ist einfach größer als sechs, sieben Stammkräfte.“ Nicht nur die eigenen Leute überzeugten, auch die ausländischen Spitzenspielerinnen zeigten, was sie können. Die Mischung stimmte Vorne weg ging Marina Shamayko aus Russland. Die neue Nummer eins des TSC Mainz war am Ebersheimer Weg keine Unbekannte, schon 2008 gehörte die mittlerweile 28-Jährige zum Mainzer Oberliga-Kader. Das passte. Dahinter hatten die TSC-Fans nun schon zum dritten Mal ihre Freude an der starken Slowakin Michaela Pochabova. „Wir wussten, dass wir uns auf die Beiden verlassen können“, versicherte der Trainer. Gleiches galt für Fiona Gervais, zweiter externer Zugang für die erste Mainzer Regionalliga-Saison. Auch die 22-jährige Französin, ehemals für BASF TC Ludwigshafen in Erster und Zweiter Bundesliga aktiv, begeisterte. Es war die Mischung, die diese Mannschaft so stark machte. Vom Start weg überzeugte das Team aus verlässlichen Ausländerinnen, aufstrebenden Talenten, gestandenen eigenen Spielerinnen und engagierten Nachrückerinnen. Spielerisch und menschlich. Neue Liga hin oder her – der Verein blieb seiner Linie treu. Die Bestätigung dafür: Marina Shamayko, Michaela Pochabova, Fiona Gervais, Livia Kraus, Hannah Müller, Sarah Kraus, Franziska Ahrend, Marija Emeti, Nadine Hassinger und Sinja Kraus machten die allererste Saison einer TSC-Damenmannschaft in der Regionalliga zu etwas ganz Besonderem. Es lief einfach. Ausgabe 2016. hawk-eye. 11 Damen I. DIE LAGE DER LIGA--_ Selbstbewusst in die neue Saison--_ mal schauen was geht--_ v.l.: Sarah Kraus, Franziska Ahrend, Livia Kraus, Sinja Kraus, Hannah Müller, Patrick Gervais, Fiona Gervais Die Erwartungen an die neue Saison können 2016 wesentlich konkreter formuliert werden, wie noch im letzten Jahr. Mit den in der vergangenen Spielzeit gesammelten Erfahrungen starten die TSC-Ladies dieses Jahr mit ganz viel Selbstbewusstsein in die neue Saison und richten den Blick fest in Richtung oberes Tabellendrittel. Es warten wieder viele bekannte, aber auch zahlreiche neue Gesichter auf unsere spielstarke Damentruppe. Man darf gespannt sein was möglich ist. Zu den alten Bekannten zählen 2016 der TC Wolfsberg Pforzheim, SC Safo Frankfurt, TC BW Villingen und der TC Lauffen. Gleich am ersten Spieltag gegen Pforzheim wartet ein heißer Kampf auf die TSC-Damen. Die Partie wurde im vergangenen Jahr erst im entscheidenden Doppel im Match-Tiebreak entschieden. Gegen Frankfurt und Villingen sollten nach Möglichkeit, wie auch letzte Saison, zwei Siege eingefahren werden. Dafür darf aber vor allem beim Auswärtsspiel am zweiten Spieltag gegen den SC Safo die notwendige Konzentration nicht fehlen. Die Mädels müssen mit ihren Gedanken zu 100% auf dem Platz sein, auch wenn an diesem Tag der Mainzer Rosenmontagszug nachgeholt wird. Der TC BW Villingen ist aus der letzten Saison sicherlich allen sehr gut in Erinnerung geblieben. Hier wurde damals der erste Sieg in der Regionalliga gefeiert. Daran wollen die Damen auch dieses Jahr wieder anknüpfen. Der TC Lauffen geht auch in dieser Spielzeit als einer der Mitfavoriten um die Meisterschaft ins Rennen, so dass das Ziel dieser Auswärtsfahrt sein wird, mehr Partien als vergangenes Jahr zu gewinnen (1:8 Niederlage 2015). Vielleicht stehen die Damen aus Rheinhessen am Ende dann ja sogar als Sieger da. Wer weiß das schon? Das weiteste Auswärtsspiel dieser Saison findet beim Aufsteiger aus der Württembergliga, dem TC Vaihingen-Rohr, statt. Anreisen bis an den Bodensee bleiben den Mädels somit diese Saison erspart. Vaihingen-Rohr, wie auch die beiden weiteren Neulinge TC Bad Vilbel und TSG 78 Heidelberg, treten die TSClerinnen mit dem notwendigen Respekt entgegen. Vor allem der TC Bad Vilbel, mit seiner jungen Truppe, wird ähnlich motiviert und ambitioniert wie die TSC-Damen im letzten Jahr sein. Das Spiel ist eines von vier Heimpartien der Mainzerinnen und kann hoffentlich mit Unterstützung des heimischen Publikums gewonnen werden. Bei allen Partien entscheidet letztendlich die finale Aufstellung am Spieltag. Erst dann ist eine reelle Einschätzung möglich. Letztendlich muss jedes Spiel gespielt werden. Wie sagte Otto Rehhagel so schön: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz!“. Die Damen des TSC werden mit der gleichen Truppe wie in der vergangenen Spielzeit in die Saison starten. Ein guter Mix aus Erfahrung, Raffinesse und junger Kaltschnäuzigkeit wartet auf die Gegnerinnen aus Baden, Hessen und Württemberg. 12 hawk-eye. Ausgabe 2016. 1. Spieltag 4. Spieltag 5. Spieltag Donnerstag, 5, Mai, 11 Uhr Sonntag, 12. Juni, 11 Uhr Sonntag, 19. Juni, 11 Uhr TSC Mainz – TC Wolfsberg Pforzheim TSC Mainz – TSG 78 Heidelberg TC BW Vaihingen-Rohr – TSC Mainz u. a. mit: - Iva Primorac (WTA 601) - Ekaterina Klyueva (WTA 1134) - Hanna Kantenwein (DTB 181) - Bianca Schlummberger (DTB 320) u. a. mit: - Marlies Szupper (WTA 882) - Karoline Kurz (WTA 848) - Ellen Linsenbolz (DTB 35) - Ann-Katrin Schmitz (DTB 112) u. a. mit: - Pia König (WTA 431) - Yvonne Cavalle-Reimers (DTB 28) - Tatjana Bua (WTA 898) - Christina Shakovets (DTB 108) Platzierung im letzten Jahr 6. Platz Regionalliga Süd-West Platzierung im letzten Jahr Aufsteiger Badenliga Platzierung im letzten Jahr Aufsteiger Württembergliga 2. Spieltag 6. Spieltag 7. Spieltag Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr Sonntag, 10. Juli, 11 Uhr SC Safo Frankfurt – TSC Mainz TC Lauffen – TSC Mainz TSC Mainz – TC BW Villingen u. a. mit: - Anna Morgina (WTA 338) - Noemi Hemmerich (DTB 92) - Clara Kühn (DTB 119) - Alina Hölzel (DTB 166) u. a. mit: - Danila Jakupovic (WTA 289) - Corinna Dentoni (WTA 426) - Stefanie Stemmer (DTB 79) - Rosalie Willig (DTB 306) u. a. mit: - Kinnie Laisne (WTA 527) - Nina Stadler (WTA 827) - Diane Friedrichs (DTB 283) - Bettina Koepfer Platzierung im letzten Jahr 4. Platz Regionalliga Süd-West Platzierung im letzten Jahr 2. Platz Regionalliga Süd-West Platzierung im letzten Jahr 5. Platz Regionalliga Süd-West 3. Spieltag Julia Terziyska (TC Bad Vilbel) Sonntag, 5. Juni, 11 Uhr TSC Mainz – TC Bad Vilbel u. a. mit: - Julia Terziyska (WTA 314) - Chantal Skamlova (WTA 357) - Zoe Schmidt (DTB 198) - Mara Gut (DTB 445) Platzierung im letzten Jahr Aufsteiger Hessenliga Danila Jakupovic (TC Lauffen) Ausgabe 2016. hawk-eye. 13 SICHERHEIT N KOMMUNIKaTIO LICHT ELEKTRO KOMFORT Schönbornstraße 7a 55116 Mainz www.gruenewald-system-elektrik.de Impressionen I. 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Doch der gefühlte Saisonhöhepunkt war ein anderer: Die Oberliga-Herren des TSC Mainz erlebten eine außergewöhnliche Medenrunde 2015. Das Meisterteam mit TSC-Trainer Babak Momeni stand im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Herren-Regionalliga Süd-West. Hauchdünn schrammten die TSC-Spieler beim 4:5 auf heimischer Anlage gegen den TC Doggenburg an der dritthöchsten deutschen Spielklasse vorbei. Dem spannenden Aufstiegsduell gegen den Württemberg-Meister war aus Mainzer Sicht eine Oberliga-Runde der Extraklasse vorausgegangen – mit einem Meisterschaftsendspiel für die Vereinschronik. Die Ergebnisse im Überblick v.l.: André Lunz, Niko Rizzi, Thomas Dupré, Patrick Besch, Martin Zimmermann, Leonard Stolz, Markus Scherer, Joel Rizzi Der Spielplan hätte keine bessere Dramaturgie liefern können. Oberligafinale 2015, letzter Spieltag, Erster gegen Zweiter: Die TSC-Herren empfingen am Ebersheimer Weg zum alles entscheidenden Duell im Kampf um den Titel das saarländische Team des TZ Sulzbachtal. Es ging um alles. Der Sieger würde sich den Titel und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde sichern. Es wurde die erwartet knappe Angelegenheit. Und mit dem packenden 12:9-Erfolg vor der bemerkenswerten Kulisse von rund 200 begeisterten Zuschauern ein Medenspieltag, den die TSC-Herren später mit den Worten „Das war der Hammer, das kann man nicht toppen.“ (Niko Rizzi), „Eine unfassbare Atmosphäre, so etwas haben wir noch nie erlebt.“ (Joel Rizzi), oder „So eine Kulisse hatten wir noch nie.“ (Markus Scherer) beschrieben. 16 hawk-eye. Ausgabe 2016. Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 1. Spieltag TSC Mainz TC Rotenbühl Saarbrücken 17:4 2. Spieltag TC BW Bad Ems TSC Mainz 7:14 3. Spieltag Sportpark Windhagen TSC Mainz 5:16 4. Spieltag TSC Mainz TC 77 Völklingen-Heidstock 21:0 5. Spieltag TSC Mainz Andernacher TC 9:12 6. Spieltag BASF Ludwigshafen II TSC Mainz 4:17 7. Spieltag TSC Mainz TZ Sulzbachtal 12:9 Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd-West TSC Mainz Nichts für schwache Nerven Thomas Dupré, Leonard Stolz und Markus Scherer mit seiner ersten Oberliga- TC Doggenburg 4:5 Einzel-Saisonniederlage („Ausgerechnet heute ging das in die Hose, aber ich war platt.“) gaben gegen den Vorjahresmeister TZ Sulzbachtal ihre Matches Abschlusstabelle 2015 Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Rang Mannschaft Punkte Matches Sätze Spiele 1 TSC Mainz 12:2 106:41 99:43 678:435 2 TZ Sulzbachtal 10:4 106:41 94:47 630:465 3 Andernacher TC 10:4 85:62 79:58 592:502 4 BASF TC Ludwigshafen II 8:6 95:52 86:49 627:507 5 TC BW Bad Ems 6:8 67:80 63:73 569:582 6 TC Rotenbühl Saarbrücken 6:8 51:96 51:90 494:610 7 Sportpark Windhagen 2:12 40:107 43:92 428:626 8 TC 77 Völklingen-Heidstock 2:12 38:109 35:98 326:617 ab. Nach den Siegen von Niko Rizzi an Position drei (6:4, 7:6 gegen den überraschend rein gerutschten Franzosen Hervé Karcher) und Martin Zimmermann, der dahinter Tim Focht (damals die Nummer 84 in der DTB-Herrenrangliste) beim 6:2, 6:4 dessen erste Saisonniederlage beibrachte, war es an Joel Rizzi, sein Team im Spiel zu halten. Der Topspieler des TSC bewahrte die Nerven (Joel: „Ich war heute total relaxed. Es war ein wichtiges Einzel, darauf war ich eingestellt.“) und erkämpfte per 6:7, 6:3, 10:8 gegen Marc Herrmann den so wichtigen 6:6-Zwischenstand. In den Doppeln (Sieg für J. Rizzi/Scherer, Niederlage von Dupré/Stolz) zeigte sich schnell, dass Niko Rizzi und Martin Zimmermann um die Meisterschaft kämpfen würden. Rund 200 Zuschauer fieberten begeistert mit. „Das war eine unfassbare Atmosphäre. Ich kann mich Ausgabe 2016. hawk-eye. 17 Herren I. nicht daran erinnern, hier mal vor so einer Kulisse gespielt zu haben.“, gestand Niko Rizzi später. Es war auch eine Frage der besseren Nerven. Nach nervösem Beginn und einem 3:5-Rückstand (Martin Zimmermann: „Das war extrem eng, wir hatten vier Satzbälle gegen uns.“) fand das Mainzer Duo gegen das Gäste-Doppel Risse/ Klein immer besser ins Spiel. Der erste Satz war nix für schwache Nerven, ein Netzroller zum 7:4 im Tiebreak brachte den TSC mit 1:0 in den Sätzen in Führung – und die nötige Stabilität. „Das war natürlich ein Krimi, der Druck war groß. Aber wir haben uns rein gekämpft.“, sagte Zimmermann, der sich mit seinem Partner diese Chance nicht mehr nehmen ließ. Per Ass verwandelte Martin Zimmermann den ersten Matchball zum 7:6, 6:2. Geballte Fäuste, Umarmungen, Standing Ovations. Und irgendwie das untrügliche Gefühl, dass dieser Krimi mit Happy-End kaum noch zu toppen sein würde. 18 hawk-eye. Ausgabe 2016. Dabei stand DIE Entscheidung der Saison ja erst noch aus: Joel Rizzi, Thomas Dupré, Niko Rizzi, Martin Zimmermann, Leonard Stolz, Markus Scherer und André Lunz hatten sich nach dem Oberliga-Titelgewinn 2010 erneut die Chance erspielt, im Relegationsspiel einen Startplatz in der Regionalliga Süd-West zu ergattern. Gegner war der TC Doggenburg. Der Württemberg-Meister galt vorab als der Favorit. Gestört hat`s die TSC-Herren nicht. Die Mainzer zeigten im Aufstiegsspiel eine erneut bravouröse Leistung, erkämpften sich eine Überraschungschance und mussten sich dann doch mit 4:5 geschlagen geben. Erst große Enttäuschung, dann ganz viel Stolz Die Mannschaft um TSC-Kapitän Niko Rizzi lieferte den Zuschauern am Ebersheimer Weg erneut einen begeisternden Tennistag – und Konkurrent TC Doggenburg einen harten Kampf. Dass die Mainzer sich dem Favoriten in einem sehenswerten Duell unglücklich 4:5 geschlagen geben mussten, sorgte spontan für große Enttäuschung im Team des Oberligameisters. Mit Abstand aber auch für ebenso viel Stolz auf die gezeigten Leistungen in einer starken Medenrunde. „Die Saison war perfekt, es ist optimal gelaufen.“, so Martin Zimmermann. „Wir haben extrem solide durchgespielt und immer mindestens drei Einzel gewonnen. Das war mannschaftlich stark, wir sind extrem gut aufgestellt.“ Trotzdem waren die Rollen im Relegationsspiel klar verteilt: Die Gäste vom TC Doggenburg um den ehemaligen Zweitliga-Spieler Martin Woisetschläger galten als Favorit. Zumal die Gastgeber ohne ihre etatmäßige Nummer Zwei, Thomas Dupré, antraten, für den Franzosen rückte André Lunz ins Team. Soweit die Papierform. Auf den Plätzen allerdings zeigte die Mannschaft von TSC-Trainer Babak Momeni, was in ihnen steckt. Bis das verletzungsbedingte Aus von Markus Scherer im Doppel alle TSCHoffnungen auf einen Überraschungscoup abrupt beendete. Doch der Reihe nach… Auf den vorderen Positionen waren die Aufgaben wie erwartet für die Mainzer einen Tick zu groß: Joel Rizzi musste sich dem starken Kroaten Antonio Sancic 6:7, 4:6 geschlagen geben, sein Bruder Niko Rizzi unterlag Martin Woisetschläger 1:6, 1:6. André Lunz wehrte sich an Position sechs tapfer gegen den variabel agierenden Tim Landvatter, konnte die 5:7, 4:6-Niederlage aber nicht verhindern. Martin Zimmermann, Leonard Stolz und Markus Scherer sorgten mit ihren Einzelerfolgen dafür, dass aus diesem Aufstiegsduell ein Krimi wurde. Zimmermann bewies beim 7:6, 7:6 gegen Tassilo Schmid Nervenstärke, Youngster Stolz wuchs im Einzel über sich hinaus und bezwang Christian Wickenhäuser dank seiner wohl besten Saisonleistung 6:2, 6:4. Scherer kämpfte sich durch und rang Victor Schmid 6:4, 3:6, 10:7 nieder. Es stand wieder einmal 6:6 nach den Einzeln. Also mussten erneut die Doppel die Entscheidung bringen. Auch wenn es mal nicht so läuft, bleibt die Stimmung gut Die Idee war klar: Punkten mussten die TSC-Herren in den zwei Doppeln, die nicht auf Doggenburgs Topmann Sancic trafen. Und die Rechnung schien aufzugehen. Allerdings nur für kurze Zeit. Joel Rizzi und Markus Scherer führten im ersten Doppel 3:2, als Scherer einen hoch abspringenden Ball am Zaun noch erreichen wollte, dabei unglücklich aufkam, umknickte und das Match mit einer Bänderverletzung aufgeben musste. Dieses Aus beendete irgendwie auch alle Mainzer Hoffnungen. Zwar holten Nico Rizzi und André Lunz im dritten Doppel einen klaren Sieg, Martin Zimmermann und Leonard Stolz allerdings mussten sich Sancic/Schmid geschlagen geben. Der Frust war zunächst groß. Doch mit etwas Abstand blieben bei den Mainzer Spielern Stolz und Zufriedenheit. Diese Medenrunde war bemerkenswert. „Wir sind ganz ohne Erwartungen in die Saison gegangen.“, sagte Joel Rizzi. „Zwei Leute im Team haben im Winter gar nicht gespielt, umso so schöner ist es jetzt, dass es so geklappt hat.“ Sein Bruder sah das ähnlich. „Wir sind eine recht unterschätzte Mannschaft, weil die Hälfte von uns keine Turniere spielt.“, so Niko Rizzi. „So eine Saison haben wir uns nicht erträumt.“ Der große Zusammenhalt der Jungs, die sich schon so ewig kennen – inklusive Trainer (Markus Scherer: „Die Meisterschaft war total krass, auch für Babak. Wir kennen ihn alle schon so lange.“) bildet das Fundament. Joel Rizzi: „Wir haben ein super Team, sind schon so lange zusammen. Auch wenn es mal nicht so läuft, bleibt die Stimmung gut.“ Mit der Gewissheit, als Mannschaft spielerische und emotionale Höhepunkte liefern zu können. Ausgabe 2016. hawk-eye. 19 So schmeckt Bayern. Herren I. Saisonvorschau 2016 primäres Saisonziel: 2015, 2.0! Die 1. Herrenmannschaft des TSC Mainz spielte letztes Jahr eine mit viel Adrenalin und Spannung geladene Runde, die letztendlich verdientermaßen mit dem Sieg der Oberligameisterschaft belohnt wurde. Daher gilt es auch in diesem Jahr erneut schnellstmöglich den Klassenerhalt zu sichern. Sollte dieses Ziel erreicht sein, kann der Titelverteidiger aber durchaus auch wieder nach oben schielen. „Punkt für Punkt“ zum Klassenerhalt. Alles Weitere wird sich ergeben. Ein Blick auf die anderen Teams der Liga zeigt, dass dieses Unterfangen ein hartes Stück Arbeit wird. Wie jedes Jahr, erwartet unsere Herren I eine sehr ausgeglichene Liga in der prinzipiell jeder jeden schlagen kann. Zum Favoritenkreis auf den Gruppensieg gehören neben dem TSC auch in dieser Saison TZ DJK Sulzbachtal, BASF TC Ludwigshafen und der Andernacher TC. Glaubt man den aktuellen Informationen, hat BASF als Saisonziel den Aufstieg in die Regionalliga ausgegeben. Folgerichtig sind sie daher auch als das favorisierte Team auf die Meisterschaft anzusehen. Der letztjährige Aufsteiger aus Bad Ems hat sich mit einigen Neuzugängen punktuell verstärkt – ist demnach also nicht zu unterschätzen. Als Aufsteiger gehen dieses Jahr der TC Mutterstadt, der TC Schwarz-Weiss Landau und die SG Riegelsberg/Püttlingen aus dem Saarland ins Rennen. Viel wird, wie so häufig, von der tatsächlichen Mannschaftsaufstellung der Teams an den einzelnen 20 hawk-eye. Ausgabe 2016. Spieltagen abhängen. Fest steht, dass der TSC in diesem Jahr lediglich drei Heimspiele bestreiten darf und viermal auf fremden Anlagen antreten muss. Ob das als Vor- oder Nachteil ausgelegt werden, kann bleibt abzuwarten. Der Kader für die Oberligasaison 2016 hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren minimal verändert. Leider wird Martin Zimmermann, Mr. Zuverlässig der letzten Jahre, nicht mehr für unsere Herren I aufschlagen. Aufgrund seiner Promotion in Mannheim war es ihm zeitlich nicht mehr möglich für den TSC auf Punktejagd zu gehen. Durch seine Spielstärke und herausragende Persönlichkeit ist er nur sehr schwer auf und neben dem Platz zu ersetzen. Vielen Dank für die schöne Zeit, Martin! Die Mannschaft, angeführt von Kapitän Joel Rizzi, hat im Winter herausragend trainiert und fühlt sich bestens auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Die vorderen Positionen des Kaders werden komplettiert durch Nachwuchsmann Leonard Stolz und „Tennis-Opa“ Thomas Dupré. Freuen können wir uns auch auf die Spiele von Ballzauberer Niko Rizzi, Edelschieber Markus Scherer, Rückkehrer Patrick Besch, „Mannschaftsarzt“ André Lunz und Bonsai Felix Tripp. Alles in allem startet der TSC sicherlich in eine Spielzeit voller Herausforderungen. Wie bereits erwähnt, ist die Liga extrem ausgeglichen. Als Gewinner dürfen sich vor allem die Zuschauer fühlen: Ohne Frage werden sie in der kommenden Saison jede Menge hochklassige und spannende Matches zu sehen bekommen. Spieltermine 2016 Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar TC Schwarz-Weiss 1896 Landau TSC Mainz So., 05. Juni, 10 Uhr TC Mutterstadt TSC Mainz So., 12. Juni, 10 Uhr TSC Mainz SG Riegelsberg/Püttlingen So., 19. Juni, 10 Uhr TSC Mainz TC BW Bad Ems So., 26. Juni, 10 Uhr Andernacher TC TSC Mainz So., 03. Juli, 10 Uhr TSC Mainz BASF TC Ludwigshafen II So., 10. Juli, 10 Uhr TZ Sulzbachtal TSC Mainz So., 17. Juli, 10 Uhr Auf Stimmenfang. Deine Meinung ZUm neuen TSC Zelt Für die fitnessbegeisterten TSC-Mitglieder gibt es seit vergangenem Winter einen neu eingerichteten Konditionsund Athletikraum. Dafür musste der Jugendraum weichen. Dieser wird seit Beginn der Medenrunde durch das große weiße Zelt vor der Garage ersetzt. Wie kommt die Umgestaltung an? Ist das Zelt ein angenehmer Aufenthaltsort bei den Medenspielen oder doch eher eine Notlösung? Wir haben bei den TSClern nachgefragt. Andre, 28 Monika, 57 „Nüchtern betrachtet ist es eine pragmatische Lösung gewesen. Aber bekanntlich sind die einfachen Ideen häufig die genialen. Die Umgestaltung des Zeltes in ein sensationelles Bierzelt nach einem erfolgreichen Medenspieltag oder auch als gelegentlich genutzte rustikale Übernachtungsmöglichkeit für unsere auswärtigen SpielerInnen sind nur zwei der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Meiner Meinung nach sollte jeder halbwegs seriöse Verein über ein solches Zelt verfügen.“ „Ich nutze den Kraftraum nicht. Habe bisher noch nie ein Fitnessstudio besucht und auch keine Trainingsambitionen. Ich bin vielmehr eine begeisterte Läuferin und nehme regelmäßig an Laufveranstaltungen teil. Über den Wegfall des Jugendraums war ich anfangs ehrlich gesagt ein wenig empört und traurig. Der Raum wurde von meiner Mannschaft häufig genutzt, um unsere Gegnerinnen bei schlechtem Wetter in Empfang zu nehmen. Das Zelt dagegen halte ich eher für kalt und ungemütlich. Zum Glück hatten wir 2015 bei den Medenspielen allzeit gutes Wetter und spielten auf den Plätzen 6, 7 und 8, sodass wir die Hütte auf dem Feldherrenhügel nutzen konnten.“ Livia, 17 Melanie, 45 „Ich finde den Kraftraum echt super. Da ich sowieso oft beim TSC bin, kann ich ganz bequem vor oder nach dem Tennis dort trainieren ohne noch extra in ein Fitnessstudio zu fahren. Das spart viel Zeit. Außerdem kann man sich ganz einfach mit anderen zum Krafttraining verabreden und zusammen trainieren. Es macht einfach viel Spaß, motiviert und spornt an. Wenn das Sommertraining wegen Regens ausfällt, können wir auch ganz spontan ein Ersatztraining im Kraftraum einlegen. Das neue weiße Zelt auf der Wiese ist sehr praktisch, da es viel näher bei den Plätzen ist, sehr groß und hell ist. Für die Medenspiele im Sommer ist das optimal.“ „Zum Fitnessraum kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen, da ich dort noch nicht trainiert habe, aber meine Kinder Anna und Paul nutzen ihn sehr gerne und finden ihn als Ergänzung zum Konditraining auf dem Rasen sehr gut. Ich finde es sehr gut, dass das Konditraining jetzt regelmäßig stattfinden kann, da keine Wetterabhängigkeit mehr besteht. Das Zelt ist für Spieler und Betreuer sehr praktisch, da es dicht an den Plätzen liegt, ausreichend Platz bietet, einen Kühlschrank hat und darüber hinaus für Feiern jeder Art gut genutzt werden kann. Eine sehr gute Sache das Zelt.“ Mats, 16 Eckard, 75 „Ich halte das Zelt definitiv für sinnvoll. Es liegt viel zentraler und man ist mitten im Geschehen. Wenn man früher ein Spiel auf Platz 10 oder 11 hatte und einen kleinen Snack wollte, musste man erst einmal vom anderen Ende der Anlage zum Jugendraum laufen, zum Glück ist das jetzt nicht mehr der Fall. Ebenso ist das Zelt auch größer als der alte Jugendraum, dadurch ist für mehr Leute Platz und durch den großen Eingang kein Gedränge. Bei Trainingseinheiten im Sommer ist es der ideale Unterschlupf für alle, die – wenn es regnet – nicht nass werden wollen.“ „Da der Jugendanteil im TSC mitgliedermäßig viel größer ist als der Seniorenanteil, finde ich die Umgestaltung in Ordnung. Die Jugendspieler sind unser Kapital für die nächsten Jahre und wenn diese dadurch zusätzlich motiviert und gefördert werden können, ist das doch prima. Wenn es dann zufällig bei einem Medenspieltag mal regnet, kann man immer noch in den Olivengarten ausweichen. Ein Tennisclub unserer Größe kann eben nicht alles haben und so muss man Abwägen – in diesem Falle zu Gunsten der Jugend, was ich unterstütze.“ Robert, 59 Jutta, 49 „Ich bin begeisterter Tennisspieler und Fitnesssportler und spiele aktiv in einer TSC Mannschaft. Ich vermisse den alten Jugendraum schon sehr, das neue Zelt vor der Garage ist nur ein schwacher und schlechter Ersatz, schon allein aus klimatischen Gründen. Fitnesssport kann man anderswo genau so gut betreiben, dafür braucht es keinen Kraftraum auf dem Tennisplatz.“ „Das große weiße Zelt ...... finde ich prima! Als Tennis-Mama bin ich eher unterstützend im Einsatz: Plane aufrollen, Tisch decken, schnell noch etwas aufräumen, und schon kann es losgehen. Die Gastmannschaften finden einen schnell, das Zelt liegt günstig zu den Plätzen und verbreitet Sommerstimmung. Falls als Medenrunden-Einsteiger Fragen auftauchen, findet sich nur wenige Schritte entfernt immer ein kompetenter Ansprechpartner. Die U12er Mädels haben das Zelt sehr positiv angenommen! Und der neue Athletikraum ist gerade im Winter eine wichtige Ergänzung für den Verein.“ Ausgabe 2016. hawk-eye. 23 Dr. Jochem Krüger beim Kopfball, 1. FSV Mainz 05 - Kickers Offenbach (1959) Nachgefragt bei... Kaiserslautern gespielt, das war in der Saison 1960/61. Für mein Abitur habe ich mit dem Fußball spielen dann ausgesetzt – das war wichtiger – danach habe ich noch ein paar Spiele gemacht. Aber als 1963 die Bundesliga kam, waren wir bei 05 mit der Mannschaft ziemlich am Ende, der Abstieg aus der Oberliga drohte. Das war also der richtige Zeitpunkt, um mit dem Fußball spielen aufzuhören? Nachgefragt bei... Dr. Jochem Krüger Vorstandsarbeit beim TSC Mainz ist seit rund drei Jahrzehnten fest mit einem Namen verbunden: Dr. Jochem Krüger. Dabei hätte ein Vereinsausschluss fast zum abrupten Ende geführt. Heute blickt der 73-Jährige auf mehr als 50 Jahre TSC-Mitgliedschaft zurück, seit 2010 steht er an der Spitze des Vereins. Unaufgeregt und zielstrebig, leise und konsequent. Im Gespräch mit der hawk-eye-Redaktion gab Dr. Jochem Krüger private und berufliche Einblicke in sein Schaffen und Wirken vor und während seiner Ehrenamtstätigkeiten für den TSC Mainz. Das Ergebnis: Zwei Karrieren, starker Familienrückhalt, großes Engagement und ganz viel Glaubwürdigkeit. Herr Dr. Krüger, Sie haben über 50 von insgesamt 90 Jahren TSC Mainz miterlebt. Sind Sie ein Mainzer Tennismensch durch und durch? Meine sportliche Zeit gehörte dem Fußball. Ich bin in Worms geboren und habe dort bis 1955 gelebt. Dann wurden wir evakuiert (wegen des Rheinhochwassers im Januar 1955 Anm. d. Red.) und ich kam zusammen mit meinen Eltern und meinen beiden Brüdern nach Westhofen. Mein Vater war bei der Polizei und ließ sich nach Mainz versetzen. In dieser Zeit war mein einziger Wunsch, Fußball zu spielen. Auf einem Dorf in der Nachkriegszeit gab es nicht viel. Damals wurden die Weinberge geschnitten und die kleingehackten Reben zum Heizen genutzt. Mit meinem Zwillingsbruder habe ich die Reben gehackt, so haben wir Geld verdient und unseren ersten Lederfußball gekauft. Das war für Sie damals das Allergrößte? Als wir 1956 nach Mainz kamen war mein sehnlichster Wunsch, mich beim 24 hawk-eye. Ausgabe 2016. 1. FSV Mainz 05 anzumelden. Das wäre fast noch gescheitert. Wo heute das Gutenberg-Gymnasium steht, war damals ein Trümmerfeld. Dort haben wir immer Fußball gespielt. Am Tag der Anmeldung hat sich mein Zwillingsbruder verletzt und sich einen Haarriss im Scheinbein zugezogen. Daraufhin hat meine Mutter mir verboten, mich bei 05 anzumelden. Ich konnte es nicht fassen und habe gewartet, bis mein Vater abends nach Hause kam. Er meinte dann, `lass‘ den Jungen doch Fußball spielen`. Überglücklich bin ich mit dem Fahrrad losgeradelt und habe gerade noch rechtzeitig meine Anmeldung abgegeben. Schon am Samstag danach habe ich erstmals für die 05er in der Jugend gespielt, ich war Spielgestalter, der klassische Zehner. Von da an war ich bei Mainz 05 immer in der ersten Mannschaft dabei und bekam später sogar eine Einladung zur deutschen Jugend-Nationalmannschaft, heute vergleichbar mit der U18. Was wurde aus der Karriere? Das ist sehr traurig gelaufen für mich. Wolfgang Overath, Sepp Maier und Reinhard Libuda gehörten zu diesem Kader, Trainer der DFB-Jugendauswahl war Helmut Schön. Die Einladung lief über den Kreisverband. Wie ich erst später erfahren habe, bin ich vom Verband aus krank gemeldet worden und ein anderer Spieler aus Weisenau durfte zur Nationalmannschaft fahren. Wir hatten kurze Zeit später ein Testspiel mit der Südwest-Auswahl gegen die Nationalmannschaft, wir haben vor 3.000 bis 4.000 Zuschauern am Bruchweg ein tolles Spiel abgeliefert. Kurzzeitig hieß es, ich könne noch auf den Zug aufspringen, ich hatte ein Gespräch mit Helmut Schön und auch der Verein hat sich für mich stark gemacht, doch die Chance hat sich dann nicht mehr ergeben. Aber im Verein ging es für Sie erfolgreich weiter? Mainz 05 war damals sehr stark in der Jugend, wir haben drei Mal die SüdwestMeisterschaft gewonnen. Das war eine tolle Zeit. Mit 18 Jahren habe ich erstmals in der Oberliga gegen den 1. FC Schon während meiner Schulzeit stand fest, dass ich Medizin studieren möchte. Fußball war mir sehr wichtig. Trotzdem war für mich klar, dass ich mit dem Studium beginne. Ich wollte ja nie Berufsfußballer werden. Genau in dieser Zeit habe ich meine heutige Frau kennengelernt, wir kennen uns jetzt seit 55 Jahren, sind bald 50 Jahre verheiratet. Viele haben damals gesagt, dass ich wegen meiner Freundin aufhören würde mit dem Fußballspielen. Aber das stimmte so nicht, sie war ja bei den Spielen immer dabei. Klar, mit 18, 19, 20 Jahren will man auch mal ausgehen. Ausgiebig feiern war ich ja bis dahin nicht als Fußballer. Es ist mir schwer gefallen, aufzuhören. Aber ich wollte studieren. Und wie sind Sie dann zum Tennissport gekommen? Als ich aufgehört habe, Fußball zu spielen – das war 1962 oder 1963 – habe ich angefangen Tennis zu spielen. Beim TSC Mainz. Wir Fußballer haben damals in der Oberliga drei, vier Mal pro Woche trainiert. Sportlich gar nichts mehr machen wollte ich nicht. Meine Frau, ihr Bruder und mein Zwillingsbruder haben damals schon Tennis gespielt und so bin ich auch dazu gekommen. Mein Schwager, mein Bruder und Freunde haben mir das Tennisspielen beigebracht. Geld für einen Trainer hatte ich nicht. und von ihm neue Tennisschuhe bekommen. Seitdem habe ich nie mehr aufgehört, Tennis zu spielen. Bis heute. 1968 haben wir uns mit ein paar Männern zusammengetan und uns immer dienstags zum Tennisspielen verabredet. Aus dieser Zeit sind jetzt noch drei Spieler dabei. Wir rotieren mit sieben, acht Leuten und spielen jeden Dienstag zwei Stunden Einzel und eine Stunde Doppel. Auch das ist eine kleine Geschichte des TSC Mainz. Ein neuer Sport war gefunden… Die Fußballzeit war vorbei. Allerdings war mir Tennis als junger Kerl anfangs noch zu wenig. Deshalb habe ich auch noch Handball gespielt. 1817 Mainz war damals im Handball und Basketball einer der führenden Vereine. Im Sommer haben wir noch Feldhandball gespielt auf dem großen Feld. Auch beim Handball war ich Spielgestalter, habe gerne den Kreisläufer in Szene gesetzt. Zusammen mit Dieter Kirschenmann (heute Präsident des Tennisverbandes RheinlandPfalz Anm. d. Red.) habe ich Handball in der Oberliga gespielt, bis ich 30 Jahre alt war. Es folgte nach der sportlichen Karriere die berufliche Karriere als Radiologe… Angefangen habe ich im HildegardisKrankenhaus. In der Uniklinik habe ich meinen Facharzt gemacht. 1976 habe ich mich mit meinem Kollegen Erwin Hentschel zusammen in Mainz niedergelassen. Es gab in den Anfängen der Radiologie die Röntgen-Fachärzte. Aber was wir gemacht haben, war der Beginn einer ganz neuen Ära, eine Revolution in der Radiologie. Bis zu dem Zeitpunkt stellte das Röntgen die Knochen dar und vielleicht noch die Lunge. Aber in sehr viele andere Bereiche konnte man gar nicht vordringen, doch dann kam die Computertomografie, das Schichtverfahren. Das war ein entscheidender Vorstoß in der Medizin, wir waren Pioniere dieser Methode. Wir waren die ersten mit Ganzköper-CT in Deutschland und haben ganz Rheinland-Pfalz versorgt. Das bedeutete, dass wir von morgens 7 Uhr bis abends 22 oder 23 Uhr gearbeitet haben. Jeden Tag. Ohne die Unterstützung meiner Frau wäre das nicht möglich gewesen. Das klingt nach einer sehr intensiven Zeit… Das erste CT-Gerät haben wir 1978 angeschafft, um es bedienen zu dürfen, brauchte man ein Zertifikat. Dafür sind wir ein Jahr lang nach Heidelberg in das Deutsche Krebsforschungszentrum gefahren, dort hat man damals erforscht inwieweit sich die CT-Methode in den medizinischen Alltag einbauen lässt. Ultraschall kam hinzu. Für mich war es ein Glücksfall, dass in Heidelberg auch daran geforscht wurde. Ultraschall war Trotzdem sind Sie beim Tennis geblieben… Ja. Ich habe mir während des Studiums im Geschäft meines Schwiegervaters – einem Radio- und Rundfunk-Großhandel – Geld dazu verdient. Er spielte auch Tennis, irgendwann haben wir gewettet um den Sieg nach insgesamt fünf Matches. Mein Schwiegervater meinte, ich hätte keine Chance, weil ich noch nicht lange spiele. Er war ein absoluter Bringer, ohne Technik. Wir haben fünf Matches gespielt, ich habe 3:2 gewonnen Freunde aus früheren Handballzeiten, v.l.: Dieter Kirchenmann u. Dr. Jochem Krüger Ausgabe 2016. hawk-eye. 25 Ein Teil der Dienstagstruppe, v.l.: Volker Jung, Dr. Joachim Liebig, Dr. Jochem Krüger, Wolfgang Balzer Nachgefragt bei... leicht zu handhaben, ohne Strahlenbelastung und nicht so teuer. Wir hatten eines der ersten Ultraschallgeräte, das muss in etwa 1980 gewesen sein. Ein Gerät hat damals 2,5 Mio. DM gekostet und wir hatten ja 1976 erst mit einer Investition von 2 Mio. DM unsere Praxis eröffnet. Aber wir waren uns ganz sicher, bei dieser Entwicklung dabei sein zu müssen. Mein Schwiegervater hat mir damals gestanden, dass er aufgrund dieser enormen Investitionen nicht mehr ruhig schlafen konnte. Und Sie? Haben Sie noch ruhig geschlafen? Vielleicht nicht immer. Aber ich war fest davon überzeugt, dass Ultraschall und CT die Zukunft sind. Wir hatten eine Vision. Und wir waren uns ganz sicher, dass die diagnostische Medizin in diese Richtung gehen würde. Sie sollten Recht behalten… Ja, zehn Jahre später kam die Kernspintomographie. Auch da waren wir wieder eine der ersten Praxen und haben damals die Uni-Klinik mit versorgt. Zunächst gab es nur Kernspin vom Kopf und später vom ganzen Körper. Wir waren damals unternehmerisch tätig, da war keine Zeit, sich im Verein zu engagieren. Obwohl man mich schon ganz früh beim TSC angesprochen hat, Vorstandsarbeit zu machen. Aber davon war ich damals weit entfernt. Das hat sich später geändert… Ich hatte klare Vorstellungen davon, wie man den Verein führen muss und wo er hin soll. Ende der 80er Jahre mussten wir eine Entscheidung fällen: Wollen wir gut situierte Leute im Verein, die Tennis spielen oder versuchen wir, beim TSC Mainz das Tennisspiel zu etablieren. Über Jugendförderung und indem wir den Verein auf mehrere Beine stellen. Man braucht die Mitglieder, die freitzeitmäßig Tennis spielen und die, die den Sport im Wettbewerb ausüben wollen. Auch das hat sich mit der Zeit verändert. Früher gab es nur die Erste Damen- und die Erste Herrenmannschaft. Heute haben wir 16 Mannschaften in allen Altersklassen und 13 Jugendmannschaften. Wir müssen der Jugend eine Plattform geben und brauchen darüber hinaus den Breitensport. Diese Entwicklung beim TSC wurde Ende der 80er eingeleitet? Genau das war damals die Entschei26 hawk-eye. Ausgabe 2016. dung. Ich wurde angesprochen und um Unterstützung im Vorstand gebeten, weil ich aus dem Leistungssport kam. 1988 war ich beruflich etabliert und habe zugesagt, als Zweiter Vorsitzender. Karlheinz Schöffel war über 30 Jahre der Erste Vorsitzende. 1989 hat man Herrn Sander und mich dann ins kalte Wasser geschmissen mit der Ausrichtung des Italia-Cups, der Weltmeisterschaften für Jungsenioren. Kurz drauf haben wir den Förderverein für Leistungssport ins Leben gerufen. Wir hatten alle noch die Jahre des – wie man heute immer wieder sagt – großen Booms im Kopf, es war was los auf der Anlage. Und bei aller Skepsis wollte auch ich das damals nicht fallen lassen. Aber nach anfänglichem Enthusiasmus haben wir schnell festgestellt, dass die Arbeit für den Förderverein den Rahmen sprengte und weit über das hinaus ging, wie man sich in einem Verein engagieren kann. Ohne unser Sekretariat in der Praxis hätte ich das gar nicht schaffen können, dort wurden viele Sachen erledigt. Den Förderverein hat es trotzdem nicht ewig gegeben… Finanziell war die Sache irgendwann nicht mehr zu steuern. Das musste professionell geführt werden, wir brauchten ein Steuerbüro, weil alles sauber und korrekt sein musste. TSC und Förderverein mussten streng getrennt sein – das alles kostete viel Geld. Mit Funktionärswesen hatte das gar nichts mehr zu tun. Dann klopfte Mainz 05 irgendwann an die Erste Bundesliga an und viele Sponsoren sind zu den 05ern gegangen. Verständlich, denn im Profifußball gab es für die Sponsoren ganz andere Möglichkeiten und Tennis war im Abschwung. 2007 haben wir den Förderverein endgültig aufgelöst. Man hätte sicher früher die Reißleine ziehen müssen. Das war der Moment, als der TSC einen anderen Weg eingeschlagen hat… Wir haben damals mit Babak Momeni geredet und ihm gesagt, dass wir eine Mannschaft aus den eigenen Reihen brauchen. Alles andere funktionierte nicht mehr. Mir hat es Spaß gemacht, mit Sponsoren zu verhandeln, anfangs waren alle sehr kooperativ. Aber mit der Zeit wurde es immer schwieriger, Partner zu finden. Wir mussten etwas ändern. Mittlerweile hat sich dieser Ansatz beim TSC durchgesetzt… Wir haben im Moment ein Hoch im Verein, bspw. mit dem Erfolg im Damenbereich. Die Damen I sind in die Regionalliga aufgestiegen und spielen dort eine gute Rolle, auch die Herren I gehören in ihrer Oberliga vorne dazu. Das schaffen wir fast ohne ausländische Spieler, sie unterstützen nur in einem finanziell zu vertretbaren Rahmen. Durch das effektive Arbeiten in einem kleinen Vorstand – in meinen Anfangszeiten waren wir noch 15 Leute im Vorstand – sind gute Leistungen für den Verein gewährleistet, wir arbeiten sehr effektiv. Wir sind froh, dass hier beim TSC was los ist. Dafür klopfen wir uns nicht ständig auf die Schulter, so sind wir nicht. Aber wir freuen uns darüber. Sie sprechen aktuell von einem Hoch im Verein. Wer den TSC Mainz aus früheren Jahren kennt – mit voller Anlage und viel Trubel, wird sich womöglich über diese Formulierung wundern… Der Verein hatte mehr Mitglieder als heute. Das stimmt. Aber damals haben wir nicht so viel bewegt. Das war ein Selbstläufer. Das, was wir jetzt haben, ist etwas ganz Anderes. Die Anfangszeiten des TSC waren elitär, das hatte mit einem Sportverein nicht viel zu tun. Heute entstehen hier Freundschaften, man erreicht etwas zusammen. Was meine Einstellung dazu angeht, war die Zeit als Fußballer sehr prägend für mich. Dort habe ich gelernt, dass man nur als Mannschaft, nur gemeinsam etwas bewegen und erreichen kann. Wir haben sicher gerade eine Zeit, die herausragt in den 90 Jahren Vereinsbestehen. Dabei wäre es vor Jahren für mich fast schon vorbei gewesen im Verein… Warum? Anfang der 70er Jahre gab es eine Mitgliederversammlung in der Favorite. Es ging um das Thema, dass der TSC eventuell die Anlage am Ebersheimer Weg verlassen werde, weil damals der Pachtvertrag immer nur über ein Jahr lief und das war für den Verein eine schwere Situation. Daher gab es Überlegungen, auf das Gelände der Karst-Tennishalle zu ziehen. Karl-Wilhelm Karst war damals der Präsident des Vereins und hatte natürlich Interesse daran, den Verein zu seiner Halle zu holen. Es wurde bei der Versammlung viel diskutiert, die Tendenz der Mitglieder sprach aber gegen einen Umzug. Nur nicht bei Herrn Karst. Irgendwann bin ich aufgestanden und habe zu ihm gesagt, dass ich mir seine Argumente nicht mehr anhören könne. Ich sagte wörtlich: „Sie sitzen zwar unter einem Kronleuchter, aber ein Licht ist Ihnen noch nicht aufgegangen.“ So etwas hatten sie beim TSC bis dahin noch nicht erlebt, viele kannten mich gar nicht. Ein junger Student hatte das gesagt. Aber ich habe mich schon immer gegen Ungerechtigkeiten gewehrt, auch in der Schule. Herr Karst wollte sich diese Frechheit nicht gefallen lassen und stellte einen Antrag auf Vereinsausschluss. Das wurde ziemlich knapp für mich, die Empörung war groß. Edmund Krauter hat sich damals für mich eingesetzt. Es ist gut gegangen. Der Verein ist auf seinem Gelände geblieben… Und ich durfte auch bleiben. Auch deshalb bin ich mit diesem Verein so verbunden. Sie stehen an der Spitze des TSC – dem größten und bekanntesten Tennisverein in Mainz. Dabei könnten Sie auch entspannt die Füße hochlegen und ihr Privatleben genießen. Was reizt Sie an dieser Aufgabe? Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt, die Früchte zu tragen. Ich sehe nicht, dass meine Arbeit hier zu Ende ist. Es braucht jemanden, der die Arbeit macht und an die Zukunft denkt. Und mit dieser Mannschaft macht mir die Arbeit Spaß. Der Ruhestand ist schön, aber ausruhen ist noch nicht. Außerdem ist die Vorstandsarbeit für mich auch eine gute Sache, weil ich eine Aufgabe habe. Sie sind seit fast 55 Jahren Mitglied beim TSC Mainz, davon fast 30 Jahre ehrenamtlich tätig. Was hat sich aus Ihrer Sicht in dieser Zeit am meisten verändert? Die größte Veränderung kam, als wir mit Babak Momeni einen Glücksgriff getan haben. Herr Momeni hat die Dinge bewegt, die einen Sportverein ausmachen. Er war damals mein Beweggrund, in den Vorstand zu gehen. Wir hatten sofort den Eindruck, dass Babak Momeni derjenige ist, der unsere Vorstellung, ausgehend von einer guten Jugendarbeit, umsetzen kann. Das hat sich schnell bewahrheitet. Wir haben versucht, ihm immer die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen – so wie beispielsweise mit der Traglufthalle oder jetzt zum 90. Geburtstag des Vereins mit dem Jugendturnier. So können wir der Jugend ein Forum bieten, sich zu beweisen. Uns war damals klar, dass das ein langer Weg wird. Aber es gab ja auch schnelle Erfolge, angefangen bei den Jüngsten mit den Sommercamps und später mit den Jugendlichen, die in die Ersten Mannschaften gekommen sind. Das sind die Früchte, von denen wir anfangs nur geträumt haben. Als Vereinsvorsitzender erlebt man sicher so einiges. Fallen Ihnen spontan Beispiele ein? Ich werde zu Hause angerufen, weil das Toilettenpapier fehlt. Dann fahre ich auf die Anlage und bringe neues mit. Einmal hat mir die Putzfrau erklärt, dass die Toilette in einem so üblen Zustand sei, dass sie sich nicht dazu imstande sehe, sie sauber zu machen. Was habe ich gemacht? Ich bin zum Club gefahren und habe die Toilette selbst sauber gemacht. Auch das ist Vorstandsarbeit. 2014 ging am Tag vor Christi Himmelfahrt die Pumpe von der Hebeanlage kaputt. Hier konnte man nicht duschen, die Toilette funktionierte nicht, die Gastronomie hatte kein Wasser. Und am nächsten Tag sollte die Anlage voller Medenspieler sein. Ich habe den ganzen Tag über probiert, die Pumpe zum Laufen zu bringen. Als gar nichts mehr ging, habe ich bei einer Firma für Sanitärsysteme angerufen. Der Mann hatte gerade drei Dixi-Klos auf dem LKW, die er spontan zu uns auf die Anlage gebracht hat. Das sind dann Dinge, bei denen man sich sagt: Hier wirst Du gebraucht! Wer Sie kennenlernt, erlebt Sie als Mann der leisen Töne. Wie beschreiben Sie sich selbst? Ich versuche immer erst zu überlegen, bevor ich etwas sage. Was ich dann sage, soll klar sein. Laute Töne gibt es von mir nicht. Ich bin kein Freund von Geschwätz. Ich bin tolerant, bis zu einem gewissen Maß. Durch den Fußball habe ich gelernt, mit allen Menschen klar zu kommen. Ich möchte dieselbe Sprache sprechen. Das war auch in meinem Beruf wichtig, jeder Patient sollte wissen, was wir gemacht haben und was das für ihn bedeutete. Wenn Sie mich nach einer Schwäche fragen, würde ich antworten, dass ich manchmal ein bisschen scharfzüngig sein kann. Manch einer empfindet das als überheblich, das trifft es aber weniger. Ich vertrete eine Sache mit Überzeugung, bin aber mittlerweile besonnener geworden. Was wünschen Sie dem TSC Mainz für die nächsten 90 Jahre? Dass der Verein hier auf diesem Gelände bleiben kann! Diesem Wunsch schließen wir uns gerne an. Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Krüger. Ausgabe 2016. hawk-eye. 27 NEUSSELMARTIN RALF LANGWALD Heilpraktiker Physiotherapeut -Osteopathie -Chiropraktik -Manuelle Therapie -Krankengymnastik -Kinesiotape Getränke nach Hause? Wir sind für Sie da! Ihr Lieferant für: Büro Hotel Firmen Praxen Kanzleien Gastronomie Privat (Heimdienst) Ihr Getränkefachhändler M.& F.Geiß Hans-Böckler-Straße 105 55128 Mainz Bretzenheim Tel. 06131/34667+34215 [email protected] www.geiss-getraenke.de Germanikusstr.8 55131 Mainz Fon:06131/9206306 Mobil :0163/4813861 www.osteopathie-langwald.de WOW! GENIALE AMBIENTE-LÖSUNGEN: www.moebel-fuchs.com Mo - Fr: 9.30 bis 18.30 Sa: 9.30 bis 16.00 Uhr Naheweinstr. 106 - 110 55450 Langenlonsheim Telefon: 06704-12 81 Ohne Worte. Ohne Worte Dein Lieblingstier? Ein Interview, in dem unser TSC-Nachwuchs aufeinandertrifft, nichts sagt und doch alles verrät: Nele Pohlschmidt und Lewin Henkel über Unterschiede und Gemeinsamkeiten abseits des Platzes. Was können Mädchen besser als Jungs? Dein Traumberuf? Was können Jungs besser als Mädchen? Was magst du gar nicht? Dein liebstes Hobby? Dein Lieblingsessen? 30 hawk-eye. Ausgabe 2016. Dein Lieblingsort im TSC? Du gewinnst einen Freiflug, wohin geht’s? Ausgabe 2016. hawk-eye. 31 Zahlen, Daten, Fakten. zahlen, daten, fakten Die TSC-Teams auf einen Blick Jugend RESTAURANT OLIVENGARTEN MEDITERRANE KÜCHE BEIM TSC MAINZ Mannschaft Liga 2015 Rang Liga 2016 Mädchen U12 Rheinhessenliga 1 (7) Rheinhessenliga Mädchen U12 II Rheinhessenliga 4 (7) - Mädchen U15 A-Klasse 1 (4) A-Klasse Mädchen U18 Rheinhessenliga 1 (5) Rheinhessenliga Mädchen U18 II B-Klasse (neu) 1 (7) A-Klasse Jungen U12 A-Klasse 2 (8) A-Klasse Jungen U12 II B-Klasse 1 (7) A-Klasse Jungen U15 A-Klasse 1 (6) A-Klasse Jungen U15 II A-Klasse 2 (5) A-Klasse Jungen U18 Rheinhessenliga 1 (5) Rheinhessenliga Jungen U18 II A-Klasse 1 (5) Rheinhessenliga Gemischt U10 B-Klasse 1 (5) B-Klasse Gemischt U10 II B-Klasse 1 (6) B-Klasse Gemischt U12 - - A-Klasse (neu) Jungen U15 Aktive Damen II Mannschaft Liga 2015 Rang Liga 2016 Damen Regionalliga Süd-West 3 (8) Regionalliga Süd-West Damen II Verbandsliga 1 (7) Oberliga Damen III Rheinhessenliga 2 (7) Rheinhessenliga Herren Oberliga 1 (8) Oberliga Herren II Rheinhessenliga 3 (7) Rheinhessenliga Herren III Rheinhessenliga 4 (7) Rheinhessenliga Herren IV B-Klasse 1 (6) A-Klasse Senioren EBERSHEIMER WEG 32, 55131 MAINZ TELEFON: 06131 - 212 16 08 TELEFAX: 06131 - 212 16 08 WWW.OLIVENGARTEN-MAINZ.DE Mannschaft Liga 2015 Rang Liga 2016 Damen 30 Südwestliga Nord 1 (7) Regionalliga Süd-West Damen 40 - - Rheinhessenliga (neu) Damen 50 Regionalliga Süd-West 2 (7) Regionalliga Süd-West Herren 30 Verbandsliga 2 (7) Verbandsliga Herren 40 Südwestliga Nord 4 (8) Südwestliga Nord Herren 50 Südwestliga Nord 6 (7) Südwestliga Nord Herren 55 B-Klasse 4 (8) B-Klasse Herren 65 Regionalliga Süd-West 4 (7) - Herren 70 I - - Regionalliga Süd-West Herren 70 II Rheinhessenliga 2 (8) Rheinhessenliga Herren 70 - - Rheinhessenliga (neu) Damen 30 Ausgabe 2016. hawk-eye. 33 Mannschaft des Jahres. U 10 Gemischt v.l.: Daniel Kirchner, Finn Thielen, Moritz Hildner, Karl Becker, Viktoria Graudins U 10 GEMISCHT Rizzis & Co. können sich bald warm anziehen Was für ein Durchmarsch! Nur fünf verlorene Spiele in vier Vorrundenpartien (wohlgemerkt: Spiele, nicht Matches!), ein Halbfinalsieg ohne Satzverlust und schließlich ein 9:5 im Finale gegen die starke Konkurrenz von Boehringer Ingelheim. Dieses Kunststück ist 2015 der 1. U10-Mannschaft des TSC gelungen. Das lässt für die Zukunft des TSC hoffen – und zwar für die Herren- und die Damenmannschaften. Bei U10 spielen nämlich Jungen und Mädchen gemischt 34 hawk-eye. Ausgabe 2016. – und so auch unser Siegerteam. Henne im Korb ist Victoria Graudins, die bei allen Begegnungen dabei war und alle Einzel gewonnen hat. „Schlagen, nicht stechen“, lautet Victorias Motto, nicht nur im Tennis, sondern auch im Säbel-Fechten, ihrer zweiten sportlichen Leidenschaft. Große Nervenstärke bewies die Linkshänderin vor allem im Finale, als sie ihren Gegner mit 10:7 im Matchtiebreak niederrang und sie somit ihrer Mannschaft die wichtige 6:2-Führung verschaffte. Die Jungs im Stamm-Team sind Daniel Kirchner, Moritz Hildner und Finn Thielen. Wichtige Unterstützer waren Max Jakob und Karl Becker aus der starken 2. U10-Mannschaft, die ebenfalls ihre Gruppe dominierte und nach der Halbfinalniederlage gegen Ingelheim einen super 3. Platz der Rheinhessenmeisterschaften erreichte. Fitness und Koordination verbessern Daniel, Moritz und Finn, indem sie auch Fußball spielen, dies allerdings in unterschiedlichen Vereinen. Besonders Finns Herz schlägt für den Sport mit dem Lederball – als HSV-Fan in der Saison 2014/15 auch gerne mal mit hoher Frequenz. Nicht auszudenken für ihn, wenn der Bundesliga-Dino dem Abstiegs-Teufel nicht doch noch von der Schippe gesprungen wäre. Daniel und Moritz können die Fußballergebnisse entspannter verfolgen. Daniel hat seine Sympathien gelassen auf mehrere Mannschaften verteilt; Moritz freut sich über gute Ergebnisse der 05er, schwärmt aber vor allem für Bayern München, sodass er nur sehr selten leiden muss. Wer jetzt Parallelen zum Tennis sucht, mag daran denken, dass Finn mit großer Emotion immer bis zum letzten Punkt kämpft, Daniel stets Ruhe ausstrahlt und seine Gegner mit fehlerloser Konstanz in die Verzweiflung treibt und Moritz mit seinem variablen Spiel am liebsten jeden Punkt für sich entscheiden würde. Als Team beeindrucken Victoria und die Jungs nicht nur auf dem Platz, son- dern schon vor dem ersten Ballwechsel. Aufstellung, Spielberichtsbogen, Bälle, Verteilung der Plätze und zur Not auch Regelkunde – alles wird routiniert gehandhabt. Man merkt gleich, dass hier kleine Profis am Werk sind, die trotz ihres jungen Alters von nur zehn Jahren schon über eine mehrjährige Wettbewerbserfahrung verfügen. Auf dem Platz wird das dann erst recht deutlich. Technik, Taktik und Schläger sehen aus wie bei den Großen. Einzig das verkürzte Spielfeld und die gelborangen, druckreduzierten Bälle lassen erkennen, dass die Tenniskarriere erst am Anfang steht. 2016 geht es weiter in den U12-Mannschaften, wo Victoria, Daniel und Moritz schon im letzten Jahr ihre Gegner das Fürchten gelehrt haben und sich daran gewöhnen konnten, nicht mehr „gemischt“ zu spielen. „Victoria wird uns fehlen“, sagt Mannschaftsführer Daniel, stellvertretend für die übrigen Jungs. Auch Victoria könnte sich gut vorstellen, weiter mit den Jungs in einer Mannschaft zu spielen. Bei so viel Einigkeit wundert es schließlich nicht, dass sie alle das Ziel teilen, später für den TSC Regionalliga in der ersten Mannschaft zu spielen. „Schließlich haben wir mit Babak, Joel und den vielen anderen super Trainern die besten Voraussetzungen“, meint Moritz dazu und lächelt verschmitzt. Noch sitzen die kleinen Cracks auf den Zuschauerplätzen und fiebern mit, wenn die Großen um die Punkte kämpfen. Aber die müssen sich bald warm anziehen, wenn den Kleinen das Zuschauen nicht mehr genügt. Ausgabe 2016. hawk-eye. 35 Impressionen II. 36 hawk-eye. Ausgabe 2016. Ausgabe 2016. hawk-eye. 37 Abseits des Platzes. Platzpflege beim TSC – „Das ist genau mein Ding!“ Der Anblick der Tennisspieler auf den Plätzen am Ebersheimer Weg ist Norbert Rehfeldt schon lange vertraut. Das Plopp-Geräusch der Bälle in den Ohren auch. Mittlerweile ist er selbst Teil des sportlichen Treibens auf der Anlage des TSC Mainz. Norbert Rehfeldt kümmert sich seit Spätsommer 2015 als Platzwart um die TSC-Plätze. Der Weg zu seinem neuen Job ist kurz, die Begeisterung groß. Uns hat Norbert Rehfeldt verraten, warum ihm die Aufgabe beim TSC so gut gefällt und woran er Spaß hat, wenn er sich nicht mit der Roten Asche beschäftigt. Denn: Knallharte Arbeit und künstlerische Ader schließen sich nicht aus. Sie wohnen in unmittelbarer Nähe zum TSC, schauen von Ihrem Fenster aus auf die Anlage. Wie kam es dazu, dass Sie sich jetzt um die Plätze kümmern? Wolfgang Neuenhaus ist ein guter Kumpel von mir. Wir teilen uns die Arbeit, er macht „grün“ und ich mache „rot“. Ich war schon immer heiß drauf, mich irgendwann um die Plätze kümmern zu dürfen. Seit letztem Jahr bin ich Rentner, jetzt habe ich die Zeit dazu, verdiene mir nebenbei noch etwas Geld und habe Spaß daran an der frischen Luft zu arbeiten. Das ist genau mein Ding. 7.30 Uhr drüben, die ersten Spieler kommen dann ab 8 Uhr. Morgens sieht man in der Früh die ersten Sonnenstrahlen, die kleinen grünen Papageien fliegen durchs Licht und ich genieße diese Stimmung ganz alleine. So macht die Arbeit wahnsinnig viel Spaß. Klar, im Sommer mit den zwölf Plätzen gibt es viel zu tun, aber auch das gefällt mir. Ich will mich bewegen, das bin ich gewohnt. Und Herr Neuenhaus und ich helfen uns auch gegenseitig. Je nachdem, was gerade zu tun ist. ♦♦♦ Dinge erklärt. Die Sandplätze müssen jeden Tag bearbeitet werden, um die Löcher rauszukriegen. Sie brauchen Wasser und viel Pflege. Dafür kriegt man schnell ein Gefühl. Irgendwann hat ein TSC-Mitglied zu mir mal gesagt, dass meine Plätze aussehen würden wie englischer Rasen. Das hat mich gefreut. Aber ich weiß auch, dass das nie lange anhält. Schnell sind wieder neue Löcher da. Aber wie gesagt, das macht mir nichts aus. Das macht mir Spaß, ich habe viel Bewegung im Freien. Das passt für mich wie die Faust aufs Auge und das bin ich schließlich gewohnt. ♦♦♦ ♦♦♦ Hatten Sie vorher schon mal etwas mit Tennis und der Platzpflege zu tun? Von Ihrem Beruf? Ich bin morgens meistens der Erste auf der Anlage. Im Winter bin ich gegen Nein, ich habe das erst lernen müssen. Aber dabei hat mir Gabor Jaci sehr geholfen, er hat sich vorher um die Plätze gekümmert und hat mir die meisten Ja, ich habe fast 40 Jahre in einem Speditionsbetrieb gearbeitet und bin LKW gefahren, aber nur im Nahverkehr in Rheinland-Pfalz und Hessen. Anpacken, Warum? 38 hawk-eye. Ausgabe 2016. schwer heben und Bewegung bin ich gewohnt. Ich war manchmal auch im Fernverkehr unterwegs, aber das war nicht so mein Ding. Ich wollte abends zu Hause sein und nicht nur auf der Autobahn. Ein Traumjob war das für mich allerdings nicht. Ich bin dabei geblieben, weil ich es konnte. Aber ich war nie der typische LKW-Fahrer. ♦♦♦ Sie sind kein typischer LKWFahrer, aber ein echter Mainzer? Ich bin in Mainz aufgewachsen, ja, hauptsächlich in Mombach und später in Weisenau. Seit zehn Jahren wohne ich jetzt hier in unmittelbarer Nähe zum TSC, habe mittlerweile aber schon fast überall in Mainz gewohnt. Geboren bin ich in der ehemaligen DDR, in Rathenow – das liegt ca. 60 Kilometer westlich von Berlin. Das ist die Stadt der Optik. Erinnerungen daran habe ich aber keine mehr, weil ich schon als Baby mit vier oder sechs Wochen dort weg bin. ♦♦♦ Und Sie waren nie wieder dort? Nein, bis heute noch nicht. Das hat sich nie ergeben. Als ich so 20 Jahre alt war, wollte ich mal mit meinem Vater nach Rathenow fahren. Aber dann kam die Bundeswehr dazwischen. Mein Bruder ist ein Jahr älter als ich und auch dort geboren, meine jüngere Schwester kam in Alzey zur Welt. Mich hat nichts dorthin gezogen. Ich bin Mainzer. ♦♦♦ Was haben Sie sich vorgenommen in Ihrer Funktion als Platzwart für die nächste Saison? Es kommt darauf an, dass alle Plätze in Ordnung sind. Das ist das A und O. Ansonsten beschweren sich irgendwann die Mitglieder und das möchte ich auf keinen Fall. ♦♦♦ Sie sind jetzt regelmäßig auf der Tennisanlage. Haben Sie selbst auch Lust bekommen, das Tennisspielen mal auszuprobieren? In meiner Jugend war ich sehr sportlich. Ich habe als Kind zehn Jahre lang Gerä- teturnen gemacht. Als ich dafür zu groß wurde, bin ich zur Leichtathletik gegangenen. Sprint und Weitsprung waren meine Disziplinen. Mein Bruder war beim USC und hat mich häufig mitgenommen. Auch Handball habe ich früher gerne gespielt. Mit 30 Jahren habe ich dann Taekwondo angefangen. Jetzt ist Wandern und Radfahren aktuell. Tennis würde ich schon gerne mal ausprobieren. Aber ich glaube, das ist schwerer als es aussieht. Ich habe mir im vergangenen Sommer bei den Meisterschaften ein paar Spiele angeschaut. Gerade die Mädels haben mich beeindruckt, mit wie viel Tempo sie den Ball schlagen ist faszinierend. ♦♦♦ Was machen Sie, wenn Sie sich nicht um die Plätze beim TSC kümmern? Ich male. Es gab früh in meinem Leben drei Dinge, die ich richtig gut konnte: Musik machen, Sport und Zeichnen. Ich habe mich sehr früh für klassische Musik interessiert, später für Jazz. Und ich habe in einer Band gespielt, das hat in den späten 60ern jeder gemacht, der eine Gitarre halten konnte. Man hat sich im Gonsenheimer Wald getroffen und beim Lagerfeuer gemeinsam Musik gemacht. Das war eine tolle Zeit. Als Kind habe ich sehr gut gezeichnet – mit dem Bleistift. Heute male ich mit Ölfarben. Sie werden es kaum glauben, aber ich hatte vor 12 oder 13 Jahren einen Traum. Ich habe geträumt, dass ich mit Öl und in Farbe auf einer Leinwand male. Seitdem ist das mein Hobby. Mittlerweile habe ich so viele Bilder, ich weiß gar nicht mehr, wohin damit. Meine Mutter, meine Tochter und Freunde bekommen immer mal wieder eines geschenkt, alle anderen landen bei mir. Aber ich bin kein großer Künstler, das ist ein Hobby. Ich mache das für mich, malen gibt mir ein tolles Gefühl. ♦♦♦ Welche Motive bevorzugen Sie oder was inspiriert Sie zum Malen? Ganz unterschiedlich. Ich kopiere gerne berühmte Bilder, male sie sozusagen ab. Ich habe sehr viele Kunstbücher, suche mir dort ein Gemälde aus, was mich anspricht, vergrößere es – am liebsten auf die Größe von 1 Meter x 1,20 Meter – zeichne es mit Bleistift auf die Leinwand und male es dann mit Ölfarben so wie im Original. So habe ich von Renoir ‚Das Frühstück der Ruderer‘ oder ‚Die Kartenspieler‘ von Cézanne gemalt. Ich orientiere mich nicht an der Originalgröße, kopiere auch sonst nicht 1:1, aber man soll schon gut erkennen können, um welches berühmte Werk es geht. Ich habe aber auch meine eigenen Motive, wie beispielsweise die Landschaft zwischen Mombach und Budenheim am Rhein, mit dem Altrhein und seinen Bäumen am Ufer. Dort war ich früher oft. Diese Bilder habe ich im Kopf, setze mich ins Wohnzimmer vor meine Leinwand und male sie. Das Motiv muss mich einfach ansprechen. Wer weiß? Vielleicht male ich ja irgendwann auch mal ein Tennisbild... ♦♦♦ Herr Rehfeldt, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen viel Freude bei jedem weiteren Gemälde und viel Spaß bei Ihrer Arbeit in der kommenden Tennissaison. „ Wer weiSS? Vielleicht male ich ja irgendwann auch mal ein Tennisbild...“ Ausgabe 2016. hawk-eye. 39 Freizeitgruppe. Katrin und Jutta „Wie überleben wir die Lebensmitte?“ Wiedereinstieg Ja, auch nach mehr als 20 Jahren kann man den Tennisschläger wieder auspacken! Wir sind ehrlich, die ersten Stunden waren durchaus zum Verzweifeln. Keine fünf Bälle haben wir im T-Feld übers Netz gebracht. Wie war das noch mit Vorhand- und Rückhandgriff? Kondition? Eher mäßig. Und diese tolle Tennisspielerin Hannah, diese RegionalligaSpielerin, will sich das antun? v.l.: Jutta Hillen-Schreiber, Katrin Korves-Schröder Die Fakten • • • • 2 Ehemänner 6 Kinder 2 Hunde, Haus und Garten Ne Menge gearbeitet die letzten 25 Jahre Die Lösung Der TSC Mainz und einmal wöchentlich eine Trainingseinheit mit Hannah! Was hat sie nur für eine Geduld! Versucht, mit unterschiedlichsten Trainingsmethoden unser verborgenes Talent hervor zu locken. Und zeigt echte Freude, wenn inzwischen ein Ball mal so richtig schnittig übers Netz kommt. Spielen im T-Feld? Nach bald zwei Jahren Training fast beliebig lang; und nebenbei wird auch noch das Wichtigste der letzten Woche ausgetauscht. Ok, Katrins Aufschläge und Juttas ins Netz gedonnerte Bälle aus der Mitte lassen Hannahs Gesichtszüge dann doch ab und an entgleisen. Alltags-Break Wer braucht denn Wellness-Wochenen- 40 hawk-eye. Ausgabe 2016. den? Wir schwingen uns aufs Rad, und sobald wir in die TSC-Allee einbiegen, vergessen wir ganz schnell das Alltagschaos mit pubertierenden Kindern und Lateinvokabeln. Wie schön ist diese Anlage mit ihren prachtvollen alten Bäumen, diese grüne Oase! Meditation als Mittel gegen Stress und Hektik? Für uns haben wir die Turnierwochenenden entdeckt. Zu Hause klappt es inzwischen auch mal ohne uns ganz gut. Also los auf die Zuschauertribüne und unseren Mädels und Jungs die Daumen drücken. Der Blick geht nach rechts, nach links, nach rechts..., dazu die Sonne im Gesicht – echte Entschleunigung! Wir haben uns zu wahren Fans der TSCMannschaften entwickelt. Wenn wir könnten, würden wir kein Spiel verpassen... Life-Work-Balance Kommen wir zum Gläschen danach. Wenn Hannah uns wieder einmal an den Rand unserer körperlichen Möglichkeiten gebracht hat, schaffen wir es gerade noch bis in den Olivengarten. Dann ist es uns echt egal, dass es da den Nachwuchs gibt, der unter der Woche eigentlich längst ins Bett gehört und sich ja nicht freiwillig dorthin begibt. Man muss Prioritäten setzen – das Erzählen mit der Freundin geht vor! Mit Hannahs Hilfe haben wir nach vielen Jahren ein Hobby wieder zum Leben erweckt, das Tennisspielen tut uns richtig gut. Wir sind gewappnet für unsere Lebensmitte! Liebe Hannah, wir haben sehr, sehr viel Spaß mit Dir und freuen uns auf jedes Training. Warte ab, noch mal zwei Jahre, und es klappt auch mit dem Aufschlag und den Angriffsbällen! Versprochen! Deine Katrin und Jutta Ausgabe 2016. hawk-eye. 41 Impressionen III. DAS NEUE MINI CABRIO Erleben Sie das neue MINI Cabrio im Autohaus Karl + Co. in Mainz und Wiesbaden. Vereinbaren Sie jetzt Ihre persönliche Probefahrt. MINI Mainz Autohaus Karl + Co. GmbH & Co. KG • Firmensitz • Alte Mainzer Str. 121 • 55129 Mainz MINI Wiesbaden Filiale Wiesbaden • Carl-Bosch-Str. 6 • 65203 Wiesbaden Krafstoffverbrauch je nach Modell (in l/100km): innerorts: 7,9-4,4; außerorts: 5,1-3,7; komb. 6,1-3,9; CO²-Emission komb. 142-100 g/km. Kompressionsstrümpfe Bandagen Hilfsmittel zur Krankenpflege Fitness- und Wellnessartikel Mutter & Kind Artikel Neuanfertigung und Reparatur aller orthopädischen Hilfsmittel Stütz- und Korrekturorthesen Arm- und Beinprothetik Orthopädische Schuheinlagen und Fußbettungen Individuell handwerklich gefertigte orthopädische Maßschuhe Rollstühle Pflegebetten Anti-Dekubitushilfen Mobilitätshilfen Verleih von Hilfsmitteln, Betten und Rollstühlen Ihr Sanitätshaus in Mainz, Nieder-Olm, Rüsselsheim und Gensingen! ; www.sanitaetshaus-lammert.de Ausgabe 2016. hawk-eye. 43 © Jörn Hildner (2015) Schnappschuss. Wir suchen eure schönsten, kreativsten, skurrilsten, interessantesten und bewegendsten Fotos rund um den TSC Mainz. Die besten Bilder werden in der nächsten hawk-eye-Ausgabe veröffentlicht. Schickt uns eure Fotos per Mail an: [email protected] Wanted Ausgabe 2016. hawk-eye. 45 TSC-Jugendraum. „Was würde die Tenniscamps noch cooler machen?“ „Ich finde, es sollte viel mehr Baseballtennis gespielt werden! Das wäre super. Letztes Jahr haben wir das leider nur einmal gemacht.“ Wildwechsel GmbH Bauhofstraße 11 55116 Mainz Tel. 06131 . 570 76 62 [email protected] www.wildwechsel-mainz.de Mo. Di. Mi. Fr. 10 – 19 h Do. 12 – 20 h Sa. 10 – 16 h r Bar A r thu gende , 7 Ja h Merle Wilhelm , 11 Jahre „In den letzten Jahren war es oft total heiß. Ich fände einen Pool mit Rutsche im TSC zur Abkühlung klasse!“ re tsc-jugendraum Roman Pies, 8 Jahre „Das Essen bei den Camps schmeckt immer spitze. Ich finde nur die Bierbänke immer so unbequem und außerdem muss man oft so lange anstehen.“ Maxim Kochergin, 7 Jahre „Die Tenniscamps sind eh immer super! Noch besser wären sie aber, wenn wir uns statt auf der Kondiwiese auch mal auf dem Spielplatz austoben dürften.“ „Vier Tage Tenniscamp sind ja eh schon immer was Tolles. Noch besser wären aber eine ganze Woche ohne freie Tage dazwischen.“ Noemi Wüster, 9 Jahre Thomas M illington, 8 Jahre „Es wäre cool, wenn wir die ganze Woche auf der Anlage sein könnten und im Club übernachten. Mit Nachtwanderung, Flutlichttennis und allem, was dazu gehört.“ Ausgabe 2016. hawk-eye. 47 Tenniscamp. Überall Gewinner und fröhliche Gesichter Für diesen Wettkampf brauchen die Kinder keinen Ball und keinen Schläger: Freudig rennen die Jungs und Mädchen quer über die Anlage, nehmen Abkürzungen über Büsche und Bänke, sammeln noch einmal all ihre Kräfte im Sprint für die besten Plätze: Es ist Mittagessenzeit beim traditionellen Sommercamp des TSC Mainz. Schlange stehen für die leckere Stärkung zwischendurch. 48 hawk-eye. Ausgabe 2016. Die Sonne lacht vom Himmel und mit ihr strahlen gut 70 freudig begeisterte Kinder und 18 mindestens genauso engagiert begeisterte Trainerinnen und Trainer um die Wette. Schon das Zuschauen macht gute Laune. Seit mehr als 20 Jahren ist das Tenniscamp in den Sommerferien für Kinder und Jugendliche fester Bestandteil beim TSC. Die Trainercrew ist eingespielt. Headcoach Babak Momeni und seine Leute bieten zwei einwöchige Camps an – jeweils eines zu Beginn und eines gegen Ende der Ferien. Die Resonanz ist nach wie vor riesengroß, die Begeisterung ungebrochen. Das sind DIE Tage auf der Anlage am Ebersheimer Weg, an denen die Jüngsten den Spaß am (Tennis-) Spiel vermittelt bekommen, den sie als Jugendliche mit Begeisterung ausbauen und im besten Fall als Erwachsene mit Überzeugung weiterleben. Um genau diese Freude zu vermitteln, bewegen neben Babak jene Spielerinnen und Spieler die begeisterten Tenniskids auf insgesamt zehn Plätzen plus Ballwand und über den KleinfeldtennisCourt auf dem Parkplatz, die wissen, worauf es in einem Sommercamp des TSC ankommt. Magdalena, Anna-Lena, Nadine, Isabelle, Sarah, Adib, Niko, Joel, Markus, Tim, Mats, Linus, Yannick H., Christopher, Felix, Yannick M., Friedrich – einige von ihnen waren einst selbst jahrelang Tenniskinder und Jugendliche beim Camp. So wie die heutigen Oberliga-Spieler Joel, Niko und Markus, die als Fünfjährige erstmals am Sommercamp teilnahmen und mit 14 Jahren schon als Trainer dabei waren. Freude erinnern, Begeisterung vermitteln, Spaß weitergeben. Schlendert man während dieser KinderTrainingswoche über die TSC-Anlage, ist diese Atmosphäre überall hör- und sichtbar. Traineransagen hallen gemischt mit fröhlichen Kinderstimmen über Plätze und Grünflächen. Lachen, lernen, loben. Die Bälle fliegen munter übers Netz. Die Jüngsten machen in der Ballschule erste Tenniserfahrungen, im Kleinfeld auf dem Parkplatz werden die ersten Grundschläge geübt, wer schon länger dabei ist, macht kleine Punktspiele. Zur Erfrischung flitzen die Kinder zwischendurch schnell an die „Tränke“ auf dem Parkplatz, wo Babak mit einer Schubkarre voll Wasser-, Saft- und Isogetränk-Flaschen steht. Gruppen und Trainer werden an diesen Tagen regelmäßig gewechselt, alle Trainingsgruppen machen täglich auch ihre Einheiten ohne Schläger und Ball. Koordination, Kondition, Knallervorhand – beim TSCSommercamp ist alles dabei. Schlusspunkt der unterhaltsamen Trainingswoche ist traditionell ein kleines Turnier mit Gewinnern überall und Medaillen für alle Teilnehmer. Nach der Siegerehrung ist für die Betreuer Zeit, auch mal zurückzublicken. Jedes Camp hat seine eigenen Geschichten. Auch das Wetter ist immer ein Thema. Ein heftiger Regenguss führte 2015 beispielsweise zu spontanen Planänderungen. „Wir hatten noch Glück, weil wir im Trockenen draußen essen konnten“, berichtet Babak Momeni. Danach kam der Regenschutt runter. Jetzt war Improvisationstalent gefragt. „Die Plätze standen unter Wasser. Da haben wir mit den Kids unsere Spiele einfach auf dem Rasen und auf dem Parkplatz gemacht.“ Ganz egal, ob mit oder ohne Schläger. Spaß hat’s gemacht! Ausgabe 2016. hawk-eye. 49 Ostercamp 2016. aber kaum einer wollte nur auf der faulen Haut liegen. Mit Tennis, Mountainbiking, Golf, Joggen am Meer oder Tauchen vor Tarifa war sportlich für jeden etwas dabei; einige machten sich zudem unter Anleitung von Konditionstrainer Marko fit oder nutzten das clubeigene Angebot an Yoga- und Fitnesskursen. Wer mehr von Andalusien sehen wollte, nahm sich einen Mietwagen und steuerte Ziele in der Umgebung an, etwa das malerische Bergdorf Ronda oder den mondänen Badeort Marbella. Wer Entspannung suchte, machte einen Spaziergang am kilometerlangen Sandstrand, zog sich zum Schmökern auf einen Liegestuhl zurück oder ließ sich im SPABereich verwöhnen. Premiere in Andalusien Ostercamp 2016 Rund 60 TSCler machten sich in der letzten Märzwoche auf den Weg ins traditionelle Ostercamp, das erstmals im Aldiana Alcaidesa in Andalusien stattfand. Angesichts der frühen Osterferien hatte man sich diesmal für den Club an der Costa del Sol entschieden – in der Hoffnung, dort stabilere Wetterbedingungen vorzufinden als auf Mallorca. Die Rechnung ging auf. 23 TSC-Talente zwischen 11 und 17 Jahren waren in diesem Jahr mit dabei, ein Großteil mit Eltern, einige aber auch allein. Die meisten hatten es schon seit Wochen kaum erwarten können – das Ostercamp ist Kult! Trotz des strammen Programms und klarer Regeln: „Um 22:00 Uhr ist Bettruhe, und keiner kommt zu spät zum Training“, so die Ansage von Cheftrainer Babak Momeni am ersten Abend nach der Anreise. Er musste es nicht wiederholen. Vom ersten bis zum letzten Tag waren alle pünktlich – selbst nach der Umstellung auf Sommerzeit, als die Ersten noch im Dunkeln aufstehen mussten, um rechtzeitig zum Trainingsbeginn um 9:00 Uhr am Platz zu sein. Sonne, Wind und englische Affen Strahlender Sonnenschein und schön gelegene Plätze mit Blick aufs Meer boten beste Trainingsbedingungen. An manchen Tagen blies zwar ein kräftiger Wind, aber auch das war letztlich eine gute Vorbereitung auf die anstehende Freiluftsaison. Zwei Tenniseinheiten und eine Stunde Konditionstraining standen täglich für alle Gruppen auf dem Programm. Nach Trainingsende tobten sich die meisten noch im gut beheizten Salzwasser-Hallenbad aus, was den müden Muskeln sicher auch guttat. Vor dem Abendessen traf man sich allabendlich in der Lobby – zum Chillen und Kartenspielen, aber auch zum Chatten, da (zur heimlichen Freude der Eltern) auf den Zimmern kein WLAN-Empfang war. Mehr als nur ein Trainingscamp Spätestens beim Essen trafen sich alle wieder und tauschten aus, was sie am Tag erlebt hatten. Anschließend zog man weiter an die Bar, wo dem Absacker nicht selten ein zweiter und dritter folgte. Viel zu schnell verflog die Zeit, und als die Abreise anstand, hätte manch einer gern noch ein paar Tage verlängert. In Andalusien ist die TSC-Familie erneut enger zusammengewachsen. Wenn alle diesen Teamgeist mitnehmen und sich bei den anstehenden Punktspielen und Turnieren gegenseitig unterstützen, dann hat das Ostercamp wieder weit mehr gebracht als Kondition und Schlagsicherheit! Den einzigen trainingsfreien Nachmittag nutzten viele für einen Ausflug in die britische Enklave Gibraltar. Auf dem berühmten Affenfelsen führte Leo Bach dort eindrucksvoll vor, warum man Tierbabys in Gegenwart ihrer Mutter besser nicht streichelt... Sport, Kultur oder einfach nur entspannen Die mitgereisten Erwachsenen konnten es zwar etwas lockerer angehen lassen, 50 hawk-eye. Ausgabe 2016. Ausgabe 2016. hawk-eye. 51 It‘s your (re)turn. , I t s y o u r ( r e ) t u r n Im Kreuzworträtsel longline vs. cross steht einmal mehr euer Tenniswissen auf dem Prüfstand. Wie heißt die erste deutsche Grand-Slam-Siegerin seit Steffi Graf? Wer ist der neue Hauptsponsor der Mainz Open? Was benötigt jeder Tennisspieler, der an einem offiziellen Turnier teilnehmen möchte? Dies sind nur einige der Fragen, die es zu beantworten gilt. Gesucht wird eine jährlich im Frühjahr stattfindende TSC-Veranstaltung.. L C R O N G L It’s your (re)turn ist die interaktive Themenseite unserer Clubzeitung. Hier seid ihr am Zug. Es gibt zwei Rubriken. In der ersten Rubrik, dem Bilderrätsel Doppelfehler, ist vor allem euer geschultes Tennisauge gefragt. In der zweiten Rubrik, dem Kreuzworträtsel longline vs. cross, könnt ihr euer Wissen über den TSC Mainz und den gesamten Tennissport unter Beweis stellen. I N E S S 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. Australien-Open-Siegerin 2016 Vorsitzender eines Vereins Aufbewahrungsbehälter für Schläger Trainerin von Andy Murray 2015 wurde beim ATP-Turnier in Stuttgart das erste Mal auf ... gespielt Übersicht der Spielpaarungen bei einem Turnier 2016 feiert der TSC sein ... jähriges Bestehen Rheinland-Pfalz-Meisterin Sommer 2015 Bewertungsskala für Tennisspieler Gerät zum Besaiten von Tennisschlägern Unterschreibt neben den Mannschaftsführern den Spielberichtsbogen bei einem Medenspiel 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. Ersetzt das Trainerzuspiel Klassischer Pausensnack eines Tennisspielers Ort der TSC-Saisonvorbereitung Jeder Spieler, der an einem offiziellen Turnier teilnehmen möchte, benötigt eine... Hauptsponsor der Mainz Open Französisch „Vorteil“ Präsident des rheinland-pfälzischen Tennisverbandes Organisationskomitee einer Tennisveranstaltung Gewinner Hopman-Cup 2016 Doppel fehler Im rechten Bild ist wohl einiges durcheinander geraten. Nicht ganz einfach da den Überblick zu behalten. Entdeckst du alle acht Fehler? Lösungswort: 52 hawk-eye. Ausgabe 2016. a b c d e f g h i j k k k k k k Ausgabe 2016. hawk-eye. 53 Kurz notiert. Kurz notiert News Weitere Beiratsmitglieder Im Kreise des TSC Präsidiums begrüßt der TSC ganz herzlich Dr. Jürgen Hippchen und Daniela Sander-Lehmann. Sie werden als Beisitzer im Vorstand das Führungsgremium um Dr. Jochem Krüger, Urs Kern, Hans Beth, Babak Momeni und Marius Hettergott unterstützen. Herr Hippchen ist vorrangig mit Aufgaben rund um den Breitensport, die Mitgliederbindung und Akquise neuer Mitglieder betraut. Frau Sander-Lehmann übernimmt die Leitung der Geschäftsstelle. Neue Werbetafel Im Einfahrtsbereich zum TSCGelände wird es zu Saisonbeginn eine neue, große Werbetafel installiert, die Mitglieder 54 hawk-eye. Ausgabe 2016. Alles Wissenswerte im Überblick News, Termine und Jubiläen. und Besucher begrüßt. Geför- – auch von Nichtmitgliedern – dert von den neuen Hauptspon- zum Start in die Jubiläumssaison 2016. soren des TSC wird hier über anstehende Termine und Events informiert. TSC Teams 2016 In der kommenden Saison wird Saisoneröffnung „Deutschland spielt eine neu formierte DamenTennis“ 40-Mannschaft in der RheinhesDie Saisoneröffnung war auch senliga auf Punktejagd gehen. 2015 ein voller Erfolg: Bei gu- Außerdem gibt es eine neue getem Wetter tummelten sich ca. mischte U12 Mannschaft. Dafür 100 Mitglieder auf der Anla- wurde die U12 II Mädchen abge um bei Modenschau, Kuchen- gemeldet. buffet und Boule in die neue Sommersaison zu starten. Am Surfcamp 24.04.2016 veranstaltet der TSC Nach mehrjähriger Pause findet erneut eine große Saisoneröff- dieses Jahr wieder ein Surfnungsfeier. Die Jubiläumssai- camp am Veluwemeer statt. Die son zum 90-jährigen Bestehen achttägige Surffreizeit orgawird mit dem bundesweiten Ak- nisiert der langjährige TSCtionstag „Deutschland spielt Trainer Jens Lübbert in KoopeTennis“ eingeläutet. Dabei fin- ration mit dem DJK Großer Sand det die Zentralveranstaltung Mainz e.V.. Vom 28.07.-05.08.2016 des rheinland-pfälzischen Ten- können Kinder ab 12 Jahren in nisverbandes auf unserer An- Holland den Surf-Grundschein lage am Ebersheimer Weg statt. erwerben, aber auch weitere Es wird auch dieses Jahr wie- Aktivitäten wie Beachvolleyder ein abwechslungsreiches ball, Beachtennis, Kanu, Biken, Programm geboten. Wir freuen Inlinern und Wakeboard fahren, uns auf auf zahlreichen Besuch erleben. Nähere Infos bei Jens Lübbert unter 0179/5179522. lage des TSC Mainz statt. Vom 26.05.-29.05.2016 machen die besten Tennisspieler aus dem Verband wieder auf der Anlage am Ebersheimer Weg den Titel unter sich aus. Am traditionellen Finalsonntag stoßen die Seniorinnen und Senioren, die ihre Vorrundenspiele auf den umliegenden Anlagen in Mainz austragen, hinzu. Freuen Sie sich auf spannende Spiele, kommen Sie vorbei! Festzelt Auf der Wiese neben Platz 5 steht seit Mitte letzten Jahres ein großes weißes Zelt. Dieses dient als Ersatz für den als Aufenthaltsraum weggefallenen Jugendraum, in dem sich nun der Fitnessraum befindet. Mannschaften können sich während ihrer Medenspiele hier aufhalten, den Kühlschrank nutzen und finden bei schlechtem Wetter Unterstand. Freizeitgruppe Anfänger, Hobbyspieler und Breitensportler haben auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit im TSC in den Tennissport hinein zu schnuppern. Die Anmeldung erfolgt am Schwarzen Brett im Eingang des Clubhauses, über die Homepage der Tennisschule Babak Momeni (www.tennisschule-babak-momeni. de) oder bei Babak Momeni persönlich. Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Sommer finden auch dieses Jahr wieder auf der An- Platzpflege Seit Herbst 2015 hat der TSC einen neuen Platzwart: Norbert Rehfeldt kümmert sich von nun an um die Plätze und die Anlage. Dabei wird er von Herrn Neuenhaus und Frau Meißner insbesondere bei den Grünschnittarbeiten unterstützt. Sekretariat Das Sekretariat ist ab sofort wieder besetzt – mittwochs von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Zusätzlich finden Sie im Eingangsbereich einen Aushang zu allen wichti- gen Kontaktdaten. Für aktuelle Infos schauen Sie bitte auf die TSC-Homepage www.tsc-mainz.de. Telefon: Fax: 06131/53717 06131/53731 Email: [email protected] Mitgliederzahlen (Stand: Januar 2016) Gesamt: 447 (+10) Aktive: 405 (-9) Passive: 42 (+19) Jugendliche: 218 (+39) TSC-Fitnessraum Der Fitnessraum wurde während der Wintersaison stark genutzt und weiter ausgebaut. Es gibt inzwischen einen zusätzlichen Hometrainer, zahlreiche Kurzhanteln, Balance Pads und Therabänder um Gleichgewicht, Koordination, Kraft und Ausdauer zu trainieren. Für Unterhaltung sorgen eine Musikbox und ein Fernsehgerät. Wer dort trainieren möchte oder erstmal eine fachkundige Einweisung benötigt, kann sich bei Babak Momeni über Kosten und Trainingszeiten informieren. Ausgabe 2016. hawk-eye. 55 Kurz notiert. UNSER Termine 2016 23.03.-01.04. Saisonvorbereitung Andalusien | Spanien 08.-10.07. Rheinhessen-Meisterschaften Jugend 11.04. Mitgliederversammlung 18.-22.07. Tenniscamp I 16.-17.04. Abbau Traglufthalle 28.-31.07. Rheinhessen-Meisterschaften Senioren 24.04. Saisoneröffnung | Deutschland spielt Tennis 28.07.-05.08. Surfcamp Veluwemeer | Holland 01.05. Start Medenrunde 11.-14.08. SinnLeffers Mainz Open 02.05. Trainingsauftakt Sommer 22.-26.08. Tenniscamp II 13.-16.05. Rheinhessen-Meisterschaften Aktive & D/H 30 02.-04.09. Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Jugend 23.09. Trainingsende Sommer 26.-29.05. Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Aktive & Senioren 24.-25.09. Aufbau Traglufthalle 03.10. Trainingsauftakt Winter HERZ BRENNT… … für Ihr Projekt und kreatives Design Seit 27 Jahren unterstützen wir als Fullservice-Werbeagentur große und kleine Unternehmen bei ihrer crossmedialen Kommunikation. • Strategie & Beratung: Markenentwicklung und -pflege Mitgliedsbeiträge Schnupperbeiträge • Corporate Design: Logos, Namensgebung, Gestaltungsrichtlinien • Print: klassische Werbung, Broschüren, Verkaufsförderung, Messestände • Online: Websites, Apps Aktive Mitglieder € 450,00 Aktive Mitglieder € 250,00 Auszubildende, Studenten (21 bis 27 Jahre ) € 220,00 Auszubildende, Studenten (21 bis 27 Jahre) € 195,00 Ehepartner aktiver Mitglieder Jugendliche (11 bis 20 Jahre) Kinder (bis 10 Jahre) sofern kein Elternteil aktives Mitglied Passive Mitglieder € 330,00 € 195,00 € 100,00 € 100,00 Alle Beiträge werden bei einem Neueintritt nach dem 30.6.2016 für 2016 zur Hälfte erhoben. Ehepartner aktiver Mitglieder € 195,00 Integrieren Sie alle Die Gastspielgebühr... beträgt 12,00 € pro Person und ist vor dem Spiel zu entrichten. Inaktive sind nicht berechtigt, gegen Gastspielgebühr Tennisplätze des Vereins zu benutzen. In Sonderfällen (z.B. Belastungstest) wenden Sie sich an das Präsidium. relevanten Kanäle in Ihre Kommunikation. Interessiert an der eigenen App? Jubiläen TSC-Mitglied seit ... Jahren 70+ Ria Hettergott (77) 40 Isgard Jung 70 Hans-Joachim Kalkhof 35 Birgit Bremer 60 Volker Jung 30 65 55 45 Friedelore Nau (75) Rudolf Wagner Michaela Kärcher Hedwig Wittstatt 25 Markus Leykauf Daniel Kärcher Hans-Georg Brix Wir beraten Sie gerne! Michael Raab, +49 171 . 513 76 35, [email protected] Hans-Joachim Praetorius kommunikation+design werbeagentur raab gmbh, AlexanderDiehlStraße 2A, 55130 Mainz Telefon 0 61 31.33 49 10, [email protected], www.komdes.de 56 hawk-eye. Ausgabe 2016. Ehrenamt. Auf- und Abbau der Traglufthalle Seit drei Jahren nutzt der TSC Mainz eine eigene Traglufthalle für das Wintertraining. Ende September wird sie über den Plätzen 1 bis 3 aufgebaut, im April wieder abgebaut. Eine Fachfirma leitet die Arbeiten, aber viele TSCler packen tatkräftig mit an. Die Sonnenbrille ist neben Arbeitshandschuhen das wichtigste Utensil – jedenfalls, wenn die Sonne scheint. Denn die weißen Planen des Hallendachs blenden dann wie Schnee in den Bergen. Ohne ehrenamtliche Helfer wird es teuer Bislang hatte der TSC fast immer Glück mit dem Wetter. Nur einmal hat es ge- regnet, sodass der Abbau kurzfristig auf einen Termin unter der Woche verschoben werden musste. Weil da natürlich weniger Helfer Zeit hatten, musste die beauftragte Firma mehr eigene Leute mitbringen. Der Abbau kostete dadurch dreimal so viel wie sonst. Normalerweise kommt die Firma Derstroff aus dem Rheingau mit vier bis fünf professionellen Kräften, die im Herbst und Frühjahr eine Halle nach der anderen auf- und abbauen. Das ist notwen- dig, damit alles reibungslos klappt und keine Fehler passieren. Hinzu kommen im Idealfall 15 bis 20 Helfer vom TSC. Mit starken Männern und vielen helfenden Händen an einem Tag geschafft Der Auf- und Abbau ist Knochenarbeit, keine Frage. Für den Aufbau müssen zunächst die drei Planen des Hallendachs einzeln und möglichst sauber und glatt übereinander ausgebreitet werden. Darüber kommt ein Netz aus Stahlseilen, die am Rand in den vorgesehenen Erdverankerungen fixiert werden. Ist das geschafft, kann das Gebläse angeschlossen und Luft eingeleitet werden. Sobald sich das Dach ein Stück gehoben hat, sind noch die Leuchten zu befestigen. Dann wird die Halle vollständig aufgeblasen. Beim Abbau läuft das Ganze im Prinzip umgekehrt ab. Für einige Arbeitsschritte braucht man einfach Männer, die Kraft haben – 12 bis 13 Mann, weiß „Hallenchef“ Babak Momeni aus der mittlerweile dreijährigen Erfahrung. Andere Arbeiten erfordern nicht so viel Kraft, sind aber schneller geschafft, wenn viele Hände helfen. Das Trainerteam ist zumeist geschlossen dabei, dazu weitere Spieler der Herrenmannschaften und viele Jugendliche, aber auch Eltern und andere Erwachsene. für harte Arbeit. Babak Momeni weiß das und gibt zu, dass er sich immer ein bisschen dahinterklemmen muss, damit er genügend Helfer beisammen hat. Aber letztlich kann er sich doch darauf verlassen, dass sie am fraglichen Tag frühmorgens parat stehen: „Sie wissen, dass es anders nicht geht, schließlich wollen wir die Halle ja auch alle nutzen. Da müssen wir einfach zweimal im Jahr zusammen anpacken“, so der Cheftrainer. Nach getaner Arbeit freuen sich alle auf Pizza und Pasta im Olivengarten. Zur Müdigkeit gesellt sich Zufriedenheit und das gute Gefühl, gemeinsam etwas für den Verein geleistet zu haben. Der Einsatz verdient unseren Dank und große Anerkennung! Schön, dass vor allem viele junge Mitglieder tatkräftig im TSC mithelfen! Sechs bis acht Stunden dauert es trotzdem, bis die Halle steht oder wieder im Lagerzelt verstaut ist. Man kann schließlich auch nicht ohne Pause durcharbeiten. Die Arbeit macht hungrig und durstig. Deshalb stehen zur Stärkung zwischendurch Weck, Worscht und Wasser (sowie Gummibärchen, Cola und Limo) bereit, damit niemanden vorzeitig die Kraft verlässt. Ein bisschen betteln muss man schon, aber dann packen doch alle mit an Mit Begeisterung opfern natürlich die wenigsten einen Tag am Wochenende 58 hawk-eye. Ausgabe 2016. Ausgabe 2016. hawk-eye. 59 TSC-ler unterwegs. TSC-ler unterwegs TransaLP 2008-2015 N icht nur auf der roten Asche sind ein Teil der aktuellen Herren-30-Mannschaft seit Jahren ein famoses Team: Bereits seit 2008 überqueren sie in der ersten oder zweiten Augustwoche die Alpen mit dem Mountainbike. Dabei gilt es, regelmäßig eine Strecke von 400 bis 450 Kilometer und 10 bis 12.000 Höhenmeter in sechs Tagesetappen zu bewältigen. Als Gepäckstück dient lediglich ein kleiner Rucksack – da muss alles rein. Jedes überflüssige Gramm Ausrüstung sorgt für unnötige Strapazen. Der Startort und die selbstgeplante Routenführung wurden bei den vergangenen sieben Alpen-Cross-Events jedes Mal variiert, Ziel war jedoch alljährlich der Gardasee. Hier gönnen sich die Jungs im Anschluss an die Tortur immer noch zwei Tage Entspannung. Jedes Jahr gibt es ein neues, selbst designtes Team-Trikot. Dort wird sogar ganz offiziell die Anzahl der Transalp-Teilnahmen eines jeden Teilnehmers mit einem Stern vermerkt (vgl. Weltmeistertitel auf einem Fußballnationalmannschaftstrikot). Das fünf- bis achtköpfige Team mit den TSClern Gregor Arnold, Johannes Christmann, Martin Christmann, Ronald Juli und Marko Kurtic freut sich bereits jetzt schon wieder auf die Transalp 2016! 60 hawk-eye. Ausgabe 2016. Ausgabe 2016. hawk-eye. 61 Wir gratulieren. Reparatur und Dachsanierung GmbH wir gratulieren Turniererfolge unserer Jugend, Aktiven und Senioren 2015 | 2016 Alles am Dach: Dachrinnen und Fallrohre Gesamterneuerung + Wärmedämmung Velux Fenster Flachdach + Garagen Terrassen - Balkone Zusatzdämmungen Dachreparaturen jugend Mädchen U10 Preiswert mit uns vom Fach Friedrich-Koenig-Str. 23, 55129 Mainz Tel.: 555 870 www.dach-und-rinne-mainz.de Erleben, was zu Hause möglich ist! Victoria Graudins Rheinhessen-Meisterschaften Rheinhessen-Meisterschaften (Halle) Jungen U10 1. Platz 1. Platz Daniel Kirchner Rheinhessen-Meisterschaften 1. Platz Finn Thielen Rheinhessen-Meisterschaften (Halle) 1. Platz Mädchen U12 Aylin Poppe Erleben, was zu Hause möglich ist! Erleben, was zu Hause möglich ist! Rheinallee 161-169 55120 Mainz Tel.: 0 61 31/6 94 - 0 Fax: 0 61 31/6 94 - 270 Öffnungszeiten: Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr Samstag 8.00 - 13.00 Uhr Sonntag 11.00 - 16.00 Uhr (keine Beratung, Rheinallee 161–169 · 55120 Mainz kein Verkauf) Tel.: 0 61 31/6 94-0 Fax: 0 61 31/6 94-270 62 hawk-eye. Ausgabe 2016. heinallee 161–169 · 55120 Mainz 1. Platz 1. Platz Mika Lipp Deutsche Meisterschaften (Halle) Baden Junior Cup Leimen Südwest-Circuit Nürnberg Ditzingen Open Tennis Europe Hilleroed Tennis Europe Münster Tennis Europe Wahlstedt Tennis Europe Oetwil am See Tennis Europe Grötzingen Tennis Europe Koblenz DTB U12-Masters Essen Mädchen U14 Stefanie Beth Rheinhessen-Meisterschaften 1. Platz Sinja Kraus Österreichische Meisterschaften Tennis Europe Renningen | Rutenheim Tennis Europe Open 2016 Tennis Europe Kungens Kanna & Drottningens Pris 3. Platz 3. Platz Franziska Ahrend Mika Lipp Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Bodensee Open 2015 Rennstadt Cup 2015 Neckartal Junior Open 2015 Wilson-Junior-Race Masters 3. Platz Livia Kraus Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 1. Platz Sinja Kraus Safo Jugend-Cup Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 2. Platz 2. Platz 2. Platz 3. Platz 2. Platz 1. Platz 1. Platz 3. Platz 2. Platz 1. Platz 3. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz 2. Platz 3. Platz 3. Platz 3. Platz Jungen U14 1. Platz 3. Platz Mädchen U18 Öffnungszeiten: Montag – Freitag 8.00 – 18.00 Uhr Samstag 8.00 – 13.00 Uhr Sonntag 11.00 – 16.00 Uhr (keine Beratung, kein Verkauf) www.koebig.de Rheinhessen-Meisterschaften Rheinhessen-Meisterschaften (Halle) Jungen U12 Sportpark Junior Winter-Cup Heppenheim Babolat Junior Open Bad Nauheim Südwest-Circuit Offenbach Babolat Junior Open Bad Nauheim Tretorn Tour Tüscher Cup Bad Nauheim Baden Junior Cup Leimen 1. Platz 1. Platz 3. Platz 1. Platz 1. Platz 3. Platz Jungen U18 Mats Hippchen Rheinhessen-Meisterschaften Rheinhessen-Meisterschaften (Halle) 1. Platz 1. Platz Ausgabe 2016. hawk-eye. 63 Wir gratulieren. Damen 55 aktive Damen Franziska Ahrend 3. Platz 2. Platz Marija Emeti Rheinhessen-Meisterschaften Rheinhessen-Meisterschaften (Halle) 1. Platz 3. Platz Livia Kraus Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Safo Open Bulthaup Open Tennis Cup of Wine ITF Junior Head Cup Bruchköbel DTB-Offenes Ranglistenturnier des TV Pfalz Babolat Juniors Open Polyfibre-Cup DTB-Offenes Ranglistenturnier des TV Pfalz Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) Playsight-Cup 1. Platz 1. Platz 3. Platz 1. Platz 1. Platz 3. Platz Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Lancaster-Cup Südwest-Circuits Polyfibre-Cup St. Wendel Indoor Open Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) Rheinhessen-Meisterschaften (Halle) 3. Platz 3. Platz 1. Platz 3. Platz 3. Platz Sinja Kraus 3. Platz 3. Platz 1. Platz Tassilo Heinrich Rheinhessen-Meisterschaften (Herren B) 1. Platz Joel Rizzi Rheinland-Pfalz-Meisterschaften 3. Platz Livia Kraus, RheinlandPfalz-Meisterin Damen 1. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz Rheinland-Pfalz-Meisterschaften 64 hawk-eye. Ausgabe 2016. Monika Zimmermann Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 3. Platz 3. Platz Damen 60 Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 1. Platz Herren 65 Tilman Ferbert Nat. Turnier Nassau 2. Platz Jens Lübbert Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 3. Platz Ralf Wangard Nat. Turnier Nassau Rheinland-Pfalz-Meisterschaften 1. Platz 3. Platz Michael Engel, Rheinland-PfalzMeister Herren 70 Damen 50 1. Platz Jochen Dore Westerwald Pokal RansbachBaumbach 2. Platz Michael Engel ITF Moselparkturnier BernkastelKues ITF Turnier Neunkirchen Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Internat. Turnier Novigrad 3. Platz ITF Turnier Bad Herrenalb ITF Turnier Baden-Baden Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Internat. Turnier Novigrad 3. Platz 3. Platz 3. Platz 3. Platz Werner Weitzel 1. Platz Damen 40 Susanne Huyer 3. Platz 3. Platz 2. Platz 1. Platz 2. Platz 3. Platz Herren 40 1. Platz Damen 30 Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Internat. Turnier Novigrad ITF Turnier Ottersweier Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Nat. Turnier Kirn Nat. Turnier Bödigheim Nat. Turnier Neuwied Marion Weitzel senioren Eva Kienzle Marion Weitzel Herren Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Rheinhessen-Meisterschaften (Halle) Polyfibre-Cup Koblenz 6. Riegelsberger Weihnachts-Cup Indoor Open St. Wendel Susanne Huyer, RheinlandPfalz-Meisterin Damen 40 Reinhold Wester- Internat. Turnier Novigrad weller 3. Platz Peter Wolf 2. Platz Nat. Turnier Vallendar Herren 70 Giacomo Dato Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Car Data Cup 2016 Obertshausen Nat. Turnier Neuwied 3. Platz 3. Platz 3. Platz Ursula Tattermusch Car Data Cup 2016 Obertshausen Nat. Turnier Vallendar Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Nat. Turnier Kirn ITF Turnier Bad Breisig Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 2. Platz 2. Platz 2. Platz 2. Platz 2. Platz 3. Platz Christina Wolf ITF Turnier Ali Bey Türkei ITF Turnier Ottersweier ITF Turnier Baden-Baden ITF Turnier Bad Herrenalb Internationales Turnier Krefeld 1. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz 2. Platz 1. Platz 1. Platz Michael Engel Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 1. Platz Eckard Kärcher Internat. Turnier Bergisch Gladbach ITF German Indoors Essen Rheinland-Pfalz-Meisterschaften 1. Platz 3. Platz 2. Platz Herren 75 Eckard Kärcher Rheinland-Pfalz-Meisterschaften (Halle) 1. Platz Ausgabe 2016. hawk-eye. 65 Portrait. Thomas Dupré Tennis über alles Tennisprofi – ferne Länder, furiose Erlebnisse, volles Bankkonto. Der Eindruck, den die Bilder und Nachrichten von den großen Courts der Tennistour vom Leben der Profisportler vermitteln, ist verzerrt. Ja, es gibt diesen Glamour und diesen ganz großen Erfolg. Aber – gemessen an denen, die es versuchen – nur für sehr wenige Tennisspieler auf der Welt. Beim TSC Mainz spielt ein Mann, der den gnadenlosen Kampf um Weltranglistenpunkte jahrelang mitgemacht hat: Thomas Dupré. T homas Dupré schaut nachdenklich. Lange überlegen muss er nicht. „Ich empfinde meine Karriere als eine Enttäuschung.“ Der heute 41-jährige Franzose hat sein Leben dem Tennissport gewidmet, in der Kindheit und als Jugendlicher. All seine Vorstellungen, von dem, was er erreichen wollte, kreisten bei dem jungen Dupré nur um das Eine. Der Traum von einer großen Tenniskarriere war stärker als alles andere. Heute sagt er: „Ich war die Nummer 220 in der Welt, aber das war nie mein Ziel. Ich wollte unter die Top 100.“ Und weiter: „Klar, ich habe tolle Sachen erlebt und hatte auch eine gute Zeit. Aber so sollte meine Karriere nicht laufen.“ „Weiß nicht, ob ich es wieder so machen würde.“ Die Anfänge dieser Sportlerlaufbahn liegen in der Normandie. Mit zehn Jahren hielt Thomas Dupré erstmals einen Tennisschläger in der Hand. In der Nähe seines Elternhauses in Saint-Hilaire-duHarcouët – gelegen zwischen Caen im Norden und Rennes im Süden – spielte der Junge stundenlang gegen eine Mauer. „Niemand aus meiner Familie hat Tennis gespielt“, berichtet Dupré. „Aber mein Vater hat mich gesehen, er war Sportlehrer und meinte, ich sei talentiert. Daraufhin hat er viel Zeit investiert, hat mit mir gespielt und mich zu Turnieren gefahren.“ Keine leichte Sache. Die Bedingungen waren ungünstig. In der Nähe gab es keine Hallenplätze, der Aufwand war groß. „Ich war von 8 bis 18 Uhr in der Schule, danach habe 66 hawk-eye. Ausgabe 2016. ich meine Tennistasche gepackt, bin 40 Minuten zum Training gefahren, zurückgekommen, habe meine Hausaufgaben gemacht und bin morgens um 6 Uhr wieder aufgestanden.“ Voller Einsatz. Raum für andere Aktivitäten blieb keiner. „Das war eine sehr harte Zeit, praktisch ohne Jugend“, sagt Dupré. „Wenn ich heute noch mal vor der Wahl stehen würde, bin ich mir nicht sicher, ob ich denselben Weg noch mal gehen würde.“ Nur ein Wunsch: Tennisprofi werden! Damals war diese Entscheidung gar keine Entscheidung. Für Thomas Dupré gab es nur ein Ziel. Tennis spielen. Obwohl die ganz große Bestätigung in den Anfängen ausblieb. „Ich war nicht besonders erfolgreich, gehörte in meiner Altersklasse als Kind nicht zu den Top Ten in Frankreich.“ Dem Enthusiasmus tat das keinen Abbruch. Diszipliniert, ehrgeizig und voller Freude spielte Dupré einfach weiter Tennis. „Ich habe hart an mir gearbeitet und mich Stück für Stück verbessert. Mit 17 Jahren war ich dann national unter den besten 15 Spielern.“ Seine Vorstellung war klar, der Teenager wollte Tennisprofi werden. „Wenn es nach mir gegangen wäre, wäre ich schon nach der Schule Profi geworden. Aber meine Eltern sagten, dass sie Tennis nur erlauben, wenn ich auch beruflich etwas mache.“ Ein Studium in den USA bot sich da an, an der Mississippi State University waren die Bedingungen bestens. „Morgens ist man an die Uni gegangen und danach hat man trainiert und Tennis gespielt.“ Perfekt. Mit der Konsequenz, dass der Traum vom Profitennis nur noch stärker wurde. In den vier Jahren bis zum BachelorAbschluss erlebte Dupré an der US-Uni eine, wie er betont, „richtig gute Zeit“. Der Franzose wurde die Nummer eins in der NCCA Devision 1. „Da ist mir so richtig klar geworden, dass ich Profi werden möchte.“ Mit 23 Jahren kam Dupré zurück nach Frankreich und wollte nur noch Tennis spielen. Unabhängig davon, dass seine Voraussetzungen für einen Einstieg auf der ATP-Tour nicht gerade klassisch waren. „Ich habe mir technisch alles selbst beigebracht. Niemand hat mir gesagt, wie ich den Ball zu schlagen oder den Schläger zu halten habe“, erklärt Dupré, auf dem Platz ein Kämpfer, ein Fuchs. Technische Ausbildung bei einem Trainer habe er nie genossen. „Ich habe Tennis im Fernsehen geschaut und dann die Spieler nachgemacht. Es wäre sicher besser für mich gewesen, wenn ich als Jugendlicher technisch und motorisch mehr trainiert hätte. Aber auch an der Uni ging es mehr um Taktik und Strategie.“ Technik hin oder her – Thomas Dupré lebte seinen Traum und ging auf die Tour. Dem ordnete er alles unter und reiste um die Welt. Von Turnier zu Turnier. Meistens alleine. Einzig mit dem Ziel, in der Weltrangliste zu klettern, um auch bei den großen Turnieren dabei sein zu dürfen. 1999 ging Dupré für drei Monate in die USA, spielte erfolgreich Turniere und kletterte in dieser Zeit bis auf Position 277 in der Weltrangliste. Die Erfolge motivierten. Aber leicht war der Weg nicht. „Das Leben auf der Tour ist hart. Man muss unheimlich viel reisen, Ausgabe 2016. hawk-eye. 67 Portrait. jemand stünde hinter mir und hätte mich geschlagen“, berichtet Dupré. „Dann ist mein Bein weggesackt und ich wusste, dass die Achillessehne durch ist.“ Der damals 29-Jährige kämpfte sich zurück. Möglichst schnell. Im Juli 2004 hatte er – wieder in Deutschland – sein zweites offizielles Match nach der schweren Verletzung, für den 1. FC Nürnberg mit Florian Mayer an Position Eins in der Zweiten Bundesliga Süd. „Mein Medenspiel hatte kaum angefangen, da passierte es wieder, dieselbe Verletzung.“ spielt sehr viele Matches“, so Dupré. „Man sieht viele Länder, Europa, Indien, Australien, USA. Aber das ist nicht immer leicht. Meine Eltern sind nicht reich, das heißt, man braucht auch sehr viel Geld. Es war insgesamt schwierig.“ Grand Slam-Turniere sind eine andere Welt Professionelle Unterstützung beim Training und auf Reisen schien eine Lösung zu sein, Dupré ging an die Mouratoglu Tennis Akademie in Paris, gegründet von Patrick Mouratoglu, aktueller Coach von Serena Williams. Zwei Jahre lang reiste Thomas Dupré gemeinsam mit Coach und den ATP-Kollegen Dick Norman, Zwei-Meter-Mann aus Belgien (2006 ATP-85), und Kroatiens Aufschlagriese Ivo Karlovic (höchste Platzierung 2008 ATP-14). „Wir waren da bekannt als die zwei Großen und der Kleine.“ Im Juli 2002 erreichte Dupré mit Rang 229 die höchste Platzierung in der Weltrangliste und stand bei allen vier Grand SlamTurnieren jeweils in der Qualifikation. Der Motor für alles. Und auch im Rückblick etwas ganz Besonderes. „Grand Slam-Turniere sind eine andere Welt. Du fühlst die Atmosphäre schon in der Qualifikation“, betont Dupré. „Für diese Momente arbeitest du hart und kämpfst immer weiter. Dort zu spielen, ist ein sehr tolles Gefühl.“ Begegnungen für die Zukunft 2002 war die Zeit in der Akademie vorbei. Für Thomas Dupré sollte es das Jahr 68 hawk-eye. Ausgabe 2016. der wertvollen Begegnungen werden. Er traf Menschen, die er danach nie wieder aus den Augen verlieren würde. Zurück in Lille lernte Dupré seinen Trainer und guten Freund Thierry Podeur kennen. „Wir arbeiten jetzt seit fast 15 Jahren zusammen. Bei ihm habe ich drei Mal pro Woche trainiert und an der Fitness gearbeitet“, so Dupré. „Auch heute, mit 41 Jahren, ist er noch mein Coach. Es ist gut, ihn an meiner Seite zu haben.“ Für seinen Club in Lille (TC Lilloire Lille Métropole) servierte Dupré insgesamt elf Jahre in Frankreichs Erster Liga. Mittlerweile ist er beim RC Arras als Spieler und Tennislehrer, zusammen mit Thierry Podeur. In Deutschland hat Thomas Dupré eine zweite sportliche Heimat: den TSC Mainz. In der Saison 2002 schlug der Franzose erstmals für den TSC unter Coach Babak Momeni erfolgreich in der Zweiten Bundesliga auf (sechs Einsätze, sechs Einzelsiege). Eine Verbindung, die nicht mehr abreißen sollte. Heute betonen die Spieler aus der TSC-Herrenmannschaft, dass sie in der Oberliga als eine der wenigen Teams nur mit Deutschen antreten – Thomas Dupré gehört eben ganz und gar dazu. Tiefpunkt und Ende der Karriere Doch bevor es zum Wiedersehen in Mainz kam, erlebte Thomas Dupré Tiefpunkt und Ende seiner ATP-Karriere. Im Januar 2004 spielte er bei einem Future in Deutschland im Viertelfinale gegen Sebastian Fitz. „Ich lag 6:4, 5:4 in Führung als es einen Riesenknall gab. Ich habe mich umgedreht, weil ich dachte, Wieder Operation, wieder Reha. Rund anderthalb Jahre konnte Dupré danach kein Tennis mehr spielen. Der zweite Achillessehnenriss hatte die Situation dramatisch verschlimmert. „Nach dem ersten Riss dachte ich noch, ich trainiere hart und komme zurück. Aber nach der zweiten Verletzung war mir klar, das bedeutete das Ende meiner Karriere“, gesteht Durpré. Später erfuhr der leidenschaftliche Tennisspieler sogar, dass sein behandelnder Arzt damals nicht sicher war, ob er überhaupt jemals wieder würde Tennis spielen können. Zeit zum Umdenken. Beim Französischen Verband machte er seinen Trainerschein. „Nach der Verletzung war die Trainerausbildung für mich das Wichtigste. Eine Idee, etwas anderes zu machen, hatte ich nie“, erklärt Dupré. „Aber ich war mir auch sicher: So wollte ich nicht mit dem Tennissport aufhören. Dafür habe ich Tennis immer zu sehr geliebt.“ Der Sportler kämpfte sich zurück. Die Karriere war vorbei, aber das Tennisherz in ihm brannte nach wie vor. „Ich wollte wieder auf dem Platz stehen. Sicher nicht auf der ATP-Tour, aber doch auf einem ganz guten Level.“ Finale geschlagen“, berichtet Dupré und fügt hinzu: „Aber am emotionalsten war für mich das Turnier 2006 in Lille, als ich nach meinen schweren Verletzungen zurückgekommen bin.“ Zurückgekommen ist der bescheiden auftretende Franzose auch an den Ebersheimer Weg. „Der Kontakt zu Babak war immer sehr gut, irgendwann haben wir uns zufällig bei den French Open in Paris wieder getroffen“, berichtet Dupré. „Da ist ganz spontan die Idee entstanden, wieder für Mainz zu spielen. Ich habe zu Babak gesagt, wenn ihr einen Spieler braucht, ich bin bereit.“ 2010 war es soweit. Seitdem serviert der 41-Jährige wieder für den TSC Mainz in der Herren-Oberliga, im vergangenen Jahr auch erstmals mit den Herren 40 in der Regionalliga. Diese Treue ist bemerkenswert, Thomas Dupré erklärt sie so: „Der TSC ist mehr als Tennis für mich, das ist wie eine Familie. Wenn ich hierher komme, komme ich nach Hause.“ Aus einem professionellen Engagement ist schon lange überzeugte Verbundenheit geworden, Freundschaft. „Es macht sehr viel Spaß mit den Jungs, das sind alles great guys. Joel beispielsweise hat 2014 in meinem Team in Lille gespielt. Der Kontakt zwischen uns ist super“, schwärmt Dupré, abseits des Platzes stets warmherzig und humorvoll unterwegs. „Babak und Katja bewundere ich sowieso. Ich habe größten Respekt vor seiner Arbeit als Coach.“ Der Routinier im Herrenteam geht sogar noch weiter und sagt: „Hier beim TSC erlebe ich die beste Zeit meines Lebens. Deshalb soll das auch noch für ein paar Jahre so weiter gehen.“ Noch kein Gedanke an Rücktritt Genaue Pläne für die Zeit ohne Tennisschläger in der Hand hat Thomas Dupré noch nicht. „Ich werde älter, aber noch bin ich nicht alt genug, um aufzuhören.“ Er bleibt entspannt. „Irgendwann ist es vorbei mit dem Tennis. Ich weiß das. Aber noch ist es nicht so weit. Ich kann mir vorstellen, noch ca. vier Jahre zu spielen, wenn alles gut läuft“, erklärt der Franzose, durch und durch ein fairer Sportsmann. „Mein Spiel ist noch nicht verschwunden, meine Kondition ist gut. Ich hoffe, dass ich noch lange meine Fitness halte. Aber ich habe keine Garantie, wie lange das noch so geht und mein Körper mitmacht.“ Für Thomas Dupré ist diese Zeit beim TSC Mainz, die Zeit des Tennisgenießens, sehr wertvoll. Und irgendwie auch neu. Er sei für Profitennis mental nicht stark genug gewesen. „Ich habe sehr viel Druck verspürt, habe mir den auch selbst gemacht. Dabei habe ich versäumt, das Spiel auch zu genießen“, gesteht Dupré, sieben Mal stand er bei ITF-Turnieren ganz oben. „Ich hatte das Talent, um unter die besten 100 Spieler der Welt zu kommen, aber Fakt ist: Ich habe es nicht geschafft.“ Mit den Verletzungen alleine sei das nicht zu erklären. „Mein Körper hat mich zwischenzeitlich verlassen, aber mein Problem war der Kopf. Ich war zu emotional für die Tour.“ Deshalb ist das Genießen auf dem Court jetzt für Thomas Dupré so wichtig – und schön. Möglichst lange soll dieses Gefühl noch anhalten. „Ich weiß jetzt schon, dass ich Tennis und auch den TSC vermissen werden, wenn mal der Punkt kommt, an dem ich aufhöre“, sagt Dupré und wagt einen Blick voraus: „Ich glaube, ich werde noch im Rollstuhl zu den Spielen des TSC kommen und mir die Kinder von heute angucken, die dann meinen Platz auf dem Court einnehmen.“ Der größte Erfolg: Zurück auf dem Court Thomas Dupré feierte den größten Erfolg seiner sportlichen Laufbahn. 2005 stand er erstmals wieder auf dem Platz, „da wusste ich, dass ich das Tennisspielen nicht komplett aufgeben muss, nur das Spielen auf der Tour“. 2006 gab er in der Heimat sein Comeback. Für das 15.000-Dollar-ITF-Turnier in Lille bekam Dupré eine Wildcard, im Halbfinale musste er sich Jo-Wilfried Tsonga 6:7, 3:6 geschlagen geben. Ein Glücksgefühl. Sportlich mit nichts anderem zu vergleichen. „Ich habe gegen einige große Spieler gespielt in meiner Karriere, gegen Tsonga, David Ferrer, Janko Tipsarevic oder Mardy Fish (Anm. d Red. 2001 – ATP-143, 2011 Top Ten). Ihn habe ich bei einem Future in Florida 2001 im Ausgabe 2016. hawk-eye. 69 Impressionen IV. Fachanwältin Melanie Vest jetzt: F · M · P: Arbeitsrecht Familienrecht sowie Medizinrecht fromm-fmp-mainz Malerfachbetrieb ANDREAS POPPE MALERMEISTER Mainzer Weg 28 55270 Ober-Olm Tel: +49 (0) 6136 2445 Mobil: +49 (0) 176 473 086 16 Fax: +49 (0) 6136 850 738 Ausgabe 2016. hawk-eye. 71 Fit in den Sommer. Fit in den Sommer Reverse Nordic Curl mit Personaltrainer Marko Kurtic Viele TSCler kennen Marko vom gemeinsamen Athletiktraining im Kraftraum, den Tenniscamps in den Sommerferien oder den kräftezehrenden Fitnesseinheiten während der Saisonvorbereitung auf Mallorca bzw. in Andalusien. Wie in den vergangenen Jahren, hat er auch dieses Jahr wieder ein Trainingsprogramm speziell für die Ausgabe unserer Clubzeitung entwickelt. Das Stichwort dieses Mal besteht aus sechs Buchstaben und lautet: TABATA. 8 x 20/10 – tabata workout Warum? Die Ballwechsel mit kraftvollen Schlägen und dynamischer Beinarbeit trennt nur eine kurze Pause – es ist von großem Vorteil, wenn sich das intervallartige Anforderungsprofil des Tennisspielers auch im Fitnesstraining wiederfindet. Wie? Ein Vier-Minuten-Intervallprogramm von acht Runden mit jeweiliger Dauer von 30 Sekunden hat sich als besonders effektiv erwiesen. Jedes Intervall ist mit einer Belastung von 20 Sekunden und einer Pause von 10 Sekunden getaktet. Die hohe Effektivität dieses Intervalltrainings auf den Stoffwechsel, mit seinen intensiven Belastungen und kurzen Pausen, wurde vom japanischen Forscher Dr. Izumi Tabata in seinen Studien belegt. Wichtig ist, dass in einer Tabatarunde die gleiche Übung 8x wiederholt wird. Für einen Wechsel bleibt in der 10-Sekunden-Pause keine Zeit. Wann? Machen Sie nach Ihrem nächsten Tennistraining doch eine oder mehrere der nachfolgend aufgeführten Übungen nach der Tabata-Methode. Mit vier Minuten für eine Übung oder 24 Minuten für alle sechs Übungen sind Sie dabei. Es lohnt sich! 72 hawk-eye. Ausgabe 2016. Zielmuskulatur Oberschenkel (Vorderseite) Ausgangsstellung Knien Sie auf dem Boden und strecken Sie Ihre Hüften. Spannen Sie Ihr Gesäß an und ziehen Sie Ihren Bauchnabel nach innen. Eine Polsterauflage bietet Ihnen Entlastung für die Knie. Bewegung Halten Sie die Körperspannung und bewegen Sie Ihren Oberkörper mit der Beugung der Knie nach hinten. Kehren Sie langsam wieder in die aufrechte Position. Die Bewegung der Arme nach vorne sorgt für ein angenehmes Gegengewicht. Tipp Bewegen Sie zunächst in einer kleinen Amplitude nach hinten – der Muskelkater ist hier schon vorprogrammiert. SChwimmer Belastung 00:20 Pause 00:10 8 4 Intervalle = Minuten Zielmuskulatur Rücken Ausgangsstellung Legen Sie sich auf den Bauch und nehmen Sie einen Arm über den Kopf. Schonen Sie Ihren Nacken indem Sie stets Ihren Blick zur Matte ausrichten. Spannen Sie Ihre Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur an. Bewegung Heben Sie Ihre Schultern und den Oberkörper leicht an und führen Sie gegengleich Ihre Hände entlang des Körpers in einer schwimmähnlichen Bewegung. Tipp Achten Sie auf eine ruhige Oberkörperlage und volle Streckung der Arme in der Endposition. Ausgabe 2016. hawk-eye. 73 Fit in den Sommer. bergsteiger Zielmuskulatur Bauch Ausgangsstellung Beginnen Sie in der Liegestützstellung – die Arme sind gestreckt, die Füße etwa hüftweit geöffnet. Brücke Bewegung Ziehen Sie abwechselnd, wie in einem Startblock positioniert, ein Knie gerade zum Brustkorb. Halten Sie Ihre Schultern und den Oberkörper hierbei stets kompakt organisiert. Tipp Ziehen Sie Ihren Bauchnabel für noch mehr Stabilität nach innen und optimieren Sie auf diese Weise das Training der Bauchmuskulatur. Crunches Zielmuskulatur Gerade Bauchmuskulatur Ausgangsstellung Rückenlage. Beine rechtwinklig angehoben. Halten Sie den Schläger mit gestreckten Armen in der ÜberkopfPosition. 74 hawk-eye. Ausgabe 2016. Zielmuskulatur Tiefer Rücken, Oberschenkel (Rückseite) Ausgangsstellung Rückenlage, Arme auf dem Boden, Fußsohlen aufgestützt und in den Boden gestemmt. Bewegung Strecken Sie Ihre Hüften bis die Schultern, Hüften und Knie in einer Geraden verlaufen, bevor Sie wieder die Abwärtsbewegung einleiten. Tipp Falls Sie die Übung erschweren möchten, nehmen Sie jeweils einen Tennisball unter die Füße. mini-band-lauf Bewegung Heben Sie langsam Ihren Oberkörper bis die Schulterblätter den Boden verlassen und Sie Ihren Schläger auf den Unterschenkeln abgelegt haben. Aus der fixierten Beinstellung heraus bewegen Sie sich nun ohne Schläger wieder in die Ausgangsstellung. Tipp Der tiefe Rücken bleibt stets auf dem Boden. Zielmuskulatur Gesäß Ausgangsstellung Das Mini-Band ist knienah um die Oberschenkel angebracht. Die Hände in den Hüften. Leichte Vorlage des Oberkörpers. Beinbeugung bis zur leichten Kauerposition. Bewegung Führen Sie ein Bein nach außen und nehmen Sie das andere Bein langsam hinterher. Die Knie arbeiten gegen die Bandspannung und zeigen stets leicht nach außen. Tipp Ziehen Sie auch hier den Bauchnabel leicht zur Wirbelsäule ein. Ausgabe 2016. hawk-eye. 75 Deutsche Hochschulmeisterschaften. Lupenreiner hattrick TScler zum dritten Mal in Folge Deutscher Hochschulmeister mit dem Team der Johannes Gutenberg-Universität Viele junge, gute Tennisspieler zieht es für ein oder mehrere Jahre in die USA, um in den College Leagues für ihre Universitäten auf Punktejagd zu gehen. Studieren und Leistungssport lässt sich dort optimal verbinden. So sind auch schon einige TSCler „drüben“ gewesen. Nicht so die Brüder Joel und Niko Rizzi: Seit frühester Jugend im TSC und fester Bestandteil der ersten Herrenmannschaft, greifen sie nun auch für ihre Uni, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, zum Schläger ... und das extrem erfolgreich. Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Team-Tennis werden wie eine Art Medenrunde einmal im Jahr ausgetragen. Dabei besteht eine Mannschaft jeweils aus sechs Spielern: vier Herren und zwei Damen. Es werden sechs Einzel, ein Herrendoppel und ein Mixed gespielt. Für jedes gewonnene Match wird ein Siegpunkt vergeben. Das Team, das mindestens fünf Punkte erreicht, steht als Sieger fest. Für die Endrunde (FinalFour) Anfang Juli können sich deutschlandweit vier Hochschulen in jeweils drei Vorrundenspielen qualifizieren. Austragungsort der beiden Finaltage ist jeweils die Vorjahressieger-Universität. 2013 nahmen die Mainzer um die beiden Rizzi-Brüder und u.a. Fabian Guzik vom TSV Schott Mainz zum ersten Mal an den Deutschen Hochschulmeisterschaften teil, erreichten auf Anhieb die Endrunde in Regensburg und holten v.h.l.: Christoph Ohanka, Anne Zehetgruber, Markus Scherer, Joel Rizzi, Fabian Guzik, Oberschiedsrichter, Johannes Traut v.v.l.: Nathalie Scherdel, Niko Rizzi, Melanie Grosseastroth Ergebnisse Deutsche hochschulmeisterschafteN 2015 v. l.: Joel Rizzi, Markus Scherer, Niko Rizzi den Titel nach Mainz. 2014 folgte der erneute Sieg auf heimischer Anlage. Und auch 2015 gelang es dem Team wieder den Deutschen Meistertitel nach einer kräftezehrenden Hitzeschlacht in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt zu holen: Ein lupenreiner Hattrick! Mehr geht nicht! Das Final-Four 2015 begann für das Mainzer Team zunächst allerdings mit etwas Pech bei der Auslosung der Halbfinals. Die Mannschaft der Uni München hatte aus Verletzungsgründen absagen müssen und ermöglichte einem der anderen qualifizierten Teams aus Leipzig, Bayreuth oder Mainz das Glück mit einem Freilos das Finale zu erreichen. Bei Temperaturen von über 30 Grad war es für das glückliche Bayreuther Team ein nicht zu unterschätzender Vorteil ohne weitere Anstrengungen am darauffolgenden Tag das Finale bestreiten zu können. Doch auch die Mainzerinnen und Mainzer gingen sorgsam mit ihren Kräften um. Keines der Einzel gegen Leipzig ging verloren, so dass die Partie schon nach den Einzelspielen entschieden war. Am folgenden Tag warteten dann die favorisierten, ausgeruhten Bay- 76 hawk-eye. Ausgabe 2016. reuther. Das JGU-Team zeigte sich von Beginn an von seiner besten Seite und ging auch hier mit drei Siegen in den ersten drei Einzeln souverän in Führung. Spannend wurde es lediglich zu Beginn der zweiten Einzelrunde, nachdem bereits ein Satz verloren ging und in den anderen beiden Spielen der erste Satz im Tiebreak entschieden werden musste. Letzten Endes wurden dann aber doch beide Tiebreaks gewonnen und mit einem weiteren souveränen 5:0-Sieg der erneute Hochschulmeistertitel gesichert. Nochmal: MEHR GEHT NICHT!!! Der große Clou bei der Sache: 2015 waren sogar DREI TSCler im Team der Johannes Gutenberg-Universität vertreten. Nicht nur die beiden Rizzi-Brüder Joel und Niko, sondern auch Markus Scherer, der an Position 5 für die Herren I des TSC aufschlägt. Der Oberligaspieler war vor den Finaltagen offensichtlich dann doch etwas nervös: „Als der entscheidende Matchball verwandelt wurde und fest stand, dass wir wieder Deutscher Hochschulmeister sind, ist mir erstmal ein großer Stein vom Herzen gefallen. Wieso? Nachdem mich Joel und Niko überzeugt hatten für die Unimannschaft zu spielen, kam mir schnell der Gedanke: Die haben zweimal das Ganze gewonnen. Wäre jetzt schon ziemlich bitter, wenn ich das erste Mal Achtelfinale Mainz I : Freiburg Frankfurt : Mainz II Bamberg : Bonn Bochum : Rostock Mannheim : Stuttgart Dresden : Leipzig Bayreuth I : Konstanz München : Hohenheim 5:4 5:4 0:9 9:0 9:0 3:6 6:0 9:0 Viertelfinale Mainz I : Mannheim Frankfurt : Leipzig Bonn : Bayreuth I Bochum : München 5:1 3:6 3:6 1:5 Halbfinale Mainz I : Leipzig Bayreuth I : München 6:0 9:0 Finale Mainz I : Bayreuth I 5:0 mitspiele und wir werden nicht Meister. Zum Glück gab es den Titel und meine Bedenken waren unbegründet. Als Team haben wir wirklich eine sehr starke Leistung abgeliefert und es hat großen Spaß gemacht für die Uni Mainz zu spielen. Außerdem kann ich jetzt mein Leben lang sagen: Ich bin Deutscher Meister und was machst du so?“. Auch in diesem Jahr treten die TSCler wieder mit der JGU bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im TeamTennis an. Vielleicht klappt es ja mit dem vierten Titel in Folge – wer braucht da noch amerikanisches College-Feeling? Ausgabe 2016. hawk-eye. 77 Gerüchteküche. Ist es wirklich wahr, dass ... ...als Ergänzung zum Fitnessraum 2017 noch ein Schwimmbad mit angeschlossener Saunalandschaft gebaut werden soll? ... ein Spieler der Herren 50 über Nacht im Clubhaus eingesperrt war? ... der TSC zum Generieren von weiteren Einnah - mequellen in die Weinbranche eingestiegen ist und 2016 seinen eigenen Sekt produziert? ... der TSC Mainz mittlerweile seit fünf Jahren wieder steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen hat? ... Sinja Kraus beim Regionalligaspiel der Damen I in Villingen insgesamt zwölf Plätze abgezogen hat? ... das weiße Zelt an der Ballwand im Winter durch das Clubrestaurant als Gewächshaus zum Züchten von seltenen nordspanischen Tomaten und Sandplatzgurken genutzt wird? … das Flutlicht auf den Plätzen 1-3 niemals vollständig funktioniert? ... bei Vorstandssitzungen jeder Anwesende zukünftig einen 15€-Verzehrgutschein für das Olivengarten-Restaurant erhält, um mehr Mitglieder für eine ehrenamtliche Mitarbeit im TSC zu motivieren? ... Babak Momeni beim Auswärtsspiel der Damen II in Frankenthal während dem Coachen ein Feuer gelöscht hat? ... die Vereinsführung froh darüber ist, dass die Damen I ... Johannes Ries beim ersten Medenspiel nicht in die 2. der Herren 30 zwischen Einzel und Doppel Bundesliga aufseine Unterhose gefönt hat? gestiegen sind? ... im November 2015 noch auf den Au- ... einige Beiträge in der Club ssenplätzen gespielt werden konnte? zeitung 2015 ... sich Damenmann- schaften von Natur aus unmöglich auf ein Mannschaftsou- Einsenden von Gegendarstellungen ermutigt haben? zum … für das Spielen in der Traglufthalle zukünftig pauschal das dreifache Lichtgeld berechnet wird, da Abonnenten teilweise die ganze Halle ausleuchten, obwohl nur ein Platz bespielt wird? ... 2016 für die Tentfit einigen können? nishalle ein Smartphoneverbot eingeführt wird, da durch die . . . nach 17 Jahren endlich wieder eine Deutelektromagnetische sche ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat? Strahlung von bis zu 15 Handys (3x4 Kinder + ... SinnLeffers mit Saisonbeginn im 4. Stockwerk 3 Trainer) die Spule des Geneeine TSC-Mainz-Fanecke eingerichtet hat und ratormotors der Traglufthalle dort eigens designte Tennisartikel vertreibt? zu stark beansprucht wird? Ausgabe 2016. hawk-eye. 79 Große Werner-Mertins-Spiele. rheinland-pfälzische Auswahl mit Platz vier und damit dem Abstieg in die CKlasse zufrieden geben. Hauchdünn schrammten die Gastgeber am Klassenverbleib vorbei. Im Halbfinale unterlagen die TVRPSpieler/Innen dem an Eins gesetzten Team aus Württemberg 2:4. Einzig Michael Engel gewann sein Einzel 6:4, 6:4, im Doppel erkämpften Engel/Hoffmann gegen die Favoriten und späteren Gruppensieger in einem spannenden Match mit 7:5, 4:6, 10:4 den zweiten Punkt. Deutlich knapper ging’s im Spiel um Platz drei gegen den TV Niederrhein zu: Nach den Einzelsiegen von Horst Bitschkus (7:6, 6:3 gegen Volker Heinisch) und Michael Engel (7:6, 6:0 gegen Heinz Kleinemas) auf den Spitzenpositionen sowie den knappen Niederlagen von Manfred Hoffmann (6:1, 4:6, 7:10) und Christel Fuchs (4:6, 4:6) mussten die Doppel die Entscheidung bringen. Horst Bitschkus/Helga Schluppkotten unterlagen in zwei Sätzen, nach dem 3:6, 6:3, 6:10 von Engel/Hoffmann zum 2:4 stand der Abstieg fest. Der Blick auf die Zahlen war bitter: Nur ein gewonnener Matchtiebreak hätte dem TVRP bei einem 3:3 und ausgeglichenem Satzverhältnis aufgrund der mehr gewonnenen Spiele zum Klassenverbleib gereicht. Stimmungsvolle Große Spiele auf der Anlage des TSC Mainz waren es allemal. Mit heißen Ballwechseln, trotz großer Sommerhitze. Gerade am Final- Große Werner-Mertins-Spiele Das Team Rheinland-Pfalz: Männer v.l.: Michael Engel, Werner Weitzel, Manfred Hofmann, Horst Bitschkus Frauen v.l.: Berti Heckl, Christel Fuchs, Helga Schluppkotten tag waren die Partien allesamt extrem ausgeglichen. Zwischendurch hatten alle Teilnehmer/Innen beim geselligen Spielerabend im Clubrestaurant unterhaltsame Stunden abseits der Plätze genossen. Die Mannschaft Württembergs bejubelte im Finale nach einem 3:3 (7:6 Sätze) gegen die Auswahl aus Hamburg den Gruppensieg und Aufstieg in die AGruppe. Namensgeber der Großen Werner-Mertins-Spiele ist übrigens der mehrmali- ge Senioren- Welt- und Europameister Werner Mertins. Ausgetragen werden die Großen Spiele der Damen/Herren 70 in jeweils 4-er Gruppen von A bis E. Je ein Dameneinzel, drei Herren-Einzel, ein Herren-Doppel und ein Mixed werden pro Mannschaft gewertet. Während in der A-Gruppe um den Titel des Deutschen Meisters gespielt wird, kämpfen die übrigen Landesverbandsmannschaften um den Auf- bzw. gegen den Abstieg. Alle teilnehmenden Mannschaften inklusive der TVRP-Seniorenreferenten Karin Spanke (2. von rechts) und dem Vorsitzenden des TSC Mainz Dr. Jochem Krüger (rechts). 2015 Vorbildliche Gästebetreuung, umkämpfte Matches, feinstes Sommerwetter: Die Tennisanlage des TSC Mainz bot im August 2015 das stimmungsvolle Ambiente für die Großen Werner-Mertins-Spiele. Seit 1959 sind die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Verbände unter der Überschrift Große Spiele fester Bestandteil des Tennisjahres. Für die Seniorinnen und Senioren der Altersklasse 70 war der TSC Mainz im Vorjahr Gastgeber für den ausrichtenden Tennisverband Rheinland-Pfalz (TVRP). Teilnehmer, Verantwortliche und Zuschauer erlebten an den zwei Turniertagen am Ebersheimer Weg umkämpfte Matches in angenehmer Atmosphäre. In Mainz ging es in der B-Gruppe der Werner-Mertins-Spiele für die Mann80 hawk-eye. Ausgabe 2016. schaften aus den Verbänden Hamburg, Niederrhein, Württemberg und Rheinland-Pfalz um den Aufstieg in die A-Klasse und gegen den Abstieg in die C-Klasse. Für den TVRP servierten deutsche Top-Ranglisten-Spielerinnen und -Spieler aus den Bezirken Rheinland, Rheinhessen und der Pfalz. Horst Bitschkus, Michael Engel, Manfred Hoffmann und Christel Fuchs lieferten sich in ihren zwei Begegnungen heiße Matches, nach zwei intensiven Partien musste sich die Ausgabe 2016. hawk-eye. 81 90 Jahre TSC Mainz. Veranstaltungskalender 90 Jahre TSC Mainz e.V. MEET AND GREET bei SinnLeffers für Mitglieder & Freunde des TSC Mainz 17. März Saisonvorbereitung Andalusien | Spanien 23. März - 1. April Mitgliederversammlung 11. April Saisoneröffnung | Deutschland spielt Tennis (Zentralveranstaltung des TV Rheinland-Pfalz) 24. April Rheinland-Pfalz-Meisterschaften 26. - 29. Mai Tenniscamp I 18. - 22. Juli Surfcamp Veluwemeer | Holland 28. Juli - 5. August SinnLeffers Mainz Open 11. - 14. August Stilvolle Jubiläumsfeier RED & WHITE im Favorite Parkhotel Mainz 12. August | 18.45 Uhr Fetzige Jubiläumsparty im Favorite Parkhotel Mainz 12. August | 21.45 Uhr Tenniscamp II 22. - 26. August Besuch des Tennis Club Dijonnais aus unserer Partnerstadt Dijon 16. - 18. September 82 hawk-eye. Ausgabe 2016. Ausgabe 2016. hawk-eye. 83 SinnLeffers Mainz Open. v.l.: Hans Beth, Urs Kern zwei oder drei Jahre später im Fernsehen sehen könnte, so wie man in Finthen einst Spieler wie Michael Stich vor seinem Wimbledonsieg sah? Urs: Das können wir natürlich nicht versprechen, aber unmöglich ist das nicht. Warum soll nicht unter den jüngeren Spielerinnen und Spielern jemand sein, der dann ein paar Jahre später bei den Großen mitspielt? Unser Turnier ist ja zudem nicht nur durch die Konkurrenz sportlich attraktiv, zudem gibt es ein schönes Rahmenprogramm mit einer Jubiläumsfeier und einer RPR1Jubiläumsparty, ein nicht ganz uninteressantes Preisgeld, das für Talente ein Ansporn sein dürfte und weitere Programm-Highlights, die wir aber erst im Sommer verraten werden. Warum hat sich der TSC für ein U21-Turnier entschieden? SinnLeffers Mainz OPen Top-turnier zum 90. geburtstag Im Jubiläumsjahr ruft der TSC Mainz erstmalig ein hochklassiges nationales Jugendranglistenturnier für die Altersklassen U12, U14 und U21 ins Leben. Hauptsponsor ist das Mainzer Modeunternehmen Sinn- Leffers. Für die Veranstaltung konnten aber auch dankenswerterweise viele weitere Förderer gewonnen werden. Zur Rolle des Spitzentennis in Mainz, den Aufgaben und Herausforderungen für den TSC sowie zur Motivation des Projektes gaben die beiden Hauptinitiatoren des Events, Vizepräsident Hans Beth und Finanzvorstand Urs Kern, ein gemeinsames Interview. Hierin geben die beiden TSC-Funktionäre Einblicke hinter die Kulissen und in zukünftige Planungen. Mainzer Tennisfans erinnern sich gerne an die Deutschen Hallen-Tennismeisterschaften, die viele Jahre lang in MainzFinthen ausgespielt wurden. Ist das SinnLeffers MAINZ OPEN der legitime Nachfolger in Sachen Spitzentennis in Mainz? Hans: Was damals von Heiner Dammel und seinem Team in Finthen veranstaltet wurde, war eine ganz andere Kategorie. Wir machen jetzt einen ersten kleinen Schritt. Wir wollen nationale Topspieler aus dem Jugend-Leistungsbereich in die Landeshauptstadt nach Mainz holen. Das sind auch keine deutschen Meisterschaften, die wir da veranstalten. Aber wir werden in Mainz attraktives Tennis 84 hawk-eye. Ausgabe 2016. sehen. Womöglich ist das dann ein erster Schritt zu was Größerem in der Zukunft. Bislang ist der TSC Mainz vor allem als Gastgeber der rheinland-pfälzischen Landesmeisterschaften in Erscheinung getreten. Ist dieses Turnier nun Neuland für den Club? Urs: Absolut. Der TSC ist bislang auf Landesebene aktiv gewesen. Nun treten wir erstmals mit einer eigenen Veranstaltung bundesweit auf. Das würden wir gerne nachhaltig etablieren. Hans: Wir wollen mit dem Turnier auch das große Engagement in unserer Nach- wuchsarbeit belohnen. Bislang mussten die Talente vom Trainerteam Babak Momeni oftmals weite Reisen antreten, wenn sie sich auf nationaler Ebene mit den Besten ihrer Jahrgänge messen wollten. Jetzt dürfen sie mal vor ihrer eigenen Haustür in Mainz spielen, vor ihren Familien und Freunden. Wer wird dann Mainz finden? den Weg nach Urs: Es gibt drei Kategorien: U12, U14 und U21. Bei den Juniorinnen und Junioren hoffen wir, dass viele der besten Spielerinnen und Spieler aus den DTBRanglisten hier spielen. Sind das dann Talente, die man Urs: Wir haben uns ganz bewusst für U21 entschieden, weil es in diesem Bereich noch eine Marktlücke gibt. Bei den Aktiven gibt es eine Riesenanzahl an DTB-Turnieren. Für U21 gibt es noch Bedarf, da können wir uns also schnell etablieren. Der DTB will diesen Bereich zudem als Leistungsklasse stärken. Das passt dann schließlich auch zu unserer Vereinsphilosophie. Hans: Wir verfolgen seit Jahren ein nachhaltiges Jugendkonzept – etabliert von unserem Trainer Babak Momeni und seinem Team mit einem breiten Stamm von hochlizenzierten Übungsleitern. Seit über 20 Jahren veranstaltet der TSC Mainz nun regelmäßig zwei Tenniscamps in den Sommerferien und im Frühjahr ein Saisonvorbereitungscamp in Spanien. Wir haben in den letzten Jahren, mit unseren rund 200 jugendlichen Mitgliedern, von denen viele Tennis als Leistungssport betreiben, riesengroße Fortschritte gemacht. Da passt es einfach dazu, diese Nachwuchssportler mit einem solchen Turnier an den Erwachsenenbereich heranzuführen und zugleich den jüngeren Nachwuchsspielern die Möglichkeit zu bieten, ihre Vorbilder anschauen zu können. Wir wollen das leistungsorientierte Tennis auch ein bisschen breiter aufstellen. Wie viele eigene Talente können denn am Turnier teilnehmen? Urs: Wir haben 32er-Felder bei den U21Turnieren. Livia Kraus dürfte zu den top gesetzten Spielerinnen zählen, darü- berhinaus könnten es drei, vier weitere Spielerinnen ins Feld schaffen. Bei den Männern dürfte Leonard Stolz und dazu ein bis zwei weitere gut genug fürs Teilnehmerfeld sein. Bei den U12 und U14, bei denen es um DTB-Ranglistenpunkte geht, werden eine ganze Menge unserer Jugendlichen mitmachen können. Das Turnier findet zum 90. Geburtstag des TSC und dem Jubiläum 200 Jahre Rheinhessen statt. Aber es ist keine Eintagsfliege, oder? Urs: Die Jubiläen sind ein schöner Anlass, um mit dem Turnier zu starten. Das soll dann aber eine kontinuierliche Fortsetzung finden. Wir wollen das Turnier nachhaltig etablieren. Hans: Das Konzept ist nachhaltig angelegt und wird auch bei unseren Kooperationsgesprächen so kommuniziert. Was hat der TSC von dem Turnier – außer viel Arbeit? Hans: Wir haben verschiedene Zielsetzungen: 1.Erhöhung des bundesweiten Be kanntheitsgrades Mainz | Rheinhessen 2. Etablierung eines hochklassigen Events des Jugendleistungssports 3. Verzahnung U12 | U14 und U21 (Vorbild) 4.Weiterer Baustein im TSC-Jugend konzept und der Tennisakademie 6.Zielgerichtete Förderung der Jugendarbeit Wir wollen im Jubiläumsjahr von Rheinhessen auch dazu beitragen, dass unsere Region und das Mainzer Lebensgefühl sichtbar werden. Und die Arbeit lohnt sich, weil wir unseren Jugendlichen zeigen wollen, was man gemeinsam auf die Beine stellen kann. Wir hoffen, dass sie sich dann davon mal anspornen lassen, wenn wir im Rentenalter sind. Das jüngste Projekt, das der TSC gestemmt hat, war die Traglufthalle, in der trotz des Verlusts der Halle im Winter trainiert werden kann. Schafft der Verein sich jetzt die nächste Herausforderung? Hans: Die Traglufthalle hat gezeigt, was wir im Verbund leisten können. Die Idee eines Jugendturniers gab es schon zuvor immer mal wieder von Eltern und Coaches. Vielleicht war es jetzt durch die Traglufthalle allen bewusst, dass der Verein das schaffen kann. Urs: Ich bin der Meinung, dass sich ein Verein immer fortentwickeln muss. Deshalb war es vielleicht der logische nächste Schritt, dass wir uns an dieses Projekt heranwagen. Wir wollten jetzt in der Jugendarbeit einen Schritt weitergehen. Birgt das Turnier ein finanzielles Risiko? Hans: Das Turnier lässt sich natürlich insbesondere nur durch viele ehrenamtliche Helfer und eine entsprechend breite Basis von Kooperationspartnern stemmen. Wir haben es geschafft unsere langjährigen Kooperationspartner und vor allem auch unseren neuen Hauptpartner SinnLeffers für das Projekt zu gewinnen und zu begeistern. Das hätten vor drei, vier Monaten wenige gedacht, dass wir das schaffen. SinnLeffers, mit Frau Vivian Lehmann in der Geschäftsleitung, schätzt unsere Arbeit und vor allem unser nachhaltiges Jugendkonzept, die Spitze und Breite zu fördern. Neben unserem Namenspartner SinnLeffers haben wir einige Premium-Partner sowie viele Förderer, ohne die wir nicht erfolgreich sein könnten. Auch wenn wir noch ergänzende Sponsoren suchen, ist die Basis gelegt. Ich bin auch vom wirtschaftlichen Erfolg des Turniers überzeugt. Urs: Es sind auch viele Mitglieder des Vereins, die die Idee finanziell und materiell unterstützen, weil sie das gut finden. Das ist einfach ein superschönes Projekt. In Finthen war die Halle voller Zuschauer bei den TennisMeisterschaften. Hofft der TSC auch auf die Rückkehr dieses Tennispublikums? Hans: Das wird sich zeigen. Auch in Finthen dauerte es sicherlich etwas, bis das Turnier auch für Sportfans als Zuschauerereignis etabliert war. Wir sind gespannt, wer zu den Endspielen am Sonntag auf unsere wunderschöne Anlage kommt. Vielen Dank für das Interview. Das Interview mit Hans Beth (TSC-Vizepräsident und Projektleiter SinnLeffers MAINZ OPEN) und Urs Kern (TSC-Finanzvorstand) führte Daniel Meuren. Ausgabe 2016. hawk-eye. 85 90 Jahre TSC Mainz. Wohlfühlen ist einfach. TSC-Präsidenten 1926 bis heute Dr. Fritz Meissner 1926-1933 Dr. Ludwig Strecker Wenn man einen Immobilienpartner hat, der von Anfang bis Eigentum an alles denkt. 1933-1935 Josef Bender 1935-1946 Paul Dierks 1946-1956 Josef Bender 1956-1961 Paul Dierks SparkassenBaufinanzierung. 1961-1965 Karl-Wilhelm Karst 1965-1970 Karlheinz Schöffel 1970-2004 Wilhelm Rörig 2004-2010 Dr. Jochem Krüger 2010-heute Wenn‘s um Geld geht www.sparkasse-mainz.de/baufinanzierung Ausgabe 2016. hawk-eye. 87 Impressionen V. ...seit 104 Jahren Mobil aus Tradition Rheinallee 183 55120 Mainz Tel. 06131-96262-0 Rheinallee 51 55283 Nierstein Tel. 06131-976629 info@auto-müller-mainz.de www.auto-müller-mainz.de Sie wünschen sich Lösungen, die zu Ihnen passen. 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Wir haben die besten Ereignisse zusammengetragen. 1926: Gründung des Vereins. 1928: Tennis als Luxus: Aufnahmegebühr 25 Mark, Jahresbeitrag 40 Mark. 1941: die Tennisballproduktion steht still – keine Bälle, keine Spiele. 1952: Die erste Auslandsreise einer TSCMannschaft führt nach Norrköping in Schweden. 1948: die Währungsreform lässt das Vereinsvermögen stark schrumpfen. 1955: endlich Tennis auch für Zuschauer: Bau des M-Platzes, einer der grössten Tennisplätze in Rheinland-Pfalz. 1973: Bau des heutigen Clubhauses und der Plätze 1 bis 3. 1974: steigende Mitgliederzahlen führen zur Einführung der 45-Minuten Spielstunde ab 17 Uhr. 1976: Erleuchtung für die Plätze 1 bis 3 – die Flutlichtanlage kommt! 90 hawk-eye. Ausgabe 2016. 1983: Um die langen Wintermonate zu überbrücken wird für das Clubrestaurant ein Verzehrgeld eingeführt. 1987: 806 Mitglieder – Rekord! Der Tennisboom wirkt sich auch auf die Mitgliederzahlen im TSC aus. 1989: Weltmeisterschaft der Jungsenioren im TSC mit dem Italia-Cup. 19 Nationen zu Gast am Ebersheimer Weg. 1993: 1.400 Zuschauer, zum Teil in einer VIP-Lounge, sehen sich das entscheidende Regionalligaspiel gegen Karlsruhe-Rüppur an. 1996: Gründung des Fördervereins „Spitzentennis in Mainz e.V.“. 2011: Die erste Ausgabe der hawk- eye erscheint. 2013: Die grosse weisse Traglufthalle sorgt von nun an auch im Winter auf den Plätzen 1 bis 3 für ungebremsten Tennisspass. 2001-2003: Wow! Die TSC Herrenmannschaft spielt in der 2. Bundesliga. 2015: Der Baum zwischen den Plätzen 10 und 11 wird vom Blitz getroffen und fällt einfach um. Ausgabe 2016. hawk-eye. 91 Impressionen VI. 92 hawk-eye. Ausgabe 2016. Ausgabe 2016. hawk-eye. 93 Meet & Greet bei SinnLeffers. fers, das als Haupt- und Namenssponsor fungiert. Mit aktuell 22 Filialen und 1.800 Mitarbeitern gehört SinnLeffers zu den Top-Modefilialisten in Deutschland. Vivian Lehmann, die Anfang November 2015 die Leitung der SinnLeffers-Filiale in Mainz übernommen hat, sieht großes Potential in dieser Partnerschaft: „Sowohl der TSC Mainz als auch SinnLeffers sind sehr traditionsbewusst. Zudem setzen wir uns beide jeweils stark für das Thema Nachwuchsförderung ein. Diese gemeinsamen Wertvorstellungen verbinden und stellen die Weichen für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Meet & Greet bei SinnLeffers Ein Hauch von Wimbledon Wimbledon im Juni ohne Strawberries and Cream? Undenkbar! Mainz im August ohne die MAINZ OPEN? Bisher die Realität. Doch das soll sich ändern, wenn es nach dem TSC Mainz geht: Im August 2016 finden dort zum ersten Mal die SinnLeffers MAINZ OPEN statt, ein bundesweit ausgeschriebenes Turnier mit DTB-Ranglistenstatus für Jugendliche und Nachwuchsspieler. Das Modehaus SinnLeffers unterstützt das Projekt als Haupt- und Namenssponsor. Im Rahmen der Kooperation fand Ende März in der Mainzer Filiale von SinnLeffers ein exklusives MEET & GREET Event für TSC-Mitglieder und Premiumkunden statt. Mehr als 300 Gäste folgten der Einladung zur Präsentation der neuen Frühjahrs- und Sommermode im SinnLeffers-Haus am Mainzer Marktplatz. Persönlich begrüßt von Vivian Lehman, der Geschäftsleiterin, und Hans Beth, dem TSC-Vizepräsidenten und Projektverantwortlichen für die MAINZ OPEN, hatten die Gäste Gelegenheit, die aktuellen Kollektionen vieler Top-Marken vorab und exklusiv zu betrachten, zu probieren und natürlich auch käuflich zu erwerben. Zur Stärkung reichten die Veranstalter – als ersten Schritt in Richtung des großen Vorbilds – Erdbeeren, zwar ohne die Sahne (schließlich sollen die gekauften Artikel auch künftig noch passen), dafür aber mit dem TSC-Jubiläumssekt. Wer müde zu werden drohte, 94 hawk-eye. Ausgabe 2016. dem halfen die mobile Nespressobar – Nespresso ist ein weiterer Kooperationspartner des Turniers – oder ein aufmunterndes Pläuschchen mit Hans Beth. Wer auch am späten Abend auf sportliche Aktivitäten nicht verzichten wollte, vergnügte sich am Kickertisch im Untergeschoss. Der Erfolg einer Veranstaltung lässt sich immer auch daran ablesen, wie lange sie dauert. Gemessen daran, war das Ergebnis eindeutig: herausragend! In den Worten von Hans Beth: „Dieses MEET & GREET Event hat großen Spaß gemacht und war sehr kurzweilig bei hervorragender Organisation und tollem Ambiente. Viele TSCler haben schon am Abend gesagt: Wir kommen wieder.“ Dem TSC Mainz geht es bei dem Projekt der SinnLeffers Mainz Open um zweierlei: Zum einen will der Verein den Tennisbegeisterten in der Region Reinhessen großes Tennis auch außerhalb der Medenrunde bieten. Zum anderen will man den eigenen jungen Spielerinnen und Spielern, die aus der einzigartigen Schule der Tennisakademie Babak Momeni hervorgehen, die Möglichkeit geben, ihr Können auch einmal „zu Hause“, auf der eigenen Anlage, bei einem hochklassigen Turnierevent zu präsentieren. Fazit: Ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Kooperation, oder, wie es einer der Teilnehmer zusammenfasste: „Meet, greet and have some strawberries!“ Die Kooperation zwischen SinnLeffers und dem TSC Mainz ist auf lange Sicht angelegt. Ziel ist es, mittelfristig ein TopTurnier in Mainz zu etablieren. Mit der hochrangigen Einstufung des Turniers im diesjährigen DTB-Turnierkalender ist der erste Schritt bereits getan. „Das ist vor allem möglich geworden, weil wir einen hohen Organisationsgrad offerieren, auf einer der schönsten Tennisanlagen des Landes spielen und nicht zuletzt attraktive Preisgelder bieten“, so Beth. „Und die können wir nur ausschreiben, weil es uns gelungen ist, Partner und Förderer zu finden, denen die Jugendarbeit am Herzen liegt.“ Dies sind zum einen eine Reihe langjähriger Sponsoren des Vereins, zum anderen aber das neu hinzugewonnene Modehaus SinnLefAusgabe 2016. hawk-eye. 95 DER TSC MAINZ HAT EINE VON 200 ARMBANDUHREN AUS DER LIMITIERTEN SONDEREDITION ACHTZEHNSECHZEHN ERWORBEN. DIE EXKLUSIVEN EXEMPLARE WURDEN VON DER RENOMMIERTEN UHRENMANUFAKTUR HENTSCHEL (HAMBURG) ANLÄSSLICH DES JUBILÄUMS 200 JAHRE RHEINHESSEN GEFERTIGT. JEDE ACHTZEHNSECHZEHN TRÄGT EINE EINGRAVIERTE JAHRESZAHL ZWISCHEN 1816 UND 2016. DER TSC HAT DIE UHR SEINES GÜNDUNGSJAHRES 1926 ERWORBEN. DAMIT FEIERN WIR GLEICHZEITIG UNSER 90-JÄHRIGES VEREINSBESTEHEN. WIR HABEN DAS VON HAND GEFERTIGTE EINZELSTÜCK MIT HILFE VON FÖRDERERN FÜR 1.200€ ERSTANDEN UND WÜRDEN SIE GERNE AN DAS MEISTBIETENDE MITGLIED ODER EINEN TSC-FREUND WEITERGEBEN. ingra Druck GmbH · Offset- und Digitaldruck Inh. S. & U. Winter-Weilbächer Gutenbergstraße 7 · D-63456 Hanau Telefon: 0 6181/96 42-0 · Fax: 0 6181/96 42-40 [email protected] · www.ingra.de DIE UHR SOLL AM FINALTAG DER SINNLEFFERS MAINZ OPEN (14.08.2016) ÜBERREICHT WERDEN. Druck GmbH BEI INTERESSE WENDEN SIE SICH BITTE AN HANS ([email protected]) ODER URS KERN ([email protected]) . Beflügelt von den Wünschen unserer Kunden vollbringen wir Glanzleistungen. Ein perfekt eingespieltes Team wartet mit Spannung auf Ihre Herausforderung. WWW.ACHTZEHNSECHZEHN.DE BETH www.mvb.de Was macht eigentlich...? Laura Claus (25) spielte zwischen 2003 und 2006 für die Jugendteams und die Damen I des TSC Mainz. Nach dem Abitur verschlug es Laura nach Kalifornien an die University of San Diego. Dort erhielt sie für den Zeitraum von vier Jahren ein Tennis-Stipendium und absolvierte ein doppeltes Bachelorstudium in Psychologie und Finanzwesen. Seit 2013 lebt Laura in Cambridge, England. Hier hat sie an der Universität Cambridge ihren Master in Wirtschaftsinnovation abgelegt und macht mittlerweile ihren Doktor in Wirtschaftsentwicklung für Schwellenländer. Ihre Freizeit verbringt die Yoga-Fanatikerin am liebsten mit ihren Freunden, Reisen und Sport. Vier- bis fünfmal im Jahr kommt Laura zu Besuch nach Deutschland und genießt die Zeit mit ihrer Familie in Wiesbaden. 10 Fragen an Laura Claus Wenn ich aktuell nicht promovieren würde, dann würde ich jetzt... 1 auf Weltreise sein als Profitennisspielerin auf der WTA-Tour spielen als Entwicklungshelferin arbeiten 2 Als Nächstes lese ich... 5 meine Leidenschaft für Fast-Food dass ich schnarche mein Volley - den konnte auch Babak nicht richten 6 Brad Gilbert: Winning Ugly 1.000 Places to see before you die Jojo Moyes: Ein ganz neues Leben 3 Wer gewinnt dieses Jahr Olympisches Gold im Damen-Einzel? Serena Williams Angelique Kerber eine Außenseiterin 4 Ich würde nur zu gerne einmal ein Tennismatch spielen gegen... Til Schweiger Steffi Graf Barack Obama 98 hawk-eye. Ausgabe 2016. Meine größte Schwäche ist... In meiner Freizeit entspanne ich am liebsten... beim Ausgehen mit meinen Freundinnen mit einer Tüte Chips vor dem Fernseher beim Skifahren in den Alpen 7 9 Am besten schmeckt mir... Weinschorle Englischer Tee Caipirinha Kaffee - ist einfach ein Muss am Morgen 10 Mein Lieblingsort in Cambridge ist... der Botanische Garten der Universität das Elm Tree Pub das städtische Schwimmbad die Parkwiese - wenn es mal nicht gerade regnet Meine Urlaube verbringe ich… jedes Jahr an einem anderen Ort bei meiner Familie zu Hause 8 Am TSC vermisse ich am meisten… meine ehemaligen Mannschaftskolleginnen die schöne Anlage meine Trainingsgruppen Viele Grüße an alle hawk-eye-Leser, Eure Laura Claus Auf die richtige Bank setzen! Überzeugen auch Sie sich von der ausgezeichneten Beratung und vereinbaren Sie direkt einen Termin: 06131 148-8000. Nicht alle Marken in allen SinnLeffers Filialen verfügbar. „ SinnLeffers GmbH, Batheyer Str. 115-117, 58099 Hagen Ein Top-Service punktet bei mir immer. Mainz, Markt 19-29 Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 09:30-19:30 Uhr, Sa.: 09:30-19:00 Uhr MIT DEN MODETRENDS VON SINNLEFFERS MACHEN SIE AUF JEDEM PLATZ EINE GUTE FIGUR.