Brief aus Straßburg
Transcription
Brief aus Straßburg
Brief aus Straßburg an die Mandats- und Funktionsträger in Bayern von Markus Ferber, MdEP Tel 0821 - 349 2110 Fax 0821 - 349 3021 EU-Gelder für Verkehrsprojekte In zweiter Lesung stimmte das Europäische Parlament über die Einzelheiten der EUZuschüsse für die TENVerkehrsprojekte ab. Für vorbereitende Studien zu den „Trans-Europäischen Netzen“ soll die EU künftig bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen können. Bei den Baukosten für TENProjekte sollen bis zu 20 Prozent durch die EU finanziert werden können; bei grenzüberschreitenden Abschnitten soll dieser maximale Förderanteil der Europäischen Union auf 30 Prozent steigen. Vorhaben im Bereich Energie sowie Verkehrsvorhaben, die nicht als vorrangig eingestuft sind, sollen mit höchstens 10 Prozent durch die EU bezuschusst werden können. Mobilfunkgespräche im Ausland werden billiger Mobilfunkgespräche im Ausland (Roaming) sollen günstiger werden. Das Europäische Parlament hat einem Kompromiss zugestimmt, der Mobilfunkbetreiber erstmals gesetzlich zu niedrigeren Gesprächspreisen verpflichtet. Ferber begrüßte dies: „Die Politik hat für günstigere Preise gesorgt“. Die Regelung soll zeitlich auf drei Jahre begrenzt werden. „Das scharfe Schwert der Regulierung sollte nur ein Anschubinstrument sein. Einen dauerhaften Wettbewerb mit attraktiven Angeboten für die Nutzer muss der Markt erbringen“, so Ferber. Um günstigere Gesprächskosten zu erreichen, sieht der Kompromiss die Einführung eines Europa-Tarifs vor, der für alle Kunden in allen 27 EU-Staaten gelten soll und eine Obergrenze für die Minutenpreise festlegt. Die Obergrenze bei selbst getätigten Anrufen soll binnen drei Jahren gestaffelt von 49 auf 43 Cent absinken. Für im Ausland angenommene Anrufe sollen diese Obergrenzen von 24 auf 19 Cent sinken. Der neue Europa-Tarif soll spätestens drei Monate nach Inkrafttreten der Verordnung allen Mobilfunkkunden angeboten werden, sofern diese nicht schon günstigere Tarife haben. Sondersitzungen Aus Anlass des Besuches des niederländischen Premierministers Jan Peter Balkenende sowie des italienischen Premierministers Romano Prodi führte das Parlament zwei Sondersitzungen durch. Life + Das Europäische Parlament befasste sich mit Fragen der Finanzierung des Förderprogramms Life+, das Umwelt- maßnahmen fördert. In diesem Zusammenhang legte Ferber Wert darauf, dass eine finanzielle Unterstützung die Antragsteller nicht vor unüberwindbare bürokratische Hürden stellen dürfe. Er mahnte eine Vereinfachung und Verkürzung des Verfahrens an. In Schwaben wird unter anderem das schwäbische Donautal noch bis Ende 2011 mit über 2 Mio. Euro aus dem Programm Life+ gefördert. Ebenso erhielt bis September 2003 das Benninger Ried über 1,2 Mio. Euro aus dem Umweltförderprogramm. Wasserqualität Die von der Kommission vorgeschlagene Richtlinie über Umweltqualitätsnormen in der Wasserpolitik legt Konzentrationsgrenzwerte in Oberflächengewässern für insgesamt 41 Pestizide, Schwermetalle und andere gefährliche chemische Stoffe fest, die ein besonderes Risiko für die aquatische Fauna und Flora und die menschliche Gesundheit darstellen. Die Richtlinie stellt den letzten grundlegenden Rechtsakt dar, der zur Unterstützung der Wasserrahmenrichtlinie (WRR) erforderlich ist. Die CSU hat sich im Schwerpunkt darauf konzentriert, dass nicht zusätzliche oder neue bürokratische Hindernisse in diese Regelung eingebaut werden.