- Japanische Fremdenverkehrszentrale (JNTO)
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- Japanische Fremdenverkehrszentrale (JNTO)
Ryokan: Übernachtung auf japanisch Wer eine Alternative zu den internationalen Hotels sucht und sich lieber in einer landestypischen Unterkunft einquartiert, dem sei ein Aufenthalt in einem japanischen Ryokan empfohlen. Der Ursprung der „Ryokan“ reicht ins 10. Jahrhundert zurück, als sie Pilgern, Kaufleuten und Wanderarbeitern eine Schlafstätte boten. Heutzutage zeichnen sich die Ryokan durch hervorragendes Essen, elegante japanische Gärten, schöne Bäder und nicht zuletzt exzellenten Service aus. Hier ist der Kunde nicht „König“, sondern wird als „Gott“ behandelt. Die Zimmerausstattung mutet für den westlichen Besucher recht schlicht an: auf den Böden liegen dicke Matten, die oft einzigen Möbelstücke sind niedrige Lacktische mit Sitzkissen, die Betten werden in einem Wandschrank aufbewahrt, und nur in einer Nische hängt ein (Roll-)Bild. Darunter steht vielleicht ein Blumengesteck (Ikebana). Abends werden die Matratzen (Futons) auf dem Fußboden ausgebreitet. Am Eingang eines Ryokan entledigt man sich sofort seiner Straßenschuhe und schlüpft in bequeme Hausslipper, die man jedoch sofort wieder ausziehen sollte, bevor man den Fuß auf die Tatami-Matte seines Zimmers setzt. Nach Betreten des Zimmers wird die Straßenkleidung durch einen baumwollenen Kimono ersetzt, der auch zum Schlafen dient. Typisch für die Ryokan sind die ansprechenden Bäder, die teilweise sogar mit heißem Quellwasser gefüllt sind oder mitunter auch ganzen Badelandschaften ähneln. Hier ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass man sich zunächst in der bereitstehenden Waschwanne wäscht, alle Seife, Haarshampoo oder Duschgel vom Körper entfernt und dann erst in das eigentliche Bad steigt. Dies dient ausschließlich der Entspannung und dem körperlichen Wohlbefinden. Je nach Kategorie kostet eine Übernachtung im Ryokan zwischen € 35 und € 300. In den Unterkünften der gehobenen Kategorie sind im Preis zwei tägliche Mahlzeiten enthalten.