Faire Face 5_2000 - ASPr-SVG

Transcription

Faire Face 5_2000 - ASPr-SVG
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ASPr
SVG
Association Suisse des Paralysés
Schweizerische Vereinigung der Gelähmten
Septembre/Octobre 2000
September/Oktober 2000
5
Photo:
Corinne Bonvin-Lüscher
Spätsommerliche Blütenpracht – wie Sterne, die zur Erde
gefallen sind! Lasst uns dieses Sinnbild aufnehmen in
unsere Gedanken für unsere geschätzten Mitglieder, die uns
für immer verlassen haben. Lesen Sie Seite 6.
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INHALT – SOMMAIRE
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A
F
Où passer ses vacances lorsque l’on
atteint d’un handicap? Et surtout si on
aimerait les passer de manière individuelle, presque dans l’anonymat? Ce
n’est pas toujours évident! Il y a bien Au
Fil du Doubs à St-Ursanne, et, à notre
connaissance, c’est à peu près tout. La
Rédaction vous fait découvrir ici un nouveau lieu en France voisine, la ferme PréPrévôt, une pension au calme parmi les
sonnailles des pâturages en FrancheComté. Voir en page 12.
Editorial
Unterwegs sein –
wer träumte nicht schon, mit einem
wohnlich eingerichteten Bus nach
Spanien, Portugal und gar nach
Marokko zu fahren, dabei sich vom
Zuhause frei zu machen, die Wohnung
aufzulösen und überall in der Welt
Freunde zu finden? Auf Seite 9 beginnen wir mit einer Geschichte in Fortsetzungen, wo die Rollstuhlfahrerin
Lisa berichtet, wie für sie dieser Traum
Wirklichkeit wurde.
Unterwegs sein –
auf Seite 8 wird man mit Staunen
lesen, dass auf unserer Webseite
sympa.ch Interessierte aus aller Welt
hereinschauen, gar aus Japan und
Kanada. Unermüdlich versucht unser
Zentralpräsident Heinz Gertsch, die
ASPr-ler fürs Internet zu begeistern.
Unterwegs sein –
Auch die Schriftstellerin Ursula Eggli
war für uns unterwegs und besuchte
das Ehepaar Monika und Martin zum
Schwatz zu dritt in der Küche. (Seite 5)
Wir sehen also – unterwegs sein lohnt
sich!
Corinne Bonvin-Lüscher
DIE SPRACH-BRÜCKE
Ferien-, Sport-, Spezial- und
Weihnachtskurse der
ASPr/SVG 2000/2001
11
IMPRESSUM
LA PASSERELLE DES LANGUES
60. Jahrgang / 60e année
Cours de vacances, de sport, cours
spéciaux et cours de Noël
de l’ASPr 2000/2001
11
Editorial
2
Mäpplitreffen 2000
3
Zum Jahresthema 2000:
So wohne ich – so möchte ich
leben
5
Reisen:
Rollstuhlbeförderung SBB
5
ASPr/SVG Sektionen
6
Love Ride
Solidarität oder Wohltätigkeit?
8
http://www.sympa.ch – das
Internet-Portal der ASPr/SVG
8
10 Jahre SIPS
8
Sozialpolitik: Gleichstellung
9
Us der Gschichtetrucke
10
Agenda
11
La ferme du bonheur
12
Soins à domicile,
une oasis d’humanité
14
4e révision de la LAI: déceptions15
Location de vélos et
autres tandems
15
Récit humoristique, envoyé
à une correspondante,
des ambiances de
ma croisière 1998
16
Nos sections
Rapport annuel de la section
vaudoise 1999
17
Chambres d’hôtes en Vendée
17
www.sympa.ch
18
Voyageurs en fauteil roulant
Organisation dès le changement
d’horaire (28 mai 2000)
19
2
Handiconcept
19
L’assistance
dans la vie quotidienne
20
Herausgeber / Editeur
Schweizerische Vereinigung
der Gelähmten SVG
Association Suisse des Paralysés ASPr
Erscheint alle zwei Monate
Paraît tous les deux mois
Redaktion / Rédaction
André L. Braichet, rédacteur en chef
La Gerbaude, Les Champsrayés 14
2525 Le Landeron
Tél. 032 751 31 12
Fax 032 751 10 65
(partie française)
Corinne Bonvin-Lüscher
Kernstrasse 1, 3067 Boll
Tel. 031 832 40 32
Fax 031 832 40 33
(deutscher Teil)
Sites Internet
http://www.sympa.ch
http://www.polio.ch
http://www.hapi.ch
Mitgliederbeiträge / Cotisations
Aktivmitglieder Fr. 35.–
Passivmitglieder Minimum Fr. 35.–
Jahresabonnement / Abonnement annuel
«Faire Face» Fr. 40.–
Inseratenverwaltung
und Administration
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Zentralsekretariat der Schweiz.
Vereinigung der Gelähmten
Secrétariat central de l’ASPr
3, rue de Locarno
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1701 Fribourg
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3, Av. de Beauregard
1701 Freiburg/Fribourg
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Fax 026 425 87 38
Adressänderungen sind dem
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Changements d’adresse à communiquer au
Secrétariat central à Fribourg.
5/2000 Faire Face
Mäpplitreffen 2000
2. September 2000 im Hotel Löwen in Wimmis
Zu Ehren des Mäpplitreffens 2000 in Wimmis ist gewiss etwas Nostalgie
erlaubt. Deshalb beginnen wir nachfolgend, auf Wunsch unserer Mäpplimutter Dora Dick, einen reichhaltigen Bericht von Vreni MünzenmayerBasler, einer langjährigen Mäpplischreiberin. Gehen wir in Gedanken mit
ihr viele, viele Jahre zurück und freuen wir uns mit ihr, wenn etwa
bekannte Namen auftauchen oder wir gar Ähnliches erlebt haben.
Kollegen erkundigten sie sich jedesmal
fürsorglich nach meinem Befinden. Sie
hörten mir zu und wenn ich einmal nicht
mehr weiter wusste, gaben sie mir gute
Ratschläge mit auf den Weg. In ihrer
Mitte fühlte ich mich auf das Wunderbarste geborgen.
An sonnigen Feiertagen spazierten wir oftmals mit ihren Jasskollegen und anderen
Freunden samt den Rollstühlen zum
Restaurant Fischerstube beim Zürichhorn.
Im Gartenrestaurant plauderten wir ganz
ungezwungen über Gott und die Welt.
Alle zwei Jahre fuhren wir mit den anderen Zürcher Behinderten im Car oder mit
dem Zug zu den Generalversammlungen
der ASPr nach Bern, Basel oder dorthin,
wo sie gerade stattfanden. Dort trafen
wir unsere Freunde wieder, welche wie
wir aus der ganzen Schweiz anreisten.
Meldeten sich einige Freunde hin und
wieder im Sommer für ein Weekend im
Ferienlager bei Gwatt an, war ich auch
gerne mit dabei. Dadurch wurde mein
Freundeskreis immer grösser. Ich liebte
es, mit ihnen Gedanken und Erlebnisse
auszutauschen.
Mein erstes Lager
Eine strahlende Mäpplischreiberin: Vreni Münzenmayer-Basler
Meine behinderten
Freunde
Heute ist ein solch herrlicher Tag, wie
ich ihn mag. Auf meiner Terrasse sitzend, höre ich das Zwitschern der Vögel
und geniesse die warmen Sonnenstrahlen. Vor mir auf dem Tisch liegt das
Schreibmäppli «Gwatter Segelböötli»,
eines von dreien, in denen ich immer
gerne mitschreibe. Es ist mein liebstes
und begleitet mich schon seit über dreissig Jahren durchs Leben.
Wie alles seinen Anfang nahm
Bevor ich den Mitschreibenden die neusten Erlebnisse mitteilen möchte, lasse ich
meine Gedanken in jene Zeit zurückgleiten, in der alles seinen Anfang nahm. Es
war an einem Sonntag, als mich mein
Cousin Paul Althaus zum Behindertentreffen in Zürich mitnahm. Dort im grossen Saal setzten wir uns an einen langen
Tisch, an dem bereits viele Anwesende
Platz genommen hatten. Noch nie zuvor
hatte ich so viele Behinderte im selben
Raum gesehen und im Kopf wirbelten mir
die Gedanken nur so durcheinander. Bei
meinen wenigen Besuchen bei Paul zu
Hause sah ich ihn zwar nur im Rollstuhl,
machte mir aber über das Wort ‚behin-
5/2000 Faire Face
dert’ niemals Gedanken. Gerade weil er
immer zu Spässen aufgelegt war, fand ich
sein «nicht gehen können» als ganz
selbstverständlich. So sass ich also mit
einer gewissen Beklemmung da und
beobachtete, wie immer mehr Menschen
in den grossen Saal geschoben wurden.
So viel Neues stürmte plötzlich auf mich
ein und als dann zuletzt einige blinde
Menschen eintraten, die sich an den Händen hielten, vergass ich fast zu atmen.
Nur ganz allmählich gewöhnte ich mich
an die vielen Behinderten und schon
bald begann ich, ihre herzlichen Begrüssungen zu geniessen. Durch die Fröhlichkeit und Lebenslust, die sie ausstrahlten, bekam ich ein wunderbares
Gefühl.
Echte Freunde
Von jenem Tag an begleiteten mich Paul
und sein Freund Werner Humbel, den ich
durch ihn kennenlernte, viele Jahre lang
durchs Leben. Sie waren da, als ich von
zu Haus wegging und mich neu orientieren musste. Oder fühlte ich mich mal
einsam, fuhr ich mit dem Velo zu ihnen
ins Café Camping. Dort, an jenen Abenden, gaben sie mir die Sicherheit, die ich
immer wieder so dringend brauchte.
Trotz dem intensiven Jassen mit ihren
So war es die selbstverständlichste
Sache der Welt, mich als Helferin im
Sommer 1965 für das Gwatt-Lager anzumelden. Jene Zeit hat mich tief und positiv beeindruckt und ist unauslöschlich in
meinem Herzen geblieben. Ich denke an
die wunderbare Zusammengehörigkeit,
die ich so schätzte, sowie an die lustigen
und einfallsreichen Witze, über die wir
alle herzlich lachen konnten.
Natürlich stürmten schon Wochen vorher
viele Fragen auf mich ein, wie zum Beispiel: «Bin ich als Helferin diesen Herausforderungen überhaupt gewachsen?
Mache ich vielleicht grobe Fehler, über
die sich manche ärgern müssen? Mit der
Betreuung von Kindern habe ich viel
Übung, aber wie ist es bei den Erwachsenen?» Obschon es mich unheimlich beruhigte, dass Walter Solenthaler, den ich
von Vevey her kannte, das Lager leiten
wird, blieb das flaue Gefühl im Magen.
Trotzdem fuhr ich mit den besten Vorsätzen mit meinem Roller am 14. Juni 1965
von Zürich nach Gwatt.
Als sich dort alle eingefunden hatten,
machten die Behinderten mit ihren Rollstühlen einen grossen Kreis und stellten
sich unter grossem Beifall vor. Zuerst die
beiden Lagerleiter Walter Solenthaler
und Elsi Schelling, dann der Sportlehrer
Adolf Polenz und anschliessend jede Helferin und jeder Helfer. Da sich viele von
früher her kannten, war bald ein munteres Erzählen im Gange. Da ich hier neu
war, wurde ich gefragt: «Von wo kommst
du, direkt aus der Stadt Zürich oder vielleicht vom Lande?» Oder habe ich dich
nicht schon mal irgendwo gesehen?
Die Stimmung begann immer lockerer zu
werden, und siehe da, mein mulmiges
Gefühl war wie weggeblasen.
3
Mir wurde die Betreuung von Hanni
Friedli aus Bern und von Esthi Recher aus
Basel anvertraut. Schon bei der ersten
Begrüssung wusste ich, wir würden uns
prächtig verstehen. Hanni mit ihren
45 Jahren war cerebral gelähmt, recht
unkompliziert, und gepflegt war sie, potztausend! Wollten wir zusammen ein Stück
zu Fuss gehen, hielt ich sie unter den
Armen fest, stellte sie ganz dicht vor mich
hin, so ging es dann wunderbar vorwärts,
Schritt für Schritt. Loslassen lag da natürlich auf keinen Fall drin, sie ist aber auch
nie umgefallen. Sonst im Rollstuhl sitzend,
nahm sie gerne an vielen Gesprächen teil.
Esthi war 21 Lenze jung und auf der rechten Seite gelähmt. Sie konnte jedoch auf
einem normalen Stuhl sitzen. Da sie viel
Bewegung brauchte, machten wir immer
wieder Hand in Hand einen kleinen Spaziergang. Überall rief man uns zu:
«Voilà, da kommen die Unzertrennlichen!» Wäre da noch so viel um uns
herum passiert, bis zum nächsten Stuhl
durfte ich sie niemals loslassen.
Mit der Zeit wurden wir drei ein gut eingespieltes Team. Verstand ich ihr Bernoder Baseldeutsch nicht auf Anhieb und
musste nachfragen, hätten wir uns vor
lauter Lachen kugeln können.
Juliette aus Tramelan, sicher mehr als
sechzig Jahre alt, teilte mit Hanni und
Esthi das Zimmer. Sie amüsierte sich
jeden Abend genauso wie wir über
unsere Spässe. Leider fühlte sie sich von
den anderen nicht so recht angenom-
men und wollte sogar das Lager frühzeitig verlassen. Nur dank unseren lustigen
Frage- und Antwortspielen ist sie dann
doch nicht heimgefahren.
Das An- und Ausziehen der beiden war
völlig neu für mich, genauso das mit dem
gemeinsamen Gang zum WC. Geschafft
habe ich das die ersten Male nur, weil
ich, ganz typisch Frau, das Normalste
der Welt tat. Ich redete und redete! Trotzdem hat alles schnell und prima
geklappt, oder vielleicht gerade deswegen! Bin ich schon beim Thema Toilette,
kommt mir noch Folgendes in den Sinn.
Dort hatte ich nämlich das Lineli fast
eine Stunde lang total vergessen. Erst als
ein Bauarbeiter Vreni rief und ich mich
verwundert umdrehte, sah ich die Tür,
hinter der es ja immer noch sitzen musste. So schnell ich konnte, lief ich zu ihr
hin, um mich tausendmal zu entschuldigen. Zu meiner Erleichterung lachte sie
nur und sagte, das Warten sei für sie
absolut kein Problem gewesen.
Ich hör dir zu
Manchmal setzte ich mich zu meinen
neuen Freunden und hörte ihnen zu, wie
sie von ihrem Schicksal erzählten. Max
Werren war bei der Heerespolizei, durch
und durch Polizist, bis ihn die Krankheit
an den Rollstuhl fesselte. Er erzählte uns
viel von der interessanten und aufschlussreichen Zeit in seinem früheren Dienst.
Ein ehemaliger Hochalpinist sass uns
gegenüber, sehr aufgeschlossen und
immer freundlich. Er berichtete uns von
seinem Sturz in den Bergen, durch den
er querschnittgelähmt wurde.
Er beklagte sein Schicksal nicht, doch ich
konnte nur ahnen, wie gross seine
Umstellung gewesen sein muss, wie viel
Stärke es brauchte, dem Problem, plötzlich auf fremde Hilfe angewiesen zu sein,
entgegenzutreten. Mir wurde zum ersten
Mal so richtig bewusst: nichts, aber auch
gar nichts ist selbstverständlich!
Und wie war es bei Hanni Reber? Mit
erst neunzehn Jahren fiel ihr ein grosses
Tennentor auf den Rücken. Wie musste
sie sich wohl in jener Zeit gefühlt haben?
Wie viele innere Kämpfe waren nötig, um
Ja zur Lähmung und Ja zum Rollstuhl zu
sagen? lhr ganzes Leben stand damals
noch vor ihr, voll von Träumen und
Sehnsüchten. Doch sie gab mir durch
ihre Ausgeglichenheit und freundliche
Art die Gewissheit, sie hat sich mit
ihrem Schicksal ausgesöhnt.
Hedy Nees aus Zürich ist unser letzter
Feriengast in dieser Runde. Während ihrer
Schwangerschaft bekam sie eine Lähmung und verlor dadurch ihr Kind. Seither
muss sie im Rollstuhl sitzen. Nur mit
Unterstützung ihres Ehemannes konnte
sie diesen grossen Schmerz überwinden.
Jakob Weiss, im Lager ein verständnisvoller Pfleger, bat Hedy einige Wochen später um Rat. Ich wurde an jenem Abend
auch eingeladen. Er erklärte uns, er liebe
eine junge behinderte Frau, die er gerne
heiraten möchte. Sie sei sehr zart gebaut
und daheim voll auf die Pflege ihrer Eltern
angewiesen. Er wisse zwar nicht, ob auch
sie ihn liebe, und so stehe er mit dem
Wenn und Aber erst am Anfang. Hedy
gab ihm den Rat, er solle sich diesen
Schritt wirklich gut überlegen. Während
er arbeiten gehe, müsse sie allein und
ohne seine Hilfe zu Hause bleiben. Ob er
sich überhaupt die doppelte Belastung,
schwerstbehinderte Frau und Beruf, vorstellen könne? Am späten Abend waren
wir uns einig, dass es noch sehr viel Zeit
bräuchte, um die richtige Antwort auf all
die Fragen zu bekommen.
Vielleicht wäre aus ihrer Zuneigung Liebe
geworden und sein Wunsch in Erfüllung
gegangen, doch er starb einige Jahre später durch einen nicht verschuldeten Unfall.
Ich mochte ihn und war über diese traurige Nachricht sehr unglücklich.
Durch all diese Erlebnisse lernte ich ganz
langsam die Welt behinderter Menschen
besser kennen. Ganz im Stillen fragte ich
mich: «Wie hättest du eigentlich in diesen Situationen reagiert?»
Darauf fand ich keine Antwort, doch in
der Zeit des Beisammenseins setzte sich
in meinem Herzen etwas in Bewegung,
das mich zutiefst berührte.
Vreni Münzenmayer-Basler
Fortsetzung in Faire Face Nr. 6/2000 mit
Bildreportage
4
5/2000 Faire Face
Zum Jahresthema 2000:
INFORMATIONEN
So wohne ich – so möchte ich leben REISEN
Das FAIRE FACE-Jahresthema lautet: «So wohne ich – so möchte ich leben». Liebe
Leserinnen und Leser, wer schreibt uns zum Thema Wohnform, wie wohnen Sie oder
möchten Sie wohnen? Erzählen Sie uns aus Ihrem Alltag! Wir freuen uns auf Ihre Post!
Rollstuhlbeförderung SBB:
Das müssen Sie wissen!
Kolumne
• Verlademöglichkeit:
wie bisher auf 156 Stützpunktbahnhöfen
(122 SBB und 34 übrige Bahnen)
Ursula Eggli
Monika und Martin
Schwierig, endlich einen gemeinsamen
Abend für meinen Besuch bei Monika
und Martin zu finden. Die E-Mails mit
Vorschlägen gehen hin und her. Sie hat
Termine, er hat Termine, ich habe Termine. Endlich können wir uns auf einen
einigen. Ein schöner Sommerabend.
«Ich selber kann nicht kochen», meint
Monika. «Aber Martin macht uns was
Feines, mein Bruder wird ihm handlangern. So können wir zwei Frauen uns
bedienen lassen und auf dem Balkon ein
Frauen-Schwätzchen abhalten.»
Zum Glück wusste der BehindertenTaxi-Fahrer den Weg. Ich hatte den grossen, schönen Neubau wohl schon gesehen, aber nie vermutet, dass sich
dahinter noch weitere Häuser, Rasenflächen und verschlungene Wege verbergen. Die Betax-Fahrer kennen ihre Kunden und deren bauliche Besonderheiten.
Bei den einen muss man beim Hintereingang rein, bei den anderen durch die
Einstellhalle, bei diesen muss man eine
Treppenraupe mit sich führen...
Nun, bei Monika und Martin führt ein
Schleichweg zum Haupteingang und ein
Lift in den ersten Stock. Der Fahrer
kannte sich aus. Berner BehindertenTaxis bringen ja Martin jeden Tag zur
Arbeit ins nahe gelegene Rossfeld, eine
Behinderten-Institution. Martin ist dort
zuständig für die Computer.
«Warum fahrt ihr eigentlich nicht zusammen hin?», frage ich Monika, die im selben Betrieb arbeitet. «Ach weisst du, ich
muss früher weg. Es ist besser, wenn ich
nicht da bin, wenn die Leute von der Spi-
5/2000 Faire Face
tex kommen, um Martin aufzunehmen,
anzukleiden, Frühstück zu geben... Die
denken sonst immer, ich könnte doch
das alles machen.»
«Das möchte ich nicht, dass meine Frau
für meine Assistenz zuständig ist»,
erklärt Martin. «So was belastet die
Beziehung zwischen behinderten und
nichtbehinderten Ehepartnern zu sehr;
diese gegenseitige Abhängigkeit kann
zu Frust führen, gar zu Hassgefühlen
oder zu ungesunden Symbiosen.» Seine
hübsche Ehehälfte lacht: «Ich bin doch
keine Krankenschwester.»
Krankenschwester nicht, wohl aber
Handlangerin. Martin ist Tetraplegiker,
und wenn sie ihm nicht die Sachen
zugereicht hätte, hätten wir wohl noch
eine Weile aufs Essen gewartet. Der Bruder hatte kurzfristig abgesagt, und statt
Frauen-Schwätzchen gab es dann eben
Küchengespräche zu dritt. «Wie machst
du diese Sauce?» Martin hackt mühsam
mit seinen gelähmten Händen Petersilie
klein – pingelig klein, finden Monika und
ich, doch der Koch lässt sich von so Banausen, wie wir sie sind, nicht dreinreden. «Kräuter müssen fein gehackt werden, damit sie ihr Aroma voll entfalten.»
«Warst du etwa Koch vor deinem Unfall?»
«Nein, Dachdecker. Einer dieser berühmten Berufsunfälle. Wegen schlechter
Sicherung bin ich vom Dach gestürzt.»
Das Entsetzen hinter lakonischen Worten verborgen.
Später führen wir auf dem Balkon bei
Sekt und Nüssli unser Gespräch fort,
während die Sauce leise köchelt.
«So wohne ich, so möchte ich wohnen»,
das Jahresthema der ASPr/SVG.
«Nein, unsere Idealwohnung ist es
nicht», meint das Paar. Rudimentär rollstuhlzugänglich, nicht aber behindertengerecht oder angepasst. Wirklich, ich
bin im Elektrorollstuhl kaum über die
steile Rampe auf den Balkon gekommen
und frage, warum sie das nicht ändern
oder ausziehen. «Vielleicht waren wir
einfach zu bequem, weiter zu suchen
oder Anpassungen durchzukämpfen»,
meinen die beiden. Ausserdem wohnen
Freunde hier, andere Behinderte, der
Weg zur Arbeit ist nahe, alles organisiert...
Veränderungen brauchen auch immer
wieder Kraft.
«Erst wollen wir ohnehin zusammen in
die Ferien», meint Monika spitzbübisch.
«Martin hat mich zum Hochzeitstag in
ein pickfeines Hotel eingeladen. Nachher sehen wir weiter.»
• Bedienungszeiten
Fernverkehr mit Zugpersonal:
Ganze Betriebszeit
Regional- und RX-Züge (ohne Zugpersonal) auf Strecken, wo kein Stundentakt
durch begleitete Schnellzüge angeboten
wird: 6-22 Uhr (in der Regel); zusätzliche
Möglichkeiten auf 27 grossen Bahnhöfen
S-Bahn Zürich (S2-S16 ohne S 4, S10):
6–24 Uhr
• Anmeldefrist
spätestens eine Stunde vor Abfahrt
(2 Stunden auf 24 kleinen, eher peripheren Bahnhöfen)
• Anmeldung für alle Bahnen
beim Call Center Brig
(in Betrieb 6–22 Uhr)
Gratistelefon:
0800/007102
Telefax:
0512/258280
E-mail-Adresse: [email protected]
• Verbesserung gegenüber früher:
– Gesamtschweizerisch
einheitliche
Anmeldestelle mit Gratisnummer
– alle IC-, IR- und Schnellzüge mit Zugbegleitung über ganze Betriebszeit
verfügbar
– S-Bahn Zürich von 06 bis 24 Uhr
– am Gros der Stützpunktbahnhöfe
erweiterte Bedienungszeiten
• Verschlechterung gegenüber
früher:
– auf 24 abgelegenen Stützpunktbahnhöfen längere Voranmeldefrist
– Wegfall der Regional- und RX-Züge
auf Linien, bei welchen der Stundentakt mit Schnellzügen gewährleistet
ist, d.h. teilweiser Wegfall eines Halbstundentaktes
– Verlademöglichkeit bei kurzfristigem
Erscheinen am Bahnhof stark eingeschränkt.
Weitere Informationen:
Infoblatt an den SBB-Stützpunktbahnhöfen
Infoblatt via E-Mail bei
[email protected]
SBB-Broschüre für Reisende mit Behinderung (ab Mitte Juli)
5
ASPr/SVG SEKTIONEN
Zum Gedenken an
Walter Ulrich
Gasser-Bongni
3. Juli 1917 – 3. Juni 2000
Pfarrer Walter Gasser
Walter Gasser wurde als viertes von fünf
Kindern in Freiburg geboren. Dort
besuchte er die Schulen und das Gymnasium. Sein Wunsch und auch der seiner
Mutter war, dass er Pfarrer werden sollte.
Als aktives Mitglied der jungen Kirche
freute er sich, als zukünftiger Pfarrer sich
für die Jugendarbeit einzusetzen.
Nach einem wertvollen Studienjahr in
Basel erkrankte Walter im Herbst 1941 zu
Hause an Kinderlähmung, und zwar so
schwer, dass man mit dem Tod rechnete.
Trotz jahrelanger Therapien blieben
seine Beine gelähmt und ein Arm
geschwächt. Mehr als einmal war er so
weit, die Ausbildung aufzugeben. Aber
sein Wunsch, Pfarrer zu werden, wurde
doch noch erfüllt. Seine erste Stelle als
Pfarrer und Fürsorger trat er in Montana
an. 1951 verheiratete er sich mit Vreni
Bongni, die ihm liebevoll zur Seite stand
und ihm bis zuletzt eine treue Hilfe war.
Während 50 Jahren war Walter Gasser
Mitglied der Vereinigung der Gelähmten, der er, wie er selber sagte, viel zu
verdanken hatte. Im Kontakt mit anderen
Behinderten habe er gelernt, den ihm
verbleibenden Spielraum voll zu nutzen.
Über 20 Jahre war er Mitglied des Stiftungsrates des Invaliden Wohn- und
Arbeitsheimes IWAZ in Wetzikon.
Nach seiner Pensionierung verlegten
Walter und Vreni ihren Wohnsitz nach
Thun. Dort übernahm er die Leitung der
Gruppe Oberland (ASPr/SVG-Sektion
Bern). Viele Zusammenkünfte und
Anlässe hatte er mit guten Ideen organisiert und zusammen mit seiner Frau
Vreni und dem Helferteam durchgeführt.
Auch die Adventsfeiern wusste er
besinnlich und feierlich zu gestalten.
Als seine Kräfte nachliessen, übergab er
die Leitung der Gruppe Oberland an
Francine Felber.
6
Walter, wir danken dir alle ganz herzlich
für deinen grossen Einsatz für uns Behinderte.
Walter Gasser war auch einige Zeit im Stiftungsrat der Schweiz. Wohn- & Arbeitsgemeinschaft für Schwerstbehinderte in
Gwatt (WAG). Auch da wusste er sich mit
gutem Rat und viel Einfühlungsvermögen
zum Wohle der Behinderten einzusetzen.
Als sich die Gesundheit von Walter verschlechterte, entschied er sich nach längerem Spitalaufenthalt, Ende 1999 seinen Wohnsitz zusammen mit Vreni ins
Betagtenheim «Schönegg» in Hünibach
zu verlegen, wo sie beide liebevoll
betreut wurden.
Im Mai machten Walters Atembeschwerden den Eintritt ins Spital Thun notwendig, wo er am 3. Juni 2000 verschied.
Liebes Vreni, wir trauern mit dir um Deinen lieben Walter und wünschen Dir,
dass Gott dir Trost und Hilfe sei in dieser
schweren Zeit.
AS
In Erinnerung an
Fred Bistesi
Unsere Berner-Sektion der ASPr/SVG
hat im Februar dieses Jahres ihr treues,
langjähriges Mitglied Fred Bistesi verloren. Geboren am 3. Februar 1919 in
Zürich, bildete Fred sich am Konservatorium zum Hornisten aus. Er wirkte im
Stadtorchester Luzern mit; später war er
Mitglied des Radio-Orchesters Lugano.
Im Jahre 1947 verheiratete Fred sich mit
einer Süd-Tirolerin und lebte im Tessin.
1959 erlitt Fred bei einem schweren
Unfall eine Querschnittlähmung und verbrachte viele Jahre im Insel-Spital, in
Otzheim und die letzten Lebensjahre im
Krankenheim Köniz.
Wenn es ihm möglich war, nahm er an all
unseren Veranstaltungen in Bern teil. Ich
selbst besuchte Fred während 17 Jahren
1–2 Mal monatlich. Fred war ein grosser
Musikliebhaber und Kenner der klassischen Werke. Wenn er bei meinen Besuchen am Musikhören war, liess er sich
nicht stören; ich sass einfach mit ihm
und genoss das Konzert mit. Ebenso
gerne spielte er Schach.
Wir behalten Fred in guter Erinnerung.
Edith Bucher
Abschied von
Sylvia Tanner
1911 – 2000
Liebe Sylvia
Fast 50 Jahre lang begrüsste ich dich in
meinen Briefen mit «Liebe Sylvia» und
so soll auch mein heutiger letzter
Abschiedsbrief an dich beginnen.
Mit diesen Zeilen möchte ich mich
zurück erinnern an all das Erlebte, an all
das Schöne und an all das Verbindende
in dieser so langen Freundschaft.
Sylvia Tanner erblickte am 13.10.1911 in
Schaffhausen das Licht der Welt und starb
am 1.7.2000 im 89. Altersjahr. Im Jahre
1936 verunfallte sie beim Skifahren und
holte sich dabei eine Querschnittlähmung.
Das Band, das uns vereinte, war von
allem Anfang an die ASPr. Wir trafen uns
erstmals an einem Pfingsttreffen im
Sozialheim «Sonneblick» ob Walzenhausen. Beata Wieland war die treibende
Kraft, die uns Behinderte aus der Ostschweiz zusammenschweisste, und gar
bald entstand dadurch die Sektion Ostschweiz. Für deren Aufbau, Wachstum
und Förderung war Sylvia der tragende
Pfeiler. Dank ihrem Organisationstalent
führten wir bereits in den Fünfzigerjahren Narzissenverkäufe, Ausflüge, Marktbesuche – Verkauf von Handarbeiten,
Weihnachtsfeiern und Schreibgruppentreffen durch. Damals, noch in der Zeit,
da es keine IV gab und wir Behinderten
erst aus dem Dornröschenschlaf erwachten, damals, als wir für jeden Franken
dankbar waren.
WIR TRAUERN UM UNSERE VERSTORBENEN MITGLIEDER
NOUS SOMMES EN DEUIL DE NOS MEMBRES DEFUNTS
Bruderer Hansruedi – Hännisweg 7 – 3645 Gwatt – BE/Aktiv
Lehmann Heidi – Seestrasse 264 – 8700 Küsnacht – ZH/Aktiv
Meier Vreni – Hännisweg 10 – 3645 Gwatt – BE/Aktiv
Raschle Ernst – Kreuzrain 1 – 9606 Bütschwil – OST/Aktiv
Gachet Willy – Av. des Baumettes 120 – 1020 Renens – VD/Actif
Tanner Silvia – Stadlerstrasse 164 – 8404 Winterthur – TG/Ehrenmitglied
Fässler Franz – Feld – 9053 Teufen – OST/Sympa
Göttler Jean – Wiesenstrasse 9 – 9000 St. Gallen – OST/Sympa
Keller Emma – Ullmannstrasse 11 – 9014 St. Gallen – OST/Sympa
Wir wollen ein ehrendes Andenken bewahren.
Nous voulons garder le souvenir respectueux.
5/2000 Faire Face
Dass unsere schweizerische Vereinigung der Gelähmten sich ihre vielseitigen Gaben und Fähigkeiten gar bald zu
Nutze machte, bewies ihre rasche «Karriere» innerhalb der Selbsthilfe-Vereinigung Vor allem fiel es ihr leicht, die
Sprachgrenze Deutsch/Französisch zu
überbrücken; dadurch fand sie auch
Eingang in die Herzen unsere Romands.
Viele, viele Jahre war sie Redaktorin unserer Vereinszeitung Faire Face/
dennoch. Viele Jahre brachte sie neue
Ideen im Zentralvorstand ein und half
ebenso aktiv mit bei deren Verwirklichung. Im Rechtsdienst und später, nach
der Einführung der Invalidenversicherung kannte sie sich im Dschungel der
Paragraphen gut aus und stand uns Laien
mit Rat und Tat zur Seite. 1967 bezog sie
eine Wohnung in Winterthur-Wülflingen,
von wo aus sie sich auch im Behindertensport betätigte.
Dann trat für sie und auch für uns eine
Wende ein. Als Erstes trat sie als Redaktorin zurück und die Vereinigung verlor
eine ehrenamtliche Arbeitskraft – sie
arbeitete all die Jahre ohne Besoldung.
Zum Abschied erhielt sie zwar neben
schönen Worten auch eine Brosche,
jedoch ohne dazugehörende Kette. Diese
«Billigkeit» verletzte sie tief und so trat
sie aus unserer Vereinigung aus.
So, wie uns allen, setzte ihr im Laufe der
Jahre das Alter Grenzen. Wohl am
schwersten zu ertragen war für sie das
langsame Erblinden und ihre Bettlägerigkeit. Es wurde still um sie und ein wachsendes Schweigen hüllte ihr Alltagsleben
ein. Wir aber, die sie liebten und schätzten, wir werden sie nicht vergessen.
Walter Solenthaler und Walter Ott
Armeeferienlager 2001, Melchtal
Ferienlager für Schwerbehinderte
Die Armeelager werden im gewohnten Rahmen wie folgt vorbereitet und
durchgeführt:
Standort:
Militärspital 6067 Melchtal
Zeitpunkt:
Lager I: 26. Mai – 5. Juni 2001
Lager II: 23. Juni – 3. Juli 2001
Teilnahme: Pro Lager können max. 80 Gäste aufgenommen werden. Da erfahrungsgemäss die Zahl der Anmeldungen wesentlich höher liegt, wird eine
restriktive Auswahl getroffen werden müssen: BewerberInnen, die erstmals
an einem Lager teilnehmen wollen oder in früheren Jahren zurückgestellt
werden mussten, wird bei der Berücksichtigung der Vorrang gegeben.
Kosten:
Fr. 165.–
✄
Anmeldetalon für das Armeeferienlager 2001, Melchtal
Lager: I ❏
Lager: II ❏
Name: ___________________________________________________________
Vorname:________________________________________________________
Strasse: __________________________________________________________
PLZ, Ort: _________________________________________________________
Jahrgang: ________________________________________________________
Haben Sie schon an einem Armeelager teilgenommen?
Ja ❏
Nein ❏
Anmeldeformular bis 15. Oktober 2000 einsenden an: ASPr/SVG, Postfach
740, 1701 Freiburg
WIR HEISSEN DIE NEUMITGLIEDER IN
UNSERER VEREINIGUNG HERZLICH WILLKOMMEN
NOUS SOUHAITONS DE TOUT CŒUR LA BIENVENUE
AUX NOUVEAUX MEMBRES DE NOTRE ASSOCIATION
Frei Anna – Aspermontstrasse 28 – 7000 Chur – OST/Aktiv
Schmidlin Peter – Neumattstrasse 28a – 4147 Aesch – BA/Aktiv
Zinn Elisabeth – Zentralstrasse 5 – 8610 Uster – ZH/Aktiv
BILDUNG
Giger Willy – Beundenweg 29 – 3033 Wohlen – BE/Aktiv
SIV-KURS
Bourgeois Charles – En Montelin 4 – 1143 Apples – VD/Actif
Selbsthilfe in Konflikten
Der Kurs richtet sich an Menschen, die
bereit sind, sich auf eine bewusste Auseinandersetzung mit sich und den Mitmenschen einzulassen. Anhand von
Übungen und praktischen Methoden soll
gelernt werden, wie Konflikte selber
gelöst werden können. Der Kurs findet
statt am Samstag/Sonntag, 11./12. November 2000 im Ausbildungszentrum
am Sempachersee, 6207 Nottwil.
Anmeldung
bis
15. Oktober!
Schweiz. Invaliden-Verband SIV,
Ressort Bildung,
H. Baumann, Postfach, 4601 Olten
Tel.: 062/206 88 88,
Fax: 062/206 88 89,
E-Mail:
[email protected]
5/2000 Faire Face
Buillard Clotilde – Rte Aloys-Fauques 26 – 1018 Lausanne – VD/Actif
Papaux Paul – Ch. De Mallieu 11 – 1009 Pully – VD/Actif
Schossau Verena – Grand’Rue 55 – 2732 Saicourt – JU-NE/Actif
Bittaye Rosemarie – Eisenbahnweg 29 – 4058 Basel – BA/Sympa
Tschopp Bethli – untere Chläberen – 4418 Reigoldswil – BA/Sympa
Rüegsegger Beat – Feldeggstrasse 26 – 3322 Schönbühl – BE/Sympa
Es ist Zeit zum...
7
Love Ride
Solidarität oder
Wohltätigkeit?
Ursula Eggli
Achtes Love Ride auf dem
Gelände des Fliegermuseums
und Militärflugplatzes Dübendorf
Zu Wohltätigkeit habe ich ein sehr
zwiespältiges Verhältnis. Bereits
früher im damaligen C.B.F. (Club
Behinderter und ihrer FreundInnen)
konnten wir uns stundenlang darüber
ereifern. Spenden, ja oder nein, Bettelbriefe, Mitverantwortung, finanzielle
Solidarität ... Ich denke, dass wir auch
in der ASpr diese Frage immer wieder
von neuem diskutieren sollten.
Eine Benefizveranstaltung, an der ich
unumwunden einfach Spass habe, ist
das alljährliche Love Ride der Harley
Davidson-Fahrer. Kam die Idee, für
muskelkranke Kinder und Jugendliche Geld zu sammeln, ursprünglich
aus Amerika, so kann die Schweizer
Version sich unterdessen sehen lassen. 1999 kamen 5700 Motorradfahrer
zusammen, die mit ihrem Fest Franken 270’000 zusammenbrachten.
Stolze Zahlen. Und am diesjährigen
7. Mai werden es wohl noch mehr
gewesen sein. Was mir bei dieser Riesenparty aber das Wichtigste ist –
Love Ride ist nicht nur für Behinderte,
sondern vor allem mit Behinderten.
Die Motorradfans fahren in einem Riesentross mit muskelkranken Kindern
und Jugendlichen und, soweit noch
Plätze frei sind in Seitenwagen, auf
gepolsterten Rücksitzen oder in diesen Gedeckten James Bond-Vehikeln
auch mit uns älteren Semestern in
den strahlenden, blühenden Mai. (Mir
hat es leider wieder nicht gereicht.
Ich fing kurz vor der Abfahrt einen
Platten ein und musste mich erst
darum kümmern, was allerdings an
diesem Fest der Räder kein allzugrosses Problem war.)
Ein Fest der Räder, ein Fest der
Freaks. Breitschultrige, langhaarige
Ledertypen unterhielten sich mit dünnen Müskeler-Jungs über Motoren.
Cowboy-Stiefel, Tatoos, blosse Haut,
Erotik ... Lauter Freaks. Die Unterschiede verflossen. Was ist nun ein
Rollstuhl, was ein heisser Stuhl? Wer
ist Aussenseiter oder Insider? Easyrider alle! Und zum Schwitzen in der
sommerlichen Hitze kamen auch alle.
http://www.sympa.ch –
das Internet-Portal
der ASPr/SVG
Im letzten Faire Face stellten wir einige
Fragen zu unserem Internetauftritt. Bis
Mitte August erhielt ich erst zwei Reaktionen. Beide waren von Mitgliedern, die
noch keinen Internetanschluss haben,
sich aber dafür interessieren. Das spärliche Echo zeigt mir, dass viele, obschon
sie Internet haben, noch zögern, die Lust
noch nicht aufgekommen ist.
Natürlich braucht es einige Zeit, bis ein
neues Medium zum Alltagsgebrauch
wird.... und immer hat man ja auch nicht
etwas zu «surfen» (von einem Gebiet
zum andern springen), zu «chatten» (sich
mit anderen Personen im Netz zu unterhalten, über die Tastatur mit dem anderen zu sprechen), zu «mailen» (Briefe mit
anderen Personen zu tauschen) oder zu
spielen.
Bestimmt ist es für viele auch eine Geldfrage. Deshalb werde ich nachstehend
dazu noch einige Angaben geben.
Hier aber vorerst ein kleiner Einblick, ob
und wie unsere Internetseiten im vergangenen Monat (Juli) besucht wurden:
Besucher nach Ländern Anzahl Besuche
Schweiz
101
Deutschland
12
Frankreich
11
Italien
2
Österreich
2
Japan
2
Niederlande
1
Kanada
1
.com (unbekannt)
29
.net (unbekannt)
9
Ohne Angabe
51
Total Besucher im Juli
221
Diese 221 Besucher haben insgesamt
2353 Seiten abgerufen oder 6637 Mausklicks getätigt.
Das «sympa.ch»-Team hat schon seit längerem daran gedacht, wie man Unterstützung geben könnte. Sei es beim Einrichten und Installieren am Wohnort oder
mit kleinen Einführungskursen. Bis jetzt
aber haben die Delegierten unserer Vereinigung noch kein grünes Licht dazu
gegeben.
Fragen oder Anregungen bitte an Heinz
Gertsch, Nidaugasse 14, 2502 Biel/
Bienne ([email protected])
Voraussetzungen für Internetzugriff:
– PC (Personalcomputer)
• Es muss nicht das neuste Modell
sein, jedoch auch nicht eine «alte
langsame Kiste»
• Neupreis ab Fr. 1500.–
• Es gibt zwei Hauptrichtungen, die
MAC (Macintosh) und IBM-Kompatiblen
– Software (Programme)
• Einige werden beim Kauf mitgeliefert und sind bereits «installiert» (oft
auch die Software für den Internetzugang).
• Um den PC auch für andere Gebiete
als Internet zu benutzen, ist ein
Textsystem von Vorteil (Word,
Office 2000, Works usw).
– Drucker
• Man möchte ja auch gelegentlich
etwas auf Papier haben.
• Neupreis ab Fr. 180.–
• Tintenstrahldrucker sind für den
Privatgebrauch am idealsten.
– Modem
• Je nach dem Telefonanschluss
• Neupreis ab Fr. 90.–
– Internetzugang
• Meist kostenlos
• Der Provider (Anbieter) sendet eine
CD oder Disketten für die Installation.
– Telefontarife für Internet
• Je nach Anbieter (swisscom, sunrise usw.)
• Tagestarif
Fr. 2.80/Stunde
• Abendtarif
Fr. 1.80/Stunde
• Nachttarif
Fr. 0.70/Stunde
• Wochenendtarif Fr. 1.80 resp.
0.70/Stunde
10 Jahre SIPS
Am 7. Oktober 2000, 9.30h bis 17.00h wird im
Zentrum Gwatt am Thunersee, Aula Seehaus, 3645 Gwatt
ein gesamtschweizerisches SIPS-Treffen stattfinden zum Thema:
«Wir überleben weiter»
Fachliche Informationen über medizinische, therapeutische, psychische,
psycho-soziale, zwischenmenschliche und hilfsmitteltechnische Belange zu
Poliomyelitis-Spätfolgen.
Ursula Eggli
Anlass bereits ausgebucht!
8
5/2000 Faire Face
SOZIALPOLITIK
Gleichstellung:
Ratspräsidenten verhindern Behindertensession im Bundeshaus –
ASKIO protestiert!
Menschen, die mit einer Behinderung leben, offenbar für die
«heiligen Hallen» des Parlamentsgebäudes nicht tragbar. Ein
Prinzip haben die beiden höchsten Schweizer damit erfolgreich
durchgesetzt; ob sie aber dem Zusammenhalt unserer Gesellschaft damit einen Dienst erwiesen haben (was eigentlich zu
ihren Aufgaben gehörte), muss bezweifelt werden. Anerkennung gebührt dagegen jenen 80 ParlamentarierInnen, welche
das Anliegen aktiv unterstützt haben.
In einem Punkt freilich müssen die Behinderten den Ratspräsidenten dankbar sein:
die beiden Magistraten haben ein konkretes Beispiel dafür
geliefert, weshalb die rechtliche Gleichstellung Behinderter
nach wie vor mit aller Kraft vorangetrieben werden muss. Eine
Gelegenheit dazu bietet die Kampagne für die hängige Volksinitiative «Gleiche Rechte für Behinderte», die sich jetzt einer
noch kräftigeren und aktiveren Unterstützung erfreuen wird.
Hannes Schnider, Renat Beck
Pressemitteilung ASKIO/6.6.00
Im Bundeshaus soll es, trotz einem Vorstoss von rund
80 ParlamentarierInnen aus verschiedenen Fraktionen, keine Session behinderter Menschen geben. So
haben es die Präsidenten des Nationalrats und des
Ständerats, Hanspeter Seiler und Carlo Schmid, die
Behinderten wissen lassen. Als Grund dafür geben sie
die Absicht an, in Bezug auf ausserparlamentarische
Aktivitäten im Parlamentsgebäude eine restriktive
Praxis einführen zu wollen. Die ASKIO, Dachorganisation der Behinderten-Selbsthilfe Schweiz, protestiert
gegen dieses Vorgehen und will als Antwort
zusammen mit den anderen Behindertenorganisationen die hängige Volksinitiative «Gleiche
Regelmässiges Stehtraining im Alltag mit dem
Rechte für Behinderte» und die damit verbundene Kampagne nach Kräften vorantreiben.
Gut eine halbe Million Behinderte – auf so viele wird ihre
Zahl in unserem Land geschätzt – müssen zur Kenntnis
nehmen, dass es ihnen von höchster Stelle verwehrt
wird, das Thema «Gleichstellung» unter der Bundeshauskuppel zu diskutieren und von der Symbolkraft dieses Gebäudes zu profitieren. Damit steht bereits fest,
dass die angestrebte «restriktive Praxis» ohne Rücksicht
auf Verluste die Politik weiterführt, die Behinderte seit
Jahren gewohnt sind: die Politik des Ausschlusses.
Während die Jugend sogar vom Parlament gesponsorte
Sessionen durchführen darf (was ihr herzlich zu gönnen
ist) und während vor nicht allzu langer Zeit Alterssessionen im Bundeshaus auf das Interesse weiter Bevölkerungsteile stiessen (auch dies mit unserem Beifall), sind
Rollstuhl!
...Aufstehen!
Die Schweizerische Vereinigung der Gelähmten ASPr/SVG
sucht per 1. Januar 2001
Zentralsekretärin/Zentralsekretär
Wir sind eine Schweizerische Selbsthilfe-Organisation von körperlich Behinderten.
Wir bieten
... selbständige, anspruchsvolle und vielseitige Arbeit
... gut ausgebaute, moderne Infrastruktur (PC, E-Mail etc.)
... schöne Sekretariatsräume an zentraler Lage, Arbeitsort
Fribourg
... zeitgemässe Anstellungsbedingungen
Wir suchen eine initiative Persönlichkeit, die
... sich für den Grundgedanken der Selbsthilfe (Hilfe zur
Selbsthilfe) einsetzen will,
... über Erfahrung in der Führung von Non-Profit-Organisationen (NPO) verfügt,
... sehr gute Kenntnisse der deutschen und französischen
Sprache in Wort und Schrift besitzt,
... im Umgang mit Behörden und Menschen gewandt ist,
... die Fähigkeit zur selbständigen Leitung eines Sekretariates und Führung der MitarbeiterInnen besitzt.
Ihre Bewerbung mit üblichen Unterlagen richten Sie an:
Heinz Gertsch, Zentralpräsident ASPr/SVG,
Nidaugasse 14, 2502 Biel
Einsendefrist : 15. Oktober 2000
The experts in standing
Für mehr Informationen
senden Sie uns neben- stehenden Coupon oder
rufen Sie uns an:
Telefon 056 618 44 11
Fax 056 618 44 10
Besuchen Sie uns auch im
Internet: www.levo.ch
LEVO AG, Anglikerstrasse 20, 5610 Wohlen
Gratis-Info über LEVO-Rollstühle
❒ bitte um Vorführung
forte
❒ bitte um Unterlagen
Name:
Strasse:
Tel.:
PLZ/0rt:
5/2000 Faire Face
9
Us der Gschichtetrucke
Gschichte, wo me cha still für sich läse, vorläse oder immer wider
läse, vo üsne gschetzte Mitglider gfunde, gschribe, sälber erläbt,
erdänkt oder gfantasiert, Mundart oder dütsch: Wär schrybt oder
schickt die nächschti Gschicht?
Mein kleines rollendes Haus
Ein Reisebericht in Fortsetzungen
von Lisa Muhrer-Kundert
Die 1956 geborene Verfasserin
erkrankte 1961 an Kinderlähmung.
Mit diesem Bericht möchte sie Personen in ähnlicher Situation
ermuntern, wie sie auch einmal
eine längere Reise zu unternehmen.
Meine Geschichte beginnt in meiner 2Zimmer-Wohnung in Luzern, wo ich
mehrere Jahre meine Zeit verbrachte.
Dort habe ich auch täglich Zeitungen, im
Speziellen Reiseberichte gelesen, und
mein Interesse für andere Völker wurde
dabei geweckt. So kam ich auf die Idee,
selber einmal eine längere Reise zu
unternehmen.
Als dann der Herbst Einzug hielt, entschloss ich mich, meine Wohnung zu
kündigen, meinen Haushalt aufzulösen
und mich auf den Weg in Richtung
Süden zu machen.
So bepackte ich meinen VW Golf, welcher auf Handbetrieb umgebaut ist, mit
Zelt, Schlafsack und meinem Rollstuhl.
Zur selben Zeit hatten meine Freundin
und ein Kollege auch das Interesse, in
Richtung Süden zu fahren. Unser erstes
Ziel war Gran Canaria, über das wir von
Freunden gehört hatten, dass es klimamässig ideal sein sollte, um zu überwintern.
Wir starteten die Reise zwei Tage vor
Weihnachten. Alles klappte gut bis
nach Andalusien in Spanien, wo uns
über Nacht in Granada (Sierra Nevada)
ins Auto eingebrochen und die wenigen Sachen, die ich dabei hatte,
gestohlen wurden. Das war der erste
Schock, welcher mich nach den nur
schönen Vorstellungen einer Reise
ziemlich skeptisch machte. Trotzdem
wollte ich nicht aufgeben, für mich war
es Lehrgeld: Nie mehr den Wagen in
einer Stadt in Spanien unbewacht parkieren! Das Schlimmste an diesem
Diebstahl war, dass uns das Schiffsticket nach Gran Canario gestohlen
worden war, welches wir aber glückli-
10
cherweise im Hafen von Cadiz wieder
ersetzen konnten.
Erholung auf der Überfahrt nach
Las Palmas
Anschliessend hatten wir dann genug
Zeit, um uns auf der 54-stündigen Überfahrt nach Las Palmas zu erholen und
den letzten Tag des Jahres, den Silvester
auf dem Schiff zu feiern.
Nach der Ankunft in Las Palmas
beschlossen wir, der Küste entlang, vorbei an den riesigen Geisterstädten und
Hotelburgen nach Arguineguin zu fahren. Von dort aus führte eine kleine
Strasse mit vielen Serpentinen immer
höher hinauf, bis wir an einem wunderschönen, dunkelblauen Stausee Halt
machten. Dort machten wir Bekanntschaft mit Leuten, die auf der anderen
Seite des Stausees in Höhlen und Ruinen
wohnten. Sie luden uns ein, mit ihnen
eine Zeit zu verbringen. Für mich war es
sehr schwierig, dorthin zu gelangen, da
für solche Gegebenheiten mein Rollstuhl
gar nicht geeignet ist. Also blieb mir nur
die Wahl, entweder auf dem Rücken
eines Esels (die gängigste Art, sich an
solchen Orten fortzubewegen) oder auf
dem Rücken eines meiner Bekannten im
Huckepack ins Höhlendorf transportiert
zu werden. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns für das Experiment. In
drei Etappen bezwangen wir die schmalen, steilen Pfade, welche von Kakteen,
Mandel- und Feigenbäumen umsäumt
waren. Ab und zu wagte ich es, einen
Blick weit runter zum Stausee zu werfen.
Ich hatte es des öfteren mit Angst und
Herzklopfen zu tun.
Am Lagerfeuer lernten wir den
Dorfältesten kennen
Als wir dann gegen Abend, kurz vor Sonnenuntergang, endlich im Dorf ankamen, ziemlich erschöpft von der Strapaze, versammelten wir uns um das
Feuer und lernten unter anderen auch
den Dorfältesten kennen. Dieser erzählte
uns, dass dieses Dorf vor vielen Jahren,
als der Stausee gebaut wurde, von den
Canarios (den Inselbewohnern von Gran
Canaria) verlassen worden war, weil sie
Angst hatten, dass der See bei starken
Regenfällen das Dorf überfluten könnte.
Da dies aber niemals der Fall war, haben
sich naturverbundene Idealisten aus verschiedenen europäischen Ländern Anfang der sechziger Jahre dort niedergelassen, um ein Leben ohne Luxus zu
leben.
Auch ich hatte von diesem Zeitpunkt an
die Möglichkeit, diesen Versuch zu
machen. Für die ersten paar Nächte
durften wir eine leerstehende Höhle
beziehen. Unser Wasser entsprang einer
Quelle, und Holz war genug da, um
unsere täglichen Mahlzeiten auf dem
Feuer zu kochen.
Mir gefiel die ganze Atmosphäre in den
Bergen so gut, dass ich mich, obwohl
meine Mobilität sehr eingeschränkt war,
entschied, den Winter dort zu verbringen. Ein paar Tage später wurde dann
auch eine Ruine auf einem kleinen Bergplateau bezugsbereit für mich. Dieser
Platz entwickelte sich zum Dorfzentrum
oder zum Treffpunkt für die zirka 20
Leute, die dort lebten.
Im Haus drin war eine Feuerstelle mit
Kaminabzug, ein aus Algarvenholz
gezimmertes Bett, ein Gestell aus Bambusrohr und ein Tisch. Vor dem Haus
hatte ich eine Veranda, wo ich einen
grossen Teil meiner Zeit mit Lesen,
Schreiben, Musizieren und Meditieren
verbrachte.
Bald merkte ich, dass alle täglichen Verrichtungen wie Kochen, Geschirrspülen,
Kleiderwaschen viel mehr Zeit beanspruchten und dass möglichst alles bei
Tageslicht erledigt werden musste, da
am Abend nur noch Kerzenlicht zur Verfügung stand.
Jedenfalls vergingen fünf Monate wie im
Flug, und bevor ich zur Abreise bereit
war, hatte ich mit neuen Bekannten den
Plan geschmiedet, auf demselben Breitengrad zu bleiben und rüber nach
Marokko zu fahren.
Fortsetzung folgt
5/2000 Faire Face
Ferien-, Sport-, Spezial- und Weihnachtskurse der ASPr/SVG 2000/2001
Cours de vacances, de sport, cours spéciaux
et cours de Noël de l’ASPr 2000/2001
Ort/
Lieu
Dauer/
Durée
Preis/
Prix
Leitung/Direction
Hilfsleitung/co-direction
Anmeldung/
Inscription
700.–
Odette Huwyler
Josy Gerig
Odette Huwyler, Brummelmattstrasse 5,
5033 Buchs, Tel. 062 822 52 61 ab 20.00 Uhr
oder Tel. 062 836 25 23
Spezialkurse / Cours spéciaux
Wildhaus SG
Singkurs
24.09.2000–**
05.10.2000
Weihnachtskurse / Cours de Noël
Wildhaus SG
23.12.2000–
2.01.2001
630.–
Odette Huwyler
Barbara Lussi
Odette Huwyler, Brummelmattstrasse 5,
5033 Buchs, Tel. 062 822 52 61 ab 20.00 Uhr
oder Tel. 062 836 25 23
Gwatt BE
23.12.2000–
2.01.2001
600.–
Gisela Uebelmann
Albin Keller
Gisela Uebelmann, Voltastrasse 22,
6005 Luzern, Tel. 041 310 97 10
La Claie-auxMoines VD
23.12.2000–
2.01.2001
370.–
Charlotte Danczkay
Secrétariat central ASPr/SVG,
Case postale 740, 1701 Fribourg
Einsiedeln SZ
23.12.2000–
2.01.2001
700.–
Urs Müller
Josy Fuster
Urs Müller, Kienbergerstrasse 8, 9500 Wil
Tel. 071 911 09 30
oder Josy Fuster Tel. 071 787 14 41
*TeilnehmerInnen: komplett
**HelferInnen und TeilnehmerInnen: komplett
*Participant(e)s: complet
** Aides et participant(e)s: complet
Les frais de déplacement sont à la charge des aides et des participants.
Die Reisespesen gehen zu Lasten der HelferInnen und der TeilnehmerInnen.
Des aides sont encore recherché(e)s pour quelques cours. / HelferInnen werden für einige Kurse gesucht.
AGENDA • • • AGENDA
200
0
AGEND
A
ASPr/SVG
25.
Nov.
Ausserordentliche
Delegiertenversammlung
ORTSGRUPPE BEIDER BASEL
Nov.
AKI Abendverkauf
25. Nov.
Kerzen-/BoutiqueartikelVerkauf
10. Dez.
Santiglausfeier im WBZ
Boutique im Burgfelderhof: jeden 1.
Mittwoch im Monat, 14.30 - 17.00 Uhr
SEKTION BERN
Gruppe Seeland
13. Okt.
Fondue-Höck
9.
Dez.
Adventsfeier
Gruppe Mittelland
15. Okt.
Zusammenkunft
21. Okt.
Hobby-Märit Münsingen
9.
Dez.
Adventsfeier
Sektionen/Sections
SEKTION AARGAU
7./8. Okt.
Rheinfelder Markt
3.
Dez.
Adventsfeier
Spital-Kafi-Höck Zofingen, 14.00h bis
16.00h am 5. Oktober, 2. November und
7. Dezember 2000
5/2000 Faire Face
Gruppe Oberland
4.
Okt.
Wattenwil-Märit
5.
Okt.
Adelboden-Märit
30. Okt.
Zirkus Knie
8.
Nov.
Thun-Märit
9.
Nov.
Brienz-Märit
27. Nov.
Zibele-Märit
10. Dez.
Adventsfeier
SEKTION LUZERN
7.
Okt.
Ausflug
3.
Dez.
Aktionstag
8.
Dez.
Adventsfeier
SEKTION ZÜRICH
5.
Nov.
Jahresabschlussfeier im
Stürmeierhuus
SEKTION OST
29. Okt.
Herbst-Treffen in Herisau
SECTION JURA-NEUCHATEL
14
oct.
Sortie surprise
26-29 oct.
Camp de natation à la
Montagne de Douane
25
nov.
Dîner de fin d’année à
Bienne (maison Calvin)
SECTION VAUDOISE
7
oct.
Loto
9
déc.
Fête de Noël
SECTION VALAISANNE
16 sept. Visite du Musée
Alimentarium à Vevey
11
La ferme du bonheur
Reportage de André L. Braichet
La ferme Pré-Prévôt dans le calme des pâturages du Doubs
Comme dans la chanson de Claude François, la ferme Pré-Prévôt, au lieu-dit Le
Creusot, est la ferme du bonheur pour
ces personnes handicapées qui viennent
y passer leurs vacances. Sur ce plateau
franco-suisse de Maîche – Le Russey l’air
y est vivifiant et sent bon la campagne:
l’herbe mouillée, le regain, l’odeur de
l’étable et mille et une senteurs que le
nez du citadin ne saurait découvrir.
Encadré par les pittoresques vallées du
Doubs et du Dessoubre, Pierrefontaineles-Varans est un gros bourg de cette
région du Doubs spécialisée dans la production de viande. Toutes les races
bovines françaises y sont pratiquement
représentées, de la charolaise à la régionale, la montbéliarde. Evidemment!
Mais ce haut plateau est surtout connu
pour la pêche. Il attire chaque année des
milliers de pêcheurs dans une des plus
belles «réserves» mondiales pour la
pêche. C’est également la patrie du cheval comtois, aux portes de la Suisse où le
Doubs fait frontière sur un parcours
encaissé. A l’ouest se trouvent la vallée
du Dessoubre et les plateaux pastoraux
de Valdahon, de Vercel et de Pierrefontaine, si chers à l’écrivain Louis Pergaud.
Comment s’est réalisée la ferme du
Pré-Prévôt?
Comme ça! par hasard! Ou presque!
Marie-Madeleine Godat, propriétaire de
ces lieux, avait l’envie de posséder une
12
ferme. Peut-être la nostalgie de ses origines campagnardes. Puis l’idée d’en
faire une pension de vacances pour personnes handicapées a germé peu à peu.
Il faut dire que Marie-Madeleine passe
depuis 20 ans ses vacances avec des
personnes mentalement et physiquement handicapées en qualité de responsable de groupe. Et en observant ces
vacanciers, elle a pu constater qu’il était
parfois pénible de vivre en groupe, pour
ces personnes qui, pour la plupart,
venaient d’une institution. A la fin de
chaque séjour, elle rêvait de pouvoir, un
jour, leur offrir des vacances en individuel, dans un cadre familial où l’écoute,
la disponibilité et la tendresse seraient
prioritaires.
Voici quelques années, elle a hérité d’un
peu d’argent d’une personne qui
connaissait son rêve. Et dès cet instant
elle s’est mise à la recherche d’un lieu,
d’une maison pour le concrétiser. Elle
s’est vite rendu compte, malheureusement, que le coût de la vie en Suisse rendrait ce projet irréalisable et s’est alors
tournée vers la France voisine. C’est
ainsi qu’en mars 1995, elle a découvert
une ferme à vendre à 2 km de Pierrefontaine-les-Varans, village de FrancheComté. La route est avec une légère
déclivité jusqu’au village et ses environs.
Pierrefontaine-les-Varans offrait déjà
toute l’infrastructure nécessaire à l’ouverture d’une maison d’accueil et de
vacances pour invalides: médecin, phar-
macie, dentiste, samu, banque, poste et
une animation villageoise (restaurants,
magasin, église, etc.) nécessaire à l’intégration de personnes handicapées.
Malheureusement, la ferme étant inhabitable, Marie-Madeleine a dû souscrire un
emprunt pour les travaux de gros œuvre:
toit, charpente, isolation, sanitaires, etc.
Et pour ce qui est de la rénovation et
l’adaptation des lieux, elle a trouvé une
aide précieuse en la personne d’un ami à
la retraite, Pierre Christe, ancien éducateur et chef d’ateliers durant 20 ans. Il a
travaillé bénévolement avec acharnement et beaucoup de courage pour faire
du Pré-Prévôt un lieu accueillant et
convivial. Mais voilà, il y a aussi le cœur
qui est fatigué et qu’il faut ménager et il
peste devant l’ampleur des travaux qu’il
reste à faire et qu’il estime à trois ans.
A moins qu’ils puissent trouver
fr. 150 000.– pour terminer les travaux? Il
y a déjà des aides financières ponctuelles
de certains organismes, mais ce n’est
pas suffisant. On en a discuté longuement, en fin d’après-midi dans le silence
de ce paysage calme et reposant. Il faudrait pas grand chose! Juste une aide
jeune que Pierre pourrait diriger et avec
qui il ferait beaucoup d’avance. Par
exemple un jeune drogué en phase de
réinsertion. Mais quelle démarche faut-il
entreprendre, qui contacter? Bref! pour
l’heure le travail se fait à petits pas. On
espère dans le destin. Qui sait, il y a parfois des miracles!
Marie-Madeleine Godat, la propriétaire
des lieux
5/2000 Faire Face
et que seuls 70 seront retenus, autant
dire que c’est perdu d’avance... à moins
d’être pistonné... Mais la pratique, Isabelle la connaît, quel que soit le type de
handicap. Ce n’est pas sans fierté qu’elle
vous annonce qu’on a guéri au Pré-Prévôt des escarres qui ne voulaient pas
cicatriser ailleurs. Avec Pierre pour la
technique, ils forment la paire idéale
pour tenir une pension de vacances pour
handicapés. Il faut aussi dire qu’en tant
qu’ancien éducateur et chef d’ateliers
des Centres ASI, Pierre a un grand
bagage et une longue expérience de la
personne handicapée. Et puis, ce qui
enrichit l’homme, Pierre a ce côté artistique. Il fait de magnifiques aquarelles ce
qui lui permet d’égailler la ferme de tous
ses tableaux. En plus il joue également
du piano. Qui dit mieux? J’ai suggéré
d’organiser des semaines culturelles
avec initiation à la peinture par exemple.
Qui sait, cette idée fera peut-être son
chemin?
Une haie de roses trémières qui débouche sur la campagne
Pierre Christe, l’homme qui sait tout faire
et artiste à ses heures
La maison à ce jour
Une grande partie de la maison est
aujourd’hui accueillante, chaleureuse et
totalement adaptée aux handicapés en
fauteuil roulant. Pouvant accueillir une
petite dizaine de personnes handicapées, 4 chambres ont été prévues pour
héberger des hôtes handicapés. Deux
chambres au premier (non accessibles
de l’intérieur car un escalier) avec une
salle de bain et deux chambres au rezde-chaussée totalement adaptées (4 lits
électriques, barrière, potence) avec une
salle de bain adaptée (douche sans seuil,
poignées d’appui, WC surélevés).
En plus des chambres pour dormir, la
maison comprend une salle à manger de
25m2, un salon de 20m2 et une cuisine
agencée de 20m2.
La totalité de la propriété a une superficie habitable de 150m2. Le garage, la
buanderie et l’atelier font 133m2. Le terrain, y compris le parking de 120m2, fait
2500m2.
5/2000 Faire Face
Le public accueilli
Les loisirs et les excursions
Toutes personnes handicapées mentalement, psychiquement et physiquement,
sans distinction de leur âge, qu’un séjour
de vacances et de rupture aiderait à
mieux supporter leur handicap. Parfois,
un tel séjour permet d’éviter une hospitalisation souvent très mal perçue par la
personne concernée. Toutes les personnes accueillies à ce jour sont de
nationalité suisse. Etant aide-infirmière
à Foyer Handicap des Montagnes Neuchâteloises, Marie-Madeleine est secondée à la ferme par Isabelle, une jeune
femme qui sait tout faire: tenir la maison,
faire les repas, donner les soins et faire la
toilette des vacanciers dépendants. Bref!
la perle rare. A son contact on sent tout
de suite qu’elle a la vocation d’infirmière
dans le sang, mais voilà il faut passer le
concours. Et quand il y a 800 candidats
La ferme Pré-Prévôt, c’est avant tout la
nature, le calme, le repos et l’air de la
campagne. Mais les sujets d’excursions
ne manquent pas, il suffit de le demander.
Montjoie-le Château: ruines du Château
XIIIe. Saint Hippolyte: bourg médiéval.
Corniche de Goumois: panorama. Consolation: parc. Etalans: gouffre de Poudrey.
Chaux-les Passavant: grotte de la glacière. Belmont: «Maison Pergaud», village natal de l’écrivain. Le Bizot: Eglise
XVIe. Les Bréseux: célèbres vitraux de
Manessier. Cernay: Eglise XVIe. Manifestations: fête et concours du cheval à
Maîche. Le Russey: fête des gentianes,
etc.
Les excursions sont organisées en voitures ou en minibus adapté. Les excur-
Isabelle (à droite) et son amie Alexandra pour dépanner à l’occasion
13
IV = Handicap physique ou mental lourd.
Soins généraux complets: toilette au
lit ou douche, assistance au lever et
au coucher, aide durant les repas, présence durant toute la journée et éventuellement soins durant la nuit.
Sita, la chienne de la maison et… il y a
encore cinq chats…
Inclus dans les prix:
• Hébergement en chambre double
• Pension complète et boissons à table
• Surveillance et soins selon le type de
handicap (I, II, III, IV)
• 1 navette par jour au village
sions peuvent être réservées à l’avance
ou sur place. Elles seront facturées au
retour ainsi que tout autre supplément
tel que lessive, frais de médecin ou de
pharmacie, invitations, etc.
La sortie des résidants de Foyer Handicap des Montagnes Neuchâteloises
Depuis votre domicile: Fr. 1,50/km
(Pour information: Pierrefontaine-lesVarans est à 55 km de La Chaux-deFonds)
Prix 1998
Prix en francs suisses, par personne,
selon le type de handicap et de soins
demandés:
Forfait par semaine
I
II
III
IV
600
740
600
1150
Forfait par jour
supplémentaire
86
106
86
165
Type de handicap et de soins:
I = Handicap mental léger, autonome,
s’occupe seul et sort seul/e
II = Handicap physique ou mental
moyen, surveillance générale, pas ou
peu d’assistance
III = Handicap physique léger, sans fauteuil roulant, autonome, s’occupe et
sort seul/e
Non compris:
• Votre argent de poche (min. Fr. 50.–
par semaine = FF 2000.–)
• Toutes vos boissons à l’extérieur.
Le méchoui pour les jours d’animation…
Suppléments:
• Assurance annulation 3% avec assistance +1%
• Excursions en minibus adapté:
Fr. 80.–/jour, Fr. 40.–/1/2 jour
• Lessive: Fr. 12.– par lessive
• Chambre simple: Fr. 40.– par jour
• Transferts: aller et retour minibus
adapté / en voiture
La Chx-de-Fds: Fr. 160.– / 80.–
Neuchâtel
Fr. 200.– / 100.–
Réservations et conditions
générales:
SEREI-VOYAGES,
Case postale 12,
2322 Le Crêt-du-Locle,
Tél. 032/926 04 44,
Fax 032/926 10 39
Renseignements:
Ferme Pré-Prévôt,
Le Creusot,
F-25510 Pierrefontaine-les-Varans,
France,
Tél. 0033 381 56 07 16
Soins à domicile, une oasis d’humanité
Les Centres médico-sociaux (CMS) présents dans l’ensemble du canton de
Vaud organisent et proposent, sous
l’égide des associations/fondations
régionales et de l’Organisme médicosocial vaudois (OMSV), une vaste palette
de prestations en matière de soins et
d’aide à domicile. Celles-là vont de l’intervention directe de l’infirmière auprès
du patient (injection, prise de tension...)
au service des repas chauds, en passant
par l’aide au ménage, la remise de
moyens auxiliaires et l’installation d’appareils de biotélévigilance (Sécutel), qui
permet à son détenteur d’alerter, cas
échéant, l’une des personnes (des amis,
des voisins) ayant accepté d’être reliées
à ce réseau d’alarme.
En dehors du canton de Vaud, des structures analogues existent également
dans d’autres régions de notre Helvétie.
D’où la mise à contribution de plusieurs
centaines de personnes compétentes et
dévouées (professionnels de la santé,
14
aide-soignants, ergothérapeutes) – sans
oublier les nombreux bénévoles pour le
ménage, la cuisine, la lessive, le repassage, les courses – qui s’ingénient, souvent avec l’humour tonique qui
«habille» leur savoir-faire, à «maintenir
et renforcer l’autonomie et l’indépendance» du bénéficiaire, comme le spécifie expressément la «Charte des CMS»
du 11 juin 1997. L’intéressé peut ainsi
garder son cadre de vie habituel (autrement dit: rester chez lui). Mieux encore:
les intervenants se fondent sur sa responsabilité individuelle et sur celle de
son entourage (famille, voisins), dont la
participation active est vivement
encouragée.
Nous touchons là un point fondamental:
non seulement les intervenants responsabilisent leur patient, mais encore et
surtout ils respectent ses valeurs, ses
croyances, ses habitudes, son mode de
vie et sa sphère privée. Il participe au
choix des mesures de soins et de sou-
tien; par ailleurs, il a accès en tout temps
aux informations le concernant.
Un vrai partenariat s’est donc instauré
peu à peu entre l’équipe, le patient et son
entourage. Compte tenu de la forte tradition de méfiance que le Vaudois nourrit
vis-à-vis de tout ce qui vient «du dehors»
[de la famille], on doit sincèrement se
réjouir du magnifique développement
des soins et de l’aide à domicile. C’est un
monde très vivant, sympa et chaleureux,
qui apporte plein d’éléments positifs au
patient. En tant que tel, je puis en témoigner ici: chaque intervention (hebdomadaire pour l’instant) m’est une authentique joie.
A l’heure où nos autorités en charge du
social ont une fâcheuse tendance à restreindre certains investissements d’importance stratégique pour une frange
particulièrement vulnérable de notre
population (les personnes âgées et handicapées qui tiennent à garder leur chezsoi), j’aimerais que nos députés réflé-
5/2000 Faire Face
chissent bien avant de diminuer drastiquement et sans état d’âme des subventions destinées aux soins et à l’aide à
domicile... Si l’un ou l’autre de nos élus
avait un doute quant à l’utilité de ces
soutiens financiers, pourquoi n’accompagnerait-il pas une équipe d’intervenants auprès d’un patient?
Le «député sceptique» serait alors bien
obligé de constater de visu que, d’une
part, cette équipe fait un travail magnifique, et que, d’autre part, le patient la
reçoit avec une joie évidente.
Merveilleuse et mystérieuse alchimie de
sentiments et de pensées partagés, la
joie est d’abord un don de vie – qui ne
saurait, par définition, figurer au budget.
Ne pas reconnaître cette force extraordinairement précieuse dispensée par un
soignant à son patient, c’est nier le
rayonnement fantastique que déploient,
chaque jour «sur le terrain», des gens
motivés, altruistes et dévoués, à l’écoute
4e révision de la LAI:
déceptions
Location de vélos et autres tandems
L’ASKIO, organisation faîtière dans le
secteur de l’entraide des personnes handicapées en Suisse, ne cache pas sa
déception à la lecture du message du
Conseil fédéral concernant la 4e révision
LAI attendue depuis longtemps. D’une
part à cause de l’allocation d’assistance
trop réduite et, d’autre part, par l’absence totale des mesures traitant de
l’intégration professionnelle.
Le Conseil fédéral justifie l’introduction
d’une allocation d’assistance par l’augmentation de l’autonomie des personnes
handicapées, tout en déclarant dans le
même temps que 1600 francs devraient
leur suffire à financer les coûts supplémentaires engendrés par handicap. Or
cela ne suffit guère que pour couvrir
deux heures d’assistance par jour. A cela
s’ajoute la suppression de la rente complémentaire pour le conjoint, ce qui sous
la barre d’addition des économies ainsi
réalisées représente env. 70 mio de
francs et ce, sur le dos des personnes
handicapées. En somme le Conseil
fédéral ne reconnaît pas le message que
le peuple a donné lors de la votation sur
la suppression du quart de rente d’il y a
un an et fait des propositions qui ne peuvent en aucune façon être acceptées par
les personnes handicapées.
Quant à l’encouragement à l’intégration
professionnelle des personnes handicapées, aucunes mesures n’ont été pratiquement proposées. C’est fort regrettable parce que la promesse dans le cadre
de la 4e révision LAI d’élargir des propositions allant dans ce sens, n’est pas
remplie, mais surtout aussi parce que le
principe de base de la LAI «Intégration
prime rente» commence à s’inverser en
devenant «Rente prime intégration».
Pour tout renseignement:
ASKIO Entraide Suisse Handicap:
Effingerstr. 55, 3008 Berne
tél. 031/390 39 39: Hannes Schnider
(secrétaire général) et Renat Beck (responsable médias)
E-Mail: [email protected]
Proposition de circuits dans la région
d’Obergoms VS
5/2000 Faire Face
de leur prochain. Ils méritent d’être
encouragés dans leur manière de gérer
judicieusement les ressources tant
humaines que financières à leur disposition. Ne brisons pas un aussi bel élan!
Charles Bourgeois
Important à savoir
Résidant dans le canton de Vaud, vous avez droit aux interventions des Centres
médicaux sociaux, sans distinction de revenu, ni de type d’affection.
Les demandes d’intervention font l’objet d’une évaluation qui tient compte des
besoins, des ressources humaines à disposition, ainsi que des attentes du patient
et de son entourage.
On intervient au plus tard dans les 24 heures, sauf autres conditions spécifiquement prévues.
• Um z’Feld (2,5 km) Un circuit autour
de Gampel où l’on entend les oiseaux
chanter et qu’on peut voir des papillons voler. Celui qui a encore le temps
et l’envie peut faire une partie de minigolf.
• Perückensträucher (5 km) Spécialement en automne cette région de Niedergampel-Getwing avec ses arbustes
rouges et charmante. Avec ce parcours
il y a toujours quelque chose à voir le
long des vignes jusqu’au Feschelloch.
A cet endroit très prisé des familles,
des foyers vous permettent de faire des
grillades. Celui qui veut continuer à
rouler peut se donner comme but les
• Agarner Teiche (10 km) Ces étangs
sont le lieu le plus important des
oiseaux migrateurs de tout le canton.
Au printemps et en automne on trouve
des oiseaux que l’on trouve seulement
dans les pays de l’Est.
• Grawi (3 km) Une idylle de pêcheur
vous attend tout près de la fabrique
Alusuisse à Steg. Attention, un bout
de chemin n’est pas goudronné.
• Felsenkirche Raron (5 km) Dans
cette falaise vous pourrez contempler
une église spéciale. Vous y verrez
également la citadelle et le cœur du
vieux village de Raron.
On trouvera des WC accessibles aux
endroits suivants :
– Minigolf-Pavillon Raron
– Camping Rhône, Gampel
– Buffet de la Gare, Gampel-Steg
– Restaurant Lonza, Gampel
– Migros de Steg
– Hôtel restaurant Central, Agarn
– Café Jolibach, Niedergesteln
Pour tout renseignement
et location:
Marie-Therese Locher,
Zur alten Post,
3945 Gampel,
tél. 027/932 18 48
E-mail:
[email protected]
15
Récit humoristique,
envoyé à une correspondante,
des ambiances de ma croisière 1998
Je me fais une joie de «projeter» tout
exprès pour toi ma... superproduction en
«techniprose», sans son – comme dirait
Dalila – mais avec un certain nombre
d’effets spéciaux qui ne nécessitent toutefois pas le logo rouge!
Le titre, d’un banal (!): «Paulette et
Charles en bateau».
Le décor: Un superbe navire, «Le Boléro»,
de 150 m de long et 23 de large, 7 étages,
et... 895 passagers!
Circuit: Venise – Bari – Athènes –
Mykonos – Khusadasi (Turquie) –
Dubrovnic (Croatie) – Venise. (Tout ça
sur une semaine, du 18 au 25 juillet. Nous
avons rallié Venise par avion, depuis l’aéroport de Belp/BE.)
Manger: Excellent, servi par un personnel épatant.
Météo: Très estivale – mais la houle et les
orages nous étaient réservés la nuit!
D’où le 1er «effet spécial» que je vais t’expliquer tout soudain, non sans t’avoir
décrit d’abord notre cabine à deux couchettes. Alors que la mienne était disposée dans le sens de marche du navire,
celle de Paulette l’était transversalement. De ce fait, en cas de houle
appuyée, je la ressentais nettement
moins que mon accompagnatrice... qui
n’a pas tardé à avoir le mal de mer!
De mon côté, ça «baignait» ou plutôt ça
flottait sans un pli!... Tu imagines le paradoxe – moi qui suis censé être fragile!
Certes, j’ai rarement bien dormi, à cause
des bruits de moteur du bateau, et le
matelas de ma couchette n’était pas
extraordinaire – mais plutôt défoncé...
2e effet spécial: la constipation, dite «de
voyage», dont souffrait Paulette et qu’elle
traitait à coup de laxatifs – en vain! C’est
ainsi que, au soir du quatrième jour, elle
me dit tout de go et d’un ton hyperanxieux: «Si ça ne fait toujours pas effet, je
ne pourrai pas m’occuper de toi demain!»
Original, non? Mais ça l’était pourtant nettement moins que la recommandation/
mise en garde qui me fut faite – sentencieusement – peu avant notre départ:
«Evite absolument de me marcher sur les
pieds (au sens propre!), sinon je m’évanouis!» La même chose se produit quand
elle se coupe – ou se fait couper – ses
ongles de pied. Dès ce moment, j’ai eu des
sérieux doutes quant à son prétendu statut
d’infirmière diplômée. En effet, quand tu
t’occupes d’un patient, notamment quand
tu le déplaces de son fauteuil roulant sur un
autre siège, il peut en effet arriver que ledit
patient – tout à fait involontairement – te
marche sur les petons. Tu crois honnêtement que tu partirais dans les pommes, toi?
Bref, la dame avait de sérieux problèmes
existentiels! Par ailleurs, elle m’avait
16
caché la polyarthrite qui lui vrillait les
épaules, d’où des difficultés pas possibles quand Paulette devait s’occuper
de moi – par exemple me poser sur les
WC. Ceux-ci étaient soit-disant adaptés
aux handicapés – tu parles! Les barrières et poignées d’appui étaient hors
de portée, donc inutilisables, et le diamètre des toilettes, conçu pour un postérieur conséquent, avalait le mien par le
fond... D’où surplus d’efforts pour Paulette qui, par ailleurs, me semblait être
bien peu au courant des techniques en
matière de manipulation des patients.
Quant à ses connaissances en matière
d’administration de médicaments, de
leur interaction et de leurs effets ou
contre-indications
possibles,
elles
étaient plutôt fantaisistes ou nulles...
Sur le plan anatomique, ensuite, elle
semblait aussi incapable de trouver l’endroit juste et le geste adéquat et efficace.
C’est grave, non, pour une infirmière
diplômée?
Quant au comportement de Paulette
avec moi, sur le bateau (en cabine ou à
table), il était exactement à l’opposé de
celui qu’elle avait adopté au début de
nos échanges «e-mailiques». Alors
qu’elle était chaleureuse, enjouée et
minimisant volontiers mon handicap,
me trouvant aussi toutes les qualités
humaines imaginables, celles-ci se
changèrent brutalement en autant de
défauts énumérés avec une «Schadenfreude» évidente et d’une voix doucereuse et écrasante en même temps.
Certaines de ses critiques m’ont
fait particulièrement mal, notamment
le jour où elle a osé me dire que
«si je n’avais pas de succès durable
auprès des femmes, c’est que je
n’étais pas assez soigné»! Cette
remarque mesquine m’a été faite au soir
d’une journée abominablement chaude:
or, comme tout le monde, je transpire.
Normalement, quand ça t’arrive, tu
passes sous la douche. Moi, désolé, on
doit complètement m’assister – et ça,
Paulette le savait pertinemment, puisqu’elle était censée se charger de cette
prestation-là! Jamais personne ne
m’avait pareillement blessé – et sciemment, en plus...
Sur le bateau, la douche – également
«adaptée pour les handicapés» – était
complètement impraticable pour moi:
indépendamment des risques de syncope «podologique» (cf. plus haut), il y
avait les dangers de glissades... Là aussi,
les barres d’appui étaient à «trois kilomètres» de moi. De plus, avec ses douleurs dans l’épaule, Paulette n’aurait pu
m’éviter la chute.
Charles Bourgeois en galante compagnie
La toilette se faisait donc au lavabo – à
bonne hauteur, mais à accès bouché
dessous, donc tu ne pouvais pas vraiment approcher avec le fauteuil... Seul le
miroir était inclinable, un luxe pour moi
inutile, du moment que je ne peux ni me
coiffer, ni me raser seul... Quant à ma
«bobine», je la connais par cœur!
Même pour un acte aussi classique, pour
une infirmière, que faire une toilette,
Paulette était empruntée, gauche, raide.
On eût dit qu’elle nettoyait une vitre...
Quand je compare avec la technique
employée par mon infirmière-doucheuse
des soins à domicile (elle vient chaque
jeudi chez moi), c’est ... incomparable,
justement! Elle y met doigté, douceur et
compétence, sourire et humour en plus –
sans oublier le geste juste... au bon
endroit! Après qu’elle m’a séché et prodigué des soins dermatologiques, je me
sens très bien.
Pour revenir à Paulette, qui n’avait par
ailleurs guère de culture, ça ne pouvait
pas marcher entre elle et moi. Extrêmement peu sûre d’elle-même, elle détestait visiblement que j’adresse la parole à
d’autres passagers: jalouse qu’elle était,
alors que, sentimentalement, je n’avais
aucun compte à lui rendre!
Un des passagers, pas trop futé, a dit à
Paulette – hors de ma présence – qu’«il
fallait être givré de faire une croisière
avec un handicapé en fauteuil roulant»!
L’intéressée, visiblement touchée «de
plein fouet» par cette remarque, me l’a
rapportée... A sa place, je m’en serais
abstenu.
Quant à la croisière elle-même, j’ai tout
de même réussi à l’apprécier. Des paysages et des gens nouveaux, souvent
sympas, parfois mufles, mais c’est à
l’image de la vie et de leur éducation.
Une découverte que j’ai trouvée enrichissante par sa diversité.
Charles Bourgeois
5/2000 Faire Face
NOS SECTIONS
Rapport annuel de la
section vaudoise 1999
Chers membres et amis,
Comme chaque année au début mai,
nous voici à nouveau réunis pour notre
assemblée générale au Signal de Bougy
et je vous remercie de votre présence.
C’est l’occasion pour votre comité de
passer en revue les événements qui ont
marqué l’activité de votre section. C’est
aussi le moment de participer activement à la bonne marche de la section en
nous faisant part de vos vœux, de vos critiques.
En résumé, voici ce que pour vous et
avec vous, nous avons réalisé en 1999.
6 février: Hélas, pas de sortie hivernale
aux Cluds cette année. Trop de neige!
5/6 mars: Notre vente de jonquille. Merci
à toutes celles et ceux qui se sont
dévoués pour cette action. Le résultat
financier nous permet de nous offrir des
conditions favorables à chacune de nos
rencontres.
8 mai: Notre traditionnelle assemblée
générale ici même au Signal de Bougy.
26/27 juin: Cours de la section prévue à
l’Ile de Mainau. Grosse déception de
tous les participants de n’avoir pas pu
visiter l’Ile de Mainau. Les problèmes
rencontrés à la frontière sont que le
chauffeur de car n’était pas en possession de papiers lui permettant de franchir la frontière. Nous avons reçu une
lettre de cette entreprise de transport qui
a présenté ses excuses et a offert une
déduction sur la facture.
11 sept.: Commémoration du 25e anniversaire de Plein-Soleil sur la Place StFrançois à Lausanne. L’ASPr, section
vaudoise et neuchâteloise, a été représentée. Merci à vous tous qui êtes venus
soutenir cette action.
2 oct.: C’est toujours avec plaisir que
nous nous retrouvons à Plein-Soleil pour
notre loto.
Chambres d’hôtes en Vendée
11 déc.: Fête de Noël à Yverdon-lesBains au Château. Je crois que tous les
participants ont gardé un très bon souvenir de cette journée. Merci à tous ceux
qui m’ont aidé à organiser cette rencontre.
Notre section compte au 31 décembre
1999:
121 membres actifs
119 sympathisants.
Votre comité s’est réuni 5 fois durant
l’année 1999. Faire le mieux possible
pour vous être agréable, voilà le but que
nous nous sommes fixés, et en espérant
avoir atteint cet objectif.
Le fonds spécial «Loterie Romande» est
toujours disponible pour des actions spécifiques. Vos demandes éventuelles sont
à présenter au comité.
Barbara Mouron
Présidente
salle d’eau et WC commune, avec terrasse dans un jardin privé.
Télévision, barbecue et salon de jardin à
disposition des hôtes.
Prix par nuit – petits déjeuners
compris
230 FF à 360 FF pour 1 ou 2 personnes,
selon saison et logement.
Personne supplémentaire 60 FF.
Notre situation privilégiée donne à
proximité des belles plages à 16 km,
parc floral, lac, réserves de nature, sentiers pédestres, sites historiques et des
vignes (pour ceux qui aiment les dégustations), la plupart accessible pour handicapés.
Des chambres d’hôtes accessibles en Vendée
Michael et Jacqueline Hubbard
Les Quatre Routes
F-85540 Le Givre
Tél./Fax : 00 33 (0) 251 98 91 86
Portable 06 03 32 53 30
E-mail : [email protected]
A 15 mn de la ranche-sur-Mer et 30 mn
des Sables d’Olonne se trouve Clos des
Vignes, ouvert à tous, aux «QuatreRoutes», commune de Givre.
Michael et Jacqueline vous accueillent avec leurs trois chambres
d’hôtes neuves et spacieuses avec un
5/2000 Faire Face
charme et décor très britannique, spécialement conçues, équipées et aménagées
pour handicapés, sur un terrain de 5000m2
de jardins, vignes et arbres fruitiers.
Les Chambres d’hôtes
Deux types de logements indépendants
vous sont proposés, avec possibilité de
faire du café ou du thé à toute heure.
Le premier est une chambre pour 2 personnes avec salle d’eau et WC particuliers.
Le deuxième est constitué de 2
chambres pour 4 ou 5 personnes avec
Ne partez pas de Vendée sans avoir
visité
• Parc floral de la Court d’Aron
• Le Château de la Guignardière à
Avrillé
• Le musée de l’automobile à TalmontSt-Hilaire
• Le Zoo des Sables d’Olonne
• Le y du Fou, Les Epesses
Renseignements utiles
Pour rendre votre séjour encore
plus agréable, sont mis à votre disposition des brochures et cartes de la
région.
ne veut pas dire que les WC sont
accessibles. Si les WC sont accessibles
ce logo sera ajouté ✪
Plages accessibles Les Conches Il y a une rampe qui descend jusqu’à la mer et à l’eau. Juillet /
17
Vue d’une chambre: spacieuse et proprette
Des sanitaires fonctionnels et pratiques
Août il y a un snack. Grand parking (pas
de WC).
Longeville sur mer (Le Rocher)
Rampe qui donne accès à la plage et
à l’eau. Restaurant (Les Flots Bleus) avec
terrasse mais WC pas accessibles.
La Tranche sur Mer Plusieurs accès
sur la plage. En particulier le restaurant
L’Equinoxe qui a une belle terrasse avec
vue sur la mer. WC accessible.
St-Vincent sur Jard Endroit ombragé
pour pique-nique avant d’arriver à la
plage, près d’un restaurant (L’Océan) –
petite marche ✪. Maison de Georges
Clemenceau à visiter.
Marché vendredi matin sous les «Halles»
(1765)
Services
Moutiers les Mauxfaits (3km)
2 Boulangers, 1 Pâtisserie, Pharmacie
(sur la route de La Roche sur Yon)
Supermarchés (Spar et Eco Marché), 2
Banques (avec distributeurs de billets)
Librairie, journaux, Médecin – Dr Jolly
tél. 0251 98 90 14 (devant l’église).
Garage Delavergne, sur la route de La
Roche sur Yon ✪ derrière l’église.
Restaurants accessibles
Champs de Foire Place Champs de
Foire ✪ Gastronomique
La nouvelle Auberge 1 Place de la Justice, ouverte midi et soir Juillet / Août ✪
Champs St-Père (4 km)
Boulangerie, pharmacie, Supermarché
(Marché U avec distributeurs de billets)
avec essence, banques (pas de distributeurs de billets).
www.sympa.ch
Visiteurs selon les pays
Traduction par: Gaby Vernaglione
Suisse
Allemagne
France
Italie
Autriche
Japon
Pays-Bas
Canada
.com (inconnu)
.net (inconnu)
sans indication
Total visiteurs en juillet
• prix neuf dès Fr. 1500.–
• il y a deux possibilités principales, les
compatibles MAC (Macintosh) et IBM
– Logiciels (programmes)
• certains sont fournis et compris dans le
prix lors de l’achat et déjà installés
(souvent aussi les logiciels pour l’accès
Internet)
• afin d’utiliser l’ordinateur pour
d’autres domaines il est judicieux
d’avoir également un système de traitement de texte (Word, Office 2000,
Works, etc.)
– Imprimante
• afin de pouvoir imprimer également
• prix neuf dès Fr. 180.–
• idéales pour l’utilisation en privé: les
imprimantes jet d’encre
– Modem
• selon le raccordement téléphonique
• prix neuf dès Fr. 90.–
– Accès Internet
• souvent gratuit
• le «provider» (fournisseur d’accès)
envoie un CD ou une disquette pour
l’installation
– Tarifs de téléphone pour Internet
• selon la compagnie (Swisscom, Sunrise, etc.)
• tarif de jour
Fr. 2.80 / h.
• tarif de soir
Fr. 1.80 / h.
• tarif de nuit
Fr. 0.70 / h.
• tarif week-end Fr. 1.80 resp. 0.70 / h.
Dans la dernière édition de Faire Face
nous avons posé quelques questions
concernant la présentation de notre site.
Seules 2 réactions me sont parvenues
jusqu’à mi-août. Tous deux sont des
membres qui ne sont pas encore branchés à Internet, mais qui s’y intéressent.
Cet «écho» très modeste démontre que
beaucoup de gens, bien que bénéficiant
d’une connexion Internet, hésitent ou
n’ont tout simplement pas envie.
Il est bien clair que l’acceptation de nouveaux médias dans nos coutumes nécessite une période d’adaptation et de plus,
l’on n’a pas toujours envie de «surfer»
(visites des sites et des thèmes), de
«chatter» (discuter avec d’autres personnes sur le net, à l’aide du clavier),
d’envoyer des mails (échange de correspondance avec d’autres personnes)
ou de jouer.
Un autre aspect est également le coût, de
ce fait vous trouverez ci-après quelques
informations utiles.
Avant cela je tiens à vous fournir un
aperçu des visites de notre site durant le
mois de juillet:
18
Nombre de visites
101
12
11
2
2
2
1
1
29
9
59
221
Ces 221 visiteurs ont consulté 2353
pages au total ou effectué 6637 «clics de
souris».
P.S.: Le «sympa.ch»-team se penche
depuis longtemps sur la question «comment apporter un soutien, soit pour l’installation au domicile, soit par des cours
d’introduction élémentaires». Malheureusement nous n’avons pas encore reçu
le feu vert par les délégués.
Vos questions ou suggestions sont à
adresser à Heinz Gertsch…
Matériel de base pour accès Internet:
– PC (Personal Computer)
• Il ne faut pas nécessairement le dernier
modèle, mais pas non plus une «vieille
bécane lente»
5/2000 Faire Face
Voyageurs en fauteuil roulant
Organisation dès le changement d’horaire (28 mai 2000)
Dès le 28 mai 2000 sur le réseau des CFF,
des auxiliaires de mobilité et le personnel
des trains chargeront et déchargeront
votre fauteuil.
Service compétent de 6 à 22 heures:
Call Center Brigue
Téléphone gratis: 0800 / 007 102
Téléfax: 0512 25 82 80
Adresse e-mail: [email protected]
Notre offre
• Chargement, transbordement, et
déchargement: A toutes les gares
actuellement points d’appui
• Heures de desserte:
Trains directs accompagnés, pas de
restrictions Langnau, de 6 à 22h. Münsingen, Konolfingen, Murten, de 6 à 20h
• Trains desservis:
– Tous les trains sans auto-contrôle
entre les points d’appui
– RER de Zurich, tous les traisn des
lignes S2, S3, S5, S7, S8, S9, S12, S14,
S16 (6 à 24h)
– Trains régionaux/trains RX dans 26
grandes gares pendant les heures
d’occupation (voir tableau ci-dessous)
– Tous les trains des lignes suivantes:
(6 à 22h); Biel/Bienne/Neuchâtel–Le
Locle; Delémont–Porrentruy; Lausanne–Vallorbe;
Palézieux–PayerneLyss; Basel–Laufenburg; Lenzburg–
Rotkreuz; Ziegelbrücke–Glarus
– Trains RX sur la ligne Chur–St. Gallen
(cadre 880 de l’indicateur)
L’annonce du voyage doit être effectué
au Call Center jusqu’à une heure au plus
tard avant l’heure de départ du train de
sa gare d’origine. La centrale traite les
appels de 6 à 22 heures.
Vos désirs de transport seront satisfaits
dans le cadre de la desserte indiquée cidessus. Le personnel ferroviaire ne
pourra pas assurer d’autres prestations
de chargement, transbordement ou
déchargement.
Une brochure a paru en juin avec des
informations plus détaillées; vous pouvez
aussi appeler directement le Call Center.
Renseignements importants
• Annonce préalable: Pour les gares suivantes, le délai de préannonce est de
deux heures: Vallorbe, Payerne, Moudon, Sonceboz-Sombeval, St-Imier, La
Chaux-de-Fonds, Le Locle, StUrsanne, Porrentruy, Wohlen, Muri,
Schwyz, Brunnen, Flüelen, Zurzach,
Uznach, Ziegelbrücke, Glarus, Andelfingen, Sulgen, Altstätten SG, Amriswil, Heerbrugg et Wattwil.
Indications nécessaires pour l’annonce:
Nom et prénom, numéro de téléphone,
date du voyage, horaire, préciser si le
fauteuil roulant a un moteur ou non.
5/2000 Faire Face
Sans préannonce, il n’existe pas de
droit au transport.
• Heure/lieu de rendez-vous 10 minutes
avant le départ du train ou selon
entente avec le Call: Center vers le
Mobilift du quai entrant en considération (exception à Zurich: à la fin des
voies).
26 gares qui desservent aussi les
trains régionaux et les trains RX
Gare Heures de desserte des trains
régionaux et RX
Aarau
Lu–ve 07.30–19.45
Sa+di 09.15–12.15 et 13.30.19.30
Baden
07.20–20.30
Basel
04.00–00.30
Bern
06.00–23.00
Biel/Bienne
07.00–22.00
Brig
05.15.00.45
Chur
06.00–21.00
Fribourg
06.00–21.00
Genève
06.00–22.50
Genève-Aéroport
05.30–23.00
Lausanne
05.50–22.00
Locarno
06.50–20.40
Lugano
06.00–21.00
Luzern
05.00–22.00
Montreux
07.00–20.00
Neuchâtel
07.20–20.20
Rapperswil
08.00–19.45
St.Gallen
05.00–01.10
Schaffhausen
06.00–20.30
Sion
07.00–20.50
Solothurn
Lu–ve 06.40–20.50
Sa+di 07.40–20.30
Thun
06.30–22.00
Winterthur
07.00–20.30
Zug
07.00–20.30
Zürich HB
05.30–23.00
Zürich Flughafen
05.30–23.50
HANDIConcept Sàrl
Handicap sports & loisirs
CH - 1882 GRYON
Tél. & Fax 024 / 498 10 28
Portable 079 / 240 70 82
Grâce aux efforts constants de nombreuses personnes et collectivités, la palette
des activités sportives et récréatives
pour handicapés ne cesse de s’élargir.
Par contre, ces activités nécessitent
encore des adaptations coûteuses et exigent souvent une aide extérieure ou un
environnement adapté.
De cette expérience et de ce constat est
né HandiConcept.
Nous mettons à votre disposition du
matériel adapté, avec du personnel
compétent permettant d’assurer l’aide et
le support nécessaires à ces nouvelles
activités.
• Randonnées accompagnées avec fauteuil tout-terrain
• Vol en parapente (en été avec fauteuil
tout-terrain et en hiver avec mono-ski
ou fauteuil-ski) par des pilotes
diplômés
• Location, vente et entretien de monoski
Cours de ski individuel ou collectif –
accompagnement sur demande
Pour tous les handicaps, location de
fauteuil-ski avec moniteur diplômé
• Location, vente et entretien de handibike. Excursions accompagnées
• Planification de séjours dans la région
de Villars (hébergement toutes catégories)
L’Association Suisse des Paralysés ASPr/SVG cherche pour le 1er janvier 2001
UN(E) SECRETAIRE CENTRAL(E)
Nous sommes une organisation d’entraide suisse, œuvrant en faveur de personnes
handicapées physiques. Nous offrons...:
• une activité indépendante, variée, poste à responsabilités,
• une infrastructure moderne, adaptée aux besoins du secrétariat (PC, E-Mail etc.),
• des bureaux spacieux, situés au centre-ville (lieu de travail: Fribourg),
• des conditions d’engagement attrayantes.
Nous cherchons une personnalité sachant prendre des initiatives,
• qui veut s’engager en faveur de l’entraide,
• qui bénéficie d’une expérience en gestion d’une organisation à but non lucratif,
• qui possède d’excellentes connaissances écrites et orales du français et de l’allemand,
• qui a de l’aisance dans les rapports humains et avec les autorités,
• qui dispose des capacités requises pour la conduite – indépendante – d’un secrétariat et
de son personnel.
Vous voudrez bien adresser vos offres accompagnées des documents usuels à:
Heinz Gertsch, président central ASPr / SVG, Nidaugasse 14, 2502 Bienne
Délai: 15 octobre 2000.
19
L’assistance dans la vie quotidienne
Tiré du site Wallonie (http://wal.autonomia.org/index.html)
Le Web nous donne le privilège de pouvoir examiner le regard des autres sur la
vie autodéterminée. Nous nous intéressons ici à l’approche qu’en ont eu nos
amis belges. Réd.
Introduction
D’une part, pour les personnes handicapées et, d’autre part, pour ceux qui
financent et fournissent les services pour
ceux-ci et en collaboration avec eux, les
années 1980 à 1990 ont été une période
de changement au niveau du secteur de
l’assistance publique en Europe. Ce
changement s’est caractérisé par des
attentes et des demandes croissantes de
la part des personnes handicapées individuellement, et de la part de ceux qui
représentent les mouvements de personnes handicapés, mais aussi, en général, par la réduction des ressources d’assistance publique en général. L’impact
de ces changements a été modéré par les
conditions et les attitudes locales
propres à chacun des pays appartenant à
l’Union Européenne; chaque pays est
unique et se situe à un stade de développement différent, influencé par des passés différents, par des comportements
politiques et sociaux et par des condi-
tions géographiques, sociales et de revenus différentes.
Plusieurs membres de l’Union Européenne mettent de plus en plus l’accent
sur l’introduction de lois du marché pour
améliorer la qualité de services aux personnes handicapées. On peut supposer
que les utilisateurs de services auront la
possibilité d’éliminer des services dont
ils ne sont pas satisfaits. Cette méthode
d’augmentation des pouvoirs implique
cependant la capacité du «consommateur» à peser les avantages relatifs du
coût du service par rapport à sa qualité et
la possibilité de disposer d’une large
gamme de services. Une approche différente serait que les personnes handicapées aient un contrôle total de leurs services et de la façon dont ceux-ci leur sont
fournis – soit en employant directement
un assistant personnel soit en dirigeant
les organisations qui leur apportent ce
soutien. L’ampleur de cette augmentation des pouvoirs qui peut amener les
personnes handicapées à avoir un
contrôle réel de leur propre vie est à nouveau limité par deux facteurs:
• l’attitude des pouvoirs subsidiants:
lorsqu’ils utilisent le modèle médical du
Septembre/Octobre
September/Oktober
2000 • No 5
E
C
A
F
Lieu:
Dates:
Association Suisse des Paralysés
ASPr
SVG Schweizerische Vereinigung der Gelähmten
1701 FRIBOURG
Prix:
JAB
Le groupe 5 est arrivé à la conclusion
unanime que la capacité des personnes
handicapées à employer leurs propres
assistants personnels est une condition
préalable et essentielle à une augmentation des pouvoirs et du contrôle réel. Cela
comprend la responsabilité de former
son propre personnel bien que l’on
reconnaisse que certains aspects de la
formation doivent être confiés à des spécialistes ou des professionnels (p. ex., les
transferts ou le secourisme). Le groupe
constate également qu’il existe une difficultée née de la nécessité d’être de bons
employeurs, des exigences législatives
en matière d’emploi et du désir de garder
le contrôle
Suite dans le numéro 6 de Faire Face
Camps de vacances 2001
de l’armée à Melchtal
E
R
I
A
F
20
handicap, ils déterminent la responsabilité de la personne handicapée à compenser son manque de possibilité ou de
capacité à accéder à la société et à l’emploi ou lorsqu’ils utilisent le modèle
social du handicap qui rejette la responsabilité sur la société pour éliminer les
barrières qui désavantagent les individus (physiquement ou au niveau des
attitudes);
• par le manque de ressources.
Hôpital militaire, Melchtal/OW
Camp I: 26 mai – 5 juin 2001
Camp II: 23 juin – 3 juillet 2001
Fr. 165.–
Comme cette année, l’armée organise l’an prochain des camps pour handicapés physiques graves.
Les intéressés sont priés d’envoyer le talon ci-dessous au secrétariat de
l’ASPr jusqu’au 15 octobre 2000. Des informations détaillées vous parviendront directement par les responsables des camps.
✄
Talon d’inscription pour camps de l’armée 2001 à Melchtal
Camp: I ❏
Camp: II ❏
Nom: ___________________________________________________________
Prénom:________________________________________________________
Adresse: _________________________________________________________
No postal et Lieu: __________________________________________________
Année de naissance:_______________________________________________
J’ai participé à un camp de vacances de l’armée
Oui ❏
Non ❏
A retourner s.v.p. jusqu’au 15 octobre 2000 au Secrétariat central de l’ASPr,
3, rue de Locarno, Case 740, 1701 Fribourg
5/2000 Faire Face