Faire Face 5_2000 - ASPr-SVG
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Faire Face 5_2000 - ASPr-SVG
F A C E F A I R E E C A F E R I FA ASPr SVG Association Suisse des Paralysés Schweizerische Vereinigung der Gelähmten Septembre/Octobre 2000 September/Oktober 2000 5 Photo: Corinne Bonvin-Lüscher Spätsommerliche Blütenpracht – wie Sterne, die zur Erde gefallen sind! Lasst uns dieses Sinnbild aufnehmen in unsere Gedanken für unsere geschätzten Mitglieder, die uns für immer verlassen haben. Lesen Sie Seite 6. io l e o ag xe P l i e ne B lio An o P INHALT – SOMMAIRE E R I FA EC A F Où passer ses vacances lorsque l’on atteint d’un handicap? Et surtout si on aimerait les passer de manière individuelle, presque dans l’anonymat? Ce n’est pas toujours évident! Il y a bien Au Fil du Doubs à St-Ursanne, et, à notre connaissance, c’est à peu près tout. La Rédaction vous fait découvrir ici un nouveau lieu en France voisine, la ferme PréPrévôt, une pension au calme parmi les sonnailles des pâturages en FrancheComté. Voir en page 12. Editorial Unterwegs sein – wer träumte nicht schon, mit einem wohnlich eingerichteten Bus nach Spanien, Portugal und gar nach Marokko zu fahren, dabei sich vom Zuhause frei zu machen, die Wohnung aufzulösen und überall in der Welt Freunde zu finden? Auf Seite 9 beginnen wir mit einer Geschichte in Fortsetzungen, wo die Rollstuhlfahrerin Lisa berichtet, wie für sie dieser Traum Wirklichkeit wurde. Unterwegs sein – auf Seite 8 wird man mit Staunen lesen, dass auf unserer Webseite sympa.ch Interessierte aus aller Welt hereinschauen, gar aus Japan und Kanada. Unermüdlich versucht unser Zentralpräsident Heinz Gertsch, die ASPr-ler fürs Internet zu begeistern. Unterwegs sein – Auch die Schriftstellerin Ursula Eggli war für uns unterwegs und besuchte das Ehepaar Monika und Martin zum Schwatz zu dritt in der Küche. (Seite 5) Wir sehen also – unterwegs sein lohnt sich! Corinne Bonvin-Lüscher DIE SPRACH-BRÜCKE Ferien-, Sport-, Spezial- und Weihnachtskurse der ASPr/SVG 2000/2001 11 IMPRESSUM LA PASSERELLE DES LANGUES 60. Jahrgang / 60e année Cours de vacances, de sport, cours spéciaux et cours de Noël de l’ASPr 2000/2001 11 Editorial 2 Mäpplitreffen 2000 3 Zum Jahresthema 2000: So wohne ich – so möchte ich leben 5 Reisen: Rollstuhlbeförderung SBB 5 ASPr/SVG Sektionen 6 Love Ride Solidarität oder Wohltätigkeit? 8 http://www.sympa.ch – das Internet-Portal der ASPr/SVG 8 10 Jahre SIPS 8 Sozialpolitik: Gleichstellung 9 Us der Gschichtetrucke 10 Agenda 11 La ferme du bonheur 12 Soins à domicile, une oasis d’humanité 14 4e révision de la LAI: déceptions15 Location de vélos et autres tandems 15 Récit humoristique, envoyé à une correspondante, des ambiances de ma croisière 1998 16 Nos sections Rapport annuel de la section vaudoise 1999 17 Chambres d’hôtes en Vendée 17 www.sympa.ch 18 Voyageurs en fauteil roulant Organisation dès le changement d’horaire (28 mai 2000) 19 2 Handiconcept 19 L’assistance dans la vie quotidienne 20 Herausgeber / Editeur Schweizerische Vereinigung der Gelähmten SVG Association Suisse des Paralysés ASPr Erscheint alle zwei Monate Paraît tous les deux mois Redaktion / Rédaction André L. Braichet, rédacteur en chef La Gerbaude, Les Champsrayés 14 2525 Le Landeron Tél. 032 751 31 12 Fax 032 751 10 65 (partie française) Corinne Bonvin-Lüscher Kernstrasse 1, 3067 Boll Tel. 031 832 40 32 Fax 031 832 40 33 (deutscher Teil) Sites Internet http://www.sympa.ch http://www.polio.ch http://www.hapi.ch Mitgliederbeiträge / Cotisations Aktivmitglieder Fr. 35.– Passivmitglieder Minimum Fr. 35.– Jahresabonnement / Abonnement annuel «Faire Face» Fr. 40.– Inseratenverwaltung und Administration Annonces et administration Zentralsekretariat der Schweiz. Vereinigung der Gelähmten Secrétariat central de l’ASPr 3, rue de Locarno Case postale 740 1701 Fribourg Tél. 026 322 94 33 Fax 026 323 27 00 [email protected] Postcheck 10-12636-5 Annoncenpreis / Tarif des annonces Pro mm-Zeile, einspaltig (58 mm) Fr. 1.20, zweispaltig Fr. 2.40, dreispaltig Fr. 3.60 Druck / Imprimerie Kanisiusdruckerei AG/ Imprimerie St-Canisius SA 3, Av. de Beauregard 1701 Freiburg/Fribourg Tél. 026 425 87 30 Fax 026 425 87 38 Adressänderungen sind dem Zentralsekretariat in Freiburg mitzuteilen. Changements d’adresse à communiquer au Secrétariat central à Fribourg. 5/2000 Faire Face Mäpplitreffen 2000 2. September 2000 im Hotel Löwen in Wimmis Zu Ehren des Mäpplitreffens 2000 in Wimmis ist gewiss etwas Nostalgie erlaubt. Deshalb beginnen wir nachfolgend, auf Wunsch unserer Mäpplimutter Dora Dick, einen reichhaltigen Bericht von Vreni MünzenmayerBasler, einer langjährigen Mäpplischreiberin. Gehen wir in Gedanken mit ihr viele, viele Jahre zurück und freuen wir uns mit ihr, wenn etwa bekannte Namen auftauchen oder wir gar Ähnliches erlebt haben. Kollegen erkundigten sie sich jedesmal fürsorglich nach meinem Befinden. Sie hörten mir zu und wenn ich einmal nicht mehr weiter wusste, gaben sie mir gute Ratschläge mit auf den Weg. In ihrer Mitte fühlte ich mich auf das Wunderbarste geborgen. An sonnigen Feiertagen spazierten wir oftmals mit ihren Jasskollegen und anderen Freunden samt den Rollstühlen zum Restaurant Fischerstube beim Zürichhorn. Im Gartenrestaurant plauderten wir ganz ungezwungen über Gott und die Welt. Alle zwei Jahre fuhren wir mit den anderen Zürcher Behinderten im Car oder mit dem Zug zu den Generalversammlungen der ASPr nach Bern, Basel oder dorthin, wo sie gerade stattfanden. Dort trafen wir unsere Freunde wieder, welche wie wir aus der ganzen Schweiz anreisten. Meldeten sich einige Freunde hin und wieder im Sommer für ein Weekend im Ferienlager bei Gwatt an, war ich auch gerne mit dabei. Dadurch wurde mein Freundeskreis immer grösser. Ich liebte es, mit ihnen Gedanken und Erlebnisse auszutauschen. Mein erstes Lager Eine strahlende Mäpplischreiberin: Vreni Münzenmayer-Basler Meine behinderten Freunde Heute ist ein solch herrlicher Tag, wie ich ihn mag. Auf meiner Terrasse sitzend, höre ich das Zwitschern der Vögel und geniesse die warmen Sonnenstrahlen. Vor mir auf dem Tisch liegt das Schreibmäppli «Gwatter Segelböötli», eines von dreien, in denen ich immer gerne mitschreibe. Es ist mein liebstes und begleitet mich schon seit über dreissig Jahren durchs Leben. Wie alles seinen Anfang nahm Bevor ich den Mitschreibenden die neusten Erlebnisse mitteilen möchte, lasse ich meine Gedanken in jene Zeit zurückgleiten, in der alles seinen Anfang nahm. Es war an einem Sonntag, als mich mein Cousin Paul Althaus zum Behindertentreffen in Zürich mitnahm. Dort im grossen Saal setzten wir uns an einen langen Tisch, an dem bereits viele Anwesende Platz genommen hatten. Noch nie zuvor hatte ich so viele Behinderte im selben Raum gesehen und im Kopf wirbelten mir die Gedanken nur so durcheinander. Bei meinen wenigen Besuchen bei Paul zu Hause sah ich ihn zwar nur im Rollstuhl, machte mir aber über das Wort ‚behin- 5/2000 Faire Face dert’ niemals Gedanken. Gerade weil er immer zu Spässen aufgelegt war, fand ich sein «nicht gehen können» als ganz selbstverständlich. So sass ich also mit einer gewissen Beklemmung da und beobachtete, wie immer mehr Menschen in den grossen Saal geschoben wurden. So viel Neues stürmte plötzlich auf mich ein und als dann zuletzt einige blinde Menschen eintraten, die sich an den Händen hielten, vergass ich fast zu atmen. Nur ganz allmählich gewöhnte ich mich an die vielen Behinderten und schon bald begann ich, ihre herzlichen Begrüssungen zu geniessen. Durch die Fröhlichkeit und Lebenslust, die sie ausstrahlten, bekam ich ein wunderbares Gefühl. Echte Freunde Von jenem Tag an begleiteten mich Paul und sein Freund Werner Humbel, den ich durch ihn kennenlernte, viele Jahre lang durchs Leben. Sie waren da, als ich von zu Haus wegging und mich neu orientieren musste. Oder fühlte ich mich mal einsam, fuhr ich mit dem Velo zu ihnen ins Café Camping. Dort, an jenen Abenden, gaben sie mir die Sicherheit, die ich immer wieder so dringend brauchte. Trotz dem intensiven Jassen mit ihren So war es die selbstverständlichste Sache der Welt, mich als Helferin im Sommer 1965 für das Gwatt-Lager anzumelden. Jene Zeit hat mich tief und positiv beeindruckt und ist unauslöschlich in meinem Herzen geblieben. Ich denke an die wunderbare Zusammengehörigkeit, die ich so schätzte, sowie an die lustigen und einfallsreichen Witze, über die wir alle herzlich lachen konnten. Natürlich stürmten schon Wochen vorher viele Fragen auf mich ein, wie zum Beispiel: «Bin ich als Helferin diesen Herausforderungen überhaupt gewachsen? Mache ich vielleicht grobe Fehler, über die sich manche ärgern müssen? Mit der Betreuung von Kindern habe ich viel Übung, aber wie ist es bei den Erwachsenen?» Obschon es mich unheimlich beruhigte, dass Walter Solenthaler, den ich von Vevey her kannte, das Lager leiten wird, blieb das flaue Gefühl im Magen. Trotzdem fuhr ich mit den besten Vorsätzen mit meinem Roller am 14. Juni 1965 von Zürich nach Gwatt. Als sich dort alle eingefunden hatten, machten die Behinderten mit ihren Rollstühlen einen grossen Kreis und stellten sich unter grossem Beifall vor. Zuerst die beiden Lagerleiter Walter Solenthaler und Elsi Schelling, dann der Sportlehrer Adolf Polenz und anschliessend jede Helferin und jeder Helfer. Da sich viele von früher her kannten, war bald ein munteres Erzählen im Gange. Da ich hier neu war, wurde ich gefragt: «Von wo kommst du, direkt aus der Stadt Zürich oder vielleicht vom Lande?» Oder habe ich dich nicht schon mal irgendwo gesehen? Die Stimmung begann immer lockerer zu werden, und siehe da, mein mulmiges Gefühl war wie weggeblasen. 3 Mir wurde die Betreuung von Hanni Friedli aus Bern und von Esthi Recher aus Basel anvertraut. Schon bei der ersten Begrüssung wusste ich, wir würden uns prächtig verstehen. Hanni mit ihren 45 Jahren war cerebral gelähmt, recht unkompliziert, und gepflegt war sie, potztausend! Wollten wir zusammen ein Stück zu Fuss gehen, hielt ich sie unter den Armen fest, stellte sie ganz dicht vor mich hin, so ging es dann wunderbar vorwärts, Schritt für Schritt. Loslassen lag da natürlich auf keinen Fall drin, sie ist aber auch nie umgefallen. Sonst im Rollstuhl sitzend, nahm sie gerne an vielen Gesprächen teil. Esthi war 21 Lenze jung und auf der rechten Seite gelähmt. Sie konnte jedoch auf einem normalen Stuhl sitzen. Da sie viel Bewegung brauchte, machten wir immer wieder Hand in Hand einen kleinen Spaziergang. Überall rief man uns zu: «Voilà, da kommen die Unzertrennlichen!» Wäre da noch so viel um uns herum passiert, bis zum nächsten Stuhl durfte ich sie niemals loslassen. Mit der Zeit wurden wir drei ein gut eingespieltes Team. Verstand ich ihr Bernoder Baseldeutsch nicht auf Anhieb und musste nachfragen, hätten wir uns vor lauter Lachen kugeln können. Juliette aus Tramelan, sicher mehr als sechzig Jahre alt, teilte mit Hanni und Esthi das Zimmer. Sie amüsierte sich jeden Abend genauso wie wir über unsere Spässe. Leider fühlte sie sich von den anderen nicht so recht angenom- men und wollte sogar das Lager frühzeitig verlassen. Nur dank unseren lustigen Frage- und Antwortspielen ist sie dann doch nicht heimgefahren. Das An- und Ausziehen der beiden war völlig neu für mich, genauso das mit dem gemeinsamen Gang zum WC. Geschafft habe ich das die ersten Male nur, weil ich, ganz typisch Frau, das Normalste der Welt tat. Ich redete und redete! Trotzdem hat alles schnell und prima geklappt, oder vielleicht gerade deswegen! Bin ich schon beim Thema Toilette, kommt mir noch Folgendes in den Sinn. Dort hatte ich nämlich das Lineli fast eine Stunde lang total vergessen. Erst als ein Bauarbeiter Vreni rief und ich mich verwundert umdrehte, sah ich die Tür, hinter der es ja immer noch sitzen musste. So schnell ich konnte, lief ich zu ihr hin, um mich tausendmal zu entschuldigen. Zu meiner Erleichterung lachte sie nur und sagte, das Warten sei für sie absolut kein Problem gewesen. Ich hör dir zu Manchmal setzte ich mich zu meinen neuen Freunden und hörte ihnen zu, wie sie von ihrem Schicksal erzählten. Max Werren war bei der Heerespolizei, durch und durch Polizist, bis ihn die Krankheit an den Rollstuhl fesselte. Er erzählte uns viel von der interessanten und aufschlussreichen Zeit in seinem früheren Dienst. Ein ehemaliger Hochalpinist sass uns gegenüber, sehr aufgeschlossen und immer freundlich. Er berichtete uns von seinem Sturz in den Bergen, durch den er querschnittgelähmt wurde. Er beklagte sein Schicksal nicht, doch ich konnte nur ahnen, wie gross seine Umstellung gewesen sein muss, wie viel Stärke es brauchte, dem Problem, plötzlich auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, entgegenzutreten. Mir wurde zum ersten Mal so richtig bewusst: nichts, aber auch gar nichts ist selbstverständlich! Und wie war es bei Hanni Reber? Mit erst neunzehn Jahren fiel ihr ein grosses Tennentor auf den Rücken. Wie musste sie sich wohl in jener Zeit gefühlt haben? Wie viele innere Kämpfe waren nötig, um Ja zur Lähmung und Ja zum Rollstuhl zu sagen? lhr ganzes Leben stand damals noch vor ihr, voll von Träumen und Sehnsüchten. Doch sie gab mir durch ihre Ausgeglichenheit und freundliche Art die Gewissheit, sie hat sich mit ihrem Schicksal ausgesöhnt. Hedy Nees aus Zürich ist unser letzter Feriengast in dieser Runde. Während ihrer Schwangerschaft bekam sie eine Lähmung und verlor dadurch ihr Kind. Seither muss sie im Rollstuhl sitzen. Nur mit Unterstützung ihres Ehemannes konnte sie diesen grossen Schmerz überwinden. Jakob Weiss, im Lager ein verständnisvoller Pfleger, bat Hedy einige Wochen später um Rat. Ich wurde an jenem Abend auch eingeladen. Er erklärte uns, er liebe eine junge behinderte Frau, die er gerne heiraten möchte. Sie sei sehr zart gebaut und daheim voll auf die Pflege ihrer Eltern angewiesen. Er wisse zwar nicht, ob auch sie ihn liebe, und so stehe er mit dem Wenn und Aber erst am Anfang. Hedy gab ihm den Rat, er solle sich diesen Schritt wirklich gut überlegen. Während er arbeiten gehe, müsse sie allein und ohne seine Hilfe zu Hause bleiben. Ob er sich überhaupt die doppelte Belastung, schwerstbehinderte Frau und Beruf, vorstellen könne? Am späten Abend waren wir uns einig, dass es noch sehr viel Zeit bräuchte, um die richtige Antwort auf all die Fragen zu bekommen. Vielleicht wäre aus ihrer Zuneigung Liebe geworden und sein Wunsch in Erfüllung gegangen, doch er starb einige Jahre später durch einen nicht verschuldeten Unfall. Ich mochte ihn und war über diese traurige Nachricht sehr unglücklich. Durch all diese Erlebnisse lernte ich ganz langsam die Welt behinderter Menschen besser kennen. Ganz im Stillen fragte ich mich: «Wie hättest du eigentlich in diesen Situationen reagiert?» Darauf fand ich keine Antwort, doch in der Zeit des Beisammenseins setzte sich in meinem Herzen etwas in Bewegung, das mich zutiefst berührte. Vreni Münzenmayer-Basler Fortsetzung in Faire Face Nr. 6/2000 mit Bildreportage 4 5/2000 Faire Face Zum Jahresthema 2000: INFORMATIONEN So wohne ich – so möchte ich leben REISEN Das FAIRE FACE-Jahresthema lautet: «So wohne ich – so möchte ich leben». Liebe Leserinnen und Leser, wer schreibt uns zum Thema Wohnform, wie wohnen Sie oder möchten Sie wohnen? Erzählen Sie uns aus Ihrem Alltag! Wir freuen uns auf Ihre Post! Rollstuhlbeförderung SBB: Das müssen Sie wissen! Kolumne • Verlademöglichkeit: wie bisher auf 156 Stützpunktbahnhöfen (122 SBB und 34 übrige Bahnen) Ursula Eggli Monika und Martin Schwierig, endlich einen gemeinsamen Abend für meinen Besuch bei Monika und Martin zu finden. Die E-Mails mit Vorschlägen gehen hin und her. Sie hat Termine, er hat Termine, ich habe Termine. Endlich können wir uns auf einen einigen. Ein schöner Sommerabend. «Ich selber kann nicht kochen», meint Monika. «Aber Martin macht uns was Feines, mein Bruder wird ihm handlangern. So können wir zwei Frauen uns bedienen lassen und auf dem Balkon ein Frauen-Schwätzchen abhalten.» Zum Glück wusste der BehindertenTaxi-Fahrer den Weg. Ich hatte den grossen, schönen Neubau wohl schon gesehen, aber nie vermutet, dass sich dahinter noch weitere Häuser, Rasenflächen und verschlungene Wege verbergen. Die Betax-Fahrer kennen ihre Kunden und deren bauliche Besonderheiten. Bei den einen muss man beim Hintereingang rein, bei den anderen durch die Einstellhalle, bei diesen muss man eine Treppenraupe mit sich führen... Nun, bei Monika und Martin führt ein Schleichweg zum Haupteingang und ein Lift in den ersten Stock. Der Fahrer kannte sich aus. Berner BehindertenTaxis bringen ja Martin jeden Tag zur Arbeit ins nahe gelegene Rossfeld, eine Behinderten-Institution. Martin ist dort zuständig für die Computer. «Warum fahrt ihr eigentlich nicht zusammen hin?», frage ich Monika, die im selben Betrieb arbeitet. «Ach weisst du, ich muss früher weg. Es ist besser, wenn ich nicht da bin, wenn die Leute von der Spi- 5/2000 Faire Face tex kommen, um Martin aufzunehmen, anzukleiden, Frühstück zu geben... Die denken sonst immer, ich könnte doch das alles machen.» «Das möchte ich nicht, dass meine Frau für meine Assistenz zuständig ist», erklärt Martin. «So was belastet die Beziehung zwischen behinderten und nichtbehinderten Ehepartnern zu sehr; diese gegenseitige Abhängigkeit kann zu Frust führen, gar zu Hassgefühlen oder zu ungesunden Symbiosen.» Seine hübsche Ehehälfte lacht: «Ich bin doch keine Krankenschwester.» Krankenschwester nicht, wohl aber Handlangerin. Martin ist Tetraplegiker, und wenn sie ihm nicht die Sachen zugereicht hätte, hätten wir wohl noch eine Weile aufs Essen gewartet. Der Bruder hatte kurzfristig abgesagt, und statt Frauen-Schwätzchen gab es dann eben Küchengespräche zu dritt. «Wie machst du diese Sauce?» Martin hackt mühsam mit seinen gelähmten Händen Petersilie klein – pingelig klein, finden Monika und ich, doch der Koch lässt sich von so Banausen, wie wir sie sind, nicht dreinreden. «Kräuter müssen fein gehackt werden, damit sie ihr Aroma voll entfalten.» «Warst du etwa Koch vor deinem Unfall?» «Nein, Dachdecker. Einer dieser berühmten Berufsunfälle. Wegen schlechter Sicherung bin ich vom Dach gestürzt.» Das Entsetzen hinter lakonischen Worten verborgen. Später führen wir auf dem Balkon bei Sekt und Nüssli unser Gespräch fort, während die Sauce leise köchelt. «So wohne ich, so möchte ich wohnen», das Jahresthema der ASPr/SVG. «Nein, unsere Idealwohnung ist es nicht», meint das Paar. Rudimentär rollstuhlzugänglich, nicht aber behindertengerecht oder angepasst. Wirklich, ich bin im Elektrorollstuhl kaum über die steile Rampe auf den Balkon gekommen und frage, warum sie das nicht ändern oder ausziehen. «Vielleicht waren wir einfach zu bequem, weiter zu suchen oder Anpassungen durchzukämpfen», meinen die beiden. Ausserdem wohnen Freunde hier, andere Behinderte, der Weg zur Arbeit ist nahe, alles organisiert... Veränderungen brauchen auch immer wieder Kraft. «Erst wollen wir ohnehin zusammen in die Ferien», meint Monika spitzbübisch. «Martin hat mich zum Hochzeitstag in ein pickfeines Hotel eingeladen. Nachher sehen wir weiter.» • Bedienungszeiten Fernverkehr mit Zugpersonal: Ganze Betriebszeit Regional- und RX-Züge (ohne Zugpersonal) auf Strecken, wo kein Stundentakt durch begleitete Schnellzüge angeboten wird: 6-22 Uhr (in der Regel); zusätzliche Möglichkeiten auf 27 grossen Bahnhöfen S-Bahn Zürich (S2-S16 ohne S 4, S10): 6–24 Uhr • Anmeldefrist spätestens eine Stunde vor Abfahrt (2 Stunden auf 24 kleinen, eher peripheren Bahnhöfen) • Anmeldung für alle Bahnen beim Call Center Brig (in Betrieb 6–22 Uhr) Gratistelefon: 0800/007102 Telefax: 0512/258280 E-mail-Adresse: [email protected] • Verbesserung gegenüber früher: – Gesamtschweizerisch einheitliche Anmeldestelle mit Gratisnummer – alle IC-, IR- und Schnellzüge mit Zugbegleitung über ganze Betriebszeit verfügbar – S-Bahn Zürich von 06 bis 24 Uhr – am Gros der Stützpunktbahnhöfe erweiterte Bedienungszeiten • Verschlechterung gegenüber früher: – auf 24 abgelegenen Stützpunktbahnhöfen längere Voranmeldefrist – Wegfall der Regional- und RX-Züge auf Linien, bei welchen der Stundentakt mit Schnellzügen gewährleistet ist, d.h. teilweiser Wegfall eines Halbstundentaktes – Verlademöglichkeit bei kurzfristigem Erscheinen am Bahnhof stark eingeschränkt. Weitere Informationen: Infoblatt an den SBB-Stützpunktbahnhöfen Infoblatt via E-Mail bei [email protected] SBB-Broschüre für Reisende mit Behinderung (ab Mitte Juli) 5 ASPr/SVG SEKTIONEN Zum Gedenken an Walter Ulrich Gasser-Bongni 3. Juli 1917 – 3. Juni 2000 Pfarrer Walter Gasser Walter Gasser wurde als viertes von fünf Kindern in Freiburg geboren. Dort besuchte er die Schulen und das Gymnasium. Sein Wunsch und auch der seiner Mutter war, dass er Pfarrer werden sollte. Als aktives Mitglied der jungen Kirche freute er sich, als zukünftiger Pfarrer sich für die Jugendarbeit einzusetzen. Nach einem wertvollen Studienjahr in Basel erkrankte Walter im Herbst 1941 zu Hause an Kinderlähmung, und zwar so schwer, dass man mit dem Tod rechnete. Trotz jahrelanger Therapien blieben seine Beine gelähmt und ein Arm geschwächt. Mehr als einmal war er so weit, die Ausbildung aufzugeben. Aber sein Wunsch, Pfarrer zu werden, wurde doch noch erfüllt. Seine erste Stelle als Pfarrer und Fürsorger trat er in Montana an. 1951 verheiratete er sich mit Vreni Bongni, die ihm liebevoll zur Seite stand und ihm bis zuletzt eine treue Hilfe war. Während 50 Jahren war Walter Gasser Mitglied der Vereinigung der Gelähmten, der er, wie er selber sagte, viel zu verdanken hatte. Im Kontakt mit anderen Behinderten habe er gelernt, den ihm verbleibenden Spielraum voll zu nutzen. Über 20 Jahre war er Mitglied des Stiftungsrates des Invaliden Wohn- und Arbeitsheimes IWAZ in Wetzikon. Nach seiner Pensionierung verlegten Walter und Vreni ihren Wohnsitz nach Thun. Dort übernahm er die Leitung der Gruppe Oberland (ASPr/SVG-Sektion Bern). Viele Zusammenkünfte und Anlässe hatte er mit guten Ideen organisiert und zusammen mit seiner Frau Vreni und dem Helferteam durchgeführt. Auch die Adventsfeiern wusste er besinnlich und feierlich zu gestalten. Als seine Kräfte nachliessen, übergab er die Leitung der Gruppe Oberland an Francine Felber. 6 Walter, wir danken dir alle ganz herzlich für deinen grossen Einsatz für uns Behinderte. Walter Gasser war auch einige Zeit im Stiftungsrat der Schweiz. Wohn- & Arbeitsgemeinschaft für Schwerstbehinderte in Gwatt (WAG). Auch da wusste er sich mit gutem Rat und viel Einfühlungsvermögen zum Wohle der Behinderten einzusetzen. Als sich die Gesundheit von Walter verschlechterte, entschied er sich nach längerem Spitalaufenthalt, Ende 1999 seinen Wohnsitz zusammen mit Vreni ins Betagtenheim «Schönegg» in Hünibach zu verlegen, wo sie beide liebevoll betreut wurden. Im Mai machten Walters Atembeschwerden den Eintritt ins Spital Thun notwendig, wo er am 3. Juni 2000 verschied. Liebes Vreni, wir trauern mit dir um Deinen lieben Walter und wünschen Dir, dass Gott dir Trost und Hilfe sei in dieser schweren Zeit. AS In Erinnerung an Fred Bistesi Unsere Berner-Sektion der ASPr/SVG hat im Februar dieses Jahres ihr treues, langjähriges Mitglied Fred Bistesi verloren. Geboren am 3. Februar 1919 in Zürich, bildete Fred sich am Konservatorium zum Hornisten aus. Er wirkte im Stadtorchester Luzern mit; später war er Mitglied des Radio-Orchesters Lugano. Im Jahre 1947 verheiratete Fred sich mit einer Süd-Tirolerin und lebte im Tessin. 1959 erlitt Fred bei einem schweren Unfall eine Querschnittlähmung und verbrachte viele Jahre im Insel-Spital, in Otzheim und die letzten Lebensjahre im Krankenheim Köniz. Wenn es ihm möglich war, nahm er an all unseren Veranstaltungen in Bern teil. Ich selbst besuchte Fred während 17 Jahren 1–2 Mal monatlich. Fred war ein grosser Musikliebhaber und Kenner der klassischen Werke. Wenn er bei meinen Besuchen am Musikhören war, liess er sich nicht stören; ich sass einfach mit ihm und genoss das Konzert mit. Ebenso gerne spielte er Schach. Wir behalten Fred in guter Erinnerung. Edith Bucher Abschied von Sylvia Tanner 1911 – 2000 Liebe Sylvia Fast 50 Jahre lang begrüsste ich dich in meinen Briefen mit «Liebe Sylvia» und so soll auch mein heutiger letzter Abschiedsbrief an dich beginnen. Mit diesen Zeilen möchte ich mich zurück erinnern an all das Erlebte, an all das Schöne und an all das Verbindende in dieser so langen Freundschaft. Sylvia Tanner erblickte am 13.10.1911 in Schaffhausen das Licht der Welt und starb am 1.7.2000 im 89. Altersjahr. Im Jahre 1936 verunfallte sie beim Skifahren und holte sich dabei eine Querschnittlähmung. Das Band, das uns vereinte, war von allem Anfang an die ASPr. Wir trafen uns erstmals an einem Pfingsttreffen im Sozialheim «Sonneblick» ob Walzenhausen. Beata Wieland war die treibende Kraft, die uns Behinderte aus der Ostschweiz zusammenschweisste, und gar bald entstand dadurch die Sektion Ostschweiz. Für deren Aufbau, Wachstum und Förderung war Sylvia der tragende Pfeiler. Dank ihrem Organisationstalent führten wir bereits in den Fünfzigerjahren Narzissenverkäufe, Ausflüge, Marktbesuche – Verkauf von Handarbeiten, Weihnachtsfeiern und Schreibgruppentreffen durch. Damals, noch in der Zeit, da es keine IV gab und wir Behinderten erst aus dem Dornröschenschlaf erwachten, damals, als wir für jeden Franken dankbar waren. WIR TRAUERN UM UNSERE VERSTORBENEN MITGLIEDER NOUS SOMMES EN DEUIL DE NOS MEMBRES DEFUNTS Bruderer Hansruedi – Hännisweg 7 – 3645 Gwatt – BE/Aktiv Lehmann Heidi – Seestrasse 264 – 8700 Küsnacht – ZH/Aktiv Meier Vreni – Hännisweg 10 – 3645 Gwatt – BE/Aktiv Raschle Ernst – Kreuzrain 1 – 9606 Bütschwil – OST/Aktiv Gachet Willy – Av. des Baumettes 120 – 1020 Renens – VD/Actif Tanner Silvia – Stadlerstrasse 164 – 8404 Winterthur – TG/Ehrenmitglied Fässler Franz – Feld – 9053 Teufen – OST/Sympa Göttler Jean – Wiesenstrasse 9 – 9000 St. Gallen – OST/Sympa Keller Emma – Ullmannstrasse 11 – 9014 St. Gallen – OST/Sympa Wir wollen ein ehrendes Andenken bewahren. Nous voulons garder le souvenir respectueux. 5/2000 Faire Face Dass unsere schweizerische Vereinigung der Gelähmten sich ihre vielseitigen Gaben und Fähigkeiten gar bald zu Nutze machte, bewies ihre rasche «Karriere» innerhalb der Selbsthilfe-Vereinigung Vor allem fiel es ihr leicht, die Sprachgrenze Deutsch/Französisch zu überbrücken; dadurch fand sie auch Eingang in die Herzen unsere Romands. Viele, viele Jahre war sie Redaktorin unserer Vereinszeitung Faire Face/ dennoch. Viele Jahre brachte sie neue Ideen im Zentralvorstand ein und half ebenso aktiv mit bei deren Verwirklichung. Im Rechtsdienst und später, nach der Einführung der Invalidenversicherung kannte sie sich im Dschungel der Paragraphen gut aus und stand uns Laien mit Rat und Tat zur Seite. 1967 bezog sie eine Wohnung in Winterthur-Wülflingen, von wo aus sie sich auch im Behindertensport betätigte. Dann trat für sie und auch für uns eine Wende ein. Als Erstes trat sie als Redaktorin zurück und die Vereinigung verlor eine ehrenamtliche Arbeitskraft – sie arbeitete all die Jahre ohne Besoldung. Zum Abschied erhielt sie zwar neben schönen Worten auch eine Brosche, jedoch ohne dazugehörende Kette. Diese «Billigkeit» verletzte sie tief und so trat sie aus unserer Vereinigung aus. So, wie uns allen, setzte ihr im Laufe der Jahre das Alter Grenzen. Wohl am schwersten zu ertragen war für sie das langsame Erblinden und ihre Bettlägerigkeit. Es wurde still um sie und ein wachsendes Schweigen hüllte ihr Alltagsleben ein. Wir aber, die sie liebten und schätzten, wir werden sie nicht vergessen. Walter Solenthaler und Walter Ott Armeeferienlager 2001, Melchtal Ferienlager für Schwerbehinderte Die Armeelager werden im gewohnten Rahmen wie folgt vorbereitet und durchgeführt: Standort: Militärspital 6067 Melchtal Zeitpunkt: Lager I: 26. Mai – 5. Juni 2001 Lager II: 23. Juni – 3. Juli 2001 Teilnahme: Pro Lager können max. 80 Gäste aufgenommen werden. Da erfahrungsgemäss die Zahl der Anmeldungen wesentlich höher liegt, wird eine restriktive Auswahl getroffen werden müssen: BewerberInnen, die erstmals an einem Lager teilnehmen wollen oder in früheren Jahren zurückgestellt werden mussten, wird bei der Berücksichtigung der Vorrang gegeben. Kosten: Fr. 165.– ✄ Anmeldetalon für das Armeeferienlager 2001, Melchtal Lager: I ❏ Lager: II ❏ Name: ___________________________________________________________ Vorname:________________________________________________________ Strasse: __________________________________________________________ PLZ, Ort: _________________________________________________________ Jahrgang: ________________________________________________________ Haben Sie schon an einem Armeelager teilgenommen? Ja ❏ Nein ❏ Anmeldeformular bis 15. Oktober 2000 einsenden an: ASPr/SVG, Postfach 740, 1701 Freiburg WIR HEISSEN DIE NEUMITGLIEDER IN UNSERER VEREINIGUNG HERZLICH WILLKOMMEN NOUS SOUHAITONS DE TOUT CŒUR LA BIENVENUE AUX NOUVEAUX MEMBRES DE NOTRE ASSOCIATION Frei Anna – Aspermontstrasse 28 – 7000 Chur – OST/Aktiv Schmidlin Peter – Neumattstrasse 28a – 4147 Aesch – BA/Aktiv Zinn Elisabeth – Zentralstrasse 5 – 8610 Uster – ZH/Aktiv BILDUNG Giger Willy – Beundenweg 29 – 3033 Wohlen – BE/Aktiv SIV-KURS Bourgeois Charles – En Montelin 4 – 1143 Apples – VD/Actif Selbsthilfe in Konflikten Der Kurs richtet sich an Menschen, die bereit sind, sich auf eine bewusste Auseinandersetzung mit sich und den Mitmenschen einzulassen. Anhand von Übungen und praktischen Methoden soll gelernt werden, wie Konflikte selber gelöst werden können. Der Kurs findet statt am Samstag/Sonntag, 11./12. November 2000 im Ausbildungszentrum am Sempachersee, 6207 Nottwil. Anmeldung bis 15. Oktober! Schweiz. Invaliden-Verband SIV, Ressort Bildung, H. Baumann, Postfach, 4601 Olten Tel.: 062/206 88 88, Fax: 062/206 88 89, E-Mail: [email protected] 5/2000 Faire Face Buillard Clotilde – Rte Aloys-Fauques 26 – 1018 Lausanne – VD/Actif Papaux Paul – Ch. De Mallieu 11 – 1009 Pully – VD/Actif Schossau Verena – Grand’Rue 55 – 2732 Saicourt – JU-NE/Actif Bittaye Rosemarie – Eisenbahnweg 29 – 4058 Basel – BA/Sympa Tschopp Bethli – untere Chläberen – 4418 Reigoldswil – BA/Sympa Rüegsegger Beat – Feldeggstrasse 26 – 3322 Schönbühl – BE/Sympa Es ist Zeit zum... 7 Love Ride Solidarität oder Wohltätigkeit? Ursula Eggli Achtes Love Ride auf dem Gelände des Fliegermuseums und Militärflugplatzes Dübendorf Zu Wohltätigkeit habe ich ein sehr zwiespältiges Verhältnis. Bereits früher im damaligen C.B.F. (Club Behinderter und ihrer FreundInnen) konnten wir uns stundenlang darüber ereifern. Spenden, ja oder nein, Bettelbriefe, Mitverantwortung, finanzielle Solidarität ... Ich denke, dass wir auch in der ASpr diese Frage immer wieder von neuem diskutieren sollten. Eine Benefizveranstaltung, an der ich unumwunden einfach Spass habe, ist das alljährliche Love Ride der Harley Davidson-Fahrer. Kam die Idee, für muskelkranke Kinder und Jugendliche Geld zu sammeln, ursprünglich aus Amerika, so kann die Schweizer Version sich unterdessen sehen lassen. 1999 kamen 5700 Motorradfahrer zusammen, die mit ihrem Fest Franken 270’000 zusammenbrachten. Stolze Zahlen. Und am diesjährigen 7. Mai werden es wohl noch mehr gewesen sein. Was mir bei dieser Riesenparty aber das Wichtigste ist – Love Ride ist nicht nur für Behinderte, sondern vor allem mit Behinderten. Die Motorradfans fahren in einem Riesentross mit muskelkranken Kindern und Jugendlichen und, soweit noch Plätze frei sind in Seitenwagen, auf gepolsterten Rücksitzen oder in diesen Gedeckten James Bond-Vehikeln auch mit uns älteren Semestern in den strahlenden, blühenden Mai. (Mir hat es leider wieder nicht gereicht. Ich fing kurz vor der Abfahrt einen Platten ein und musste mich erst darum kümmern, was allerdings an diesem Fest der Räder kein allzugrosses Problem war.) Ein Fest der Räder, ein Fest der Freaks. Breitschultrige, langhaarige Ledertypen unterhielten sich mit dünnen Müskeler-Jungs über Motoren. Cowboy-Stiefel, Tatoos, blosse Haut, Erotik ... Lauter Freaks. Die Unterschiede verflossen. Was ist nun ein Rollstuhl, was ein heisser Stuhl? Wer ist Aussenseiter oder Insider? Easyrider alle! Und zum Schwitzen in der sommerlichen Hitze kamen auch alle. http://www.sympa.ch – das Internet-Portal der ASPr/SVG Im letzten Faire Face stellten wir einige Fragen zu unserem Internetauftritt. Bis Mitte August erhielt ich erst zwei Reaktionen. Beide waren von Mitgliedern, die noch keinen Internetanschluss haben, sich aber dafür interessieren. Das spärliche Echo zeigt mir, dass viele, obschon sie Internet haben, noch zögern, die Lust noch nicht aufgekommen ist. Natürlich braucht es einige Zeit, bis ein neues Medium zum Alltagsgebrauch wird.... und immer hat man ja auch nicht etwas zu «surfen» (von einem Gebiet zum andern springen), zu «chatten» (sich mit anderen Personen im Netz zu unterhalten, über die Tastatur mit dem anderen zu sprechen), zu «mailen» (Briefe mit anderen Personen zu tauschen) oder zu spielen. Bestimmt ist es für viele auch eine Geldfrage. Deshalb werde ich nachstehend dazu noch einige Angaben geben. Hier aber vorerst ein kleiner Einblick, ob und wie unsere Internetseiten im vergangenen Monat (Juli) besucht wurden: Besucher nach Ländern Anzahl Besuche Schweiz 101 Deutschland 12 Frankreich 11 Italien 2 Österreich 2 Japan 2 Niederlande 1 Kanada 1 .com (unbekannt) 29 .net (unbekannt) 9 Ohne Angabe 51 Total Besucher im Juli 221 Diese 221 Besucher haben insgesamt 2353 Seiten abgerufen oder 6637 Mausklicks getätigt. Das «sympa.ch»-Team hat schon seit längerem daran gedacht, wie man Unterstützung geben könnte. Sei es beim Einrichten und Installieren am Wohnort oder mit kleinen Einführungskursen. Bis jetzt aber haben die Delegierten unserer Vereinigung noch kein grünes Licht dazu gegeben. Fragen oder Anregungen bitte an Heinz Gertsch, Nidaugasse 14, 2502 Biel/ Bienne ([email protected]) Voraussetzungen für Internetzugriff: – PC (Personalcomputer) • Es muss nicht das neuste Modell sein, jedoch auch nicht eine «alte langsame Kiste» • Neupreis ab Fr. 1500.– • Es gibt zwei Hauptrichtungen, die MAC (Macintosh) und IBM-Kompatiblen – Software (Programme) • Einige werden beim Kauf mitgeliefert und sind bereits «installiert» (oft auch die Software für den Internetzugang). • Um den PC auch für andere Gebiete als Internet zu benutzen, ist ein Textsystem von Vorteil (Word, Office 2000, Works usw). – Drucker • Man möchte ja auch gelegentlich etwas auf Papier haben. • Neupreis ab Fr. 180.– • Tintenstrahldrucker sind für den Privatgebrauch am idealsten. – Modem • Je nach dem Telefonanschluss • Neupreis ab Fr. 90.– – Internetzugang • Meist kostenlos • Der Provider (Anbieter) sendet eine CD oder Disketten für die Installation. – Telefontarife für Internet • Je nach Anbieter (swisscom, sunrise usw.) • Tagestarif Fr. 2.80/Stunde • Abendtarif Fr. 1.80/Stunde • Nachttarif Fr. 0.70/Stunde • Wochenendtarif Fr. 1.80 resp. 0.70/Stunde 10 Jahre SIPS Am 7. Oktober 2000, 9.30h bis 17.00h wird im Zentrum Gwatt am Thunersee, Aula Seehaus, 3645 Gwatt ein gesamtschweizerisches SIPS-Treffen stattfinden zum Thema: «Wir überleben weiter» Fachliche Informationen über medizinische, therapeutische, psychische, psycho-soziale, zwischenmenschliche und hilfsmitteltechnische Belange zu Poliomyelitis-Spätfolgen. Ursula Eggli Anlass bereits ausgebucht! 8 5/2000 Faire Face SOZIALPOLITIK Gleichstellung: Ratspräsidenten verhindern Behindertensession im Bundeshaus – ASKIO protestiert! Menschen, die mit einer Behinderung leben, offenbar für die «heiligen Hallen» des Parlamentsgebäudes nicht tragbar. Ein Prinzip haben die beiden höchsten Schweizer damit erfolgreich durchgesetzt; ob sie aber dem Zusammenhalt unserer Gesellschaft damit einen Dienst erwiesen haben (was eigentlich zu ihren Aufgaben gehörte), muss bezweifelt werden. Anerkennung gebührt dagegen jenen 80 ParlamentarierInnen, welche das Anliegen aktiv unterstützt haben. In einem Punkt freilich müssen die Behinderten den Ratspräsidenten dankbar sein: die beiden Magistraten haben ein konkretes Beispiel dafür geliefert, weshalb die rechtliche Gleichstellung Behinderter nach wie vor mit aller Kraft vorangetrieben werden muss. Eine Gelegenheit dazu bietet die Kampagne für die hängige Volksinitiative «Gleiche Rechte für Behinderte», die sich jetzt einer noch kräftigeren und aktiveren Unterstützung erfreuen wird. Hannes Schnider, Renat Beck Pressemitteilung ASKIO/6.6.00 Im Bundeshaus soll es, trotz einem Vorstoss von rund 80 ParlamentarierInnen aus verschiedenen Fraktionen, keine Session behinderter Menschen geben. So haben es die Präsidenten des Nationalrats und des Ständerats, Hanspeter Seiler und Carlo Schmid, die Behinderten wissen lassen. Als Grund dafür geben sie die Absicht an, in Bezug auf ausserparlamentarische Aktivitäten im Parlamentsgebäude eine restriktive Praxis einführen zu wollen. Die ASKIO, Dachorganisation der Behinderten-Selbsthilfe Schweiz, protestiert gegen dieses Vorgehen und will als Antwort zusammen mit den anderen Behindertenorganisationen die hängige Volksinitiative «Gleiche Regelmässiges Stehtraining im Alltag mit dem Rechte für Behinderte» und die damit verbundene Kampagne nach Kräften vorantreiben. Gut eine halbe Million Behinderte – auf so viele wird ihre Zahl in unserem Land geschätzt – müssen zur Kenntnis nehmen, dass es ihnen von höchster Stelle verwehrt wird, das Thema «Gleichstellung» unter der Bundeshauskuppel zu diskutieren und von der Symbolkraft dieses Gebäudes zu profitieren. Damit steht bereits fest, dass die angestrebte «restriktive Praxis» ohne Rücksicht auf Verluste die Politik weiterführt, die Behinderte seit Jahren gewohnt sind: die Politik des Ausschlusses. Während die Jugend sogar vom Parlament gesponsorte Sessionen durchführen darf (was ihr herzlich zu gönnen ist) und während vor nicht allzu langer Zeit Alterssessionen im Bundeshaus auf das Interesse weiter Bevölkerungsteile stiessen (auch dies mit unserem Beifall), sind Rollstuhl! ...Aufstehen! Die Schweizerische Vereinigung der Gelähmten ASPr/SVG sucht per 1. Januar 2001 Zentralsekretärin/Zentralsekretär Wir sind eine Schweizerische Selbsthilfe-Organisation von körperlich Behinderten. Wir bieten ... selbständige, anspruchsvolle und vielseitige Arbeit ... gut ausgebaute, moderne Infrastruktur (PC, E-Mail etc.) ... schöne Sekretariatsräume an zentraler Lage, Arbeitsort Fribourg ... zeitgemässe Anstellungsbedingungen Wir suchen eine initiative Persönlichkeit, die ... sich für den Grundgedanken der Selbsthilfe (Hilfe zur Selbsthilfe) einsetzen will, ... über Erfahrung in der Führung von Non-Profit-Organisationen (NPO) verfügt, ... sehr gute Kenntnisse der deutschen und französischen Sprache in Wort und Schrift besitzt, ... im Umgang mit Behörden und Menschen gewandt ist, ... die Fähigkeit zur selbständigen Leitung eines Sekretariates und Führung der MitarbeiterInnen besitzt. Ihre Bewerbung mit üblichen Unterlagen richten Sie an: Heinz Gertsch, Zentralpräsident ASPr/SVG, Nidaugasse 14, 2502 Biel Einsendefrist : 15. Oktober 2000 The experts in standing Für mehr Informationen senden Sie uns neben- stehenden Coupon oder rufen Sie uns an: Telefon 056 618 44 11 Fax 056 618 44 10 Besuchen Sie uns auch im Internet: www.levo.ch LEVO AG, Anglikerstrasse 20, 5610 Wohlen Gratis-Info über LEVO-Rollstühle ❒ bitte um Vorführung forte ❒ bitte um Unterlagen Name: Strasse: Tel.: PLZ/0rt: 5/2000 Faire Face 9 Us der Gschichtetrucke Gschichte, wo me cha still für sich läse, vorläse oder immer wider läse, vo üsne gschetzte Mitglider gfunde, gschribe, sälber erläbt, erdänkt oder gfantasiert, Mundart oder dütsch: Wär schrybt oder schickt die nächschti Gschicht? Mein kleines rollendes Haus Ein Reisebericht in Fortsetzungen von Lisa Muhrer-Kundert Die 1956 geborene Verfasserin erkrankte 1961 an Kinderlähmung. Mit diesem Bericht möchte sie Personen in ähnlicher Situation ermuntern, wie sie auch einmal eine längere Reise zu unternehmen. Meine Geschichte beginnt in meiner 2Zimmer-Wohnung in Luzern, wo ich mehrere Jahre meine Zeit verbrachte. Dort habe ich auch täglich Zeitungen, im Speziellen Reiseberichte gelesen, und mein Interesse für andere Völker wurde dabei geweckt. So kam ich auf die Idee, selber einmal eine längere Reise zu unternehmen. Als dann der Herbst Einzug hielt, entschloss ich mich, meine Wohnung zu kündigen, meinen Haushalt aufzulösen und mich auf den Weg in Richtung Süden zu machen. So bepackte ich meinen VW Golf, welcher auf Handbetrieb umgebaut ist, mit Zelt, Schlafsack und meinem Rollstuhl. Zur selben Zeit hatten meine Freundin und ein Kollege auch das Interesse, in Richtung Süden zu fahren. Unser erstes Ziel war Gran Canaria, über das wir von Freunden gehört hatten, dass es klimamässig ideal sein sollte, um zu überwintern. Wir starteten die Reise zwei Tage vor Weihnachten. Alles klappte gut bis nach Andalusien in Spanien, wo uns über Nacht in Granada (Sierra Nevada) ins Auto eingebrochen und die wenigen Sachen, die ich dabei hatte, gestohlen wurden. Das war der erste Schock, welcher mich nach den nur schönen Vorstellungen einer Reise ziemlich skeptisch machte. Trotzdem wollte ich nicht aufgeben, für mich war es Lehrgeld: Nie mehr den Wagen in einer Stadt in Spanien unbewacht parkieren! Das Schlimmste an diesem Diebstahl war, dass uns das Schiffsticket nach Gran Canario gestohlen worden war, welches wir aber glückli- 10 cherweise im Hafen von Cadiz wieder ersetzen konnten. Erholung auf der Überfahrt nach Las Palmas Anschliessend hatten wir dann genug Zeit, um uns auf der 54-stündigen Überfahrt nach Las Palmas zu erholen und den letzten Tag des Jahres, den Silvester auf dem Schiff zu feiern. Nach der Ankunft in Las Palmas beschlossen wir, der Küste entlang, vorbei an den riesigen Geisterstädten und Hotelburgen nach Arguineguin zu fahren. Von dort aus führte eine kleine Strasse mit vielen Serpentinen immer höher hinauf, bis wir an einem wunderschönen, dunkelblauen Stausee Halt machten. Dort machten wir Bekanntschaft mit Leuten, die auf der anderen Seite des Stausees in Höhlen und Ruinen wohnten. Sie luden uns ein, mit ihnen eine Zeit zu verbringen. Für mich war es sehr schwierig, dorthin zu gelangen, da für solche Gegebenheiten mein Rollstuhl gar nicht geeignet ist. Also blieb mir nur die Wahl, entweder auf dem Rücken eines Esels (die gängigste Art, sich an solchen Orten fortzubewegen) oder auf dem Rücken eines meiner Bekannten im Huckepack ins Höhlendorf transportiert zu werden. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns für das Experiment. In drei Etappen bezwangen wir die schmalen, steilen Pfade, welche von Kakteen, Mandel- und Feigenbäumen umsäumt waren. Ab und zu wagte ich es, einen Blick weit runter zum Stausee zu werfen. Ich hatte es des öfteren mit Angst und Herzklopfen zu tun. Am Lagerfeuer lernten wir den Dorfältesten kennen Als wir dann gegen Abend, kurz vor Sonnenuntergang, endlich im Dorf ankamen, ziemlich erschöpft von der Strapaze, versammelten wir uns um das Feuer und lernten unter anderen auch den Dorfältesten kennen. Dieser erzählte uns, dass dieses Dorf vor vielen Jahren, als der Stausee gebaut wurde, von den Canarios (den Inselbewohnern von Gran Canaria) verlassen worden war, weil sie Angst hatten, dass der See bei starken Regenfällen das Dorf überfluten könnte. Da dies aber niemals der Fall war, haben sich naturverbundene Idealisten aus verschiedenen europäischen Ländern Anfang der sechziger Jahre dort niedergelassen, um ein Leben ohne Luxus zu leben. Auch ich hatte von diesem Zeitpunkt an die Möglichkeit, diesen Versuch zu machen. Für die ersten paar Nächte durften wir eine leerstehende Höhle beziehen. Unser Wasser entsprang einer Quelle, und Holz war genug da, um unsere täglichen Mahlzeiten auf dem Feuer zu kochen. Mir gefiel die ganze Atmosphäre in den Bergen so gut, dass ich mich, obwohl meine Mobilität sehr eingeschränkt war, entschied, den Winter dort zu verbringen. Ein paar Tage später wurde dann auch eine Ruine auf einem kleinen Bergplateau bezugsbereit für mich. Dieser Platz entwickelte sich zum Dorfzentrum oder zum Treffpunkt für die zirka 20 Leute, die dort lebten. Im Haus drin war eine Feuerstelle mit Kaminabzug, ein aus Algarvenholz gezimmertes Bett, ein Gestell aus Bambusrohr und ein Tisch. Vor dem Haus hatte ich eine Veranda, wo ich einen grossen Teil meiner Zeit mit Lesen, Schreiben, Musizieren und Meditieren verbrachte. Bald merkte ich, dass alle täglichen Verrichtungen wie Kochen, Geschirrspülen, Kleiderwaschen viel mehr Zeit beanspruchten und dass möglichst alles bei Tageslicht erledigt werden musste, da am Abend nur noch Kerzenlicht zur Verfügung stand. Jedenfalls vergingen fünf Monate wie im Flug, und bevor ich zur Abreise bereit war, hatte ich mit neuen Bekannten den Plan geschmiedet, auf demselben Breitengrad zu bleiben und rüber nach Marokko zu fahren. Fortsetzung folgt 5/2000 Faire Face Ferien-, Sport-, Spezial- und Weihnachtskurse der ASPr/SVG 2000/2001 Cours de vacances, de sport, cours spéciaux et cours de Noël de l’ASPr 2000/2001 Ort/ Lieu Dauer/ Durée Preis/ Prix Leitung/Direction Hilfsleitung/co-direction Anmeldung/ Inscription 700.– Odette Huwyler Josy Gerig Odette Huwyler, Brummelmattstrasse 5, 5033 Buchs, Tel. 062 822 52 61 ab 20.00 Uhr oder Tel. 062 836 25 23 Spezialkurse / Cours spéciaux Wildhaus SG Singkurs 24.09.2000–** 05.10.2000 Weihnachtskurse / Cours de Noël Wildhaus SG 23.12.2000– 2.01.2001 630.– Odette Huwyler Barbara Lussi Odette Huwyler, Brummelmattstrasse 5, 5033 Buchs, Tel. 062 822 52 61 ab 20.00 Uhr oder Tel. 062 836 25 23 Gwatt BE 23.12.2000– 2.01.2001 600.– Gisela Uebelmann Albin Keller Gisela Uebelmann, Voltastrasse 22, 6005 Luzern, Tel. 041 310 97 10 La Claie-auxMoines VD 23.12.2000– 2.01.2001 370.– Charlotte Danczkay Secrétariat central ASPr/SVG, Case postale 740, 1701 Fribourg Einsiedeln SZ 23.12.2000– 2.01.2001 700.– Urs Müller Josy Fuster Urs Müller, Kienbergerstrasse 8, 9500 Wil Tel. 071 911 09 30 oder Josy Fuster Tel. 071 787 14 41 *TeilnehmerInnen: komplett **HelferInnen und TeilnehmerInnen: komplett *Participant(e)s: complet ** Aides et participant(e)s: complet Les frais de déplacement sont à la charge des aides et des participants. Die Reisespesen gehen zu Lasten der HelferInnen und der TeilnehmerInnen. Des aides sont encore recherché(e)s pour quelques cours. / HelferInnen werden für einige Kurse gesucht. AGENDA • • • AGENDA 200 0 AGEND A ASPr/SVG 25. Nov. Ausserordentliche Delegiertenversammlung ORTSGRUPPE BEIDER BASEL Nov. AKI Abendverkauf 25. Nov. Kerzen-/BoutiqueartikelVerkauf 10. Dez. Santiglausfeier im WBZ Boutique im Burgfelderhof: jeden 1. Mittwoch im Monat, 14.30 - 17.00 Uhr SEKTION BERN Gruppe Seeland 13. Okt. Fondue-Höck 9. Dez. Adventsfeier Gruppe Mittelland 15. Okt. Zusammenkunft 21. Okt. Hobby-Märit Münsingen 9. Dez. Adventsfeier Sektionen/Sections SEKTION AARGAU 7./8. Okt. Rheinfelder Markt 3. Dez. Adventsfeier Spital-Kafi-Höck Zofingen, 14.00h bis 16.00h am 5. Oktober, 2. November und 7. Dezember 2000 5/2000 Faire Face Gruppe Oberland 4. Okt. Wattenwil-Märit 5. Okt. Adelboden-Märit 30. Okt. Zirkus Knie 8. Nov. Thun-Märit 9. Nov. Brienz-Märit 27. Nov. Zibele-Märit 10. Dez. Adventsfeier SEKTION LUZERN 7. Okt. Ausflug 3. Dez. Aktionstag 8. Dez. Adventsfeier SEKTION ZÜRICH 5. Nov. Jahresabschlussfeier im Stürmeierhuus SEKTION OST 29. Okt. Herbst-Treffen in Herisau SECTION JURA-NEUCHATEL 14 oct. Sortie surprise 26-29 oct. Camp de natation à la Montagne de Douane 25 nov. Dîner de fin d’année à Bienne (maison Calvin) SECTION VAUDOISE 7 oct. Loto 9 déc. Fête de Noël SECTION VALAISANNE 16 sept. Visite du Musée Alimentarium à Vevey 11 La ferme du bonheur Reportage de André L. Braichet La ferme Pré-Prévôt dans le calme des pâturages du Doubs Comme dans la chanson de Claude François, la ferme Pré-Prévôt, au lieu-dit Le Creusot, est la ferme du bonheur pour ces personnes handicapées qui viennent y passer leurs vacances. Sur ce plateau franco-suisse de Maîche – Le Russey l’air y est vivifiant et sent bon la campagne: l’herbe mouillée, le regain, l’odeur de l’étable et mille et une senteurs que le nez du citadin ne saurait découvrir. Encadré par les pittoresques vallées du Doubs et du Dessoubre, Pierrefontaineles-Varans est un gros bourg de cette région du Doubs spécialisée dans la production de viande. Toutes les races bovines françaises y sont pratiquement représentées, de la charolaise à la régionale, la montbéliarde. Evidemment! Mais ce haut plateau est surtout connu pour la pêche. Il attire chaque année des milliers de pêcheurs dans une des plus belles «réserves» mondiales pour la pêche. C’est également la patrie du cheval comtois, aux portes de la Suisse où le Doubs fait frontière sur un parcours encaissé. A l’ouest se trouvent la vallée du Dessoubre et les plateaux pastoraux de Valdahon, de Vercel et de Pierrefontaine, si chers à l’écrivain Louis Pergaud. Comment s’est réalisée la ferme du Pré-Prévôt? Comme ça! par hasard! Ou presque! Marie-Madeleine Godat, propriétaire de ces lieux, avait l’envie de posséder une 12 ferme. Peut-être la nostalgie de ses origines campagnardes. Puis l’idée d’en faire une pension de vacances pour personnes handicapées a germé peu à peu. Il faut dire que Marie-Madeleine passe depuis 20 ans ses vacances avec des personnes mentalement et physiquement handicapées en qualité de responsable de groupe. Et en observant ces vacanciers, elle a pu constater qu’il était parfois pénible de vivre en groupe, pour ces personnes qui, pour la plupart, venaient d’une institution. A la fin de chaque séjour, elle rêvait de pouvoir, un jour, leur offrir des vacances en individuel, dans un cadre familial où l’écoute, la disponibilité et la tendresse seraient prioritaires. Voici quelques années, elle a hérité d’un peu d’argent d’une personne qui connaissait son rêve. Et dès cet instant elle s’est mise à la recherche d’un lieu, d’une maison pour le concrétiser. Elle s’est vite rendu compte, malheureusement, que le coût de la vie en Suisse rendrait ce projet irréalisable et s’est alors tournée vers la France voisine. C’est ainsi qu’en mars 1995, elle a découvert une ferme à vendre à 2 km de Pierrefontaine-les-Varans, village de FrancheComté. La route est avec une légère déclivité jusqu’au village et ses environs. Pierrefontaine-les-Varans offrait déjà toute l’infrastructure nécessaire à l’ouverture d’une maison d’accueil et de vacances pour invalides: médecin, phar- macie, dentiste, samu, banque, poste et une animation villageoise (restaurants, magasin, église, etc.) nécessaire à l’intégration de personnes handicapées. Malheureusement, la ferme étant inhabitable, Marie-Madeleine a dû souscrire un emprunt pour les travaux de gros œuvre: toit, charpente, isolation, sanitaires, etc. Et pour ce qui est de la rénovation et l’adaptation des lieux, elle a trouvé une aide précieuse en la personne d’un ami à la retraite, Pierre Christe, ancien éducateur et chef d’ateliers durant 20 ans. Il a travaillé bénévolement avec acharnement et beaucoup de courage pour faire du Pré-Prévôt un lieu accueillant et convivial. Mais voilà, il y a aussi le cœur qui est fatigué et qu’il faut ménager et il peste devant l’ampleur des travaux qu’il reste à faire et qu’il estime à trois ans. A moins qu’ils puissent trouver fr. 150 000.– pour terminer les travaux? Il y a déjà des aides financières ponctuelles de certains organismes, mais ce n’est pas suffisant. On en a discuté longuement, en fin d’après-midi dans le silence de ce paysage calme et reposant. Il faudrait pas grand chose! Juste une aide jeune que Pierre pourrait diriger et avec qui il ferait beaucoup d’avance. Par exemple un jeune drogué en phase de réinsertion. Mais quelle démarche faut-il entreprendre, qui contacter? Bref! pour l’heure le travail se fait à petits pas. On espère dans le destin. Qui sait, il y a parfois des miracles! Marie-Madeleine Godat, la propriétaire des lieux 5/2000 Faire Face et que seuls 70 seront retenus, autant dire que c’est perdu d’avance... à moins d’être pistonné... Mais la pratique, Isabelle la connaît, quel que soit le type de handicap. Ce n’est pas sans fierté qu’elle vous annonce qu’on a guéri au Pré-Prévôt des escarres qui ne voulaient pas cicatriser ailleurs. Avec Pierre pour la technique, ils forment la paire idéale pour tenir une pension de vacances pour handicapés. Il faut aussi dire qu’en tant qu’ancien éducateur et chef d’ateliers des Centres ASI, Pierre a un grand bagage et une longue expérience de la personne handicapée. Et puis, ce qui enrichit l’homme, Pierre a ce côté artistique. Il fait de magnifiques aquarelles ce qui lui permet d’égailler la ferme de tous ses tableaux. En plus il joue également du piano. Qui dit mieux? J’ai suggéré d’organiser des semaines culturelles avec initiation à la peinture par exemple. Qui sait, cette idée fera peut-être son chemin? Une haie de roses trémières qui débouche sur la campagne Pierre Christe, l’homme qui sait tout faire et artiste à ses heures La maison à ce jour Une grande partie de la maison est aujourd’hui accueillante, chaleureuse et totalement adaptée aux handicapés en fauteuil roulant. Pouvant accueillir une petite dizaine de personnes handicapées, 4 chambres ont été prévues pour héberger des hôtes handicapés. Deux chambres au premier (non accessibles de l’intérieur car un escalier) avec une salle de bain et deux chambres au rezde-chaussée totalement adaptées (4 lits électriques, barrière, potence) avec une salle de bain adaptée (douche sans seuil, poignées d’appui, WC surélevés). En plus des chambres pour dormir, la maison comprend une salle à manger de 25m2, un salon de 20m2 et une cuisine agencée de 20m2. La totalité de la propriété a une superficie habitable de 150m2. Le garage, la buanderie et l’atelier font 133m2. Le terrain, y compris le parking de 120m2, fait 2500m2. 5/2000 Faire Face Le public accueilli Les loisirs et les excursions Toutes personnes handicapées mentalement, psychiquement et physiquement, sans distinction de leur âge, qu’un séjour de vacances et de rupture aiderait à mieux supporter leur handicap. Parfois, un tel séjour permet d’éviter une hospitalisation souvent très mal perçue par la personne concernée. Toutes les personnes accueillies à ce jour sont de nationalité suisse. Etant aide-infirmière à Foyer Handicap des Montagnes Neuchâteloises, Marie-Madeleine est secondée à la ferme par Isabelle, une jeune femme qui sait tout faire: tenir la maison, faire les repas, donner les soins et faire la toilette des vacanciers dépendants. Bref! la perle rare. A son contact on sent tout de suite qu’elle a la vocation d’infirmière dans le sang, mais voilà il faut passer le concours. Et quand il y a 800 candidats La ferme Pré-Prévôt, c’est avant tout la nature, le calme, le repos et l’air de la campagne. Mais les sujets d’excursions ne manquent pas, il suffit de le demander. Montjoie-le Château: ruines du Château XIIIe. Saint Hippolyte: bourg médiéval. Corniche de Goumois: panorama. Consolation: parc. Etalans: gouffre de Poudrey. Chaux-les Passavant: grotte de la glacière. Belmont: «Maison Pergaud», village natal de l’écrivain. Le Bizot: Eglise XVIe. Les Bréseux: célèbres vitraux de Manessier. Cernay: Eglise XVIe. Manifestations: fête et concours du cheval à Maîche. Le Russey: fête des gentianes, etc. Les excursions sont organisées en voitures ou en minibus adapté. Les excur- Isabelle (à droite) et son amie Alexandra pour dépanner à l’occasion 13 IV = Handicap physique ou mental lourd. Soins généraux complets: toilette au lit ou douche, assistance au lever et au coucher, aide durant les repas, présence durant toute la journée et éventuellement soins durant la nuit. Sita, la chienne de la maison et… il y a encore cinq chats… Inclus dans les prix: • Hébergement en chambre double • Pension complète et boissons à table • Surveillance et soins selon le type de handicap (I, II, III, IV) • 1 navette par jour au village sions peuvent être réservées à l’avance ou sur place. Elles seront facturées au retour ainsi que tout autre supplément tel que lessive, frais de médecin ou de pharmacie, invitations, etc. La sortie des résidants de Foyer Handicap des Montagnes Neuchâteloises Depuis votre domicile: Fr. 1,50/km (Pour information: Pierrefontaine-lesVarans est à 55 km de La Chaux-deFonds) Prix 1998 Prix en francs suisses, par personne, selon le type de handicap et de soins demandés: Forfait par semaine I II III IV 600 740 600 1150 Forfait par jour supplémentaire 86 106 86 165 Type de handicap et de soins: I = Handicap mental léger, autonome, s’occupe seul et sort seul/e II = Handicap physique ou mental moyen, surveillance générale, pas ou peu d’assistance III = Handicap physique léger, sans fauteuil roulant, autonome, s’occupe et sort seul/e Non compris: • Votre argent de poche (min. Fr. 50.– par semaine = FF 2000.–) • Toutes vos boissons à l’extérieur. Le méchoui pour les jours d’animation… Suppléments: • Assurance annulation 3% avec assistance +1% • Excursions en minibus adapté: Fr. 80.–/jour, Fr. 40.–/1/2 jour • Lessive: Fr. 12.– par lessive • Chambre simple: Fr. 40.– par jour • Transferts: aller et retour minibus adapté / en voiture La Chx-de-Fds: Fr. 160.– / 80.– Neuchâtel Fr. 200.– / 100.– Réservations et conditions générales: SEREI-VOYAGES, Case postale 12, 2322 Le Crêt-du-Locle, Tél. 032/926 04 44, Fax 032/926 10 39 Renseignements: Ferme Pré-Prévôt, Le Creusot, F-25510 Pierrefontaine-les-Varans, France, Tél. 0033 381 56 07 16 Soins à domicile, une oasis d’humanité Les Centres médico-sociaux (CMS) présents dans l’ensemble du canton de Vaud organisent et proposent, sous l’égide des associations/fondations régionales et de l’Organisme médicosocial vaudois (OMSV), une vaste palette de prestations en matière de soins et d’aide à domicile. Celles-là vont de l’intervention directe de l’infirmière auprès du patient (injection, prise de tension...) au service des repas chauds, en passant par l’aide au ménage, la remise de moyens auxiliaires et l’installation d’appareils de biotélévigilance (Sécutel), qui permet à son détenteur d’alerter, cas échéant, l’une des personnes (des amis, des voisins) ayant accepté d’être reliées à ce réseau d’alarme. En dehors du canton de Vaud, des structures analogues existent également dans d’autres régions de notre Helvétie. D’où la mise à contribution de plusieurs centaines de personnes compétentes et dévouées (professionnels de la santé, 14 aide-soignants, ergothérapeutes) – sans oublier les nombreux bénévoles pour le ménage, la cuisine, la lessive, le repassage, les courses – qui s’ingénient, souvent avec l’humour tonique qui «habille» leur savoir-faire, à «maintenir et renforcer l’autonomie et l’indépendance» du bénéficiaire, comme le spécifie expressément la «Charte des CMS» du 11 juin 1997. L’intéressé peut ainsi garder son cadre de vie habituel (autrement dit: rester chez lui). Mieux encore: les intervenants se fondent sur sa responsabilité individuelle et sur celle de son entourage (famille, voisins), dont la participation active est vivement encouragée. Nous touchons là un point fondamental: non seulement les intervenants responsabilisent leur patient, mais encore et surtout ils respectent ses valeurs, ses croyances, ses habitudes, son mode de vie et sa sphère privée. Il participe au choix des mesures de soins et de sou- tien; par ailleurs, il a accès en tout temps aux informations le concernant. Un vrai partenariat s’est donc instauré peu à peu entre l’équipe, le patient et son entourage. Compte tenu de la forte tradition de méfiance que le Vaudois nourrit vis-à-vis de tout ce qui vient «du dehors» [de la famille], on doit sincèrement se réjouir du magnifique développement des soins et de l’aide à domicile. C’est un monde très vivant, sympa et chaleureux, qui apporte plein d’éléments positifs au patient. En tant que tel, je puis en témoigner ici: chaque intervention (hebdomadaire pour l’instant) m’est une authentique joie. A l’heure où nos autorités en charge du social ont une fâcheuse tendance à restreindre certains investissements d’importance stratégique pour une frange particulièrement vulnérable de notre population (les personnes âgées et handicapées qui tiennent à garder leur chezsoi), j’aimerais que nos députés réflé- 5/2000 Faire Face chissent bien avant de diminuer drastiquement et sans état d’âme des subventions destinées aux soins et à l’aide à domicile... Si l’un ou l’autre de nos élus avait un doute quant à l’utilité de ces soutiens financiers, pourquoi n’accompagnerait-il pas une équipe d’intervenants auprès d’un patient? Le «député sceptique» serait alors bien obligé de constater de visu que, d’une part, cette équipe fait un travail magnifique, et que, d’autre part, le patient la reçoit avec une joie évidente. Merveilleuse et mystérieuse alchimie de sentiments et de pensées partagés, la joie est d’abord un don de vie – qui ne saurait, par définition, figurer au budget. Ne pas reconnaître cette force extraordinairement précieuse dispensée par un soignant à son patient, c’est nier le rayonnement fantastique que déploient, chaque jour «sur le terrain», des gens motivés, altruistes et dévoués, à l’écoute 4e révision de la LAI: déceptions Location de vélos et autres tandems L’ASKIO, organisation faîtière dans le secteur de l’entraide des personnes handicapées en Suisse, ne cache pas sa déception à la lecture du message du Conseil fédéral concernant la 4e révision LAI attendue depuis longtemps. D’une part à cause de l’allocation d’assistance trop réduite et, d’autre part, par l’absence totale des mesures traitant de l’intégration professionnelle. Le Conseil fédéral justifie l’introduction d’une allocation d’assistance par l’augmentation de l’autonomie des personnes handicapées, tout en déclarant dans le même temps que 1600 francs devraient leur suffire à financer les coûts supplémentaires engendrés par handicap. Or cela ne suffit guère que pour couvrir deux heures d’assistance par jour. A cela s’ajoute la suppression de la rente complémentaire pour le conjoint, ce qui sous la barre d’addition des économies ainsi réalisées représente env. 70 mio de francs et ce, sur le dos des personnes handicapées. En somme le Conseil fédéral ne reconnaît pas le message que le peuple a donné lors de la votation sur la suppression du quart de rente d’il y a un an et fait des propositions qui ne peuvent en aucune façon être acceptées par les personnes handicapées. Quant à l’encouragement à l’intégration professionnelle des personnes handicapées, aucunes mesures n’ont été pratiquement proposées. C’est fort regrettable parce que la promesse dans le cadre de la 4e révision LAI d’élargir des propositions allant dans ce sens, n’est pas remplie, mais surtout aussi parce que le principe de base de la LAI «Intégration prime rente» commence à s’inverser en devenant «Rente prime intégration». Pour tout renseignement: ASKIO Entraide Suisse Handicap: Effingerstr. 55, 3008 Berne tél. 031/390 39 39: Hannes Schnider (secrétaire général) et Renat Beck (responsable médias) E-Mail: [email protected] Proposition de circuits dans la région d’Obergoms VS 5/2000 Faire Face de leur prochain. Ils méritent d’être encouragés dans leur manière de gérer judicieusement les ressources tant humaines que financières à leur disposition. Ne brisons pas un aussi bel élan! Charles Bourgeois Important à savoir Résidant dans le canton de Vaud, vous avez droit aux interventions des Centres médicaux sociaux, sans distinction de revenu, ni de type d’affection. Les demandes d’intervention font l’objet d’une évaluation qui tient compte des besoins, des ressources humaines à disposition, ainsi que des attentes du patient et de son entourage. On intervient au plus tard dans les 24 heures, sauf autres conditions spécifiquement prévues. • Um z’Feld (2,5 km) Un circuit autour de Gampel où l’on entend les oiseaux chanter et qu’on peut voir des papillons voler. Celui qui a encore le temps et l’envie peut faire une partie de minigolf. • Perückensträucher (5 km) Spécialement en automne cette région de Niedergampel-Getwing avec ses arbustes rouges et charmante. Avec ce parcours il y a toujours quelque chose à voir le long des vignes jusqu’au Feschelloch. A cet endroit très prisé des familles, des foyers vous permettent de faire des grillades. Celui qui veut continuer à rouler peut se donner comme but les • Agarner Teiche (10 km) Ces étangs sont le lieu le plus important des oiseaux migrateurs de tout le canton. Au printemps et en automne on trouve des oiseaux que l’on trouve seulement dans les pays de l’Est. • Grawi (3 km) Une idylle de pêcheur vous attend tout près de la fabrique Alusuisse à Steg. Attention, un bout de chemin n’est pas goudronné. • Felsenkirche Raron (5 km) Dans cette falaise vous pourrez contempler une église spéciale. Vous y verrez également la citadelle et le cœur du vieux village de Raron. On trouvera des WC accessibles aux endroits suivants : – Minigolf-Pavillon Raron – Camping Rhône, Gampel – Buffet de la Gare, Gampel-Steg – Restaurant Lonza, Gampel – Migros de Steg – Hôtel restaurant Central, Agarn – Café Jolibach, Niedergesteln Pour tout renseignement et location: Marie-Therese Locher, Zur alten Post, 3945 Gampel, tél. 027/932 18 48 E-mail: [email protected] 15 Récit humoristique, envoyé à une correspondante, des ambiances de ma croisière 1998 Je me fais une joie de «projeter» tout exprès pour toi ma... superproduction en «techniprose», sans son – comme dirait Dalila – mais avec un certain nombre d’effets spéciaux qui ne nécessitent toutefois pas le logo rouge! Le titre, d’un banal (!): «Paulette et Charles en bateau». Le décor: Un superbe navire, «Le Boléro», de 150 m de long et 23 de large, 7 étages, et... 895 passagers! Circuit: Venise – Bari – Athènes – Mykonos – Khusadasi (Turquie) – Dubrovnic (Croatie) – Venise. (Tout ça sur une semaine, du 18 au 25 juillet. Nous avons rallié Venise par avion, depuis l’aéroport de Belp/BE.) Manger: Excellent, servi par un personnel épatant. Météo: Très estivale – mais la houle et les orages nous étaient réservés la nuit! D’où le 1er «effet spécial» que je vais t’expliquer tout soudain, non sans t’avoir décrit d’abord notre cabine à deux couchettes. Alors que la mienne était disposée dans le sens de marche du navire, celle de Paulette l’était transversalement. De ce fait, en cas de houle appuyée, je la ressentais nettement moins que mon accompagnatrice... qui n’a pas tardé à avoir le mal de mer! De mon côté, ça «baignait» ou plutôt ça flottait sans un pli!... Tu imagines le paradoxe – moi qui suis censé être fragile! Certes, j’ai rarement bien dormi, à cause des bruits de moteur du bateau, et le matelas de ma couchette n’était pas extraordinaire – mais plutôt défoncé... 2e effet spécial: la constipation, dite «de voyage», dont souffrait Paulette et qu’elle traitait à coup de laxatifs – en vain! C’est ainsi que, au soir du quatrième jour, elle me dit tout de go et d’un ton hyperanxieux: «Si ça ne fait toujours pas effet, je ne pourrai pas m’occuper de toi demain!» Original, non? Mais ça l’était pourtant nettement moins que la recommandation/ mise en garde qui me fut faite – sentencieusement – peu avant notre départ: «Evite absolument de me marcher sur les pieds (au sens propre!), sinon je m’évanouis!» La même chose se produit quand elle se coupe – ou se fait couper – ses ongles de pied. Dès ce moment, j’ai eu des sérieux doutes quant à son prétendu statut d’infirmière diplômée. En effet, quand tu t’occupes d’un patient, notamment quand tu le déplaces de son fauteuil roulant sur un autre siège, il peut en effet arriver que ledit patient – tout à fait involontairement – te marche sur les petons. Tu crois honnêtement que tu partirais dans les pommes, toi? Bref, la dame avait de sérieux problèmes existentiels! Par ailleurs, elle m’avait 16 caché la polyarthrite qui lui vrillait les épaules, d’où des difficultés pas possibles quand Paulette devait s’occuper de moi – par exemple me poser sur les WC. Ceux-ci étaient soit-disant adaptés aux handicapés – tu parles! Les barrières et poignées d’appui étaient hors de portée, donc inutilisables, et le diamètre des toilettes, conçu pour un postérieur conséquent, avalait le mien par le fond... D’où surplus d’efforts pour Paulette qui, par ailleurs, me semblait être bien peu au courant des techniques en matière de manipulation des patients. Quant à ses connaissances en matière d’administration de médicaments, de leur interaction et de leurs effets ou contre-indications possibles, elles étaient plutôt fantaisistes ou nulles... Sur le plan anatomique, ensuite, elle semblait aussi incapable de trouver l’endroit juste et le geste adéquat et efficace. C’est grave, non, pour une infirmière diplômée? Quant au comportement de Paulette avec moi, sur le bateau (en cabine ou à table), il était exactement à l’opposé de celui qu’elle avait adopté au début de nos échanges «e-mailiques». Alors qu’elle était chaleureuse, enjouée et minimisant volontiers mon handicap, me trouvant aussi toutes les qualités humaines imaginables, celles-ci se changèrent brutalement en autant de défauts énumérés avec une «Schadenfreude» évidente et d’une voix doucereuse et écrasante en même temps. Certaines de ses critiques m’ont fait particulièrement mal, notamment le jour où elle a osé me dire que «si je n’avais pas de succès durable auprès des femmes, c’est que je n’étais pas assez soigné»! Cette remarque mesquine m’a été faite au soir d’une journée abominablement chaude: or, comme tout le monde, je transpire. Normalement, quand ça t’arrive, tu passes sous la douche. Moi, désolé, on doit complètement m’assister – et ça, Paulette le savait pertinemment, puisqu’elle était censée se charger de cette prestation-là! Jamais personne ne m’avait pareillement blessé – et sciemment, en plus... Sur le bateau, la douche – également «adaptée pour les handicapés» – était complètement impraticable pour moi: indépendamment des risques de syncope «podologique» (cf. plus haut), il y avait les dangers de glissades... Là aussi, les barres d’appui étaient à «trois kilomètres» de moi. De plus, avec ses douleurs dans l’épaule, Paulette n’aurait pu m’éviter la chute. Charles Bourgeois en galante compagnie La toilette se faisait donc au lavabo – à bonne hauteur, mais à accès bouché dessous, donc tu ne pouvais pas vraiment approcher avec le fauteuil... Seul le miroir était inclinable, un luxe pour moi inutile, du moment que je ne peux ni me coiffer, ni me raser seul... Quant à ma «bobine», je la connais par cœur! Même pour un acte aussi classique, pour une infirmière, que faire une toilette, Paulette était empruntée, gauche, raide. On eût dit qu’elle nettoyait une vitre... Quand je compare avec la technique employée par mon infirmière-doucheuse des soins à domicile (elle vient chaque jeudi chez moi), c’est ... incomparable, justement! Elle y met doigté, douceur et compétence, sourire et humour en plus – sans oublier le geste juste... au bon endroit! Après qu’elle m’a séché et prodigué des soins dermatologiques, je me sens très bien. Pour revenir à Paulette, qui n’avait par ailleurs guère de culture, ça ne pouvait pas marcher entre elle et moi. Extrêmement peu sûre d’elle-même, elle détestait visiblement que j’adresse la parole à d’autres passagers: jalouse qu’elle était, alors que, sentimentalement, je n’avais aucun compte à lui rendre! Un des passagers, pas trop futé, a dit à Paulette – hors de ma présence – qu’«il fallait être givré de faire une croisière avec un handicapé en fauteuil roulant»! L’intéressée, visiblement touchée «de plein fouet» par cette remarque, me l’a rapportée... A sa place, je m’en serais abstenu. Quant à la croisière elle-même, j’ai tout de même réussi à l’apprécier. Des paysages et des gens nouveaux, souvent sympas, parfois mufles, mais c’est à l’image de la vie et de leur éducation. Une découverte que j’ai trouvée enrichissante par sa diversité. Charles Bourgeois 5/2000 Faire Face NOS SECTIONS Rapport annuel de la section vaudoise 1999 Chers membres et amis, Comme chaque année au début mai, nous voici à nouveau réunis pour notre assemblée générale au Signal de Bougy et je vous remercie de votre présence. C’est l’occasion pour votre comité de passer en revue les événements qui ont marqué l’activité de votre section. C’est aussi le moment de participer activement à la bonne marche de la section en nous faisant part de vos vœux, de vos critiques. En résumé, voici ce que pour vous et avec vous, nous avons réalisé en 1999. 6 février: Hélas, pas de sortie hivernale aux Cluds cette année. Trop de neige! 5/6 mars: Notre vente de jonquille. Merci à toutes celles et ceux qui se sont dévoués pour cette action. Le résultat financier nous permet de nous offrir des conditions favorables à chacune de nos rencontres. 8 mai: Notre traditionnelle assemblée générale ici même au Signal de Bougy. 26/27 juin: Cours de la section prévue à l’Ile de Mainau. Grosse déception de tous les participants de n’avoir pas pu visiter l’Ile de Mainau. Les problèmes rencontrés à la frontière sont que le chauffeur de car n’était pas en possession de papiers lui permettant de franchir la frontière. Nous avons reçu une lettre de cette entreprise de transport qui a présenté ses excuses et a offert une déduction sur la facture. 11 sept.: Commémoration du 25e anniversaire de Plein-Soleil sur la Place StFrançois à Lausanne. L’ASPr, section vaudoise et neuchâteloise, a été représentée. Merci à vous tous qui êtes venus soutenir cette action. 2 oct.: C’est toujours avec plaisir que nous nous retrouvons à Plein-Soleil pour notre loto. Chambres d’hôtes en Vendée 11 déc.: Fête de Noël à Yverdon-lesBains au Château. Je crois que tous les participants ont gardé un très bon souvenir de cette journée. Merci à tous ceux qui m’ont aidé à organiser cette rencontre. Notre section compte au 31 décembre 1999: 121 membres actifs 119 sympathisants. Votre comité s’est réuni 5 fois durant l’année 1999. Faire le mieux possible pour vous être agréable, voilà le but que nous nous sommes fixés, et en espérant avoir atteint cet objectif. Le fonds spécial «Loterie Romande» est toujours disponible pour des actions spécifiques. Vos demandes éventuelles sont à présenter au comité. Barbara Mouron Présidente salle d’eau et WC commune, avec terrasse dans un jardin privé. Télévision, barbecue et salon de jardin à disposition des hôtes. Prix par nuit – petits déjeuners compris 230 FF à 360 FF pour 1 ou 2 personnes, selon saison et logement. Personne supplémentaire 60 FF. Notre situation privilégiée donne à proximité des belles plages à 16 km, parc floral, lac, réserves de nature, sentiers pédestres, sites historiques et des vignes (pour ceux qui aiment les dégustations), la plupart accessible pour handicapés. Des chambres d’hôtes accessibles en Vendée Michael et Jacqueline Hubbard Les Quatre Routes F-85540 Le Givre Tél./Fax : 00 33 (0) 251 98 91 86 Portable 06 03 32 53 30 E-mail : [email protected] A 15 mn de la ranche-sur-Mer et 30 mn des Sables d’Olonne se trouve Clos des Vignes, ouvert à tous, aux «QuatreRoutes», commune de Givre. Michael et Jacqueline vous accueillent avec leurs trois chambres d’hôtes neuves et spacieuses avec un 5/2000 Faire Face charme et décor très britannique, spécialement conçues, équipées et aménagées pour handicapés, sur un terrain de 5000m2 de jardins, vignes et arbres fruitiers. Les Chambres d’hôtes Deux types de logements indépendants vous sont proposés, avec possibilité de faire du café ou du thé à toute heure. Le premier est une chambre pour 2 personnes avec salle d’eau et WC particuliers. Le deuxième est constitué de 2 chambres pour 4 ou 5 personnes avec Ne partez pas de Vendée sans avoir visité • Parc floral de la Court d’Aron • Le Château de la Guignardière à Avrillé • Le musée de l’automobile à TalmontSt-Hilaire • Le Zoo des Sables d’Olonne • Le y du Fou, Les Epesses Renseignements utiles Pour rendre votre séjour encore plus agréable, sont mis à votre disposition des brochures et cartes de la région. ne veut pas dire que les WC sont accessibles. Si les WC sont accessibles ce logo sera ajouté ✪ Plages accessibles Les Conches Il y a une rampe qui descend jusqu’à la mer et à l’eau. Juillet / 17 Vue d’une chambre: spacieuse et proprette Des sanitaires fonctionnels et pratiques Août il y a un snack. Grand parking (pas de WC). Longeville sur mer (Le Rocher) Rampe qui donne accès à la plage et à l’eau. Restaurant (Les Flots Bleus) avec terrasse mais WC pas accessibles. La Tranche sur Mer Plusieurs accès sur la plage. En particulier le restaurant L’Equinoxe qui a une belle terrasse avec vue sur la mer. WC accessible. St-Vincent sur Jard Endroit ombragé pour pique-nique avant d’arriver à la plage, près d’un restaurant (L’Océan) – petite marche ✪. Maison de Georges Clemenceau à visiter. Marché vendredi matin sous les «Halles» (1765) Services Moutiers les Mauxfaits (3km) 2 Boulangers, 1 Pâtisserie, Pharmacie (sur la route de La Roche sur Yon) Supermarchés (Spar et Eco Marché), 2 Banques (avec distributeurs de billets) Librairie, journaux, Médecin – Dr Jolly tél. 0251 98 90 14 (devant l’église). Garage Delavergne, sur la route de La Roche sur Yon ✪ derrière l’église. Restaurants accessibles Champs de Foire Place Champs de Foire ✪ Gastronomique La nouvelle Auberge 1 Place de la Justice, ouverte midi et soir Juillet / Août ✪ Champs St-Père (4 km) Boulangerie, pharmacie, Supermarché (Marché U avec distributeurs de billets) avec essence, banques (pas de distributeurs de billets). www.sympa.ch Visiteurs selon les pays Traduction par: Gaby Vernaglione Suisse Allemagne France Italie Autriche Japon Pays-Bas Canada .com (inconnu) .net (inconnu) sans indication Total visiteurs en juillet • prix neuf dès Fr. 1500.– • il y a deux possibilités principales, les compatibles MAC (Macintosh) et IBM – Logiciels (programmes) • certains sont fournis et compris dans le prix lors de l’achat et déjà installés (souvent aussi les logiciels pour l’accès Internet) • afin d’utiliser l’ordinateur pour d’autres domaines il est judicieux d’avoir également un système de traitement de texte (Word, Office 2000, Works, etc.) – Imprimante • afin de pouvoir imprimer également • prix neuf dès Fr. 180.– • idéales pour l’utilisation en privé: les imprimantes jet d’encre – Modem • selon le raccordement téléphonique • prix neuf dès Fr. 90.– – Accès Internet • souvent gratuit • le «provider» (fournisseur d’accès) envoie un CD ou une disquette pour l’installation – Tarifs de téléphone pour Internet • selon la compagnie (Swisscom, Sunrise, etc.) • tarif de jour Fr. 2.80 / h. • tarif de soir Fr. 1.80 / h. • tarif de nuit Fr. 0.70 / h. • tarif week-end Fr. 1.80 resp. 0.70 / h. Dans la dernière édition de Faire Face nous avons posé quelques questions concernant la présentation de notre site. Seules 2 réactions me sont parvenues jusqu’à mi-août. Tous deux sont des membres qui ne sont pas encore branchés à Internet, mais qui s’y intéressent. Cet «écho» très modeste démontre que beaucoup de gens, bien que bénéficiant d’une connexion Internet, hésitent ou n’ont tout simplement pas envie. Il est bien clair que l’acceptation de nouveaux médias dans nos coutumes nécessite une période d’adaptation et de plus, l’on n’a pas toujours envie de «surfer» (visites des sites et des thèmes), de «chatter» (discuter avec d’autres personnes sur le net, à l’aide du clavier), d’envoyer des mails (échange de correspondance avec d’autres personnes) ou de jouer. Un autre aspect est également le coût, de ce fait vous trouverez ci-après quelques informations utiles. Avant cela je tiens à vous fournir un aperçu des visites de notre site durant le mois de juillet: 18 Nombre de visites 101 12 11 2 2 2 1 1 29 9 59 221 Ces 221 visiteurs ont consulté 2353 pages au total ou effectué 6637 «clics de souris». P.S.: Le «sympa.ch»-team se penche depuis longtemps sur la question «comment apporter un soutien, soit pour l’installation au domicile, soit par des cours d’introduction élémentaires». Malheureusement nous n’avons pas encore reçu le feu vert par les délégués. Vos questions ou suggestions sont à adresser à Heinz Gertsch… Matériel de base pour accès Internet: – PC (Personal Computer) • Il ne faut pas nécessairement le dernier modèle, mais pas non plus une «vieille bécane lente» 5/2000 Faire Face Voyageurs en fauteuil roulant Organisation dès le changement d’horaire (28 mai 2000) Dès le 28 mai 2000 sur le réseau des CFF, des auxiliaires de mobilité et le personnel des trains chargeront et déchargeront votre fauteuil. Service compétent de 6 à 22 heures: Call Center Brigue Téléphone gratis: 0800 / 007 102 Téléfax: 0512 25 82 80 Adresse e-mail: [email protected] Notre offre • Chargement, transbordement, et déchargement: A toutes les gares actuellement points d’appui • Heures de desserte: Trains directs accompagnés, pas de restrictions Langnau, de 6 à 22h. Münsingen, Konolfingen, Murten, de 6 à 20h • Trains desservis: – Tous les trains sans auto-contrôle entre les points d’appui – RER de Zurich, tous les traisn des lignes S2, S3, S5, S7, S8, S9, S12, S14, S16 (6 à 24h) – Trains régionaux/trains RX dans 26 grandes gares pendant les heures d’occupation (voir tableau ci-dessous) – Tous les trains des lignes suivantes: (6 à 22h); Biel/Bienne/Neuchâtel–Le Locle; Delémont–Porrentruy; Lausanne–Vallorbe; Palézieux–PayerneLyss; Basel–Laufenburg; Lenzburg– Rotkreuz; Ziegelbrücke–Glarus – Trains RX sur la ligne Chur–St. Gallen (cadre 880 de l’indicateur) L’annonce du voyage doit être effectué au Call Center jusqu’à une heure au plus tard avant l’heure de départ du train de sa gare d’origine. La centrale traite les appels de 6 à 22 heures. Vos désirs de transport seront satisfaits dans le cadre de la desserte indiquée cidessus. Le personnel ferroviaire ne pourra pas assurer d’autres prestations de chargement, transbordement ou déchargement. Une brochure a paru en juin avec des informations plus détaillées; vous pouvez aussi appeler directement le Call Center. Renseignements importants • Annonce préalable: Pour les gares suivantes, le délai de préannonce est de deux heures: Vallorbe, Payerne, Moudon, Sonceboz-Sombeval, St-Imier, La Chaux-de-Fonds, Le Locle, StUrsanne, Porrentruy, Wohlen, Muri, Schwyz, Brunnen, Flüelen, Zurzach, Uznach, Ziegelbrücke, Glarus, Andelfingen, Sulgen, Altstätten SG, Amriswil, Heerbrugg et Wattwil. Indications nécessaires pour l’annonce: Nom et prénom, numéro de téléphone, date du voyage, horaire, préciser si le fauteuil roulant a un moteur ou non. 5/2000 Faire Face Sans préannonce, il n’existe pas de droit au transport. • Heure/lieu de rendez-vous 10 minutes avant le départ du train ou selon entente avec le Call: Center vers le Mobilift du quai entrant en considération (exception à Zurich: à la fin des voies). 26 gares qui desservent aussi les trains régionaux et les trains RX Gare Heures de desserte des trains régionaux et RX Aarau Lu–ve 07.30–19.45 Sa+di 09.15–12.15 et 13.30.19.30 Baden 07.20–20.30 Basel 04.00–00.30 Bern 06.00–23.00 Biel/Bienne 07.00–22.00 Brig 05.15.00.45 Chur 06.00–21.00 Fribourg 06.00–21.00 Genève 06.00–22.50 Genève-Aéroport 05.30–23.00 Lausanne 05.50–22.00 Locarno 06.50–20.40 Lugano 06.00–21.00 Luzern 05.00–22.00 Montreux 07.00–20.00 Neuchâtel 07.20–20.20 Rapperswil 08.00–19.45 St.Gallen 05.00–01.10 Schaffhausen 06.00–20.30 Sion 07.00–20.50 Solothurn Lu–ve 06.40–20.50 Sa+di 07.40–20.30 Thun 06.30–22.00 Winterthur 07.00–20.30 Zug 07.00–20.30 Zürich HB 05.30–23.00 Zürich Flughafen 05.30–23.50 HANDIConcept Sàrl Handicap sports & loisirs CH - 1882 GRYON Tél. & Fax 024 / 498 10 28 Portable 079 / 240 70 82 Grâce aux efforts constants de nombreuses personnes et collectivités, la palette des activités sportives et récréatives pour handicapés ne cesse de s’élargir. Par contre, ces activités nécessitent encore des adaptations coûteuses et exigent souvent une aide extérieure ou un environnement adapté. De cette expérience et de ce constat est né HandiConcept. Nous mettons à votre disposition du matériel adapté, avec du personnel compétent permettant d’assurer l’aide et le support nécessaires à ces nouvelles activités. • Randonnées accompagnées avec fauteuil tout-terrain • Vol en parapente (en été avec fauteuil tout-terrain et en hiver avec mono-ski ou fauteuil-ski) par des pilotes diplômés • Location, vente et entretien de monoski Cours de ski individuel ou collectif – accompagnement sur demande Pour tous les handicaps, location de fauteuil-ski avec moniteur diplômé • Location, vente et entretien de handibike. Excursions accompagnées • Planification de séjours dans la région de Villars (hébergement toutes catégories) L’Association Suisse des Paralysés ASPr/SVG cherche pour le 1er janvier 2001 UN(E) SECRETAIRE CENTRAL(E) Nous sommes une organisation d’entraide suisse, œuvrant en faveur de personnes handicapées physiques. Nous offrons...: • une activité indépendante, variée, poste à responsabilités, • une infrastructure moderne, adaptée aux besoins du secrétariat (PC, E-Mail etc.), • des bureaux spacieux, situés au centre-ville (lieu de travail: Fribourg), • des conditions d’engagement attrayantes. Nous cherchons une personnalité sachant prendre des initiatives, • qui veut s’engager en faveur de l’entraide, • qui bénéficie d’une expérience en gestion d’une organisation à but non lucratif, • qui possède d’excellentes connaissances écrites et orales du français et de l’allemand, • qui a de l’aisance dans les rapports humains et avec les autorités, • qui dispose des capacités requises pour la conduite – indépendante – d’un secrétariat et de son personnel. Vous voudrez bien adresser vos offres accompagnées des documents usuels à: Heinz Gertsch, président central ASPr / SVG, Nidaugasse 14, 2502 Bienne Délai: 15 octobre 2000. 19 L’assistance dans la vie quotidienne Tiré du site Wallonie (http://wal.autonomia.org/index.html) Le Web nous donne le privilège de pouvoir examiner le regard des autres sur la vie autodéterminée. Nous nous intéressons ici à l’approche qu’en ont eu nos amis belges. Réd. Introduction D’une part, pour les personnes handicapées et, d’autre part, pour ceux qui financent et fournissent les services pour ceux-ci et en collaboration avec eux, les années 1980 à 1990 ont été une période de changement au niveau du secteur de l’assistance publique en Europe. Ce changement s’est caractérisé par des attentes et des demandes croissantes de la part des personnes handicapées individuellement, et de la part de ceux qui représentent les mouvements de personnes handicapés, mais aussi, en général, par la réduction des ressources d’assistance publique en général. L’impact de ces changements a été modéré par les conditions et les attitudes locales propres à chacun des pays appartenant à l’Union Européenne; chaque pays est unique et se situe à un stade de développement différent, influencé par des passés différents, par des comportements politiques et sociaux et par des condi- tions géographiques, sociales et de revenus différentes. Plusieurs membres de l’Union Européenne mettent de plus en plus l’accent sur l’introduction de lois du marché pour améliorer la qualité de services aux personnes handicapées. On peut supposer que les utilisateurs de services auront la possibilité d’éliminer des services dont ils ne sont pas satisfaits. Cette méthode d’augmentation des pouvoirs implique cependant la capacité du «consommateur» à peser les avantages relatifs du coût du service par rapport à sa qualité et la possibilité de disposer d’une large gamme de services. Une approche différente serait que les personnes handicapées aient un contrôle total de leurs services et de la façon dont ceux-ci leur sont fournis – soit en employant directement un assistant personnel soit en dirigeant les organisations qui leur apportent ce soutien. L’ampleur de cette augmentation des pouvoirs qui peut amener les personnes handicapées à avoir un contrôle réel de leur propre vie est à nouveau limité par deux facteurs: • l’attitude des pouvoirs subsidiants: lorsqu’ils utilisent le modèle médical du Septembre/Octobre September/Oktober 2000 • No 5 E C A F Lieu: Dates: Association Suisse des Paralysés ASPr SVG Schweizerische Vereinigung der Gelähmten 1701 FRIBOURG Prix: JAB Le groupe 5 est arrivé à la conclusion unanime que la capacité des personnes handicapées à employer leurs propres assistants personnels est une condition préalable et essentielle à une augmentation des pouvoirs et du contrôle réel. Cela comprend la responsabilité de former son propre personnel bien que l’on reconnaisse que certains aspects de la formation doivent être confiés à des spécialistes ou des professionnels (p. ex., les transferts ou le secourisme). Le groupe constate également qu’il existe une difficultée née de la nécessité d’être de bons employeurs, des exigences législatives en matière d’emploi et du désir de garder le contrôle Suite dans le numéro 6 de Faire Face Camps de vacances 2001 de l’armée à Melchtal E R I A F 20 handicap, ils déterminent la responsabilité de la personne handicapée à compenser son manque de possibilité ou de capacité à accéder à la société et à l’emploi ou lorsqu’ils utilisent le modèle social du handicap qui rejette la responsabilité sur la société pour éliminer les barrières qui désavantagent les individus (physiquement ou au niveau des attitudes); • par le manque de ressources. Hôpital militaire, Melchtal/OW Camp I: 26 mai – 5 juin 2001 Camp II: 23 juin – 3 juillet 2001 Fr. 165.– Comme cette année, l’armée organise l’an prochain des camps pour handicapés physiques graves. Les intéressés sont priés d’envoyer le talon ci-dessous au secrétariat de l’ASPr jusqu’au 15 octobre 2000. Des informations détaillées vous parviendront directement par les responsables des camps. ✄ Talon d’inscription pour camps de l’armée 2001 à Melchtal Camp: I ❏ Camp: II ❏ Nom: ___________________________________________________________ Prénom:________________________________________________________ Adresse: _________________________________________________________ No postal et Lieu: __________________________________________________ Année de naissance:_______________________________________________ J’ai participé à un camp de vacances de l’armée Oui ❏ Non ❏ A retourner s.v.p. jusqu’au 15 octobre 2000 au Secrétariat central de l’ASPr, 3, rue de Locarno, Case 740, 1701 Fribourg 5/2000 Faire Face