Exposé - Germanistisches Institut MLU Halle - Martin

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Exposé - Germanistisches Institut MLU Halle - Martin
EXPOSÉ ZUM DISSERTATIONSVORHABEN
__________________________________________________________________________________
Arbeitstitel:
Eindeutschung japanischer Namen und Wörter
Name:
Debora Diehl
Studienabschluss:
Master of Arts Sprechwissenschaft
Anschrift:
Rudolf-Haym-Straße 35
06110 Halle (Saale)
E-Mail:
[email protected]
Betreuerinnen:
Prof. Dr. Ursula Hirschfeld
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik
Prof. Dr. Ines Bose
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik
Datum:
16. September 2015
Gliederung
1
Einleitung ........................................................................................................................... 2
2
Thematischer Aufriss ........................................................................................................ 2
3
Problemstellung ................................................................................................................. 4
4
Aktueller Forschungsstand .............................................................................................. 5
5
Ziele und Methoden der empirischen Untersuchung .................................................... 6
6
5.1
Ziele und Fragestellungen ........................................................................................... 6
5.2
Korpus ......................................................................................................................... 8
5.3
Untersuchungsaufbau .................................................................................................. 9
Zeit- und Arbeitsplan ...................................................................................................... 10
Auswahlbibliographie ............................................................................................................ 12
1 Einleitung
Durch die zunehmenden internationalen Beziehungen ist es mittlerweile unerlässlich, die Berichterstattung über die Grenzen eines Landes hinweg zu streuen. Vor allem durch den Rundfunk erfahren
wir über Geschehnisse im Ausland. Dabei finden überwiegend Namen und Wörter aus bekannten
Sprachen wie Englisch, Französisch und Russisch den Weg in deutsche Nachrichten. Die Frage der
Eindeutschung ist für diese Sprachen weitestgehend geklärt. Weniger bekannte Sprachen wie das Japanische wurden hingegen kaum betrachtet. Am Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik der
MLU wird innerhalb des Projekts zur Untersuchung und Kodifizierung der deutschen Standardaussprache auch zum Schwerpunkt Eindeutschung geforscht. Im geplanten Dissertationsprojekt soll untersucht werden, wie mit Namen und Wörtern aus dem Japanischen umgegangen wird. Auch wenn
diese Sprache von relativ wenig Deutschen beherrscht wird, taucht sie regelmäßig in den deutschen
Medien auf: nicht nur in Berichten von aktuellen Ereignissen wie der Nuklearkatastrophe von
Fukushima, sondern auch jedes Jahr wieder am Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und
Nagasaki oder wie ganz aktuell während der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Zusätzlich gibt es
einige Wörter, die bereits im deutschen Sprachgebrauch – und damit auch in deutschen Fernseh- und
Radiobeiträgen – fest verankert sind; dazu zählen Bonsai, Judo, Karaoke, Manga oder Reiki. Die Aussprache der japanischen Begriffe variiert dabei häufig, auch innerhalb eines Senders. Obwohl beispielsweise Mitarbeiter der ARD einen online-Zugang zur ARD-Aussprachedatenbank (ARD-ADB)
haben, gibt es interindividuelle Unterschiede. In den drei bekannten Aussprachewörterbüchern Duden
Aussprachewörterbuch (Duden-AWB), Großes Wörterbuch der deutschen Aussprache (GWdA) und
auch im aktuellen Deutschen Aussprachewörterbuch (DAWB) findet sich keine einheitliche Transkription für japanische Namen und Wörter. Es gibt zudem kein separates Kapitel zur Eindeutschung des
Japanischen – für viele andere Sprachen ist eines enthalten. Aktuelle Ausssprachewörterbücher wie
das DAWB enthalten eine kodifizierte Standardaussprache, also „explizite, formulierte, gesetzte Normen“ (Krech et al. 2009, 6). Da sich nicht nur der Sprechgebrauch, sondern auch die Anforderungen
an diesen stetig ändern, sind regelmäßige empirische Untersuchungen notwendig, damit die Kodifikation aktualisiert werden kann (ebd.). Auffällig sind die Angaben vor allem im Bereich der Eindeutschung fremder Namen und Wörter: Die Spannbreite geht von ausgangssprachennaher bis zur komplett eingedeutschten Transkription (vgl. Krech et al. 2009, 120 ff.; Ebel et al. 2014, 323 ff.). Im Oktober 2013 habe ich meine Master-Abschlussarbeit (MAA) zum Thema der Eindeutschung japanischer
Namen und Wörter verfasst, in welcher eine umfangreiche soziophonetische Akzeptanzuntersuchung
fehlt. Die geplante Dissertation soll auf den Grundlagen der MAA aufbauen, an diese anknüpfen und
die Ergebnisse weiterführen, was auf Grund des vorgegebenen Umfangs einer MAA nicht verfolgt
werden konnte.
Das übergeordnete Ziel der Dissertation ist es, die Aussprache japanischer Namen und Wörter in einem deutschen Kontext, z. B. in Nachrichten und Reportagen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks,
theoretisch zu fundieren und empirisch zu untersuchen. Durch Akzeptanztests soll die Hörererwartung
ermittelt und Richtlinien für den Gebrauch dieser Wörter und Namen erarbeitet werden, damit eine
Einheitlichkeit der Aussprache für ein besseres Verstehen gewährleistet ist.
2 Thematischer Aufriss
Dass Untersuchungen zur Eindeutschung fremder Namen und Wörter in Aussprachewörterbüchern
notwendig sind, haben Ebel et al. (2014) ausführlich dargelegt. Rundfunksprecher nehmen häufig eine
Vorbildfunktion ein. Diese „macht es allerdings erforderlich, dass die Realisationen fremdsprachiger
2
Lemmata sowohl einheitlich als auch für die Hörer/-innen reproduzierbar sind“ (325). Die Realität
sieht jedoch anders aus, wie in einer Nachrichtenanalyse der Formate tagesschau (ARD), tagesthemen
(ARD), heute (ZDF) sowie heutejournal (ZDF) während der Leichtathletik-Weltmeisterschaft vom
10.-18. August 2013 gezeigt wurde. Deutlich wahrnehmbare Unterschiede waren bei einigen Sportlern
innerhalb von vier Stunden auf nur zwei Sendern zu hören. Da nicht nur Namen aus unbekannteren
Sprachen, sondern auch aus dem Englischen und Französischen betroffen waren, ist ein Zusammenhang der bestehenden Ausspracheprobleme mit der Fremdheit der Ausgangssprache eher unwahrscheinlich (vgl. ebd., 325 f.).
Es ist nicht nur eine Analyse der Kodizes erforderlich, sondern vor allem auch eine Akzeptanzuntersuchung, die über die Umsetzung in der Ausspracherealität entscheidet und aus der Vorschläge für die
Aktualisierung von Aussprachwörterbüchern entstehen können.
Um die Thematik genauer einordnen zu können, folgt zunächst eine Begriffserklärung zur Eindeutschung.
Eindeutschung allgemein
Die Herausgeber des Großen Wörterbuchs der deutschen Aussprache (Krech et al. 1982) bezeichneten
alle fremden Wörter und Namen als phonetisch eingedeutscht, deren Aussprache sich an den Regeln
der Standardaussprache orientierte. Dabei ist es unerheblich, ob diese Anpassung ein ganzes Wort oder
nur einzelne Positionen im Wort betreffen. Es wird weiterhin von einer gemäßigten Eindeutschung für
alle Fremdwörter ausgegangen. Viele seltene Vokale und Konsonanten, die im Deutschen nicht vorkommen, werden so weit reduziert, dass es trotzdem zur Aussprache von Wörtern aus den unterschiedlichsten Sprachen ausreicht (vgl. ebd., 24). Wenk (2006, 147) hat sich mit der Eindeutschung slawischer Namen und geografischer Bezeichnungen beschäftigt und trifft ebenfalls generelle Aussagen zur
Eindeutschung. Er versteht darunter eine „starke Anpassung der fremdsprachigen Merkmale an die
Merkmale des Deutschen“. Hier wird also nicht in verschiedene Grade unterteilt, sondern von einer
starken Eindeutschung aller Namen und Wörter ausgegangen. Die Autoren des DAWB (Krech et al.
2009, 120 f.) einigen sich darauf, dass Wörter dann „eingedeutscht [sind], wenn ihre Aussprache auf
der Basis des deutschen Phonemsystems, d.h. mit deutschen Phonemrealisationen und bis auf Ausnahmen nach den deutschen Distributionsregeln erfolgt“. Es wird auch herausgestellt, dass es verschiedene Grade der Eindeutschung gibt, für welche neben anderen Faktoren auch Bekanntheit und
Verbreitung der Sprache ausschlaggebend sind.
Das Tempo und die Intensität des Eindeutschungsprozesses sind jedoch wandelbar (vgl. ebd.). Wo die
japanische Sprache eingeordnet werden kann, ist schwer zu sagen, sie wird von Deutschen überwiegend nicht gut beherrscht, es gibt aber häufig Wörter, die ins Deutsche übernommen werden, dazu
zählen Aikido, Judo, Karaoke, Reiki, Sushi oder Wasabi (für die Wortauswahl vgl. Internetquelle 1).
Daher kann das Japanische zu den eher stark eingedeutschten Sprachen gezählt werden.
Da es im Deutschen üblich ist, der Aussprache der betreffenden Herkunftssprache Achtung zu schenken (vgl. Krech et al. 2009, 20), ist das Thema vor allem für die Aktualisierung von Aussprachewörterbüchern und der ARD-ADB bedeutend.
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3 Problemstellung
Die Dissertation beschäftigt sich mit der Eindeutschung japanischer Namen und Wörter, daher müssen
zwei Bereiche betrachtet werden: Zum einen wird Eindeutschung als Prozess bezeichnet, da sie sich
mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität entwickelt (vgl. Krech et al. 2009, 120). Es ist
aus diesem Grund unumgänglich, regelmäßige Analysen durchzuführen, daraus praktikable Regeln
aufzustellen und die momentane Hörererwartung abzuzeichnen. Zum anderen ist das Japanische eine
selten verwendete Sprache in Deutschland, was in Folge dessen zu Unsicherheiten bei der Aussprache
führen kann. Das vorliegende dritte Kapitel geht diesen beiden Themen nach und beleuchtet einerseits
die Problematik, die sich hinter der Eindeutschung verbirgt und nähert sich andererseits den Besonderheiten des japanischen Lautsystems.
Eindeutschung
Wichtig für den Grad der Eindeutschung ist neben der Bekanntheit auch die Verbreitung einer Sprache
(vgl. Krech et al. 2009, 120). Die japanische Sprache kann zwischen den weniger stark bis stark eingedeutschten Sprachen eingeordnet werden, da sie von deutschen Muttersprachlern kaum bis gar nicht
beherrscht wird, es aber trotzdem einige Wörter gibt, die den Weg in die deutsche Alltagssprache gefunden haben.
Um einen Einblick in den Umgang mit fremsprachigen Namen und Wörtern zu bekommen, muss vorerst ein Blick in die vier Aussprachekodizes vorgenommen werden, um diese hinsichtlich ihrer Definition von Standardaussprache zu untersuchen. Nach dem Herausgeber des Duden-AWB ist für die
Standardaussprache vor allem wesentlich, dass sie gepflegt, alltagstauglich, schriftnah und ungezwungen auszusprechen ist (vgl. Mangold 2005, 34 f.). Das GWdA und DAWB unterscheiden sich nicht
grundlegend in ihrer Sicht zur Standardaussprache. Im GWdA wird Wert darauf gelegt, dass ein Sprecher in jeder Situation verstanden wird (vgl. Krech et al. 1982, 5), das DAWB betont, dass die Standardaussprache ständig überprüft werden sollte, da sich die Anforderungen stetig ändern (vgl. Krech et
al. 2009, 6 f.). Die ARD-ADB bezieht neben überregionalen Aussprachemöglichkeiten auch Varianten
ein (vgl. Heinemann 2007, 9 f.). Aus den Beschreibungn wird deutlich, wie verschieden die Konzepte
mit fremdsprachigen Wörtern umgehen. Die Autoren des DAWB sind generell dafür, fremde Laute
und Laut-Buchstaben-Beziehungen durch deutsche Laute zu ersetzen. Ausnahmen können durch
fremdsprachige Schreibkonventionen oder beim Eindeutschen suprasegmentaler Merkmale entstehen.
Töne beispielsweise werden nämlich nicht berücksichtigt (vgl. Krech et al. 2009, 122). Da sich die
geplante Dissertation der halleschen Orthoepie-Forschung angliedert, ist vor allem das Verständnis des
DAWB zu berücksichtigen, dies empfiehlt, eine regelmäßige Überprüfung der Standardaussprache
vorzunehmen. Wichtig sind neben der Analyse der Aussprachekodizes und der schon erwähnten Betrachtung der Ausspracherealität demzufolge vor allem die Akzeptanzanalyse zur Bewertung von Eindeutschunggraden im deutschen Rundfunk.
Phonetische Charakteristika des Japanischen
Das Japanische stellt eine besondere Ausgangssprache dar. Betrachtet werden können dabei zunächst
Tonbewegung und Melodieakzent. Die Tonbewegung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Umsetzung des japanischen Wortakzents (vgl. Ternes 2012, 173). Ein Melodieakzent entsteht durch Tonhöhenwechsel innerhalb des Wortes, diese treten immer zwischen der ersten und zweiten Silbe auf und
können zusätzlich auch in folgenden Silben vorkommen (vgl. Schmidt 1995, 44).
Im Japanischen wird ein Wort nicht in Silben, sondern in Moren zerlegt, Pétursson / Neppert (1996,
161) sprechen auch von einer Morensprache. Moren sind kleiner als Silben und bestehen aus einem
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kurzen Vokal und höchstens einem Konsonanten (vgl. Bußmann 2008, 453). Ein Wort in Moren zu
zerlegen ist vor allem dann sinnvoll, wenn man kurze, lange und überlange Vokale in ein-, zwei- und
dreimorige unterscheiden will (z. B. ,  und ) (vgl. Ternes 2012, 118 f.). Als gemäßigte Tonsprache wird im Japanischen der Wortakzent anders als im Deutschen festgelegt. Mit nur einer Markierung innerhalb des Wortes wird für jede Silbe bzw. More entweder ein Hochton (H) oder ein Tiefton (T) bestimmt (vgl. ebd., 145 f., 173). Unabhängig von der Laustärke, der Vokalquantität oder qualität gilt die Silbe vor einem Tonhöhenfall als akzentuiert (vgl. Albrecht / Lausch 2013, 3).
Eine Betrachtung der Vokale und Konsonanten zeigt, dass die Lautstruktur des Japanischen der des
Deutschen ähnlich ist, aber im Hinblick auf die Wort- und Silbenanlaute entscheidende Unterschiede
aufweist. Gerade diese Unterschiede sind für den starken Eindeutschungsgrad maßgeblich. Durch die
einfachen Silbenstrukturen, eine harmonische Sprechspannung und kleine Akzentgruppen tritt im Japanischen keine Assimilation wie im Deutschen auf (vgl. Albrecht / Lausch 2013, 4).
Für ein Verständnis dafür, wie das japanische Schriftsystem aufgebaut ist, hilft die 50-Silben-Tafel.
Das japanische Alphabet besteht aus 46 Silben, wobei jeder Silbe ein Zeichen zugeordnet werden kann
(‚Silbenschrift‘ vs. ‚Buchstabenschrift‘) (vgl. Schmidt 1995, 9). Durch zwei unterschiedliche Lesarten
entstehen zum einen GYOO-Reihen, die nach dem Silbenanlaut geordnet werden und DAN-Reihen,
welche nach dem Silbenauslaut geordnet sind (vgl. ebd., 8 f.). Da die japanischen Schriftzeichen sehr
komplex sind, wurde alles in Lateinschrift transliteriert, im sogenannten Hepburn-System, dem am
häufigsten genutzten Transliterationssystem im Japanischen (vgl. Albrecht / Lausch 2013, 10). In diesem System werden Konsonanten an das Englische angelehnt, Vokale an das Italienische, Lateinische
oder Deutsche (vgl. Hadamitzky 2012, 10 / Lewin 1990, 32 / Schmidt 1995, 9). Beschreibungen zur
Aussprache der Silben sind ebenfalls bedeutsam. Festzuhalten ist, dass Silben gleichlang sind und die
Betonung unauffällig ist. Beim Sprechen im Japanischen ist weniger Kraft- und Luftaufwand nötig.
Darüber hinaus ist auch die Artikulationsspannung gering, Vokale werden kaum mit Lippenrundung
artikuliert. Konsonantische Anlaute können durch die Hepburn-Schrift mit einigen Ausnahmen originalsprachlich realisiert werden (vgl. Schmidt 1995, 9 f.).
Aus den Beschreibungen geht hervor, dass neben den segmentalen vor allem suprasegmentale Unsicherheiten bei der Eindeutschung japanischer Namen und Wörter entstehen können.
4 Aktueller Forschungsstand
Aktuell bestehen drei weitere Projekte zur Eindeutschung russischer, englischer/amerikanischer und
polnischer Namen und Wörter, von denen zwei gerade abgeschlossen und verteidigt wurden. Der Aufbau dieser empirischen Untersuchungen ist ähnlich, daher kann sich die geplante Dissertation zur Eindeutschung japanischer Namen und Wörter daran orientieren. Jede der Eindeutschungsarbeiten verfolgt zu Beginn eine Analyse der aktuellsten deutschen Aussprachekodizes, darin werden die Ausspracheangaben für eingedeutschte Wörter verglichen. Im zweiten Teil wird die derzeitige Ausspracherealität im deutschen Rundfunk erforscht. Letztlich werden mit Hilfe von Akzeptanzuntersuchungen ganz
konkret verschiedene Eindeutschungsformen geprüft, um festzustellen, welche Ausspracheformen als
Standard akzeptiert werden (vgl. Ebel et al. 2014, 337).
Fraglich ist noch, welche Namen und / oder Wörter darin untersucht werden sollen. Zu den oben benannten drei Eindeutschungsuntersuchungen haben Ebel et al. (2014, 337) in einem Artikel verdeutlicht, dass vor allem Eigennamen näher betrachtet werden sollen. Die drei Untersuchungen zur Ein-
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deutschung haben ergeben, dass sich die „Herangehensweisen der drei aktuellsten und etabliertesten
Referenzwerke für die deutsche Standardaussprache zum Teil fundamental“ unterscheiden (Ebel et al.
2014, 346). Das Duden-AWB orientiert sich stark an der Originalaussprache, das DAWB hingegen
verfolgt je nach Herkunftssprache eine stärkere, starke oder vollständige Eindeutschung. Die ARDADB regt einen Mittelweg an, in dem sie einerseits vollständig originalsprachlich bleibt aber auch
mehr oder weniger stark eindeutscht. Es ergibt sich zwangsläufig, dass keine allgemeingültigen Angaben für fremde Namen erwartet werden können und eine Untersuchung folgen muss, die ermittelt,
welche Form als Standard akzeptiert wird. Da auch die Sprechrealität keine Einheitlichkeit aufzeigt
und es „Gruppen von fremden Lauten gibt, für die sich bereits eine einheitliche Realisation im Deutschen etabliert hat“ (Ebel et al 2014, 346), sind Akzeptanzuntersuchungen unumgänglich.
Das Dissertationsprojekt ist in den wichtigsten Forschungsschwerpunkt der halleschen Sprechwissenschaft, die Orthoepieforschung, integriert. Seit den 1950er Jahren sind daraus drei Aussprachewörterbücher für das Deutsche entstanden, als letztes das „Deutsche Aussprachewörterbuch“ (Krech et al.
2009). Für 19 Sprachen sind darin separate Kapitel zum Umgang mit eingedeutschten Wörtern enthalten, für das Japanische ist noch keines vorhanden. Momentan bin ich mit der Überarbeitung des Theoriekapitels meiner MAA beschäftigt, außerdem habe ich bereits im März 2015 mit der Korpuserhebung begonnen und sammle Radio- und Fernsehbeiträge, in denen japanische Namen und Wörter enthalten sind.
5 Ziele und Methoden der empirischen Untersuchung
In diesem Kapitel werden die Ziele und Methoden der empirischen Untersuchung zur Eindeutschung
japanischer Namen und Wörter vorgestellt. Für den Vergleich verschiedener Aussprachekodizes wird
die Herangehensweise von Haufe (2010) als Orientierung genutzt, da dort eine ähnliche Untersuchung
für die Eindeutschung russischer Namen durchgeführt wurde. Zusätzlich ist diese Arbeit an das Vorgehen der beiden schon erwähnten Dissertations- und des einen Habilitationsprojektes angelehnt, welche
den gleichen Aufbau für ihre Eindeutschungsuntersuchungen verwendet haben (vgl. Ebel et al. 2014,
337 ff.). Im Folgenden werden die Ziele und Fragestellungen diskutiert sowie das Korpus und zum
Schluss der Untersuchungsaufbau dargelegt.
5.1
Ziele und Fragestellungen
Ziel
Das Hauptziel der Untersuchung ist es, einen Überblick über die Eindeutschung japanischer Namen
und Wörter zu geben. Die Betrachtung wird dabei auf drei verschiedenen Ebenen durchgeführt:
1) Wie wird die Eindeutschung in ausgewählten Aussprachekodizes umgesetzt?
2) Welche Ausspracherealität hinsichtlich der Eindeutschung japanischer Namen und Wörter
zeigt sich im deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Werden dabei (eher) die
Einträge der ARD-Aussprachedatenbank, des Duden-AWB oder des DAWB berücksichtigt?
3) Welche Aussprachevariante wird im deutschen Rundfunk eher akzeptiert und warum?
Fragestellungen
Die theoretische Auseinandersetzung mit der Eindeutschung und den Charakteristika des Japanischen
hat untersuchungsrelevante Fragen aufgeworfen, die im Folgenden dargestellt werden.
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TEIL 1: EINDEUTSCHUNG JAPANISCHER NAMEN UND WÖRTER IN AUSGEWÄHLTEN AUSSPRACHEKODIZES
1) Inwiefern unterscheiden sich die einzelnen Aussprachekodizes hinsichtlich des Eindeutschungsgrades? An welchen Phänomenen kann dies festgemacht werden? Dabei sind vor allem folgende
Vorkommnisse interessant:
a) Suprasegmentalia:
 Wird die Tonhöhe in der Transkription berücksichtigt?
 Werden die japanischen Akzentregeln übernommen oder wird hier eingedeutscht? Werden
Moren berücksichtigt oder wird die deutsche Silbenstruktur verwendet?
 Für welche Vokalquantität haben sich die Herausgeber der einzelnen Aussprachekodizes entschieden? Welche Regel wird für auslautende Vokale japanischer Namen und Wörter aufgestellt?
 Wurden Doppelkonsonanten eingedeutscht oder aus dem Japanischen übernommen?
b) Segmentalia – Vokale:
 Werden Vokalreduktionen transkribiert?
 Wie werden die diphthongähnlichen Verbindungen wie <ai>, <au>, <ui> transkribiert? Wie
wird mit dem Glottisplosiv umgegangen?
 Für welche Vokalqualität haben sich die Autoren entschieden?
c) Segmentalia – Konsonanten:
 Wird eine Sprechsilbengrenze transkribiert?
 Spielt die progressive Stimmlosigkeitsassimilation bei der Eindeutschung eine Rolle?
 Wie wird der Nasal  realisiert? Findet der Silbenschlussnasal N als eigenständige Silbe Berücksichtigung?
 Wie wird mit den Konsonanten < b, ch, f, h, j, r, s, sh, w, y, z> umgegangen?
 Welche Eindeutschungsregel scheint der Verwendung der Affrikate  zugrunde zu liegen?
2) Stimmen die theoretischen Vorgaben mit den Transkriptionen im Wörterverzeichnis überein, so
dass eine Übertragung auf japanische Namen und Wörter, die nicht im Wörterverzeichnis enthalten sind, möglich ist?
3) Welches Verfahren bei der Eindeutschung ist praktikabel und welche Regeln kann man nach der
Analyse für die Eindeutschung des Japanischen übernehmen?
TEIL 2: AUSSPRACHEREALITÄT JAPANISCHER NAMEN UND WÖRTER IM DEUTSCHEN RUNDFUNK
1) Welcher Eindeutschungsgrad liegt vor? An welchen Phänomenen kann dies festgemacht werden?
Bei der Betrachtung der Sprecherrealität sind die gleichen Eindeutschungsphänomene relevant, die
bereits für Teil 1 (Eindeutschung japanischer Namen und Wörter in ausgewählten Aussprachekodizes) in den Fragen 1) a-c erläutert wurden. Drei weitere Fragen kommen hinzu:
2) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte sich weitgehend an der ARD-Aussprachedatenbank orientieren. Die Sprecher haben auch die Möglichkeit, im Duden-AWB oder im DAWB nachzuschlagen. Ist dies in der Ausspracherealität erkennbar?
3) Ist der Eindeutschungsgrad immer praktikabel und werden die Wörter so gesprochen, dass man
das Wort als Rezipient nachschlagen kann?
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4) Welche Schlussfolgerungen ergeben sich für die Eindeutschungskonventionen von japanischen
Namen und Wörtern für künftige Aussprachekodizes?
TEIL 3: AKZEPTANZUNTERSUCHUNG
1) Werden bestimmte Lautphänomene oder Suprasegmentalia als störend empfunden?
2) Welche Aussprachevariante wird am ehesten akzeptiert? Warum?
3) Welche Schlussfolgerungen ergeben sich dadurch für mögliche Eindeutschungskonventionen japanischer Namen und Wörter?
5.2
Korpus
TEIL 1: EINDEUTSCHUNG JAPANISCHER NAMEN UND WÖRTER IN AUSGEWÄHLTEN AUSSPRACHEKODIZES
Für den Vergleich der Eindeutschung japanischer Namen und Wörter werden die vier Aussprachekodizes Duden-Aussprachewörterbuch (2006), Großes Wörterbuch der deutschen Aussprache (1982),
Deutsches Aussprachewörterbuch (2009) und die ARD-Aussprachedatenbank verwendet.
Korpuszusammenstellung:
Als Grundlage für die vergleichende Wörterbuchanalyse werden vorerst Stichwörter ausgewählt. Ausschlaggebend dafür ist die Wortliste japanischer Wörter aus dem DAWB. Von diesen 417 Stichwörtern
werden in der Analyse nur folgende berücksichtigt:




Alle im DAWB enthaltenen Stichwörter werden auch im Duden-AWB nachgeschlagen und in
einer Tabelle mit Transkriptionen ergänzt.
Zusätzlich werden zu allen Stichwörtern die Transkriptionen aus der ARD-ADB hinzugefügt.
Wörter, die weder im Duden-AWB und GWdA noch in der ARD-ADB enthalten sind, bleiben
für die Analyse unberücksichtigt, denn für einen Vergleich sind mindestens zwei Transkriptionen nötig.
Alle übrigen Wörter werden mit der originalsprachlichen japanischen Transkription ergänzt.
TEIL 2: AUSSPRACHEREALITÄT JAPANISCHER NAMEN UND WÖRTER IM DEUTSCHEN RUNDFUNK
Korpuszusammenstellung:
Im zweiten empirischen Teil sollen Radio- und Fernsehnachrichten untersucht werden. Dafür entsteht
eine Sammlung verschiedener Radiobeiträge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Aktuell habe ich
21 Radio- und 39 Fernsehbeiträge aus den Jahren 2014/2015 gesammelt, das Korpus wird in den
nächsten Monaten noch umfangreicher. Aus allen Rundfunkmitschnitten werden alle japanischen Namen und Wörter mit dem Audiobearbeitungsprogramm audacity (vgl. Internetquelle 2) extrahiert.
Kontrollhörer:
Einige Wörter sind vermutlich von demselben oder verschiedenen Sprechern mehrmals vertreten. Um
einen realistischen Eindruck zu erhalten, wird jedes Wort im Satzkontext ausgeschnitten, bei Bedarf
im Wort einzeln angehört und nach dem Internationalen Phonetischen Alphabet transkribiert. Bei unsicheren Fällen stehen phonetisch geschulte Hörer zur Verfügung. Zur Vergleichbarkeit und Aussagekraft über den Eindeutschungsgrad werden dieselben Wörter zusätzlich von einer japanischen Mutter-
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sprachlerin eingesprochen, anschließend transkribiert und von einer japanischen Phonetikerin vor allem hinsichtlich des Wortakzents bzw. des Tonhöhenverlaufs geprüft.
TEIL 3: AKZEPTANZUNTERSUCHUNG
Korpuszusammenstellung:
Der dritte Untersuchungsteil beinhaltet eine Befragung, die die Akzeptanz verschiedener Aussprachevarianten überprüft. Grundlage dafür sind ausgewählte Wörter, die jeweils verschiedene Phänomene
betrachten. Es werden drei bis vier Phänomene sein, die den größten Evaluationsbedarf aufzeigen und
kontrastiv untersucht werden sollen (z. B. Wortakzent, R-Laut, Devokalisation von  und , Diphthonge, Silbenschlussnasal ). Einzelne Wörter werden in einen Satzkontext eingebettet, so dass die
Rezeption möglichst natürlich ist. Geplant ist eine auditive Beurteilung durch verschiedene Hörer, die
nachgestellte Nachrichten(-sätze) hören und die darin auftretenden japanischen Namen und Wörter
(begründet) akzeptieren oder ablehnen sollen.
Probanden:
Die Probanden werden Hörer deutscher Nachrichten sein, beispielsweise in Deutschland lebende Japaner, deutsche Rundfunksprecher, Experten aus dem Bereich Sprechwissenschaft und Sprecherziehung sowie deutsche Laien.
5.3
Untersuchungsaufbau
TEIL 1: EINDEUTSCHUNG JAPANISCHER NAMEN UND WÖRTER IN AUSGEWÄHLTEN AUSSPRACHEKODIZES
Grundlage für die Überprüfung und den Vergleich verschiedener Lautphänomene sowie suprasegmentaler Vorkommen ist eine Wortliste bestehend aus Begriffen der Kodizes. In der Untersuchung werden
die Realisierungen einzelner Merkmale miteinander verglichen und die Ergebnisse vorgestellt. Die
Analyse soll vornehmlich qualitativ durchgeführt werden und anhand von Einzelbeispielen zeigen, wie
die einzelnen Kodizes mit der Eindeutschung fremder Namen und Wörter aus dem Japanischen umgehen.
TEIL 2: AUSSPRACHEREALITÄT JAPANISCHER NAMEN UND WÖRTER IM DEUTSCHEN RUNDFUNK
Hierfür wird eine ausführliche Wortliste bestehend aus gesammelten Namen und Wörtern aus dem
deutschen Rundfunk verwendet. Um einen Vergleich zur japanischen Aussprache zu ermöglichen,
wird zusätzlich jedes japanische Wort in der Originalaussprache transkribiert. Da es im Japanischen
kein Aussprachewörterbuch gibt, ist hier die Unterstützung von japanischen Sprechern / Phonetikern
notwendig. Alle enthaltenen Stichwörter sollen miteinander verglichen und nach Lautphänomenen
untersucht werden, um schließlich den Grad der Eindeutschung im deutschen Rundfunk bestimmen zu
können. Bei Bedarf kann ein Sprecher- und Sendervergleich vorgenommen werden. Dieser wird möglicherweise dann notwendig, wenn bestimmte Sprecher stark eindeutschen und dies auf ihre Sprachkenntnisse etc. zurückzuführen ist. Auch dieser Teil der Analyse wird in erster Linie qualitativ durchgeführt.
TEIL 3: AKZEPTANZUNTERSUCHUNG
Für eingedeutschte japanische Namen und Wörter – wie auch für Wörter anderer Sprachen – haben
sich unterschiedliche Ausspracheformen etabliert. In diesem Untersuchungsteil soll ermittelt werden,
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welche Tendenzen, nämlich eher am japanischen Original orientiert oder stärker eingedeutschte Laute,
als Aussprachestandard aufgefasst werden können (vgl. Ebel et al. 2014, 344 ff.). Durch soziophonetische Akzeptanzuntersuchungen ist dies möglich (Hollmach 2007). Lange (2011) hat standardisierte
Hörtests mit dazugehörigen Fragebögen in einer Pilotstudie für eingedeutschte englische Namen und
Wörter erfolgreich durchgeführt, weshalb dieser Vorgang auch hier gewählt wird. Der Ablauf soll wie
folgend sein:
Die Probanden hatten „auf den Testseiten die Aufgabe, verschieden stark eingedeutschte Varianten
von englischen Personen oder geografischen Namen im Hinblick auf die Angemessenheit der Aussprache für das Format „Hörfunknachrichten“ zu beurteilen. Die jeweils hinterlegten Audiodateien
wurden von einer phonetisch ausgebildeten Nachrichtensprecherin unter StudioAufnahmebedingungen eingesprochen. Die schwierige Aufgabe bestand für die Sprecherin dabei
darin, eine möglichst exakte Reproduktion der Trägersätze mit alleiniger Variation der jeweiligen
Untersuchungsworte umzusetzen […]“ (Ebel et al. 2014, 345).
Zu beachten sind dabei folgende Kriterien:




Es sollte ein Nachrichtenkontext gewählt werden, da Hollmach (2007) nachweisen konnte,
dass die Standardaussprache dort von Hörern am meisten erwartet wird.
Die Auswahl der Eigennamen sowie die Gestaltung der dazugehörigen Trägersätze sollte gut
bedacht werden: Integrations- bzw. Bekanntheitsgrad des Namens kann einen Einfluss auf die
bevorzugte Eindeutschungsform haben, weshalb das Testmaterial systematisch variiert werden
sollte (vgl. Ebel et al. 2014, 346).
Die systematische Variation sollte auch für die Wort- und Satzakzentuierung sowie für die
Verwendung von geografischen Namen und Bezeichnungen von Institutionen gelten (ebd.).
Wichtig ist außerdem, den Probanden einen zumutbaren Aufwand hinsichtlich der Zeit und
Konzentration zu ermöglichen (ebd.).
Erst diese Art der Befragung zur Akzeptanz von Hörern für bestimmte Laute macht es möglich, Eindeutschungsempfehlungen für orthoepische Referenzwerke zu realisieren (vgl. Ebel et al. 2014, 346).
Das Promotionsvorhaben ist ein interdisziplinäres Projekt, welches sich verschiedener Wissenschaften
bedient. Dazu zählen die Phonetik, germanistische Sprachwissenschaft, Medienwissenschaft und Japanologie. Die Arbeit ist für Folgeuntersuchungen zu anderen Ausgangssprachen interessant, kann
neue wissenschaftliche Erkenntnisse für die Orthoepie bringen und hat einen direkten Praxisbezug für
die Sprecheraus- und Fortbildung im deutschen Rundfunk, in der Wörterbucherstellung und in der
universitären Sprach- und Dolmetscherausbildung. Das vorliegende Exposé zeigt, dass Bedarf an weiteren Untersuchungen vorhanden ist und die Arbeit sich hervorragend in die hallesche OrthoepieForschung einfügt. Nicht nur die Analyse zur Ausspracherealität von Nachrichtensprechern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk lässt noch einige Fragen offen. Es ist vor allem die Akzeptanz bei Hörern,
die im Vordergrund stehen sollte.
6 Zeit- und Arbeitsplan
Der Zeit- und Arbeitsplan für die Dissertation verläuft hier streng chronologisch. Einige Arbeitsschritte
werden jedoch parallel verlaufen, wie bspw. die Korpuserhebung. Die Planung der Dissertation wurde auf
drei Jahre angelegt, derzeit befinde ich mich am Ende der ersten Phase und befasse mich mit der Organi-
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sation der Finanzierung, dem Einlesen in die Thematik und der Korpuserhebung. Der Forschungsaufenthalt wird aller Voraussicht nach an der Dokkyō-Universität in Saitama (Japan) stattfinden.
Semester
1
Zeitabschnitt
Apr - Sep
2015
2
Okt 2015 Mär 2016
3
Apr - Sep
2016
Phase
Arbeitsschritte / Inhalte
Organisation
- Erstellen des Exposés
- Planung und Sicherstellung der Finanzierung
- Sichtung v. a. neuer Literatur
- Entwerfen einer Gliederung
- Beginn mit der Korpuserhebung
Verfassen des Theorieteils
- Erweitern um neue Literatur (aktualisieren)
- Korpus-Erstellung (Wortliste)
- Evaluation des japanischen Wortschatzes
- vorhandene Wortliste (MAA) erweitern
Korpus-Erstellung (Audio)
- Sammeln von Radio- und Fernsehbeiträgen
- Erstellen des Arbeitskorpus
Schnipsel-Erstellung und Transkription der Wörter
- Ausschneiden von Wortschnipseln (mit Satzkontext) und Sortieren nach phonetischem Phänomen
Transkription
- jap. Muttersprachlerin spricht Wörter ein
- Transkription der Audioaufnahmen und Wörter
der Wortliste nach IPA
- Fragebogenerstellung / Erstellung von Untersuchungsmaterial (Audio)
- Auswahl phonetischer Phänomene, die kontrastiv
untersucht werden sollen
Fertigstellung des Korpus
- Analysieren und Auswählen von Wortliste und Audiomaterial
- Prüfung der Wortliste hinsichtlich der Transkriptionen und Relevanz
- Akzeptanzuntersuchungen mit japanischen
Deutschlernenden (in Japan lebend)
Online-Akzeptanzuntersuchung in Deutschland
- Befragung unterschiedlicher Hörergruppen
- Auswertung der Untersuchungsergebnisse (Fragebogen mit Audiobeispielen)
- Überarbeiten der Wortliste
Überlegungen zur Systematisierung der Eindeutschung
Konzeption /
Einlesen in die
Thematik
Verschriftlichung Theorie
Empirie
Empirie
Empirie
Verschriftlichung
4
Okt 2016 Mär 2017
Vorbereitung
Forschungsaufenthalt
Empirie
Forschungsaufenthalt in
Japan
Empirie
5
Apr - Sep
2017
6
Okt 2017 Mär 2018
Verschriftlichung Empirie
I
Verschriftlichung Empirie
II
Verschriftlichung
Revision und
Fertigstellung
Einleitung, Methodenreflexion, Zusammenfassung, Ausblick
Korrekturlesen und Überarbeiten
11
Auswahlbibliographie
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