PMSinfo_Basel III_de.pub - much

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PMSinfo_Basel III_de.pub - much
PMSinfo
Basel III (CRD IV)
Hintergrund
Mit der in 2007 einsetzenden Finanz– und Wirtschaftskrise wurden die Schwächen der bisherigen
Bankenregulierung schmerzhaft offengelegt. Als Reaktion hierauf hat der Basler Ausschuss der
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ein Reformpaket unter dem Begriff Basel III auf
den Weg gebracht. Ziel ist eine Verbesserung der Qualität und Quantität des Eigenkapitals der Banken sowie dessen einheitliche und für alle Marktteilnehmer transparente Ermittlung. Diese Anforderungen sollen durch strengere Anerkennungsvoraussetzungen an die Kapitalbestandteile, schärfere
und harmonisierte Abzugsvorschriften bei der Ermittlung der Kapitalbasis, erweiterte Offenlegungsvorschriften für die Banken sowie eine höhere Kernkapitalquote erreicht werden.
Basel III tritt ab 01.01.2013 schrittweise in Kraft und wird innerhalb der Europäischen Union über
Änderungen der Capital Requirements Directive (CRD) realisiert.
Hauptbereiche der Reformen unter Basel III (CRD IV)
„Das Regelwerk Basel III stellt an Banken neue Kapitalanforderungen. Diese gelten nicht
nur für Riesen [...], sondern auch für die privaten Geldhäuser von nebenan - und für die
wird es schmerzhaft. “ (Handelsblatt, 17.02.2012)
Î und genau hier setzt die Standard-Softwarelösung PMS (Portfolio und Risiko Management
System) der much-net AG an.
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LCR und NSFR in PMS
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) (einmonatige Liquiditätskennziffer) soll die ausreichende Versorgung mit qualitativ hochwertigen liquiden Mitteln zur Sicherstellung von Kurzzeitliquidität unter Stressbedingungen gewährleisten.
Für jede Liquiditätsklasse können in
PMS Detailinformationen wie Gesetzesvorgaben, der Faktor usw. angezeigt
werden.
Abbildung 1
Für ausgewählte Liquiditätsklassen
können in PMS eigene Unterklassen
frei definiert werden.
Abbildung 2
Die längerfristige Liquiditätsquote Net Stable Funding Ratio (NSFR) (Jahreskennziffer) soll Institute
dazu anregen, stabile Quellen für eine fristenkongruente Finanzierung ihrer Aktivitäten zu nutzen und
einseitige Abhängigkeiten von kurzfristigen Refinanzierungen zu vermeiden.
Die NSFR vergleicht dabei verfügbare Finanzierungsquellen mit erforderlichen langfristigen Finanzierungsbedürfnissen, die sich aus den Aktiva der Bilanz ergeben.
Die NSFR zielt auf die notwendige Refinanzierung eines Instituts über einen Zeitraum von einem Jahr.
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Das Plus in PMS
Das besondere Plus der PMS Basel III Lösung ist, dass zusätzlich zur Berechnung der Anforderungen
und Kennzahlen, auch Simulationsmöglichkeiten angeboten werden.
Neben der allgemeinen
Buchungssimulation zur Berechnung der Anforderungen und Kennzahlen mit simulierten Positionen und
dem PMS Szenario Manager, der zum einem die Editierung einer Vielzahl von Szenarien und
zum anderen die Berechnung der Anforderungen und Kennzahlen unter Szenariobedingungen
(Zinsen, Währungen, Indizes, Spreads, Inflation, Volatilitäten, Ratings, usw.) ermöglicht,
werden speziell für die Liquiditätskennzahlen Simulationsmöglichkeiten angeboten, wie
manuelle Verschärfung der Haircuts inkl. Speichermöglichkeit verschiedener Haircut-Sets,
flexible Einstellmöglichkeit des Analysezeitraums
Zeitraumlänge (Default: 30 Tage)
Start– und Enddatum (Default: Monatsultimo — 30 Tage bis Monatsultimo)
Weitere Benefits sind
Möglichkeit zur Anpassung der "Liquiditätsklassen", zum Beispiel eigene Beschreibungstexte,
Faktor usw. (siehe Abbildung 1)
Definition eigener Unterklassen (siehe auch Abbildung 2)
Anzeige der Ergebnisse auf der graphischen Oberfläche angelehnt an den mit Basel III veröffentlichen Schemata mit ausführlichen Drill-Down-Möglichkeiten zur Nachvollziehbarkeit
Standard-Reporting über Crystal Reports; auf Anfrage maßgeschneidertes Reporting
Erstellung der erforderlichen Meldedateien gemäß der offiziellen Taxonomien nach CRD IV
Historisierung der Meldeergebnisse in der PMS Datenbank
Simulationsmöglichkeiten
ST = Short Term
LT = Long Term
1 Basiert auf einer Auswahl
von 40 bedeutsamen europäischen Banken
2 Einschließlich Cash, Unternehmens- und Staatsanleihen
3 Umfasst hauptsächlich kurzfristiges Funding der Finanzinstitute
4 Einschließlich Tier-2 Kapital
Abbildung 3
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Kontrahentenrisiko in PMS
Der Baseler Ausschuss erhöhte die Kapitalanforderungen für die Risiken, die bisher unter Basel II nicht
hinreichend abgedeckt waren, insbesondere das Kontrahentenrisiko. Bei der Berechnung wird dabei an
zwei Punkten angesetzt (siehe auch Abbildung 4):
a)
b)
Zentrale Gegenpartei (Central Counterparty = CCP) für standardisierte Derivate
CVA-Charge für OTC-Derivate
Abbildung 4
Zu a) – Änderungen bei der Zentralen Gegenpartei
Derivate, die über einen zentralen Kontrahenten abgewickelt werden, sollen nicht länger ein Risikogewicht
von Null bei der Ermittlung der Eigenmittelanforderungen für das Kontrahentenrisiko erhalten dürfen.
Künftig müssen die CCPs für eine privilegierte Eigenmittelunterlegung bestimmte qualitative Anforderungen an das Risikomanagement erfüllen. Auf internationaler Ebene sollen das Committee on Payment and
Settlement Systems (CPSS) und die International Organization of Securities Commissions (IOSCO) entsprechende Standards erarbeiten. Insgesamt wird die Attraktivität von zentralen Gegenparteien durch eine in Relation zum CVA wesentlich geringeren Risikokapitalunterlegung erhöht.
Zu b) – CVA-Charge
Zur Messung der Eigenkapitalunterlegung für das CVA Risiko von OTC-Derivaten (=CVA-Charge) gibt es
nach Basel III zwei Ansätze:
Advanced-CVA: Messung im Rahmen der „Interne Modelle Methode“ (IMM)
Standard-CVA: „Bond-Äquivalenz-Methode“, die Ihnen in PMS zur Verfügung gestellt wird.
Ziel der beiden Credit Value Adjustment-Methoden (CVA) ist, mögliche Bewertungsverluste zu messen,
die sich durch eine Verschlechterung von Kontrahenten-Ratings ergeben.
Eigenschaften und Vorteile der Credit Value Adjustments-Berechnung in PMS sind:
Berechnung des Credit Value Adjustments nach der „Bond-Äquivalenz-Methode“
Berücksichtigung von Netting und Hedging
Komfortable Pflege und Auswahl der Ratings möglich
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Die Maske „CVA Eigenkapitalanforderungen“ vermittelt eine übersichtliche Ergebnisdarstellung. Außer
dem Gesamtergebnis im Feld Eigenkapitalanforderung werden für alle an der Berechnung beteiligten
Positionen die relevanten Daten gezeigt:
Kontrahenten-Rating und zugehörige Gewichtung
Exposure mit und ohne Diskontierung
Restlaufzeit der Geschäfte
much-net AG
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Auch, wenn noch nicht für alle CRD 4-Anforderungen entsprechende Ausführungsbestimmungen erlassen wurden,
drängt der Zeitplan für die Umsetzung. Die Integration der
neuen Anforderungen erfordert einen sehr umfangreichen
Eingriff in die bestehenden Prozesse und Datenstrukturen, bei deren Umsetzung Ihnen die much-net AG mit
ihrer bewährten Softwarelösung PMS sowie mit Projektund Consultingleistungen gerne zur Seite steht.