Jahrelang vorweggenommene Werbungskosten
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Jahrelang vorweggenommene Werbungskosten
Jahrelang vorweggenommene Werbungskosten Bevor mit einer steuerlich relevanten Einkunftserzielung begonnen wird, müssen häufig schon Aktivitäten entfaltet werden. Die dadurch entstehenden Kosten können z. B. bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung vorweggenommene Werbungskosten für diese Einkünfte sein und können damit bereits das steuerliche Ergebnis mindernd beeinflussen. Der BFH hatte im Dezember 2015 darüber zu entscheiden, ob 10 Jahre lang entstandener Zinsaufwand und sonstige Kosten für ein Grundstück vorweggenommene Werbungskosten für das später auf dem Grundstück gebaute Objekt, aus welchem sich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ergeben, sein können. Der Bundesfinanzhof macht dies von einer genauen Sachverhaltsaufklärung abhängig, denn die Bebauungsund Vermietungsabsicht muss sich in irgendeiner Weise nachweisen lassen. Die notwendige Planung, das notwendige Ansparen von finanziellen Mitteln, die dann auch tatsächlich Verwendung finden und zu Einkünften aus Vermietung und Verpachtung führen, kann dafür sprechen, dass auch über eine so lange Zeit vorweggenommene Werbungskosten entstehen. Wenn Sie also Ihren Bau- und Vermietungswunsch lange vorbereiten, so sollten Sie die in dieser Zeit entstehenden Kosten steuermindernd deklarieren. Berlin, 08. August 2016 Wenn Sie diesen Newsletter abbestellen möchten, dann antworten Sie auf diese Mail und schreiben im Betreff „abbestellen“ Haftungsausschluss Die Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden, können jedoch eine auf den Einzelfall bezogene Rechtsberatung in keinem Fall ersetzen. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es jedoch notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an uns.