Programmhinweis

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Programmhinweis
PROGRAMMHINWEIS
Mittwoch, 06 Juli 2016, ab 20.15 Uhr
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Kieling – Expedition zu den Letzten ihrer Art
(1/2 & 2/2)
20.15/0.45 Uhr Kieling – Expedition zu den Letzten ihrer Art
2-teilige Reihe, 1. Teil
Zu Beginn des 3. Jahrtausends stehen viele Tierarten kurz vor ihrer Ausrottung.
Andere haben sich in die letzten unberührten Regionen der Erde
zurückgezogen und wurden seit Jahren nicht mehr gesehen. Der deutsche
Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling macht sich auf die Suche nach
ihnen: mit Filmkamera und Survivalausrüstung versucht er, die Letzten ihrer Art
vor die Linse zu bekommen. Im ersten Teil der Dokumentation sind es
Krokodile in Australien, Wildschafe in Kirgisien, Braunbären in Rumänien und
Löwen in Indien.
In Australien leben nicht nur die größten, sondern auch die aggressivsten
Erben der Saurier, die Salzwasserkrokodile bzw. Leistenkrokodile. Das größte
jemals gefangene Tier war über 6 Meter lang. Es hatte sich in einem
Fischernetz verfangen und war ertrunken. In den letzten Jahren hat die Zahl der
„Crocodile-Dundees“, der Krokodilfänger, enorm zugenommen. Die Tiere
dienen in unzähligen Krokodilparks als Showattraktion mit Gänsehautfaktor.
Andreas Kieling will sich selbst ein Bild machen und begibt sich auf die Suche.
Ein Tauchgang mit den Giganten ist der Höhepunkt seiner Begegnung mit den
urzeitlichen Monstern.
Die westlichen Ausläufer des Himalajas sind das nächste Ziel. In Kirgisien will
Kieling das Marco-Polo-Argali, das größte Wildschaf der Erde, finden. Ihr
gewaltiger Kopfschmuck lässt die Tiere zu imposanten Erscheinungen werden.
Gleichzeitig sind ihnen die gigantischen Hörner zum Verhängnis geworden:
Sportjäger aus aller Welt wollen diese Trophäe mit nach Hause nehmen. Nur
wenige hundert Tiere sollen noch leben. Andreas Kieling steigt mit
einheimischen Führern ins Hochgebirge und heftet sich in Eis und Schnee auf
die Fährte der Bergschafe.
Während Braunbär und Wolf in Europa fast ausgerottet sind, leben sie in
Draculas Wäldern, in Transsilvanien, von Menschen weitgehend ungestört. Sie
erweisen sich hier als wahre Überlebenskünstler, die es längst gelernt haben,
auch die Zivilisation zu ihrem Vorteil zu nutzen. Allabendlich statten die Bären
Brasov, der zweitgrößten Stadt Rumäniens, einen Besuch ab und machen sich
an den Müllcontainern zu schaffen.
Wenn es um Löwen geht, denkt jeder direkt an Afrika. Doch wild lebende
Löwen, wenn auch ohne Mähne, gibt es auch in einem kleinen Gebiet in
Indien. Im Girwald im nordwestlichen Bundesstaat Guajarat, lebt die letzte
Population des Asiatischen Löwen. Einst über ganz Eurasien und Nordafrika,
von Griechenland bis Indien verbreitet, leben heute nur noch 200 Tiere in dem
rund 1.400 Quadratkilometer großen Girwald.
Zu klein für die großen Jäger. Der Konflikt mit der ansässigen Bevölkerung ist
vorprogrammiert, immer wieder werden Haustiere gerissen.
Film von Andreas Kieling, ZDF/2009
21.00/1.30 Uhr Kieling - Expedition zu den Letzten ihrer Art
2. Teil
Auch im zweiten Teil kommt es zu „magischen Momenten“ zwischen Tierfilmer
Andreas Kieling und den Letzten ihrer Art. Diesmal hat es ihn nach Indonesien,
Kanada und Ruanda verschlagen, um die letzten Komodo-Warane, Blaue Bären
und Berggorillas vor die Linse zu bekommen.
Kaum ein anderes Tier erinnert mehr an einen Drachen als der Komodo-Waran.
Über drei Meter Länge erreicht diese urzeitlich anmutende Riesenechse. Nur
auf Komodo und den umliegenden kleinen Inseln kommen diese Drachen
heute noch vor. Bereits ein Biss dieser Monsterechsen kann zum Tode führen,
denn ihr Speichel ist hochinfektiös. So töten sie ihre Beute: Ziegen, Schweine,
Hirsche und sogar Büffel.
Abseits der üblichen Touristenpfade sucht Andreas Kieling die Begegnung mit
der gefährlichen Echse.
Kaum jemand hat bisher von der Existenz eines Blauen Bären gehört, und nur
wenige haben ihn bisher gesehen. Ihn zu finden, ist die nächste
Herausforderung, der sich Andreas Kieling stellt. Die Suche nach den
seltensten Bären unseres Planeten in den riesigen undurchdringlichen Wäldern
British Columbias in Kanada gleicht der berühmten Suche nach der Stecknadel
im Heuhaufen. Nur 100 Blaue Bären sollen dort noch leben. Viele tausend
Jahre lebten diese isoliert von ihren Verwandten, den Schwarzbären.
Ihr Verbreitungsgebiet reichte bis Alaska. Gewaltige Gletscher schlossen sie in
ihrem Lebensraum ein. Durch den Klimawandel weichen die Gletscher nun
zurück. Die Tiere können jetzt aus den isolierten Gebieten heraus und sich mit
ihren schwarzen Vettern vermischen. Das Farb-Gen, welches für die blaue
Farbe verantwortlich ist, wird bald so selten sein, dass es keine Blauen Bären
mehr geben wird.
Traurigen Ruhm erlangten die letzten Berggorillas in den Regenwäldern im
Grenzgebiet von Kongo, Ruanda und Uganda. Nur noch etwa 700
Menschenaffen haben Krieg und Wilderei überlebt. Und noch immer sind sie
nicht in Sicherheit. Wilderer machen ihnen das Überleben weiterhin schwer.
Um die Letzten ihrer Art zu treffen, muss Andreas Kieling viele Höhenmeter
überwinden. Ein beschwerlicher Aufstieg, der ihn am Ende auf 4.000 Meter
Höhe bringt. Denn dorthin hat sich eine Gruppe Gorillas zurückgezogen. Eine
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abenteuerliche Dschungeltour für den Tierfilmer, unter dem Schutz von
Soldaten als Bewacher. Als Kieling die Berggorillas endlich gefunden hat, ist er
von ihrer Toleranz und Sanftmut fasziniert. Nach ein paar Tagen kann er sich in
der Gruppe bewegen und es gelingen außergewöhnliche und tief
beeindruckende Aufnahmen.
Film von Andreas Kieling, ZDF/2009
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