Mit 107 Jahren für alle da

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Mit 107 Jahren für alle da
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SONNTAG, 29. JUNI 2014
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Lokales
WEDEL Der Diakonieverein Migration und die Migrationsberatung der Caritas in Wedel suchen
Männer und Frauen, die
Spaß daran haben, mit
Menschen aus anderen
Ländern die deutsche
Sprache zu üben. 2007
wurde in Wedel ein
Sprachpartnerprojekt gegründet. Seitdem treffen
sich deutsche und nichtdeutsche Sprachpartner
regelmäßig: Menschen,
die die Sprache lernen
wollen, um sich in
Deutschland besser zurecht zu finden, und Ehrenamtliche, die hierbei
unterstützen möchten.
Am Freitag, 27. Juli, findet
ab 15 Uhr ein Sommerfest
der Sprachpartner statt.
Interessierte sind willkommen. Nähere Informationen gibt es bei Sabine Wolff vom Caritas Migrationsdienst unter Telefon (0 41 03) 7 02 99 33.
Fahrradtour
zum Kloster
WEDEL Der Wedeler Ortsverein der NaturFreunde
lädt für Mittwoch, 2. Juli,
zu einer Fahrradtour ein.
Dieses Mal geht’s zum Dominikanerkloster St. Johannis in Hamburg-Barmbek. Die Streckenlänge beträgt etwa 18 Kilometer.
Treffpunkt ist um 9.10 Uhr
der S-Bahnhof Wedel. Vor
Ort gibt es eine Führung,
dafür bittet Hans Möller
um eine Spende. Eine Einkehr ist vorgesehen. Gäste
zahlen zuzüglich zu den
anteiligen
Fahrtkosten
vier Euro. Außerdem ist
die Teilnahme auch für
„Nichtradler“ geeignet.
Weitere Informationen
und Anmeldung – heute ist
der letzte Anmeldetag –
bei Möller unter (0 41 03)
8 38 16.
Rätseln Sie mit!
Spiel und
Spaß bei der
Lebenshilfe
FRH
Sprachpartner
gesucht
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tip KOMPAKT
SCHENEFELD Beim fünften integrativen Spielefest der Lebenshilfe
Schenefeld für Menschen mit und
ohne Behinderung schauten nach
und nach immer mehr Besucher
vorbei. „Es ist richtig schön, hier dabei zu sein“, freute sich GlücksgriffChefin Ingrid Pöhland. An ihrem
Stand konnten Kinder an einem
kleinen Glücksrad Stofftiere gewinnen. Außer dem Glücksgriff waren
noch zwölf weitere Vereine vertreten. Wichtig: Alle Helfer und Veranstalter waren ehrenamtlich im Einsatz. Auf dem Sportplatz der GorchFock-Schule wurde einiges geboten: Dartwerfen, Stelzenlaufen,
Stockbrotbacken und Jonglieren.
frh
Mit 107 Jahren für alle da
Gemeinde sucht
dringend
Besucher
Wedels zweitälteste Bürgerin feierte Geburtstag / Sie ist in der Kursana Residenz eine Institution
Lina Meier-Kothe
kennt sich mit Literatur bestens aus. Goethes „Faust“
könne sie immer noch textsicher zitieren, heißt es in der
Kursana Residenz. Doch vor
allem sei die alte Dame eine
Institution. In den 17 Jahren,
die sie in ihrem Appartement
wohne, habe sie sich stets um
hilfsbedürftige Menschen gekümmert. Auch jetzt noch –
obwohl sie am vergangenen
Sonntag, 22. Juni, ihren
107. Geburtstag feierte. Meier-Kothe ist damit die Zweitälteste in Wedel.
Als die Bremerin 1907 zur
Welt kam, war Deutschland
noch ein Kaiserreich – und
Kinder wurden noch geschlagen. Meier-Kothe erinnert
sich, wie ihr Bruder ihr mit einem Streich zur Hilfe kam: Er
schnitt den Rohrstock auf
und füllte Pfeffer hinein, sodass die Lehrerin gar nicht
mehr aufhörte zu niesen.
WEDEL
Lina Meier-Kothe wurde über Nacht Geschäftsführerin.
Den Zweiten Weltkrieg erlebte sie in Lodz. Bei Kriegsende floh sie allein mit dem
1943 geborenen Sohn. Als ihr
Mann 1961 früh starb, wurde
TAS
Meier-Kothe über Nacht Geschäftsführerin einer Spedition mit Lagerhäusern im
Bremer Hafen und zwei Dutzend Angestellten. „Das war
Sein oder Nichtsein“, zitiert
sie frei nach Shakespeares
„Hamlet“. Denn ihr Mann
hatte testamentarisch verfügt, dass Sohn Walter die
Firma erst mit 30 Jahren
übernehmen dürfe. „Da haben viele gedacht, die Frau
setzen wir gleich mitsamt
Stuhl vor die Tür“, erinnert
sich die 107-Jährige. „Ich habe es nur mit eisernem Willen und Disziplin geschafft,
mich in dieser Männerwelt
zu behaupten. Anfangs bin
ich manches Mal morgens
auf einem von Tränen durchnässten Kopfkissen wach geworden.“
In der Kursana Residenz ist
Lina Meier-Kothe Leiter
Claus Heydebreck zufolge
sehr beliebt. Sie kenne die
Menschen: „Ich habe so viel
durchgemacht, mir kann keiner was vormachen“, sagt das
Geburtstagskind über sich
selbst.
tas
WEDEL „Besuch zum Geburtstag zu bekommen, ist
für einen älteren Menschen
in den meisten Fällen sehr
wichtig“, weiß Maritta Henke
aus Efahrung: Seit fast
20 Jahren engagiert sich die
Wedelerin ehrenamtlich im
Besuchsdienst der Kirchengemeinde Altwedel. „Nicht
selten kommt es vor, dass
man am Geburtstag der einzige Gast ist. In anderen Fällen, wenn die Geburtstagskinder viel Besuch bekommen, könne man einen späteren Zeitpunkt wählen: „Das
gibt Gelegenheit sich in aller
Ruhe über das vergangene
Jahr auszutauschen“, so
Henke. Ihr Problem beziehungsweise das der Kirchengemeinde: Zurzeit gibt es immer weniger Besucher. Wer
Lust hat, sich in dieser Form
zu engagieren, wird gebeten
sich unter der Telefonnummer (0 41 03) 8 71 74 zu melden.
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