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PRESS RELEASE
European Council for Motor Trades and Repairs
Conseil européen du Commerce et de la Réparation Automobiles
Europäischer Verband des Kraftfahrzeuggewerbes
Brüssel – 24. September 2015
CECRA begrüßt die Aufforderung der EU-Kommission zur
Notwendigkeit
einer
Lösung
hinsichtlich
vertikaler
Vereinbarungen zwischen Herstellern und Händlern
Anlässlich der fünften Ausgabe des von CECRA organisierten European Car Dealers Day
lag heute der Fokus auf dem digitalen Vertrieb und den Beziehungen zwischen Herstellern
und Händlern.
Während der Diskussionsrunde zum zweiten Themenschwerpunkt wurde seitens der EU-Kommission
betont, dass man weiterhin an einem Dialog zwischen Automobilherstellern und Händlern festhalten
sollte, um eine Einigung betreffend die Themen Übertragung des Händlervertrags,
Investitionsersatz, Mehrmarkenvertrieb und Direktvertrieb zu erzielen. Außerdem erklärte man sich
von Seiten der EU-Kommission nochmals dazu bereit, sich an Gesprächen zwischen beiden Parteien
zu beteiligen, um eine Übereinkunft zu treffen. Jedwede Maßnahmen – so auch
Regulierungsmaßnahmen – blieben weiterhin als Option bestehen.
Im CARS 2020 Abschlussbericht wurde diesbezüglich festgehalten, “dass die EU-Kommission sich
das Recht vorbehält, einen Prozess zu initiieren, mit dem Ziel, einen Gesetzgebungsvorschlag zur
Regulierung der Beziehung zwischen verschiedenen Akteuren in der Automobilbranche zu
verabschieden, sofern es bis Ende 2014 zu keiner Einigung auf freiwilliger Basis hinsichtlich eines
Verhaltenskodexes kommt.”.
Trotz des Ablaufs dieser Frist hat die EU-Kommission CECRA aufgefordert, die Verhandlungen mit
ACEA fortzusetzen, um eine zufriedenstellende Einigung zu den Themen Übertragung des
Händlervertrags, Investitionsersatz, Mehrmarkenvertrieb und Direktvertrieb zu erzielen.
Im Sommer wurde CECRA jedoch von ACEA darüber informiert, dass man die Aufnahme dieser
Themen in einen Verhaltenskodex nicht mehr in Betracht ziehe. Vor diesem Hintergrund würden
mögliche Empfehlungen von ACEA an die ACEA-Mitglieder nicht in den Verhaltenskodex integriert.
Seit dem jüngsten bilateralen Gespräch zwischen ACEA und CECRA lehnt ACEA zudem die Diskussion
des Themas Mehrmarkenvertrieb auf horizontaler Ebene ab, da dies aus kartellrechtlicher Sicht
problematisch sei. Daraufhin teilte CECRA der EU-Kommission mit, dass man diese Ansicht nicht
teile und vielmehr davon ausgehe, dass ACEA auf diese Weise die Diskussion umgehen möchte.
Hinsichtlich der Themen Übertragung des Händlervertrags, Investitionsersatz und Direktvertrieb
wurde seitens ACEA zugesagt, die von CECRA unterbreiteten Vorschläge zu analysieren und im
Mitgliederkreis zu diskutieren. Mit einer finalen Rückmeldung ist zum Jahresende zu rechnen.
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CECRA - AISBL
Boulevard de la Woluwe 46, bte 9, 1200 Brussels - Belgium
Tel: (+32) 2 771.96.56 - Fax: (+32) 2 772.65.67 - E-mail : [email protected] - http://www.CECRA.eu
PRESS RELEASE
Um sicherzustellen, dass die EU-Kommission die Beziehungen zwischen Automobilherstellern und
Händlern weiterhin im Blick behält, hat CECRA die EU-Kommission regelmäßig über den Fortschritt
dieser bilateralen Gespräche informiert.
Der CECRA-Generaldirektor, Bernard Lycke, sagte hierzu: “Die Position von CECRA ist eindeutig:
Sollte der Soft Law-Ansatz bis zum Jahresende zu keiner zufriedenstellenden Lösung führen, bleibt
als einzige Alternative die Regulierung der Beziehungen zwischen Händlern und Herstellern - wie es
bis 2013 der Fall war“.
Der CECRA-Präsident, Jean-Paul Bailly, und der ECD-Vorsitzende, Jaap Timmer, erachten es indes
als notwendig, den Prozess zu beschleunigen: “In den kommenden Wochen sollten wir erfahren, ob
die Hersteller bereit sind, unsere Anliegen anzuhören. Wir haben ein gutes Verhältnis zu ACEA, aber
wir möchten im Interesse der 380.000 Unternehmen, die CECRA vertritt, Ergebnisse erzielen. Falls
die ACEA-Mitglieder hier keine Möglichkeit sehen, sollte die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag
erstellen – wie bereits im CARS 2020 Abschlussbericht erwähnt. Nunmehr handelt es sich um eine
Frage der Glaubwürdigkeit und alle Akteure müssen in dieser Angelegenheit Verantwortung
übernehmen.“
Die EU-Kommission versicherte nochmals, dass man alle Bemühungen, um geeignete Lösungen zu
finden, unterstützen werde.
Für weitere Informationen steht der CECRA-Generaldirektor, Bernard Lycke, zur Verfügung:
Tel. +32 2 771 96 56 - @: [email protected]
--CECRA wurde im Jahr 1983 gegründet und vertritt als Europäischer Dachverband nationaler Verbände
sowie europäischer Händlerverbände die Interessen des Kfz-Handels und der Kfz-Werkstätten. CECRA
vertritt mehr als 380.000 Unternehmen des Kraftfahrzeuggewerbes in der EU, darunter 120.000
autorisierte Markenhändler und Vertragswerkstätten sowie 260.000 freie Werkstätten. Unsere Mitglieder
beschäftigen etwa 2,8 Million Personen.
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