Kulturbericht - Allgemein
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Kulturbericht - Allgemein
Kulturbericht 2007 Tiroler Landesregierung Unser Land. Inhalt 3 Vorwort Landesrätin Dr. Palfrader 5 Tönendes Land Ursula Strohal 15 Das Tiroler Sprechtheater 2007 – Mit Anspruch, Witz und Zeitgeist Silvia Albrich 21 Auf der Suche nach Visionen, Schätzen und dem großen Glück Inge Praxmarer 27 Festivals, Projekte und andere Ausstellungshighlights in Tirol 2007 Cornelia Reinisch 33 Freie Tiroler Kulturszenerien – Vielfalt mit Anspruch Petra Streng 39 2007 – Ein Jahr der literarischen Jubiläen Anna Rottensteiner 45 Tirol im Film – Film in Tirol Silvia Albrich 49 Volkskulturelle Rück- und Einblicke Trends und Themen zwischen Tradition und Moderne Petra Streng 55 Tiroler Landesarchiv – Publikationen und Projekte 59 Gedenkjahr 2009 Vorschau 65 Kultur in Zahlen 1 Impressum Eigentümer, Herausgeber, Verleger: © Amt der Tiroler Landesregierung Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Thomas Juen, Abteilung Kultur, Sillgasse 8, 6020 Innsbruck; email: [email protected] Fotonachweis: Jürgen Altmann, Rupert Larl (5), Rowan Griffith, Tanz-Compagnie Sen Hea Ha, Florian Schneider (2), Schmollgruber, Silvia Albrich (3), Kathrin Schäfer, MSB Oberwalder, Museum Kitzbühel, Galerie E. u. K. Thoman (2), Rabalderhaus, Kurt Härting, aut.architektur u. tirol, Patricio Crooker, plattform kunst~öffentlichkeit, Künstlerhaus Büchsenhausen, Initiative Minderheiten/Christlich-muslimische Dialoggruppe, Musik Kultur St. Johann, PAS, Kulturlabor Stromboli, Ekkehard Schönwiese, Willi Pechtl (2), Thomas Schafferer, Cine Tirol (3), B. Freinademetz-Jungle Productions, Tiroler Volksliedarchiv (2), Theaterwerkstatt Dölsach Druck- und Gesamtherstellung: Hernegger Offsetdruck GmbH., Stadlweg 13, 6020 Innsbruck 2 Vorwort Landesrat Dr. Erwin Koler ||| Ich freue mich, Ihnen in meiner neuen Funktion als Landesrätin für Bildung und Kultur den Kulturbericht für das Vorwort Jahr 2007 zu präsentieren. Die im vergangenen Jahr Telefon: 0512/508-2060 erfolgte Neugestaltung und reflektierende Aufarbeitung Telefax: 0512/508-2065 der Themen durch die Chefredakteurin Dr. Petra Streng E-Mail: [email protected] und ihr engagiertes Team von Fachfrauen hat sich sehr DVR: 0059463 Kulturberichte bewährt. Auch die Zusammenführung des Textteiles mit dem Zahlenteil ermöglicht nunmehr eine informative Gesamtschau. Der Textteil bringt wiederum die Vielfalt der Kultur in Tirol zum Ausdruck. Der für Tirol so wichtigen Volkskultur wird ebenso ein Beitrag gewidmet wie der fast unüberschaubaren Vielzahl an musikalischen Ereignissen und dem Foto: Jürgen Altmann Geschäftszahl LR KOunterhaltsamen und auch anspruchsvollen Programm der zahlreichen Theaterbühnen. In der Museumslandschaft Innsbruck, 18.09.2007 wurden im ersten Jahr der Umstrukturierung der Landesmuseen die ersten Akzente gesetzt. Ein eigener Beitrag ist angesichts des großen kreativen Potentials und der gesellschaftspolitischen Bedeutung der zeitgenössischen 2006 des Kulturressorts der Tiroler Landesregierung erscheint nun zusammen mit Kunst gewidmet. 2007 warDer dasJahresbericht Jahr der literarischen Darlegung verantwortlichen Förderungsbereiches in neuer Form. Der Schwerpunkt der Koopera Jubiläen, auch der Landespreis für Kunstdes wurde in dieser Sparte vergeben. In der freien Tiroler Kulturszene, die sich künftighin – wie bisher – auf themenspezifische und überregional relev mit Südtirol konzentriert im vergangenen Jahr in einem Sonderheft der KulturbeAspekte. richte vorgestellt wurde, und dem Filmschaffen wurden wiederum wichtige Impulse gesetzt. Der Kulturbericht ist aber nicht Rückblick des auf das Bei nur derein Gestaltung jetzt vorliegenden Jahresberichtes wurde bewusst ein neuer Weg beschritten: vergangene, sondern auch ein Ausblick auf das komDie vergangenen vermochten durchaus ein vielfältiges Spektrum unserer kulture mende Jahr, in dem zum 200-jährigen GedenkenPublikationen an die Landschaft zu beleuchten. Im Gegensatz zu den bisherigen stets überaus informativen Einzelberich Erhebung Tirols 1809 unter dem Motto „Geschichte trifft welche zum Teil und im ProGehalt mit Besprechungen in den gängigen Tages-, Wochen- und Monatsme Zukunft“ zahlreiche kulturelle Veranstaltungen jekte geplant sind. Ich darfkorrespondierten, Sie schon heute sehristherzlich es Ziel dieser neuen Edition, mit dem engagierten Team um Dr. Petra Streng ein einladen, sich gemeinsam sowie mit den ich Veranstaltern mit der glaube – gelungene – stringente Gestaltung mit Unterstützung meiner Abteilung und ih Frage, welche Bedeutung dieses historische Ereignis für neuen Vorstand, HR Dr. Thomas Juen, anzustreben. das Land Tirol und seine Identität hat, auseinanderzusetzen. Im Sinne einer modernen und transparenten KulturverZentraler Schwerpunkt meiner Überlegungen war eine “tour d´horizon“, eine reflektierende Gesamtsc waltung steht der Bericht auch auf der homepage des welche Entwicklungen und Tendenzen in klar umrissenen Themenfeldern durch qualifizierte Fachl Landes zur Verfügung (www.tirol.gv.at/kultur). Freuen sie sich mit mir überaufzeigt. das vielfältige Kulturgeschehen in unserem Bundesland! Mit unserer Zeit gehend, ist dieser Bericht jetzt über die Homepage der Abteilung Kultur (....) zugänglich Landesrätin Dr. Beate Palfrader 3 5 6020 Innsbruck, Eduard-Wallnöfer-Platz 3 - http://www.tirol.gv.at/ - Bitte Geschäftszahl immer anführen! Informationen zum sicheren elektronischen Behördenweg auf www.tirol.gv.at/formulare 4 Tönendes Land Ursula Strohal V ielfalt und Reichtum der musikalischen Ereignisse in Tirol sind kaum überschaubar. Und alle Veranstaltungen, vom Festspiel bis zum Blasmusikumzug, haben ihr Publikum. Dabei liegt der Einfallsreichtum nicht nur bei den Ausführenden, sondern zunehmend bei den Veranstaltern. Festivals, Theater, Konzerte – vieles ist vertraut und selbstverständlich geworden. Also sei, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, der Blick zuerst auf die Neuigkeiten des vergangenen Jahres gerichtet. Da tut sich in der Zusammenschau quer durch die Sparten eine Fülle von Initiativen und Veränderungen auf, die von nachhaltiger Kulturarbeit spricht. „Die Entstehung von Neuem“ könnte rückwirkend als ein Motto über dem Tiroler Kulturjahr 2007 stehen. Innsbrucker Festwochen, „Acis und Galatea“, Foto: Rupert Larl Neuheiten, Entwicklungen, Trends und Themen Personalia 2007 fielen kulturpolitisch wichtige personelle Entscheidungen. Das Tiroler Landeskonservatorium hat mit Klaus Duregger einen neuen Direktor bekommen, der mit bewährten Strukturen und neuen Ideen die Ausbildung sichert. Brigitte Fassbaender verlängerte im Herbst ihre Amtszeit als Intendantin des Tiroler Landestheaters um weitere zwei Jahre bis 2012. Bereits im Frühjahr hatte die Tiroler Blasmusik mit Hermann Pallhuber einen neuen, dynamischen Landeskapellmeister bekommen. Der Umbruch der Museumslandschaft zur Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft mit dem neuen Geschäftsführer Wolfgang Meighörner berührt die Musikszene insofern, als auch das Tiroler Volksliedarchiv miteinbezogen worden ist. 5 Projekte „Kraftfeld Neue Musik“ heißt der Verein, der als Tiroler Sektion des Österreichischen Komponistenbundes gegründet wurde. Er vertritt die Komponisten und Komponistinnen, wird Konzerte, Vorträge, Workshops u.a. veranstalten, publizieren und den Kontakt zu Veranstaltern suchen. Präsident Hans Peter Haselsteiner und Intendant Gustav Kuhn planen ein Winterhaus für die Tiroler Festspiele Erl. Den Beginn der Umsetzung markierten die Standortbestimmung neben dem Erler Passionsspielhaus und ein Architekturwettbewerb, den das Büro Delugan/ Meissl gewann. Die Finanzierung (15 Millionen Euro) soll bis Sommer 2008 abgeschlossen sein. Seit 2007 verfügen Kuhns Festspiele über eine eigene Kostümwerkstätte, die von Lenka Radecky geleitet und auch bereits von auswärtigen Institutionen genützt wird. Verdichtet, aber noch nicht konkretisiert haben sich die Überlegungen bezüglich eines Hauses der Musik, das durch einen Um- oder Neubau der Innsbrucker Stadtsäle gewonnen werden könnte. Es soll endlich dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck einen adäquaten Standort bieten, aber auch das Mozarteum und das Konservatorium beherbergen. Zurück nach Erl: Der Passionsspielverein hat sein Projekt einer Neuschreibung der Erler Passion, die 2008 zur Aufführung kommt, vorangetrieben, vorgestellt und die Proben aufgenommen. Die Erler Passion wird textlich (Karl Lubomirski), musikalisch (Wolfram Wagner) und optisch grundlegend verändert. Eine wesentliche Veränderung erfährt auch das von Peter Jan Marthé gegründete und geleitete European Philharmonic Orchestra. Nachdem die Tiroler Veranstaltungen Klangdom Leutasch und Eviva Austria ausgelaufen sind und es auch kein Camp mehr gibt, war auch die Bruckner-Aufführung von 2007 die letzte in Schwaz. Das Orchester mit seinem großen Musikerfundus wird künftig für besondere Projekte eingesetzt, zum Beispiel 2009 für Hermann Nitschs 9. Symphonie. Musikreihen Kufstein rief auf der Josefsburg mit seiner nunmehr überdachten Bühne einen „Operettensommer“ aus und startete gleich in der Oberliga mit Johann Strauß „Fledermaus“ und viel Prominenz: Rudolf Berger, der gerade 6 die Intendanz der Wiener Volksoper niedergelegt hatte, als künstlerischer Leiter, Helmuth Lohner als Regisseur und teilweise als Frosch, Sascha Goetzel als Dirigent. Die Karten wurden verkauft, der Erfolg war vorprogrammiert. Allerdings musste die öffentliche Hand (Stadt und Land) schon vor dem Start eine halbe Million Euro zuschießen. In Innsbruck konzipierte im Bierstindl Gunter Schneider die erste Auflage der „hörweite – musik heute zwischen improvisation und konzept“: Vier spannende Abende der freien Szene mit Größen wie Gene Coleman und Franz Hautzinger und Formationen wie „Thermal“ und „zimt“. In der jungen Musikszene entwickelten sich p.m.k. und Weekender qualitativ und als Eventträger unter viel Publikumszuspruch weiter. Von der Gegenwart ein paar Jahrhunderte zurück in die musikalische Barockzeit geht es mit dem Verein der Freunde der Wallfahrtskirche Götzens, die sich dort seit zehn Jahren der geistlichen Musik widmen und nun im Frühjahr erstmals zu „Tiroler Barocktagen“ eingeladen haben. Tiroler Spezialisten für die historische Aufführungspraxis brachten Musik von Boccherini, Telemann, Händel u.a. zu Gehör. „Barockorchester“ ist das Stichwort für ein seit Jahren schwelendes Thema, das 2007 aufbrach. In Tirol arbeiten – von Insidern geschätzt – mindestens 80 bis 90 Musiker und Musikerinnen mit guter Ausbildung im historisch informierten Stil, darunter 30 bis 50 international tätige bzw. einsetzbare Spitzenkräfte. Sie musizieren in zwei festen Barockorchestern, ungezählten Ensembles und solistisch. Bewegung in die Diskussion um den Aufbau eines professionellen Barockorchesters brachte der Vorstoß des Ensembles „moderntimes 1800“ rund um den Geiger Ilia Korol und die Oboistin Julia Moretti. Das „Kammerorchester auf Originalinstrumenten“ ließ sich in Tirol nieder und stellte Förderansuchen. Mitglieder von „moderntimes 1800“ hielten im Rahmen der Innsbrucker Festwochen 2007 erstmals Kurse für Tiroler Musikstudenten. Konzertant präsentierte sich das Orchester im Oktober. Weitere Novitäten führten nach Kitzbühel. Dort gab es im März für Jazzfreunde ein „Musik-WeekendFestival“, und dort organisierte der Kontrabassist und Musiklehrer Johannes Gasteiger im Auftrag des Städtischen Kulturreferats eine kleine herbstliche Konzertreihe. Der erste Abend drehte sich um das älteste noch spielbare Orgelpositiv von Christoph Egedacher aus dem 17. Jahrhundert, das in der Kitzbüheler Frauenkirche noch immer seinen Dienst tut. „Toninton“ sollte u.a. mit einem Schlagzeug-, Klavier- und Stummfilmabend eine Musikreihe im BTV-Stadtforum eröffnen. Im Außerfern holte man sich erstmals das Klassikfestival „Oberstorfer Musiksommer“ als Gast ins Tannheimer Tal. In Kundl versuchte man sich im Mai an einem volkskundlichen Außenseiterbereich, dem „1. Tiroler Guggamusikfest“. Ein Trend festigte sich auch in der Zunahme von Gasthäusern und Bars als Veranstaltungsort, zum Beispiel wird der „Exlkeller“ im Löwenhaus seit Oktober 2007 kulturell belebt. Ensembles Musikgruppen bilden und lösen sich nach Bedarf. Nach der Gründung braucht es erst eine ausgiebige Probezeit, bevor man sich öffentlich präsentiert. Stellvertretend für die jugendbetonte Bewegung im Ensemblebereich sei das gefeierte Debütkonzert des Landesjugendchores in Innsbruck genannt. Der Chor steht unter der Leitung von Oliver Felipe-Armas, der in Konzerten auch sein neues Vokalsextett „vocal visions“ vorstellte und am Ende der Sommerferien im Namen des Sängerbundes Jugendliche zu einer prall gefüllten Singwoche auf den Grillhof lud. Ergebnis war die Gründung einer Band. Auch Georg Weiß, Leiter des international besetzten Universitätschores, hatte mit der Gründung eines „Vokalensembles der Universität“ und eines Aufbauchores Neues zu vermelden. Tanz Ein Thema, das sich nach vorne schob, war der Tanz. Nach der Gründung von „123tanz“ der Galerie St. Barbara 2006 gibt es nun auch im Bierstindl eine eigene Tanz-Reihe. Kreative Bewegungsmelder der freien Tanzszene aus Österreich, Frankreich, Rumänien und Ungarn zeigten an sechs Abenden ihre experimentellen Programme. Im Rahmen des Tanztheaters am Tiroler Landestheater liefen als Uraufführungs-Produktionen „Bluthochzeit“ von Sven Grützmacher und „Von Leidenschaften und Jahreszeiten“ von Anke Glasow und Birgit Scherzer. Neu ist im Bierstindl auch der „Tanzboden Rosa“, der einmal im Monat Gelegenheit bietet, zu gut aufgelegter alter Tanzmusik die Beine zu schwingen. Beate Stibig-Nikkanen, Leiterin der Tiroler Ballettschule St. Johann und des Tanzsommers Speyer, einer Niederlassung des Innsbrucker Tanzsommers, baut ihre Ballettakademien, die sie in Bayern und Griechenland betreibt, als Teil des europäischen Ballett-Netzwerkes EDAS aus. Uraufführungen „Emergence – Die Entstehung von Neuem“ war das Motto des Europäischen Forums in Alpbach, das mit einem neuen Trio für Flöte, Harfe und Bratsche von Johannes Maria Staud eröffnet wurde. Tirol war 2007 außergewöhnlich reich an musikalischen Uraufführungen und Erstaufführungen. Auch dieser Überblick kann nur unvollständig sein. Spitzenreiter in der „Entstehung von Neuem“ sind naturgemäß die Festivals Neuer Musik. Die Klangspuren Schwaz warteten mit einer Kaskade neuer Töne, Ur- und Österreichischen Erstaufführungen, auf. Die Uraufführungen stammten von folgenden Komponisten: Kurt Estermann, Manuel de Roo, Marios J. Elia, Judith Unterpertinger, Eva Reiter, Christof Dienz, Sam Auinger u.a., Georg Friedrich Haas und Ernst Albrecht Stiebler. Die „avantgarde“ in Seefeld krönt ihr Programm stets mit der „Urnacht“, in der eine junge, internationale Komponistengeneration zeigt, was sie in Tirol erarbeitet hat. Die sieben Tonschöpfer aus Irland, Israel, Japan, den Niederlanden, Polen, Südkorea und Tirol erwiesen sich als höchst kreativ. Am Tiroler Landestheater kamen die Opern „Love Counts“ von Michael Nyman und „Der Blonde Eckbert“ von Judith Weir sowie das Schauspiel „Playback Life“ von Klaus Schumacher zur Deutschsprachigen Erstaufführung. Uraufgeführt wurde das Kinderstück „Weihnachten bei Tiger und Bär“ nach Janosch. Sieben eigens in Auftrag gegebene Kurzopern präsentierte das Landestheater-Projekt „Operellen 2“. Eines der Libretti stammte von Händl Klaus, im Orchestergraben saß das Tiroler Ensemble für Neue Musik (TENM). Das TENM, seit Anfang des Jahres unter der Leitung von Harald Pröckl, hat im Verlauf des Jahres auch noch neue Werke von Christian Reimeier und Martin Lichtfuss uraufgeführt. Das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti feuerte, unter ihrem Leiter Gerhard Sammer, ebenfalls eine Salve an Uraufführungen ab: „Steine und Herzen“ von Markus Kraler und Andreas Schett, „Musik für Kammerorchester“ von Martin Ohrwalder, ein Doppelkonzert 7 für Cembalo, Orgelpositiv und Streichorchester von Kurt Estermann sowie von Florian Bramböck eine „Serie glücklicher Momente für Saxophon und Streichorchester und fünf Lieder.“ Auch die Akademie St. Blasius, geleitet von Karlheinz Siessl, hat ein arbeitsintensives Jahr absolviert. Dem Komponisten Franz Baur wurde eine Personale gewidmet (UA „Lyrisches Konzert für Orchester“, später auch sein „Psalm 130“). Außerdem kamen eine „Sinfonia für 16 Bläser“ von Klemens Vereno als Auftragswerk des Orchesters und „Orakel“ von Günter Zobl als Auftragswerk des Landes Tirol zur Uraufführung. In einer Musik im Studio des ORF gab es gleich drei Uraufführungen für die seltene Besetzung Violine, Viola und Kontrabass: von Manuela Kerer, Florian Bramböck und Herbert Grassl. Das Jugendorchester „Stringenso“ präsentierte im ORF-Kulturhaus sein neues Programm „Orchestercontest“, bei dem die jungen Leute mit Gesang, Tanz, Schauspiel, Instrumentalspiel und Improvisation überraschten. Studierende des Tiroler Landeskonservatoriums haben „Rasura“, eine zart-poetische, „semiphantastische“ Oper von Manuela Kerer (Musik) und Kurt Lanthaler (Text) zur Aufführung gebracht, außerdem schrieben sieben Studenten des Kons eine Messe, die in der Pfarrkirche Wilten-West erklang. Auch die Musikschule der Stadt Innsbruck stellte sich mit der Uraufführung eines kleines musiktheatralischen Werkes ein: dem Märchen „Die Nachtigall und die Rose“ von Matthias Drievko. Er selbst leitete das Kammerorchester Innsbruck. Weitere Uraufführungen: „m(pr)ächtig“ von Robert Zorn (Orchestermatineen); „Orchestercontest“ von Andy Mayerl und Monika Unterlechner (Ensemble Stringendo); Festmusik von Hermann Pallhuber und „Festival Bells“ von Norbert Zehm, beides für das Landesmusikfest der Blasmusik. Bluatschink lieferte mit „Ritter Rüdiger – der gute Geist von Ehrenberg“ ein neues Kindermusical. Überhaupt hatte das Musical in Laien- und Schülerhand Hochkonjunktur, ob textgetreu, adaptiert oder erfunden. In diesem Zusammenhang eine weitere Neuigkeit: An der Musikschule Region Telfs wird tirolweit einmalig und auch österreichweit als seltene Gelegenheit eine Musicalausbildung angeboten. Schließlich gibt es noch eine ganze Reihe von Uraufführungen, deren Komponisten im Hintergrund bleiben. Wieviel Neue Musik wird für Tirols Laienbühnen geschrieben und wie viele Blasmusikanten greifen zur Feder! 8 Nicht zu vergessen die Rock- und Pop-Bands, die sich nicht mit dem Covern begnügt, sondern ihren eigenen musikalischen Stil suchten oder gar schon vertreten. In Tirol wirkt enormes kreatives Potenzial. Finale Es gibt den Aufbruch und das Ende. Das spektakulärste Finale des Jahres 2007 bereiteten die Schürzenjäger den Fans mit ihrem letzten Konzert. Tiroler Landestheater „Das Theater boomt“, sagt Harald Mayr, Kaufmännischer Direktor der Tiroler Landestheater und Orchester GmbH. „Unsere Zuschauer haben Qualitätsbewusstsein.“ In der Saison 2006/07 zählte er 479 Vorstellungen, 184.000 Besucher und 3 Millionen Euro Einnahmen. Das war, bei weiterhin steigender Tendenz, jeweils deutlich mehr als in der vorhergegangenen Saison. Entgegen dem bisherigen Trend sind auch die Abonnement-Zahlen angestiegen, zu Beginn der Saison 2007/08 um 200 auf 5876. Ungewöhnlich war die mediale Entwicklung: Es gibt zunehmend Premierenkritiken, Interviews, aber auch Landestheater-Porträts außerhalb Tirols. Der ORF sendet in Ö1 bis zu 30 Minuten lange Opernmitschnitte aus dem Tiroler Landestheater. Dass Operndirektoren und Agenten bei Brigitte Fassbaender junge Talente finden, hat sich herumgesprochen. Stargast der Kammersängerin und Intendantin war 2007 in einem Künstlergespräch die Sopranistin Gundula Janowitz. Die Stücke des Jahres 2007 vereinten Opern-, Schauspiel- und Tanzproduktionen aus den Saisonen 2006/07 und 2007/08. Viele Produktionen liefen vor ausverkauftem Haus. 2006/07 bescherten die Zuschauer dem Großen Haus eine Auslastung von 83 Prozent, den Kammerspielen von 88 Prozent. Bei rund 30 Premieren pro Saison erfährt der Spielplan damit eine hohe Akzeptanz. Spitzenreiter des Jahres 2007 waren im Großen Haus „Così fan tutte“, der letzte Wurf des außerordentlichen Mozart/da Ponte-Zyklus, „Pelléas et Melisande“, die konzertante „Norma“, „Piaf“, „Cavalleria rusticana/ I Pagliacci“, „Dantons Tod“ und „Hexenjagd“. Um „La Traviata“ und „Jesus Christ Superstar“ entstand eine BLITZLICHTER Innsbrucker Festwochen, „Der geduldige Sokrates“ Foto: Rupert Larl Innsbrucker Meisterkonzerte, „Gabrieli@Barbican“ Foto: Rowan Griffith Hysterie, sodass beide Produktionen über die Spielzeit hinaus verlängert werden mussten. In den Kammerspielen liefen „Acht Frauen“, „Mannomann“, Elfriede Jelineks „Raststätte“ und „Die Troerinnen des Euripides“ besonders gut. Hervorragend besucht im Tanztheater von Birgit Scherzer waren die Produktionen „Requiem!“, „Bluthochzeit“ und „Brel – Le Grand Jacques“. Ebenfalls reichlich Publikum hatten die Jugendstücke, etwa das Musical „Das Gespenst von Canterville“. Die Kinder liebten „Erwin & Frosch“, die ebenfalls mobile Produktion „Die Kuh Rosmarie“ wurde außer im Theater 72 mal in Schulen gezeigt. Die weiteren Produktionen, die teils gut, teils zurückhaltend aufgenommen wurden: Im Musiktheater „Der Freischütz“, „Die Dreigroschenoper“, „Die Fledermaus“, „Orfeo ed Euridice“ , „Der Fliegende Holländer“, „Love Counts“ von Michael Nyman, „Der Blonde Eckbert“ von Judith Weir, die „Operellen 2“, „Ariadne auf Naxos“ und „Gräfin „Mariza“. Im Schauspiel, das von Klaus Rohrmoser konzipiert wird, „Das Wintermärchen“, „Der Impressario von Smyrna“, „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“, „Minna von Barnhelm“, „Nora“ und „Frohe Feste“. Intendantin Fassbaender, wie oben erwähnt bis 2012 im Amt, blieb bei ihrer Linie, in gezielter Mischung Inszenierungen anzubieten, die nahe am Stück bleiben oder neue Deutungen wagen. Das musikalische Ensemble ist unter ihrer Leitung auf außergewöhnlichem Niveau, während in Rohrmosers Schauspielensemble nicht viele Kräfte wirklich herausragen. Tiroler Symphonieorchester Innsbruck Tiroler Landestheater (Tanztheater), „Brel-Le Grand Jacques“ Foto: Rupert Larl Galerie St. Barbara, Tanz-Compagnie Sen Hea Ha Foto: Künstler Das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck fand unter seinem Musikdirektor und „Ehrendirigent“ Dietfried Bernet zu herausragender Form. An zweiter Stelle stand der Chefdirigent des Theaters, Aleksandar Markovic. Die weiteren Kapellmeister setzten im Tiroler Landestheater den Werken des Musiktheaters nicht immer Glanzlichter auf. Hinsichtlich seiner fixen Dirigenten braucht das Orchester Auffrischung, auch die erstklassige Besetzung der vakanten Orchesterstellen gestaltete sich nicht einfach. Bei seinen Symphoniekonzerten arbeitete das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck auf hohem Niveau mit Bernet, Markovic und guten Gastdirigenten. 2007 9 waren es Karel Mark Chichon, der so begeisterte, dass er für die Folgesaison wieder verpflichtet wurde, der große polnische Komponist Krzysztof Penderecki und John Axelrod, außerdem gab es ein Wiedersehen bzw. –hören mit dem ehemaligen Innsbrucker Musikdirektor Edgar Seipenbusch. Solisten waren die Pianisten Rudolf Buchbinder, Elisabeth Leonskaja und Thomas Larcher, Violoncellist Raphael Wallfisch und die Sängerinnen Christiane Libor, Michelle Breedt und Alexandra Petersamer. Wie jedes Jahr gestaltete das Orchester an mehreren Orten Tirols sein begehrtes Neujahrskonzert und eröffnete im September die Klangspuren in Schwaz. Zu einem beliebten Termin sind die frei zugänglichen Sonntagsmatineen im Innsbrucker Stadtsaal geworden, die von den Orchestermitgliedern nicht nur künstlerisch hervorragend, sondern auch hintersinnig und originell mit einer weiten musikhistorischen Spanne gestaltet werden. Festspiele Der Tiroler Festspielreigen beginnt im Frühjahr mit dem Osterfestival der Galerie St. Barbara. Es stand unter dem Motto „Leben. Nicht leben lassen/Amerikas viele Gesichter“ und wollte einmal mehr Neues durch das Fremde erfahren. Es ging um die schöpferischen wie zerstörerischen Kräfte des Zusammenlebens und andererseits um die reichen nord- und südamerikanischen Musiken mit ihrem Widerhall in der Alten Welt. Tanz aus Java zu Beginn und Hip-Hop nach der Auferstehung, argentinischer Tango, europäische Fanfaren, Monolithe wie Monteverdi, Schütz, Bach und dazu junge Komponisten, Barockes von hüben und drüben – und im Haus der Begegnung der Markt des Möglichen mit seinen Modellen eines anderen Lebensstils. Das von Thomas Larcher programmierte SwarovskiFestival „Musik im Riesen“ brachte die letzte Tiroler Begegnung mit dem Pianisten Alfred Brendel, der seine Konzertkarriere beendete, wunderbare Künstler wie den Tenor Mark Padmore, das Belcea Quartett, Schauspieler Bruno Ganz, den Dichter Andrej Kurkow und andere mehr mit hochfeinen Programmen. Chronologisch ging es wie immer weiter mit dem Tanzsommer, dessen Veranstalter aus Amerika Alonzo King und Complexions, aus Europa klassische Tänzer und aus Spanien Gades‘ Carmen tanzen ließen und mit dem vielgestaltigen Workshop-Programm erfolgreich 10 waren. Ergebnis: Rekord mit 40.000 Besuchern bzw. Teilnehmern. Gustav Kuhn wollte es bei seinen Tiroler Festspielen Erl wieder einmal so richtig wissen und setzte alle Wagner-Opern, die er bis dahin im Passionsspielhaus erarbeitet hatte, an: Den „Ring des Nibelungen“, „Tristan und Isolde“, „Parsifal“. Alles in chronologischer Reihenfolge, mit „Meistersinger“-Lesungen dazwischen. Dazu Bruckners Dritte Symphonie und alle vier Symphonien von Johannes Brahms. Heiße Eisen hatte Franz Hackl, Gründer des Schwazer Outreach–Festivals, Anfang August im Feuer und sagte: „Das Outreach Jazzfestival unterscheidet sich von vergleichbaren Unternehmungen dadurch, dass die Weltklasse-Musiker nur dann eingeladen werden, wenn sie etwas Neues machen und nichts aus dem Katalog.“ Mit dem Engagement des „Bauchklang Vocal Group Projects“ und „Killer Fernandez“ gab es wahrlich Höhepunkte. Bei den traditionell mit den Ambraser Schlosskonzerten eingeläuteten Innsbrucker Festwochen stellte René Jacobs mit Georg Philipp Telemanns „der geduldige Sokrates“ (Regie Nigel Lowery) die insgesamt noch zu wenig erforschte deutsche Barockoper in den Mittelpunkt und ergänzte sie mit der herrlichen BrockesPassion. Dem gegenüber stand Georg Friedrich Händels englische Masque über Eifersucht im Schäfer- und Nymphenreich, „Acis und Galathea“, aufgeführt von Lars Ulrik Mortensen und Stephen Lawless (Regie) zwei farbige, temperamentvolle Opernproduktionen. Die Konzerte führten mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Huelgas-Ensemble, dem debütierenden Ensemble Doulce Mémoire und vielen anderen Künstlern durch die Musiklandschaft Deutschlands, Italiens und Frankreichs. Die „avantgarde“ hat in Seefeld Ende August mit einer Laser-Sound-Performance von Edwin van der Heide aus Rotterdam eröffnet und der dritten Seefelder Urnacht geendet (siehe Uraufführungen vorne), dazwischen lag eine Reihe von Konzerten, u.a. mit dem Sechs-Oktaven-Stimmwunder Olga Szwajgier. Die Schwazer Klangspuren mit ihrer immer weiter ausgebauten Kinder- und Jugendschiene machten ihrem Publikum die Wahl aus der Fülle des Gebotenen nicht leicht. Die Schwerpunkte in diesem Festival Neuer Musik galten 2007 dem Streichquartett (Arditti, Benaim, Diotima, Minguet, Bozzini, TamTam) und dem neuen Komponieren Zyperns. Es gab viele Uraufführungen (siehe vorne) und das Erlebnis erstklassiger, sehr unterschiedlicher Interpreten. Dem bedeutenden komponierenden Dirigenten Michael Gielen war zu begegnen und Wolfgang Rihm als Composer in Residence. Die Akademie des Ensembles Modern kümmerte sich wieder um den Nachwuchs und die Pilgerwanderung um die Bewegungsfreude der Musikfreunde. Ein Bogen vom Frühjahr bis in den Herbst, in dem noch sehr viel mehr Platz hatte. Da war das Kammermusikfest Hopfgarten schon in der 13. Auflage, diesmal unter dem Motto „Cello, Cellissimo“ und Autor Wolf Wondratschek als Stargast. Da gingen die Landecker Festwochen „horizonte“ in die zweite Saison, mit dem Barockgeiger Daniel Sepec als Vorhut und erlesenen Ensembles und Solisten im Juni/Juli. „Xong!“, heuer „handgeschöpft“, das Musik- und Kulturfestival im Dreiländereck Tirol–Engadin–Vinschgau, zeigte ein weites Kulturverständnis von Mnozil Brass bis Peter Waldner, von Rolf Lislevand bis Wolfgang Puschnig und zu den Tanzgeigern. Dazu Dichtung und ein Rahmenprogramm. Die „17. Alpentöne“ in Obergurgl kümmerten sich um die Kraft der alpinen Volksmusik. Ordentlich eingeheizt haben das Percussionsfestival in Telfs Ende Juni und das New Orleans-Festival im Juli in Innsbruck, wo nicht verschwiegen wurde, dass die Musikszene von New Orleans nach dem Wirbelsturm Katrina ums Überleben kämpft. Die Glitzerwelt des Showbiz, von zuckersüß bis zartbitter – „Show!kolade“ hieß das Motto – war bei den 34 Veranstaltungen des Festivals der Träume im August zu erleben, das Groß und Klein ebenso wenig missen mögen wie das stetig wachsende sommerliche Tiroler Sagen- und Märchenfestival in Wattens und Innsbruck. Wer auf deftige Westernstimmung steht, pilgerte Anfang und Mitte August zu den Country-Festen nach Sautens im Ötztal und ins hintere Zillertal. In Silz hatte man schon im Juni zum Reggae Mountain Festival geladen. Der Verein KOMMA-Kultur hielt im Juli für Wörgl etwas ebenfalls Eigenes bereit: Das „4. Cover Me Festival“, zu dem die besten Coverbands beliebter Stars erwartet wurden. Die unverzichtbare Begleitmusik zu den Festspielen liefern die Sommerkonzerte, die zwischen dem Außerfern und Osttirol das Land mit heimischen und eingekauften Programmen durchaus qualitätsvoll überziehen. In Kitzbühel wurde das 30-Jahr-Jubiläum kostbar mit Clemens Hagen, Isabelle Faust, Benjamin Schmid, Thomas Riebl u.a. gefeiert. Hauptsächlich in den Sommer reichen auch die instrumentalen und vokalen Schwerpunkte wie Flöte- und Horntage im Oberland, Opernkurse am Achensee oder die Academia vocalis in Wörgl, die mit ihren prominenten Dozenten junge Sänger aus aller Welt anzieht. 2007 gab es zudem Kompositionen und Aufführungen zum Wörgler Freigeldjahr. Rund ums Jahr Das Abonnement im Schreibtischfach, die Vorfreude auf einen besonderen Abend, die Anfahrt zu einem Konzert, die Begegnung mit einem Star, das Staunen über junge Begabungen. Die Versenkung und das Ausflippen, die gewonnene Kraft und der Wechsel der Perspektive. Das und mehr prägt ein Kulturjahr. Um es zu gewährleisten, arbeiten Kunstvermittler und Künstler rund ums Jahr kontinuierlich, verlässlich. Einige Initiativen haben wir bereits erwähnt, eine umfassende Darstellung des Tiroler Musiklebens kann hier nicht gegeben werden. Beliebt sind die Konzertreihen, auf die man sich verlassen kann. In der Landeshauptstadt konnte man im Meisterkonzertzyklus von John Eliot Gardiner schwärmen und über den Pianisten Martin Stadtfeld diskutieren. Bei den Kammerkonzerten erfreute man sich u.a. am Pianisten Alexander Lonquich, am Minetti- und Wihan-Quartett. Die Abendmusic/ Lebensmusik-Reihe vermittelte Alte Musik und immer wieder ethnologische Überraschungen. Das Engagement des Kammerorchesters InnStrumenti, das auch einen bemerkenswerten Weill-Abend gestaltete, und des Tiroler Ensembles für Neue Musik wurde bereits erwähnt. Immer wieder locken Außenseiter an ungewöhnlichem Ort, so konnte man im Innsbrucker Siebenkapellen-Areal die Bühnenfassung des Theater präsent von Brahms/Tiecks „Die schöne Magelone“ erleben und im Landestheater den scheidenden Operntenor Leo Adalsteinsson als versierten Popsänger. Musik plus der Haller Galerie St. Barbara lohnt allemal die Anreise, 2007 bestachen unter anderem das Kammerorchester Basel mit dem Geiger Giugliano Carmingnola, Jordi Savall, Giardino Armonico und der Counter Philippe Jaroussky. Dazu kommt „123tanz“ im Herbst, eine Reihe, die rasch zur festen Adresse geworden ist. Als elektroakustisches Netzwerkprojekt der IGNM Tirol (Internationale Gesellschaft für Neue Musik) lockte 11 „Hallakustika“ nach Hall, ebenso wie die perspektivisch oft überraschende Reihe „musik am puls“ im Kulturlabor Stromboli. Die Jeunesse-Initiative ist nachhaltig in Innsbruck, Schwaz und St. Johann vertreten. In Schwaz wurde mit einem reichen Kultur- bzw. Musiksommer das 500-JahrJubiläum des Franziskanerklosters gefeiert, in Stams hat Manfred Schneider erneut auf die Qualität der Tiroler Klassik verwiesen. INTERregional in Telfs bietet den großen Orchester- und Choraufführungen von Johannes Stecher und vielem anderen eine Plattform, in der Telfer Villa Schindler sorgte der große Pianist Aldo Ciccolini noch einmal für eine Sternstunde. „procultura“ ist als Konzertveranstalter in ganz Tirol tätig. Anziehungspunkte sind die Städtischen Veranstaltungen in den Bezirken. Kufstein zum Beispiel hat seine Reihen – da gab es zum Beispiel einen Liederabend mit Christoph Prégardien und Andreas Staier – und dazu noch die bunten Kulturtage der Wunderlichs. Mit Enthusiasmus konzertierten die Städtischen Orchester von Schwaz, Lienz, Imst und Landeck auf anerkennenswertem Niveau. „Kulturtage“ ist ein Stichwort für sehr viele Gemeinden, die etwas bieten und auf sich aufmerksam machen wollen. Was unter diesem Titel programmiert wird, hat mit „Kulturtagen“ freilich nicht immer etwas zu tun. Orgelkonzerte betonen die Kostbarkeiten der Orgellandschaft Tirol. Die Kirchenmusik hat mit Christoph Klemm im Innsbrucker Dom zu St. Jakob, Norbert Matsch im Verein mit Stiftsorganist Kurt Estermann in Stift Wilten und Hannes Hadwiger in der Haller Pfarrkirche St. Nikolaus in den letzten Jahren neue, überregional ausstrahlende Impulse erhalten. Preise Der Emil-Berlanda-Preis 2007 des Landes Tirol ging an den Innsbrucker Hans Platzgumer, einem international profilierten Vertreter der elektronischen Musikszene, der in Innsbruck und Wien Gitarre studiert hatte und dann in New York und Hamburg Karriere machte. Den Arthur-Haidl-Preis der Stadt Innsbruck erhielt der junge Percussionist Stefan Schwarzenberger. Der Innsbrucker Paul Hofhaimer-Wettbewerb, der seit 1969 weltweit zu den strengsten Orgelwettbewerben zählt, wurde wie folgt entschieden: 1. Preis an den Italiener Mirko Ballico, 2. Preis nicht vergeben, 3. Preise 12 an den Italiener Andrea Vannucchi, die Polin Magdalena Malec und die Französin Anne-Gaelle Chanon. 64 Organisten aus aller Welt hatten sich zur Teilnahme angemeldet, das Finale erreichten acht Organisten. Der Tiroler Komponist und Landeskapellmeister der Blasmusik, Hermann Pallhuber, holte sich bei der Vergabe der begehrten Brass Awards 2007 in Großbritannien mit seiner Komposition „Titan’s Progress“ gemeinsam mit Hannes Buchegger als Dirigent unter 70 Bewerbern den Sieg für die beste „Contest Performance“. Brass-Spezialist Buchegger wurde zudem von einem wesentlichen britischen Internet-Brass-Forum als zweitbester Dirigent des Jahres ausgezeichnet. Jazz, Pop, Rock Die Klangwolke überm Land birgt eine unglaubliche Vielfalt an Popularmusik. Hier nur einige Spots. In Innsbruck entwickelte sich das p.m.k. zu einer ersten Adresse für vielfältige Eindrücke und tolle musikalische Erlebnisse. Auch der Weekenderclub hat mit seinen Konzerten bis hin zum progressiven Garagenrock samt elektronischen Einflüssen seinen Platz in der Kulturszene der Landeshauptstadt gefunden. Soundkillaz, wo ein DJ aus vielen Richtungen das Beste filtert, feierte im Haller Stromboli fünften Geburtstag. A propos DJ: Im Juli stand mit Matt Edwards alias Radio Slave ein Superstar des Genres hinter den Plattenspielern im Hafen. Die Veranstalter hatten ihr Publikum, vom zentralen Tschirgant-Jazzfestival in Imst (Marcus Miller Group, Roger Chapman u.v.a.) bis zur Kulturfabrik im Hafen, von Wörgl über St. Johann bis Lienz. Die Innsbrucker kunstschiene 3 bot in der Maria-Theresien-Straße viele Tiroler und internationale Jazzstars auf, und natürlich pilgerte man auch gern zwischen Treibhaus - wo der fabelhafte Andy Mayerl 2007 Artist in Residence war -, Hafen, Bierstindl und Stromboli. Außerdem zur Jazznacht ins ORF-Kulturhaus. In Hall ging wieder ein Wettbewerb für Nachwuchsbands über die Bühne. Mitte September füllten heiße Bands die Schwazer Lokale für eine lange Nacht der Musik. Stars, die die Massen anziehen, waren landauf, landab genug zu erleben, in Ischgl Rihanna und die Scissor Sisters, Zucchero in Kufstein, Pink in Imst, Christina Stürmer in Lienz und Innsbruck, wohin es auch STS und Wir sind Helden verschlug, oder Rainhard Fendrich in Telfs. Verena Pötzl rockte in Fügen wieder los, und natürlich ließ sich auch Nadine Beiler, Rehauge aus Inzing, hören, die mit 16 Jahren die dritte StarmaniaStaffel gewann. Zu den unvergessenen Erlebnissen zählten die zwei letzten Konzerte, die Joe Zawinul ( ) mit seiner Syndicate Band in Tirol gab. Und selbstverständlich gab es was zum Heimtragen: Das Live-Album „Manu Delago Handmade“ zum Beispiel. Auch dieser präsente junge Musiker war Artist in Residence im Treibhaus. In Landeck hat das Jazzorchester Tirol unter Florian Bramböcks Leitung seine neue CD „Tagebuch einer Eintagsfliege“ eingespielt und präsentiert. Qualitätsmusik made in Tirol bietet eine Doppel-CD, die als „Sound Soaked-Subsoil Sampler“ nicht weniger als 36 Tiroler Bands einer breiten Zuhörerschaft vorstellt. Außerdem sind die ersten fünf Schallplatten des Tiroler Musikprojekts „Innsbruck Land“ erschienen, die von Rock bis Elektronik ein breites Spektrum Tiroler Musikschaffens präsentieren. Zehn weitere Schallplatten sind in Planung. Vinyl wurde bewusst für Liebhaber, Sammler und DJs gewählt. Blasmusik, Chöre, Volksmusik Das Blasmusikjahr 2007 wurde geprägt von der Wahl Hermann Pallhubers zum neuen Landeskapellmeister und vom Landesmusikfest zum 60-jährigen Bestehen des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen. Das Landesjugendorchester gestaltete auf beeindruckendem Niveau unter Helmut Schmids Leitung das Requiem von Frigyes Hidas und unter dem Dirigat von Thomas Doss ein Festkonzert mit Werken von Zehm, Verdi, Reed, Doss u.a., Florian Klingler war der Solist. Die „Blasmusikfaszination“ zeigte an einem langen Abend in der Olympiaworld, was die verschiedenen Sparten der Tiroler Blasmusikszene zu leisten imstande sind. Mit dem Sternmarsch, einem Festakt, dem Festumzug und vielen Ständchen der Gäste erreichte das Landesmusikfest im Oktober seinen repräsentativen Höhepunkt. Hermann Pallhuber startete mit enormem Elan und installierte eine neue, sehr gut angenommene Form der Kapellmeisterausbildung. Im Frühjahr ging der 3. Jugendblasorchester-Wettbewerb mit 47 Jugendblasorchestern und rund 2000 Mitwirkenden in Tarrenz und St. Johann über die Bühne. Auch bei den überregionalen Wettbewerben ist die junge Tiroler Blasmusik immer ganz vorne mit dabei. Und nicht nur die Jugend: Die Speckbacher Stadtmusik Hall gewann in der Kunststufe das Konzertwertungsspiel von Vöcklabruck. Im Juli erfuhren die Freunde der Bläsermusik einmal mehr bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten die Qualität der altösterreichischen Musik. Tirols Chöre sind 2007 mit vielen qualitativ hochwertigen Konzerten hervorgetreten. Einige Neuerungen wurden eingangs erwähnt; die Statistik zeigt, dass der Tiroler Sängerbund konstant Mitglieder dazugewinnt. Großen Aufschwung nahm die Jugendarbeit, aber der Veranstaltungskalender war für alle Mitglieder reich bestückt. Fortbildung wird großgeschrieben. Mit der Publikation des gesamten Chorwerkes von Artur Kanetscheider hat sich die Sängervereinigung Wolkensteiner verdienstvoll hervorgetan. Die Liebhaber der traditionellen Volksmusik haben sich schon zum vierten Mal an der sommerlichen Reihe geistlicher Volksmusik in der Wallfahrtskirche Götzens erfreut, die sich großen Zuspruchs erfreut. Zu den 5. Arlberger Tagen der Volksmusik sind im August 38 Gruppen angereist. Landauf, landab gab es wieder die Advent-, Passions- und Mariensingen, die Kirchenkonzerte und Volksmusikabende. Nicht wegzudenken sind die Volksmusiktreffen, zu denen man mit dem Instrument unterm Arm, mit geölten Stimmbändern oder einfach nur mit großen Ohren pilgert, um abseits des Alltagstrubels wieder einmal zu erfahren, wo man wirklich daheim ist. Ursula Strohal: freie Kulturredakteurin mit Schwerpunkten Musik, Theater, Literatur, Tanz 13 14 Das Tiroler Sprechtheater 2007: Mit Anspruch, Witz und Zeitgeist Silvia Albrich Innsbrucker Kellertheater Bewährte Mischung K ellertheater-Prinzipalin Evelyn Fröhlich setzt seit Jahren erfolgreich auf modernes Theater, die Förderung junger Regietalente und die Entwicklung eines neuen, originellen Theaterstils. Seit 1984 sorgt sie für einen abwechslungsreichen, unterhaltsamen und anspruchsvollen Spielplan. Im Oktober 2007 gab sie als „fließenden sanften Übergang“ ihre – wie sie es nannte „schleifende Nachfolge“ bekannt: Der Tiroler Regisseur und Autor Manfred Schild, bereits Mitgestalter des Spielplanes 2007/08, agiert künftig als Co-Direktor, um nach rund zwei Jahren die Leitung des Kellertheaters ganz zu übernehmen. Als Regisseurin wird Fröhlich dem Haus aber auch nach ihrem langsamen Rückzug aus der Theaterleitung erhalten bleiben. Das Jahr begann das Kellertheater mit seiner Winterproduktion, der Feydeau-Farce „Die Katze im Sack“ (bis Februar 2007). Im März wurde wieder einmal die Liebe zum französichen Erfolgsautor Eric-Emmanuel Schmitt kultiviert: Mit „Kleine Eheverbrechen“ begab sich Regisseurin Susanne Altweger auf bissig-tiefsinnige Spurensuche zwischen Schein und Sein mit den großartigen Schauspielern Eva-Maria Gintsberg als treusorgend-rachedürstige Ehefrau im Clinch mit ihrem manipulativen Mann Walter Ludwig. Der Wiener Regisseur Johannes C. Hoflehner, seit Jahren Stammgast im Kellertheater, adaptierte und inszenierte Goethes „Wahlverwandtschaften“ (April/Mai). Innsbrucker Kellertheater, „Material Girl“, Foto: Florian Schneider 11 15 5 Hoflehner „destillierte“ den Roman auf zwei Stunden und ließ ihn mit einem starken Ensemble in vielen short cuts (mit Goethes Originaldialogen) ablaufen, souverän gespielt von Stephan Lewetz (Eduard), Birgit C. Krammer (Charlotte), Wolfgang Hundegger (Hauptmann), Anna Greiter (Ottilie) und Remi Brandner (Mittler). In der deutschsprachigen Erstaufführung von Vanessa Badhams „Material Girl“ (Oktober bis Dezember) wird mit leichter tragikomischer Hand Gesellschaftskritik serviert: Regisseur Manfred Schild zeigt den Perfektionswahn samt Magersucht der Cousine „Super“Greta (Luka Oberhammer), den Lebens- und Jobfrust von Mutter Rhonda (Franziska Grinzinger) und ihrer Töchter Gina (Tanja Morak) und Hayley (Johanna Ullmann) als exzellent gespielte rasante Family-Show (zu Musik von Mozart bis Morricone), bei der das Lachen oft im Hals stecken bleibt. Ungebrochen erfolgreich sind die tiefsinnigen und feinen Monologe „Oskar und die Dame in Rosa“ mit Monika Schmatzberger sowie der Dauerbrenner „Kontrabass“ von Patrick Süsskind mit Michael Arnold in der Regie von Judith Knoll, die immer wieder das Kellertheater-Programm bereichern. Der Sommerhit 2006, die turbulente Komödie „Venedig im Schnee“ wurde (im Juni/Juli) ebenso wieder aufgenommen wie Schmitts „Kleine Eheverbrechen“ (August/September). Im Dezember wagte sich das Kellertheater an Denis Diderots Roman „Jacques der Fatalist und sein Herr“. Hausherrin Fröhlich inszenierte die amourösen Geschichten wort- und werkgetreu, locker und spannend. Bis zum letzten Auftritt bot das Hin und Her über Möchtegern- und Hatteschon-Liebschaften echtes Theatervergnügen, lustvoll gespielt von Walter Waltz (Jacques), Peter Austin-Brentnall (Herr), Christine Stallbaumer, Winfried Gropper und Josef Mohamed in historisch üppigen Kostümen von Sigrid Wenter. 2007 durfte sich das Innsbrucker Kellertheater (mit ca. 80 Sitzplätzen) über eine 78-prozentige Auslastung (rund 10.500 Zuschauer) freuen. Westbahntheater Das von Konrad Hochgruber und Eric Ginestet geleitete Westbahntheater im alten Konsumgebäude in der Feldstraße bringt auch mit Auftragsarbeiten Pep in die Innsbrucker Theaterszene: Im März wurde Christoph W. Bauers Erstlingsstück „Miles G.“ gespielt, das 16 Manfred Schild als witzige saftige Abrechnung mit Heldenmythen inszenierte. Thomas Gassner als abgetakelter Kommandant Miles Gloriosus und Alexander Kratzer als sein Fahrer waren zwei Kontrahenten in Hochform. Im August legte das Theater Melone (vor fünf Jahren von Arthur-Haidl Preisträger Florian Hackspiel als Theatergruppe Statisterie gegründet) mit „Systemhäschen“ im Westbahntheater ein gelungenes, witziges Stück über die moderne Arbeitswelt vor. Unter der Regie von Hackspiel boten (die Profischauspieler) Christina Scherrer, Jessica Walther Gabory, David Fuchs und Michael Großschädl eine schwungvolle überzeugende Ensembleleistung mit intensivem Spielund Körperseinsatz. Im Oktober inszenierte Konrad Hochgruber als österreichische Erstaufführung Björn Runges „Daybreak“ und das Ensemble setzte die Theaterversion des preisgekrönten schwedischen Episodenfilmes über Beziehungen und Liebe, Selbstbetrug und Lügen derart erfolgreich um, dass „Daybreak“ auch auf der Bühne ein absoluter Hit war. Ebenso erfolgreich erwies sich die deutsche Erstaufführung „Der Fürst“ im November, eine Adaption von Niccoló Machiavellis „Il principe“. Schauspieler Walter Sachers (gecoacht von Klaus Rohrmoser) entstaubte den spröden staatstheoretischen Text über die Tricks der Mach(thaber)er und brachte ihn in einem brillanten Monolog auf die Bühne, sodass durchaus nachvollziehbar war, dass Machiavellis Grundsätze zum Leitfaden einer modernen Wirtschaftsphilosophie wurden. Theater Präsent Das junge Theater „präsent“ ging auch in seiner zweiten Spielsaison ganz eigene Wege. Die führten im April ins Ferdinandeum und in Yasmina Rezas Welt der „Kunst“. Nach der Aufführung des Wiener Theaters im Wohnzimmer (TIWO), in der drei Freunde über „Kunst“ und Leben debattieren, gab es eine Führung durch das Ferdinandeum. Die Verbindung der darstellenden und bildenden Künste war ein Nebeneffekt der ständigen Standortsuche des Off-Theaters „präsent“. So wurde die zweite Neuproduktion (Mai/Juni) 2007 „Die schöne Magelone“, für die der junge Opernregisseur Norbert Mladek Musik (Brahms Liederzyklus) und Dichtung (Ludwig Tieck) zu (s)einem Bühnenstück vereinte, im Sieben-Kapellen-Areal uraufgeführt. BLITZLICHTER Innsbrucker Kellertheater, „Jacques der Fatalist und sein Herr“ Foto: Schmollgruber Westbahntheater, „Daybreak“ Foto: Silvia Albrich Freilichtbühne Elbigenalp „Wahre Geierwally – Die eisenfeste Nanno“ Innsbrucker Ritterspiele Märchen & Boulevardbühne Das einstige Alt-Innsbrucker Bauerntheater und Ritterspiele mausert sich zu den profiliertesten außerberuflichen Ensembles in Innsbruck. Inzwischen nennt es sich - den Umständen angepasst - „Innsbrucker Ritterspiele Märchen & Boulevardbühne“. Das Ensemble spielt nach wie vor mit unbändiger Lust den „Schurkischen Kuno“, hat sich aber mit ebenso großem Einsatz auf neues Boulevardtheater eingeschworen und entwickelte sich mit professioneller Hilfe so weiter, dass heute „Profis und professionalisierte Amateure perfekt zusammenspielen.“ (Darstellendes Spiel 1/2007). So auch im Frühjahr 2007 mit dem Lustspiel „Pension Schöller“, das die Regisseure Franziska Grinzinger und Erwin Jenewein als aufwändige Produktion (drei Bühnenbilder, Kostüme und Frisuren vom Ende des 19. Jahrhundert) mit 14 (!) Darstellern (herausragend Jenewein als Eleve und Zoller als reicher Onkel) auf die Bühne stellten. Landesjugendtheater Das Landesjugendtheater von Volkmar Seeböck wandelte in seiner 14. Saison (vom 3. November bis 23. Dezember) singend, tanzend und voll Spielfreude auf den Spuren der Brüder Grimm und bot mit „Rumpelstilzchen“ einmal mehr ein intensives wunderbares Märchenmusical. Ein letztes Mal in der Innsbrucker Messehalle, denn 2008 übersiedelt die Truppe in die Josef-Wilberger-Straße 15 (neben dem Fruchthof) und plant für 2009 bereits ein Ganzjahresprogramm. Foto: Silvia Albrich Streifzug durchs Land Volksschauspiele Telfs, „Wie es Euch gefällt“, Foto: Kathrin Schäfer In Hall wurde im März 2007 im Lobkowitzgebäude vom Verein Szenario das Genre „Arztserie“ mit der Impro-Soap „Kunstfehler“ erfolgreich auf Theater-Tauglichkeit geprüft. Außer den Figuren und ein paar lockeren Beziehungsgeflechten (Primaria Katharina Hölbing + Zivildiener Manuel Wenda/Assistenzarzt Wolfgang Klingler + Therapeutin Ingrid Wenter) war nichts vorgegeben. Regisseurin Danja Außerhofer agierte als Moderatorin, Zuschauer-Vorschläge ans Ensemble sorgten 17 für viel Situationskomik. Szenario (gegründet 2005 vom Theaterpädagogen Wolfgang Klingler) zeigte 2007 in ganz Tirol mehrere Impro-Theater-Shows, so etwa auch die Kindershow „Mit Vollgas um die Welt“. Auf der Haller Kolpingbühne war im März und April 2007 Felix Mitterers Bestseller „Superhenne Hanna“ in farben- und spielfroher Bühnenversion zu sehen, inszeniert von Pepi Pittl. Autor Felix Mitterer war von der Leistung des Ensembles (Martin und Christoph Sailer, Veronika Stemberger, SchülerInnen der HS Dr. Posch) begeistert und lobte bei der Premiere die „entzückende Aufführung“. Die „Superhenne Hanna“ gastierte im Sommer auch bei den Volksschauspielen in Telfs. Das Sommertheater Kitzbühel machte mitten im August Weihnachten in einer Frauen-WG zum Thema: In der Komödie „Honigmond“ von Gabriel Barylli wurde auf der Bühne der Wirtschaftskammer herzhaft gelacht, geweint, gestritten, getrunken, geredet und Sandra Lackner, Daniela Pürstl und Rita Dummer lebten die Last und die Lust mit den Männern so richtig temperamentund lustvoll aus. Neue Bühne Imst Mitte Das Theaterforum Humiste bekam nach zwölf Spielzeiten im November 2007 mit der „Bühne Imst Mitte“ im Stroblhaus in der Imster Pfarrgasse eine Spielstätte „unter Dach“. Die Kleinkunstbühne (die rund 70 Besucher fasst) wurde mit einem Kinderprogramm und der Premiere von Uli Brées „Männervernichtungsgeschichten“ erstmals bespielt. Brées Groteske über „groteske Ansichten, das kriminelle Weib betreffend“, spielten die drei mordlüsternen Frauen Roswitha Matt, Lydia Thurner und Susanne Hild. Die einstige Theatergruppe Landeck (1982-2004), inzwischen das „Ensemble Tirol“ ging auch 2007 mit Uli Brées aberwitzigem Schlachtruf der Schlagerindustrie „Hossa“ (im Frühjahr und Herbst) in Tirol auf Tour und mit dem hintersinnigen „Zimt-Stern-Hagel-Voll 07“ auf Weihnachtstour und brachte in Hall, Landeck und Barwies seinen kabarettistischen Aufruf zur Besinnung. Die wandlungsfähigen und wirklich komischen ProtagonistInnen Julia und Susanne Sailer, Sabine Linder, Gabriel Castaneda, Heinz Wucherer und Uli Brée sorgten für stets ausverkaufte Abende. 18 „Male“ in Aguntum Das intime Ambiente rund um das antike Wassersammelbecken in „Aguntum Stadt“ in Dölsach nützte das „Moderne Theater“ der Theaterwerkstatt im August zur Uraufführung von Gertraud Patterers „Male“. Ekkehard Schönwiese adaptierte und inszenierte das Drama um Heuchelei und Missbrauch gewohnt feinfühlig und aufwändig und das intensiv spielende LaienEnsemble wurde mit „tosendem Applaus“ belohnt: So etwa Anna Oberdorfer für ihre berührende Darstellung der „Male“, Lucas Zolgar als Pius, Manuel Patterer (Laurenzius) und Manuela Patterer (Males Mutter). Volksschauspiele – Freilichttheater Tiroler Volksschauspiele Telfs Neben der Wiederaufnahme von Herbert Achternbuschs „Ella“ und dem Gastspiel der „Kolpingbühne Hall Theater“ mit Felix Mitterers „Superhenne Hanna“ boten die Tiroler Volksschauspiele Telfs 2007 mit den zwei Neu-Produktionen „Wie es Euch gefällt“ und „Höllenritt“ ein furioses, eindringliches, eindrucksvolles und spektakuläres Theatererlebnis: Wie es Euch gefällt Der Stadl am Untermarkt war ebenso hinreißend als Spielort (Bühnenbild Karl-Heinz Steck) für William Shakespeares wundersame Komödie wie die Inszenierung von Markus Völlenklee, der die Rollen (wie zu Shakespeares Zeit üblich) ausschließlich mit Männern besetzte. Besonders kokett Sven Sorring als Rosalind und Johannes Gabl als Celia, die in ihrer Frauenrolle ebenso erfrischend komisch waren wie in ihrer Hosenrolle, auch Thomas Gassner (Gitti) und Tom Halder (Kathi) gingen in ihren Frauenrollen auf. Höllischer Höllenritt Die zweite Neuinszenierung war die deutschsprachige Erstaufführung von John B. Keanes „Höllenritt - Sharon‘s Grave“ in der Übersetzung von Felix Mitterer. Die Geschichte um den hinterlistigen Krüppel Dinzie (Edwin Hochmuth), der seinen Bruder Jack (Ernst Schnöller) als Reitpferd benutzt und seine Tante Trassie (Anja Pölzl) terrorisiert, um an ihr Erbe zu gelangen, ist witzig, böse, gewalttätig, grotesk und auch verstörend und wird unter Markus Plattners Regie auch so gespielt. Wienerwald auf dem Schlossberg Mit Ödön von Horváths bissigen und beklemmenden „Geschichten aus dem Wienerwald“ spielten sich die Rattenberger (vom 29. Juni bis 6. August) in neue Höhen, boten auf ihrem Schlossberg ein wahres Highlight des Kultursommers 2007. Die Produktion brauchte keinesfalls große Vorbilder (wie etwa die Filme mit Hans Moser und Helmut Qualtinger) zu scheuen. Rattenbergs Marianne (Tanja Morak), Trafikantin Valerie (Claudia Lugger) oder die Großmutter (Gottfriede Unterrader) waren ebenso beeindruckend wie etwa Zauberkönig Werner Klikova oder Tunichtgut Alfred (Heinz Auer) und Fleischhauer Oskar (Alois Beck). Trotz Wetterpechs (die Premiere und drei von den ersten acht Vorstellungen waren verregnet) wurden Manfred Schilds Inszenierung (er ließ das Stück in den Wiener 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts) und die wunderbare Ensembleleistung vom Publikum begeistert gewürdigt. ten Arena der Klause) wurde Toni Knittels „Ritter Rüdiger“ im August zum Musicalhelden für die ganze Familie. In dem 25-köpfigen Ensemble aus Profis (Günther Lieder als Esel „Zacharias“), Laien und Debütanten spielten auch drei Kinder des Autors und Komponisten Toni Knittel (Bluatschink) mit. Die Ritterrüstung stülpte sich Martin Strele über, Regie führte Hubert Spiess. Das das Musical rund um die Zeitreise eines Jugendlichen ins Jahr 1357 ständig ausverkauft war, wird es 2008 wieder aufgenommen. Theater in luftiger Höhe Das neue „Theater ohne Bühne“ von Francesco Cirolini startete im Sommer 2007 eine ungewöhnliche Tirol-Tournee: Auf Sesselliften in 20 Tiroler Schigebieten wurde Egon A. Prantls Stück „Gefangen“ aufgeführt. Es handelt von einem Deutschen und einem Tiroler, die auf einem Sessellift (und in Klischees) gefangen sind: NeoIntendant Cirolini spielte den zynischen Tiroler Touristiker Karl und Johannes Nikolussi den Schwärmer Friedrich, der in Tirol gerne einheimisch würde. Langfristig will das „Theater ohne Bühne“ die Kulturszene und den Tourismus beleben, indem überall außer in einem Theater oder auf einer Bühne gespielt werden soll. Rebellin im Dirndlkleid Die Freilichtbühne Elbigenalp setzte 2007 (Juni bis August) Claudia Langs fünftes Stück „Die wahre Geierwally – die eisenfeste Nanno“ atmosphärisch stimmig in Szene. Lang, seit 1993 Motor der Geierwally Freilichtbühne, zeichnet ein authentisches Bild der jungen und mutigen Frau, die um ihren Lebenstraum, Kunstmalerin zu werden, kämpft. Das spannende Stück zeigt die wichtigsten Ereignisse im Leben der Anna „Nanno“ Knittel in schneller Folge, Regisseur Pepi Pittl inszenierte es temporeich und realistisch. So etwa sprachen die Darsteller (sehr beeindruckend Simone Schottenhammel als Geierwally) wie es im Lechtal seit jeher üblich ist (was dem regionsfremden Zuschauer manchmal hohe Konzentration abforderte). Silvia Albrich: freie Autorin und Journalistin in Innsbruck; publiziert seit 1992 Porträts, Features, Dokumentationen, Reportagen, Kritiken und Glossen für Tages- und Wochenzeitungen, Illustrierte, Fachzeitschriften und die Kulturberichte Tirol Ritter Rüdiger Auf Burg Ehrenberg bei Reutte (auf der überdach- 19 20 Auf der Suche nach Visionen, Schätzen und dem großen Glück Inge Praxmarer Neustart mit Folgen Große Veränderungen in der Tiroler Museumslandschaft wurden im vergangenen Jahr vorgenommen. Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum mit drei Häusern und sieben Sammlungen schloss sich mit dem Tiroler Volkskunstmuseum, der Hofkirche, dem Tiroler Kaiserschützenmuseum und dem Tiroler Volksliedarchiv zur „Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft mbH“ zusammen, wodurch ein neuer Akzent in der Museumspolitik gesetzt wurde. Mit der Geschäftsführung und der Leitung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum wurde Dr. Wolfgang Meighörner, seit 1991 Leiter des Zeppelin Museums in Friedrichshafen, beauftragt. Unter 33 MitbewerberInnen aus Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz ausgewählt, übernimmt er nun die Aufgabe diesen Komplex neu zu gestalten und zu steuern. Seine Aufgabe wird es sein „... die neue Gesellschaft mit attraktiven Ausstellungs- und Veranstaltungsprogrammen regional stärker und international neu zu positionieren und neue Zielgruppen an(zu)sprechen“. Wie diese Neugestaltung, wie die „Visionen“ aussehen können, wird derzeit ausgearbeitet. Die Konturen eines künftigen Ausstellungsprogrammes sind bereits ersichtlich. Es wird jährlich eine zentrale, groß angelegte und mit einer längeren Laufzeit ausgestattete Sommerausstellung geben, 2008 stehen die Wilderer, 2009 Andreas Hofer Schloss Bruck, „Spurensuche 3 - Teil III“ Foto: MSB, Oberwalder 21 im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Verstärkt sollen die Ausstellungen interdisziplinär angelegt sein. Die jeweiligen Positionen von Betriebsgesellschaft und Museumsverein wurden in einem Gesellschaftsvertrag geregelt. Mit der Übernahme der Leitung des Ferdinandeums durch die Museumsbetriebsgesellschaft änderte sich auch der Aufgabenbereich des Museumsvereins, welcher nach wie vor der Besitzer der Sammlungen und der Häuser ist. Laut Dipl.-Ing. Andreas Trentini, Vorstandvorsitzender des Museumsvereins, werden die Erhaltung der Häuser, der Ausbau und die Pflege der Sammlungen sowie die damit verbundene wissenschaftliche Arbeit, wie auch die Mitwirkung bei Betrieb und Ausstellungsprojekten die Schwerpunkte der Vereinsarbeit darstellen. Über den Verein, dessen Aktivitäten sowie über die Ausstellungstätigkeit im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum berichtet seit vergangenem Jahr ausführlich die neu konzipierte und gestaltete Zeitung „ferdinandea“. Jedoch bevor das „neue Zeitalter“ in der 185jährigen Geschichte des TLMF einsetzt, gilt es einen Rückblick auf die Ausstellungstätigkeit sowohl des Ferdinandeums als auch des Zeughauses zu werfen. Zahlreich waren die Ausstellungen und Veranstaltungen. Zu Beginn des Jahres wurden archäologische Streifzüge durch die Ur- und Frühgeschichte von Innsbruck unternommen. Im Sommer wurden Schmetterlinge „gejagt“, eine interdisziplinäre Schau von ganz schön flatterhaften Wesen. Auf welchen Bühnen, welche die Welt bedeuten, der Tiroler Bühnenbildner Lois Egg zuhause war, zeigte eine Präsentation von Skizzen, Raummodellen und Fotos seines Werkes. Neue Bilder von Arthur Salner, Ankäufe und Geschenke des Vereins aus den Jahren 2001 bis 2006, Bücher und Hefte von Emil Siemeister, „Rouge.Noir“ von Irene Dapunt, „Trickster“ von Thomas Feuerstein und Arbeiten von Vivienne Westwood und Dieter Fuchs macht die Bedeutung der zeitgenössischen Kunst deutlich. Im Herbst wurde die große Schau „Die Kunst der Landwirtschaft“, eine Kooperation zwischen Landwirtschaftskammer Tirol und TLMF, eröffnet. Vergangenheit und Gegenwart trafen hierbei auf spannende Art und Weise aufeinander. Die Schau zeigte wie vielfältig und vielgestaltig die Landwirtschaft und mit diesem Thema verbundene Genres von dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute ins „Bild“ zu kommen vermögen. „Frühere Verhältnis“, welche die Zeit zwischen 1800 und 1900 malerisch dokumentieren, waren Thema der gleichnamigen Ausstellung. 22 Im Zeughaus stand zunächst das Edelweiß und dessen Mythos im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, dann die Welt der Automaten. Zu den frühesten „sich selbst bewegenden Maschinen“ zählte ein Automat, der gegen Geld Weihwasser ausgab, den Heron von Alexandria im 1.Jh.n.Chr. beschrieb, zu den jüngsten die Glückspielautomaten. Das in die Betriebsgesellschaft eingegliederte „Tiroler Volkskunstmuseum“ schloss aufgrund von Umbaumaßnahmen mit Ende des Jahres seine Pforten, die erst wieder am 18. Mai 2009 aufgehen werden. Das Land Tirol beabsichtigt weiters ein Museumsund Ausstellungsgebäude am Bergisel zu errichten, welches das Riesenrundgemälde aufnehmen und zum Haus der Geschichte Tirols werden soll. Zur Realisierung kommt das Wettbewerbsprojekt des Innsbrucker Architektenteams „stoll.wagner“, am inhaltlichen Konzept wird derzeit heftig gefeilt. Auf Obdachsuche Nachdem es keine Möglichkeit mehr gab das „Alpenverein-Museum“ im eigenen Haus weiter zu führen, begab es sich auf die Suche nach einer neuen Präsentationsmöglichkeit. Sie wurde nun für die nächsten fünf Jahre in der Kaiserlichen Hofburg gefunden, in Räumen, die neu für Ausstellungen adaptiert wurden. In einer repräsentativen Präsentation werden die Berge als „eine unverständliche Leidenschaft“ zur Darstellung gebracht, von „arge gillmann schnegg“ aus Basel gestaltet. Gleich eingangs beeindrucken großformatige Bergdarstellungen, u.a. von Edward Theodore Compton. Unter sie mischen sich Fotos, die u.a. Romantisches, Malerisches und nicht zuletzt „ungeheuer“ Männliches zum Ausdruck bringen, wie überhaupt der Berg eine männliche Angelegenheit zu sein scheint. Wie einfallsreich der Umgang mit Gebrauchsgegenständen ist, die das Leben auf den Bergtouren erleichtern sollten, veranschaulichen weitere Exponate. Zum Thema wurden die Farbe der Berge und deren Duft gemacht. Die Leidenschaft ließ die Alpen erobern, zum einen erklimmen, mit allen Mitteln bezwingen zum anderen vermessen, ihrer Natur auf den Grund zu gehen. Der Weg durch die Ausstellung, der ein unterhaltsamer und aufschlussreicher ist, führt die BesucherInnen langsam nach oben, auf den Gipfel, von wo der Abstieg bzw. die BLITZLICHTER Abfahrt erfolgt. Schließlich berichten InterviewpartnerInnen von ihrer Bergsteigerphilosophie. Auf der Suche nach dem Glück Museum Kitzbühel, „Eduard Thöny“ (Simplicissimus 1903), Foto: Museum Kitzbühel Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum „Kunst der Landwirtschaft“ (Julia Bornefeld, ohne Titel, 1995), Foto: Galerie E. & K. Thoman /@ VBK Wien 2007 Auf der Suche nach dem Glück begab sich das „Museum Schloss Landeck“. Es wurde umgebaut, neu konzipiert und gestaltet. Als große Überschrift wurde die Migration gewählt, ein Thema das die Region vor allem im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert bestimmt hat. So wanderten zum Beispiel durch den Bau des Arlbergtunnels Italiener zu, hingegen Bauern aufgrund des zu geringen Auskommens aus der Landwirtschaft ab, ihre Reise ging bis nach Amerika. Stets gab es auch saisonale Bewegungen, heimische Baumeister fanden ihre Auftraggeber in Ostösterreich oder Kinder wurden zur Arbeit nach Schwaben geschickt. In den beiden Stockwerken finden die Themenschwerpunkte, welche die Definition der Begriffe „Heimat und Zuhause“ und die „Migrationsbewegungen“ darstellen, Platz. Die verschiedenen Exponate, aus Kunst und Alltagskultur, sowie Biografien von BewohnerInnen der Region erzählen vom harten Leben in früheren Zeiten. Durch die Ausstellung führen Spielkarten als Metaphern für Glück. Sie stammen aus dem 1460 entstandenen Kartenspiel, dem ältesten im deutschsprachigen Raum. Es gehört zu den bedeutendsten Exponaten des Museums Schloss Landeck. An die Wand geschrieben Rabalderhaus Schwaz, Sippenaltar, Familienstiftung Schloss Tratzberg, Foto: Rabalderhaus Museum Schloss Landeck, Das Drahndl „vom Glück oder Unglück im Leben“, In Fiss wird ein neues Museum, das „Dorfmuseum s’Paules und s’Seppls Haus“ eingerichtet, wobei bereits jetzt Führungen den Bauabschnitten entsprechend erfolgen. Das Bauernhaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist das älteste Gebäude des Ortes. Es wurde bereits 1996 renoviert und war in den Sommermonaten zum wöchentlich Brotbacken geöffnet. Nun soll ein Dorfmuseum entstehen, in dem der Wandel der Zeit dokumentiert wird, wie sie Landschaft, Menschen und Wirtschaftsformen zum Ausdruck bringen. Was jedoch das Haus besonders interessant macht, ist ein ehemaliger Mitbewohner, ist Isidor Pale (1886-1967). Der Totengräber und Nachtwächter hat stets sein Handeln und seine Gedanken mit akribischer Manier schriftlich festgehalten. Er beschrieb nicht nur Foto: Kurt Härting 23 Papier, Hefte, sondern auch die Wände seiner Kammer, die Haustüre, die Fassade des Hauses, den Stadel des Nachbars und so manch‘ andere Orte des Dorfes. Sein Kommunikationsbedürfnis weitete er auch auf Totenschädel aus, die er mit nach Hause nahm. Das Leben dieses besonderen Menschen und speziell sein Werk, im Sinne der Art brut, soll jetzt erforscht werden. In Bewegung Auf Trapp hielt das „Museum im Grünen Haus“ in Reutte seine BesucherInnen. Es zeigte u.a. Bilder der deutschen Fotografin Lala Aufsberg (1907-1976), die ihre Bildvorlagen nicht nur in Ägypten, Indien und Thailand fand, sondern auch im Außerfern, wo sie die Bergmassive und die Dörfer ablichtete. Diese Ausstellung wanderte nach Sonthofen und Oberstdorf, wo die Fotografin tätig war, an das Frauenmseum in Hittisau, das Allgäu-Museum in Kempten und in die Museen in Immenstadt und Illerbeuren weiter. In Bewegung hielt die MuseumsbesucherInnen auch die folgende Aktivität des Grünen Hauses. Zum Gedenken an den vor 250 Jahren in Füssen verstorbenen Bildhauer Anton Sturm wurde ein Ausstellungsprojekt erarbeitet, das an verschiedenen Orten stattfand. Im Museum im Grünen Haus wurde auf Leben und Stil des viel beschäftigten Barockbildhauers verwiesen. Mittels eines Begleitheftes konnten sich dann die BesucherInnen in vier Kirchen seine Werke vor Ort anschauen. Ergänzend wurden Fahrten unternommen sowie Fachleute zu Vorträgen eingeladen Zugereiste Eduard Thöny (1866-1950) war des öfteren Gast in Kitzbühel und im vergangenen Jahr auch im „Museum Kitzbühel“. Der bekannte Zeichner, welcher im „Simplicissimus“ die Gesellschaft Preußens, des wilhelminischen Kaiserreiches mit spitzer Feder karikierte, beobachtete auch mit beißendem Spott das mondäne Leben des Wintersportortes. Dies zeigten die ausgestellten Blätter aus dem in Privatbesitz befindlichen Nachlass. Die Ausstellung machte es möglich einen sonst versperrten Blick darauf zu werfen. Zum Ende des Jahres 2007 startete das Museum Kitzbühel eine Schau von Werken der Künstlerfamilie 24 Faistenberger, die über vier Generationen sowohl im 17. als auch im 18. Jahrhundert als Maler, Bildhauer und Goldschmiede tätig waren. Von Kitzbühel ausgehend zogen sie nach Salzburg, München, Wien, Stuttgart und Prag. Mit in Kitzbühel befindlichen Werken, aber vor allem mit Leihgaben unter anderem aus dem Tiroler Landesmuseum, Belvedere, Haus-, Hof- und Staatsarchiv und dem Stift Michaelbeuern konnte ein beeindruckendes Bild der Barockkunst, sowohl aus dem sakralen, als auch aus dem profanen Bereich vermittelt werden. Unter den Exponaten befanden sich auch wichtige Werke des bereits von seinen Zeitgenossen hoch geschätzten Landschaftsmaler Anton Faistenberger. Museum und Ausstellung machen klar, dass Kitzbühel nicht nur als Sportstadt, sondern auch als barockes Kunstzentrum Tirols wahrgenommen werden muss. Aufgrund der Vielfalt der in den Tiroler Museen gezeigten Ausstellungen, das gilt auch für das Museum Kitzbühel, können nur einzelne Aktivitäten stellvertretend herausgegriffen werden. Zum Sehen und zum Hören Im Augustinermuseum in Rattenberg gibt es stets Kostbares zu sehen, aber auch zu hören. Im vergangenen Jahr wurden zum einen Glasarbeiten und Bilder von Willi Bernhard sowie Zeichnungen und Weltabformungen von Marco Szedenik gezeigt, zum anderen in kleinen, aber feinen Konzerten wurden Werke von Vivaldi, Mozart und Bach bis zu Astor Piazzolla, Heitor Villa-Lobos und Florian Bramböck im Kreuzgang des Klosters zur Aufführung gebracht. Auf Schatzsuche Auf Schatzsuche begab sich 2007 das „Museum Kunst in Schwaz“. Nach der Präsentation von Arbeiten auf Papier des bekannten österreichischen Künstlers Hans Staudacher, stand 2007 ganz im Zeichen des Franziskanerklosters Schwaz, das vor 500 Jahren gegründet wurde. Sonst verborgene, für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Schätze wurden für kurze Zeit ans Licht gebracht. Dazu zählte der illuminierte Stiftungsbrief von 1507, und vor allem der Sippenaltar aus spätgotischer Zeit, ursprünglich für die Franziskanerkirche gemacht, heute auf Schloss Tratzberg aufbewahrt. Beispiele vom Barock bis zur Gegenwart zeigten das Kunstinteresse der Mönche. Ein weiterer Ausstellungsabschnitt präsentierte im „Museum Kunst in Schwaz“, kostbarste Handschriften und Bücher aus den Beständen der Klosterbibliothek, darunter das Fragment einer Parzival-Handschrift. Weihnachtsdarstellungen ebenfalls aus dem Franziskanerkloster Schwaz beendeten das Ausstellungsjahr. Aguntum erhielt 2007 für das Atriumhaus, ein besonders kostbarer Schatzfund, einen Schutzbau, um das größte Wohngebäude der römischen Stadt, des einzigen in Tirol, zu erhalten. Die Planung oblag den Architekten Thomas Moser und Werner Kleon, die bereits für den Museumsbau verantwortlich zeichnen. Der Schutzbau soll das Raumgefühl des originalen römischen Atriumhauses, seine Proportionen und Lichtführung, für die BesucherInnen nachempfinden machen ohne eine Imitation anzustreben. Randlage im Wandel Auf Spurensuche begab sich das „Museum der Stadt Lienz auf Schloss Bruck“. In drei Ausstellungen wurde die Geschichte der Region erforscht. Mit der Ausstellung „Spurensuche3 - Teil III“, welche die Zeitspanne von 1850 bis zur Gegenwart umfasste, erfolgte im vergangenen Jahr der Abschluss. Der Bergfried des Schlosses wurde zum Turm der Erinnerung, wo ganz persönliche Objekte sowie die damit verbundenen Erinnerung von OsttirolerInnen hinterlassen wurden. Gefeiert und geehrt Nationale und internationale Anerkennung fanden einige Tiroler Museen im Jahr 2007. Das Alpinarium Galtür wurde vom „European Museum Forum“ (EMF), dessen Sitz sich in Straßburg befindet, geehrt. Es erhielt den sechsten Platz im Ranking der besonders „kreativen und unternehmerisch arbeitenden Museen“. Als herausragend wurde zum einen sein Beitrag zur Bewältigung einer Katastrophe, zum anderen die inhaltliche sowie gestalterische Ausrichtung bezeichnet. Das Österreichische Museumsgütesiegel wurde vom Internationalen Museumsrat ICOM feierlich beim österreichischen Museumstag in der Neuen Residenz in Salzburg an fünf Tiroler Museen vergeben: an das Haus der Fasnacht in Imst, Museum Rablhaus in Weerberg, Notburga Museum in Eben, Museum Kitzbühel und Fasnacht- und Heimatmuseum Telfs. Mit einer besonderen Urkunde geehrt, dem Tiroler Museumspreis, wurde 2007 das Notburga Museum Eben am Achensee ausgezeichnet. Im Gedenken an Notburga, die einzige weibliche Tiroler Heilige, wurde im barocken Messnerhaus ein Museum eingerichtet. Dieses liegt direkt neben der Wallfahrtskirche, wo sie der Legende nach bestattet ist. Exponate vor allem barocker Kunst, Archivalien, Bücher, Prozessionsgegenstände und Objekte der Volksfrömmigkeit dokumentieren die Biografie, aber auch die Verehrung der Heiligen, als Helferin für die Armen, Behinderten und Kranken. Neben dem Museumspreis erging ein Anerkennunspreis an das Telfer Noaflhaus und ein Projektpreis an das Museum Schloss Landeck, aufgrund seiner Aktion „trotz Umbau geöffnet“. Eingangs wurden größere Umgestaltungen in der Tiroler Museumslandschaft angesprochen. Veränderungen sollen auch den Museumspreis betreffen, wie in einem im Herbst stattgefundenen Museumsgespräch, zu dem die Kulturabteilung des Landes in das Volkskunstmuseum eingeladen hat, aufgezeigt wurde. Dieser soll in Zukunft in einen Projektpreis umgewandelt werden, um die Möglichkeit der Beteiligung zu erweitern, da auch Museen, die bereits einen Preis erhalten haben, sich dafür bewerben können. Der Projektpreis soll für besondere Leistungen und Ideen im Bereich des Museumswesens vergeben werden. Projekte, sie müssen zeitlich und inhaltlich begrenzt bzw. definierbar sein, können dabei thematisch sowohl individuelle, spezifische als auch allgemeine Fragestellungen zum Thema haben. Entscheidend sind dabei nicht Umfang oder Größe des Projektes, sondern Originalität und Qualität. Hinzu kommt, dass die Museen für den Projektpreis sich wiederholt bewerben können und er kann auch mehrmals an den gleichen Bewerber/Museum verliehen werden. Dr. Inge Praxmarer: freie Kunsthistorikerin; Mitarbeiterin des Tiroler Kunstkatasters, der Österreichischen Kunsttopographie, verschiedener Museen und Ausstellungsräume; Ausstellungskuratorin; Erstellung von Museumskonzepten 25 26 Festivals, Projekte und andere Ausstellungshighlights in Tirol 2007 Cornelia Reinisch D ie nur alle fünf Jahre stattfindende Kasseler Documenta, die internationale Bildhauer-Schau skulptur projekte münster 07, die 52. Kunst Biennale in Venedig, etablierte und neue Kunstmessen, wie etwa die Art Basel, sowie unzählige Ausstellungen machten das Jahr 2007 besonders im Bereich zeitgenössischer Kunst zu einem wahren Kunstjahr. Über bereits Bekanntes aber auch Neues und Irritierendes wurde gestaunt und diskutiert. Auch in Tirol erwarteten die BesucherInnen zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen in öffentlichen und privaten Galerien und Institutionen. Mit Herbert Brandl war der österreichische Vertreter auf der Biennale in Venedig in Innsbruck zu sehen, Arbeiten von Lois und Franziska Weinberger wurden gezeigt, die Kunst des Alterns stand in einer Ausstellung im Mittelpunkt, ein „transfair“ der besonderen Art sorgte für Aufsehen, und das Thema Grenze wurde erörtert. Ergänzend zum Ausstellungsprogramm wurden in vielen Galerien und Kunstinstitutionen Besucherführungen angeboten, und neben dem Kunstkonsum luden Vorträge, Diskussionen und Symposien ein, am aktuellen Kunstdiskurs teilzunehmen. Zur Auseinandersetzung und Rezeption von zeitgenössischen Kunstschaffens trugen besonders die zwei im Sommer stattgefundenen Kunstfestivals, „Verbale“ und „Fresh Trips“ bei. Die Highlights des Ausstellungsjahres 2007 stehen im Mittelpunkt dieser Rückschau. Anlässlich des sechzigsten Geburtstages von Lois Weinberger wurden 2007 Ausstellungen dem international renommierten Künstlerpaar Lois und Franziska Weinberger gewidmet. Die Sommerausstellung „lois und franziska Weinberger: Feldarbeit. PICK UP AREAS 1989 - 2007“ im aut. architektur tirol verstand sich nicht als klassische Kunstausstellung, sondern als eine Darstellung der Arbeitsweise der Künstler, die von ihnen Lois und Franziska Weinberger: feldarbeit PICK UP AREAS, 1989-2007 Foto: aut. architektur und tirol 27 speziell für die Räume im ehemaligen Adambräugebäude am Lois-Welzenbacher Platz konzipiert wurde. In diesem Zusammenhang wurde erstmals auch eine der vier großen Öffnungen, die ursprünglich die Sudkessel aufnahmen und mit Holzbohlen geschlossen wurden, wieder geöffnet und der konkrete Ort räumlich neu erfahrbar gemacht. Die RLB Kunstbrücke zeigte im Herbst die Ausstellung „Lois & Franziska Weinberger. Feldarbeit“. Im Mittelpunkt standen Arbeiten auf Papier, die seit Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert im Werk der Künstler einnehmen und denen erstmals eine umfassende Schau mit knapp 100 Zeichnungen gewidmet wurde. Neueste Zeichnungen, Konzepte, Skizzen und Texte waren auf der Kunstbrücke zu sehen. In Zusammenarbeit mit dieser Schau würdigte das letzte gezeigte Projekt in dem 1981 eröffneten Ausstellungsraum des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck das Werk des Künstlerduos. Frühe Arbeiten, bislang weder aufgearbeitet noch rezipiert, wurden den BesucherInnen vorgestellt. Die Natur und ihre Prozesse sind zentrale Themen von Lois und Franziska Weinberger, die mit ihren Werken zu den wichtigsten Positionen im aktuellen Kunstbetrieb zählen. Wie Christoph Bertsch im Ausstellungstext schreibt, charakterisieren die Ideen des Peripheren, des Nomadentums, der Migranten, die Arbeit an sozialen Gärten, die Frage von Ordnung und Unordnung, sei es im Pflanzenbereich oder in sozialen Systemen, an Veränderungspotentialen und Randzonen der Wahrnehmung, wichtige Teile ihres umfangreichen Œuvres. Grenze Drei Ausstellungen kreisten um ein im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs vieldiskutiertes und im zeitgenössischen Kunstgeschehen sehr präsentes Thema: „Grenze“. Titel und gleichsam Motto für das Ausstellungsprojekt in der Galerie im Taxispalais diente ein Satz der bosnischen Künstlerin Šelja Kamerić, der mit seiner zwiespältigen Rhetorik die realen Verhältnisse anspricht und zugleich auch den Wunsch, diese zu überwinden: „There is no border. There is no border, there is no border, there is no border, no border, no border, no border, I wish“. 24 KünstlerInnen, darunter Mona Hatoum, Narda Alvarado, Olive Green, Tanja Ostoji ć und Eva Schlegel, beschäftigten sich mit verschiedenen Aspekten und künstlerischen Zugängen, mit konkreten und 28 materiellen als auch mit imaginären und mentalen Grenzen. Das Ausstellungsprojekt kreiste um die Themen Ausgrenzung und Migration mit einigen Arbeiten zu politischen Grenzen. Im Rahmen der Ausstellung war Artur Żmijewski‘s Film über die Wiederholung des berühmten Stanford Prison Experiment („Repetition“, 2005) im Innsbrucker Cinematograph zu sehen, der schon 2005 im polnischen Pavillon auf der Biennale von Venedig gezeigt wurde. Fast zeitgleich, aber unabhängig von der Schau in der Galerie im Taxispalais, wurde die von Ingeborg Erhart kuratierte Ausstellung „exklusiv“ im Kunstpavillon eröffnet. Arbeiten von Emanuel Danesch, diekönigin, www.holy-damn-it.org, Niki Passath, PRIVAT/Ute Neuber und Deborah Sengl waren zu sehen. In Emanuel Danesch‘s Film über „gated communities“, den er im Rahmen seines Projekts livesafelyineurope.com gedreht hat, werden sichtbare und unsichtbare Arten von Abgrenzung auf mehreren Ebenen behandelt. Die BesucherInnen konnten eine Art von Ausgrenzung bei der Ausstellungseröffnung hautnah erleben: Erst nach dem passieren des Security-Checks am Eingang zum Kunstpavillon, sichtbar gemacht durch ein Kontrollarmband, war die Vernissage für sie zugänglich. „Von Wegen und Säumen“ war der Titel einer außergewöhnlichen Performance von PRIVAT/Ute Neuber im Rahmen der Premierentage 2007. Zu ihrem in der Ausstellung gezeigten raumgreifenden „Doku-Rock“ lud sie zu einem performativen Vortrag im gruppendynamischen Stehmöbel von und zu 9m Umfang ein. Dabei wurden neun Meter Kreisumfang in Bezug zum eigenen Körper und zum umgebenden Raum thematisiert. Die dritte Ausstellung zum Thema „Grenze“ war ebenfalls im Kunstpavillon zu sehen. Unter dem Titel „Grenzziehungen?“ wurden in dieser Ausstellung von Mitgliedern des Vereins Tiroler Künstlerschaft, politische und soziale Stellungnahmen, Kartografie, Gesellschaftskritik, Tod, das Durchbrechen der Körpergrenze und das Ausloten der persönlichen Leistungsfähigkeit behandelt. Eine Prise Fernost Nicht nur in Wien im Museum für Moderne Kunst Stiftung Ludwig („China - Facing Reality“) und in Klosterneuburg im Essl Museum („China Now“), sondern auch in Tirol wehte 2007 „Eine Prise China“. So auch der gleichnamige Titel der Ausstellung von Martina Tscherni im Foyer der Innsbrucker Kommunalbetriebe IKB in Innsbruck. Schon seit 2001 werden in diesem Rahmen vor allem Tiroler Künstler präsentiert. Die Künstlerin präsentierte in dieser Schau be- und verarbeite Fundstücke von Eindrücken ihrer Reise nach China, in deren Zentrum ihr Selbstportrait mit der Ming-Krone stand. Auch in Maria Peters Ausstellung in der Stadtturmgalerie stand der ferne Osten im Mittelpunkt. Der Titel „Winterkrieg in Tibet. Ich und die Anderen.“ wurde von Büchern von Friedrich Dürenmatt und des USamerikanischen Schriftstellers Matt Ruff inspiriert. In einer drei Tage dauernden Schreibperformance entstand ein Raumtext, der zusammen mit den speziell für den Ausstellungsraum konzipierten Thankas (Rollbildern) die Galerie in eine Art begehbares Buch verwandelte. Das Format der Thankas lernte die Künstlerin auf ihren Reisen nach Nepal kennen, die aus der Alltags- und Festtagskultur des indischen Raumes nicht wegzudenken sind. Indien war nicht nur mit Bollywoodfilmen in Tirol präsent, sondern auch mit aktueller Kunst. In der Ausstellung „Polyphonies - zeitgenössische Kunst aus Indien“ zeigte die Kunsthalle Hosp in Nassereith zehn Künstler des Subkontinents. Die Auswahl der Arbeiten, mit der unterschiedlichen Herkunft der Kunstschaffenden verdeutlichte die kulturelle Vielfalt Indiens. Diese vielfältige und kontrastreiche Kultur wurde auch in einer Art Winterfestival in den Swarovski Kristallwelten gezeigt. Mit dem Titel „Indien zu Gast im Riesen“ wurde indische Kunst, Musik und Filmkultur in den Kristallwelten vorgestellt. Sammeln Im Unterschied zu Museen haben nur einige wenige Galerien eine eigene Sammlung, und damit hängt die Ausstellungstätigkeit häufig von Leihgebern ab. Eine der wenigen Ausstellungstätigen mit einer eigenen Sammlung ist die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG. Schon seit den 1960iger Jahren wurde gesammelt und eine kleine Auswahl war im Winter im RLB Atelier in Lienz mit dem Titel „Von Anton Christian bis Josef Prantstetter Aus der Sammlung der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG“ zu sehen. Neben den schon im Titel erwähnten Künstlern waren auch Arbeiten von Oswald Haller, Leander Kaiser und Elmar Peintner in der Ausstellung zu sehen, die die Breite der Sammlung dokumentierte. Nicht nur eine eigene Sammlung wurde in den Häusern der RLB präsentiert, sondern mit „Schätze bilden - Meisterwerke des 20. Jahrhunderts aus der Gemäldesammlung der Kunsthalle zu Kiel“ auch eine geliehene. Die erste Ausstellung der RLB Kunstbrücke im Jahr 2007 zeigte eine Auswahl von insgesamt 29 Werken von 22 Künstlern. Beginnend mit Werken des ausgehenden 19. Jahrhunderts spannte sich der Bogen über den Impressionismus und den Expressionismus der Künstlervereinigung „Die Brücke“ bis hin zu den zentralen deutschen Malern der Nachkriegszeit. Eine Sammlung ganz anderer Art war im Herbst im Innsbrucker Kunstraum ausgestellt. Mit „Soufflé, eine Massenausstellung“ versammelte der österreichische Künstler Franz West rund 70 Künstler im Ausstellungsraum. International hochkarätige Künstlernamen, wie John Bock, Dan Flavin, Carsten Höller, Jeff Koons und Michelangelo Pistolletto, um nur einige zu nennen, aber auch junge, noch unbekannte Künstler, waren mit Arbeiten vertreten. Das Konzept war „... eine unkuratierte ausstellung mit ,künstlerfreunden‘ ...“ zu zeigen, mit denen Franz West Arbeiten getauscht hat, die er sammelt bzw. schätzt. Dementsprechend vielfältig war das Spektrum der Ausdrucksmittel und Herangehensweisen des gezeigten Kunstschaffens. Für Sammler und jene die es noch werden wollen bietet die Art Innsbruck ein breites Kunstkonsumspektrum. Seit 2006 soll das auf der Innsbrucker Kunstmesse angebotene Seminar für Kunstsammler den Einstieg erleichtern. In den Sonderschauen 2007 waren eine Personale des Schweizer Malers Josef Ebnöther zu sehen und eine Ausstellung mit dem Titel „Von der schöpferischen Aktion in sich selbst zur Systematisierung der Konfusion“. In der Koje „Junge Kunst aus Tirol“ von Stadt Innsbruck/ Land Tirol wurde das Projekt „BYPASS/image research“ der Plattform kunst~öffentlichkeit vorgestellt. Pop und Art Im Frühjahr 2007 wurde in der Galerie Rhomberg mit einer Ausstellung des 20. Todestages des großen amerikanischen Pop-Art Künstlers Andy Warhol gedacht. In der Schau waren Kinderzeichnungen aus den 50iger Jahren des 20. Jahrhunderts, Polaroids aus den Jahren 1976–1986 zu sehen und Unikate, die als Vorlage zu seinen Bildern gedient haben. Generationen von Künstlern wurden und werden durch die Techniken und Herangehensweisen 29 der Pop-Art beeinflusst, wie einige Ausstellungen in Tirol des letzten Jahres eindrucksvoll beweisen. Unübersehbar sind diese Einflüsse bei den Arbeiten des Bielefelder Malers und Bildhauers Heiner Meyer. Mit seiner Bilderserie „Reloaded“ war er in der 2006 neu eröffneten Galerie Ranalter erstmals in Innsbruck zu sehen. Heiner Meyer zitiert Hollywood-Ikonen wie Marilyn Monroe und Humphrey Bogart nicht nur als bloße Abbildung. Vielmehr verschleiert und verfremdet er sie, er codiert sie um und belebt sie im selben Moment mit neuen Zusammenhängen - Pop-Art, die auf abstrakten Expressionismus trifft. Auch für den in Innsbruck geborenen und international renommierten Künstler Peter Kogler war Andy Warhol ein frühes Vorbild. Zu sehen waren Koglers Exponate in den Herbstausstellungen der Galerie Widauer und der Galerie Rhomberg. Seine Arbeiten lassen sich weitestgehend im Bereich der Intermedialität festmachen. Peter Kogler gestaltet mit Hilfe des Computers seine eigene Zeichensprache, die er für die jeweilige Umgebung adaptiert und zu raumgreifenden Installationen zusammensetzt. Die Galerieräume wurden mit Koglers bekannten Motiven wie Ratten, Ameisen und Röhrensystemen inszeniert. Malerei Trotz der unterschiedlichen neuen und alten Medien, die Künstlern zur Verfügung stehen, ist die Malerei weiterhin fest im Ausstellungsgeschehen verankert. Mit Herbert Brandl war der österreichische Vertreter auf der Biennale von Venedig auch in Innsbruck in der Galerie Elisabeth & Klaus Thomann zu sehen. Der neu entstandene Zyklus aus Auen, Wasser und Landschaften knüpfte fast nahtlos an die Biennale-Bilder an - fulminant entfalten sich auch hier die Farb- und Lichträume, zeigt sich die Natur in ihrer assoziativ aufgeladenen Form. In zwei Ausstellungen wurden Arbeiten des deutschen Malers Norbert Schwontkowski in Tirol gezeigt. Karin Pernegger präsentierte unter dem Titel „Wir in dieser Drecksbrühe“ erstmals Arbeiten des Künstlers in der Stadtgalerie in Schwaz. Ab September war der Maler in der Schau „Dolores“ in der Galerie Elisabeth & Klaus Thomann zu Gast. Erd- und Rottöne bestimmen das Colorit der Bilder von Norbert Schwontkowski, der mit minimalen Mitteln seine Bildräume erzählerisch auflädt. Expressive, gegenständliche Gemälde in kräftigen 30 Farben sind für Christian Ludwig Attersee charakteristisch, das stellte die Ausstellung „Dotterflucht“ mit Bildern von 2002 bis 2007 im Frühjahr in der Reither Galerie Schmidt unter Beweis. In der Galerie Kugler war der deutsche Maler und Bildhauer Bara nach einer Gruppenausstellung im Jahr zuvor 2007 mit einer Einzelausstellung vertreten. Im Mittelpunkt standen zwei neue Werkgruppen-Serien von kopfähnlichen und abstrakten Malformen. Der Salzburger Künstler Jakob Gasteiger war im Herbst in Hall in der Galerie Engl. Das wichtigste Material für ihn ist Farbe. In einer wiederholten Tätigkeit wird Farbe mit einem kammartigen Kartonwerkzeug aufgetragen und strukturiert, bis nur noch schmale Grate übrig bleiben. Fotografie Internationale und regionale Tendenzen der Fotokunst konnten 2007 in einigen Ausstellungen in Tirol ausgelotet werden. Der deutsche Fotograf Michael Reisch zeigte in der Ausstellung „Landschaftsbilder“ im Fotoforum West großformatige Landschaftspanoramen. Der ehemalige Student von Prof. Bernd Becher an der Kunstakademie in Düsseldorf arbeitet mit realen Landschaften, die er mit einer Großbildkamera aufnimmt und am Computer bearbeitet. Keine realen Landschaften sondern vielmehr skulptural konzipierte Bilder sind charakteristisch für seine Arbeiten. Für die Schau „Tiroler Industrie in zeitgenössischer Fotografie“ im FO.KU.S Foto Kunst Stadtforum der BTV wurden sieben internationale Fotografinnen und Fotografen von der Industriellenvereinigung Tirol beauftragt in verschiedensten Betrieben in Tirol zu recherchieren und ihre Sicht der Tiroler Industrie ins Bild zu setzen. Die fotografischen Arbeiten von Mona Breede, Miklos Gaál & Otto Karvonen, Robin Merkisch, Walter Niedermayr, Timm Rautert und Florian Schwinge gewährten interessante Einblicke in die Tiroler Industrie. Michael Strasser, der in Innsbruck geborene Künstler und Absolvent der Fotografie-Klasse der Universität für angewandte Kunst Wien (Prof. Gabriele Rothemann), war im Februar erstmals mit einer Einzelausstellung in Tirol zu Gast. Unter dem Titel „A Minor Revival“ waren fotografische Arbeiten aus der gleichnamigen Serie in der Galerie im Andechshof zu sehen. In „Different Perspective“ wurden im Kunst-Werk- BLITZLICHTER Raum Mesnerhaus in Mieming eine Auswahl verschiedener Werkgruppen der Fotografin Cornelia Kaufmann gezeigt. Festivals und Projekte Narda Alvarado, Olive Green, 2003. Heath Bunting, BorderXing between Hungary (Körmend) and Austria (Güssing), Galerie im Taxispalais, Foto: Patricio Crooker Herbert Brandl, Ohne Titel, 2007, Öl auf Leinwand, 200 x 300 cm, Courtesy Foto: Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck projekt „transfair“, Foto: plattform kunst~öffentlichkeit Mónica Jacobo: Binary Space Partition, Installation 2007, Foto: Künstlerhaus Kunstfestivals laden im Besonderen dazu ein, am aktuellen Kunstdiskurs rund um Präsentation und Rezeption teilzunehmen. Im Hochsommer lud Herbert Fuchs zur „Verbale“, einem viertägigem Treffen für Künstler, Literaten, Philosophen und Publikum. Filme, Konzerte und Ausstellungseröffnungen standen am Programm des „Kunstfestivals“. Daran beteiligt waren das Kulturgasthaus Bierstindl, der Kunstraum Innsbruck, das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum und der von Herbert Fuchs neu eröffnete Kunstraum KREIS 55 (Fürstenweg 55). Herbert Fuchs versuchte damit einen Neustart seines in den Achtzigerund Neunzigerjahren (1987 - 1998) so erfolgreichen Kunstraums in der Amraserstraße – der Kreis wurde leider nach fünf Monaten wieder geschlossen. Das Kunst-Sommerfestival „Fresh Trips-Festival of Contemporary Art Aspects“ im Kunstraum Innsbruck, gemeinsam mit medien.kunst.tirol, widmete sich dem Crossover innerhalb der Kunstproduktion. Zahlreiche Performances, Djs und Konzerte waren in dem dreiteiligen Festival zu erleben, das die unterschiedlichsten Möglichkeiten eines spielerischen Experimentierens mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln aufzeigte. Mit der von Ulrich Wulff organisierten Ausstellung „Niveaualarm“ wurde ein ganzer Bus voll von Berliner Kunstschaffenden nach Innsbruck transportiert. Ein Transport ganz anderer Art stand im Mittelpunkt des temporären Kunstprojektes „transfair“ der Gruppe „plattform kunst~öffentlichkeit“ (Andrea Baumann, Christopher Grüner, Michaela Niederkircher, Robert Pfurtscheller, Christine S. Prantauer, Jeannot Schwartz). Das von der Gemeinde Vals eingereichte Projekt ist als eines von drei Siegerprojekten des vom Land Tirol ausgeschriebenen Wettbewerbes „Kunst im öffentlichen Raum“ im Herbst 2007 verwirklicht worden. Eine der 2.738 Schindeln des Goldenen Dachls wurde temporär durch eine Lärchenschindel eines Valser Stadels ersetzt. Im Gegenzug erhielt dieser Stadel eine Schindel des Goldenen Dachls, die leider gestohlen wurde. Die Projekte und Veranstaltungen der StipendiatInnen des internationalen Fellowship-Programms für Büchsenhausen 31 visuelle Künste und neue Medien im Künstlerhaus Büchsenhausen ermöglichten theoretische Reflexionen und regten zum Informationsaustausch und Diskurs an. Die argentinische Medienkünstlerin Mónika Jacobo hat im Sommersemester 2007 für ihre Abschlusspräsentation mit der Installation „Binary Space Partition“ zur Diskussion um die Konstruktion der Wahrnehmung von Realität bzw. mediatisierter Realität beigetragen. Durch den manipulativen Gebrauch von Medienformaten, wie etwa Computerspielen, wurde die visuelle Wahrnehmung und Definition von Raum Infrage gestellt. Ursula Hansbauer & Wolfgang Konrad haben sich als Fellows im Wintersemester mit realer Biopolitik und genetischem Kolonialismus beschäftigt. Im Zentrum der Recherche standen Biodatenbanken und deren umfassende Datenarchive sowie der internationale Handel mit biometrischen Daten. Kunstreiches Tirol Fast unzählbar sind die Orte an denen Kunst präsentiert wird, unmöglich alle zu erwähnen. An dieser Stelle noch eine kleine Auswahl an Neuem, Interessantem und Ungewöhnlichem. Mit der Ausstellung „Wotruba und seine Schüler“ wurden die neuen Räumlichkeiten der Galerie Maier im Palais Trapp eröffnet. Auch die Turmgalerie in Imst hat neue Galerieräume bezogen. In einer Gruppenausstellung, die gleichzeitig in der Stadtgalerie Schwaz und in der ar/ge kunst, Galerie Museum in Bozen stattfand, wurde die Frage nach der „Kunst des Alterns“ gestellt. Die Kuratorinnen Sabine Gamper (Bozen) und Karin Pernegger (Schwaz) recherchierten anhand von Werken zeitgenössischer Kunst das Alter sowohl im Kontext von Familie und Gesellschaft, wie auch mit Augenmerk auf den alternden Körper zwischen Verlustangst und Intimität. Einen anderen Lebensabschnitt thematisierte Gebhard Schatz in der von ihm kuratierten Ausstellung „Where is Mummy“, die im Rahmen der ubuntu-Reihe „Kunst und Kindheit“ in der Galerie Theodor von Hörmann in Imst gezeigt wurde. In der Galerie im FeuerWerk in Fügen hat der Bildhauer Helmut Nindl in der Schau „View/Sicht – Sichtung“ neue Werke präsentiert. Der Imster Künstler Elmar Kopp war mit „Reisebildern“ in Gerald Kordoglu Nitsche‘s Atelier im Karrnerwaldele in Landeck zu sehen. Roland Böck hat in der Ausstellung „Überblick: 32 Mensch – Natur“ im Rechlerhaus in Ladis Einblicke in seine Arbeiten gewährt. Die Galerie 9900 in Lienz hat dem Osttiroler Künstler Lois Salcher mit „Paintings“ eine Personale gewidmet. Ein ungewöhnlicher, aber doch nicht ganz abwegiger Ort wurde für die Präsentation der Arbeiten des Aktsymposiums am Legar 2006 mit der Art Bar im Dampfbad der Salurnerstrasse gewählt. Auch die Gewächshäuser des Botanischen Gartens in Innsbruck sind außergewöhnliche Ausstellungsorte, in denen 2007 die Ausstellung „Elemente“ von Nina Schmid und Ulrike Pawlowsky zu sehen war. Preise und Auszeichnungen Die Preise für zeitgenössische Kunst und die Förderpreise für zeitgenössische Kunst wurden 2007 für die Jahre 2006 und 2007 vergeben. Den Preis für zeitgenössische Kunst erhielt für 2006 Christine S. Prantauer und für 2007 Walter Obholzer. Die Förderpreise für zeitgenössische Kunst wurden für das Jahr 2006 an Franz Wassermann, Friedrich Biedermann und Robert Gfader vergeben, und für 2007 an Anja Manfredi, Emanuel Danesch und Okay Altinisik. Preistträger des 30. Österreichischen Grafikwettbewerbs 2007 sind unter anderem Klaus Mosettig (Preis des Landes Tirol) und Judith Fegerl (Preis der Landeshauptstadt Innsbruck) Der Josef-Franz-Würlinger-Preis wurde 2007 an Michael Strasser verliehen. Mag. Cornelia Reinisch MA: Kunsthistorikerin; Schwerpunkte: Zeitgenössische Kunst, Architektur und Fotografie Freie Tiroler Kulturszenerien – Vielfalt mit Anspruch Petra Streng D em Anspruch an Vielfältigkeit wurden die diversen „freien“ Tiroler Kulturträger auch im Jahr 2007 vollkommen gerecht. Die Qual war nur die Wahl: Denn beinahe täglich konnte man in den Bezirksstädten, aber auch in den Dörfern der Regionen aus einem breiten Potpourri des künstlerisch Kreativen geistig und vor allem animierend schöpfen. Sei es in Form von Projektpräsentationen, Einzelveranstaltungen, Symposien, Konzerten (in der ganzen musikalischen Bandbreite) u.v.m. Das Land Tirol „würdigte“ (in Zusammenarbeit mit Südtirol) die Freie Tiroler Kulturszene 2007 mit einem eigenen Sonderheft der „Kulturberichte“. Nach den bis dato erschienenen Sondernummern zu eher „klassischen“ Kulturthemen präsentierten sich in diesem Heft „alternative“ Kulturinstitutionen, Projektbetreiber, aber auch Privatpersonen, die auf oftmals unkonventionelle Art und Weise, aktuell und zumeist mit gesellschaftspolitischem Anspruch, sich kulturellen und künstlerischen Anliegen verschrieben haben. Neben Fallbeispielen aus der Region bzw. den Regionen finden sich in dieser Sondernummer auch allgemein gehaltene Beiträge, die sich u.a. mit der Problematik der Kulturfinanzierung, der „prekären“ Arbeitsplatzsituation oder dem interkulturellen Umgang zwischen Anspruch und Wirklichkeit auseinandersetzen. Christlich-Muslimische Dialoggruppe Foto: Initiativen Minderheiten/Christlich-Muslimische Dialoggruppe „Institutionen“ der freien Kulturszene Die TKI – Tiroler Kulturinitiativen/IG Kultur Tirol – haben sich seit 1989 als zentrale Servicestelle für Kulturträger etabliert. Neben der Hilfestellung bei der Durchführung von Projekten bzw. Projekteinreichungen, der Vernetzung von und mit Interessenten tragen vor allem 33 die TKI open zur lebendigen, kulturellen Auseinandersetzung – im positiven Sinne einer gesellschaftspolitischen Diskussion – bei. Die TKI open 2007 mit dem Titel „Open Space“ konzentrierten sich u.a. auf die Fragestellungen: „Welche reelle und virtuelle Räume stehen zeitgenössischen, kritischen Artikulationsformen in Kunst und Kultur zur Verfügung? Wer bestimmt die Nutzung welcher Räume? Woraus resultieren Zugänge oder Zugangsbeschränkungen zu bestimmten Räumen?“ (siehe dazu die Projektausschreibung unter www.tki.at/projekte07.html). Die – alljährlich neu zusammengesetzte Jury – wählte folgende Projekte aus, die über das Jahr „verteilt“ oben angesprochene Facetten der kritischen Kulturbetrachtung bzw. Kulturauseinandersetzung in der Praxis (und zumeist sehr qualitätvoll) – mehr oder weniger publikumswirksam – umsetzten: „Die literarische Straßenbahn“ (Cognac & Biskotten; Motto: „Haltestellen & Lebensläufe“ im öffentlichen Raum der Stadt Innsbruck); „graffiti-lecture + street artworkshop“ (writingrestistance/Karl Neumayr und Robert Schrage; Motto: „Formen der Streetart und ihre gesellschaftlichen Relevanz“); „AndernWOrts“ (Verein für Kultur Inzing; Motto: „AutorInnen leben in und mit der Region bzw. deren BewohnerInnen“); www.livesafelyineurope.com (Verein VANCAM; Motto: „Transformationsprozesse und die Abgrenzung gegenüber sozial ‚Anderen’“); „Wie das Leben so spielt“ (Verein spectACT; Motto: „Theater-Spiel als Kunstform – das Stück wächst aus den SchaupielerInnen“); „Reclaim Culture“ (FREIRAD – Freies Radio Innsbruck; Motto: „Live-Studio als öffentlicher Raum“); „MUSIK MOB“ (saegewerk soundsystem, NLK-Kultur u.a.; Motto: „Djs u. Djanes unterschiedlicher Musikstile“); „bodyscapes“ (Jakub Skowronski; Motto: „Über die inflationäre Präsenz und Überästhetisierung des menschlichen Körpers“); „Netlabel Autark“ (Kulturverein aut. ark; Motto: „Online-Plattform für zeitgenössische elektronische Musik“); „WebTwoZero_X“ (Kulturlabor Stromboli; Motto: „Virtueller Raum – Bericht(e) der digitalen Revolution“); „Accion Mutante“ (Theater der Agressionen; Motto: „Behinderung – gesellschaftliche Tendenzen, Vorurteile und Diskriminierung ...“) sowie „fem:tastique!“ (grauzone; Motto: „Thematisierung sexistischer Verhaltensweisen – ihre Überwindung und das Entstehen von feministischen Freiräumen“). In Anbetracht der Vielfalt – und nicht zuletzt der unterschiedlichen Zugangsweisen im Sinne einer kritischen 34 Kulturanalyse – der präsentierten Projekte, darf man schon gespannt auf die nächsten TKI Open 08 mit dem Motto „–pampa“ sein. Die bættlegroup for art (ein „nicht-institutioneller“ Zusammenschluss von Kulturträgern: Initiativen, KünstlerInnengruppen und Plattformen der freien Szenen Innsbrucks/siehe dazu auch Kulturberichte 2006) präsentierte im März 2007 das zweite Modul ihres Projektes. Es handelt sich dabei um die Website www.baettle.net, wo sich die einzelnen Gruppierungen vorstellen, wo aber auch eine Bestandsaufnahme zur kulturellen Situation im weiteren Sinne stattfindet. Zudem trafen sich Mitglieder bzw. Initiatoren der bættlegruop for art u.a. zu einer Arbeitskonferenz zum Thema „Der öffentliche Raum der Stadt als Kulturraum“. Interessante Statements dazu (von Hans Kropshofer, Arno Ritter und Barbara Hundegger) finden sich als download-Dateien unter www.baettle.net. Das Stadtplanplakat des Projektes Bættle Research (Modul 1/2006) wurde – Kompliment – 2007 als eines von den „100 besten Plakaten 06“ unter 1527 eingereichten Arbeiten beim größten Plakatwettbewerb im deutschen Sprachraum ausgezeichnet. Einen weiteren Erfolg konnte bættlegroup for art als maßgeblicher Ideenentwickler in einer „erweiterten“ Projektförderung verzeichnen. Die Stadt Innsbruck schrieb im Herbst 2007 erstmals die Kunst- und Kulturinnovationsförderung „stadt_potenziale“ aus. Der mit 70.000 Euro dotierte Fördertopf richtet sich an alle freischaffenden Kulturtreibenden mit dem Ziel, u.a. „experimentelle Projekte, die Kunst als intensive Gesellschaftsforschung mit offenem Ausgang begreifen“ zu unterstützen. Man darf jetzt schon gespannt auf die durch eine eigene Jury ausgewählten Projekte für das Jahr 2008 sein. Die p.m.k. (begründet 2001) hat sich vor allem in innovativen Musikkreisen zu einem etablierten und über Tirol hinaus bekannten Zentrum entwickelt. Ulrike Mair, Geschäftsführerin der p.m.k., sagt zum Thema „Überregionalen Anspruch lokal umsetzen“: Es arbeiten „eine Vielzahl engagierter, in neuen Formen praktizierende Musiker und Veranstalter in Innsbruck, ... seit vielen Jahren auf höchstem Niveau, dem Forschen nach Musik am Puls der Zeit und dem Anspruch an höchstmöglicher Qualität verpflichtet ...“. Und diese kontinuierliche Qualität zeigte sich 2007 in vielerlei Hinsicht. Nicht nur Musik, sondern auch Design, Film oder Medienkunst fanden in den – und das sei hier am Rande vermerkt – nur „beschränkten“ Räumlichkeiten über das ganze Jahr verteilt BLITZLICHTER ihr Publikum. „Die inhaltliche Breite und Vielfältigkeit spiegelt sich in der Mitgliederliste der p.m.k. und das ist auch ihre besondere Stärke: die vielen Spezialisten, die in ihrem Bereich spezielles Know How und den Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen haben und über beste Kontakte zu Musikern, Künstlern, Agenturen und Theoretikern verfügen“ (Ulrike Mair). Das vielfältige Jahresprogramm 2007 überzeugte vom Anspruch der Organisatoren. kleinkunst ist Großkunst „Trampolissimo“, Foto: Musik Kultur St. Johann Hall i. Tirol und Telfs, „Die Superhenne Hanna“, Foto: PAS Stromboli, „Krokodiltränen“, Kindertheater, Foto: Kulturlabor Stromboli Tris, „3 Orchideen im Sarg“ Foto: Ekkehard Schönwiese Ein bis dato oftmals vernachlässigter Bereich – vorrangig in breiten Bevölkerungskreisen bzw. in den Medien – ist die Kleinkunst. Kleinkunst, ein kultureller Terminus, der eigentlich zu unrecht mit dem Adjektiv „klein“ versehen ist. Das beweisen nicht zuletzt die derart apostrophierten Veranstaltungen in ganz Tirol. Beispielgebend seien hier kurz Veranstaltungen angeführt, die 2007 sehenswert, wenn nicht gar erlebniswert waren. Gerade der Bereich des Kabaretts erfreute sich (wieder) zunehmender Beliebtheit. Die Rede ist hier nicht unbedingt von den Klassikern wie Lukas Resetarits oder Alfred Dorfer, sondern die „regionalen“ Highligths. Dazu zählte vor allem der Preis der „Kleinkunst-Röhre“. Zum zweiten Mal kürte das Kulturgasthaus Biestindl die besten NachwuchskleinkünstlerInnen. Im Jahr 2007 – das sich nicht zuletzt durch internationale Präsenz auszeichnete – gewannen die „Drei Frisöre“ den Preis. Sie boten Musikkabarett in „Reinkultur“ und entsprachen voll und ganz dieser „ganzheitlichen Kunstausrichtung“ – oder wie es Claudia Moser, Geschäftsführerin des Bierstindls ausdrückt, „Kleinkunst ist für uns ... weit mehr als klassisches Kabarett ...“. Schon seit Jahren begeistert die Frauengruppe „Tris“ mit ihrer „Clownerie“ (Programm: „3 Orchideen“, 2007 u.a. Aufführungen im Kulturgasthaus Bierstindl). Sie setzen sich wohltuend vom „herkömmlich“ klassischen Kabarett ab und haben in Tirol (und über die Grenzen hinaus) diesem Genre ihren spezifischen Stempel aufgedrückt. Ganz nach dem Motto: Unterhaltung muß und kann niveauvoll sein. Der Vielfalt der Kleinkunst entspricht die im Herbst 2007 neu gestartete Initiative „exlkeller“ (Löwenhaus/ Innsbruck). Der ehemalige „Kulturleiter“ des Bierstindls, Robert Renk, gestaltete das bisherige Programm und sorgte für einen neuen, bunten „Spielboden“ in der Landeshauptstadt. 35 „Lebens“Kultur im Dialog Interkulturelle Zusammenarbeit, aber auch Auseinandersetzung im positiven Sinn, steht in der freien Tiroler Kulturszene hoch im Kurs. Und das ist gut so, denn gerade in den (Alltags)äußerungen kann Gemeinsames neu entdeckt, vermeintlich Trennendes aber unter kulturellen Gesichtspunkten so objektiv wie eben möglich bewertet werden. Die Kulturinitiative „Wäscherei p“ in Hall, das Kulturlabor Stromboli, die Galerie St. Barbara (inkl. dem Osterfestival), der Freistaat Burgstein im Ötztal, der Kulturverein Inzing oder die Kulturinitiative „Kultur am Land“ in Buch bei Jenbach sind nur einige Beispiele dafür, wie facettenreich das interkulturelle Agieren vor sich gehen kann. Oftmals steht hier nicht die Präsentation von Kultur im Vordergrund, sondern der interdisziplinäre Zugang und das direkte Miteinbeziehen des Publikums. Was in vielen Abhandlungen und Aufsätzen als theoretisches Konstrukt erscheint, wird durch Projekte, Aktionen und Veranstaltungen in der freien Kulturszene zum praktischen „Lebensunterricht“. Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang auch das FREIRAD – das freie Radio Innsbruck, das in seiner Programmgestaltung (und zwar das ganze Jahr hindurch) für Meinungsvielfalt und –freiheit steht. Oftmals abseits einer breiten Publicity arbeitet die Initiative Minderheiten kontinuierlich an interkulturellen Programmen. Vor allem über das Metier der Musik erfolgt ein stetiger Austausch, der nicht zuletzt dem sozialen Miteinander und der gesellschaftspolitischen Akzeptanz von Minderheiten, wie überhaupt dem vermeintlich kulturell „Fremden“ dient. So geschehen etwa auch am „Afrika-Tag“ im April 2007, wo die „Intiative zur gelebten Integration“ begründet wurde. Besondere Aufmerksamkeit verlangt die ChristlichMuslimische Dialoggruppe (CMD) in Innsbruck. Der multikulturelle Dialog – realisiert in Arbeitsgruppen, aber auch in öffentlichen Veranstaltungen – hat das Ziel, subkulturelle Eingrenzungen zu vermeiden und den interkulturellen Austausch im Sinne eines friedvollen Zusammenlebens zu forcieren. Dieses Ziel will man u.a. auch dadurch erreichen, indem man in eigenen Schulprojekten das Verständnis für „fremde“ Religionen sensibilisiert und auch den realbezogenen Umgang damit lehrt. Und dies alles ohne Zwang, psychologisch begleitet und eben mit der ganzen Bandbreite der kulturellen Äußerungen gespickt. 36 Kinder“kultur“ - Kultur für und nur für Kinder Viele Tiroler Kulturinitiativen bzw. freie Tiroler Kulturprojekte widmen sich der Kulturvermittlung an die jüngeren Generationen. Aus der Vielfalt der Angebote, die übrigens oftmals ganzjährig zu begeistern wissen, seien hier für das Jahr 2007 nur einige beispielhaft erwähnt. Das Haller Kulturlabor Stromboli organisiert seit seiner Gründung (1989) eigene Kinderprogramme, seit 1997 mit dem eigenen Kindertheater „Strombomboli“ auch verstärkt szenische Aufführungen, die u.a. auch in der gesamten Region sich großer Beliebtheit erfreuen. Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren besuchten 2007 das zweitägige Kindertheaterfestival im Bierstindl in Innsbruck um (vielleicht) erstmals Bühnenluft zu schnuppern. Sie sind vielleicht die zukünftigen Schauspiel“stars“ des Theater Verbandes Tirol, der diese praxisorientierte Veranstaltung ins Leben rief. Auch große und etablierte Kultur“institutionen“ wie der Verein Musik Kultur St. Johann oder die Klangspuren Schwaz kümmern sich kulturell-vorbildhaft um den Nachwuchs. So etwa in St. Johann in Form der Kinder-Sommerakademie 2007 „Trampolissimo“, wo Kindern (beinahe) die ganze Bandbreite der künstlerischen Schaffenskraft vermittelt wurde: Schauspiel, das Kreieren von Theaterfiguren u.a. mehr. Seit dem Jahr 2004 haben die Klangspuren Schwaz ein eigenes Kinderprogramm mit dem Namen „barfuß“, das auch im Jahr 2007 kurzweilige Veranstaltungen sowie „intensive“ Kurse anbot. Zudem kamen 2007 noch zahlreiche kinder- bzw. jugendspezifische Aufführungen und Projekte – sei es in Pinswang (Kulturzentrum „Die Villa“), in „Kultur am Land“ in Buch bei Jenbach und nicht zuletzt im Innsbrucker Programmkino Cinematograph/Leokino. Grenzüberschreitend – und grenzenlos Nicht eindeutig der sogenannten freien Kulturszene zuordenbar, aber subsummaris in der dargebotenen Vielfalt absolut erwähnenswert ist das Xong-Festival 2007, das im Länderdreieck Tirol, Südtirol (Italien) und Graubünden (Schweiz) stattfand. Das kulturelle – und hinsichtlich der Interpreten beinahe weltumfassende - Potpourri umfasste neben Festen, Konzerten (u.a. „Morgenstimmung“ mit Thuuis aus der Mongolei), Kulturwanderungen (in allen Regionen und zu unterschiedlichen Themen), Theateraufführungen, Kleinkunst und nicht zuletzt „Wirtshausmusiken“. Und gerade letztgenannte (hier z.B. das Zusammen“spiel“ von Jazz und Volksmusik) unterstreichen vorbildhaft die immer wieder apostrophierte Freiheit der Kulturszene: So schließen sich eben Moderne und Tradition in der Kultur nicht aus, sie sind in der gelebten Alltagskultur nicht Widerpart, sondern ergänzende und gerade dadurch lebendige Faktoren. Dr. Petra Streng: Volkskundlerin; zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Konzepte zur regionalen Volkskunde und Kulturgeschichte; Mitinhaberin von VOKUS-Servicestelle für alpenländische Volkskultur 37 38 2007 – Ein Jahr der literarischen Jubiläen Anna Rottensteiner 30 Jahre Die Innsbrucker Wochenendgespräche fanden im Jahr 2007 zum dreißigsten Mal statt, das fünfte Mal unter der kompetenten und weitsichtigen Leitung von Gisela Holzner. Kann über „Die schweigsame Seite der Literatur“ gesprochen werden? Es kann, wie die zwei Tage Gespräche und Lesungen bewiesen, und zwar in einer durchwegs inspirierten Art, in der die verschiedensten Facetten von Stille – Schweigen – Verschwiegenheit zur Sprache kamen und fundamentale Aspekte des literarischen Schreibens angeschnitten wurden. Robert Schindel moderierte die Gespräche zwischen Kurt Aebli, Daniela Danz, Nora-Eugenie Gomringer, Sabine Gruber, Bodo Hell, Barbara Hundegger, Bart Moeyaert, Andreas Neeser, Julian Schutting, Yoko Tawada und Peter Waterhouse. Jeder und jede der Anwesenden brachte Positionen aus der individuellen Schreiberfahrung und Schreibpraxis ein, und so erwiesen sich die Gespräche, für die Beteiligten wie für die Zuhörerinnen und Zuhörer, als ein sprach- und gedankenreiches Feuerwerk, das sich am Thema entzündete. Zu Beginn der Gespräche wurden grundlegende Begrifflichkeiten andiskutiert: Ausgangspunkt war dabei das literarische Misstrauen gegen die Alltagssprache, das seit Hugo von Hofmannsthal, aber auch seit Ingeborg Bachmann tief in der österreichischen Literatur verankert ist. Es zeigte sich, dass die Schreibenden mittlerweile von vielschichtigen, unterschiedlichen Definitionen dessen, was die poetische Sprache von der Alltagssprache unterscheidet, bzw. worin die eine in der anderen aufgehoben ist, ausgehen: die Alltagssprache wird als „Grundrauschen“ wahrgenommen, dem man sich nicht entziehen kann. Das Ineinanderschieben der verschiedenen Diskurse, die Verschnitte und Verschiebungen, Innsbrucker Wochenendgespräche: Peter Waterhouse, Bodo Hell, Sabine Gruber, Foto: Willi Pechtl 39 können sich demzufolge als „poetische Rede“ darstellen, die sich nicht auf Botschaft und Verständigung als ausschließlichen Zweck einlassen will und dadurch auch das Schweigen zwischen den Zeilen zum Schwingen bringen kann. „Etwas beschreiben heißt immer auch, etwas zum Schwingen bringen“ – so formulierte es Barbara Hundegger und brachte damit das Thema der Gleichzeitigkeit von Macht und Ohnmacht ins Spiel. Etwas zum Schwingen bringen bedeutet, etwas Anderes NICHT zum Schwingen zu bringen. Von da konnte der Bogen weit aufgespannt werden zur für jeden literarisch Tätigen zentralen Frage, WIE etwas zum Schwingen gebracht wird, in der „Wechselwirkung zwischen Schweigsamkeit und Reden“ (Andreas Neeser). Dabei sind die Antworten bzw. Möglichkeiten vielseitig: Bodo Hell bringt die Konnotationen der einzelnen Wörter ins Spiel, die „Entdeckung des Verschwiegenen im Wortlaut“, Andreas Neeser den quantitativen bzw. ökonomischen Aspekt: „Wieviel Wörter brauche ich für meine Rede?“ Dabei plädiert er für Kürze, Julian Schutting hingegen für die poetische Strategie der Verknappung. Der eine sieht dabei die Gefahr des Verstummens, der andere die hohe Schule der literarischen Rede. Nora Gomringer ortet bei sich in der ununterbrochen Präsenz des „Grundrauschens“ eine Überproduktion von Worten, und, als Folge davon, eine „in der Schwebe gehaltene Liebe zu Äußerung und Nicht-Äußerung“. Daniela Danz sieht es als wesentliche Bewegung im Schreiben an, sich dem, worüber man schreiben möchte, von dessen Grenzen her anzunähern. Die Gespräche entwickelten sich zu Suchbewegungen über die Poetik des eigenen Schreibens, wobei man immer wieder auf die Bedeutung des Schweigens in der Literatur von totalitären Systemen zu sprechen kam: einkalkuliertes Schweigen und bewusstes Auslassen gewinnen so als Subtexte eminente Bedeutung. Diesen Diskurs hebt Yoko Tawada auf eine allgemeine Ebene, indem sie das politische Element des Schweigens bzw. Verschweigens anspricht, das verordnete Schweigen als Herrschaftsinstrument. Was Schindel zum Abschluss der Gesprächsrunde zur Frage veranlasst, ob es umgekehrt, in „Zeiten der Freiheit“, auch Thematiken gibt, die in der Literatur bewusst nicht aufgegriffen werden sollten. Gegen den verordneten „Zwang zur Aufklärung“ hingegen verwehrt sich Kurt Aebli, der feinsinnig auf den Unterschied zwischen Schweigen und Stille eingeht – „Stille“ als die Gleichzeitigkeit von allem, ohne dass sich etwas besonders hervorhebt – und für bewusst Unbeantwor- 40 tetes und Vieldeutigkeit in der Literatur plädiert. Die vielschichtigen poetologischen Ansätze, die sich immer wieder an den unterschiedlichsten Punkten trafen, um dann wieder in neue Gedankengänge abzuzweigen, konnten die Zuhörer auch in den Texten der beteiligten Autoren bei den Lesungen im ORF Kulturhaus nachverfolgen, die von Sabine Gruber und Gabi Wild moderiert wurden. Der Flüchtigkeit der Gespräche, bei all ihrer konzentrierten Intensität, wurden heuer zwei sicht- und greifbare Kontrapunkte entgegengesetzt: in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck und dem Brenner-Archiv wurde die Foto-Ausstellung „Literarische Begegnungen“ präsentiert, in der eine Vielzahl von Autorenporträts und Gruppenbildern einen eindrucksvollen Einblick in die 30 Jahre „Innsbrucker Wochenendgespräche“ gaben. Ein äußerst bibliophil gestaltetes Leseheft mit Texten von Teilnehmern der Jahre 2003 bis 2006 wurde von Gisela Holzner im Rahmen des Festprogramms im Congress als Geschenk an die Anwesenden überreicht. 25 Jahre Auf 25 bewegte und erfolgreiche Jahre kann der Innsbrucker Haymon-Verlag zurückblicken, der dieses Jubiläum mit einem beachtenswerten Jahresprogramm feierte. So gab Christoph W. Bauer, der 1999 mit seinem ersten Gedichtband „wege verzweigt“ im Haus in der Kochstraße debütiert hat, die Anthologie „Ahoi. Gedichte aus 25 Jahren Haymon Verlag“ heraus. Highlights, Klassiker und verborgene Schätze versammeln sich dabei zu einem Lesebuch, das einerseits die Vielfalt der Wege demonstriert, die moderner Dichtung offen stehen, und andererseits belegt, dass Lyrik von Beginn an einen festen Platz im Programm des Haymon Verlags hatte und hoffentlich auch weiterhin haben wird. Doch ist Bauer auch mit einer eigenständigen Publikation im Jubiläumsprogramm präsent, mit „Das Alphabet der Häuser. Roman einer Stadt“. Seine Anfänge im Innsbrucker Verlag hatte auch Raoul Schrott, der gleich mit zwei Publikationen im Jubiläums-programm seines Ursprungsverlags präsent ist und den beiden Schienen Rechnung trägt, die zu seinem Grundschaffen gehören: zum einen mit „Die fünfte Welt. Ein Logbuch“, einer Reise zum letzten weißen Flecken dieser Welt, poetisch und politisch zugleich, und BLITZLICHTER Die Literarische Straßenbahn zum anderen mit der Auswahl von Texten und Briefen von norbert c. kaser im Lesebuch „N.C.Kaser elementar“. Neben der Publikation von Haymon-Stammautoren wie Sepp Mall, Kurt Lanthaler, Helene Flöss, Brita Steinwendtner, Ludwig Laher, Alfred Komarek, Ferdinand Schmatz, Felix Mitterer blieb der Verlag auch seiner Schiene treu, DebütantInnen der deutschsprachigen Literatur zu fördern: Angelika Reitzer legte 2007 mit „Taghelle Gegend“ einen viel gelobten Roman vor. Aber auch der Gründer und Verleger selbst, Michael Forcher, ist mit seinen historisch fundierten, dabei leichtfüßig zu lesenden Ausführungen zum Namensgeber des Verlags, dem Riesen Haymon, im Programm präsent. Foto: Thomas Schafferer für Co & Bi 2 x 10 Jahre Sprachsalz: Ernst Gossner, Raymond Federman, Foto: Florian Schneider Innsbrucker Wochenendgespräche: Barbara Hundegger, Andreas Neeser, Robert Schindel, Foto: Willi Pechtl Zwei „jüngere“ Kinder feierten im Jahr 2007 ihr zehnjähriges Bestehen: das Literaturhaus am Inn und Cognac & Biskotten. Das Literaturhaus am Inn stellte kein Einzel-Groß-“Event“ in den Mittelpunkt der Jahrestätigkeit, sondern konzentrierte sich bewusst und verstärkt auf die wichtigsten Vertreter und Vertreterinnen der österreichischen Literatur der letzten 10 Jahre. Damit trug es einer der Grundkonstanten und auch der Grundaufträge des Literaturhauses Rechnung: eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Literatur zu bieten. Und so waren im Lauf des Jahres so bedeutende Autoren und Autorinnen wie Anna Mitgutsch, Josef Winkler, Erich Hackl, Robert Menasse, Evelyn Schlag, Renate Welsh, Josef Winkler, Christoph W. Aigner, Ludwig Laher, Alfred Kolleritsch, Peter Henisch, Hans Raimund, Gerhard Ruiss, Ferdinand Schmatz und Franz Josef Czernin zu Gast. Junge Autoren und Autorinnen wurden ebenso eingeladen, zum Beispiel Thomas Ballhausen, Angelika Reitzer, Linda Stift, wie internationale, renommierte Schriftsteller wie der Ukrainer Juri Andruchowytsch oder Claudio Magris. Die Besonderheit und Einzigartigkeit jedes einzelnen Abends gründet auf der Ausstrahlungskraft der eingeladenen Gäste und auf dem literarischen Stück Welt, das sie an dem jeweiligen Abend in den zehnten Stock mitbringen. Seien dies Nahaufnahmen zu vergessenen Klassikern der Literatur wie zum Beispiel Hans Lebert, Filmabende zu bedeutenden Autoren wie Peter Handke, der Blick auf aktuelle Thematiken aus dem Blickwinkel der Literatur wie Barbara Frischmuths Vortrag zum gegenwärtigen Erscheinungsbild des Islam. Oder thematische Klammern, die 41 an einem Abend Bildende Kunst, Literatur und Musik vereinen und unterschiedliche Stimmen zum Klingen bringen, Abende, an denen Experten und Expertinnen zur Diskussion über Bücher und zeitgenössische Problematiken des Literaturbetriebs geladen werden … Immer aber wird Literatur in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen und Ausprägungen, werden die Autoren mit Freude ernst genommen, wird ihrem Blick auf die Welt Rechnung getragen, indem man neben den Lesungen auch zu fundierten Gesprächen bittet. Das „polymorphe“ Tiroler Literaturmagazin Cognac & Biskotten ließ sich zu seinem zehnjährigen Bestehen etwas Außergewöhnliches einfallen: die „Literarische Straßenbahn. Ausgabe Nr. 25 des Tiroler Literaturmagazins Cognac & Biskotten“. Ganz konkret ist dies die mit dreiunddreißig literarischen Textzitaten beklebte Stubaitalbahn-Garnitur Nr. 88, die von September 2007 bis Jänner 2008 auf der Strecke Innsbruck – Fulpmes im regulären Tram-Netz der IVB fährt. Zusätzlich ist ein Fahrplanheft mit den Vollversionen der Texte erschienen. Auch sind in allen 30 Innsbrucker Straßenbahnen Textfragmente der Ausgabe auf A3-Plakaten anzutreffen. Ein Literaturmagazin der besonderen Art also, das in einer Auflage von nur einem Stück erscheint und in das man einsteigen kann. Unter dem Motto „Haltestellen & Lebensläufe“ fährt dabei Literatur auf Schienen durch den Alltag der Menschen und macht Lust auf Lesen und darauf, über persönliche Lebensläufe und Haltestellen in der eigenen Biographie nachzudenken. Die beteiligten Autoren und Autorinnen stammen vorwiegend aus Tirol und dem weiteren Österreich, doch finden sich auch Teilnehmer aus Italien, Luxemburg und den USA. Das große Überthema dieser Ausgabe ist das tram-atische Leben. Dementsprechend unterschiedlich sind die Herangehensweisen, Kurzgedichte und -geschichten stehen neben Abhandlungen über die letzten Dinge des Lebens. Die scheinbar einfach aufgebauten Straßenbahngeschichten warten dabei mit allerlei Erkenntnissen über das Leben auf. Das Layout steht dabei unter dem Motto „Haltestellen & Lebensläufe“: „Rote Lebensfäden laufen zum Teil wie ein Fahrplannetz parallel und geradeaus, verstricken und verknoten sich an gewissen Stellen und laufen schlussendlich im Kreis. Dazwischen gibt es Haltestellen, an denen die Textzitate als Gedankenfragmente der Autorinnen und Autoren zum Verweilen einladen.“ So Thomas Schafferer, der gemeinsam mit der Innsbrucker Grafikerin Julia Riedl für das Layout verantwortlich zeichnet. 42 2 x 5 Jahre Zwei Fixpunkte am literarischen Festivalhimmel fanden 2007 bereits jeweils zum fünften Mal statt: zum einen die „Tage der neuen deutschsprachigen Literatur“ im Kulturgasthaus Bierstindl und zum anderen die Internationalen Tiroler Literaturtage Hall „Sprachsalz“. Die „Tage der neuen deutschsprachigen Literatur“ lehnen sich in ihrem Namen bewusst an die renommierten Klagenfurter „Tage der deutschsprachigen Literatur“ rund um den Bachmann-Preis an, um sich mit dem kleinen Wörtchen „neu“ auch gleich wieder bewusst und gezielt davon zu unterscheiden. 12 junge AutorInnen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland waren eingeladen, die gesamte Bandbreite der aktuellsten Gegenwartsliteratur zu demonstrieren. 2007 waren es unter anderem Kathrin Passig, Melanie Arns, Michael Stavarič, Klaus Nüchtern, Andrea Winkler, Michel Mettler, Cornelia Travnicek, Malte Borsdorf und MarcUwe Kling, die mit ihrem jeweils unverwechselbaren Ton und auf erfrischende Art und Weise den Zuhörerinnen und Zuhörern „Spaß“ an der Literatur vermittelten. Das Festival „Sprachsalz“ mit seinen Lesungen im Parkhotel Hall, im Kurhaus und auch im Medienturm Ablinger-Garber bietet dem Literatur-interessierten Tiroler Publikum schon zum fünften Mal die Möglichkeit, internationalen Granden der Literatur lauschen zu können. Als besondere Höhepunkte seien erwähnt Frank McCourt, New Yorker Autor mit irischen Wurzeln, der mit seinem Buch „Die Asche meiner Mutter“ 1996 Weltruhm erlangte und auf der Sonnenterrasse des Parkhotels aus seinem Buch „Teacherman“ las und mit den Geschichten aus dem Alltag eines New Yorker Lehrers in seinen Bann zog, und Raymond Federman, Avantgardist der literarischen Postmoderne, der 1947 in die USA emigrierte, wo er heute in New York, San Diego und Buffalo lebt. In kongenialer Kooperation mit Ernst Gossner trug Federman seine unter die Haut gehenden „Surfiction-Texte“ vor, die im absurd artifiziellen Spiel und in der ästhetischen Verfremdung den ganzen Schrecken von Leben und Realität einfangen. Das Schmunzeln des Autors übertrug sich dabei auf die Gänsehaut des Publikums. Auch die Begegnung des Publikums mit der Beatautorin Ruth Weiss, die in Kalifornien lebt, wurde zu einer intensiven und berührenden, kam sie doch 1938 als 10jährige mit ihrer Familie auf der Flucht vor den Nationalsozialisten auch durch Innsbruck. Zahlreiche weitere Autorinnen und Autoren wären zu nennen, wie der „Weltenbummler“ Ilija Trojanow, der Berliner Michael Lentz oder die St. Petersburgerin Julia Belominskaja. Die besondere literarische Atmosphäre und Spannung von „Sprachsalz“ ergibt sich auch aus der Mischung von sehr bekannten und weniger bekannten Autoren und Autorinnen. Es ist den Organisatoren Programm und Anliegen zugleich: jeweils zwei Autoren, heuer waren es Ilija Trojanow und Raoul Schrott, übernehmen Patenschaften und bieten so zwei jungen Lesenden die Möglichkeit, im Rahmen von „Sprachsalz“ von einem großen Publikum wahrgenommen zu werden. Die Schweizerin Beate Rothmaier und der frankophone Autor Abdourahman A. Waberi waren ihre „Patenkinder“. sprachlichen „Hinschauen“, wodurch erst die literarische Virtuosität und Bedingungslosigkeit in der Darstellung der gewählten Thematik zum Wirken kommen kann. In der Reduktion, in der bewussten Wiederholung und minimalen Variation nähert sich der Autor dem Möglichen im literarisch Sagbaren. Das Ergebnis, das uns Lesende erreicht, sind wunderbare Texte, die, musikalisch und konzentriert in der Sprache, leidenschaftlich bedacht und strukturiert in der Form, erstarrte Sinnzuschreibungen aufbrechen und gewohnte Bedeutungszusammenhänge in neues Licht setzen. Dr. Anna Rottensteiner: Studium der Germanistik und Slawistik in Innsbruck; Leiterin des Literaturhauses am Inn; Arbeiten zur zeitgenössischen Literatur 1 Auszeichnung Im verdichteten Literatur-Jahr 2007 freute es ganz besonders, dass der Tiroler Landespreis für Kunst (Laudatio von Anna Rottensteiner, Anm. d. Red.) an den Schriftsteller Alois Hotschnig verliehen wurde. 1959 in Berg im Drautal geboren, studierte er in Innsbruck zunächst Medizin, um es dann zugunsten des Germanistik-Studiums und schließlich des Schreibens aufzugeben. Seit dem Jahre 1989, in dem sein Debüt, die Erzählung „Aus“ erschien, und auch in den darauf folgenden Romanen wie unter anderem „Leonardos Hände“ (1992) oder „Ludwigs Zimmer“ (2000) hat Hotschnig konsequent an einem Werk gearbeitet, das höchstes formales, schriftstellerisches Niveau als oberstes Ziel erachtet. Alois Hotschnig lässt sich weder durch Forderungen des Markts noch durch diverse Moden von seinem konsequenten schriftstellerischen Weg abbringen. Sein zuletzt erschienener Erzählband „Die Kinder beruhigte das nicht“ (2007), in dem sich jede einzelne Geschichte als kristallines Konzentrat der Grundhaltungen des Autors lesen lässt, kann auf unspektakuläre, dabei aber höchst kunstvolle Weise zeigen, wie Literatur durch scheinbar „einfaches Erzählen“ in der Lage ist, eingefahrene und gewohnte Sichtweisen durcheinander zu bringen und so den Leserinnen und Lesern Wahrnehmungsangebote liefert, die durchaus gesellschaftspolitische Inhalte transportieren. In scheinbarer Beiläufigkeit werden die dunklen, unruhigen Seiten vertrauter Szenerien und Zusammenhänge sichtbar. Die große Kunst Alois Hotschnigs liegt in der Ökonomie des Erzählens und im präzisen 43 44 Tirol im Film – Film in Tirol Silvia Albrich I n ihrem zehnten Bestandsjahr brachte die „Cine Tirol Film Commission and Found“, kurz Cine Tirol, wieder viele nationale und internationale Filmprojekte nach Tirol, die für große wirtschaftliche und mediale Effekte gesorgt haben. Besonders die Rückkehr der TVSerie „Der Bergdoktor“ nach neunjähriger Abwesenheit und die Produktion des Bollywoodfilms „Yuvraaj“ waren herausragende Erfolge der intensiven Cine Tirol-Marketing-Maßnahmen, Tirol im In- und Ausland als attraktives Filmland zu bewerben. Wie berichtet, war Cine Tirol einziger europäischer Teilnehmer an der Location Messe „cinemascapes 06“ in der indischen Filmmetropole Mumbai. Ein Besuch, der sich gelohnt hat: 2007 wurde mit dem aufwändig inszenierten Film „Yuvraaj“ (Prinz) das bisher größte Bollywood-Projekt in Tirol umgesetzt: Das 100-köpfige Filmteam ließ 600.000 Euro „liegen“, gedreht wurde in Innsbruck, Wattens und Kufstein, die Produktion mit Starbesetzung (Salman Khan und Katrina Kaif) unter der Regie von Altmeister Subhas Ghai („Ghandi, my father“, „Karma“) und garantiertem Millionen-Publikum bringt nicht nur indische Gäste, sondern auch Folgeprojekte nach Tirol. Indien als die größte Filmindustrie der Welt nützte Tirol 2007 für insgesamt fünf Filme als „Traumkulisse“, wobei „indische Produktionen keine finanzielle Förderung von Cine Tirol erhalten, sondern durch das Cine Tirol Location Service vor und während der Dreharbeiten umfassend unterstützt werden“, informiert Cine Tirol-Chef Johannes Köck. Köck findet auch die Fortsetzung des „Bergdoktors“ einen „Glücksfall für das Filmland Tirol. Denn immerhin war diese Serienproduktion (1992–1998) „eine der erfolgreichsten im deutschsprachigen Raum und wurde in viele andere Länder verkauft.“ Nach Gerhart Lippert und Harald Krassnitzer ordiniert nun Hans Sigl (nicht Drehaufnahmen von „Disengagement“ – Ch. Berger mit Crew, Foto: Silvia Albrich 45 mehr am Mieminger Plateau, sondern) in der Region am Wilden Kaiser. Neben acht Folgen des neuen „Bergdoktors“ wurden 2007 auch viele andere quotensichere und –verdächtige Fernsehproduktionen realisiert: „Die Lawine“ und „Tatort - Granit“ im Wipptal, „Da, wo die Freundschaft zählt“ in Kitzbühel sowie der 4. Teil des Quotenhits „Tal des Schweigens“ mit Sascha Hehn und Christine Neubauer im Osttiroler Pustertal, dazu noch die bereits siebente Staffel von „SOKO Kitzbühel“ in den Kitzbüheler Alpen, „Tom Turbo“ mit zwei Folgen in Hall und die erste „Bergdoktor“-Staffel in Ellmau. Auch Kinofilme wurden in diesem Jahr in Tirol gedreht, darunter „Krabat“ im Kaunertal, „Der Brandner Kaspar“ in Kramsach sowie „Champagne Socialist“ in St. Anton am Arlberg. Hinzu kommen noch zahlreiche Dokumentar- und Kurzfilme sowie Werbefilme in verschiedenen Regionen Tirols. So zum Beispiel drehte die Hamburger Produktionsfirma „Spiegel TV“ im Auftrag des ZDF die Schlüsselszenen für den Dokumentarfilm „Deutsche Polarexpedition Schröder-Stranz 1912“ am Pitztaler Gletscher. Fernsehfilme, die in den vergangenen Jahren in Tirol produziert wurden, erzielten speziell im deutschsprachigen Raum bemerkenswerte Quotenerfolge: Der TV-Film „Tödliche Habgier“ aus der Tatort-Reihe wurde beispielsweise von über sieben Millionen Zusehern in Österreich und Deutschland gesehen. Einige Premieren von Cine Tirol geförderten Filmen wurden erstmals in Tirol vor Publikum gezeigt: So etwa „Gipfelsturm“ über die Erstbesteigung der Zugspitze (vor 1000 Premierengästen!) in Matrei in Osttirol, „Tödliche Habgier“ in Maurach am Achensee, „Zugspitz – Berg der Kontraste“ in Ehrwald, „Die Lawine“ in Pfonds/Matrei am Brenner und „Underneath the surface“ in Innsbruck. Cine Tirol Präsentationen in München, Wien und Budapest sowie die Teilnahme an Filmfestivals und Fachveranstaltungen, unter anderen in Berlin und Los Angeles, führten zu erfolgversprechenden Kontakten und Projekten. Auch die Unterstützung von Filmfestivals durch das Land Tirol und Cine Tirol - wie des Internationalen Filmfestivals Innsbruck (IFFI), des Bergfilmfestivals in St. Anton am Arlberg, der Naturfilmtage Innsbruck und des Politfilmfestivals - diente der Profilierung des Filmlandes Tirol. Die Cine Tirol feierte heuer nicht nur ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum, sondern auch einen Gesamtumsatz von 40 Millionen Euro. 46 Die Bemühungen und Erfolge Cine Tirols würden aber auch von der gast- und filmfreundlichen Bevölkerung mitgetragen, lobt Köck: „Wir konnten mit toller Unterstützung der Tiroler Destinationen und Partner wieder viele interessante Projekte realisieren und damit auch 2007 Tirol als führendes Filmland der Alpen absichern und ausbauen.“ Filmtelegramm Werbespot zur Oscarverleihung Der international renommierte Tiroler Kameramann, Regisseur und Filmproduzent Christian Berger drehte unter der Regie des Oscar-Autors Stephen Gaghan („Traffic“) den TV-Werbespot „Mastercard – the typewriter“ (Los Angeles, Agency McCann Erickson), der extra für die Zeremonie der Oscarverleihung 2007 produziert wurde. Roberto Rosselini Preis Rom Der Roberto Rosselini Preis in Rom ging 2007 an den Spielfilm „Disengagement“ des israelischen Filmemachers Amos Gitai (mit Juliette Binoche, Liron Levo, Jeanne Moreau, Barbara Hendricks), bei dem Christian Berger die Kamera führte. Der Film nahm auch bei den Filmfestivals in Toronto (Reihe: Masters of cinema), Venedig (Reihe: Venezia maestri), in Montreal, Haifa und Sao Paolo teil. Beide Filme, „Mastercard“ und „Disengagement“, wurden ausschließlich mit dem von Christian Berger und Christian Bartenbach entwickelten „Cine Reflekt Light-System“ gedreht. American Black Film Festival Für seinen ersten Spielfilm „South of Pico“ erhielt der Tiroler Ernst Gossner den mit knapp 14.000 Euro dotierten Grand Jury Award und wurde zudem mit dem Heineken Red Star Award für Originalität, Innovation und Vision prämiert. Hauptdarsteller Henry Simmons wurde zum besten Schauspieler gekürt. Ernst Gossner hat bereits mit seinen Kurzfilmen mehrere internationale Preise gewonnen. BLITZLICHTER Der „neue“ Bergdoktor H. Sigl mit M. Ahrens (l.) und N. O’Hara (r.) Cine Tirol Award 2007 Der von Swarovski gestiftete „Cine Tirol Award 07“ wurde Felix Mitterer für seine besonderen Verdienste um das Filmland Tirol verliehen. Mitterers Drehbücher waren Grundlage für zahlreiche Filmproduktionen, die dem Filmland Tirol besondere Konturen und Kontraste gaben, darunter neun „Tatorte“, die „Piefke-Saga“ und der Kinofilm „Andreas Hofer – die Freiheit des Adlers“. Mitterer ist nach Regisseur Jean-Jacques Annaud, Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Schauspieler Tobias Moretti, Cine TirolGründer Erich Hörtnagl und IFFI-Direktor Helmut Groschup der sechste Preisträger dieser Auszeichnung. Foto: Cine Tirol Auszeichnung für Leokino Fernsehfilm „Gipfelsturm“, Foto: Cine Tirol Das Innsbrucker Leokino wurde in Berlin mit dem Programmpreis der DEFA-Förderstiftung ausgezeichnet. „Das Leokino zeigt künstlerisch wertvolle Filme aus aller Welt, veranstaltet ein viel beachtetes Filmfestival mit Arbeiten vor allem aus Lateinamerika, Afrika und Asien, fördert den Low-Budget-Film und taucht ab und zu auch in die Geschichte der DEFA ein“, begründete die Jury. Zudem habe Dietmar Zingl, der Chef des Hauses, „auch für schräge Vorschläge immer ein offenes Ohr.“ Leidenschaft Trickfilm (oder: Trickfilmpreis) Indische Schauspielerin Kurian Diana Mariam bei Filmaufnahmen in der Axamer Lizum, Foto: Cine Tirol Die Innsbruckerin Sabine Groschup zählt österreichweit zu den wichtigsten Animationsfilmerinnen. Ihre Arbeitsweise, direkt auf den Filmstreifen Farbe aufzutragen, erzeugt außergewöhnliche Bilder und machte Groschup zu einer Vorreiterin dieser Technik. Für ihren Animationsfilm „Gugug“ wurde Groschup beim 4. intern. Filmfestival „Tricky Women“ mit dem „Synchro Film&Video Sachpreis“ ausgezeichnet. Für den knapp sechseinhalb Minuten langen Film malte Groschup fast 10.000 Bilder (25 Bilder pro Sekunde) mit der Lupenbrille. Diagonale 2007 Dokumentarfilm „Polarexpedition Schröder-Stranz 1992“ (Spiegel-TV) Foto: B. Freinademetz – Jungle Productions Der in Wien lebende Osttiroler Thomas Reider gewann auf der 10. Diagonale in Graz den Carl-Mayer- 47 Drehbuchpreis 2007 für die Kategorien Kino- bzw. Kino-Dokumentarfilm. Sein Kinofilm „Stillleben“ wurde (aus 58 eingereichten Treatments) mit dem Hauptpreis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. „Der Autor intensiviert durch seine ruhige und präzise Erzählweise die Geschichte zweier distanzierter Geschwister, die sich über die Aufarbeitung ihrer Erinnerungen wieder näher kommen“, begründete die Jury. Der Thomas-Pluch-Drehbuchförderpreis für NachwuchsautorInnen ging an den Tiroler Christoph Grissemann, seinen FM4-Partner Dirk Stermann und den Komiker Heinz Strunk für ihr Spielfilmdebüt „Immer nie am Meer“. Das Trio zeigte sowohl als Drehbuchschreiber als auch als Leinwand-Antihelden, was dieser eigentümlichen Herrenrunde durch den Kopf geht. Der Innsbrucker Nino Leitner schaffte es mit der Dokumentation „Every step you take“ unter die Finalisten beim Diagonale-Publikumspreis. Erase und Restart Der Regisseur Florian Grünmandl und der Historiker Siegfried Steinlechner produzierten im Auftrag des Tiroler Bildungsinstitut(TBI)-Medienzentrums die 45-minütige Dokumentation „Erase und Restart“. Sie porträtiert die Schicksale von zehn Tiroler Zeitzeugen und deren Sicht auf die Jahre 1938 bis 1955. Die berührende Dokumentation, die auch historisches Begleitmaterial enthält, ist besonders für den schulischen Einsatz gedacht und kann über das TBI-Medienzentrum bestellt werden (www.tirol.gv.at/medienzentrum). Thierseer FilmSommer Helma Türk und Christian Riml, Sohn des Innsbrucker Kameramannes und Schauspielers Walter Riml, gründeten 2006 den Verein „Freundeskreis Filmmuseum Thiersee“ und erweiterten 2007 ihre Vorjahres-Ausstellung „Thiersee und das Filmatelier am See“ um den Themenbereich „Filmland Tirol“. 2007 initiierten und organisierten Türk und Riml den „FilmSommer Thiersee“, der ebenso wie die Ausstellungen zur ständigen Einrichtung werden soll. 48 Volkskulturelle Rückund Einblicke Trends und Themen zwischen Tradition und Moderne Petra Streng D as Jahr 2007 zeichnete sich auch in der volkskulturellen Szene durch eine Vielzahl an diversen Veranstaltungen, Forschungen und Projektarbeiten aus. Neben den kontinuierlichen (Jahres)Tätigkeiten der Verbände, Institutionen, Bühnen und Privatpersonen ging auch das Phänomen der „Eventkultur“ nicht spur- bzw. diskussionslos an den aktiven Volkskulturträgern vorüber. Fragen wie „Darf eine volkskulturelle Veranstaltung Menschenmassen ansprechen?“ oder „Wo sind die Grenzen zwischen gelebter Volkskultur und (touristisch ausgerichtetem) Folklorismus?“ werden in der Planung von Veranstaltungen bzw. Projekten immer wieder aufgeworfen. Zudem kommt auch die Frage nach der Finanzierbarkeit, da allein mit öffentlichen Subventionen (auch) so manches Volkskulturprojekt nicht realisierbar wäre. Fazit eines groben Jahresrückblickes: Populäre Großveranstaltungen reihten sich neben kleine, beinahe intim zu bezeichnende Aktivitäten. Und dieser Aktionsradius spiegelt auch die Vielfalt in der volkskulturellen Szene wieder. Neben sogenannten Hardlinern, die sich gegen jegliche Marketingstrategien standhaft wehren, gibt es auch Kulturträger, die einen größeren Publikumskreis ansprechen wollen und entsprechend die Werbetrommel rühren. Ihr gemeinsames Ziel ist es jedoch, Volkskultur lebendig zu erhalten – angesiedelt zwischen Tradition und Moderne. Sendersbühne Grinzens, „Tiroler Freiheit“ (Der Tod) Foto: Rupert Larl „Leise“ Institutionen mit „lautem“ Widerhall Von der volkskulturellen Szene nicht mehr wegzudenken sind der Tiroler Volksmusikverein und die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol. In kleinen, aber feinen 49 Veranstaltungen kümmern sie sich kontinuierlich um den Erhalt und die Pflege des regionalen Musik- und Tanzgutes. Hervorzuheben waren 2007 etwa die Musizierwoche in Rotholz (Juli), die Singwoche in Imst (August/ September) und nicht zuletzt die zahlreichen „Musikhoangarte“ in den einzelnen Bezirken. Träger dieser Projekte und Veranstaltungen ist der Tiroler Volksmusikverein, der als fachlich kompetenter Organisator auch von zwei Großveranstaltungen auftritt: dem Alpenländischem Volksmusikwettbewerb (alle zwei Jahre; demnächst im Jahr 2008) sowie dem Tiroler Adventsingen in der Tiroler Landeshauptstadt. An drei Dezemberterminen konnte man 2007 traditionelle Weihnachtslieder und –musik hören und szenisches Spiel goutieren – aufgeführt von Sängern und Musikanten aus ganz Tirol. Die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol wartet das ganze Jahr über mit ganz speziellen Tanzveranstaltungen auf. Beispielhaft seien hier für 2007 der Sonnwendtanz in Ebbs, der Kirchweihtanz in Kitzbühel und das Gesamttioler Volkstanzfest in Strass im Zillertal angeführt. Zudem organisierte der Verband Fortbildungswochen und Seminare, die in ihrer inhaltlichen Ausrichtung das breite Spektrum der traditionellen regionalen Volkskultur umfassten. Absolut erwähnenswert ist ferner der „Ball ohne Krawall“, der alljährlich in der Faschingszeit schon als ein Klassiker unter den Volkstanzfetischisten reüssiert. Das Tiroler Volksliedarchiv/Volksliedwerk erfuhr im Jahr 2007 eine grundlegende Veränderung – wurde es doch neben Museen (siehe dazu den Beitrag von Inge Praxmarer über „Museen“) in die Landesbetriebsgesellschaft mbH eingegliedert. Neben der örtlichen Translozierung (vom Kulturgasthaus Bierstindl siedelte es in die Feldgasse um) ergaben sich auch nicht unbedeutende strukturelle Veränderungen, deren „Auswirkungen“ erst nach einer gewissen Arbeitsperiode qualitativ beurteilt werden können. Neben der regen Forschungstätigkeit des Volksliedarchives und seiner Funktion als perfekt organisierte Servicestelle in volksmusikalischen Belangen, veranstaltete es u.a. mit befreundeten Institutionen etwa Konzertreihen im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum oder Projekte in Schulen („Mit allen Sinnen“ – Pflege der Volksmusik und des –liedes an Schulen). Eine besondere Veranstaltung stellt „TirolMusik!“ (2007 in Stams) dar, wo in unkonventioneller Art und Weise, spontan und unterhaltsam, Sänger und Musikanten mitten im Publikum agieren und dem tendentiellen Charakter der Volkskultur gerecht werden. 50 Volkskultur an der Basis: Breitenwirksam nach innen und außen Der Tiroler Landestrachtenverband mit seinen ca. 10.000 Mitgliedern stellt allein quantitativ eine Bastion in der regionalen Kulturlandschaft dar. Entsprechend den Intentionen des Verbandes agiert man nach „innen“ (also vorwiegend Fortbildung) und nach „außen“ (Umzüge, Aufführungen, aber u.a. auch Denkmalpflege oder Seniorenfürsorge). Zu den Höhepunkten in den vier „Trachtenregionen“ zählten die Bezirkstrachtenfeste (2007: Pfunds, Kössen, Innsbruck/Olympisches Dorf) sowie die Bezirkstrachtenbälle. Eine besonders einprägsame Darstellung – im wahrsten Sinne des Wortes – stellte auch 2007 der Jugendnachmittag sowie der Umzug beim Gauderfest am ersten Wochenende im Mai dar. Zudem kamen noch zahlreiche Seminare und Fortbildungs- und Sportveranstaltungen, die der Pflege der Volkskultur aber auch der Kameradschaft dienten. Das Jahr 2007 prägten beim Landestrachtenverband vor allem Planungen, die das Jubiläumsjahr 2008 betreffen: mit zahlreichen Veranstaltungen wird man das hundertjährige Bestehen des Verbandes feiern – nach „innen und außen“. Zumindest in der Weihnachtszeit wird in der breiten Öffentlichkeit der Verband der Tiroler Krippenfreunde wahrgenommen. Dabei sind die Aktiven das ganze Jahr tätig – dem Aufwand der Krippenherstellung entsprechend. In eigenen Krippenbaumeisterkursen und Hintergrundmalkursen werden interessierte Männer und Frauen ausgebildet. Ihr Können präsentieren sie vor allem in den zahlreichen Krippenausstellungen, die in der Weihnachtszeit in allen Tiroler Regionen regen Anklang finden. Eine herausragende Veranstaltung, die nicht zuletzt dem Austausch dient, ist der Landeskrippentag, der im Jahr 2007 in Sölden stattfand. Das Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung – beheimatet im Kulturgasthaus Bierstindl – erlebte im Jahr 2007 einen Obmannwechsel. Die langjährige Obfrau Prof. Dr. Gerlinde Haid wurde von Dr. Thomas Nußbaumer abgelöst, der mit einem erweiterten Vorstand neue Akzente setzen will. Neben Archivierungs- und Forschungstätigkeiten sowie der Erweiterung bzw. Erschließung der öffentlich zugänglichen Bibliothek und des Tonträgerarchivs, möchte das Institut zukünftig verstärkt mit Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten. Ein Beispiel war im November 2007 der Vortrag von Dr. Nußbaumer zum Thema „Fastnachten im mittleren Inntal“. BLITZLICHTER Sendersbühne Grinzens, „Tiroler Freiheit“ (Herz Jesu), Foto: Rupert Larl Tiroler Volksliedarchiv, Tiroler Musikfest in Stams, Foto: Tiroler Volksliedarchiv Innsbrucker „Catholisch Gesang-buechlein“ von 1588, Foto: Tiroler Volksliedarchiv Theaterwerkstatt Dölsach Aguntum, „Male“, Foto: Theaterwerkstatt Dölsach Advent und Weihnacht in Tirol: Facetten der regionalen Volkskultur Einen regelrechten Boom an vor- und weihnachtlichen Brauchtum ist in Tirol schon seit einigen Jahren zu verzeichnen. Kompakte Großveranstaltungen reihen sich an kleine Aufführungen, sodass die Wintermonate mit einem dicht gedrängten Programm aufwarten. Und nicht zuletzt werden auch hier Stimmen laut, die von „Events“ sprechen, die dem intimen Charakter von Weihnachten nicht entsprechen würden. Bei allen Kritikpunkten darf man aber nicht vergessen, dass sich alle Veranstaltungen eines regen Zuspruchs erfreuen, dass sie daher wohl ein Bedürfnis in der Bevölkerung erfüllen. Zudem gibt es eine erfreuliche Vielfalt, die sowohl das „Stille“ als auch das gesellschaftlich „Freudige“ zu befriedigen weiß: Groß angelegte Märkte (die zwar modern erscheinen, aber ebenso einer Tradition verhaftet sind) reihen sich neben Ausstellungen religiöser Kleinodien, Weihnachtskonzerte und Krippenspiele sprechen Kinder und Erwachsene an, Brauchaufführungen haben sowohl intimen (Bsp. „Frauentragen“ im Unterinntal) als auch unterhaltsamen (Bsp. Krampuss- und Perchtenumzüge) Charakter. Beispielhaft seien hier einige Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen aus dem Jahr 2007 angeführt, die von der Vielfalt der regionalen Volkskultur zeugen und verdeutlichen, dass Moderne und Tradition sich nicht ausschließen müssen. Die „Innsbrucker Bergweihnacht“ umfasste ein breites Spektrum an Aktivitäten, von den Christkindlmärkten („alt“ – Altstadt; „modern“ – Marktplatz) über Konzerte im Dom zu St. Jakob oder in der Basilika Wilten, von Ausstellungen (u.a. „Weihnachtsansichten“ im Landesmuseum Ferdinandeum, „Krippenschauen“ im Tiroler Volkskunstmuseum) bis hin zu Führungen bei der „Jaufenthaler-Krippe“ oder in der Glockengießerei Grassmayr. Beim Rattenberger Advent dominierte die beschauliche Atmosphäre der Altstadtgassen ebenso wie in Hall, in Lienz lockte die beleuchtete Liebburg, in Landeck das Schloss. All den angeführten Orten (nebst Schwaz, Kufstein, Imst, Reutte oder Kitzbühel) war und ist eines dabei gemeinsam: Zahlreiche – eigentlich unzählige (volks)kulturelle Rahmenveranstaltungen (Bsp. Krippenpfad in Imst; Adventkalender an der Liebburg; Anklöpfeln in Kufstein; Konzerte im Schloss Landeck; „Krippenaufführung“ im Sixenhof in Achenkirch; u.v.m.) zeugen von der regionalen Vielfalt. Manche – schon beinahe vergessene bzw. ab- 51 gekommene – Bräuche erleben eine neue Renaissance, alte Weisen werden wiederaufgeführt oder neu adaptiert, Schätze der vergangenen Volkskunst (seien es nun Krippen oder andere religiöse Andachtsgegenstände) haben wieder ihren (kulturellen) Wert, gemeinschaftliche Projekte wie Krippen- oder Hirtenspiele dokumentieren Regionalität, aber auch ihre Relevanz im gesellschaftlichen „Zusammensein“. Advent und Weihnachten sind „HochZeiten“ der traditionellen Volkskultur – und sie zeigten sich im Jahr 2007 genauso vielfältig wie die Regionen und nicht zuletzt deren Organisatoren und Träger. Alles ist Theater – oder Volksund Alltagskultur im Spiegelbild des Schauspiels Die Volksschauspiellandschaft ist ein Aushängeschild der regionalen Kultur. Davon konnte sich jeder überzeugen, der zumindest eine kleine Auswahl an Aufführungen im Jahr 2007 besucht hat. Kompliment an dieser Stelle an Herrn Kugler, der für seine Funktionärstätigkeit als Obmann des Theaterverbandes 2007 mit dem Österreichischen Ehrenzeichen gewürdigt wurde. Kompliment aber auch an Ekkehard Schönwiese und seinem Team, die seit Jahren flächendeckend motivierend, manchmal wohl auch kritisierend, auf alle Fälle aber animierend wirken. Die Vielfalt an den aufgeführten Thematiken im Jahr 2007 mögen folgende Stücke kurz umreissen: „Jesus von Texas“ (Haiming), Krippenspiel in Niederndorf, „Male“ (Aguntum/Osttirol), „Geigenbauer Jakob Stainer“ (Haller Theaterhaufen) oder „Robin Hood“ (Nassereith). Von „innen nach außen“: Stubenspiele Eine alte Schauspieltradition erlebt in Tirol seit einigen Jahren eine neue Blüte – das Stubenspiel. Einst wahrlich und allein nur in den Bauern- bzw. Wirtshausstuben aufgeführt, eben von der Basis für die Basis, war es lange Zeit als adäquate Schauspielform beinahe verpönt. Vor allem seit den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts, wo Theatervereine eigene Bühnen erhielten, galt es diese auch im wahrsten Sinne des Wortes „auszunützen“ – die Stube 52 war nun privat. Dies hat sich geändert. Denn so manches Schauspiel braucht einen intimen Charakter, so manche Schauspielleistung kommt erst im kleinen Rahmen, mit beschränkter Ausstattung erst richtig zur Geltung. So geschehen etwa 2007 bei den Stubenspielen „Wilderer Jennerwein“ am Wattenberg oder „Geierwally“ (Heimatbühne Tulfes). Gerade letztgenanntes Stück zeigte den Charme des Stubenspiels einprägsam auf. Aufgeführt u.a. in einem steril wirkenden Wintergarten „moderner Art“ mit baulichen Requisiten, die sich auf zwei Bierbänke plus Tisch beschränkten. Die überzeugende schauspielerische Leistung bzw. der Umgang der Aktiven mit diesem wahrlich nicht animierenden „Milieu“ ließ das Charisma vergangener Stubenspiele nachvollziehen. Ähnliches läßt sich auch vom Nikolausspiel (Breitenbach am Inn) sagen, dass zwar szenarisch „überfüllt“, aber trotzdem einprägsam wirkte. In der „Mitte“ – modern, gewagt und klassisch Natürlich gab es auch genügend Aufführungen, die in „herkömmlichen“ Bauten, sprich Theatersälen, stattfanden. Und zwar queer Beet durch den schauspielerischen Themengarten. Experimentell (wie immer) das Stück „Unter Eis“ (Inzing), zeitgeistmäßig auch „Jesus von Texas“ (Haiming), daneben fanden sich aber auch Klassiker und weiteres sozialkritisches Theater. Eben Klassiker wie der „Raub der Sabinerinnen“ (Mils) bzw. „Pension Schöller“ (Ritterspiele Bierstindl) oder „Der blinde Bub“ (Hopfgarten), ein Stück der Tiroler Autoren Maria Kruckenhauser und Hannes Mallaun, das Behinderung und den sozialen Umgang damit thematisierte. Einen weiteren Themenschwerpunkt boten „Frauenleben“ – in ganz unterschiedlicher Ausrichtung und Aufmachung. „Die wahre Geierwally – die eisenfeste Nanno“ von der versierten Bühne in Elbigenalp, „Male“ in Aguntum oder „Die Hochzeiterin“ (Zell am Ziller). Nach „außen“ – oder das Leben bzw. Überleben von Freilichtaufführungen Seit Jahren diskutiert man in Tirol – vor allem in der (Volks)Theaterszene – Sinn und „Unsinn“ von Freilichtaufführungen. Rechnet sich der Aufwand, wieviele Besucher sind für den Kostenertrag notwendig, wo finden sich attraktive Aufführungsörtlichkeiten und spielt bei allem (trotz „Klimawandel“) das Wetter mit? Nun, ein Ende des Booms an Freilichtaufführungen ist derzeit nicht abzusehen. Und manche Stücke geben diesem nach wie vor gängigen Trend absolut recht. Die Schlossbergspiele Rattenberg zeigen mit ihrer Auswahl der Stücke, mit einem gut organisiertem Management und Marketing, dass es funktionieren kann. Zuletzt, also im Jahr 2007, bewiesen mit dem Stück „Geschichten aus dem Wienerwald“. Auch das Stück „Tiroler Freiheit“ in Grinzens überzeugte nicht zuletzt mit dem Aufführungsort und einer gelungenen Dramaturgie. Die Thematik, ein Vorgeschmack auf das Gedenkjahr 2009, war perfekt gewählt. Neben der ausgeklügelten Regie, überzeugten vor allem die gelungene Symbiose von Tradition (= „altes Thema“, der Geschichte verhaftet und das „herkömmliche“ Geschichtswissen beinahe karikierend) und Moderne (= moderne Rock-Musik). Eine gewisse Sensibilisierung, und zwar im positiven Sinne, ist dieser Freilichtaufführung im Hinblick auf das Gedenkjahr 2009 absolut gelungen. Wie die Tiroler Bühnen zukünftig mit Freilichtaufführungen umgehen, welche Schwerpunkte gesetzt werden und wie man mit dem regionalen „Konkurrenzdruck“ umgeht – ist eine offene Geschichte. Für das Jahr 2007 ist zu bemerken, das regional relevante historische Stoffe weitgehend hintangehalten wurden. Aber dies wird sich spätestens im Jahr 2009 ändern. 53 54 Tiroler Landesarchiv Publikationen und Projekte Werner Auer, Kriegskinder. Schule und Bildung in Tirol im Ersten Weltkrieg (Tirol im Ersten Weltkrieg, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Band 7), hrsg. von Richard Schober, Innsbruck 2008, 353 Seiten. Das Werk von Auer schließt eine wesentliche Lücke in der Tiroler Weltkriegsforschung. Erstmals werden die Auswirkungen des Krieges auf das Tiroler Bildungswesen von den Kindergärten bis zur Universität analysiert. Das Buch macht deutlich wie sehr die Schulen unter dem Krieg durch militärisches Einquartieren, die Einberufung der Lehrer, Kürzung der Unterrichtszeiten und Geldmangel gelitten haben. Die Folgen waren schwere Erziehungsund Ausbildungsmängel, die bis zur Verwahrlosung von vielen Jugendlichen gingen. Auer zeigt wie intensiv der Staat die Schule für Kriegszwecke instrumentalisiert hat. Selbst die Volksschüler wurden im Hinterland im Dienste der Kriegsfürsorge verwendet und ideologisch im Sinne des habsburgischen Gedankens, der Wehrbereitschaft und der katholischen Kirche indoktriniert. Der Turnunterricht stand im Zeichen paramilitärischer Übungen. Die Unterrichtsinhalte wurden restlos auf das Kriegsgeschehen ausgerichtet. Breiten Raum gibt Auer den Verhältnissen im Trentino, wo die Lehrer in einem starken Spannungsfeld zwischen dem irredentistischen und dem Staatsgedanken standen. Italienische Lehrer und Schüler standen unter der besonderen Beobachtung des Militärs und der staatlichen Behörden, was häufig zu Internierungen und Konfinierung von Lehrern und Schulverweisungen bei geringsten Anlässen führte. Besonders interessant erscheint 55 die Beschreibung des Schulalltages in den Lagern der aus dem Kriegsgebiet evakuierten italienischen Schüler. Abschließend geht Auer auch auf die schulische Situation nach Kriegsende ein, die insbesondere von Forderungen von Lehrern und Schülern nach umfassenden Reformen in finanzieller, inhaltlicher und vor allem demokratiepolitischer Hinsicht gekennzeichnet waren. Erstmals bekamen im österreichischen Schulwesen Schüler Mitwirkungsrechte zuerkannt. Die durch den Krieg bedingte Verwahrlosung vieler Jugendlicher und Kinder war ein Problem, mit dem die junge Republik noch lange zu kämpfen hatte. Die Universität Innsbruck litt unter denselben kriegsbedingten Mängeln wie das gesamte Bildungswesen. Trotzdem war deren offizielle politische Linie vom Bekenntnis zur habsburgischen Staatsdoktrin mit einem klaren deutsch-österreichischen Führungsanspruch geprägt. Das überwiegend auf primären Quellen basierende Werk erweitert wesentlich unsere Kenntnis von den Auswirkungen des Weltkrieges auf die Tiroler Zivilgesellschaft, das Generalthema der Reihe „Tirol im Ersten Weltkrieg“. Zeitgeschichte Tirols. Unterrichtsmaterialien für Tirols Schulen. Im Auftrag von Landtag und Landesregierung erarbeitet unter der Leitung des Landesarchivdirektors eine Arbeitsgruppe von LehrerInnen an Höheren Schulen Unterrichtsmaterialien zur Zeitgeschichte Tirols für die Tiroler Schulen, die im Jahre 2008 publiziert werden sollen. Der Bogen der insgesamt 14 Themen spannt sich von der Ersten Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Zweite Republik, wobei der Schwerpunkt auf der NS-Diktatur liegt. Neben Quellentexten zur Analyse durch Lehrer und Schüler, bietet jede Unterrichtseinheit wissenschaftlich fundiertes Orientierungswissen sowie eine pädagogisch-methodische Aufarbeitung des Themas. Ziel dieser Initiative ist es Lehrer und Schüler durch aufgearbeitetes zeitgeschichtliches Material zu veranlassen, sich verstärkt entsprechend dem Unterrichtsprinzip Politische Bildung mit den Schwerpunkten der Tiroler Zeitgeschichte zu befassen, um eine fundiertere Standortbestimmung des Heute und Jetzt vornehmen zu können. 56 Christoph Haidacher, Die älteren Tiroler Rechnungsbücher (IC. 280). Analyse und Edition (= Tiroler Geschichtsquellen, hg. vom Tiroler Landesarchiv; Nr. 52), Innsbruck 2008, 526 Seiten. Seit vielen Jahren widmet sich das Tiroler Landesarchiv der Edition von Quellen zur Tiroler Geschichte; mittlerweile ist diese Reihe auf 52 Bände angewachsen. In der jüngsten Publikation wird ein weiterer Band der älteren Tiroler Rechnungsbücher herausgegeben (damit liegen bereits sechs Handschriften ediert vor). Diese Aufzeichnungen aus dem späten 13. Jahrhundert zählen zu den ältesten Quellen ihrer Art im römisch-deutschen Reich und zeichnen sich vor allem durch ihre frühe Entstehungszeit sowie durch ihre geschlossene Überlieferung aus. Die Tiroler Raitbücher ermöglichen ein detailliertes Bild des landesfürstlichen Finanzwesens unter Meinhard II., dem Schöpfer des Landes Tirol, und seinen Söhnen. Aus ihrem Inhalt geht nicht nur hervor, woher das Geld kam und wofür es ausgegeben wurde, die Aufzeichnungen bieten auch einen umfassenden Einblick in die für die damalige Zeit hochmoderne und vorbildliche Verwaltungsorganisation Tirols mit ihrer effizienten Bürokratie und ihrem hohen Grad an Schriftlichkeit. Daneben enthalten die Raitbücher eine Fülle von Angaben zum mittelalterlichen Alltag, zu Einrichtungsgegenständen, zu Löhnen von Handwerkern, zu Lebensmitteln und deren Preisen, zu Naturkatastrophen, zu Stoffen und zu Schmuck, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Krieg nach dem Krieg: Erinnerung und Verarbeitung des Ersten Weltkrieges nach 1918 im interregionalen Vergleich (Forschungsprojekt im Rahmen des EU-Interreg-IV-Programms) Das Forschungsprojekt (Autor: Oswald Überegger) beschäftigt sich mit den in Tirol nach 1918 entstehenden Erinnerungskulturen an den Ersten Weltkrieg. Neben der politischen und militärischen Konstruktion der Kriegserinnerung soll vor allem auch die konkrete Bedeutung des erinnerten Krieges für die Nachkriegsgesellschaft analysiert werden. Ausgehend von der öffentlichen Kriegserinnerung soll also untersucht werden, inwiefern sich derartige Deutungsangebote erinnerungs- kulturell sedimentiert haben und wie bzw. in welcher Weise diese Wissensvermittlung konkret im Lebensalltag entstanden ist bzw. transportiert und aufgenommen wurde. Die Analyse erstreckt sich auf das Gebiet des historischen Tirol der Zwischenkriegszeit. Das Fallbeispiel Alttirol erlaubt es, auf die grundlegend unterschiedliche Entwicklung der Verarbeitung des Ersten Weltkrieges in den Gebieten des ehemaligen Kronlandes Tirol-Vorarlberg (Tirol, Südtirol und des italienischen Trentino) einzugehen. Diese Beobachtung zweier unterschiedlicher Erinnerungskulturen (der Siegermacht Italien und des Verliererstaates Österreich) soll u. a. auch herausarbeiten, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich in der Vergegenwärtigung des Krieges nach 1918 ergaben. Heinz Moser, Die 2006/2007 verliehenen Erbhöfe (Tiroler Erbhöfe 23), Innsbruck 2007, 101 Seiten Mit dem vorliegenden 23. Band der vom Tiroler Landesarchiv herausgegebenen Reihe „Tiroler Erbhöfe“ wird die seit 1986 gepflogene Gewohnheit, jeweils eine Besitzgeschichte zu den neu verliehenen Erbhöfen zu liefern, fortgesetzt. In diesem Band werden die Erbhöfe der Jahre 2006 und 2007 vorgestellt. Bemerkenswert ist dabei, dass die Zahl der Anträge, die auf Grund der Bestimmungen des Erbhofgesetzes nicht berücksichtigt werden können, in der letzten Zeit größer wird. So wurden im Jahre 2007 insgesamt 13 Anträge gestellt, von denen nur vier (2006 waren es noch neun) positiv entschieden werden konnten. Seit der Erlassung des Erbhofgesetzes 1931 wurden insgesamt 1027 Höfe entsprechend ausgezeichnet. Eine Liste aller Erbhöfe, geordnet nach Gemeinden, befindet sich am Ende des Bandes. Das von tiris und dem Tiroler Landesarchiv (Bearbeiter: Wilfried Beimrohr) gemeinsam betriebene Projekt „Historische Karten“ wurde fortgesetzt. Das Jahr 2007 stand im Zeichen der Dritten Landesaufnahme. Im Zuge dieser Dritten oder Fanzisko-Josephinischen Landesaufnahme (1869–1887) wurde Österreich-Ungarn, nach Russland immerhin der flächengrößte Staat Europas, das dritte Mal, jetzt aber flächendeckend kartiert, und zwar im Maßstab 1 : 25.000. Auf dieser Grundlage wurde ein Kartenwerk publiziert, die Spezialkarte 1 : 75.000, das laufend aktualisiert und erst Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig durch die heutige Österreich-Karte 1 : 50.000 abgelöst wurde. Über das Internet können nun für das Gebiet des Bundeslandes Tirol folgende Kartenwerke der Dritten Landesaufnahme eingesehen werden: 1. die originalen und farbigen Aufnahmeblätter 1 : 25.000 mit Datenstand 1870/73; 2. die originalen Aufnahmeblätter 1 : 25.000 in einer Schwarz-Weiß-Ausgabe mit aktualisiertem Datenstand um 1900; 3. die zweite Ausgabe der Spezialkarte 1 : 75.000 mit Datenstand aus der zweiten Hälfte der 1920er Jahre, eine Schwarz-Weiß-Karte mit grünem Waldaufdruck. Für 2008 sind zwei der ältesten und bekanntesten Landkarten Tirols fest eingeplant: die TirolKarte von Warmund Ygl (1605) und die von Mathias Burglechner (1611). Projekte zum Gedenkjahr 1809-2009 Das Tiroler Landesarchiv koordiniert eine Reihe von wissenschaftlichen Projekten, die sich aus historischer bzw. kunsthistorischer Perspektive mit dem Thema „1809“ beschäftigen und teils vom Land Tirol in Eigenregie durchgeführt, teils cofinanziert werden. Brand von Schwaz am 15. Mai 1809, Federzeichnung von Benitius Mayr (TLMF) 57 Andreas Oberhofer (Universität Innsbruck) wird mit seinem Werk „Weltbild eines Helden. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft“ eine Volledition sämtlicher in öffentlichen Archiven und Bibliotheken überlieferter sowie (soweit greifbar) in Privatbesitz erhaltener Schreiben des Kommandanten der Tiroler Erhebung von 1809 vorlegen und mit einer umfassenden Einleitung versehen. Das Editionswerk verspricht eine neue, quellenfundierte und somit unmittelbare Sicht auf Andreas Hofer jenseits von Emotionalisierung und Mythisierung und erfüllt insoweit ein Jahrzehnte altes Forschungsdesiderat. Das vom Tiroler Landesarchiv (Autor: Martin Schennach) durchgeführte Projekt „Revolte in der Region. Zur Tiroler Erhebung von 1809“ wird die starke Verankerung der Tiroler Erhebung in frühneuzeitlichen Widerstandstraditionen darstellen. Es will die Tiroler Ereignisse nicht durch die Brille des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts betrachten, sondern ihre starke Verwurzelung in der Frühen Neuzeit (in jener von etwa 1500 bis 1800 reichenden Epoche) deutlich machen, die in hohem Maße von Widerständigkeiten gegen neue, zusätzliche Belastungen durch den sich verdichtenden, zunehmend zentralisierten und bürokratisierten (früh-)modernen Staat geprägt war. Damit lassen sich Fragestellungen der „Neuen Militärgeschichte“ verbinden, die sich nicht der Kriegsgeschichte, sondern der Kriegswahrnehmung, des Verhältnisses zwischen Militär und Zivilbevölkerung u. ä. widmen. Das Projekt „Krieg, Religion, Erinnerung“ von Bernhard Mertelseder (Universität Innsbruck) gliedert sich in zwei Teilbereiche: Erstens will der Bearbeiter eine Quellensammlung zu Aspekten der Festkultur, zu den weltlichen und religiösen Kulten und Riten sowie zu den Bräuchen und Denkmälern mit Bezug auf die Ereignisse von 1796 bis 1815 in Tirol zusammenstellen. Zweitens soll parallel hierzu die gesamte Rezeptionsgeschichte von „1809“ dargestellt und analysiert werden. Damit können Konstanten, Veränderungen und Entwicklungen der Erinnerung(en) an „1809“ in Nord-, Süd- und Osttirol erfasst werden. Die Arbeit schließt damit an zur Zeit aufblühende regionale und internationale Studien zu Fragen der „Erinnerungskultur“ an. Zwei kunsthistorische Arbeiten widmen sich mit Johann Nepomuk Schaller und Josef Klieber zwei Künstlern, denen im Zusammenhang mit 1809 besonderes Interesse entgegengebracht wird, schufen sie doch das Andreas-Hofer-Denkmal auf dem Bergisel bzw. das dort 58 angebrachte Relief. Mit Werk und Künstlern werden sich Monographien von Selma Krasa und Hildegard Schmid befassen. Gedenkjahr 2009 Vorschau Anlässlich des 200 Jahr Jubiläums der Erhebung Tirols 1809 sind, begleitend zu den offiziellen Veranstaltungen des Landes, auch eine Reihe von Initiativen aus dem Kultur- und Wissenschaftsbereich geplant. Unter dem Motto „Geschichte trifft Zukunft“ soll der Anlass genutzt werden, sich nach 200 Jahren erneut, wie bereits in den vergangenen Gedenkjahren, mit der Bedeutung der Erhebung von 1809 für das Land Tirol auseinanderzusetzen. Die Kultur- und Wissenschaftsprojekte wollen ausgehend von den historischen Gegebenheiten zur gesellschafts- und kulturpolitischen Zukunftsarbeit beitragen und möglichst vielfältige „Tirol Bilder“ aufzeigen. Im Jahr 2006 wurden im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Kulturbeiräte Projekte nach einem Kriterienkatalog bewertet und ausgewählt. Auf Grundlage eines Regierungsbeschlusses vom Mai 2007, der den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen des Gedenkjahres festgelegt hat, wurden Verbände, Vereine und sonstige Kulturinstitutionen sowie die Gemeinden eingeladen, im Rahmen ihrer kulturellen Aktivitäten das Gedenkjahr zu thematisieren. Auch innerhalb der Südtiroler Landesverwaltung planen verschiedene Abteilungen und Ämter Veranstaltungen zum Gedenkjahr. Daneben gibt es zahlreiche Projekte von Vereinen und Verbänden, die zum Teil grenzüberschreitend in Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino durchgeführt werden. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die Veranstaltungen und Projekte, die im Bundesland Tirol und in Südtirol zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses auf der homepage zum Gedenkjahr unter http://www.1809-2009.eu/ veröffentlicht waren. Dabei liegt ein Schwerpunkt im Bereich der Forschung und Geschichtsaufarbeitung, zudem widmen sich zahlreiche Theater und Museen des Landes dem Thema, es sind Ausstellungen, Film- und musikalische Projekte ebenso geplant wie Publikationen und Projekte aus dem Bildungsbereich. Zahlreiche weitere Veranstaltungen werden derzeit vorbereitet, eine Gesamtveröffentlichung ist im Herbst 2008 geplant. 59 60 Gedenkjahr 2009 – Kulturprogramm Theater Projektträger Titel Franz-Kranewitter-Bühne Andre Hofer Nassereith Termin/Ort/Kurzbeschreibung Sommer 2009 Inszenierung des im Jahr 1900 zusammen mit „Michel Gaißmayr“ entstandenen Schauspieles „Andre Hofer“ von Franz Kranewitter Sendersbühne Grinzens Der and´re Hofer Uraufführung Sommer 2008, Spielplan bis Ende 09 Kabarettistisches Stubenspiel von Ekkehard Schönwiese, bei dem die Zuschauer als Mitspieler angesprochen werden. Volkssschauspiele Kauns Pfarrer Maaß Sommer 2009 Volksschauspielprojekt über den Fließer Pfarrer Pater Maaß. Volksbühne Alpenland Thiersee - Der Tiroler Wastl Passionsspielverein Thiersee Premiere: 27.6.09, 3.7.09, 4.7.09, 10.7.09,11.7.09, 17.7.09, jeweils 20:00 / Thiersee, Passionsspielhaus. Singspiel von Emanuel Schikaneder, Musik: Florian Bramböck Figurentheatergruppe TUPILAK Vom großen Schlachten oder die mörderische Revolution Herbst 2009 / Innsbruck, Bierstindl Figurentheaterprojekt, das mit Zitaten aus der Geschichte der französischen Revolution nach Art einer Moritat die großen Konflikte der napoleonischen Kriege darstellt. Theaterverein Stumm Premiere: 2.3.09, 9.3.09, 16.3.09, 23.3.09, 30.3.09, 6.4.09, 13.4.09, 18.4.09, 25.4.09, jeweils 20:00; 14.3.09, 16:00 „Ein Tiroler Heldenlied von anno 1809“ von Hans Renz, Regie: Rudolf Kleiner Peter Mayr oder der Wirt an der Mahr Volksschauspiel Steinach Sonnwendtag Sommer 2009 / Steinach Drama von Karl Schönherr, Spielleitung: Waltraud Peer Theaterverband i.Z. mit Held/-in in Tirol Theater-pädagogisches-Zentrum Hall 4.–7.9.08, 22.–23.10.08, 5.–7.3.09 Seminare, 15.–16.6.09 Schultheatertage, 27.6.–4.7.09 Jugendtheaterfestival/Hall, 23.–26.10.09 Veranstaltungsreihe Theaterprojekt, das Tirols OberstufenschülerInnen einlädt, sich mit dem Thema „Held/-in in Tirol“ in dramapädagogischer Form im Unterricht auseinanderzusetzen. Verein Schlossbergspiele Speckbacher Rattenberg 3.7.–1.8.2009 Rattenberg Stück von Felix Mitterer über das Kampfgeschehen im Tiroler Unterland nahe Wörgl. Sommertheater Hall Das Heilige Land Tirol Sommer 2009 / Hall i.T. 9 AutorInnen aus 9 Bundesländern verfassen 9 Kurzdramen rund um das Land Tirol, seine HeldInnen, seine Geschichte und Kultur. Tiroler Landestheater Super Andi Uraufführung 11.10.09 Stück von Bernhard Aichner. Ab 13 Jahren. Super Mario ist out. Seit einigen Jahren beherrscht SUPER ANDI die Gamerszene. 61 Theater (Fortsetzung) Projektträger Südtirol Amt für Weiterbildung Titel Projekt Forum Theater: Ethik im Alltag Termin/Ort/Kurzbeschreibung Erste Jahreshälfte 2009. Aufführung von kleinen Theaterstücken (15 bis 20 Minuten) an denen das Publikum selbst teilnimmt. Südtirol Theaterverband Aufführung der Sieger- stücke des ausge- schrieben Wettbewerbs 1. Platz: „Die Alpträumer“ von Herrmann Staffler 2. Platz: „Hoffer“ von Peter Huber Ausstellungen Projektträger VOKUS und ARGE interdisziplinäre Frauenforschung Titel Termin/Ort/Kurzbeschreibung HeldenFrauen-FrauenHelden – 23.6.–1.10.2009/ Innsbruck, Hofburg. Kunst, Kultur und Geschichte Kulturhistorische Ausstellung mit Fokus auf das von Frauenzimmern Leben und Wirken der Frauen in Tirol. Tiroler Landesmuseum Hofer wanted Ferdinandeum (Dr. Claudia Sporer-Heis) 2009, Innsbruck. „Helden“ von 1809 – Mythos, Missbrauch und Bedeutung von Andreas Hofer & Co in Politik, Gesellschaft und Kultur. Grünes Haus Reutte Sind Außerferner Tiroler 10.9.–31.10.09/Reutte, Grünes Haus Darstellung des Verhältnisses Resttirols zu den Außerfernern. Rabalderhaus Schwaz 1809 – der große Brand von Schwaz 2009. Schwaz Stadtmuseum Kitzbühel Episoden 1809. Anekdoten 20.6.–20.9.09, Kitzbühel. Ausstellung in und Alltag im Tiroler Unterland Zusammenarbeit mit den Chronisten des Bezirks zur Zeit des Volksaufstandes Kitzbühel. Museum Jenbach Schützen in Jenbach 2009. Jenbach. Ausstellung über die Jenbacher Schützen mit Waffenausstellung, Präsentation von Tiroler Trachten, Dirndln und Druckwerken aus der Zeit Andreas Hofers. Südtirol Touriseum Andreas Hofer – ein Tourismusheld? Tagung am 5.–6.9.08 auf Schloss Trauttmansdorff bei Meran. Tagungsband und Ausstellung ab 1.4.09. Andreas Hofer und seine Bedeutung für die touristische Entwicklung Tirols. Südtirol Die Familie Sternbach und Jagdmuseum Schloss Wolfsthurn Andreas Hofer 2009. Ausstellung und Publikation über die bekannte Tiroler Adelsfamilie Sternbach. Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde Ende Mai 2009. Votivbilder und Zeugnisse aus Religion und Volkskunst aus Nord-, Südtirol und dem Trentino. Votivbilder als Quellen für die Zeit um 1809 Südtirol Das kühne, freie Wort Schloss Tirol Eröffnung Ende Juni 2009. Ausstellung über Josef Ennemoser und Josef Fallmayer. Musik Projektträger Tiroler Volksliedarchiv/ Tiroler Volksliedwerk Titel Hofer Lieder … und wer macht die Musik?! Termin/Ort/Kurzbeschreibung Vertonung von Liedtexten des Tiroler Volksliedarchivs. Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung Lieder der Freiheit 1794 – 1848 CD- Präsentation Anfang 2009. Lieder und Musikstücke aus Tirol zwischen 1794 und 1848. Tiroler Landestheater Hofers Nacht Uraufführung 5.4.09. Oper über den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer von Florian Bramböck. Libretto: Alois Schöpf Pro Vita Alpina CD – Tiroler Land wie bist du CD-Präsentation Juni 2009 Eine musikalische / literarische Reise durch die Geschichte. 62 Film Projektträger Südtirol Amt für audiovisuelle Medien Titel Termin/Ort/Kurzbeschreibung Erzherzog Johann – Visionär 2009 und Revolutionär Südtirol Amt für audiovisuelle Medien Digitalisierung 16 mm-Filme 2008 über die Feierlichkeiten von 1959 Südtirol Amt für audiovisuelle Medien Filmreihe zum Thema Andreas Hofer bzw. Freiheitskriege Südtirol Abteilung Italienische Kultur Dokus zur Südtiroler 2009. Produktion von Filmen zur Geschichte SüdGeschichte „L’Alto Adige e tirols und insbesondere zur Geschichte der la sua storia“ italienischen Bevölkerung Südtirols. Herbst 2009 Schule, Bildung, Bibliotheken Projektträger Titel Verein Tiroler Heimatpflege Gesamttiroler Jugendquiz (Mag. Neumann) und Heimat- pflegeverband Südtirol Termin/Ort/Kurzbeschreibung Start 2009. Interaktiver Zugang zu den Lernfeldern Landeskunde, Kultur, Architektur sowie Heimat-, Naturund Umweltkunde bieten. Südtirol Leseecken Abteilung Italienische Kultur Einrichtung von Leseecken mit Publikationen in italienischer Sprache zu Andreas Hofer und seiner Zeit in verschiedenen Bibliotheken ab Frühjahr 2009. Teßmann Bibliothek, Universität Digitales Zeitungsarchiv des 2009. Gemeinsames Bibliothekenprojekt. Innsbruck und Ferdinandeum historischen Tirol (DHAZ) Digitalisierung Zeitschriftenarchiv und -portal Amt für Bibliotheken und Lesen – 1809 „kulturhistorisches Teßmann Bibliothek Internet-Angebot“ 2008–2009. Digitalisierung historischer Dokumente und musealer Objekte der Zeit sowie historisches Lexikon (BAM Portal 1809) Südtirol Ladinische Schule und Kultur 2009 KünstlerInnenwettbewerb zum Thema HeldInnen und Ausstellung Publikationen Projektträger Titel Termin/Ort/Kurzbeschreibung Kinderbuch zu Andreas Hofer Kindgerechte Erzählung der Geschichte Andreas Dr. Verena Wolf / Dr. Sonja Ortner Hofers. Primäre Zielgruppe: Kinder im Volksschulalter, jedoch auch ältere Kinder. Haymon Verlag (Dr. Schönwiese) Volksschauspiel 1809 – 2009 Publikation über die Vorlesung „Geschichts- und Selbstbewusstsein im biografischen Erzählen – Strukturen lebensgeschichtlicher Erinnerungen“. Südtirol „Südtirol-Europa“ Amt für deutsche Kultur 2009. Sammelband mit 11 Beiträgen verschiedener AutorInnen. Italienisches Pädagogisches Institut Extranummer der Zeitschrift 2009. Herausgabe einer Nummer der Zeitschrift STORIAE STORIAE zum Thema Andreas Hofer und Freiheitskämpfe. Museum Ladin Ciastel de Tor Publikation über Katharina Lanz Herbst 2009. Forschungsarbeit und Publikation des Historikers Lois Craffonara. 63 Wissenschaft / Forschung Projektträger Titel Termin/Ort/Kurzbeschreibung Tiroler Landesarchiv/Universität Edition der Briefe und Juni 2009 Fertigstellung. Forschungsarbeit Innsbruck (UP Dr. Riedmann, Schreiben Andreas Hofers mit dem Ziel, erstmals alle Texte, die von Mag. Oberhofer) Andreas Hofer selbst und aus seiner „Kanzlei“ stammen, zu sammeln und zu edieren. Tiroler Landesarchiv (DDr. Martin Schennach) Revolte in der Region. Zur Juli 2009 Fertigstellung. Innovativer Zugang zu den Tiroler Erhebung von 1809 Ereignissen des Jahres 1809 in Tirol durch die Methodik der „neuen Militärgeschichte“. Tiroler Landesarchiv in Symposion und Zusammenarbeit mit der Protokollband Universität Innsbruck Symposium März 2009, Protokollband 2010 Diskussion der in den zahlreichen Forschungsprojekten in Tirol und Südtirol erarbeiteten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Tiroler Landesarchiv/Institut für Krieg, Religion und Geschichte der Universität Erinnerung Innsbruck (UP Dr. Mazohl-Wallnig, Mag. Mertelseder) Historiographische Aufarbeitung der Erinnerungskultur in Tirol zu den Ereignissen um 1809 Tiroler Landesarchiv/Universität Klassizismus und Romantik Innsbruck – Institut f. Kunst- in Tirol um 1800 geschichte (UP Dr. Neuwirth) Erscheinungstermin: Juli 2009 Monographien der Künstler des Andreas Hofer Denkmals Josef Klieber und Johann Neppomuk Schaller. Österreichisches Zeitzeugenarchiv, Virtuelles Haus der Südtiroler Kulturinstitut und Verein Geschichte – Zeitzeugen „Die Chronisten“ (Dr. Schönwiese) erinnern sich Befragung ausgewählter ZeitzeugInnen. Die ChronistInnen erinnern sich an ihr alltägliches Leben im 20. Jahrhundert. Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Innsbruck, Friedensforum (UP Dr. Roman Siebenrock) Forschungsschwerpunkt: „Religion – Gewalt – Kommunikation – Welt- ordnung“ 8.–11.10.09 / Telfs, Stams, Mösern Symposion Universität Innsbruck Institut für Europ. Ethnologie / AG Geschichte und Religion Grenzgänge. Zur Kultur- analyse von Orten des Durch- und Übergangs Historische und gegenwärtige Phänomene der Begrenzung und Entgrenzung. Südtiroler Landesarchiv Eliten in Tirol zwischen 15.–18.10.08 Tagung, Bozen. Ancien régime und Vormärz Publikationen zwischen 2010 und 2012. Südtiroler Landesarchiv Forschung und Buchprojekt 2009. Einbeziehung von Frauen in (Süd-)Tiroler „Die Marketenderin. Frauen Traditionsvereine in Traditionsvereinen“ Südtirol Amt für deutsche Kultur Diskussionsrunden zu gesellschaftspolitischen Zukunftsthemen Südtirol Vortragsreihe Italienische Kultur ab Ende 2008 März bis Mai 2009. Durchführung einer Vortragsreihe zur Geschichte Andreas Hofer. Ladinische Schule und ladinisches Forschungsarbeit für 2008-2009. Unterrichtsmaterialien zur Geschichte der Pädagogisches Institut LehrerInnen zur Geschichte ladinischen Täler um 1809. der ladinischen Täler um 1809 Südtiroler Landesarchiv Kriegs- und Krisenzeiten in Zweite Hälfte 2009. Kommentierte Edition von behördTirol: Lage- und Stimmungs- lichen Berichten, die Lage und Stimmung im Lande vor berichte 1800-1825 allem in politisch entscheidenden Jahren – 1805/6, 1809/10 und 1814/15 – illustrieren sollen. Südtiroler Landesarchiv Forschung und Buchprojekt 2009. Tiroler Frauenleben um 1800 anhand der „Tiroler Frauenleben“ um Biographien von Annette v. Menz, Therese v. 1800 Sternbach u.a. 64 Kultur in Zahlen AUSGABEN ABTEILUNG KULTUR 2007 (EUR) 26.694.821,36 VON DER ABTEILUNG KULTUR BEWIRTSCHAFTET Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Kunstförderungsbeitrag außer- und überplanmäßige Kredite 15.809.176,11 8.575.143,21 6.750.090,58 168.842,32 315.100,00 LANDESGEDÄCHTNISSTIFTUNG NACHGEORDNETE DIENSTSTELLEN EINNAHMEN NACHGEORDNETE DIENSTSTELLEN (EUR) GESAMTAUSGABEN KULTUR 2007 (EUR) Museen, Archive, Wissenschaft Baukulturelles Erbe Heimat- und Brauchtumspflege Literatur und Schrifttum Bibliothekswesen Musik Darstellende Kunst Bildende Kunst und Architektur Film, Video und Medienkunst Kulturinitiativen, Zentren Aus- und Weiterbildung Erwachsenenbildung Internationaler Kulturaustausch Großveranstaltungen Sonstige kulturelle Aktivitäten 3.336.511,77 7.549.133,48 1.074.724,63 83.340.279,68 23.592.191,50 6.977.488,40 163.503,00 540.211,43 166.178,23 3.518.875,62 11.678.776,56 1.601.897,40 296.450,00 1.487.945,35 30.890.431,61 2.048.818,61 81.454,92 61.087,17 234.969,88 65 I.Museen, Archive Wissenschaft Museen Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Personalaufwand Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Entschuldung Innsbruck, Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Kreditrückzahlung Innsbruck, Alpenvereinsmuseum, Interreg IIIA-Projekt Innsbruck, Bergiselmuseum Innsbruck, Museum am Bergisel, Konzeptentwicklung Innsbruck, Kaiserjägermuseum Innsbruck, Kaiserschützenmuseum Innsbruck, Oesterreichischer Alpenverein, Sonderausstellung Innsbruck, Pro Kulturverein Pozuzo, Pozuzo Ausstellung Innsbruck, Schloss Ambras, Sonderausstellung Innsbruck, Stadtmuseum, Sonderausstellung „Der Mensch um 1500 - Die Hutterer“, 2. Rate Innsbruck, Verein Gruppe KIM, Jahresbeihilfe Axams, Pfarre, museale Beleuchtung der Freskenkapelle Fiss, Museumsverein, „s‘Paules und s‘Seppls Haus“ Fließ, Archäologisches Museum, Didaktik Galtür, Alpinarium, Sonderausstellung Hall, Ausstellung „Der Mensch um 1500“, letzte Rate Imst, Museum im Ballhaus, „SAKRA-MENT“ Jenbach, Museum Kitzbühel, Stadtmuseum, Sonderausstellung Kramsach, Museum Tiroler Bauernhöfe Landeck, Bezirksmuseumsverein Landeck, Netzwerk Magisch Rätisches Dreieck Kulturmeile Landeck, Interreg IIIA-Projekt Landeck, Schloss Landeck, Museumseinrichtung, Interreg IIIA-Projekt Landeck, Verein Regio L, Regionalmanagement für den Bezirk Landeck, „Terra Raetica“, Interreg IIIA-Projekt Längenfeld, Ötztaler Heimatverein, Restaurierung Grommelofen und Milchkammer Leutasch, Ganghofer-Museum, Sonderausstellung Lienz, Schloß Bruck, Sommerausstellung Ötz, Turm-Museum, Ausstellungen und Ankauf Ötz, Turm-Museum, Kuratorentätigkeit Hans Jäger 66 500.000,00 647.764,02 79.633,69 48.200,00 10.936,50 17.000,00 5.000,00 5.000,00 60.000,00 1.000,00 3.000,00 10.000,00 2.000,00 5.000,00 10.000,00 1.500,00 15.000,00 10.000,00 1.000,00 7.000,00 7.700,00 251.000,00 983,88 20.000,00 5.600,00 7.000,00 1.000,00 5.000,00 21.500,00 26.000,00 I.Museen, Archive Wissenschaft Rattenberg, Augustiner Museum Reutte, Kultur- und Naturführer Reutte, Museumsverein Außerfern, Sonderausstellung Reutte, Museumsverein des Bezirkes Reutte, „Museumsverbund Außerfern“, Leader+Projekt Reutte, Verein Europäisches Burgenmuseum Ehrenberg, Outdoor-Inszenierung des „Europäischen Burgenmuseums Ehrenberg“, Leader+Projekt Reutte, Verein Europäisches Burgenmuseum Ehrenberg, Via Claudia Raum St. Johann i. T., Museums- und Kulturverein, Ankauf Exponate für Sonderausstellung „Wilder Kaiser“ St. Johann i. T., Museums- und Kulturverein, Ausstellungsprogramm und Museumsausstattung Schwaz, Haus der Völker Schwaz, Museums- und Heimatschutzverein, Ankäufe Schwaz, Museums- und Heimatschutzverein, Sonderausstellungen, Betriebskosten Rabalderhaus und Herausgabe Heimatblätter Schwaz, Rabalderhaus, Einrichtung Obergeschoß Stams, Museum Stift Stams, Ausstellungsprogramm Umhausen, Archäologischer Freilichtpark, Museumsführer Vils, Museumsverein der Stadt Vils, Ankauf 60.600,00 865,00 2.000,00 5.500,00 21.300,00 6.000,00 1.500,00 3.000,00 14.500,00 8.000,00 18.000,00 7.000,00 13.000,00 3.000,00 4.500,00 Eben, Notburga Museum, Tiroler Museumspreis 2006 Telfs, Fasnacht- und Heimatmuseum Telfs, Anerkennungspreis zum Tiroler Museumspreis 2006 Landeck, Museumsverein Landeck, Projektpreis zum Tiroler Museumspreis 2006 6.000,00 2.500,00 1.000,00 Eisenstadt, Österreichisch Jüdisches Museum, Mitgliedsbeitrag Linz, Österreichischer Museumsbund, Jahresbeitrag Neuhofen/Ybbs, Kulturhof Stübing, Österreichisches Freilichtmuseum, Jahresbeihilfe Weitere kleinere Beihilfen 2.300,00 1.000,00 1.163,00 7.300,00 1.000,00 SUMME 1.975.846,09 67 I.Museen, Archive Wissenschaft Archive Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Jahresbeihilfe Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Dokumentation Literatur in Tirol/Südtirol, Interreg IIIA-Projekt Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, „Literatur-Land-Karte Tirol/Südtirol“ Univ. Innsbruck, Institut für Musikwissenschaft und Brenner-Archiv, Tiroler Musiknachlässe Innsbruck, Diözese, Diözesanarchivar Innsbruck, Tiroler Kunstkataster Innsbruck, Tiroler Musikkataster SUMME 68 54.500,00 12.500,00 2.500,00 6.000,00 4.000,00 131.466,47 21.269,39 232.235,86 I.Museen, Archive Wissenschaft WISSENSCHAFT Univ. Innsbruck, Forschungsschwerpunkt Berglandwirtschaft, Jahresbeihilfe 29.069,07 Univ. Innsbruck, Innsbrucker Zeitungsarchiv, Jahresbeihilfe 5.000,00 Univ. Innsbruck, Innsbrucker Zeitungsarchiv, „text under image“ 1.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien (Archaeo Tirol), Prähistorische Brandopferplätze in Tirol, Interreg IIIA-Projekt 10.800,00 Univ. Innsbruck, Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte / Archiv für Baukunst, „Weichen & Wahrzeichen“/„Scambi & Simboli“ 15.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege (Archiv für Baukunst), Zusammenarbeit und Aufbau grenzüberschreitender Netzwerke und Kooperationen, Interreg IIIA-Projekt 19.500,00 Univ. Innsbruck, Institut für Botanik, Herbardokumentation, Jahresbeihilfe 4.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Germanistik (Dialektarchiv), Mundarterhebung Osttirol 1.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, Symposium der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Volksgruppen und regionale Selbstverwaltung in Europa, 1. Rate 1.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Ökologie, Entomologentagung 1.000,00 Univ. Innsbruck, Italien-Zentrum, Jahresbeihilfe 55.000,00 Univ. Innsbruck, SFB HiMAT, 1. Rate 15.000,00 Univ. Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck, Center of Excellence Universitätsbibliothek Innsbruck 2.180.000,00 Univ. Innsbruck, Vizerektorat für Forschung, „Junge Uni“ 2006 10.000,00 Innsbruck, Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, „Kulturelle Katastrophenbewältigung. Strategien und Reflexionen zur Prävention und Bewältigung von Naturgefahren in Tirol“ 2.000,00 Innsbruck, Netzwerk Essstörungen, 15. Internationale wissenschaftliche Tagung 1.000,00 Innsbruck, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Atemgasanalytik für die Jahre 2007 und 2008, 1. Rate 15.000,00 Innsbruck, Österreichische HochschülerInnenschaft, Mensenbonaktion 6.300,00 Innsbruck, Verein Brenner-Forum, Kritik der Gegenwart - Tagung, Sören Kierkegaard seinerzeit und heute zum 70. Geburtstag von Walter Methlagl 1.000,00 Hall, Verein zur Förderung der Stadtarchäologie und Stadtgeschichte in Hall i. T., Jahresbeihilfe 6.000,00 Kartitsch, Gemeinde, Projekt „Alte Kriegsstellungen am Karnischen Kamm - verbinden statt trennen“, Interreg IIIA-Projekt 3.500,00 Vill/Igls, Tiroler Bildungsinstitut Grillhof, 2 Stipendien für den Universitätslehrgang Friedensforschung „Peacestudies“ 2.500,00 69 I.Museen, Archive Wissenschaft Tiroler Landespreis für Wissenschaft 2007, Paul Naredi-Rainer Förderungspreis des Landes Tirol für Wissenschaft 2007, Lukas Madersbacher Wien, Art&Science (Leander Kaiser, Michael Ley), Symposium „Inkarnation und Abstraktion“ Wien, Europäisches Forum Alpbach, Jahresbeihilfe Wien, Österreichische Forschungsgemeinschaft, Jahresbeihilfe Wien, Österreichischer Fachverband für Volkskunde, Österreichische Volkskundetagung in Innsbruck zum kulturellen Erbe, 1. Rate Wien, Otto Koenig Gesellschaft, 33. Matreier Gespräche Weitere kleinere Beihilfen SUMME 70 14.000,00 4.000,00 3.500,00 101.700,00 36.300,00 2.000,00 1.200,00 5.721,89 2.553.090,96 I.Museen, Archive Wissenschaft WISSENSCHAFTliche publikationen Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Faksimiles Christine Busta und Paul Engelmann Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv 26 (2007) Univ. Innsbruck, Institut für Anglistik und Amerikanistik, „Literatures in English“ Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, „Johann Wunibald Deininger“ Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, „Via Claudia - Neue Forschungen“ Band 2 Univ. Innsbruck, Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, „Die Identität Tirols in Europa“ von Peter Pernthaler Univ. Innsbruck, Institut für Romanistik, Tagungsband zum Weltromanistenkongress Univ. Innsbruck, Institut für Slawistik, „Grundlagen der polnischen Grammatik“, hrsg. von Ingeborg Ohnheiser Univ. Innsbruck, Institut für Sprachen und Literaturen, Anzeiger für die Altertumswissenschaft 59 (2006) Univ. Innsbruck, Institut für Zivilrecht, „Ratsprotokolle der Obersten Justizstelle, Tyrolisch-Vorarlbergischer Senat 1814-1844“, Band 4 Innsbruck, Berenkamp Verlag, „450 Jahre Schwazer Bergbuch“, hrsg. von Wolfgang Ingenhaeff, Johann Bair Innsbruck, Berenkamp Verlag, Tagungsband „Bergbau und Holz“ Innsbruck, Studienverlag, „Akten zur Südtirolpolitik“, Band 3, hrsg. von Rolf Steininger Innsbruck, Studienverlag, „Geschichte und Region“ 2006/2007 Innsbruck, Studienverlag, „Innsbrucker Historische Studien“ Band 25, hrsg. von Robert Rebitsch und Elena Taddei Innsbruck, Studienverlag, „Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol“ von Horst Schreiber, Subvention und Ankauf Innsbruck, Studienverlag, „Temporäres Denkmal“, hrsg. von Franz Wassermann und Andrea Sommerauer Innsbruck, Studienverlag, „Verschiedene europäische Wege im Vergleich“ (Festschrift Rolf Steininger), hrsg. von Michael Gehler u. a. Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Die Faistenberger. Eine Tiroler Künstlerfamilie der Neuzeit“ von Andreas Faistenberger Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Die Hutterer zwischen Tirol und Amerika“ von Astrid von Schlachta Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Grafschaft Tirol - Vallis Venusta. Festschrift für Marjan Cescutti“, hrsg. von Georg Mühlberger und Mercedes Blaas Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Propst Josef Weingartner“ von Eva Gadner 1.500,00 2.900,00 1.000,00 1.000,00 2.000,00 2.000,00 1.200,00 1.000,00 1.000,00 1.000,00 1.500,00 1.000,00 3.000,00 2.600,00 1.200,00 5.000,00 3.000,00 1.000,00 2.000,00 1.100,00 2.500,00 1.800,00 71 I.Museen, Archive Wissenschaft Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Renaissancealtäre und -epitaphien in Tirol“ von Leo Andergassen, Subvention und Ankauf Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Tiroler Heimat“ Band 71 Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, Tiroler Bibliographien 26 (2004) und 27 (2005) Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, „Die Geschichte der Kunst in Tirol“, hrsg. von Paul Naredi-Rainer und Lukas Madersbacher, Subvention und Ankauf Graz, Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz, „Kulturgeschichte des Volkstanzes in Österreich und Südtirol“, 1. Rate Wien, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Mittelalterforschung, Inschriftliche Denkmäler des Oberlandes (Photodokumentation) Bozen, Verlagsanstalt Athesia AG, „Geschichte des Kunsthandwerks in Tirol“ von Magdalena Hörmann, Ankauf Frankfurt a. Main, Verlag Vittorio Klostermann, „Jagdrecht, Wilderei und ‚gute Policey‘. Normen und ihre Durchsetzung im frühneuzeitlichen Tirol“ von Martin Schennach Weitere kleinere Beihilfen SUMME 72 2.700,00 2.000,00 2.000,00 25.000,00 3.000,00 8.000,00 3.591,00 1.000,00 14.385,40 101.976,40 I.Museen, Archive Wissenschaft Landesgedächtnisstiftung Linz, Studentenhilfsverein Linz, Ankauf von Einweisungsrechten Wien, Akademikerhilfe, Ankauf von Einweisungsrechten SUMME 7.000,00 70.000,00 77.000,00 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Landesgedächtnisstiftung 3.096.795,99 1.766.353,32 77.000,00 Gesamtbetrag 4.940.149,31 73 II.Baukulturelles Erbe ALLGEMEINES Innsbruck, Diözese, Inventarisierungsprojekt Innsbruck, Propstei und Dompfarre St. Jakob, Projekt „Lebende Steine St. Jakobsweg“, Interreg IIIA-Projekt Innsbruck, Verschönerungsverein, Gedenktafeln Biberwier, Ehrenberger Krippe, 1. Rate Brixen, Antlaßfahne der Familie Stöckl Grins, Männerbund, Männerfahne Kolsass, Ankauf von Kunstgut aus Privatbesitz, 1 Hl. Geist Skulptur und 2 Ewig Licht-Ampeln Steyr, Ankauf von Kunstgut aus Privatbesitz, 1 Ampel Weitere kleinere Beihilfen 40.000,00 18.314,36 3.000,00 7.500,00 1.412,00 3.400,00 1.000,00 850,00 800,00 SUMME 76.276,36 kirchen, klöster Innsbruck, Dreiheiligenkirche Innsbruck, Franziskanerkloster, Betreuung Hofkirche Innsbruck, Jesuitenkirche, Judas-Thaddäus-Altar, Herz-Jesu-Tabernakel Innsbruck, Jüdischer Friedhof Innsbruck, Pfarre St. Nikolaus, Friedhof Innsbruck, Pfarrkirche Maria am Gestade Innsbruck, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Amras Innsbruck, Pfarrkirche Wilten West Innsbruck, Spitalskirche zum Hl. Geist Innsbruck, Stift Wilten, Handschriften Innsbruck, Stift Wilten, Bibliothek Innsbruck, Westfriedhof, Fresko von Matthias Schmid Ainet, Pfarrkirche Anras, Pfarrkirche St. Stephanus 1.800,00 14.600,00 1.354,80 1.750,00 5.000,00 6.000,00 34.000,00 15.000,00 3.840,00 2.000,00 1.600,00 1.200,00 4.800,00 9.000,00 74 II.Baukulturelles Erbe Bach, Kirchlein „Maria zum Guten Rat“ Brandenberg, Filialkirche in Aschau Feichten, Pfarrkirche Feichten, Pfarrkirche Kaltenbrunn Flaurling, Kalvarienbergkirche Fulpmes, Pfarrkirche zum hl. Vitus Haiming, Pfarrkirche Hall, Franziskanerkloster, Bibliothek Häselgehr, Pfarrkirche Hatting, Pfarrkirche Heiterwang, Kirchenkrippe Holzgau, Pfarrkirche Hopfgarten i. Br., Penninger Kirchlein Imsterberg, Pfarrkirche Inzing, Pfarrkirche Jerzens, Pfarrkirche Kirchdorf, Kirche zur Hl. Barbara in Erpfendorf Kössen, Wallfahrtskirche Maria Klobenstein Kramsach, Pfarre St. Nikolaus, Ostergrab Kramsach, Totengräberhäusl Kramsach-Mariathal, Wallfahrtskirche Lechaschau, Pfarrkirche Matrei i. O., Kirche St. Nikolaus Mils b. Imst., Pfarrkirche hl. Sebastian Mötz, Pfarrkirche Maria Schnee Pettneu, Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt Pinswang, Pfarrkirche St. Ulrich Ranggen, Pfarrkirche St. Magnus Rum, Pfarrkirche Neu-Rum St. Anton, Pfarrkirche St. Jakob a. A. Sautens, Pfarrkirche Schlitters, Pfarrkirche Schönberg, Pfarrkirche Schwaz, Pfarrkirche Maria Himmelfahrt 800,00 4.500,00 12.000,00 8.500,00 2.500,00 3.000,00 5.500,00 1.500,00 9.000,00 4.000,00 1.147,00 7.500,00 10.000,00 1.188,00 3.000,00 2.500,00 5.000,00 10.000,00 4.000,00 12.000,00 2.000,00 15.000,00 14.000,00 2.220,00 1.000,00 2.500,00 7.000,00 10.600,00 10.000,00 40.000,00 25.000,00 21.700,00 3.500,00 13.000,00 75 II.Baukulturelles Erbe Schwaz, Spitalskirche Sillian, Kirche St. Peter in Heinfels Sistrans, Pfarrkirche St. Gertraud Sölden, Pfarre, Kirchenkrippe Stams, Stift, Archiv und Bibliothek, Restaurierung 2006 Stams, Stift, Archiv und Bibliothek, Restaurierung 2007 Stams, Stift, Büste Kaiser Karl, Vergoldung in Messing des Reliquienschreins Stams, Stift, Dachsanierung Stams, Stift, Konventhaus auf der Stamser Alm Steeg, Kirche zum Hl. Oswald Tannheim, Maria Hilf Kirche Tarrenz, Pfarrkirche Telfes, Pfarrkirche Telfs, Franziskanerkloster, letzte Rate Tux, Pfarrkirche zum hl. Thomas in Lanersbach Umhausen, Pfarrkirche, Prozessionsaltar Vinanders, Pfarrkirche Weißenbach, Pfarrkirche Wenns, Pfarrkirche Wien, Minoritenkirche, Bronzegusstafel Weitere kleinere Beihilfen SUMME 76 17.000,00 6.000,00 2.000,00 1.000,00 2.800,00 2.800,00 9.780,00 886.500,00 25.000,00 37.500,00 5.000,00 2.120,00 5.250,00 66.000,00 8.000,00 1.000,00 6.960,00 8.000,00 9.000,00 1.668,00 6.583,60 1.487.061,40 II.Baukulturelles Erbe kleindenkmäler, kapellen Innsbruck, Bildstock an der Hallerstraße Arzl, Kapelle Maria-Hilf Arzl, Kapelle und Brunnen Mairhof in Wald Außervillgraten, Antoniusstöckl Ehrwald, Martinskapelle Elmen, Kapelle St. Josef, Martinau Fieberbrunn, Hauskapelle Finkenberg, Friedhofskapelle „Glocke“ Finkenberg, Margareten-Kapelle Innerberg Flaurling, Totenkapelle, Kapelle in Ram Fließ, Filomenakapelle Gnadenwald, Kapelle Walderalm Hopfgarten i. Br., Wittalkapelle Imst, Pestkapelle am Imster Kalvarienberg Kappl, Kapelle zur Hl. Dreifaltigkeit Kitzbühel, Wegkreuz am Römerweg Längenfeld, Kapelle Winkle Lienz, Kriegergedächtniskapelle Mötz, Jechele in Mötz, Bildstock Mühlbachl, Kapelle Hl. Peter und Paul Obertilliach, Kapelle Mariahilf Stams, Loachkapelle Stumm, Antoniuskapelle Thiersee, Hausbergkapelle Trins, St. Magdalena Umhausen, Höchle-Kapelle Vent, Theresienkapelle bei den Rofenhöfen Vill/Igls, Fronleichnamsaltar Volders, Kapelle Kosmas und Damian Waidring, Schachererkapelle, Vorplatz Weer, Friedhofskapelle, Grabdenkmal Zams, Rochuskapelle, Kreuzwegstationen 6.300,00 5.000,00 1.000,00 3.000,00 3.000,00 2.000,00 5.000,00 2.000,00 2.000,00 1.500,00 6.000,00 1.500,00 4.000,00 4.000,00 5.500,00 1.500,00 4.000,00 5.000,00 1.900,00 800,00 7.300,00 2.500,00 2.500,00 3.000,00 10.000,00 800,00 7.000,00 3.000,00 2.356,00 3.000,00 1.100,00 2.000,00 77 II.Baukulturelles Erbe Wien, Grabstätte Johannes von Hofer Weitere kleinere Beihilfen SUMME 2.000,00 2.675,00 114.231,00 Ölgemälde Ebbs, Ankauf Ölbild, Bundesdenkmalamt Imsterberg, Pfarrkirche, Gemälderestaurierung Lienz, Dominikanerinnenkloster, Restaurierung von Bildern Schwaz, Franziskanerkloster, 2 Leinwandgemälde Stams, Stiftsmuseum, Restaurierung Pußjäger-Zyklus Weitere kleinere Beihilfen 1.000,00 1.500,00 2.100,00 1.248,00 2.200,00 1.920,00 SUMME 9.968,00 Pfarrhäuser Innsbruck, Pfarre St. Pius X., Pfarrhaus und -heim Angath, Pfarrhof Anras, Pfarrwidum Baumkirchen, Frühmesserwidum Kelchsau, Pfarrhof Münster, Pfarrwidum Niederthai, Widum Schmirn, Pfarrhaus Sillian, Widum Umhausen, Widum Niederthai 20.000,00 5.000,00 10.000,00 5.000,00 5.000,00 10.000,00 4.000,00 15.000,00 10.000,00 2.000,00 SUMME 86.000,00 78 II.Baukulturelles Erbe Landwirtschaftliche Nebengebäude Galtür, Engadiner Hütte Innervillgraten, Schindeldächer Innervillgraten, Wurzerhof Leermoos, Translozierung Leermoser Salzstadl nach Reutte, Leader+ Projekt Pfafflar, Boden Nr. 4, Schindeldeckung von Haus und Stadel Thurn, Kammerlanderhof, Speis und Garten Vals, Jorlerhof 3.633,00 10.000,00 8.000,00 20.000,00 2.300,00 1.500,00 6.000,00 SUMME 51.433,00 Profanbauten Innsbruck, Egerdachstraße 11, Lodron‘sches Wappen Fiss, Museumsverein, Einbau der WC-Anlage Fließ, Mühlbachbrücke Imst, Haus Schmitthenner Kirchbichl, Kastengstatt, alter Getreidekasten (Wohnhaus) Kramsach, Mariathal 11, Dachsanierung Landeck, Wohnanlage Hofer-Lonic, weitere Raten Lienz, Villa Sonnenhof Ötz, Holzbrücke in Habichen Rietz, Kluibenschedlhaus Schwaz, Paulinum, historisches Mobiliar Schwaz, Rabalderhaus Silz, Meiergasse 3, Fassade Stanz, HNr. 8, Fenster und Türen Telfs, Kirchgasse 10, Fassadenfresken Weitere kleinere Beihilfen SUMME 840,00 2.500,00 10.000,00 6.500,00 13.500,00 1.500,00 11.390,00 17.500,00 3.000,00 14.000,00 4.000,00 5.000,00 1.000,00 8.500,00 2.000,00 312,00 101.542,00 79 II.Baukulturelles Erbe Kirchenbauten Lechaschau, Pfarrkirche Matrei i. O./Huben, Neubau Pfarrzentrum 10.000,00 20.000,00 SUMME 30.000,00 burgen Ampaß, Ansitz Taschenlehen Hopfgarten i. Br., Burgruine Engelsberg Kramsach, Ansitz Lichtenthurn Leisach, Pulverturm, Lienzer Klause Mieders, Burg Lichtenwert Nauders, Altfinstermünz, Brückenturm, Siegmundseck, Wirtschaftsgebäude, Interreg IIIA-Projekt Nauders, Schloss Naudersberg Reith i. A., Sanierung Burgruine Kropfsberg Reutte, Ruine Ehrenberg Reutte, Verein Europäisches Burgenmuseum Ehrenberg, Sanierung Fort Claudia, Interreg IIIA-Projekt Thaur, Thaurer Burg Vils, Burgruine Vilsegg, Leader+ Projekt Zams, Zammer Lötz, alte Schmiede Salzburg, Erzabtei St. Peter Stiftskämmerei, Fassade Schloss in Martinsbühel SUMME 80 10.000,00 25.000,00 10.000,00 15.000,00 8.000,00 38.000,00 8.500,00 20.000,00 25.000,00 22.678,13 25.000,00 2.287,53 15.000,00 5.157,00 229.622,66 II.Baukulturelles Erbe bodendenkmalpflege Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, Geophysikalische Prospektion römischer Villenanlagen in Osttirol 1.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, Notgrabung in Fiss 3.000,00 Dölsach, Verein Curatorium pro Agunto, Museumsbau 270.000,00 Dölsach, Verein Curatorium pro Agunto, Personal- und Betriebsaufwand 95.000,00 Fiss, Pale-Haus, Archäologische Befundung (Institut für Archäologien) 4.000,00 Fließ, Gemeinde, „Grenzüberschreitende Entwicklung und Vermarktung naturnaher Angebotspakete im Naturpark Kaunergrat (A) und im Naturpark Texelgruppe (I), Teilprojekt Archäologie“, Interreg IIIA-Projekt 15.000,00 SUMME 388.000,00 landesgedächtnisstiftung Innsbruck, Baumann-Stationen Innsbruck, Christuskirche Innsbruck, Eduard-Wallnöfer-Schülerheim Innsbruck, Rettungsgrabung im Brandgräberfeld in Vomp-Fiechter Au Innsbruck, St. Korbinian - Ankauf von Altarbildern Innsbruck, Schloss Ambras, spätgotische Räume Innsbruck, Stift Wilten, Stiftskirche Axams, Widum, Fresken Bach, Expositurkirche Stockach Dölsach, Verein Curatorium pro Agunto, Schutzbau und Mauerwerk Flaurling, Risgarten Fügen, Filialkirche „St. Pankraz“ Haiming, Kapelle „Hl. Antonius“ in Oberriedern Holzgau, Friedhofskapelle „Hl. Sebastian“ Hopfgarten i. Br., Penninger Kirchlein Hopfgarten i. Br., Engelsburg Imst, Stadtgemeinde, barocke Krippenfiguren Kramsach, Museum Tiroler Bauernhöfe Kramsach, Ahlingerhof Landeck, Neugestaltung Bezirksmuseum 70.000,00 100.000,00 181.666,66 70.000,00 330.482,86 37.500,00 165.438,32 20.000,00 23.000,00 318.280,06 40.850,97 7.000,00 3.000,00 15.000,00 20.000,00 10.000,00 7.000,00 75.000,00 44.538,40 81 II.Baukulturelles Erbe Landeck, „Klösterle“ Leisach, Pulverturm der Lienzer Klause Leutasch, Marienkapelle in Unterlochlehn Mariastein, Torbogen Münster, Widum Nauders, Leonhardskapelle Ranggen, Pfarrkirche Reutte, Verein Europäisches Bugenmuseum Ehrenberg, Museums- und Ausstellungsbereich in der Ehrenberger Klause Schwaz, Kirche im Bischöflischen Gymnasium Paulinum Schwaz, Rabalderhaus Schwaz, Spitalskirche Sölden, Kaplaneikirche in Heiligkreuz Stams, Basilika und Dächer Stift Stams Stams, Kapelle „Maria Heimsuchung“ auf der Stamser Alm Strass, Wallfahrtskirche Maria Brettfall Strengen, Gnadenkapelle Telfes, Pfarrkirche Umhausen, Ötztaler Heimatmuseum Umhausen, Widum Niederthai Wenns, Stamserhaus 20.000,00 10.000,00 5.000,00 20.659,56 76.824,00 35.000,00 14.470,00 142.500,00 15.000,00 5.000,00 28.161,85 8.000,00 243.296,95 29.703,39 45.000,00 13.799,74 30.000,00 6.476,01 6.000,00 20.000,00 SUMME 2.313.648,77 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe außer- und überplanmäßige Kredite Landesgedächtnisstiftung 859.000,00 1.475.134,42 240.000,00 2.313.648,77 Gesamtbetrag 4.887.783,19 82 III. Heimat- und Brauchtumspflege Innsbruck, Bund der Tiroler Schützenkompanien, administrative Tätigkeit und Landesjungschützenschießen Innsbruck, Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Dokumentation „Fasnacht in Tirol“ Innsbruck, Kaiserschützenbund Tirol 1921, Anschaffung von Uniformen und Festakt: 90. Jahrestag der Namensgebung Innsbruck, Landesverband der Tiroler Krippenfreunde, administrative Tätigkeit Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, administrative Tätigkeit Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, 100-jähriges Bestandsjubiläum, Vorlaufkosten, weitere Rate Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, Anschaffung und Reparaturen von Musikinstrumenten für die Vereine des Verbandes Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, Trachtenanschaffungen und Fahnenrestaurierungen für die Vereine des Verbandes Innsbruck, Verein für Heimatschutz und Heimatpflege in Nord- und Osttirol, Jahresbeihilfe und administrative Tätigkeit für den Tiroler Mundartkreis Jochberg, Kameradschaftsbund Jochberg, Uniformen und Fahnenrestaurierung Oberndorf, Plattform Mundart, Volksliederabend St. Leonhard, Kaiserjäger-Plangeroß, Trachtenbeschaffung Wiesing, Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol, Jahresbeihilfe Wiesing, Volkstanzkreis Rotholz, 50. Tiroler Volkstanzlehrgang, 1. Rate Beihilfen für Tiroler Schützenkompanien Beihilfen für Tiroler Krippenvereine Weitere kleinere Beihilfen SUMME Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Gesamtbetrag 10.750,00 1.200,00 6.000,00 4.000,00 41.117,00 10.050,00 1.400,00 13.883,00 4.000,00 1.350,00 850,00 2.000,00 3.300,00 1.800,00 53.983,00 5.480,00 2.340,00 163.503,00 77.300,00 86.203,00 163.503,00 83 IV. Literatur literatur Univ. Innsbruck, Literaturhaus am Inn, Jahresbeihilfe Innsbruck, 8ung Kultur, Jahresbeihilfe Innsbruck, Berenkamp Verlag, „Der bange Traum“ von Simon M. Jonas Innsbruck, Berenkamp Verlag, „Ein unerwarteter Besuch“ von Sepp Kahn Innsbruck, Berenkamp Verlag, „Wagnis“ von Claudia Paganini Innsbruck, 30. Innsbrucker Wochenendgespräche mit Ausstellung und Publikation zum Jubiläum Innsbruck, Paul Fülöp, Lesungszyklus mit Musik und Pantomime Innsbruck, Lilo Galley, Mundartbuch Innsbruck, Gesellschaft der Lyrikfreunde, Jahresbeihilfe Innsbruck, Grazer AutorInnenversammlung, Projekt „Die Geister, die wir riefen ...“ Innsbruck, Haymon-Verlag, „Der Panther“ von Felix Mitterer Innsbruck, Haymon-Verlag, „Die Fünfte Welt“ von Raoul Schrott Innsbruck, Haymon-Verlag, „Im Alphabet der Häuser“ von Christoph W. Bauer Innsbruck, Haymon Verlag, „N.C. Kaser: Elementar“, hrsg. von Raoul Schrott Innsbruck, Haymon-Verlag, „Stücke 4“ von Felix Mitterer Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, 5. Tage der jungen deutschsprachigen Literatur in Innsbruck Innsbruck, Kyrene Literaturverlag, „Kleine Anthologie Tiroler Autoren“ Innsbruck, Landeslandwirtschaftskammer für Tirol, „Literatur aus dem Land für das Land“ Innsbruck, Österreichischer P.E.N.-Club, Landeszentrum Tirol, Jahresbeihilfe Innsbruck, Johanna Rauch, Hommage anlässlich des 120. Geburtstags von Georg Trakl Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Augenblicke einer Biographie, in der Giorgio Voghera schon sein Finger im Spiel hat“ von Elias Schneitter Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Ein unerwarteter Besuch“ von Reinhard Kocznar Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Krippler“ von Günther Loewit Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Vater“ von Hans Salcher Innsbruck, Sprachsalz, 5. Sprachsalz-Festival Innsbruck, Stadt, Projekt „Innsbruck liest 2007“ Innsbruck, Studienverlag, „Alpenländisches Liederbuch. Altbekannte und neue Volkslieder“ von Martina Natter, Thomas Nußbaumer, Subvention und Ankauf Innsbruck, Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative, „Nachtöne“ von Aurelia Seidl-Todt und Internetportal Innsbruck, Turmbund, Gesellschaft für Literatur und Kunst, Jahresbeihilfe 84 61.800,00 1.200,00 1.200,00 1.200,00 1.100,00 14.000,00 1.000,00 1.000,00 1.500,00 1.600,00 1.000,00 2.200,00 1.750,00 1.800,00 2.200,00 4.000,00 1.100,00 1.000,00 1.450,00 1.500,00 1.200,00 1.500,00 1.500,00 1.500,00 22.000,00 8.000,00 2.997,50 2.000,00 23.000,00 IV. Literatur Innsbruck, Verein „cognac & biskotten“, Jahresbeihilfe 5.000,00 Innsbruck, Verein „Ein Zuhause für Bukarester Straßenkinder“, „Junger Zwergziegenbock zu verschenken. Nicht zum Essen. Sehr zutraulich“ von Jutta Hall und Martha Nasrouei, Subvention und Ankauf 5.200,00 Innsbruck, Verein Kraft für Leben, „Und trotzdem - Das Leben tanzen“ von Lisa Kutmon und Maximilian Korenjak 1.200,00 Gschnitz, Gemeinde, „Eine sagenhafte historische Wanderung durch das Gschnitztal“, Leader+ Projekt 3.100,00 Hall, IG-Autorinnen Autoren Sektion Tirol, Jahresbeihilfe 2.800,00 Hohenems, Limbus-Verlag, 3 Kriminalromane von Lina Hofstädter 2.100,00 Igls, Karin Tscholl, Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Feuer-Mond“ 1.500,00 Kitzbühel, Stadtgemeinde, Stadtschreiber 1.450,00 Landeck, EYE Literatur der Wenigerheiten, Anthologie „Von den Quellen“ 1.000,00 Schwaz, Literaturforum Schwaz, Jahresbeihilfe 2.500,00 Neckenmarkt, Novum Verlag, „Eine Selbstverständlichkeit“ von Güni Noggler 1.000,00 Wien, Ö.D.A. dialekt, Sondernummer „Lei uas“ der Zeitschrift „Morgenschtean“ 3.000,00 Helsinki, Georg Gimpl, „Dies und das aus Tirol“ von Juhani Aho 1.000,00 Bernhard Aichner, Großes Tiroler Literaturstipendium 2007/2008, 1. Rate 12.000,00 Klaus Händl, Großes Tiroler Literaturstipendium 2007/2008, 1. Rate 12.000,00 Arbeitsstipendien für Literatur 36.800,00 Weitere kleinere Beihilfen 3.500,00 SUMME 262.447,50 Schrifttum Innsbruck, Haymon Verlag, diverse Ankäufe Innsbruck, Irmtraud Hubatschek, Aufarbeitung Archiv Erika Hubatschek und Herausgabe „Auf den zweiten Blick - Menschen, Höfe und Landschaften im Wandel“ Innsbruck, Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen, Bestandserhebung der Tiroler Blasmusikkomponisten Innsbruck, Landesverband der Tiroler Krippenfreunde, „Krippenschauen in Tirol“ 4.096,00 3.000,00 8.266,00 20.000,00 85 IV. Literatur Innsbruck, Hans Peter Rhomberg, „Heilige, Selige und Ordensgründer in der Medizin“ 1.500,00 Innsbruck, Studienverlag, „Gaismair Jahrbuch“ 2008 1.000,00 Innsbruck, Studienverlag, „Mythos Lawine“ von Hans Haid 1.100,00 Innsbruck, Studienverlag, „SiegerTypen“ 1.500,00 Innsbruck, Theater Verband Tirol, Sommerbroschüre „Darstellendes Spiel“ 3.000,00 Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, „Innsbrucker Sagenbuch“ von Wolfgang Morscher und Berit Mrugalska 2.000,00 Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, „Tiroler Heimatblätter“ 6.000,00 Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, diverse Ankäufe 1.750,64 Schwaz, Museums- und Heimatschutzverein, Rabalderhaus, „Heimatblätter“ 2006 1.100,00 Schwaz, Tiroler Landestrachtenverband, „Der Trachtler“ 4.250,00 Söll, Gemeinde, „Revitalisierung bäuerlicher Substanz“ 15.000,00 Würzburg, Verlagshaus Würzburg, diverse Ankäufe 1.204,22 „Kulturberichte aus Tirol“ 77.460,12 Kulturzeitschrift „Quart Heft für Kultur Tirol“ 119.680,00 Weitere kleinere Beihilfen 5.856,95 SUMME 277.763,93 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe außer- und überplanmäßige Kredite 347.710,86 177.400,57 15.100,00 Gesamtbetrag 540.211,43 86 V. Bibliothekswesen Univ. Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck, „In zehn Kriminalfällen um die Welt“ Innsbruck, Bücherei Hungerburg, Literaturveranstaltungen Innsbruck, Diözesanes Bibliotheksreferat, 33. Jahrestagung und Frühjahrstagung Innsbruck, Öffentliche Bücherei Allerheiligen, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltung Axams, Interessensvereinigung der Bibliothekare Tirols, Bildungsfahrt nach Lusern Brixlegg, Öffentliche Bücherei, EDV-Anschaffungen Ebbs, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Ehrwald, Öffentliche Bücherei, Medienankauf, EDV-Anschaffungen und Literaturveranstaltung Ellmau, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Finkenberg, Öffentliche Bücherei, Reorganisation Flaurling, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Grins, Grinner Bibliothek, Medienankauf und EDV-Anschaffungen Grinzens, Öffentliche Bücherei, Medienankauf, Büchereimobiliar und Literaturveranstaltung Imst, Bücherei der Stadt und Pfarre Imst mit Spieleverleih, Medienankauf Kirchbichl, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Kössen, Öffentliche Bücherei, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltung Landeck, Stadtbücherei Landeck, Medienankauf und Literaturveranstaltungen Matrei i. O., Öffentliche Bücherei, Medienankauf Mils b. Imst, Öffentliche Bücherei, Medienankauf, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltungen Niederau, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Oberlienz, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Büchereimobiliar Ötz, Bücherei im Turm, Medienankauf Rattenberg, Öffentliche Bücherei, Medienankauf für Reorganisation, 1. Rate Rum, Öffentliche Bücherei der Pfarre Rum St. Georg, Medienankauf Rum, Öffentliche Bücherei der Pfarre Neu-Rum, Medienankauf St. Jakob i. Def., Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltungen Sautens, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltungen Silz, Öffentliche Bücherei Silz, EDV-Anschaffung und Büchereimobiliar Sölden, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Söll, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Stans, Öffentliche Bücherei, Medienankauf Tarrenz, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltung Telfs, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Einrichtung einer neuen Kinderbibliothek Thaur, Öffentliche Bücherei, Medienankauf 1.370,00 900,00 1.600,00 900,00 1.300,00 900,00 800,00 1.000,00 1.000,00 5.000,00 1.000,00 1.500,00 800,00 1.500,00 1.000,00 1.000,00 1.500,00 1.500,00 1.000,00 1.000,00 850,00 2.000,00 3.600,00 1.000,00 1.800,00 1.150,00 1.620,00 1.200,00 1.000,00 800,00 1.100,00 1.000,00 5.500,00 2.000,00 87 V. Bibliothekswesen Vils, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltungen 2.200,00 Vomp, Bibliothek & Ludothek St. Josef Fiecht, Medienankauf, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltungen 2.850,00 Völs, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Reorganistation, 1. Rate 4.000,00 Waidring, Bücherei DDr. Günther Nenning, Errichtung der Bibliothek 1.000,00 Wattens, Öffenliche Bücherei, Medienankauf, Literaturveranstaltungen und Büchereimobiliar 3.600,00 Weer, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und EDV-Anschaffung 2.200,00 Wien, Büchereiverband Österreich, „Österreich liest“ 2.400,00 Ehrung Büchereijubilare 22.350,00 Servicestelle des Landes für Lesepädagogik 14.860,31 Weitere kleinere Beihilfen 14.323,08 SUMME 120.973,39 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe 113.529,91 7.443,48 Gesamtbetrag 120.973,39 88 VI. Presse Keine spezifischen Förderungen. 89 VII. Musik allgemeines Univ. Innsbruck, Institut für Musikwissenschaft, Tiroler Tonträger-Katalog 5.000,00 Univ. Innsbruck, Universitätsorchester Innsbruck, Beihilfe für Studienjahr 2006/2007 1.500,00 Innsbruck, Bundes-Oberstufenrealgymnasium Innsbruck, Oratorium „Israel in Egypt“ 2.000,00 Innsbruck, Dommusik Innsbruck, Domkonzert zur Passionszeit 4.000,00 Innsbruck, Dompfarre St. Jakob, „Meisterorganisten im Dom St. Jakob“ 4.000,00 Innsbruck, Roland Heinz, Tourneen Roland Heinz-Quartett 1.000,00 Innsbruck, Jazz Orchester Tirol, Jahresbeihilfe 7.500,00 Innsbruck, Low Brass Tirol, Workshop „Küblböck“ und Konzerte „Low Brass Time“ 1.500,00 Innsbruck, Rinaldo Markewitz, „Live Stage“ 9.500,00 Innsbruck, Stefan Meister, „Alien Explorer 2007“ 3.000,00 Innsbruck, Musikschule Innsbruck, „Die Nachtigall und die Rose“ 2.500,00 Innsbruck, Orchester der Musikfreunde Innsbruck, Jahreskonzert 1.500,00 Innsbruck, Pfarre Saggen, Krönungsmesse anlässlich des Priesterjubiläums von Msgr. Heinz Schramm 800,00 Innsbruck, Pfarre St. Norbert, Konzertreihe „Musik in St. Norbert“ 800,00 Innsbruck, Pfarre Wilten, Sommerkonzerte 3.500,00 Innsbruck, Stella Schletterer, Konzertgitarre 2.000,00 Innsbruck, Stift Wilten, Orgelvespern und Orgelkonzert 1.000,00 Innsbruck, The Next Step, The Next Step Show und DVD-Produktion 4.200,00 Innsbruck, Tiroler Ensemble für Neue Musik, Jahresbeihilfe, Restrate 9.000,00 Innsbruck, Tiroler Volksmusikverein, 31. Oberländer Sänger- und Musikantentreffen 800,00 Innsbruck, Tiroler Volksmusikverein, Jahresbeihilfe 5.000,00 Innsbruck, Tiroler Volksmusikverein, 27. Tiroler Musizierwoche 3.000,00 Innsbruck, Verein „Alte Musik in Innsbruck - Mariahilf“, Konzertreihe „AbendMusic-Lebensmusik“ 18.500,00 Innsbruck, Verein „Jugend für eine geeinte Welt“, „Musical4peace“ 1.000,00 Innsbruck, Verein balliamo - tanz-kultur-bildung, Jahresbeihilfe 2.500,00 Innsbruck, Verein Brenner-Forum, Kritik der Gegenwart - Konzert, Sören Kierkegaard seinerzeit und heute zum 70. Geburtstag von Walter Methlagl 1.000,00 Innsbruck, Verein Ensemble Pro Arte Tirolensi, Jahresbeihilfe 8.000,00 Innsbruck, Verein Ensemble Pro Arte Tirolensi, Paulus Konzerte 1.800,00 Innsbruck, Verein Tiroler Kammerorchester InnStrumenti, Konzertprojekte 28.000,00 Innsbruck, West Austrian Wings Fanfareorchester, Orchesterprojekt „West Austrian Wings Fanfareorchester“ 1.500,00 Innsbruck, Zither.Tirol, Jahresbeihilfe 1.500,00 90 VII. Musik Innsbruck, Adventmusik in der Georgskapelle 2.875,04 Innsbruck, Innsbrucker Promenadenkonzerte 10.000,00 Innsbruck, Kirchenmusik in der Basilika Wilten 1.000,00 Innsbruck, Konzertreihe „Musik in Dreiheiligen“ 1.000,00 Innsbruck, Matineen auf der Ebert-Orgel 3.700,00 Innsbruck, Meister- und Kammerkonzerte 14.500,00 Absam, Gemeinde, „Bert Breit - Musik, Film, Foto“ 4.000,00 Achenkirch, Tyrolean Opera Program, Teilnahmestipendien 3.000,00 Aldrans, Norbert Zehm, „Music in Space-Images in Time“ 3.000,00 Axams, José Terán Gómez, Konzerte 1.000,00 Axams, Kulturverein Axams, Jahresbeihilfe 3.000,00 Axams, Tiroler Ensemble für Neue Musik, Jahresbeihilfe, 1. Rate 8.000,00 Bach, Knittel Ton GmbH, Musical „Ritter Rüdiger“ 5.000,00 Birgitz, Verein der Musik- und Kulturfreunde Birgitz, kulturelle Tätigkeiten 1.300,00 Ebbs, Salzburger Passionssingen 1.900,00 Fieberbrunn, Kulturstammtisch, Bourbon-Street-Festival 3.500,00 Fulpmes, Franz Muigg, Musik - Fibel 2.000,00 Galtür, Alpinarium Galtür Dokumentation GmbH, „Aufschlag in den Bergen“ 1.400,00 Götzens, Cultura Sacra - Verein Freunde der Wallfahrtskirche Götzens, Konzertprogramm 20.000,00 Götzens, Benjamin Micheler, „Kosovo im Ein.Klang“ 4.500,00 Hall, Galerie St. Barbara, Jahresbeihilfe 43.000,00 Hall, Galerie St. Barbara, Osterfestival 255.000,00 Hall, Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM), Jahresbeihilfe 4.000,00 Hatting, Vokalensemble NovoCanto & Tiroler Barocksolisten, Workshop und Konzert „Nachtgesänge“ 3.750,00 Igls, Kirchenchor Igls-Lans, Kirchen- und Orgelkonzerte in der Pfarrkirche Igls 3.000,00 Imst, Österreichisches Rotes Kreuz, Bezirksstelle Imst, „Klassik Klassik / Musik macht Schule“ im Rahmen des Jubiläums „75 Jahre Rotes Kreuz - Bezirksstelle Imst“ 4.000,00 Imst, Stadtgemeinde, Klassik- und Laurentiuskonzerte 4.500,00 Inzing, Christiana Wilke, Kammermusik- und Orchesterwoche für Streicher „Tiroler Aufstrich“ 2006 780,55 Ischgl, Gemeinde, Kultur im Dorf 2.000,00 Kitzbühel, Stadtgemeinde, 15. Orgelakademie Kitzbühel 1.000,00 Kitzbühel, Verein Kitzbüheler Musikfreunde, Kitzbüheler Sommerkonzerte 1.000,00 Kitzbühel, Verein Swingin‘ Kitzbühel, Abdeckung von Altlasten im Zusammenhang mit dem Festival Swingin‘ Kitzbühel (1999 - 2006) 3.592,00 91 VII. Musik Kufstein, Stadtgemeinde, Kulturprogramm Landeck, ARGE Kino, JazzWerkstatt Wien - Tirol 2006 Landeck, ARGE Kino, JazzWerkstatt Wien - Tirol 2007 Landeck, Stadtgemeinde, „Horizonte - Landecker Festwochen 06“ Landeck, Stadtgemeinde, „Horizonte - Landecker Festwochen 07“ Lienz, Bildungshaus Osttirol, 13. Holzbläserwoche Lienz, Bildungshaus Osttirol, Kirchenmusikalische Singwoche Ötz, Männergesangsverein D‘Auensteiner, Musik am Piburger See Ötz, Verein „Cantare et sonare“, Jahresbeihilfe Pettnau, Herbert Degenhart, 19. Tiroler Almsingwoche Pinswang, Die Villa, Jahresprogramm Ranggen, Kammerorchester moderntimes_1800, CD-Produktion und Konzert Rum, Institut für Tiroler Musikforschung, Internetprojekt: www.musikland-tirol.at Rum, Institut für Tiroler Musikforschung, Tiroler Tage für Kirchenmusik Rum, Pro cultura, Konzerttätigkeit Rum, Pro cultura, Tiroler Bläserherbst St. Johann i. T., Kulturverein K3, Open-Air-Klassikkonzert Schwaz, Gerhart Engelbrecht, „Abendmusik Schwaz“ Schwaz, Joseph Messner Gesellschaft, Jahresbeihilfe Schwaz, Klangspuren Schwaz, Jahresbeihilfe Schwaz, Walter Knapp, Schwazer Serenadenkonzerte Schwaz, Musikkollegium Schwaz, Jahresbeihilfe Schwaz, Outreach Schwaz, Jahresbeihilfe Schwaz, Verein Windkraft, Jahresbeihilfe Seefeld, Verein Avantgarde Tirol, „11. Internationale Akademie für Neue Komposition und Audio-Art“ Serfaus-Fiss-Ladis, Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis, Querflöten.Sommerakademie.Fiss Steinach, Bläserkreis Steinach a. Br., Steinacher Kirchenkonzerte Telfs, Academia Jacobus Stainer, Oratorium „Der Messias“ (Georg Friedrich Händel, Teil 2 und 3) Telfs, Musikschule Region Telfs, Percussion-Festival Telfs 2006 Telfs, Musikschule Region Telfs, Percussion-Festival Telfs 2007 Telfs, Musikschule Region Telfs, Tage der Alten Musik Telfs, Musikschule Region Telfs, Tiroler Blechbläsertage Telfs, The next step, „Konzert Wolfgang Mitterer“ (Konzert und CD-Produktion) Telfs, Verein Kunst und Künstler in der Villa Schindler, Jahresbeihilfe 92 4.200,00 1.000,00 1.200,00 5.800,00 8.000,00 1.100,00 1.100,00 2.100,00 6.500,00 2.000,00 2.000,00 40.000,00 18.500,00 43.000,00 4.000,00 5.000,00 1.000,00 5.000,00 5.200,00 322.000,00 3.000,00 2.500,00 55.000,00 20.000,00 60.000,00 2.200,00 1.500,00 7.000,00 3.500,00 3.500,00 3.500,00 1.500,00 3.000,00 4.000,00 VII. Musik Telfs, Verein zur ganzheitlichen Entfaltung von Lebensprozessen, Gitarrenworkshop und Konzert mit Peter Ratzenbeck und Acoustic Guitar Festival Untertilliach, Kulturverein Untertilliach, Konzerte Völs, Akademie St. Blasius, Orchesterkonzerte Völs, Marini Consort, Oratorium „Israel in Egypt“ Wörgl, Academia Vocalis Tirolensis, Internationale Sommerakademie Wien, Jugendorchester Stringendo, Musiktheater „Orchestercontest“ Wien, Jugendorchester Stringendo, „Sternenklang“ Wien, Musikalische Jugend Österreichs - Jeunesse, Aktivitäten der Geschäftsstellen Innsbruck, St. Johann in Tirol, Wörgl und Schwaz Emil Berlanda Preis 2007 Hans Platzgumer Kompositionsbeihilfen Weitere kleinere Beihilfen SUMME 2.500,00 1.300,00 8.800,00 7.000,00 56.000,00 1.000,00 1.500,00 52.000,00 5.100,00 30.200,00 9.786,50 1.381.284,09 93 VII. Musik CD-Produktionen Innsbruck, Luna y Sol, CD-Projekt Innsbruck, Bernhard Sieberer, „Mozart im Gespräch“ Innsbruck, Tiroler Tanzgeiger, „Hochzeit im Zillertal“ anlässlich 25-jährigen Bestehen Innsbruck, Peter Waldner, „Johann Sebasian Bach & das Lautenclavier“ Aldrans, Johannes Maria Staud, „Apeiron“ Pfaffenhofen, Bettina Schmid, „Die Saligen“, „Stimmig“ Rum, Christoph Auer, „Living Room“ Rum, Institut für Tiroler Musikforschung, CD-Dokumentation St. Johann i. T., Hans Oberlechner, „Asphalt für den Dorfplatz“ Sistrans, Barbara Schneider-Romen, CD-Produktion als Beilage für ein Heft mit neuen Hackbrett-Stücken Telfs, Ratz Fatz, DVD „Hans Glück in die Luft“ Terfens, Adi Rinner, CDs anlässlich des 70. Geburtstags Heiligenkreuz, „Die Dolen“, Ingrid Moser, „Schneefleckn“ Weitere kleinere Beihilfen SUMME 1.500,00 2.000,00 2.000,00 1.500,00 3.000,00 900,00 1.000,00 14.500,00 1.500,00 900,00 1.000,00 3.000,00 1.000,00 2.400,00 36.200,00 Blasmusikwesen Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Jahresbeihilfe Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Förderung der Tiroler Musikkapellen in den Bereichen Trachtenund Instrumentenanschaffungen sowie Einrichtung von Probelokalen Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Landesmusikfest Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Tätigkeit der Bezirksverbände Tiroler Blasmusikkapellen 205.000,00 55.000,00 11.000,00 41.025,00 SUMME 553.141,03 94 241.116,03 VII. Musik Sängerwesen Innsbruck, Österreichischer Arbeiter-Sängerbund, Jahresbeihilfe und Bundes-Sängerfest Innsbruck, Tiroler Sängerbund, Jahresbeihilfe 2006, Restrate Innsbruck, Tiroler Sängerbund, Jahresbeihilfe 2007 Innsbruck, Tiroler Sängerbund, Förderung an Tiroler Chöre Weitere Förderungen an Chöre 1.900,00 25.000,00 170.000,00 56.440,00 44.450,00 SUMME 297.790,00 Orgeln (Restaurierung, Neuanschaffung, Betreuung) Innsbruck, Reinhard Jaud, Betreuung der Ebert-Orgel Innsbruck, Evangelische Pfarre A. u. H.B., Orgelrenovierung Innsbruck, Verein „Alte Musik in Innsbruck – Mariahilf“, Ankauf einer Truhenorgel Flirsch, Pfarre, Überholung der Orgel Pettneu, Pfarre Pettneu - Maria Himmelfahrt, Ankauf „Johannus Kirchenorgel Opus 25“ Umhausen, Kaplanei Niederthai, Restaurierung des Harmoniums in der Kaplanei Wenns, Pfarre, Orgelrenovierung 4.360,50 10.000,00 8.000,00 3.000,00 1.000,00 1.000,00 10.000,00 SUMME 37.360,50 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe außer- und überplanmäßige Kredite 1.153.750,00 1.112.025,62 40.000,00 Gesamtbetrag 2.305.775,62 95 VIII. Darstellende Kunst Univ. Innsbruck, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, Creative Campus Innsbruck, Berenkamp-Verlag, „Landluft würzig“ von Sepp Kahn Innsbruck, Demokratischer Emmigranten Verein, Kabarett „Tagebuch eines Skinheads in Istanbul“ Innsbruck, Freie Waldorfschule Innsbruck, Theaterprojekte (Schuljahr 2006/2007) Innsbruck, Paul Fülöp, „Eine kleine Weihnachtsgeschichte“ Innsbruck, Generationentheater „Die Monopol“, „Frühe Verhältnisse“ von Johann Nestroy Innsbruck, Generationentheater „Die Monopol“, „Stadt der Frauen“ nach Fellini Innsbruck, Generationentheater „Die Monopol“, „Wolken.Heim“ von Elfriede Jelinek Innsbruck, Improvisationstheatergruppe „Die Impropheten“, „Impro-Filmnacht“, 1. Rate Innsbruck, Innsbrucker Kellertheater, Jahresbeihilfe Innsbruck, Innsbrucker Kellertheater, Sanierungsmaßnahmen Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, Projekt TANZzone Innsbruck, Kulturverein „Wozu Grenzen ?!“, drei Theaterproduktionen Innsbruck, Landesjugendtheater, Jahresbeihilfe 2006, letzte Rate Innsbruck, Landesjugendtheater, Jahresbeihilfe 2007 Innsbruck, Lo scarabocchio, „Non aprire quell‘armadio“ von Corrado Petrucco Innsbruck, projekt-theater-hall, Komödie „Campiello“ von Peter Turrini nach Carlo Goldoni, Restrate Innsbruck, Walter Sachers, „Il Principe“ von Niccoló Machiavelli Innsbruck, Kerstin Schaberreiter, Aufarbeitung des Textbuchbestandes des Theaterverbandes Tirol Innsbruck, Schauspielschule Sachers, Jahresbeihilfe Innsbruck, Schauspielschule Sachers, Schülerstipendium 2006/2007 Innsbruck, Staatstheater, „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab Innsbruck, Theater an der Sill, Jahresbeihilfe Innsbruck, Theater Melone, „Treffpunkt Theater“ Innsbruck, Theater praesent, „Kunst“ von Yasmina Reza Innsbruck, Theater Verband Tirol, 8. Internationale Figurentheatertage Innsbruck, Theater Verband Tirol, Figurentheaterfestival „ANIMA 2007“ Innsbruck, Theater Verband Tirol, Jahresbeihilfe Innsbruck, Tiroler Landesjugendtheater, Umbau Lagerhalle Josef-Wilbergerstraße 15, 1. Rate Innsbruck, Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer, Hoffest Kaiser Maximilian I. Innsbruck, Verein „Innsbrucker Ritterspiele“, Jahresbeihilfe 2006 Innsbruck, Verein Innsbrucker Tanzsommer, Programm Innsbruck, Verein Theater praesent, „Die schöne Magelone“ Innsbruck, Verein zur Förderung der Kleinkunst im Großraum Innsbruck, Jahresbeihilfe 96 1.056,38 1.000,00 800,00 1.900,00 3.200,00 3.500,00 3.700,00 3.200,00 1.700,00 70.000,00 3.000,00 5.000,00 1.500,00 3.000,00 19.000,00 1.400,00 1.000,00 4.500,00 1.000,00 32.000,00 8.000,00 6.000,00 18.000,00 4.500,00 4.000,00 2.200,00 4.713,08 184.517,10 42.400,00 10.000,00 3.000,00 146.700,00 3.500,00 5.500,00 VIII. Darstellende Kunst Innsbruck, Verein zur Unterstützung des Treffpunkt „Am Puls“, Jahresbeihilfe 4.000,00 Innsbruck, Westbahntheater, „DAYBREAK“ von Björn Runge, „Miles G.“ von Christoph W. Bauer, „Parasiten“ von Marius von Mayenburg und Videobeamer 8.600,00 Innsbruck, Gerald Windisch, „Die Zofen“ von Jean Genet, Restrate 2.000,00 Dölsach, Theaterwerkstatt Dölsach, „Male“ von Gertraud Platterer 6.500,00 Elbigenalp, Geierwally Freilichtbühne, Sommertheater: „Die eisenfeste Nanno“, 1. Rate 9.000,00 Erl, Passionsspielverein Erl, Sanierungsmaßnahmen, 1. Rate 300.000,00 Erl, Passionsspielverein Erl, vorbereitende Maßnahmen 25.000,00 Erl, Tiroler Festspiele Erl, Sanierungsmaßnahmen, Restrate 36.000,00 Grinzens, Sendersbühne Grinzens, „Tiroler Freiheit - Zornige Lämmer“ von Ekkehard Schönwiese, 1. Rate 6.500,00 Hall, Arbeitsgemeinschaft „Episoidee“, Musiktheater „Episoidee“, 1. Rate 3.800,00 Hall, Kindertheater StromBomBoli, „Die dumme Augustine“ 4.000,00 Hall, Kolpingfamilie Hall i. T., „Superhenne Hanna“ von Felix Mitterer, 1. Rate 3.000,00 Hall, Kolpingfamilie Hall i. T., Erneuerung der Ton- und Lichtanlage 2.000,00 Hall, SZENARIO - Verein für zeitgenössisches Theater und Improvisation, „Rotkappl und La Cape Belle“ 2.000,00 Hall, SZENARIO - Verein für zeitgenössisches Theater und Improvisation, „Kunstfehler“ 2.300,00 Hall, Theater „Die Düne“, „Die Geschichte Ruckrr Apprr“ von Daniel Charm, Restrate 1.000,00 Hall, Theater „Die Düne“, Projekte Herbst 2007/Winter 2008, 1. Rate 3.000,00 Hall, Theater für Menschen ab 3, „Ox und Esel“, 1. Rate 1.200,00 Hall, Theaterpädagogisches Zentrum, Jahresbeihilfe 15.000,00 Imst, Theaterforum Humiste, „Krach im Hause Gott“ von Felix Mitterer, 1. Rate 10.000,00 Inzing, coop.fem.art, „die drei“ 10.000,00 Kitzbühel, eventarts Kulturveranstaltungsverein, Sommertheater „Honigmond“ von Gabriel Barylli 8.500,00 Kolsass, Gerhard Sexl, „Schwamm drüber“ 2.500,00 Kramsach, Heimatbühne Kramsach, Lichtanlage 1.170,00 Landeck, Jugend- und Kulturreferat der Stadt Landeck, Oberländer Theaterabonnement 2006/2007 4.000,00 Münster, Volksbühne Sonnwend Münster, Bühnenvorhang 1.000,00 Oberperfuss, Verein Arbeit am Lebensraum Oberperfuss - Untergruppe DORFWERKSTATT, Kindertheater und Filmabend 1.050,00 Rattenberg, Volksschauspielverein Rattenberg, Erneuerung der Lichtanlage 10.000,00 Rattenberg, Volksschauspielverein Rattenberg, Sommertheater „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Ödön von Horvath 17.000,00 Schwaz, Sozial- und Kulturverein Korban, Freilichttheater „Der verlorene Ignaz“, Theateraufführung „Ganz ohne!?“ und Ausbildung „Autor werden - schreiben lernen“ 1.450,00 97 VIII. Darstellende Kunst Schwaz, Theater im Lendbräukeller, Jahresbeihilfe, 1. Rate 5.500,00 Telfs, Tiroler Volksschauspiele 150.000,00 Tulfes, Theater „Die Kiste“, Jahresbeihilfe 10.000,00 Vill/Igls, Theaterverein „Elevat ardor“, Alfred de Mussett „Zwischen Tür und Angel“ und „Ritt der Kentauren“, szenische Lesungen 1.250,00 Vomp, Theater- und Kulturverein Schloss Mitterhart, „Der Watzmann ruft“, 1. Rate 6.000,00 Wattens, Tiroler Sagen & Märchenfestival, 1. Rate 20.000,00 Wörgl, LIRUM-LARUM Kinderkulturverein Wörgl, 2. Wörgler Märchenfrühling und Wörgler Märchentage 1.650,00 Wien, Formation Charon, Ideenskizze „Illias“ und „das Fest“ - Vorprojekt 16.000,00 Wien, Theater Heuschreck, Tournee in Tirol im Jahre 2006 1.500,00 Zell, Theaterverein Zell a. Z., Freilichtaufführung „Die Hochzeiterin“, 1. Rate 6.000,00 Weitere kleinere Beihilfen 1.820,00 SUMME Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Gesamtbetrag 98 1.325.776,56 978.100,00 347.676,56 1.325.776,56 IX. Bildende Kunst (einschließlich Architektur) Künstlermonographien und Kataloge Innsbruck, Robert B. Hartwig, Katalog Innsbruck, Kreis 55, Herbert Fuchs, Buch „Verbale“ Innsbruck, Ursula Mairamhof, Kunstkatalog Innsbruck, Claudia Mark, Erstellung der Publikation „arttirol“ 2008, 1. Rate Innsbruck, Helmut Mark, Kunstkatalog „Retrospektive“ anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Kunstverein Medienturm Innsbruck, Thomas Riess, Kunstkatalog Innsbruck, Nikolaus Schletterer, Publikation zur Ausstellung DAYLIGHT im Nationalmuseum zeitgenössischer Kunst (MINAC) in Bukarest Innsbruck, Nora Schöpfer, Katalog „Malerei und Installation 2006“ Innsbruck, Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative, Kunstbuch „Albert Ennemoser. Zeitlos“ Innsbruck, Michael Ziegler, Katalog Hippach, Margret Schiestl, Katalog „Margret Schiestl“ Igls, Projektgruppe Kunst am Bau, Publikation „Kunst am Bau im öffentlichen Raum der Stadt Innsbruck“ Kitzbühel, Wolfgang Capellari, Katalogbuch Ladis, Kulturzentrum „Rechelerhaus“, Katalog zur Ausstellung „Sieben Impressionen“ Lienz, Angela Kaisermayer, Katalog anlässlich der Ausstellung im Österreichischen Kulturforum Warschau Lienz, Round Table Lienz, Kunstbuch „10 Jahre Kunstadventkalender Liebburg Lienz“ Pertisau, Heidi Holleis, Katalog „Heidi Holleis - 79 Bilder“ Ranggen, Gustav Eugen Sonnewend, Buchdokumentation „Kultur Visuell“ Schwaz, Städtische Galerie Schwaz, Ausstellungskatalog „Die Kunst des Alterns“ Graz, Europan Österreich, Publikation „Europan 4 Innsbruck, centrum.odorf“ Marialanzendorf, Fritz Ruprechter, Katalog anlässlich der Ausstellung in Santiago de Chile Wien, Angelica Bäumer, Katalogbuch „Kunst von innen - Art Brut in Austria“ Wien, Christian Brandstätter Verlag, Buchpublikation „Leander Kaiser: Blickwechsel“ Wien, Irene Dapunt, Katalog zur Ausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Wien, Astrid Hofstätter, Kunstkatalog Wien, Margit Ulama, Publikation „Flächen - Konzeption“ Wien, Martin Walde, Katalog Wien, Wolfgang Wirth, Katalog der bisherigen Arbeiten Bristol, Arnolfini Gallery Limited, Publikation „Lois & Franziska Weinberger: Home Voodoo“ Weitere kleinere Beihilfen SUMME 2.500,00 1.300,00 1.500,00 2.735,00 1.900,00 1.500,00 3.500,00 1.000,00 1.000,00 800,00 1.300,00 2.200,00 2.000,00 1.000,00 1.200,00 1.500,00 900,00 2.500,00 4.500,00 2.300,00 1.500,00 7.000,00 1.500,00 3.000,00 1.000,00 1.200,00 5.000,00 1.700,00 2.000,00 4.042,50 65.077,50 99 IX. Bildende Kunst (einschließlich Architektur) Bildende Kunst allgemein (einschlieSSlich Ausstellungen und Kunstankäufe) 60 Kunstwerke von 33 Künstlern 34 Kunstwerke von 7 Künstlern, Juryankäufe 13 Kunstwerke von 6 Künstlern im Rahmen des Österreichischen Graphikwettbewerbs Univ. Innsbruck, Institut für Botanik, Ausstellung „Pflanzenaquarelle des Biedermeier“ von Moritz Michael Daffinger Univ. Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte, Ausstellung „Lois Weinberger zum 60. Geburtstag - Frühe Arbeiten“ Innsbruck, aut.architektur und tirol, Jahresbeihilfe Innsbruck, Bad architects group, „The POWER of the UNESCO world heritage“ Innsbruck, Dompfarre St. Jakob, Lichtadvent Innsbruck, Dieter Fuchs, Ausstellung „Vivienne Westwood - Dieter Fuchs“ Innsbruck, Galerie Nothburga, Jahresbeihilfe Innsbruck, Cornelia Kaufmann, Ausstellungstätigkeit Innsbruck, Erich Keber, 1. Tiroler Steinbildhauersymposion Innsbruck, Kunstforum Ferdinandeum, Förderkreis für zeitgenössische Kunst, Ausstellung des RLB-Preisträgers 2006, Produktionskosten Innsbruck, Kunstraum Innsbruck, Besucherservice Innsbruck, Kunstraum Innsbruck, Jahresbeihilfe Innsbruck, KünstlerInnen Kollektiv „mmmmm“, Ausstellung „Selfmade Paradise“ Innsbruck, Christine Mittelstaedt, Transportkostenzuschuss für die Präsentation bei der Niederösterreichischen Landesausstellung Innsbruck, plattform kunst - öffentlichkeit, „bypass“ auf der Sonderausstellung der ART Innsbruck Innsbruck, Hermine Span, Ausstellung und Performance im Kontext Mode bei den Premierentagen 07 Innsbruck, Hermine Span, 20 Jahre Garage Span - Modeperformance & Ausstellung Innsbruck, Tiroler Künstlerschaft, Jahresbehilfe Innsbruck, Tiroler Künstlerschaft, Künstlerhaus Büchsenhausen Innsbruck, Tiroler Künstlerschaft, Künstlerhaus Büchsenhausen, Miete Innsbruck, Irene Tischler, Premierentage Innsbruck, Verein zur Förderung der Kunst und der ART Internationale Messe für zeitgenössische Kunst Innsbruck, Sonderausstellung auf der ART-Innsbruck Innsbruck, Weißraum, Jahresbeihilfe Innsbruck, Tom Zabel, 15. Internationaler Kongress für Performance - Kunst Absam, Stella Gollé, Ausstellung im Sieben-Kapellen-Areal Aldrans, Jeannot Schwartz, „Installation Handlauf + Symposium anliegende Horizonte“ 100 118.654,00 106.000,00 4.390,00 1.100,00 2.000,00 71.000,00 3.000,00 2.000,00 1.200,00 12.400,00 1.700,00 3.500,00 5.000,00 7.000,00 50.000,00 1.650,00 1.000,00 2.000,00 2.500,00 1.500,00 139.000,00 81.094,48 54.905,52 4.000,00 9.300,00 2.000,00 1.800,00 1.000,00 1.700,00 IX. Bildende Kunst (einschließlich Architektur) Amlach, Gemeinde, Skulptur von Lois Fasching Axams, Marco Szedenik, Ausstellung im Augustinermuseum Rattenberg Fügen, Franziskusheim, „Krea(k)tiv im Altenwohnheim“ Hall, Stadtgemeinde, Ankauf Bronzeplastik von Elmar Trenkwalder Hall, Reinhard Willburger, Ausstellung in der Hofburg Igls, Internationale Sommerakademie für bildende Kunst, Musik und Theater, art didacta Innsbruck Imst, Christian Egger, Ausstellungstätigkeit Imst, Galerie Theodor von Hörmann, Jahresbeihilfe Imst, Stadtgemeinde, „Kunststrassen 2007“ Imsterberg, Gemeinde, Kunst im öffentlichen Raum, „Zaun“ von Wolfgang Feiersinger Kitzbühel, Verein Kitzbühel Aktiv, Jahresbeihilfe Kramsach, Freunde zeitgenössischer Kunst, Kramsach - Tirol, Skulpturenpark Kramsach - Tirol, Jahresbeihilfe und Projekt „Kreuz & Quer (Reiselust Europa)“ Landeck, Lebenshilfe Tirol, Werkstätte Landeck, „Kimm eini Galerie“ Landeck, Museum Galerie Schloss Landeck, Ausstellungen Lermoos, Gemeinde, Kulturwoche Lienz, Lois Salcher, Ausstellung im Schloss Landeck Pettneu, Kunstraum Pettneu, Ausstellungen Schwaz, Philipp Haniger, Ausstellung „Siehst du Musik“ Schwaz, Verein Stadtgalerie Schwaz, Jahresbeihilfe Tux, Kunstverein Aquarellhappening, „8. Internationales Aquarellhappening“ Vals, Gemeinde, Kunst im öffentlichen Raum, Künstlergruppe plattform kunst-öffentlichkeit, „transfair“ Vomp, Günter Lierschof, „Künstlerdialog 2007“ Wörgl, Ferienregion Hohe Salve, Kunsthandwerkssymposium „Kunst - Kultur - Wandern“ Wien, BKM design working group, Ausstellungsprojekt für die Salone Satellite Wien, Werner Feiersinger, Ausstellung in der Wiener Secession Wien, Hilde Wagener Heim, Künstler helfen Künstlern Wien, Gue Schmidt, Ausstellungsprojekt „Hören ist Sehen - Erweiterte Version (2)“ Wien, Johanna Tinzl, Rauminstallation „Kleiner Morgen“ 9.000,00 1.000,00 4.000,00 1.500,00 1.100,00 1.000,00 1.500,00 24.000,00 1.400,00 12.000,00 900,00 1.600,00 1.000,00 4.000,00 1.745,00 1.500,00 1.100,00 Landespreis für Kunst 2007 Alois Hotschnig Preis für zeitgenössische Kunst 2006 Christine Prantauer 14.000,00 5.500,00 Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2006 Friedrich Biedermann Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2006 Robert Gfader Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2006 Franz Wassermann 2.500,00 2.500,00 1.000,00 3.390,00 1.000,00 5.200,00 900,00 5.800,00 1.800,00 26.641,90 1.700,00 2.550,00 2.550,00 2.550,00 101 IX. Bildende Kunst (einschließlich Architektur) Preis für zeitgenössische Kunst 2007 Walter Obholzer Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2007 Okay Altinisik Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2007 Emanuel Danesch Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2007 Anja Manfredi Preis des Landes Tirol für den 30. Österreichischen Grafikwettbewerb Klaus Mosettig Arbeitsbeihilfen, Starthilfen, Atelierzuschüsse für bildende Künstler Weitere kleinere Beihilfen SUMME 5.500,00 2.550,00 2.550,00 2.550,00 5.500,00 12.350,00 9.020,00 880.340,90 Foto 3 Kunstwerke von 1 Künstler Innsbruck, Fotoforum West, Fotoankäufe für die Sammlung des Landes Tirol Innsbruck, Fotoforum West, Jahresbeihilfe 2006, 4. Rate Innsbruck, Stefan Pleger, World Press Photo Ausstellung Lienz, Fotoclub Lienz, 32. Internationaler Fotowettbewerb um die Tauernkristalle Wien, Melanie Hollaus, Fotoprojekt „Christa“ Weitere kleinere Beihilfen SUMME 1.860,00 5.000,00 10.213,00 3.650,00 1.500,00 2.000,00 1.100,00 25.323,00 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Kunstförderungsbeitrag 368.600,00 437.891,40 164.250,00 Gesamtbetrag 970.741,40 102 X. Film, Video und Medienkunst Innsbruck, Arge „Dream in Timeloop“, Musikdokumentation „Dream in Timeloop“ 2.800,00 Innsbruck, Audiovisuelle Gedächtnis Produktion Hermann Weiskopf, „Meine Tante Lydia“, Tonabmischung 2.350,00 Innsbruck, FREIRAD - Freies Radio Innsbruck, Jahresbeihilfe 8.500,00 Innsbruck, Herbert Fuchs, „Verbale 07“ 8.000,00 Innsbruck, Ernst Gossner - Vent-Productions, Film „Global Warming“, 1. Rate 15.000,00 Innsbruck, Jungle-Productions, Film „Die wilden 70er. 30 Jahre Jubiläum der österreichischen Mount Everest Besteigung“ 6.000,00 Innsbruck, Alexander Koll, Kurzfilm „N.N.“ 1.000,00 Innsbruck, Kulturverein Blick im Winkel, „Videodrom film & lecture 2007“ 2.000,00 Innsbruck, Lindefilm Uwe Norbert Linde, Filmprojekt: Rudi Wach „Inwendig“ 6.000,00 Innsbruck, medien.kunst.tirol, Jahresbeihilfe 43.000,00 Innsbruck, Otto-Preminger-Institut, Jahresbeihilfe 55.000,00 Innsbruck, Otto-Preminger-Institut, 16. Internationales Filmfestival Innsbruck 35.000,00 Innsbruck, Produktion West, Dokumentarfilm „Vom Schmuggel und den freien Wegen über die Berge“ 10.000,00 Innsbruck, Thomas Pupp, Polit-Film-Festival 3.000,00 Innsbruck, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Filmprojekt über die „Tiroler Hospiz-Gemeinschaft“ 2.000,00 Innsbruck, Uniting Frontiers, Film „Crossing Borders“ 2.000,00 Innsbruck, Verein zur Förderung der Filmkultur, „FLIM - Extensive Auseinandersetzung mit bewegten Bildern“, Druck und Layout 4.500,00 Innsbruck, Hanno Winder, Chris Sitar, Verfilmte Musik 2.500,00 Absam, Johannes Breit, Dokumentarfilm „Das Arbeitserziehungslager Reichenau (1941 - 1945)“, Restrate 3.000,00 Fieberbrunn, Filmklub Fieberbrunn, Durchführung der Landesmeisterschaft für Tirol und Vorarlberg des Verbands österreichischer Filmautoren 800,00 Hall, Walter Winfried Sackl, DVD „Reimmichl-Museum“ 1.200,00 Kufstein, FHS Kufstein Tirol, internationaler Kurzfilmwettbewerb „Prädikat: wertvoll 2007“ 1.200,00 Matrei i. O., D3Medien, DVD-Serie „Osttirol und das südliche Tirol“ 25.000,00 St. Anton, Tourismusverband St. Anton a. A., 13. Bergfilmfestival 7.000,00 Thiersee, Freundeskreis Filmmuseum Thiersee, Thierseer Filmsommer 3.500,00 Wien, Martin Bruck, Experimentalfilm „Fenster/drei Sätze/Parapet“ 2.700,00 Wien, Barbara Doser, DVD/Book-Produktion „time no time_03“ 2.000,00 Wien, Nanook Film GmbH, „Drei - die Sehnsucht, eins zu sein“, 1. Rate 20.000,00 Wien, ORF, „shorts on screen 2007“ 3.000,00 Wien, Gertraud Schwarz, Filmprojekt „Bäuerin ohne Mann“, Honorarkosten 3.000,00 Wien, Cordula Thym, Filmprojekt „Wie ich höre, reist die Baronin mit Schlagringen“ 1.000,00 103 X. Film, Video und Medienkunst Bunyol (Valencia), El Capricho Audiovisual, Film „Skok - Sprung“ 1.500,00 Jenesien, Angelika Gruber, Film „Margarete - Die letzte Gräfin von Tirol“ 10.000,00 Rotterdam, Ben Pointecker, Erstellung einer 35mm-Kopie des Experimentalfilms „. ..... .:.:...:::ccccoCCoooo::“ 1.000,00 Weitere kleinere Beihilfen 1.900,00 SUMME 296.450,00 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe außer- und überplanmäßige Kredite 125.000,00 151.450,00 20.000,00 Gesamtbetrag 296.450,00 104 XI. Hörfunk, Fernsehen Keine spezifischen Förderungen. 105 XII. Kulturinitiativen, Zentren Innsbruck, Autonomes FrauenLesbenzentrum, Kulturprogramm 1.500,00 Innsbruck, die stadtführerINNen, Stadtführungen unter den Mottos „Hand und Fuß“, „Stein und Bein“ und „Links und Rechts“ 3.700,00 Innsbruck, Französisches Kulturinstitut, Beihilfe im Zuge der Übersiedlung vom Rennweg 13/15 in den Innrain 10 in Innsbruck 25.300,00 Innsbruck, grauzoneaction.net, „fem:tastique“ (TKI-Open 2007), 1. Rate 3.800,00 Innsbruck, Hermann-Gmeiner Gesellschaft, Kulturprogramm im Rahmen von „ubuntu - Zentrum für Kindsein und Kulturen in Imst“ 5.000,00 Innsbruck, Initiative Minderheiten, Jahresbeihilfe 31.000,00 Innsbruck, Institut Francais d‘Innsbruck, kultureller Anteil am „Fest der französischen Sprache“ 3.000,00 Innsbruck, Institut Francais d‘Innsbruck, Kulturprogramm 10.000,00 Innsbruck, Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Jahresbeihilfe 28.000,00 Innsbruck, Georg Kritzinger, „Musik Mob“ (TKI-Open 2007), 1. Rate 3.400,00 Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, feuerpolizeiliche Sanierungsmaßnahmen 17.700,00 Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, Jahresbeihilfe 100.000,00 Innsbruck, Kulturverein Evrensel, Kulturprogamm - Schwerpunkt „Jugend“ 2.800,00 Innsbruck, ORF Club Radio Tirol, ORF-Kulturhaus, Jahresbeihilfe 2006 72.673,00 Innsbruck, ORF Club Radio Tirol, ORF-Kulturhaus, Jahresbeihilfe 2007 72.673,00 Innsbruck, p.m.k./plattform mobile kulturinitiativen, infrastrukturelle Maßnahmen zur Erweiterung des Vereinslokals 14.500,00 Innsbruck, Philipp Peer, Theaterstück „Accion Mutante - Wir wollen nicht integriert werden“ (TKI-Open 2007) 3.400,00 Innsbruck, planktonLabs, „Scrub_TV“, letzte Rate 1.200,00 Innsbruck, Plattform Mobile Kulturinitiativen, Jahresbeihilfe 70.000,00 Innsbruck, Tiroler Kulturinitiative/IG Kultur Tirol, Jahresbeihilfe 62.000,00 Innsbruck, Tiroler Kulturinitiative/IG Kultur Tirol, Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der TKI-Open 2007 3.000,00 Innsbruck, Tiroler Kulturservicestelle, Jahresbeihilfe 2007 157.100,00 Innsbruck, Tiroler Kulturservicestelle, Jahresbeihilfe 2008, 1. Rate 20.000,00 Innsbruck, Treibhaus, Jahresbeihilfe 124.500,00 Innsbruck, Treibhaus, Konzertflügel, 1. Rate 17.500,00 Innsbruck, Verein „unicum:mensch“, IAF - Initiative Armutsforschung Tirol, Vorlaufkosten für die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ 6.000,00 Innsbruck, Verein Emmaus Innsbruck, Kulturcafé 1.000,00 Innsbruck, Verein Freies Radio Innsbruck - FREIRAD, „Reclaim culture“ (TKI-Open 2007), 1. Rate 5.800,00 Innsbruck, Kulturverein aut.ark, „Netlabel Autark“ (TKI-Open 2007), 1. Rate 6.000,00 106 XII. Kulturinitiativen, Zentren Innsbruck, Verein spectACT - Verein für politisches und soziales Theater, „Wie das Leben so spielt...“ (TKI-Open 2007), 1. Rate Innsbruck, Verein Workstation, Jahresbeihilfe Absam, Verein „Interact“, „Schnittstelle - Spurwechsel Teil 2“ Absam, Verein „Interact“, „Wir sind Absam - Teil 2“ Breitenwang, Kulturforum Breitenwang, Kulturprogramm Buch, Kultur am Land, Jahresbeihilfe Ehrwald, Kulturkreis Ehrwald, Ehrwalder Kulturfestival „Esperanto“ Fieberbrunn, Kulturverein „Kulturbrunnen“ Fieberbrunn, Jahresbeihilfe Fließ, Naturpark Kaunergrat-Pitztal, Ausstellung „Von den ersten Bergsteigern bis zur Tourismusregion Kauntertal - 100 Jahre Alpinismus im Kaunertal“ Hall, Freunde interartiellen Schaffens, Jahresbeihilfe Hall, Kulturlabor Stromboli, „WebTwoZero_X - Das Phänomen des virtuellen Raums im digitalen Zeitalter“ (TKI-Open 2007), 1. Rate Hall, Kulturlabor Stromboli, Jahresbeihilfe Hochfilzen, Kulturverein Hochfilzen, 14. Kulturherbst Hochfilzen Hopfgarten i. Br., ARGE „Rund um die Kultur“ - Hopfgarten, Jahresbeihilfe Imst, Art Club Imst, Jahresbeihilfe Imst, Art Club Imst, Tschirgart Jazz Festival Innervillgraten, Villgrater Heimatpflegeverein, Kulturprogramm, 1. Rate Inzing, Verein für Kultur Inzing, „andernWOrts“ (TKI-Open 2007) Itter, Turmwind - Kulturforum Itter, Kulturfest „L‘ITTERALE“ und Ausstellung „Recycling-Kunst“ Jenbach, Verein Freiraum Jenbach, Jahresbeihilfe Kitzbühel, Kulturwerk Bezirk Kitzbühel, Kulturwerk-Kalender Kitzbühel, Verein zur Förderung der Kleinkunst in Kitzbühel, Jahresbeihilfe Kufstein, Kulturfabrik Kufstein, Jahresbeihilfe Kufstein, Kulturverein Wunderlich, Wunderliche Kulturtage Landeck, Bezirksmuseumsverein Landeck, Advent im Schloss Längenfeld, Kulturinitiative Feuerwerk, „Das ununterbrochen Bewegliche“ Längenfeld, Verein Pro Vita Alpina Österreich, Jahresbeihilfe Leogang, Verein „LeogangerKinderKultur“, „Kultursprünge - Innergebirg“, Leader+ Projekt Lienz, Verein IN-KU-Z, Jahresbeihilfe Lienz, Verein Ummi Gummi, „OLALA - 16. Internationales Straßenfestival Lienz“ Matrei i. O., Kulturabteilung der Marktgemeinde, kulturelles Jahresprogramm 8.000,00 12.000,00 3.000,00 1.500,00 2.000,00 21.000,00 2.800,00 1.800,00 2.000,00 8.700,00 5.600,00 25.000,00 2.100,00 2.000,00 16.500,00 50.000,00 2.000,00 7.000,00 800,00 6.000,00 2.500,00 5.000,00 14.000,00 13.000,00 3.000,00 20.000,00 30.000,00 2.535,25 10.000,00 28.500,00 2.000,00 107 XII. Kulturinitiativen, Zentren Obergurgl, Kultourismus Gurgl, Alpentöne Oberlienz, Anraser Kulturfenster, Kulturprogramm Pfons, Verein Cognac & Biskotten, „Die literarische Staßenbahn“ (TKI-Open 2007), 1. Rate Rattenberg, Rattenberger Kultur- und Wirtschaftsförderungsverein, Rattenberger Advent 2006 Rattenberg, Stadtgemeinde, Rattenberger Advent, 1. Rate Reith i. A., Verein Matzener Sommer, Matzener Sommer Reutte, Außerferner Kulturinitiative Huanza, 18. KulturZeit „Bunt&Bünter“ Rum, Marktgemeinde, Veranstaltung „Rumkultur“ Schwaz, Stadtgemeinde, Schwazer Silbersommer 2006, Restrate Schwaz, Stadtgemeinde, Schwazer Silbersommer 2007, 1. Rate St. Anton, Jugend Kreativ! Lei(n)wand, Veranstaltung „Da capo ad infinitem“ St. Anton, Verein für ein kreatives St. Anton, Arlberger Kulturtage St. Johann i. T., Musik Kultur St. Johann, Ausbau und Adaptionsarbeiten an der „Alten Gerberei“, letzte Rate St. Johann i. T., Musik Kultur St. Johann, Jahresbeihilfe St. Johann i. T., Musik Kultur St. Johann, Videoschnitt- und Plattenspieler-Set Tarrenz, Ingeborg Eder, Veranstaltungsreihe „Kleine Waldarena“ Obtarrenz Telfs, Interregional Telfs, Jahresbeihilfe Thurn, Verein „s‘Kammerland-Kulturinitiative Thurn“, kulturelle Veranstaltungen Völs, Kulturkreis Völs, Jahresprogramm 2007/2008 Wörgl, KOMMA - Verein zur Förderung von Kunst & Kulturaktivitäten, Jahresbeihilfe Wörgl, SPUR - Verein zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Popkultur, Jahresbeihilfe Wörgl, Stadtmarketing Wörgl GmbH, Wörgler Freigeldjahr Wien, Europäisches Forum Alpbach, Kulturprogramm Wien, Robert Rothmann, „graffiti-lecture + street art-workshop“ (TKI-Open 2007) Wien, Verein VanCam, „www.livesafelyineurope.com“ (TKI-Open 2007) Weitere kleinere Beihilfen SUMME Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Gesamtbetrag 108 2.500,00 900,00 8.500,00 3.000,00 5.000,00 13.556,00 19.000,00 1.650,00 3.000,00 12.000,00 3.500,00 12.000,00 25.000,00 41.000,00 1.800,00 1.600,00 54.000,00 1.100,00 1.200,00 30.000,00 2.000,00 40.000,00 13.000,00 1.745,00 4.440,00 3.573,10 1.487.945,35 704.700,00 783.245,35 1.487.945,35 XIII. Ausbildung, Weiterbildung Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Jungbläserförderung 2006 Innsbruck, European Philharmonic Orchestra, Jahresbeihilfe Innsbruck, Universität Mozarteum Salzburg, Feldforschungsprojekte Tirol Schwaz, Walter Knapp, Konzert des European Philharmonic Orchestras Wien, Stipendienfonds der Diplomatischen Akademie Zwischenwasser, Werk der Frohbotschaft Batschuns, Beitrag für das Austrian Catholic Centre London Stipendien des Landes für Schüler. Ein durchschnittliches Stipendium belief sich auf € 767,97 Fahrtkostenzuschüsse für Internatsschüler, durchschnittlich € 123,23 SUMME 138.350,00 51.900,00 2.000,00 2.000,00 15.000,00 9.000,00 208.120,00 57.672,00 484.042,00 Landesgedächtnisstiftung Stipendien (inkl. Ausland) im Jahr 2007 aus Mitteln der Landesgedächtnisstiftung Ein durchschnittliches Stipendium belief sich für Studenten (einschließlich Auslandsaufenthalte) auf € 1.178,32 für Schüler auf € 729,39 945.863,00 SUMME 945.863,00 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Landesgedächtnisstiftung 289.792,00 194.250,00 945.863,00 Gesamtbetrag 1.429.905,00 109 XIV. Erwachsenenbildung Innsbruck, Evangelisches Bildungswerk in Tirol, Jahresbeihilfe 1.500,00 Innsbruck, Freie Waldorfschule Innsbruck, Jahresbeihilfe 2.500,00 Innsbruck, Haus der Begegnung, Jahresbeihilfe 2006, 2. Rate 7.000,00 Innsbruck, Haus der Begegnung, Jahresbeihilfe 2007 14.600,00 Innsbruck, Haus Marillac, Bau- und Sanierungsarbeiten, letzte Rate 10.000,00 Innsbruck, Haus Marillac, Jahresbeihilfe 10.000,00 Innsbruck, Innsbrucker Akademie für Ältere, Jahresbeihilfe 2.000,00 Innsbruck, Katholisches Bildungswerk Tirol, Jahresbeihilfe 18.736,24 Innsbruck, Ländliches Fortbildungsinstitut, erwachsenenbildnerische Aktivitäten 2006, 2. Rate 8.725,00 Innsbruck, Ländliches Fortbildungsinstitut, erwachsenenbildnerische Aktivitäten 2007, 1. Rate 8.725,00 Innsbruck, Österreichische Orient Gesellschaft, Jahresbeihilfe 1.400,00 Innsbruck, SOWI-holding, Lehrberufsmesse 3.000,00 Innsbruck, Tiroler Bildungsforum, Jahresbeihilfe und Erwachsenenschulen-Leiterentschädigung 160.000,00 Innsbruck, Volkshochschule Tirol, Jahresbeihilfe 104.650,00 Fließ, Verein EPSO, Oberinntaler Diskurse, letzte Rate 7.000,00 Karres, Stefanus-Gemeinschaft Tirol, Jahresbeihilfe 14.634,29 Landeck, Verein EPSO, „Zukunft Kind“, 1. Rate 7.000,00 Lienz, Bildungshaus Osttirol, Jahresbeihilfe 14.634,29 Lienz, Bildungshaus Osttirol, Sondersubvention für die Übersiedlung in das Telekomgebäude, Rate 2007 15.000,00 Matrei a. Br./Pfons, Bildungshaus St. Michael, Jahresbeihilfe 14.634,29 Wörgl, Tagungshaus Wörgl, Jahresbeihilfe 14.634,29 Salzburg, Katholisches Bildungswerk Salzburg, Jahresbeihilfe 8.094,26 Wien, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Mitgliedsbeitrag 17.694,00 Weitere kleinere Beihilfen 800,00 SUMME 466.961,66 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Gesamtbetrag 349.112,14 117.849,52 110 466.961,66 XV. Internationaler Kulturaustausch In diesem Kapitel sind lediglich einige spezifische Schwerpunkte beispielhaft genannt. Unerwähnt bleiben die in anderen Kapiteln im Rahmen von Jahres- und Projektbeihilfen für verschiedene Einrichtungen anfallende Aktivitäten des Kulturaustausches. Univ. Innsbruck, Innsbrucker Hochschulkurse Deutsch 10.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Botanik, Kurs „Biodiversität und Biotopschutz im Hochgebirge“ in Kooperation mit der Universität Sofia 1.500,00 verschiedene weitere Aktivitäten im Studienaustausch 6.500,00 Univ. Innsbruck, Universitätschor, Chorwettbewerb in Polen Dommusik Innsbruck, Konzertreise des Mädchenchors nach Mainz Freunde interartiellen Schaffens, Konzert des Astarte-Ensembles in Zagreb Musikkapelle Auffach, Konzertreise nach Leiwen an der Mosel Adi Rinner, Reisekostenzuschuss für Dreizehnlinden Stadtmusikkapelle Landeck, Blasorchesterwettbewerb „Flicorno D‘oro“ in Riva/Gardasee Verein „Tirol - Brasil“, Teilnahme Musikkapelle Amras an der „150-Jahr-Feier der Auswanderung von Tirolern nach Brasilien - Dorf Tirol“, Reisekostenzuschuss 800,00 1.200,00 2.000,00 800,00 1.200,00 900,00 4.000,00 Univ. Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte, „Zona ovest“ in Turin 4.000,00 Helene Keller, Kunstprojekt „Die Felder des Mars“ in Utah 1.152,59 Künstlerinnenkollektiv „Die vereinigten Königinnenreiche“, „Projekt C“ in Kalifornien, Reisekostenzuschuss und Ausstellung „united queendoms - colonized california“ 1.100,00 Anja Manfredi/Barbara Breitenfellner, Ausstellungsprojekt „Intrusion - emerging Austrian artists intruding Loft#2B, NYC“ in New York 1.500,00 Fritz Ruprechter, Ausstellung im Museo de Arte contemporaneo in Santiago de Chile 1.500,00 Heidrun Sandbichler, zwei Ausstellungen in Rom 1.000,00 Markus F. Strieder, Ausstellungsreihe 2.500,00 Herwig Weiser, Ausstellung im MOCA Taipei 950,00 Margret Wibmer, Ausstellung „recent photographs & objects“ in der Galerie Lumen Travo in Amsterdam 1.000,00 Künstlerhaus Paliano 11.342,63 Gemeinde Galtür, Walsertreffen in Alagna Kulturverein arcus raetiae, Festival XONG Österreichisches Kulturforum Warschau, Projekt „Die Vielfalt in der Einheit“ 7.000,00 7.000,00 4.014,70 111 XV. Internationaler Kulturaustausch Weitere kleinere Beihilfen 8.495,00 SUMME 81.454,92 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Kunstförderungsbeitrag 43.384,70 36.917,63 1.152,59 Gesamtbetrag 81.454,92 112 XVI. Großveranstaltungen Gedenkjahr 2009 Kulturprogramm Bergisel Museum 57.151,77 3.935,40 SUMME 61.087,17 Haushalt 61.087,17 Gesamtbetrag 61.087,17 113 XVII. Sonstige kulturelle Aktivitäten Innsbruck, Arbeitskreis Versöhnungszeichen, „Hutterer - Versöhnungszeichen“ Innsbruck, Ars Poetica, „B-K-S-T-Projekt“ Innsbruck, ATIB Innsbruck, türkische Veranstaltung (November 2006) im Congress Innsbruck Innsbruck, Initiative gelebte Integration, Afrika-Tag Innsbruck, Verein Caritashaus Gumppstraße, Kulturprogramm Absam, Schachklub Absam, Spieljahr 2007/2008 Jenbach, Österreichischer Schachbund - Landesverband Tirol, Jahresbeihilfe Jenbach, Österreichischer Schachbund - Landesverband Tirol, Jugendarbeit Jenbach, Schachklub Sparkasse Jenbach, Jahresbeihilfe Kitzbühel, Tanzverein Kitzbühel, Tanzvorführung „New York“ Mayrhofen, Schachklub Mayrhofen, Spielsaison 2006/2007 Rum, Verein Pro Christkind, „Setzen wir ein Zeichen“ Umhausen, Gemeinde, Kulturraum - Ausstattung Wörgl, Schachklub Raiffeisen Wörgl, Spieljahr 2007/2008 13 Künstlerhilfen Ehrengaben und Preisstiftungen (Nebenkosten) Weitere kleinere Beihilfen 2.000,00 1.850,00 1.500,00 800,00 6.000,00 1.200,00 2.300,00 1.200,00 1.500,00 1.200,00 1.300,00 1.000,00 4.000,00 1.000,00 25.944,21 12.950,67 1.225,00 SUMME 66.969,88 Haushalt Tiroler Kulturförderungsabgabe Kunstförderungsbeitrag 7.280,44 56.249,71 3.439,73 Gesamtbetrag 66.969,88 114 Nachgeordnete Dienststellen Galerie im Taxispalais, Ausgaben Galerie im Taxispalais, Einnahmen Tiroler Bildungsinstitut, Ausgaben Tiroler Bildungsinstitut, Einnahmen Tiroler Landeskonservatorium, Ausgaben Tiroler Landeskonservatorium, Einnahmen 624.536,68 44.771,21 1.581.856,95 417.630,56 5.342.739,85 612.322,86 SUMME (Ausgaben) SUMME (Einnahmen) 7.549.133,48 1.074.724,63 Gesamtbetrag (Ausgaben) Gesamtbetrag (Einnahmen) 7.549.133,48 1.074.724,63 115 116