Kulturbericht - Allgemein

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Kulturbericht - Allgemein
Kulturbericht 2007
Tiroler Landesregierung
Unser Land.
Inhalt
3
Vorwort
Landesrätin Dr. Palfrader
5
Tönendes Land
Ursula Strohal
15 Das Tiroler Sprechtheater 2007 –
Mit Anspruch, Witz und Zeitgeist
Silvia Albrich
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Auf der Suche nach Visionen, Schätzen und dem großen Glück
Inge Praxmarer
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Festivals, Projekte und andere Ausstellungshighlights in Tirol
2007
Cornelia Reinisch
33
Freie Tiroler Kulturszenerien – Vielfalt mit Anspruch
Petra Streng
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2007 – Ein Jahr der literarischen Jubiläen
Anna Rottensteiner
45
Tirol im Film – Film in Tirol
Silvia Albrich
49
Volkskulturelle Rück- und Einblicke
Trends und Themen zwischen Tradition und Moderne
Petra Streng
55
Tiroler Landesarchiv – Publikationen und Projekte
59
Gedenkjahr 2009 Vorschau
65
Kultur in Zahlen
1
Impressum
Eigentümer, Herausgeber, Verleger:
© Amt der Tiroler Landesregierung
Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Thomas Juen, Abteilung Kultur, Sillgasse 8, 6020 Innsbruck; email: [email protected]
Fotonachweis: Jürgen Altmann, Rupert Larl (5), Rowan Griffith, Tanz-Compagnie Sen Hea Ha, Florian Schneider (2),
Schmollgruber, Silvia Albrich (3), Kathrin Schäfer, MSB Oberwalder, Museum Kitzbühel, Galerie E. u. K. Thoman (2),
Rabalderhaus, Kurt Härting, aut.architektur u. tirol, Patricio Crooker, plattform kunst~öffentlichkeit, Künstlerhaus Büchsenhausen, Initiative Minderheiten/Christlich-muslimische Dialoggruppe, Musik Kultur St. Johann, PAS, Kulturlabor Stromboli,
Ekkehard Schönwiese, Willi Pechtl (2), Thomas Schafferer, Cine Tirol (3), B. Freinademetz-Jungle Productions, Tiroler Volksliedarchiv (2), Theaterwerkstatt Dölsach Druck- und Gesamtherstellung: Hernegger Offsetdruck GmbH., Stadlweg 13,
6020 Innsbruck
2
Vorwort
Landesrat Dr. Erwin Koler
|||
Ich freue mich, Ihnen in meiner neuen Funktion als Landesrätin für Bildung und Kultur
den Kulturbericht für das
Vorwort
Jahr 2007 zu präsentieren. Die im vergangenen Jahr
Telefon: 0512/508-2060
erfolgte Neugestaltung und reflektierende Aufarbeitung
Telefax: 0512/508-2065
der Themen durch die Chefredakteurin Dr. Petra Streng
E-Mail: [email protected]
und ihr engagiertes Team von Fachfrauen hat sich sehr
DVR: 0059463
Kulturberichte
bewährt. Auch die Zusammenführung des Textteiles mit
dem Zahlenteil ermöglicht nunmehr eine informative
Gesamtschau.
Der Textteil bringt wiederum die Vielfalt der Kultur in Tirol
zum Ausdruck. Der für Tirol so wichtigen Volkskultur wird
ebenso ein Beitrag gewidmet wie der fast unüberschaubaren Vielzahl an musikalischen Ereignissen und dem
Foto: Jürgen Altmann
Geschäftszahl
LR KOunterhaltsamen
und auch anspruchsvollen
Programm der
zahlreichen Theaterbühnen.
In der Museumslandschaft
Innsbruck, 18.09.2007
wurden im ersten Jahr der Umstrukturierung der Landesmuseen die ersten Akzente gesetzt. Ein eigener Beitrag
ist angesichts des großen kreativen Potentials und der
gesellschaftspolitischen Bedeutung der zeitgenössischen
2006 des Kulturressorts der Tiroler Landesregierung erscheint nun zusammen mit
Kunst gewidmet. 2007 warDer
dasJahresbericht
Jahr der literarischen
Darlegung
verantwortlichen
Förderungsbereiches in neuer Form. Der Schwerpunkt der Koopera
Jubiläen, auch der Landespreis
für Kunstdes
wurde
in dieser
Sparte vergeben. In der freien
Tiroler Kulturszene,
die sich künftighin – wie bisher – auf themenspezifische und überregional relev
mit Südtirol
konzentriert
im vergangenen Jahr in einem
Sonderheft
der
KulturbeAspekte.
richte vorgestellt wurde, und dem Filmschaffen wurden
wiederum wichtige Impulse gesetzt.
Der Kulturbericht ist aber nicht
Rückblick des
auf das
Bei nur
derein
Gestaltung
jetzt vorliegenden Jahresberichtes wurde bewusst ein neuer Weg beschritten:
vergangene, sondern auch ein Ausblick auf das komDie vergangenen
vermochten durchaus ein vielfältiges Spektrum unserer kulture
mende Jahr, in dem zum 200-jährigen
GedenkenPublikationen
an die
Landschaft
zu
beleuchten.
Im
Gegensatz
zu den bisherigen stets überaus informativen Einzelberich
Erhebung Tirols 1809 unter dem Motto „Geschichte trifft
welche
zum Teil und
im ProGehalt mit Besprechungen in den gängigen Tages-, Wochen- und Monatsme
Zukunft“ zahlreiche kulturelle
Veranstaltungen
jekte geplant sind. Ich darfkorrespondierten,
Sie schon heute sehristherzlich
es Ziel dieser neuen Edition, mit dem engagierten Team um Dr. Petra Streng ein
einladen, sich gemeinsam sowie
mit den ich
Veranstaltern
mit
der
glaube – gelungene
– stringente Gestaltung mit Unterstützung meiner Abteilung und ih
Frage, welche Bedeutung dieses
historische
Ereignis
für
neuen Vorstand, HR Dr. Thomas Juen, anzustreben.
das Land Tirol und seine Identität hat, auseinanderzusetzen.
Im Sinne einer modernen und transparenten KulturverZentraler Schwerpunkt meiner Überlegungen war eine “tour d´horizon“, eine reflektierende Gesamtsc
waltung steht der Bericht auch auf der homepage des
welche Entwicklungen und Tendenzen in klar umrissenen Themenfeldern durch qualifizierte Fachl
Landes zur Verfügung (www.tirol.gv.at/kultur).
Freuen sie sich mit mir überaufzeigt.
das vielfältige Kulturgeschehen in unserem Bundesland!
Mit unserer Zeit gehend, ist dieser Bericht jetzt über die Homepage der Abteilung Kultur (....) zugänglich
Landesrätin Dr. Beate Palfrader
3
5
6020 Innsbruck, Eduard-Wallnöfer-Platz 3 - http://www.tirol.gv.at/ - Bitte Geschäftszahl immer anführen!
Informationen zum sicheren elektronischen Behördenweg auf www.tirol.gv.at/formulare
4
Tönendes Land
Ursula Strohal
V
ielfalt und Reichtum der musikalischen Ereignisse in Tirol sind kaum überschaubar. Und alle
Veranstaltungen, vom Festspiel bis zum Blasmusikumzug,
haben ihr Publikum. Dabei liegt der Einfallsreichtum nicht
nur bei den Ausführenden, sondern zunehmend bei
den Veranstaltern. Festivals, Theater, Konzerte – vieles
ist vertraut und selbstverständlich geworden. Also sei,
ohne Anspruch auf Vollständigkeit, der Blick zuerst auf
die Neuigkeiten des vergangenen Jahres gerichtet. Da
tut sich in der Zusammenschau quer durch die Sparten
eine Fülle von Initiativen und Veränderungen auf, die
von nachhaltiger Kulturarbeit spricht. „Die Entstehung
von Neuem“ könnte rückwirkend als ein Motto über
dem Tiroler Kulturjahr 2007 stehen.
Innsbrucker Festwochen, „Acis und
Galatea“, Foto: Rupert Larl
Neuheiten, Entwicklungen, Trends
und Themen
Personalia
2007 fielen kulturpolitisch wichtige personelle Entscheidungen. Das Tiroler Landeskonservatorium hat mit
Klaus Duregger einen neuen Direktor bekommen, der mit
bewährten Strukturen und neuen Ideen die Ausbildung
sichert. Brigitte Fassbaender verlängerte im Herbst ihre
Amtszeit als Intendantin des Tiroler Landestheaters um
weitere zwei Jahre bis 2012. Bereits im Frühjahr hatte
die Tiroler Blasmusik mit Hermann Pallhuber einen neuen, dynamischen Landeskapellmeister bekommen. Der
Umbruch der Museumslandschaft zur Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft mit dem neuen Geschäftsführer Wolfgang Meighörner berührt die Musikszene
insofern, als auch das Tiroler Volksliedarchiv miteinbezogen worden ist.
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Projekte
„Kraftfeld Neue Musik“ heißt der Verein, der als
Tiroler Sektion des Österreichischen Komponistenbundes
gegründet wurde. Er vertritt die Komponisten und Komponistinnen, wird Konzerte, Vorträge, Workshops u.a.
veranstalten, publizieren und den Kontakt zu Veranstaltern suchen.
Präsident Hans Peter Haselsteiner und Intendant
Gustav Kuhn planen ein Winterhaus für die Tiroler Festspiele Erl. Den Beginn der Umsetzung markierten die
Standortbestimmung neben dem Erler Passionsspielhaus
und ein Architekturwettbewerb, den das Büro Delugan/
Meissl gewann. Die Finanzierung (15 Millionen Euro)
soll bis Sommer 2008 abgeschlossen sein. Seit 2007
verfügen Kuhns Festspiele über eine eigene Kostümwerkstätte, die von Lenka Radecky geleitet und auch
bereits von auswärtigen Institutionen genützt wird.
Verdichtet, aber noch nicht konkretisiert haben sich
die Überlegungen bezüglich eines Hauses der Musik,
das durch einen Um- oder Neubau der Innsbrucker
Stadtsäle gewonnen werden könnte. Es soll endlich
dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck einen adäquaten Standort bieten, aber auch das Mozarteum und
das Konservatorium beherbergen.
Zurück nach Erl: Der Passionsspielverein hat sein
Projekt einer Neuschreibung der Erler Passion, die
2008 zur Aufführung kommt, vorangetrieben, vorgestellt
und die Proben aufgenommen. Die Erler Passion wird
textlich (Karl Lubomirski), musikalisch (Wolfram Wagner)
und optisch grundlegend verändert.
Eine wesentliche Veränderung erfährt auch das von
Peter Jan Marthé gegründete und geleitete European
Philharmonic Orchestra. Nachdem die Tiroler Veranstaltungen Klangdom Leutasch und Eviva Austria ausgelaufen sind und es auch kein Camp mehr gibt, war auch
die Bruckner-Aufführung von 2007 die letzte in Schwaz.
Das Orchester mit seinem großen Musikerfundus wird
künftig für besondere Projekte eingesetzt, zum Beispiel
2009 für Hermann Nitschs 9. Symphonie.
Musikreihen
Kufstein rief auf der Josefsburg mit seiner nunmehr
überdachten Bühne einen „Operettensommer“ aus und
startete gleich in der Oberliga mit Johann Strauß „Fledermaus“ und viel Prominenz: Rudolf Berger, der gerade
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die Intendanz der Wiener Volksoper niedergelegt hatte, als künstlerischer Leiter, Helmuth Lohner als Regisseur
und teilweise als Frosch, Sascha Goetzel als Dirigent.
Die Karten wurden verkauft, der Erfolg war vorprogrammiert. Allerdings musste die öffentliche Hand (Stadt und
Land) schon vor dem Start eine halbe Million Euro zuschießen.
In Innsbruck konzipierte im Bierstindl Gunter
Schneider die erste Auflage der „hörweite – musik
heute zwischen improvisation und konzept“: Vier
spannende Abende der freien Szene mit Größen wie
Gene Coleman und Franz Hautzinger und Formationen
wie „Thermal“ und „zimt“. In der jungen Musikszene
entwickelten sich p.m.k. und Weekender qualitativ und
als Eventträger unter viel Publikumszuspruch weiter.
Von der Gegenwart ein paar Jahrhunderte zurück
in die musikalische Barockzeit geht es mit dem Verein
der Freunde der Wallfahrtskirche Götzens, die sich dort
seit zehn Jahren der geistlichen Musik widmen und nun
im Frühjahr erstmals zu „Tiroler Barocktagen“ eingeladen haben. Tiroler Spezialisten für die historische Aufführungspraxis brachten Musik von Boccherini, Telemann,
Händel u.a. zu Gehör.
„Barockorchester“ ist das Stichwort für ein seit Jahren
schwelendes Thema, das 2007 aufbrach. In Tirol arbeiten
– von Insidern geschätzt – mindestens 80 bis 90 Musiker
und Musikerinnen mit guter Ausbildung im historisch informierten Stil, darunter 30 bis 50 international tätige bzw.
einsetzbare Spitzenkräfte. Sie musizieren in zwei festen
Barockorchestern, ungezählten Ensembles und solistisch.
Bewegung in die Diskussion um den Aufbau eines professionellen Barockorchesters brachte der Vorstoß des
Ensembles „moderntimes 1800“ rund um den Geiger
Ilia Korol und die Oboistin Julia Moretti. Das „Kammerorchester auf Originalinstrumenten“ ließ sich in Tirol nieder
und stellte Förderansuchen. Mitglieder von „moderntimes
1800“ hielten im Rahmen der Innsbrucker Festwochen
2007 erstmals Kurse für Tiroler Musikstudenten. Konzertant präsentierte sich das Orchester im Oktober.
Weitere Novitäten führten nach Kitzbühel. Dort
gab es im März für Jazzfreunde ein „Musik-WeekendFestival“, und dort organisierte der Kontrabassist und
Musiklehrer Johannes Gasteiger im Auftrag des Städtischen Kulturreferats eine kleine herbstliche Konzertreihe. Der erste Abend drehte sich um das älteste noch
spielbare Orgelpositiv von Christoph Egedacher aus
dem 17. Jahrhundert, das in der Kitzbüheler Frauenkirche noch immer seinen Dienst tut.
„Toninton“ sollte u.a. mit einem Schlagzeug-, Klavier- und Stummfilmabend eine Musikreihe im BTV-Stadtforum eröffnen. Im Außerfern holte man sich erstmals das
Klassikfestival „Oberstorfer Musiksommer“ als Gast ins
Tannheimer Tal. In Kundl versuchte man sich im Mai an
einem volkskundlichen Außenseiterbereich, dem „1. Tiroler Guggamusikfest“. Ein Trend festigte sich auch in der
Zunahme von Gasthäusern und Bars als Veranstaltungsort, zum Beispiel wird der „Exlkeller“ im Löwenhaus seit
Oktober 2007 kulturell belebt.
Ensembles
Musikgruppen bilden und lösen sich nach Bedarf.
Nach der Gründung braucht es erst eine ausgiebige
Probezeit, bevor man sich öffentlich präsentiert. Stellvertretend für die jugendbetonte Bewegung im Ensemblebereich sei das gefeierte Debütkonzert des Landesjugendchores in Innsbruck genannt. Der Chor steht unter
der Leitung von Oliver Felipe-Armas, der in Konzerten
auch sein neues Vokalsextett „vocal visions“ vorstellte
und am Ende der Sommerferien im Namen des Sängerbundes Jugendliche zu einer prall gefüllten Singwoche
auf den Grillhof lud. Ergebnis war die Gründung einer
Band. Auch Georg Weiß, Leiter des international besetzten Universitätschores, hatte mit der Gründung eines
„Vokalensembles der Universität“ und eines Aufbauchores Neues zu vermelden.
Tanz
Ein Thema, das sich nach vorne schob, war der
Tanz. Nach der Gründung von „123tanz“ der Galerie
St. Barbara 2006 gibt es nun auch im Bierstindl eine
eigene Tanz-Reihe. Kreative Bewegungsmelder der freien Tanzszene aus Österreich, Frankreich, Rumänien und
Ungarn zeigten an sechs Abenden ihre experimentellen Programme. Im Rahmen des Tanztheaters am Tiroler Landestheater liefen als Uraufführungs-Produktionen
„Bluthochzeit“ von Sven Grützmacher und „Von Leidenschaften und Jahreszeiten“ von Anke Glasow und Birgit
Scherzer. Neu ist im Bierstindl auch der „Tanzboden
Rosa“, der einmal im Monat Gelegenheit bietet, zu gut
aufgelegter alter Tanzmusik die Beine zu schwingen.
Beate Stibig-Nikkanen, Leiterin der Tiroler Ballettschule St. Johann und des Tanzsommers Speyer, einer
Niederlassung des Innsbrucker Tanzsommers, baut ihre
Ballettakademien, die sie in Bayern und Griechenland
betreibt, als Teil des europäischen Ballett-Netzwerkes
EDAS aus.
Uraufführungen
„Emergence – Die Entstehung von Neuem“ war
das Motto des Europäischen Forums in Alpbach, das
mit einem neuen Trio für Flöte, Harfe und Bratsche von
Johannes Maria Staud eröffnet wurde. Tirol war 2007
außergewöhnlich reich an musikalischen Uraufführungen
und Erstaufführungen. Auch dieser Überblick kann nur
unvollständig sein.
Spitzenreiter in der „Entstehung von Neuem“ sind
naturgemäß die Festivals Neuer Musik. Die Klangspuren Schwaz warteten mit einer Kaskade neuer Töne,
Ur- und Österreichischen Erstaufführungen, auf. Die Uraufführungen stammten von folgenden Komponisten:
Kurt Estermann, Manuel de Roo, Marios J. Elia, Judith
Unterpertinger, Eva Reiter, Christof Dienz, Sam Auinger
u.a., Georg Friedrich Haas und Ernst Albrecht Stiebler.
Die „avantgarde“ in Seefeld krönt ihr Programm
stets mit der „Urnacht“, in der eine junge, internationale
Komponistengeneration zeigt, was sie in Tirol erarbeitet
hat. Die sieben Tonschöpfer aus Irland, Israel, Japan,
den Niederlanden, Polen, Südkorea und Tirol erwiesen
sich als höchst kreativ.
Am Tiroler Landestheater kamen die Opern „Love
Counts“ von Michael Nyman und „Der Blonde Eckbert“
von Judith Weir sowie das Schauspiel „Playback Life“
von Klaus Schumacher zur Deutschsprachigen Erstaufführung. Uraufgeführt wurde das Kinderstück „Weihnachten bei Tiger und Bär“ nach Janosch. Sieben
eigens in Auftrag gegebene Kurzopern präsentierte das
Landestheater-Projekt „Operellen 2“. Eines der Libretti
stammte von Händl Klaus, im Orchestergraben saß das
Tiroler Ensemble für Neue Musik (TENM).
Das TENM, seit Anfang des Jahres unter der Leitung von Harald Pröckl, hat im Verlauf des Jahres auch
noch neue Werke von Christian Reimeier und Martin
Lichtfuss uraufgeführt.
Das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti feuerte,
unter ihrem Leiter Gerhard Sammer, ebenfalls eine Salve
an Uraufführungen ab: „Steine und Herzen“ von
Markus Kraler und Andreas Schett, „Musik für Kammerorchester“ von Martin Ohrwalder, ein Doppelkonzert
7
für Cembalo, Orgelpositiv und Streichorchester von Kurt
Estermann sowie von Florian Bramböck eine „Serie
glücklicher Momente für Saxophon und Streichorchester und fünf Lieder.“
Auch die Akademie St. Blasius, geleitet von Karlheinz Siessl, hat ein arbeitsintensives Jahr absolviert.
Dem Komponisten Franz Baur wurde eine Personale
gewidmet (UA „Lyrisches Konzert für Orchester“, später
auch sein „Psalm 130“). Außerdem kamen eine „Sinfonia für 16 Bläser“ von Klemens Vereno als Auftragswerk des Orchesters und „Orakel“ von Günter Zobl
als Auftragswerk des Landes Tirol zur Uraufführung. In
einer Musik im Studio des ORF gab es gleich drei Uraufführungen für die seltene Besetzung Violine, Viola und
Kontrabass: von Manuela Kerer, Florian Bramböck und
Herbert Grassl.
Das Jugendorchester „Stringenso“ präsentierte im
ORF-Kulturhaus sein neues Programm „Orchestercontest“, bei dem die jungen Leute mit Gesang, Tanz, Schauspiel, Instrumentalspiel und Improvisation überraschten.
Studierende des Tiroler Landeskonservatoriums haben „Rasura“, eine zart-poetische, „semiphantastische“
Oper von Manuela Kerer (Musik) und Kurt Lanthaler
(Text) zur Aufführung gebracht, außerdem schrieben
sieben Studenten des Kons eine Messe, die in der Pfarrkirche Wilten-West erklang. Auch die Musikschule der
Stadt Innsbruck stellte sich mit der Uraufführung eines
kleines musiktheatralischen Werkes ein: dem Märchen
„Die Nachtigall und die Rose“ von Matthias Drievko. Er
selbst leitete das Kammerorchester Innsbruck.
Weitere Uraufführungen: „m(pr)ächtig“ von Robert
Zorn (Orchestermatineen); „Orchestercontest“ von Andy
Mayerl und Monika Unterlechner (Ensemble Stringendo); Festmusik von Hermann Pallhuber und „Festival
Bells“ von Norbert Zehm, beides für das Landesmusikfest
der Blasmusik. Bluatschink lieferte mit „Ritter Rüdiger –
der gute Geist von Ehrenberg“ ein neues Kindermusical.
Überhaupt hatte das Musical in Laien- und Schülerhand
Hochkonjunktur, ob textgetreu, adaptiert oder erfunden.
In diesem Zusammenhang eine weitere Neuigkeit: An
der Musikschule Region Telfs wird tirolweit einmalig und
auch österreichweit als seltene Gelegenheit eine Musicalausbildung angeboten.
Schließlich gibt es noch eine ganze Reihe von Uraufführungen, deren Komponisten im Hintergrund bleiben. Wieviel Neue Musik wird für Tirols Laienbühnen
geschrieben und wie viele Blasmusikanten greifen zur
Feder!
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Nicht zu vergessen die Rock- und Pop-Bands, die
sich nicht mit dem Covern begnügt, sondern ihren eigenen musikalischen Stil suchten oder gar schon vertreten.
In Tirol wirkt enormes kreatives Potenzial.
Finale
Es gibt den Aufbruch und das Ende. Das spektakulärste Finale des Jahres 2007 bereiteten die Schürzenjäger den Fans mit ihrem letzten Konzert.
Tiroler Landestheater
„Das Theater boomt“, sagt Harald Mayr, Kaufmännischer Direktor der Tiroler Landestheater und Orchester GmbH. „Unsere Zuschauer haben Qualitätsbewusstsein.“ In der Saison 2006/07 zählte er 479
Vorstellungen, 184.000 Besucher und 3 Millionen Euro
Einnahmen. Das war, bei weiterhin steigender Tendenz,
jeweils deutlich mehr als in der vorhergegangenen
Saison. Entgegen dem bisherigen Trend sind auch die
Abonnement-Zahlen angestiegen, zu Beginn der Saison
2007/08 um 200 auf 5876.
Ungewöhnlich war die mediale Entwicklung: Es
gibt zunehmend Premierenkritiken, Interviews, aber auch
Landestheater-Porträts außerhalb Tirols. Der ORF sendet
in Ö1 bis zu 30 Minuten lange Opernmitschnitte aus
dem Tiroler Landestheater. Dass Operndirektoren und
Agenten bei Brigitte Fassbaender junge Talente finden,
hat sich herumgesprochen. Stargast der Kammersängerin und Intendantin war 2007 in einem Künstlergespräch
die Sopranistin Gundula Janowitz.
Die Stücke des Jahres 2007 vereinten Opern-,
Schauspiel- und Tanzproduktionen aus den Saisonen
2006/07 und 2007/08. Viele Produktionen liefen
vor ausverkauftem Haus. 2006/07 bescherten die Zuschauer dem Großen Haus eine Auslastung von 83 Prozent, den Kammerspielen von 88 Prozent. Bei rund 30
Premieren pro Saison erfährt der Spielplan damit eine
hohe Akzeptanz.
Spitzenreiter des Jahres 2007 waren im Großen
Haus „Così fan tutte“, der letzte Wurf des außerordentlichen Mozart/da Ponte-Zyklus, „Pelléas et Melisande“,
die konzertante „Norma“, „Piaf“, „Cavalleria rusticana/
I Pagliacci“, „Dantons Tod“ und „Hexenjagd“. Um „La
Traviata“ und „Jesus Christ Superstar“ entstand eine
BLITZLICHTER
Innsbrucker Festwochen,
„Der geduldige Sokrates“
Foto: Rupert Larl
Innsbrucker Meisterkonzerte,
„Gabrieli@Barbican“
Foto: Rowan Griffith
Hysterie, sodass beide Produktionen über die Spielzeit
hinaus verlängert werden mussten. In den Kammerspielen liefen „Acht Frauen“, „Mannomann“, Elfriede
Jelineks „Raststätte“ und „Die Troerinnen des Euripides“
besonders gut. Hervorragend besucht im Tanztheater
von Birgit Scherzer waren die Produktionen „Requiem!“,
„Bluthochzeit“ und „Brel – Le Grand Jacques“.
Ebenfalls reichlich Publikum hatten die Jugendstücke,
etwa das Musical „Das Gespenst von Canterville“. Die
Kinder liebten „Erwin & Frosch“, die ebenfalls mobile
Produktion „Die Kuh Rosmarie“ wurde außer im Theater
72 mal in Schulen gezeigt.
Die weiteren Produktionen, die teils gut, teils zurückhaltend aufgenommen wurden: Im Musiktheater „Der
Freischütz“, „Die Dreigroschenoper“, „Die Fledermaus“,
„Orfeo ed Euridice“ , „Der Fliegende Holländer“, „Love
Counts“ von Michael Nyman, „Der Blonde Eckbert“ von
Judith Weir, die „Operellen 2“, „Ariadne auf Naxos“
und „Gräfin „Mariza“. Im Schauspiel, das von Klaus
Rohrmoser konzipiert wird, „Das Wintermärchen“, „Der
Impressario von Smyrna“, „Die sexuellen Neurosen
unserer Eltern“, „Minna von Barnhelm“, „Nora“ und
„Frohe Feste“.
Intendantin Fassbaender, wie oben erwähnt bis
2012 im Amt, blieb bei ihrer Linie, in gezielter Mischung
Inszenierungen anzubieten, die nahe am Stück bleiben
oder neue Deutungen wagen. Das musikalische Ensemble ist unter ihrer Leitung auf außergewöhnlichem
Niveau, während in Rohrmosers Schauspielensemble
nicht viele Kräfte wirklich herausragen.
Tiroler Symphonieorchester
Innsbruck
Tiroler Landestheater (Tanztheater),
„Brel-Le Grand Jacques“
Foto: Rupert Larl
Galerie St. Barbara, Tanz-Compagnie
Sen Hea Ha
Foto: Künstler
Das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck fand unter seinem Musikdirektor und „Ehrendirigent“ Dietfried
Bernet zu herausragender Form. An zweiter Stelle stand
der Chefdirigent des Theaters, Aleksandar Markovic.
Die weiteren Kapellmeister setzten im Tiroler Landestheater den Werken des Musiktheaters nicht immer
Glanzlichter auf. Hinsichtlich seiner fixen Dirigenten
braucht das Orchester Auffrischung, auch die erstklassige Besetzung der vakanten Orchesterstellen gestaltete
sich nicht einfach.
Bei seinen Symphoniekonzerten arbeitete das
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck auf hohem Niveau
mit Bernet, Markovic und guten Gastdirigenten. 2007
9
waren es Karel Mark Chichon, der so begeisterte, dass
er für die Folgesaison wieder verpflichtet wurde, der
große polnische Komponist Krzysztof Penderecki und
John Axelrod, außerdem gab es ein Wiedersehen bzw.
–hören mit dem ehemaligen Innsbrucker Musikdirektor
Edgar Seipenbusch. Solisten waren die Pianisten Rudolf
Buchbinder, Elisabeth Leonskaja und Thomas Larcher,
Violoncellist Raphael Wallfisch und die Sängerinnen
Christiane Libor, Michelle Breedt und Alexandra Petersamer.
Wie jedes Jahr gestaltete das Orchester an mehreren Orten Tirols sein begehrtes Neujahrskonzert und
eröffnete im September die Klangspuren in Schwaz. Zu
einem beliebten Termin sind die frei zugänglichen Sonntagsmatineen im Innsbrucker Stadtsaal geworden, die
von den Orchestermitgliedern nicht nur künstlerisch hervorragend, sondern auch hintersinnig und originell mit
einer weiten musikhistorischen Spanne gestaltet werden.
Festspiele
Der Tiroler Festspielreigen beginnt im Frühjahr mit
dem Osterfestival der Galerie St. Barbara. Es stand
unter dem Motto „Leben. Nicht leben lassen/Amerikas
viele Gesichter“ und wollte einmal mehr Neues durch
das Fremde erfahren. Es ging um die schöpferischen wie
zerstörerischen Kräfte des Zusammenlebens und andererseits um die reichen nord- und südamerikanischen
Musiken mit ihrem Widerhall in der Alten Welt. Tanz aus
Java zu Beginn und Hip-Hop nach der Auferstehung,
argentinischer Tango, europäische Fanfaren, Monolithe
wie Monteverdi, Schütz, Bach und dazu junge Komponisten, Barockes von hüben und drüben – und im Haus
der Begegnung der Markt des Möglichen mit seinen
Modellen eines anderen Lebensstils.
Das von Thomas Larcher programmierte SwarovskiFestival „Musik im Riesen“ brachte die letzte Tiroler Begegnung mit dem Pianisten Alfred Brendel, der seine
Konzertkarriere beendete, wunderbare Künstler wie den
Tenor Mark Padmore, das Belcea Quartett, Schauspieler Bruno Ganz, den Dichter Andrej Kurkow und andere
mehr mit hochfeinen Programmen.
Chronologisch ging es wie immer weiter mit dem
Tanzsommer, dessen Veranstalter aus Amerika Alonzo
King und Complexions, aus Europa klassische Tänzer
und aus Spanien Gades‘ Carmen tanzen ließen und
mit dem vielgestaltigen Workshop-Programm erfolgreich
10
waren. Ergebnis: Rekord mit 40.000 Besuchern bzw.
Teilnehmern.
Gustav Kuhn wollte es bei seinen Tiroler Festspielen Erl wieder einmal so richtig wissen und setzte alle
Wagner-Opern, die er bis dahin im Passionsspielhaus
erarbeitet hatte, an: Den „Ring des Nibelungen“, „Tristan
und Isolde“, „Parsifal“. Alles in chronologischer Reihenfolge, mit „Meistersinger“-Lesungen dazwischen. Dazu
Bruckners Dritte Symphonie und alle vier Symphonien
von Johannes Brahms.
Heiße Eisen hatte Franz Hackl, Gründer des
Schwazer Outreach–Festivals, Anfang August im Feuer
und sagte: „Das Outreach Jazzfestival unterscheidet sich
von vergleichbaren Unternehmungen dadurch, dass die
Weltklasse-Musiker nur dann eingeladen werden, wenn
sie etwas Neues machen und nichts aus dem Katalog.“
Mit dem Engagement des „Bauchklang Vocal Group
Projects“ und „Killer Fernandez“ gab es wahrlich Höhepunkte.
Bei den traditionell mit den Ambraser Schlosskonzerten eingeläuteten Innsbrucker Festwochen stellte
René Jacobs mit Georg Philipp Telemanns „der geduldige Sokrates“ (Regie Nigel Lowery) die insgesamt
noch zu wenig erforschte deutsche Barockoper in den
Mittelpunkt und ergänzte sie mit der herrlichen BrockesPassion. Dem gegenüber stand Georg Friedrich Händels englische Masque über Eifersucht im Schäfer- und
Nymphenreich, „Acis und Galathea“, aufgeführt von
Lars Ulrik Mortensen und Stephen Lawless (Regie)
zwei farbige, temperamentvolle Opernproduktionen.
Die Konzerte führten mit der Akademie für Alte Musik
Berlin, dem Huelgas-Ensemble, dem debütierenden Ensemble Doulce Mémoire und vielen anderen Künstlern
durch die Musiklandschaft Deutschlands, Italiens und
Frankreichs.
Die „avantgarde“ hat in Seefeld Ende August mit
einer Laser-Sound-Performance von Edwin van der
Heide aus Rotterdam eröffnet und der dritten Seefelder
Urnacht geendet (siehe Uraufführungen vorne), dazwischen lag eine Reihe von Konzerten, u.a. mit dem
Sechs-Oktaven-Stimmwunder Olga Szwajgier.
Die Schwazer Klangspuren mit ihrer immer weiter
ausgebauten Kinder- und Jugendschiene machten ihrem
Publikum die Wahl aus der Fülle des Gebotenen nicht
leicht. Die Schwerpunkte in diesem Festival Neuer Musik
galten 2007 dem Streichquartett (Arditti, Benaim,
Diotima, Minguet, Bozzini, TamTam) und dem neuen
Komponieren Zyperns. Es gab viele Uraufführungen
(siehe vorne) und das Erlebnis erstklassiger, sehr unterschiedlicher Interpreten. Dem bedeutenden komponierenden Dirigenten Michael Gielen war zu begegnen
und Wolfgang Rihm als Composer in Residence. Die
Akademie des Ensembles Modern kümmerte sich wieder um den Nachwuchs und die Pilgerwanderung um
die Bewegungsfreude der Musikfreunde.
Ein Bogen vom Frühjahr bis in den Herbst, in dem
noch sehr viel mehr Platz hatte. Da war das Kammermusikfest Hopfgarten schon in der 13. Auflage, diesmal
unter dem Motto „Cello, Cellissimo“ und Autor Wolf
Wondratschek als Stargast. Da gingen die Landecker
Festwochen „horizonte“ in die zweite Saison, mit dem
Barockgeiger Daniel Sepec als Vorhut und erlesenen
Ensembles und Solisten im Juni/Juli.
„Xong!“, heuer „handgeschöpft“, das Musik- und
Kulturfestival im Dreiländereck Tirol–Engadin–Vinschgau,
zeigte ein weites Kulturverständnis von Mnozil Brass
bis Peter Waldner, von Rolf Lislevand bis Wolfgang
Puschnig und zu den Tanzgeigern. Dazu Dichtung und
ein Rahmenprogramm. Die „17. Alpentöne“ in Obergurgl kümmerten sich um die Kraft der alpinen Volksmusik.
Ordentlich eingeheizt haben das Percussionsfestival in Telfs Ende Juni und das New Orleans-Festival im
Juli in Innsbruck, wo nicht verschwiegen wurde, dass die
Musikszene von New Orleans nach dem Wirbelsturm
Katrina ums Überleben kämpft.
Die Glitzerwelt des Showbiz, von zuckersüß bis zartbitter – „Show!kolade“ hieß das Motto – war bei den
34 Veranstaltungen des Festivals der Träume im August
zu erleben, das Groß und Klein ebenso wenig missen
mögen wie das stetig wachsende sommerliche Tiroler
Sagen- und Märchenfestival in Wattens und Innsbruck.
Wer auf deftige Westernstimmung steht, pilgerte
Anfang und Mitte August zu den Country-Festen nach
Sautens im Ötztal und ins hintere Zillertal. In Silz hatte man schon im Juni zum Reggae Mountain Festival
geladen. Der Verein KOMMA-Kultur hielt im Juli für
Wörgl etwas ebenfalls Eigenes bereit: Das „4. Cover
Me Festival“, zu dem die besten Coverbands beliebter
Stars erwartet wurden.
Die unverzichtbare Begleitmusik zu den Festspielen
liefern die Sommerkonzerte, die zwischen dem Außerfern und Osttirol das Land mit heimischen und eingekauften Programmen durchaus qualitätsvoll überziehen. In
Kitzbühel wurde das 30-Jahr-Jubiläum kostbar mit
Clemens Hagen, Isabelle Faust, Benjamin Schmid,
Thomas Riebl u.a. gefeiert. Hauptsächlich in den
Sommer reichen auch die instrumentalen und vokalen
Schwerpunkte wie Flöte- und Horntage im Oberland,
Opernkurse am Achensee oder die Academia vocalis
in Wörgl, die mit ihren prominenten Dozenten junge
Sänger aus aller Welt anzieht. 2007 gab es zudem
Kompositionen und Aufführungen zum Wörgler Freigeldjahr.
Rund ums Jahr
Das Abonnement im Schreibtischfach, die Vorfreude auf einen besonderen Abend, die Anfahrt zu einem
Konzert, die Begegnung mit einem Star, das Staunen
über junge Begabungen. Die Versenkung und das Ausflippen, die gewonnene Kraft und der Wechsel der Perspektive. Das und mehr prägt ein Kulturjahr. Um es zu
gewährleisten, arbeiten Kunstvermittler und Künstler rund
ums Jahr kontinuierlich, verlässlich.
Einige Initiativen haben wir bereits erwähnt, eine
umfassende Darstellung des Tiroler Musiklebens kann
hier nicht gegeben werden. Beliebt sind die Konzertreihen, auf die man sich verlassen kann. In der Landeshauptstadt konnte man im Meisterkonzertzyklus von
John Eliot Gardiner schwärmen und über den Pianisten
Martin Stadtfeld diskutieren. Bei den Kammerkonzerten
erfreute man sich u.a. am Pianisten Alexander Lonquich,
am Minetti- und Wihan-Quartett. Die Abendmusic/
Lebensmusik-Reihe vermittelte Alte Musik und immer
wieder ethnologische Überraschungen. Das Engagement des Kammerorchesters InnStrumenti, das auch
einen bemerkenswerten Weill-Abend gestaltete, und
des Tiroler Ensembles für Neue Musik wurde bereits
erwähnt. Immer wieder locken Außenseiter an ungewöhnlichem Ort, so konnte man im Innsbrucker Siebenkapellen-Areal die Bühnenfassung des Theater präsent
von Brahms/Tiecks „Die schöne Magelone“ erleben
und im Landestheater den scheidenden Operntenor
Leo Adalsteinsson als versierten Popsänger.
Musik plus der Haller Galerie St. Barbara lohnt
allemal die Anreise, 2007 bestachen unter anderem
das Kammerorchester Basel mit dem Geiger Giugliano
Carmingnola, Jordi Savall, Giardino Armonico und der
Counter Philippe Jaroussky. Dazu kommt „123tanz“ im
Herbst, eine Reihe, die rasch zur festen Adresse geworden ist.
Als elektroakustisches Netzwerkprojekt der IGNM
Tirol (Internationale Gesellschaft für Neue Musik) lockte
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„Hallakustika“ nach Hall, ebenso wie die perspektivisch
oft überraschende Reihe „musik am puls“ im Kulturlabor
Stromboli.
Die Jeunesse-Initiative ist nachhaltig in Innsbruck,
Schwaz und St. Johann vertreten. In Schwaz wurde mit
einem reichen Kultur- bzw. Musiksommer das 500-JahrJubiläum des Franziskanerklosters gefeiert, in Stams hat
Manfred Schneider erneut auf die Qualität der Tiroler
Klassik verwiesen. INTERregional in Telfs bietet den
großen Orchester- und Choraufführungen von Johannes
Stecher und vielem anderen eine Plattform, in der Telfer
Villa Schindler sorgte der große Pianist Aldo Ciccolini
noch einmal für eine Sternstunde.
„procultura“ ist als Konzertveranstalter in ganz Tirol
tätig. Anziehungspunkte sind die Städtischen Veranstaltungen in den Bezirken. Kufstein zum Beispiel hat seine
Reihen – da gab es zum Beispiel einen Liederabend
mit Christoph Prégardien und Andreas Staier – und
dazu noch die bunten Kulturtage der Wunderlichs. Mit
Enthusiasmus konzertierten die Städtischen Orchester
von Schwaz, Lienz, Imst und Landeck auf anerkennenswertem Niveau.
„Kulturtage“ ist ein Stichwort für sehr viele Gemeinden, die etwas bieten und auf sich aufmerksam machen
wollen. Was unter diesem Titel programmiert wird, hat
mit „Kulturtagen“ freilich nicht immer etwas zu tun.
Orgelkonzerte betonen die Kostbarkeiten der
Orgellandschaft Tirol. Die Kirchenmusik hat mit
Christoph Klemm im Innsbrucker Dom zu St. Jakob,
Norbert Matsch im Verein mit Stiftsorganist Kurt
Estermann in Stift Wilten und Hannes Hadwiger in
der Haller Pfarrkirche St. Nikolaus in den letzten
Jahren neue, überregional ausstrahlende Impulse erhalten.
Preise
Der Emil-Berlanda-Preis 2007 des Landes Tirol ging
an den Innsbrucker Hans Platzgumer, einem international profilierten Vertreter der elektronischen Musikszene,
der in Innsbruck und Wien Gitarre studiert hatte und
dann in New York und Hamburg Karriere machte.
Den Arthur-Haidl-Preis der Stadt Innsbruck erhielt
der junge Percussionist Stefan Schwarzenberger.
Der Innsbrucker Paul Hofhaimer-Wettbewerb, der
seit 1969 weltweit zu den strengsten Orgelwettbewerben zählt, wurde wie folgt entschieden: 1. Preis an den
Italiener Mirko Ballico, 2. Preis nicht vergeben, 3. Preise
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an den Italiener Andrea Vannucchi, die Polin Magdalena Malec und die Französin Anne-Gaelle Chanon. 64
Organisten aus aller Welt hatten sich zur Teilnahme angemeldet, das Finale erreichten acht Organisten.
Der Tiroler Komponist und Landeskapellmeister
der Blasmusik, Hermann Pallhuber, holte sich bei der
Vergabe der begehrten Brass Awards 2007 in Großbritannien mit seiner Komposition „Titan’s Progress“
gemeinsam mit Hannes Buchegger als Dirigent unter
70 Bewerbern den Sieg für die beste „Contest Performance“. Brass-Spezialist Buchegger wurde zudem von
einem wesentlichen britischen Internet-Brass-Forum als
zweitbester Dirigent des Jahres ausgezeichnet.
Jazz, Pop, Rock
Die Klangwolke überm Land birgt eine unglaubliche Vielfalt an Popularmusik. Hier nur einige Spots.
In Innsbruck entwickelte sich das p.m.k. zu einer
ersten Adresse für vielfältige Eindrücke und tolle musikalische Erlebnisse. Auch der Weekenderclub hat mit seinen Konzerten bis hin zum progressiven Garagenrock
samt elektronischen Einflüssen seinen Platz in der Kulturszene der Landeshauptstadt gefunden. Soundkillaz, wo
ein DJ aus vielen Richtungen das Beste filtert, feierte im
Haller Stromboli fünften Geburtstag. A propos DJ: Im Juli
stand mit Matt Edwards alias Radio Slave ein Superstar
des Genres hinter den Plattenspielern im Hafen.
Die Veranstalter hatten ihr Publikum, vom zentralen
Tschirgant-Jazzfestival in Imst (Marcus Miller Group,
Roger Chapman u.v.a.) bis zur Kulturfabrik im Hafen,
von Wörgl über St. Johann bis Lienz. Die Innsbrucker
kunstschiene 3 bot in der Maria-Theresien-Straße viele
Tiroler und internationale Jazzstars auf, und natürlich
pilgerte man auch gern zwischen Treibhaus - wo der
fabelhafte Andy Mayerl 2007 Artist in Residence war -,
Hafen, Bierstindl und Stromboli. Außerdem zur Jazznacht
ins ORF-Kulturhaus. In Hall ging wieder ein Wettbewerb
für Nachwuchsbands über die Bühne. Mitte September
füllten heiße Bands die Schwazer Lokale für eine lange
Nacht der Musik.
Stars, die die Massen anziehen, waren landauf, landab genug zu erleben, in Ischgl Rihanna und
die Scissor Sisters, Zucchero in Kufstein, Pink in Imst,
Christina Stürmer in Lienz und Innsbruck, wohin es auch
STS und Wir sind Helden verschlug, oder Rainhard
Fendrich in Telfs. Verena Pötzl rockte in Fügen wieder
los, und natürlich ließ sich auch Nadine Beiler, Rehauge
aus Inzing, hören, die mit 16 Jahren die dritte StarmaniaStaffel gewann.
Zu den unvergessenen Erlebnissen zählten die
zwei letzten Konzerte, die Joe Zawinul ( ) mit seiner
Syndicate Band in Tirol gab.
Und selbstverständlich gab es was zum Heimtragen: Das Live-Album „Manu Delago Handmade“
zum Beispiel. Auch dieser präsente junge Musiker war
Artist in Residence im Treibhaus. In Landeck hat das Jazzorchester Tirol unter Florian Bramböcks Leitung seine
neue CD „Tagebuch einer Eintagsfliege“ eingespielt
und präsentiert. Qualitätsmusik made in Tirol bietet eine Doppel-CD, die als „Sound Soaked-Subsoil
Sampler“ nicht weniger als 36 Tiroler Bands einer breiten Zuhörerschaft vorstellt. Außerdem sind die ersten fünf
Schallplatten des Tiroler Musikprojekts „Innsbruck Land“
erschienen, die von Rock bis Elektronik ein breites Spektrum Tiroler Musikschaffens präsentieren. Zehn weitere
Schallplatten sind in Planung. Vinyl wurde bewusst für
Liebhaber, Sammler und DJs gewählt.
Blasmusik, Chöre, Volksmusik
Das Blasmusikjahr 2007 wurde geprägt von der
Wahl Hermann Pallhubers zum neuen Landeskapellmeister und vom Landesmusikfest zum 60-jährigen Bestehen des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen. Das Landesjugendorchester gestaltete auf beeindruckendem Niveau unter Helmut Schmids Leitung
das Requiem von Frigyes Hidas und unter dem Dirigat
von Thomas Doss ein Festkonzert mit Werken von Zehm,
Verdi, Reed, Doss u.a., Florian Klingler war der Solist. Die
„Blasmusikfaszination“ zeigte an einem langen Abend in
der Olympiaworld, was die verschiedenen Sparten der
Tiroler Blasmusikszene zu leisten imstande sind. Mit dem
Sternmarsch, einem Festakt, dem Festumzug und vielen
Ständchen der Gäste erreichte das Landesmusikfest im
Oktober seinen repräsentativen Höhepunkt.
Hermann Pallhuber startete mit enormem Elan und
installierte eine neue, sehr gut angenommene Form der
Kapellmeisterausbildung.
Im Frühjahr ging der 3. Jugendblasorchester-Wettbewerb mit 47 Jugendblasorchestern und rund 2000
Mitwirkenden in Tarrenz und St. Johann über die Bühne.
Auch bei den überregionalen Wettbewerben ist die junge Tiroler Blasmusik immer ganz vorne mit dabei. Und
nicht nur die Jugend: Die Speckbacher Stadtmusik Hall
gewann in der Kunststufe das Konzertwertungsspiel von
Vöcklabruck. Im Juli erfuhren die Freunde der Bläsermusik einmal mehr bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten die Qualität der altösterreichischen Musik.
Tirols Chöre sind 2007 mit vielen qualitativ hochwertigen Konzerten hervorgetreten. Einige Neuerungen
wurden eingangs erwähnt; die Statistik zeigt, dass der
Tiroler Sängerbund konstant Mitglieder dazugewinnt.
Großen Aufschwung nahm die Jugendarbeit, aber der
Veranstaltungskalender war für alle Mitglieder reich
bestückt. Fortbildung wird großgeschrieben. Mit der
Publikation des gesamten Chorwerkes von Artur Kanetscheider hat sich die Sängervereinigung Wolkensteiner
verdienstvoll hervorgetan.
Die Liebhaber der traditionellen Volksmusik haben
sich schon zum vierten Mal an der sommerlichen Reihe
geistlicher Volksmusik in der Wallfahrtskirche Götzens
erfreut, die sich großen Zuspruchs erfreut. Zu den 5.
Arlberger Tagen der Volksmusik sind im August 38
Gruppen angereist. Landauf, landab gab es wieder die
Advent-, Passions- und Mariensingen, die Kirchenkonzerte und Volksmusikabende. Nicht wegzudenken sind
die Volksmusiktreffen, zu denen man mit dem Instrument
unterm Arm, mit geölten Stimmbändern oder einfach nur
mit großen Ohren pilgert, um abseits des Alltagstrubels
wieder einmal zu erfahren, wo man wirklich daheim ist.
Ursula Strohal: freie Kulturredakteurin mit Schwerpunkten
Musik, Theater, Literatur, Tanz
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Das Tiroler Sprechtheater 2007:
Mit Anspruch, Witz
und Zeitgeist
Silvia Albrich
Innsbrucker Kellertheater
Bewährte Mischung
K
ellertheater-Prinzipalin Evelyn Fröhlich setzt
seit Jahren erfolgreich auf modernes Theater,
die Förderung junger Regietalente und die Entwicklung
eines neuen, originellen Theaterstils. Seit 1984 sorgt sie
für einen abwechslungsreichen, unterhaltsamen und anspruchsvollen Spielplan. Im Oktober 2007 gab sie als
„fließenden sanften Übergang“ ihre – wie sie es nannte
„schleifende Nachfolge“ bekannt: Der Tiroler Regisseur
und Autor Manfred Schild, bereits Mitgestalter des
Spielplanes 2007/08, agiert künftig als Co-Direktor,
um nach rund zwei Jahren die Leitung des Kellertheaters
ganz zu übernehmen. Als Regisseurin wird Fröhlich dem
Haus aber auch nach ihrem langsamen Rückzug aus
der Theaterleitung erhalten bleiben.
Das Jahr begann das Kellertheater mit seiner
Winterproduktion, der Feydeau-Farce „Die Katze
im Sack“ (bis Februar 2007). Im März wurde wieder einmal die Liebe zum französichen Erfolgsautor
Eric-Emmanuel Schmitt kultiviert: Mit „Kleine Eheverbrechen“ begab sich Regisseurin Susanne Altweger auf
bissig-tiefsinnige Spurensuche zwischen Schein und Sein
mit den großartigen Schauspielern Eva-Maria Gintsberg
als treusorgend-rachedürstige Ehefrau im Clinch mit
ihrem manipulativen Mann Walter Ludwig.
Der Wiener Regisseur Johannes C. Hoflehner, seit
Jahren Stammgast im Kellertheater, adaptierte und inszenierte Goethes „Wahlverwandtschaften“ (April/Mai).
Innsbrucker Kellertheater,
„Material Girl“, Foto: Florian Schneider
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Hoflehner „destillierte“ den Roman auf zwei Stunden
und ließ ihn mit einem starken Ensemble in vielen short
cuts (mit Goethes Originaldialogen) ablaufen, souverän
gespielt von Stephan Lewetz (Eduard), Birgit C. Krammer (Charlotte), Wolfgang Hundegger (Hauptmann),
Anna Greiter (Ottilie) und Remi Brandner (Mittler).
In der deutschsprachigen Erstaufführung von
Vanessa Badhams „Material Girl“ (Oktober bis Dezember) wird mit leichter tragikomischer Hand Gesellschaftskritik serviert: Regisseur Manfred Schild zeigt den
Perfektionswahn samt Magersucht der Cousine „Super“Greta (Luka Oberhammer), den Lebens- und Jobfrust von
Mutter Rhonda (Franziska Grinzinger) und ihrer Töchter
Gina (Tanja Morak) und Hayley (Johanna Ullmann) als
exzellent gespielte rasante Family-Show (zu Musik von
Mozart bis Morricone), bei der das Lachen oft im Hals
stecken bleibt.
Ungebrochen erfolgreich sind die tiefsinnigen und
feinen Monologe „Oskar und die Dame in Rosa“ mit
Monika Schmatzberger sowie der Dauerbrenner „Kontrabass“ von Patrick Süsskind mit Michael Arnold in der
Regie von Judith Knoll, die immer wieder das Kellertheater-Programm bereichern. Der Sommerhit 2006,
die turbulente Komödie „Venedig im Schnee“ wurde (im
Juni/Juli) ebenso wieder aufgenommen wie Schmitts
„Kleine Eheverbrechen“ (August/September).
Im Dezember wagte sich das Kellertheater an
Denis Diderots Roman „Jacques der Fatalist und sein
Herr“. Hausherrin Fröhlich inszenierte die amourösen
Geschichten wort- und werkgetreu, locker und spannend. Bis zum letzten Auftritt bot das Hin und Her
über Möchtegern- und Hatteschon-Liebschaften echtes
Theatervergnügen, lustvoll gespielt von Walter Waltz
(Jacques), Peter Austin-Brentnall (Herr), Christine Stallbaumer, Winfried Gropper und Josef Mohamed in
historisch üppigen Kostümen von Sigrid Wenter.
2007 durfte sich das Innsbrucker Kellertheater (mit
ca. 80 Sitzplätzen) über eine 78-prozentige Auslastung
(rund 10.500 Zuschauer) freuen.
Westbahntheater
Das von Konrad Hochgruber und Eric Ginestet geleitete Westbahntheater im alten Konsumgebäude in der
Feldstraße bringt auch mit Auftragsarbeiten Pep in die
Innsbrucker Theaterszene: Im März wurde Christoph
W. Bauers Erstlingsstück „Miles G.“ gespielt, das
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Manfred Schild als witzige saftige Abrechnung mit Heldenmythen inszenierte. Thomas Gassner als abgetakelter Kommandant Miles Gloriosus und Alexander Kratzer
als sein Fahrer waren zwei Kontrahenten in Hochform.
Im August legte das Theater Melone (vor fünf
Jahren von Arthur-Haidl Preisträger Florian Hackspiel
als Theatergruppe Statisterie gegründet) mit „Systemhäschen“ im Westbahntheater ein gelungenes, witziges
Stück über die moderne Arbeitswelt vor. Unter der
Regie von Hackspiel boten (die Profischauspieler)
Christina Scherrer, Jessica Walther Gabory, David
Fuchs und Michael Großschädl eine schwungvolle
überzeugende Ensembleleistung mit intensivem Spielund Körperseinsatz.
Im Oktober inszenierte Konrad Hochgruber als
österreichische Erstaufführung Björn Runges „Daybreak“
und das Ensemble setzte die Theaterversion des preisgekrönten schwedischen Episodenfilmes über Beziehungen und Liebe, Selbstbetrug und Lügen derart erfolgreich um, dass „Daybreak“ auch auf der Bühne ein
absoluter Hit war.
Ebenso erfolgreich erwies sich die deutsche Erstaufführung „Der Fürst“ im November, eine Adaption von
Niccoló Machiavellis „Il principe“. Schauspieler Walter Sachers (gecoacht von Klaus Rohrmoser) entstaubte
den spröden staatstheoretischen Text über die Tricks der
Mach(thaber)er und brachte ihn in einem brillanten Monolog auf die Bühne, sodass durchaus nachvollziehbar
war, dass Machiavellis Grundsätze zum Leitfaden einer
modernen Wirtschaftsphilosophie wurden.
Theater Präsent
Das junge Theater „präsent“ ging auch in seiner
zweiten Spielsaison ganz eigene Wege. Die führten im
April ins Ferdinandeum und in Yasmina Rezas Welt der
„Kunst“. Nach der Aufführung des Wiener Theaters im
Wohnzimmer (TIWO), in der drei Freunde über „Kunst“
und Leben debattieren, gab es eine Führung durch das
Ferdinandeum. Die Verbindung der darstellenden und
bildenden Künste war ein Nebeneffekt der ständigen
Standortsuche des Off-Theaters „präsent“. So wurde die zweite Neuproduktion (Mai/Juni) 2007 „Die
schöne Magelone“, für die der junge Opernregisseur
Norbert Mladek Musik (Brahms Liederzyklus) und Dichtung (Ludwig Tieck) zu (s)einem Bühnenstück vereinte, im
Sieben-Kapellen-Areal uraufgeführt.
BLITZLICHTER
Innsbrucker Kellertheater,
„Jacques der Fatalist und sein Herr“
Foto: Schmollgruber
Westbahntheater, „Daybreak“
Foto: Silvia Albrich
Freilichtbühne Elbigenalp „Wahre
Geierwally – Die eisenfeste Nanno“
Innsbrucker Ritterspiele Märchen
& Boulevardbühne
Das einstige Alt-Innsbrucker Bauerntheater und
Ritterspiele mausert sich zu den profiliertesten außerberuflichen Ensembles in Innsbruck. Inzwischen nennt
es sich - den Umständen angepasst - „Innsbrucker Ritterspiele Märchen & Boulevardbühne“. Das Ensemble
spielt nach wie vor mit unbändiger Lust den „Schurkischen Kuno“, hat sich aber mit ebenso großem Einsatz auf neues Boulevardtheater eingeschworen und
entwickelte sich mit professioneller Hilfe so weiter, dass
heute „Profis und professionalisierte Amateure perfekt
zusammenspielen.“ (Darstellendes Spiel 1/2007). So
auch im Frühjahr 2007 mit dem Lustspiel „Pension
Schöller“, das die Regisseure Franziska Grinzinger und
Erwin Jenewein als aufwändige Produktion (drei Bühnenbilder, Kostüme und Frisuren vom Ende des 19. Jahrhundert) mit 14 (!) Darstellern (herausragend Jenewein
als Eleve und Zoller als reicher Onkel) auf die Bühne
stellten.
Landesjugendtheater
Das Landesjugendtheater von Volkmar Seeböck
wandelte in seiner 14. Saison (vom 3. November bis
23. Dezember) singend, tanzend und voll Spielfreude
auf den Spuren der Brüder Grimm und bot mit „Rumpelstilzchen“ einmal mehr ein intensives wunderbares
Märchenmusical. Ein letztes Mal in der Innsbrucker
Messehalle, denn 2008 übersiedelt die Truppe in die
Josef-Wilberger-Straße 15 (neben dem Fruchthof) und
plant für 2009 bereits ein Ganzjahresprogramm.
Foto: Silvia Albrich
Streifzug durchs Land
Volksschauspiele Telfs, „Wie es
Euch gefällt“, Foto: Kathrin Schäfer
In Hall wurde im März 2007 im Lobkowitzgebäude vom Verein Szenario das Genre „Arztserie“ mit der
Impro-Soap „Kunstfehler“ erfolgreich auf Theater-Tauglichkeit geprüft. Außer den Figuren und ein paar lockeren
Beziehungsgeflechten (Primaria Katharina Hölbing +
Zivildiener Manuel Wenda/Assistenzarzt Wolfgang
Klingler + Therapeutin Ingrid Wenter) war nichts vorgegeben. Regisseurin Danja Außerhofer agierte als Moderatorin, Zuschauer-Vorschläge ans Ensemble sorgten
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für viel Situationskomik. Szenario (gegründet 2005 vom
Theaterpädagogen Wolfgang Klingler) zeigte 2007 in
ganz Tirol mehrere Impro-Theater-Shows, so etwa auch
die Kindershow „Mit Vollgas um die Welt“.
Auf der Haller Kolpingbühne war im März und
April 2007 Felix Mitterers Bestseller „Superhenne
Hanna“ in farben- und spielfroher Bühnenversion zu
sehen, inszeniert von Pepi Pittl. Autor Felix Mitterer war
von der Leistung des Ensembles (Martin und Christoph
Sailer, Veronika Stemberger, SchülerInnen der HS
Dr. Posch) begeistert und lobte bei der Premiere die
„entzückende Aufführung“. Die „Superhenne Hanna“
gastierte im Sommer auch bei den Volksschauspielen
in Telfs.
Das Sommertheater Kitzbühel machte mitten im
August Weihnachten in einer Frauen-WG zum Thema: In
der Komödie „Honigmond“ von Gabriel Barylli wurde
auf der Bühne der Wirtschaftskammer herzhaft gelacht,
geweint, gestritten, getrunken, geredet und Sandra
Lackner, Daniela Pürstl und Rita Dummer lebten die Last
und die Lust mit den Männern so richtig temperamentund lustvoll aus.
Neue Bühne Imst Mitte
Das Theaterforum Humiste bekam nach zwölf Spielzeiten im November 2007 mit der „Bühne Imst Mitte“
im Stroblhaus in der Imster Pfarrgasse eine Spielstätte
„unter Dach“. Die Kleinkunstbühne (die rund 70 Besucher fasst) wurde mit einem Kinderprogramm und der
Premiere von Uli Brées „Männervernichtungsgeschichten“
erstmals bespielt. Brées Groteske über „groteske
Ansichten, das kriminelle Weib betreffend“, spielten die
drei mordlüsternen Frauen Roswitha Matt, Lydia Thurner
und Susanne Hild.
Die einstige Theatergruppe Landeck (1982-2004),
inzwischen das „Ensemble Tirol“ ging auch 2007 mit
Uli Brées aberwitzigem Schlachtruf der Schlagerindustrie „Hossa“ (im Frühjahr und Herbst) in Tirol auf Tour
und mit dem hintersinnigen „Zimt-Stern-Hagel-Voll 07“
auf Weihnachtstour und brachte in Hall, Landeck und
Barwies seinen kabarettistischen Aufruf zur Besinnung.
Die wandlungsfähigen und wirklich komischen ProtagonistInnen Julia und Susanne Sailer, Sabine Linder,
Gabriel Castaneda, Heinz Wucherer und Uli Brée
sorgten für stets ausverkaufte Abende.
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„Male“ in Aguntum
Das intime Ambiente rund um das antike Wassersammelbecken in „Aguntum Stadt“ in Dölsach nützte
das „Moderne Theater“ der Theaterwerkstatt im
August zur Uraufführung von Gertraud Patterers „Male“.
Ekkehard Schönwiese adaptierte und inszenierte das
Drama um Heuchelei und Missbrauch gewohnt feinfühlig und aufwändig und das intensiv spielende LaienEnsemble wurde mit „tosendem Applaus“ belohnt: So
etwa Anna Oberdorfer für ihre berührende Darstellung
der „Male“, Lucas Zolgar als Pius, Manuel Patterer (Laurenzius) und Manuela Patterer (Males Mutter).
Volksschauspiele – Freilichttheater
Tiroler Volksschauspiele Telfs
Neben der Wiederaufnahme von Herbert Achternbuschs „Ella“ und dem Gastspiel der „Kolpingbühne
Hall Theater“ mit Felix Mitterers „Superhenne Hanna“
boten die Tiroler Volksschauspiele Telfs 2007 mit den
zwei Neu-Produktionen „Wie es Euch gefällt“ und „Höllenritt“ ein furioses, eindringliches, eindrucksvolles und
spektakuläres Theatererlebnis:
Wie es Euch gefällt
Der Stadl am Untermarkt war ebenso hinreißend
als Spielort (Bühnenbild Karl-Heinz Steck) für William
Shakespeares wundersame Komödie wie die Inszenierung von Markus Völlenklee, der die Rollen (wie zu
Shakespeares Zeit üblich) ausschließlich mit Männern
besetzte. Besonders kokett Sven Sorring als Rosalind
und Johannes Gabl als Celia, die in ihrer Frauenrolle
ebenso erfrischend komisch waren wie in ihrer Hosenrolle, auch Thomas Gassner (Gitti) und Tom Halder (Kathi) gingen in ihren Frauenrollen auf.
Höllischer Höllenritt
Die zweite Neuinszenierung war die deutschsprachige Erstaufführung von John B. Keanes „Höllenritt - Sharon‘s Grave“ in der Übersetzung von Felix
Mitterer. Die Geschichte um den hinterlistigen Krüppel
Dinzie (Edwin Hochmuth), der seinen Bruder Jack (Ernst
Schnöller) als Reitpferd benutzt und seine Tante Trassie
(Anja Pölzl) terrorisiert, um an ihr Erbe zu gelangen, ist
witzig, böse, gewalttätig, grotesk und auch verstörend
und wird unter Markus Plattners Regie auch so gespielt.
Wienerwald auf dem Schlossberg
Mit Ödön von Horváths bissigen und beklemmenden „Geschichten aus dem Wienerwald“ spielten
sich die Rattenberger (vom 29. Juni bis 6. August) in neue
Höhen, boten auf ihrem Schlossberg ein wahres Highlight des Kultursommers 2007. Die Produktion brauchte
keinesfalls große Vorbilder (wie etwa die Filme mit Hans
Moser und Helmut Qualtinger) zu scheuen. Rattenbergs
Marianne (Tanja Morak), Trafikantin Valerie (Claudia
Lugger) oder die Großmutter (Gottfriede Unterrader)
waren ebenso beeindruckend wie etwa Zauberkönig
Werner Klikova oder Tunichtgut Alfred (Heinz Auer) und
Fleischhauer Oskar (Alois Beck). Trotz Wetterpechs (die
Premiere und drei von den ersten acht Vorstellungen waren verregnet) wurden Manfred Schilds Inszenierung (er
ließ das Stück in den Wiener 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts) und die wunderbare Ensembleleistung vom
Publikum begeistert gewürdigt.
ten Arena der Klause) wurde Toni Knittels „Ritter Rüdiger“
im August zum Musicalhelden für die ganze Familie. In
dem 25-köpfigen Ensemble aus Profis (Günther Lieder
als Esel „Zacharias“), Laien und Debütanten spielten
auch drei Kinder des Autors und Komponisten Toni Knittel (Bluatschink) mit. Die Ritterrüstung stülpte sich Martin
Strele über, Regie führte Hubert Spiess. Das das
Musical rund um die Zeitreise eines Jugendlichen
ins Jahr 1357 ständig ausverkauft war, wird es 2008
wieder aufgenommen.
Theater in luftiger Höhe
Das neue „Theater ohne Bühne“ von Francesco
Cirolini startete im Sommer 2007 eine ungewöhnliche
Tirol-Tournee: Auf Sesselliften in 20 Tiroler Schigebieten
wurde Egon A. Prantls Stück „Gefangen“ aufgeführt. Es
handelt von einem Deutschen und einem Tiroler, die auf
einem Sessellift (und in Klischees) gefangen sind: NeoIntendant Cirolini spielte den zynischen Tiroler Touristiker
Karl und Johannes Nikolussi den Schwärmer Friedrich,
der in Tirol gerne einheimisch würde. Langfristig will das
„Theater ohne Bühne“ die Kulturszene und den Tourismus beleben, indem überall außer in einem Theater
oder auf einer Bühne gespielt werden soll.
Rebellin im Dirndlkleid
Die Freilichtbühne Elbigenalp setzte 2007 (Juni bis
August) Claudia Langs fünftes Stück „Die wahre Geierwally – die eisenfeste Nanno“ atmosphärisch stimmig in
Szene. Lang, seit 1993 Motor der Geierwally Freilichtbühne, zeichnet ein authentisches Bild der jungen und
mutigen Frau, die um ihren Lebenstraum, Kunstmalerin zu
werden, kämpft. Das spannende Stück zeigt die wichtigsten Ereignisse im Leben der Anna „Nanno“ Knittel in
schneller Folge, Regisseur Pepi Pittl inszenierte es temporeich und realistisch. So etwa sprachen die Darsteller
(sehr beeindruckend Simone Schottenhammel als Geierwally) wie es im Lechtal seit jeher üblich ist (was dem
regionsfremden Zuschauer manchmal hohe Konzentration abforderte).
Silvia Albrich: freie Autorin und Journalistin in Innsbruck; publiziert seit 1992 Porträts, Features, Dokumentationen, Reportagen, Kritiken und Glossen für Tages- und Wochenzeitungen,
Illustrierte, Fachzeitschriften und die Kulturberichte Tirol
Ritter Rüdiger
Auf Burg Ehrenberg bei Reutte (auf der überdach-
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Auf der Suche
nach Visionen,
Schätzen und dem
großen Glück
Inge Praxmarer
Neustart mit Folgen
Große Veränderungen in der Tiroler Museumslandschaft wurden im vergangenen Jahr vorgenommen. Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum mit drei
Häusern und sieben Sammlungen schloss sich mit dem
Tiroler Volkskunstmuseum, der Hofkirche, dem Tiroler
Kaiserschützenmuseum und dem Tiroler Volksliedarchiv
zur „Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft mbH“
zusammen, wodurch ein neuer Akzent in der Museumspolitik gesetzt wurde.
Mit der Geschäftsführung und der Leitung des
Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum wurde Dr.
Wolfgang Meighörner, seit 1991 Leiter des Zeppelin
Museums in Friedrichshafen, beauftragt. Unter 33 MitbewerberInnen aus Österreich, Italien, Deutschland und
der Schweiz ausgewählt, übernimmt er nun die Aufgabe diesen Komplex neu zu gestalten und zu steuern.
Seine Aufgabe wird es sein „... die neue Gesellschaft
mit attraktiven Ausstellungs- und Veranstaltungsprogrammen regional stärker und international neu zu positionieren und neue Zielgruppen an(zu)sprechen“. Wie diese
Neugestaltung, wie die „Visionen“ aussehen können,
wird derzeit ausgearbeitet. Die Konturen eines künftigen
Ausstellungsprogrammes sind bereits ersichtlich. Es wird
jährlich eine zentrale, groß angelegte und mit einer
längeren Laufzeit ausgestattete Sommerausstellung geben, 2008 stehen die Wilderer, 2009 Andreas Hofer
Schloss Bruck, „Spurensuche 3 - Teil III“
Foto: MSB, Oberwalder
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im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Verstärkt sollen die
Ausstellungen interdisziplinär angelegt sein.
Die jeweiligen Positionen von Betriebsgesellschaft
und Museumsverein wurden in einem Gesellschaftsvertrag geregelt. Mit der Übernahme der Leitung des
Ferdinandeums durch die Museumsbetriebsgesellschaft
änderte sich auch der Aufgabenbereich des Museumsvereins, welcher nach wie vor der Besitzer der Sammlungen und der Häuser ist. Laut Dipl.-Ing. Andreas Trentini, Vorstandvorsitzender des Museumsvereins, werden
die Erhaltung der Häuser, der Ausbau und die Pflege
der Sammlungen sowie die damit verbundene wissenschaftliche Arbeit, wie auch die Mitwirkung bei Betrieb
und Ausstellungsprojekten die Schwerpunkte der Vereinsarbeit darstellen. Über den Verein, dessen Aktivitäten sowie über die Ausstellungstätigkeit im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum berichtet seit vergangenem
Jahr ausführlich die neu konzipierte und gestaltete Zeitung „ferdinandea“.
Jedoch bevor das „neue Zeitalter“ in der 185jährigen Geschichte des TLMF einsetzt, gilt es einen Rückblick auf die Ausstellungstätigkeit sowohl des Ferdinandeums als auch des Zeughauses zu werfen. Zahlreich
waren die Ausstellungen und Veranstaltungen.
Zu Beginn des Jahres wurden archäologische
Streifzüge durch die Ur- und Frühgeschichte von Innsbruck unternommen. Im Sommer wurden Schmetterlinge
„gejagt“, eine interdisziplinäre Schau von ganz schön
flatterhaften Wesen. Auf welchen Bühnen, welche die
Welt bedeuten, der Tiroler Bühnenbildner Lois Egg zuhause war, zeigte eine Präsentation von Skizzen, Raummodellen und Fotos seines Werkes. Neue Bilder von
Arthur Salner, Ankäufe und Geschenke des Vereins aus
den Jahren 2001 bis 2006, Bücher und Hefte von Emil
Siemeister, „Rouge.Noir“ von Irene Dapunt, „Trickster“
von Thomas Feuerstein und Arbeiten von Vivienne Westwood und Dieter Fuchs macht die Bedeutung der zeitgenössischen Kunst deutlich. Im Herbst wurde die große
Schau „Die Kunst der Landwirtschaft“, eine Kooperation zwischen Landwirtschaftskammer Tirol und TLMF,
eröffnet. Vergangenheit und Gegenwart trafen hierbei
auf spannende Art und Weise aufeinander. Die Schau
zeigte wie vielfältig und vielgestaltig die Landwirtschaft
und mit diesem Thema verbundene Genres von dem
ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute ins „Bild“ zu
kommen vermögen. „Frühere Verhältnis“, welche die
Zeit zwischen 1800 und 1900 malerisch dokumentieren, waren Thema der gleichnamigen Ausstellung.
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Im Zeughaus stand zunächst das Edelweiß und
dessen Mythos im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit,
dann die Welt der Automaten. Zu den frühesten „sich
selbst bewegenden Maschinen“ zählte ein Automat,
der gegen Geld Weihwasser ausgab, den Heron von
Alexandria im 1.Jh.n.Chr. beschrieb, zu den jüngsten die
Glückspielautomaten.
Das in die Betriebsgesellschaft eingegliederte
„Tiroler Volkskunstmuseum“ schloss aufgrund von Umbaumaßnahmen mit Ende des Jahres seine Pforten, die
erst wieder am 18. Mai 2009 aufgehen werden.
Das Land Tirol beabsichtigt weiters ein Museumsund Ausstellungsgebäude am Bergisel zu errichten,
welches das Riesenrundgemälde aufnehmen und zum
Haus der Geschichte Tirols werden soll. Zur Realisierung kommt das Wettbewerbsprojekt des Innsbrucker
Architektenteams „stoll.wagner“, am inhaltlichen Konzept wird derzeit heftig gefeilt.
Auf Obdachsuche
Nachdem es keine Möglichkeit mehr gab das
„Alpenverein-Museum“ im eigenen Haus weiter zu
führen, begab es sich auf die Suche nach einer neuen
Präsentationsmöglichkeit. Sie wurde nun für die nächsten fünf Jahre in der Kaiserlichen Hofburg gefunden,
in Räumen, die neu für Ausstellungen adaptiert wurden.
In einer repräsentativen Präsentation werden die Berge
als „eine unverständliche Leidenschaft“ zur Darstellung
gebracht, von „arge gillmann schnegg“ aus Basel gestaltet.
Gleich eingangs beeindrucken großformatige
Bergdarstellungen, u.a. von Edward Theodore Compton.
Unter sie mischen sich Fotos, die u.a. Romantisches,
Malerisches und nicht zuletzt „ungeheuer“ Männliches zum Ausdruck bringen, wie überhaupt der Berg
eine männliche Angelegenheit zu sein scheint. Wie
einfallsreich der Umgang mit Gebrauchsgegenständen ist, die das Leben auf den Bergtouren erleichtern
sollten, veranschaulichen weitere Exponate. Zum Thema
wurden die Farbe der Berge und deren Duft gemacht. Die
Leidenschaft ließ die Alpen erobern, zum einen erklimmen, mit allen Mitteln bezwingen zum anderen vermessen, ihrer Natur auf den Grund zu gehen. Der Weg
durch die Ausstellung, der ein unterhaltsamer und aufschlussreicher ist, führt die BesucherInnen langsam nach
oben, auf den Gipfel, von wo der Abstieg bzw. die
BLITZLICHTER
Abfahrt erfolgt. Schließlich berichten InterviewpartnerInnen von ihrer Bergsteigerphilosophie.
Auf der Suche nach dem Glück
Museum Kitzbühel, „Eduard Thöny“
(Simplicissimus 1903), Foto: Museum Kitzbühel
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
„Kunst der Landwirtschaft“
(Julia Bornefeld, ohne Titel, 1995),
Foto: Galerie E. & K. Thoman /@ VBK Wien 2007
Auf der Suche nach dem Glück begab sich das
„Museum Schloss Landeck“. Es wurde umgebaut, neu
konzipiert und gestaltet. Als große Überschrift wurde die
Migration gewählt, ein Thema das die Region vor allem
im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert bestimmt hat.
So wanderten zum Beispiel durch den Bau des Arlbergtunnels Italiener zu, hingegen Bauern aufgrund des zu
geringen Auskommens aus der Landwirtschaft ab, ihre
Reise ging bis nach Amerika. Stets gab es auch saisonale Bewegungen, heimische Baumeister fanden ihre
Auftraggeber in Ostösterreich oder Kinder wurden zur
Arbeit nach Schwaben geschickt.
In den beiden Stockwerken finden die Themenschwerpunkte, welche die Definition der Begriffe „Heimat und Zuhause“ und die „Migrationsbewegungen“
darstellen, Platz. Die verschiedenen Exponate, aus Kunst
und Alltagskultur, sowie Biografien von BewohnerInnen
der Region erzählen vom harten Leben in früheren
Zeiten. Durch die Ausstellung führen Spielkarten als
Metaphern für Glück. Sie stammen aus dem 1460
entstandenen Kartenspiel, dem ältesten im deutschsprachigen Raum. Es gehört zu den bedeutendsten
Exponaten des Museums Schloss Landeck.
An die Wand geschrieben
Rabalderhaus Schwaz, Sippenaltar,
Familienstiftung Schloss Tratzberg,
Foto: Rabalderhaus
Museum Schloss Landeck, Das Drahndl „vom Glück oder Unglück im Leben“,
In Fiss wird ein neues Museum, das „Dorfmuseum
s’Paules und s’Seppls Haus“ eingerichtet, wobei bereits
jetzt Führungen den Bauabschnitten entsprechend erfolgen. Das Bauernhaus stammt aus dem 14. Jahrhundert
und ist das älteste Gebäude des Ortes. Es wurde bereits 1996 renoviert und war in den Sommermonaten
zum wöchentlich Brotbacken geöffnet. Nun soll ein
Dorfmuseum entstehen, in dem der Wandel der Zeit
dokumentiert wird, wie sie Landschaft, Menschen und
Wirtschaftsformen zum Ausdruck bringen.
Was jedoch das Haus besonders interessant
macht, ist ein ehemaliger Mitbewohner, ist Isidor Pale
(1886-1967). Der Totengräber und Nachtwächter hat
stets sein Handeln und seine Gedanken mit akribischer
Manier schriftlich festgehalten. Er beschrieb nicht nur
Foto: Kurt Härting
23
Papier, Hefte, sondern auch die Wände seiner Kammer,
die Haustüre, die Fassade des Hauses, den Stadel des
Nachbars und so manch‘ andere Orte des Dorfes. Sein
Kommunikationsbedürfnis weitete er auch auf Totenschädel aus, die er mit nach Hause nahm. Das Leben
dieses besonderen Menschen und speziell sein Werk,
im Sinne der Art brut, soll jetzt erforscht werden.
In Bewegung
Auf Trapp hielt das „Museum im Grünen Haus“
in Reutte seine BesucherInnen. Es zeigte u.a. Bilder
der deutschen Fotografin Lala Aufsberg (1907-1976),
die ihre Bildvorlagen nicht nur in Ägypten, Indien und
Thailand fand, sondern auch im Außerfern, wo sie die
Bergmassive und die Dörfer ablichtete. Diese Ausstellung wanderte nach Sonthofen und Oberstdorf, wo die
Fotografin tätig war, an das Frauenmseum in Hittisau,
das Allgäu-Museum in Kempten und in die Museen in
Immenstadt und Illerbeuren weiter.
In Bewegung hielt die MuseumsbesucherInnen
auch die folgende Aktivität des Grünen Hauses. Zum
Gedenken an den vor 250 Jahren in Füssen verstorbenen Bildhauer Anton Sturm wurde ein Ausstellungsprojekt erarbeitet, das an verschiedenen Orten stattfand.
Im Museum im Grünen Haus wurde auf Leben und Stil
des viel beschäftigten Barockbildhauers verwiesen.
Mittels eines Begleitheftes konnten sich dann die BesucherInnen in vier Kirchen seine Werke vor Ort
anschauen. Ergänzend wurden Fahrten unternommen
sowie Fachleute zu Vorträgen eingeladen
Zugereiste
Eduard Thöny (1866-1950) war des öfteren Gast
in Kitzbühel und im vergangenen Jahr auch im „Museum
Kitzbühel“. Der bekannte Zeichner, welcher im „Simplicissimus“ die Gesellschaft Preußens, des wilhelminischen
Kaiserreiches mit spitzer Feder karikierte, beobachtete
auch mit beißendem Spott das mondäne Leben des
Wintersportortes. Dies zeigten die ausgestellten Blätter
aus dem in Privatbesitz befindlichen Nachlass. Die Ausstellung machte es möglich einen sonst versperrten Blick
darauf zu werfen.
Zum Ende des Jahres 2007 startete das Museum
Kitzbühel eine Schau von Werken der Künstlerfamilie
24
Faistenberger, die über vier Generationen sowohl im
17. als auch im 18. Jahrhundert als Maler, Bildhauer
und Goldschmiede tätig waren. Von Kitzbühel ausgehend zogen sie nach Salzburg, München, Wien,
Stuttgart und Prag. Mit in Kitzbühel befindlichen Werken, aber vor allem mit Leihgaben unter anderem aus
dem Tiroler Landesmuseum, Belvedere, Haus-, Hof- und
Staatsarchiv und dem Stift Michaelbeuern konnte ein
beeindruckendes Bild der Barockkunst, sowohl aus dem
sakralen, als auch aus dem profanen Bereich vermittelt
werden. Unter den Exponaten befanden sich auch wichtige Werke des bereits von seinen Zeitgenossen hoch
geschätzten Landschaftsmaler Anton Faistenberger.
Museum und Ausstellung machen klar, dass Kitzbühel
nicht nur als Sportstadt, sondern auch als barockes
Kunstzentrum Tirols wahrgenommen werden muss.
Aufgrund der Vielfalt der in den Tiroler Museen gezeigten Ausstellungen, das gilt auch für das Museum
Kitzbühel, können nur einzelne Aktivitäten stellvertretend
herausgegriffen werden.
Zum Sehen und zum Hören
Im Augustinermuseum in Rattenberg gibt es stets
Kostbares zu sehen, aber auch zu hören. Im vergangenen Jahr wurden zum einen Glasarbeiten und Bilder
von Willi Bernhard sowie Zeichnungen und Weltabformungen von Marco Szedenik gezeigt, zum anderen in kleinen, aber feinen Konzerten wurden Werke
von Vivaldi, Mozart und Bach bis zu Astor Piazzolla,
Heitor Villa-Lobos und Florian Bramböck im Kreuzgang
des Klosters zur Aufführung gebracht.
Auf Schatzsuche
Auf Schatzsuche begab sich 2007 das „Museum
Kunst in Schwaz“. Nach der Präsentation von Arbeiten
auf Papier des bekannten österreichischen Künstlers
Hans Staudacher, stand 2007 ganz im Zeichen des
Franziskanerklosters Schwaz, das vor 500 Jahren gegründet wurde. Sonst verborgene, für die Öffentlichkeit
nicht zugängliche Schätze wurden für kurze Zeit ans Licht
gebracht. Dazu zählte der illuminierte Stiftungsbrief von
1507, und vor allem der Sippenaltar aus spätgotischer
Zeit, ursprünglich für die Franziskanerkirche gemacht,
heute auf Schloss Tratzberg aufbewahrt. Beispiele vom
Barock bis zur Gegenwart zeigten das Kunstinteresse
der Mönche.
Ein weiterer Ausstellungsabschnitt präsentierte im
„Museum Kunst in Schwaz“, kostbarste Handschriften
und Bücher aus den Beständen der Klosterbibliothek,
darunter das Fragment einer Parzival-Handschrift. Weihnachtsdarstellungen ebenfalls aus dem Franziskanerkloster Schwaz beendeten das Ausstellungsjahr.
Aguntum erhielt 2007 für das Atriumhaus, ein besonders kostbarer Schatzfund, einen Schutzbau, um das
größte Wohngebäude der römischen Stadt, des einzigen in Tirol, zu erhalten. Die Planung oblag den Architekten Thomas Moser und Werner Kleon, die bereits für
den Museumsbau verantwortlich zeichnen. Der Schutzbau soll das Raumgefühl des originalen römischen Atriumhauses, seine Proportionen und Lichtführung, für die
BesucherInnen nachempfinden machen ohne eine Imitation anzustreben.
Randlage im Wandel
Auf Spurensuche begab sich das „Museum der
Stadt Lienz auf Schloss Bruck“. In drei Ausstellungen
wurde die Geschichte der Region erforscht. Mit der
Ausstellung „Spurensuche3 - Teil III“, welche die Zeitspanne von 1850 bis zur Gegenwart umfasste, erfolgte
im vergangenen Jahr der Abschluss. Der Bergfried des
Schlosses wurde zum Turm der Erinnerung, wo ganz
persönliche Objekte sowie die damit verbundenen Erinnerung von OsttirolerInnen hinterlassen wurden.
Gefeiert und geehrt
Nationale und internationale Anerkennung fanden
einige Tiroler Museen im Jahr 2007. Das Alpinarium
Galtür wurde vom „European Museum Forum“ (EMF),
dessen Sitz sich in Straßburg befindet, geehrt. Es erhielt
den sechsten Platz im Ranking der besonders „kreativen
und unternehmerisch arbeitenden Museen“. Als herausragend wurde zum einen sein Beitrag zur Bewältigung
einer Katastrophe, zum anderen die inhaltliche sowie
gestalterische Ausrichtung bezeichnet.
Das Österreichische Museumsgütesiegel wurde
vom Internationalen Museumsrat ICOM feierlich beim
österreichischen Museumstag in der Neuen Residenz in
Salzburg an fünf Tiroler Museen vergeben: an das Haus
der Fasnacht in Imst, Museum Rablhaus in Weerberg,
Notburga Museum in Eben, Museum Kitzbühel und Fasnacht- und Heimatmuseum Telfs.
Mit einer besonderen Urkunde geehrt, dem Tiroler
Museumspreis, wurde 2007 das Notburga Museum
Eben am Achensee ausgezeichnet. Im Gedenken an
Notburga, die einzige weibliche Tiroler Heilige, wurde
im barocken Messnerhaus ein Museum eingerichtet.
Dieses liegt direkt neben der Wallfahrtskirche, wo
sie der Legende nach bestattet ist. Exponate vor allem
barocker Kunst, Archivalien, Bücher, Prozessionsgegenstände und Objekte der Volksfrömmigkeit dokumentieren
die Biografie, aber auch die Verehrung der Heiligen, als
Helferin für die Armen, Behinderten und Kranken.
Neben dem Museumspreis erging ein Anerkennunspreis an das Telfer Noaflhaus und ein Projektpreis an
das Museum Schloss Landeck, aufgrund seiner Aktion
„trotz Umbau geöffnet“.
Eingangs wurden größere Umgestaltungen in der
Tiroler Museumslandschaft angesprochen. Veränderungen sollen auch den Museumspreis betreffen, wie in
einem im Herbst stattgefundenen Museumsgespräch, zu
dem die Kulturabteilung des Landes in das Volkskunstmuseum eingeladen hat, aufgezeigt wurde. Dieser soll
in Zukunft in einen Projektpreis umgewandelt werden,
um die Möglichkeit der Beteiligung zu erweitern, da
auch Museen, die bereits einen Preis erhalten haben,
sich dafür bewerben können. Der Projektpreis soll für besondere Leistungen und Ideen im Bereich des Museumswesens vergeben werden. Projekte, sie müssen zeitlich
und inhaltlich begrenzt bzw. definierbar sein, können
dabei thematisch sowohl individuelle, spezifische als
auch allgemeine Fragestellungen zum Thema haben.
Entscheidend sind dabei nicht Umfang oder Größe
des Projektes, sondern Originalität und Qualität. Hinzu
kommt, dass die Museen für den Projektpreis sich wiederholt bewerben können und er kann auch mehrmals an
den gleichen Bewerber/Museum verliehen werden.
Dr. Inge Praxmarer: freie Kunsthistorikerin; Mitarbeiterin
des Tiroler Kunstkatasters, der Österreichischen Kunsttopographie, verschiedener Museen und Ausstellungsräume; Ausstellungskuratorin; Erstellung von Museumskonzepten
25
26
Festivals, Projekte und
andere Ausstellungshighlights in Tirol 2007
Cornelia Reinisch
D
ie nur alle fünf Jahre stattfindende Kasseler
Documenta, die internationale Bildhauer-Schau
skulptur projekte münster 07, die 52. Kunst Biennale in
Venedig, etablierte und neue Kunstmessen, wie etwa die
Art Basel, sowie unzählige Ausstellungen machten das
Jahr 2007 besonders im Bereich zeitgenössischer Kunst
zu einem wahren Kunstjahr. Über bereits Bekanntes aber
auch Neues und Irritierendes wurde gestaunt und diskutiert. Auch in Tirol erwarteten die BesucherInnen zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen in öffentlichen
und privaten Galerien und Institutionen. Mit Herbert
Brandl war der österreichische Vertreter auf der Biennale in Venedig in Innsbruck zu sehen, Arbeiten von Lois
und Franziska Weinberger wurden gezeigt, die Kunst
des Alterns stand in einer Ausstellung im Mittelpunkt, ein
„transfair“ der besonderen Art sorgte für Aufsehen, und
das Thema Grenze wurde erörtert. Ergänzend zum Ausstellungsprogramm wurden in vielen Galerien und Kunstinstitutionen Besucherführungen angeboten, und neben
dem Kunstkonsum luden Vorträge, Diskussionen und
Symposien ein, am aktuellen Kunstdiskurs teilzunehmen.
Zur Auseinandersetzung und Rezeption von zeitgenössischen Kunstschaffens trugen besonders die zwei im
Sommer stattgefundenen Kunstfestivals, „Verbale“ und
„Fresh Trips“ bei. Die Highlights des Ausstellungsjahres
2007 stehen im Mittelpunkt dieser Rückschau.
Anlässlich des sechzigsten Geburtstages von Lois
Weinberger wurden 2007 Ausstellungen dem international renommierten Künstlerpaar Lois und Franziska
Weinberger gewidmet. Die Sommerausstellung „lois
und franziska Weinberger: Feldarbeit. PICK UP AREAS
1989 - 2007“ im aut. architektur tirol verstand sich nicht
als klassische Kunstausstellung, sondern als eine Darstellung der Arbeitsweise der Künstler, die von ihnen
Lois und Franziska Weinberger:
feldarbeit PICK UP AREAS, 1989-2007
Foto: aut. architektur und tirol
27
speziell für die Räume im ehemaligen Adambräugebäude am Lois-Welzenbacher Platz konzipiert wurde.
In diesem Zusammenhang wurde erstmals auch eine
der vier großen Öffnungen, die ursprünglich die Sudkessel aufnahmen und mit Holzbohlen geschlossen
wurden, wieder geöffnet und der konkrete Ort räumlich
neu erfahrbar gemacht. Die RLB Kunstbrücke zeigte im
Herbst die Ausstellung „Lois & Franziska Weinberger.
Feldarbeit“. Im Mittelpunkt standen Arbeiten auf Papier,
die seit Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert im
Werk der Künstler einnehmen und denen erstmals eine
umfassende Schau mit knapp 100 Zeichnungen gewidmet wurde. Neueste Zeichnungen, Konzepte, Skizzen und Texte waren auf der Kunstbrücke zu sehen. In
Zusammenarbeit mit dieser Schau würdigte das letzte
gezeigte Projekt in dem 1981 eröffneten Ausstellungsraum des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität
Innsbruck das Werk des Künstlerduos. Frühe Arbeiten,
bislang weder aufgearbeitet noch rezipiert, wurden den
BesucherInnen vorgestellt. Die Natur und ihre Prozesse
sind zentrale Themen von Lois und Franziska Weinberger, die mit ihren Werken zu den wichtigsten Positionen
im aktuellen Kunstbetrieb zählen. Wie Christoph Bertsch
im Ausstellungstext schreibt, charakterisieren die Ideen
des Peripheren, des Nomadentums, der Migranten, die
Arbeit an sozialen Gärten, die Frage von Ordnung und
Unordnung, sei es im Pflanzenbereich oder in sozialen
Systemen, an Veränderungspotentialen und Randzonen
der Wahrnehmung, wichtige Teile ihres umfangreichen
Œuvres.
Grenze
Drei Ausstellungen kreisten um ein im aktuellen
gesellschaftlichen Diskurs vieldiskutiertes und im zeitgenössischen Kunstgeschehen sehr präsentes Thema:
„Grenze“. Titel und gleichsam Motto für das Ausstellungsprojekt in der Galerie im Taxispalais diente ein Satz der
bosnischen Künstlerin Šelja Kamerić, der mit seiner zwiespältigen Rhetorik die realen Verhältnisse anspricht und
zugleich auch den Wunsch, diese zu überwinden: „There
is no border. There is no border, there is no border,
there is no border, no border, no border, no border,
I wish“. 24 KünstlerInnen, darunter Mona Hatoum,
Narda Alvarado, Olive Green, Tanja Ostoji ć und Eva
Schlegel, beschäftigten sich mit verschiedenen Aspekten und künstlerischen Zugängen, mit konkreten und
28
materiellen als auch mit imaginären und mentalen
Grenzen. Das Ausstellungsprojekt kreiste um die Themen
Ausgrenzung und Migration mit einigen Arbeiten zu
politischen Grenzen. Im Rahmen der Ausstellung war
Artur Żmijewski‘s Film über die Wiederholung des berühmten Stanford Prison Experiment („Repetition“, 2005)
im Innsbrucker Cinematograph zu sehen, der schon
2005 im polnischen Pavillon auf der Biennale von Venedig gezeigt wurde.
Fast zeitgleich, aber unabhängig von der Schau
in der Galerie im Taxispalais, wurde die von Ingeborg
Erhart kuratierte Ausstellung „exklusiv“ im Kunstpavillon
eröffnet. Arbeiten von Emanuel Danesch, diekönigin,
www.holy-damn-it.org, Niki Passath, PRIVAT/Ute Neuber und Deborah Sengl waren zu sehen. In Emanuel
Danesch‘s Film über „gated communities“, den er im
Rahmen seines Projekts livesafelyineurope.com gedreht
hat, werden sichtbare und unsichtbare Arten von Abgrenzung auf mehreren Ebenen behandelt. Die BesucherInnen konnten eine Art von Ausgrenzung bei der
Ausstellungseröffnung hautnah erleben: Erst nach dem
passieren des Security-Checks am Eingang zum Kunstpavillon, sichtbar gemacht durch ein Kontrollarmband,
war die Vernissage für sie zugänglich. „Von Wegen
und Säumen“ war der Titel einer außergewöhnlichen
Performance von PRIVAT/Ute Neuber im Rahmen der
Premierentage 2007. Zu ihrem in der Ausstellung gezeigten raumgreifenden „Doku-Rock“ lud sie zu einem
performativen Vortrag im gruppendynamischen Stehmöbel von und zu 9m Umfang ein. Dabei wurden neun
Meter Kreisumfang in Bezug zum eigenen Körper und
zum umgebenden Raum thematisiert.
Die dritte Ausstellung zum Thema „Grenze“ war
ebenfalls im Kunstpavillon zu sehen. Unter dem Titel
„Grenzziehungen?“ wurden in dieser Ausstellung von
Mitgliedern des Vereins Tiroler Künstlerschaft, politische
und soziale Stellungnahmen, Kartografie, Gesellschaftskritik, Tod, das Durchbrechen der Körpergrenze und das
Ausloten der persönlichen Leistungsfähigkeit behandelt.
Eine Prise Fernost
Nicht nur in Wien im Museum für Moderne Kunst
Stiftung Ludwig („China - Facing Reality“) und in Klosterneuburg im Essl Museum („China Now“), sondern auch
in Tirol wehte 2007 „Eine Prise China“. So auch der
gleichnamige Titel der Ausstellung von Martina Tscherni
im Foyer der Innsbrucker Kommunalbetriebe IKB in
Innsbruck. Schon seit 2001 werden in diesem Rahmen
vor allem Tiroler Künstler präsentiert. Die Künstlerin präsentierte in dieser Schau be- und verarbeite Fundstücke
von Eindrücken ihrer Reise nach China, in deren Zentrum
ihr Selbstportrait mit der Ming-Krone stand.
Auch in Maria Peters Ausstellung in der Stadtturmgalerie stand der ferne Osten im Mittelpunkt. Der
Titel „Winterkrieg in Tibet. Ich und die Anderen.“ wurde von Büchern von Friedrich Dürenmatt und des USamerikanischen Schriftstellers Matt Ruff inspiriert. In
einer drei Tage dauernden Schreibperformance entstand ein Raumtext, der zusammen mit den speziell für
den Ausstellungsraum konzipierten Thankas (Rollbildern)
die Galerie in eine Art begehbares Buch verwandelte.
Das Format der Thankas lernte die Künstlerin auf ihren
Reisen nach Nepal kennen, die aus der Alltags- und
Festtagskultur des indischen Raumes nicht wegzudenken
sind.
Indien war nicht nur mit Bollywoodfilmen in Tirol
präsent, sondern auch mit aktueller Kunst. In der Ausstellung „Polyphonies - zeitgenössische Kunst aus Indien“
zeigte die Kunsthalle Hosp in Nassereith zehn Künstler
des Subkontinents. Die Auswahl der Arbeiten, mit der
unterschiedlichen Herkunft der Kunstschaffenden verdeutlichte die kulturelle Vielfalt Indiens. Diese vielfältige
und kontrastreiche Kultur wurde auch in einer Art Winterfestival in den Swarovski Kristallwelten gezeigt. Mit dem
Titel „Indien zu Gast im Riesen“ wurde indische Kunst,
Musik und Filmkultur in den Kristallwelten vorgestellt.
Sammeln
Im Unterschied zu Museen haben nur einige wenige Galerien eine eigene Sammlung, und damit hängt
die Ausstellungstätigkeit häufig von Leihgebern ab.
Eine der wenigen Ausstellungstätigen mit einer eigenen Sammlung ist die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG.
Schon seit den 1960iger Jahren wurde gesammelt und
eine kleine Auswahl war im Winter im RLB Atelier in Lienz
mit dem Titel „Von Anton Christian bis Josef Prantstetter Aus der Sammlung der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG“
zu sehen. Neben den schon im Titel erwähnten Künstlern waren auch Arbeiten von Oswald Haller, Leander
Kaiser und Elmar Peintner in der Ausstellung zu sehen,
die die Breite der Sammlung dokumentierte.
Nicht nur eine eigene Sammlung wurde in den
Häusern der RLB präsentiert, sondern mit „Schätze
bilden - Meisterwerke des 20. Jahrhunderts aus der
Gemäldesammlung der Kunsthalle zu Kiel“ auch eine
geliehene. Die erste Ausstellung der RLB Kunstbrücke
im Jahr 2007 zeigte eine Auswahl von insgesamt 29
Werken von 22 Künstlern. Beginnend mit Werken des
ausgehenden 19. Jahrhunderts spannte sich der Bogen
über den Impressionismus und den Expressionismus der
Künstlervereinigung „Die Brücke“ bis hin zu den zentralen deutschen Malern der Nachkriegszeit.
Eine Sammlung ganz anderer Art war im Herbst
im Innsbrucker Kunstraum ausgestellt. Mit „Soufflé, eine
Massenausstellung“ versammelte der österreichische
Künstler Franz West rund 70 Künstler im Ausstellungsraum. International hochkarätige Künstlernamen, wie
John Bock, Dan Flavin, Carsten Höller, Jeff Koons und
Michelangelo Pistolletto, um nur einige zu nennen, aber
auch junge, noch unbekannte Künstler, waren mit Arbeiten vertreten. Das Konzept war „... eine unkuratierte
ausstellung mit ,künstlerfreunden‘ ...“ zu zeigen, mit denen Franz West Arbeiten getauscht hat, die er sammelt
bzw. schätzt. Dementsprechend vielfältig war das Spektrum der Ausdrucksmittel und Herangehensweisen des
gezeigten Kunstschaffens.
Für Sammler und jene die es noch werden wollen
bietet die Art Innsbruck ein breites Kunstkonsumspektrum.
Seit 2006 soll das auf der Innsbrucker Kunstmesse angebotene Seminar für Kunstsammler den Einstieg erleichtern. In den Sonderschauen 2007 waren eine Personale des Schweizer Malers Josef Ebnöther zu sehen und
eine Ausstellung mit dem Titel „Von der schöpferischen
Aktion in sich selbst zur Systematisierung der Konfusion“.
In der Koje „Junge Kunst aus Tirol“ von Stadt Innsbruck/
Land Tirol wurde das Projekt „BYPASS/image research“
der Plattform kunst~öffentlichkeit vorgestellt.
Pop und Art
Im Frühjahr 2007 wurde in der Galerie Rhomberg mit einer Ausstellung des 20. Todestages des
großen amerikanischen Pop-Art Künstlers Andy Warhol
gedacht. In der Schau waren Kinderzeichnungen
aus den 50iger Jahren des 20. Jahrhunderts, Polaroids aus den Jahren 1976–1986 zu sehen und
Unikate, die als Vorlage zu seinen Bildern gedient
haben. Generationen von Künstlern wurden und werden durch die Techniken und Herangehensweisen
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der Pop-Art beeinflusst, wie einige Ausstellungen in
Tirol des letzten Jahres eindrucksvoll beweisen. Unübersehbar sind diese Einflüsse bei den Arbeiten des
Bielefelder Malers und Bildhauers Heiner Meyer. Mit
seiner Bilderserie „Reloaded“ war er in der 2006 neu
eröffneten Galerie Ranalter erstmals in Innsbruck zu
sehen. Heiner Meyer zitiert Hollywood-Ikonen wie
Marilyn Monroe und Humphrey Bogart nicht nur als
bloße Abbildung. Vielmehr verschleiert und verfremdet er sie, er codiert sie um und belebt sie im selben
Moment mit neuen Zusammenhängen - Pop-Art, die auf
abstrakten Expressionismus trifft.
Auch für den in Innsbruck geborenen und international renommierten Künstler Peter Kogler war Andy
Warhol ein frühes Vorbild. Zu sehen waren Koglers
Exponate in den Herbstausstellungen der Galerie
Widauer und der Galerie Rhomberg. Seine Arbeiten
lassen sich weitestgehend im Bereich der Intermedialität festmachen. Peter Kogler gestaltet mit Hilfe des
Computers seine eigene Zeichensprache, die er für die
jeweilige Umgebung adaptiert und zu raumgreifenden
Installationen zusammensetzt. Die Galerieräume wurden mit Koglers bekannten Motiven wie Ratten, Ameisen
und Röhrensystemen inszeniert.
Malerei
Trotz der unterschiedlichen neuen und alten Medien,
die Künstlern zur Verfügung stehen, ist die Malerei
weiterhin fest im Ausstellungsgeschehen verankert.
Mit Herbert Brandl war der österreichische Vertreter
auf der Biennale von Venedig auch in Innsbruck in der
Galerie Elisabeth & Klaus Thomann zu sehen. Der neu
entstandene Zyklus aus Auen, Wasser und Landschaften
knüpfte fast nahtlos an die Biennale-Bilder an - fulminant
entfalten sich auch hier die Farb- und Lichträume, zeigt
sich die Natur in ihrer assoziativ aufgeladenen Form.
In zwei Ausstellungen wurden Arbeiten des deutschen
Malers Norbert Schwontkowski in Tirol gezeigt. Karin
Pernegger präsentierte unter dem Titel „Wir in dieser
Drecksbrühe“ erstmals Arbeiten des Künstlers in der
Stadtgalerie in Schwaz. Ab September war der Maler
in der Schau „Dolores“ in der Galerie Elisabeth & Klaus
Thomann zu Gast. Erd- und Rottöne bestimmen das
Colorit der Bilder von Norbert Schwontkowski, der mit
minimalen Mitteln seine Bildräume erzählerisch auflädt.
Expressive, gegenständliche Gemälde in kräftigen
30
Farben sind für Christian Ludwig Attersee charakteristisch, das stellte die Ausstellung „Dotterflucht“ mit Bildern
von 2002 bis 2007 im Frühjahr in der Reither Galerie
Schmidt unter Beweis.
In der Galerie Kugler war der deutsche Maler und
Bildhauer Bara nach einer Gruppenausstellung im Jahr
zuvor 2007 mit einer Einzelausstellung vertreten. Im Mittelpunkt standen zwei neue Werkgruppen-Serien von
kopfähnlichen und abstrakten Malformen.
Der Salzburger Künstler Jakob Gasteiger war im
Herbst in Hall in der Galerie Engl. Das wichtigste Material für ihn ist Farbe. In einer wiederholten Tätigkeit wird
Farbe mit einem kammartigen Kartonwerkzeug aufgetragen und strukturiert, bis nur noch schmale Grate übrig
bleiben.
Fotografie
Internationale und regionale Tendenzen der Fotokunst konnten 2007 in einigen Ausstellungen in Tirol
ausgelotet werden. Der deutsche Fotograf Michael
Reisch zeigte in der Ausstellung „Landschaftsbilder“ im
Fotoforum West großformatige Landschaftspanoramen.
Der ehemalige Student von Prof. Bernd Becher an der
Kunstakademie in Düsseldorf arbeitet mit realen Landschaften, die er mit einer Großbildkamera aufnimmt und
am Computer bearbeitet. Keine realen Landschaften
sondern vielmehr skulptural konzipierte Bilder sind charakteristisch für seine Arbeiten.
Für die Schau „Tiroler Industrie in zeitgenössischer
Fotografie“ im FO.KU.S Foto Kunst Stadtforum der BTV
wurden sieben internationale Fotografinnen und Fotografen von der Industriellenvereinigung Tirol beauftragt
in verschiedensten Betrieben in Tirol zu recherchieren
und ihre Sicht der Tiroler Industrie ins Bild zu setzen.
Die fotografischen Arbeiten von Mona Breede, Miklos
Gaál & Otto Karvonen, Robin Merkisch, Walter Niedermayr, Timm Rautert und Florian Schwinge gewährten
interessante Einblicke in die Tiroler Industrie.
Michael Strasser, der in Innsbruck geborene Künstler und Absolvent der Fotografie-Klasse der Universität
für angewandte Kunst Wien (Prof. Gabriele Rothemann),
war im Februar erstmals mit einer Einzelausstellung in
Tirol zu Gast. Unter dem Titel „A Minor Revival“ waren
fotografische Arbeiten aus der gleichnamigen Serie in
der Galerie im Andechshof zu sehen.
In „Different Perspective“ wurden im Kunst-Werk-
BLITZLICHTER
Raum Mesnerhaus in Mieming eine Auswahl verschiedener Werkgruppen der Fotografin Cornelia Kaufmann
gezeigt.
Festivals und Projekte
Narda Alvarado, Olive Green, 2003.
Heath Bunting, BorderXing between
Hungary (Körmend) and Austria (Güssing),
Galerie im Taxispalais, Foto: Patricio Crooker
Herbert Brandl, Ohne Titel, 2007, Öl
auf Leinwand, 200 x 300 cm, Courtesy
Foto: Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck
projekt „transfair“,
Foto: plattform kunst~öffentlichkeit
Mónica Jacobo: Binary Space Partition,
Installation 2007, Foto: Künstlerhaus
Kunstfestivals laden im Besonderen dazu ein, am
aktuellen Kunstdiskurs rund um Präsentation und Rezeption teilzunehmen.
Im Hochsommer lud Herbert Fuchs zur „Verbale“,
einem viertägigem Treffen für Künstler, Literaten, Philosophen und Publikum. Filme, Konzerte und Ausstellungseröffnungen standen am Programm des „Kunstfestivals“.
Daran beteiligt waren das Kulturgasthaus Bierstindl, der
Kunstraum Innsbruck, das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum und der von Herbert Fuchs neu eröffnete
Kunstraum KREIS 55 (Fürstenweg 55). Herbert Fuchs
versuchte damit einen Neustart seines in den Achtzigerund Neunzigerjahren (1987 - 1998) so erfolgreichen
Kunstraums in der Amraserstraße – der Kreis wurde leider nach fünf Monaten wieder geschlossen.
Das Kunst-Sommerfestival „Fresh Trips-Festival of
Contemporary Art Aspects“ im Kunstraum Innsbruck,
gemeinsam mit medien.kunst.tirol, widmete sich dem
Crossover innerhalb der Kunstproduktion. Zahlreiche
Performances, Djs und Konzerte waren in dem dreiteiligen Festival zu erleben, das die unterschiedlichsten
Möglichkeiten eines spielerischen Experimentierens mit
allen zur Verfügung stehenden Mitteln aufzeigte. Mit
der von Ulrich Wulff organisierten Ausstellung „Niveaualarm“ wurde ein ganzer Bus voll von Berliner Kunstschaffenden nach Innsbruck transportiert.
Ein Transport ganz anderer Art stand im Mittelpunkt
des temporären Kunstprojektes „transfair“ der Gruppe
„plattform kunst~öffentlichkeit“ (Andrea Baumann,
Christopher Grüner, Michaela Niederkircher, Robert
Pfurtscheller, Christine S. Prantauer, Jeannot Schwartz).
Das von der Gemeinde Vals eingereichte Projekt ist als
eines von drei Siegerprojekten des vom Land Tirol ausgeschriebenen Wettbewerbes „Kunst im öffentlichen
Raum“ im Herbst 2007 verwirklicht worden. Eine der
2.738 Schindeln des Goldenen Dachls wurde temporär durch eine Lärchenschindel eines Valser Stadels ersetzt. Im Gegenzug erhielt dieser Stadel eine Schindel
des Goldenen Dachls, die leider gestohlen wurde.
Die Projekte und Veranstaltungen der StipendiatInnen des internationalen Fellowship-Programms für
Büchsenhausen
31
visuelle Künste und neue Medien im Künstlerhaus
Büchsenhausen ermöglichten theoretische Reflexionen
und regten zum Informationsaustausch und Diskurs an.
Die argentinische Medienkünstlerin Mónika Jacobo
hat im Sommersemester 2007 für ihre Abschlusspräsentation mit der Installation „Binary Space Partition“ zur
Diskussion um die Konstruktion der Wahrnehmung von
Realität bzw. mediatisierter Realität beigetragen. Durch
den manipulativen Gebrauch von Medienformaten, wie
etwa Computerspielen, wurde die visuelle Wahrnehmung und Definition von Raum Infrage gestellt. Ursula
Hansbauer & Wolfgang Konrad haben sich als Fellows
im Wintersemester mit realer Biopolitik und genetischem
Kolonialismus beschäftigt. Im Zentrum der Recherche
standen Biodatenbanken und deren umfassende Datenarchive sowie der internationale Handel mit biometrischen Daten.
Kunstreiches Tirol
Fast unzählbar sind die Orte an denen Kunst präsentiert wird, unmöglich alle zu erwähnen. An dieser Stelle noch eine kleine Auswahl an Neuem, Interessantem
und Ungewöhnlichem. Mit der Ausstellung „Wotruba
und seine Schüler“ wurden die neuen Räumlichkeiten
der Galerie Maier im Palais Trapp eröffnet. Auch die
Turmgalerie in Imst hat neue Galerieräume bezogen.
In einer Gruppenausstellung, die gleichzeitig
in der Stadtgalerie Schwaz und in der ar/ge kunst,
Galerie Museum in Bozen stattfand, wurde die Frage
nach der „Kunst des Alterns“ gestellt. Die Kuratorinnen
Sabine Gamper (Bozen) und Karin Pernegger (Schwaz)
recherchierten anhand von Werken zeitgenössischer
Kunst das Alter sowohl im Kontext von Familie und Gesellschaft, wie auch mit Augenmerk auf den alternden
Körper zwischen Verlustangst und Intimität.
Einen anderen Lebensabschnitt thematisierte
Gebhard Schatz in der von ihm kuratierten Ausstellung
„Where is Mummy“, die im Rahmen der ubuntu-Reihe
„Kunst und Kindheit“ in der Galerie Theodor von Hörmann in Imst gezeigt wurde.
In der Galerie im FeuerWerk in Fügen hat der
Bildhauer Helmut Nindl in der Schau „View/Sicht –
Sichtung“ neue Werke präsentiert. Der Imster Künstler
Elmar Kopp war mit „Reisebildern“ in Gerald Kordoglu
Nitsche‘s Atelier im Karrnerwaldele in Landeck zu
sehen. Roland Böck hat in der Ausstellung „Überblick:
32
Mensch – Natur“ im Rechlerhaus in Ladis Einblicke in
seine Arbeiten gewährt. Die Galerie 9900 in Lienz hat
dem Osttiroler Künstler Lois Salcher mit „Paintings“ eine
Personale gewidmet.
Ein ungewöhnlicher, aber doch nicht ganz abwegiger Ort wurde für die Präsentation der Arbeiten
des Aktsymposiums am Legar 2006 mit der Art Bar im
Dampfbad der Salurnerstrasse gewählt. Auch die Gewächshäuser des Botanischen Gartens in Innsbruck sind
außergewöhnliche Ausstellungsorte, in denen 2007 die
Ausstellung „Elemente“ von Nina Schmid und Ulrike
Pawlowsky zu sehen war.
Preise und Auszeichnungen
Die Preise für zeitgenössische Kunst und die Förderpreise für zeitgenössische Kunst wurden 2007 für die
Jahre 2006 und 2007 vergeben. Den Preis für zeitgenössische Kunst erhielt für 2006 Christine S. Prantauer
und für 2007 Walter Obholzer. Die Förderpreise für
zeitgenössische Kunst wurden für das Jahr 2006 an
Franz Wassermann, Friedrich Biedermann und Robert
Gfader vergeben, und für 2007 an Anja Manfredi,
Emanuel Danesch und Okay Altinisik.
Preistträger des 30. Österreichischen Grafikwettbewerbs 2007 sind unter anderem Klaus Mosettig (Preis
des Landes Tirol) und Judith Fegerl (Preis der Landeshauptstadt Innsbruck)
Der Josef-Franz-Würlinger-Preis wurde 2007 an
Michael Strasser verliehen.
Mag. Cornelia Reinisch MA: Kunsthistorikerin; Schwerpunkte: Zeitgenössische Kunst, Architektur und Fotografie
Freie Tiroler
Kulturszenerien –
Vielfalt mit Anspruch
Petra Streng
D
em Anspruch an Vielfältigkeit wurden die diversen „freien“ Tiroler Kulturträger auch im Jahr
2007 vollkommen gerecht. Die Qual war nur die Wahl:
Denn beinahe täglich konnte man in den Bezirksstädten,
aber auch in den Dörfern der Regionen aus einem breiten Potpourri des künstlerisch Kreativen geistig und vor
allem animierend schöpfen. Sei es in Form von Projektpräsentationen, Einzelveranstaltungen, Symposien, Konzerten (in der ganzen musikalischen Bandbreite) u.v.m.
Das Land Tirol „würdigte“ (in Zusammenarbeit mit
Südtirol) die Freie Tiroler Kulturszene 2007 mit einem
eigenen Sonderheft der „Kulturberichte“. Nach den
bis dato erschienenen Sondernummern zu eher „klassischen“ Kulturthemen präsentierten sich in diesem Heft
„alternative“ Kulturinstitutionen, Projektbetreiber, aber
auch Privatpersonen, die auf oftmals unkonventionelle
Art und Weise, aktuell und zumeist mit gesellschaftspolitischem Anspruch, sich kulturellen und künstlerischen
Anliegen verschrieben haben. Neben Fallbeispielen
aus der Region bzw. den Regionen finden sich in dieser Sondernummer auch allgemein gehaltene Beiträge,
die sich u.a. mit der Problematik der Kulturfinanzierung,
der „prekären“ Arbeitsplatzsituation oder dem interkulturellen Umgang zwischen Anspruch und Wirklichkeit
auseinandersetzen.
Christlich-Muslimische Dialoggruppe
Foto: Initiativen Minderheiten/Christlich-Muslimische
Dialoggruppe
„Institutionen“ der freien Kulturszene
Die TKI – Tiroler Kulturinitiativen/IG Kultur Tirol –
haben sich seit 1989 als zentrale Servicestelle für Kulturträger etabliert. Neben der Hilfestellung bei der Durchführung von Projekten bzw. Projekteinreichungen, der
Vernetzung von und mit Interessenten tragen vor allem
33
die TKI open zur lebendigen, kulturellen Auseinandersetzung – im positiven Sinne einer gesellschaftspolitischen
Diskussion – bei. Die TKI open 2007 mit dem Titel
„Open Space“ konzentrierten sich u.a. auf die Fragestellungen: „Welche reelle und virtuelle Räume stehen
zeitgenössischen, kritischen Artikulationsformen in Kunst
und Kultur zur Verfügung? Wer bestimmt die Nutzung
welcher Räume? Woraus resultieren Zugänge oder
Zugangsbeschränkungen zu bestimmten Räumen?“
(siehe dazu die Projektausschreibung unter
www.tki.at/projekte07.html).
Die – alljährlich neu zusammengesetzte Jury –
wählte folgende Projekte aus, die über das Jahr „verteilt“
oben angesprochene Facetten der kritischen Kulturbetrachtung bzw. Kulturauseinandersetzung in der Praxis
(und zumeist sehr qualitätvoll) – mehr oder weniger publikumswirksam – umsetzten:
„Die literarische Straßenbahn“ (Cognac & Biskotten; Motto: „Haltestellen & Lebensläufe“ im öffentlichen
Raum der Stadt Innsbruck); „graffiti-lecture + street artworkshop“ (writingrestistance/Karl Neumayr und Robert
Schrage; Motto: „Formen der Streetart und ihre gesellschaftlichen Relevanz“); „AndernWOrts“ (Verein
für Kultur Inzing; Motto: „AutorInnen leben in und
mit der Region bzw. deren BewohnerInnen“);
www.livesafelyineurope.com
(Verein
VANCAM;
Motto: „Transformationsprozesse und die Abgrenzung
gegenüber sozial ‚Anderen’“); „Wie das Leben so
spielt“ (Verein spectACT; Motto: „Theater-Spiel als Kunstform – das Stück wächst aus den SchaupielerInnen“);
„Reclaim Culture“ (FREIRAD – Freies Radio Innsbruck;
Motto: „Live-Studio als öffentlicher Raum“); „MUSIK
MOB“ (saegewerk soundsystem, NLK-Kultur u.a.;
Motto: „Djs u. Djanes unterschiedlicher Musikstile“);
„bodyscapes“ (Jakub Skowronski; Motto: „Über die inflationäre Präsenz und Überästhetisierung des menschlichen Körpers“); „Netlabel Autark“ (Kulturverein aut.
ark; Motto: „Online-Plattform für zeitgenössische elektronische Musik“); „WebTwoZero_X“ (Kulturlabor Stromboli; Motto: „Virtueller Raum – Bericht(e) der digitalen Revolution“); „Accion Mutante“ (Theater der Agressionen;
Motto: „Behinderung – gesellschaftliche Tendenzen,
Vorurteile und Diskriminierung ...“) sowie „fem:tastique!“
(grauzone; Motto: „Thematisierung sexistischer Verhaltensweisen – ihre Überwindung und das Entstehen von
feministischen Freiräumen“).
In Anbetracht der Vielfalt – und nicht zuletzt der unterschiedlichen Zugangsweisen im Sinne einer kritischen
34
Kulturanalyse – der präsentierten Projekte, darf man
schon gespannt auf die nächsten TKI Open 08 mit dem
Motto „–pampa“ sein.
Die bættlegroup for art (ein „nicht-institutioneller“
Zusammenschluss von Kulturträgern: Initiativen, KünstlerInnengruppen und Plattformen der freien Szenen Innsbrucks/siehe dazu auch Kulturberichte 2006) präsentierte im März 2007 das zweite Modul ihres Projektes.
Es handelt sich dabei um die Website www.baettle.net,
wo sich die einzelnen Gruppierungen vorstellen, wo
aber auch eine Bestandsaufnahme zur kulturellen Situation im weiteren Sinne stattfindet.
Zudem trafen sich Mitglieder bzw. Initiatoren der
bættlegruop for art u.a. zu einer Arbeitskonferenz zum
Thema „Der öffentliche Raum der Stadt als Kulturraum“.
Interessante Statements dazu (von Hans Kropshofer,
Arno Ritter und Barbara Hundegger) finden sich als
download-Dateien unter www.baettle.net. Das Stadtplanplakat des Projektes Bættle Research (Modul
1/2006) wurde – Kompliment – 2007 als eines von
den „100 besten Plakaten 06“ unter 1527 eingereichten Arbeiten beim größten Plakatwettbewerb im deutschen Sprachraum ausgezeichnet.
Einen weiteren Erfolg konnte bættlegroup for art als
maßgeblicher Ideenentwickler in einer „erweiterten“ Projektförderung verzeichnen. Die Stadt Innsbruck schrieb
im Herbst 2007 erstmals die Kunst- und Kulturinnovationsförderung „stadt_potenziale“ aus. Der mit 70.000
Euro dotierte Fördertopf richtet sich an alle freischaffenden Kulturtreibenden mit dem Ziel, u.a. „experimentelle
Projekte, die Kunst als intensive Gesellschaftsforschung
mit offenem Ausgang begreifen“ zu unterstützen. Man
darf jetzt schon gespannt auf die durch eine eigene Jury
ausgewählten Projekte für das Jahr 2008 sein.
Die p.m.k. (begründet 2001) hat sich vor allem in
innovativen Musikkreisen zu einem etablierten und über
Tirol hinaus bekannten Zentrum entwickelt. Ulrike Mair,
Geschäftsführerin der p.m.k., sagt zum Thema „Überregionalen Anspruch lokal umsetzen“: Es arbeiten „eine
Vielzahl engagierter, in neuen Formen praktizierende
Musiker und Veranstalter in Innsbruck, ... seit vielen Jahren auf höchstem Niveau, dem Forschen nach Musik
am Puls der Zeit und dem Anspruch an höchstmöglicher
Qualität verpflichtet ...“. Und diese kontinuierliche Qualität
zeigte sich 2007 in vielerlei Hinsicht. Nicht nur Musik,
sondern auch Design, Film oder Medienkunst fanden in
den – und das sei hier am Rande vermerkt – nur „beschränkten“ Räumlichkeiten über das ganze Jahr verteilt
BLITZLICHTER
ihr Publikum. „Die inhaltliche Breite und Vielfältigkeit spiegelt sich in der Mitgliederliste der p.m.k. und das ist auch
ihre besondere Stärke: die vielen Spezialisten, die in ihrem
Bereich spezielles Know How und den Überblick über die
wichtigsten aktuellen Entwicklungen haben und über beste
Kontakte zu Musikern, Künstlern, Agenturen und Theoretikern verfügen“ (Ulrike Mair). Das vielfältige Jahresprogramm
2007 überzeugte vom Anspruch der Organisatoren.
kleinkunst ist Großkunst
„Trampolissimo“, Foto: Musik Kultur St. Johann
Hall i. Tirol und Telfs,
„Die Superhenne Hanna“, Foto: PAS
Stromboli, „Krokodiltränen“,
Kindertheater, Foto: Kulturlabor Stromboli
Tris, „3 Orchideen im Sarg“
Foto: Ekkehard Schönwiese
Ein bis dato oftmals vernachlässigter Bereich –
vorrangig in breiten Bevölkerungskreisen bzw. in den
Medien – ist die Kleinkunst. Kleinkunst, ein kultureller
Terminus, der eigentlich zu unrecht mit dem Adjektiv „klein“ versehen ist. Das beweisen nicht zuletzt die
derart apostrophierten Veranstaltungen in ganz Tirol.
Beispielgebend seien hier kurz Veranstaltungen angeführt, die 2007 sehenswert, wenn nicht gar erlebniswert
waren. Gerade der Bereich des Kabaretts erfreute sich
(wieder) zunehmender Beliebtheit. Die Rede ist hier
nicht unbedingt von den Klassikern wie Lukas Resetarits
oder Alfred Dorfer, sondern die „regionalen“ Highligths.
Dazu zählte vor allem der Preis der „Kleinkunst-Röhre“.
Zum zweiten Mal kürte das Kulturgasthaus Biestindl die
besten NachwuchskleinkünstlerInnen. Im Jahr 2007 –
das sich nicht zuletzt durch internationale Präsenz auszeichnete – gewannen die „Drei Frisöre“ den Preis. Sie
boten Musikkabarett in „Reinkultur“ und entsprachen
voll und ganz dieser „ganzheitlichen Kunstausrichtung“
– oder wie es Claudia Moser, Geschäftsführerin des
Bierstindls ausdrückt, „Kleinkunst ist für uns ... weit mehr
als klassisches Kabarett ...“.
Schon seit Jahren begeistert die Frauengruppe
„Tris“ mit ihrer „Clownerie“ (Programm: „3 Orchideen“,
2007 u.a. Aufführungen im Kulturgasthaus Bierstindl). Sie
setzen sich wohltuend vom „herkömmlich“ klassischen
Kabarett ab und haben in Tirol (und über die Grenzen
hinaus) diesem Genre ihren spezifischen Stempel aufgedrückt. Ganz nach dem Motto: Unterhaltung muß und
kann niveauvoll sein.
Der Vielfalt der Kleinkunst entspricht die im Herbst
2007 neu gestartete Initiative „exlkeller“ (Löwenhaus/
Innsbruck). Der ehemalige „Kulturleiter“ des Bierstindls,
Robert Renk, gestaltete das bisherige Programm und
sorgte für einen neuen, bunten „Spielboden“ in der Landeshauptstadt.
35
„Lebens“Kultur im Dialog
Interkulturelle Zusammenarbeit, aber auch Auseinandersetzung im positiven Sinn, steht in der freien Tiroler Kulturszene hoch im Kurs. Und das ist gut so, denn
gerade in den (Alltags)äußerungen kann Gemeinsames
neu entdeckt, vermeintlich Trennendes aber unter kulturellen Gesichtspunkten so objektiv wie eben möglich bewertet werden. Die Kulturinitiative „Wäscherei p“ in Hall,
das Kulturlabor Stromboli, die Galerie St. Barbara (inkl.
dem Osterfestival), der Freistaat Burgstein im Ötztal, der
Kulturverein Inzing oder die Kulturinitiative „Kultur am
Land“ in Buch bei Jenbach sind nur einige Beispiele dafür, wie facettenreich das interkulturelle Agieren vor sich
gehen kann. Oftmals steht hier nicht die Präsentation von
Kultur im Vordergrund, sondern der interdisziplinäre Zugang und das direkte Miteinbeziehen des Publikums.
Was in vielen Abhandlungen und Aufsätzen als theoretisches Konstrukt erscheint, wird durch Projekte, Aktionen
und Veranstaltungen in der freien Kulturszene zum praktischen „Lebensunterricht“. Nicht vergessen darf man in
diesem Zusammenhang auch das FREIRAD – das freie
Radio Innsbruck, das in seiner Programmgestaltung (und
zwar das ganze Jahr hindurch) für Meinungsvielfalt und
–freiheit steht.
Oftmals abseits einer breiten Publicity arbeitet die
Initiative Minderheiten kontinuierlich an interkulturellen
Programmen. Vor allem über das Metier der Musik
erfolgt ein stetiger Austausch, der nicht zuletzt dem
sozialen Miteinander und der gesellschaftspolitischen
Akzeptanz von Minderheiten, wie überhaupt dem vermeintlich kulturell „Fremden“ dient. So geschehen etwa
auch am „Afrika-Tag“ im April 2007, wo die „Intiative
zur gelebten Integration“ begründet wurde.
Besondere Aufmerksamkeit verlangt die ChristlichMuslimische Dialoggruppe (CMD) in Innsbruck. Der
multikulturelle Dialog – realisiert in Arbeitsgruppen,
aber auch in öffentlichen Veranstaltungen – hat das
Ziel, subkulturelle Eingrenzungen zu vermeiden und den
interkulturellen Austausch im Sinne eines friedvollen Zusammenlebens zu forcieren. Dieses Ziel will man u.a.
auch dadurch erreichen, indem man in eigenen Schulprojekten das Verständnis für „fremde“ Religionen sensibilisiert und auch den realbezogenen Umgang damit
lehrt. Und dies alles ohne Zwang, psychologisch begleitet und eben mit der ganzen Bandbreite der kulturellen Äußerungen gespickt.
36
Kinder“kultur“ - Kultur für und nur
für Kinder
Viele Tiroler Kulturinitiativen bzw. freie Tiroler Kulturprojekte widmen sich der Kulturvermittlung an die jüngeren Generationen. Aus der Vielfalt der Angebote, die
übrigens oftmals ganzjährig zu begeistern wissen, seien
hier für das Jahr 2007 nur einige beispielhaft erwähnt.
Das Haller Kulturlabor Stromboli organisiert seit
seiner Gründung (1989) eigene Kinderprogramme, seit
1997 mit dem eigenen Kindertheater „Strombomboli“
auch verstärkt szenische Aufführungen, die u.a. auch in
der gesamten Region sich großer Beliebtheit erfreuen.
Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren besuchten
2007 das zweitägige Kindertheaterfestival im Bierstindl
in Innsbruck um (vielleicht) erstmals Bühnenluft zu schnuppern. Sie sind vielleicht die zukünftigen Schauspiel“stars“
des Theater Verbandes Tirol, der diese praxisorientierte
Veranstaltung ins Leben rief.
Auch große und etablierte Kultur“institutionen“ wie
der Verein Musik Kultur St. Johann oder die Klangspuren
Schwaz kümmern sich kulturell-vorbildhaft um den Nachwuchs. So etwa in St. Johann in Form der Kinder-Sommerakademie 2007 „Trampolissimo“, wo Kindern (beinahe)
die ganze Bandbreite der künstlerischen Schaffenskraft
vermittelt wurde: Schauspiel, das Kreieren von Theaterfiguren u.a. mehr. Seit dem Jahr 2004 haben die Klangspuren Schwaz ein eigenes Kinderprogramm mit dem
Namen „barfuß“, das auch im Jahr 2007 kurzweilige
Veranstaltungen sowie „intensive“ Kurse anbot. Zudem
kamen 2007 noch zahlreiche kinder- bzw. jugendspezifische Aufführungen und Projekte – sei es in Pinswang
(Kulturzentrum „Die Villa“), in „Kultur am Land“ in Buch
bei Jenbach und nicht zuletzt im Innsbrucker Programmkino Cinematograph/Leokino.
Grenzüberschreitend –
und grenzenlos
Nicht eindeutig der sogenannten freien Kulturszene zuordenbar, aber subsummaris in der dargebotenen Vielfalt absolut erwähnenswert ist das Xong-Festival
2007, das im Länderdreieck Tirol, Südtirol (Italien) und
Graubünden (Schweiz) stattfand. Das kulturelle – und
hinsichtlich der Interpreten beinahe weltumfassende
- Potpourri umfasste neben Festen, Konzerten (u.a.
„Morgenstimmung“ mit Thuuis aus der Mongolei), Kulturwanderungen (in allen Regionen und zu unterschiedlichen Themen), Theateraufführungen, Kleinkunst und
nicht zuletzt „Wirtshausmusiken“. Und gerade letztgenannte (hier z.B. das Zusammen“spiel“ von Jazz und
Volksmusik) unterstreichen vorbildhaft die immer wieder
apostrophierte Freiheit der Kulturszene: So schließen
sich eben Moderne und Tradition in der Kultur nicht aus,
sie sind in der gelebten Alltagskultur nicht Widerpart,
sondern ergänzende und gerade dadurch lebendige
Faktoren.
Dr. Petra Streng: Volkskundlerin; zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Konzepte zur regionalen Volkskunde
und Kulturgeschichte; Mitinhaberin von VOKUS-Servicestelle
für alpenländische Volkskultur
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38
2007 – Ein Jahr der
literarischen Jubiläen
Anna Rottensteiner
30 Jahre
Die Innsbrucker Wochenendgespräche fanden im
Jahr 2007 zum dreißigsten Mal statt, das fünfte Mal
unter der kompetenten und weitsichtigen Leitung von
Gisela Holzner. Kann über „Die schweigsame Seite der
Literatur“ gesprochen werden? Es kann, wie die zwei
Tage Gespräche und Lesungen bewiesen, und zwar
in einer durchwegs inspirierten Art, in der die verschiedensten Facetten von Stille – Schweigen – Verschwiegenheit zur Sprache kamen und fundamentale Aspekte
des literarischen Schreibens angeschnitten wurden.
Robert Schindel moderierte die Gespräche zwischen
Kurt Aebli, Daniela Danz, Nora-Eugenie Gomringer,
Sabine Gruber, Bodo Hell, Barbara Hundegger, Bart
Moeyaert, Andreas Neeser, Julian Schutting, Yoko
Tawada und Peter Waterhouse. Jeder und jede der
Anwesenden brachte Positionen aus der individuellen
Schreiberfahrung und Schreibpraxis ein, und so erwiesen sich die Gespräche, für die Beteiligten wie für
die Zuhörerinnen und Zuhörer, als ein sprach- und gedankenreiches Feuerwerk, das sich am Thema entzündete.
Zu Beginn der Gespräche wurden grundlegende
Begrifflichkeiten andiskutiert: Ausgangspunkt war dabei
das literarische Misstrauen gegen die Alltagssprache,
das seit Hugo von Hofmannsthal, aber auch seit Ingeborg Bachmann tief in der österreichischen Literatur verankert ist. Es zeigte sich, dass die Schreibenden mittlerweile von vielschichtigen, unterschiedlichen Definitionen
dessen, was die poetische Sprache von der Alltagssprache unterscheidet, bzw. worin die eine in der anderen aufgehoben ist, ausgehen: die Alltagssprache wird
als „Grundrauschen“ wahrgenommen, dem man sich
nicht entziehen kann. Das Ineinanderschieben der verschiedenen Diskurse, die Verschnitte und Verschiebungen,
Innsbrucker Wochenendgespräche:
Peter Waterhouse, Bodo Hell,
Sabine Gruber, Foto: Willi Pechtl
39
können sich demzufolge als „poetische Rede“ darstellen, die sich nicht auf Botschaft und Verständigung
als ausschließlichen Zweck einlassen will und dadurch auch das Schweigen zwischen den Zeilen zum
Schwingen bringen kann. „Etwas beschreiben heißt
immer auch, etwas zum Schwingen bringen“ – so
formulierte es Barbara Hundegger und brachte damit
das Thema der Gleichzeitigkeit von Macht und Ohnmacht ins Spiel. Etwas zum Schwingen bringen bedeutet, etwas Anderes NICHT zum Schwingen zu bringen.
Von da konnte der Bogen weit aufgespannt werden zur
für jeden literarisch Tätigen zentralen Frage, WIE etwas
zum Schwingen gebracht wird, in der „Wechselwirkung
zwischen Schweigsamkeit und Reden“ (Andreas Neeser). Dabei sind die Antworten bzw. Möglichkeiten vielseitig: Bodo Hell bringt die Konnotationen der einzelnen
Wörter ins Spiel, die „Entdeckung des Verschwiegenen
im Wortlaut“, Andreas Neeser den quantitativen bzw.
ökonomischen Aspekt: „Wieviel Wörter brauche ich
für meine Rede?“ Dabei plädiert er für Kürze, Julian
Schutting hingegen für die poetische Strategie der Verknappung. Der eine sieht dabei die Gefahr des Verstummens, der andere die hohe Schule der literarischen Rede.
Nora Gomringer ortet bei sich in der ununterbrochen
Präsenz des „Grundrauschens“ eine Überproduktion von
Worten, und, als Folge davon, eine „in der Schwebe
gehaltene Liebe zu Äußerung und Nicht-Äußerung“.
Daniela Danz sieht es als wesentliche Bewegung im
Schreiben an, sich dem, worüber man schreiben möchte,
von dessen Grenzen her anzunähern.
Die Gespräche entwickelten sich zu Suchbewegungen über die Poetik des eigenen Schreibens, wobei
man immer wieder auf die Bedeutung des Schweigens
in der Literatur von totalitären Systemen zu sprechen kam:
einkalkuliertes Schweigen und bewusstes Auslassen gewinnen so als Subtexte eminente Bedeutung. Diesen
Diskurs hebt Yoko Tawada auf eine allgemeine Ebene,
indem sie das politische Element des Schweigens bzw.
Verschweigens anspricht, das verordnete Schweigen als
Herrschaftsinstrument. Was Schindel zum Abschluss der
Gesprächsrunde zur Frage veranlasst, ob es umgekehrt,
in „Zeiten der Freiheit“, auch Thematiken gibt, die in der
Literatur bewusst nicht aufgegriffen werden sollten. Gegen den verordneten „Zwang zur Aufklärung“ hingegen
verwehrt sich Kurt Aebli, der feinsinnig auf den Unterschied zwischen Schweigen und Stille eingeht – „Stille“
als die Gleichzeitigkeit von allem, ohne dass sich etwas
besonders hervorhebt – und für bewusst Unbeantwor-
40
tetes und Vieldeutigkeit in der Literatur plädiert. Die
vielschichtigen poetologischen Ansätze, die sich immer
wieder an den unterschiedlichsten Punkten trafen, um
dann wieder in neue Gedankengänge abzuzweigen,
konnten die Zuhörer auch in den Texten der beteiligten
Autoren bei den Lesungen im ORF Kulturhaus nachverfolgen, die von Sabine Gruber und Gabi Wild moderiert wurden.
Der Flüchtigkeit der Gespräche, bei all ihrer konzentrierten Intensität, wurden heuer zwei sicht- und greifbare Kontrapunkte entgegengesetzt: in Zusammenarbeit
mit dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck und dem
Brenner-Archiv wurde die Foto-Ausstellung „Literarische
Begegnungen“ präsentiert, in der eine Vielzahl von Autorenporträts und Gruppenbildern einen eindrucksvollen
Einblick in die 30 Jahre „Innsbrucker Wochenendgespräche“ gaben. Ein äußerst bibliophil gestaltetes
Leseheft mit Texten von Teilnehmern der Jahre 2003
bis 2006 wurde von Gisela Holzner im Rahmen des
Festprogramms im Congress als Geschenk an die Anwesenden überreicht.
25 Jahre
Auf 25 bewegte und erfolgreiche Jahre kann der
Innsbrucker Haymon-Verlag zurückblicken, der dieses
Jubiläum mit einem beachtenswerten Jahresprogramm
feierte. So gab Christoph W. Bauer, der 1999 mit seinem ersten Gedichtband „wege verzweigt“ im Haus
in der Kochstraße debütiert hat, die Anthologie „Ahoi.
Gedichte aus 25 Jahren Haymon Verlag“ heraus. Highlights, Klassiker und verborgene Schätze versammeln
sich dabei zu einem Lesebuch, das einerseits die Vielfalt
der Wege demonstriert, die moderner Dichtung offen
stehen, und andererseits belegt, dass Lyrik von Beginn
an einen festen Platz im Programm des Haymon Verlags
hatte und hoffentlich auch weiterhin haben wird. Doch
ist Bauer auch mit einer eigenständigen Publikation im
Jubiläumsprogramm präsent, mit „Das Alphabet der
Häuser. Roman einer Stadt“.
Seine Anfänge im Innsbrucker Verlag hatte auch
Raoul Schrott, der gleich mit zwei Publikationen im Jubiläums-programm seines Ursprungsverlags präsent ist
und den beiden Schienen Rechnung trägt, die zu seinem Grundschaffen gehören: zum einen mit „Die fünfte
Welt. Ein Logbuch“, einer Reise zum letzten weißen Flecken dieser Welt, poetisch und politisch zugleich, und
BLITZLICHTER
Die Literarische Straßenbahn
zum anderen mit der Auswahl von Texten und Briefen
von norbert c. kaser im Lesebuch „N.C.Kaser elementar“. Neben der Publikation von Haymon-Stammautoren
wie Sepp Mall, Kurt Lanthaler, Helene Flöss, Brita Steinwendtner, Ludwig Laher, Alfred Komarek, Ferdinand
Schmatz, Felix Mitterer blieb der Verlag auch seiner
Schiene treu, DebütantInnen der deutschsprachigen Literatur zu fördern: Angelika Reitzer legte 2007 mit „Taghelle Gegend“ einen viel gelobten Roman vor. Aber
auch der Gründer und Verleger selbst, Michael Forcher,
ist mit seinen historisch fundierten, dabei leichtfüßig zu
lesenden Ausführungen zum Namensgeber des Verlags, dem Riesen Haymon, im Programm präsent.
Foto: Thomas Schafferer für Co & Bi
2 x 10 Jahre
Sprachsalz: Ernst Gossner, Raymond
Federman, Foto: Florian Schneider
Innsbrucker Wochenendgespräche:
Barbara Hundegger, Andreas Neeser,
Robert Schindel, Foto: Willi Pechtl
Zwei „jüngere“ Kinder feierten im Jahr 2007 ihr
zehnjähriges Bestehen: das Literaturhaus am Inn und
Cognac & Biskotten. Das Literaturhaus am Inn stellte
kein Einzel-Groß-“Event“ in den Mittelpunkt der Jahrestätigkeit, sondern konzentrierte sich bewusst und verstärkt
auf die wichtigsten Vertreter und Vertreterinnen der österreichischen Literatur der letzten 10 Jahre. Damit trug
es einer der Grundkonstanten und auch der Grundaufträge des Literaturhauses Rechnung: eine kontinuierliche
Auseinandersetzung mit Literatur zu bieten. Und so
waren im Lauf des Jahres so bedeutende Autoren und
Autorinnen wie Anna Mitgutsch, Josef Winkler, Erich
Hackl, Robert Menasse, Evelyn Schlag, Renate Welsh,
Josef Winkler, Christoph W. Aigner, Ludwig Laher,
Alfred Kolleritsch, Peter Henisch, Hans Raimund,
Gerhard Ruiss, Ferdinand Schmatz und Franz Josef
Czernin zu Gast. Junge Autoren und Autorinnen wurden
ebenso eingeladen, zum Beispiel Thomas Ballhausen,
Angelika Reitzer, Linda Stift, wie internationale, renommierte Schriftsteller wie der Ukrainer Juri Andruchowytsch oder Claudio Magris. Die Besonderheit und Einzigartigkeit jedes einzelnen Abends gründet auf der
Ausstrahlungskraft der eingeladenen Gäste und auf
dem literarischen Stück Welt, das sie an dem jeweiligen
Abend in den zehnten Stock mitbringen. Seien dies
Nahaufnahmen zu vergessenen Klassikern der Literatur
wie zum Beispiel Hans Lebert, Filmabende zu bedeutenden Autoren wie Peter Handke, der Blick auf aktuelle
Thematiken aus dem Blickwinkel der Literatur wie Barbara Frischmuths Vortrag zum gegenwärtigen Erscheinungsbild des Islam. Oder thematische Klammern, die
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an einem Abend Bildende Kunst, Literatur und Musik
vereinen und unterschiedliche Stimmen zum Klingen
bringen, Abende, an denen Experten und Expertinnen
zur Diskussion über Bücher und zeitgenössische Problematiken des Literaturbetriebs geladen werden …
Immer aber wird Literatur in ihren unterschiedlichsten
Erscheinungsformen und Ausprägungen, werden die Autoren mit Freude ernst genommen, wird ihrem Blick auf
die Welt Rechnung getragen, indem man neben den
Lesungen auch zu fundierten Gesprächen bittet.
Das „polymorphe“ Tiroler Literaturmagazin Cognac
& Biskotten ließ sich zu seinem zehnjährigen Bestehen
etwas Außergewöhnliches einfallen: die „Literarische
Straßenbahn. Ausgabe Nr. 25 des Tiroler Literaturmagazins Cognac & Biskotten“. Ganz konkret ist dies
die mit dreiunddreißig literarischen Textzitaten beklebte
Stubaitalbahn-Garnitur Nr. 88, die von September 2007
bis Jänner 2008 auf der Strecke Innsbruck – Fulpmes
im regulären Tram-Netz der IVB fährt. Zusätzlich ist ein
Fahrplanheft mit den Vollversionen der Texte erschienen.
Auch sind in allen 30 Innsbrucker Straßenbahnen Textfragmente der Ausgabe auf A3-Plakaten anzutreffen.
Ein Literaturmagazin der besonderen Art also, das
in einer Auflage von nur einem Stück erscheint und in das
man einsteigen kann. Unter dem Motto „Haltestellen &
Lebensläufe“ fährt dabei Literatur auf Schienen durch
den Alltag der Menschen und macht Lust auf Lesen und
darauf, über persönliche Lebensläufe und Haltestellen in
der eigenen Biographie nachzudenken.
Die beteiligten Autoren und Autorinnen stammen
vorwiegend aus Tirol und dem weiteren Österreich,
doch finden sich auch Teilnehmer aus Italien, Luxemburg
und den USA. Das große Überthema dieser Ausgabe
ist das tram-atische Leben. Dementsprechend unterschiedlich sind die Herangehensweisen, Kurzgedichte
und -geschichten stehen neben Abhandlungen über die
letzten Dinge des Lebens. Die scheinbar einfach aufgebauten Straßenbahngeschichten warten dabei mit allerlei Erkenntnissen über das Leben auf. Das Layout steht
dabei unter dem Motto „Haltestellen & Lebensläufe“:
„Rote Lebensfäden laufen zum Teil wie ein Fahrplannetz
parallel und geradeaus, verstricken und verknoten sich
an gewissen Stellen und laufen schlussendlich im Kreis.
Dazwischen gibt es Haltestellen, an denen die Textzitate als Gedankenfragmente der Autorinnen und Autoren zum Verweilen einladen.“ So Thomas Schafferer,
der gemeinsam mit der Innsbrucker Grafikerin Julia Riedl
für das Layout verantwortlich zeichnet.
42
2 x 5 Jahre
Zwei Fixpunkte am literarischen Festivalhimmel fanden 2007 bereits jeweils zum fünften Mal statt: zum einen die „Tage der neuen deutschsprachigen Literatur“
im Kulturgasthaus Bierstindl und zum anderen die Internationalen Tiroler Literaturtage Hall „Sprachsalz“.
Die „Tage der neuen deutschsprachigen Literatur“
lehnen sich in ihrem Namen bewusst an die renommierten Klagenfurter „Tage der deutschsprachigen Literatur“ rund um den Bachmann-Preis an, um sich mit dem
kleinen Wörtchen „neu“ auch gleich wieder bewusst und
gezielt davon zu unterscheiden. 12 junge AutorInnen
aus der Schweiz, Österreich und Deutschland waren
eingeladen, die gesamte Bandbreite der aktuellsten
Gegenwartsliteratur zu demonstrieren. 2007 waren es
unter anderem Kathrin Passig, Melanie Arns, Michael
Stavarič, Klaus Nüchtern, Andrea Winkler, Michel
Mettler, Cornelia Travnicek, Malte Borsdorf und MarcUwe Kling, die mit ihrem jeweils unverwechselbaren Ton
und auf erfrischende Art und Weise den Zuhörerinnen
und Zuhörern „Spaß“ an der Literatur vermittelten.
Das Festival „Sprachsalz“ mit seinen Lesungen im
Parkhotel Hall, im Kurhaus und auch im Medienturm
Ablinger-Garber bietet dem Literatur-interessierten Tiroler
Publikum schon zum fünften Mal die Möglichkeit, internationalen Granden der Literatur lauschen zu können.
Als besondere Höhepunkte seien erwähnt Frank
McCourt, New Yorker Autor mit irischen Wurzeln, der
mit seinem Buch „Die Asche meiner Mutter“ 1996 Weltruhm erlangte und auf der Sonnenterrasse des Parkhotels aus seinem Buch „Teacherman“ las und mit den
Geschichten aus dem Alltag eines New Yorker Lehrers
in seinen Bann zog, und Raymond Federman, Avantgardist der literarischen Postmoderne, der 1947 in die
USA emigrierte, wo er heute in New York, San Diego
und Buffalo lebt. In kongenialer Kooperation mit Ernst
Gossner trug Federman seine unter die Haut gehenden
„Surfiction-Texte“ vor, die im absurd artifiziellen Spiel
und in der ästhetischen Verfremdung den ganzen
Schrecken von Leben und Realität einfangen. Das
Schmunzeln des Autors übertrug sich dabei auf die
Gänsehaut des Publikums. Auch die Begegnung des
Publikums mit der Beatautorin Ruth Weiss, die in Kalifornien lebt, wurde zu einer intensiven und berührenden,
kam sie doch 1938 als 10jährige mit ihrer Familie auf
der Flucht vor den Nationalsozialisten auch durch
Innsbruck.
Zahlreiche weitere Autorinnen und Autoren wären
zu nennen, wie der „Weltenbummler“ Ilija Trojanow, der
Berliner Michael Lentz oder die St. Petersburgerin Julia
Belominskaja.
Die besondere literarische Atmosphäre und Spannung von „Sprachsalz“ ergibt sich auch aus der Mischung
von sehr bekannten und weniger bekannten Autoren
und Autorinnen. Es ist den Organisatoren Programm und
Anliegen zugleich: jeweils zwei Autoren, heuer waren
es Ilija Trojanow und Raoul Schrott, übernehmen Patenschaften und bieten so zwei jungen Lesenden die Möglichkeit, im Rahmen von „Sprachsalz“ von einem großen
Publikum wahrgenommen zu werden. Die Schweizerin
Beate Rothmaier und der frankophone Autor Abdourahman A. Waberi waren ihre „Patenkinder“.
sprachlichen „Hinschauen“, wodurch erst die literarische
Virtuosität und Bedingungslosigkeit in der Darstellung
der gewählten Thematik zum Wirken kommen kann.
In der Reduktion, in der bewussten Wiederholung und
minimalen Variation nähert sich der Autor dem Möglichen im literarisch Sagbaren. Das Ergebnis, das uns
Lesende erreicht, sind wunderbare Texte, die, musikalisch und konzentriert in der Sprache, leidenschaftlich
bedacht und strukturiert in der Form, erstarrte Sinnzuschreibungen aufbrechen und gewohnte Bedeutungszusammenhänge in neues Licht setzen.
Dr. Anna Rottensteiner: Studium der Germanistik und Slawistik
in Innsbruck; Leiterin des Literaturhauses am Inn; Arbeiten zur
zeitgenössischen Literatur
1 Auszeichnung
Im verdichteten Literatur-Jahr 2007 freute es ganz
besonders, dass der Tiroler Landespreis für Kunst (Laudatio von Anna Rottensteiner, Anm. d. Red.) an den Schriftsteller Alois Hotschnig verliehen wurde. 1959 in Berg
im Drautal geboren, studierte er in Innsbruck zunächst
Medizin, um es dann zugunsten des Germanistik-Studiums und schließlich des Schreibens aufzugeben. Seit
dem Jahre 1989, in dem sein Debüt, die Erzählung „Aus“
erschien, und auch in den darauf folgenden Romanen
wie unter anderem „Leonardos Hände“ (1992) oder
„Ludwigs Zimmer“ (2000) hat Hotschnig konsequent
an einem Werk gearbeitet, das höchstes formales,
schriftstellerisches Niveau als oberstes Ziel erachtet.
Alois Hotschnig lässt sich weder durch Forderungen des
Markts noch durch diverse Moden von seinem konsequenten schriftstellerischen Weg abbringen. Sein zuletzt
erschienener Erzählband „Die Kinder beruhigte das
nicht“ (2007), in dem sich jede einzelne Geschichte als
kristallines Konzentrat der Grundhaltungen des Autors
lesen lässt, kann auf unspektakuläre, dabei aber höchst
kunstvolle Weise zeigen, wie Literatur durch scheinbar
„einfaches Erzählen“ in der Lage ist, eingefahrene und
gewohnte Sichtweisen durcheinander zu bringen und
so den Leserinnen und Lesern Wahrnehmungsangebote
liefert, die durchaus gesellschaftspolitische Inhalte transportieren. In scheinbarer Beiläufigkeit werden die dunklen, unruhigen Seiten vertrauter Szenerien und Zusammenhänge sichtbar. Die große Kunst Alois Hotschnigs
liegt in der Ökonomie des Erzählens und im präzisen
43
44
Tirol im Film –
Film in Tirol
Silvia Albrich
I
n ihrem zehnten Bestandsjahr brachte die „Cine
Tirol Film Commission and Found“, kurz Cine Tirol,
wieder viele nationale und internationale Filmprojekte
nach Tirol, die für große wirtschaftliche und mediale Effekte gesorgt haben. Besonders die Rückkehr der TVSerie „Der Bergdoktor“ nach neunjähriger Abwesenheit
und die Produktion des Bollywoodfilms „Yuvraaj“ waren
herausragende Erfolge der intensiven Cine Tirol-Marketing-Maßnahmen, Tirol im In- und Ausland als attraktives
Filmland zu bewerben.
Wie berichtet, war Cine Tirol einziger europäischer
Teilnehmer an der Location Messe „cinemascapes 06“
in der indischen Filmmetropole Mumbai. Ein Besuch,
der sich gelohnt hat: 2007 wurde mit dem aufwändig
inszenierten Film „Yuvraaj“ (Prinz) das bisher größte
Bollywood-Projekt in Tirol umgesetzt: Das 100-köpfige
Filmteam ließ 600.000 Euro „liegen“, gedreht wurde
in Innsbruck, Wattens und Kufstein, die Produktion mit
Starbesetzung (Salman Khan und Katrina Kaif) unter der
Regie von Altmeister Subhas Ghai („Ghandi, my father“,
„Karma“) und garantiertem Millionen-Publikum bringt
nicht nur indische Gäste, sondern auch Folgeprojekte
nach Tirol.
Indien als die größte Filmindustrie der Welt nützte
Tirol 2007 für insgesamt fünf Filme als „Traumkulisse“,
wobei „indische Produktionen keine finanzielle Förderung von Cine Tirol erhalten, sondern durch das Cine Tirol Location Service vor und während der Dreharbeiten
umfassend unterstützt werden“, informiert Cine Tirol-Chef
Johannes Köck.
Köck findet auch die Fortsetzung des „Bergdoktors“
einen „Glücksfall für das Filmland Tirol. Denn immerhin
war diese Serienproduktion (1992–1998) „eine der
erfolgreichsten im deutschsprachigen Raum und wurde
in viele andere Länder verkauft.“ Nach Gerhart Lippert
und Harald Krassnitzer ordiniert nun Hans Sigl (nicht
Drehaufnahmen von „Disengagement“ –
Ch. Berger mit Crew, Foto: Silvia Albrich
45
mehr am Mieminger Plateau, sondern) in der Region
am Wilden Kaiser.
Neben acht Folgen des neuen „Bergdoktors“
wurden 2007 auch viele andere quotensichere und
–verdächtige Fernsehproduktionen realisiert: „Die Lawine“ und „Tatort - Granit“ im Wipptal, „Da, wo die
Freundschaft zählt“ in Kitzbühel sowie der 4. Teil des
Quotenhits „Tal des Schweigens“ mit Sascha Hehn und
Christine Neubauer im Osttiroler Pustertal, dazu noch
die bereits siebente Staffel von „SOKO Kitzbühel“ in
den Kitzbüheler Alpen, „Tom Turbo“ mit zwei Folgen in
Hall und die erste „Bergdoktor“-Staffel in Ellmau.
Auch Kinofilme wurden in diesem Jahr in Tirol gedreht, darunter „Krabat“ im Kaunertal, „Der Brandner
Kaspar“ in Kramsach sowie „Champagne Socialist“ in
St. Anton am Arlberg.
Hinzu kommen noch zahlreiche Dokumentar- und
Kurzfilme sowie Werbefilme in verschiedenen Regionen
Tirols. So zum Beispiel drehte die Hamburger Produktionsfirma „Spiegel TV“ im Auftrag des ZDF die Schlüsselszenen für den Dokumentarfilm „Deutsche Polarexpedition Schröder-Stranz 1912“ am Pitztaler Gletscher.
Fernsehfilme, die in den vergangenen Jahren in
Tirol produziert wurden, erzielten speziell im deutschsprachigen Raum bemerkenswerte Quotenerfolge: Der
TV-Film „Tödliche Habgier“ aus der Tatort-Reihe wurde
beispielsweise von über sieben Millionen Zusehern in
Österreich und Deutschland gesehen. Einige Premieren
von Cine Tirol geförderten Filmen wurden erstmals in
Tirol vor Publikum gezeigt: So etwa „Gipfelsturm“ über
die Erstbesteigung der Zugspitze (vor 1000 Premierengästen!) in Matrei in Osttirol, „Tödliche Habgier“ in
Maurach am Achensee, „Zugspitz – Berg der Kontraste“ in Ehrwald, „Die Lawine“ in Pfonds/Matrei am
Brenner und „Underneath the surface“ in Innsbruck.
Cine Tirol Präsentationen in München, Wien und
Budapest sowie die Teilnahme an Filmfestivals und
Fachveranstaltungen, unter anderen in Berlin und Los
Angeles, führten zu erfolgversprechenden Kontakten
und Projekten.
Auch die Unterstützung von Filmfestivals durch das
Land Tirol und Cine Tirol - wie des Internationalen Filmfestivals Innsbruck (IFFI), des Bergfilmfestivals in St. Anton
am Arlberg, der Naturfilmtage Innsbruck und des Politfilmfestivals - diente der Profilierung des Filmlandes Tirol.
Die Cine Tirol feierte heuer nicht nur ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum, sondern auch einen Gesamtumsatz von 40 Millionen Euro.
46
Die Bemühungen und Erfolge Cine Tirols würden
aber auch von der gast- und filmfreundlichen Bevölkerung mitgetragen, lobt Köck: „Wir konnten mit toller Unterstützung der Tiroler Destinationen und Partner wieder
viele interessante Projekte realisieren und damit auch
2007 Tirol als führendes Filmland der Alpen absichern
und ausbauen.“
Filmtelegramm
Werbespot zur Oscarverleihung
Der international renommierte Tiroler Kameramann,
Regisseur und Filmproduzent Christian Berger drehte
unter der Regie des Oscar-Autors Stephen Gaghan
(„Traffic“) den TV-Werbespot „Mastercard – the typewriter“ (Los Angeles, Agency McCann Erickson), der
extra für die Zeremonie der Oscarverleihung 2007
produziert wurde.
Roberto Rosselini Preis Rom
Der Roberto Rosselini Preis in Rom ging 2007 an
den Spielfilm „Disengagement“ des israelischen Filmemachers Amos Gitai (mit Juliette Binoche, Liron Levo,
Jeanne Moreau, Barbara Hendricks), bei dem Christian
Berger die Kamera führte. Der Film nahm auch bei
den Filmfestivals in Toronto (Reihe: Masters of cinema),
Venedig (Reihe: Venezia maestri), in Montreal,
Haifa und Sao Paolo teil. Beide Filme, „Mastercard“
und „Disengagement“, wurden ausschließlich mit dem
von Christian Berger und Christian Bartenbach entwickelten „Cine Reflekt Light-System“ gedreht.
American Black Film Festival
Für seinen ersten Spielfilm „South of Pico“ erhielt
der Tiroler Ernst Gossner den mit knapp 14.000 Euro
dotierten Grand Jury Award und wurde zudem mit dem
Heineken Red Star Award für Originalität, Innovation
und Vision prämiert. Hauptdarsteller Henry Simmons
wurde zum besten Schauspieler gekürt. Ernst Gossner
hat bereits mit seinen Kurzfilmen mehrere internationale
Preise gewonnen.
BLITZLICHTER
Der „neue“ Bergdoktor H. Sigl mit
M. Ahrens (l.) und N. O’Hara (r.)
Cine Tirol Award 2007
Der von Swarovski gestiftete „Cine Tirol Award 07“
wurde Felix Mitterer für seine besonderen Verdienste um
das Filmland Tirol verliehen. Mitterers Drehbücher waren Grundlage für zahlreiche Filmproduktionen, die dem
Filmland Tirol besondere Konturen und Kontraste gaben,
darunter neun „Tatorte“, die „Piefke-Saga“ und der Kinofilm „Andreas Hofer – die Freiheit des Adlers“. Mitterer
ist nach Regisseur Jean-Jacques Annaud, Berlinale-Chef
Dieter Kosslick, Schauspieler Tobias Moretti, Cine TirolGründer Erich Hörtnagl und IFFI-Direktor Helmut Groschup der sechste Preisträger dieser Auszeichnung.
Foto: Cine Tirol
Auszeichnung für Leokino
Fernsehfilm „Gipfelsturm“, Foto: Cine Tirol
Das Innsbrucker Leokino wurde in Berlin mit dem
Programmpreis der DEFA-Förderstiftung ausgezeichnet.
„Das Leokino zeigt künstlerisch wertvolle Filme aus aller
Welt, veranstaltet ein viel beachtetes Filmfestival mit Arbeiten vor allem aus Lateinamerika, Afrika und Asien, fördert den Low-Budget-Film und taucht ab und zu auch in
die Geschichte der DEFA ein“, begründete die Jury. Zudem habe Dietmar Zingl, der Chef des Hauses, „auch
für schräge Vorschläge immer ein offenes Ohr.“
Leidenschaft Trickfilm
(oder: Trickfilmpreis)
Indische Schauspielerin Kurian Diana
Mariam bei Filmaufnahmen in der
Axamer Lizum, Foto: Cine Tirol
Die Innsbruckerin Sabine Groschup zählt österreichweit zu den wichtigsten Animationsfilmerinnen. Ihre
Arbeitsweise, direkt auf den Filmstreifen Farbe aufzutragen, erzeugt außergewöhnliche Bilder und machte
Groschup zu einer Vorreiterin dieser Technik. Für
ihren Animationsfilm „Gugug“ wurde Groschup beim
4. intern. Filmfestival „Tricky Women“ mit dem „Synchro
Film&Video Sachpreis“ ausgezeichnet. Für den knapp
sechseinhalb Minuten langen Film malte Groschup fast
10.000 Bilder (25 Bilder pro Sekunde) mit der Lupenbrille.
Diagonale 2007
Dokumentarfilm „Polarexpedition
Schröder-Stranz 1992“ (Spiegel-TV)
Foto: B. Freinademetz – Jungle Productions
Der in Wien lebende Osttiroler Thomas Reider gewann auf der 10. Diagonale in Graz den Carl-Mayer-
47
Drehbuchpreis 2007 für die Kategorien Kino- bzw.
Kino-Dokumentarfilm. Sein Kinofilm „Stillleben“ wurde
(aus 58 eingereichten Treatments) mit dem Hauptpreis
für das beste Drehbuch ausgezeichnet. „Der Autor intensiviert durch seine ruhige und präzise Erzählweise die
Geschichte zweier distanzierter Geschwister, die sich
über die Aufarbeitung ihrer Erinnerungen wieder näher
kommen“, begründete die Jury.
Der Thomas-Pluch-Drehbuchförderpreis für NachwuchsautorInnen ging an den Tiroler Christoph Grissemann, seinen FM4-Partner Dirk Stermann und den Komiker Heinz Strunk für ihr Spielfilmdebüt „Immer nie am
Meer“. Das Trio zeigte sowohl als Drehbuchschreiber
als auch als Leinwand-Antihelden, was dieser eigentümlichen Herrenrunde durch den Kopf geht.
Der Innsbrucker Nino Leitner schaffte es mit der
Dokumentation „Every step you take“ unter die Finalisten
beim Diagonale-Publikumspreis.
Erase und Restart
Der Regisseur Florian Grünmandl und der Historiker Siegfried Steinlechner produzierten im Auftrag des
Tiroler Bildungsinstitut(TBI)-Medienzentrums die 45-minütige Dokumentation „Erase und Restart“. Sie porträtiert
die Schicksale von zehn Tiroler Zeitzeugen und deren
Sicht auf die Jahre 1938 bis 1955. Die berührende Dokumentation, die auch historisches Begleitmaterial enthält, ist besonders für den schulischen Einsatz gedacht
und kann über das TBI-Medienzentrum bestellt werden
(www.tirol.gv.at/medienzentrum).
Thierseer FilmSommer
Helma Türk und Christian Riml, Sohn des Innsbrucker
Kameramannes und Schauspielers Walter Riml, gründeten 2006 den Verein „Freundeskreis Filmmuseum Thiersee“ und erweiterten 2007 ihre Vorjahres-Ausstellung
„Thiersee und das Filmatelier am See“ um den Themenbereich „Filmland Tirol“. 2007 initiierten und organisierten Türk und Riml den „FilmSommer Thiersee“, der
ebenso wie die Ausstellungen zur ständigen Einrichtung
werden soll.
48
Volkskulturelle Rückund Einblicke
Trends und Themen zwischen
Tradition und Moderne
Petra Streng
D
as Jahr 2007 zeichnete sich auch in der volkskulturellen Szene durch eine Vielzahl an diversen Veranstaltungen, Forschungen und Projektarbeiten
aus. Neben den kontinuierlichen (Jahres)Tätigkeiten der
Verbände, Institutionen, Bühnen und Privatpersonen ging
auch das Phänomen der „Eventkultur“ nicht spur- bzw.
diskussionslos an den aktiven Volkskulturträgern vorüber.
Fragen wie „Darf eine volkskulturelle Veranstaltung
Menschenmassen ansprechen?“ oder „Wo sind die
Grenzen zwischen gelebter Volkskultur und (touristisch
ausgerichtetem) Folklorismus?“ werden in der Planung
von Veranstaltungen bzw. Projekten immer wieder aufgeworfen. Zudem kommt auch die Frage nach der Finanzierbarkeit, da allein mit öffentlichen Subventionen (auch)
so manches Volkskulturprojekt nicht realisierbar wäre.
Fazit eines groben Jahresrückblickes: Populäre
Großveranstaltungen reihten sich neben kleine, beinahe
intim zu bezeichnende Aktivitäten. Und dieser Aktionsradius spiegelt auch die Vielfalt in der volkskulturellen
Szene wieder. Neben sogenannten Hardlinern, die sich
gegen jegliche Marketingstrategien standhaft wehren,
gibt es auch Kulturträger, die einen größeren Publikumskreis ansprechen wollen und entsprechend die Werbetrommel rühren. Ihr gemeinsames Ziel ist es jedoch,
Volkskultur lebendig zu erhalten – angesiedelt zwischen
Tradition und Moderne.
Sendersbühne Grinzens,
„Tiroler Freiheit“ (Der Tod)
Foto: Rupert Larl
„Leise“ Institutionen mit
„lautem“ Widerhall
Von der volkskulturellen Szene nicht mehr wegzudenken sind der Tiroler Volksmusikverein und die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol. In kleinen, aber feinen
49
Veranstaltungen kümmern sie sich kontinuierlich um den
Erhalt und die Pflege des regionalen Musik- und Tanzgutes. Hervorzuheben waren 2007 etwa die Musizierwoche in Rotholz (Juli), die Singwoche in Imst (August/
September) und nicht zuletzt die zahlreichen „Musikhoangarte“ in den einzelnen Bezirken. Träger dieser
Projekte und Veranstaltungen ist der Tiroler Volksmusikverein, der als fachlich kompetenter Organisator auch
von zwei Großveranstaltungen auftritt: dem Alpenländischem Volksmusikwettbewerb (alle zwei Jahre; demnächst im Jahr 2008) sowie dem Tiroler Adventsingen
in der Tiroler Landeshauptstadt. An drei Dezemberterminen konnte man 2007 traditionelle Weihnachtslieder
und –musik hören und szenisches Spiel goutieren – aufgeführt von Sängern und Musikanten aus ganz Tirol.
Die Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol wartet das
ganze Jahr über mit ganz speziellen Tanzveranstaltungen auf. Beispielhaft seien hier für 2007 der Sonnwendtanz in Ebbs, der Kirchweihtanz in Kitzbühel und
das Gesamttioler Volkstanzfest in Strass im Zillertal angeführt. Zudem organisierte der Verband Fortbildungswochen und Seminare, die in ihrer inhaltlichen Ausrichtung
das breite Spektrum der traditionellen regionalen Volkskultur umfassten. Absolut erwähnenswert ist ferner der
„Ball ohne Krawall“, der alljährlich in der Faschingszeit
schon als ein Klassiker unter den Volkstanzfetischisten
reüssiert.
Das Tiroler Volksliedarchiv/Volksliedwerk erfuhr im
Jahr 2007 eine grundlegende Veränderung – wurde es
doch neben Museen (siehe dazu den Beitrag von Inge
Praxmarer über „Museen“) in die Landesbetriebsgesellschaft mbH eingegliedert. Neben der örtlichen Translozierung (vom Kulturgasthaus Bierstindl siedelte es in die
Feldgasse um) ergaben sich auch nicht unbedeutende
strukturelle Veränderungen, deren „Auswirkungen“ erst
nach einer gewissen Arbeitsperiode qualitativ beurteilt
werden können. Neben der regen Forschungstätigkeit
des Volksliedarchives und seiner Funktion als perfekt organisierte Servicestelle in volksmusikalischen Belangen,
veranstaltete es u.a. mit befreundeten Institutionen etwa
Konzertreihen im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
oder Projekte in Schulen („Mit allen Sinnen“ – Pflege
der Volksmusik und des –liedes an Schulen). Eine besondere Veranstaltung stellt „TirolMusik!“ (2007 in Stams)
dar, wo in unkonventioneller Art und Weise, spontan und
unterhaltsam, Sänger und Musikanten mitten im Publikum
agieren und dem tendentiellen Charakter der Volkskultur
gerecht werden.
50
Volkskultur an der Basis: Breitenwirksam nach innen und außen
Der Tiroler Landestrachtenverband mit seinen ca.
10.000 Mitgliedern stellt allein quantitativ eine Bastion
in der regionalen Kulturlandschaft dar. Entsprechend
den Intentionen des Verbandes agiert man nach „innen“ (also vorwiegend Fortbildung) und nach „außen“
(Umzüge, Aufführungen, aber u.a. auch Denkmalpflege
oder Seniorenfürsorge). Zu den Höhepunkten in den
vier „Trachtenregionen“ zählten die Bezirkstrachtenfeste
(2007: Pfunds, Kössen, Innsbruck/Olympisches Dorf)
sowie die Bezirkstrachtenbälle. Eine besonders einprägsame Darstellung – im wahrsten Sinne des Wortes
– stellte auch 2007 der Jugendnachmittag sowie der
Umzug beim Gauderfest am ersten Wochenende im
Mai dar. Zudem kamen noch zahlreiche Seminare und
Fortbildungs- und Sportveranstaltungen, die der Pflege
der Volkskultur aber auch der Kameradschaft dienten.
Das Jahr 2007 prägten beim Landestrachtenverband
vor allem Planungen, die das Jubiläumsjahr 2008 betreffen: mit zahlreichen Veranstaltungen wird man das
hundertjährige Bestehen des Verbandes feiern – nach
„innen und außen“.
Zumindest in der Weihnachtszeit wird in der breiten
Öffentlichkeit der Verband der Tiroler Krippenfreunde
wahrgenommen. Dabei sind die Aktiven das ganze
Jahr tätig – dem Aufwand der Krippenherstellung entsprechend. In eigenen Krippenbaumeisterkursen und
Hintergrundmalkursen werden interessierte Männer
und Frauen ausgebildet. Ihr Können präsentieren sie
vor allem in den zahlreichen Krippenausstellungen, die
in der Weihnachtszeit in allen Tiroler Regionen regen
Anklang finden. Eine herausragende Veranstaltung, die
nicht zuletzt dem Austausch dient, ist der Landeskrippentag, der im Jahr 2007 in Sölden stattfand.
Das Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung –
beheimatet im Kulturgasthaus Bierstindl – erlebte im Jahr
2007 einen Obmannwechsel. Die langjährige Obfrau
Prof. Dr. Gerlinde Haid wurde von Dr. Thomas Nußbaumer
abgelöst, der mit einem erweiterten Vorstand neue Akzente setzen will. Neben Archivierungs- und Forschungstätigkeiten sowie der Erweiterung bzw. Erschließung der
öffentlich zugänglichen Bibliothek und des Tonträgerarchivs, möchte das Institut zukünftig verstärkt mit Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten. Ein Beispiel war
im November 2007 der Vortrag von Dr. Nußbaumer
zum Thema „Fastnachten im mittleren Inntal“.
BLITZLICHTER
Sendersbühne Grinzens, „Tiroler
Freiheit“ (Herz Jesu), Foto: Rupert Larl
Tiroler Volksliedarchiv, Tiroler Musikfest in Stams, Foto: Tiroler Volksliedarchiv
Innsbrucker „Catholisch Gesang-buechlein“ von 1588, Foto: Tiroler Volksliedarchiv
Theaterwerkstatt Dölsach Aguntum,
„Male“, Foto: Theaterwerkstatt Dölsach
Advent und Weihnacht in Tirol:
Facetten der regionalen Volkskultur
Einen regelrechten Boom an vor- und weihnachtlichen Brauchtum ist in Tirol schon seit einigen Jahren
zu verzeichnen. Kompakte Großveranstaltungen reihen
sich an kleine Aufführungen, sodass die Wintermonate mit einem dicht gedrängten Programm aufwarten.
Und nicht zuletzt werden auch hier Stimmen laut, die
von „Events“ sprechen, die dem intimen Charakter von
Weihnachten nicht entsprechen würden. Bei allen Kritikpunkten darf man aber nicht vergessen, dass sich alle
Veranstaltungen eines regen Zuspruchs erfreuen, dass
sie daher wohl ein Bedürfnis in der Bevölkerung erfüllen. Zudem gibt es eine erfreuliche Vielfalt, die sowohl
das „Stille“ als auch das gesellschaftlich „Freudige“ zu
befriedigen weiß: Groß angelegte Märkte (die zwar
modern erscheinen, aber ebenso einer Tradition verhaftet sind) reihen sich neben Ausstellungen religiöser Kleinodien, Weihnachtskonzerte und Krippenspiele sprechen
Kinder und Erwachsene an, Brauchaufführungen haben
sowohl intimen (Bsp. „Frauentragen“ im Unterinntal) als
auch unterhaltsamen (Bsp. Krampuss- und Perchtenumzüge) Charakter.
Beispielhaft seien hier einige Veranstaltungen bzw.
Veranstaltungsreihen aus dem Jahr 2007 angeführt, die
von der Vielfalt der regionalen Volkskultur zeugen und
verdeutlichen, dass Moderne und Tradition sich nicht
ausschließen müssen.
Die „Innsbrucker Bergweihnacht“ umfasste ein
breites Spektrum an Aktivitäten, von den Christkindlmärkten („alt“ – Altstadt; „modern“ – Marktplatz) über Konzerte im Dom zu St. Jakob oder in der Basilika Wilten,
von Ausstellungen (u.a. „Weihnachtsansichten“ im Landesmuseum Ferdinandeum, „Krippenschauen“ im Tiroler
Volkskunstmuseum) bis hin zu Führungen bei der „Jaufenthaler-Krippe“ oder in der Glockengießerei Grassmayr. Beim Rattenberger Advent dominierte die beschauliche Atmosphäre der Altstadtgassen ebenso wie in Hall,
in Lienz lockte die beleuchtete Liebburg, in Landeck das
Schloss. All den angeführten Orten (nebst Schwaz, Kufstein, Imst, Reutte oder Kitzbühel) war und ist eines dabei
gemeinsam: Zahlreiche – eigentlich unzählige (volks)kulturelle Rahmenveranstaltungen (Bsp. Krippenpfad in Imst;
Adventkalender an der Liebburg; Anklöpfeln in Kufstein;
Konzerte im Schloss Landeck; „Krippenaufführung“ im Sixenhof in Achenkirch; u.v.m.) zeugen von der regionalen
Vielfalt. Manche – schon beinahe vergessene bzw. ab-
51
gekommene – Bräuche erleben eine neue Renaissance,
alte Weisen werden wiederaufgeführt oder neu adaptiert, Schätze der vergangenen Volkskunst (seien es nun
Krippen oder andere religiöse Andachtsgegenstände)
haben wieder ihren (kulturellen) Wert, gemeinschaftliche
Projekte wie Krippen- oder Hirtenspiele dokumentieren
Regionalität, aber auch ihre Relevanz im gesellschaftlichen „Zusammensein“.
Advent und Weihnachten sind „HochZeiten“ der
traditionellen Volkskultur – und sie zeigten sich im Jahr
2007 genauso vielfältig wie die Regionen und nicht zuletzt deren Organisatoren und Träger.
Alles ist Theater – oder Volksund Alltagskultur im Spiegelbild
des Schauspiels
Die Volksschauspiellandschaft ist ein Aushängeschild der regionalen Kultur. Davon konnte sich jeder
überzeugen, der zumindest eine kleine Auswahl an
Aufführungen im Jahr 2007 besucht hat. Kompliment an
dieser Stelle an Herrn Kugler, der für seine Funktionärstätigkeit als Obmann des Theaterverbandes 2007 mit
dem Österreichischen Ehrenzeichen gewürdigt wurde.
Kompliment aber auch an Ekkehard Schönwiese und
seinem Team, die seit Jahren flächendeckend motivierend, manchmal wohl auch kritisierend, auf alle Fälle
aber animierend wirken.
Die Vielfalt an den aufgeführten Thematiken im Jahr
2007 mögen folgende Stücke kurz umreissen: „Jesus von
Texas“ (Haiming), Krippenspiel in Niederndorf, „Male“
(Aguntum/Osttirol), „Geigenbauer Jakob Stainer“ (Haller Theaterhaufen) oder „Robin Hood“ (Nassereith).
Von „innen nach außen“:
Stubenspiele
Eine alte Schauspieltradition erlebt in Tirol seit
einigen Jahren eine neue Blüte – das Stubenspiel. Einst
wahrlich und allein nur in den Bauern- bzw. Wirtshausstuben aufgeführt, eben von der Basis für die Basis, war es
lange Zeit als adäquate Schauspielform beinahe verpönt.
Vor allem seit den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts, wo
Theatervereine eigene Bühnen erhielten, galt es diese auch
im wahrsten Sinne des Wortes „auszunützen“ – die Stube
52
war nun privat. Dies hat sich geändert. Denn so manches
Schauspiel braucht einen intimen Charakter, so manche
Schauspielleistung kommt erst im kleinen Rahmen, mit beschränkter Ausstattung erst richtig zur Geltung. So geschehen etwa 2007 bei den Stubenspielen „Wilderer Jennerwein“ am Wattenberg oder „Geierwally“ (Heimatbühne
Tulfes). Gerade letztgenanntes Stück zeigte den Charme
des Stubenspiels einprägsam auf. Aufgeführt u.a. in einem
steril wirkenden Wintergarten „moderner Art“ mit baulichen
Requisiten, die sich auf zwei Bierbänke plus Tisch beschränkten. Die überzeugende schauspielerische Leistung
bzw. der Umgang der Aktiven mit diesem wahrlich nicht
animierenden „Milieu“ ließ das Charisma vergangener
Stubenspiele nachvollziehen. Ähnliches läßt sich auch vom
Nikolausspiel (Breitenbach am Inn) sagen, dass zwar szenarisch „überfüllt“, aber trotzdem einprägsam wirkte.
In der „Mitte“ – modern,
gewagt und klassisch
Natürlich gab es auch genügend Aufführungen,
die in „herkömmlichen“ Bauten, sprich Theatersälen,
stattfanden. Und zwar queer Beet durch den schauspielerischen Themengarten. Experimentell (wie immer) das
Stück „Unter Eis“ (Inzing), zeitgeistmäßig auch „Jesus
von Texas“ (Haiming), daneben fanden sich aber auch
Klassiker und weiteres sozialkritisches Theater. Eben
Klassiker wie der „Raub der Sabinerinnen“ (Mils) bzw.
„Pension Schöller“ (Ritterspiele Bierstindl) oder „Der
blinde Bub“ (Hopfgarten), ein Stück der Tiroler Autoren
Maria Kruckenhauser und Hannes Mallaun, das Behinderung und den sozialen Umgang damit thematisierte.
Einen weiteren Themenschwerpunkt boten „Frauenleben“ – in ganz unterschiedlicher Ausrichtung und
Aufmachung. „Die wahre Geierwally – die eisenfeste
Nanno“ von der versierten Bühne in Elbigenalp, „Male“
in Aguntum oder „Die Hochzeiterin“ (Zell am Ziller).
Nach „außen“ – oder das
Leben bzw. Überleben von
Freilichtaufführungen
Seit Jahren diskutiert man in Tirol – vor allem in
der (Volks)Theaterszene – Sinn und „Unsinn“ von Freilichtaufführungen. Rechnet sich der Aufwand, wieviele
Besucher sind für den Kostenertrag notwendig, wo finden sich attraktive Aufführungsörtlichkeiten und spielt
bei allem (trotz „Klimawandel“) das Wetter mit? Nun,
ein Ende des Booms an Freilichtaufführungen ist derzeit
nicht abzusehen. Und manche Stücke geben diesem
nach wie vor gängigen Trend absolut recht.
Die Schlossbergspiele Rattenberg zeigen mit
ihrer Auswahl der Stücke, mit einem gut organisiertem
Management und Marketing, dass es funktionieren
kann. Zuletzt, also im Jahr 2007, bewiesen mit dem Stück
„Geschichten aus dem Wienerwald“. Auch das Stück
„Tiroler Freiheit“ in Grinzens überzeugte nicht zuletzt mit
dem Aufführungsort und einer gelungenen Dramaturgie.
Die Thematik, ein Vorgeschmack auf das Gedenkjahr
2009, war perfekt gewählt. Neben der ausgeklügelten
Regie, überzeugten vor allem die gelungene Symbiose
von Tradition (= „altes Thema“, der Geschichte verhaftet
und das „herkömmliche“ Geschichtswissen beinahe karikierend) und Moderne (= moderne Rock-Musik). Eine
gewisse Sensibilisierung, und zwar im positiven Sinne,
ist dieser Freilichtaufführung im Hinblick auf das Gedenkjahr 2009 absolut gelungen.
Wie die Tiroler Bühnen zukünftig mit Freilichtaufführungen umgehen, welche Schwerpunkte gesetzt werden
und wie man mit dem regionalen „Konkurrenzdruck“ umgeht – ist eine offene Geschichte. Für das Jahr 2007 ist
zu bemerken, das regional relevante historische Stoffe
weitgehend hintangehalten wurden. Aber dies wird sich
spätestens im Jahr 2009 ändern.
53
54
Tiroler Landesarchiv
Publikationen und
Projekte
Werner Auer, Kriegskinder. Schule und Bildung
in Tirol im Ersten Weltkrieg (Tirol im Ersten Weltkrieg,
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Band 7), hrsg. von
Richard Schober, Innsbruck 2008, 353 Seiten.
Das Werk von Auer schließt eine wesentliche Lücke
in der Tiroler Weltkriegsforschung. Erstmals werden die
Auswirkungen des Krieges auf das Tiroler Bildungswesen von den Kindergärten bis zur Universität analysiert.
Das Buch macht deutlich wie sehr die Schulen unter dem
Krieg durch militärisches Einquartieren, die Einberufung
der Lehrer, Kürzung der Unterrichtszeiten und Geldmangel
gelitten haben. Die Folgen
waren schwere Erziehungsund Ausbildungsmängel, die
bis zur Verwahrlosung von
vielen Jugendlichen gingen.
Auer zeigt wie intensiv der
Staat die Schule für Kriegszwecke instrumentalisiert hat.
Selbst die Volksschüler wurden im Hinterland im Dienste
der Kriegsfürsorge verwendet und ideologisch im Sinne
des habsburgischen Gedankens, der Wehrbereitschaft
und der katholischen Kirche indoktriniert. Der Turnunterricht stand im Zeichen paramilitärischer Übungen. Die
Unterrichtsinhalte wurden restlos auf das Kriegsgeschehen ausgerichtet.
Breiten Raum gibt Auer den Verhältnissen im Trentino, wo die Lehrer in einem starken Spannungsfeld zwischen dem irredentistischen und dem Staatsgedanken
standen. Italienische Lehrer und Schüler standen unter
der besonderen Beobachtung des Militärs und der
staatlichen Behörden, was häufig zu Internierungen und
Konfinierung von Lehrern und Schulverweisungen bei geringsten Anlässen führte. Besonders interessant erscheint
55
die Beschreibung des Schulalltages in den Lagern der
aus dem Kriegsgebiet evakuierten italienischen Schüler.
Abschließend geht Auer auch auf die schulische Situation nach Kriegsende ein, die insbesondere von Forderungen von Lehrern und Schülern nach umfassenden
Reformen in finanzieller, inhaltlicher und vor allem demokratiepolitischer Hinsicht gekennzeichnet waren. Erstmals bekamen im österreichischen Schulwesen Schüler
Mitwirkungsrechte zuerkannt. Die durch den Krieg bedingte Verwahrlosung vieler Jugendlicher und Kinder
war ein Problem, mit dem die junge Republik noch lange zu kämpfen hatte. Die Universität Innsbruck litt unter
denselben kriegsbedingten Mängeln wie das gesamte
Bildungswesen. Trotzdem war deren offizielle politische
Linie vom Bekenntnis zur habsburgischen Staatsdoktrin
mit einem klaren deutsch-österreichischen Führungsanspruch geprägt.
Das überwiegend auf primären Quellen basierende Werk erweitert wesentlich unsere Kenntnis von den
Auswirkungen des Weltkrieges auf die Tiroler Zivilgesellschaft, das Generalthema der Reihe „Tirol im Ersten
Weltkrieg“.
Zeitgeschichte Tirols. Unterrichtsmaterialien für
Tirols Schulen.
Im Auftrag von Landtag und Landesregierung erarbeitet unter der Leitung des Landesarchivdirektors eine
Arbeitsgruppe von LehrerInnen an Höheren Schulen
Unterrichtsmaterialien zur Zeitgeschichte Tirols für die
Tiroler Schulen, die im Jahre 2008 publiziert werden
sollen.
Der Bogen der insgesamt 14 Themen spannt sich
von der Ersten Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Zweite Republik, wobei der Schwerpunkt auf der NS-Diktatur liegt.
Neben Quellentexten zur Analyse durch Lehrer
und Schüler, bietet jede Unterrichtseinheit wissenschaftlich fundiertes Orientierungswissen sowie eine pädagogisch-methodische Aufarbeitung des Themas.
Ziel dieser Initiative ist es Lehrer und Schüler durch
aufgearbeitetes zeitgeschichtliches Material zu veranlassen, sich verstärkt entsprechend dem Unterrichtsprinzip Politische Bildung mit den Schwerpunkten der
Tiroler Zeitgeschichte zu befassen, um eine fundiertere
Standortbestimmung des Heute und Jetzt vornehmen zu
können.
56
Christoph Haidacher, Die älteren Tiroler Rechnungsbücher (IC. 280). Analyse und Edition (=
Tiroler Geschichtsquellen, hg. vom Tiroler Landesarchiv;
Nr. 52), Innsbruck 2008,
526 Seiten.
Seit vielen Jahren widmet sich das Tiroler Landesarchiv der Edition von Quellen zur Tiroler Geschichte;
mittlerweile ist diese Reihe auf
52 Bände angewachsen. In
der jüngsten Publikation wird
ein weiterer Band der älteren
Tiroler Rechnungsbücher herausgegeben (damit liegen
bereits sechs Handschriften ediert vor). Diese Aufzeichnungen aus dem späten 13. Jahrhundert zählen zu den
ältesten Quellen ihrer Art im römisch-deutschen Reich und
zeichnen sich vor allem durch ihre frühe Entstehungszeit
sowie durch ihre geschlossene Überlieferung aus.
Die Tiroler Raitbücher ermöglichen ein detailliertes
Bild des landesfürstlichen Finanzwesens unter Meinhard
II., dem Schöpfer des Landes Tirol, und seinen Söhnen.
Aus ihrem Inhalt geht nicht nur hervor, woher das Geld
kam und wofür es ausgegeben wurde, die Aufzeichnungen bieten auch einen umfassenden Einblick in die
für die damalige Zeit hochmoderne und vorbildliche
Verwaltungsorganisation Tirols mit ihrer effizienten Bürokratie und ihrem hohen Grad an Schriftlichkeit. Daneben
enthalten die Raitbücher eine Fülle von Angaben zum
mittelalterlichen Alltag, zu Einrichtungsgegenständen,
zu Löhnen von Handwerkern, zu Lebensmitteln und deren Preisen, zu Naturkatastrophen, zu Stoffen und zu
Schmuck, um nur einige Beispiele zu nennen.
Der Krieg nach dem Krieg: Erinnerung und
Verarbeitung des Ersten Weltkrieges nach 1918
im interregionalen Vergleich (Forschungsprojekt im
Rahmen des EU-Interreg-IV-Programms)
Das Forschungsprojekt (Autor: Oswald Überegger) beschäftigt sich mit den in Tirol nach 1918 entstehenden Erinnerungskulturen an den Ersten Weltkrieg.
Neben der politischen und militärischen Konstruktion
der Kriegserinnerung soll vor allem auch die konkrete
Bedeutung des erinnerten Krieges für die Nachkriegsgesellschaft analysiert werden. Ausgehend von der öffentlichen Kriegserinnerung soll also untersucht werden,
inwiefern sich derartige Deutungsangebote erinnerungs-
kulturell sedimentiert haben und wie bzw. in welcher
Weise diese Wissensvermittlung konkret im Lebensalltag entstanden ist bzw. transportiert und aufgenommen
wurde.
Die Analyse erstreckt sich auf das Gebiet des
historischen Tirol der Zwischenkriegszeit. Das Fallbeispiel
Alttirol erlaubt es, auf die grundlegend unterschiedliche
Entwicklung der Verarbeitung des Ersten Weltkrieges in
den Gebieten des ehemaligen Kronlandes Tirol-Vorarlberg (Tirol, Südtirol und des italienischen Trentino) einzugehen. Diese Beobachtung zweier unterschiedlicher
Erinnerungskulturen (der Siegermacht Italien und des
Verliererstaates Österreich) soll u. a. auch herausarbeiten, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich in
der Vergegenwärtigung des Krieges nach 1918 ergaben.
Heinz Moser, Die 2006/2007 verliehenen Erbhöfe (Tiroler Erbhöfe 23), Innsbruck 2007, 101 Seiten
Mit dem vorliegenden
23. Band der vom Tiroler Landesarchiv herausgegebenen
Reihe „Tiroler Erbhöfe“ wird
die seit 1986 gepflogene
Gewohnheit, jeweils eine Besitzgeschichte zu den neu verliehenen Erbhöfen zu liefern,
fortgesetzt. In diesem Band
werden die Erbhöfe der Jahre
2006 und 2007 vorgestellt.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Zahl der Anträge,
die auf Grund der Bestimmungen des Erbhofgesetzes
nicht berücksichtigt werden können, in der letzten Zeit
größer wird. So wurden im Jahre 2007 insgesamt 13
Anträge gestellt, von denen nur vier (2006 waren es
noch neun) positiv entschieden werden konnten. Seit der
Erlassung des Erbhofgesetzes 1931 wurden insgesamt
1027 Höfe entsprechend ausgezeichnet. Eine Liste aller
Erbhöfe, geordnet nach Gemeinden, befindet sich am
Ende des Bandes.
Das von tiris und dem Tiroler Landesarchiv (Bearbeiter: Wilfried Beimrohr) gemeinsam betriebene Projekt
„Historische Karten“ wurde fortgesetzt. Das Jahr
2007 stand im Zeichen der Dritten Landesaufnahme.
Im Zuge dieser Dritten oder Fanzisko-Josephinischen
Landesaufnahme
(1869–1887) wurde
Österreich-Ungarn,
nach Russland immerhin der flächengrößte
Staat Europas, das
dritte Mal, jetzt aber
flächendeckend kartiert, und zwar im Maßstab 1 : 25.000. Auf dieser
Grundlage wurde ein Kartenwerk publiziert, die Spezialkarte 1 : 75.000, das laufend aktualisiert und
erst Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig durch die heutige Österreich-Karte 1 :
50.000 abgelöst wurde. Über das Internet können nun für das Gebiet des Bundeslandes Tirol
folgende Kartenwerke der Dritten Landesaufnahme
eingesehen werden: 1. die originalen und farbigen
Aufnahmeblätter 1 : 25.000 mit Datenstand 1870/73;
2. die originalen Aufnahmeblätter 1 : 25.000 in einer
Schwarz-Weiß-Ausgabe mit aktualisiertem Datenstand
um 1900; 3. die zweite Ausgabe der Spezialkarte
1 : 75.000 mit Datenstand aus der zweiten Hälfte der
1920er Jahre, eine Schwarz-Weiß-Karte mit grünem
Waldaufdruck. Für 2008 sind zwei der ältesten und
bekanntesten Landkarten Tirols fest eingeplant: die TirolKarte von Warmund Ygl (1605) und die von Mathias
Burglechner (1611).
Projekte zum Gedenkjahr 1809-2009
Das Tiroler Landesarchiv koordiniert eine Reihe von
wissenschaftlichen Projekten, die sich aus historischer
bzw. kunsthistorischer Perspektive mit dem Thema
„1809“ beschäftigen und teils vom Land Tirol in Eigenregie durchgeführt, teils cofinanziert werden.
Brand von Schwaz am 15. Mai 1809, Federzeichnung von Benitius
Mayr (TLMF)
57
Andreas Oberhofer (Universität Innsbruck) wird mit
seinem Werk „Weltbild eines Helden. Andreas Hofers schriftliche Hinterlassenschaft“ eine Volledition sämtlicher in öffentlichen Archiven und Bibliotheken
überlieferter sowie (soweit greifbar) in Privatbesitz erhaltener Schreiben des Kommandanten der Tiroler Erhebung von 1809 vorlegen und mit einer umfassenden
Einleitung versehen. Das Editionswerk verspricht eine
neue, quellenfundierte und somit unmittelbare Sicht auf
Andreas Hofer jenseits von Emotionalisierung und Mythisierung und erfüllt insoweit ein Jahrzehnte altes Forschungsdesiderat.
Das vom Tiroler Landesarchiv (Autor: Martin Schennach) durchgeführte Projekt „Revolte in der Region.
Zur Tiroler Erhebung von 1809“ wird die starke
Verankerung der Tiroler Erhebung in frühneuzeitlichen
Widerstandstraditionen darstellen. Es will die Tiroler
Ereignisse nicht durch die Brille des ausgehenden 19.
und 20. Jahrhunderts betrachten, sondern ihre starke
Verwurzelung in der Frühen Neuzeit (in jener von etwa
1500 bis 1800 reichenden Epoche) deutlich machen,
die in hohem Maße von Widerständigkeiten gegen
neue, zusätzliche Belastungen durch den sich verdichtenden, zunehmend zentralisierten und bürokratisierten
(früh-)modernen Staat geprägt war. Damit lassen sich
Fragestellungen der „Neuen Militärgeschichte“ verbinden, die sich nicht der Kriegsgeschichte, sondern der
Kriegswahrnehmung, des Verhältnisses zwischen Militär
und Zivilbevölkerung u. ä. widmen.
Das Projekt „Krieg, Religion, Erinnerung“ von
Bernhard Mertelseder (Universität Innsbruck) gliedert
sich in zwei Teilbereiche: Erstens will der Bearbeiter eine
Quellensammlung zu Aspekten der Festkultur, zu den
weltlichen und religiösen Kulten und Riten sowie zu den
Bräuchen und Denkmälern mit Bezug auf die Ereignisse
von 1796 bis 1815 in Tirol zusammenstellen. Zweitens
soll parallel hierzu die gesamte Rezeptionsgeschichte
von „1809“ dargestellt und analysiert werden. Damit
können Konstanten, Veränderungen und Entwicklungen
der Erinnerung(en) an „1809“ in Nord-, Süd- und Osttirol erfasst werden. Die Arbeit schließt damit an zur Zeit
aufblühende regionale und internationale Studien zu
Fragen der „Erinnerungskultur“ an.
Zwei kunsthistorische Arbeiten widmen sich mit
Johann Nepomuk Schaller und Josef Klieber zwei Künstlern, denen im Zusammenhang mit 1809 besonderes
Interesse entgegengebracht wird, schufen sie doch das
Andreas-Hofer-Denkmal auf dem Bergisel bzw. das dort
58
angebrachte Relief. Mit Werk und Künstlern werden
sich Monographien von Selma Krasa und Hildegard
Schmid befassen.
Gedenkjahr 2009
Vorschau
Anlässlich des 200 Jahr Jubiläums der Erhebung Tirols 1809 sind, begleitend zu den offiziellen Veranstaltungen des Landes, auch eine Reihe von Initiativen aus dem Kultur- und Wissenschaftsbereich geplant. Unter dem Motto „Geschichte trifft Zukunft“ soll der Anlass genutzt werden, sich nach 200 Jahren erneut, wie bereits in den vergangenen Gedenkjahren,
mit der Bedeutung der Erhebung von 1809 für das Land Tirol auseinanderzusetzen. Die
Kultur- und Wissenschaftsprojekte wollen ausgehend von den historischen Gegebenheiten
zur gesellschafts- und kulturpolitischen Zukunftsarbeit beitragen und möglichst vielfältige
„Tirol Bilder“ aufzeigen.
Im Jahr 2006 wurden im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Kulturbeiräte Projekte nach einem
Kriterienkatalog bewertet und ausgewählt. Auf Grundlage eines Regierungsbeschlusses
vom Mai 2007, der den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen des Gedenkjahres festgelegt hat, wurden Verbände, Vereine und sonstige Kulturinstitutionen sowie die Gemeinden eingeladen, im Rahmen ihrer kulturellen Aktivitäten das Gedenkjahr zu thematisieren.
Auch innerhalb der Südtiroler Landesverwaltung planen verschiedene Abteilungen und
Ämter Veranstaltungen zum Gedenkjahr. Daneben gibt es zahlreiche Projekte von Vereinen
und Verbänden, die zum Teil grenzüberschreitend in Zusammenarbeit zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino durchgeführt werden.
Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die Veranstaltungen und Projekte, die im
Bundesland Tirol und in Südtirol zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses auf der homepage
zum Gedenkjahr unter http://www.1809-2009.eu/ veröffentlicht waren. Dabei liegt ein
Schwerpunkt im Bereich der Forschung und Geschichtsaufarbeitung, zudem widmen sich
zahlreiche Theater und Museen des Landes dem Thema, es sind Ausstellungen, Film- und
musikalische Projekte ebenso geplant wie Publikationen und Projekte aus dem Bildungsbereich. Zahlreiche weitere Veranstaltungen werden derzeit vorbereitet, eine Gesamtveröffentlichung ist im Herbst 2008 geplant.
59
60
Gedenkjahr 2009 –
Kulturprogramm
Theater
Projektträger
Titel
Franz-Kranewitter-Bühne
Andre Hofer
Nassereith
Termin/Ort/Kurzbeschreibung
Sommer 2009
Inszenierung des im Jahr 1900 zusammen mit „Michel
Gaißmayr“ entstandenen Schauspieles „Andre Hofer“
von Franz Kranewitter
Sendersbühne Grinzens
Der and´re Hofer Uraufführung Sommer 2008, Spielplan bis Ende 09
Kabarettistisches Stubenspiel von Ekkehard Schönwiese, bei dem die Zuschauer als Mitspieler angesprochen
werden.
Volkssschauspiele Kauns
Pfarrer Maaß
Sommer 2009
Volksschauspielprojekt über den Fließer Pfarrer Pater
Maaß.
Volksbühne Alpenland Thiersee - Der Tiroler Wastl
Passionsspielverein Thiersee Premiere: 27.6.09, 3.7.09, 4.7.09, 10.7.09,11.7.09,
17.7.09, jeweils 20:00 / Thiersee, Passionsspielhaus.
Singspiel von Emanuel Schikaneder, Musik: Florian
Bramböck
Figurentheatergruppe TUPILAK Vom großen Schlachten
oder die mörderische
Revolution Herbst 2009 / Innsbruck, Bierstindl
Figurentheaterprojekt, das mit Zitaten aus der
Geschichte der französischen Revolution nach Art
einer Moritat die großen Konflikte der napoleonischen
Kriege darstellt.
Theaterverein Stumm
Premiere: 2.3.09, 9.3.09, 16.3.09, 23.3.09,
30.3.09, 6.4.09, 13.4.09, 18.4.09, 25.4.09, jeweils
20:00; 14.3.09, 16:00
„Ein Tiroler Heldenlied von anno 1809“ von Hans
Renz, Regie: Rudolf Kleiner
Peter Mayr oder der Wirt an der Mahr
Volksschauspiel Steinach
Sonnwendtag
Sommer 2009 / Steinach
Drama von Karl Schönherr, Spielleitung: Waltraud
Peer
Theaterverband i.Z. mit
Held/-in in Tirol
Theater-pädagogisches-Zentrum Hall 4.–7.9.08, 22.–23.10.08, 5.–7.3.09 Seminare,
15.–16.6.09 Schultheatertage, 27.6.–4.7.09 Jugendtheaterfestival/Hall, 23.–26.10.09 Veranstaltungsreihe
Theaterprojekt, das Tirols OberstufenschülerInnen
einlädt, sich mit dem Thema „Held/-in in Tirol“ in
dramapädagogischer Form im Unterricht auseinanderzusetzen.
Verein Schlossbergspiele Speckbacher Rattenberg
3.7.–1.8.2009 Rattenberg
Stück von Felix Mitterer über das Kampfgeschehen im
Tiroler Unterland nahe Wörgl.
Sommertheater Hall
Das Heilige Land Tirol
Sommer 2009 / Hall i.T.
9 AutorInnen aus 9 Bundesländern verfassen 9 Kurzdramen rund um das Land Tirol, seine HeldInnen, seine
Geschichte und Kultur.
Tiroler Landestheater
Super Andi
Uraufführung 11.10.09
Stück von Bernhard Aichner. Ab 13 Jahren. Super
Mario ist out. Seit einigen Jahren beherrscht SUPER
ANDI die Gamerszene.
61
Theater (Fortsetzung)
Projektträger
Südtirol
Amt für Weiterbildung
Titel
Projekt Forum Theater: Ethik im Alltag Termin/Ort/Kurzbeschreibung
Erste Jahreshälfte 2009. Aufführung von kleinen
Theaterstücken (15 bis 20 Minuten) an denen das
Publikum selbst teilnimmt.
Südtirol
Theaterverband
Aufführung der Sieger-
stücke des ausge-
schrieben Wettbewerbs
1. Platz: „Die Alpträumer“ von Herrmann Staffler
2. Platz: „Hoffer“ von Peter Huber
Ausstellungen
Projektträger
VOKUS und ARGE
interdisziplinäre Frauenforschung
Titel
Termin/Ort/Kurzbeschreibung
HeldenFrauen-FrauenHelden – 23.6.–1.10.2009/ Innsbruck, Hofburg.
Kunst, Kultur und Geschichte Kulturhistorische Ausstellung mit Fokus auf das
von Frauenzimmern Leben und Wirken der Frauen in Tirol.
Tiroler Landesmuseum Hofer wanted
Ferdinandeum
(Dr. Claudia Sporer-Heis) 2009, Innsbruck.
„Helden“ von 1809 – Mythos, Missbrauch und Bedeutung von Andreas Hofer & Co in Politik, Gesellschaft
und Kultur.
Grünes Haus Reutte
Sind Außerferner Tiroler
10.9.–31.10.09/Reutte, Grünes Haus
Darstellung des Verhältnisses Resttirols zu den Außerfernern.
Rabalderhaus Schwaz
1809 – der große Brand
von Schwaz
2009. Schwaz
Stadtmuseum Kitzbühel
Episoden 1809. Anekdoten 20.6.–20.9.09, Kitzbühel. Ausstellung in
und Alltag im Tiroler Unterland Zusammenarbeit mit den Chronisten des Bezirks
zur Zeit des Volksaufstandes Kitzbühel.
Museum Jenbach
Schützen in Jenbach
2009. Jenbach. Ausstellung über die Jenbacher
Schützen mit Waffenausstellung, Präsentation von
Tiroler Trachten, Dirndln und Druckwerken aus der Zeit
Andreas Hofers.
Südtirol
Touriseum
Andreas Hofer – ein
Tourismusheld? Tagung am 5.–6.9.08 auf Schloss Trauttmansdorff
bei Meran. Tagungsband und Ausstellung ab 1.4.09.
Andreas Hofer und seine Bedeutung für die touristische
Entwicklung Tirols.
Südtirol
Die Familie Sternbach und
Jagdmuseum Schloss Wolfsthurn Andreas Hofer 2009. Ausstellung und Publikation über die bekannte
Tiroler Adelsfamilie Sternbach.
Südtiroler Landesmuseum für
Volkskunde Ende Mai 2009. Votivbilder und
Zeugnisse aus Religion und Volkskunst aus Nord-,
Südtirol und dem Trentino.
Votivbilder als Quellen für
die Zeit um 1809 Südtirol
Das kühne, freie Wort
Schloss Tirol Eröffnung Ende Juni 2009. Ausstellung über Josef
Ennemoser und Josef Fallmayer.
Musik
Projektträger
Tiroler Volksliedarchiv/ Tiroler Volksliedwerk Titel
Hofer Lieder … und wer macht die Musik?!
Termin/Ort/Kurzbeschreibung
Vertonung von Liedtexten des Tiroler
Volksliedarchivs.
Institut für Volkskultur und
Kulturentwicklung Lieder der Freiheit
1794 – 1848
CD- Präsentation Anfang 2009. Lieder und
Musikstücke aus Tirol zwischen 1794 und 1848.
Tiroler Landestheater
Hofers Nacht
Uraufführung 5.4.09. Oper über den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer von Florian Bramböck. Libretto:
Alois Schöpf
Pro Vita Alpina
CD – Tiroler Land wie bist du CD-Präsentation Juni 2009
Eine musikalische / literarische Reise durch die
Geschichte.
62
Film
Projektträger
Südtirol
Amt für audiovisuelle Medien
Titel
Termin/Ort/Kurzbeschreibung
Erzherzog Johann – Visionär 2009
und Revolutionär
Südtirol
Amt für audiovisuelle Medien
Digitalisierung 16 mm-Filme 2008
über die Feierlichkeiten von
1959
Südtirol
Amt für audiovisuelle Medien
Filmreihe zum Thema
Andreas Hofer bzw.
Freiheitskriege
Südtirol
Abteilung Italienische Kultur
Dokus zur Südtiroler
2009. Produktion von Filmen zur Geschichte SüdGeschichte „L’Alto Adige e tirols und insbesondere zur Geschichte der
la sua storia“ italienischen Bevölkerung Südtirols.
Herbst 2009
Schule, Bildung, Bibliotheken
Projektträger
Titel
Verein Tiroler Heimatpflege Gesamttiroler Jugendquiz
(Mag. Neumann) und Heimat-
pflegeverband Südtirol
Termin/Ort/Kurzbeschreibung
Start 2009. Interaktiver Zugang zu den Lernfeldern
Landeskunde, Kultur, Architektur sowie Heimat-, Naturund Umweltkunde bieten.
Südtirol
Leseecken
Abteilung Italienische Kultur Einrichtung von Leseecken mit Publikationen in italienischer Sprache zu Andreas Hofer und seiner Zeit in
verschiedenen Bibliotheken ab Frühjahr 2009.
Teßmann Bibliothek, Universität Digitales Zeitungsarchiv des 2009. Gemeinsames Bibliothekenprojekt.
Innsbruck und Ferdinandeum
historischen Tirol (DHAZ)
Digitalisierung Zeitschriftenarchiv und -portal
Amt für Bibliotheken und Lesen – 1809 „kulturhistorisches
Teßmann Bibliothek Internet-Angebot“
2008–2009. Digitalisierung historischer
Dokumente und musealer Objekte der Zeit sowie
historisches Lexikon (BAM Portal 1809)
Südtirol
Ladinische Schule und Kultur
2009
KünstlerInnenwettbewerb zum Thema HeldInnen und
Ausstellung
Publikationen
Projektträger
Titel
Termin/Ort/Kurzbeschreibung
Kinderbuch zu Andreas Hofer Kindgerechte Erzählung der Geschichte Andreas
Dr. Verena Wolf / Dr. Sonja Ortner Hofers. Primäre Zielgruppe: Kinder im Volksschulalter,
jedoch auch ältere Kinder.
Haymon Verlag (Dr. Schönwiese) Volksschauspiel
1809 – 2009 Publikation über die Vorlesung „Geschichts- und Selbstbewusstsein im biografischen Erzählen – Strukturen
lebensgeschichtlicher Erinnerungen“.
Südtirol
„Südtirol-Europa“
Amt für deutsche Kultur
2009. Sammelband mit 11 Beiträgen verschiedener
AutorInnen.
Italienisches Pädagogisches
Institut Extranummer der Zeitschrift 2009. Herausgabe einer Nummer der Zeitschrift
STORIAE
STORIAE zum Thema Andreas Hofer und Freiheitskämpfe.
Museum Ladin Ciastel de Tor
Publikation über
Katharina Lanz Herbst 2009. Forschungsarbeit und Publikation des
Historikers Lois Craffonara.
63
Wissenschaft / Forschung
Projektträger
Titel
Termin/Ort/Kurzbeschreibung
Tiroler Landesarchiv/Universität Edition der Briefe und Juni 2009 Fertigstellung. Forschungsarbeit
Innsbruck (UP Dr. Riedmann, Schreiben Andreas Hofers mit dem Ziel, erstmals alle Texte, die von
Mag. Oberhofer)
Andreas Hofer selbst und aus seiner „Kanzlei“
stammen, zu sammeln und zu edieren.
Tiroler Landesarchiv (DDr. Martin Schennach)
Revolte in der Region. Zur Juli 2009 Fertigstellung. Innovativer Zugang zu den
Tiroler Erhebung von 1809 Ereignissen des Jahres 1809 in Tirol durch die Methodik der „neuen Militärgeschichte“.
Tiroler Landesarchiv in Symposion und
Zusammenarbeit mit der
Protokollband
Universität Innsbruck
Symposium März 2009, Protokollband 2010
Diskussion der in den zahlreichen Forschungsprojekten
in Tirol und Südtirol erarbeiteten wissenschaftlichen
Erkenntnisse.
Tiroler Landesarchiv/Institut für Krieg, Religion und
Geschichte der Universität
Erinnerung
Innsbruck (UP Dr. Mazohl-Wallnig,
Mag. Mertelseder)
Historiographische Aufarbeitung der Erinnerungskultur in Tirol zu den Ereignissen um 1809
Tiroler Landesarchiv/Universität Klassizismus und Romantik
Innsbruck – Institut f. Kunst-
in Tirol um 1800
geschichte (UP Dr. Neuwirth)
Erscheinungstermin: Juli 2009
Monographien der Künstler des Andreas Hofer
Denkmals Josef Klieber und Johann Neppomuk Schaller.
Österreichisches Zeitzeugenarchiv, Virtuelles Haus der
Südtiroler Kulturinstitut und Verein Geschichte – Zeitzeugen
„Die Chronisten“ (Dr. Schönwiese) erinnern sich
Befragung ausgewählter ZeitzeugInnen.
Die ChronistInnen erinnern sich an ihr alltägliches Leben im 20. Jahrhundert.
Katholisch-Theologische Fakultät
der Universität Innsbruck, Friedensforum (UP Dr. Roman Siebenrock)
Forschungsschwerpunkt: „Religion – Gewalt – Kommunikation – Welt-
ordnung“
8.–11.10.09 / Telfs, Stams, Mösern
Symposion
Universität Innsbruck Institut für
Europ. Ethnologie / AG Geschichte und Religion Grenzgänge. Zur Kultur-
analyse von Orten des
Durch- und Übergangs
Historische und gegenwärtige Phänomene der
Begrenzung und Entgrenzung.
Südtiroler Landesarchiv
Eliten in Tirol zwischen 15.–18.10.08 Tagung, Bozen.
Ancien régime und Vormärz Publikationen zwischen 2010 und 2012.
Südtiroler Landesarchiv
Forschung und Buchprojekt 2009. Einbeziehung von Frauen in (Süd-)Tiroler
„Die Marketenderin. Frauen Traditionsvereine
in Traditionsvereinen“
Südtirol
Amt für deutsche Kultur
Diskussionsrunden zu
gesellschaftspolitischen
Zukunftsthemen
Südtirol
Vortragsreihe
Italienische Kultur ab Ende 2008
März bis Mai 2009. Durchführung einer Vortragsreihe
zur Geschichte Andreas Hofer.
Ladinische Schule und ladinisches Forschungsarbeit für
2008-2009. Unterrichtsmaterialien zur Geschichte der
Pädagogisches Institut LehrerInnen zur Geschichte ladinischen Täler um 1809.
der ladinischen Täler um 1809
Südtiroler Landesarchiv
Kriegs- und Krisenzeiten in Zweite Hälfte 2009. Kommentierte Edition von behördTirol: Lage- und Stimmungs- lichen Berichten, die Lage und Stimmung im Lande vor
berichte 1800-1825 allem in politisch entscheidenden Jahren – 1805/6,
1809/10 und 1814/15 – illustrieren sollen.
Südtiroler Landesarchiv
Forschung und Buchprojekt 2009. Tiroler Frauenleben um 1800 anhand der
„Tiroler Frauenleben“ um
Biographien von Annette v. Menz, Therese v.
1800 Sternbach u.a.
64
Kultur in Zahlen
AUSGABEN ABTEILUNG KULTUR 2007 (EUR)
26.694.821,36
VON DER ABTEILUNG KULTUR BEWIRTSCHAFTET
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Kunstförderungsbeitrag
außer- und überplanmäßige Kredite
15.809.176,11
8.575.143,21
6.750.090,58
168.842,32
315.100,00
LANDESGEDÄCHTNISSTIFTUNG
NACHGEORDNETE DIENSTSTELLEN
EINNAHMEN NACHGEORDNETE DIENSTSTELLEN (EUR)
GESAMTAUSGABEN KULTUR 2007 (EUR)
Museen, Archive, Wissenschaft
Baukulturelles Erbe
Heimat- und Brauchtumspflege
Literatur und Schrifttum
Bibliothekswesen
Musik
Darstellende Kunst
Bildende Kunst und Architektur
Film, Video und Medienkunst
Kulturinitiativen, Zentren
Aus- und Weiterbildung
Erwachsenenbildung
Internationaler Kulturaustausch
Großveranstaltungen
Sonstige kulturelle Aktivitäten
3.336.511,77
7.549.133,48
1.074.724,63
83.340.279,68
23.592.191,50
6.977.488,40
163.503,00
540.211,43
166.178,23
3.518.875,62
11.678.776,56
1.601.897,40
296.450,00
1.487.945,35
30.890.431,61
2.048.818,61
81.454,92
61.087,17
234.969,88
65
I.Museen, Archive
Wissenschaft
Museen
Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Personalaufwand
Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Entschuldung
Innsbruck, Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Kreditrückzahlung
Innsbruck, Alpenvereinsmuseum, Interreg IIIA-Projekt
Innsbruck, Bergiselmuseum
Innsbruck, Museum am Bergisel, Konzeptentwicklung
Innsbruck, Kaiserjägermuseum
Innsbruck, Kaiserschützenmuseum
Innsbruck, Oesterreichischer Alpenverein, Sonderausstellung
Innsbruck, Pro Kulturverein Pozuzo, Pozuzo Ausstellung
Innsbruck, Schloss Ambras, Sonderausstellung
Innsbruck, Stadtmuseum, Sonderausstellung „Der Mensch um 1500 - Die Hutterer“, 2. Rate
Innsbruck, Verein Gruppe KIM, Jahresbeihilfe
Axams, Pfarre, museale Beleuchtung der Freskenkapelle
Fiss, Museumsverein, „s‘Paules und s‘Seppls Haus“ Fließ, Archäologisches Museum, Didaktik
Galtür, Alpinarium, Sonderausstellung
Hall, Ausstellung „Der Mensch um 1500“, letzte Rate
Imst, Museum im Ballhaus, „SAKRA-MENT“
Jenbach, Museum
Kitzbühel, Stadtmuseum, Sonderausstellung
Kramsach, Museum Tiroler Bauernhöfe
Landeck, Bezirksmuseumsverein Landeck, Netzwerk Magisch Rätisches Dreieck Kulturmeile Landeck, Interreg IIIA-Projekt
Landeck, Schloss Landeck, Museumseinrichtung, Interreg IIIA-Projekt
Landeck, Verein Regio L, Regionalmanagement für den Bezirk Landeck, „Terra
Raetica“, Interreg IIIA-Projekt
Längenfeld, Ötztaler Heimatverein, Restaurierung Grommelofen und Milchkammer
Leutasch, Ganghofer-Museum, Sonderausstellung
Lienz, Schloß Bruck, Sommerausstellung
Ötz, Turm-Museum, Ausstellungen und Ankauf
Ötz, Turm-Museum, Kuratorentätigkeit Hans Jäger
66
500.000,00
647.764,02
79.633,69
48.200,00
10.936,50
17.000,00
5.000,00
5.000,00
60.000,00
1.000,00
3.000,00
10.000,00
2.000,00
5.000,00
10.000,00
1.500,00
15.000,00
10.000,00
1.000,00
7.000,00
7.700,00
251.000,00
983,88
20.000,00
5.600,00
7.000,00
1.000,00
5.000,00
21.500,00
26.000,00
I.Museen, Archive
Wissenschaft
Rattenberg, Augustiner Museum
Reutte, Kultur- und Naturführer
Reutte, Museumsverein Außerfern, Sonderausstellung
Reutte, Museumsverein des Bezirkes Reutte, „Museumsverbund Außerfern“, Leader+Projekt
Reutte, Verein Europäisches Burgenmuseum Ehrenberg, Outdoor-Inszenierung des
„Europäischen Burgenmuseums Ehrenberg“, Leader+Projekt
Reutte, Verein Europäisches Burgenmuseum Ehrenberg, Via Claudia Raum
St. Johann i. T., Museums- und Kulturverein, Ankauf Exponate für Sonderausstellung „Wilder Kaiser“
St. Johann i. T., Museums- und Kulturverein, Ausstellungsprogramm und Museumsausstattung
Schwaz, Haus der Völker
Schwaz, Museums- und Heimatschutzverein, Ankäufe
Schwaz, Museums- und Heimatschutzverein, Sonderausstellungen,
Betriebskosten Rabalderhaus und Herausgabe Heimatblätter
Schwaz, Rabalderhaus, Einrichtung Obergeschoß
Stams, Museum Stift Stams, Ausstellungsprogramm
Umhausen, Archäologischer Freilichtpark, Museumsführer
Vils, Museumsverein der Stadt Vils, Ankauf
60.600,00
865,00
2.000,00
5.500,00
21.300,00
6.000,00
1.500,00
3.000,00
14.500,00
8.000,00
18.000,00
7.000,00
13.000,00
3.000,00
4.500,00
Eben, Notburga Museum, Tiroler Museumspreis 2006
Telfs, Fasnacht- und Heimatmuseum Telfs, Anerkennungspreis zum Tiroler Museumspreis 2006
Landeck, Museumsverein Landeck, Projektpreis zum Tiroler Museumspreis 2006
6.000,00
2.500,00
1.000,00
Eisenstadt, Österreichisch Jüdisches Museum, Mitgliedsbeitrag
Linz, Österreichischer Museumsbund, Jahresbeitrag
Neuhofen/Ybbs, Kulturhof
Stübing, Österreichisches Freilichtmuseum, Jahresbeihilfe
Weitere kleinere Beihilfen
2.300,00
1.000,00
1.163,00
7.300,00
1.000,00
SUMME
1.975.846,09
67
I.Museen, Archive
Wissenschaft
Archive
Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Jahresbeihilfe
Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Dokumentation Literatur in Tirol/Südtirol, Interreg IIIA-Projekt
Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, „Literatur-Land-Karte Tirol/Südtirol“
Univ. Innsbruck, Institut für Musikwissenschaft und Brenner-Archiv, Tiroler Musiknachlässe
Innsbruck, Diözese, Diözesanarchivar
Innsbruck, Tiroler Kunstkataster
Innsbruck, Tiroler Musikkataster
SUMME
68
54.500,00
12.500,00
2.500,00
6.000,00
4.000,00
131.466,47
21.269,39
232.235,86
I.Museen, Archive
Wissenschaft
WISSENSCHAFT
Univ. Innsbruck, Forschungsschwerpunkt Berglandwirtschaft, Jahresbeihilfe
29.069,07
Univ. Innsbruck, Innsbrucker Zeitungsarchiv, Jahresbeihilfe
5.000,00
Univ. Innsbruck, Innsbrucker Zeitungsarchiv, „text under image“
1.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien (Archaeo Tirol), Prähistorische Brandopferplätze
in Tirol, Interreg IIIA-Projekt
10.800,00
Univ. Innsbruck, Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte / Archiv für
Baukunst, „Weichen & Wahrzeichen“/„Scambi & Simboli“
15.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege (Archiv für Baukunst), Zusammenarbeit
und Aufbau grenzüberschreitender Netzwerke und Kooperationen, Interreg IIIA-Projekt
19.500,00
Univ. Innsbruck, Institut für Botanik, Herbardokumentation, Jahresbeihilfe
4.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Germanistik (Dialektarchiv), Mundarterhebung Osttirol
1.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, Symposium der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Volksgruppen und regionale Selbstverwaltung in Europa, 1. Rate
1.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Ökologie, Entomologentagung
1.000,00
Univ. Innsbruck, Italien-Zentrum, Jahresbeihilfe
55.000,00
Univ. Innsbruck, SFB HiMAT, 1. Rate
15.000,00
Univ. Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck, Center of Excellence
Universitätsbibliothek Innsbruck
2.180.000,00
Univ. Innsbruck, Vizerektorat für Forschung, „Junge Uni“ 2006
10.000,00
Innsbruck, Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, „Kulturelle Katastrophenbewältigung.
Strategien und Reflexionen zur Prävention und Bewältigung von Naturgefahren in Tirol“
2.000,00
Innsbruck, Netzwerk Essstörungen, 15. Internationale wissenschaftliche Tagung
1.000,00
Innsbruck, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Atemgasanalytik für die Jahre 2007
und 2008, 1. Rate
15.000,00
Innsbruck, Österreichische HochschülerInnenschaft, Mensenbonaktion
6.300,00
Innsbruck, Verein Brenner-Forum, Kritik der Gegenwart - Tagung, Sören Kierkegaard seinerzeit und heute zum 70. Geburtstag von Walter Methlagl
1.000,00
Hall, Verein zur Förderung der Stadtarchäologie und Stadtgeschichte in Hall i. T., Jahresbeihilfe
6.000,00
Kartitsch, Gemeinde, Projekt „Alte Kriegsstellungen am Karnischen Kamm - verbinden statt trennen“,
Interreg IIIA-Projekt
3.500,00
Vill/Igls, Tiroler Bildungsinstitut Grillhof, 2 Stipendien für den Universitätslehrgang
Friedensforschung „Peacestudies“
2.500,00
69
I.Museen, Archive
Wissenschaft
Tiroler Landespreis für Wissenschaft 2007, Paul Naredi-Rainer
Förderungspreis des Landes Tirol für Wissenschaft 2007, Lukas Madersbacher
Wien, Art&Science (Leander Kaiser, Michael Ley), Symposium „Inkarnation und Abstraktion“
Wien, Europäisches Forum Alpbach, Jahresbeihilfe
Wien, Österreichische Forschungsgemeinschaft, Jahresbeihilfe
Wien, Österreichischer Fachverband für Volkskunde, Österreichische Volkskundetagung in Innsbruck
zum kulturellen Erbe, 1. Rate
Wien, Otto Koenig Gesellschaft, 33. Matreier Gespräche
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
70
14.000,00
4.000,00
3.500,00
101.700,00
36.300,00
2.000,00
1.200,00
5.721,89
2.553.090,96
I.Museen, Archive
Wissenschaft
WISSENSCHAFTliche publikationen
Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Faksimiles Christine Busta und Paul Engelmann
Univ. Innsbruck, Brenner-Archiv, Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv 26 (2007)
Univ. Innsbruck, Institut für Anglistik und Amerikanistik, „Literatures in English“
Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, „Johann Wunibald Deininger“
Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, „Via Claudia - Neue Forschungen“ Band 2
Univ. Innsbruck, Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre,
„Die Identität Tirols in Europa“ von Peter Pernthaler
Univ. Innsbruck, Institut für Romanistik, Tagungsband zum Weltromanistenkongress
Univ. Innsbruck, Institut für Slawistik, „Grundlagen der polnischen Grammatik“,
hrsg. von Ingeborg Ohnheiser
Univ. Innsbruck, Institut für Sprachen und Literaturen, Anzeiger für die Altertumswissenschaft 59 (2006)
Univ. Innsbruck, Institut für Zivilrecht, „Ratsprotokolle der Obersten Justizstelle,
Tyrolisch-Vorarlbergischer Senat 1814-1844“, Band 4
Innsbruck, Berenkamp Verlag, „450 Jahre Schwazer Bergbuch“, hrsg. von
Wolfgang Ingenhaeff, Johann Bair
Innsbruck, Berenkamp Verlag, Tagungsband „Bergbau und Holz“
Innsbruck, Studienverlag, „Akten zur Südtirolpolitik“, Band 3, hrsg. von Rolf Steininger
Innsbruck, Studienverlag, „Geschichte und Region“ 2006/2007
Innsbruck, Studienverlag, „Innsbrucker Historische Studien“ Band 25, hrsg. von Robert
Rebitsch und Elena Taddei
Innsbruck, Studienverlag, „Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und
Südtirol“ von Horst Schreiber, Subvention und Ankauf
Innsbruck, Studienverlag, „Temporäres Denkmal“, hrsg. von Franz Wassermann und Andrea Sommerauer
Innsbruck, Studienverlag, „Verschiedene europäische Wege im Vergleich“
(Festschrift Rolf Steininger), hrsg. von Michael Gehler u. a.
Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Die Faistenberger. Eine Tiroler
Künstlerfamilie der Neuzeit“ von Andreas Faistenberger
Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Die Hutterer zwischen Tirol und Amerika“ von Astrid von Schlachta
Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Grafschaft Tirol - Vallis Venusta.
Festschrift für Marjan Cescutti“, hrsg. von Georg Mühlberger und Mercedes Blaas
Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Propst Josef Weingartner“ von Eva Gadner
1.500,00
2.900,00
1.000,00
1.000,00
2.000,00
2.000,00
1.200,00
1.000,00
1.000,00
1.000,00
1.500,00
1.000,00
3.000,00
2.600,00
1.200,00
5.000,00
3.000,00
1.000,00
2.000,00
1.100,00
2.500,00
1.800,00
71
I.Museen, Archive
Wissenschaft
Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Renaissancealtäre und -epitaphien in Tirol“
von Leo Andergassen, Subvention und Ankauf
Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, „Tiroler Heimat“ Band 71
Innsbruck, Universitätsverlag Wagner, Tiroler Bibliographien 26 (2004) und 27 (2005)
Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, „Die Geschichte der Kunst in Tirol“, hrsg. von
Paul Naredi-Rainer und Lukas Madersbacher, Subvention und Ankauf
Graz, Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz, „Kulturgeschichte des Volkstanzes
in Österreich und Südtirol“, 1. Rate
Wien, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für
Mittelalterforschung, Inschriftliche Denkmäler des Oberlandes (Photodokumentation)
Bozen, Verlagsanstalt Athesia AG, „Geschichte des Kunsthandwerks in Tirol“
von Magdalena Hörmann, Ankauf
Frankfurt a. Main, Verlag Vittorio Klostermann, „Jagdrecht, Wilderei und
‚gute Policey‘. Normen und ihre Durchsetzung im frühneuzeitlichen Tirol“ von Martin Schennach
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
72
2.700,00
2.000,00
2.000,00
25.000,00
3.000,00
8.000,00
3.591,00
1.000,00
14.385,40
101.976,40
I.Museen, Archive
Wissenschaft
Landesgedächtnisstiftung
Linz, Studentenhilfsverein Linz, Ankauf von Einweisungsrechten
Wien, Akademikerhilfe, Ankauf von Einweisungsrechten
SUMME
7.000,00
70.000,00
77.000,00
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Landesgedächtnisstiftung
3.096.795,99
1.766.353,32
77.000,00
Gesamtbetrag
4.940.149,31
73
II.Baukulturelles Erbe
ALLGEMEINES
Innsbruck, Diözese, Inventarisierungsprojekt
Innsbruck, Propstei und Dompfarre St. Jakob, Projekt „Lebende Steine St. Jakobsweg“, Interreg IIIA-Projekt
Innsbruck, Verschönerungsverein, Gedenktafeln
Biberwier, Ehrenberger Krippe, 1. Rate
Brixen, Antlaßfahne der Familie Stöckl
Grins, Männerbund, Männerfahne
Kolsass, Ankauf von Kunstgut aus Privatbesitz, 1 Hl. Geist Skulptur und 2 Ewig Licht-Ampeln
Steyr, Ankauf von Kunstgut aus Privatbesitz, 1 Ampel
Weitere kleinere Beihilfen
40.000,00
18.314,36
3.000,00
7.500,00
1.412,00
3.400,00
1.000,00
850,00
800,00
SUMME
76.276,36
kirchen, klöster
Innsbruck, Dreiheiligenkirche
Innsbruck, Franziskanerkloster, Betreuung Hofkirche
Innsbruck, Jesuitenkirche, Judas-Thaddäus-Altar, Herz-Jesu-Tabernakel
Innsbruck, Jüdischer Friedhof
Innsbruck, Pfarre St. Nikolaus, Friedhof
Innsbruck, Pfarrkirche Maria am Gestade
Innsbruck, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Amras
Innsbruck, Pfarrkirche Wilten West
Innsbruck, Spitalskirche zum Hl. Geist
Innsbruck, Stift Wilten, Handschriften
Innsbruck, Stift Wilten, Bibliothek
Innsbruck, Westfriedhof, Fresko von Matthias Schmid
Ainet, Pfarrkirche
Anras, Pfarrkirche St. Stephanus
1.800,00
14.600,00
1.354,80
1.750,00
5.000,00
6.000,00
34.000,00
15.000,00
3.840,00
2.000,00
1.600,00
1.200,00
4.800,00
9.000,00
74
II.Baukulturelles Erbe
Bach, Kirchlein „Maria zum Guten Rat“
Brandenberg, Filialkirche in Aschau
Feichten, Pfarrkirche
Feichten, Pfarrkirche Kaltenbrunn
Flaurling, Kalvarienbergkirche
Fulpmes, Pfarrkirche zum hl. Vitus
Haiming, Pfarrkirche
Hall, Franziskanerkloster, Bibliothek
Häselgehr, Pfarrkirche
Hatting, Pfarrkirche
Heiterwang, Kirchenkrippe
Holzgau, Pfarrkirche
Hopfgarten i. Br., Penninger Kirchlein
Imsterberg, Pfarrkirche
Inzing, Pfarrkirche
Jerzens, Pfarrkirche
Kirchdorf, Kirche zur Hl. Barbara in Erpfendorf
Kössen, Wallfahrtskirche Maria Klobenstein
Kramsach, Pfarre St. Nikolaus, Ostergrab
Kramsach, Totengräberhäusl
Kramsach-Mariathal, Wallfahrtskirche
Lechaschau, Pfarrkirche
Matrei i. O., Kirche St. Nikolaus
Mils b. Imst., Pfarrkirche hl. Sebastian
Mötz, Pfarrkirche Maria Schnee
Pettneu, Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Pinswang, Pfarrkirche St. Ulrich
Ranggen, Pfarrkirche St. Magnus
Rum, Pfarrkirche Neu-Rum
St. Anton, Pfarrkirche St. Jakob a. A.
Sautens, Pfarrkirche
Schlitters, Pfarrkirche
Schönberg, Pfarrkirche
Schwaz, Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
800,00
4.500,00
12.000,00
8.500,00
2.500,00
3.000,00
5.500,00
1.500,00
9.000,00
4.000,00
1.147,00
7.500,00
10.000,00
1.188,00
3.000,00
2.500,00
5.000,00
10.000,00
4.000,00
12.000,00
2.000,00
15.000,00
14.000,00
2.220,00
1.000,00
2.500,00
7.000,00
10.600,00
10.000,00
40.000,00
25.000,00
21.700,00
3.500,00
13.000,00
75
II.Baukulturelles Erbe
Schwaz, Spitalskirche
Sillian, Kirche St. Peter in Heinfels
Sistrans, Pfarrkirche St. Gertraud
Sölden, Pfarre, Kirchenkrippe
Stams, Stift, Archiv und Bibliothek, Restaurierung 2006
Stams, Stift, Archiv und Bibliothek, Restaurierung 2007
Stams, Stift, Büste Kaiser Karl, Vergoldung in Messing des Reliquienschreins
Stams, Stift, Dachsanierung
Stams, Stift, Konventhaus auf der Stamser Alm
Steeg, Kirche zum Hl. Oswald
Tannheim, Maria Hilf Kirche
Tarrenz, Pfarrkirche
Telfes, Pfarrkirche
Telfs, Franziskanerkloster, letzte Rate
Tux, Pfarrkirche zum hl. Thomas in Lanersbach
Umhausen, Pfarrkirche, Prozessionsaltar
Vinanders, Pfarrkirche
Weißenbach, Pfarrkirche
Wenns, Pfarrkirche
Wien, Minoritenkirche, Bronzegusstafel
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
76
17.000,00
6.000,00
2.000,00
1.000,00
2.800,00
2.800,00
9.780,00
886.500,00
25.000,00
37.500,00
5.000,00
2.120,00
5.250,00
66.000,00
8.000,00
1.000,00
6.960,00
8.000,00
9.000,00
1.668,00
6.583,60
1.487.061,40
II.Baukulturelles Erbe
kleindenkmäler, kapellen
Innsbruck, Bildstock an der Hallerstraße
Arzl, Kapelle Maria-Hilf
Arzl, Kapelle und Brunnen Mairhof in Wald
Außervillgraten, Antoniusstöckl
Ehrwald, Martinskapelle
Elmen, Kapelle St. Josef, Martinau
Fieberbrunn, Hauskapelle
Finkenberg, Friedhofskapelle „Glocke“
Finkenberg, Margareten-Kapelle Innerberg
Flaurling, Totenkapelle, Kapelle in Ram
Fließ, Filomenakapelle
Gnadenwald, Kapelle Walderalm
Hopfgarten i. Br., Wittalkapelle
Imst, Pestkapelle am Imster Kalvarienberg
Kappl, Kapelle zur Hl. Dreifaltigkeit
Kitzbühel, Wegkreuz am Römerweg
Längenfeld, Kapelle Winkle
Lienz, Kriegergedächtniskapelle
Mötz, Jechele in Mötz, Bildstock
Mühlbachl, Kapelle Hl. Peter und Paul
Obertilliach, Kapelle Mariahilf
Stams, Loachkapelle
Stumm, Antoniuskapelle
Thiersee, Hausbergkapelle
Trins, St. Magdalena
Umhausen, Höchle-Kapelle
Vent, Theresienkapelle bei den Rofenhöfen
Vill/Igls, Fronleichnamsaltar
Volders, Kapelle Kosmas und Damian
Waidring, Schachererkapelle, Vorplatz
Weer, Friedhofskapelle, Grabdenkmal
Zams, Rochuskapelle, Kreuzwegstationen
6.300,00
5.000,00
1.000,00
3.000,00
3.000,00
2.000,00
5.000,00
2.000,00
2.000,00
1.500,00
6.000,00
1.500,00
4.000,00
4.000,00
5.500,00
1.500,00
4.000,00
5.000,00
1.900,00
800,00
7.300,00
2.500,00
2.500,00
3.000,00
10.000,00
800,00
7.000,00
3.000,00
2.356,00
3.000,00
1.100,00
2.000,00
77
II.Baukulturelles Erbe
Wien, Grabstätte Johannes von Hofer
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
2.000,00
2.675,00
114.231,00
Ölgemälde
Ebbs, Ankauf Ölbild, Bundesdenkmalamt
Imsterberg, Pfarrkirche, Gemälderestaurierung
Lienz, Dominikanerinnenkloster, Restaurierung von Bildern
Schwaz, Franziskanerkloster, 2 Leinwandgemälde
Stams, Stiftsmuseum, Restaurierung Pußjäger-Zyklus
Weitere kleinere Beihilfen
1.000,00
1.500,00
2.100,00
1.248,00
2.200,00
1.920,00
SUMME
9.968,00
Pfarrhäuser
Innsbruck, Pfarre St. Pius X., Pfarrhaus und -heim
Angath, Pfarrhof
Anras, Pfarrwidum
Baumkirchen, Frühmesserwidum
Kelchsau, Pfarrhof
Münster, Pfarrwidum
Niederthai, Widum
Schmirn, Pfarrhaus
Sillian, Widum
Umhausen, Widum Niederthai
20.000,00
5.000,00
10.000,00
5.000,00
5.000,00
10.000,00
4.000,00
15.000,00
10.000,00
2.000,00
SUMME
86.000,00
78
II.Baukulturelles Erbe
Landwirtschaftliche Nebengebäude
Galtür, Engadiner Hütte
Innervillgraten, Schindeldächer
Innervillgraten, Wurzerhof
Leermoos, Translozierung Leermoser Salzstadl nach Reutte, Leader+ Projekt
Pfafflar, Boden Nr. 4, Schindeldeckung von Haus und Stadel
Thurn, Kammerlanderhof, Speis und Garten
Vals, Jorlerhof
3.633,00
10.000,00
8.000,00
20.000,00
2.300,00
1.500,00
6.000,00
SUMME
51.433,00
Profanbauten
Innsbruck, Egerdachstraße 11, Lodron‘sches Wappen
Fiss, Museumsverein, Einbau der WC-Anlage
Fließ, Mühlbachbrücke
Imst, Haus Schmitthenner
Kirchbichl, Kastengstatt, alter Getreidekasten (Wohnhaus)
Kramsach, Mariathal 11, Dachsanierung
Landeck, Wohnanlage Hofer-Lonic, weitere Raten
Lienz, Villa Sonnenhof
Ötz, Holzbrücke in Habichen
Rietz, Kluibenschedlhaus
Schwaz, Paulinum, historisches Mobiliar
Schwaz, Rabalderhaus
Silz, Meiergasse 3, Fassade
Stanz, HNr. 8, Fenster und Türen
Telfs, Kirchgasse 10, Fassadenfresken
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
840,00
2.500,00
10.000,00
6.500,00
13.500,00
1.500,00
11.390,00
17.500,00
3.000,00
14.000,00
4.000,00
5.000,00
1.000,00
8.500,00
2.000,00
312,00
101.542,00
79
II.Baukulturelles Erbe
Kirchenbauten
Lechaschau, Pfarrkirche
Matrei i. O./Huben, Neubau Pfarrzentrum
10.000,00
20.000,00
SUMME
30.000,00
burgen
Ampaß, Ansitz Taschenlehen
Hopfgarten i. Br., Burgruine Engelsberg
Kramsach, Ansitz Lichtenthurn
Leisach, Pulverturm, Lienzer Klause
Mieders, Burg Lichtenwert
Nauders, Altfinstermünz, Brückenturm, Siegmundseck, Wirtschaftsgebäude, Interreg IIIA-Projekt
Nauders, Schloss Naudersberg
Reith i. A., Sanierung Burgruine Kropfsberg
Reutte, Ruine Ehrenberg
Reutte, Verein Europäisches Burgenmuseum Ehrenberg, Sanierung Fort Claudia, Interreg IIIA-Projekt
Thaur, Thaurer Burg
Vils, Burgruine Vilsegg, Leader+ Projekt
Zams, Zammer Lötz, alte Schmiede
Salzburg, Erzabtei St. Peter Stiftskämmerei, Fassade Schloss in Martinsbühel
SUMME
80
10.000,00
25.000,00
10.000,00
15.000,00
8.000,00
38.000,00
8.500,00
20.000,00
25.000,00
22.678,13
25.000,00
2.287,53
15.000,00
5.157,00
229.622,66
II.Baukulturelles Erbe
bodendenkmalpflege
Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, Geophysikalische Prospektion römischer Villenanlagen in Osttirol
1.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Archäologien, Notgrabung in Fiss
3.000,00
Dölsach, Verein Curatorium pro Agunto, Museumsbau
270.000,00
Dölsach, Verein Curatorium pro Agunto, Personal- und Betriebsaufwand
95.000,00
Fiss, Pale-Haus, Archäologische Befundung (Institut für Archäologien)
4.000,00
Fließ, Gemeinde, „Grenzüberschreitende Entwicklung und Vermarktung naturnaher Angebotspakete im
Naturpark Kaunergrat (A) und im Naturpark Texelgruppe (I), Teilprojekt Archäologie“, Interreg IIIA-Projekt 15.000,00
SUMME
388.000,00
landesgedächtnisstiftung
Innsbruck, Baumann-Stationen
Innsbruck, Christuskirche
Innsbruck, Eduard-Wallnöfer-Schülerheim
Innsbruck, Rettungsgrabung im Brandgräberfeld in Vomp-Fiechter Au
Innsbruck, St. Korbinian - Ankauf von Altarbildern
Innsbruck, Schloss Ambras, spätgotische Räume
Innsbruck, Stift Wilten, Stiftskirche
Axams, Widum, Fresken
Bach, Expositurkirche Stockach
Dölsach, Verein Curatorium pro Agunto, Schutzbau und Mauerwerk
Flaurling, Risgarten
Fügen, Filialkirche „St. Pankraz“
Haiming, Kapelle „Hl. Antonius“ in Oberriedern
Holzgau, Friedhofskapelle „Hl. Sebastian“
Hopfgarten i. Br., Penninger Kirchlein
Hopfgarten i. Br., Engelsburg
Imst, Stadtgemeinde, barocke Krippenfiguren
Kramsach, Museum Tiroler Bauernhöfe Kramsach, Ahlingerhof
Landeck, Neugestaltung Bezirksmuseum
70.000,00
100.000,00
181.666,66
70.000,00
330.482,86
37.500,00
165.438,32
20.000,00
23.000,00
318.280,06
40.850,97
7.000,00
3.000,00
15.000,00
20.000,00
10.000,00
7.000,00
75.000,00
44.538,40
81
II.Baukulturelles Erbe
Landeck, „Klösterle“
Leisach, Pulverturm der Lienzer Klause
Leutasch, Marienkapelle in Unterlochlehn
Mariastein, Torbogen
Münster, Widum
Nauders, Leonhardskapelle
Ranggen, Pfarrkirche
Reutte, Verein Europäisches Bugenmuseum Ehrenberg, Museums- und
Ausstellungsbereich in der Ehrenberger Klause
Schwaz, Kirche im Bischöflischen Gymnasium Paulinum
Schwaz, Rabalderhaus
Schwaz, Spitalskirche
Sölden, Kaplaneikirche in Heiligkreuz
Stams, Basilika und Dächer Stift Stams
Stams, Kapelle „Maria Heimsuchung“ auf der Stamser Alm
Strass, Wallfahrtskirche Maria Brettfall
Strengen, Gnadenkapelle
Telfes, Pfarrkirche
Umhausen, Ötztaler Heimatmuseum
Umhausen, Widum Niederthai
Wenns, Stamserhaus
20.000,00
10.000,00
5.000,00
20.659,56
76.824,00
35.000,00
14.470,00
142.500,00
15.000,00
5.000,00
28.161,85
8.000,00
243.296,95
29.703,39
45.000,00
13.799,74
30.000,00
6.476,01
6.000,00
20.000,00
SUMME
2.313.648,77
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
außer- und überplanmäßige Kredite
Landesgedächtnisstiftung
859.000,00
1.475.134,42
240.000,00
2.313.648,77
Gesamtbetrag
4.887.783,19
82
III. Heimat- und
Brauchtumspflege
Innsbruck, Bund der Tiroler Schützenkompanien, administrative Tätigkeit und Landesjungschützenschießen
Innsbruck, Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Dokumentation „Fasnacht in Tirol“
Innsbruck, Kaiserschützenbund Tirol 1921, Anschaffung von Uniformen und Festakt:
90. Jahrestag der Namensgebung
Innsbruck, Landesverband der Tiroler Krippenfreunde, administrative Tätigkeit
Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, administrative Tätigkeit
Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, 100-jähriges Bestandsjubiläum, Vorlaufkosten, weitere Rate
Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, Anschaffung und Reparaturen von Musikinstrumenten
für die Vereine des Verbandes
Innsbruck, Tiroler Landestrachtenverband, Trachtenanschaffungen und Fahnenrestaurierungen
für die Vereine des Verbandes
Innsbruck, Verein für Heimatschutz und Heimatpflege in Nord- und Osttirol,
Jahresbeihilfe und administrative Tätigkeit für den Tiroler Mundartkreis
Jochberg, Kameradschaftsbund Jochberg, Uniformen und Fahnenrestaurierung
Oberndorf, Plattform Mundart, Volksliederabend
St. Leonhard, Kaiserjäger-Plangeroß, Trachtenbeschaffung
Wiesing, Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Tirol, Jahresbeihilfe
Wiesing, Volkstanzkreis Rotholz, 50. Tiroler Volkstanzlehrgang, 1. Rate
Beihilfen für Tiroler Schützenkompanien
Beihilfen für Tiroler Krippenvereine
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Gesamtbetrag
10.750,00
1.200,00
6.000,00
4.000,00
41.117,00
10.050,00
1.400,00
13.883,00
4.000,00
1.350,00
850,00
2.000,00
3.300,00
1.800,00
53.983,00
5.480,00
2.340,00
163.503,00
77.300,00
86.203,00
163.503,00
83
IV. Literatur
literatur
Univ. Innsbruck, Literaturhaus am Inn, Jahresbeihilfe
Innsbruck, 8ung Kultur, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Berenkamp Verlag, „Der bange Traum“ von Simon M. Jonas
Innsbruck, Berenkamp Verlag, „Ein unerwarteter Besuch“ von Sepp Kahn
Innsbruck, Berenkamp Verlag, „Wagnis“ von Claudia Paganini
Innsbruck, 30. Innsbrucker Wochenendgespräche mit Ausstellung und Publikation zum Jubiläum
Innsbruck, Paul Fülöp, Lesungszyklus mit Musik und Pantomime
Innsbruck, Lilo Galley, Mundartbuch
Innsbruck, Gesellschaft der Lyrikfreunde, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Grazer AutorInnenversammlung, Projekt „Die Geister, die wir riefen ...“
Innsbruck, Haymon-Verlag, „Der Panther“ von Felix Mitterer
Innsbruck, Haymon-Verlag, „Die Fünfte Welt“ von Raoul Schrott
Innsbruck, Haymon-Verlag, „Im Alphabet der Häuser“ von Christoph W. Bauer
Innsbruck, Haymon Verlag, „N.C. Kaser: Elementar“, hrsg. von Raoul Schrott
Innsbruck, Haymon-Verlag, „Stücke 4“ von Felix Mitterer
Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, 5. Tage der jungen deutschsprachigen Literatur in Innsbruck
Innsbruck, Kyrene Literaturverlag, „Kleine Anthologie Tiroler Autoren“
Innsbruck, Landeslandwirtschaftskammer für Tirol, „Literatur aus dem Land für das Land“
Innsbruck, Österreichischer P.E.N.-Club, Landeszentrum Tirol, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Johanna Rauch, Hommage anlässlich des 120. Geburtstags von Georg Trakl
Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Augenblicke einer Biographie, in der Giorgio
Voghera schon sein Finger im Spiel hat“ von Elias Schneitter
Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Ein unerwarteter Besuch“ von Reinhard Kocznar
Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Krippler“ von Günther Loewit
Innsbruck, Skarabaeus Verlag, „Vater“ von Hans Salcher
Innsbruck, Sprachsalz, 5. Sprachsalz-Festival
Innsbruck, Stadt, Projekt „Innsbruck liest 2007“
Innsbruck, Studienverlag, „Alpenländisches Liederbuch. Altbekannte und neue
Volkslieder“ von Martina Natter, Thomas Nußbaumer, Subvention und Ankauf
Innsbruck, Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative, „Nachtöne“ von
Aurelia Seidl-Todt und Internetportal
Innsbruck, Turmbund, Gesellschaft für Literatur und Kunst, Jahresbeihilfe
84
61.800,00
1.200,00
1.200,00
1.200,00
1.100,00
14.000,00
1.000,00
1.000,00
1.500,00
1.600,00
1.000,00
2.200,00
1.750,00
1.800,00
2.200,00
4.000,00
1.100,00
1.000,00
1.450,00
1.500,00
1.200,00
1.500,00
1.500,00
1.500,00
22.000,00
8.000,00
2.997,50
2.000,00
23.000,00
IV. Literatur
Innsbruck, Verein „cognac & biskotten“, Jahresbeihilfe
5.000,00
Innsbruck, Verein „Ein Zuhause für Bukarester Straßenkinder“, „Junger Zwergziegenbock zu verschenken.
Nicht zum Essen. Sehr zutraulich“ von Jutta Hall und Martha Nasrouei, Subvention und Ankauf
5.200,00
Innsbruck, Verein Kraft für Leben, „Und trotzdem - Das Leben tanzen“
von Lisa Kutmon und Maximilian Korenjak
1.200,00
Gschnitz, Gemeinde, „Eine sagenhafte historische Wanderung durch das Gschnitztal“, Leader+ Projekt
3.100,00
Hall, IG-Autorinnen Autoren Sektion Tirol, Jahresbeihilfe
2.800,00
Hohenems, Limbus-Verlag, 3 Kriminalromane von Lina Hofstädter
2.100,00
Igls, Karin Tscholl, Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Feuer-Mond“
1.500,00
Kitzbühel, Stadtgemeinde, Stadtschreiber
1.450,00
Landeck, EYE Literatur der Wenigerheiten, Anthologie „Von den Quellen“
1.000,00
Schwaz, Literaturforum Schwaz, Jahresbeihilfe
2.500,00
Neckenmarkt, Novum Verlag, „Eine Selbstverständlichkeit“ von Güni Noggler
1.000,00
Wien, Ö.D.A. dialekt, Sondernummer „Lei uas“ der Zeitschrift „Morgenschtean“
3.000,00
Helsinki, Georg Gimpl, „Dies und das aus Tirol“ von Juhani Aho
1.000,00
Bernhard Aichner, Großes Tiroler Literaturstipendium 2007/2008, 1. Rate
12.000,00
Klaus Händl, Großes Tiroler Literaturstipendium 2007/2008, 1. Rate
12.000,00
Arbeitsstipendien für Literatur
36.800,00
Weitere kleinere Beihilfen
3.500,00
SUMME
262.447,50
Schrifttum
Innsbruck, Haymon Verlag, diverse Ankäufe
Innsbruck, Irmtraud Hubatschek, Aufarbeitung Archiv Erika Hubatschek und
Herausgabe „Auf den zweiten Blick - Menschen, Höfe und Landschaften im Wandel“
Innsbruck, Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen, Bestandserhebung der
Tiroler Blasmusikkomponisten
Innsbruck, Landesverband der Tiroler Krippenfreunde, „Krippenschauen in Tirol“
4.096,00
3.000,00
8.266,00
20.000,00
85
IV. Literatur
Innsbruck, Hans Peter Rhomberg, „Heilige, Selige und Ordensgründer in der Medizin“
1.500,00
Innsbruck, Studienverlag, „Gaismair Jahrbuch“ 2008
1.000,00
Innsbruck, Studienverlag, „Mythos Lawine“ von Hans Haid
1.100,00
Innsbruck, Studienverlag, „SiegerTypen“
1.500,00
Innsbruck, Theater Verband Tirol, Sommerbroschüre „Darstellendes Spiel“
3.000,00
Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, „Innsbrucker Sagenbuch“ von Wolfgang Morscher und Berit Mrugalska 2.000,00
Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, „Tiroler Heimatblätter“
6.000,00
Innsbruck, Verlagsanstalt Tyrolia, diverse Ankäufe
1.750,64
Schwaz, Museums- und Heimatschutzverein, Rabalderhaus, „Heimatblätter“ 2006
1.100,00
Schwaz, Tiroler Landestrachtenverband, „Der Trachtler“
4.250,00
Söll, Gemeinde, „Revitalisierung bäuerlicher Substanz“
15.000,00
Würzburg, Verlagshaus Würzburg, diverse Ankäufe
1.204,22
„Kulturberichte aus Tirol“
77.460,12
Kulturzeitschrift „Quart Heft für Kultur Tirol“
119.680,00
Weitere kleinere Beihilfen
5.856,95
SUMME
277.763,93
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
außer- und überplanmäßige Kredite
347.710,86
177.400,57
15.100,00
Gesamtbetrag
540.211,43
86
V. Bibliothekswesen
Univ. Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck, „In zehn Kriminalfällen um die Welt“
Innsbruck, Bücherei Hungerburg, Literaturveranstaltungen
Innsbruck, Diözesanes Bibliotheksreferat, 33. Jahrestagung und Frühjahrstagung
Innsbruck, Öffentliche Bücherei Allerheiligen, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltung
Axams, Interessensvereinigung der Bibliothekare Tirols, Bildungsfahrt nach Lusern
Brixlegg, Öffentliche Bücherei, EDV-Anschaffungen
Ebbs, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Ehrwald, Öffentliche Bücherei, Medienankauf, EDV-Anschaffungen und Literaturveranstaltung
Ellmau, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Finkenberg, Öffentliche Bücherei, Reorganisation
Flaurling, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Grins, Grinner Bibliothek, Medienankauf und EDV-Anschaffungen
Grinzens, Öffentliche Bücherei, Medienankauf, Büchereimobiliar und Literaturveranstaltung
Imst, Bücherei der Stadt und Pfarre Imst mit Spieleverleih, Medienankauf
Kirchbichl, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Kössen, Öffentliche Bücherei, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltung
Landeck, Stadtbücherei Landeck, Medienankauf und Literaturveranstaltungen
Matrei i. O., Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Mils b. Imst, Öffentliche Bücherei, Medienankauf, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltungen
Niederau, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Oberlienz, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Büchereimobiliar
Ötz, Bücherei im Turm, Medienankauf
Rattenberg, Öffentliche Bücherei, Medienankauf für Reorganisation, 1. Rate
Rum, Öffentliche Bücherei der Pfarre Rum St. Georg, Medienankauf
Rum, Öffentliche Bücherei der Pfarre Neu-Rum, Medienankauf
St. Jakob i. Def., Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltungen
Sautens, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltungen
Silz, Öffentliche Bücherei Silz, EDV-Anschaffung und Büchereimobiliar
Sölden, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Söll, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Stans, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
Tarrenz, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltung
Telfs, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Einrichtung einer neuen Kinderbibliothek
Thaur, Öffentliche Bücherei, Medienankauf
1.370,00
900,00
1.600,00
900,00
1.300,00
900,00
800,00
1.000,00
1.000,00
5.000,00
1.000,00
1.500,00
800,00
1.500,00
1.000,00
1.000,00
1.500,00
1.500,00
1.000,00
1.000,00
850,00
2.000,00
3.600,00
1.000,00
1.800,00
1.150,00
1.620,00
1.200,00
1.000,00
800,00
1.100,00
1.000,00
5.500,00
2.000,00
87
V. Bibliothekswesen
Vils, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Literaturveranstaltungen
2.200,00
Vomp, Bibliothek & Ludothek St. Josef Fiecht, Medienankauf, EDV-Anschaffung und Literaturveranstaltungen 2.850,00
Völs, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und Reorganistation, 1. Rate
4.000,00
Waidring, Bücherei DDr. Günther Nenning, Errichtung der Bibliothek
1.000,00
Wattens, Öffenliche Bücherei, Medienankauf, Literaturveranstaltungen und Büchereimobiliar
3.600,00
Weer, Öffentliche Bücherei, Medienankauf und EDV-Anschaffung
2.200,00
Wien, Büchereiverband Österreich, „Österreich liest“
2.400,00
Ehrung Büchereijubilare
22.350,00
Servicestelle des Landes für Lesepädagogik
14.860,31
Weitere kleinere Beihilfen
14.323,08
SUMME
120.973,39
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
113.529,91
7.443,48
Gesamtbetrag
120.973,39
88
VI. Presse
Keine spezifischen Förderungen.
89
VII. Musik
allgemeines
Univ. Innsbruck, Institut für Musikwissenschaft, Tiroler Tonträger-Katalog
5.000,00
Univ. Innsbruck, Universitätsorchester Innsbruck, Beihilfe für Studienjahr 2006/2007
1.500,00
Innsbruck, Bundes-Oberstufenrealgymnasium Innsbruck, Oratorium „Israel in Egypt“
2.000,00
Innsbruck, Dommusik Innsbruck, Domkonzert zur Passionszeit
4.000,00
Innsbruck, Dompfarre St. Jakob, „Meisterorganisten im Dom St. Jakob“
4.000,00
Innsbruck, Roland Heinz, Tourneen Roland Heinz-Quartett
1.000,00
Innsbruck, Jazz Orchester Tirol, Jahresbeihilfe
7.500,00
Innsbruck, Low Brass Tirol, Workshop „Küblböck“ und Konzerte „Low Brass Time“
1.500,00
Innsbruck, Rinaldo Markewitz, „Live Stage“
9.500,00
Innsbruck, Stefan Meister, „Alien Explorer 2007“
3.000,00
Innsbruck, Musikschule Innsbruck, „Die Nachtigall und die Rose“
2.500,00
Innsbruck, Orchester der Musikfreunde Innsbruck, Jahreskonzert
1.500,00
Innsbruck, Pfarre Saggen, Krönungsmesse anlässlich des Priesterjubiläums von Msgr. Heinz Schramm
800,00
Innsbruck, Pfarre St. Norbert, Konzertreihe „Musik in St. Norbert“
800,00
Innsbruck, Pfarre Wilten, Sommerkonzerte
3.500,00
Innsbruck, Stella Schletterer, Konzertgitarre
2.000,00
Innsbruck, Stift Wilten, Orgelvespern und Orgelkonzert
1.000,00
Innsbruck, The Next Step, The Next Step Show und DVD-Produktion
4.200,00
Innsbruck, Tiroler Ensemble für Neue Musik, Jahresbeihilfe, Restrate
9.000,00
Innsbruck, Tiroler Volksmusikverein, 31. Oberländer Sänger- und Musikantentreffen
800,00
Innsbruck, Tiroler Volksmusikverein, Jahresbeihilfe
5.000,00
Innsbruck, Tiroler Volksmusikverein, 27. Tiroler Musizierwoche
3.000,00
Innsbruck, Verein „Alte Musik in Innsbruck - Mariahilf“, Konzertreihe „AbendMusic-Lebensmusik“
18.500,00
Innsbruck, Verein „Jugend für eine geeinte Welt“, „Musical4peace“
1.000,00
Innsbruck, Verein balliamo - tanz-kultur-bildung, Jahresbeihilfe
2.500,00
Innsbruck, Verein Brenner-Forum, Kritik der Gegenwart - Konzert, Sören Kierkegaard seinerzeit und heute zum 70. Geburtstag von Walter Methlagl
1.000,00
Innsbruck, Verein Ensemble Pro Arte Tirolensi, Jahresbeihilfe
8.000,00
Innsbruck, Verein Ensemble Pro Arte Tirolensi, Paulus Konzerte
1.800,00
Innsbruck, Verein Tiroler Kammerorchester InnStrumenti, Konzertprojekte
28.000,00
Innsbruck, West Austrian Wings Fanfareorchester, Orchesterprojekt „West Austrian Wings Fanfareorchester“ 1.500,00
Innsbruck, Zither.Tirol, Jahresbeihilfe
1.500,00
90
VII. Musik
Innsbruck, Adventmusik in der Georgskapelle
2.875,04
Innsbruck, Innsbrucker Promenadenkonzerte
10.000,00
Innsbruck, Kirchenmusik in der Basilika Wilten
1.000,00
Innsbruck, Konzertreihe „Musik in Dreiheiligen“
1.000,00
Innsbruck, Matineen auf der Ebert-Orgel
3.700,00
Innsbruck, Meister- und Kammerkonzerte
14.500,00
Absam, Gemeinde, „Bert Breit - Musik, Film, Foto“
4.000,00
Achenkirch, Tyrolean Opera Program, Teilnahmestipendien
3.000,00
Aldrans, Norbert Zehm, „Music in Space-Images in Time“
3.000,00
Axams, José Terán Gómez, Konzerte
1.000,00
Axams, Kulturverein Axams, Jahresbeihilfe
3.000,00
Axams, Tiroler Ensemble für Neue Musik, Jahresbeihilfe, 1. Rate
8.000,00
Bach, Knittel Ton GmbH, Musical „Ritter Rüdiger“
5.000,00
Birgitz, Verein der Musik- und Kulturfreunde Birgitz, kulturelle Tätigkeiten
1.300,00
Ebbs, Salzburger Passionssingen
1.900,00
Fieberbrunn, Kulturstammtisch, Bourbon-Street-Festival
3.500,00
Fulpmes, Franz Muigg, Musik - Fibel
2.000,00
Galtür, Alpinarium Galtür Dokumentation GmbH, „Aufschlag in den Bergen“
1.400,00
Götzens, Cultura Sacra - Verein Freunde der Wallfahrtskirche Götzens, Konzertprogramm
20.000,00
Götzens, Benjamin Micheler, „Kosovo im Ein.Klang“
4.500,00
Hall, Galerie St. Barbara, Jahresbeihilfe
43.000,00
Hall, Galerie St. Barbara, Osterfestival
255.000,00
Hall, Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM), Jahresbeihilfe
4.000,00
Hatting, Vokalensemble NovoCanto & Tiroler Barocksolisten, Workshop und Konzert „Nachtgesänge“
3.750,00
Igls, Kirchenchor Igls-Lans, Kirchen- und Orgelkonzerte in der Pfarrkirche Igls
3.000,00
Imst, Österreichisches Rotes Kreuz, Bezirksstelle Imst, „Klassik Klassik / Musik macht Schule“
im Rahmen des Jubiläums „75 Jahre Rotes Kreuz - Bezirksstelle Imst“
4.000,00
Imst, Stadtgemeinde, Klassik- und Laurentiuskonzerte
4.500,00
Inzing, Christiana Wilke, Kammermusik- und Orchesterwoche für Streicher „Tiroler Aufstrich“ 2006
780,55
Ischgl, Gemeinde, Kultur im Dorf
2.000,00
Kitzbühel, Stadtgemeinde, 15. Orgelakademie Kitzbühel
1.000,00
Kitzbühel, Verein Kitzbüheler Musikfreunde, Kitzbüheler Sommerkonzerte
1.000,00
Kitzbühel, Verein Swingin‘ Kitzbühel, Abdeckung von Altlasten im Zusammenhang mit dem
Festival Swingin‘ Kitzbühel (1999 - 2006)
3.592,00
91
VII. Musik
Kufstein, Stadtgemeinde, Kulturprogramm
Landeck, ARGE Kino, JazzWerkstatt Wien - Tirol 2006
Landeck, ARGE Kino, JazzWerkstatt Wien - Tirol 2007
Landeck, Stadtgemeinde, „Horizonte - Landecker Festwochen 06“
Landeck, Stadtgemeinde, „Horizonte - Landecker Festwochen 07“
Lienz, Bildungshaus Osttirol, 13. Holzbläserwoche Lienz, Bildungshaus Osttirol, Kirchenmusikalische Singwoche Ötz, Männergesangsverein D‘Auensteiner, Musik am Piburger See
Ötz, Verein „Cantare et sonare“, Jahresbeihilfe
Pettnau, Herbert Degenhart, 19. Tiroler Almsingwoche
Pinswang, Die Villa, Jahresprogramm
Ranggen, Kammerorchester moderntimes_1800, CD-Produktion und Konzert
Rum, Institut für Tiroler Musikforschung, Internetprojekt: www.musikland-tirol.at
Rum, Institut für Tiroler Musikforschung, Tiroler Tage für Kirchenmusik
Rum, Pro cultura, Konzerttätigkeit
Rum, Pro cultura, Tiroler Bläserherbst
St. Johann i. T., Kulturverein K3, Open-Air-Klassikkonzert
Schwaz, Gerhart Engelbrecht, „Abendmusik Schwaz“
Schwaz, Joseph Messner Gesellschaft, Jahresbeihilfe
Schwaz, Klangspuren Schwaz, Jahresbeihilfe
Schwaz, Walter Knapp, Schwazer Serenadenkonzerte
Schwaz, Musikkollegium Schwaz, Jahresbeihilfe
Schwaz, Outreach Schwaz, Jahresbeihilfe
Schwaz, Verein Windkraft, Jahresbeihilfe
Seefeld, Verein Avantgarde Tirol, „11. Internationale Akademie für Neue Komposition und Audio-Art“
Serfaus-Fiss-Ladis, Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis, Querflöten.Sommerakademie.Fiss
Steinach, Bläserkreis Steinach a. Br., Steinacher Kirchenkonzerte
Telfs, Academia Jacobus Stainer, Oratorium „Der Messias“ (Georg Friedrich Händel, Teil 2 und 3)
Telfs, Musikschule Region Telfs, Percussion-Festival Telfs 2006
Telfs, Musikschule Region Telfs, Percussion-Festival Telfs 2007
Telfs, Musikschule Region Telfs, Tage der Alten Musik
Telfs, Musikschule Region Telfs, Tiroler Blechbläsertage
Telfs, The next step, „Konzert Wolfgang Mitterer“ (Konzert und CD-Produktion)
Telfs, Verein Kunst und Künstler in der Villa Schindler, Jahresbeihilfe
92
4.200,00
1.000,00
1.200,00
5.800,00
8.000,00
1.100,00
1.100,00
2.100,00
6.500,00
2.000,00
2.000,00
40.000,00
18.500,00
43.000,00
4.000,00
5.000,00
1.000,00
5.000,00
5.200,00
322.000,00
3.000,00
2.500,00
55.000,00
20.000,00
60.000,00
2.200,00
1.500,00
7.000,00
3.500,00
3.500,00
3.500,00
1.500,00
3.000,00
4.000,00
VII. Musik
Telfs, Verein zur ganzheitlichen Entfaltung von Lebensprozessen,
Gitarrenworkshop und Konzert mit Peter Ratzenbeck und Acoustic Guitar Festival
Untertilliach, Kulturverein Untertilliach, Konzerte
Völs, Akademie St. Blasius, Orchesterkonzerte
Völs, Marini Consort, Oratorium „Israel in Egypt“
Wörgl, Academia Vocalis Tirolensis, Internationale Sommerakademie
Wien, Jugendorchester Stringendo, Musiktheater „Orchestercontest“
Wien, Jugendorchester Stringendo, „Sternenklang“
Wien, Musikalische Jugend Österreichs - Jeunesse, Aktivitäten der Geschäftsstellen
Innsbruck, St. Johann in Tirol, Wörgl und Schwaz
Emil Berlanda Preis 2007 Hans Platzgumer
Kompositionsbeihilfen
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
2.500,00
1.300,00
8.800,00
7.000,00
56.000,00
1.000,00
1.500,00
52.000,00
5.100,00
30.200,00
9.786,50
1.381.284,09
93
VII. Musik
CD-Produktionen
Innsbruck, Luna y Sol, CD-Projekt
Innsbruck, Bernhard Sieberer, „Mozart im Gespräch“
Innsbruck, Tiroler Tanzgeiger, „Hochzeit im Zillertal“ anlässlich 25-jährigen Bestehen
Innsbruck, Peter Waldner, „Johann Sebasian Bach & das Lautenclavier“
Aldrans, Johannes Maria Staud, „Apeiron“
Pfaffenhofen, Bettina Schmid, „Die Saligen“, „Stimmig“
Rum, Christoph Auer, „Living Room“
Rum, Institut für Tiroler Musikforschung, CD-Dokumentation
St. Johann i. T., Hans Oberlechner, „Asphalt für den Dorfplatz“
Sistrans, Barbara Schneider-Romen, CD-Produktion als Beilage für ein Heft mit neuen Hackbrett-Stücken
Telfs, Ratz Fatz, DVD „Hans Glück in die Luft“
Terfens, Adi Rinner, CDs anlässlich des 70. Geburtstags
Heiligenkreuz, „Die Dolen“, Ingrid Moser, „Schneefleckn“
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
1.500,00
2.000,00
2.000,00
1.500,00
3.000,00
900,00
1.000,00
14.500,00
1.500,00
900,00
1.000,00
3.000,00
1.000,00
2.400,00
36.200,00
Blasmusikwesen
Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Förderung der Tiroler Musikkapellen in den Bereichen Trachtenund Instrumentenanschaffungen sowie Einrichtung von Probelokalen
Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Landesmusikfest
Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Tätigkeit der Bezirksverbände
Tiroler Blasmusikkapellen
205.000,00
55.000,00
11.000,00
41.025,00
SUMME
553.141,03
94
241.116,03
VII. Musik
Sängerwesen
Innsbruck, Österreichischer Arbeiter-Sängerbund, Jahresbeihilfe und Bundes-Sängerfest
Innsbruck, Tiroler Sängerbund, Jahresbeihilfe 2006, Restrate
Innsbruck, Tiroler Sängerbund, Jahresbeihilfe 2007
Innsbruck, Tiroler Sängerbund, Förderung an Tiroler Chöre
Weitere Förderungen an Chöre
1.900,00
25.000,00
170.000,00
56.440,00
44.450,00
SUMME
297.790,00
Orgeln (Restaurierung, Neuanschaffung, Betreuung)
Innsbruck, Reinhard Jaud, Betreuung der Ebert-Orgel
Innsbruck, Evangelische Pfarre A. u. H.B., Orgelrenovierung
Innsbruck, Verein „Alte Musik in Innsbruck – Mariahilf“, Ankauf einer Truhenorgel
Flirsch, Pfarre, Überholung der Orgel
Pettneu, Pfarre Pettneu - Maria Himmelfahrt, Ankauf „Johannus Kirchenorgel Opus 25“
Umhausen, Kaplanei Niederthai, Restaurierung des Harmoniums in der Kaplanei
Wenns, Pfarre, Orgelrenovierung
4.360,50
10.000,00
8.000,00
3.000,00
1.000,00
1.000,00
10.000,00
SUMME
37.360,50
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
außer- und überplanmäßige Kredite
1.153.750,00
1.112.025,62
40.000,00
Gesamtbetrag
2.305.775,62
95
VIII. Darstellende Kunst
Univ. Innsbruck, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, Creative Campus
Innsbruck, Berenkamp-Verlag, „Landluft würzig“ von Sepp Kahn
Innsbruck, Demokratischer Emmigranten Verein, Kabarett „Tagebuch eines Skinheads in Istanbul“
Innsbruck, Freie Waldorfschule Innsbruck, Theaterprojekte (Schuljahr 2006/2007)
Innsbruck, Paul Fülöp, „Eine kleine Weihnachtsgeschichte“
Innsbruck, Generationentheater „Die Monopol“, „Frühe Verhältnisse“ von Johann Nestroy
Innsbruck, Generationentheater „Die Monopol“, „Stadt der Frauen“ nach Fellini
Innsbruck, Generationentheater „Die Monopol“, „Wolken.Heim“ von Elfriede Jelinek
Innsbruck, Improvisationstheatergruppe „Die Impropheten“, „Impro-Filmnacht“, 1. Rate
Innsbruck, Innsbrucker Kellertheater, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Innsbrucker Kellertheater, Sanierungsmaßnahmen
Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, Projekt TANZzone
Innsbruck, Kulturverein „Wozu Grenzen ?!“, drei Theaterproduktionen
Innsbruck, Landesjugendtheater, Jahresbeihilfe 2006, letzte Rate
Innsbruck, Landesjugendtheater, Jahresbeihilfe 2007
Innsbruck, Lo scarabocchio, „Non aprire quell‘armadio“ von Corrado Petrucco
Innsbruck, projekt-theater-hall, Komödie „Campiello“ von Peter Turrini nach Carlo Goldoni, Restrate
Innsbruck, Walter Sachers, „Il Principe“ von Niccoló Machiavelli
Innsbruck, Kerstin Schaberreiter, Aufarbeitung des Textbuchbestandes des Theaterverbandes Tirol
Innsbruck, Schauspielschule Sachers, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Schauspielschule Sachers, Schülerstipendium 2006/2007
Innsbruck, Staatstheater, „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab
Innsbruck, Theater an der Sill, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Theater Melone, „Treffpunkt Theater“
Innsbruck, Theater praesent, „Kunst“ von Yasmina Reza
Innsbruck, Theater Verband Tirol, 8. Internationale Figurentheatertage
Innsbruck, Theater Verband Tirol, Figurentheaterfestival „ANIMA 2007“
Innsbruck, Theater Verband Tirol, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Tiroler Landesjugendtheater, Umbau Lagerhalle Josef-Wilbergerstraße 15, 1. Rate
Innsbruck, Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer, Hoffest Kaiser Maximilian I.
Innsbruck, Verein „Innsbrucker Ritterspiele“, Jahresbeihilfe 2006
Innsbruck, Verein Innsbrucker Tanzsommer, Programm
Innsbruck, Verein Theater praesent, „Die schöne Magelone“
Innsbruck, Verein zur Förderung der Kleinkunst im Großraum Innsbruck, Jahresbeihilfe
96
1.056,38
1.000,00
800,00
1.900,00
3.200,00
3.500,00
3.700,00
3.200,00
1.700,00
70.000,00
3.000,00
5.000,00
1.500,00
3.000,00
19.000,00
1.400,00
1.000,00
4.500,00
1.000,00
32.000,00
8.000,00
6.000,00
18.000,00
4.500,00
4.000,00
2.200,00
4.713,08
184.517,10
42.400,00
10.000,00
3.000,00
146.700,00
3.500,00
5.500,00
VIII. Darstellende Kunst
Innsbruck, Verein zur Unterstützung des Treffpunkt „Am Puls“, Jahresbeihilfe
4.000,00
Innsbruck, Westbahntheater, „DAYBREAK“ von Björn Runge, „Miles G.“ von Christoph W. Bauer,
„Parasiten“ von Marius von Mayenburg und Videobeamer
8.600,00
Innsbruck, Gerald Windisch, „Die Zofen“ von Jean Genet, Restrate
2.000,00
Dölsach, Theaterwerkstatt Dölsach, „Male“ von Gertraud Platterer
6.500,00
Elbigenalp, Geierwally Freilichtbühne, Sommertheater: „Die eisenfeste Nanno“, 1. Rate
9.000,00
Erl, Passionsspielverein Erl, Sanierungsmaßnahmen, 1. Rate
300.000,00
Erl, Passionsspielverein Erl, vorbereitende Maßnahmen
25.000,00
Erl, Tiroler Festspiele Erl, Sanierungsmaßnahmen, Restrate
36.000,00
Grinzens, Sendersbühne Grinzens, „Tiroler Freiheit - Zornige Lämmer“ von Ekkehard Schönwiese, 1. Rate 6.500,00
Hall, Arbeitsgemeinschaft „Episoidee“, Musiktheater „Episoidee“, 1. Rate
3.800,00
Hall, Kindertheater StromBomBoli, „Die dumme Augustine“
4.000,00
Hall, Kolpingfamilie Hall i. T., „Superhenne Hanna“ von Felix Mitterer, 1. Rate
3.000,00
Hall, Kolpingfamilie Hall i. T., Erneuerung der Ton- und Lichtanlage
2.000,00
Hall, SZENARIO - Verein für zeitgenössisches Theater und Improvisation, „Rotkappl und La Cape Belle“ 2.000,00
Hall, SZENARIO - Verein für zeitgenössisches Theater und Improvisation, „Kunstfehler“
2.300,00
Hall, Theater „Die Düne“, „Die Geschichte Ruckrr Apprr“ von Daniel Charm, Restrate
1.000,00
Hall, Theater „Die Düne“, Projekte Herbst 2007/Winter 2008, 1. Rate
3.000,00
Hall, Theater für Menschen ab 3, „Ox und Esel“, 1. Rate
1.200,00
Hall, Theaterpädagogisches Zentrum, Jahresbeihilfe
15.000,00
Imst, Theaterforum Humiste, „Krach im Hause Gott“ von Felix Mitterer, 1. Rate
10.000,00
Inzing, coop.fem.art, „die drei“
10.000,00
Kitzbühel, eventarts Kulturveranstaltungsverein, Sommertheater „Honigmond“ von Gabriel Barylli
8.500,00
Kolsass, Gerhard Sexl, „Schwamm drüber“
2.500,00
Kramsach, Heimatbühne Kramsach, Lichtanlage
1.170,00
Landeck, Jugend- und Kulturreferat der Stadt Landeck, Oberländer Theaterabonnement 2006/2007
4.000,00
Münster, Volksbühne Sonnwend Münster, Bühnenvorhang
1.000,00
Oberperfuss, Verein Arbeit am Lebensraum Oberperfuss - Untergruppe
DORFWERKSTATT, Kindertheater und Filmabend
1.050,00
Rattenberg, Volksschauspielverein Rattenberg, Erneuerung der Lichtanlage
10.000,00
Rattenberg, Volksschauspielverein Rattenberg, Sommertheater „Geschichten aus
dem Wienerwald“ von Ödön von Horvath
17.000,00
Schwaz, Sozial- und Kulturverein Korban, Freilichttheater „Der verlorene Ignaz“, Theateraufführung
„Ganz ohne!?“ und Ausbildung „Autor werden - schreiben lernen“
1.450,00
97
VIII. Darstellende Kunst
Schwaz, Theater im Lendbräukeller, Jahresbeihilfe, 1. Rate
5.500,00
Telfs, Tiroler Volksschauspiele
150.000,00
Tulfes, Theater „Die Kiste“, Jahresbeihilfe
10.000,00
Vill/Igls, Theaterverein „Elevat ardor“, Alfred de Mussett „Zwischen Tür und Angel“ und „Ritt der Kentauren“,
szenische Lesungen
1.250,00
Vomp, Theater- und Kulturverein Schloss Mitterhart, „Der Watzmann ruft“, 1. Rate
6.000,00
Wattens, Tiroler Sagen & Märchenfestival, 1. Rate
20.000,00
Wörgl, LIRUM-LARUM Kinderkulturverein Wörgl, 2. Wörgler Märchenfrühling und Wörgler Märchentage 1.650,00
Wien, Formation Charon, Ideenskizze „Illias“ und „das Fest“ - Vorprojekt
16.000,00
Wien, Theater Heuschreck, Tournee in Tirol im Jahre 2006
1.500,00
Zell, Theaterverein Zell a. Z., Freilichtaufführung „Die Hochzeiterin“, 1. Rate
6.000,00
Weitere kleinere Beihilfen
1.820,00
SUMME
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Gesamtbetrag
98
1.325.776,56
978.100,00
347.676,56
1.325.776,56
IX. Bildende Kunst
(einschließlich Architektur)
Künstlermonographien und Kataloge
Innsbruck, Robert B. Hartwig, Katalog
Innsbruck, Kreis 55, Herbert Fuchs, Buch „Verbale“
Innsbruck, Ursula Mairamhof, Kunstkatalog
Innsbruck, Claudia Mark, Erstellung der Publikation „arttirol“ 2008, 1. Rate
Innsbruck, Helmut Mark, Kunstkatalog „Retrospektive“ anlässlich der gleichnamigen
Ausstellung im Kunstverein Medienturm
Innsbruck, Thomas Riess, Kunstkatalog
Innsbruck, Nikolaus Schletterer, Publikation zur Ausstellung DAYLIGHT im
Nationalmuseum zeitgenössischer Kunst (MINAC) in Bukarest
Innsbruck, Nora Schöpfer, Katalog „Malerei und Installation 2006“
Innsbruck, Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative, Kunstbuch „Albert Ennemoser. Zeitlos“
Innsbruck, Michael Ziegler, Katalog
Hippach, Margret Schiestl, Katalog „Margret Schiestl“
Igls, Projektgruppe Kunst am Bau, Publikation „Kunst am Bau im öffentlichen Raum der Stadt Innsbruck“
Kitzbühel, Wolfgang Capellari, Katalogbuch
Ladis, Kulturzentrum „Rechelerhaus“, Katalog zur Ausstellung „Sieben Impressionen“
Lienz, Angela Kaisermayer, Katalog anlässlich der Ausstellung im Österreichischen Kulturforum Warschau
Lienz, Round Table Lienz, Kunstbuch „10 Jahre Kunstadventkalender Liebburg Lienz“
Pertisau, Heidi Holleis, Katalog „Heidi Holleis - 79 Bilder“
Ranggen, Gustav Eugen Sonnewend, Buchdokumentation „Kultur Visuell“
Schwaz, Städtische Galerie Schwaz, Ausstellungskatalog „Die Kunst des Alterns“
Graz, Europan Österreich, Publikation „Europan 4 Innsbruck, centrum.odorf“
Marialanzendorf, Fritz Ruprechter, Katalog anlässlich der Ausstellung in Santiago de Chile
Wien, Angelica Bäumer, Katalogbuch „Kunst von innen - Art Brut in Austria“
Wien, Christian Brandstätter Verlag, Buchpublikation „Leander Kaiser: Blickwechsel“
Wien, Irene Dapunt, Katalog zur Ausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
Wien, Astrid Hofstätter, Kunstkatalog
Wien, Margit Ulama, Publikation „Flächen - Konzeption“
Wien, Martin Walde, Katalog
Wien, Wolfgang Wirth, Katalog der bisherigen Arbeiten
Bristol, Arnolfini Gallery Limited, Publikation „Lois & Franziska Weinberger: Home Voodoo“
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
2.500,00
1.300,00
1.500,00
2.735,00
1.900,00
1.500,00
3.500,00
1.000,00
1.000,00
800,00
1.300,00
2.200,00
2.000,00
1.000,00
1.200,00
1.500,00
900,00
2.500,00
4.500,00
2.300,00
1.500,00
7.000,00
1.500,00
3.000,00
1.000,00
1.200,00
5.000,00
1.700,00
2.000,00
4.042,50
65.077,50
99
IX. Bildende Kunst
(einschließlich Architektur)
Bildende Kunst allgemein (einschlieSSlich Ausstellungen und Kunstankäufe)
60 Kunstwerke von 33 Künstlern
34 Kunstwerke von 7 Künstlern, Juryankäufe
13 Kunstwerke von 6 Künstlern im Rahmen des Österreichischen Graphikwettbewerbs
Univ. Innsbruck, Institut für Botanik, Ausstellung „Pflanzenaquarelle des
Biedermeier“ von Moritz Michael Daffinger
Univ. Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte, Ausstellung „Lois Weinberger zum
60. Geburtstag - Frühe Arbeiten“
Innsbruck, aut.architektur und tirol, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Bad architects group, „The POWER of the UNESCO world heritage“
Innsbruck, Dompfarre St. Jakob, Lichtadvent
Innsbruck, Dieter Fuchs, Ausstellung „Vivienne Westwood - Dieter Fuchs“
Innsbruck, Galerie Nothburga, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Cornelia Kaufmann, Ausstellungstätigkeit
Innsbruck, Erich Keber, 1. Tiroler Steinbildhauersymposion
Innsbruck, Kunstforum Ferdinandeum, Förderkreis für zeitgenössische Kunst,
Ausstellung des RLB-Preisträgers 2006, Produktionskosten
Innsbruck, Kunstraum Innsbruck, Besucherservice
Innsbruck, Kunstraum Innsbruck, Jahresbeihilfe
Innsbruck, KünstlerInnen Kollektiv „mmmmm“, Ausstellung „Selfmade Paradise“
Innsbruck, Christine Mittelstaedt, Transportkostenzuschuss für die Präsentation
bei der Niederösterreichischen Landesausstellung
Innsbruck, plattform kunst - öffentlichkeit, „bypass“ auf der Sonderausstellung der ART Innsbruck
Innsbruck, Hermine Span, Ausstellung und Performance im Kontext Mode bei den Premierentagen 07
Innsbruck, Hermine Span, 20 Jahre Garage Span - Modeperformance & Ausstellung
Innsbruck, Tiroler Künstlerschaft, Jahresbehilfe
Innsbruck, Tiroler Künstlerschaft, Künstlerhaus Büchsenhausen
Innsbruck, Tiroler Künstlerschaft, Künstlerhaus Büchsenhausen, Miete
Innsbruck, Irene Tischler, Premierentage
Innsbruck, Verein zur Förderung der Kunst und der ART Internationale Messe für zeitgenössische
Kunst Innsbruck, Sonderausstellung auf der ART-Innsbruck
Innsbruck, Weißraum, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Tom Zabel, 15. Internationaler Kongress für Performance - Kunst
Absam, Stella Gollé, Ausstellung im Sieben-Kapellen-Areal
Aldrans, Jeannot Schwartz, „Installation Handlauf + Symposium anliegende Horizonte“
100
118.654,00
106.000,00
4.390,00
1.100,00
2.000,00
71.000,00
3.000,00
2.000,00
1.200,00
12.400,00
1.700,00
3.500,00
5.000,00
7.000,00
50.000,00
1.650,00
1.000,00
2.000,00
2.500,00
1.500,00
139.000,00
81.094,48
54.905,52
4.000,00
9.300,00
2.000,00
1.800,00
1.000,00
1.700,00
IX. Bildende Kunst
(einschließlich Architektur)
Amlach, Gemeinde, Skulptur von Lois Fasching
Axams, Marco Szedenik, Ausstellung im Augustinermuseum Rattenberg
Fügen, Franziskusheim, „Krea(k)tiv im Altenwohnheim“
Hall, Stadtgemeinde, Ankauf Bronzeplastik von Elmar Trenkwalder
Hall, Reinhard Willburger, Ausstellung in der Hofburg
Igls, Internationale Sommerakademie für bildende Kunst, Musik und Theater, art didacta Innsbruck
Imst, Christian Egger, Ausstellungstätigkeit
Imst, Galerie Theodor von Hörmann, Jahresbeihilfe
Imst, Stadtgemeinde, „Kunststrassen 2007“
Imsterberg, Gemeinde, Kunst im öffentlichen Raum, „Zaun“ von Wolfgang Feiersinger
Kitzbühel, Verein Kitzbühel Aktiv, Jahresbeihilfe
Kramsach, Freunde zeitgenössischer Kunst, Kramsach - Tirol, Skulpturenpark
Kramsach - Tirol, Jahresbeihilfe und Projekt „Kreuz & Quer (Reiselust Europa)“
Landeck, Lebenshilfe Tirol, Werkstätte Landeck, „Kimm eini Galerie“
Landeck, Museum Galerie Schloss Landeck, Ausstellungen
Lermoos, Gemeinde, Kulturwoche
Lienz, Lois Salcher, Ausstellung im Schloss Landeck
Pettneu, Kunstraum Pettneu, Ausstellungen
Schwaz, Philipp Haniger, Ausstellung „Siehst du Musik“
Schwaz, Verein Stadtgalerie Schwaz, Jahresbeihilfe
Tux, Kunstverein Aquarellhappening, „8. Internationales Aquarellhappening“
Vals, Gemeinde, Kunst im öffentlichen Raum, Künstlergruppe plattform kunst-öffentlichkeit, „transfair“
Vomp, Günter Lierschof, „Künstlerdialog 2007“
Wörgl, Ferienregion Hohe Salve, Kunsthandwerkssymposium „Kunst - Kultur - Wandern“
Wien, BKM design working group, Ausstellungsprojekt für die Salone Satellite
Wien, Werner Feiersinger, Ausstellung in der Wiener Secession
Wien, Hilde Wagener Heim, Künstler helfen Künstlern
Wien, Gue Schmidt, Ausstellungsprojekt „Hören ist Sehen - Erweiterte Version (2)“
Wien, Johanna Tinzl, Rauminstallation „Kleiner Morgen“
9.000,00
1.000,00
4.000,00
1.500,00
1.100,00
1.000,00
1.500,00
24.000,00
1.400,00
12.000,00
900,00
1.600,00
1.000,00
4.000,00
1.745,00
1.500,00
1.100,00
Landespreis für Kunst 2007 Alois Hotschnig
Preis für zeitgenössische Kunst 2006 Christine Prantauer
14.000,00
5.500,00
Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2006 Friedrich Biedermann
Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2006 Robert Gfader
Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2006 Franz Wassermann
2.500,00
2.500,00
1.000,00
3.390,00
1.000,00
5.200,00
900,00
5.800,00
1.800,00
26.641,90
1.700,00
2.550,00
2.550,00
2.550,00
101
IX. Bildende Kunst
(einschließlich Architektur)
Preis für zeitgenössische Kunst 2007 Walter Obholzer
Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2007 Okay Altinisik
Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2007 Emanuel Danesch
Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2007 Anja Manfredi
Preis des Landes Tirol für den 30. Österreichischen Grafikwettbewerb Klaus Mosettig
Arbeitsbeihilfen, Starthilfen, Atelierzuschüsse für bildende Künstler
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
5.500,00
2.550,00
2.550,00
2.550,00
5.500,00
12.350,00
9.020,00
880.340,90
Foto
3 Kunstwerke von 1 Künstler
Innsbruck, Fotoforum West, Fotoankäufe für die Sammlung des Landes Tirol
Innsbruck, Fotoforum West, Jahresbeihilfe 2006, 4. Rate
Innsbruck, Stefan Pleger, World Press Photo Ausstellung
Lienz, Fotoclub Lienz, 32. Internationaler Fotowettbewerb um die Tauernkristalle
Wien, Melanie Hollaus, Fotoprojekt „Christa“
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
1.860,00
5.000,00
10.213,00
3.650,00
1.500,00
2.000,00
1.100,00
25.323,00
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Kunstförderungsbeitrag
368.600,00
437.891,40
164.250,00
Gesamtbetrag
970.741,40
102
X. Film, Video und
Medienkunst
Innsbruck, Arge „Dream in Timeloop“, Musikdokumentation „Dream in Timeloop“
2.800,00
Innsbruck, Audiovisuelle Gedächtnis Produktion Hermann Weiskopf, „Meine Tante Lydia“, Tonabmischung 2.350,00
Innsbruck, FREIRAD - Freies Radio Innsbruck, Jahresbeihilfe
8.500,00
Innsbruck, Herbert Fuchs, „Verbale 07“
8.000,00
Innsbruck, Ernst Gossner - Vent-Productions, Film „Global Warming“, 1. Rate
15.000,00
Innsbruck, Jungle-Productions, Film „Die wilden 70er. 30 Jahre Jubiläum der
österreichischen Mount Everest Besteigung“
6.000,00
Innsbruck, Alexander Koll, Kurzfilm „N.N.“
1.000,00
Innsbruck, Kulturverein Blick im Winkel, „Videodrom film & lecture 2007“
2.000,00
Innsbruck, Lindefilm Uwe Norbert Linde, Filmprojekt: Rudi Wach „Inwendig“
6.000,00
Innsbruck, medien.kunst.tirol, Jahresbeihilfe
43.000,00
Innsbruck, Otto-Preminger-Institut, Jahresbeihilfe
55.000,00
Innsbruck, Otto-Preminger-Institut, 16. Internationales Filmfestival Innsbruck
35.000,00
Innsbruck, Produktion West, Dokumentarfilm „Vom Schmuggel und den freien Wegen über die Berge“
10.000,00
Innsbruck, Thomas Pupp, Polit-Film-Festival
3.000,00
Innsbruck, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Filmprojekt über die „Tiroler Hospiz-Gemeinschaft“
2.000,00
Innsbruck, Uniting Frontiers, Film „Crossing Borders“
2.000,00
Innsbruck, Verein zur Förderung der Filmkultur, „FLIM - Extensive Auseinandersetzung mit bewegten Bildern“,
Druck und Layout
4.500,00
Innsbruck, Hanno Winder, Chris Sitar, Verfilmte Musik
2.500,00
Absam, Johannes Breit, Dokumentarfilm „Das Arbeitserziehungslager Reichenau (1941 - 1945)“, Restrate 3.000,00
Fieberbrunn, Filmklub Fieberbrunn, Durchführung der Landesmeisterschaft für Tirol
und Vorarlberg des Verbands österreichischer Filmautoren
800,00
Hall, Walter Winfried Sackl, DVD „Reimmichl-Museum“
1.200,00
Kufstein, FHS Kufstein Tirol, internationaler Kurzfilmwettbewerb „Prädikat: wertvoll 2007“
1.200,00
Matrei i. O., D3Medien, DVD-Serie „Osttirol und das südliche Tirol“
25.000,00
St. Anton, Tourismusverband St. Anton a. A., 13. Bergfilmfestival
7.000,00
Thiersee, Freundeskreis Filmmuseum Thiersee, Thierseer Filmsommer
3.500,00
Wien, Martin Bruck, Experimentalfilm „Fenster/drei Sätze/Parapet“
2.700,00
Wien, Barbara Doser, DVD/Book-Produktion „time no time_03“
2.000,00
Wien, Nanook Film GmbH, „Drei - die Sehnsucht, eins zu sein“, 1. Rate
20.000,00
Wien, ORF, „shorts on screen 2007“
3.000,00
Wien, Gertraud Schwarz, Filmprojekt „Bäuerin ohne Mann“, Honorarkosten
3.000,00
Wien, Cordula Thym, Filmprojekt „Wie ich höre, reist die Baronin mit Schlagringen“
1.000,00
103
X. Film, Video und
Medienkunst
Bunyol (Valencia), El Capricho Audiovisual, Film „Skok - Sprung“
1.500,00
Jenesien, Angelika Gruber, Film „Margarete - Die letzte Gräfin von Tirol“
10.000,00
Rotterdam, Ben Pointecker, Erstellung einer 35mm-Kopie des Experimentalfilms „. ..... .:.:...:::ccccoCCoooo::“ 1.000,00
Weitere kleinere Beihilfen
1.900,00
SUMME
296.450,00
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
außer- und überplanmäßige Kredite
125.000,00
151.450,00
20.000,00
Gesamtbetrag
296.450,00
104
XI. Hörfunk, Fernsehen
Keine spezifischen Förderungen.
105
XII. Kulturinitiativen, Zentren
Innsbruck, Autonomes FrauenLesbenzentrum, Kulturprogramm
1.500,00
Innsbruck, die stadtführerINNen, Stadtführungen unter den Mottos „Hand und Fuß“, „Stein und Bein“
und „Links und Rechts“
3.700,00
Innsbruck, Französisches Kulturinstitut, Beihilfe im Zuge der Übersiedlung vom
Rennweg 13/15 in den Innrain 10 in Innsbruck
25.300,00
Innsbruck, grauzoneaction.net, „fem:tastique“ (TKI-Open 2007), 1. Rate
3.800,00
Innsbruck, Hermann-Gmeiner Gesellschaft, Kulturprogramm im Rahmen von „ubuntu - Zentrum für Kindsein
und Kulturen in Imst“
5.000,00
Innsbruck, Initiative Minderheiten, Jahresbeihilfe
31.000,00
Innsbruck, Institut Francais d‘Innsbruck, kultureller Anteil am „Fest der französischen Sprache“
3.000,00
Innsbruck, Institut Francais d‘Innsbruck, Kulturprogramm
10.000,00
Innsbruck, Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Jahresbeihilfe
28.000,00
Innsbruck, Georg Kritzinger, „Musik Mob“ (TKI-Open 2007), 1. Rate
3.400,00
Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, feuerpolizeiliche Sanierungsmaßnahmen
17.700,00
Innsbruck, Kulturgasthaus Bierstindl, Jahresbeihilfe
100.000,00
Innsbruck, Kulturverein Evrensel, Kulturprogamm - Schwerpunkt „Jugend“
2.800,00
Innsbruck, ORF Club Radio Tirol, ORF-Kulturhaus, Jahresbeihilfe 2006
72.673,00
Innsbruck, ORF Club Radio Tirol, ORF-Kulturhaus, Jahresbeihilfe 2007
72.673,00
Innsbruck, p.m.k./plattform mobile kulturinitiativen, infrastrukturelle Maßnahmen zur
Erweiterung des Vereinslokals
14.500,00
Innsbruck, Philipp Peer, Theaterstück „Accion Mutante - Wir wollen nicht integriert werden“ (TKI-Open 2007) 3.400,00
Innsbruck, planktonLabs, „Scrub_TV“, letzte Rate
1.200,00
Innsbruck, Plattform Mobile Kulturinitiativen, Jahresbeihilfe
70.000,00
Innsbruck, Tiroler Kulturinitiative/IG Kultur Tirol, Jahresbeihilfe
62.000,00
Innsbruck, Tiroler Kulturinitiative/IG Kultur Tirol, Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der TKI-Open 2007
3.000,00
Innsbruck, Tiroler Kulturservicestelle, Jahresbeihilfe 2007
157.100,00
Innsbruck, Tiroler Kulturservicestelle, Jahresbeihilfe 2008, 1. Rate
20.000,00
Innsbruck, Treibhaus, Jahresbeihilfe
124.500,00
Innsbruck, Treibhaus, Konzertflügel, 1. Rate
17.500,00
Innsbruck, Verein „unicum:mensch“, IAF - Initiative Armutsforschung Tirol,
Vorlaufkosten für die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“
6.000,00
Innsbruck, Verein Emmaus Innsbruck, Kulturcafé
1.000,00
Innsbruck, Verein Freies Radio Innsbruck - FREIRAD, „Reclaim culture“ (TKI-Open 2007), 1. Rate
5.800,00
Innsbruck, Kulturverein aut.ark, „Netlabel Autark“ (TKI-Open 2007), 1. Rate
6.000,00
106
XII. Kulturinitiativen, Zentren
Innsbruck, Verein spectACT - Verein für politisches und soziales Theater,
„Wie das Leben so spielt...“ (TKI-Open 2007), 1. Rate
Innsbruck, Verein Workstation, Jahresbeihilfe
Absam, Verein „Interact“, „Schnittstelle - Spurwechsel Teil 2“
Absam, Verein „Interact“, „Wir sind Absam - Teil 2“
Breitenwang, Kulturforum Breitenwang, Kulturprogramm
Buch, Kultur am Land, Jahresbeihilfe
Ehrwald, Kulturkreis Ehrwald, Ehrwalder Kulturfestival „Esperanto“
Fieberbrunn, Kulturverein „Kulturbrunnen“ Fieberbrunn, Jahresbeihilfe
Fließ, Naturpark Kaunergrat-Pitztal, Ausstellung „Von den ersten Bergsteigern bis
zur Tourismusregion Kauntertal - 100 Jahre Alpinismus im Kaunertal“
Hall, Freunde interartiellen Schaffens, Jahresbeihilfe
Hall, Kulturlabor Stromboli, „WebTwoZero_X - Das Phänomen des virtuellen
Raums im digitalen Zeitalter“ (TKI-Open 2007), 1. Rate
Hall, Kulturlabor Stromboli, Jahresbeihilfe
Hochfilzen, Kulturverein Hochfilzen, 14. Kulturherbst Hochfilzen
Hopfgarten i. Br., ARGE „Rund um die Kultur“ - Hopfgarten, Jahresbeihilfe
Imst, Art Club Imst, Jahresbeihilfe
Imst, Art Club Imst, Tschirgart Jazz Festival
Innervillgraten, Villgrater Heimatpflegeverein, Kulturprogramm, 1. Rate
Inzing, Verein für Kultur Inzing, „andernWOrts“ (TKI-Open 2007)
Itter, Turmwind - Kulturforum Itter, Kulturfest „L‘ITTERALE“ und Ausstellung „Recycling-Kunst“
Jenbach, Verein Freiraum Jenbach, Jahresbeihilfe
Kitzbühel, Kulturwerk Bezirk Kitzbühel, Kulturwerk-Kalender
Kitzbühel, Verein zur Förderung der Kleinkunst in Kitzbühel, Jahresbeihilfe
Kufstein, Kulturfabrik Kufstein, Jahresbeihilfe
Kufstein, Kulturverein Wunderlich, Wunderliche Kulturtage
Landeck, Bezirksmuseumsverein Landeck, Advent im Schloss
Längenfeld, Kulturinitiative Feuerwerk, „Das ununterbrochen Bewegliche“
Längenfeld, Verein Pro Vita Alpina Österreich, Jahresbeihilfe
Leogang, Verein „LeogangerKinderKultur“, „Kultursprünge - Innergebirg“, Leader+ Projekt
Lienz, Verein IN-KU-Z, Jahresbeihilfe
Lienz, Verein Ummi Gummi, „OLALA - 16. Internationales Straßenfestival Lienz“
Matrei i. O., Kulturabteilung der Marktgemeinde, kulturelles Jahresprogramm
8.000,00
12.000,00
3.000,00
1.500,00
2.000,00
21.000,00
2.800,00
1.800,00
2.000,00
8.700,00
5.600,00
25.000,00
2.100,00
2.000,00
16.500,00
50.000,00
2.000,00
7.000,00
800,00
6.000,00
2.500,00
5.000,00
14.000,00
13.000,00
3.000,00
20.000,00
30.000,00
2.535,25
10.000,00
28.500,00
2.000,00
107
XII. Kulturinitiativen, Zentren
Obergurgl, Kultourismus Gurgl, Alpentöne
Oberlienz, Anraser Kulturfenster, Kulturprogramm
Pfons, Verein Cognac & Biskotten, „Die literarische Staßenbahn“ (TKI-Open 2007), 1. Rate
Rattenberg, Rattenberger Kultur- und Wirtschaftsförderungsverein, Rattenberger Advent 2006
Rattenberg, Stadtgemeinde, Rattenberger Advent, 1. Rate
Reith i. A., Verein Matzener Sommer, Matzener Sommer
Reutte, Außerferner Kulturinitiative Huanza, 18. KulturZeit „Bunt&Bünter“
Rum, Marktgemeinde, Veranstaltung „Rumkultur“
Schwaz, Stadtgemeinde, Schwazer Silbersommer 2006, Restrate
Schwaz, Stadtgemeinde, Schwazer Silbersommer 2007, 1. Rate
St. Anton, Jugend Kreativ! Lei(n)wand, Veranstaltung „Da capo ad infinitem“
St. Anton, Verein für ein kreatives St. Anton, Arlberger Kulturtage
St. Johann i. T., Musik Kultur St. Johann, Ausbau und Adaptionsarbeiten an der „Alten Gerberei“, letzte Rate
St. Johann i. T., Musik Kultur St. Johann, Jahresbeihilfe
St. Johann i. T., Musik Kultur St. Johann, Videoschnitt- und Plattenspieler-Set
Tarrenz, Ingeborg Eder, Veranstaltungsreihe „Kleine Waldarena“ Obtarrenz
Telfs, Interregional Telfs, Jahresbeihilfe
Thurn, Verein „s‘Kammerland-Kulturinitiative Thurn“, kulturelle Veranstaltungen
Völs, Kulturkreis Völs, Jahresprogramm 2007/2008
Wörgl, KOMMA - Verein zur Förderung von Kunst & Kulturaktivitäten, Jahresbeihilfe
Wörgl, SPUR - Verein zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Popkultur, Jahresbeihilfe
Wörgl, Stadtmarketing Wörgl GmbH, Wörgler Freigeldjahr
Wien, Europäisches Forum Alpbach, Kulturprogramm
Wien, Robert Rothmann, „graffiti-lecture + street art-workshop“ (TKI-Open 2007)
Wien, Verein VanCam, „www.livesafelyineurope.com“ (TKI-Open 2007)
Weitere kleinere Beihilfen
SUMME
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Gesamtbetrag
108
2.500,00
900,00
8.500,00
3.000,00
5.000,00
13.556,00
19.000,00
1.650,00
3.000,00
12.000,00
3.500,00
12.000,00
25.000,00
41.000,00
1.800,00
1.600,00
54.000,00
1.100,00
1.200,00
30.000,00
2.000,00
40.000,00
13.000,00
1.745,00
4.440,00
3.573,10
1.487.945,35
704.700,00
783.245,35
1.487.945,35
XIII. Ausbildung,
Weiterbildung
Innsbruck, Blasmusikverband Tirol, Jungbläserförderung 2006
Innsbruck, European Philharmonic Orchestra, Jahresbeihilfe
Innsbruck, Universität Mozarteum Salzburg, Feldforschungsprojekte Tirol
Schwaz, Walter Knapp, Konzert des European Philharmonic Orchestras
Wien, Stipendienfonds der Diplomatischen Akademie
Zwischenwasser, Werk der Frohbotschaft Batschuns, Beitrag für das Austrian Catholic Centre London
Stipendien des Landes für Schüler. Ein durchschnittliches Stipendium belief sich auf € 767,97
Fahrtkostenzuschüsse für Internatsschüler, durchschnittlich € 123,23
SUMME
138.350,00
51.900,00
2.000,00
2.000,00
15.000,00
9.000,00
208.120,00
57.672,00
484.042,00
Landesgedächtnisstiftung
Stipendien (inkl. Ausland) im Jahr 2007 aus Mitteln der Landesgedächtnisstiftung
Ein durchschnittliches Stipendium belief sich für Studenten (einschließlich
Auslandsaufenthalte) auf € 1.178,32 für Schüler auf € 729,39
945.863,00
SUMME
945.863,00
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Landesgedächtnisstiftung
289.792,00
194.250,00
945.863,00
Gesamtbetrag
1.429.905,00
109
XIV. Erwachsenenbildung
Innsbruck, Evangelisches Bildungswerk in Tirol, Jahresbeihilfe
1.500,00
Innsbruck, Freie Waldorfschule Innsbruck, Jahresbeihilfe
2.500,00
Innsbruck, Haus der Begegnung, Jahresbeihilfe 2006, 2. Rate
7.000,00
Innsbruck, Haus der Begegnung, Jahresbeihilfe 2007
14.600,00
Innsbruck, Haus Marillac, Bau- und Sanierungsarbeiten, letzte Rate
10.000,00
Innsbruck, Haus Marillac, Jahresbeihilfe
10.000,00
Innsbruck, Innsbrucker Akademie für Ältere, Jahresbeihilfe
2.000,00
Innsbruck, Katholisches Bildungswerk Tirol, Jahresbeihilfe
18.736,24
Innsbruck, Ländliches Fortbildungsinstitut, erwachsenenbildnerische Aktivitäten 2006, 2. Rate
8.725,00
Innsbruck, Ländliches Fortbildungsinstitut, erwachsenenbildnerische Aktivitäten 2007, 1. Rate
8.725,00
Innsbruck, Österreichische Orient Gesellschaft, Jahresbeihilfe
1.400,00
Innsbruck, SOWI-holding, Lehrberufsmesse
3.000,00
Innsbruck, Tiroler Bildungsforum, Jahresbeihilfe und Erwachsenenschulen-Leiterentschädigung
160.000,00
Innsbruck, Volkshochschule Tirol, Jahresbeihilfe
104.650,00
Fließ, Verein EPSO, Oberinntaler Diskurse, letzte Rate
7.000,00
Karres, Stefanus-Gemeinschaft Tirol, Jahresbeihilfe
14.634,29
Landeck, Verein EPSO, „Zukunft Kind“, 1. Rate
7.000,00
Lienz, Bildungshaus Osttirol, Jahresbeihilfe
14.634,29
Lienz, Bildungshaus Osttirol, Sondersubvention für die Übersiedlung in das Telekomgebäude, Rate 2007 15.000,00
Matrei a. Br./Pfons, Bildungshaus St. Michael, Jahresbeihilfe
14.634,29
Wörgl, Tagungshaus Wörgl, Jahresbeihilfe
14.634,29
Salzburg, Katholisches Bildungswerk Salzburg, Jahresbeihilfe
8.094,26
Wien, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Mitgliedsbeitrag
17.694,00
Weitere kleinere Beihilfen
800,00
SUMME
466.961,66
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Gesamtbetrag
349.112,14
117.849,52
110
466.961,66
XV. Internationaler
Kulturaustausch
In diesem Kapitel sind lediglich einige spezifische Schwerpunkte beispielhaft genannt. Unerwähnt bleiben die in
anderen Kapiteln im Rahmen von Jahres- und Projektbeihilfen für verschiedene Einrichtungen anfallende Aktivitäten des
Kulturaustausches.
Univ. Innsbruck, Innsbrucker Hochschulkurse Deutsch
10.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Botanik, Kurs „Biodiversität und Biotopschutz im
Hochgebirge“ in Kooperation mit der Universität Sofia
1.500,00
verschiedene weitere Aktivitäten im Studienaustausch
6.500,00
Univ. Innsbruck, Universitätschor, Chorwettbewerb in Polen
Dommusik Innsbruck, Konzertreise des Mädchenchors nach Mainz
Freunde interartiellen Schaffens, Konzert des Astarte-Ensembles in Zagreb
Musikkapelle Auffach, Konzertreise nach Leiwen an der Mosel
Adi Rinner, Reisekostenzuschuss für Dreizehnlinden
Stadtmusikkapelle Landeck, Blasorchesterwettbewerb „Flicorno D‘oro“ in Riva/Gardasee
Verein „Tirol - Brasil“, Teilnahme Musikkapelle Amras an der „150-Jahr-Feier der
Auswanderung von Tirolern nach Brasilien - Dorf Tirol“, Reisekostenzuschuss
800,00
1.200,00
2.000,00
800,00
1.200,00
900,00
4.000,00
Univ. Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte, „Zona ovest“ in Turin
4.000,00
Helene Keller, Kunstprojekt „Die Felder des Mars“ in Utah
1.152,59
Künstlerinnenkollektiv „Die vereinigten Königinnenreiche“, „Projekt C“ in Kalifornien,
Reisekostenzuschuss und Ausstellung „united queendoms - colonized california“
1.100,00
Anja Manfredi/Barbara Breitenfellner, Ausstellungsprojekt „Intrusion - emerging
Austrian artists intruding Loft#2B, NYC“ in New York
1.500,00
Fritz Ruprechter, Ausstellung im Museo de Arte contemporaneo in Santiago de Chile
1.500,00
Heidrun Sandbichler, zwei Ausstellungen in Rom
1.000,00
Markus F. Strieder, Ausstellungsreihe
2.500,00
Herwig Weiser, Ausstellung im MOCA Taipei
950,00
Margret Wibmer, Ausstellung „recent photographs & objects“ in der Galerie Lumen Travo in Amsterdam 1.000,00
Künstlerhaus Paliano
11.342,63
Gemeinde Galtür, Walsertreffen in Alagna
Kulturverein arcus raetiae, Festival XONG
Österreichisches Kulturforum Warschau, Projekt „Die Vielfalt in der Einheit“
7.000,00
7.000,00
4.014,70
111
XV. Internationaler
Kulturaustausch
Weitere kleinere Beihilfen
8.495,00
SUMME
81.454,92
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Kunstförderungsbeitrag
43.384,70
36.917,63
1.152,59
Gesamtbetrag
81.454,92
112
XVI. Großveranstaltungen
Gedenkjahr 2009
Kulturprogramm
Bergisel Museum
57.151,77
3.935,40
SUMME
61.087,17
Haushalt
61.087,17
Gesamtbetrag
61.087,17
113
XVII. Sonstige kulturelle
Aktivitäten
Innsbruck, Arbeitskreis Versöhnungszeichen, „Hutterer - Versöhnungszeichen“
Innsbruck, Ars Poetica, „B-K-S-T-Projekt“
Innsbruck, ATIB Innsbruck, türkische Veranstaltung (November 2006) im Congress Innsbruck
Innsbruck, Initiative gelebte Integration, Afrika-Tag
Innsbruck, Verein Caritashaus Gumppstraße, Kulturprogramm
Absam, Schachklub Absam, Spieljahr 2007/2008
Jenbach, Österreichischer Schachbund - Landesverband Tirol, Jahresbeihilfe
Jenbach, Österreichischer Schachbund - Landesverband Tirol, Jugendarbeit
Jenbach, Schachklub Sparkasse Jenbach, Jahresbeihilfe
Kitzbühel, Tanzverein Kitzbühel, Tanzvorführung „New York“
Mayrhofen, Schachklub Mayrhofen, Spielsaison 2006/2007
Rum, Verein Pro Christkind, „Setzen wir ein Zeichen“
Umhausen, Gemeinde, Kulturraum - Ausstattung
Wörgl, Schachklub Raiffeisen Wörgl, Spieljahr 2007/2008
13 Künstlerhilfen
Ehrengaben und Preisstiftungen (Nebenkosten)
Weitere kleinere Beihilfen
2.000,00
1.850,00
1.500,00
800,00
6.000,00
1.200,00
2.300,00
1.200,00
1.500,00
1.200,00
1.300,00
1.000,00
4.000,00
1.000,00
25.944,21
12.950,67
1.225,00
SUMME
66.969,88
Haushalt
Tiroler Kulturförderungsabgabe
Kunstförderungsbeitrag
7.280,44
56.249,71
3.439,73
Gesamtbetrag
66.969,88
114
Nachgeordnete Dienststellen
Galerie im Taxispalais, Ausgaben
Galerie im Taxispalais, Einnahmen
Tiroler Bildungsinstitut, Ausgaben
Tiroler Bildungsinstitut, Einnahmen
Tiroler Landeskonservatorium, Ausgaben
Tiroler Landeskonservatorium, Einnahmen
624.536,68
44.771,21
1.581.856,95
417.630,56
5.342.739,85
612.322,86
SUMME (Ausgaben)
SUMME (Einnahmen)
7.549.133,48
1.074.724,63
Gesamtbetrag (Ausgaben)
Gesamtbetrag (Einnahmen)
7.549.133,48
1.074.724,63
115
116