Wasseraufbereitung
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Wasseraufbereitung
Trinkwasseraufbereitung Veröffentlicht in Heftarchiv - Heft 01/2009 Grundlagen und Methodenvergleich Dr. Andrea-Mercedes Riegel Der Mensch besteht zu ca. zwei Dritteln aus H2O. Wasser ist das wichtigste Element in unserem Körper, das richtige Wasser kann ihn jung und gesund erhalten. Nur: Welches ist das richtige Wasser? Welche physikalischen Parameter machen Wasser zum "Jungbrunnen" und zum "Wasser des Lebens"? Welche physikalischen Parameter sind wichtig, um die schädigenden Einflüsse der Zivilisation, für die der Organismus des Menschen nicht geschaffen ist, auszugleichen? Leben entstand vor vielen Millionen Jahren im Ur-Ozean. Es bildeten sich Einzeller, die sich in den folgenden Millionen Jahren zu intelligenten Kolonien zusammenschlossen, aus denen sich schlussendlich die Säugetiere und die Menschen entwickelten. Der damalige Ur-Ozean hatte einen Salzgehalt von 0,9% und war der Lebensraum dieser Einzeller. Die interzelluläre Körperflüssigkeit des Menschen, also der Lebensraum unserer Körperzellen, hat interessanterweise ebenfalls einen Salzgehalt von 0,9% - ein "definierter Basiswert" des menschlichen Organismus, der für das (Über-)Leben genau eingehalten werden muss. So kann der Mensch auch betrachtet werden als eine konzentrierte Ansammlung von hoch spezialisierten und miteinander vernetzten Einzellern, die sich "ihren" Lebensraum aus der Urzeit "mitgebracht" haben. Ebenso wie für Wasserlebewesen der Zustand des Wassers bedeutsam ist, in dem sie sich befinden, ist auch die Funktionsfähigkeit der menschlichen Körperzellen sehr stark von der Qualität der sie umgebenden Körperflüssigkeit abhängig. Leider wird dieser Tatsache in der modernen Medizin viel zu wenig Beachtung geschenkt - sie konzentriert sich auf den Zustand und die "Behandlung" der 30% festen Stoffe im Menschen, während die 70% Wasser kaum Beachtung finden. Für die optimale Nähr- und Sauerstoffversorgung unserer Zellen und die Entsorgung von bei den Stoffwechsel-Prozessen entstehenden Nährstoffresten und Kohlenstoffdioxid ist die Durchlässigkeit der die Zellen umgebenden Flüssigkeit von großer Bedeutung. Denn Nährstoffe und Sauerstoff werden nur 1 bis zu den Kapillaren aktiv durch das Blut transportiert, zu den Zellen gelangen sie dann mittels passiver Diffusion durch das Konzentrationsgefälle zwischen der Umgebung der Kapillaren und den weiter entfernten Zellen. Da die interzellulare Körperflüssigkeit nicht nur aus Wasser und Salz, sondern auch aus Proteinen besteht, darf sie nicht zu sauer sein, denn in saurer Umgebung gerinnt Eiweis, die Flüssigkeit wird dickflüssig und der Stofftransport erschwert. Deutlich wird dies im Blut, dessen pH-Wert wegen seines hohen Proteingehalts nicht unter pH 7,35 sinken darf - ein zweiter "definierter Basiswert" des Körpers. Die Körperflüssigkeit wird andauernd erneuert und ersetzt durch das Wasser, das wir trinken. Der menschliche Organismus ist ausgelegt für die Zufuhr von Wasser – nicht von Tee, Saft, Kaffee, Limonaden etc. – und von roher Pflanzenkost – nicht von gekochten, konservierten oder sonstwie behandelten "Nahrungsmitteln" und stark eiweißhaltigen Fleisch- oder Milchprodukten. Rohe Pflanzenkost hat nur eine sehr kurze Verweildauer im Magen, Wasser sollte auf leeren Magen getrunken werden, so dass es direkt in den Darm gelangen kann, ohne von der Magensäure "angesäuert" zu werden. (Deshalb ist es auch wichtig, morgens auf leeren Magen mindestens ein großes Glas Wasser zu trinken!). Im Darm kann Wasser direkt über die Darmzotten aufgenommen werden und in das Blut bzw. in die interzelluläre Körperflüssigkeit übergehen. Die Qualität des Trinkwassers und seine physikalischen Parameter übertragen sich so direkt auf den menschlichen Organismus. Diese Darstellung macht deutlich, dass die physikalischen Parameter des Trinkwassers einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Welche Parameter sind also wichtig? 1. Der Mineraliengehalt, gemessen in der Leitfähigkeit in µS (microSiemens) bzw. der Umkehrfunktion des Widerstandes in W (Ohm). Wasser löst Mineralien und umgibt die Mineral-Ionen (z. B. ein Ca++-Ion oder ein Cl--Ion) mit einer so genannten Hydrathülle (vgl. Abb. 3). Je mehr Mineralien gelöst sind, desto strukturierter wird das Wasser und desto besser kann es elektrischen Strom leiten. 2. Der Säure- bzw. Basengehalt des Wassers, gemessen als pH-Wert, d. h. dem Verhältnis von H+- und OH--Ionen zu den H2O-Molekülen (vgl. Abb. 4). In reinem Wasser spaltet sich jedes 10´te Wassermolekül in ein H+- und ein OH--Ion. Dies ist die natürliche Dissoziation des Wassers und zeigt einen neutralen pH-Wert von pH 7 an. Erhöht sich 2 durch Zugabe von Mineralien oder durch Elektrolyse und anschließende Separation das Verhältnis von H+- bzw. OH--Ionen zu den H2O Molekülen, steigt oder sinkt der pH-Wert entsprechend. 3. Das Redoxpotenzial, gemessen in mV (vgl. Abb. 5). In Beziehung zum pH-Wert steht das Redoxpotenzial. Es zeigt die elektrische Spannung an: Ein negatives Redoxpotenzial bedeutet ein Überschuss an freien Elektronen, d. h. eine antioxidative Wirkung, ein positives Redoxpotenzial bedeutet Elektronenmangel und eine oxidative Wirkung. 4. Die Größe der Wassercluster, die nur durch aufwändige Resonanzmessungen zu bestimmen ist, die sich aber auch auf die Oberflächenspannung, die Lösungsfähigkeit und die Zellgängigkeit auswirkt. Wassercluster sind sozusagen die "funktionellen Einheiten" der Wassermoleküle; je größer sie sind, desto geringer ist die wirksame Oberfläche – je kleiner sie sind, desto besser ist die Zellgängigkeit und können Stoffe gelöst und transportiert werden (vgl. Abb. 6). Weitere physikalische Eigenschaften des Wassers wie z. B. der Informationsgehalt bleiben hier wegen der fehlenden objektiven Messbarkeit unerwähnt. 3 Die "Zivilisation" hat großen Einfluss auf die physikalische Qualität des Wassers: 1. Der so genannte "Elektrosmog" – die dauerhafte und flächendeckende Bestrahlung durch verschiedenste, meist digitale Mikrowellen-Frequenzen – bewirkt ein "Herausschießen" der Elektronen aus dem Wasser. Außer in Tiefbrunnen und -quellen ist Wasser in seinem gesamten Kreislauf dauerhaft dem Einfluss dieser Mikrowellenstrahlung ausgesetzt. Das Redoxpotenzial wird dadurch erhöht, das Wasser wird positiv geladen, also oxidativ wirksam. Jedes herkömmliche Wasser hat ein solches positives Redoxpotenzial und eine oxidative Wirkung. 2. Durch die physikalische Behandlung des Wassers wie z. B. den Druck in Pumpen und in der Wasserleitung werden die Wassercluster wesentlich größer. 3. Die Luftverschmutzung – bestehend aus sauren Abgasen – bewirkt ein Absinken des pH-Wertes des Regenwassers. 4. Im Wasserkreislauf kommt Wasser andauernd mit verschiedensten zivilisationsbedingten chemischen Stoffen in Berührung, die es auf Grund seines hohen Lösungsvermögens mitnimmt. Angefangen von Medikamenten bis zu Agrarchemikalien und industriellen Abfällen belasten zigtausende verschiedene synthetische chemische Verbindungen das Wasser, die in herkömmlichen Kläranlagen nicht zu entfernen sind. Die "Zivilisation" verändert aber auch physikalisch-chemische Parameter in unserem Körper: 1. Der so genannte "Elektrosmog" hat – wie im Wasser – eine oxidative Wirkung auf den Körper, d. h. es entstehen die so genannten "Freien Radikale", also Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Wichtig für den Körper sind also Antioxidanzien. 2. Unsere Ernährung besteht nicht aus Rohkost – für die unser Organismus geschaffen ist –, sondern aus diversen Zustandsformen von oftmals für den Körper schwer verwertbaren Substanzen. Diese Ernährungsform bewirkt, dass überschüssige Säuren im Körper entstehen, die die natürliche Ausscheidungskapazität des Körpers überschreiten und deshalb durch körpereigene basische Mineralien neutralisiert, 4 konzentriert und abgelagert werden müssen. Diese abgelagerten Salze können nur in basischem Milieu wieder aufgelöst und ausgeschieden werden. Wichtig für den Körper sind also ein basisches Milieu und genügend Zufuhr von körperverfügbaren basischen Mineralien. 3. Durch die großen Cluster kann aufgenommenes Wasser Stoffe schlechter lösen und transportieren. Wichtig für den Körper ist also Wasser mit kleinen Clustern. 4. Hauptsächlich sitzende Lebensweise und Aufenthalt in geschlossenen Räumen, verbunden mit schlechter Luftqualität führt zu Sauerstoffmangel. Wichtig für den Körper ist also genügend Sauerstoff. 5. Und natürlich soll Trinkwasser möglichst frei von chemischen Belastungen sein. Die beigefügte Tabelle (s.u.) gibt einen Überblick über die gängigen Verfahren und Methoden zur Trinkwasserbehandlung und die durch sie hervorgerufenen Veränderungen der oben genannten physikalischen Parameter. Gleichzeitig bewertet sie die Verfahren in Bezug auf ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus und gibt Anhaltspunkte zu ihrer Wirtschaftlichkeit. So kann sie als Richtschnur für die Beurteilung der Wirkung der Verfahren und Methoden und als Entscheidungshilfe dienen. Dipl. Ing. Dietmar Ferger arbeitet seit 1994 in den Berufsfeldern Wasser und Gesundheit. Durch die Übersetzung des Longsellers "Der Weg zurück in die Jugend" machte er basisches AktivWasser im deutschsprachigen Raum bekannt. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit hält er als Präventologe Vorträge über "Den Weg zurück in die Jugend". Kontakt: Tel.: 07621 / 709100 [email protected] 5 6 7 Redoxpotenzial und pH-Wert bestimmen die Wirkung des Wassers Unter Redoxpotenzial versteht man das Spannungsverhältnis zwischen positiven und negativen Ionen. Ionen sind bei Elektronenmangel positiv (+) und bei Elektronenüberschuss negativ (-) geladen Ein negativer (-) Wert zeigt an, dass mehr negativ geladene Ionen im Wasser vorhaden sind - also einen Eklektronenüberschuss. (- ist hier positiv) Bei einem postivien (+) Wert sind mehr positive Ionen vorhanden - das zeigt einen Elektronenmangel an. (+ ist hier negativ) Basisches Wasser weist ein negatives (-) Potenzial auf und ist somit ein starkes Antioxidans Heilquellen - basisches Wasser Basisches Aktivwasser (ionisiertes Wasser) ist - bis auf das Wasser von wenigen Heilquellen das einzige Wasser mit hohem pH-Wert und einem negativem (-) Redoxpotenzial (minus = hier positiv) und antioxidativer Wirkung! Heilquellen: Die berühmten Heilquellen wie Lourdes (F), Nordenau (D), Tlacote in Mexiko und Dehli in Indien haben eines gemeinsam: basisches Wasser mit einem Redoxpotenzial bis minus150 Bio-Lebensmittel haben ebenfalls ein besseres Redoxpotenzial als konentionell angebaute Nahrungsmittel. Blut: Jedes Nahrugsmittel, jede Flüssigkeit besitzt ein gewisses Redoxpotenzial, so auch das Blut, Blutplasma, Gewebsflüssigketen usw. Das Redox-Potential des Blutes, berechnet nach der Nernst-Gleichung unter der Berücksichtigung des pH-Wertes, ergibt laut Dr. Dina Aschbach folgende Werte: Arterielles Blut ca. minus 57 mV Venöses Blut ca. minus 7 mV Gemeinsamkeit: Wir sehen hier bezüglich Redoxpotenzial also eine Gemeinsamkeit zwischen ionisiertem Wasser, dem Wasser aus bekannten Heilquellen und dem menschlichen Blut. Wenn Heilquellen einen pH-Wert zwischen 7,5 und 9, sowie ein Roxpotenzial zwischen 0 und - 150 aufweisen und wir diese Werte mit dem Redoxpotenzial des arteriellen Blutes vergleichen, so erscheint es vernünftig, auch gutes Wasser mit einem pH-Wert über 7,5 und einem Redoxpotenzial zwischen - 50 und - 150 zu trinken. Diese Möglichkeit bietet sich uns durch die Wasserionisierung. Normales Leitungswasser hat hingegen - wie schon erwähnt - ein Redoxpotenzial von + 200 bis + 300. 8 Wasserqualität / Getränke - zum Vergleich: normales Leitungswasser hat ein Redoxpotenzial +100 bis +300 (hat also Elektronenmangel = sauer) und einen pH-Wert von ca. 6,8 bis 7,5 Berühmte Heilquellen wie Nordenau im Sauerland, Tlacote in Mexiko, Lourdes... weisen Redoxpotenziale zwischen +100 und - 100, sowie pH-Werte zwischen 7,5 und 9,5 auf. Ein sehr großer Unterschied zum üblichen Leitungswasser durchschnittliche Wasserionisierer erzeugen Wasser mit einem Redoxpotenzial zwischen +300 und -300. Als Trinkwasser werden grundsätzlich Redoxwerte von -100 bis -300 und pH-Werte zwischen 8,5 bis 9,5 verwendet, alle anderen Werte sind für medizinische Zwecke, bzw. zur Desinfizeirung, Schmutzlösung, zum Waschen von Obst/Gemüse (Entfernung der. Restpestizide, Politurmittel usw,) gedacht. Die Redoxwerte gehen (je nach Wasserqualität) grundsätzlich mit den eingestellten pHWerten einher. Mineralwässer haben - je nach Hersteller - vielfachein positives (+)Redoxpotenzial zw. +100 und +300 und einen pH-Wert zwischen 5 und 6, womit keine wirksamen Puffer für das Abfangen von Freien Radikalen zur Verfügung stehen und auf den Organismus sauer wirken Cola, Eistee, Limonaden, Soda-Wasser usw. sind hoch sauer, haben einen Redoxwert von ca. + 400 und einen pH-Wert von ca. 2,5 bis 3 Die Wissenschaft beschreibt das Redox-Poentzial als Maß für die Bereitschaft zur Oxidation ("Rost") bzw. zur Reduktion eines Stoffes. Redox-Reaktionen z. B. im Wasser bewirken, dass je nach vorhandenen Elektronen (+ oder -), solche abgegeben oder aufgenommen werden und das Wasser somit im baischen oder sauren Bereich ist Oxidationsmittel nehmen Elektronen auf (= "Rost") Reduktionsmittel geben Elektronen ab (= antioxidante Wirkung) je niedriger der Redkutkionswert (-) ist, desto stärker die Reduktionskraft der Stoffes (z. B. Wasser) je höher der Oxidationswert (+) ist, desto stärker die Oxidationskraft des Stoffes Basisches Aktivwasser ist effektiver als eine antioxidante Diät Es zeigt sich immer wieder, dass vor allem natürliche Antioxdanzien (z. B. basiches Aktivwasser) wirken, während künstliche (z. B. Ascorbinsäure) oft wenig wirksam sind. Deshalb wird großen Wert auf vitaminreiche Ernährung gelegt. Die Nährstoffe in Obst und Gemüse werden immer weniger. Somit stellt basisches Aktivwasser als effektiver Oxidationsschutz eine optimale Ergänzung der Ernährung dar. 9 Basisches Aktivwasser verhindert Rost Basiches Aktivwasser kann als wirksames Rostverhinderungsmittel eingesetzt werden, wie nebenstehendes Bild verdeutlicht: Stahlwolle in normalem Wasser rostet (rechtes Glas), während sie im basischen Aktivwasser unverändert bleibt (linkes Glas). Im Körper hat es eine ähnliche Wirkung (Abfangen von Freien Radikalen - ein Liter basisches Aktivwasser hat ungefähr die antioxidative Kraft von ca. 10 Zitronen - Dr. Irlacher) Trinkwasserverodnung Trinkwasser darf lt. Verordung einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 aufweisen. Dei Verordnung schreibt die Kontrolle von Dutzenden Werten im Wasser vor, wie z. B. Kalzium, Magnesium, Blei, Kupfer, pH-Wert, Leitfähigkeit usw. Das Redoxpotenzial als sehr wichtiger elektrochemischer Parameter scheint jedoch nirgends auf, obwohl der Hydrologe Prof. Vincent schon vor rund 50 Jahren feststellte, dass insbesondere dem Redoxpotenzial (Neutralisiergung v. Giften und Freien Radikalen) bezüglich Trinkwasserqualität/Gesundheit für den Menschen, eine entscheidende Rolle zukommt. 10 Redoxpotential im Aquarium 12.08.2011 23:04 | R Das Redoxpotential: (Oxidationspotential - Reduktionspotential) gibt Aufschluss über die Menge der im Wasser vorliegenden reduzierten oder oxidierten Stoffe. Diese bestimmen die chemischen Abläufe mittels Elektrizität die in mV Bereich gemessen werden. Wassermoleküle besitzen die Eigenschaft Elektronen auf zu nehmen oder ab zu geben. Diese Eigenschaft wird als das Redoxpotential bezeichnet. Hierbei wird durch Oxidation mittels Sauerstoff Energie aus dem oxidierten Molekül frei gesetzt wodurch sich das Redoxpotential erhöht. Durch Reduktion wird die Energie in dem reduzierten Molekül gespeichert wodurch sich das Redoxpotential verringert. Das Redoxpotential als rH2-Wert in mV gemessen, gibt Aufschluss über die Summe der Elektronen im Wasser. Durch die Elektronenanzahl im Wasser wird ermittelt ob ein oxidierendes oder reduzierendes Milieu vor liegt. Oxidation bedeutet ein sauerstoffreiches Wasser, wobei durch die Aufnahme/Bindung von Sauerstoff-Ionen Wasserstoff-Ionen abgegeben werden. Dies wirkt sich auch auf den pH-Wert des Wassers aus, da zusätzliche Wasserstoff-Ionen pH senkend wirken. Die stärksten Oxidationsmittel, das Aquarium betreffend sind Sauerstoff und Ozon, aber auch Chlor. Die stärksten Reduktionsmittel das Aquarium betreffend sind die Alkali/Erdalkalimetalle wie Kalium, Natrium, Magnesium, Calcium, Lithium, usw. Es gibt weitere Reduktionsmittel, sogar Reduktions und Oxidations Prozesse, doch der Einfachheit halber belassen wir es hiermit, wobei wir später noch auf die positiven Auswirkungen des Zeolith auf das Redoxpotential kommen. Reduktion wirkt sich mit einer Erhöhung des pH-Wertes aus, da Wasserstoff-Ionen gebunden werden. Hoher rH2-Wert bedeutet auf Grund fehlender Elektronen ein hohes, oxidierendes, sauerstoffreiches Milieu. 11 Niedriger rH2-Wert bedeutet auf Grund vieler Elektronen ein niedriges, reduzierendes, sauerstoffärmeres Milieu. Leider gehört das Redoxpotential auch zu den wichtigen Wasserparametern mit Einfluss auf die Wasserqualität, also auch auf Algenwachstum und es ist nicht leicht, es verständlich zu erklären, statt auf irgendwelche Seiten zu verweisen die dieses Thema eher pauschal behandeln. Gerade Sauerstoff widmen wir uns ja sehr im Aquarium, da dieser das wichtigste Element für wichtige Oxidationsprozesse durch die Umwandlung von Ammonium bis Nitrat (Nitrifikation) durch aerobe Bakterien ist. Andersherum sind aber auch Reduktionsprozesse wichtige Abläufe im Aquarium an denen anaerobe Bakterien als Reduzierer (Ammonifikation, usw.) beteiligt sind. Diese Reduzierer sind es, die Fischfutter, Fischausscheidungen, abgestorbene Pflanzenreste und Mikroorganismen zersetzen wobei Kohlendioxid und Ammonium entstehen welches dann von den Oxidierern weiter bis Nitrat oxidiert wird. Hier wird der (Nahrungs) Kreislauf wieder geschlossen und ein fehlender Baustein, meistens fehlen in Aquarien einige, gefährdet das gesamte System. Hauptsächlich laufen Redoxreaktionen im Boden des Aquariums ab und hier kann sich der Leser jetzt vielleicht vorstellen, dass in pappigem Sandboden keine, oder höchstens einseitige Redoxreaktionen, nämlich vorwiegend Reduktionen mit entsprechenden negativen Folgen (z. B. Bildung von Schwefelwasserstoff) ablaufen können. Dumme Argumente sind, dass auch natürliche Gewässerböden aus Schlamm und Schlick bestehen, denn der Unterschied zu dem Aquarium ist der, dass sich in Schlamm und Schlick trotzdem durch viele, im Aquarium nicht vorkommende Gegebenheiten sowohl aerobe, als auch anaerobe Bakterien etablieren können. Unsere Empfehlung zu dem richtigen Bodengrund kommt nicht von ungefähr, denn die Wurzel allen Übels liegt auch in der freien Natur immer im Boden. Nahezu alle Nährelemente für Pflanzen (mineralisch oder organisch) liegen im Boden vor, denn Nährstoffe schweben nicht durch das Wasser um darauf zu warten, dass eine Pflanze nach ihnen hascht und sie verspeist. Diese liegen im Boden in nicht gebundener Form vor und können von Pflanzen direkt durch die Aufbereitung von Mikroorganismen aufgenommen werden. Hier könnte man noch Seiten füllen, weil sehr viele Abläufe den biologischen Kreislauf bestimmen, doch bleiben wir bei dem Thema Redoxpotential. 12 Weder ein hohes, noch ein niedriges Redoxpotential ist gut für das Aquarium, oder generell für alle Organismen, sondern ein ausgeglichenes Redoxpotential, denn ein Molekül welches mehr Elektronen besitzt enthält auch mehr Energie. Stark oxidiertes Wasser enthält wegen geringerer Elektronenanzahl auch viele freie Radikale (oxidativer Stress) die zu Zellschädigungen bei allen Organismen (Fischen und Pflanzen) führen können. Siehe dazu Wikipedia Ein stark oxidiertes Wasser ist darum auf keinen Fall ein gutes Wasser und für das Redoxpotential gibt es einen Neutralwert der bei rH2 28 liegt. Redoxpotentiale können im Aquarium zwischen +800 mV (stark oxidierend=sinkender pH-Wert) und -300 mV (stark reduzierend=hoher pH-Wert) betragen. Ein für Fische und Pflanzen optimales Redoxpotential liegt zwischen 250 und 350 mV Ein tieferes Redoxpotential fördert Fäulnisprozesse und ein zunehmend höheres Redoxpotential schafft steriles und aggressives Wasser welches sogar in der Lage ist pflanzliches Gewebe zu zerstören. Reduziertes Wassermillieu bedeutet ein nicht intaktes Gleichgewicht im Aquarium. Ein gutes Wasser sollte einen rH2-Wert von gering unter 28 haben und im antioxidativen Bereich liegen. Leitungswasser hat in der Regel einen rH2-Wert von 30 - 34, also oxidierend bis stark oxidierend. Ein Wert von min. 25 und max. 28, also leicht reduziert, aber noch im oxidierenden Bereich bleibend ist erstrebenswert. Natürlich kam auch gleich die berechtigte Frage wie der rH-Wert ermittelt werden kann und dieses übernehmen wir gerne für Sie, wenn Sie uns über das Kontaktformular einfach das Redoxpotential in mV und den pH Wert des Wassers mitteilen. Für die Aquaristik brauchen wir uns im Grunde keine Gedanken um das Redoxpotential machen wenn wir darauf achten, dass der Boden in Ordnung ist und dass wir einen guten Gasaustausch mit ausreichend Sauerstoffzufuhr sorgen. Wer allerdings die Möglichkeit hat die Werte zu messen, der sollte es auch tun, besonders wenn etwas nicht so rund wie gewünscht läuft. Aktuell hatten wir gerade eine Anfrage warum bei geringem Leitwert unter 200 µs und pH 6,5 das Redoxpotential von 400 mV ständig ansteigen würde. Die Ursache dafür liegt eindeutig in einem gestörten Stickstoff/Kohlenstoff/Sauerstoff-Verhältnis, da es unabhängig von der Fütterung stieg. Bei Fütterung erhöht sich das Redoxpotential erst einmal um sich dann wieder ein zu pendeln. 13 Ständig fallendes Redoxpotential bedeutet eine stetig zunehmende Belastung des Wassers. Der gefürchtete Schwefelwasserstoff bildet sich z. B. im Minusbereich des Redoxpotentials ab 250 mV Rückbildung von Nitrat in Nitrit findet häufig bei 0 - -100 mV statt. Nicht unbedingt nur durch Filterreinigung stehen viele Aquarianer oft vor einem Nitritproblem, sondern sehr häufig auch wegen einem ungünstigen Redoxpotential, welches darum immer im Plusbereich liegen sollte. Das Redoxpotential pendelt sich meist von alleine ein und hat in der Regel bei einem pH Wert von 7 etwa 300 - 400 mV, was noch ein guter und normaler Wert für die Aquaristik ist. Bei höheren pH Werten im alkalischen Bereich verändern sich die Werte negativ reduzierend und bei pH Werten von <5 entsprechend stark oxidierend. Das Redoxpotential hat also auch eine Abhängigkeit zum pH-Wert. Starker Oxidation und damit verbundenem oxidativen Stress wirkt übrigens auch hier wieder die mechanische Zeolithfilterung mit positivem Einfluss auf das Wohlbefinden aller Aquarienbewohner durch Regulierung des Redoxpotentials entgegen. Besser wachsende Pflanzen, gesündere, farbenprächtigere und agilere Fische werden immer wieder in Verbindung mit Zeolith genannt und das kommt alles nicht von ungefähr. Wir beschäftigen uns ja sehr viel mit Problemen wo das Aquarium trotz anscheinend optimalster Bedingungen einfach nicht in den Griff zu bekommen ist und hier liegt die Ursache dann meist an den Rexoxwerten. Pflanzen und einige Fische sind gute Indikatoren dafür und wenn anscheinend alles andere optimal ist raten wir bei Problemen zur Messung des Redoxpotentials um wirklich alles ausschliessen zu können. 14