Das Beste an Lampertheim.

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Das Beste an Lampertheim.
Das Beste an Lampertheim.
Im Jahr 1941 übernimmt Alfred Delp als
Pfarrrektor die kleine Kirche St. Georg in
München-Bogenhausen und tritt mit
Vorträgen und Predigten an die Öffentlichkeit.
Hier in Bogenhausen hilft er auch aktiv mit
beim Aufräumen nach Bombenangriffen, dem
Bergen verschütteter Menschen und beim
Kümmern um verfolgte Juden.
Im Frühjahr 1942 kommt Alfred Delp durch
seinen Provinzial, Pater Augustin Rösch, in
Kontakt zur Gruppe der Kreisauer. In diesem
Kreis erläutert Delp die wesentlichen Punkte
der katholischen Soziallehre. Seine Überlegungen fließen in die „Kreisauer
Grundsatzerklärungen“ ein.
Nach dem Attentat auf Hitler durch Claus
Schenk Graf von Stauffenberg wird Delp am
28. Juli 1944 unmittelbar nach dem Morgengottesdienst in Bogenhausen verhaftet. Seine
letzten Gelübde legt er am 8. Dezember 1944
im Gefängnis ab. Am 11. Januar 1945 wird er
vor dem Volksgerichtshof unter Vorsitz des
Richters Roland Freisler zum Tode verurteilt.
Pater Alfred Delp wird in den Nachmittagsstunden des 2. Februar 1945 in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee gehängt. Sein
Leichnam wird auf Befehl Heinrich Himmlers
verbrannt.
Heute gedenkt die Heimatgemeinde
Lampertheim ihres großen Sohnes jährlich mit
Gedenkstunden, jeweils am 2. Februar und am
15. September. Auch im täglichen Leben ist der
mutige Jesuitenpater in Lampertheim stets
präsent - durch die Alfred-Delp-Straße, den
Alfred-Delp-Platz, die Pater-Alfred-Delp-Kapelle,
die Alfred-Delp-Schule und den katholischen
Kindergarten Alfred Delp.
„Wer nicht den Mut hat, Geschichte zu machen,
wird ihr armes Objekt. Lasst uns tun.“