Druck-PDF mit PDFCreator

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Druck-PDF mit PDFCreator
Druck-PDF mit PDFCreator
Mit dem PDFCreator ist eine druckfähige, gute Qualität von PDF-Dateien
erreichbar. Allerdings sind dafür eine Reihe von Einstellungen notwendig,
da einige wichtige Spezifikationen in den PDF-Dateien grundsätzlich vorhanden sein müssen. Dies betrifft die Schrifteinbettung, den Farbraum,
die Auflösung von Bildern und einige andere Faktoren.
Im Hinblick auf die Farbsicherheit muss erwähnt werden, dass diese in
erster Linie von der eingesetzten Layoutsoftware und deren Möglichkeiten bestimmt wird. Officeanwendungen sind Programme, welche im
RGB-Farbraum arbeiten (siehe Infobox: RGB vs. cmyk). Eine Farbraumkonvertierung in cmyk bleibt unausweichlich. Dabei wird sich die Farbe
geringfügig verändern.
Damit auch Sie in den Genuss solcher PDF-Dateien und somit einer optimalen Druckdatei kommen, haben wir eines dieser Freewareprogramme
hier ausgewählt und erklären die notwendigen Einstellungen.
Bitte beachten Sie, dass PDFCreator keine Entwicklung von flyerwire ist,
sondern OpenSource. flyerwire übernimmt keinerlei Verantwortung für
eventuelle Schädigungen Ihres Computers durch den Einsatz der Software. Des Weiteren übernimmt flyerwire keinen Support für diese Software über dieses Tutorial hinaus.
Nutzungsbestimmungen
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Download und Installation
PDFCreator ist ein freies Anwenderprogramm, welches zum Erstellen von
PDF-Dateien dient. Dieses können Sie sich im Internet kostenlos herunterladen. Zu finden ist es über eine der zahlreichen Suchmaschinen im
Netz. Wählen Sie „Datei speichern“, um die Datei auf Ihrem PC abzulegen, beispielsweise auf dem Desktop. Sofern Sie mit dem Internet Explorer arbeiten, steht Ihnen eine Funktion „Ausführen“ zur Verfügung. Diese
können Sie wählen, wenn Sie PDFCreator nicht speichern möchten und
nur zur Installation downloaden.
Nach dem Download starten Sie die Installationsroutine der heruntergeladenen Datei. Beachten Sie die Installationshinweise.
Trotz größter Sorgfalt bei der
Erstellung dieser Dokumentation übernimmt flyerwire keine
Garantie für deren Richtigkeit.
Für eventuelle Schäden, die
durch die Anwendung der dokumentierten Information entstehen, übernimmt flyerwire keine
Haftung oder Gewähr.
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Drucker konfigurieren
Sonderzeichen
Sonderzeichen, wie z.B. der „€“
oder das „@“ sind nicht immer
echter Bestandteil Ihrer benutzten Schrift. Windows zeigt diese trotzdem an. Es konstruiert
diese sozusagen vor Ihren Augen am PC.
Prüfen Sie Ihr PDF darauf, ob
diese Symbole auch wirklich
noch erhalten sind, durch ein
ersetzt wurden oder sonst irgendwie verändert dargestellt
werden.
Um sicher zu gehen, deaktivieren Sie in den Grundeinstellungen von Adobe Reader
die Funktion: „Systemschriften
verwenden“.
Damit Ihre PDF-Dateien den Spezifikationen für den Druck entsprechen,
ändern Sie, wie in den Screenshots gezeigt, folgende Einstellungen.
Achten Sie darauf, dass PDFCreator als Standarddrucker definiert sein
muss. Hierzu müssen Sie den Drucker markieren, durch Drücken der
rechten Maustaste das Kontextmenü öffnen und den Drucker als Standard definieren.
Öffnen Sie in der Systemsteuerung
von Windows den Menüpunkt „Drucker u. Faxgeräte“. Wählen Sie den
neuen Drucker „PDFCreator“. Öffnen
Sie das Kontextmenü (rechte Maustaste) und den Menüpunkt „Druckereinstellungen“. PDF/X-1a
PDF/X-1a ist eine Normung,
welche festschreibt, wie PDFDateien aufgebaut sein müssen
um von Druckereien verarbeitet
werden zu können.
Einige Inhalte:
- Schriften müssen eingebettet
sein.
- Bilder müssen eingebettet
sein.
- PDF darf über keinerlei Schutzeinstellungen verfügen.
- Scripte, Interaktionen oder
Formularfelder im PDF sind
verboten.
- Farben dürfen nur cmyk oder
Sonderfarben sein.
- Eine Endformatbox muss definiert sein.
uvm.
Sie sehen, das Thema ist äußerst komplex. Um Ihnen ein
sicheres Verarbeiten gewährleisten zu können, beachten Sie
bitte unsere Hinweise und die
Dateivorgaben. Denn uns liegt
Ihr Produkt am Herzen.
Wählen Sie nun die Option:
„Erweitert“.
Übernehmen Sie die Einstellungen
wie in der rechten Ansicht ersichtlich und bestätigen Sie dies mit OK.
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Bildauflösung / JPG
Bildauflösung
Für einen gute Druckqualität
müssen Bilder für den Offsetdruck eine festgelegte Mindestauflösung und Qualität besitzen.
Bei farbigen und graustufigen
Bildern sind dies 300 dpi.
Bei Strichbildern (bestehen nur
aus weiß und 100% schwarz keine Grauabstufungen) sind
dies mindestens 600 dpi.
Beachten Sie, dass ein Hochrechnen in Bildprogrammen die
Qualität nicht verbessert.
Wiederholen Sie den Aufruf des
Kontextmenüs, öffnen Sie nun den
Menüpunkt „Eigenschaften“.
JPG-Komprimierung
Wenn Ihre Bilder bereits als
JPG vorliegen, speichern Sie
diese vor weiteren Korrekturen
erst einmal als TIFF ab. JPG ist
ein Komprimierungsverfahren.
Mit jedem erneuten Speichervorgang verschlechtert sich
die Qualität. Erst wenn Ihr Bild
fertig ist, nutzen Sie das JPGFormat. Komprimieren Sie JPGBilder dabei immer mit der maximalen Qualität.
Bilder in Office
Bildveränderungen in Officeanwendungen können zu bösen
Überraschungen führen. Diese
arbeiten zeilenbasiert, was dazu führen kann, dass Bilder bei
der PDF-Erzeugung nach jeder
Textzeile zerschnitten werden.
In der Registerkarte „Geräteeinstellungen“ übernehmen Sie die hier
angegebenen Einstellungen und
betästigen mit OK. Der Effekt tritt verstärkt auf,
wenn in Office Bildveränderungen (Kontrast etc.) durchgeführt werden.
Man sieht dies nicht am Monitor - nach dem Druck kann es
sich allerdings durch weiße Linien in den Bildern bemerkbar
machen.
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Einstellungen im PDFCreator „Druckmonitor“
Nachdem der Drucker eingerichtet ist, sind im eigentlichen Programm
„PDFCreator“ Einstellungen für die PDF-Norm vorzunehmen.
Öffnen Sie dazu das Programm PDFCreator:
Start - Programme - PDFCreator.
Wählen Sie den Menüpunkt „Drucker - Einstellungen“. Ändern Sie
alle Optionsfelder so, dass diese mit den hier aufgeführten Screenshots
identisch sind. Im Anschluss steht Ihnen in allen Anwendungen ein PDFDrucker zur Verfügung.
Allgemeinen Einstellungen
Schrifteinbettung
Das PDF kann Schriften grundsätzlich in zweierlei Art aufnehmen.
1. Nicht eingebettet
Dadurch wird ein PDF
schlanker in seiner Größe
und eignet sich hervorragend dafür, schnell Informationen z.B. über das Internet zu verbreiten. Acrobat
holt sich die Schrift vom Betriebssystem des Betrachters bzw. wenn nicht vorhanden, simuliert es diese.
Problem: Bei der Verarbeitung in Druckereien kann auf
den Originalfont nicht zugegriffen werden.
2. S chrift eingebettet
Die Schrift ist komplett oder
mit allen verwendeten Zeichen Bestandteil des PDF.
Nur solche PDF-Dateien können in Druckereien verarbeitet werden.
Manche Schrifthersteller schützen ihre Schriften gegen die
Einbettung. Viele Programme
bieten deshalb Funktionen an,
die Schrift in Kurven (Grafiken)
zu wandeln - Office nicht. In
diesem Fall hilft nur der Griff zu
einer ungeschützten Schrift.
Wählen Sie in dem linken Reiter
„Formate“ - das Format „PDF“.
Kompatibilität, Auflösung und Überdruckmodus korrekt einstellen.
Komprimierung
Falsche Bildeinstellungen wirken
sich deutlich und direkt auf die
Druckqualität aus.
Wichtig: Auch Systemschriften
müssen zwingend in ein PDF
eingebunden sein!
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RGB vs. cmyk
Schriftart
Office-Programme arbeiten intern immer im Farbmodus RGB.
Alle Farben werden aus den
Grundfarben Rot-Grün-Blau gemischt.
Druckmaschinen arbeiten allerdings im cmyk-Modus. Das bedeutet, dass alle darstellbaren
Farben aus den Farben cyan,
magenta, yellow und key (Kon­
trastschwarz) gemischt werden.
Hinzu kommt, dass RGB- und
cmyk-Farbräume unterschiedlich viele Farbkombinationen
darstellen können. Der cmykFarbraum ist deutlich kleiner.
RGB-Daten müssen zwingend in
den CMYK-Farbraum umgewandelt werden. Dabei entstehen
natürlich Farbveränderungen.
Durch moderne, hochkomplexe
Farbumrechnungsalgorithmen
wird die Abweichung zwar so
gering wie möglich sein - sichtbar ist sie trotzdem und kann
zudem bei jeder Berechnung
unterschiedlich ausfallen.
Office eignet sich somit nicht
für die farbverbindiche Produktion. Dafür benötigen Sie professionelle
Grafikprogramme
und ein gehöriges Know-How im
Bereich Farbmanagement.
Schriften müssen zwingend in einem PDF eingebunden sein, damit
es verarbeitet werden können.
Farbeinstellungen
Im Offsetdruck werden Farben
aus cyan, magenta, yellow und
key (Black) gemischt, dem cmykFarbmodus.
Überdruckeinstellungen sollten
erhalten bleiben. Prüfen Sie diese
später im Adobe Reader (Grundeinstellung - Überdruckvorschau),
um unliebsame Überraschungen
zu vermeiden.
Sicherheit
Keine Sicherheitseinstellungen
einstellen. Sicherheitseinstell­ungen verhindern eine Verarbeitung von PDF-Dateien. Speichern Sie alle getätigten Änderungen.
Ihnen steht ab jetzt mit dem PDFCreator ein für den Druck brauchbares
PDF-Erzeugungsprogramm zur Verfügung.
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