Das Jahr 2014

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Das Jahr 2014
News
AERO CLUB
12/2014
Facts & Infos des Deutschen Aero Clubs
Das Jahr 2014
Im internationalen Sportgeschehen mischten die
Ziele erreicht werden. Großzügig wurden die Flächen aus­
deutschen Luftsportler in der Wettbewerbssaison 2014
gewiesen, auf denen Windenergieanlagen gebaut werden
wieder sehr häufig an der Spitze mit. Unsere besten Leis­ sollen. Und da die Energie nicht dort gewonnen wird, wo
tungssportler brachten wie gewohnt von internationalen
sie notwendig ist, soll die Versorgung der Verbraucher mit
Wettkämpfen viele Medaillen mit und erflogen neue Welt­ Hilfe großer Stromtrassen quer durch Deutschland sicherge­
rekorde.
stellt werden. Für die Luftsportler können die
Auch im Breitensport erfuhr der DAeC
neuen Baupläne problematisch sein. Ein Wind­
schöne Erfolge. Dass die Vereine gute Arbeit
park in der Nähe eines Flugplatzes kann den
leisten, zeigt sich nicht zuletzt in der Mitglie­
Flugbetrieb ernsthaft gefährden und sogar
derstatistik, die trotz demografischen Wandels
unmöglich machen. Dasselbe gilt für Strom­
und harter Konkurrenz auf dem Freizeitsektor
trassen. Der DAeC hatte protestiert und steht
seit Jahren stabil bleibt.
im Kontakt mit den Verantwortlichen. Er for­
Ob die Luftsportler und ihre Vereine auch
derte den Schutz des Flugbetriebs und eine
in Zukunft auf allen Ebenen erfolgreich sein
sorgfältigere Planung. Dieses Thema wird den
können, hängt extrem von politischen Ent­
Luftsport in den nächsten Jahren noch beglei­
scheidungen und Bestimmungen ab. Vor allem
ten. Der DAeC hat den betroffenen Vereinen
die europäische Luftfahrtgesetzgebung und
Unterstützung angeboten.
die nationale Umsetzung machen den Piloten
Die DAeC-Funktionäre und Mitarbeiter
große Sorgen. Betroffene aus allen Ländern
Wolfgang Müther
kümmerten sich im Jahr 2014 um viele weitere
hatten sich an die zuständigen Behörden und
DAeC-Präsident
große und kleine Themen. Die wichtigsten Er­
an Vertreter aus der Politik gewandt und ge­
gebnisse aus dem Sport und der Verbandsar­
gen das Werk protestiert. Auch der DAeC hatte, sowohl al­ beit haben wir im DAeC-Aktionsbericht 2014 zusammenge­
leine als auch gemeinsam mit Europe Air Sports und der
fasst.
European Gliding Union, hartnäckig Korrekturen und Ver­
Luftsport ist durch die Unterstützung vieler Sportler, ih­
besserungen gefordert. Die EASA hatte daraufhin alle Be­ rer Freunde und Förderer erfolgreich. Die aktiven Piloten
troffenen eingeladen, ihre Kommentare zur Basic Regulation
und die Funktionäre leisten wichtige Arbeit. Wir dürfen
216/2008 (BR) abzugeben. Die Basic Regulation ist das Grund­ stolz sein auf unsere Sportler und auf unsere ehren- und
werk, auf dem die gesamte Luftfahrtgesetzgebung Europas
hauptamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen und Verbän­
fußt. Eine Arbeitsgruppe des DAeC, besetzt mit ehren- und
den. Das Zusammenspiel aller kann den gewünschten Erfolg
hauptamtlichen Spezialisten, hat die Chance genutzt und
und die Zukunft des Sports sichern.
ausführlich kommentiert.
Allen Luftsportlerinnen und Luftsport­
Das zweite große Thema im Jahr 2014 waren die Auswir­ lern, ihren Familien und Freunden wün­
kungen der Energiewende. Nach dem Beschluss über den
sche ich eine schöne Weihnachtszeit, eine
Ausstieg aus der Atomenergie müssen die politisch Verant­ erfolgreiche Saison 2015 und immer eine
wortlichen nun alles daran setzen, damit die ehrgeizigen
gute Landung.
Aero Club News
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■ Okt ober 2014
Aus dem Vorstand
2. Oktober: Gespräche in der
BGSt, Präsident Wolfgang
Müther und Gunter Schmidt,
Vizeprä­sident, Braunschweig
4. Oktober: Jubiläumsfeier zu
„20 Jahre Niedhammer Stiftung“,
Vize­präsident Gunter Schmidt
11. Oktober: Treffen des Vize­
präsidenten Gunter Schmidt mit
Heike Eberle, Vorsitzende des
Bundesausschusses Frauen und
Familie, Hodenhagen
MO T O R F L UG ■ C e s s n a S I D
Protest beim Minister
Für die Halter von Cessnas ist die Situation unerträglich: Die Wartungs­
empfehlungen des Herstellers werden vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) als ver­
bindliche Vorgabe interpretiert. Die EASA und die nationalen Behörden unserer
europäischen Nachbarn teilen diese Auffassung nicht. Die Supplemental Inspec­
tion Documents (SID) zur Korrosionsinspektion an Cessna-Flugzeugen sind sehr
aufwendig und teuer.
Die AOPA-Germany und die Bundeskommission Motorflug des DAeC starten
deshalb eine Protestaktion beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infra­
struktur. In einem Brief fordern sie Bundesminister Alexander Dobrindt auf, sich
beim LBA für eine ergebnisoffene Überprüfung der Position einzusetzen. Wer
die Initiative unterstützen möchte, kann auf www.aopa.de/petition/ den Brief
mit unterzeichnen.
16. Oktober: 5. Info-Lunch Forum
Luft- und Raumfahrt, Vize-­
prä­sident Gunter Schmidt, Berlin
10. bis 21.
Oktober: Präsident
Wolfgang Müther
auf der FAIGeneralkonferenz
in Pattaya,
Thailand
18. Oktober: Vizepräsident
Winfried Maier auf dem
85. Motorfliegertag, Schleswig
18. Oktober: „Inklusion im
Luftsport“, Vor-Ort-Treffen mit
Sigrid Berner in Grünstadt
31. Oktober: Schatzmeisterin
Sigrid Berner und Vizepräsident
Gunter Schmidt besuchen die
Mitgliederversammlung der
Bundeskommission Segelflug,
Braunschweig
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Ist Ausflaggen eine Alternative?
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Eine frohe Weihnachtszeit,
ein glückliches neues Jahr und
eine erfolgreiche Saison 2015
wünschen der Vorstand und die
Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle des DAeC.
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■ B UN D E S G E S C HÄ F T S S T E L L E
Öffnungszeiten der BGSt
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Vom 22. Dezember 2014 bis zum 2. Januar 2015 ist die DAeC-Bundesge­
schäftsstelle in Braunschweig geschlossen. Ab dem 5. Januar 2015 sind wir wie­
der für Sie da.
S E G E L F L U G ■ D e u t s c h e M e i s t e r s c h a ft im Streckensegelflug
LSV Burgdorf gelingt der Titel-Hattrick
Dreimal in Folge gewann der LSV
Burgdorf in diesem Jahr die Vereinswer­
tung bei der Deutschen Meisterschaft
im Streckensegelflug (DMSt). Der Brei­
tensportwettbewerb schloss 2014 mit
einem kleinen Plus ab:
7155 Piloten reich­
ten 41 019 Flüge
zur Wertung ein.
Insgesamt legten
sie dabei über elf
Millionen Kilome­
ter zurück.
Kontakt: BuKo Segelflug,
[email protected], Tel.: 0531/23540-51.
Die Gesamtwertung der DMSt ist unter
Segelflug in der Rubrik „Breitensport/
DMSt“ auf www.daec.de veröffentlicht.
Vereinswertung 2014
Verein
Punkte
1 LSV Burgdorf
209.482,04
2 HAC Boberg
202.038,43
3 SFZ Königsdorf
169.770,49
4 AFZ Unterwössen
160.283,58
5 SFG DonauwörthMonheim
152.459,00
6 LSR Aalen
147.060,83
7 FCC-Berlin
140.285,13
8 LSC Bayer Leverkusen 136.675,91
9 LSC Bad Homburg
10 SFG Giulini/
Ludwigshafen
127.505,48
123.489,23
DMSt-Statistik
DMSt-Statistik 2014
Stand 01.10.2014
Landesverband
Teilnehmer Flüge
Strecken-km
Brandenburg (BB)
184 -3%
1341 -1% 326.150,43
Berlin (BL)
156 16%
928 11% 255.713,73
Baden-Württemberg (BW)
1316 11% 7466 11% 2.307.135,38
Bayern (BY)
1255 3%
7197
5% 2.076.085,94
Bremen (HB)
84 -8%
476 -10%
118.449,55
Hessen (HE)
650 1% 3572
7% 887.162,93
Hamburg (HH)
109 2%
828
0%
251.502,67
Mecklenburg-Vorpommern (MV)
132 -16%
858 -2% 192.997,03
Niedersachsen (NI)
870 0%
5251
3% 1.370.424,73
Nordrhein-Westfalen (NW)
1114 2% 5824
5% 1.592.027,59
Rheinland-Pfalz (RP)
523 6%
3197 21%
817.833,15
Saarland (SA)
37 -3%
159 -8%
48.203,80
Schleswig-Holstein (SH)
213 2% 1216
3% 314.428,84
Sachsen (SN)
283 7%
1567 10% 354.871,19
Sachsen-Anhalt (ST)
88 11%
464 23%
108.723,12
Thüringen (TH)
141 2%
675
4% 141.160,99
DAeC
7.155 4% 41.019
7%
11.162.871
3%
27%
13%
9%
3%
11%
6%
12%
14%
15%
26%
5%
13%
11%
15%
9%
13%
(Prozentangaben beziehen sich auf die Veränderung zum Vorjahr 2013)
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S EGELFLU G ■ M itgliede rve rsa mml u n g
■ SEGELFLUG
Braunschweig, Europa und die Welt
Zukunft des Segelfluges, Spitzensport, Breitensport, Europa und noch viel mehr standen auf
der umfangreichen Tagesordnung der Mitgliederversammlung der Bundeskommission Segelflug
am 31. Oktober 2014 in Braunschweig. Insgesamt zogen die Delegierten und der Vorstand eine
73. Deutscher Segelfliegertag
in Braunschweig
Die Bundeskommission
Segelflug im DAeC hatte
zum 73. Deutschen Segel-
überwiegend positive Bilanz. Aber es bleibt noch viel zu tun, damit der Segelflug eine erfolgreiche
fliegertag am 1. November
und sichere Zukunft in Deutschland haben kann.
Die europäische Gesetzgebung
war einer der Schwerpunkte der Ver­
sammlung. Die Kommissionsvorsitzen­
de Dr. Meike Müller erläuterte den ak­
tuellen Stand. Für die Segelflieger ist die
Umwandlung der nationalen Lizenzen
in europäische weitgehend unproble­
matisch, da die Segelflugausbildung und
die Lizenzen seit jeher einen hohen Stan­
dard hatten. Die geplanten technischen
Vorschriften zu Wartung und Instand­
haltung könnten die Vereine existenzi­
ell gefährden. Die Bundeskommission
hat deshalb alle Möglichkeiten genutzt,
ihre Einsprüche bei den Behörden ein­
dringlich vorzutragen. In den Arbeits­
gruppen der Gremien haben deutsche
Vertreter engagiert mitgewirkt. Alle
Möglichkeiten zur Kommentierung der
Entwürfe haben sie qualifiziert genutzt.
„Mit Kompetenz, Fleiß und Ausdauer ha­
ben wir in der Vergangenheit viele be­
drohliche Entwürfe verhindern können.
So werden wir auch in Zukunft weiterar­
beiten müssen. Dass wir nicht alle Wün­
sche durchsetzen können, ist im euro­
päischen Kontext klar. Wir müssen die
wirklich gefährlichen Ideen abwenden“,
erklärte Müller das Konzept. Sie verwies
auf das mit Jyrki Paajanen, Mitglied der
EU-Kommission, und Dr. Norbert Lohl,
Certification Director der EASA, hoch­
rangig besetzte Podiumsgespräch beim
Segelfliegertag am nächsten Tag im Au­
dimax der TU Braunschweig und appel­
lierte an die Delegierten, dieses zur Klä­
rung ihrer offenen Fragen zu nutzen.
Die Finanzen der Bundeskommission
sind solide, aber die Bundeskommission,
die Delegierten und letztlich alle Segel­
flieger in Deutschland und ihre Vereine
und Verbände müssen kritisch prüfen,
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Aero Club News
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Rainer Meng wurde als Vorstands­
mitglied wiedergewählt.
ob die Mittel für zentrale Aufgaben­
stellungen beim DAeC in Braunschweig
weiter in dem Umfang eingebracht wer­
den sollen. Eins stellte die Kommissions­
vorsitzende zu Beginn der Diskussion
klar: „Erfolgreiches Ehrenamt braucht
ein starkes Hauptamt! Die Aufgaben
der Kommission und des Verbandes sind
so anspruchsvoll und komplex, dass sie
vom Ehrenamt alleine nicht geleistet
werden können. Wir brauchen quali­
fizierte, engagierte Mitarbeiter – und
die kosten Geld.“ Diskutiert wurde, ob
die derzeitige Struktur im DAeC und die
Verteilung der Kosten auf die Bundes­
kommissionen effektiv und gerecht sind.
Gefordert wurden vor allem ein besserer
direkter Zugriff auf Personal, das maß­
geblich von der Bundeskommission Se­
gelflug finanziert wird, mehr Transpa­
renz und eine Optimierung der Abläufe.
Die Delegierten der Mitgliederver­
sammlung entlasteten den Vorstand ein­
stimmig und ohne Enthaltung.
Über eine Mitteilung freuten sich
die Delegierten besonders: Im Jahr 2015
werden fünf Sportsoldaten ihren Dienst
bei der Bundeswehr antreten. Mit dem
Slogan „Nutze deine Chance!“ hatte
nach Braunschweig ein­die Bundeskommission bei dem talen­
tierten Nachwuchs intensiv für diese
einzigartige fliegerische Fördermaßnah­
me geworben. Mit Erfolg: Anders als in
den Vorjahren bewarben sich zehn jun­
ge Segelflieger für das Programm. Fünf
Bewerbungen überzeugten die Bundes­
kommission Segelflug. Der Deutsche
Olympische Sportbund stimmte der No­
minierung der Kommission zu, und die
Bundeswehr hat entschieden, alle fünf
Sportler zu übernehmen.
Über zwei Personalien mussten die
Delegierten befinden. Die Amtszeit von
Vorstandsmitglied Rainer Meng lief tur­
nusgemäß ab. Ohne Gegenstimme wur­
de er für eine weitere Periode als stell­
vertretender Vorstand gewählt.
Aus persönlichen Gründen ist Micha­
el Köster von seinem Amt als Vorstands­
mitglied und Referent Sport zurück­
getreten. Dr. Meike Müller lobte sein
langjähriges Engagement und wünsch­
te ihm weiterhin viele erfolgreiche Se­
gelflüge. Die Delegierten entschieden
sich, das Amt kurzfristig nicht wieder zu
besetzen und bis zur nächsten Versamm­
lung potenzielle Kandidaten zu suchen.
Bis zur Neubesetzung übernimmt Rainer
Meng das Referat Sport kommissarisch.
2015 wird der Segelfliegertag vo­
raussichtlich am 7. November, die Mit­
gliederversammlung wie üblich am Vor­
tag stattfinden.
Auf der DAeC-Website/Segelflug in der
Rubrik „Kommission“ ist der Bericht der
Vorsitzenden der Bundeskommission,
Dr. Meike Müller, veröffentlicht. Dort
wird auch das Protokoll der Versammlung voraussichtlich im Dezember 2014
als Download angeboten.
ge­laden. Mehr als 1000 Besucher kamen
in die Technische Universität der Stadt.
Das attraktive Vortragsprogramm und eine
Ausstellung mit über 40 Ständen sorgten für
kurzweilige Unterhaltung.
Bei strahlendem Sonnenschein
war auch die Ausstellung im Freigelände gut besucht.
Alles, was das Segelfliegerherz begehrt: Mehr als 40 Aussteller
präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen.
Bei der Party
mit „Full Flavour“
in der Mensa 2
wurde bis in den
frühen Morgen
getanzt.
Dr. Norbert Lohl, Certification Director der EASA, und Jyrki
Paajanen, Mitglied der EU-Kommission, haben im Podiumsgespräch mit Dr. Meike Müller, Vorsitzende der Bundeskommission Segelflug, erklärt, wie Europa in der Luftfahrtgesetzgebung funktioniert und welche Konsequenzen für die
Segelflieger sich aus dem veränderten Verfahren ergeben.
Fotos: Kai Gonet,
Marie und Martin Tronnier,
Sarah Schild
Einige der Vorträge
und eine Bildergalerie sind auf
www.deutschersegelfliegertag.de
ver­öffentlicht.
Einen Bericht von
Gerhard Marzinzik
können Sie auf
Seite 70/71dieser
aerokurier-Ausgabe
lesen.
Anerkennung für Spitzenleistungen: Mehr als 50 Sportler wurden ausgezeichnet.
Aero Club News
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MO D E L L F L UG ■ F 1 E - J u n i o r e n - We l t cu p
TECHNIK ■ Funkgeräte
Treffen
der Verbände
Erfolg für Christian Winker
Sonderaktion läuft aus
Der 18-jährige Christian
Winker aus Spaichingen (BW)
gewann die Jugendwertung des
F1E-Weltcups 2014. Bei den Se­
nioren kam er auf Platz 2 hin­
ter dem Polen Frantiszek Kan­
czok. Beim Weltcup werden die
Ergebnisse der 17 internationa­
len Wettbewerbe der ganzen
Saison zusammengezählt. Chri­
stian Winker hatte bei den Wett­
bewerben in Italien und Frank­
reich jeweils die Gesamtwertung
gewonnen.
Damit dominieren die Brüder
Christian Winker mit seinem Modell beim
Winker die Jugendwertung im
Warten auf den richtigen Startzeitpunkt.
Hangflug F1E, denn Florian Win­
ker (15) war im August JuniorenEuropameister geworden und hatte in den Weltcups davor und danach sogar
die Senioren hinter sich gelassen. Beim Hang-Freiflug (FAI-Klasse F1E) gilt es, im
Hangaufwind möglichst lange zu segeln. Mit Hilfe des Erdmagnetfeldes werden
die Modelle auf Kurs gehalten, sei es rein mechanisch oder elektronisch, aber
ohne Fernsteuerung.
Bernhard Schwendemann
Die seit 2012 bestehende Vereinbarung zwischen dem Bundesausschuss
Technik des DAeC und der Firma Becker
Avionics über die Lieferung von Funk­
geräten des Typs AR6201 zu vergünstig­
Vertreter des DAeC, des Deut­
schen Modellflieger-Verbandes (DMFV)
und der Fédération Aéronautique In­
ternationale (FAI) haben sich am 29.
September zu ausführlichen Gesprä­
chen in Lausanne getroffen. Zweck
des Treffens war es, gemeinsame Inte­
ressen im internationalen Modellflug
herauszuarbeiten. Es wurde vereinbart,
die bereits identifizierten Bereiche der
Zusammenarbeit konstruktiv weiterzu­
entwickeln.
Teilnehmer des Treffens waren:
Winfried Maier, Vize-Präsident DAeC,
Uwe Schönlebe, Vorsitzender Bundes­
kommission Modellflug DAeC, Thomas
Diener, Generalsekretär DAeC, Hans
Schwägerl, Präsident DMFV, Frank Wei­
gand, Geschäftsführer DMFV, Susanne
Schödel, Generalsekretärin FAI und
Markus Haggeney, Sport und Marke­
ting Direktor FAI.
Foto: Wolfgang Gerlach
■ MO DELLF L UG
ten Bedingungen an DAeC-Mitglieder ist
nicht auf das erhoffte Interesse gesto­
ßen. Aus diesem Grund wird die Aktion
im kommenden Jahr nicht weitergeführt.
Bestellungen nach den bisher gültigen
Sonderkonditionen werden noch bis zum
19. Dezember 2014, 12 Uhr entgegenge­
nommen und an die Firma Becker Avio­
nics weitergeleitet. Danach ist die Bestel­
lung weiterer Geräte ausschließlich über
den einschlägigen Bedarfshandel mög­
lich. Der Bundesausschuss Technik bleibt
mit der Firma Becker Avionics weiter in
Kontakt. Spätere, zeitlich begrenzte Ak­
tionen sind nicht ausgeschlossen.
SCHNI P SEL
DES MON AT S
Die Ergebnisse: www.freeflightnews.org.uk/wcup/WC14/WCP14F1.HTM
■ BUN DESGESC HÄFTSSTELLE
Neue Kollegin
Seit dem 1. Oktober pflegt Sarah Schild
(25) als Webmaster den
DAeC-Internetauftritt.
Die studierte Medi­
endesignerin kümmert
sich auch um den News­
letter und das Layout
der Druckerzeugnisse.
Erste Berufserfahrung
sammelte sie in einer
Werbeagentur. In ihrer Freizeit ste­
hen Klavier- und Theaterspielen so­
wie Gesang im Mittelpunkt. Privat ist
sie (noch) nicht mit dem Luftsport ver­
traut.
Sarah Schild ist erreichbar unter
Tel. 0531/23540-28
und [email protected]
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Aero Club News
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U M W E LT UN D N AT UR ■ E n e r g i e we n d e
Alternative Trassenplanung
Auf der Website des Übertragungsnetzbetreibers Tennet steht seit dem 10.
Oktober 2014 die Vorabversion des Antrags auf Bundesfachplanung zur Strom­
trassenführung des Projekts SuedLink zur Verfügung. Der Antrag enthält den
von Tennet vorgeschlagenen Trassenverlauf sowie die durch die Bürgerbeteili­
gung herausgearbeiteten Alternativrouten. Außerdem beinhaltet der Antrag
auch Erläuterungen zur Auswahl der Alternativen.
Vereine, die von einer der Routen betroffen sind, sollten sich mit einer Stel­
lungnahme an Tennet und die Bundesnetzagentur wenden, um die Belange des
Vereins für den Flugbetrieb vorzutragen. Nur so kann dies von Tennet in der
weiteren Planung berücksichtigt werden. Mit einer verbindlichen Trassenfüh­
rung, die von der Bundesnetzagentur genehmigt werden muss, ist voraussicht­
lich erst in zwei bis zweieinhalb Jahren zu rechnen.
Wir bitten die betroffenen Vereine, Vorschläge für ihre favorisierte Route
vorab an ihren Landesverband sowie den Dachverband ([email protected]) zu
schicken. So können Interessenskonflikte mit benachbarten Luftsportvereinen
frühzeitig erkannt und vermieden werden.
Mehr unter: http://suedlink.tennet.eu/bundesfachplanung.html
Harald Görres aus der Sportfliegergruppe Werdenfels schickte uns den Schnipsel
vom 9. Oktober 2014 aus dem „Murnauer Tagblatt“.
Nachwuchswerbung bei den Kleinen
Die Werdenfelser Segelflieger sind bei der Aktion „Maustürentag“ der „Sendung mit der Maus“ des WDR dabei. Bereits
zum dritten Mal besuchten insgesamt 60 Mädchen und Jungen mit ihren Eltern den Flugplatz und lernten den Flugbetrieb
kennen. Das Angebot ist attraktiv, bereits drei Monate vor dem Termin waren alle Plätze vergeben!
Gute Berichterstattung über Luftsportler und ihre Vereine in der Tageszeitung ist keineswegs selten. Wir sammeln diese Berichte
und veröffentlichen jeden Monat eine besondere Nachricht. Wir freuen uns über Ihre Post. Bitte schicken Sie uns Ausschnitte aus
Ihrer Zeitung per E-Mail an [email protected] oder per Post an DAeC, Uschi Kirsch, Hermann-Blenk-Str. 28, 38108 Braunschweig.
Aero Club News
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■ U LTRA LEIC HT F L UG
Wet t bew erb
DM in Weilerswist
Der Austragungsort für die
nächs­te Deutsche Meisterschaft im ULFliegen steht fest. Alle Interessierten
sind eingeladen, vom 14. bis 17. Mai
2015 nach Weilerswist zu kommen.
Örtlicher Ausrichter ist die UltraleichtFluggruppe Nordeifel e. V. Organisiert
wird die Meisterschaft wie immer von
Wettbewerbsleiter Michael Kania, Eva
Kania, Ernst Graf und Robert Mair. An­
meldungen sind ab sofort möglich.
Informationen zum Fluggelände
zwischen Bonn und Köln gibt es hier:
www.ul-weilerswist.de
■ U
MWELT UND NATUR
Luf t ige Be gegnunge n
Eine Bilanz
Knapp 1500 Vogelsichtungen
wurden seit 2010 im Meldeportal „Luf­
tige Begegnungen“ eingegeben. Die
gute Nachricht: Fast alle gemeinsamen
Flüge verliefen friedlich. In nur rund
zwei Prozent der Meldungen wurde
über aggressives Verhalten der Vögel
berichtet.
Die Datenerfassung für die erste
Analyse ist abgeschlossen. Die Arbeit
wird fortgesetzt. Deshalb können auch
weiterhin Flüge im Meldeportal einge­
geben werden, die später ausgewertet
werden. Jede Meldung ist ein wert­
voller Beitrag für die Erforschung der
Reaktion der Vogelwelt.
■ Im pr es s um
Herausgeber: Deutscher Aero Club e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redaktion: Uschi Kirsch
Adresse: Hermann-Blenk-Straße 28,
38108 Braunschweig,
Tel.: 0531/23540-0, Fax: 0531/23540-11
Internet: www.daec.de,
E-Mail: [email protected]
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Aero Club News
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L UF T S P O RT G E R ÄT E -B ÜR O ■ Ul t r a l e i ch t f l u g
Neue Prüfer Klasse 5
Die drei Anwärter ha­
ben alle Tests bestanden. Sie
sind jetzt Prüfer Klasse 5 für
Ultraleichtflugzeuge und da­
mit berechtigt, Jahresnachprü­
fungen und Stückprüfungen
abzunehmen. Als Partner und
im Auftrag des DAeC-Luft­
sportgeräte-Büros dürfen sie
jetzt die Halter von Ultraleicht­
flugzeugen betreuen.
Prof. Klaus Weber (3. von li.) und
Die Ansprüche an einen
Michael Bätz (4. von li.) mit den neuen
Prüfer Klasse 5 sind hoch. Ver­ Prüfern Klasse 5.
langt werden umfangreiche
Kenntnisse beispielsweise über Funk- und Elektrotechnik, Holz- und Ge­
mischtbauweise, Metallbauweise Faserverbundwerkstoffe, aber auch über
die rechtlichen Vorschriften und Verfahrensweisen. Zur Vorbereitung absol­
vierten die Anwärter einen zweiwöchigen Lehrgang in Dessau. Am 9. und
10. Oktober beurteilten dann die Mitglieder des Prüfungsrates, Prof. Klaus
Weber und Michael Bätz (Ingenieur im LSG-B), das Wissen und die Fähigkei­
ten der Kandidaten. In der Bundesgeschäftsstelle des DAeC lösten die Aspi­
ranten die theoretischen Aufgaben. Für die praktischen Übungen stand das
UL des Aeroclubs Braunschweig in der Halle 1 am Flughafen Braunschweig/
Wolfsburg zur Verfügung.
■ L UF T R A UM
SERA kommt
Die Standardized European Rules of the Air (SERA) treten in
Deutschland am 5. Dezember 2014 in Kraft. Sie überschreiben eine ganze
Reihe von nationalen Regeln, die bis auf Weiteres noch in der Luftverkehrs­
ordnung (LuftVO) verankert sind. Für die LuftVO liegt ein Änderungsent­
wurf vor, der sich im Rahmen der Verbändeanhörung derzeit in der Kom­
mentierungsphase befindet.
SERA ist nicht ein weiterer solider Baustein für ein europaweit einheit­
liches Luftrecht, sondern lässt, genau wie die VO 1178/2011, Raum für In­
terpretation durch die Mitgliedsstaaten und enthält Öffnungsklauseln für
die Anpassung des europäischen Rahmens an die nationalen Verhältnisse
und Bedürfnisse.
Auch wenn jetzt der Entwurf einer „Verordnung zur Anpassung der na­
tionalen Regeln“ vorliegt, wird es bis zum rechtskräftigen Inkrafttreten der
revidierten LuftVO noch bis zum nächsten Frühjahr dauern, so die Einschät­
zung der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS). Die Übergangszeit, also ab
dem 5. Dezember, wird mit einem Füllhorn voller NfLs abgedeckt werden.
Die DFS hat dies übersichtlich auf ihrer Webpage dargestellt.
www.dfs.de/dfs_homepage/de/Services/Customer%20Relations/SERA/