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LABORWELT Nr. 4 / 2007 - Vol. 8 Mehrschalige Nanocarrier für die RNA-Transfektion Das -Themenheft siRNA Mit RNAs gegen die ChemotherapieResistenz RNA-Technologien RISC Hemmung von PERV in primären porcinen Zellen Marktübersicht: High Content- & High Throughput-Screening Interview: Dr. Sven Klußmann, NOXXON Pharma AG RNA-Wirkstoffe gegen die Polo-like Kinase 1 Analytik und Qualitätskontrolle von siRNAs BIOCOM AG guide-Strang mRNA Looking for miRNAs? Look no further. IDT introduces the miRCat™ Cloning Kit for small RNA discovery miRCat™ small RNA cloning is based on the pre-activated, adenylated linkering method that has been successfully used in many labs since its development in 20011. miRCat™ permits cloning from any RNA source in any species. Material sufficient for ten cloning experiments is provided in the miRCat™ Small RNA Cloning Kit, and a detailed technical manual provides instructions for cloning and sequencing small RNAs either as individual clones or as concatamers. www.idtdna.com for more miRCat™ information References 1. Lau NC, LP Lim, EG Wienstein, and DP Bartel 2001 An abundant class of tiny RNAs with probable regulatory roles in Caenorhabditis elegans. Science 294: 858-862. INNOVATION AND PRECISION IN NUCLEIC ACID SYNTHESIS www.idtdna.com US & Canada: 800-328-2661 Outside US: 01-319-626-8400 ISO 9001:2000 FM88954 I Zum Thema N T R O INHALT Neue Sicht auf RNA Ein Pilotprojekt hat es Mitte Juni zutage gebracht. Nicht nur die Gene werden in mRNA übersetzt, sondern fast das gesamte Humangenom wird permanent transkribiert. Neben völlig unbekannten regulatorischen Sequenzen spürten die 180 Wissenschaftler des ENCODE-Konsortiums – die sich der Mission verschrieben haben, jedes Funktionselement des menschlichen Genoms aufzuspüren und zu erklären – dabei auch speziesspezifische nicht codierende RNAs (ncRNAs) auf, die Auswirkungen auf den Kondensationsgrad des Chromatins haben. Bestätigen sich die vorläufigen Ergebnisse an den noch ausstehenden 99% zu analysierender Human-DNA, wird dies das Ende einer naiven Sicht auf das Genom sein, die DNA lediglich als Informationsspeicher für Proteine und Arzneimittelangriffspunkte begreift. Vielleicht muss sogar neu definiert werden, was ein Gen ist (vgl. Seite 4). Welche Rolle deutschen Forschern bei der Entschlüsselung der Regulationsebene der ncRNAs zukommen wird, das entscheidet sich dieser Tage im Zuge der Evaluation der Berliner RNA-Netzwerkes, das schon bald unter prominenter Führung und mit einem angemessenem Budget ein bundesweites werden könnte. Pläne dazu werden derzeit rege diskutiert. Bei den Bewerbungsrunden auf den Platz des in den Ruhestand tretenden Berliner RNA-Netzwerk-Pioniers Volker Erdmann war jedenfalls Tom Tuschl zugegen, der bei entsprechender Ausstattung Bitte nutzen Sie unseren Kennziffer-Service: online unter www.biocom.de oder auf unserer Fax-Seite (S. 52). Wenn Sie ein Produkt interessiert, einfach Nummer ankreuzen, Name und Adresse angeben und faxen/mailen – Sie erhalten umgehend Informationen unserer Inserenten. STATEMENT Zukunft der RNA-Technologien in Deutschland Prof. Dr. Volker Erdmann, Freie Universität Berlin REPORT 4 6 Nukleinsäure-basierte Wirkstoffe zur Targetvalidierung und Krebstherapie Prof. Dr. Klaus Strebhardt et al. Klinikum Universität Frankfurt BLITZLICHT siRNA-Analytik: Qualität, Stabilität und pharmakokinetische Eigenschaften 10 Dr. Ingo Röhl et. al, Roche Kulmbach GmbH BLITZLICHT Funktionelle Überprüfung der intrinsischen Hautalterung mittels siRNA 14 Prof. Dr. Christos Zouboulis et al, Städtisches Klinikum Dessau BLITZLICHT Mehrschalige Calciumphosphat-Nanopartikel als biokompatible Träger für Nukleinsäuren 17 Prof. Dr. Matthias Epple, Universität Duisburg-Essen BLITZLICHT Überwindung der Chemotherapie-Resistenz humaner Tumoren 22 Prof. Dr. Dr. Hermann Lage, Charité Berlin BLITZLICHT 25 und im Falle eines Rufes erwägt, den USA und der Rockefeller-Universität den Rücken zu kehren. Obgleich das Problem der Zielsteuerung siRNA-basierter Wirkstoffe immer noch nicht gelöst ist (vgl. Seite 17), häufen sich die klinischen Versuche und die präklinische Evidenz, dass die unmodifiziert instabilen Moleküle Targets hochwirksam ausschalten könnten – egal ob es dabei um Krebs (vgl. Seite 6), die Chemotherapie-Resistenz von Tumoren (vgl. Seite 22), die Hautalterung (vgl. Seite 14) oder die Expression endogener porciner Retroviren bei der Xenotransplantation (vgl. Seite 33) geht. Dass auch große Pharmaunternehmen in die Entwicklung entsprechender Arzneien investieren, zeigen die Übernahmen von Alnylam Europe durch Roche (vgl. Seite 10) und der jüngste Lizenzdeal von Silence Therapeutics mit AstraZeneca. Entsprechend der noch offenen Lage bei den siRNA-Patenten gibt es bereits erste Verteilungskämpfe (vgl. Seite 27). Wegen der Schwierigkeiten beim Drug Delivery von siRNA-Arzneien entwickelt sich derzeit ein neuer Hype: das Ausschalten von durch körpereigene microRNAs regulierten Signalwegen mit LNAs (locked nucleic acids). Auch Antisense-, Ribozym- und Aptamer/SpiegelmerAnsätze (vgl. Seite 36) erleben derzeit eine Renaissance. Validierung infektionsrelevanter Schlüsselgene mit RNA-Interferenz Thomas Gabrielczyk Systeme für HCS und HTS 40 Stellenmarkt 46 Verbände 51 Fax-Seite 52 Produktwelt 53 Termine/Impressum 54 Dr. Volker Patzel et al., MPI für Infektionsbiologie, Berlin BLITZLICHT RNAi-Patente und RNAi-Lizenzen Dr. Joachim Wachenfeld, Vossius & Partner, München BLITZLICHT Zuverlässige Kontrollen für RNAi-Experimente Dr. Bettina Hädrich et al., Qiagen GmbH, Hilden WISSENSCHAFT Hemmung von PERV in primären porcinen Zellen Britta Dieckhoff, Dr. Joachim Denner, Robert-Koch-Institut INTERVIEW Ziel: Klinische Prüfung in 2008 Dr. Sven Klußmann, CEO/CSO, NOXXON Pharma AG, Berlin MARKTÜBERSICHT Schema des siRNA-Mechanismus. Nachdem der RNA induced silencing complex (RISC) an den guide-Strang der siRNA gebunden und den passenger-Strang verdrängt hat, wird komplementäre mRNA abgebaut. Grafik: Heiko Fritz LABORWELT Kennziffer 11 LW 04 27 30 33 36 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 3 L E S E R F O R U M Statement Zukunft der RNA-Technologien in Deutschland Prof. Dr. Volker A. Erdmann, FU Berlin und Vorstandsvorsitzender des Berliner Netzwerkes für RNA-Technologien Im Jahr 2006 ging der Nobelpreis für Chemie an Roger Kornberg für seine Strukturcharakterisierungen der eukaryotischen RNAPolymerase und der Nobelpreis für Medizin an Andrew Z. Fire und Craig C. Mello für ihre grundlegenden Entdeckungen auf dem Gebiet der RNA-Interferenz. Seit dieser Zeit haben sich die RNA-Technologien noch rasanter entwickelt. Es wundert daher nicht, dass nicht nur die Fach- sondern auch die Tagespresse sich diesem Thema immer mehr annehmen. So veröffentlichte zum Beispiel der ECONOMIST (14. Juni 2007) unter dem Titel „The RNA Revolution“ einige Beiträge zu RNA-Themen und stellte fest: „What physics was to the 20th century, biology will be to the 21st – and RNA will be a vital part of it“. In einem 2006 an dieser Stelle veröffentlichten Statement hatte ich bereits angesprochen, dass eine japanische Delegation das Berliner RiNA-Netzwerk besucht hatte, um sich über dessen Struktur und Organisation zu informieren. Die Delegation, die ein Konsortium von 92 Firmen vertrat, interessierte sich ausschließlich für die Gründung eines Netzwerkes für noncoding RNAs (ncRNAs). Was sie aus Berlin an Know-how mitnehmen konnten, setzten sie in der Zwischenzeit in Japan bei der Gründung ihres ncRNA-Netzwerkes erfolgreich um. Beachtlich ist, dass dieses japanische Netzwerk in der gleichen Größenordnung unterstützt wird wie das gesamte Berliner Netzwerk für RNATechnologien. Dass die japanische Industrie sich wieder einmal durch einen hervorragenden Spürsinn auszeichnet, lässt sich an den folgenden neuesten Entwicklungen auf dem RNA-Gebiet feststellen. Wurde die Anzahl der ncRNA-Gene des Menschen im vergangenen Jahr noch auf 40.000 bis 65.000 geschätzt – also die zwei- bis dreifache Anzahl an proteincodierenden Genen, so musste diese Zahl vor kurzem deutlich nach oben korrigiert werden. Die ersten Ergebnisse, die gerade durch das „Project Consortium“ des ENCODE-Projektes (ENCyclopedia Of DNA Elements) in NATURE (14. Juni 2007, Vol. 447, 799-016) veröffentlicht wurden, lassen nicht nur die Schlussfolgerung zu, dass die ncRNAs uns in Zukunft noch so manch eine Überraschung bescheren werden, sondern dass wir unsere Anstrengungen um ein Vielfaches intensivieren müssen, um mit der internatio4 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 nalen Konkurrenz Schritt halten zu können. In diesem Konsortium haben in der Pilotphase (!) zunächst 35 Arbeitsgruppen (mit sicherlich einigen hundert Mitarbeitern) im Wesentlichen mit Hilfe der Bioinformatik 29.998 Kilobasen (kb), also etwa 1% der Sequenz des gesamten Humangenoms untersucht. Obgleich dieses Konsortium nicht als RNA-Netzwerk ausgewiesen wird, kann es als solches gelten, denn es gleicht in seinem Ansatz dem japanischen Netzwerk für ncRNAs. Trifft die Definition des Gens noch zu? Die ersten Schlussfolgerungen des ENCODEProjektes von grundlegender Bedeutung sind die Folgenden: – Das ganze Genom wird praktisch vollständig transkribiert, so dass die Hauptzahl der Basen mit wenigstens einem primären Transkript assoziiert ist. – Viele einzigartige ncRNAs konnten erstmalig identifiziert werden. – Ein großer Teil dieser Sequenzen zeigt Überlappungen mit proteincodierenden Bereichen. – Dagegen konnte der Ursprung von anderen ncRNAs auf DNA-Regionen zurückgeführt werden, die bisher als nicht transkribiert eingestuft wurden. Die neuesten Erkenntnisse aus dem ENCODE-Projekt werfen die ersten Fragen auf, ob die uns bisher vertraute Definition des klassischen Gens überhaupt noch zu halten ist, und nicht wie von Gerstein et al. (GENOME RES. 2007, 17: 669-681) vorgeschlagen, neue Definitionen gefunden werden müssen. Es ist klar, dass auch bei diesen Überlegungen immer stärker die Rolle der RNA-Moleküle miteinbezogen werden muss. Dies wird weiter in einem Übersichtsartikel von Mehler und Mattick (PHYSIOL. REV. 87, 799-823, 2007) verdeutlicht, die den Einfluss von ncRNAs bei der Entwicklung des Gehirns, dessen funktioneller Vielfalt und bei neurologischen Erkrankungen untersucht haben. An die ersten Hinweise, dass das Engagement von größeren ncRNAs, wie etwa die HARIF-RNA, in der Entwicklung des Gehirns des Menschen von entscheidender Bedeutung war, so dass er sich letztendlich vom Schimpansen absetzen konnte, müssen wir uns sicherlich erst noch Prof. Dr. Volker A. Erdmann (65) ist Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie und Molekularbiologie der Freien Universität Berlin und Initiator und Vorstandsvorsitzender des Berliner Netzwerkes für RNA-Technologien. Durch seine Expertise auf dem Gebiet der RNA-Biochemie und Genexpression (mehr als 420 Publikationen, zahlreiche Patente) gehört er zu den Vorreitern bei der Etablierung der RNA-Technologien in Deutschland. Prof. Erdmann studierte bis zum M.Sc. an der University of New Hampshire und promovierte 1968 am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen und der Technischen Universität in Braunschweig. Nach einer Postdoktorandenzeit an der University of Wisconsin in Madison (1969-71) und als Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin (1971-80) folgte Prof. Erdmann dem Ruf auf den Lehrstuhl an der FU Berlin. gewöhnen (Pollard et al. NATURE 443, 167-172). Es erscheint aber höchst ratsam, dass wir gerade aufgrund dieser neuesten Entdeckungen keine Zeit verlieren, sondern die Struktur und Funktion der ncRNAs mit höchstem Einsatz erforschen. Dies hat sich für Cai und Cullen (RNA 13,313-316, 2007) bereits gelohnt, die sich jüngst nochmals mit der überhaupt ersten entdeckten, geprägten (imprinted) und nicht codierenden H19-RNA befasst haben. Die Funktion dieser konservierten und in embryonalem und tumorspezifischem Gewebe auftretenden ncRNA ist weiterhin unbekannt. Da diese ncRNA 3.500 Nukleotide lang ist und inzwischen einige Proteine identifiziert wurden, die spezifisch an diese RNA binden, wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass die Funktion eine regulatorische Funktion beinhaltet, bei der die Proteine die RNA binden müssen. Umso überraschender erscheint nun die neueste Feststellung von Cai und Cullen, dass die noncoding H19-RNA eine Vorstufe für eine microRNA (miRNA) darstellt. Ich glaube, dass die meisten Leser mit mir darin übereinstimmen werden, dass die siRNAs, microRNAs und ncRNAs nicht mehr aus den Laboratorien der Molekularbiologen, Mediziner und Pharma-Industrie wegzudenken sind und dass diese RNA-Molekül-KlasLABORWELT L E S E R F O R U M Genevac_JetRotors_Laborwelt_0907:Genevac_JetRotors_Laborwel sen uns gemeinsam mit dem gesamten Bereich der RNA-Technologien in den nächsten 15 bis 20 Jahre intensiv beschäftigen werden. Die zu erwartende Ernte dieser Bemühungen erscheint lohnend: internationale Konkurrenzfähigkeit in der Medizin und Biotechnologie. Bei den anstehenden Analysen der Funktion tausender ncRNAs dürfen wir die Strukturanalysen der RNA-Moleküle auf keinen Fall vergessen, denn nur wer die atomare Struktur dieser Moleküle begreift, kann ihre Funktion verstehen und diese Informationen nutzen um neue RNA-Moleküle mit Methoden des Computerdesigns zu entwickeln. Und auch hier liegt noch einiges weltweit mit der RNA-Forschung im Argen, wie uns folgende Zahlen verdeutlichen: Im März 2007 waren in den Strukturdatenbanken die Koordinaten für 38.633 Protein-Moleküle, 1.137 DNA-Moleküle, aber nur 582 RNA-Moleküle hinterlegt – bei den RNA-Strukturuntersuchungen gibt es also einen riesigen Nachholbedarf. Durch atomar aufgelöste Proteinstrukturen haben wir bereits vieles über die Proteinfunktion und deren Vorhersage gelernt. Berücksichtigt man die neuesten hochaufgelösten RNA-Strukturergebnisse, die zeigen, dass neben Watson-Crick-Basenpaarungen auch vielseitige non-Watson-Crick-, Tripel-Basenpaarungen und hochspezifische Wasser- und Kationen-Wechselwirkungen die RNA-Strukturen und Funktionen beeinflussen, so müssen künftig sicher vergleichbare Mengen an RNA-Strukturen ermittelt werden. Zukunft der RNA-Technologien in Deutschland Kennziffer 12 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de LABORWELT Abschließend noch einige Anmerkungen zur Zukunft der RNATechnologien in Deutschland und was aus dem Netzwerk für RNATechnologien werden soll. Zur Erinnerung: das RiNA-Netzwerk für RNA-Technologien wurde im Oktober 1998 für 10 Jahre in Berlin vom BMBF, dem Land Berlin und der Industrie gegründet. Das Fördervolumen betrug 120 Millionen DM, also 60 Millionen Euro. Um allerdings über die Zukunft der RNA-Technologien in Deutschland entscheiden zu können, wurde von den Geldgebern, nach einer Ausschreibung, das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) mit der Evaluierung des RNA-Netzwerkes beauftragt. Die gründliche Evaluierung wurde von vornherein für einen Zeitraum von neun Monaten angesetzt, so dass das Ergebnis in diesem Monat zu erwarten ist. Mit der Evaluierung sollen letztendlich folgende Fragen beantwortet werden: 1. Hat sich das modellhafte Konzept des Berliner Netzwerkes für RNA-Technologien bewährt? 2. Hat das Netzwerk von seiner wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Seite die Erwartungen der Geldgeber erfüllt? 3. Haben die RNA-Technologien, die ursprünglich in sie gesetzten Erwartungen erfüllt? 4. Sollen die RNA-Technologien in Zukunft weiter – und wenn ja –, auch bundesweit gefördert werden? 5. Im Fall einer Weiterförderung stellt sich die Frage nach der Struktur und Organisation und dem Ort der Weiterförderung. Sicher ist aufgrund der weltweiten Entwicklung der RNA-Technologien eine künftige Förderung in einem erheblichen Maße, die das derzeitige Fördervolumen um einiges übersteigt, unumgänglich. Dies sehen wir zum Beispiel allein an dem Beispiel des japanischen ncRNA-Netzwerkes und des internationalen ENCODE-Projektes, mit denen beide Länder massiv in die RNA-Technologien investieren. Um in Deutschland mit diesen Entwicklungen Schritt halten zu können, bedarf es einer nationalen Anstrengung unter Einbeziehung aller RNA-Experten und Ressourcen der Republik. Es ist also absolut notwendig, dass die Nation – also etwa das BMBF, die DFG, die Bundesländer, die Universitäten, die außeruniversitären Einrichtungen, aber auch die Industrie – alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit ein international konkurrenzfähiges Netzwerk oder Konsortium für RNA-Technologien eingerichtet werden kann. Die mit dem weltweit einzigartigen Berliner Netzwerk für RNA-Technologien geschaffenen Grundlagen bieten die einmalige Chance, diese Technologien in Deutschland permanent anzusiedeln und uns somit für die nächste Zukunft weltweit entscheidende Vorteile zu verschaffen. Steigern Sie mit Jet Rotors Ihre Konzentrationskraft Gerade hat sich miVac™ als einer der weltweit besten Proben Konzentratoren etabliert – schon setzt er mit der Vorstellung der “Voll-Aluminium JetRotoren” wieder neue Maßstäbe” in seiner Klasse. Im Vergleich zu Rotoren aus Kunststoff oder mit “offener Bauweise” ermöglichen diese Präzisions-Rotoren eine sehr effiziente Leitung und Verteilung der Thermoenergie und erreichen dadurch höchste Leistungen. Gegenüber Kunststoff Rotoren können in Verbindung mit der miVac™ SpeedTrap über 200 % höhere Rotationsgeschwindigkeiten erreicht werden – was bei hartnäckigen Lösungsmitteln wie Wasser ein signifikanter Vorteil ist. miVac Jet Rotoren sind für die meisten Tubes und/oder Vials verfügbar. Besuchen Sie unsere Website JETROTORS Genevac Ltd Farthing Road Ipswich UK IP1 5AP Tel +44 (0)1473 240000 Fax +44 (0)1473 742987 www.mivac.co.uk 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 5 Krebs E P O R T Kennziffer 13 LW 04 · www.biocom.de Nukleinsäurebasierte Wirkstoffe zur Targetvalidierung und Krebstherapie Dr. Birgit Spänkuch und Prof. Dr. Klaus Strebhardt, Klinikum der Universität Frankfurt Die Polo-Like Kinasen (Plk) zählen zur Familie der von der Hefe bis zum Menschen hochkonservierten Serin/Threonin-Kinasen, Es gibt vier Vertreter beim Menschen, Plk1 bis 4. Plk1 wird in malignen Geweben gegenüber benignem Gewebe überexprimiert, und diese Überexpression dient als negativer prognostischer Marker. Plk1 hat multiple Funktionen in der Zellzyklusregulation, vom Eintritt in die Mitose über die Ausbildung eines intakten Spindelfaserapparates bis hin zum Austritt aus der Mitose, was die Bedeutung von Plk1 für die Zellproliferation und die Zellzykluskontrolle unterstreicht. Daher kann Plk1 als ein vielversprechendes Target für die Krebstherapie genutzt werden. Denn bei dieser geht es darum, gezielt die Proliferation maligner Zellen zu hemmen, dabei aber die benignen Zellen oder Gewebe nicht in ihrer Funktion zu beeinträchtigen. Unter den verschiedenen Krebsarten nimmt etwa Brustkrebs eine sehr bedeutende Rolle ein. So werden für 2007 180.000 Neuerkrankungen in den USA vorhergesagt, 15% der krebsbedingten Todesfälle sind eine Folge von Brustkrebs. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit neuer Entwicklungen in der Krebstherapie. Mögliche Strategien reichen von der Hemmung der Plk1-Expression mit Hilfe Nukleinsäure-basierter Ansätze, wie der Antisense-Technologie oder der RNA-Interferenz, über das Einbringen von Hemmstoffen für die Polo-Box und damit für die Bindung von Plk1 an seine Substrate, bis hin zu ATP-kompetitiven Hemmstoffen, die die katalytische Aktivität von Plk1 hemmen. All diese Ansätze führen zu einem G2/M-Arrest, zu apoptotischem Zelltod in verschiedenen Tumorentitäten und zu verringerter Zellproliferation in vitro und in vivo. Die Antisense-Technologie und die RNA-Interferenz führen darüber hinaus zu verringerter Plk1-mRNA- und -Protein-Expression, da sie auf der Ebene der Translation ansetzen und damit die Bildung des Plk1- R Proteins verhindern. Damit bietet sich Plk1 als Zielgen für eine spezifische Krebstherapie mit biodegradierbaren Wirkstoffen an, bei der die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten schwerer Nebenwirkungen möglichst gering ist. Entdeckt und kloniert wurde Plk1 bereits im Jahr 19941. Namensgebend war eine zuerst in Drosophila entdeckte Kinase, die Polo genannt wurde. Alle weiteren verwandten Kinasen wurden in Anlehnung an die Namensgeberin polo-like, also „polo-ähnlich“ getauft. In Säugetierzellen gibt es vier Mitglieder der PlkFamilie: Plk1, SNK/Plk2 und FNK/Plk3 und Plk4. Plk1 ist ein 68 kDa-großes Protein mit multiplen Funktionen im Zellzyklus2. Allen Plks sind zwei hochkonservierte Aminosäuresequenzen gemeinsam: Eine C-terminale Domäne, die als polo-Box-Domäne bezeichnet wird, und eine zweite konservierte Sequenz in der aminoterminalen Hälfte, die KinaseDomäne3. Die polo-Box-Domäne besteht bei Plk1-3 aus je zwei polo-Boxen und bei Plk4 aus einer polo-Box, wobei jede polo-Box 60 bis 70 Aminosäuren lang ist (Abb. 1). Die Plk1-Expression ist abhängig von der Zellzyklusphase: Sie ist zu Beginn der G1Phase gering, nimmt während des Zellzyklus zu und erreicht während der G2/M-Phase ihr Maximum, parallel zur Expression von Cyclin B12. Nicht nur die Expression und Aktivität von Plk1 hängen von den jeweiligen Zellzyklusphasen ab, sondern auch die Lokalisation in der Zelle. In der Pro-Metaphase ist Plk1 an den Centrosomen oder Kinetochoren lokalisiert, in der frühen und späten Anaphase findet sich Plk1 in der Region, die sich zwischen den sich neu bildenden Tochterzellen befindet („MidBody“), um dann in der Telophase beziehungsweise während der Cytokinese an der letzten Verbindungsstelle zwischen den neu gebildeten Tochterzellen („Mid-Zone“) zu lokalisieren4 . Plk1 ist in verschiedenen Phasen des Zellzyklus an ganz unterschiedlichen Funktionen beteiligt 2 . Plk1 wird in verschiedenen Krebsarten überexprimiert, und diese Überexpression von Plk1 geht mit einer schlechten Prognose der jeweiligen Patienten einher5. Außerdem führt eine erhöhe Aktivität/Expression von Plk1 dazu, den „DNA-damage-checkpoint“ zu überwinden6 . Damit könnte die Überexpression von Plk1 in Tumoren zur Entstehung und zur Manifestation von Krebs beitragen, aber auch einen geeigneten Angriffspunkt für ein therapeutisches Eingreifen darstellen. Hemmung der Plk-Funktion Abb. 1: Polo-like Kinasen in humanen Zellen. Schematische Darstellung der vier identifizierten Plks in humanen Zellen (Plk1-4). Die Länge der Open-Reading-Frames ist angegeben (aa). Zudem sind die Positionen der Kinasedomäne (rot) und der Polo-Boxen (blau) dargestellt (aus: [3]). 6 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Wichtige Hinweise auf die Funktion von Genen werden durch ein Ausschalten der entsprechenden Gen-/Proteinfunktion erzielt. Die Hemmung von Plk in verschiedenen eukaryotischen Spezies hatte unterschiedLABORWELT RNAi Solutions Effective Gene Silencing Validated, highly potent 27-mer siLentMer ™ siRNAs employ Dicer-substrate technology for proven performance. Bio-Rad supports your research with efficient products that support critical steps of the RNAi workflow — from design to detection. 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Als Negativkontrolle dient die Scrambled-Sequenz zu siRNA4, siRNA4S. aus: [16]. liche Auswirkungen, die von mitotischen Anomalien bis zum Absterben der Larven in Drosophila melanogaster7 über kondensierte Chromosomen und monopolare Spindeln in Schizosaccharomyces pombe8 bis hin zur Hemmung der Zellteilung, abnormaler Chromatin-Verteilung, monoastralen Mikrotubuli, kleineren Centrosomen, apoptotischen Veränderungen (‚mitotische Katastrophe’) in humanen Zellen reichen9-13. Aufgrund der bei humanen Zellen auftretenden Unterschiede zwischen Tumorzellen und normalen Zellen konnte der Begriff einer „Tumor-selektiven Apoptose“ geprägt werden, die durch Hemmung der Plk1-Funktion auftritt. Inhibition von Plk1 als therapeutische Intervention Die Tatsache, dass Plk1 einerseits in malignen Geweben im Vergleich zu normalem gesunden Gewebe überexprimiert wird und andererseits an wichtigen Kontrollpunkten im Laufe des Zellzyklus wichtige Funktionen übernimmt, macht Plk1 zu einem interessanten Target für eine mögliche neue, spezifische MCF-7 SK-BR-3 Krebstherapie, die auf molekularbiologischen Technologien beruht. Hierbei geht es darum, gezielt die Funktion eines bestimmten Gens auszuschalten, während die Expression anderer Gene unbeeinflusst bleibt, um mögliche Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Eine Methode hierfür ist die Antisense-Technologie, wobei synthetische, zu einer spezifischen mRNA komplementäre DNAFragmente in Zellen eingebracht werden, die so die Funktion zum Beispiel von Tumorgenen unterdrücken. Aufgrund vielversprechender Resultate wurde deren therapeutisches Potential bei verschiedenen malignen Erkrankungen analysiert. Das zugrundeliegende Prinzip ist das folgende: Es werden kurze, meist etwa 20 Basen lange einzelsträngige AntisenseOligonukleotide (ASOs), die komplementär zur mRNA des zu hemmenden Gens sind, in die Zellen eingebracht. Wenn das ASO durch Hybridisierung an die komplementäre mRNA bindet, entsteht eine illegitime Heteroduplex, ein mRNA/DNA-Hybrid. Dieses wird von der Zelle als unphysiologisch erkannt, so dass die zelleigene RNase H induziert wird, die ihrerseits die mRNA an der Stelle der Heteroduplex MDA-MB-435 BT-474 HMEC Kontrolle siRNA4S siRNA4 Abb. 3: Apoptoseinduktion durch Transfektion mit siRNA im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen und zur scrambled-Kontrolle (siRNA4S). DAPI-Färbung zur Darstellung der DNA in verschiedenen Brustkrebszelllinien (MCF-7, SK-BR-3, MDA-MB-435, BT-474) und primären humanen Mammaepithelzellen (HMECs). aus: [16] 8 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 schneidet und sie damit abbaut14. Dadurch wird die Translation zum Protein verhindert und damit auch die sich normalerweise anschließende Signalkaskade. Eine weitere Strategie zur Unterdrückung unerwünschter Protein-Expression ist die RNA-Interferenz. Darunter versteht man die Sequenz-spezifische Hemmung der Proteinexpression durch doppelsträngige RNA. Elbashir et al. konnten zeigen, dass die Transfektion 21 Nukleotidlanger siRNAs zur selektiven Inhibition endogener Gene führt15. Auf dieser Basis konnte gezeigt werden, dass die Transfektion mit siRNA gegen Plk1 – einem zentralen Regulator der Mitose – in Tumorzellen Apoptose verursacht. Die Hemmung der Gen- bzw. Proteinexpression mit siRNAs ist spezifischer als die Antisense-Technologie, und bereits sehr niedrige Konzentrationen (im picomolaren Maßstab) führen zu einer signifikanten Reduktion der Plk1-Expression (Abb. 2). Mit beiden Technologien ist es möglich, in Krebszelllinien und Tumoren im humanen Xenograft-Experiment die Apoptose zu induzieren. Beim Vergleich der Wirkung von siRNAs, die gegen Plk1 gerichtet sind, auf Krebszellen und normale Zellen zeigt sich ein differentieller Effekt, der für eine eventuelle Therapie sehr wichtig ist. Hierbei lässt sich festhalten, dass primäre Zellen wesentlich weniger empfindlich auf die Hemmung der Plk1-Expression reagieren. Es werden höhere siRNA-Konzentrationen benötigt, um die gleiche Transfektionseffizienz zu erzielen, aber auch mit diesen hohen Konzentrationen wird weder die Proliferation der gesunden Zellen beeinträchtigt, noch wird Apoptose induziert oder ein G2/M-Arrest ausgelöst, wie dies bei Krebszellen doch sehr deutlich der Fall ist12,16 (Abb. 3). Ein weiterer Ansatz zur Hemmung der Plk1-Aktivität und damit der Zellproliferation von Krebszelllinien ist die Entwicklung von niedermolekularen Hemmstoffen17-19. Hierbei werden in silico chemische Formeln für niedermolekulare Wirkstoffe ermittelt, mit denen entweder eine ATP-kompetitive Hemmung der Kinaseaktivität erreicht werden kann, oder es werden Hemmstoffe für die Polo-Box entwickelt, die eine Bindung von Plk1 an seine Substrate verhindert. Weiterhin ist es möglich, mit Peptiden, die über einen Carrier, beispielsweise Antennapedia, in die Zellen eingebracht werden, die Funktion der Polo-Box zu hemmen und damit die Proliferation von Krebszellen spezifisch zu hemmen13. Vor allem bei den Nukleinsäure-basierten Technologien, aber auch bei anderen Strategien, besteht jedoch nach wie vor das Problem, die Wirkstoffe intakt über die Blutbahn des Menschen an den Ort des Geschehens, also in den Tumor zu bringen. Bei den Antisense-Oligonukleotiden wurde dieses Problem mit verschiedenen chemischen Modifikationen (Phosphorothioate, 2’-O-Methyl-Modifikationen etc.) gelöst, bei siRNAs gibt es Versuche, die siRNAs beispielsweise über Cholesterol zu verestern. LABORWELT R E P O R T Porvair rose ad Laborwelt DE:Layout 1 25/5/07 12:52 Dennoch sind diese chemischen Modifikationen nicht unproblematisch bezüglich der Induktion unspezifischer Antworten, insbesondere durch das Immunsystem. Eine Strategie, um diese aufwendigen chemischen Modifikationen zu umgehen, ist der Einsatz von Protein-basierten Nanopartikeln, wie zum Beispiel HSA (humanes Serumalbumin). Damit werden der Wirkstoff stabilisiert und die Zirkulationsdauer signifikant erhöht. Wenn diese Nanopartikel darüber hinaus an Antikörper gekoppelt werden, ist ein Tumor-spezifisches Targeting möglich, mit dem Nebenwirkungen minimiert werden könnten. Eine Möglichkeit bieten hier beispielsweise Trastuzumab-konjugierte Nanopartikel, mit denen zum Beispiel Antisense-Oligonukleotide gegen Plk1 transportiert werden könnten. So könnte eine gute Anreicherung der Wirkstoffe im Zielgewebe, dem Tumor, verbunden mit einer geringen Anreicherung der Wirkstoffe in gesundem Gewebe erzielt werden, wodurch die Belastung der gesunden Organe durch die Wirkstoffe deutlich reduziert werden kann. Die Kombination der Wirkstoffe mit einem Antikörper stellt eine gute Möglichkeit dar, die Spezifität der Technologie weiter zu erhöhen und damit den therapeutischen Effekt zu steigern. Gleichzeitig wird die Stabilität der Nukleinsäure-basierten Wirkstoffe erhöht, so dass eine biodegradierbare neue Wirksubstanz (ASO, siRNA) ohne weitere Zugabe chemisch synthetisierter Stoffe zum Einsatz kommen könnte. Fazit Plk1 ist aufgrund der Tatsache, dass es in malignen Geweben gegenüber benignem Gewebe überexprimiert wird und einen negativen prognostischen Marker darstellt, ein vielversprechendes Targetgen für den ‚Knock-Down’ mit Nukleinsäure-basierten Wirkstoffen, die ein spezifisches Silencing ermöglichen. Damit war es in der Vergangenheit bereits möglich, in vitro und in vivo reduziertes Tumorwachstum durch Apoptose zu erzielen. Weitere Studien müssen nun einerseits die Targetvalidierung mit Hilfe der niedermolekularen Wirkstoffe in ersten klinischen Studien erbringen, der Nanopartikel-basierte Ansatz sollte – vor allem in Hinblick auf bereits zugelassene Arzneimittelformulierungen mit HSA-Nanopartikeln – weiter in präklinischen Studien evaluiert werden. Andererseits muss nach neuen Applikationswegen für siRNAs oder ASOs gesucht werden, um diese spezifischen Wirkmechanismen anschließend in klinischen Studien einsetzen zu können. Literatur [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] Sind Ihre Platten wirklich rein? Auch wenn alle weißen Mikrotestplatten den Eindruck erwecken, rein und einwandfrei zu sein, versteckt sich häufig ein unsichtbarer Makel. Oft bleiben Rückstände von Chemikalien, die verwendet werden, damit die Platten sich leicht aus den Gussformen lösen lassen, als auch von Weichmachern in nicht vertretbaren Größenordnungen im Polypropylen zurück. Die Genauigkeit eines Versuches und somit das Ergebnis können durch diese Rückstände erheblich negativ beeinflusst werden. Porvair Mikrotestplatten sind speziell frei von allen extrahierbaren Komponenten, damit Sie sich sicher sein können, nur mit ultrareinem, hochwertigen Polypropylen zu arbeiten. Holtrich U et al. Proc Natl Acad Sci USA 91 (1994) 1736. Xie S et al. Oncogene 24 (2005) 277. Strebhardt K et al. Nat Rev Cancer 6 (2006) 321. Yuan J et al. Oncogene 21 (2002) 8282. Takai N et al. Oncogene 24 (2005) 287. Smits VA et al. Nat Cell Biol 2 (2000) 672. Llamazares S et al. Genes Dev 5 (1991) 2153. Ohkura H et al. Genes Dev 9 (1995) 1059. Lane HA et al. J Cell Biol 135 (1996) 1701. Cogswell JP et al. Cell Growth Differ 11 (2000) 615. Spankuch-Schmitt B et al. Oncogene 21 (2002) 3162. Spankuch-Schmitt B et al. J Natl Cancer Inst 94 (2002) 1863. Yuan J et al. Cancer Res 62 (2002) 4186. Dirksen ML et al. J Biol Chem 256 (1981) 11569. Elbashir SM et al. Nature 411 (2001) 494. Spankuch B et al. Oncogene (2007) Steegmaier M et al. Curr Biol 17 (2007) 316. Gumireddy K et al. Cancer Cell 7 (2005) 275. Lansing TJ et al. Mol Cancer Ther 6 (2007) 450. Wenn Sie mehr über die Reinheit der Porvair Mikrotestplatten im Vergleich zu anderen Herstellern erfahren wollen, fordern Sie Ihr Exemplar des Flyers (kostenlos) über den folgenden Link bei uns an: http://www.porvair-sciences.com/extractables.htm Und vergessen Sie nicht, auch wenn Ihre Platten weiß scheinen, sind sie nicht aus Porvair´s ultrareinem, weißen Polypropylen! Korrespondenzadresse Kennziffer 14 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de LABORWELT Dr. Birgit Spänkuch Johann Wolfgang Goethe-Universität Medical School – Gynecology and Obstetrics Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt Tel.: +49-(0)69-630 183 426, eMail: [email protected] Porvair Sciences Ltd Unit 6 Shepperton Business Park Govett Avenue Shepperton Middlesex UK TW17 8BA Telephone +44 (0) 1932 240255 Fax +44 (0) 1932 254393 Email: [email protected] www.porvair-sciences.com 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 9 Page B L I T Z L I C H T siRNA-Analytik: Qualität, Stabilität, pharmakokinetische Eigenschaften Ingo Röhl und Stephan Seiffert, Roche Kulmbach GmbH Die chemisch-instrumentelle Analytik sowohl von einzel- wie auch doppelsträngiger, synthetisch hergestellter RNA ist ein integraler Bestandteil der Forschungstätigkeit von Alnylam Europe (jetzt Roche Kulmbach), einem Unternehmen, das auf die Entwicklung neuartiger Medikamente auf der Basis von small interfering RNAs (siRNA) fokussiert ist. Die Entwicklung robuster und nachweisstarker analytischer Methoden zur Charakterisierung der siRNA unter GLP-Bedingungen in der präklinischen und klinischen Forschung stellt eine große Herausforderung für den Analytiker dar. Im Gegensatz zu den „small molecule drugs“ tritt bei der Herstellung von siRNA eine Vielzahl unbekannter, teilweise schwierig zu analysierender Verunreinigungen auf. Bereits in einer sehr viel früheren Phase der Entwicklung eines Medikaments auf siRNABasis sollte nicht auf eine ausreichende Qualitätskontrolle verzichtet werden. Vor allem die hohe Probenzahl für das in vitro-Screening, in dessen Rahmen aktive siRNA-Moleküle identifiziert werden, erfordert einen hohen zeitlichen und instrumentellen Aufwand. Dieser Aufwand ist jedoch insofern gerechtfertigt, als dass gezeigt wurde, dass zwei völlig identisch erscheinende siRNAs zweier verschiedener kommerzieller Anbieter zu variierenden Ergebnissen im in vitro-Testsystem führen können. Eine nachträgliche Analyse dieser siRNAs ergab voneinander abweichende molekulare Massen und Reinheiten1. Aus diesem Grund werden bei der Roche Kulmbach GmbH alle in das in vitro-Screening eingebrachten siRNAs nach Synthese und Auf- reinigung hinsichtlich ihrer Qualität überprüft. Diese Vorgehensweise gewährleistet zum einen die Vergleichbarkeit der verschiedenen siRNAs in einem Testsystem. Zum anderen können unerwünschte „non-siRNA“-Nebenwirkungen reduziert werden. Das Ziel, hierbei einen hohen Probendurchsatz zu garantieren, erfordert den Einsatz robuster, universell einsetzbarer analytischer Methoden. Bei Roche Kulmbach ist daher die Qualitätskontrolle einer siRNA in zwei voneinander getrennte Arbeitsschritte unterteilt. Zunächst erfolgt die Überprüfung der RNA-Einzelstränge nach der Synthese und Aufreinigung mittels denaturierender Anionenaustausch-HPLC und MALDI-TOF-Massenspektrometrie auf Reinheit und Identität. Denaturierende Bedingungen werden durch Chromatographie bei 75 °C und den Abb. 1: Stabilität verschieden modifizierter siRNAs in humanem Serum (*FLP: full length product) 10 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Einsatz chaothropher Eluentensalze wie etwa NaClO4 oder durch einen erhöhten pHWert der Eluenten von 11 erreicht. Vor allem über den pH-Wert der Eluenten kann die Selektivität der Chromatographie gesteuert werden. Dies ermöglicht besonders bei der denaturierenden siRNA-Duplex-Analyse eine gute Trennung der beiden gleich langen Einzelstränge. Die im Vergleich zu neutralen Eluenten verbesserte Trennung der Einzelstränge beruht vor allem auf der negativen Ionisierung der tautomeren Sauerstoffatome in den Basen rG, rU und dT. Bei diesen pHBedingungen erweist sich etwa die DNA-Pac PA200 (Dionex) als sehr robuste Trennsäule mit guter Lebensdauer2. Die native Analyse der siRNA-Duplexe wird mittels paralleler Kapillargelelektrophorese durchgeführt. Dabei wird der Annealing-Prozess im Hinblick auf den Einsatz der richtigen Einzelstränge in äquimolaren Konzentrationen überprüft. Als Ergebnis erhält man das Einzelstrang- zu Duplexverhältnis. Mit Hilfe dieses Gesamtprozesses werden Fehler frühzeitig erkannt und damit falsch-positive oder -negative Treffer im Screening reduziert. Analyse von Verunreinigungen Zusätzlich zu diesen Standardmethoden wird das Verunreinigungsprofil von RNA-Einzelsträngen für in vivo-Anwendungen mittels Ionenpaar-RP-HPLC mit ESI-MS-Kopplung charakterisiert. Als optimales IonenpaarReagenz für die ESI-MS-Kopplung werden Gemische aus Hexafluoroisopropanol (100-400mM) und Triethylamin (8-16mM) in wässrigen Eluenten auf XBridge C18 RPSäulen (Waters) eingesetzt. Die Elution der RNA erfolgt mit Hilfe eines Methanol- oder Acetonitril-Gradienten3. Um eine hohe Auflösung unter denaturierenden Bedingungen zu erreichen, wird bei einer Temperatur von 50° C bis 60° C chromatographiert. Auf diese Weise können vor allem die sogenannten (n+x)-Verunreinigungen identifiziert werden, die mit Hilfe der Anionenaustausch-HPLC nur schlecht vom Hauptprodukt getrennt werden können. So werden schon in einem frühen Entwicklungsstadium Erkenntnisse über kritische Verunreinigungen gesammelt, die später in den GLP- und GMP-Entwicklungsprozess einfließen können. Die Anionenaustauscher-Chromatographie stellt zudem ein ideales Instrument zur Untersuchung von siRNA direkt aus Plasma dar. Störende Plasmabestandteile eluieren im Totvolumen der Säule, während die siRNA mit hoher Kapazität gebunden wird. Das Lower Limit of Quantitation (LLOQ) der Anionenaustauscher-HPLC mit UV-Detektion Kennziffer 15 LW 04 · www.biocom.de siRNA-Wirkstoffentwicklung LABORWELT RNAi assay technologies by QIAGEN Knock down reliably Rely on QIAGEN RNAi assay technologies for: � Custom siRNA design and synthesis � Predesigned and validated siRNA � Flexible, user-defined siRNA plates and sets � siRNA transfection reagents RNAiPortf0907L4DE � Matching siRNA and RT-PCR assays � miRNA assays Contact QIAGEN today or visit www.qiagen.com/goto/RNAi . Sample & Assay Technologies B L I T Z L I C H T Ursprungs-Sequenz siRNA-A siRNA-B siRNA-C siRNA-D siRNA-E Jejunum [ng/g] Serum [ng/g] Modifikation siRNA-A1-Chol exo + endo siRNA-A2-Chol exo siRNA-B1-Chol siRNA-B2-Chol siRNA-C1-Chol siRNA-C2-Chol siRNA-D1-Chol exo + endo 8 17 22 siRNA-D2-Chol exo BQL BQL BQL siRNA-E1-Chol exo + endo > 900 60 40 siRNA-E2-Chol exo 70 7 BQL 2 6 6 BQL BQL BQL exo + endo 35 7 18 exo 7 4 2 exo + endo 130 28 25 exo 72 10 7 bei 260nm liegt im Bereich von etwa 1 pmol siRNA, und die erhaltenen Kalibrierungsgeraden sind über drei Größenordnungen linear. Die verwendeten DNA Pac-PA200-Säulen können problemlos mit bis zu 50 µL Plasma in einer Injektion beladen werden, ohne dass eine signifikante Peakverbreiterung auftritt. Damit ergibt sich, bezogen auf die siRNAKonzentration im Plasma, ein LLOQ von ca. 300ng/mL. Diese Nachweisgrenze reicht für viele in vivo-Anwendungen, speziell PlasmaPharmakokinetik-Studien, aus. in vitro-Stabilität und Pharmakokinetik Eine weitere wichtige Anwendung der Anionenaustauscher-HPLC und der MALDITOF-MS ist die in vitro-Stabilitätsanalyse, die zur Verbesserung der pharmakokinetischen (PK) Eigenschaften von siRNA-Molekülen genutzt wird. Die Stabilität der siRNA spielt – im Gegensatz zu Untersuchungen in in vitro-Testsystemen – in vivo eine entscheidende Rolle. Es gibt eine Vielzahl von exo- und endo-Ribonukleasen, die RNA in biologischen Flüssigkeiten in wenigen Minuten vollständig degradieren können. Eine intravenös verabreichte, chemisch unmodifizierte siRNA würde im Blutplasma sehr schnell abgebaut und über die Niere in den Urin ausgeschieden werden. Daher ist die Stabilisierung gegen Ribonukleasen einer der Schlüsselschritte, um eine siRNA mit den gewünschten pharmakokinetischen und -dynamischen Eigenschaften auszustatten. Um die Stabilität verschiedener siRNAs zu vergleichen, werden diese in Plasma bei 37° C unterschiedlich lang inkubiert und anschließend ohne weiteren RNA-Aufarbeitungsschritt, wie zum Beispiel eine Trizol-Extraktion, direkt mit der Anionenaustauscher-HPLC analysiert. Die erhaltenen HPLC-Chromatogramme sind quantitativ auswertbar, und es kann die Halbwertszeit für beide Einzelstränge berechnet werden. Durch die hohe Auflösung des HPLC-Systems können beide Einzelstränge sowie deren Degradationsprodukte als gut 12 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Leber [ng/g] modifizierte siRNA voneinander separierte Peaks detektiert werden. Die Fraktionierung dieser Metaboliten mit nachfolgender MALDI-TOF-MS-Analyse erlaubt deren Identifizierung und nachfolgend eine Stabilisierung der siRNA durch gezielten Einbau chemischer Modifikationen4. So schützt der Austausch einer Phosphorodiestergruppe durch eine Phosphorothioatgruppe (PTO) gegen den Abbau durch Exonukleasen, während der Austausch von 2’-Hydroxygruppen gegen 2’-Methoxygruppen (2’-OMe) die Degradierung durch Endoribonukleasen unterbindet. Abbildung 1 zeigt den Einfluss der 2’-OMe-Modifikationen auf die Stabilität einer bereits durch PTO gegen Exonukleasen geschützten siRNA in humanem Serum. Dieser Assay wird in vielen verschiedenen biologischen Flüssigkeiten angewendet und liefert wichtige Informationen über die Eigenschaften der siRNA im jeweiligen Zielgewebe, etwa nach einer lokalen Gabe in die Lunge. Eine weitere Möglichkeit, die PK einer siRNA zu beeinflussen, besteht in der Konjugation mit einer lipophilen Gruppe wie beispielsweise Cholesterin. Es konnte gezeigt werden, dass eine am sense-Strang mit Cholesterin konjugierte siRNA gegen ApoB sehr viel länger in der systemischen Zirkulation verbleibt als die entsprechende unkonjugierte Sequenz. Als Hauptursache der längeren Plasmahalbwertszeit einer mit Cholesterin konjugierten siRNA wird die erhöhte Plasmaproteinbindung und die dadurch reduzierte Ausscheidung über die Niere angesehen. ApoB 100 ist als Bestandteil der VLDL- und LDL-Partikel verantwortlich für den Transport, die Verteilung und den Stoffwechsel von Cholesterin im Organismus. 48 Stunden nach intravenöser Administration der Cholesterinkonjugierten ApoB-siRNA in die Maus wurde eine mRNA-Reduktion um 57% in der Leber und um 42% im Jejunum gemessen. Entsprechend wurde auch eine deutliche Senkung des Cholesterinspiegels im Blut gefunden5. Die Analyse der Plasma-PK dieser intravenös verabreichten Cholesterin-modifizierten siRNA erfolgte wiederum mit Anionenaustauscher-HPLC auf einer DNA-Pac PA200-Säule. Die Auswertung erfolgte, wie schon in der Stabilitätsanalyse, für beide Einzelstränge separat. Die Plasmahalbwertszeit der siRNA wurde von wenigen Minuten für den unkonjugierten Duplex auf ca. zwei Stunden durch den Einbau des Cholesterins verlängert. Im Lebergewebe wurde 48 Stunden nach der Applikation eine siRNA-Konzentration von 60ng/g gefunden. Im Vergleich dazu konnten für die entsprechende unkonjugierte Sequenz weder signifikante siRNA-Konzentrationen noch ein Absinken der ApoB 100-mRNA in der Leber detektiert werden. Die Kombination der Cholesterin-Konjugation mit der gezielten Stabilisierung durch chemische Modifikationen führt zu einer weiteren Erhöhung der siRNA-Konzentrationen im Gewebe. Abbildung 2 zeigt einen Vergleich nach intravenöser Injektion von jeweils 50mg/kg siRNA. Es wird jeweils eine nur gegen Exonukleasen mit einer gegen Exo- und Endoribonukleasen geschützten siRNA identischer Sequenz verglichen. In allen Beispielen wurden deutlich höhere Anteile der stärker stabilisierten siRNA in Leber und Jejunum detektiert. Beispielsweise wurden von der siRNa-E1-Chol mehr als 900 ng/g in der Leber nachgewiesen. Dieser Wert entspricht mehr als der 13-fachen Menge der sequenzidentischen, aber weniger stabilisierten siRNA-E2-Chol. Die gezeigten Beispiele belegen eindrucksvoll, dass der Einsatz von Methoden der instrumentellen Analytik einen großen Beitrag zur Optimierung von siRNA-Molekülen für die therapeutische Anwendung liefert. Vor allem die HPLC und die Massenspektrometrie sind unverzichtbare Hilfsmittel im Entwicklungsprozess eines auf siRNA basierenden Medikamentes. Im Screening-Prozess wird durch die systematische Qualitätskontrolle die Vergleichbarkeit der Ergebnisse garantiert. Die hierfür angewendeten analytischen Methoden stellen die Basis der in vitro-Stabilitätsstudien dar, die zum gezielten Einbau chemischer Modifikationen führen. Letztlich ist das Ergebnis dieser Experimente eine siRNA mit verbesserten PK- und PD-Eigenschaften. Literatur [1] [2] [3] [4] [5] J.T. Marques et al. Nature Biotech. 2006, 24(5), 559-565. J.R. Thayer et al. Anal. Biochem. 2005, 338, 39-47. M. Gilar et al. Oligonucleotides 2003, 13, 229–243. J.J. Turner et al. Mol. BioSyst. 2007, 3, 43–50. J. Soutschek et al. Nature, 2004, 432, 173-178. Korrespondenzadresse Dr. Ingo Röhl, Stephan Seiffert Analytical Chemistry, Roche Kulmbach GmbH Fritz-Hornschuch-Straße 9 95326 Kulmbach Kennziffer 16 LW 04 · www.biocom.de Abb. 2: Gewebekonzentrationen unterschiedlich modifizierter, Cholesterin-konjugierter siRNAs (BQL: below quantitation level) LABORWELT Make your RNAi research as simple and successful as possible with expert help selecting the right tools. With Invitrogen on your side, you can count on guidance throughout your entire RNAi experiment, from selecting between synthetic RNAi and vector-based RNAi to finding the right transfection and qRT-PCR reagents—you’ll always have the right products and guaranteed results. Start your RNAi research using and our new RNAi Sourcebook. 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These products may be covered by one or more Limited Use Label Licenses (see the Invitrogen catalog or our website, www.invitrogen.com). Use of Rubik’s Cube ® is by permission of Seven Towns Ltd. Klinische Forschung Kennziffer 17 LW 04 · www.biocom.de Funktionelle Überprüfung der intrinsischen Hautalterung mittels siRNA Dr. Sabine Fimmel1, Dr. Evgenia Makrantonaki2, Prof. Dr. Christos C. Zouboulis1,2; 1 Campus Benjamin Franklin, Berlin, 2Städtisches Klinikum Dessau Während der durch Umwelteinflüsse verursachte exogene Hautalterungsprozess intensiv erforscht wird, ist der molekulare Mechanismus der endogenen Hautalterung weit weniger geklärt. Dabei bietet sich die Haut als peripheres endokrines Organ an, den Einfluss der Hormone alters- und geschlechtsspezifisch zu studieren. Es wurde mit humanen Talgdrüsenzellen (SZ95-Sebozyten) ein in-vitro-Modell der intrinsischen Hautalterung entwickelt, das auf alle anderen Hautzelltypen übertragen werden kann. Mittels der Methode der RNA-Interferenz wurde die funktionelle Bedeutung von CXCL1 untersucht, eines Chemokins, dessen Expression im Alter zunimmt und welches an zahlreichen Entzündungskaskaden beteiligt ist. Key Words: intrinsische Hautalterung, in-vitro-Alterungsmodell, RNA-Interferenz, CXCL1 In unserem, innerhalb des Berliner RNANetzwerkes geförderten Projekt wurde das Potential von small interfering RNA (siRNA) zur Entwicklung neuer Strategien zur Untersuchung der intrinsischen Hautalterung genutzt. Es sollte geklärt werden, inwieweit es möglich ist, mittels synthetischer siRNAMoleküle in humanen Hautzellen Gene zu hemmen, die in den endokrinen Alterungsprozess der Haut involviert sind. Während der exogene Alterungsprozess organspezifisch ist und von Umwelteinflüssen, wie der UV-Strahlung, Luftverschmutzung und von Lebensgewohnheiten (falsche Ernährung, Rauchen) abhängig ist, wird die intrinsische Alterung durch eine individuelle genetische Prädisposition und durch den Hormonstatus beeinflusst. Die Haut – Ziel von zahlreichen Hormonen – ist selbst ein aktives peripheres endokrines Organ, das Hormone synthetisiert B L I T Z L I C H T (Abb. 1)1. Die endogene Hautalterung reflektiert dieselben degenerativen Prozesse wie sie auch in anderen Organen beobachtet werden. Die alters- und geschlechtsabhängigen hormonellen Veränderungen verursachen ein vermindertes Proliferationsvermögen, eine reduzierte Synthese der Matrixproteine und einen erhöhten Widerstand gegenüber apoptotischen Signalen, was zur Ausbildung eines spezifischen Phänotyps führt, wie trokkener und dünner Haut, wodurch diese ihre Elastizität einbüßt2. Endokrines in-vitro-Alterungsmodell Um die Rolle der Hormone bei der endogenen Hautalterung besser zu verstehen, haben wir ein in-vitro-Hautmodell entwickelt, das auf definierte Hormonbedingungen reagiert: Das Kulturmedium der humanen Talgdrüsenzelllinie SZ95 wurde mit 17β-Östradiol, Progesteron, Testosteron, DHEA, Wachstumshormon (GH) und IGF-I so substituiert, dass es der normalen Serumkonzentration einer 20beziehungsweise 60-jährigen Frau (f20/f60) oder einem 20- beziehungsweise 60-jährigen Mann (m20/m60) entsprach (Abb. 2). Eine cDNA-Microarray-Expressionsanalyse in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (Dr. James Adjaye, Dr. Ralf Herwig, Prof. Dr. Hans Lehrach) ergab, dass von 15.529 bekannten und neuen Genen 8.163 Gene in den jeweils Hormon-behandelten Sebozyten exprimiert wurden. 899 Gene wiesen eine differentielle Expression in der f20- und f60-Gruppe auf und wurden als potentielle Marker für die hormoninduzierte Hautalterung eingestuft. 399 Gene wurden bei Bedingungen hochreguliert, die die weibliche Serumhormonkonzentration simulierten; bei Bedingungen, welche die männliche Serumhormonkonzentration nachstellten, waren es 298 Gene3. CXCL-1 – ein potentielles Targetgen für RNA-Interferenz Abb. 1: Hormonsynthese in humaner Haut. ACTH = Adrenocortikotropes Hormon; -MSH = -Melanozyten stimulierendes Hormon; CRH = Corticotropin releasing Hormon; Vit. D = Vitamin D; atRA = All-trans Retinsäure; IGF-I = Insulin-like growth factor I; IGFBP-3 = Insulin-like growth factor Bindungsprotein-31. 14 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Zu unseren potentiellen Zielgenen, deren Expression in Korrelation zum Alter hochreguliert war, gehören unter anderem Gene, welche in inflammatorische Signalkaskaden involviert sind. Ein Gen, das bei der hormoninduzierten Alterung besonders stark hochreguliert wird – und zwar nicht nur in der Haut, sondern auch in anderen Organen wie etwa Niere, Milz, Plazenta und im Rückenmark von alten Menschen –, ist das CXCL1-Gen. CXCL1 (GRO-α) ist ein Chemokin, das eine wesentliche Rolle bei der Entzündung, der Tumorentstehung und der Angiogenese spielt und wurde daher von uns als Kandidat für die Funktionsüberprüfung durch ‚Gene Silencing‘ ausgewählt. LABORWELT Wherever your discovery takes you, PerkinElmer will help you get there. © 2006 PerkinElmer, Inc. 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Die sogenannten AtuPLEX®-Formulierungen, basierend auf proprietären kationischen Lipiden und neutralen Helferlipiden, wurden für eine systemische Applikation in vivo etabliert. Durch die Bildung eines siRNA-Lipoplexes, bestehend aus positiv geladenen Liposomen und der negativ geladenen siRNA, wird eine effektive siRNA-Aufnahme in die Zellen erreicht. Bei den siRNA-Molekülen (AtuRNAi®) handelt es sich um doppelsträngige RNA-Oligonukleotide mit stumpfen Enden, stabilisiert mit 2’-O-Methyl-Modifikationen wechselseitig an beiden RNA-Strängen6,7. Die effiziente Aufnahme der CXCL1-siRNA in die humanen Talgdrüsenzellen wurde mittels einer Cy3-markierten siRNA fluoreszenzmikroskopisch gezeigt (Abb. 3). Durch die Auswahl geeigneter AtuPLEX®-Formulierungen wurde nach einer Endozytose/ endosomal-vermittelten Inkorporation eine effiziente zelluläre Aufnahme der siRNAs in das Zytoplasma der Zellen erreicht, dem Ort des siRNA-vermittelten mRNA-Abbaus. Im Zuge von RNA-Interferenz-Experimenten sind verschiedene Kontrollen nötig, um den Einfluss des Transfektionsvehikels aus- zuschließen und um die sequenzspezifische Inhibierung durch die siRNA-Sequenzen nachzuweisen. Daher wurde die stabile Expression von zwei Haushaltsgenen in den transient transfizierten Zellen mittels quantitativer real-time-PCR nachgewiesen. Für die relative Quantifizierung des „knock-downs“ auf RNA-Ebene wurden Glucose-6-PhosphatDehydrogenase (G6PDH)-“house-keeping“ Standards gegen CXCL1-Verdünnungsserien ins Verhältnis gesetzt. Nach einer Transfektionszeit von 12 Stunden und einer Erholungsphase von sieben Stunden war die CXCL1-Expression um 75,0±3,0% reduziert. Die Hautzellen sezenieren mehr als 90% des Chemokins in ihren Kulturüberstand, daher wurde der Proteingehalt mittels ELISA ermittelt. Die effektivste siRNA-Sequenz erzielte eine Hemmung von 70,0±2,8% (verglichen mit negativen Kontrollen, scrambled siRNAMoleküle, native und nur mit AtuPLEX behandelte SZ95-Sebozyten) auf Proteinebene, während die weniger wirksamen Sequenzen eine Reduktion von immerhin 30% bis 40% erreichten. Diese Hemmung ist von vorübergehender Natur. Das heißt, nach 16 bis 20 Stunden verliert die transiente Transfektion der Sebozyten ihre Wirkung, und eine erneute siRNA-Behandlung wird erforderlich. Wir konnten zeigen, dass transiente Transfektionen von epithelialen Hautzellen (Sebozyten und Keratinozyten) mit siRNA-Molekülen erfolgreich und biologisch relevant sind. Es ließen sich Korrelationen zwischen einer gehemmten CXCL1-Expression und einem verminderten Niveau des Angiogenesemarkers VEGF sowie den mit Entzündungsprozessen in Verbindung stehenden Interleukinen IL6 sowie IL8 nachweisen. Literatur [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] Zouboulis, C.C., Horm Res 54 (2000), 230-242. Makrantonaki, E., Zouboulis, C.C., Dermatology. 214 (2007), 352-360. Makrantonaki, E., Adjaye, J., Herwig, R., Brink, T.C., Groth, D., Hultschig, C., Lehrach, H., Zouboulis, C.C., Aging Cell. 4 (2006), 331-344. Fimmel, S., Saborowski, A., Orfanos, C.E., Zouboulis, C.C., Horm Res. 54 (2000), 306-311. Fimmel, S., Saborowski, A., Térouanne, B., Sultan, C., Zouboulis, C.C., Horm Metab Res. 39 (2007),149-156. Czauderna, F., Fechtner, M., Dames, S., Aygün, H., Klippel, A., Pronk, G., Giese, K., Kaufmann, J., Nucleic Acids Res. 31 (2003), 2705-2716. Santel, A., Aleku, M., Keil, O., Endruschat, J., Esche, V., Fisch, G., Dames, S., Löffler, K., Fechtner, M., Arnold, W., Giese, K., Klippel, A., Kaufmann, J., Gene Ther. 16 (2006), 1222-1234. Korrespondenzadresse Abb. 3: Effizienzüberprüfung durch Fluoreszenzmikroskopie. AtuPLEX®-vermittelte Aufnahme von Cy3-markierter siRNA in das Zytoplasma der SZ95-Sebozyten 16 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Dr. Sabine Fimmel Laboratorium für Biogerontologie, Dermato-Pharmakologie und Dermato-Endokrinologie Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie – Campus Benjamin Franklin Charité-Universitätsmedizin Berlin Garystr. 5, 14195 Berlin Tel.: +49-(0)30-8445-2765 Fax: +49-(0)30-8445-1762 eMail: sabine.fi[email protected] LABORWELT B L I T Z L I C H T Transfektion HotStart_Euro_60x260_Ad 6/20/07 12:43 PM Mehrschalige CalciumphosphatNanopartikel als biokompatible Träger für Nukleinsäuren Anna Kovtun1, Viktoriya Sokolova1, Rolf Heumann2, und Matthias Epple1, 1 Institut für Anorganische Chemie, Universität Duisburg-Essen, Essen 2 Molekulare Neurobiochemie, Ruhr-Universität Bochum, Bochum HotStart-IT.™ Less Heat. No DNA Damage. We couldn’t be more specific. Calciumphosphat-Nanopartikel können durch Umhüllung mit Nukleinsäuren (DNA, siRNA, Oligonukleotide) in kolloidaler Form stabilisiert werden und zur Transfektion von Zellen eingesetzt werden. Durch den Einschluss der Nukleinsäuren in die Nanopartikel können diese vor dem intrazellulären Abbau geschützt werden, wodurch die Transfektionseffizienz erheblich gesteigert werden kann. Die Transfektionslösungen sind lagerfähig und verlieren ihre Fähigkeit zur Transfektion nicht. Der besondere Vorteil der Methode liegt in der hohen Biokompatibilität des Calciumphosphats. Das Einbringen von Nukleinsäuren in lebende Zellen wird sowohl zur Induktion der Produktion von Proteinen als auch zur Abschaltung der Produktion von Proteinen eingesetzt. Im ersten Fall wird DNA eingesetzt, die nach dem Einschleusen in den Zellkern die Produktion der entsprechenden Proteine codiert. Im zweiten Fall führt das Einbringen von small interfering RNA (siRNA) in das Zytoplasma zur selektiven, postranskriptionalen Inhibition der Proteinexpression. Ein möglicher klinischer Einsatz wird in der Gentherapie gesehen, das heißt der Behandlung genetisch bedingter Krankheiten1. Da Nukleinsäuren allein kaum zum Eindringen in Zellen befähigt sind und durch Nukleasen schnell abgebaut werden, bedarf es geeigneter Träger, um eine effiziente Transfektion zu erreichen. Dafür stehen insbesondere modifizierte Viren (virale Transfektion=Transduktion), kationische und liposomale Transfektionsagenzien und anorganische Nanopartikel zur Verfügung. Aufgrund erheblicher Bedenken bei der viralen Transfektion hinsichtlich der möglichen Rekombination, der Immunogenität und Carcinogenität 2 sowie aufgrund der toxischen Eigenschaften kationischer und liposomaler Transfektionsagenzien3-5 gewinnen anorganische Nanopartikel zunehmend an Bedeutung, auch wenn ihre Effizienz im Allgemeinen geringer ist als die viraler Transfektionsagenzien. USB’s novel hot start PCR method requires no extensive heat denaturation step. The result is no damage to precious samples with increased specificity and yield. HotStart-IT TM Taq DNA Polymerase • Unique protein binds primers to prevent mispriming • Primers are released during heat denaturation Benefits High Sensitivity • Detects <10 target copies • Linear dynamic range of 7–8 orders of magnitude, R2 ≥ 0.95 Ease of Use • Multiple instrument compatibility Now in Europe LABORWELT T: +49 (0)76 33-933 40 0 F: +49 (0)76 33-933 40 20 www.usbweb.de [email protected] Kennziffer 18 LW 04 · www.biocom.de Abb. 1: Verfahren zur Herstellung von Calciumphosphat-Nanopartikeln, die mit Nukleinsäuren umhüllt werden. Lösungen von Calcium- und Phosphatsalzen werden in ein gerührtes Gefäß gepumpt, wodurch ein Niederschlag von nanopartikulärem Calciumphosphat entsteht. Nach wenigen Sekunden wird die entstandene Dispersion der Calciumphosphat-Nanopartikel mit einer Pipette entnommen und in einem zweiten Gefäß schnell mit einer Lösung von Nukleinsäuren gemischt. Es entsteht eine stabile kolloidale Dispersion von Nukleinsäure-umhüllten Calciumphosphat-Nanopartikeln. USB Europe GmbH Hauptstrasse 1 79219 Staufen Germany 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 17 ������������������������������������������ ���� ���������� ��� �������������� ���� ������������� ��� � � �� � � � � � � �� � � � Abb. 2: Rasterelektronenmikroskopische Darstellung von Nukleinsäure-CalciumphosphatNanopartikeln. Durch den Trocknungsvorgang sind die einzelnen Partikel aggregiert. Der Durchmesser der einzelnen Partikel beträgt rund 100 nm. ������ ������ �������������������������������� ����������������������������������� ������������������������������������� ����������������������������������� ������������������������������������� ��������������������������������� ����������������������������������� ��������������������������������� ������������������������������������� ����������������������������������� ��������������������������������� ������������������������������� ������� ����������������������������������� ��������� ���������������������� ���������������������� ������������� ����������������� ������������������������ ����������������������� 18 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Calciumphosphat ist als anorganischer Bestandteil von menschlichem Hartgewebe (wie etwa der Knochen und Zähne) von grundsätzlich hoher Biokompatibilität 6 . Die gute Wechselwirkung der Calciumphosphat-Oberfläche mit Nukleinsäuren – vermutlich vermittelt über die PhosphatGruppen der Nukleinsäuren – wurde 1973 in der klassischen Calciumphosphat-Transfektionsmethode nach Graham und van der Eb umgesetzt7. Diese ist zwar einfach, führt aber nur zu geringen Transfektionseffizienzen. Weiterhin sind die hergestellten Transfektionsdispersionen nicht lagerfähig, da die in-situ gefällten CalciumphosphatDNA-Aggregate einer zeitlichen Veränderung unterliegen. Besser geeignet sind gezielt hergestellte Calciumphosphat-DNAAggregate, deren Struktur und Eigenschaften besser definiert sind8. Durch ein geeignetes Fällungsverfahren gelang uns die Umhüllung von Calciumphosphat-Nanopartikeln mit Nukleinsäuren und die Herstellung stabiler kolloidaler Dispersionen (Abb. 1). Diese sind für die Transfektion einsetzbar und behalten ihre Transfektionseffizienz auch nach mehrwöchiger Lagerung9. Dies konnte sowohl für DNA9 als auch für siRNA10 gezeigt werden. Es entstehen annähernd kugelförmige Partikel mit einem Durchmesser von etwa 100 nm (Abb. 2). Nachteilig für die Transfektion mit derartigen Partikeln, die aus einem Kern aus Calciumphosphat und einer Hülle aus Nukleinsäuren bestehen, welche die Aggregation der Nanopartikel durch die negative Ladung der Nukleinsäure-Hülle verhindert, ist die gute Zugänglichkeit der Nukleinsäuren durch RNA- beziehungsweise DNA-abbauende Enzyme in der Zelle. Dadurch erreicht nur ein kleiner Teil der Nukleinsäuren in intakter Form seinen Wirkungsort in der Zelle, zum Beispiel den Zellkern11. Eine erhebliche Erhöhung der Transfektionseffizienz gelang uns durch den Einschluss der Nukleinsäuren in die anorganischen Nanopartikel. Dazu wurde eine weitere Hülle aus Calciumphosphat aufgebracht, auf die eine dritte Schale von Nukleinsäuren zur kolloidalen Stabilisierung aufgebracht wurde9,10 (Abb. 3). Sowohl die Transfektion mit cEGFP-DNA an T-HUVEC-Zellen als auch das Gene Silencing mit siRNA an EGFPproduzierenden HeLa-Zellen zeigten die Vorteile dieses Konzeptes (Abb. 4, 5). Die hier vorgestellten mehrschaligen Nanopartikel aus Calciumphosphat und Nukleinsäuren zeichnen sich insbesondere durch eine hohe Biokompatibilität aus. Vitalitätstests an den verwendeten Zellsystemen ergaben keine adversen Reaktionen; gleichwohl ist ein Anstieg der intrazellulären Konzentration an Calcium zu vermeiden, da dies zu Schädigungen der Zellen führen kann. Aus der Abwesenheit einer negativen Wirkung der Calciumphosphat-Nanopartikel schließen wir, dass das eingebrachte Calcium entweder in partikulärer oder in gelöster Form effektiv und schnell aus der Zelle entfernt wird. Abb. 3: Schematische Darstellung mehrschaliger Calciumphosphat-Nanopartikel, in denen die Nukleinsäuren vor dem Abbau durch Nukleasen geschützt werden9. LABORWELT �������� ��������� ������������� �������������� ������ ������ ���� ��������������������������������������� ������ ������ ���� �������� ��������� ����� �� ������ ���������������� ������� � � ���������� ��� ���� � ��������� �� �� ���� �� ���� �� ��� �� �� � �������������� ��� ���� � ���� ����� ���� �������� � � � � ���� �� ���� � �������������� � �� ��� �� ������������ ������� ��� ����� ��� �������� ������ �� ������ �������������� Abb. 4: Effizienz der Abschaltung der Bildung von Enhanced Green Fluorescent Protein (EGFP) in HeLa-Zellen (gene silencing). Mehrschalige Calciumphosphat-Nanopartikel sind hier besonders wirksam10. Die obere Kante des grünen Balkens entspricht der gemessenen Effizienz, der blaue Balken gibt die dazugehörige Standardabweichung in positiver Richtung wieder. In dem hier vorgestellten Konzept wurden die gleichen Nukleinsäuren für die Transfektion (im Innern des Nanopartikels) und für die kolloidale Stabilisierung (auf der Oberfläche des Nanopartikels) verwendet. Grundsätzlich sollte es hier möglich sein, unterschiedliche Nukleinsäuren einzusetzen, das heißt an der Oberfläche des Partikels stabilisierende und möglicherweise auch dirigierende Agenzien, und im Innern des Partikels die in die Zelle einzuschleusenden Nukleinsäuren. Eine kolloidale Stabilisierung ist dabei auch mit geeigneten Polymeren möglich12. Literatur [1] [2] [3] [4] Racz, Z., Hamar, P., Curr. Med. Chem. 13 (2006), 2299-2307. Schatzlein, A. G., Anticancer Drugs 12 (2001), 275-304. Kircheis, R., Wightman, L., Wagner, E., Adv. Drug. Deliv. Rev. 53 (2001), 341-358. Anderson, D. G., Lynn, D. M., Langer, R., Angew. Chem. 115 (2003), 3261-3266. [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] Lv, H. T., Zhang, S. B., Wang, B., Cui, S. H., Yan, J., J. Controlled Release 114 (2006), 100-109. Dorozhkin, S. V., Epple, M., Angew. Chem. 114 (2002), 3260-3277. Graham, F. L., van der Eb, A. J., Virology 52 (1973), 456-467. Maitra, A., Expert Rev. Mol. Diagn. 5 (2005), 893-905. Sokolova, V. V., Radtke, I., Heumann, R., Epple, M., Biomaterials 27 (2006), 3147-3153. Sokolova, V., Kovtun, A., Prymak, O., Meyer-Zaika, W., Kubareva, E. A., Romanova, E. A., Oretskaya, T. S., Heumann, R., Epple, M., J. Mater. Chem. 17 (2007), 721-727. Orrantia, E., Chang, P. L., Exp. Cell. Res. 190 (1990), 170-174. Urch, H., Franzka, S., Dahlhaus, D., Hartmann, N., Hasselbrink, E., Epple, M., J. Mater. Chem. 16 (2006), 1798-1802. Korrespondenzadresse Prof. Dr. Matthias Epple Institut für Anorganische Chemie Universität Duisburg-Essen Universitätsstraße 5-7, 45117 Essen Tel./Fax: +49-(0)201-183-2413/-183-2621 eMail: [email protected] ������ � ������� �������������� ������ ������ ����������������������������������� ���������������������������������� ��������������������������������� ������������������������������ ������������������������������� �������������������������������� ����������������������������� ��������������������������������� ������������������������������� �������������������������������� ��������������������������������� ���������������������������������� ������������������������������������ �������������������������������� �������������������������������� ��������������������������������� ���������������������������������� �������������������������������� ������������������������������ ��������������������������������� ���������� ��������������������� �������������� ����������������������������� ������� ��������������������������������� ��������� ���������������������� ���������������������� ������������� ����������������� ������������������������ ����������������������� Abb. 5: HeLa-Zellen, die durch vorhergehende genetische Manipulation permanent das Enhanced Green Fluorescent Protein synthetisieren und dadurch fast alle grün fluoreszieren, vor (links) und nach (rechts) der Transfektion mit dreischaligen Calciumphosphat-siRNA-Nanopartikeln. Das Einbringen von siRNA führt zum selektiven Abschalten der grünen Fluoreszenz. LABORWELT 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 21 B L I T Z L I C H T Überwindung der Chemotherapie-Resistenz humaner Tumoren Prof. Dr. Dr. Hermann Lage, Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte, Institut für Pathologie Obwohl in den letzten Jahren die RNA-Interferenz (RNAi)-Technologie Einzug in viele biomedizinische Laboratorien gehalten hat, ist die Strategie der gezielten Inhibition der Expression eines bestimmten Gens mit Hilfe von RNA-Molekülen nicht neu. So wurden in der „Prä-RNAi-Ära“ auf RNA-Molekülen basierende Antisense-Konstrukte, Ribozyme oder Aptamere vielfältig entwickelt und detailliert untersucht. Ähnlich wie bei der RNAi-Technik zielt auch die Nutzung dieser RNATechnologien auf die zellbasierte Funktionsanalyse und die Entwicklung neuer therapeutischer Applikationen ab. Ein wichtiges klinisches Problem, bei dessen Bearbeitung RNA-Technologien eingesetzt wurden, stellt die Resistenz von Tumoren gegenüber Chemotherapeutika dar. Derartige Resistenzen sind ein wesentlicher Hinderungsgrund für eine erfolgreiche Behandlung von Tumorpatienten. Auf RNA-Technologien basierende Ansätze helfen dabei, sowohl Chemoresistenz-assoziierte zelluläre Faktoren zu inhibieren und damit eine Chemotherapie-Resistenz zu durchbrechen als auch die Funktion potentieller neuer Resistenzfaktoren zu charakterisieren. Bei rund der Hälfte aller malignen Erkrankungen sprechen die Tumoren aufgrund einer intrinsischen Resistenz nicht auf eine zytotoxische Chemotherapie an. Bei den Tumoren, die sich chemotherapeutisch behandeln lassen, entwickelt ein gutes Drittel im Therapieverlauf eine sekundäre Resistenz, die oft gleichzeitig gegen mehrere Substanzklassen mit unterschiedlicher chemischer Struktur und Wirkungsweise gerichtet ist – ein Phänomen, das als Multidrug-Resistenz (MDR) bezeichnet wird1. Der heute am besten untersuchte MDRPhänotyp wurde bereits Ende der 1960er Jahre beschrieben und lässt sich auf die Aktivität des plasmamembranständigen ABC-Transporters MDR1/P-Glykoprotein (MDR1/P-gp) zurückführen. Die Tumorzelle kann sich mittels dieses ATP- abhängigen Pumpproteins – oder auch anderer ABC-Transporter – durch den gezielten Auswärtstransport von Zytostatika der sie schädigenden Substanzen entledigen. RNA-basierte Anti-MDR-Strategien Um Chemoresistenzen zu überwinden, ist eine Vielzahl niedermolekularer pharmakologisch aktiver Inhibitoren von ABC-Transportern entwickelt worden, die aus unterschiedlichsten Gründen in der Klinik bisher keine Verbesserung der Therapie bewirken konnten. Neben diesem „klassischen“ Ansatz wurden auch auf RNA-Technologien basierende Strategien verfolgt, um ABC-Transporter in ihrer Aktivität zu beeinflussen und damit Tumorzellen einer zytostatischen Therapie zugänglich zu machen. So wurden bereits seit Beginn der 1990er Jahre 22 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 in einer Vielzahl von Studien auf RNA-Molekülen basierende Ribozyme (Abb. 1A) erfolgreich in verschiedenen in-vitro-Modellen zur Inhibition von MDR1/P-gp eingesetzt. Studien mit auf RNA basierenden Antisense-Oligonukleotiden oder Aptameren liegen nicht vor. Entsprechend dem zentralen Problem aller auf Gentherapie basierender Strategien – also dem Problem der Applikation („Delivery“) – gibt es nur eine Studie, in der ein RNA-Konstrukt, das heißt ein von einem Adenovirus synthetisiertes Ribozym, zur MDR1/P-Gp-Inhibition in einem in-vivo-Modell erfolgreich eingesetzt wurde2. Eine Weiterentwicklung dieser „klassischen“ Ribozym-Strategie ist die Entwicklung von „Multitarget-Multiribozymen“ (MTMR)3 (Abb. 1E). Bei diesem Ansatz werden mehrere bereits vorher detailliert charakterisierte Ribozyme miteinander kombiniert, die gegen die Transkripte unterschiedlicher ABCTransporter gerichtet sind. Diese einzelnen, in trans schneidenden Ribozyme sind mit einer bekannten „Linker“-Sequenz miteinander verbunden. Über ebenfalls in dem Konstrukt vorhandene in cis schneidende Ribozyme, die gegen die „Linker“-Sequenzen gerichtet sind, können die „therapeutischen“, in trans schneidenden Ribozyme in einem autokatalytischen Prozess freigesetzt werden. Seit Einführung der RNA-Interferenz (RNAi)Technologie in die biomedizinische Forschung am Anfang des Jahrzehnts ist diese ebenfalls in einer Vielzahl unterschiedlicher Studien zur Überwindung von MDR eingesetzt worden4. Erste in vitro-Untersuchungen mit siRNAs und shRNA-kodierender Plasmid-DNA (Abb. 1B-1D) konnten überzeugend die Inhibition der Expression unterschiedlicher, ABC-Transporter-spezifischer mRNAs in verschiedenen Tumorzellmodellen zeigen5-8. „Multitarget“-Strategien unter Einsatz verschiedener RNAi vermittelnder RNA-Konstrukte – auch in der Kombination mit „klassischen“ Ribozymen – befinden sich in der Entwicklung (Abb. 1F). Die entscheidende Hürde für einen erfolgreichen in-vivo-Einsatz der RNAi-Strategie stellt wiederum das ungelöste Problem der Applikation dar. Bisher konnte lediglich in einer einzigen Untersuchung überzeugend eine Strategie zur in-vivo-Applikation von anti-ABC-Transporter shRNA kodierender DNA aufgezeigt werden9 . In dieser Studie wurde shRNA kodierende Plasmid-DNA mittels Luftdruck direkt in den chemoresistenten Tumor injiziert („Jet Injection“). Das shRNA-vermittelte RNAiPhänomen bewirkte im Vergleich zu chemosensiblen Vergleichstumoren eine vollständige Sensitivierung des chemoresistenten Tumors gegenüber einer Behandlung mit Chemotherapeutika. Der Nachteil dieser hocheffektiven Technik liegt darin, dass sie sich ausschließlich zur Behandlung solider und „chirurgisch“ zugänglicher Tumore eignet. Zur systemischen Behandlung disseminierter chemoresistenter Tumoren müssen daher alternative Strategien verfolgt werden. Zum einen wird daher die Applikation systemisch einsetzbarer, chemisch stabilisierter siRNAs untersucht; zum anderen werden virale Vektoren, zum Beispiel Adenoviren, entwickelt, die shRNAs gegen ABC-Transporter exprimieren10. RNA-basierte Funktionsuntersuchungen Durch Einsatz unterschiedlicher „-omics“Technologien, zum Beispiel von „whole genome“-Genexpressionsanalysen mittels DNA-Chips, wurden in den letzten Jahren verschiedene neue potentielle Resistenzfaktoren identifiziert. Da oft keine spezifischen niedermolekularen Inhibitoren für diese neu identifizierten Faktoren vorliegen, bieten sich unterschiedliche, auf RNA-Technologie basierende Strategien an, diese Faktoren gezielt zu inhibieren und damit deren Beteiligung an einem Resistenzphänotyp nachzuweisen. Sowohl der Einsatz von Ribozymen11,12 als auch die Nutzung RNAi-basierter Methoden13 konnten dabei die biologische Bedeutung neuer Faktoren für einen definierten Resistenzphänotyp näher charakterisieren. Schlussfolgerung und Ausblick Unterschiedliche, auf RNA-Technologie basierte Strategien konnten in den letzten Jahren eindrucksvoll ihr Potential zur Überwindung eines MDR-Phänotyps von Tumoren unter Beweis stellen. Zentrale Herausforderung für zu- Kennziffer 19 LW 04 · www.biocom.de RNA-Technologien LABORWELT B L I T Z L I C H T A E B C F D Abb. 1: Schematische Darstellung unterschiedlicher RNA-Konstrukte zur Inhibition der Expression von ABC-Transporter-spezifischen mRNAs. A. Ribozym: ein kleines RNA-Molekül, das neben einer konservierten katalytischen Sequenz jeweils zwei variable, flankierende Sequenzen aufweist, die homolog zu einer definierten Ribozymschnittstelle auf einem spezifischen RNA-Molekül sind. B. siRNA: „small interfering“ RNA, die den intrazellulären RNA-Interferenz (RNAi)-Signalweg aktiviert. C. shRNA-Expressionsvektor: hinter einem RNA-Polymerase III-abhängigen Promoter (P) sind die über eine „Loop“-Struktur miteinander verknüpften Sequenzen eines Sense- (blau) und eines Antisense-Stranges (rot) lokalisiert. Am 3’-Ende des Antisense-Stranges befindet sich ein RNA-Polymerase III-spezifisches Terminationssignal (T5), welches aus fünf aufeinanderfolgenden Thymidinresten besteht. Die RNA-Polymerase III-abhängig synthetisierte shRNA (short hairpin RNA) wird intrazellulär über den Dicer-Komplex durch Entfernung der „Loop“-Struktur in die entsprechende siRNA prozessiert. D. ssRNA Expressionsvektor: jeweils ein Sense- (blau) und ein Antisense-Strang (rot), die einer siRNA entsprechen, werden unabhängig voneinander über jeweils einen separaten RNA-Polymerase III-abhängigen Promoter (P) synthetisiert. Der Transkriptionsstopp erfolgt an jeweils einem Terminationssignal (T5). Sense- (blau) und Antisense-Strang (rot) hybridisieren intrazellulär zu der entsprechenden siRNA. E. Multitarget-Multiribozym (MTMR): in diesem Konstrukt sind mehrere, gegen unterschiedliche ABC-Transporter (hier gegen MDR1/P-gp, BCRP, MRP2) gerichtete Ribozyme (rot) über MDR1/P-gp-spezifische „Linker“-Sequenzen (grün) miteinander verbunden, die die spezifische Ribozymschnittstelle aufweisen. Eine autokatalytische Spaltung in cis setzt die einzelnen Ribozyme intrazellulär frei. Die Ribozyme können daraufhin ihre spezifische „Target“ mRNA (schwarz) in trans spalten. F. Multitarget-Multi-siRNA/ Ribozym (MTMsiR): dieses Konstrukt besteht aus abwechselnd aufeinander folgenden Ribozymen (schwarz) und mehreren siRNA-spezifischen Sense- (blau) und Antisense-Strängen (rot), die jeweils über „Linker“-Sequenzen (grün) mit der entsprechenden Ribozymschnittstelle, miteinander verbunden sind. Eine autokatalytische Spaltung in cis setzt die einzelnen siRNA Einzelstränge frei, die intrazellulär zu der entsprechenden siRNA hybridisieren können. künftige Entwicklungen stellt dabei die Art der Applikation dar. Eine besonders interessante Strategie zur Applikation therapeutischer RNAs ist die mögliche Nutzung neuartiger „onkolytischer“ Adenoviren – das heißt Viren, die spezifisch in Tumorzellen replizieren und diese dadurch lysieren. So wurde ein „onkolytisches“ Adenovirus beschrieben, das ausschließlich in chemoresistenten Tumorzellen repliziert14,15. Ein derartiges „onkolytisches“ Virus, das shRNAs gegen unterschiedliche ABC-Transporter exprimiert, sollte in Verbindung mit einer konventionellen zytotoxischen Chemotherapie eine scharfe Waffe gegenüber einem chemoresistenten Tumor darstellen. 24 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Literatur [13] [1] [2] [14] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] Gottesman MM, Fojo T, Bates SE., Nat. Rev. Cancer 2 (2002), 48-58. Xu D, Wang F, Ohnuma T, Jin L., Zhonghua Zhong Liu Za Zhi 24 (2002), 529532. Kowalski P, Surowiak P, Lage H., Mol. Ther. 11 (2005), 508-522. Lage H., Curr. Drug Targets 7 (2006), 813-821. Nieth C, Priebsch A, Stege A, Lage H.., FEBS Lett. 545 (2003), 144-150. Stege A, Priebsch A, Nieth C, Lage, H., Cancer Gene Ther. 11 (2004), 699-706. Materna V, Stege A, Surowiak P, Priebsch A, Lage H., Biochem. Biophys. Res. Comm. 348 (2006), 153-157. Priebsch A, Rompe F, Tönnies H, Kowalski P, Surowiak P, Stege A, Materna V, Lage H., Oligonucleotides 16 (2006), 263-274. Stein U, Walther W, Stege A, Kaszubiak A, Fichtner I, Lage H., Mol. Ther. (2007), in press Kaszubiak A, Holm PS, Lage H., Int. J. Oncol. 31 (2007), 419-430. Wichert A, Stege A, Midorikawa Y, Holm PS, Lage H., Oncogene 23 (2004), 945-955. Materna V, Liedert B, Thomale J, Lage H., Int. J. Cancer 115 (2005), 393-402. [15] Kaszubiak A, Kupstat A, Müller U, Hausmann R, Holm PS, Lage H., Biochem. Biophys. Res. Comm., 357 (2007), 295-301. Holm PS, Lage H, Bergmann S, Jürchott K, Glockzin G, Bernshausen A, Mantwill K, Ladhoff A, Wichert A, Mymryk JS, Ritter T, Dietel. M, Gänsbacher B, Royer HD., Cancer Res. 64 (2004), 322-328. Mantwill K, Köhler-Vargas N, Bernshausen A, Bieler A, Lage H, Kaszubiak A, Surowiak P, Dravits T, Treiber U, Hartung R, Gänsbacher B, Holm PS., Cancer Res. 66 (2006), 7195-7202. Korrespondenzadresse Prof. Dr. Dr. Hermann Lage Charité – Universitätsmedizin Berlin Campus Mitte - Institut für Pathologie Charitéplatz 1, 10117 Berlin Tel./Fax: +49-30-45053-5045/45053-6900 eMail: [email protected] LABORWELT siRNA-Screening Validierung infektionsrelevanter Schlüsselgene mit RNAi Dr. Volker Patzel, MBA, und Prof. Dr. Stefan H.E. Kaufmann; Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Abteilung für Immunologie, Berlin Zahlreiche angeborene und erworbene Krankheiten – so auch virale und bakterielle Infektionen – sind kausal auf die Expression defekter oder unerwünschter, krankmachender Gene zurückzuführen. Die Sequenzierung des Humangenoms sowie des Erbgutes zahlreicher Pathogene haben Wissenschaftlern den Zugriff auf tausende Gene unbekannter Funktion eröffnet, unter denen zahlreiche infektionsrelevante Gene vermutet werden. Zur Funktionsbestimmung (Funktionsvalidierung) können unbekannte Gene durch Mutation inaktiviert werden, um anschließend aus den Folgen des Funktionsverlustes und den resultierenden Phänotypen Rückschlüsse auf die ursprüngliche Genfunktion zu ziehen. Alternativ zu dieser aufwendigen Knockout-Technik können Gene auch temporär, dafür aber schnell und parallelisierbar, mit Hilfe kleiner interferierender RNAs (engl.: small interfering RNAs; siRNAs) gehemmt werden. Dieser als RNA-Interferenz bezeichnete Mechanismus existiert nur in eukaryotischen Zellen und kann daher ausschließlich zur Validierung von Wirtsgenen eingesetzt werden. Um auch die Validierung bakterieller Gene effizienter zu gestalten, haben wir eine zum Patent angemeldete Methode entwickelt, mit Hilfe von siRNAs auch prokaryotische Gene abzuschalten. Derzeit etablieren wir eine siRNA-basierte Plattform zur Funktionsvalidierung eukaryotischer und prokaryotischer Gene, die bei bakteriellen Infektionen eine Schlüsselrolle spielen. Diese repräsentieren vielversprechende Zielstrukturen (Targets) für neue diagnostische und therapeutische Ansätze in der Infektionsforschung. werden bei mikrobiellen Infektionen Genprodukte sowohl des infektiösen Pathogens als auch des infizierten Wirts exprimiert. Die Genome des Menschen und zahlreicher humanpathogener Erreger sind seit einigen Jahren sequenziert, und in der Identifizierung neuer infektionsrelevanter Gene liegt ein wesentlicher Schlüssel zu neuen therapeutischen Ansätzen und Wirkstoffen. Makroorganismen einschließlich des Menschen haben mit ihren Immunsystemen komplexe molekulare und zelluläre Systeme entwickelt, um sich gegen die permanenten Angriffe unterschiedlichster Mikroorganismen zu behaupten. Im Gegenzug haben Mikroorganismen wie zum Beispiel Bakterien oder Viren trickreiche Strategien hervorgebracht, um der Wirtsabwehr zu entkommen oder entgegenzutreten und so den eigenen Fortbestand unter Missbrauch des infizierten Makroorganismus zu sichern. Entsprechend Abb. 1: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Mycobacterium tuberculosis (blau coloriert) während der Infektion eines humanen Makrophagen (gelb coloriert) LABORWELT Bei der Analyse infektionsrelevanter Genfunktionen spielen die Techniken der reversen Genetik, also die Ermittlung der Genfunktion auf Basis der Kenntnis der Gensequenz, eine entscheidende Rolle. Bei der Mutagenese werden die zu untersuchenden Gene im Wirt (Zellkultur- oder Tiermodell) oder Pathogen ganz oder teilweise eliminiert. Der resultierende Funktionsverlust gibt anschließend Aufschluss über die Rolle des mutierten Gens bei der Infektion und während des Infektionsverlaufs. Als Alternative zu diesen zeit- und kostenaufwendigen Gen-Knockout-Studien lassen sich Gene im Hochdurchsatzverfahren partiell auch mit inhibitorischen Nukleinsäuren abschalten (Knock-down). Bei diesen inhibitorischen RNAs handelt es sich um Antisense-Nukleinsäuren oder siRNAs, welche die Kennziffer 20 LW 04 · www.biocom.de Bleiben Sie in der mi RNA -Forschung ganz vorne Tägliche Aktualisierung der Array-Inhalte Nutzen Sie Ready-to-Go Arrays oder definieren Sie Ihren eigenen Array-Inhalt Capture-Probes für jede miRNA für jede Spezies Erhalten Sie verlässliche Daten Hochempfindliche und parallele On-Chip-Analyse NEU! D E R GENIOM RT A NALYZER Bewährte Geniom Technologie für die Analyse von Geniom Ready-to-Go Biochips Unterstützen Sie Ihre miRNA-Forschung mit Genioms tagesaktuellen Sequenzen und seiner hohen Präzision! Foto: Dr. Volker Brinkmann (Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Validierung unbekannter Genfunktionen Die ganze Welt der miRNA auf einem Chip B I T T E K O N TA K T I E R E N S I E U N S ! febit biotech gmbh · [email protected] · www.febit.de · www.geniom.com 8. Jahrgang | Nr. 2/2007 | 25 N E T Z W E R K Translation durch Bindung an die Boten-RNA transient inhibieren. Während Antisense-Nukleinsäuren die Translation durch Anlagerung an die mRNA stöchiometrisch blockieren, nutzen siRNAs einen noch effektiveren zellulären Mechanismus, welcher zur katalytischen Zerstörung mehrerer mRNA-Moleküle durch ein einziges siRNA-Molekül führt. Dieser als RNA-Interferenz bezeichnete Mechanismus existiert nur in eukaryotischen Zellen. Den Tuberkulose-Erreger im Visier In der Abteilung für Immunologie des Berliner Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie wird die RNA-Interferenztechnologie zur Validierung infektionsrelevanter Gene eingesetzt. Insbesondere Infektionen, die durch schwer zugängliche intrazelluläre Erreger wie Mycobacterium tuberculosis (MTB) verursacht werden, stehen im Fokus des Interesses (Abb. 1). Weltweit ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung mit diesem Erreger infiziert und für annähernd 10% dieser Menschen besteht das Risiko, im Verlauf ihres Lebens an Tuberkulose zu erkranken. Eine besondere Problematik besteht, nicht zuletzt auch im Zuge der Globalisierung, in der zunehmenden Ausbreitung schwer oder gar nicht therapierbarer multiresistenter Erreger des MTB-Komplexes. Diese Erreger werden auch als hypervirulente Stämme bezeichnet. In aufwendigen Transkriptom- und Proteomanalysen wurden globale Expressionsmuster infizierter und naiver Mäuse sowie humaner Zellen als auch Patientenmaterial verglichen. Dabei wurden sowohl auf Seiten des Wirtsorganismus als auch auf Seiten des Erregers zahlreiche Gene identifiziert, welchen potentiell eine Schlüsselrolle im Zusammenhang mit Infektion und Infektabwehr zuzuschreiben ist. Innerhalb des vom Berliner RNA-Netzwerk (unterstützt durch BMBF, Berliner Senat, ERDF, RiNA GmbH und Novartis AG) sowie dem BMBF (PathoGenoMik-Plus-Netzwerk) geförderten Projektes werden auf der Wirtsseite murine und humane Kandidatengene mittels RNAi in vitro und in vivo unterdrückt und die Folgen der Unterdrückung der Genfunktionen auf verschiedene infektionsrelevante Parameter analysiert. siRNAs auch zur Validierung prokaryotischer Genfunktionen Da nur eukaryotische Zellen über den Mechanismus der RNA-Interferenz verfügen, war das Einsatzspektrum dieser Technologie bisher auf die Zellen und Gene der Wirtsorganismen beschränkt. In Bakterien fehlt der Mechanismus der RNA-Interferenz oder zumindest wesentliche Komponenten, obgleich Analoge zu den eukaryotischen ArgonautProteinen – einer wesentlichen Komponente des RNA-induzierten Hemmkomplexes (engl.: RNA-induced silencing complex; RISC) sowie 26 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Abb. 2: Schema der siRNA-basierten Plattform zur Mitteldurchsatz-Validierung eukaryotischer und prokaryotischer Genfunktionen. RISC-verwandter Komplexe1-6 – für sie beschrieben sind7. Da gerade in Mykobakterien und insbesondere bei MTB konventionelle Knockout-Strategien extrem zeitaufwendig sind, haben wir nach Alternativen gesucht, diesen Flaschenhals bei der Genvalidierung zu überwinden. Nach Komplementierung des prokaryotischen Repertoires mit eukaryotischen Funktionen des RNAi-Mechanismus ist es uns gelungen, siRNAs zur spezifischen und effizienten Abschaltung prokaryotischer Gene einzusetzen. Die bisherigen Versuche haben gezeigt, dass diese Technik in Gram-positiven, Gram-negativen und in Mykobakterien funktioniert. Das Spektrum der in den Bakterien beobachteten Gensuppression erstreckt sich dabei vom transienten Knockdown- bis hin zu dauerhaften stabilen Knockout-Phänotypen. Damit eröffnen sich vielversprechende Perspektiven bezüglich der Funktionsvalidierung prokaryotischer Gene. Gen-Knockdown/ out-Bakterien können ex vivo und in vivo für Infektionsversuche eingesetzt werden, um auf einfache Art und Weise infektionsrelevante bakterielle Gene zu identifizieren. Besonders attraktiv erscheint der Gedanke, inhibitorische Ribonukleinsäuren als Anti-Infektiva einzusetzen oder resistente Erreger wieder für Antibiotika suszeptibel zu machen. Dieses Ziel konnte zumindest in vitro am Beispiel multiresistenter humanpathogener Salmonella-Spezies erreicht werden. Damit in der Zukunft eventuell auch in vivo antibiotisch aktive Nukleinsäuren zum Einsatz kommen können, muss jedoch das große Problem der Einschleusung in die Bakterienzellen, bei intrazellulären Erregern zusätzlich in die entsprechenden Kompartimente der Wirtszellen, gelöst werden. sowie von Genen des Erregers, welche mit Infektiösität, Toxizität, Replikation oder Hypervirulenz assoziiert sind (Abb. 2). Für diese Studien verwenden wir auf der Basis selbstentwickelter Computerprogramme selektierte siRNAs8,9, welche in vitro mit Hilfe elektrischer Pulse (Elektroporation) in die eukaryotischen und prokaryotischen Zielzellen eingeschleust werden. Abschließend ist die Erstellung eines globalen Genmusters mit definierten Funktionen bei der Infektabwehr gegen bakterielle Krankheitserreger eines der Hauptziele. Derartige Genmuster können die Basis bilden für: 1. den Aufbau eines Diagnosewerkzeugs zur Früherkennung von Individuen mit erhöhter Empfänglichkeit gegenüber Infektionskrankheiten und 2. die Identifizierung von Genprodukten, die für die Kontrolle bakterieller Infektionserreger von Bedeutung sind und damit Targets für neue Impfstoffe, insbesondere auch therapeutische Impfstoffe, sowie Wirkstoffe gegen diese Erreger darstellen. Das Erreichen dieser Ziele, die bis vor wenigen Jahren noch in weiter Ferne zu liegen schienen, rückt mit der Entwicklung der RNA-Interferenztechnologie nun in greifbare Nähe. Etablierung einer siRNA-basierten Genvalidierungsplattform Korrespondenzadresse Im Hinblick auf MTB-Infektionen (Erreger der Tuberkulose) etablieren wir gegenwärtig eine Technologieplattform zur siRNA-basierten Mitteldurchsatz-Validierung von Wirtsgenen, die in Zusammenhang mit der Erreger-Suszeptibilität, -Abwehr oder -Resistenz stehen Literatur [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] Hammond, S.M. et al., Science 2001, 293, 1146–1150. Hutvágner, G. and Zamore,, P.Z. Science 2002, 297, 2056–2060. Mourelatos, Z. et al., Genes. Dev. 2002, 16, 720–728. Liu, J. et al., Science 2004, 305, 1437–1441. Tomari, Y. et al.., Cell 2004, 116, 831–841. Verdel, A. et al., Science 2004, 303, 672–676. Parker, J.S., Roe, S.M. and Barford, D., EMBO J. 2004, 23, 4727–4737. Patzel, V. et al., Nat. Biotechnol. 2005, 23, 1440-1444. Köberle, C., Kaufmann, S.H.E. and Patzel, V., Nat. Protocols 1, 1832-1839. Dr. Volker Patzel, MBA Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Abteilung für Immunologie Charitéplatz 1, D-10117 Berlin Tel.: +49-(0)30-284 605 20 Fax: +49-(0)30-284 605 05 eMail: [email protected] LABORWELT B L I T Z L I C H T DGHM 2007 RNAi-Patente und RNAi-Lizenzen – eine kurze Bestandsaufnahme 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie mit FEMS Satellitensymposium „Life Inside Cells“ Dr. Joachim Wachenfeld, Vossius & Partner Patent- und Rechtsanwaltspartnerschaftsgesellschaft, München Nachdem der US-amerikanische Pharmariese Merck & Co. im vergangenen Jahr mit der kalifornischen Firma Sirna einen der Key Player im Bereich der RNA-Interferenz (RNAi) akquiriert hat, sind in diesem Sommer mit den Big-Pharma-Unternehmen Roche und AstraZeneca weitere Global Player nachgezogen. Wie unlängst bekannt wurde, hat Roche mit der von Nobelpreisträger Phil Sharp mitgegründeten Alnylam Pharmaceuticals Inc. einen weitreichenden Lizenz- und Kooperationsvertrag geschlossen, der ein Gesamtvolumen von rund 730 Millionen Euro aufweist. Gegenstand dieses Vertrages ist unter anderem, dass Roche das in Kulmbach beheimatete Forschungszentrum von Alnylam übernimmt und nicht-exklusive Lizenzen am geistigen Eigentum von Alnylam erhält. AstraZeneca hat jüngst bekannt gegeben, dass die Firma einen Vertrag im Umfang von zunächst etwa 300 Millionen Euro mit der britischen Firma Silence Therapeutics plc unterschrieben hat, in der auch die Berliner Atugen AG aufgegangen ist. Der Vertrag sieht vor, dass beide Firmen innerhalb der nächsten drei Jahre mit den Silence Therapeutics eigenen Technologien neue Behandlungsverfahren gegen bis zu fünf Targets entwickeln, die von AstraZeneca bereitgestellt werden. LABORWELT Der Kampf um Markanteile spiegelt sich auch in den zunehmenden Streitigkeiten in Patentangelegenheiten wider. Während insbesondere die Max-Planck-Gesellschaft (mit weitreichenden Rechten an den TuschlPatentanmeldungen/Patenten, vgl. Tab. 1, S. 28-29), das Carnegie Institute of Washington, Alnylam, ISIS, Benitec, Silence und Merck/Sirna Anmeldungen für Basistechnologien halten, für die zum Teil bereits Patente erteilt wurden, sind nicht für all diese Schutzrechte Lizenzen erhältlich. Tagungspräsident Prof. Dr. med. Ingo B. Autenrieth (Tübingen) Kongressthema Medizinische Mikrobiologie, Hygiene und Infektionsepidemiologie: Wissenschaftliche Grundlagen und Klinische Perspektiven Schwerpunkte Grundlagen- und Klinische Forschung in den Bereichen Mikrobiologie, Hygiene und Infektiologie • Prävention und Epidemiologie • Molekulare Schnelldiagnostik, Neue diagnostische Methoden • Anaerobier und Kommensale • Nosokomiale Infektionen • Management multiresistenter Erreger • Neue Antibiotika Zwischenzeitlich sind Einspruchsverfahren gegen die von Alnylam gehaltene Patentfamilie (die sogenannten „Kreutzer/ Limmer“-Patente) vor dem Europäischen Patentamt anhängig gemacht worden. Das erstinstanzliche Einspruchsverfahren gegen das Stammpatent wurde bereits beendet und das Patent in beschränktem Umfang aufrechterhalten. Das Patent schützt nun unter anderem in vitro-Verfahren und Medikamente zur Hemmung der Expression von Genen in Säugerzellen, wobei doppelsträngige RNAs (dsRNAs) eingesetzt werden, die aus 15 bis 21 bp bestehen und durch eine chemische Kennziffer 21 LW 04 · www.biocom.de Göttingen • Pneumonie und Mukoviszidose Wichtige Schutzrechte im Bereich der RNA-Technologien Die Entwicklungen belegen, welcher Stellenwert der RNAi-Technologie mittlerweile beigemessen wird. Es steht zu erwarten, dass weitere Akquisitionen getätigt oder weitreichende Lizenzvereinbarungen getroffen werden, in deren Zuge insbesondere größere Arzneimittelhersteller versuchen werden, sich ihren Anteil an dieser zukunftsweisenden Technologie zu sichern. Gestützt werden derartige Erwartungen unter anderem etwa dadurch, dass die RNA-Interferenz-Technologie das Feld der reinen Grundlagenforschung inzwischen verlassen hat und einige Produkte in klinischen Studien erprobt werden. So testet Alnylam einen siRNA-Wirkstoffkandidaten (ALN-RSV01, der die Bildung des viralen Nucleocapsid-Proteins verhindert) gegen Infektionen mit dem Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) in der klinischen Phase I, Sirna/Merck testen – ebenfalls in der klinischen Phase I – ein Medikament (Sirna027, ein chemisch modifizierter siRNAWirkstoff gegen das Angiogeneseprotein VEGF) zur Behandlung der Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) und die frühere Acuity Pharmaceuticals (jetzt Opko Health Inc.) rekrutiert seit Mitte Juli Patienten für eine Phase III-Studie ihres siRNA-basierten Medikamentenkandidaten Bevasiranib sodium (früher Cand 5, der die Proteinproduktion von VEGF inhibiert) zur Behandlung von AMD. 30. September bis 4. Oktober 2007 Einladung Recht • Bakterielle Zellhülle • Zelluläre Mikrobiologie • Infektionsimmunologie • DFG-Schwerpunktprogramm „Infektionen des Endothels“ • FEMS-Symposium und DFG-Schwerpunktprogramm „Life Inside Cells“: – Endosymbionts and organelles – Intracellular parasitism – Invasion and transport – Life within the cytosol and vacuoles Anmeldung und Programm unter www.dghm2007.de 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 27 B L I T Z L I C H T Verknüpfung stabilisiert sind. Gegen die erstinstanzliche Entscheidung hatten Sirna und Atugen Beschwerde eingelegt. Die Entscheidung der Beschwerdekammer wird nach dem Kenntnisstand des Autors die erste zu einem Grundlagenpatent der RNAi-Technologie sein und ist frühestens im nächsten Jahr zu erwarten. Tabelle 1 gibt eine Übersicht über wichtige Patentanmeldungen/Patente im Bereich RNA-Interferenz, deren Eigner und eine Zusammenfassung des durch das jeweilige Schutzrecht beanspruchten Gegenstandes1. Tab. 1: Status ausgewählter siRNA-Patente Erfinder Inhaber/Anmelder Fire et al. Carnegie Inst. of Washington Carnegie Inst. of Washington; Univ. of Massachusetts 28 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Status US 6,506,559 US2003051263 A1 US2003055020 A1 US2003056235 A1 EP1042462 A1 erteilt, Januar 2004 noch nicht erteilt noch nicht erteilt noch nicht erteilt noch nicht erteilt Tuschl (I) Univ. of Massachusetts Medical School; MIT; Whitehead Inst.; Max-Planck-Ges. US20020086356 A1 EP1309726 A2 noch nicht erteilt noch nicht erteilt Tuschl (II) Max-Planck-Ges. US 7,056,704 US 7,078,196 EP1407044 A1 erteilt, Juni 2006 erteilt, Juli 2006 kurz vor Erteilung Crooke, Stanley T. Isis Pharmaceuticals, Inc. US 5,898,031 EP0928290 B1 erteilt, April 1999 erteilt, März 2005 Crooke, Stanley T. Isis Pharmaceuticals, Inc. US 6,107,094 erteilt, August 2000 Graham, Michael Wayne Benitec Australia, Ltd. US 6,573,099 EP1555317 A1 EP1624060 A2 erteilt, Juni 2003 noch nicht erteilt noch nicht erteilt Kreutzer/Limmer Alnylam Europe AG EP1144623 B9 erteilt, August 2002, Einspruchsbeschwerdeverfahren anhängig EP1550719 A1 (Teilanmeldung) EP1798285 A1 (Teilanmeldung) noch nicht erteilt Ist Forschung mit patentgeschützen siRNAs nach dem Forschungsprivileg freigestellt? In Deutschland ansässige und mit RNAi befasste Forschergruppen, die sich die Frage stellen, ob sie sich um eine Lizenz an diesen Schutzrechten bemühen sollten, sollten folgendes beachten: Versuche, die sich auf den patentierten Gegenstand beziehen, beispielsweise eine Weiterentwicklung der RNAiTechnologie zum Ziel haben, unterliegen gemäß §11 Absatz 2 des Patentgesetzes nicht dem Patentschutz und zwar auch dann nicht, wenn hinter diesen Versuchen letztendlich gewerbliche Interessen stehen. Dies trifft auch auf Versuche zu, mit denen herausgefunden werden soll, ob die patentierte Lehre überhaupt wie beschrieben funktioniert. Dagegen ist der Einsatz eines gebrauchsfertigen RNAi-Tools, beispielsweise zur Entwicklung von Arzneimitteln, nicht freigestellt. Mit anderen Worten sind sogenannte research tools patentgeschützt, und deren nicht autorisierte Verwendung im Labor kann eine Patentverletzung darstellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die im Patent beschriebene und beanspruchte Lehre als gegeben hingenommen oder vorausgesetzt wird. In solchen Fällen beziehen sich die Versuche nämlich nicht auf den beanspruchten Gegenstand, sondern mit der patentgeschützten Lehre wird versucht, anderweitige Erkenntnisse zur erlangen. Ob ein Experiment dem Versuchsprivileg unterliegt oder eine Patentverletzung darstellt, ist manchmal schwierig einzuschätzen und muss daher anhand des Einzelfalles entschieden werden2. Wenn ein research tool allerdings von einem Laboranbieter gekauft wird, der über die notwendigen Lizenzen verfügt, so darf der Forscher das Produkt auch bestimmungsgemäß verwenden. Das Patentrecht ist dann insoweit erschöpft, beziehungsweise der Erwerber hat ein implizites Nutzungsrecht bezüglich der vom Berechtigten erworbenen Substanzen gekauft. Selbst herstellen darf der Forscher die siRNA dann allerdings nicht. Geachtet werden sollte auch darauf, ob gemäß dem Beipackzettel bestimmte Verwendungen der siRNAs nicht unter die Lizenz fallen Veröffentlichungsnummer noch nicht erteilt Kreutzer/Limmer Alnylam Europe AG EP1214945 B1 (hervorgegangen aus einer Teilanmeldung) erteilt, Juni 2005, Einspruchsverfahren anhängig Plaetinck et al. Devgen NV EP1197567 A2 EP1093526 A2 noch nicht erteilt gilt als zurückgenommen Beach et al. Cold Spring Harbour Lab.; Genetica, Inc. US20040086884 A1 noch nicht erteilt Caldwell et al. IRM, LLC US20030170642 A1 noch nicht erteilt Giese et al. Atugen AG/Silence Therapeutics EP1527176 B1 erteilt, Januar 2007 McSwiggen et al. Sirna Therapeutics, Inc./ Merck&Co, Inc. EP1458741 A2 noch nicht erteilt und damit eine Patentverletzung darstellen würden. Sowohl das Europäische Patentamt (EPA) wie auch sein US-Pendant, das USPTO, haben noch in der jüngeren Vergangenheit breitere Patente im Bereich der RNAi-Technologie erteilt (z.B. EP-B1 1 482 975, US B1 6,506,559). Während dies für bahnbrechende Weiterentwicklungen auch in Zukunft der Fall sein dürfte, werden für das Gros der LABORWELT B L I T Z L I C H T Schutzbereich Das erteilte US-Patent bezieht sich auf Verfahren zur Inhibierung der Expression eines Zielgens durch komplementäre dsRNA, wobei das Verfahren entweder in vitro durchgeführt oder in einem Invertebraten eingesetzt wird. Diese Anmeldungen beziehen sich auf RNA mit 21 bis 23 bp Länge, die RNA-Interferenz vermittelt, Verfahren zu deren Herstellung sowie Verfahren zum Vermitteln von RNA-Interferenz. Die erteilten US-Patente beziehen sich auf Verfahren zur Herstellung von dsRNA-Molekülen, die die Spaltung einer mRNA (in einer Säugerzelle) vermitteln, wobei die beiden Stränge eine Länge von 19 bis 25 Nukleotiden aufweisen. Es muss mindestens einer der Stränge einen 3’-Überhang von 1 bis 5 Nukleotiden aufweisen. Die Anmeldung beim EPA steht kurz vor der Erteilung und beansprucht dsRNAMoleküle, wobei die Stränge eine Länge von 19 bis 23 Nukleotiden und mindestens einen 3’-Überhang von 1 bis 3 Nukleotiden aufweist. Die erteilten Patente beziehen sich auf zu Zielgenen komplementäre RNA-Derivate mit optimierter Bindungsaffinität zum RNA-Target. Die chemischen Bindungen zwischen den Nukleosid-Untereinheiten weisen erhöhte Stabilität im Vergleich zu Phosphodiesterbindungen auf. Das Patent bezieht sich auf Phosphorothioat-modifizierte RNAi-Konstrukte. Das erteilte US-Patent bezieht sich auf genetische Konstrukte unter der Kontrolle eines Promoters. Expression der Konstrukte reduziert die Expression eines Zielgens in Tierzellen. Ebenfalls beansprucht sind damit transfizierte Zellen sowie Verfahren zur Reduktion der Expression eines Zielgens. Das in eingeschränkter Form aufrechterhaltende europäische Patent bezieht sich auf in vitro-Verfahren und Medikamente zur Hemmung der Expression von Genen in Säugerzellen, wobei dsRNAs eingesetzt werden, die aus 15 bis 21 bp bestehen und durch chemische Verknüpfungen stabilisiert sind. In vitro-Verfahren zur Hemmung der Expression eines Zielgens durch 15 bis 49 bp lange dsRNA-Moleküle in Säugetierzellen, weiterhin Medikamente diese dsRNA enthaltend, sowie Verwendungen der dsRNA zur Herstellung eine Medikamentes Die europäische Patentanmeldung bezieht sich auf ein reverse-genetics-Verfahren zur Identifizierung von DNA-Sequenzen, die verantwortlich für einen spezifischen Phänotyp sind. Diese DNA-Sequenzen exprimieren dsRNAs. Ebenfalls beansprucht sind Verfahren zur Herstellung transgener Tiere und Verfahren zur Verringerung des Befalls von Pflanzen durch Krankheiten. Die US-Anmeldung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verringerung der Expression eines Zielgens durch dsRNA, die an untranslatierte Bereiche des Zielgens hybridisiert, Zusammensetzungen derselben Wirkung, Verfahren zur Herstellung von siRNAs, transgene Tiere und shRNAs. Die US-Anmeldung bezieht sich auf ein Verfahren zur Identifizierung der Funktion von endogenen Genen, wobei bevorzugt RNAi-vermittelnde Moleküle eingesetzt werden. Das erteilte europäische Patent bezieht sich auf zu Target-DNA-Molekülen komplementäre dsRNAMoleküle, welche sowohl 2’-modifizierte als auch nicht- oder anders modifizierte Nukleotide enthalten. Ebenfalls beansprucht werden Medikamente, Zellen, Organismen und Zusammensetzungen diese dsRNA enthaltend, sowie Verwendungen der dsRNA zur Herstellung eines Medikamentes als auch eine in vitro-Methode zur Inhibierung der Zielgenexpression durch dsRNA-Moleküle. Die europäische Patentanmeldung bezieht sich auf 18 bis 24 bp lange dsRNA-Moleküle, welche 2’-Modifikationen und Phosphorothioat-Bindungen aufweisen und damit eine verbesserte RNAInterferenz vermitteln sollen. Anmelder folgende Richtlinien zu beachten sein: Das EPA wird die Patentfähigkeit für siRNAs anhand von Richtlinien prüfen, die für die antisense-Technologie entwickelt wurden: Falls die Target-Nukleinsäure an LABORWELT sich neu und erfinderisch ist, wird wohl auch ein generischer Anspruch auf siRNAs erteilt werden. Voraussetzung ist, dass das Target im Anspruch hinreichend durch einen SequenzIdentifier gekennzeichnet ist. Falls das Target bereits bekannt ist, werden generische Ansprüche auf siRNAs nicht erfinderisch sein. Bestand jedoch ein Vorurteil dahingehend, dass funktionelle siRNAs gegen die Target-Sequenz oder eine Teilsequenz davon nicht herstellbar waren, wird davon ausgegangen, dass es hierfür strukturelle Ursachen gibt. Ursächliche Merkmale zur Überwindung des Vorurteils sind in den Ansprüchen dann anzugeben. Beschreibt der Stand der Technik bereits generische siRNAs gegen ein bekanntes Target, werden allenfalls spezifische und durch eine konkrete Sequenz gekennzeichnete siRNAs patentfähig sein – und auch nur dann, wenn ihnen ein überraschender technischer Effekt innewohnt. Das USPTO verlangt in aller Regel experimentelle Daten in der Anmeldung, gewährt dann aber Patente, sofern konkrete Sequenzen im Anspruch genannt sind. Voraussetzung ist auch hier, dass Neuheit und erfinderische Tätigkeit belegt sind, was für konkret beanspruchte Sequenzen aber in der Regel einfacher ist als beim EPA. Bedeckt zeigt sich das USPTO zur Zeit, wenn Behandlungsverfahren oder Arzneimittel beansprucht sind und die Anmeldung keine Belege in Form von in vivo-Daten enthält. Der Grund hierfür ist, dass die verfügbaren Verabreichungssysteme (delivery tools) nach Ansicht des USPTO unzureichend sind, um einen Behandlungserfolg zu gewährleisten. Diese Haltung des USPTO ist auch einer der Ursachen, warum auf die Anmeldung Tuschl I (s. Tabelle) bislang noch kein Patent erteilt wurde. Hier ist davon auszugehen, dass Weiterentwicklungen im Bereich der Verabreichungssysteme Fortschritte erbringen werden.3 Danksagung Mein Dank gilt Dr. Andreas Robinson für seine Unterstützung bei der Zusammenstellung der Tabelle sowie Dr. Johann Wirsing für die Bereitstellung von Informationen Referenzen [1] [2] [3] sh. auch Schmidt, “Negotiating the RNAi patent thicket”, Nature Biotechnology 25(3) 2007, 273-275 Holzapfel, “Die patentrechtliche Zulässigkeit der Benutzung von Forschungwerkzeugen” GRUR 2006, 10-17 weiterführende Literatur: Hemmings, “Patenting RNA Interference under European and US Patent Law: Considerations for an Emerging Biotechnology” MAS-IP Diplomarbeit, ETH Zürich 2007 Korrespondenzadresse Dr. Joachim Wachenfeld Vossius & Partner Patent- und RechtsanwaltspartnerschaftsGesellschaft Siebertstraße 4, 81675 München Tel.: +49-(0)89-413 04-0 Fax: +49-(0)89-413 04-111 eMail: [email protected] 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 29 B L I T Z L I C H T siRNA Test, um den interessierenden Phänotyp nachzuweisen. Zuverlässige Kontrollen für erfolgreiche RNAi-Experimente Eric Lader, Elizabeth Scanlan, QIAGEN Sciences, Germantown (MD, USA); Bettina Hädrich, QIAGEN GmbH, Hilden Die RNA-Interferenz (RNAi) ist ein biologischer Prozess, bei dem die Expression eines Zielgens spezifisch abgeschaltet wird. RNAi wird über kurze interferierende RNAs (sog. siRNAs) – doppelsträngige RNA-Moleküle mit einer Länge von 19 Nukleotiden und überhängenden Enden aus zwei Nukleotiden – vermittelt. Synthetische siRNAs lassen sich durch Transfektion in Zellen einbringen, wo sie in einen Multiprotein-Komplex, den RNA-induzierten Silencing-Komplex (RISC) inkorporiert werden. Einer der siRNA-Stränge bleibt an RISC gebunden und bindet komplementäre mRNA, die anschließend abgebaut wird, so dass die Expression des zugehörigen Gens posttranslational gehemmt wird. Die RNAi-Methode ist zu einem weitverbreiteten experimentellen Hilfsmittel geworden. Das Ausschalten (Knock-down) eines einzelnen Gens oder kleiner Gruppen von Genen erleichtert die Funktionsanalyse von Genen und die Analyse zellulärer Signal- und Stoffwechselwege erheblich. Darüber hinaus können mit Hilfe von Hochdurchsatz-RNAi- Experimenten komplette Genome mit unterschiedlichsten Zielsetzungen gescreent werden, so etwa um Arzneimittel-Zielmoleküle (Targets) zu identifizieren. Typischerweise besteht ein RNAi-Experiment aus dem Knockdown eines Zielgens durch Transfektion der Zellen mit komplementärer synthetischer siRNA und dem anschließenden Screening- Tab.: Überblick über die möglichen RNAi-Kontrollexperimente Art der Kontrolle Merkmal Positivkontrolle validierte siRNAs , die spezifisch für konstitutive Gene (auch „Haushaltsgene“ genannt) sind, z.B. MAPK1, oder für Gene, deren Knock-down den zu untersuchenden Phänotyp bewirkt Überprüfung der optimalen experimentellen Bedingungen Negativkontrolle nicht interferierende siRNAs ohne Homologie zu einem Gen des untersuchten Organismus; siRNA-Moleküle, die nur minimale unspezifische Auswirkungen auf Expression und Phänotyp haben Test auf sequenzunabhängige, unspezifische Effekte und Messung von Expression/Phänotyp bei Abwesenheit von genspezifischer siRNA Transfektionseffizienz fluoreszenzmarkierte siRNA / Validierte siRNAs Messung der Transfektionseffizienz durch Zählung der fluoreszierenden Zellen. Quantitative Analysen mit Hilfe von validierten siRNAs und Analyse der Knockdown-Rate über qRT-PCR Nicht transfizierte Zellen Zellen, bei denen keine Transfektion durchgeführt wird Messung der basalen Expressionsrate/Phänotypausprägung Scheintransfizierte Zellen (Mock-transfection) Zellen, die die Transfektionsprozedur ohne zugegebene siRNA durchlaufen Test auf unspezifische Effekte, die durch den Transfektionsprozess verursacht werden Redundanzexperiment Bestätigung positiver Hits durch die Transfektion mit mehreren siRNAs, die gegen verschiedene Abschnitte derselben mRNA gerichtet sind Ausschluss sequenzspezifischer Off-Target-Effekte aufgrund von Bindung an Nicht-Zielsequenzen 30 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Zweck 1 Die Notwendigkeit der Kontrollen Ohne adäquate Kontrollen ist die richtige Interpretation der Analyseergebnisse unmöglich. Sie sind insbesondere bei Hochdurchsatz-Experimenten, bei denen große Datenmengen anfallen und zu beurteilen sind, von kritischer Bedeutung. Das Mitführen von Kontrollen dient mehreren Zwekken: dem Bestimmen und Sicherstellen des optimalen Versuchsansatzes, Überwachen der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse und Ausschließen von Effekten aufgrund von unspezifischer Bindung oder Bindung an Nicht-Zielsequenzen. Schließlich stellen die Kontrollen auch sicher, dass positive und negative Ergebnisse korrekt identifiziert werden. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die möglichen Typen von RNAi-Kontrollexperimenten (Tabelle). Positivkontrollen Eine Positivkontroll-siRNA führt zu einer hohen Knock-down-Rate des betreffenden Zielgens und sollte bei jedem Experiment mittransfiziert werden. Eine deutlich geringere als die zu erwartende Knock-down-Rate deutet auf ein Problem beim Versuchansatz hin. Als Positivkontrollen werden häufig siRNAs verwendet, die spezifisch für ubiquitäre, mit hoher Rate exprimierte Gene zellulärer Grundfunktionen („Haushaltsgene“) sind, wie zum Beispiel MAPK1. Alternativ kann eine siRNA, die ein Zielgen abschaltet, das für den untersuchten Phänotyp codiert, als Kontrolle Versuchsansatz und Transfektionsprotokoll dienen. Als Ausgangspunkt für die Auswahl der geeigneten Positivkontrolle dient eine Vielzahl Funktions-validierter siRNAs, deren Knock-down-Effizienz bereits über quantitative Real-Time PCR verifiziert ist1. Negativkontrollen Als Negativkontrollen werden nicht interferierende siRNAs verwendet, die keine Homologie zu einem der Gene des untersuchten Organismus aufweisen. Auch ein Transfektionsansatz mit Negativkontroll-siRNA sollte in jedem Experiment mitgeführt werden. Ein Vergleich der Ergebnisse der Negativkontrollen mit denen, die bei der Transfektion der Zellen mit genspezifischer siRNA erhalten wurden, erleichtert die Identifizierung positiver Ergebnisse (auch „Hits“ genannt). Ein Vergleich mit den Versuchsergebnissen mit nicht transfizierten Zellen gibt zudem Hinweise darauf, ob durch den Versuchsablauf allein unspezifische Veränderungen der Genexpression oder des Phänotyps verursacht werden. Dabei muss auch ausgeschlossen werden, dass die nicht interferierende siRNA selbst einen solch unspezifischen Effekt LABORWELT B L I T Z L I C H T 12,5 Anteil regulierter Gene (%) 10,0 7,5 5,0 2,5 0 Ko n Ko tro n lle Ko tro 1 n lle Ko tro 2 n lle Ko tro 3 n lle Ko tro 4 n lle Ko tro 5 n lle Ko tro 6 nt lle ro 7 Al lle 8 lS t Ko ars nt ro lle 10 Ko n Ko tro n lle Ko tro 1 n lle Ko tro 2 n lle Ko tro 3 n lle Ko tro 4 nt lle K o ro 5 n lle Ko tro 6 nt lle ro 7 Al lle 8 lS t Ko ars nt ro lle 10 Ko n Ko tro nt lle Ko ro 1 n lle Ko tro 2 n lle Ko tro 3 n lle K o tro 4 n lle Ko tro 5 n lle Ko tro 6 nt lle ro 7 Al lle 8 lS t Ko ars nt ro lle 10 Ko n K o tro nt lle Ko ro 1 n lle K o tro 2 n lle Ko tro 3 n lle Ko tro 4 n lle K o tro 5 n lle Ko tro 6 nt lle ro 7 Al lle 8 lS t Ko ars nt ro lle 10 auslöst. Die Negativkontroll-siRNA sollte daher validiert sein, um sicherzustellen, dass sie den Basislevel der Genexpression und des zellulären Phänotyps widerspiegelt. Zur Lösung des Problems, eine möglichst „saubere“, nicht interferierende KontrollsiRNA auszuwählen, hat Qiagen umfangreiche Testreihen mit zahlreichen nicht interferierenden siRNAs durchgeführt. Dabei wurde eine siRNA gefunden – die AllStars Negative Control siRNA–, die nur minimale unspezifische Effekte zeigt. Zu den durchgeführten Experimenten gehörten u.a. die Erstellung genomweiter Expressionsprofile, Phänotyp-Analysen und die RISC-Inkorporationsanalyse. Bei der Erstellung genomweiter Expressionsprofile mithilfe von Affymetrix® GeneChip® Arrays wurde das Ausmaß unspezifischer Effekte auf die Genexpression in verschiedenen Zelltypen nach Transfektion mit zahlreichen Negativkontroll-siRNAs unterschiedlicher Herkunft untersucht. Dabei wurde mit AllStars Negative Control siRNA stets die geringste Anzahl unspezifisch regulierter Gene erhalten, während andere Negativkontroll-siRNAs zu einer unspezifischen Regulierung vieler Gene führten, die eine wichtige Rolle bei zellulären Signal- oder Stoffwechselwegen spielen. Interferon-Signalweg Zellzyklus-Gene Apoptose-Signalweg JAK-Stat-Signalweg Abb. 1: Mehrere Negativkontroll-siRNAs (Kontrolle 1 bis Kontrolle 10) wurden in MCF-7-Zellen transfiziert (3 Ansätze pro Kontrolle). Die genomweite Expressionsanalyse wurde mit Hilfe von Affymetrix GeneChip Arrays (Human Genome U133 Set) durchgeführt. AllStars Negative ControlsiRNA führte jeweils zur geringsten Anzahl regulierter Gene (siehe Pfeile). Die Phänotyp-Analyse umfasste Untersuchungen der Größe des Zellkerns, Proliferationsrate, DNA-Syntheserate, Verteilung der Zellzyklusstadien und zytotoxischer Effekte (Daten siehe: www.qiagen.com/AllStars). Bei all diesen Experimenten wurden mit AllStars Negative Control siRNA ähnliche Ergebnisse erhalten wie bei nicht transfizierten Zellen. Die RISC-Inkorporationsanalyse ergab, dass AllStars Negative Control siRNA in RISC eingebaut wird, das heißt, sie durchläuft denselben biologischen Prozess wie die genspezifische siRNA. Das bedeutet: Die mit der genspezifischen siRNA erhaltenen Daten können mit denen der Negativkontroll-siRNA-Experimente verglichen werden. Dadurch sind zuverlässige Aussagen über Effekte möglich, die tatsächlich auf einen Knock-down des Zielgens zurückzuführen sind, und Artefakte und unspezifische Effekte können ausgeschlossen werden. Für die RISC-Inkorporationsanalyse wurde ein Konstrukt aus einem Reportergen und einer synthetischen siRNA-Zielsequenz erzeugt, Kennziffer 22 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de Industriemesse für Forschung und Entwicklung, Umwelt- und Verfahrenstechnik in Pharma, Chemie und Biotechnologie 25. bis 28. September 2007 | Messezentrum Basel | Halle 1 | www.ilmac.ch Die umfassende Leistungsschau Ihrer Lieferanten. Direkt an Ihrem Arbeitsplatz. Eine Messe. Für alle Themen. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse der pharmazeutischen und chemischen Industrie, sowie auf die Nahrungsmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie. Die ILMAC zeigt das vollständige Angebot von Laborbedarf, Analytik und Biotechnologie über sämtliche verfahrenstechnische Anwendungen bis hin zur Umwelttechnik. Dieses Jahr neu: Zwischenchemikalien, pharmazeutische Wirkstoffe, Synthese, Produktionsmittel und Hilfsstoffe. Informationen zur Messe und den Begleitveranstaltungen erhalten Sie unter www.ilmac.ch. Certified by: LABORWELT 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 31 B L I T Z L I C H T A können eingesetzt werden, um zu testen, ob allein durch die Transfektionsprozedur ungewünschte zytotoxische oder unspezifische Effekte ausgelöst werden. Bestätigung positiver Ergebnisse Für den Erfolg von RNAi-Experimenten ist es von kritischer Bedeutung, dass falsch-positive Ergebnisse aufgrund von Effekten, die durch Bindung an Nicht-Zielsequenzen ausgelöst werden, ausgeschlossen werden können. Nicht-zielspezifische Effekte sind nachweisbare Effekte, die aus unbeabsichtigten Wechselwirkungen der siRNA resultieren oder allein durch den siRNA-Transfektionsprozess verursacht werden. Sie haben ihre Ursache darin, dass die siRNA eine mRNA erkennt, die eine hohe Homologie zur Ziel-mRNA-Sequenz aufweist, oder dass siRNA-Moleküle die Funktion von microRNA übernehmen. Nach Feststellen eines Phänotyps sollten Redundanzexperimente durchgeführt werden, um derartige nicht-zielspezifische Effekte auszuschließen2,3. Bei Redundanzexperimenten werden mehrere siRNAs eingesetzt, die spezifisch für unterschiedliche Ziel-mRNA-Sequenzen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere verschiedene siRNAs, die unterschiedliche Sequenzabschnitte desselben Gens erkennen, denselben Phänotyp ergeben, ist sehr niedrig. Redundanzexperimente sind daher ein einfacher und überzeugender Nachweis für die Spezifität der siRNA. B Zusammenfassung Abb. 2: A. Das Reportergen-Konstrukt besteht aus einer synthetischen Zielsequenz, die komplementär zu AllStars Negative Control siRNA ist und die mit einem Reportergen für ein fluoreszierendes Protein mit His-Markierung fusioniert ist. B. HeLa- und MCF-7-Zellen wurden mit dem Reportergen-Konstrukt und entweder einer nicht komplementären siRNA oder der AllStars Negative Control siRNA ko-transfiziert. Nach 24 Stunden wurde die Expression des Fluoreszenz-Reportergens durch FACS®-Analyse gemessen. Nach Ko-Transfektion mit AllStars Negative Control-siRNA war die Fluoreszenz signifikant niedriger – ein Zeichen für das Abschalten des Reportergens. die komplementär zur AllStars Negative Control siRNA ist (Abb. 2A). Wurde dieses Konstrukt zusammen mit AllStars Negative Control siRNA kotransfiziert, wurde durch die siRNA die Expression ihrer komplementären Sequenz abgeschaltet, was zum Abbau des gesamten mRNA-Transkripts führte. Das heißt, damit es zum Knock-down – gemessen als Abnahme der Fluoreszenz (siehe Abbildung 2B) und Ausbleiben des von der His-Markierung erzeugten Signals – kommt, muss die AllStars Negative Control siRNA in RISC eingebaut worden sein (Daten siehe: www.qiagen.com/AllStars). Transfektionskontrollen Bei der Etablierung der RNAi oder bei Verwendung einer neuen Zelllinie ist es notwendig, zahlreiche Transfektionen unter verschiedenen 32 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Bedingungen durchzuführen, um die optimalen Reaktionsbedingungen für eine maximale Transfektionseffizienz zu erhalten. Der erste Schritt dieser Optimierungsexperimente kann beispielsweise mit fluoreszenzmarkierten siRNAs durchgeführt werden. Die Transfektionsbedingungen, die zu den höchsten Prozentsätzen fluoreszierender Zellen führen, sollten in den nachfolgenden Experimenten beibehalten werden. Allerdings wird empfohlen, bei weiteren Schritten in der Optimierung, eine validierte siRNA zu transfizieren, die gegen ein einfach zu analysierendes Gen gerichtet ist, und Analysemethoden wie die qRT-PCR einzusetzen, die eine quantitative Auswertung der Ergebnisse ermöglichen. Es sollten auch nicht transfizierte Zellen analysiert werden, um die Basis-Genexpression und den normalen Phänotyp zu bestimmen. Scheintransfizierte Zellen (mock transfections) Die RNA-Interferenz (RNAi) ist ein leistungsstarker experimenteller Ansatz für die Forschung. Um zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse sicherzustellen, müssen die Experimente sorgfältig etabliert und die Versuchsansätze mit entsprechenden Kontrollen überprüft werden. Wir haben einige wichtige Kontrollexperimente beschrieben, die dabei in Erwägung gezogen werden sollten. Gerade bei RNAi-Screening-Experimenten sind die Auswahl und der Einsatz der richtigen Kontrollen von entscheidender Bedeutung. Weitere Informationen zum Thema sind über das High-Throughput RNAi User Forum erhältlich, das von Qiagen koordiniert und von einem Expertengremium betreut wird. Diese Informationsquelle steht unter www.qiagen.com/HTRNAi zur Verfügung. Literatur [1] [2] [3] Krueger, U. et al. (2007) Insights into effective RNAi gained from large scale siRNA validation screening. Oligonucleotides 17: 237. Echeverri, C.J. et al. (2006) Minimizing the risk of reporting false positives in large-scale RNAi screens. Nat. Methods. 3, 777. Echeverri, C.J. and Perrimon, N. (2006) High-throughput RNAi screening in cultured cells: a user’s guide. Nature Reviews Genetics 7, 373. Kontakt eMail: [email protected] LABORWELT W I S S E N S C H A F T Xenotransplantation Hemmung porciner endogener Retroviren in primären porcinen Zellen Dipl.-Biol. Britta Dieckhoff, Dr. Joachim Denner, Robert Koch-Institut, Berlin Die Transplantation porciner Organe in den Menschen ist mit dem Risiko der Übertragung porciner endogener Retroviren (PERV) verbunden, die sich nicht durch Zucht unter spezifisch Pathogen-freien (specific pathogen free, SPF) Bedingungen eliminieren lassen, da sie ein integrierter Bestandteil des porcinen Genoms sind. Eine vielversprechende Strategie zur Gewinnung virussicherer Xenotransplantate stellt die RNA-Interferenz (RNAi) dar. So konnte mit Hilfe der RNAi die PERV-Expression in primären porcinen Fibroblasten um bis zu 95% gehemmt werden. Key Words: RNAi, lentivirale Vektoren, PERV, Xenotransplantation Die Übertragung von lebens- und funktionsfähigen Zellen, Geweben und Organen zwischen verschiedenen Spezies (Xenotransplantation) eröffnet eine Möglichkeit, dem zunehmenden Mangel an humanen Spenderorganen zu begegnen. Als Spendertier für die Xenotransplantation wird momentan aus zahlreichen Gründen das Schwein (Sus scrofa f. domestica) favorisiert. Dazu zählen anatomische und physiologische Ähnlichkeiten, die einfache Zucht sowie die Möglichkeit der Haltung unter SPF-Bedingungen. Bis dieser Ansatz jedoch eine klinische Anwendung finden kann, gilt es, noch zahlreiche Hürden zu überwinden. Hierbei ist neben immunologischen Problemen (wie die hyperakute Abstoßung des Transplantates) und physiologischen Problemen (etwa die Hormoninkompatibilität) die potentielle Übertragung porciner Pathogene – insbe- sondere der porcinen endogenen Retroviren (PERV) – von zentraler Bedeutung. PERV sind mit jeweils bis zu 100 Kopien in das Genom aller Schweine integriert1,2 und werden von Schweinezellen als infektiöse Partikel freigesetzt3,4. Sie werden der Familie der γ-Retroviren zugeordnet. Zahlreiche Vertreter dieser Familie sind in der Lage, Tumore und Immundefizienzen zu induzieren. Es sind drei PERV-Subtypen bekannt (PERVA, -B und -C), von denen PERV-A und -B humane Zellen in vitro infizieren können5-7. Zwar konnte bisher weder in Transplantations- und Infektionsstudien mit Kleintieren sowie nicht-humanen Primaten noch in ersten klinischen Xenotransplantationen eine Übertragung porciner endogener Retroviren beobachtet werden. In Anbetracht der besonderen Situation bei einer Xenotransplatation – Exposition der porcinen Organe im humanen Rezipienten bei starker Immunsuppression über mehrere Jahre – ist das Risiko einer PERV-Übertragung jedoch nicht auszuschließen. Daher gilt es, Strategien zur Minimierung des PERV-Übertragungsrisikos zu entwikkeln. Einen vielversprechenden Ansatz stellt hierbei die Hemmung der PERV-Expression durch RNA-Interferenz (RNAi) dar – die post-transkriptionelle Hemmung von Genen, basierend auf einer durch kurze doppelsträngige RNA-Moleküle induzierten Sequenz-spezifischen Degradierung von mRNA. Dieses Phänomen, das vermutlich einen der ältesten Abwehrmechanismen gegen virale Infektionen darstellt, wurde unter dem Namen RNAi erstmals beim Nematoden Caenorrhabditis elegans beschrieben8. Es ist jedoch, wie andere Arbeiten zeigten, hochkonserviert in Pflanzen, Fliegen, Würmern und Säugetieren9. Hemmung der PERV-Expression in vitro In einer früheren Publikation der Arbeitsgruppe10 wurden bereits zahlreiche synthetische, PERV-spezifische siRNAs hinsichtlich ihrer Fähigkeit untersucht, die PERV-Expression in humanen PERV-infizierten Zellen zu hemmen. Die effizienteste siRNA entsprach einer hochkonservierten Sequenz im viralen pol-Gen (pol2), das die viralen Enzyme Polymerase, Reverse Transkriptase und Integrase kodiert. Da die Unterscheidung der PERVSubtypen ausschließlich auf Unterschieden des viralen, die Hüllproteine kodierenden env-Gens beruht, ist die Ziel-RNA-Sequenz in allen funktionellen PERV-Subtypen identisch und die siRNA somit in der Lage, die Expression aller drei Subtypen zu hemmen. Zur stabilen Inhibition der PERV-Expression erfolgte die Expression der effizienten pol2Sequenz als short hairpin-RNA (shRNA) unter Verwendung eines Polymerase IIIVektorsystems (pSuper)10. ����� ����� ���� ��� ��� ��� ����� ���� ���� �� ��� ���� Abb. 1: Schematische Darstellung des lentiviralen Vektors pLVTHM. LTR: long terminal repeat, H1: Polymerase III H1-RNA Genpromotor. shRNA: short hairpin RNA, SIN: self-inactivating element, cPPT: zentraler Polypurintrakt, GFP: green fluorescent protein, WPRE: post-transkriptionales Element des Woodchuck Hepatitis-Virus, EF 1α: Elongationsfaktor-1α Promotor, tetO: Tetracyclin-Operator, loxP: Rekombinationsstelle der Cre-Rekombinase für den Bakteriophagen P1 LABORWELT 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 33 W I S S E N S C H A F T relative PERV-Expression [%] 140 120 100 80 60 40 20 Fibroblasten Leervektor pLVTHM-pol2 pLVTHM-pol2 nicht transduziert 171 Tage 116 Tage 29 Tage 5 Tage Leervektor nicht transduziert 0 PK-15 Abb. 2: Hemmung der PERV-Expression in primären porcinen Fibroblasten und der porcinen Nierenzelllinie PK-15 nach Transduktion mit dem lentiviralen Vektor pLVTHM-pol2 im Vergleich zur Expression in Leervektor-transduzierten Zellen sowie nicht transduzierten Zellen Das Ziel, shRNA-transgene Schweine mit stark verminderter PERV-Expression nach der Methode des Nukleustransfers zu erzeugen, erfordert zunächst die Hemmung der PERV-Expression in primären porcinen Zellen. Primäre Zellen lassen sich mit konventionellen Expressionsvektoren jedoch nur schwer und mit schlechter Effizienz transfizieren. Abhilfe können hierbei lentivirale Vektoren schaffen (z.B. pLVTHM, Abb. 1). Durch Co-Transfektion einer Verpackungszelllinie werden lentivirale Partikel gebildet, die auf ihrer Oberfläche das Glykoprotein des Vesicular Stomatitis-Virus tragen. Durch dieses Glykoprotein erschließt sich ein sehr breites Wirtsspektrum, was den Vorteil bietet, dass Zellen zahlreicher Spezies durch diese lentiviralen Partikel transduziert werden können. Der als double copy-Vektor konzipierte lentivirale VektorpLVTHM11 (Abb. 1) ermöglicht die Expression einer der pol2-siRNA entsprechenden pol2-shRNA. Nach der Transduktion integriert der Teil des Vektors, in dem sich die shRNA-Expressionskassette sowie ein Reportergen (green fluorescent protein, gfp) befinden, in das Genom der Wirtszelle, wodurch es zu einem stabilen Einbau des Transgens und zudem zur Duplikation der 34 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 shRNA-Expressionskassette kommt. Die shRNA-Expressionskassette wird, wie die zellulären Gene auch, durch eine zelleigene Polymerase abgelesen. Aufgrund der Expression des Reportergens gfp besteht die Möglichkeit, nach der Transduktion der Zellen, die Transduktionseffizienz, das heißt den Anteil „grüner“ und somit transduzierter Zellen, fluoreszenzmikroskopisch oder durchflusszytometrisch zu bestimmen. Bei Transduktionseffizienzen von weniger als 95% ist eine Anreicherung der Zellen durch FACS (fluorescence activated cell sorting) unerlässlich, da eine Bestimmung des inhibierenden Effekts der shRNA sonst nicht möglich ist. Zur Hemmung der PERV-Expression wurden porcine fötale Fibroblasten sowie eine stark PERV produzierende, porcine Nierenzelllinie (PK-15) mit lentiviralen Partikeln (pLVTHM-pol2), welche die beschriebene PERV-spezifische shRNA pol2 enthalten, sowie mit einem Leervektor (pLVTHM) transduziert12. Nach der Anreicherung der transduzierten Fibroblasten durch FACS erfolgte der quantitative Nachweis der Hemmung der PERV-Expression mit Hilfe eines one-stepRT-real-time-PCR-Assays, der die Detektion der viralen Volllängen-RNA ermöglicht. Die PERV-Expression der mit den lentiviralen Partikeln pLVTHM-pol2 transduzierten Zellen wurde mit der PERV-Expression der nicht-transduzierten Kontrollzellen (normiert auf 100%) sowie mit der mit dem Leervektor (pLVTHM) transduzierten Kontrollzellen verglichen. In den primären Zellen zeigte sich eine pol2-shRNA-vermittelte Hemmung der PERV-Volllängen-RNA-Expression von bis zu 94,8%, die über Monate (mind. 171 Tage) stabil blieb (Abb. 2). In der stark PERV exprimierenden Zelllinie PK-15 konnte eine Hemmung der PERV-Expression von 73,5% erreicht werden (Abb. 2). Nachdem gezeigt werden konnte, dass der lentivirale Vektor pLVTHM-pol2 in der Lage ist, die Expression der PERV-Vollängen-RNA in unterschiedlichen Zelltypen zu hemmen, wurde untersucht, ob die Hemmung der viralen mRNA auch zu einer reduzierten Expression viraler Proteine führt. ProteinPräparationen der fötalen Fibroblasten und der PK-15-Zellen wurden mit Hilfe der Western-Blot-Analyse hinsichtlich der Expression des p27-Gag-Proteins untersucht, das von der PERV-Volllängen-RNA gebildet wird. Abbildung 3 zeigt eine reduzierte p27Gag-Proteinexpression der pLVTHM-pol2transduzierten PK-15-Zellen im Vergleich zu den nicht transduzierten sowie den Leervektor-transduzierten Zellen. Die Beladung äquivalenter Proteinmengen wurde mit Antikörpern gegen β-Actin verifiziert. Die Proteinexpression in den porcinen Fibroblasten ist sehr gering, wodurch ein Nachweis ihrer Hemmung in diesen Zellen mittels WesternBlot-Analyse nicht möglich war. Bei den transduzierten PK-15-Zellen führten die reduzierte mRNA- und Proteinexpression auch zu einer verminderten Virusfreisetzung. Die Bestimmung der Virusfreisetzung erfolgte über die Quantifizierung der Aktivität der Reversen Transkriptase, dem charakteristischen Enzym der Retroviren, welches das retrovirale RNA-Genom während der Replikation in provirale DNA umschreibt. Das Nachweissystem (C-Type RT Abb. 3: Hemmung der viralen p27Gag-Proteinexpression in pLVTHM-pol2-transduzierten PK-15-Zellen im Vergleich zu den Leervektortransduzierten sowie den nicht transduzierten Zellen LABORWELT W I S S E N S C H A F T RT-Aktivität [mU/ml] 25 25 2 20 1 15 1 10 5 pLVTHM-pol2 Leervektor nicht transduziert 0 Abb. 4: Reduzierte RT-Aktivität im Überstand der pLVTHM-pol2-transduzierten PK-15 im Vergleich zu den Leervektor-transduzierten sowie den nicht transduzierten Zellen Activity Kit, Cavidi) basiert auf der Kopplung von Poly-rA (ein Substrat der RT) und einem Oligo-dT-Primer an eine Mikrotiterplatte. Je nach Konzentration der zugegebenen Reversen Transkriptase erfolgt eine Verlänamx_01674_HTAnz_TotalFlexibility_rz gerung des Oligo-dT-Primers mit Bromodesoxyuridin, welches seinerseits mit Hilfe eines spezifischen, mit Alkalischer Phosphatase konjugierten Antikörpers und einer Substratlösung photometrisch gemessen und quantifiziert werden kann. Somit wurde in den Überständen der mit pLVTHM-pol2 transduzierten PK-15-Zellen eine signifikant reduzierte RT-Aktivität (4,74 mU/ml) im Vergleich zu den Leervektor-transduzierten (22,5 mU/ml) und den unbehandelten PK15-Zellen (21,21 mU/ml) bestimmt (Abb. 4). In den Überständen der Fibroblasten konnte aufgrund der geringen PERV-Expression keine RT-Aktivität detektiert werden. In dieser Studie12 konnte erstmals eine signifikante Hemmung porciner endogener Retroviren durch lentiviral vermittelte RNAInterferenz in primären porcinen Zellen gezeigt werden. Durch die Verwendung lentiviraler Vektoren erfolgt eine Integration der shRNA-Expressionskassette in das Wirtsgenom. Damit besteht die Möglichkeit, shRNA-transgene Schweine zu erzeugen, indem die lentiviralen Partikel in den Perivitellinraum der porcinen Zygote injiziert oder Schweine unter Verwendung der hier beschriebenen transduzierten primären Zellen mittels Nukleustransfer geklont werden. Bisher noch nicht publizierte Ergebnisse 06.08.2007 12:54 Uhr deuten die Realisierbarkeit dieses Konzeptes an. Solche shRNA-transgenen Schweine mit stark verminderter PERV-Expression könnten in Zukunft zu virologisch sichereren Xenotransplantaten führen. Literatur [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] Patience, C., Switzer, W.M., Takeuchi, Y., J Virol 75 (2001), 2771-2775. Ericsson, T., Oldmixon, B., Blomberg, J., Rosa, M., Patience, C., Anderson, G., J Virol. 75 (2001), 2765-2770. Martin, U., Kiessig, V., Blusch, J.H., Lancet 352 (1998), 692-694. Tacke, S., Specke, V., Stephan, O., Seibold, E., Bodusch, K., Denner, J., Transplant Proc. 32 (2000), 1166 Patience, C., Takeuchi, Y., Weiss, R.A., Nat Med. 3 (1997), 282-286. Takeucji, Y., Patience, C., Magre, S., J Virol. 72 (1998), 9986-9991. Specke, V., Rubant, S., Denner, J., Virology 285 (2001), 177-180. Fire, A., Xu, S., Montgomery, M.K., Kostas, S.A., Driver, S.E. and Mello, C.C., Nature 391 (1998), 806-811. Caplen, N.J., Parrish, S., Imani, F., Fire, A., Morgan, R.A., Proc Natl Acad Sci USA 98 (2001), 9742-9747. Karlas, A., Kurth, R., Denner, J., Virology 325 (2004), 18-23. Wiznerowicz, M., Trono, D., J Virol. 77 (2003), 8957-8961. Dieckhoff, B., Karlas, A., Hofmann, A., Kues, W., Petersen, B., Pfeifer, A., Niemann, H., Kurth, R., Denner, J., Arch Virol. 152 (2007), 629-634. Korrespondenzadresse Dipl.-Biol. Britta Dieckhoff Robert Koch-Institut Nordufer 20, 13353 Berlin Tel.: +49-(0)30-18754 2827 Fax: +49-(0)30-18754 2801 eMail: [email protected] Seite 1 Kennziffer 23 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de Leading Transfection Technology 96-well done amaxa’s new Nucleofector® 96-well Shuttle® System › For RNAi library screening in primary cells and difficult-to-transfect cell lines. › Up to 90% transfection efficiency with shRNA vectors. › Up to 99% transfection efficiency with siRNA. › Designed for liquid handling integration. 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Laborwelt: Herr Dr. Klußmann, 1996 haben Sie in Ihrer Doktorarbeit erstmals umfassend L-RNAAptamere – sogenannte Spiegelmere – als vielversprechende neue Wirkstoffklasse beschrieben, 1997 erfolgte die Gründung der NOXXON Pharma AG. Was waren für Sie die Meilensteine und größten Herausforderungen bei der Entwicklung von damals bis heute? Klußmann: Ein wesentlicher Meilenstein war sicherlich die Optimierung und Automatisierung des SELEX-Herstellungsprozesses, die im Jahre 2002 abgeschlossen werden konnten. Das hat uns in die Lage versetzt, die Hauptlast, die bis dato von Wissenschaftlern getragen wurde, die den Herstellungsprozess der L-RNAAptamere manuell durchgeführt haben, auf robotergestützte Systeme zu übertragen. Das brachte eine wesentlich größere Reproduzierbarkeit und hat uns in die Lage versetzt, die in-vitro-Selektion, sprich SELEX, hochparallel durchzuführen. Ein Jahr zuvor hatten wir das SELEX-Portfolio für Spiegelmer-Anwendungen einlizenziert. Bis dahin waren die Patente der Firma Gilead quasi nicht zugänglich. Ein dritter Meilenstein war sicher, dass wir in den Jahren 2001 bis 2004 gemeinsam mit Partnerfirmen Produktionsprozesse für die L-Nukleotide etabliert haben, und zwar in einem Bereich von 20 bis 50 Kilogramm, um überhaupt Spiegelmere herstellen zu können. Dies alles wäre aber ohne den entsprechenden finanziellen Rückhalt nicht möglich gewesen, wie die 21 Mio. Euro-Finanzierungsrunde Ende 2000 unter Federführung von Merlin und die ungefähr 21 Mio. Euro, auf die sich verschiedene Zwischenfinanzierungen summieren. Dazu kommt natürlich die Finanzrunde von 37 Mio. Euro, die wir in diesem Jahr mit einem ausgezeichneten Investorenkonsortium abschließen konnten. An Business-Meilensteinen wären die sehr frühen Kooperationen mit z.B. Schering, Grünenthal und Fresenius zu nennen, die uns entsprechende Einnahmen 36 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 gebracht haben. Dann hatten wir längere Zeit keine neuen Partnerschaften. Ein sicherlich entscheidender Meilenstein im letzten Jahr war die Kollaboration, die wir mit Pfizer eingegangen sind. Laborwelt: … mit dem sich der US-Konzern die weltweiten Exklusivrechte an NOXXONs Ghrelin-Inhibitor NOX-B11 gegen Obesitas sicherte? Klußmann: Dazu kommt noch ein Screening- und ein Plattformdeal und im Gegenzug die Beteiligung Pfizers am Grundkapital von NOXXON. Für uns ist das ein „validierender Deal“ – validierend für unsere Technologieplattform. Diese Meilensteine konnten nur durch die Zusammenarbeit eines hervorragenden Wissenschaftlerteams erreicht werden, das im Kern schon seit Anfang 2000 zusammenarbeitet und gemeinsam auch Durststrecken und die damit verbundene Begrenzung der Möglichkeiten überstanden hat. Laborwelt: Waren denn nur finanzielle Durchstrecken zu überwinden, oder sahen Sie sich auch mit technologischen Herausforderungen konfrontiert, wie etwa der Entfernung von PCR-Primern, die beim SELEX-Verfahren anfallen, oder bei der Spiegelmer-Synthese oder -Aufreinigung? Klußmann: Ja, absolut. In den ersten Jahren war es außerordentlich schwierig, das 1996 Publizierte und an Musterbeispielen Gezeigte wirklich zu einem industriellen Prozess zu formen. Das hat mehrere Jahre gedauert. Im Jahr 2002 hatten wir den SELEX-Prozess soweit optimiert und automatisiert, dass wir mit Fug und Recht sagen konnten, jetzt können wir Moleküle mit ähnlichen ‚drug-like properties‘ wie etwa Antikörperwirkstoffe identifizieren. Diese Meilensteine fielen aber in eine Zeit, in denen Dr. Sven Klußmann ist Mitgründer der NOXXON Pharma AG, seit Mai 2006 leitet er die Firma als Alleinvorstand (CEO & CSO). Er hat nach einem Biochemiestudium in seiner Doktorarbeit , die er in der Abteilung von Prof. Volker Erdmann am Institut für Biochemie der FU Berlin angefertigt hat, das Konzept, spiegelbildliche Oligonukleotide als neuartige Wirkstoffe zu identifizieren, gezeigt. Ende 1997 folgte die Firmengründung und schon kurze Zeit später wurden erste Industriekooperationen eingegangen. Im März 2006 wurde eine strategische Partnerschaft mit Pfizer unterschrieben. Dr. Klußmann hat in den ersten Jahren die junge Technologie in einen robusten industriellen Prozess überführt. Seit Mai 2006 zeichnet er dafür verantwortlich, den Übergang von einer eher technologisch ausgerichteten Firma in ein Unternehmen mit klinischem Entwicklungsprofil zu begleiten. Auf diesem Weg wurde zunächst im Mai 2007 eine Finanzierungsrunde im Volumen von 37 Mio. Euro abgeschlossen, die die notwendige Voraussetzung für die weitere (prä)klinische Profilierung der Spiegelmere NOX-E36 und NOX-A12 schafft. die finanzielle Lage bei sehr vielen Biotechnologie-Unternehmen sehr angespannt war. Auch wir haben von 2003 an bis letztlich zum Pfizer-Deal mit einem extrem engen Budget gearbeitet, eigentlich primär überlebt, und das bereits 2002 Entwickelte quasi hinübergerettet in eine bessere Zeit. Wir waren 2003 nur 17 Leute. Mit einer so dünnen Personaldecke eine so komplexe Technologieplattform, inklusive Produktion, Analytik, Zellkultur etc. aufzubauen, war eigentlich kaum zu stemmen, und war allein getrieben von der gemeinsamen Vision, ein Spiegelmer-Molekül in die klinische Entwicklung zu bringen. Deswegen bin ich so stolz auf das Team. Laborwelt: Von außen betrachtet, hat sich der eine oder andere sicher gefragt, weshalb stecken die Wirkstoffe nach zehn Jahren noch immer in der Präklinik? LABORWELT I N T E R V I E W Klußmann: Klußmann: Laborwelt: So wird das halt gesehen. Wir mussten bei der Entwicklung der Spiegelmere länger Pionierarbeit leisten als ursprünglich gedacht. Wir haben zwar sehr gut angefangen, hätten aber mehr Finanzmittel benötigt, um die Entwicklung noch schneller vorantreiben zu können. Es hat bis zum Merlin-Deal gedauert, bis ein angemessener finanzieller Rahmen zur Verfügung stand, mit dessen Hilfe wir die Selektions- und Produktionsprozesse etabliert haben. Zusätzlich mussten wir sehr viel Geld für IP ausgegeben – also den SELEX-Prozess – und sind danach in die finanzielle Krise gerutscht. Wir hatten die Technologie zwar etabliert, waren aber dann finanziell nicht mehr in der Lage, danach die richtigen Prozesse aufzusetzen. Wir haben CD-spektroskopische Untersuchungen durchgeführt und konnten im polarisierten Licht klar erkennen, dass es sich um spiegelbildliche Konformationen handelt. Von einem funktionellen Spiegelmer liegen bisher leider noch keine Kristallstrukturen vor; es ist nicht ganz einfach, RNA-Moleküle zu kristallisieren. Mit Blick auf die angepeilte klinische Entwicklung der Spiegelmere: Ist eine cGMP-konforme Herstellung bereits aktuell etabliert? Laborwelt: Können sie kurz umreißen, was Spiegelmere sind, welche Eigenschaften sie haben und wie sie produziert werden? Klußmann: Spiegelmere sind spiegelbildlich aufgebaute Oligonukleotide, also DNA- oder RNAWirkstoffe, die durch ihre dreidimensionale Struktur in der Lage sind, an Targets zu binden. Durch die Spiegelbildlichkeit, also die Verwendung in der Natur nicht vorkommender L-Nukleotid-Bausteine, besitzen die Spiegelmere eine extreme Biostabilität. Jede andere Oligonukleotidsubstanz muss chemisch stabilisiert werden, was mit Wirksamkeitseinbußen einhergehen kann, um nicht dem Abbau durch zelluläre Nukleasen anheim zu fallen. Spiegelmere werden dagegen durch diese Nukleasen nicht angegriffen und sind auch bei Körpertemperatur stabil. Laborwelt: Was heißt das für die biologische Halbwertszeit und die Zeit, bis Spiegelmere wieder vollständig ausgeschieden sind? Klußmann: Sie werden nach den bisher durchgeführten Untersuchungen sowohl über die Niere als auch die Leber als Volllängenmoleküle ausgeschieden. Das passiert in Nagern vergleichsweise schnell, nach subkutaner Administration in Primaten gehen wir davon aus – und das zeigen auch Experimente zur Pharmakokinetik – dass eine wöchentliche Verabreichung ausreichend ist. Laborwelt: Wurde die theoretische Überlegung, dass aus D- oder L-Oligonukleotiden aufgebaute Oligomere spiegelsymmetrische Strukturen ergeben, bereits experimentell belegt – zum Beispiel durch Analysen der Röntgenstruktur? LABORWELT Laborwelt: Inwieweit unterscheiden sich Spiegelmere von konventionellen Aptamer-Wirkstoffen, zum Beispiel in puncto herstellungsbedingte Verunreinigungen, Kosten etc.? Klußmann: Die Herstellungskosten der Spiegelmere werden ein wenig höher als die von normalen Aptamere liegen, wobei die Kosten der Aptamerherstellung von der Art der eingesetzten Modifikationen abhängen. Bei Macugen, dem bereits zugelassen Aptamer-Wirkstoff zur Behandlung der Alters-abhängigen Macula-Degeneration (AMD) etwa, werden die Herstellungskosten durch die 2'-Fluoro-modifizierten Bausteine nicht günstig ausfallen. Allerdings machen die Herstellungskosten der Bausteine den kleineren Teil der Aptamerherstellung aus, die Oligomer-Synthese den größeren Teil. Insgesamt werden wir aber bei den Produktionskosten wesentlich besser dastehen als die wirklichen Konkurrenzprodukte der Spiegelmere, die monoklonalen Antikörper (mAbs). Auch Immunogenität haben wir bei Spiegelmeren – ganz im Gegensatz zu mAbs – bisher nicht beobachtet. Verunreinigungen bei der Herstellung von Oligonukleotiden gibt es sicher immer durch Abbruchprodukte bei der Festphasensynthese (z.B. n-1). Allerdings wirken sich diese nach unserem Dafürhalten nicht auf die Funktion der Spiegelmere aus und führen auch nicht zu Nebenwirkungen. Wir haben aus Tiermodellen bisher keinen Hinweis auf Toxizitäten. Es kam nie zu Reizungen an der Injektionsstelle, wir haben in Zellkulturen noch nie Zellen sterben sehen und erwarten nun die Überprüfung im Menschen. Laborwelt: Wie lang muss – oder besser –, wie lang darf denn ein Spiegelmer sein, damit es spezifisch wirkt, die Herstellungskosten aber trotzdem in einem vertretbaren Rahmen bleiben? Klußmann: Das ist eine wichtige Frage, die wir uns natürlich auch gestellt haben. Wir gehen davon aus, dass bei 40 ± 3 Nukleotiden die Wahrheit liegt. Jenseits der 50 Nukleotide handelt es sich aufgrund der hohen Produktionskosten nicht mehr um ein markttaugliches Produkt. Kritisch ist hierbei, dass trotz hoher Kopplungseffizienzen von zum Teil mehr als 99% je RNA-Syntheseschritt am Ende genügend Produkt erhalten werden muss. Klußmann: Wir sind kurz davor, uns für einen Produzenten zu entscheiden und werden Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres einen entsprechenden Prozess auf Basis der etablierten Phosphoamidit-Chemie für unser erstes Projekt, NOX-E36, aufsetzen. Laborwelt: Auf Ihrer Homepage werden derzeit sechs Entwicklungskandidaten in verschiedensten Indikationen präsentiert, in der wissenschaftlichen Literatur sind noch mehr beschrieben. Welches ist den neben dem bereits auslizenzierten NOX-B11 der derzeit aussichtsreichste Kandidat für einen weiteren Lizenzdeal? Klußmann: Wir sind primär für die Entwicklung von NOX-E36 zur Nephritisbehandlung und NOX-A12 zur Therapie der diabetischen Retinopathie finanziert worden. Diese beiden Kandidaten, von denen NOX-E36 etwas weiter in der Entwicklung ist, bringen wir jetzt mit Hochdruck in die klinische Entwicklung, mit dem Ziel, diese bis zum Wirksamkeitsnachweis in Phase 2 zu entwickeln. Dann werden wir entscheiden, ob wir einen oder alle beide weiterführen und in das Co-Development mit einem Pharmapartner einbringen. Das hängt einfach von den Ergebnissen ab. Daneben haben wir weitere Kandidaten in der Pipeline, die aus früheren Projekten stammen, die wir aber selbst nicht weiterführen können, weil wir nach heutigem Stand denken, dass dies keine für ein Biotech-Unternehmen geeignete Indikationen sind. Gleichwohl bieten wir diese in noch früher Entwicklung befindlichen Spiegelmere interessierten Pharmapartnern an. Dieses Vorgehen ist Bestandteil unserer Strategie, sowohl die Technologieplattform als auch präklinische Produkte auszulizenzieren und für Projekte, für die der Wirksamkeitskeitsnachweis erbracht wurde, Entwicklungspartnerschaften aufzubauen. Nach dem Pfizer-Deal im letzten Jahr und der Finanzierungsrunde in diesem Jahr hoffen wir in der zweiten Jahreshälfte einen weiteren Pharma-Deal abschließen zu können. Ende nächsten Jahres wollen wir das erste Spiegelmer in die klinische Entwicklung einbringen, und in den Jahren 2009 und 2010 erwarten wir die ersten Wirksamkeitsdaten beim Menschen. Laborwelt: Herr Dr. Klußmann, vielen Dank für das Gespräch. 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 39 40 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 None None The system is controlled by the 96-well Shuttle Software. This graphic user interface is used to setup, control and save the results of a 96-well nucleofection experiment. Each result file stores information about date and time, user, used devices, well parameters etc.. It can be exported as an Excel-compatible csv-file. Europe and Rest of World: Phone: +49-221-99199-400 (Mo-Fr, 9am-6pm CET) • Fax: +49-221-99199-499 • Email: scientifi[email protected] | USA: Phone: 888-632-9110 (toll-free) (Mo-Fr, 9am-7pm EST) • Fax: 888632-9112 (toll-free) • Email: scientifi[email protected] 6. Optische Komponenten 7. Bild-Akquisition 8. Datenerfassung/-auswertung/ -speicherung/- transfer 9. Technischer Service Pipettierarm mit einem Kanal. erlaubt Bildanalyse während Zugabe der Reagenzien, garantiert eine sofortige Aufnahme der zellulären Response, Verwendung von Einwegspitzen erlaubt Einhaltung von einwandfreien Arbeitsbedingungen, Pipettieren mit 2 - 100 µl pro Pipettiervorgang geeicht, beinhaltet schnelles Ansaugen, um das Durchmischen der Reagenzien mit den Zellen zu ermöglichen. Laser-freies, konfokales High Content Screening-Gerät zur automatischen Analyse von zellulären Assays mit hohem Durchsatz, durch integrierte CO2-Kammer auch für kinetische Analysen einsetzbar Drei Servicetechniker und Hotline; Applikationsunterstützung beim Anwender und/oder zentral durch Imaging-erfahrene Applikationsmitarbeiter; Demo-Labor mit umfangreichen Probenvorbereitungs- und Messoptionen Datenauswertung und -erfassung mit integrierter Software mit Assaymodulen sowie der Option, flexible, kundenspezifische Assay-Protokolle zu definieren; Daten werden als txt-Dateien gespeichert. Hochauflösende, gekühlte CCD-Kamera, Bilder werden als 12 Bit-TIFF auf 1344 x 1024 Pixel gespeichert, zur Bildaufnahme wird das Objektiv (nicht die Probe) bewegt, um schwach adhärente Zellen nicht zu stören (einzigartiges Konzept). Konfokal oder Epifluoreszenz, wählbar für jede Wellenlänge, Spinning Disk für Konfokalaufnahmen kann beliebig in den Lichtweg ein- und ausgefahren werden. keine Laser-freies, konfokales High Content Screening-Gerät zur automatischen Analyse von zellulären Assays mit hohem Durchsatz 308.000,– C 195.000,– C The Nucleofector 96-well Shuttle System allows automatic processing of a 96-well plate in 3-4 min and fulfills prerequisites for liquid handling integration. We recently successfully combined the superior automation features of Tecan’s cell transfection workstations based on the Freedom EVO platform with amaxa’s Nucleofector Technology. This allows for fully automated, high throughput transfection of primary cells, including Neurons and T-cells, as well as hard-to-transfect cell lines. The development is ideal for large-scale studies that involve high throughput transfection stages, such as RNAi based screening for target identification and -validation. 5. Liquid Handling-Komponenten Device: price on request • Kits: 480,– C (96 rcts.) System for the highly efficient transfection of primary cells and difficultto-transfect cell lines in 96-well format. The Nucleofector 96-well Shuttle System consists of three components, the 96-well Shuttle, the Nucleofector II Device and a laptop. Driven by the Nucleofector II, the 96-well Shuttle can deliver DNA directly into the nucleus, allowing even non-dividing primary cells (such as resting T cells or neurons) to be efficiently transfected. siRNA delivery into the cytoplasm, on the other hand, also occurs with up to 99% efficiency. Optimal nucleofection conditions depend upon the individual cell type, not on the substrate being transfected. This means that identical conditions are used for the nucleofection of DNA, siRNA or shRNA vectors. So it is a simple matter to switch back and forth between substrates or to perform co-transfections with DNA and RNA together. • High Efficiencies: Up to 90% transfection efficiency with DNA combined with viabilities > 95% Features: • Up to 99% siRNA duplex transfer even in suspension cells • High reproducibility: Small intra- and inter-plate standard deviations • No edge effects and no lot-to-lot variance • Access to difficult-to-transfect cell types: Neurons, T cells and other difficult-to-transfect cell types can be transfected • Ease of use: Optimized 96-well Nucleofector Kits and protocols for many primary cells and cell lines • Substrate flexibility: Identical transfection conditions for DNA, siRNA, shRNA, miRNA ... • Transfection flexibility: Modular 2 x 8 Nucleocuvette plate for scalable throughput • Up to 96 independent programs can be run per plate • Variable cell numbers - from 104 - 106 cells per reaction • Rapid optimization: Optimization of any difficult-to-transfect cell line in just one plate • Safety: Disposable plates minimize the risk of cross contamination • Innovative conductive polymer - no metal ion release 4. Produktbeschreibung RNA-Screening, Krebsforschung, ZNS, Diabetesforschung, Immunologie, Medikamentenforschung BD Pathway 855 Bioimager 11. Preis für Basisgerät High-throughput transfection system for screening of siRNA, shRNA, miRNA or cDNA libraries in difficult-to-transfect cell lines and primary cells 3. Anwendungsbereiche des Systems BD Pathway 435 Bioimager Becton Dickinson GmbH BD Biosciences/ Bioimaging Tullastr 8-12, 69126 Heidelberg Dr. Khuong Truong Automatisierung mit Hilfe eines Roboterarms Device: Nucleofector® 96-well Shuttle® System (for high-throughput) Kits (cell type specific): 96-well Nucleofector Kits® 2. Produktname Becton Dickinson GmbH BD Biosciences/ Bioimaging Tullastr 8-12, 69126 Heidelberg Dr. Khuong Truong 10. Extras amaxa AG Nattermannallee 1, 50829 Köln Tel.: +49-(0)221-99199-0, Fax: +49-(0)221-99199-199 www.amaxa.com 1. Firmendaten, Ansprechpartner Paradigm Platform about 25,000,– C • Cartridge about 7000,– C In case of a malfunction the user can easy change the particular cartridge because 80% of the detector is on the cartridge and still use the systems for other measurement techniques or call about 100 Service Engineers in Middle Europe Introduced at this year‘s LabAutomation2007 exposition, the Beckman Coulter PARADIGMTM Detection Platform is a unique, modular system that allows quick and easy configuration by the user. The platform features a selection of cartridges that can be interchanged in less than five minutes to meet different assay needs, making this the first user-upgradable and -configurable multimode reader. It is ideal for labs with multiple users and applications. Eight different cartridges will be available, though future cartridges, including models specifically designed for the new BioRAPTR FRDTM micro fluidic workstation, are in development. Beckman Coulter will also provide custom-labeled cartridges for these read modes, to meet unique user needs. Beckman Coulter expects to begin shipping the PARADIGM Detection Platform at the end of the first quarter of this year. High Performance Multimode Platform allows to configure the systems to your needs and expand at the time it’s necessary by adding Detection cartridges – plug and detect Paradigm High Performance Multimode Reader Seamless integration in Biomek Liquid Handling Systems Beckman Coulter GmbH Lagerhausstraße 45, A-5071 Wals Tel.: +43-(0)662-857 220 DI Rainer Mühlbacher M A R K T Ü B E R S I C H T Marktübersicht: HCS- und HTS-Systeme Zellen statt in vitro-Nachweise biochemischer Reaktionen zum Aufspüren neuer Wirkstoffe und ihrer Optimierung zu nutzen, erscheint derzeit als vielversprechende Strategie in der Wirkstoffentwicklung. Anders als beim High-Throughput-Screening (HTS) werden die durch einen Fluoreszenz-Tag markierten Zielmoleküle beim High-Content-Screening (HCS) durch Epifluoreszenz- oder Konfokalmikroskopie und mit CCDKameras erfasst und die Bilder ausgewertet. So verstanden, bedeutet HCS eine in vivo-Erweiterung des HTS. Einen Überblick über aktuelle Verfahrenslösungen der Firmen, die sich der LABORWELT-Befragung zu HCS und HTS beteiligt haben, bietet die folgende Martkübersicht. LABORWELT LABORWELT Zellkulturen, ELISA, mikrobiologische Prüfungen, Nukleinsäure- und ProteinAssays, Membran-Assays Schneller Mikroplatten-Washer, speziell für höchsten Probendurchsatz konstruiert Ultraschall-Reinigungsfunktion, Vakuumpumpe, Abfallflasche, Flüssigkeitssensoren 3. Anwendungsbereiche des Systems 4. Produktbeschreibung 5. Liquid Handling-Komponenten Pipettierkopf 96/25 µl, Volumenbereich 200 nl-25 µl, Auflösung Volumenschritte 0,01 µl, Polypropylen-Einwegspitzen für 10 µl oder 25 µl in den Qualitäten Standard, Steril und PCR-zertifiziert, mögliche Plattenformate 96, 384, 1536, Mikroplatten-Transportsystem mit 4 oder 5 Plätzen • im Wechsel: 384/25 µl (Parameter s.o.) • Spitzenwaschstation: Kontamination < 0,006 % (Fluoreszenzmessung), keine Kreuzkontamination mit siRNA-Transfektions-Experiment nachweisbar (qPCR, high content screening) Multikanalpipettierer CyBi®-Well vario mit auswechselbaren Pipettierköpfen • 96 und 384 Pipettierkanäle • Zubehör: 2 Stacker, hocheffiziente aktive Spitzenwaschstation • Barcode Reader RNA interference-Screening • Setup von Transfektionsprotokollen, Reformatierung von siRNA-Banken CyBi®-Well vario Workstation für automatisierte siRNA-Transfektion Manifold wäscht 96- und 384-Well-Platten ohne Wechsel, Crosswise Aspiration, fein regulierbare Kolbenpumpe mit Pufferzugabe ab 16.000 ,– C 9. Technischer Service 10. Extras 11. Preis für Basisgerät ab 16.380,– C (je nach Konfiguration) Hohe Pipettirgeschwindigkeit, geringe Stellfläche, Schnelldispensiermodus, hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit auch bei kleinen Volumina ab 47.000,– C, je nach Konfiguration einfache Softwareeinstellungen von komplexen Pipettierprotokollen durch Webbrowser-ähnliche Benutzeroberfläche • Liquid Handling-Parameter ermöglichen schonendes Pipettieren von empfindlichen Zellkulturen/nicht adhärenten Zellen • Höchste Präzision über gesamten Volumenbereich von 25 nL-250 µL Netz von Servicetechnikern in ganz Europa • individuelle Wartungsverträge Gesetzliche Bestimmung zur Verjährung der Gewährleistung, Vorort-Service, Deutschlandweites Servicenetz, individuelle Service- und Wartungsverträge •Product Validation Package zur regelmäßigen GLP-gerechten Überprüfung, IQ-, OQ-, OQ-Routinen werden unterstützt. 8. Datenerfassung/-auswertung/ -speicherung/- transfer Gesetzl. Bestimmung zur Verjährung der Gewährleistung, Vorort-Service Deutschlandweites Servicenetz, individuelle Service- und Wartungsverträge keine keine umfangreiche, eingebaute Software, Kopierfunktion, Programmierpaket zur Ansteuerung in Roboteranlagen, Wartungsprogramme 7. Bild-Akquisition Steuerung/Programmierung entweder durch Precision Power-Software mit PC oder durch Onboard-Keypad.• Simulationsmodus für Pipettierprogramme erleichtert das Erstellen fehlerfreier Programme und vermeidet Verschwendung teurer Reagenzien. Autoklavierbarer Dispenser, 4 verschiedene Modi Flüssigkeiten zu verteilen, Grafisches Simulationsprogramm zum leichten Erstellen von Pipettier-Abläufen, Optionaler Stacker zum Wechseln von Platten, Einkanal-Modus mit Liquid Level Sensing Platzsparender Liquid Handler • Plattform frei konfigurierbar für 6 Stationen • Kompatibel mit verschiedenen Plattenformaten (96 / 384), Pipettenspitzen, Reagenzgefäßen und Reservoirs EIAs/ELISAs, Hit-Picking, Zell-Assays, Übertragung von Mutter- zu Tochterplatten, Replikation von Mikroplatten, Serielle Verdünnungen (Proteinassays), Reagenzzugabe Precision CyBio AG Dr. H. Hermann Göschwitzer Str. 40, 07745 Jena, Tel.: +49-(0)3641-351 430 [email protected] www.cybio-ag.com keine Washer Elx405HTS 2. Produktname BioTek Instruments GmbH Dr. Marina Bruß Kocherwaldstr. 34, 74177 Bad Friedrichshall Tel.: +49-(0)7136-968 202 Fax: +49-(0)7136-968 111 [email protected], www.biotek.de 6. Optische Komponenten BioTek Instruments GmbH Dr. Marina Bruß Kocherwaldstr. 34, 74177 Bad Friedrichshall Tel.: +49-(0)7136-968 202 Fax: +49-(0)7136-968 111 [email protected], www.biotek.de 1. Firmendaten, Ansprechpartner ab 250.000,– C, je nach Konfiguration einfache Softwareeinstellungen von komplexen Pipettierprotokollen durch Webbrowser-ähnliche Benutzeroberfläche • Liquid Handling-Parameter ermöglichen schonendes Pipettieren von empfindlichen Zellkulturen/nicht adhärenten Zellen • Höchste Präzision über gesamten Volumenbereich von 25 nL-250 µl • vollautomatischer Wechsel der Pipettierspitzen im Prozess Netz von Servicetechnikern in ganz Europa • individuelle Wartungsverträge keine keine keine Pipettierkopf 96/25 µl, Volumenbereich 200 nl – 25 µl, Auflösung Volumenschritte 0,01 µl, Polypropylen-Einwegspitzen für 10 µl oder 25 µl in den Qualitäten Standard, Steril und PCR-zertifiziert, mögliche Plattenformate 96, 384, 1536, • Pipettierkopf 384/25 µl (Parameter s.o.) • Mikroplatten-Transportsystem mit 4 oder 5 Plätzen • Geschwindigkeit: 20.000 Transfektionen in 3 Stunden • kontaktfreies, schonendes Dispensieren von Zellen • Zugabe von Transfektionslösung durch Multikanal-Pipettierköpfe mit anschl. Spitzenwechsel 2 Mehrkanalpipettierer CyBi®-Well vario mit auswechselbaren Pipettierköpfen • 96 und 384 Pipettierkanäle pro Kopf • 4 Stacker • 2 TipChanger • kontaktfreier Dispenser CyBi®Drop 3D mit Zell-Zirkulation • Verbindung der linearen Transportsysteme über Dreharm • Barcode Reader RNA interference-Screening • High Throughput inclusive Setup von Transfektionsprotokollen • Zell-Aussaat • Reformatieren von siRNA-Banken • Duplikation von Assay-Mikroplatten CyBi®-Well vario Workstation für automatisiertes RNAi-Screening CyBio AG Dr. H. Hermann Göschwitzer Str. 40, 07745 Jena, Tel.: +49-(0)3641-351 430 [email protected] www.cybio-ag.com Die epMotion ist eine universelle automatische Pipettierstation, die auch für weitere Liquid Handlingaufgaben wie „Proben-Normalisierung“ oder „Hit-Picking“ eingesetzt werden kann. Eppendorf epMotion Performance-Pläne: klar definierte Pläne ohne versteckte Kosten – einfache Auswahl und Budgetierung • Premium-Pläne inklusive 1 Jahr Garantierverlängerung • professionelle Betreuung durch engagierte und gut ausgebildeteServicetechniker • Kalibrierung der Dosierwerkzeuge nach ISO 8655 möglich keine keine keine optische Analysetechnik Automatisierung der Eppendorf-Pipettiertechnologie • Pipettierbereich von 1µl -1000µl. Ein- und achtKanal-Pipettierwerkzeuge • ausschließlich kontaktfreies Dispensieren zur maximalen Reduktion von Kontaminationen • autoklavierbare Pipettierwerkzeuge • kompatibel mit Einzelgefäßen oder PCR-, Mikroplatten bis 384 wells Automatisches Pipettiersystem mit höchster Pipettierpräzision • einfachste Bedienführung durch das einzigartige Control Panel oder integriertem PC • flexibel einzusetzen für nahezu alle Liquid HandlingAnwendungen Ansatz von Real-time PCR-Assays im Hochdurchsatz-Maßstab epMotion 5075 LH Eppendorf Vertrieb Deutschland GmbH Axel Kettler Peter-Henlein-Straße 2, 50389 Wesseling-Berzdorf Tel.: 01803-255911 [email protected] HCS&HTS-SYSTEME 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 41 42 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Das System besteht aus dem Opera High Content Imaging Reader, der automatisierten Workstation, je nach Ausstattung sind Liquid handling-Komponenten wie die JANUS cellular workstation, der FlexDrop, ein Cell-Washer sowie Inkubatoren und weiteres in diesem System integriert. Das optische Herz des Systems ist der Opera High content Imaging Reader Das Opera-System ist ein Hochdurchsatz-Imaging-System. Zusammen mit den Automatiserungskomponenten können mit dem System 50.000-100.000 Tests in 24h ausgelesen werden. Hochflexible Bildanalyse-Software „AcapellaTM“ bereits enthalten inklusive umfangreicher Bibliothek mit Algorithmen gängiger Bildanalyse-Prozeduren für die Assayentwickung sowie der Fähigkeit zur on-the-fly-Bildprozessierung • Hochdurchsatz-Bildverarbeitungssystem mit parallelisierter Bildprozessierung, skalierbar: Basissystem mit zwei PCs, je ein Dual-Core Prozessor, je 2 GB RAM und 2 x 250 GB Speicher. Jederzeit Aufrüstung mit weiteren PCs • Zusätzliche Server zur Datenspeicherung Weltweiter Support durch ein wachsendes Team von Serviceingenieuren, Applikationsspezialisten, Software-Datenanalyse-Spezialisten und weiteren Supportmitarbeitern Das System kann auch auf S2-Laborbedingungen angepasst werden 5. Liquid Handling-Komponenten 6. Optische Komponenten 7. Bild-Akquisition 8. Datenerfassung/-auswertung/ -speicherung/- transfer 9. Technischer Service 10. Extras 11. Preis für Basisgerät Automatisiertes High Content Screening-System • Vereinigt High Content-Imaging mit robuster Automatisierung • Das System ist modular aufgebaut und kann je nach Anwendung zusammengestellt werden. 4. Produktbeschreibung Fluoreszenzbasierte zelluläre Assays in der präklinischen Wirkstoffforschung • Primärscreening, Sekundärscreening, Lead-Optimierung • ADME / Tox-Assays • Target-Validierung • Systembiologie • RNAi-Screening 3. Anwendungsbereiche des Systems Klimakontrolle (Temperatur, CO2, Feuchtigkeit) • Weitere Office-Lizenzen für die Bildanalyse-Software • Plattenhandling: plate:: handlerTM II, Transfer zu Stackern, Inkubator, Liquid Handling-Modulen • Aufrüstung zur cell::explorerTM HCS Screening-Plattform (incl. Plattenhandling, Pipettieren, Waschen, Plattenlagerung, Inkubation) • Integration in bestehende Screening-Anlagen Weltweiter Support durch ein wachsendes Team von Serviceingenieuren, Applikationsspezialisten, Software-Datenanalyse-Spezialisten und weiteren Supportmitarbeitern • Applikationsentwicklung durch unser Team: Machbarkeitsstudien, Assayentwicklung, Bildanalyse-Algorithmenentwicklung, sowohl in-house als auch beim Kunden Hochflexible Bildanalyse-Software „AcapellaTM“ bereits enthalten inklusive umfangreicher Bibliothek mit Algorithmen gängiger Bildanalyse-Prozeduren für die Assayentwickung sowie der Fähigkeit zur on-the-fly-Bildprozessierung • Hochdurchsatz-Bildverarbeitungssystem mit parallelisierterBildprozessierung, skalierbar: Basissystem mit zwei PCs, jeein Dual-Core Prozessor, je 2 GB RAM und 2 x 250 GB Speicher. Jederzeit Aufrüstung mit weiteren PCs • Zusätzliche Server zur Datenspeicherung Parallele Dreifarben-Bildaufnahme über drei Peltier-gekühlte CCDKameras, 1376x1040 Pixel • bis zu 13 Bandpassfilter • Optional eine weitere Kamera für den UV-Bereich • frei konfigurierbares Layout für Sublayouts in einem Well und z-Stacks Punktscan-konfokales Imaging-Prinzip mit Nipkow-Scheibe für schnelle konfokale Bildaufnahme bei minimalem Photobleaching, besonders geeignet für lebende Zellen • Festkörper-Laser zur Fluoreszenzanregung, Intensität regelbar • Zusätzlich nichtkonfokale Epifluoreszenzoption mit Xenon-Lampe für den UV-Bereich • Laserbasierter Autofokus für ultraschnelle Definition der Bildebene Optional on-line Dispenser und Kimakontrolle für Kurzzeit-Mehrfarben-Kinetikmessungen: Kontaktfreies Dispensieren von 0,2-15 µl mit schneller Durchmischung, HTS-Modus für Verschachteln von Dispensieren und Messung • Optional FlexDropTM Liquid-Handling Modul außerhalb des Opera für parallelisierte Zugabe von Substanzen: Achtkanal-Dispensieren von 200 nl-2 ml, bis zu vier Reagenzien • Weitere Möglichkeiten mit Ausbau zu „cell::explorerTM“ ScreeningPlattform (Pipettierer, Washer) Vollautomatisierter konfokaler Hochdurchsatz-Imaging Reader für alle gebräuchlichen Mikrotiterplatten (96- bis 3456-Format) • Hohe Geschwindigkeit für das Screening großer Substanzbibiotheken bei gleichzeitig hoher konfokaler Auflösung • Vier Laser (405 nm, 488 nm, 561 nm oder 532 nm, 640 nm), optional Xenon-Lichtquelle zur Anregung im UV-Bereich für maximale Flexibilität bei der Auswahl der zu verwendenden Fluorophore • Drei Peltier-gekühlte CCD-Kameras für parallele Vielfarben-Bildaufnahme, optional eine weitere Kamera für den UV-Bereich • Wasserimmersionsobjektive für exzellentes SignalRauschverhältnis, Luftobjektive für Platten mit dicken Plastikblöden, Vergrößerung 10x bis 60x OperaTM High Content Screening-System cell::explorer - High Content Screening platform 2. Produktname Evotec Technologies GmbH, A PerkinElmer Company Dr. Gabriele Gradl (Global Product Manager High Content Screening) Schnackenburgallee 114, 22525 Hamburg Tel.: +49-(0)40-560 81-574, Fax: +49-(0)40-560 81-222 Evotec Technologies GmbH, A PerkinElmer Company Andreas Niewöhner (Product Manager Automated Systems) Schnackenburgallee 114, 22525 Hamburg Tel.: +49-(0)40-560 81-338, Fax: +49-(0)40-560 81-488 1. Firmendaten, Ansprechpartner ab 60.755,- C 5 Personen im Service in Europa, 2 in UK und je eine in Deutschland, Frankreich, Skandinavien Modulare Akquisitions-und Auswertesoftware Cytosoft auf Laptop, im Vergleich zum Imaging sehr kleine Ergebnisdateien von < 100 KB Keine, sondern flowzytometrische Erfassung von bis zu 6 Parametern simultan für jede Zelle Kapillare Flowzytometrie mit bis zu 6 simultan erfassten Detektoren Integrierter 96-Well-Probenroboter, der auch Proben aus Mikrozentrifugenröhrchen nehmen kann • GuavaLink-Schnittstelle zu Liquidhandling-Roboter oder Plateloader Kapillares Flowzytometer mit integriertem Probenroboter fuer 96-Wellplatten und Mikrozentrifugenröhrchen • Detektion von Fluoreszenz mit 2 bis 4 Farben, Forward- und Sidescatter (optional) • Dank patentierter Kapillartechnik: absolute Zellzählung und robuste, einfache Anwendung und kompaktes Format Cell Based Assays z.B.: Zellzählung/Viabilität • Verschiedene Apoptose-Assays • Cell Cyclus • Celltoxicity • Cell Tracking • Detektion von Oberflächenmarkern • GFP-Detektion etc • Bead Based Assays z.B.: IgG-Quantifizierung Guava PCA-96 Guava EasyCyte Plus Guava Technologies, Inc. 25801 Industrial Blvd., Hayward, CA 94545, USA Dr. Michael Liebler Tel.: +49-(0)171-7282932 [email protected] Zugabe von Zellen, Aspiration von bis zu 4 Positionen (3x fix) möglich • Plate-Mixing-Funktion (Minimierung von Pipettierartefakten, z.B. durch DMSO), auch für Ratiometrische Methoden, Barcode Reader • FRET-Option • Multiplexing • hoher Durchsatz (z.B. Flash-Lumineszenz 30 Platten/h) • höchste Zuverlässigkeit Der technische Service erfolgt von Herrsching aus. Real-Time-Anzeige der Messdaten, pos./neg. Kontrolle • Hit-Detektion • Datentransfer (z.B. Excel) separate Detektoren, optimiert für Lumineszenz bzw. Fluoreszenzmessungen • Lumineszenz: hochempfindliche Photon Counting-Kamera • Fluoreszenz: gekühlte Digitalkamera mit hoher Empfindlichkeit über einen weiten Spektralbereich (350 nm bis 800 nm) Fluoreszenz: leicht zugänglich außerhalb des Hauptgeräts plaziert sind lichtstarke Xenonlampen, gekoppelt mit einem Anregungs-Filterrad; über einen QuartzLichtleiter und eine Epifluoreszenz-Optik erfolgt die Anregung der ganzen MTP, über Emissionsfilter wird das Signal auf den Detektor abgebildet • Lumineszenz: fiberoptische Kopplung zwischen MTP und Kamera 1-3 Pipettierköpfe (96 oder 384 Kanäle) oder 1536er Pin-Tool • Tip-Washer • Multi-Wasch-Funktion • Wiping-Tool, externer Vorratstank sehr flexibler MTP-Reader mit integriertem Liquid Handling, für Stand-alone Betrieb (Stacker) oder integriert in Robotersysteme, Lumineszenzassays (Flashund Glow-Lumineszenz) können ebenso gemessen werden wie alle handelsüblichen Fluoreszenzfarbstoffe (1 Ex.-1 Em., 2 Ex.-1 Em., 1 Ex.-2 Em.), durch Messung des ganzen Wells wird nicht nur eine hohe Empfindlichkeit erzielt, es können sowohl adhärente Zellen als auch Zellsuspensionen eingesetzt werden. Lumineszenz- und/oder Fluoreszenz-Messungen an Mikrotiterplatten (96 und/oder 384 Well-Format), geeignet für Primary und Secondary Screening sowie zur Assayentwicklung FDSS 6000 Hamamatsu Photonics Germany GmbH Arzberger Str. 10 , 82211 Herrsching Tel.: +49-(0)8152-375 203, Fax: +49-(0)8152-375 222 Dr. Walter Graewe Tel.: +49-(0)2831-94 506 , [email protected] M A R K T Ü B E R S I C H T LABORWELT LABORWELT Real-Time-Anzeige der Messdaten, Datentransfer (z.B. Excel) Der technische Service erfolgt von Herrsching aus. Temperaturkontrolle, Barcode Reader, automatische Entfernung des MTP-Deckels 8. Datenerfassung/-auswertung/ -speicherung/- transfer 9. Technischer Service 10. Extras 11. Preis für Basisgerät hochempfindliche Bildverstärker-Kamera, gegenüber herkömmlichen Lumineszenzsensoren mit stark erhöhter Empfindlichkeit im NIR-Bereich (z.B. 20x bei 700 nm) 7. Bild-Akquisition Zusammen mit einem System der Microlab STAR-Line erhalten Anwender eine Komplettlösung für das automatisierte Proben-Management u. Liquid-Handling. Die Integration der beiden Systeme stellt Prozess- und Probensicherheit für das komplette Highthroughput Screening sicher. Servicetechniker und Applikationsspezialisten im gesamten Bundesgebiet. Anwenderfreundliche Software, die alle nötigen Probenhandling-Schritte mit grafischer Benutzerführung ermöglicht. Bearbeitung von Arbeitslisten oder Anbindung an LIMS-Systeme für maximale Probensicherheit. Ausgestattet mit verschiedenen, redundanten Sicherungssystemen. 2D- und 3D-Barcodescanner integriert Hochflexibles Lagersystem für Compound-Management in Mikrotitierplatten und Röhrchen Lumineszenz: fiberoptische Kopplung zwischen MTP und Kamera hochempfindlicher Lumineszenz-Reader, f. Stand-alone-Betrieb (Stacker) o. integriert in Robotersysteme, für Lumineszenzassays u. alle handelsüblichen Fluoreszenzfarbstoffe (1 Ex.-1 Em., 2 Ex.-1 Em., 1 Ex.-2 Em.), durch Messung des ganzen Wells wird eine hohe Empfindlichkeit erzielt, es können adhärente Zellen u. Zellsuspensionen eingesetzt werden 4. Produktbeschreibung Proben- und Compound-Management für Biotech, Pharma, akademische Forschung u.a. 6. Optische Komponenten Bio- u. Chemolumineszenz-Messungen an MTP (96, 384 und 1536 Well-Format) f. Endpunkt-Bestimmungen, Kinetiken u. Time-Lapse-Anwendungen, zeitgleiche Aufnahme der Daten von allen Wells einer MTP durch Imaging-Technik 3. Anwendungsbereiche des Systems Active Sample Manager Enorme Vorteile hins. Flexibilität, Durchsatz, Bedienungsfreundlichkeit u. Sicherheit d. Proben: Versch. Nutzer können simultan Hitpicking, Einu. Auslagerungsanfragen f. sofortige o. spätere Ausführung bearbeiten, während die integrierten in- und output-Systeme gleichzeitig mehrere Platten ein- u. auslagern. Alle Proben verbleiben bis zum endgültigen Verlassen d. Systems in kontrollierten, inerten Bedingungen, um ihre maximale Haltbarkeit sicherzustellen. Das System lässt sich zu jedem Zeitpunkt mit weiteren Lagerungseinheiten erweitern, die bez. der Lagerungsbedingungen u. Probengefäße unabhängig voneinander konfiguriert werden können. RayCatcher 2. Produktname Entwicklung maßgeschneiderter Integrationslösungen nach Kunden-Bedürfnissen. Eine große Auswahl an Zubehör steht für verschiedene Applikationen zur Verfügung (Magnetic-Bead- und Vakuum-Technologie, Inkubation, Analyse etc.). Servicetechniker und Applikationsspezialisten im gesamten Bundesgebiet. Steuerung durch Windows-basierte Software, die einfache Integration und Ansteuerung von weiteren Instrumenten (z.B. Readern, Inkubatoren etc.) erlaubt. Daten-Tracking mit optionalem Barcode-Leser. Integration in LIMS-Systeme ist möglich über File-Handling (z.B. Excel-, Access-, Text-Dateien). Hohe Reproduzierbarkeit und Prozess-Sicherheit durch „Air-Displacement“-Pipettier-Technologie. Bei Verwendung von Einweg-Tips wird das Risiko von Kontamination praktisch ausgeschlossen. “Monitored Air Displacement” (MAD) ermöglicht zudem die Überwachung einzelner PipettierSchritte mittels Drucksensoren. • Verschiedene Deckgrößen mit Nachrüst-Möglichkeit. 1-16 unabhängig positionierbare Pipettierkanäle und/oder optionaler 96er, 384er, Nanodispenser-Pipettierkopf auf einem oder zwei parallel arbeitenden Armen. Gleichzeitiger Einsatz von Tips und Stahlnadeln. Plate-Handling mittels zweier verschiedener interner oder einem externen Greif-Arm. Große Auswahl an Zubehör für verschiedene Applikationen (MagneticBead und Vakuum-Technologie, Inkubation etc.). Modulare Liquid Handling-Workstations mit frei konfigurierbaren Pipettier- und Plattentransport-Modulen. Mikro- und Nanoliterpipettierung auf ein- und demselben Gerät möglich. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in Genomics, Proteomics und Drug Discovery, z.B: PAMPA, ADME und Cytotoxicity Assays, Cell based Assays, Nukleinsäure/ Protein-Aufreinigung, Probenvorbereitung für Expressionsanalysen, DNA-Klonierung (Gateway®, Invitrogen), PCR-Set-up (Real Time), Normalisierung, Proteinkristallisation für Labore in den Bereichen Biotech, Pharma, akademische Forschung, Veterinär, Forensics u.a. MICROLAB STAR Line (STARlet, STAR, STARplus) HAMILTON Robotics GmbH Dr. Jörg Katzenberger Fraunhoferstr. 17, 82152 Martinsried Tel.: +49-(0)89-55 26 49-0, Fax: +49-(0)89 55 26 49-10 [email protected], www.hamiltonrobotics.com 5. Liquid Handling-Komponenten Hamamatsu Photonics Germany GmbH Arzberger Str. 10 , 82211 Herrsching Tel.: +49-(0)8152-375 203, Fax: -375 222 Dr. Walter Graewe, Tel.: +49-(0)2831-94 506 [email protected] 1. Firmendaten, Ansprechpartner 150.000,- C Erweiterungsmodul für Präparation der Biosensoren, Entgasung der Messlösungen 8 Applikationsspezialisten und 2 Servicetechniker • Assay development als Dienstleistung Automatische Erfassung von Peak Current-Amplitude oder Integral. Speicherung der Rohdaten in binären Files. Export als ASCI. keine Image Acquisiton, elektrische Messung keine optischen Komponenten, elektrische Messung Automatischer Einkanalpipettierer (xyz-Antrieb) mit firmeneigener Liquid-Handling-Einheit für schnellen Lösungswechsel (IonJet-Injektionskopf) Markierungsfreie und zellfreie BiosensorTechnologie. Drastisch erhöhter Durchsatz und Empfindlichkeit gegenüber konventionellen Methoden. Bis zu 500 Messungen pro Tag im 96-well-Format. Direkte funktionelle Messung der Aktivität von Transportproteinen für Screeninganwendungen. Markierungsfreie Messung, keine Verwendung von Fluoreszenzfarbstoffen oder radioaktiv markierten Substanzen SURFE2R Workstation IonGate Biosciences GmbH Industriepark Hoechst Geb. D528 65926 Frankfurt Wolfgang Lerch, CEO Flexible Pipettier- und Roboterplattform an individuelle Assays, Durchsätze und Arbeitsvolumina anpassbar und aufrüstbar. Roboterarme zur Beladung von Modulen rechts, links, hinter und unter dem Gerät. Unterschiedlichste optische Komponenten auch von Drittfirmen integrierbar. Software ist FDA 21 CFR Part 11-kompatibel. Tecan bietet 12 Monate Garantie, optionaler Servicevertrag möglich. Ein flächendeckendes Servicenetz mit 9 Servicetechnikern ist in Deutschland vorhanden. EVOware-Software verfügt über Arbeitslisten, Dokumentation und Schnittstellen für Treiber von externen Geräten. Die Steuersoftware schreibt für alle Abläufe ausführliche Log-Files. Datenimport und -Export in verschiedenen Dateiformaten möglich. Bei integrierten Detektionsmodulen übernimmt die Magellan-Software die Datenreduktion für alle Detektionsmodi und Formaten bis zu 1536 Well. Image-Akquisition auf Detektorebene, Datenaustausch mit Liquid Handling-Software. Optische Komponenten je nach Kundenwunsch (Scanner, Mikroskope, Plattenreader). Mechanische und Software-Integration mit Pipettierplattform. Auch mehrere Detektionsgeräte auf einem System möglich. 1 oder 2 Liquid Handling-Arme mit jeweils 2, 4 oder 8 Einweg- oder waschbaren Stahlnadeln in beliebiger Kombination. Mehrkanal-Pipettierung mit 96 (Einweg- oder waschbaren Stahlnadeln) oder 384 Nadeln in Kombination mit Liquid Handling-Arm möglich. Volumenbereich 10nl bis 5 ml (abhängig von der Art der verwendeten Spitze). Offene, flexible Liquid Handling- und Robotik-Plattform in 4 versch. Größen zur flexiblen Konfiguration v. Automationslösungen unterschiedlichster Anwendungen. Robotikfunktionen bewegen Verbrauchsmaterialien (Platten, Röhrchen, Tips,…) innerhalb, neben, hinter und unter die Arbeitsfläche. Beliebige Funktionen f. Detektion, Identifikation, Waschen, Schütteln, Temperieren, Extrahieren (Magnet o. Vakuum), Inkubieren, Zentrifugieren, Cyclen u. Lagern optional u. individuell konfigurierbar. Breiter Bereich von Automationslösungen für das High Throughput Screening und das High Content Screening, Anwendungen um Bereich Zellkultur, zelluläre Assays, Probenvorbereitung für Analysen und automatische Analysen. Freedom EVO® Serie Tecan Deutschland GmbH Dr. Jürgen Fetzer (Marketing) Theodor-Storm-Str. 17, 74564 Crailsheim Tel.: +49-(0)7951-94170, Fax: -5038 [email protected], www.tecan.de HCS&HTS-SYSTEME 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 43 44 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 ImageXpressULTRA™ Confocal imaging of live cells or fixed samples on multi-well plates or slides • High throughput, high content and research modes Fully-integrated, true point-scanning confocal imaging system for automated acquisition and analysis of images for high throughput cell-based screening • Optically-encoded linear motors, for superior precision and accuracy in X, Y, and Z positioning, with better than 100 nm resolution in all three axes • High-speed firmware-controlled auto-focus with a dedicated laser, to minimize sample bleaching • Custom self-aligning optics, to ensure optimal sensitivity and resolution of images • Software-configurable detection pinhole diameter • Up to four internally-installed, solid state lasers (405, 488, 532 or 561, 635 nm), for simultaneous or sequential scanning • Software-controlled linear objective changer which protects unselected objectives from contact with the stage (up to 4 objectives) • Optional integration with an automated plate-loading robot • MetaXpressTM software, which controls both acquisition and analysis, and is built on the backbone of our market-leading MetaMorph imaging software • The MDCStoreTM enterprise-level database, for data management and image storage, automatically linking analysis results to original images, segmentation overlays and annotations, compatible with Microsoft SQL Server and Oracle platforms • Seamless integration with the AcuityXpressTM cellular informatics software (optional), an advanced package for data mining, analysis, statistics, and visualization. 2. Produktname 3. Anwendungsbereiche des Systems 4. Produktbeschreibung • Up to four internally-installed, solid state lasers (405, 488, 532 or 561, 635 nm), for simultaneous or sequential scanning •4 PMTs, enabling simultaneous acquisition of up to 4 colours • The MetaXpress software, which controls both image acquisition and analysis, is built on the backbone of MetaMorph imaging software. In addition to all the features of MetaMorph, MetaXpress is equipped with application modules to easily automate common analysis tasks. Application modules feature intuitive dialog boxes for set-up of image analysis, improved segmentation through adaptation to local content, image and cell-bycell data logging. Typical applications include: • Endothelial tube formation • Promotion or inhibition of blood vessel formation • Cell viability • Cell cycle Analysis • Membrane potential • Cytotoxicity and apoptosis • Cell proliferation • Cell migration • Cell counting • Kinase activation • Fatty acid uptake • Mitosis • Adipogenesis • Examining transfection efficiencies • Studying intracellular structures • Receptor internalization • Punctate staining • Clustering target molecules • Process extension • Neurodegenerative or neurodegenerative disease research • Cell differentiation (Stem cell research) • Protein movement, translocation and co-localization • Cell pathway analysis • Protein phosphorylation • Mitochondrial localization • Detect monopolar spindles • Angiogenesis tube formation • The MDCStore enterprise-level database, for data management and image storage, automatically linking analysis results to original images, segmentation overlays and annotations, compatible with Microsoft SQL Server and Oracle platforms. Writing to and reading from the database is enabled through the database API and various export and import functions in both AcuityXpress and MetaXpress • Seamless integration with the AcuityXpress cellular informatics software, an advanced package for data mining, analysis, statistics, and visualization. AcuityXpress features MDCEarth, a unique tool to explore and analyze per-cell data and link data points to images. 7. Bild-Akquisition 8. Datenerfassung/-auswertung/ -speicherung/- transfer Up to 4 objectives (4x-100x supported) • Filter cubes configured for specific dye excitation and emission •Automated plate loading • MetaXpress offline analysis packages • Analysis application modules for MetaXpress • AcuityXpress cellular informatics software POA 10. Extras 11. Preis für Basisgerät 9. Technischer Service • A fully-integrated, true point-scanning confocal imaging system • High-speed firmware-controlled auto-focus with a dedicated laser, to minimize sample bleaching • Custom self-aligning optics, to ensure optimal sensitivity and resolution of images • Software-configurable detection pinhole diameter • Up to four internally-installed, solid state lasers (405, 488, 532 or 561, 635 nm), for simultaneous or sequential scanning • Software-controlled linear objective changer which protects unselected objectives from contact with the stage (up to 4 objective). 6. Optische Komponenten 5. Liquid Handling-Komponenten Molecular Devices (part of MDS Analytical Technologies) 660-665 Eskdale Road, Winnersh triangle Wokingham, Berkshire RG41 5TS, UK Technical support: +44-(0)118-9448000 1. Firmendaten, Ansprechpartner Auf Anfrage, verschiedene Basismodelle Heizen und Kühlen auf Deck optional möglich • Optional Deckbelegung zur Bevorratung, Tipchange etc. Weltweiter Support durch ein großes Team von Serviceingenieuren und Applikationsspezialisten • Applikationsunterstützung durch unser Team: Assayentwicklung • PerkinElmer eigenen Assaytechnologien (inkl. EuroScreen) einfach zu bedienende Windows-Software für die Erstellung und Nutzung von Protokollen, einfache AssayOptimierungen möglich • Softwareebene für den Poweruser erlaubt detailliertes Eingreifen in die Protokolle • Auswertesoftware AssayPro gekühlte CCD-Kamera Kontakt Imaging-Technologie mit einer ultragekühlten CCD-Kamera (LumiLux) • Epi-Fluoreszenz-Imaging mit gekühlter CCD-Kamera (CellLux) • Reagenzzugabe in der kompletten Platte zeitgleich zum Imaging 96, 384 und 1536-well-Pipettierkopf • Waschstation u. wechselbare Spitzen • Bevorratung von bis zu 150 Platten („stand alone“) • Rührstation f. Lösungen • Fließband f. stabilen Transport der Platten o. Spitzenboxen • integrierter Greifer f. Platten o. Boxen, daher hohe „walk away“-Zeit • flexible Deckbelegung, damit auch f. andere Liquid Handling-Aufgaben nutzbar • Barcode Reader Vollautomatisierte Zellular-Imaging-Plattform für alle gebräuchlichen Mikrotiterplatten (96- bis 3456-Format) mit einer fortschrittlichen Liquid-Handling-Komponente • Hohe Geschwindigkeit für das Screening großer Substanz-Bibliotheken • „Stand-alone“-Modus mit eingebauter Bevorratung (Stackern) für kleine Durchsätze und integrierbar in eine Screening-Anlage mit großer Bevorratung Flash- und Glo-Lumineszenz-Zell-Assays •Aequorin Assays (suspensions- und adherente Zellen) • Calcium Assays • Ion Chanels • Arbeitet mit Fluoreszenz Compounds • Primärscreening, Sekundärscreening, LeadOptimierung • Target-Research LumiLux Cellular Screening Platform CellLux Cellular Screening Platform PerkinElmer LAS (Germany) GmbH Ferdinand-Porsche-Ring 17, 63110 Rodgau Tel.: (D): 0800-181-0032 • (CH): 0800-000-015 • (A): 0800-111-933 [email protected] verschiedene Basismodelle Integration in bestehende Screening-Anlagen Weltweiter Support durch ein großes Team von Serviceingenieuren und Applikationsspezialisten • Applikationsunterstützung durch unser Team: Assayentwicklung • PerkinElmer eigenen Assaytechnologien einfach zu bedienende Windows-Software für die Erstellung und Nutzung von Protokollen, einfache Assay-Optimierungen möglich • Softwareebene für den Poweruser erlaubt detailliertes Eingreifen in die Protokolle gekühlte CCD-Kamera • Optische Module nachrüstbar • frei konfigurierbares Layout in einem Well große Linse, um komplette Platten auswerten zu können Optional FlexDropTM Liquid-Handling-Modul außerhalb des Viewlux für parallelisierte Zugabe von Substanzen: Achtkanal-Dispensieren von 200 nl – 2 ml, bis zu vier Reagenzien Vollautomatisierter Platten-Imaging-Reader für alle gebräuchlichen Mikrotiterplatten (96- bis 3456-Format) und Gele, TLC Plates und Membranen • Hohe Geschwindigkeit für das Screening großer Substanz-Bibliotheken mit biochemischen Assays • Stand-alone-Option mit eingebauter Bevorratung (Stackern) für kleinere Durchsätze und integrierbar in eine Screening-Anlage mit großer Bevorratung • TRF, FP, Fluoreszenz, Lumineszenz, Absorptions- und radioaktive Assays • Primärscreening, Sekundärscreening, Lead-Optimierung • ADME / Tox-Assays • Target-Research Viewlux HTS microplate Imager from 62.500,- C customized solutions on request application development on request • service contracts on request • depending on application on request • depending on application CCD microscope camera non contact piezo dispenser • up to 8 dispensing channels • drop volumes from 100 – 500 picoliter XYZ robot sytems with integrated picoliter dispensing unit and control software production of cell transfection arrays • dispensing of living cells in ultra low volumes (pico-to-nanoliter range) • general low volume liquid handling applications sciFLEXARRAYER product line Scienion AG Dr. Rita Böttge Tel.: +49-(0)30-63921700 [email protected], www.scienion.com M A R K T Ü B E R S I C H T LABORWELT LABORWELT Tisch (120x200 oder 200x200) mit Assist-Roboter und Steuerung. Einhausung mit Sicherheitstüren, Liquid Handling mit VPrep oder Bravo mit variablen Köpfen und Volumen; Integration weiterer Geräte wie Washer oder Dispenser nach Wahl; Thermo- oder LiconicInkubatoren, auch unter Deck; Deckelstation; Reader nach Wahl. Komplette Anlage mit höchster Prozessgeschwindigkeit. Sehr variable und robuste Software. Bestes Error Handling. Flexibel für Umbau und Anpassung auf sich ändernde Anforderungen. Beliebig mit weiteren Modulen erweiterbar VPrep-Pipettierer ist der kompakteste Pipettierer auf dem Markt mit austauschbaren Pipettierköpfen für verschiedene Volumina in 96er oder 384er Format. Wechselspitzen oder Nadeln, Volumenbereich von 100nl bis 200µl. Höchste Präzision und Genauigkeit. Bravo-Pipettierer ist der variable Pipettierer mit Greifarm der ebenfalls variable austauschbare Köpfe für verschiedene Volumina in Nadeln oder Wechselspitzen hat. Kann Platten auf dem Deck stapeln. Deckelhandling auf dem Pipettierer. Integration von Schüttlern, Wägestation, Vacuumstation uvm. Gleiche Volumenbereiche, Präzision und Genauigkeit wie VPrep. Analytische Module können nach Wahl integriert werden. Je nach Analysegerät Daten können in der Analyse-Software des Readers gespeichert werden oder über eine Schnittstelle in lokale Datenbanken transferiert werden. Technischer Support ist jederzeit kurzfristig verfügbar; online-Einwahl und Hilfe möglich. zusätzliche Applikationsunterstützung möglich 4. Produktbeschreibung 5. Liquid Handling-Komponenten 6. Optische Komponenten 7. Bild-Akquisition 8. Datenerfassung/-auswertung/ -speicherung/- transfer 9. Technischer Service 10. Extras 11. Preis für Basisgerät Screening im mittleren oder hohen Durchsatz 3. Anwendungsbereiche des Systems zusätzliche Applikationsunterstützung möglich Technischer Support ist jederzeit kurzfristig verfügbar; online Einwahl und Hilfe möglich. Daten können in der Analyse-Software des Readers gespeichert werden oder über eine Schnittstelle in lokale Datenbanken transferiert werden. Je nach Analysegerät Analytische Module können nach Wahl integriert werden. Tisch (122x122) mit Roboter und Steuerung. Liquid Handling mit VPrep oder Bravo mit variablen Köpfen und Volumen; Integration weiterer Geräte wie Washer oder Dispenser nach Wahl; Thermo- oder Liconic-Inkubatoren; Deckelstation; Reader nach Wahl. Sehr kompakte Anlage mit sehr hoher Prozessgeschwindigkeit. Sehr variable und robuste Software. Bestes Error-Handling. Flexibel für Umbau und Anpassung auf sich ändernde Anforderungen Screening im niedrigen oder mittleren Durchsatz The Element BioCel 2. Produktname Velocity11 International Dr. Anthony Zerlin Melbourn Science Park Melbourn, Hertfordshire SG8 6HB, Großbritannien Tel.: 0151-1555-9934 [email protected] Velocity11 International Dr. Anthony Zerlin Melbourn Science Park Melbourn, Hertfordshire SG8 6HB, Großbritannien Tel.: 0151-1555-9934 [email protected] 1. Firmendaten, Ansprechpartner 194.000,– C MOSS 2002 kann auf individuelle Kundenanforderungen angepasst werden. Dazu stehen eine Vielzahl an Modulen zur Verfügung, z.B.: Integrierte Kamera zur Dokumentation und Auswertung des Auflösezustands • Ultraschall • Spezielle Pipettiernadeln wie Sprühnadeln zum Abwaschen der Reagenzien von den Innenwänden der Probengefäße oder Wechselspitzen sind optional erhältlich • Auflösen und Pipettieren unter Argonschutzschild möglich • Rückstandsfreier Transfer der gelösten Proben mit kippbaren Racks Kompetente Servicetechniker weltweit, kundenspezifische Schulungen Software in vorhandene Datenbankstrukturen angepasst werden Die Bilder werden in einer Datenbank gespeichert und können während des Laufs analysiert werden, um z.B. nicht gelöste Proben mit einem anderen Lösemittel oder mit Ultraschall zu behandeln Integrierte Kamera zur Dokumentation und Auswertung des Auflösezustands 1 Arm mit um 270° rotierendem Greifer zum Transport von Platten und Aufnehmen von Werkzeugen • 2D Barcodereader • 1 Arm mit 8 Edelstahl 1-Kanal-Pipettiernadeln mit variablem Abstand zwischen den Pipettiernadeln für jeden Nadeltyp individuell einstellbar • Niveaudetektion an jeder Pipettiernadel • 8 Präzisions-Spritzenpumpen • Aktive Waschstation • „HeavyDuty“-Vortexer mit automatischer Arretierung für ein Primärrack • Auflösegestell für 96 Kunden-Probenröhrchen • Decktrays für je 4 MTP • Spezielle Pipettiernadeln wie Sprühnadeln zum Abwaschen der Reagenzien von den Innenwänden der Probengefäße oder Wechselspitzen sind optional erhältlich • Rückstandsfreier Transfer der gelösten Proben mit kippbaren Racks möglich Automatisches System zur Herstellung von Testplatten für Bibliothekskomponenten mit computerunterstütztem manuellem Wiegen der Proben in vorbeschriftete Barcodefläschchen, softwareüberwachtes Verdünnen zu einer vorgegebenen Konzentration und Probenverteilung in vorbeschrifteten Barcodetestplatten oder Mutterplatten • Auflösen und Pipettieren unter Argonschutzschild möglich • Integrierte Kamera zur Analyse des Auflösezustands optional erhältlich • Ultraschall kann in als in Form eines Ultraschallbad oder als Sonde integriert werden. High Throughput Screening • Compound Management Compound Libraries • Assay & Testplate Preparation MOSS 2002 ZINSSER ANALYTIC GmbH Eschborner Landstraße 135 60489 Frankfurt 155.000,– C CRISSY ist ein maßgeschneidertes System und kann auf individuelle Kundenwünsche angepasst werden. Wie beispielsweise um Module für Löslichkeitsscreens oder zum Testen und Optimieren von Formulierungen erweitert werden. Z.B.: Integrierte Kamera zur Dokumentation und Auswertung der Kristallbildung • Temperaturkontrollierte Magnetrührer Verteilung viskoser Medien • Aufreinigung der Proben für die Analytik Kompetente Servicetechniker weltweit, kundenspezifische Schulungen Software in vorhandene Datenbankstrukturen angepasst werden Die Bilder werden in einer Datenbank gespeichert und können während des Laufs analysiert werden, um z.B. nicht kristallisierte Proben mit einem anderen Reagenz behandeln Integrierte Kamera zur Dokumentation und Auswertung der Kristallbildung CRISSY-Workbenchsystem für polymorphes Kristallisations- und Salz-Screening • X,Y,Z-Plattform mit integriertem Greifarm • Liquid Handling, Wäge- und Vortexer-Module • 4-stellige Wägezelle, integriert in Arbeitsfläche • PräzisionsSpritzenpumpen (für 500 µl, 1 ml, 2,5 ml, oder 5 ml Spritzen) • Patentierte 1-Kanal-Filternadeln mit 10um Filter; variabler Abstand (8 bis 38 mm) zwischen den Pipettiernadeln für jeden Nadeltyp individuell einstellbar •Niveaudetektion an jeder Pipettiernadel • Hochdurchfluss-6-Wegeventil mit integriertem Verteiler zum Wechsel zwischen 6 externen Flüssigkeiten • Wasch- und Vakuum-Trockenstation für Filtrationsnadeln • Hochgeschwindigkeitsschüttler mit integrierter Heizplatte (+150°C) •Hochgeschwindigkeitsschüttler für Zirkulationsbad zum Kühlen (-40°C) • Stickstoff-Manifold für Reaktorblöcke •Pulververteilung • Rack für 24 Lösemittel, mit Niederhalter • CRISSY-Standard-Reaktorblöcke • Platte zum Einsetzen der Kolbenköpfe für CRISSY-Block Automatisiert den gesamten Workflow (Einwaage der APIs, Zugabe der Reagenzien, Heizen & Kühlen, Probenentnahme für die HPLC oder LC/MS, Trocknen der Kristalle) und liefert trockene Kristalle, die direkt ausgewertet werden können • Flexibler & modularer Aufbau des Systems Drug Discovery,Polymorphism & Salt Screening CRISSY ZINSSER ANALYTIC GmbH Eschborner Landstraße 135 60489 Frankfurt HCS&HTS-SYSTEME 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 45 S T E L L E N M A R K T Akademischer Stellenmarkt Veröffentlichen Sie Ihre Stellenanzeigen zielgruppengerecht in unserem akademischen Stellenmarkt, der allen nicht-kommerziellen Instituten für ihre Stellenausschreibungen kostenlos zur Verfügung steht. Bitte senden Sie dazu Ihre Anzeige (1/4 Seite 90 mm breit x 122,5 mm hoch, Logo – jpg oder tiff, 300 dpi Auflösung) an [email protected]. Annahmeschluß für die nächste LABORWELT-Ausgabe 5/07 (Erscheinungstermin 26.09.2007) ist der 14. September. Invitation to apply for the permanent post of a university professorship in the “Polymer Sciences (Physical Chemistry of Polymers)” pursuant to §98 of the 2002 University Act in the Technical-Natural Sciences Faculty of the Johannes Kepler University of Linz Invitation to apply for the permanent post of a university professorship in the “Chemical Technology of Organic Materials with a special focus on Polymers” pursuant to §98 of the 2002 University Act in the Technical-Natural Sciences Faculty of the Johannes Kepler University of Linz From July 1, 2008, the permanent post of a From July 1, 2008, the permanent post of a Professor of “Polymer Sciences (Physical Chemistry of Polymers)” Professor of “Chemical Technology of Organic Materials with a special focus on Polymers” is to be filled at the Technical-Natural Sciences Faculty of the Johannes Kepler University of Linz. It will be the task of the successful applicant to represent and further develop this specialist field in both the teaching and research areas. The detailed requirements are contained in a job description, which can be accessed on the Internet under the address http://www.jku.at/professuren. A prerequisite for an application is a post-doctoral lecturing or equivalent qualification in the advertised subject. The Johannes Kepler University is seeking to increase the quota of women among its scientific personnel and therefore would expressly request qualified women to apply for the post. In the case of identical qualifications, preference will be given to a female applicant. Taking into account the criteria stipulated in the job description, interested parties are requested to submit their applications and the related form, electronically by midnight on September 3, 2007 to the rector of the Johannes Kepler University of Linz ([email protected]). Should the communication of the documents in electronic form not be possible, these are to be sent in quintuple form in such a way that, at the latest, they are received by the rector within a period of grace of one week after the end of the application period. Rector Prof. Dr. Rudolf Ardelt, Johannes Kepler University, Altenbergerstraße 69, A-4040 Linz, Austria. In der Klinik für Innere Medizin I (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. G. Adler) ist im Forschungslabor AG Reimann/Schirmbeck zum 01.10.2007 eine Stelle als Naturwissenschaftliche(r) Doktorand(in) im Rahmen eines DFG-geförderten Forschungsprojektes zu besetzen. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Expression von rekombinanten Antigenen und deren Einsatz in verschiedenen Impfstoffstrategien. Hauptinteresse ist die Induktion von CD8-T-Zellen in verschiedenen (therapeutischen und prophylaktischen) murinen Modellsystemen. Das Tätigkeitsgebiet umfasst sowohl moderne Methoden der Molekularbiologie und Proteinbiochemie und Immunisierungsstudien. Der/die Bewerber/in sollte motiviert und engagiert sein, Interesse an immunologischen Fragestellungen haben und über ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Biologie oder Biochemie verfügen. Ihre Bewerbungen werden bis 31.08.2007 erbeten an: Prof. Dr. Reinhold Schirmbeck, Universitätsklinikum Ulm, Klinik für innere Medizin I, Robert Koch-Str. 8, 89081 Ulm E-mail: [email protected] 46 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 LABORWELT S T E L L E N M A R K T Das Chemotherapeutische Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus, ein Institut mit großer Tradition in der deutschen biomedizinischen Forschung, und die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt sind durch eine Kooperationsvereinbarung auf den Gebieten der molekularen Infektions- und Tumorbiologie miteinander verbunden. Im Rahmen eines gemeinsamen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts zum Thema „Experimentelle Therapie von Gliomen: Interferenz mit der Expression und der Funktion des Transkriptionsfaktors Stat3“ sind ab sofort folgende Positionen für zunächst zwei Jahre zu besetzen: Chemotherapeutisches Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus, Frankfurt am Main, Arbeitsgruppe Prof. Dr. Bernd Groner (Direktor) 1 Doktorand/in (BAT IIa/2) Das Labor Groner arbeitet seit vielen Jahren an der Stat-vermittelten Signaltransduktion. Es wurden Peptid-Aptamere isoliert, die in der Lage sind, mit funktionellen Domänen von Stat3 zu interagieren und essentielle Funktionen von Stat3 in Tumorzellen inhibieren. Diese sollen zur Behandlung von Gliomen in Tiermodellen weiterentwickelt werden. Voraussetzungen: Diplom in Biologie oder einer verwandten Fachrichtung, sehr gute Kenntnisse in Zell- und Molekularbiologie, Interesse an experimenteller Tumortherapie und translatorischer Forschung. Kontakt und Bewerbung: Prof. Dr. Bernd Groner, Chemotherapeutisches Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus, Paul-Ehrlich-Straße 42-44, 60596 Frankfurt, Tel. 069-63395-180, e-mail: [email protected]. Für weitere Informationen: www.georg-speyer-haus.de Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main (Direktor: Prof. Dr. V. Seifert), Abteilung Experimentelle Neurochirurgie (Leiter: PD Dr. D. Kögel). 1 Doktorand/in (BAT IIa/2) Das Labor Kögel/Weissenberger arbeitet an den molekularen Veränderungen in Glioblastomzellen und hat transgene Mausmodelle für Gliome etabliert. An diesen soll die Therapietauglichkeit von Stat3 mittels RNAi und Peptid-Aptameren untersucht und evaluiert werden. Voraussetzungen: Diplom in Biologie oder verwandter Fachrichtung, sehr gute Kenntnisse in Zell- und Molekularbiologie. Interesse an anwendungsorientierter Forschung und Neuroonkolgie. 1 technische/r Assistent/in (BAT Vc/2) Aufgaben: Betreuung transgener Tiere, Kultivierung von Primärzellen, molekularbiologische Methoden, Immunhistochemie und Western blotting. Voraussetzungen: Abgeschlossene Ausbildung als BTA oder MTA, Erfahrung in Molekularbiologie, Bereitschaft zu tierexperimentellen Arbeiten. Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei gleicher persönlicher und fachlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Das Universitätsklinikum tritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und fordert daher Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Kontakt und Bewerbung: Dr. Jakob Weissenberger, Neuro Science Center, Exp. Neurochirurgie, Heinrich-Hoffmann-Str. 7, 60528 Frankfurt am Main, Tel. 069 6301 84051, e-mail: [email protected] LABORWELT At the Johannes Kepler University Linz (Austria), Institute of Biophysics a three year PhD Position in Biophysics is available to study the molecular mechanism of ion and water transport across potassium channels (see PNAS (2004) 101, 4805-4809). Studies involve protein reconstitution into planar bilayers and electrophysiological characterisation. The successful applicant will exploit electrochemical microscopy and fluorescent correlation spectroscopy. Your environment: A young, lively, international and interdisciplinary research team in an excellently equipped research laboratory is waiting for you to join and give you training in cutting edge technologies in a strongly growing research field. Your profile: You have an excellent master’s degree or diploma in Biophysics, Biochemistry or Biology. Preference will be given to individuals younger than 28. Applications including cover letter, full c.v., and copies of graduation certificates should be sent as soon as possible. The position is open until filled. Please send your application to Univ.-Prof. Peter Pohl, Johannes Kepler University Linz, Institute of Biophysics, Altenberger Straße 69, A-4040 Linz, Austria or per e-mail: [email protected]. You can also contact Prof. Pohl at telephone no.: +43/(732)2468-9269. 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 47 S T E L L E N M A R K T GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, GmbH Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg Die GSF als Trägerin des Bayerischen Frauenförderpreises 2004 sowie des Total E-Quality-Zertifikates strebt generell eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert deshalb qualifizierte Interessentinnen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Das Institut für Toxikologie (TOX) sucht zur Mitarbeit in einem durch die Deutsche Krebshilfe finanzierten Projekt in der „AG Signalprozesse im Immunsystem“ ab sofort eine/n Am Institut für Allgemeine Physiologie des Fachbereichs Medizin der Universität Ulm in der AG Molekulare Neurophysiologie (Prof. Birgit Liss) ist eine Position als Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Mitarbeiter (Doktorand/in) Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (82/07) Die Arbeitsgruppe befasst sich mit Mechanismen der Aktivierung von Lymphozyten. Das Projekt beinhaltet die Analyse von Fehlfunktionen in den Signalkaskaden in malignen Lymphomen. Mittels biochemischer und molekularbiologischer Methoden sollen kritische Mediatoren und Modifikationen in Lymphomazellen charakterisiert werden. Weiterhin sollen molekulare Marker für unterschiedliche Lymphoma-Entitäten bestimmt werden. Neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium und einer Promotion in den Bereichen Biologie, Biochemie oder Medizin werden Erfahrungen mit biochemischer und molekularbiologischer Methodik erwartet. Erwünscht sind Kenntnisse auf dem Gebiet der Protein-Chromatographie, sowie der interzellulären Signaltransduktion und der Onkologie. Wir bieten eine Vergütung nach TVöD. Das Arbeitsverhältnis ist auf drei Jahre befristet. Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an: Herrn Dr. Daniel Krappmann, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Institut für Toxikologie (TOXI), Ingolstädter Landstraße 1, D-85764 Neuherberg Rückfragen richten Sie bitte an: Daniel Krappmann, [email protected] zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach Verg.-Gr. BAT IIa (1/2). Der Besetzungszeitpunkt ist flexibel. Die Stelle ist für zunächst 24 Monate befristet (eine Verlängerung ist möglich). Aufgabengebiet: Wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen eines von der Gemeinnützigen Hertiestiftung und vom BMBF geförderten Drittmittelprojekts „Funktionelle Einzelzell-Genomik dopaminerger Neurone beim Morbus Parkinson und dessen Mausmodellen“. Durch Kombination von molekularbiologischer Einzelzell-Genexpressionsanalyse mit Laser-Mikrodissektionstechniken und patch-clamp-Hirnschnitt-Elektrophysiologie untersuchen wir die differentielle Funktion und Genexpression dopaminerger Neuronenpopulationen vor dem Hintergrund Ihrer Pathophysiologie im Morbus Parkinson (und auch anderer Krankheitsbilder des dopaminergen Systems, wie Schizophrenie und Drogensucht). Literatur siehe z.B. Liss&Roeper, 2004 TINS; Liss et al, 2005 Nature Neuroscience; Ramirez et al, 2006 Nature Genetics. Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe unter: http://www.uni-ulm. de/med/med-allgphys.html Voraussetzungen: Die Abteilung Genexpression (AGE) der GSF sucht ab sofort eine/n Postdoc (4/07) für systembiologische Analysen funktioneller genregulatorischer Systeme. Wir untersuchen die Mechanismen der Genkontrolle und Genprogrammierung in gesunden und leukämischen hämatopoietischen Zellen. Bisherige Schwerpunkte der Abteilung lagen auf der Erforschung regulatorischer Netzwerke und den Mechanismen der Transkription. In BMBF-geförderten Projekten suchen wir eine/n talentierte/n Kollegen/in für die Charakterisierung von Proteinkomplexen und die systembiologische Analyse funktioneller krankheitsrelevanter Systeme. Die Projekte sind integraler Teil des deutschen Nationalen Genomforschungsverbundes und schließen die Zusammenarbeit mit Massenspektrometrieexperten, Mathematikern und Biotech-Firmen ein (Systembiologieprogramm QuantPro des BMBF). Wir bieten ein modernes Labor in einem hervorragend ausgestatteten Institut der GSF am Campus Großhadern/Martinsried. Wir setzen eine abgeschlossene Promotion im Fachbereich Biologie/Biochemie oder Chemie voraus. Wir bieten eine Vergütung nach TVÖD. Das Arbeitsverhältnis ist bis 31.12.2009 befristet. Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an: Prof. Dr. Michael Meisterernst, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Institut für Molekulare Immunologie, Abteilung Genexpression (AGE), Marchioninistr. 25, 81377 München Rückfragen richten Sie bitte an: Angela Hoffmann, [email protected] Das Institut für Medizinische Informatik (IMEI) sucht ab sofort eine/n 48 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Bewerben sollten sich hochmotivierte Naturwissenschaftler oder Mediziner, die in einem jungen Team mit internationalen Kooperationen arbeiten möchten. Erfolgreiche Bewerber sollten ein besonderes Interesse an neurobiologischen Fragestellungen mitbringen sowie idealerweise Kenntnisse in der Analyse von Ionenkanal- und Rezeptorfunktion aufweisen. Vorerfahrungen in elektrophysiologischen, molekularbiologischen und/oder immunzytochemischen Techniken sollten ebenfalls vorhanden sein. Rückfragen und Bewerbungen (in Deutsch oder Englisch) mit den üblichen Unterlagen sind zu richten an: Prof. Dr. Birgit Liss, Institut für Allgemeine Physiologie, AG Molekulare Neurophysiologie, Albert Einstein-Allee 11, 89081 Ulm. E-mail: [email protected]. Wir bitten, nur Kopien vorzulegen, da die Unterlagen nicht zurückgesandt werden; diese werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet. Vorstellungskosten können nicht erstattet werden. Bemerkungen: Das Labor zieht gerade von der Universität Marburg an die Universität Ulm. Neben naturwissenschaftlichen Doktoranden werden auch Diplomanden / medizinische Doktoranden und Postdocs gesucht. Die Universität Ulm bietet Stipendien für Medizinstudierende an, die Aufgrund einer experimentellen Doktorarbeit mit dem Studium temporär aussetzen. Auch für Diplomanden bzw. Masterarbeiten sind bei entsprechender Eignung Stipendien möglich! Interesse? Ansprechpartner: Prof. Dr. Birgit Liss, Telefon: 0731 500 23115 E-mail: [email protected] Internet: http://www.uni-ulm.de/med/med-allgphys.html LABORWELT S T E L L E N M A R K T Paul-Ehrlich-Institut Paul-Ehrlich-Straße 51 - 59, 63225 Langen, Telefon (06103) 77-11 00 Im Institut für Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Aachen ist ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt für zunächst 2 Jahre befristet die Stelle eines/einer wiss. Angestellten mit der tariflich vereinbarten Arbeitszeit (zurzeit 38,50 Std./Wo.) neu zu besetzen. Das Arbeitsgebiet beinhaltet die Strukturaufklärung von Ligandengesteuerten Ionenkanälen (P2X-Rezeptoren) durch molekularbiologische, biochemische und biophysikalische Methoden (vorhanden: heterologe Expression in Xenopus laevis-Oocyten, Säugerzellen und Pichia pastoris, Membranprotein-Biochemie mit Spezialität BNPage. TVEC- und Patch-Clamp-Elektrophysiologie). Erwartet werden eine qualifizierte Promotion in Proteinchemie oder Molecular Modeling oder verwandtem Gebiet. Der ideale Kandidat ist Naturwissenschaftler oder Humanmediziner, strebt eine Karriere in biochemischer Pharmakologie an und hat ein starkes Interesse für Proteinstrukturen. Die Vergütung richtet sich nach den Bestimmungen des TV-L mit den im öffentlichen Dienst üblichen sozialen Leistungen. Die RWTH Aachen ist für ihre Bemühungen um die Gleichstellung von Mann und Frau mit dem “Total-E-Quality-Award“ ausgezeichnet worden. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Auf § 8 Abs. 6 Landesgleichstellungsgesetz NW (LGG) wird verwiesen. Die RWTH Aachen ist für ihre Bemühungen um die Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen mit dem “Prädikat behindertenfreundlich“ ausgezeichnet worden. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht. Dies gilt auch für Gleichgestellte im Sinne von § 2 SGB IX. Nähere Informationen per e-mail unter: [email protected] oder unter der folgenden Rufnummer: 0241/80-89130. Schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden innerhalb von 14 Tagen nach Erscheinungsdatum dieser Anzeige erbeten an Herrn Univ.-Prof. Dr. Schmalzing, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Aachen, Wendlingweg 2, 52074 Aachen. MAX-PLANCK-INSTITUT FÜR ENTWICKLUNGSBIOLOGIE We are in search of a Diploma or Ph. D. Student for a project aiming at deciphering the ontogeny of the highly variable color pigment pattern of male guppies (Poecilia reticulata). The project comprizes cloning of candidate genes known to be involved in regulation of pigment patterns of other vertebrates, identification of neural crest cells in embryogenesis by means of in situ hybridization, genetic and molecular analysis of genes involved in pigmentation. Our ongoing genome mapping project of the guppy will aid identification of loci relevant for male ornamentation. We offer working in a highly interactive international team involved in research on various aspects of natural variation and evolution. Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Prof. Dr. Christine Dreyer, Abt. VI für Molekularbiologie, 72011 Tübingen, Postfach 2109 Tel.: (07071) 601 1415, Fax: (07071) 601 1412 e-mail: [email protected] http://www.eb.tuebingen.mpg.de/dept6/dreyer/home.html http://www.weigelworld.org/research/projects/guppyvariation/ LABORWELT Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Bundes, die als Bundesoberbehörde für die Zulassung und Chargenprüfung immunbiologischer Arzneimittel zuständig ist und auf den damit verbundenen Gebieten der Lebenswissenschaften (z.B. Virologie, Bakteriologie, Allergologie, Immunologie, Medizinische Biotechnologie, Hämatologie) Forschung betreibt. In der Forschungsgruppe der Abteilung Virologie ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachstehende Position zu besetzen: Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter/-in (Doktorand/-in) Stellenbewertung: E 13/2 TVöD Bewerbungskennziffer: 25/07 Aufgabenprofil: In dem Teilprojekt 7 „Host susceptibility to H1 and H9 influenza subtypes in mammalian species” des FLURESEARCHNET sollen in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig Influenzavirus H9N2-Subtypen und -Reassortanten in vitro und in vivo analysiert werden. Das Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Influenza-Forschungsnetzwerkes „FLURESEARCHNET – Molecular signatures determining pathogenicity and species transmission of influenza A viruses“ ist die Integration der gesamten nationalen Expertise (Grundlagenforschung, klinische Virologie und Veterinärmedizin) zur Untersuchung des zoonotischen Potenzials von Influenza-A-Viren. Aufgabe der Promotionsarbeit ist die Charakterisierung verschiedener H9N2 Virusisolate in etablierter Zellkultur, in primären Hühnerfibroblasten und embryonierten Hühnereiern. Mittels der reversen Genetik sollen im Anschluss Influenzavirus-Reassortanten hergestellt werden, um Virulenzfaktoren replikationskompetenter Subtypen zu analysieren. Anforderungsprofil – Abgeschlossenes Studium der Biologie, Biochemie, Humanbiologie, Molekulare Medizin oder verwandtem Studiengang. – Kenntnisse in allen gängigen gentechnologischen bzw. biochemischen Methoden der modernen molekularbiologischen Charakterisierung und der zielgerichteten Herstellung genetischer Konstrukte (Klonierungsverfahren) sind wünschenswert. – Praktische Erfahrung im Umgang mit Influenzaviren oder anderen RNA-Viren sind wünschenswert. – Interesse an virologischen Fragestellungen – Team- und Organisationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft Das Beschäftigungsverhältnis ist vorerst auf drei Jahre befristet. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden. Die Eingruppierung erfolgt nach den tariflichen Bestimmungen des TVöD. Auswärtigen Bewerbern ist das Paul-Ehrlich-Institut bei der Wohnraumbeschaffung behilflich. Trennungsgeld und Umzugskosten werden nach den gesetzlichen Vorschriften gewährt. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Das Paul-Ehrlich-Institut fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern und ist daher an Bewerbungen von Frauen interessiert. Bitte richten Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 03.08.2007 an das Personalreferat des Paul-Ehrlich-Instituts. 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 49 S T E L L E N M A R K T GSF-National Research Center of Environment and Health Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg The GSF contributes to the foundation of Future Medicine and Health Care as well as Ecosystems, which are of critical importance for health. Our focus is on chronic degenerative diseases like lung diseases, allergies, cancer, and cardiovascular diseases that are influenced to a large extent by environmental conditions, personal risk factors, and life style. Therefore, in order to generatea knowledge base, we analyse interactions between genetic disposition, biological systems, and environmental factors. This will lead to the development of new personalised approaches in prevention, diagnostics, and causal therapy – the future direction of medicine. Our strategy is based on translational approaches that bridge basic research with clinical application to provide an immediate benefit to the patient. The GSF is a member of the Helmholtz Association of German Research Centers. The GSF as holder of the Bavarian Advancement of Women Prize 2004 and of the Total E-Quality Certificate is striving to increase the overall proportion of women on its staff and thus expressly urges qualified women to apply. The Institute of Molecular Virology (IMV) studies chronic virus infections and their contributions to diseases in humans. We are seeking a The group of Dr. Andrea Huber Brösamle “Neuronal Circuit Formation” at the Institute of Developmental Genetics (IDG) is seeking to employ a PhD student (d.7/07) PhD Student (d.11/07) interested in studying molecular mechanisms of the persistence of human retroviruses (HIV, endogenous retroviruses). Applicants should have a Masters or equivalent degree (i.e. „Diplom“) in an area of life sciences and a strong interest in molecular virology. Experience in basic laboratory techniques of molecular and cellular biology is essential. A background in neurobiology would be helpful but is not a requirement. We pay standard German salary EG 13/2 TVöD. The position is limited to three years. Please send your Curriculum Vitae, the names and addresses of two references, a summary of your research experience and a short statement outlining your interest in this position to: Prof. Dr. Ruth Brack-Werner, GSF-National Research Center for Environment and Health Institute of Molecular Virology (IMV), Ingolstädter Landstrasse 1, D-85764 Neuherberg For questions please refer to: Prof. Dr. Ruth Brack-Werner, [email protected] Futher info: www.gsf.de/imv/ The Institute of Biochemical Plant Pathology (BIOP) is seeking a PhD Student (d.8/07) for Electrophoresis (2D-PAGE) of protein extracts originating from plant tissues, monitoring of differential protein expression in response to biotic and a-biotic stress, characterisation of proteins by means of mass spectrometry (MS/MS) including sequencing de novo in co-operation with the GSF-National Research Centre for Environment and Health, and the University of Bordeaux. Applicants should have a Masters or equivalent degree (i.e. „Diplom“) in biology or biochemistry. We pay standard German salary EG 13/2 TVöD. The position is limited to three years. developmental wiring defects using behavioral paradigms, cell culture assays as well as in vivo imaging techniques. We are interested in the molecular mechanisms of establishment and maintenance of neuronal connections during development and in the adult nervous system. We are studying the consequences of developmental wiring defects using behavioral paradigms, cell culture assays as well as in vivo imaging techniques. We are a well-equipped laboratory with excellent core facilities and state of the art equipment in a young, dynamic, and very interacitve environment. We pay standard German salary EG 13/2 TVöD. The position is limited to three years. Please send your curriculum vitae to: Dr. Andrea Huber Brösamle, GSF-National Research Center for Environment and Health Institute of Developmental Genetics (IDG), Ingolstädter Landstraße 1, D-85764 Neuherberg For questions please refer to: Dr. Andrea Huber Brösamle, [email protected] Futher info: www.gsf.de/idg/groups/neuronal_circuit_formation/start.html The group of Dr. Esther Mahabir-Brenner „Reproductive Biology and Microbiology“ at the Department of Comparative Medicine (AVM) is seeking a PhD Student (d.12/07) as soon as possible for a project which has the goal of investigating the risk of transmission of pathogens via assisted reproductive techniques (ARTs) in the mouse. The candidate will be involved in all aspects of the relevant ARTs including cryopreservation of spermatozoa and embryos, superovulation, in vitro fertilization, flushing and collection of embryos and embryo transfer. Biological samples will be collected for analysis using molecular biological and cell culture techniques. Applicants should have completed their studies in Veterinary Medicine. Willingness to work in a team, computer literacy, English proficiency, and the ability to meet deadlines are necessary. Successful candidates have the possibility of doing their Specialization in Laboratory Animal Science. We pay standard German salary EG 13/2 TVöD. The position is limited to three years. Interested candidates should send their CV and a letter describing research interests and experience to: Dr. Dietrich Ernst, GSF-National Research Center for Environment and Health Institute of Biochemical Plant Pathology (BIOP), Ingolstädter Landstraße 1, D-85764 Neuherberg Please send your curriculum vitae to: Dr. Esther Mahabir-Brenner, GSF-National Research Center for Environment and Health Department of Comparative Medicine (AVM), Ingolstädter Landstraße 1, D-85764 Neuherberg For questions please refer to: Dr. Dietrich Ernst, [email protected] Futher info: http://www0.gsf.de/biop/ For questions please refer to: Dr. E. Mahabir-Brenner, [email protected] Futher info: www.gsf.de/avm/ 50 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 LABORWELT S T E L L E N M A R K T EuroFerm GmbH | IZMP Erlangen 1 Technische Assistenten (TA) Stelle Für den Neubezug unseres Zellkulturlabors Labors im IZMP in Erlangen ist zum nächstmöglichen Termin eine Stelle einer/eines biol./med. oder pharm. techn. Assistentin/en für die Zeitdauer von zunächst 2 Jahren zu besetzen. Anforderungen I Aufgaben Voraussetzung • Abgeschlossene Berufsausbildung als technische/r Assistentin/Assistent • Kenntnisse in der Insektenzellkultur sind wünschenswert • Grundlagen im Umgang mit Computer werden vorausgesetzt • • • Betreuung der Stammhaltung Vorbereitung und Durchführung von Fermentationsprozessen im Kleinstmaßstab allgemeine Labororganisation Falls Sie sich tatkräftig in unser junges Unternehmen einbringen möchten freuen wir uns auf ihre Bewerbung. Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an: EuroFerm GmbH, Dr. Ing. Peter Fischer Henkestraße 91, 91052 Erlangen Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Ing. Peter Fischer, Telefon: 09131-977949-0, e-mail: peter.fi[email protected] Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.Euroferm.de Kontakt zu Verbänden Im Jahr 2007 erscheint LABORWELT zweimonatlich, IVW geprüft. Alle Abonnenten des Branchen-Magazins |transkript sowie die Mitglieder der nachfolgenden Gesellschaften erhalten LABORWELT regelmäßig mit freundlicher Empfehlung ihrer Organisationen. Wer sich darüber hinaus für einen Beitritt interessiert, erreicht die Gesellschaften unter folgenden Kontaktdaten: bts (Biotechnologische Studenteninitiative e.V.) DECHEMA Fachsektion Biotechnologie Theodor-Heuss-Allee 25 60486 Frankfurt/Main Tel.: +49-(0)-69-7564-289 Fax: +49-(0)-69-7564-272 www.dechema.de Deutsche Gesell. für Proteomforschung c/o MPI für Biochemie Am Klopferspitz 18a 82152 Martinsried Tel.: +49-(0)-89-8578-3964 Fax: +49-(0)-89-8578-2802 [email protected] www.dgpf.org Österreichische Gesell. für Biotechnologie c/o Boehringer Ingelheim Austria GmbH Dr. Boehringer-Gasse 5-11 A-1121 Wien Tel.: +43-(0)-1-80105-2311 Fax: +43-(0)-1-80105-9311 www.boku.ac.at/oegbt/ Deutsche Gesellschaft für Genetik c/o Genetisches Institut der Universität Gießen Heinrich-Buff-Ring 58-62 35392 Gießen Tel.: +49-(0)-641-99-35463 Fax: +49-(0)-641-99-35469 www.gfgenetik.de Gesellschaft für Signaltransduktion c/o Prof. Dr. Ralf Hass Med. Hochschule Hannover AG Biochemie u. Tumorbiol. 30625 Hannover Tel.: +49-(0)-511-532-6070 Fax: +49-(0)-511-532-6071 www.sigtrans.de Gesellschaft für Pharmakologie u.Toxikologie e.V. DGHM c/o Gesellschaft für Hygiene & Mikrobiologie Josef-Schneider-Str. 2 97080 Würzburg Tel.: +49-(0)-931-201-46936 Fax: +49-(0)-931-201-46445 www.dghm.de LABORWELT c/o BIOCOMMUNICATIONS. net GmbH Brunnenstr. 128,13355 Berlin Tel.: +49-(0)-2649-21-21 Fax: +49-(0)-2649-21-11 www.bts-ev.de Geschäftsstelle der DGPT Achenbachstr. 43 40237 Düsseldorf Tel.: +49-(0)-211-600-692-77 Fax: +49-(0)-211-600-692-78 [email protected] www.dgpt-online.de Nationales Genomforschungsnetz c/o DLR – Koblenzerstr. 112 53177 Bonn-Bad Godesberg Tel.: +49-(0)-228-3821-331 Fax: +49-(0)-228-3821-332 [email protected] www.ngfn.de Deutsche Gesellschaft für Neurogenetik c/o Institut für Humangenetik Uni Gießen/Schlangenzahl 14 35392 Gießen Tel.: +49-(0)-641-99-41600 Fax: +49-(0)-641-99-41609 www.med.uni-giessen.de /genetik/dgng.html Netzwerk Nutrigenomforschung Arthur-Scheunert-Allee 114 14558 Bergholz-Rehbrücke Tel.: +49-(0)-33200 88 385 Fax: +49-(0)-33200 88 398 [email protected] www.nutrigenomik.de Netzwerk RNA-Technologien c/o Prof. Dr. Volker A. Erdmann Freie Universität Berlin Thielallee 63, 14195 Berlin Tel.: +49-(0)-30-8385 6002 Fax: +49-(0)-30-8385 6413 [email protected] www.rna-network.com 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 51 P R O D U K T W E L T Kennziffer 26 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de Stabilisierung von ELISA-Platten: Liquid Plate Sealer Langzeit-Stabilität – auch bei Stress-Temperaturen – gehört zu den kritischen Anforderungen für viele Immunoassays in Forschung und Routine. Die Qualität von Assay-Komponenten sollte also auch dann gewährleistet bleiben, wenn die Lager- und Versandbedingungen nicht immer optimal kontrollierbar sind. Anderenfalls kann es zu Fehlbestimmungen oder unklaren Ergebnissen kommen, die vermeidbar wären. Eine innovative Lösung für diese Anforderung ist der Liquid Plate Sealer™ der Firma Candor Bioscience. Stress-Tests haben eine deutlich bessere Stabilität bei Verwendung von Liquid Plate Sealer™ im Vergleich zu Produkten gezeigt, die bislang routinemäßig von ELISA-Kit-Produzenten eingesetzt werden. Sowohl in Tests des Unternehmens als auch von externen Laboren hat der Liquid Plate Sealer™ seine Überlegenheit gegenüber anderen Stabilisierungs-Produkten unter Beweis gestellt. Liquid Plate Sealer™ ersetzt als „ready-to-use-Lösung“ bisherige Stabilisierungs-Reagenzien und verlängert die Lagerstabilität sowohl bei feuchter als auch bei trockener Lagerung der ELISAPlatten. Die Lösungen von CANDOR sind in diversen Kits für ELISAs, Western Blots, Protein Arrays oder Lateral Flow-Assays kommerziell erhältlich. Kennziffer 28 LW 04 · Informationen ordern? · www.biocom.de Neues Verfahren zur Pflege und Instandhaltung von Substanz-Banken Die britische Genevac Ltd. hat einen neuen Anwenderbericht vorgestellt, in dem die Rolle der „high performance“-Zentrifugal-Evaporation bei der Herstellung von „Trockenfilmen“ diskutiert wird. Die relativ neue Methode beschäftigt sich vor allem mit der Integrität von Proben und den physikalischen Lagerungsproblemen bei der Pflege und Wartung von Substanzbibliotheken. Kleinere pharmazeutische Unternehmen haben in der Regel nicht die Möglichkeit, spezielle, automatisierte „Handling-Lösungen“ zu etablieren, um die Probleme zu vermeiden, die bei der Lagerung der Proben in dem Lösungsmittel DMSO auftreten können. LABORWELT In dem Bericht wird ein neuer Hochdurchsatz-Prozess zur Herstellung von Substanzbibliotheken auf Trockenfilm-Basis vorgestellt, die für eine Langzeit-Lagerung validiert wurden. Neben der Beschreibung, wie die Substanzen gelöst werden und wie von 96er auf 384er-Mikrotiterplatten reformatiert wird, enthält der Bericht auch Angaben zur Methode, mit der Genevacs DD-4X-Zentrifugal-Evaporator die anschließende Trocknung der Substanzen durchführt, die danach bei Raumtemperatur gelagert werden können. Genevac DD-4X ermöglicht ein schnelles und sicheres Evaporieren von bis zu sechzehn Platten im 384er-Format – bis zur vollständigen Trocknung werden bei 40° C nur 25 Minuten benötigt, eine deutliche Reduktion der Zeit zur Herstellung der Substanzen. Dabei produziert das Verfahren genug Trockenfilm„Assay Sets“ für mindestens zehn Screens. Auch schwierige oder empfindliche Proben sind kein Problem für DD-4X. Die Kombination einer „high performance“-Pumpe mit Hochleistungs-IR-Lampen erlaubt die schnelle Entfernung der meisten Lösungsmittel. Das System lässt sich aufgrund des großen Spektrums an Halterungen für Röhrchen, Vials, Mikroplattenstacks und weiterem Zubehör flexibel einsetzen. Kennziffer 27 LW 04 · www.biocom.de Produktive Probenaufbereitung Porvair Sciences Ltd. (www.porvair-sciences. com) bietet Systeme auf Mikroplattenbasis an, die zu entscheidenden Produktivitätssteigerungen bei der Festphasenextraktion (SPE) und der Kombinatorischen Chemie beitragen können. Microlute™ ist ein System im 96-wellFormat für die Probenbereitung mit hohem Durchsatz, das sich in zahlreichen Anwendungsbereichen einsetzen lässt, wie etwa bei LC/MS/MS-Bioanalyseuntersuchungen. Für Arzneimittelentwicklungs-, Lebensmittel- und Umweltlabors, die zur Bearbeitung großer Probenmengen SPE-Kartuschen verwenden, bietet MaxiLute™ ein 48 wellMikroplattensystem zur Festphasenextraktion, mit dem bis zu 200 ml Probenmaterial wiederholt und präzise in einem Durchlauf bearbeitet werden können. MaxiLute ist vollständig mit automatisierten Liquid Handlingund Roboter-Systemen kompatibel. Kennziffer 29 LW 04 · www.biocom.de Neue Reportergen-Assays PerkinElmer hat zwei seiner Luciferase-basierten Reportergen-Assays optimiert. Im Gegensatz zu Reportergen-Assays, die die Original-Firefly-Luciferase (aus Photinus pyralis) einsetzen, die ein für den HTSBereich zu kurzlebiges Lichtsignal liefern, erzielt Steadylite Plus eine Halbwertszeit des Lumineszenzsignals von fünf Stunden und eine Detektionsgrenze im Femtogramm-Bereich. Britelite Plus bietet eine Halbwertszeit von etwa 30 Minuten, ist aber fünfmal sensitiver als Steadylite Plus. Die Detektionsgrenze liegt im Sub-Femtobereich. Somit sind beide Assays perfekt auch an hochauflösende Plattenformate ( bis 1.536 Wells) angepasst. Die beiden DTT-freien, geruchsneutralen und nicht gesundheitsschädigenden Kits sind homogene Assays, Waschschritte oder Medienwechsel entfallen daher. Durch eine optimierte Stabilisierung können sie bei 2-8°C gelagert werden. 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 | 53 S LABORWELT (ISSN 1611-0854) erscheint zweimonatlich im Verlag der BIOCOM AG Stralsunder Str. 58-59 D- 13355 Berlin Tel./Fax: 030/264921-0 / 030/264921-11 eMail: [email protected] Internet: www.biocom.de Redaktion: Dipl.-Biol. Thomas Gabrielczyk Tel.: 030/264921-50 Anzeigenleitung: Oliver Schnell Tel.: 030/264921-45, eMail: [email protected] Leserservice: Angelika Werner Tel. 030/264921-40 Bildtechnik und Layout: Heiko Fritz Graphik-Design: Michaela Reblin Druck Mayer & Söhne, D- 86551 Aichach Mitglieder der DECHEMA-Fachsektion Biotechnologie, der Österreichischen Gesellschaft für Biotechnologie ÖGBT, der Gesellschaft für Genetik GfG, der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung DGPF, der biotechnologischen Studenteninitiative btS, der Deutschen Gesellschaft für Neurogenetik DGNG, der Deutschen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie DGPT, der Gesellschaft für Signaltransduktion STS, des Vereins zur Förderung der Nutrigenomforschung, der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie DGHM, des RiNA RNA-Netzwerkes sowie die Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes NGFN erhalten die Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Für einen regelmäßigen Bezug von LABORWELT ist eine kostenlose Registrierung unter www.biocom.de oder per Fax (siehe Seite 52) erforderlich. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen in der inhaltlichen Verantwortung der Autoren. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung der BIOCOM AG darf kein Teil in irgendeiner Form reproduziert oder mit elektronischen Systemen verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. R V I C E 26.-29.08.07: Plants for Human Health in the Post Genomic Era, Helsinki (FI) Info: Annemari Kuokka-Ihalainen, Phytochemical Society of Europe (E-Mail: annemari.kuokka@vtt.fi, Web: www.phytochemicalsociety.org/helsinki) 29.-31.08.07: EPFL Life Science Symposium, Neuroscience: Molecules, Systems and Diseases, Lausanne (CH) Info: (Web: http://lss07.epfl.ch/) 01.-04.09.07: ELSO 2007, Dresden Info: (Web: www.elso.org) 03.-09.09.07: Biotech & Pharma Business Summer School, Berlin Info: Dr. Ulrich Scheller, Gläsernes Labor (Tel.: +49-9489-2943, E-Mail: [email protected], Web: www.glaesernes-labor.de) 05.09.07: FDA-Zulassungen von Medizinprodukten, Hamburg Info: TuTech Innovation GmbH (Tel.: +49-40-76629-6346, E-Mail: [email protected], Web: www.tutech.de) 09.-12.09.07: Proteomics Workshop 2007, Würzburg Info: Dr. Katrin Denker, Universität Würzburg (Tel.: +49-931-201-48736, E-Mail: katrin.denker@virchow. uni-wuerzburg.de, Web: www.proteomics-workshop.de) 11.-13.09.07: European BioPharm Scale-up 2007, Genf (CH) 24.-25.09.07: 5th Fraunhofer-Symposium on Text Mining, Bonn Info: Fraunhofer-Institut SCAI (Web: www.scai.fraunhofer.de) 25.-26.09.07: Bioforum 2007 – Where Science Meets Business, Milano (IT) Info: Bioforum/ITER, Milano (Tel.: +39-02-283-1161, E-Mail: [email protected], Web: www.bioforum.it/en) 30.09.-04.10.07: 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM), Göttingen Info: (Web: www.dghm2007.de) 02.-04.10.07: L.A.B. 2007, London (UK) Info: Dietrich Meier, Messe Leipzig GmbH/SPECTARIS e.V. (E-Mail: [email protected], Web: www.lab-uk.de) 02.-04.10.07: ICSE 2007 - International Contract Services Expo, Milano (IT) Info: (E-Mail: [email protected], Web: www.icsexpo.com) 04.-06.10.07: 3rd Annual Meeting of the Oligonucleotide Therapeutics Society, Berlin Info: Stefan Bauer, RiNA Netzwerk RNA-Technologien GmbH (Tel.: +49-30-844-166-34, E-Mail: [email protected], Web: www.ots-symposium.org/index.html) 04.-06.10.07: 2. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Stammzellforschung, Würzburg Info: Meike Weber, Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Tel.: +49-931-803-1584, E-Mail: [email protected], Web: www.kmb-lentzsch.de/gsz2007) Info: Bianca Geldenhuys, Terrapinn Ltd. (Tel.: +44-207-092-1224, Fax: +44-207-092-2320, E-Mail: [email protected], Web: www.terrapinn.com/2007/biopharm/) 07.-10.10.07: ProkaGENOMICS 2007, Göttingen 12.-16.09.07: EMBO Conference on Protein Synthesis and Translational Control– partnered with Cold Spring Harbor Laboratories, Heidelberg 08.-09.10.07: 4th International Meeting Stem Cell Network NRW, Düsseldorf 12.-13.09.07: Biomarkers in Drug Development, London (UK) 09.-11.10.07: BIOTECHNICA, Hannover Info: Bettina Schäfer, EMBL Heidelberg (E-Mail: [email protected], Web: www-db.embl.de/jss/EmblGroupsOrg/conf_54) Info: Heike Geiling, DECHEMA e.V. (Tel.: +49-69-7564-176, E-Mail: [email protected], Web: www.dechema.de/prokagenomics2007) Info: Ira Herrmann, Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW (Tel./Fax: +49-211-896-4042/-4050, E-Mail: [email protected], Web: www.kongress.stammzellen.nrw.de) Info: ACI Communications Int. (Tel.: +44 20 7368 3360, E-Mail: [email protected], Web: www.acius.net) Info: Oliver Wedekind, Deutsche Messe AG (Tel.: +49-511-89-321-28, E-Mail: [email protected], Web: www.biotechnica.de) 16.-19.09.07: Molecular Life Sciences 2007, Hamburg 09.-10.10.07: 3. BMBF-Symposium Nanobiotechnologie, Hannover Info: Ulrich Hahn/Georg W. Mayr, GBM e.V. (Tel./Fax: +49-69-660-567-0/-22, E-Mail: [email protected], Web: www.gbm-online.de/Tagungen/Herbsttagung/ 2007Hamburg) 18.-19.09.07: User Meeting Kapillarelektrophorese, Basel (CH) Info: Beckman Coulter (E-Mail: [email protected], Web: www.beckmancoulter.com) Info: (Web: www.nanobio.de/symposium2007) 10.10.07: How to realize drug manufacture, Basel (CH) Info: Ulrike Liebert, LSMW GmbH (Tel.: +49-711-8804-2835, E-Mail: [email protected], Web: www.lsmw.com) 16.-18.10.07: GVC/DECHEMA-Jahrestagungen 2007, Aachen Info: DECHEMA e.V., Frankfurt/M. (Tel./Fax: +49-69-7564-152/-176, Web: www.dechema.de) 20.09.07: Qualitätsgerechte Probenahme in Chemie und Umwelt, Berlin 23.-25.10.07: Focused Compound Libraries 2007, Frankfurt am Main 21.-28.09.07: Nanobiotechnology and Nano-Medicine, Münster 24.-25.10.07: Virtual Discovery, London (UK) Die Druckauflage von 20.000 Exemplaren ist IVW-geprüft: Info: Dr. Johann S. Ach, Zentrum für Bioethik, Universität Münster (E-Mail: [email protected], Web: www.uni-muenster.de/Bioethik) © BIOCOM AG, Berlin ® BIOCOM ist eine geschützte Marke der BIOCOM AG, Berlin 23.-26.09.07: Experimental Standard Conditions of Enzyme Characterizations – 3rd international Symposium, Rüdesheim 29.-30.10.07: PAT-Based Downstream Protein Purification, Hoofddorp (NL) BIOCOM® AG 54 | 8. Jahrgang | Nr. 4/2007 Info: Sule Ramzi, Haus der Technik e.V., Essen (Tel./Fax: +49-201-1803-345/-346, E-Mail: [email protected], Web: www.hdt-essen.de) Info: Carsten Kettner, Beilstein-Institut (Tel.: +49-69-7167-3221, E-Mail: [email protected], Web: www.strenda.org/escec3.html) Info: Ulrike Potratz, IQPC Gesellschaft für Management Konferenzen mbH (Tel.: +49-30-209-13406/-1340, E-Mail: [email protected], Web: www.iqpc.de) Info: Karen Saunders, Select Biosciences (Tel.: +44-1787-315-110, E-Mail: [email protected], Web: www.selectbiosciences.com/conferences/rnaieurope07/) Info: CFPA (Tel.: +31-20-638-28-06, E-Mail: [email protected], Web: www.cfpa.com) Kennziffer 24 LW 04· www.biocom.de Impressum E LABORWELT THE PRIME ELEMENT THE PRIME ELEMENT OUTSOURCING OUTSOURCING CLINICAL CLINICAL TRIALS TRIALS C ON T RAC T CREONS ETARAC RC HT RE S E A RC H B IOT E C H NO L O G Y B IOT E C H NO L O G Y F FS S OF SUCCESSFUL OF SUCCESSFUL IS CHOICE IS CHOICE IT IT IND IU NP DP UPP IT LI YT LY C U S TO M S TOT M M A NCUUFAC URING M A N U FAC T U R I N G IN AI TN AT LARG IL CASRE G ICSE M EDICAL MDEVICES EDICAL DEVICES E E2 0 0 7 2007 For more information please contact For more information please contact The ICSE sales team at +31 346 559429 The ICSE sales team at +31 346 559429 or e-mail to [email protected] or e-mail to [email protected] October 2-4 OF i e cr a tMoi l abn oe, Mri l a n2, I-t a l4y F i eWr aWM. i Il aC nSo ,E M W X iPl aOn ., CI tOa lMy W W W. 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