Ausgabe Oktober 2014
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Ausgabe Oktober 2014
Ihr persönliches Exemplar zum Mitnehmen Ausgabe Oktober 2014 Familiale Pflege Neue Technik für Nepal Ein Kurs hilft helfen S. 10 Narkosegerät gespendet S. 14 Heute Student - morgen Facharzt Arbeitseinblicke S. 24 Von Mensch zu Mensch Neues & Interessantes aus dem Klinikum Itzehoe Inhalt » Aktuelles Neuigkeiten aus dem Klinikum 3 » KlinikLeben Liebe Patientinnen und Patienten, sehr geehrte Leserinnen und Leser dieser Zeitschrift, Sie halten die 2. Ausgabe unserer neuen Klinikzeitung in den Händen. Der Inhalt zeigt die zahlreichen Aktivitäten, die in unserem Hause in allen Bereichen stattfinden. Das Klinikum ist mit seinen Mitarbeitern also in den Sommermonaten nicht untätig geblieben. Die Eröffnung unserer Psychosomatischen Tagesklinik und die Dokumentation unserer qualifizierten Arbeit durch Verleihung von Zertifizierungssiegeln in der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Visceralchirurgie und der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie verdeutlichen dies. Eine Fülle anderer Artikel zeigt die vielfältigen Aufgaben unserer Medizinischen Kliniken und der Anspruch, auf einem hohen fachlichen Niveau zu arbeiten. Gleiches gilt für die Arbeit im pflegerischen Bereich mit Einführung der Familialen Pflege, zur Verbesserung und Unterstützung von pflegerischen Maßnahmen durch Angehörige. Die Bandbreite aller Artikel dieser Zeitschrift zeigt das Engagement unserer Mitarbeiter und die vielgestaltige Arbeit in einem so großen Krankenhaus, so dass ich sicher bin, dass auch für Sie etwas Interessantes dabei ist. Viel Freude beim Lesen und gute Besserung unseren Patienten. Mit herzlichen Grüßen Dr. med. Michael Kappus Ärztlicher Direkor 2 Medizin, Pflege, Gesundheit Wissenschaftlicher Preis für Itzehoer Klinikurologen 4 Eröffnung der Psychosomatischen Tagesklinik „STEPS“ (Stationäre Therapie ersetzende Psychosomatik) 4 Heavy Metal im Blutspendedienst 5 Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie als EndoProthetikZentrum zertifiziert als zweite Klinik in Schleswig-Holstein 6 Darmzentrum des Klinikums wurde erneut ausgezeichnet 7 Rund ums Baby 8 Bitte Lächeln! - Babysmile 8 Elterninformationsabende - Termine 8 Wissenschaftliche Auszeichnung für die Kinderklinik Itzehoe 9 Intitialpflegekurse Pflegetraining für Angehörige und interessierte Menschen 10 Klinikum Itzehoe mit neuen Matratzen ausgestattet 11 Stuhlinkontinenz Ursachen und Therapie 12 Jubiläumsfahrt entlang des Nord-Ostsee-Kanals 13 14 Neue Technik für Nepal Ram Chandra Dhakal hospitiert in der Klinik für Anästhesiologie Erfahrungen im praktischen Einsatz - PDMS (Patienten-Daten-Management-System) 16 Zur Vereinfachung verwenden wir im Folgenden ausschließlich die maskuline Form von Personengruppen. Die feminine Form ist damit selbstverständlich eingeschlossen. Inhalt Aktuelles » Mitarbeiter & Teams » Hygienesprechstunde für Patienten, Neuigkeiten aus dem Klinikum Itzehoe Erfolgreich bestanden Mit großen Schritten in die Berufswelt der professionell Pflegenden 18 Auf der anderen Seite des Weges 19 Von Mensch zu Mensch Fitness und Ernährung Fitness für alle - Aktiv gegen Schulter-Nacken-Verspannungen 20 Gesunde Ernährung Frei nach dem Motto: „Du bist, was Du isst.“ 22 » Berufe ABC Berufsvorstellung Was macht eigentlich eine Diabetesberatung? Heute Student - morgen Facharzt Ein Einblick in die Ausbildung der Ärzte von morgen Aus dem Tagebuch eines PJ-Studenten Angehörige und Mitarbeiter im Tagesraum der Station 2 (zur Zeit Station 17) montags - freitags 10.30 - 11.30 Uhr mittwochs 13.30 - 14.30 Uhr Veranstaltungen: » Die Krankenhausgesellschaft in Schleswig- » Fit in Form » Die Klinik für Neurologie präsentiert sich 23 » Klinik, Freizeit, Reisen Schönes & Kulinarisches Tipps aus der Region 27 Teddy auf Reisen 28 Rezept der Saison 30 anläßlich des Weltschlaganfalltages am Mittwoch, 29. Oktober 2014, 16.00 - 18.00 Uhr. » Patienten-Café für betroffene Frauen vor 24 26 Holstein (KGSH) hat zu Aktionswochen zu den Themen „Patientensicherheit und Qualität im Krankenhaus“ aufgerufen. Wir beteiligen uns am 12. und 26. November 2014 im Rahmen von „ Klinik im Dialog“ mit zwei Vorträgen (siehe Rückseite d. Zeitschrift). und nach einer Brustkrebserkrankung am Montag, 17. November 2014, „Aromapflege“ mit Aromatherapeutin Andrea Warmuth 16.00 - 17.30 Uhr, Onkologische Tagesklinik, 3. OG, Raum „Wartebereich“ » W:O:A-Nikolausblutspendeaktion am Freitag, 5.12.2014, 7.30 - 16.00 Uhr und am Samstag, 6.12.2014, 9.00 - 16.00 Uhr. Mach mit − Blutspende kann Leben retten! In Zusammenarbeit mit dem W:O:A-Team Denkspurt 31 unter dem Motto „Metalheads - Wir brauchen Euer Blut!“ » Impressum Kontakt 31 » Klinik im Dialog Programm November 2014 - Januar 2015 32 „Von Mensch zu Mensch“ finden Sie zum Herunterladen unter: www.klinikum-itzehoe.de Wünsche, Anregungen, Kritik und Lob nimmt gern die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit entgegen. Kontakt: siehe Impressum Aktuelle Baumaßnahmen: Liebe Patienten, liebe Besucher, um Ihnen den Aufenthalt in unserem Klinikum angenehmer zu gestalten, sind Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen unumgänglich. Wir bitten während der Bauphase um Ihr Verständnis für die Unannehmlichkeiten. 3 KlinikLeben Wissenschaftlicher Preis für Itzehoer Klinikurologen V. l. n. r.: Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie Dr. med. Wolfgang Höppner, Assistenzarzt in Facharztausbildung Mehrdad Mehdi Ira und Oberarzt Dr. med. Dittmar Freiherr Grote Seit über zwei Jahren wird in der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikums Itzehoe an der Verbesserung in der Prostatakarzinomdiagnostik geforscht. Derzeit kann das Prostatakarzinom in der gängigen Bilddiagnostik (Ultraschall, CT, MR) nicht immer exakt sichtbar gemacht werden. Man behilft sich daher, den Nachweis indirekt durch eine systematische Probeentnahme nach einem festen Schema zu erzielen. Der Ultraschall dient dabei derzeit, um einzelne Organbereiche sicher zu erreichen. Eine gezielte Probeentnahme ist mangels genauer Tumorvisualisation oft nicht möglich. Eine spezielle Untersuchung mit einer Kernspintomographie (MR) kann häufig sonst kaum erkennbare Tumorbereiche sichtbar machen. Seit Ende 2012 wird in Kooperation mit der Charité Berlin in der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikums Itzehoe, als eine der ersten Kliniken in Deutschland, ein neues Verfahren eingesetzt, bei dem der bearbeitete MR-Datensatz zeitversetzt mit einer Ultraschalluntersuchung fusioniert und somit eine gezielte Prostatabiopsie unabhängig vom MR ermöglicht wird. Diese hochspezialisierte Technik wurde von Oberarzt Dr. med. Dittmar Freiherr Grote eingeführt. Mehrdad Mehdi Irai, derzeit als Assistenz- arzt in Facharztausbildung an der Klinik für Urologie und Kinderurologie beschäftigt, stellte jetzt die ersten Ergebnisse auf dem 8. Nordkongress in Cottbus vor. Unter den 30 eingereichten Arbeiten stammten nur zwei aus nicht universitären Kliniken - und Itzehoe erhielt den 2. Preis! Unter anderem wurde in der vorgestellten Arbeit in 36 % der Fälle ein Karzinomnachweis erbracht, obwohl das Standardverfahren im Vorfeld negativ ausgefallen war. „Wir nehmen die positiven Ergebnisse zum Anlass“, freut sich Dr. med. Wolfgang Höppner, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, „das Verfahren weiter zu optimieren. Bei negativen Prostatabiopsieergebnissen könnte in Zukunft dadurch eine größere Sicherheit erzielt werden, ob nicht doch ein Krebs vorliegt. Die wissenschaftliche Anerkennung zeigt weiterhin, dass auch nichtuniversitäre Kliniken im ländlichen Umfeld in Fragen der Alltagspraxis wissenschaftlich mit den großen Kliniken mithalten können.“ Dr. med. Dittmar Freiherr Grote, Oberarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie Eröffnung der Psychosomatischen Tagesklinik „STEPS“ (Stationäre Therapie ersetzende Psychosomatik) Am 21. Juli 2014 hat die neue Psychosomatische Tagesklinik des Zentrums für Psychosoziale Medizin in der Beethovenstraße 2 im Itzehoer Stadtteil Klosterforst ihre Arbeit aufgenommen. Diese Tagesklinik bietet für etwa 30 Patienten ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Angebot. Damit können in Zukunft alle Menschen in der Region, die eine psychiatrische oder 4 psychosomatische Problematik aufweisen, kompetent wohnortnah behandelt werden. Darüber hinaus verwirklichen wir als erste Klinik in Schleswig-Holstein ein Konzept der patientenorientierten Behandlung, das tagesklinische und ambulante Behandlungsformen eng miteinander verbindet. Wir behandeln ein breites Spektrum von Erkrankungen, darunter insbesondere Blutspendedienst im 2. UG, Klinikum Itzehoe Mo. und Fr. 07.30 - 13.30 Uhr Di. und Mi. 10.30 - 18.30 Uhr Do.geschlossen 04821 [email protected] Auf Facebook unter Blutspendedienst-Itzehoe Am 14.06.14 war wie in jedem Jahr Weltblutspendetag. Aufgrund des sehr guten Erfolgs vom Vorjahr wurde dies zum Anlass genommen, an gleich zwei Tagen zusammen mit dem Wacken Open Air-Team zu feiern. Aus ganz Schleswig-Holstein kommend sind sie dem Ruf von WOA-Veranstalter Holger Hübner und dem Blutspendedienst im Klinikum Itzehoe gefolgt, um Leben zu retten. Am Ende von zwei langen Tagen konnten insgesamt rekordverdächtige 220 Blutkonserven entnommen werden, davon war knapp die Hälfte allein von Neuspendern. Besonders erfreulich ist, dass der Großteil wiederkommen möchte, um weiterhin Blut zu spenden. Die Metalheads verstehen sich als eingeschworene Gemeinschaft und halten zusammen, um sich für die gute Sache zu engagieren. Das ist umso lobenswerter, da die Bereitschaft zum Blutspenden seit Jahren rückläufig ist und es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Blutkonserven kommt. Alle Beteiligten waren mit der Aktion hochzufrieden. Revanchierend für die bisherige Unterstützung kam der Blutspendedienst sehr gerne der somatoforme Störungen und Somatisierungsstörungen, Erkrankungen mit depressiven Symptomen (auch Burnout-Syndrome), anhaltende Schmerzsyndrome ohne erkennbare körperliche Ursache, Ess-Störungen, Angsterkrankungen, starke seelische Belastungen in der Folge von körperlichen Erkrankungen und Menschen mit psychischen Problemen nach Trauma-Erfahrung. Zu unserem therapeutischen Team gehören Psychotherapeuten (Ärzte und Psychologen), So- KlinikLeben Heavy Metal im Blutspendedienst Bitte nach, zusammen mit der Deutschen Knochenmark Spenderdatei (DKMS) eine StammzellTypisierungsaktion auf dem Festivalgelände des W:O:A durchzuführen. Hintergrund war die Blutkrebserkrankung des Kindes eines W:O:A-Verantwortlichen. 30 engagierte Helfer, u. a. Auszubildende aus dem Klinikum Itzehoe begaben sich nach Wacken und trotzten großer Hitze, viel Staub und dem hohen Geräuschpegel, um an vier Tagen die Typisierung mittels Schleimhautabstrich durchzuführen. Die Stimmung war durchweg positiv und schließlich konnte die stolze Anzahl von 2.717 Metalheads für die DKMS registriert werden. Zudem wurden 4.800,-€ Spendengelder zugunsten der DKMS gesammelt. Wenn auch Sie Gutes tun und Leben retten möchten, dann kommen Sie zum Blutspenden. Gern nehmen wir unseren Spendern bei Interesse auch ein Extra-Röhrchen für die Stammzell-Typisierung ab. Robert Adam, Leitender MTA des Blutspendedienstes Das Typisierungsaktion-Team des Klinikums Itzehoe und der DKMS beim W:O:A. zialpädagogen, Ergo- und Musiktherapeuten, Bewegungstherapeuten und Pflegekräfte. Die Behandlung in der Psychosomatischen Tagesklinik ist tagsüber an allen Werktagen, aber je nach individuellem Bedarf auch nur an einigen Tagen (auch halbtags) möglich. Damit können auch Patienten behandelt werden, die aufgrund anderer Verpflichtungen nicht die ganze Woche in die Behandlung kommen können. Die psycholo- gische Leitung hat Dipl.-Psych. Dr. med. Thomas Wolf, die ärztliche Leitung Katja Bussolini, Ärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Die Anmeldung in die Tagesklinik kann durch den Hausarzt, den behandelnden Psychiater bzw. Nervenarzt und durch psychologische Psychotherapeuten erfolgen. Prof. Dr. med. Arno Deister, Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin 5 KlinikLeben Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie als EndoProthetikZentrum zertifiziert als zweite Klinik in Schleswig-Holstein nären Behandlung entlassen und dann in eine Reha-Klinik weitergeleitet. Die Röntgenergebnisse werden standardisiert ausgewertet, ebenso alle intra- und postoperativen Besonderheiten der Operation. Außerdem wird die Prothese an das neugeschaffene nationale Prothesenregister in Deutschland gemeldet. Dadurch wird man im Laufe der Jahre wichtige Informationen über die Langhaltbarkeit von Prothesen in Deutschland erhalten. Röntgenbilder eines künstliches Hüft- (li.) und Kniegelenks (re.) Seit Jahrzehnten widmet sich die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie der elektiven Endoprothetik von Hüft- und Kniegelenk und der Wechseloperationen bei Lockerung, Infektion oder Implantatversagen. Um diese Kompetenz nach außen zu verdeutlichen, haben wir uns einem umfassenden Zertifizierungsverfahren unterworfen und wurden nun als zweite Klinik in Schleswig-Holstein als EndoProthetikZentrum (EPZ) zertifiziert. Die Zertifizierung bedeutet eine hohe Standardisierung der gesamten Behandlung eines Patienten, nur erfahrene Operateure dürfen die Operationen durchführen oder müssen bei den Operationen persönlich anwesend sein, regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen, Komplikations- und Röntgenbesprechungen und Unterweisungen für Ärzteteam und Pflegepersonal sowie Physiotherapeuten sind obligat, um einen hohen Standard zu sichern. 6 Wird ein Patient für eine endoprothetische Operation im Klinikum voruntersucht, erfolgt zunächst ein Abstrich auf mögliche Keimbesiedelung hochresistenter Erreger (MRE) von Nase, Rachen und Leiste. Standardisierte Röntgenaufnahmen werden durchgeführt, die über eine Spezialsoftware dazu dienen, die richtige Implantatgröße der Endoprothese vor der Operation zu planen. Nach Aufnahmegespräch und Aufnahmeuntersuchung erfolgt dann der operative Eingriff, bei dem je nach Krankheitsbild Prothesen aus verschiedenem Material zur Anwendung kommen. Es werden nur Implantate verwendet, die in Langzeitstudien eine überlegene Haltbarkeit bewiesen haben. Unmittelbar postoperativ beginnt die physiotherapeutische Behandlung des Patienten mit Lymphdrainage und Krankengymnastik. In der Regel wird der Patient zum Zeitpunkt des Fadenziehens (12. Tag nach der Operation) aus der statio- Der Patient wird über alle Schritte aufgeklärt und muss sein Einverständnis für eventuelle Datenübermittlungen erteilen. Der Umbau der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie auf den Stationen 3 und 4 verbessert außerdem deutlich den Komfort für unsere Patienten. Alle Zimmer verfügen über eigene Nasszellen. Nach den abgeschlossenen Umbaumaßnahmen im Klinikum wird durch Schaffung neuer Bettenkapazitäten, die in der Vergangenheit häufige Überbelegung der Zimmer reduziert. Dr. med. Michael Kappus, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Ansprechpartner Dr. med. Michael Kappus Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Tel. 04821 772-2101 KlinikLeben Ansprechpartner Prof. Dr. med. Michael Neipp Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie und Leiter des Darmzentrums Tel. 04821 772-2401 [email protected] Prof. Dr. med. Neipp (r.) und Team bei der Durchführung einer minimal-invasiven Operation Darmzentrum des Klinikums wurde erneut ausgezeichnet Im April 2012 wurde das Darmzentrum des Klinikums Itzehoe unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Neipp, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie und Dr. med. Christoph zur Verth, Oberarzt der Medizinischen Klinik und Organisatorischer Leiter der Onkologischen Tagesklinik erfolgreich erstzertifiziert. Seitdem wurden weit über 200 Patienten mit Dick- und Enddarmkrebs im Klinikum behandelt. Dabei werden immer mehr Patienten minimal invasiv in sog. „Schlüssellochtechnik“ operiert. Patienten mit der Diagnose Darmkrebs werden vom Tag der Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge multiprofessionell versorgt. Unterschiedliche Berufsgruppen aus Ärzteteams, Pflegefachkräften, Sozialarbeitern und Psychoonkologen beteiligen sich durch Kompetenz und ständige Kommunikation an den therapeutischen Entscheidungen und gewährleisten so eine patientenorientierte Behandlung sowie eine individuelle Beratung und Unterstützung. Am 10. April diesen Jahres stand das Darmzentrum des Klinikums Itzehoe nun erneut auf dem Prüfstand. Zwei Jahre nach der Erstzertifizierung des Kompetenzzentrums für Darmkrebserkrankungen wurde der Termin für ein zweites Überwachungsaudit von der Deutschen Krebsgesellschaft (DGK) und dem TÜV Süd wahrgenommen. In diesem Audit wurde insbesondere die Umsetzung der leitliniengestützten Vorgaben der DKG zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge, sowie die Beachtung von gesetzlichen und behördlichen Anforderungen überprüft. Unterschiedliche Abteilungen und beteiligte Kooperationspartner wurden vor Ort begutachtet und schließlich die Ergebnisse dokumentiert und präsentiert. Nach einem langen Prüfungstag sprachen sich der TÜV und die DGK für ein weiteres Jahr der Zertifizierung des Darmzentrums aus. Die kompetente und umfangreiche Versorgung der Patienten mit hoher fachlicher Kompetenz aller Mitwirkenden wurde besonders gelobt. Darüber hinaus erhielt Prof. Dr. med. Michael Neipp von der DKG die Qualitätsurkunde des Senior-Darmoperateurs als Anerkennung der besonderen Expertise im Gebiet der operativen Therapie bei Dick- und Enddarmkrebs. Prof. Dr. med. Michael Neipp, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie 7 KlinikLeben Rund ums Baby » Bitte lächeln! Das Klinikum Itzehoe hat jetzt eine Profi-Babyfotografin von Baby Smile. Die Geburt eines Kindes ist eines der schönsten Erlebnisse für Eltern. Baby Smile fängt den Zauber der ersten Stunden im Leben des Babys in einzigartigen Fotos ein. Seit fast 20 Jahren steht Baby Smile für professionelle Neugeborenenfotografie - kostenlos und ganz ohne Stress für das Baby. Die Fotografin Carola SchulzMaaß von Baby Smile macht direkt auf der Geburtenstation die ersten professionellen Erinnerungsfotos der neuen Erdenbürger. »» immer montags - freitags zwischen 10.00 und 15.00 Uhr Informieren Sie sich über unser umfangreiches Kursangebot. Hebammenpraxis Klinikum Itzehoe, Standort Elmshorn Hermann-Ehlers-Weg 2 25337 Elmshorn Tel. 04121 8709011 [email protected] » www.kh-itzehoe.de » Hebammenpraxis Elmshorn Sicherheit und Geborgenheit Alles unter einem Dach! 8 Elterninformationsabende in Elmshorn »» Montag, 19.00 Uhr 24.11.2014 »» Treffpunkt Hebammenpraxis Klinikum Itzehoe Hermann-Ehlers-Weg 2 25337 Elmshorn Tel. 04121 8709011 KlinikLeben Wissenschaftliche Auszeichnung für die Kinderklinik Itzehoe agglomerans Sepsis bei einem 10 Tage alten Frühgeborenen“. Die Ärztinnen berichteten über die Erkrankung durch einen sehr seltenen Erreger und zeigten die diagnostischen und therapeutischen Patricia Lengua (li.), Ärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Möglichkeiten Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin hier mit dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie auf. Sie wiesen auch auf die (DGPI) Prof. Dr. med. Johannes Liese (re.). spezielle Bedeutung solcher Erreger für die Besondere Auszeichung für die Frühgeborenenmedizin hin. Kinderklinik Itzehoe: Während des diesjährigen Kongresses der Patricia Lengua durfte, stellverdeutschen Gesellchaft für Kintretend für die Gruppe, die Preisderheilkunde und Jugendmedizin urkunde und Gratulation aus den (DGKJ) im September in Leipzig Händen des Präsidenten der Deuterhielten die Ärztinnen Dr. med. schen Gesellschaft für PädiatriRosa Wördehoff, Patricia Lengua sche Infektiologie (DGPI), Prof. Dr. und Barbara Naust den ersten med. Johannes Liese (Würzburg), Preis für die beste Präsentation entgegennehmen. Die Preisverim Gebiet der pädiatrischen Inleihung fand im Rahmen des Festfektiologie. Der Titel des Beitrags abends statt. Der jährliche DGKJ/ lautete: „Überleben nach Pantoa Liebe werdende Eltern, Sie haben Fragen zu unserer Geburtshilfe und überlegen, wie Sie die Geburt Ihres Kindes gestalten möchten? Dann möchten wir Sie zu unserem Informationsabend für werdende Eltern einladen! Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Mehr Informationen zum Perinatalzentrum finden Sie unter DGPI Kongress ist mit ca. 3.000 Teilnehmern die größte deutsche Tagung für Kinderärzte. „Für unsere Kinderklinik ist diese Auszeichung eine besondere Ehre“, sagt Dr. med. Georg Hillebrand, Chefarzt der Klinik. „Sie zeigt, dass wir hier in Itzehoe als Schwerpunktkrankenhaus nicht nur gute Medizin anbieten, sondern auch direkt an der wissenschaftlichen Diskussion teilnehmen und wahrgenommen werden. Häufig werden derartige Preise sonst nur an Arbeitsgruppen aus Universitätskliniken verliehen. Die aktive Teilnahme an solchen Kongressen garantiert, dass wir die jeweils aktuellsten medizinischen Erkenntnisse in unsere tägliche Arbeit integrieren können.“ Dr. med. Georg Hillebrand, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie und Pädatrische Intensivmedizin Elterninformationsabende in Itzehoe »» immer donnerstags, alle zwei Wochen 19.30 - 21.00 Uhr »» Treffpunkt 23.10.2014 06.11.2014 20.11.2014 04.12.2014 18.12.2014 »» Sekretariat Elternschule e. V. Maria-Bornheim-Weg 2 25524 Itzehoe Tel. 04821 772-2701 oder 04821 772-2201 www.klinikum-itzehoe.de> Startseite > Zentren > Perinatalzentrum (Level I) 9 KlinikLeben Initialpflegekurse Pflegetraining für Angehörige und interessierte Menschen Pflegetrainerinnen Karina Trede (li.) und Michaela Haack (re.) Mit der Einführung der G-DRG-Fallpauschalen haben sich für die Krankenhäuser die ökonomischen Zwänge verschärft und die Verweildauer ist gesenkt worden. Daraus resultiert für Angehörige pflegebedürftiger Patienten die Notwendigkeit, in kürzester Zeit Entscheidungen bezüglich der Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt zu treffen. Das Krankenhaus hat dabei eine Schlüsselposition, da die Angehörigen häufig hier zum ersten Mal mit der Frage einer häuslichen Fürsorge konfrontiert werden. In den wenigsten Fällen sind Angehörige ausreichend auf eine Übernahme der Pflege vorbereitet. Der Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Pflege wird somit nicht selten zu einem für die Familie krisenhaftes und darüber hinaus schwieriges Ereignis. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Modellprojektes „Familiale Pflege“ ein neues Pflegekurskonzept für Angehörige entwickelt, die eine Pflege übernehmen werden bzw. in der Pflege vor neuen Herausforderungen stehen oder auch einfach nur interessiert sind. 10 Die Initialpflegekurse wollen pflegende Angehörige stärken und sie befähigen, ihr Pflegesetting individuell zu gestalten und familiale Pflegenetzwerke zu entwickeln und aufzubauen. Sie befähigen Angehörige nicht nur, bereits früh bestimmte Pflegetechniken zu erlernen und selbst durchzuführen, vielmehr bieten sie den Teilnehmenden auch Gelegenheit, sich mit der neuen Pflegesituation und der Gestaltung des Pflegearrangements bewusst auseinanderzusetzen. Die Gruppengröße beträgt mindestens drei aber maximal zehn Teilnehmer. Das Kurskonzept hebt sich von herkömmlichen Angeboten dadurch ab, dass neben notwendigen Pflegetechniken auch psychosoziale Bausteine integriert werden. Neben der Förderung Ihrer pflegerischen Kompetenz lernen Sie durch einen regen Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen sich in der Bewältigung von (Übergangs-)Krisen zu stärken. Ein weiteres Ziel dieses Initial-Pflegekurses ist, Ihre Wahrnehmungsfä- higkeit und Sensibilität in Bezug auf die Krankenbeobachtung zu schulen. Sie lernen „sich selbst zu pflegen“, indem Sie Kenntnisse über das Pflegenetzwerk erwerben und wissen, wer Ihnen in schwierigen Situationen hilfreich zur Seite steht. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen rund um das Gesundheitswesen, wie z. B. über mögliche Leistungen der Pflegekassen. Außerdem sind Hauptbestandteile die Demonstration, Einübung und Reflexion elementarer Pflegehandlungen (Mobilisation/Bewegung, Ernährung, Prophylaxen, Umgang mit Hilfsmitteln) und der Umgang mit Inkontinenz und Bettlägerigkeit als besondere Belastung. Ein elementarerer Punkt ist auch das Pflegenetzwerk beziehungsweise der Aufbau dieses. Es gibt eine feste Struktur der Kurse (Themen), aber durch die kleine Gruppengröße gibt es die Möglichkeit, kurzfristig auf die Wünsche und den Schulungsbedarf der Teilnehmer einzugehen. Ein Initialpflegekurs umfasst drei Nachmittage à vier Unterrichtsstunden. Zu den Initialpflegekursen können sich (pflegende) Angehörige sowie alle interessierten Personen unabhängig von der erteilten Pflegestufe und Krankenkassenzugehörigkeit anmelden. Die Kurse werden von der AOK Nordwest finanziert und sind für alle Teilnehmer kostenlos. Veranstaltungsort ist die Gesundheits- und Krankenpflegeschule direkt neben dem Klinikum Itzehoe. Karina Trede, Michaela Haack, Pflegetrainerinnen „Familiale Pflege“ KlinikLeben Klinikum Itzehoe mit neuen Matratzen ausgestattet » Wenn die Familie pflegt... Kostenfreies Pflegetraining und Pflegeberatung für Angehörige und interessierte Menschen Neue Pflegekurstermine Die Patienten „liegen jetzt noch besser“ im Klinikum Itzehoe, v. l. n. r. Leiter der Einkaufsabteilung Gerhard Krause, Pflegedirektor Michael Müller, Pflegedienstleiterin Heiderose Killmer, Geschäftsführer der Firma WULFF MED TEC GmbH Hinrich Wulff Wie man sich bettet, so liegt man – neue Matratzen für das Klinikum Itzehoe. kostenfrei und kassen- und pflegestufenunabhängig 607 Matratzen wurden im Klinikum Itzehoe gegen neue ausgetauscht. Nov. 2014 - Januar 2015 Die Wahl fiel auf Matratzen aus viskoseelastischem Material, das sich auf der gesamten Liegefläche abhängig von Größe, Gewicht und Proportionen an die Bedürfnisse des Patienten anpasst. Außerdem verringert sich die Gefahr des „Dekubitus“, Fr. 21.11.2014 16.00 - 19.30 Uhr Sa. 22.11.2014 09.00 - 12.30 Uhr So. 23.11.2014 09.00 - 12.30 Uhr Mo.01.12.2014 16.00 - 19.30 Uhr Mo.08.12.2014 16.00 - 19.30 Uhr Mo.15.12.2014 16.00 - 19.30 Uhr Mi. 07.01.2014 16.00 - 19.30 Uhr Mi. 14.01.2014 16.00 - 19.30 Uhr Mi. 21.01.2014 16.00 - 19.30 Uhr Neben Schlafkomfort und Dekubitusvorbeugung bieten die Matratzen auch Vorteile bei der hygienischen Aufbereitung. Sie haben einen antibakteriellen Schutzbezug auf Silberbasis und einen wasserdichten Reißverschluss. Das erleichtert die Reinigung und dämmt die Verschmutzungsgefahr ein. Wir unterstützen Sie und helfen Ihnen! »» Tel. 04821 772-2233 Montag - Freitag 09.00 - 17.00 Uhr [email protected] [email protected] Michaela Haack und Karina Trede, Pflegetrainerinnen des gefürchteten „Wundliegens“ bei bettlägerigen Patienten. Die Matratze wirkt durch die Anpassung an den Körper schmerzlindernd, dadurch müssen weniger Schmerzmittel gegeben werden, was ein großer Vorteil sei. Die Matratzen haben eine stabilisierende Umrandung, so dass der Patient nicht abkippt, wenn er am Bettrand sitzt. 286 von den gut erhaltenen alten Matratzen wurden dem Kinder-Hilfswerk für Afrika e. V. übergeben und nach Afrika verschifft. Die gut erhaltenen alten Matratzen werden verladen und gehen an das Kinder-Hilfswerk für Afrika e. V. Petra Gröger, Ltg. Öffentlichkeitsarbeit 11 KlinikLeben Stuhlinkontinenz Ursachen und Therapie Der Beckenboden besteht aus Muskeln und Bändern, die die Bauchhöhle nach unten abschließen und dafür sorgen, dass die Verdauungs-, Genital- und Ausscheidungsorgane an ihrem Platz im Körper verbleiben. Von einer Beckenbodenschwäche spricht man, wenn die eigentlichen Aufgaben nur unzureichend erfüllt werden und es zu einer Harnoder Stuhlinkontinenz oder einer Gebärmuttersenkung kommt. Speziell die Stuhlinkontinenz, ist ein mit 2 % der erwachsenen Bevölkerung betreffend, ein häufiges Krankheitsbild und umschreibt die Unfähigkeit den Stuhlgang oder die Darmgase zu kontrollieren und führt zu einer spontanen unwillkürlichen Darmentleerung. Diese Erkrankung kann in drei Schweregraden auftreten. Man unterteilt sie in die Passive Inkontinenz, Dranginkontinenz und das Stuhlschmieren. Sie ist mit einer hohen psychosozialen Belastung verbunden und erfordert eine umfangreiche Diagnostik mit anschließender vor allem konservativer Therapie. Die Ursachen sind vielfältig und betreffen vor allem Frauen mittleren Alters. Eine Rolle spielen unter anderem die Anzahl der vaginalen Entbindungen, übermäßiges Pressen beim Stuhlgang, Obstipation, Adipositas, Folge operativer Eingriffe im kleinen Becken nur um einige Ursachen zu nennen. Die Symptome reichen von Durchfällen, Stuhldrang, rektalen Schmerzen, Obstipation und sind manchmal mit Harnverlust gekoppelt. In der anschließenden Diagnostik sollte die Anamnese speziell erweitert werden um vorausge- 12 Zeichnung: M. v. Oppeln, Thinkcats gangene Operationen im Beckenbereich, Geburten, Ernährungsgewohnheiten und Medikamenteneinnahme. Zur weiteren Bewertung der Stuhlinkontinenz gibt es verschiedene Fragebögen, wie z. B. den Cleveland- oder Williams Inkontinenzscore. Diese sind ein weiterer Bestandteil zur genauen Abklärung der Inkontinenzform. Die weiteren klinischen Untersuchungen beinhalten eine rektale Untersuchung, eine Spiegelung des End- oder Mastdarmes, ggf. eine komplette Darmspiegelung, Ultraschall des Schließmuskels, Manometrie, Röntgen- oder MRT Untersuchungen als bildgebende Verfahren. Das Therapieziel ist die subjektive Verbesserung der Symptomatik und somit eine Erhöhung der individuellen Lebensqualität. Die Therapie schließt eine Stuhlregulierung, Beckenbodentraining mit Biofeedback, Elekro- oder Nerven- stimulation mit ein. Bereits durch eine angepasste Stuhlregulierung kommt es zu einer Besserung der Symptome von bis zu 80 %. In Einzellfällen kann bei einem Schließmuskeldefekt eine Sphinkterrekonstruktion notwendig werden. Wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind, ist die sacrale Nervenstimulation für die meisten Patienten eine effektive Therapie. Diese Therapie ist sicher, minimal invasiv und hat den Vorteil der therapeutischen Testung vor einer endgültigen Implantation. Ein Hämorrhoidalleiden kann eine Inkontinenz mit Stuhlschmieren vortäuschen. Nach erfolgter operativer Versorgung der Hämorrhoiden ist die Ursache behoben und sollte keine Beschwerden mehr bereiten. Dr. med. Henrike Duwe, Fachärztin für Chirurgie in der Weiterbildung zur Viszeralchirurgin, Klinik für Allgemein-, Gefäßund Viszeralchirurgie KlinikLeben Jubiläumsfahrt entlang des Nord-Ostsee-Kanals Bereits seit 2003 lädt das Klinikum Itzehoe seine langjährigen Mitarbeiter als Dank für die geleistete Arbeit zu einer Fahrt auf der „Nordstern“ ein. Die 10-, 15-, 25-, 30- und sogar 40-jährige Treue zum Klinikum wurde gebührend gefeiert. Auch Mitarbeiter, die sich vom Arbeitsleben verabschieden und den Ruhestand antreten, sind dabei. 37 Jubiliare machten sich in diesem Jahr in Begleitung ihrer Partner per Bus auf den Weg zum Brunsbütteler Hafen und stachen in See. Sie wurden von der Leiterin des Personalmanagement, Gunda Dittmer, und dem Pflegedirektor, Michael Müller, herzlichst begrüßt. Nach dem „Büffet aus der Tiefe“ ehrten und verabschiedeten Gunda Dittmer und Michael Müller die Mitarbeiter. Dazu gab es Urkunden, Blumengeschenke und den „Itzehoer Gutschein“. Bei herrlichen Sonnenschein genossen die Mitarbeiter auch an Deck bei regen Gesprächen den Ausklang des Abends. Petra Gröger, Ltg. Öffentlichkeitsarbeit Mit Ihrer Spende ! k n a helfen Sie uns Vielen D Wir unterstützen und betreuen Familien mit schwer erkrankten und chronisch erkrankten Kindern, für die sich das Leben oft von einem auf den anderen Tag verändert. Spendenkonto Sparkasse Westholstein IBAN DE16 2225 0020 0000 4008 90 BIC NOLADE21WHO Tel. 04821 772-1401 [email protected] www.klinikum-itzehoe.de Verwendungszweck Bunter Kreis Westholstein Itzehoe Kontoinhaber Gesundheit aktiv gGmbH Vielen Dank! 13 KlinikLeben Neue Technik für Nepal Ram Chandra Dhakal hospitiert in der Klinik für Anästhesiologie 2014. Deutschland ist zum vierten Mal Fußballweltmeister – eine Nation im Freudentaumel. Aber seien wir ehrlich: Das größte ist doch immer das erste Mal. Ram Chandra Dhakal hat in diesem Jahr ganz viele erste Male erlebt. Der CMA (certificated medical assistent) aus dem kleinen Bergkrankenhaus in Amppipal, Nepal, hat im Frühling zum ersten Mal seine Heimatregion verlassen. Er hat zum ersten Mal in seinem Leben ein Flugzeug bestiegen, zum ersten Mal ausländischen Boden betreten, zum ersten Mal das Meer gesehen, zum ersten Mal holsteinischen Spargel gegessen. Die Liste ließe sich noch weiter fortführen. „So viele neue Eindrücke, ich werde mich immer gern an Deutschland zurückerinnern“, versichert Ram. Als Gast des Vereins Nepalmed hat Ram mehrere deutsche Städte bereist und verschiedene Krankenhäuser besucht. Eine Station der Reise war eine fünfwöchige Hospitation in der Klinik für Anästhesiologie im Klinikum Itzehoe. Hier hat Ram auch gute Bekannte: Dr. med. Sabine Zinke, Oberärztin der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie, und Dr. med. Wolfram Kluge, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, waren schon mehrfach als Ärzte im kleinen Krankenhaus in Amppipal tätig. Seitdem pflegt das Klinikum Itzehoe einen guten Kontakt zu Amppipal. Mit zahlreichen Spendensammlungen bei öffentlichen Veranstaltungen des Klinikums, Abteilungs- oder Weihnachtsfeiern unterstützen die Mitarbeiter des Klinikums Itzehoe das Krankenhaus im Himalaya-Gebirge. Eine besondere Aktion ist der „Cent hinter dem Komma“, bei der Mitarbeiter regelmäßig den CentBetrag, der auf ihrer Gehaltsab- 14 rechnung hinter dem Komma steht, direkt dem Spendenkonto zukommen lassen. „Dank der großen Spendenbereitschaft hat sich in Amppipal schon einiges getan. Als ich vor sieben Jahren zum ersten Mal in Amppipal war, war die Ausstattung des Krankenhauses noch sehr spärlich“, erinnert sich Dr. med. Wolfram Kluge. „OP-Handschuhe wurden nach Gebrauch nicht etwa entsorgt, sondern ausgewaschen, zum Trocken aufgehängt und wieder verwendet“. In diesem Jahr erhält Amppipal eine ganz besondere Spende: Ein einfaches Beatmungsgerät mit dem klangvollen Namen Carina wird sich auf die Reise nach Nepal machen. Ram, der in seiner Heimat für die Narkosen zuständig ist und dort die Patienten bisher noch von Hand beatmet, nutzte seinen Aufenthalt in Itzehoe, um sich in die Technik des Beatmungsgerätes einweisen zu lassen. „Ich kann es kaum erwarten, zu Hause mit der Carina zu arbeiten“, sagt Ram, der keinerlei Berührungsängste mit der neuen Technik zeigte. Der Verein Nepalmed, der europaweit etwa 300 Mitglieder hat, hat das Beatmungsgerät für das Krankenhaus in Amppipal angeschafft und auch Rams Reise nach Deutschland finanziell ermöglicht. Wie Dr. med. Sabine Zinke und Dr. med. Wolfram Kluge verbringen zahlreiche Ärzte, die in dem Verein organisiert sind, ih- ren Jahresurlaub in Amppipal, um dort nach Möglichkeit eine ganzjährige ärztliche Versorgung zu sichern. „Wichtig ist aber auch die Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Dr. med. Wolfram Kluge. Es genüge nicht, teure Geräte anzuschaffen. Die Mitarbeiter vor Ort müssen auch ohne Hilfe aus dem Ausland damit umgehen und die medizinische Versorgung gewährleisten können. Deshalb wurde Ram in die Klinik für Anästhesiologie des Klinikums eingeladen, mit dem Ziel, am Ende seiner Reise so gut geschult zu sein, dass er in Amppipal eigenständig Narkosen mit dem Beatmungsgerät durchführen kann. Fragt man Ram, was ihm in Deutschland am besten gefallen habe, antwortet er ohne zu zögern: „Sylt und das Meer“. Aber auch Itzehoe und Umgebung haben es ihm angetan. Auch hier gab es zahlreiche erste Male: Ein erstes Osterfest, ein erstes Maifeuer, ein erstes Feuerwerk auf dem Itzehoer Jahrmarkt – und natürlich die erste Narkose mit einem Beatmungsgerät. Ganz besonders hebt Ram die Gastfreundschaft der Menschen in Itzehoe hervor, die ihm sowohl im Klinikalltag als auch bei den privaten Unternehmungen mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnet seien. Dr. med. Wolfram Kluge, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Spezieller Schmerztherapeut Spenden für das Krankenhaus in Amppipal » Nepalmed e. V. Volks- und Raiffeisenbank Muldental eG Konto: 50 00 166 776 IBAN: DE67 8609 5484 5000 1667 76 BLZ: 860 954 84 BIC: GENODEF1GMV (Grimma) » Wir danken allen Spendern recht herzlich! KlinikLeben Bergkrankenhaus in Amppipal, Nepal Gewaschene OP-Handschuhe, Nepal Dr. med. Kluge (hinten li.) und das OP-Team in Nepal Bergkrankenhaus in Amppipal, Nepal Ram Chandra Dhakal (li.) und Dr. med. Kluge beim Training am Beamtmungsgerät in Itzehoe Operationssaal in Amppipal, Nepal 15 KlinikLeben Erfahrungen im praktischen Einsatz − PDMS (Patienten-Daten-Management-System) Bei der medizinischen Behandlung von Patienten in der Anästhesie fallen innerhalb kurzer Zeiträume eine Vielzahl von Informationen an. Diese Patientendaten stellen die Grundlage für die Einschätzung der klinischen Situation und der sich daraus abzuleitenden Therapie dar. Den Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften entsprechend, wird ein Teil dieser Daten dokumentiert, so dass die wesentlichen Aspekte der Behandlung später nachvollziehbar sind. In unserem Klinikum haben wir bis zum letzten Jahr die gesamte Dokumentation der Narkosen als auch der anschließenden postoperativen Schmerztherapie handschriftlich ausgeführt. Dazu haben wir zwei unterschiedliche Protokolle benutzt. Im Alltag zeigte sich häufig das Problem, dass diese Protokolle lückenhaft und insbesondere schlecht lesbar ausgefüllt waren, sodass rückwirkend die Behandlung nicht optimal nachvollziehbar war. Darüber hinaus wurden diese Narkoseund Schmerzprotokolle nach Abschluss der Behandlung in der Patientenakte archiviert und waren dadurch häufig nicht schnell zugänglich. Integrated Care Manager (ICM) der Firma Dräger Medical GmbH ist ein etabliertes elektronisches Pa- 16 tienten-Daten-Management-System (PDMS) zur medizinischen Dokumentation. Während ICM in der Intensivmedizin weit verbreitet ist, gibt es bisher nur vereinzelt Erfahrungen in der AnästhesieDokumentation. Wir haben ICM so weiter entwickelt, dass das Programm auf unterschiedlichen Geräten (Desktop, Laptop und iPad) arbeitet und damit die Bedürfnisse der Anwender berücksichtigt werden. So fallen in der präoperativen Visite (Prämedikation) viele textlastige Informationen an, für die sich die Eingabe mittels Laptopund Desktop-Rechnern empfiehlt. Im OP-Bereich sowie für die postoperativen Schmerzvisiten können wir viele Standards nutzen, wodurch sehr viel weniger Texteingabe erforderlich ist. Daher verwenden wir dort als Standardgerät das Apple iPad. Dafür wurde ICM in großen Teilen neu konfiguriert und gleichzeitig für eine Touch-Bedienung optimiert. Weiterhin haben wir erreicht, dass wesentliche Patientendaten nicht mehr vom Anwender manuell dokumentiert müssen, sondern automatisch in das System übernommen werden. Dazu wurden alle Patientenmonitore und Narkosegeräte der Anästhesie mit einem klinischen Netz- werk verbunden. Dies bedeutet, dass personenbezogene Daten auf dem iPad nicht lokal abgespeichert sind, sondern auf einem Klinik-Server liegen. In der Klinik für Anästhesiologie des Klinikums Itzehoe wurden seit Einführung im April 2013 über zehntausend Anästhesien mit dem mobilen ICM dokumentiert. Die einheitliche Anwendung ist über den gesamten anästhesiologischen Ablauf von der präoperativen Visite über die Narkose bis zur postoperativen Schmerzvisite gegeben und erstreckt sich inzwischen auch auf die Dokumentation von innerklinischen Notfällen, zu denen die Mitarbeiter der Station 19 gerufen werden. Die Anbindung zahlreicher Geräte und die mobile Verfügbarkeit stellen die anästhesiologischen Patientendaten vollständig und zu jeder Zeit in elektronischer Form sicher. Durch die weitgehende Standardisierung und die intuitive Bedienoberfläche der iPad‘s ist die Akzeptanz der Mitarbeiter ausgesprochen hoch. Das innovative und mobile PDMS hat das Informationsmanagement in unserem Bereich der Akutmedizin verbessert und damit die Patientensicherheit deutlich erhöht. Dr. med. Ralf Weißhorn, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie KlinikLeben Alles aus einer Hand: keit g i d n ä t Selbsts fe! il durch H »Tagespflege »Kurzzeit- »Ob Groß, ob Klein Gesundheit aktiv pflege pflegt daheim Ambulante Krankenpflege Tel.: 04821 772-1400 [email protected] »Stationäre Pflege Wilhelm-Biel-Straße 2 eue N 25524 Itzehoe se! Adres Ambulante Kinderkrankenpflege und Bunter Kreis Westholstein Itzehoe Tel.: 04821 772-1401 [email protected] Robert-Koch-Straße 2a 25524 Itzehoe Willkommen im Seniorenzentrum Itzehoe Olendeel Wilhelm-Biel-Straße 2 25524 Itzehoe Tel. 04821 6808-0 Fax 04821 6808-26 www.olendeel.de [email protected] »Der Ambulante Pflegedienst ist umgezogen! Ab 1. Oktober 2014 finden Sie unser Beratungsbüro im Seniorenzentrum Itzehoe Olendeel, Wilhelm-Biel-Straße 2, 25524 Itzehoe. Bei Bedarf kann die Beratung der Pflegekunden auch im Klinikum Itzehoe oder bei den Kunden zu Hause stattfinden. »Kontakt Tel. 04821 772-1400 [email protected] 17 Mitarbeiter & Teams Erfolgreich bestanden Mit großen Schritten in die Berufswelt der professionell Pflegenden Drei Jahre intensive Ausbildung und anspruchsvollen Prüfungen liegen hinter uns, sagten sich 22 junge Menschen, als sie am 19. September 2014 ihr Examen zum staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpfleger bestanden haben. Die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege dauert insgesamt drei Jahre und wird in der staatlich anerkannten Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Klinikum Itzehoe in Kooperation mit dem Ausbildungsträger DRK-Schwesternschaft Ostpreußen e.V. durchgeführt. Die theoretische Ausbildung der Schüler umfasst insgesamt 2.100 Stunden. Bildungskonzeptionelle Veränderungen und die Umsetzung des eigenverantwortlichen Lernens stehen nach wie vor im Fokus der Ausbildung. Für den praktischen Teil der Ausbildung mit insgesamt 2.500 Stunden stehen kompetente, professionelle Pfle- 18 gefachkräfte zur Praxisanleitung in den praktischen Ausbildungsbereichen des Klinikums Itzehoe zur Verfügung. Hierdurch wird eine kontinuierliche Ausbildung der Schüler in der Praxis sichergestellt. Unterstützend werden durch die Lehrer der Schule Praxisbegleitungen der Schüler in den praktischen Ausbildungsbereichen durchgeführt. Während der dreijährigen Ausbildung wurden die Schüler kontinuierlich durch mündliche, schriftliche und praktische Lernzielkontrollen auf ihren Leistungs- und Wissensstand hin überprüft und auf die bevorstehende staatliche Prüfung vorbereitet. Am letzten Prüfungstag erhielten die Schüler bei einer Abschlussfeier in der DRKSchwesternschaft Ostpreußen aus den Händen der Oberin Angela Eggers und der Schulleitung Dipl. Pflegewirtin Angelika DahlDichmann die ersehnten Urkunden zur Führung der Berufs- bezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger“. Der Verbandsvorsteher, Dr. Reinhold Wenzlaff, der Ärztliche Direktor, Dr. med. Michael Kappus, und der stellvertretende Pflegedirektor, Christian Punken sowie viele Eltern, Freunde und Mitarbeiter nahmen an der feierlichen Stunde teil. Durch den erfolgreichen Abschluss stehen den jetzt examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern alle Möglichkeiten offen, ihren weiteren Berufsweg zu beschreiten. Insgesamt 18 von ihnen werden ihren Dienst im Klinikum Itzehoe aufnehmen. Hierfür ist an die Klinikleitung ein besonderes Dankeschön zu richten. Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Klinikums Itzehoe erhält in vollem Umfang die maximale Ausbildungskapazität und wird in diesem Jahr zusätzlich Ausbildungsplätze in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Studienplätze für den Pflegestudiengang in Kooperation mit der Universität Lübeck anbieten. Dipl. Pflegewirtin Angelika Dahl-Dichmann, Schulleitung 22 examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger feiern gemeinsam mit Lehrern und Ausbildern. Mitarbeiter & Teams Auf der anderen Seite des Weges Eine Gruppe meist junger Menschen sitzt im Uferbereich des Eidersperrwerks. Eine Kerze, ein Foto. Kurze berührende Reden, sich in den Arm nehmen... sich erinnern... gemeinsam traurig sein... gemeinsam lachen... gemeinsam essen und trinken... Abschied nehmen. Was für einen Außenstehenden so gleichermaßen anrührend wie auch ungezwungen und erheiternd anmutet, hatte seinen tragischen Ursprung in dem Tod eines jungen, mitten am Anfang der Berufsausbildung stehenden Menschen. Es kam ganz plötzlich, ganz unerwartet. Sie alle stehen am Anfang ihrer Berufsausbildung, haben sich gerade kennengelernt, die ersten Monate im täglichen Unterricht miteinander verbracht. Freundschaften entstanden. Alles war neu und aufregend. Der Tod... für die meisten kein Thema. Ihren Lehrern, die sonst in Unterrichten und Seminaren professionell Tod und Sterben vermitteln, zog es den Boden unter den Füßen weg. Auch Sie sind plötzlich betroffen. Wie geht man in dieser Ausnahmesituation vor? Wie kann man sich trösten und anderen Trost geben? Zur Tagesordnung übergehen? In einem Krankenhaus gibt es für viele Notfallsituationen eingeübte Abläufe, Szenarien und Notfallpläne. Auf so eine Situation kann man sich kaum vorbereiten. Da war es gut, dass es Trost und Kraft gab durch Innehalten, Zusammenhalten und füreinander da sein. Das Schulteam der Gesundheits- und Krankenpflegeschule stand den Auszubildenden eng zur Seite und begleitete sie auf diesem Weg. Die praktische Ausbildung auf den Stationen durfte für einen Moment ruhen. Tröstlich war, dass der Klinikseelsorger so behutsam und einfühlsam für alle da war – jederzeit. Die Auszubildenden erhielten die Zeit, die sie brauchten, um ihre Art des Abschiedes zu finden. Es war ihr Wunsch, gemeinsam mit den Lehrern und dem Klinikseelsorger eine Abschiedsfeier an dem Ort zu begehen, an dem ihr Mitschüler früher so gerne gewesen war, an der Eider. Eine Kerze, ein Foto... Der Klinikseelsorger liest vor: Auf der anderen Seite des Weges Der Tod ist nichts, ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen. Ich bin ich, Ihr seid Ihr. Das, was ich für Euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den Ihr mir immer gegeben habt. Sprecht mit mir, wie Ihr es immer getan habt. Gebraucht nicht eine andere Redensweise, seid nicht feierlich oder traurig. Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich damit mein Name im Hause gesprochen wird, so wie es immer war, ohne besondere Betonung, ohne die Spur des Schattens. Das Leben bedeutet das, was es immer war. Der Faden ist nicht durchschnitten. Warum soll ich nicht mehr in Euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in Eurem Blickfeld bin? Ich bin nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Weges. Charles Pierre Péguy (1873 - 1914), französischer Dramatiker Thomas Schröder, Praxisanleiter, Assistenz Schulleitung 19 Fit in Form Fitness für alle Der Experten-Tipp für Ihre Fitness zusammengestellt von Vasco Sterner, Rücken-/Reha-Trainer, stellv. Leiter des MediFits. Aktiv gegen SchulterNacken-Verspannungen Unsere Öffnungszeiten: Montag - Freitag 08.00 - 21.00 Uhr Die kältere Jahreszeit kommt nun mit schnellen Schritten. Es ist die Zeit, in der wir häufig die Schultern aufgrund von Kälte und Feuchtigkeit ganz unbewusst nach oben ziehen. Schulter-Nacken-Verspannungen sind dann ein unbeliebtes Resultat. Auch für Menschen, die bei der Arbeit primär sitzen, sind Schulter-Nacken-Verspannungen ein bekanntes Problem. Wir empfehlen, Ihre sitzende Tätigkeit so häufig wie möglich bewusst zu unterbrechen. Stehen Sie auf und binden eine oder mehrere der vorgestellten Übungen regelmäßig in Ihren Alltag ein. Schaffen Sie z. B. ein kleines „Bewegungs-Ritual“ vor jeder Pause. Tel. 04821 772-6772 [email protected] Unser Empfangsteam informiert Sie gern über unser aktuelles Angebot. » Übungsausführung: langsames Tempo, atmen Sie ruhig und gleichmäßig » Dauer: Ca. 2 - 3 x für 20 - 30 Sek. Selbstmassage Vorgeneigte Streckung mit einem Tennis- oder Igelball Lösen Sie so gezielt verspannte und harte Muskulatur. Ausführung » Positionieren Sie den Ball zwischen Rücken und Wand » » » » 20 und stehen Sie etwa eine bis zwei Fußlängen von der Wand entfernt, ggf. in leichter Schrittstellung. Umfassen Sie locker den Oberkörper, so dass die Schulterblätter etwas nach außen gezogen werden. Massieren Sie nun durch kleine Bewegungen (auf und ab oder seitwärts) die Rückenmuskeln (probieren Sie es auch im Bereich des unteren Rückens). Dosieren Sie den Druck nach Bedarf und lassen Sie den Ball auch mal auf einer Stelle verharren. Rollen Sie NICHT auf Wirbelsäule, Schulterblatt oder anderen Knochen. Samstag/Sonntag 09.00 - 14.00 Uhr Wir dehnen/strecken die Muskeln des Oberkörpers und die Rückseite bis hinunter zu den Waden. Ausführung » Legen Sie beide Handflächen auf eine erhöhte Position (z. B. Kommode, Rückenlehne). » Den Po nach hinten unten schieben und ver suchen eine gerade Linie vom Po bis zum Hinter kopf zu behalten, dabei leicht in die Knie gehen. » Oberkörper vorsichtig Richtung Boden sinken lassen. » Spüren Sie die Dehnung in der Vorder- und Rück seite des Oberkörpers und ggf. auch eine Deh nung in der Rückseite der Beine. Fit in Form Strecken („Äpfel pflücken“) Beim Strecken gehen wir gezielt in eine sehr lange Position, am besten von den Zehenspitzen bis zu den Fingerspitzen. Ausführung » Stehen Sie hüftbreit und aufrecht, die Fußspitzen zeigen nach vorn. » Nun langsam und kontrolliert beide Arme wechselnd nach oben strecken. Erhöhter Liegestütz Wir kräftigen die Vorderseite des Oberkörpers und fördern die Stabilität besonders in der Körpermitte. Ausführung » Platzieren Sie Ihre Hände schulterbreit auf einer stabilen Oberfläche (z. B. Schreibtisch). » Strecken Sie sich im gesamten Körper, so dass Sie eine Linie vom Hinterkopf bis zu den Fersen bilden. » Spannen Sie Po und Bauch an. » Nun langsam in Richtung Hände herunterlassen, Endposition (Tiefe) so wählen, dass Sie noch in einer perfekten Linie verbleiben. » Dann in die Anfangsposition zurückdrücken. Auch wenn der Liegestütz erst nur mit halber Höhe ausgeführt wird, hat er schon einen großen Nutzen für die Körperstabilität. 21 Fit in Form Gesunde Ernährung Frei nach dem Motto: „Du bist, was Du isst.“ Es ist die Umsetzung, die uns schwer fällt. Die Industrie hält viele schnelle Verlockungen für uns parat und erfindet immer wieder neue „hippe“ Produkte. Die Medien überhäufen uns mit widersprüchlichen Berichten über gesunde Ernährung, Lebensmittel „To-Go“ sind „in aller Munde“ und die Menschen haben vielfach den Bezug zum Lebensmittel und dessen ursprünglichen Geschmacks verloren. Der Tag sollte aus drei Hauptmahlzeiten bestehen. Jede dieser Mahlzeiten sollte wegen der wichtigen Ballast- und Vitalstoffe möglichst aus Vollkorngetreide, Kartoffeln, Naturreis oder Voll- kornnudeln und Gemüse bestehen. Kleine Zwischenmahlzeiten aus Obst, Milchprodukten und/ oder rohem Gemüse sind erlaubt. Die Ballaststoffe sorgen für eine gesunde Verdauung, die Milchsäurebakterien sorgen für ein positives Milieu im Darm. Erst an zweiter Stelle stehen die tierischen Produkte. Fleisch, Fisch und Milchprodukte, auch Knabbereien sind nicht verboten, aber hier gilt: Qualität und Menge muss stimmen. Da diese Produkte eine hohe Energiedichte haben, braucht man nicht viel davon. Wenn Sie dies stets berücksichtigen, sind Sie der gesunden Ernährung bereits direkt auf der Spur. Versuchen Sie sich auch einmal wieder dem ursprünglichen Lebensmittel zu nähern, seien Sie kreativ. Weißkohl mit Ingwer und Kurkuma (=Gelbwurz/Gelber Ingwer), Rotkohl mit Nüssen, Äpfeln und leuchtend gelbem Kürbis, wenn er am Schluss spontan darunter gegeben wird - das kennen Sie nicht? Na, dann wird es höchste Zeit - probieren, erforschen und genießen Sie! Sie werden feststellen, gesunde Ernährung macht Spaß und entfacht hoffentlich ein (Geschmacks-)Erlebnis auf mehr davon. Elisabeth Heuer, Diätassistentin der Klinikums-Küche und Ulrike Hans vom Diabetesteam Auflösung des Denkspurts von Seite 31: 22 Berufe ABC Berufsvorstellung Was macht eigentlich eine Diabetesberatung? Diabetesberatung Kontakt: Ulrike Hans staatl. geprüfte Diätassistentin, Ernährungsberaterin DGE, Diabetesberaterin DDG Tel. 04821 772-2375 [email protected] Das Diabetesteam der Medizinischen Klinik: Ulrike Hans (li.) und Diabetologin Dr. med. Dorothee Staiger (re.) Unter Diabetes oder im Volksmund auch „Zuckerkrankheit“ versteht man eine Störung des Stoffwechsels, die u. a. durch einen Mangel bzw. schlechtere Wirkung an Insulin ausgelöst wird. Das Hormon Insulin ist für den Menschen aber lebensnotwendig, um die Zellen mit Traubenzucker (Glucose) zu versorgen. Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Therapiemöglichkeiten sind, je nach Diagnose, eine gesunde Lebensweise, Tabletten und verschiedene Insuline. Mit dem Diabetes ändert sich vieles im Leben. Diabetesberater vermitteln das nötige Wissen, sie helfen, den Alltag mit der Krankheit zu bewältigen. Im Klinikum Itzehoe können Patienten, die stationär aufgenommen sind, im Rahmen ihrer Therapie an Beratungen sowie Trainings und Schulungen zum Thema Diabetes teilnehmen. Wichtig: Patient, Berater und Arzt müssen gemeinsam die passende Therapie finden. Im Klinikalltag ist die Stoffwechselstörung oft nur eine Nebendiagnose, eine gute Therapie aber enorm wichtig für den gesamten Therapieverlauf. Im Stoffwechsel gilt: Alles beeinflusst,- Medikamente, Begleiterkrankungen, seelische Verfassung, andere Therapieeinstellungen, Operationen, Fieberschübe und Infektionen, immer muss neu angepasst werden, muss genau dokumentiert sein, was war, was ist, was könnte noch entstehen. Also sind wir Diabetesberater auch ein bisschen Detektiv, Psychologe, Coach und Manager. Ganz wichtig, Zeit muss sein - auch für Sorgen, Wiederholungen, neue Eindrücke, Bedenken, ein einmaliges Zeigen, Er- zählen, selbst, wenn es schriftlich fixiert wurde, reicht nicht. Entsprechend besteht nicht immer die Möglichkeit für eine Gesamtschulung, wir müssen abwägen, was ist jetzt machbar, sind die Kopplung zwischen Diabetologe, Patient und Stationsgeschehen. „Neben allen anderen Aufgaben bin ich in allen Bereichen des Klinikums im Einsatz, das bedeutet, auch eine Art Brücke zwischen den Abteilungen zu sein. Ich mag diesen Teil meines Alltags, gerade wegen der individuellen Herausforderung.“ Ulrike Hans, staatl. geprüfte Diätassistentin Ernährungsberaterin DGE Diabetesberaterin DDG 23 Berufe ABC Heute Student - morgen Facharzt Ein Einblick in die Ausbildung der Ärzte von morgen V. l. n. r.: Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie und PJ-Koordinatorin Dr. med. Eleni Preponis, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäßund Viszeralchirurgie Dr. med. Daniel Hinck und Medinzinstudent im Praktischen Jahr Philipp Lenor bei einer Besprechung. Das Klinikum Itzehoe ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und eines der größten in Schleswig-Holstein. Zehn Fachkliniken mit Therapiebereichen in Itzehoe und in der Stadtklinik Glückstadt sowie ein angegliedertes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in Glückstadt und zwei weiteren MVZs in Itzehoe und eine hochleistungsfähige Radiologische Praxis bieten unseren Patienten innovative Versorgung auf hohem Niveau und Pflege nach den neuesten Standards. 24 Zudem nimmt das Klinikum als Akademisches Lehrkrankenhaus für die Fakultäten der Universität Hamburg, Kiel und Lübeck einen im Norden wichtigen Platz in der Ausbildung und Förderung des ärztlichen Nachwuchses ein. Dies ist jedoch nicht nur auf die vorgenannten Universitäten begrenzt. Medizinstudenten müssen am Ende Ihres Studiums ein „Praktisches Jahr“ (PJ) absolvieren. Dieses Praktikum soll die Studenten auf das spätere Arbeitsleben vorbereiten, indem es in den Klinikalltag einführt, Krankenhausstrukturen präsentiert und die Studenten ohne die Last der vollen Verantwortung an die beruflichen Anfor- derungen heranführt. Das Praktische Jahr bietet die Gelegenheit, jahrelang gelerntes theoretisches Wissen anzuwenden und unter ärztlicher Anleitung die praktische Umsetzung zu sehen und zu erlernen. Diese Phase prägt die Studenten enorm, denn in dieser Zeit fällt häufig die Entscheidung für die spätere Fachrichtung und den späteren Arbeitgeber. An der Gestaltung und Durchführung des Praktischen Jahres sind fast alle Fachkliniken des Klinikums Itzehoe beteiligt. Die Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von Berufe ABC Prof. Dr. med. Michael Neipp zum Beispiel bildet im Jahr bis zu 25 Studenten im Praktischen Jahr aus. Die Studenten rotieren über die chirurgischen Stationen, auf der sie den Tagesablauf kennenlernen, die körperliche Untersuchung und die Erhebung der Krankengeschichte üben. Außerdem sind sie bei der ärztlichen Visite dabei, begleiten die Chirurgen in den Operationssaal (OP) und nehmen an interdisziplinären Konferenzen teil. Ein Nahtkurs an Dummies (Phantome) nimmt die ersten Hemmungen mit chirurgischem Instrumentarium zu arbeiten. Ein besonderes Highlight der chirurgischen Ausbildung ist das laparoskopische Operieren mit dem klinikeigenen Laparoskopie-Simulator der neuesten Generation an dem auch gestandene Chirurgen regelmäßig üben. Hierbei dürfen die Studenten ihre manuellen Fähigkeiten und ihr dreidimensionales Sehen trainieren. Vor dem Hintergrund des deutschlandweiten Ärztemangels und der Abwanderung vieler Jungmedi- ziner ins Ausland soll durch eine fundierte und engagierte Ausbildung der Nachwuchs frühzeitig in bestehende Teams eingebunden und als zukünftige Kollegen gewonnen werden. In diesem Konkurrenzwettstreit aller Kliniken in Deutschland versucht man schon im Praktischen Jahr, die jungen „Kollegen“ von der eigenen Klinik zu überzeugen. Waren es vor 10 bis 20 Jahren noch Essensermäßigungen von 50 Pfenning für den Studenten, so werden die Kliniken zunehmend erfinderischer. Die organisatorischen Leistungen des Klinikum für die PJ-Studenten können sich wirklich sehen lassen. Die Studenten bekommen freie Kost und Logis, Berufskleidung wird gestellt ebenso wie der freie Zugang zum Internet. Außerdem wird eine Aufwandsentschädigung bezahlt, sodass die Studenten ihre verbleibende freie Zeit dem Lernen auf das letzte Staatsexamen widmen können und nur wenige noch einen Studentenjob ausüben müssen. Die Studenten haben ein „Recht“ auf täglichen Unterricht verbunden mit einem Studientag einmal in der Woche. Die sehr gute und organisierte Ausbildung und der ausgesprochen freundliche kollegiale Umgangston des Klinikums Itzehoe sind mittlerweile weit über die Landesgrenzen bekannt. Das Klinikum hat bereits studentische Praktikanten aus Litauen, Österreich, Spanien und Schweden ausgebildet. Im Herbst dieses Jahres werden zwei Studenten aus Ägypten nach Itzehoe kommen und das Klinikum um weitere internationale Kontakte bereichern. Dr. med. Daniel Hinck, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäßund Viszeralchirurgie Dr. med. Eleni Preponis, Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, PJ-Koordinatorin Philipp Lenor, Medizinstudent im Praktischen Jahr Auf der nächsten Seite lesen sie Auszüge aus dem Tagebuch eines PJ-Studenten. 25 Berufe ABC Heute Student - morgen Facharzt Aus dem Tagebuch eines PJ-Studenten Donnerstag. Aus der vom Klinikum Itzehoe für uns Studenten im Praktischen Jahr (PJ-Studenten) gestellten Wohnung geht es zum kostenlosen Frühstück ins Klinik-Restaurant. Neben dem reichhaltigen Angebot an Brötchen und Müsli ist natürlich der Kaffee das Wichtigste, der ist für Ärzte genauso typisch und wichtig wie das Stethoskop. So gestärkt beginnt der chirurgische Arbeitstag in der Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie. Gemeinsam mit den Stationsärzten werden die Patientenzimmer visitiert. Während der Visite obliegen uns verschiedene Aufgaben. Neben der zunehmend wichtiger werdenden Dokumentation untersuchen wir stets im Beisein des Stationsarztes den Patienten bzw. wechseln Verbände. So können wir so manchen Verlauf von Patientenaufnahme über die erfolgte Operation mit dem sich anschließenden Verlauf bis hin zur Patientenentlassung mitverfolgen. Neben Patientenaufnahme mit dem Gespräch, der körperlichen Untersuchung und dem Beiwohnen an Funktionsdiagnostik sind weitere Aufgaben die Blutabnahmen und das Legen venöser Zugänge. Kurzum, endlich können wir das in den Vorlesungen gelernte theoretische Wissen in praktizierende Tätigkeit ummünzen. Kurz vor acht Uhr kommt die gesamte Abteilung zusammen, um die Geschehnisse der Nacht bzw. kommende Operationen des Tages zu besprechen. Die anschließende Röntgenbesprechung zeigt mir zwar täglich meine Wissenslücken auf, doch kann 26 ich stets einen der ärztlichen Kollegen fragen. Wie ich auch so manch andere Frage ohne weiteres stellen kann. Dann geht es in den OP. Man ist stets als Assistent eingeplant, bei Interesse ist jedoch auch eine nicht vorab geplante Teilnahme kein Problem. Ich kenne mittlerweile die meisten Gesichter. Der Umgang ist sehr nett. Das operative Arbeiten ist auf eine „haltende“ Funktion beschränkt. Das ist auch gut so. Der Wissensgewinn ist hoch. Nicht nur aufgrund der Zwischenfragen der Operateure, sondern weil die meisten Operationsschritte erst bei mehrmaligem Sehen nachvollziehbar werden. Mit zunehmender PJ-Dauer erweitern sich meine Fähigkeiten. Der Ritterschlag ist die selbst durchgeführte Hautnaht unter Aufsicht der Operateure. Trotz gewisser haptischer Schwierigkeiten meinerseits reißt die Geduld der Chirurgen als auch Anästhesisten nicht ab, markante Sprüche fallen dennoch. Der Magen macht sich bemerkbar. Die Anstrengung darf man nicht unterschätzen, ich betrachte die Arbeit als meine persönliche „Aktion Sommerkörper“. Das abendliche Gefühl, etwas geleistet zu haben, entschädigt. Nach zwischenzeitlicher Station in der Kantine – es schmeckte gut, ein kleiner Flirt mit der Küchendame vergrößerte die Portion – gehe ich zurück in den OP oder auf Station. Patientenaufnahmen, Entlassungsbriefe, Ultraschall, Verbandswechsel – alles kann, nichts muss, aber am Ende des Tages sollte die Arbeit erledigt sein. Um 14.00 Uhr gehe ich für eine Stunde in den Chirurgie-PJ-Unterricht. Eine willkommene Abwechslung in sitzender Position. Gemeinsam mit den Stationsärzten bespreche ich anschließend meine Fragen. Eine Kurvenvisite rundet das Tagesprogramm ab. In der Nachmittagsbesprechung wird ein allgemeiner Überblick verschafft. Ich benenne die Patientenaufnahmen und wichtigsten Fälle der Station. Meistens gibt es noch einige chirurgische Weisheiten mit auf den Weg – merke: „Erst kommt das Wort, dann die Arznei und dann das Messer.“ Beim anschließenden Tumorboard freut man sich neben meiner Teilnahme auch über eine Pa- Klinik · Freizeit · Reisen Falls auch Sie einen kulinarischen Geheimtipp aus der Region für uns haben, teilen Sie ihn uns gern mit unter Tel. 04821 772-3102. Tipps aus der Region Schönes und Kulinarisches in Ihrer Nähe: „Burger Fährhaus“ Schiffe aus aller Welt oder „große Pötte“ angucken kann man tatsächlich ganz in der Nähe mitten im Landesinneren von SchleswigHolstein und zwar direkt am Nord-Ostsee-Kanal im 2013 neu eröffneten „Burger Fährhaus“. tientenvorstellung. Meine zerebralen Reserven sind für den heutigen Tag aufgebraucht. Ich gönne mir bei 25°C einen Gang ins Freibad. Ich treffe einen der Ärzte. Nach einem netten Plausch ziehe ich noch ein paar Bahnen und treffe mich anschließend mit einer Kommilitonin zum Abendessen. Dann wird es Zeit für die Nachtruhe. Ich erwache gegen drei Uhr, in der festen Überzeugung wieder unsteril zu sein, muss kurz lachen und schlafe wieder ein. Philipp Lenor, Medizinstudent im Praktischen Jahr Gemütlich bei Kaffee und frisch gebackenem Kuchen, beim Sonntagsbrunch oder an kalten Tagen am Kamin bei einem leckeren herzhaften Gericht kann man hier besonders gut von fernen Ländern träumen. Die Küche des Burger Fährhauses verspricht frische Zutaten ohne künstliche Geschmacksverstärker unter Verwendung von Produkten aus der Region. Mit interessanten abendlichen Buffetangeboten wie z. B. dem Apfel-Kürbis-Buffet, dem Wild-, Geflügel- oder dem Böhmischen Buffet im November (siehe auch unter Veranstaltungskalender www.burger-faehrhaus.de) wird das kulinarische Angebot abgerundet. Sechs liebevoll eingerichtete Hotelzimmer gehören zum 1895 erbauten Hotel. Ideal also auch für Gäste, die eine individuelle Feier wie z. B. einen Geburtstag oder eine Hochzeit planen. Familie Röttger freut sich auf Ihren Besuch! » Oktober, November & März 8.30 - 20.00 Uhr geöffnet, montags & dienstags Ruhetag » Januar & Februar freitags, samstags & sonntags 8.30 - 20.00 Uhr geöffnet » Hafenstr. 48, 25712 Burg Tel. 04825 2417 [email protected] www. burger-faerhhaus.de 27 Klinik · Freizeit · Reisen Teddy auf Reisen Per Wohnmobil durch Nordspanien Olé, Freunde! Mein Haus und Auto, ... Diesmal führt mich meine Reise mit einem Wohnmobil nach Kantabrien und Asturien, also an den Atlantik Nordspaniens. 2 ½ Tage geht es durch Deutschland, Frankreich und das Baskenland. Vorbei an Bilbao und Santander und dann bin ich da! In Pechon, einem kleinen, verträumten Dörfchen. Der naturbelassene Campingplatz, der terrassenförmig an die raue Steilküste angelegt wurde, ist mehr ein Platz für Individuallisten. Mir gefällt es hier aber sehr, denn ich bin ja mit dem Motorrad mobil. 28 Fernab von altbekannten Spanienklischees und Mittelmeertrubel bietet der Norden der iberischen Halbinsel Faszination und Abwechslung, der noch nicht vom Massentourismus erdrückt worden ist. So geht es an dem hügeligen bis bergigen Küstenstreifen mit seiner schroffen, hohen Steilküste entlang, sowie vorbei an traumhaft versteckten Badestränden. Hier gefielen mir besonders der Playa de la Franca mit seinen schroff aus dem feinen Sand ragenden Felsen und Höhlen. Auch die vielen Strände zwischen San Vincente de la Barquera und Co- Mein Motorrad, ... millas, die immer wieder zwischen den hügeligen Wiesen auftauchen, sind wunderschön. Am meisten Spaß hatte ich allerdings im Parque Natural de las Dunas de Liencres bei Santander. Dort kann man nach Herzenslust in den riesigen Dünen buddeln. Was für eine Sandkiste! In den vielen kleinen Dörfern dieser Küstenregien wachsen Orangen, Zitronen und Bananen. Noch nirgendwo habe ich so viele herrlich, blühende Hortensien gesehen wie hier. Huhu, wo bin ich? Mein Strand: Playa de Franca! Ein Naturphänomen, das ich ebenfalls besuchte, sind die Bufones im Monumento Natural de Los Arenillas. Auch bekannt als Blowhole, eine enge Öffnung am Ende einer Meereshöhle, die hinauf ins Freie reicht. Bei Sturm speien diese Wasserfontänen aus. Bei meinem Besuch kamen allerdings nur sehr gruselige, laute Töne aus der Felsspalte heraus. Es war schon zum Fürchten. Nach so viel spannenden Abenteuer darf eine Stärkung nicht fehlen. Und das ist hier in Nordspanien kein Problem, denn die bodenständige, ländliche Küche braucht sich nicht zu verstecken. Ganz zu schweigen von den köstlichen kleinen Schlemmereien, pintxos oder tappas genannt, die sich appetitanregend auf den Theken der Bars türmen. Oder man probiert den bekanntesten Eintopf des Norden, fabada asturiana, ein mächtiger Sattmacher auf der Basis von weißen Bohnen, fettem Speck, Blut- und Paprikawurst. Gut gestärkt und ausgeruht führt mein nächster Ausflug in den Parque National Pico de Europa 2600 Meter über dem Meeresspiegel. Klinik · Freizeit · Reisen In der Schlucht Mit 64.600 Hektar bildet der seit 1995 ausgewiesene Nationalpark das größte Naturschutzgebiet Spaniens. Von der Steilküste aus geht es ins Landesinnere auf der von Eukalyptuswäldern gesäumten Straße. Durch die 20 km lange Schlucht (DESFILADERO DE LA HERMIDA), die der kleine Fluss Deva seit Jahrtausenden in den Fels gefressen hat, sodass diese jetzt von beiden Seiten zum Teil 600 Meter in den Himmel ragen. „Easy Rider“ auf 1.500 Meter Höhe Leider ist alles grau in grau, die Wolken hängen so tief. Weiter geht es nach Potes, ein kleines Bergdorf von dem viele Wanderer ihre Touren starten, immer weiter Berg rauf und es wird immer kälter. Dann erreiche ich Fuente DE die Seilbahnstation auf einer Höhe von 1500 Meter. Die Seilbahn dort fährt auf die Höhe von 1900 Metern. In schwindelerregender Höhe an einem 700 Meter langen Seil, frei schwebend. Nein danke, da reichen mir ein paar Fotos, höher will ich gar nicht, denn mir ist soooo kalt. Schöner Blick auf den Rio Tinademenor Echt „Bärenstark“ hier am Antlantik! Auf dem Rückweg reißt dann der Himmel auf und ich kann noch einmal die faszinierende Bergwelt im Sonnenschein genießen. Dabei begegne ich immer wieder den vielen Pilgern, die hier überall unterwegs sind, denn wir sind nicht weit vom Jacobsweg entfernt. Diese klassische Pilgerroute zieht sich quer durch den Norden Spaniens. Von Pamplona über Burgos bis hin nach Santiago de Compostela. das Aroma besser hervor bringt. Ein Spektakel das man sich nicht entgehen lassen sollte. Nach einem Strandtag in der Sonne, Strandtage sind hier auch im Sommer keine Selbstverständlichkeit, denn das atlantische Klima ist doch etwas rauer und von frischem Wind begleitet, geht es heute nach Ribadesella. Dieses attraktive Städtchen zählt zu den beliebtesten Ferienorten der Costa Verde. Der Rio Sella unterteilt die Stadt in zwei Ortsteile. Die Westseite ist geprägt von der Playa de la Marina, ihrem herrlichen langen Strand und der Strandpromenade mit ihren wunderschönen Villen aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Auf der Ostseite erstreckt sich die quirlige Altstadt mit ihren vielen kleinen Tappasbars und Sidrerias. Hier gibt es das typische Nationalgetränk Asturiens, den Sidra. Dieser leichte Apfelwein wird kunstvoll im hohen Bogen von der Flasche ins Glas geschüttet. Und dann sofort getrunken, um den Sauerstoffgehalt zu erhalten der Und so endet leider auch schon meine Reise durch das schöne Nordspanien. Abenteuerlich, vielfältig, abwechslungsreich und grün, so präsentierte sich für mich Nordspanien und es hat mir sehr gefallen. Mal sehen, was ich das nächste Mal erleben werde. Ein Kellner serviert mir Sidra. Gabi Spitzmüller aus Itzehoe Möchten Sie dem abenteuerlustigen Teddy eine weitere Reise ermöglichen? Ihr persönlicher Reisebegleiter wartet bereits im Büro der Öffentlichkeitsarbeit auf Sie. Die Autoren der veröffentlichten Reiseberichte erhalten einen Gutschein der unter der Rubrik „Tipps aus der Region“ vorgestellten Restaurants & Cafés! Mehr Informationen erhalten Sie unter: 04821 772-3102 29 Klinik · Freizeit · Reisen Rezept der Saison Gesund und fit durch den Herbst »Guten Appetit! »Vegetarische Kürbissuppe mit Kokosmilch Zutaten (6 Personen) 30 » 500 g Hokkaido-Kürbis » 500 g Wurzeln » 500 g Kartoffeln » 1 Zwiebel » 1 kleine Ingwer-Knolle » 2 Knoblauchzehen » 1 - 2 Esslöffel Olivenöl » 1 l Gemüsebrühe » 1 Dose Kokosmilch » 1 Esslöffel Sojasoße » 1 Teelöffel braunen Zucker » Salz, Pfeffer, Curry » Kokosraspeln, Schmand, Korianderblätter »Fladenbrot Zubereitung Kürbis gut waschen (nicht schälen, Schale essbar), entkernen und würfeln. Wurzeln, Kartoffeln, Zwiebeln und Ingwer schälen ebenso würfeln. Knoblauchzehen auspressen und alle Zutaten leicht in Olivenöl andünsten. Mit Gemüsebrühe löschen und anschließend 20 Minuten köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen und fein pürieren. Kokosmilch, Sojasoße und Zucker einrühren und die Suppe je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken. Mit Kokosraspeln, Korianderblättern und 1 Teelöffel Schmand schwungvoll garniert servieren. Dazu schmeckt frisches oder frisch aufgebackenes Fladenbrot. Eignet sich sehr gut als Vorspeise oder leichtes Hauptgericht. Historisches Der Hokkaido-Kürbis zählt zu den Riesenkürbissen und verdankt seinen Namen der japanischen Insel Hokkaido. Aus dem geschmacksarmen Reisnusskürbis, der von den Amerikanern 1878 eingeführt wurde, züchteten die Japaner den delikaten Hokkaido-Kürbis. Seit einigen Jahren ist diese Kürbissorte, mittlerweile auch in Europa angebaut, aus der deftigen Herbstküche nicht mehr wegzudenken. Klinik · Freizeit · Reisen Denkspurt » Impressum Herausgeber: Klinikum und Seniorenzentrum Itzehoe Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg Zweckverband des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe Robert-Koch-Straße 2 25524 Itzehoe Tel. 04821 772-0 Fax 04821 772-3909 [email protected] Zuständige Aufsichtsbehörde: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung Schleswig-Holstein Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Bernhard Ziegler, Krankenhausdirektor Dr. Michael Kappus, Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Michael Müller, Pflegedirektor Lösungswort 1 2 3 4 5 6 7 8 Redaktion: Abteilung Öffentlichkeitsarbeit Tel. 04821 772-3102 [email protected] Layout und Satz: Abteilung Öffentlichkeitsarbeit Bilderrätsel „Hin und weg“ Auf Abb. 2 haben haben wir insgesamt sechs Details an unserem Klinikum verändert. Finden Sie sie! Fotos: Abteilung Öffentlichkeitsarbeit Druck: Druckerei Halberstadt, Neumünster Erscheinungsweise: 4 x jährlich Auflage: 6.000 1 2 » Die Auflösung der Rätsel finden Sie auf Seite 22. Der Nachdruck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf, auch auszugsweise, der ausdrücklichen Genehmigung des Herausgebers. www.kh-itzehoe.de 31 Klinik im Dialog Eine kostenlose Vortragsreihe des Klinikums Itzehoe für Patienten und Interessierte » Programm November 2014 - Januar 2015 » Mittwoch, 12.11.2014, 18.30 Uhr Sicherheit im OP und Hygiene Was leisten wir für Ihre Sicherheit? Dr. med. Michael Kappus Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Gaby Lorenzen-Fey, Knut Petscheleit, Hygienefachkräfte » Mittwoch, 26.11.2014, 18.30 Uhr Case Management Entlassung − Wie geht es weiter? Elisabeth Trupkat, Birgit Witt Case Managerinnen » Mittwoch, 10.12.2014, 18.30 Uhr Darmkrebs − werde ich schon nicht bekommen! Karin Averdunk, Leiterin Physikalische Therapie Ulrike Hans, Ernährungsberaterin Dr. med. Fabian-S. Frielitz, PLL.M., M.A., MBA, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf » Mittwoch, 14.01.2015, 18.30 Uhr Akute Kreuzschmerzen von Muskeln, Bandscheiben und eingeklemmten Nerven Prof. Dr. med. Andreas Thie Chefarzt der Klinik für Neurologie » Veranstaltungsort Klinikum Itzehoe Robert-Koch-Str. 2, 25524 Itzehoe Sitzungszimmer 4, 1. Untergeschoss Der Veranstaltungsraum ist ab dem Haupteingang ausgeschildert. » Dauer 90 Minuten (inklusive Vortrag und Dialogrunde) » Informationen Weitere Informationen zu unseren Vorträgen entnehmen Sie bitte unseren Flyern, unserer Homepage www.klinikum-itzehoe.de oder der Tagespresse. » Anmeldung Bitte melden Sie sich telefonisch unter 04821 772-3110, 04821 772-3113 oder per E-Mail unter [email protected] an. Wenn Sie Ihre Anmeldung auf unseren Anrufbeantworter gesprochen haben, erfolgt kein Bestätigungsrückruf. Selbstverständlich informieren wir Sie, falls die Veranstaltung ausgebucht sein sollte. Vielen Dank für Ihr Verständnis.