Das investieren Hotels und Pensionen im Kurort

Transcription

Das investieren Hotels und Pensionen im Kurort
POCKING / BAD FÜSSING
Hotel-Spuk im Betriebsurlaub
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Nummer 238
NACHRICHTEN
/
Seite 17
Wasser aus einem Weiher
abgelassen: 2000 Fische sterben Rezeptionistin vom Hotel Holzapfel wird bei „Verstehen Sie Spaß?“ aufs Korn genommen – Sendung am 24. Oktober
Pocking. Fast 2000 Jungfische sind am vergan- Von Susanne Hoffmann
genen Wochenende in einem Weiher in HartBad Füssing. Dass es nachts
kirchen verendet. Ein Unbekannter hatte Was- in einem Hotel transsilvanischser abgelassen, die Fische saßen so praktisch gruselig werden kann – und
auf dem Trockenen. Ein Mann aus Pocking zwar mitten in Deutschland:
kümmert sich um die Weiher in Hartkirchen. Das wurde Nina Jungbauer im
Diese befinden sich in der Nähe der Kläranla- Dezember 2014 bewiesen. Die
ge. Dort hielt der Fischer mehrere tausend Fi- leitende Rezeptionistin des Hosche. Am vergangenen Wochenende entstand tels Holzapfel in Bad Füssing
dem Mann aus Pocking ein großer Schaden. trat an diesem Wintertag nichts
Ein Unbekannter entfernte ein Staubrett, das ahnend ihre Arbeit im Hotel an,
an einem der Weiher angebracht war. Dadurch als sich plötzlich merkwürdige
senkte sich der Wasserspiegel und der Zufluss Dinge im Haus abspielten. Zwei
zum angrenzenden Weiher versiegte. Die Fi- Stunden lang konnte sie sich
sche in dem Weiher bekamen deshalb zu wenig keinen Reim darauf machen,
Sauerstoff. Beinahe 2000 Jungfische verende- was da gerade passierte – sie war
ten so. Der Schaden beläuft sich auf einige tau- der ARD-Sendung „Verstehen
send Euro. Die Polizei ermittelt wegen einer Sie Spaß?“ auf den Leim geganStraftat und sucht nun Zeugen. Wer konnte gen. Zum Glück versteht Nina
vergangenes Wochenende Personen im Be- Jungbauer wirklich Spaß und
reich der Weiher beobachten? Hinweise kann heute schon wieder über
nimmt die Polizeistation Pocking unter diesen Grusel-Abend im Hotel
" 08531/905860 entgegen.
− red lachen.
Dieb will in eine Garage
einbrechen – und scheitert
Pocking. Beim Versuch, in eine Garage in Pocking einzubrechen, ist ein Dieb gescheitert.
Die Tat ereignete sich laut Polizei in der Nacht
auf Montag. Der Täter versuchte, eine Garage
in der Alten-Hofmark-Straße aufzuhebeln.
Der Dieb richtete zwar einigen Schaden an, gelangte aber nicht in die Garage. Gestohlen
wurde nämlich nichts. Den Schaden schätzte
der Geschädigte auf mehrere hundert Euro.
Die Polizeistation Pocking bearbeitet den Fall
und bittet um Zeugenhinweise unter
" 08531/905860.
− red
Mit 130 km/h auf der
Bundesstraße geblitzt
Pocking. Beamte der Verkehrspolizei Passau
waren am vergangenen Wochenende wieder
im Raum Pocking unterwegs und kontrollierten die Geschwindigkeit. Die erste Station war
im Bereich der B 12. An der Kontrollstelle war
eine Geschwindigkeit von 100 km /h erlaubt.
Insgesamt 24 Verkehrsteilnehmer hielten sich
nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. 17 Fahrer werden demnächst einen Bescheid mit einer Verwarnung erhalten. Sieben
weitere Fahrer werden sogar angezeigt. Der
schnellste Fahrer wurde mit 130 km/h geblitzt.
Später wurde auf der Strecke zwischen Haid
und Würding kontrolliert. Die Geschwindigkeit ist dort auf 60 km/h reduziert. Während
der Kontrolle blitzte es insgesamt 32 Mal. Neben 25 Verwarnungen kam es zu sieben Anzeigen. Der schnellste Fahrer erreichte eine Geschwindigkeit von 94 km/h.
− red
Pocking: Redaktion: " 0 85 31/90 29 21, Fax 0 85 31/
90 29 42, E-Mail: [email protected]
Geschäftsstelle: " 0 85 31/90 29 0, Fax: 0 85 31/90 29 41
Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 8−12.30 u. 13−16 Uhr,
Fr. 8−13 Uhr
Zum Schluss rückte sogar die Feuerwehr im eigentlich wegen Betriebsurlaubs geschlossenen Hotel Holzapfel an – der Spuk im Hotel
trieb Rezeptionistin Nina Jungbauer zwei Stunden lang an den Rand
der Verzweiflung.
− Fotos: SWR/Kimmig Entertainment
„Ich wollte schon
die Polizei rufen“
Aber von Anfang an: Es ist Dezember und Betriebsurlaub im
Hotel Holzapfel. In dieser Zeit
sind keine Gäste im Hotel, die
Zimmer stehen leer und nur die
anfallenden
Bürotätigkeiten
sind zu erledigen. „Ich war ganz
normal im Hotel zum Arbeiten“,
sagt Nina Jungbauer, wenn sie
an diesem Abend zurück denkt.
„Und dann kam plötzlich ein komisches Paar zu mir ins Foyer“,
erinnert sie sich. Das Paar gab
vor, ein Zimmer trotz des Betriebsurlaubs reserviert zu haben. „Die hatten sogar eine Hotelbestätigung dabei“, wunderte
sie sich damals. Bemüht habe
die Rezeptionistin versucht, ein
Zimmer in einem anderen Hotel
für das Paar zu finden – „das
wollten sie aber nicht“.
Nina Jungbauer ist zunächst
ratlos. „Die beiden kamen mir
erst wie billige Laienschauspieler vor“, lacht sie rückblickend.
Allerdings kommt ihr bald ein
Verdacht: „Ich musste nämlich
einem Pärchen aufgrund unseres Betriebsurlaubs ein paar Tage vorher absagen, die sehr sauer
darüber waren. Also dachte ich,
das könnte das Paar sein, das
sich nun dafür revanchieren
möchte“, erzählt die junge Frau.
Doch das Paar verlässt die Lobby, ohne Zimmer. Und dann ging
der Spuk im Hotel erst so richtig
los. Mysteriöse Anrufe, komische Vorkommnisse im ganzen
aber es gab irgendwie für alles eine Erklärung. Der Streich war
perfekt initiiert“, sagt Nina Jungbauer anerkennend. Fast zwei
Stunden lang musste sich die
junge Frau mit den mysteriösen
Begebenheiten auseinander setzen, sichtlich immer verzweifelter, bevor sich ihre Kolleginnen
und das „Verstehen Sie Spaß?“Team schließlich zu erkennen
gaben. Sogar die Freiwillige Feuerwehr kam zum Einsatz. Am
Ende sei sie „den Tränen nah gewesen“.
Sie hatten angeblich ein Zimmer gebucht: Mit dem mysteriösen Paar fing alles an.
Steinleitner und Franziska Wiesner. Die Frauen hatten im August 2014 ihren Einfall zum
Spukhotel bei „Verstehen Sie
Spaß?“ in der Rubrik „Der hat es
verdient“ eingereicht. Unter
Hunderten von Einsendungen
wurde das „Spukhotel“ dann
ausgewählt.
von Zusendungen“, sagt Martin
Hoffmann, Aufnahmeleiter von
Kimmig Entertainment. „Welche Ideen umsetzbar sind und
welche nicht, das gehen wir im
Team durch und arbeiten diese
dann heraus. Mit diesen Ideen
gehen wir dann zum SWR und
besprechen, was wir wirklich
realisieren möchten. Dann geht
es in die Detailplanung“, wie
auch im Fall der Rezeptionistinnen. Dann heißt es für alle Beteiligten: dicht halten. Ein Autor
und ein Produzent treffen sich
rund einen Monat vor dem Dreh
mit den Initiatorinnen, wie in
diesem Fall mit Victoria Steinleitner und Franziska Wiesner.
Der Streich wird bis ins letzte
Detail geplant.
„Ein paar Sachen an diesem
Tag waren schon verwunderlich,
Haus. „Das Ganze war zeitweise
schon beängstigend“, gibt Nina
Jungbauer zu, ihr Stresslevel war
an diesem Abend dementsprechend hoch. Zwei Stunden lang
wurde sie – überspitzt gesagt –
terrorisiert. „Ich wollte schon
die Polizei rufen“, gesteht sie.
Bis dann der ganze Spuk ein Ende fand und die mysteriösen Begebenheiten sich aufklärten.
Das Team der ARD-Sendung
„Verstehen Sie Spaß?“ hatte
sich mit versteckter Kamera einen Spaß daraus gemacht, Nina
Jungbauer in die Irre zu führen.
„Ich habe lange gebraucht, um
zu realisieren, was da eigentlich
passiert ist“, sagt Nina Jungbauer.
Hinter der Idee, die Kollegin
einmal im Fernsehen aufs Korn
zu nehmen, steckten Victoria
Sogar die Feuerwehr
kam zum Einsatz
Die ARD-Sendung besteht
seit mittlerweile 35 Jahren und
ist eine der letzten Show-Klassiker, die das deutsche Fernsehprogramm noch zu bieten hat.
„Wir haben immer direkt nach
der Sendung eine Schwemme
Krankenhaus-Förderverein spendet
17 000 Euro für Fassadenrenovierung
Verbesserter Gesamteindruck – Verein hat schon viele Anschaffungen möglich gemacht
Rotthalmünster. Der Förderverein des Krankenhauses Rotthalmünster sorgt dafür, dass sich
Mitarbeiter und Patienten durch
kleinere oder größere Anschaffungen dort wohler fühlen. Nun konnte mit Hilfe des Fördervereins die
Nordfassade des Altbaus am Krankenhaus Rotthalmünster renoviert
werden. Hier an der Zufahrt zum
Verwaltungshof wurden Putzschäden ausgebessert und ein kompletter Anstrich vorgenommen. 17 000
Euro spendete der Verein für die
Renovierungsarbeiten.
„Gerade durch das hohe Patientenaufkommen in der Kardiologie
wird die Zufahrt am Altbau sehr
viel genutzt. Mit der erneuerten
Fassade können wir jetzt einen
besseren Gesamteindruck bieten“,
sagt
Verwaltungsleiter
Peter
Baumgartner. In Vertretung für
Vereinsvorsitzenden
Altlandrat
Hanns Dorfner kam sein Stellvertreter Wilhelm Maier zur symbolischen Scheckübergabe. Maier, früher Lehrer für Pflegeberufe, ist dem
Krankenhaus
Rotthalmünster
schon seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden und seit Anbeginn im Förderverein engagiert.
„Der Verein hat derzeit 152 Mitglieder, nicht nur aus der Region,
sondern aus ganz Deutschland.
Manchmal treten Patienten, die
hier im Urlaub waren und behan-
ANZEIGE
Ihre private
Kleinanzeige
Wir beraten Sie gerne!
(0851) 802 502
Wir sind für Sie da.
Für die großartige Spendenbereitschaft bedankten sich bei stellvertretendem Fördervereinsvorsitzenden Wilhelm Maier (v.l.): Verwaltungsleiter
Peter Baumgartner, stellvertretender Pflegedienstleiter Walter Haslinger,
Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Skrebsky und Geschäftsführerin Annemarie Cornelia Bönnighausen. Im Hintergrund ist die renovierte Nordfassade
des Altbaus zu sehen.
− Foto: Frank Richter
delt wurden, dem Verein später
bei“, erklärt Maier, der in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses ein
Seniorenzentrum betreibt.
Der Verein habe schon viel realisiert, insbesondere die komplette
Neugestaltung des KrankenhausGartens hebt Maier hervor. Aber es
Auch der Chef hat bei
der Sache mitgemacht
In der Show gab’s Blumen für alle: Das Streich-Opfer Nina Jungbauer (Mitte) mit den Initiatorinnen Victoria Steinleitner (l.) und Franziska Wiesner.
− Foto: Steinleitner
werden auch zahlreiche medizinische Gerätschaften vom Verein bezuschusst. So hat der Verein die
Hämofiltration auf der Intensivstation übernommen sowie Röntgenund Blutdruckmessgeräte beschafft. Besonders in Zeiten knapper öffentlicher Mittel komme dem
www.pnp.de
Verein eine große Bedeutung zu,
so Baumgartner. Für die großartige
Spendenbereitschaft bedankten
sich auch die Geschäftsführerin
der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen, A. Cornelia
Bönnighausen, sowie Ärztlicher
Direktor Dr. Thomas Skrebsky.
Man werde weiter aktiv um Mitglieder werben und den Kontakt
zwischen Krankenhaus und Öffentlichkeit pflegen, versprach
Maier. „Damit wir jene Dinge bezuschussen können, für die die öffentliche Hand nicht immer sorgen
kann und die die Lebensqualität
von Patienten und Mitarbeitern
verbessern.“
− red
PERSONALISIERTE AUSGABE FüR LESESAAL (ABO.-NR. 3636191)
Heute kann Nina Jungbauer
den ganzen Streich mit Humor
sehen – denn sie versteht definitiv Spaß. Auch die gute Freundschaft zu den beiden Kolleginnen hat durch die Aktion bis
heute keinen Schaden erlitten.
„Besonders zu erwähnen ist
auch unser Chef, Christian
Holzapfel, der ebenfalls wirklich
Spaß versteht und bei der ganzen Sache mitgemacht hat.“ So
hatten alle Spaßvögel – sowohl
das Hotel- als auch das Fernsehteam – jede Menge Freude am
Dreh.
Der Beitrag wird am Samstag,
24. Oktober, ab 20.15 Uhr in der
ARD zu sehen sein. Die Zuschauer können sich bei
„Nachts im Hotel“ auf viele
Überraschungen und kuriose
Szenen im vermeintlichen Spukhotel freuen.
Das investieren Hotels
und Pensionen im Kurort
Geld fließt in Brandschutz und Qualitätsverbesserungen
Bad Füssing. Einmal ist sogar
ein Biergarten mit Lauben dabei.
Die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Bauausschusses von Bad
Füssing ist gespickt gewesen mit
Bauanträgen von Gastronomen
und Hotelbetreibern. Der Bauausschuss hat für die Anträge grünes
Licht gegeben.
Im „Kurgebiet Nord“ liegt das
Thermalresort Köck. Die Eltern
des zweiten Bürgermeisters von
Bad Füssing, Günter Köck, haben
für ihr Hotel ein neues Brandschutzkonzept erarbeiten lassen,
im Zuge dessen soll nun auch die
Fassade des Betriebs modernisiert
werden – hinsichtlich Wärmedämmung und Optik. Dabei sieht der
Plan eine teilweise Verkleidung
der Fassade mit Keramikschalen
vor. „Das ist im Bebauungsplan
nicht festgesetzt. Normal sind die
Mauern alle verputzt und gestrichen“, erklärte Bürgermeister
Alois Brundobler. Der Bauausschuss hat jedoch mit dieser Abweichung kein Problem und sein
Einverständnis erklärt – sogar im
beschleunigten Verfahren.
„Für mich ist das ja eher eine
Holzlaubenanlage, denn ein Biergarten“, kommentiert der Bürgermeister den Bauantrag des Gastronomiebetreibers vom „Wirt von
Füssing“. Im Innenhof des Wirtshauses – bislang freie Fläche – soll
ein Biergarten mit Holzlauben in
L-Form entstehen. Baugrenzen
werden eingehalten. Der Ausschuss befindet: „Die Vielfalt der
Angebote macht die Attraktivität
unseres Kurorts aus“ – und winkt
den Antrag einstimmig durch.
Ihr Okay geben die Mitglieder
des Bauausschusses auch für folgende Anträge: Das Hotel Bayerischer Hof kann Brandschutzmaßnahmen durchführen, das Kurhotel Sonnenhof darf Restaurant und
Küche erweitern.
Deutlich in die Qualitätsverbesserung investieren kann auch das
Posthotel in Riedenburg. „Es freut
uns, wenn ein Betrieb das macht
und so auch das Renommee unseres Ortes hebt“, kommentierte der
Rathauschef. Das Hotel wird entkernt und saniert, die Praxis zurückgebaut zu einem Wellnessbereich, die sanitären Anlagen werden erneuert.
„Ich weiß ja nicht, wie man es
vorher bewerkstelligt hat“, scherzt
Bürgermeister Brundobler, „aber
jetzt gibt es ein Bad!“ Gemeint ist
der Antrag für ein Gästehaus in
Riedenburg für den Anbau von Bädern. Wie Bauamtsleiter Josef
Flock informiert, hätten die Zimmer bis dato zum Teil nur Toiletten
gehabt. Obwohl durch den Anbau
die Baugrenze überschritten wird,
hat das Gremium den Antrag einstimmig abgesegnet.
− mok