proscenium
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Ausgabe 168 Nr. 4_November 2015 proscenium zeitschrift des schweizer verbands technischer bühnen- und veranstaltungsberufe magazine de l‘association suisse des techniciens de théâtre et de spectacle Maske Aufwendig alt werde «Voiz» Dreidime nsionale n Klänge en.ch Eventfrag Wiki D a s neue Event- TONSPUR AG - Vertrieb professioneller Audioprodukte / 041 370 22 22 / [email protected] / www.tonspur.ch INHALT Schwerpunkt 03 Rubriken 05 / Editorial 06 / Verband 06 / Neumitglieder svtb-astt/Proscenium-Erscheinungsdaten 2016/ Impressum 08 / Technik 08 / Maskenbildner lassen Schauspieler alt aussehen 12 / «Voiz»: Wie klingt eine atmende Lunge (Klangspuren Schwaz)? 14 / Fünf Arten Nebel für «Hamlet» am Luzerner Theater 16 / LAN-Kabel mit robustem Stecker In der M a sk e Für «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper» verwandeln die Maskenbildner des Schauspielhauses Zürich die Schauspieler in Greise. (S. 08) 18 / Bildung 18 / Eventfragen.ch 20 / Ausbildner lassen ersten VF-Jahrgang Revue passieren 21 / Kursangebote 22 / 22 / RECHT 24 / 24 / 25 / MARKT 26 / 26 / VERFOLGER Zahlungsfristen im Geschäftsverkehr «Voiz » Mit dreidimensionaler Klangtechnik wird eine atmende Lunge inszeniert. (S. 12) E ven tfr agen .ch Ein neues Wissensportal soll Veranstaltungs-Sicherheit umfassend abbilden. (S. 18) Neue Produkte Ausblick light & sound 2016 Lucas Hallauer ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 V7P – Warnung: Kann Ihre Meinung zu Punktquellen gefährden! Hören Sie hier. Ihre Aufgabe ist es, bei Ihrem Job das bestmögliche Resultat zu erzielen. Die neuen Point-Source Lautsprecher der V-Serie erlauben Ihnen auch dort Ihr Ziel zu erreichen, wo Sie aufgrund von technischen oder optischen Gründen auf den Einsatz eines Line-Arrays verzichten müssen. Mit den neuen V7P und V10P erzielen Sie beste Resultate in Sachen Klang, Druck, Präsenz und Direktivität. 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Nr. 4 – NOVEMBER 2015 · castProScenium Switzerland AG · Z.I. C77 CH 1844 Villeneuve · Tel. +41 21 965 6000 · [email protected] · www.castinfo.ch EDITORIAL 05 Liebe Leserin, lieber Leser Chère Lectrice, Cher Lecteur, In Gesprächen mit Branchenvertretern höre ich immer wieder vom allgemeinen Fachkräftemangel oder dem schwierigen und aufwendigen Rekrutierungsprozess. Auch in meinem beruflichen Umfeld sind solche Aussagen häufig. Ich bin der Meinung, dass wir etwas dafür tun müssen, dass unser Berufsstand weiterhin attraktiv bleibt oder sogar noch attraktiver wird. Die reine «emotionale» Komponente reicht auf Dauer nicht aus. Es braucht weitere Anreize. Zum Beispiel Rahmenbedingungen wie die Sonderbestimmung zur Arbeitszeit (Art. 43a). Diese müssen jedoch auch umgesetzt und gelebt werden. Un thème récurrent dans mes discussions avec les représentants de la branche est le manque de personnel spécialisé ou la procédure de recrutement difficile et dispendieuse. Dans mon ambiance professionnelle, j’écoute souvent de tels commentaires. En mon opinion, il faut que nous fassions quelque chose afin de garantir que notre profession reste attrayante ou devienne même encore plus attrayante. La composante purement « émotionnelle » ne suffira pas à long terme. Il faut créer des incitatifs ultérieurs. Les conditionscadres comme la disposition spéciale au sujet du temps de travail (art. 43a) sont un excellent exemple. Quitte à les mettre en pratique au jour le jour. Der Weg zur Wissensgesellschaft geht auch an unserer Branche nicht spurlos vorbei. Mit den fortwährend neuen Technologien und Wünschen unserer Kunden oder dem Kreativstab haben wir gelernt, uns dauernd weiterzuentwickeln. Diesem Anspruch muss zunehmend mehr Beachtung geschenkt werden. Dies ist meist mit einer Investition in Aus- und Weiterbildung verbunden. Dieses Wissen sollten wir nicht einfach kostenfrei weitertragen, denn Beratung und Planung in der Unterhaltungsbranche ist wie erwähnt auch immer mit Investitionen verbunden. Le chemin vers une société du savoir ne laisse pas de côté notre branche pas non plus. Les nouvelles technologies se renouvelant sans cesse et les exigences toujours plus élevées de notre clientèle ou de notre comité créatif nous ont enseigné de toujours continuer à nous développer. En voilà une exigence à laquelle il faut attribuer toujours plus d’importance. Elle s’allie souvent à un investissement dans la formation et la formation continue. Il s’agit d’un savoir-faire que nous ne devrions pas transmettre gratuitement, car les conseils et le planning dans la branche du spectacle est, comme nous l’avons déjà mentionné, toujours lié à des investissements. Für die kommende, etwas kühlere Zeit wünsche ich Ihnen viel Erfolg und viele emotionale Momente. Je vous souhaite bien du succès pendant la saison plus froide imminente, et que vous puissiez vivre de beaux moments émotionnels. David Haag, Präsident svtb-astt David Haag, président astt-svtb ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 06 VERBAND Neumitglieder svtb-astt Impressum Wir begrüssen als neue Mitglieder: Herausgeber svtb-astt Postfach, CH-8034 Zürich Tel.: +41 (0) 44 388 74 84 E-Mail: [email protected] www.svtb-astt.ch Einzelmitglieder: Firmenmitglied: Curdin Bisaz Bürgstrasse 3 8608 Bubikon Shure EMEA, Office Switzerland Landstrasse 15 5430 Wettingen Redaktion, Inserate Bea Linder Tel.: +41 (0) 44 388 74 27 E-Mail: [email protected] Normalauflage 600 Grossauflage 900 Michael Marquardt Kirchgasse 19 8524 Uesslingen Grafik: green-design für branding & publishing Seefeldstrasse 301 a, 8008 Zürich, Tel.: +41 (0) 44 380 27 22 www.green-design.ch Proscenium-Erscheinungsdaten 2016: Lektorin: Julia Röseler Lektorat und Redaktion, Berlin Ausgabe Redaktions- und Anzeigenschluss Versand 1/2016 22. Januar 2016 22. Februar 2016 2/2016 18. April 2016 24. Mai 2016 3/2016 04. Juli 2016 23. August 2016 4/2016 21. Oktober 2016 16. November 2016 > Messe light & sound, Luzern, 9. bis 11. Oktober 2016 Die Mediendaten mit den Informationen zu Formaten und Preisen liegen dieser Ausgabe bei und sind auf www.svtb-astt.ch zu finden. Firmenmitglieder erhalten bei vier fix gebuchten Inseraten pro Jahr einen Rabatt von 15 % (Grundpreis) pro Inserat. Tel.: +49 30 30308717 E-Mail: [email protected] Übersetzungen/Traductions Alexander F.R. Otth Dipl. Übersetzer DOZ Rainstrasse 354 CH-8706 Feldmeilen Tel.: +41 (0) 44 923 17 62 Druck: DAZ-Druckerei Albisrieden AG Albisriedenstrasse 252a CH-8048 Zürich E-Mail: [email protected] ANwENDUNGSbEISPIEL Movecat Motor Lastmess-Öse LoCo LCS Analog READY TO MOVE! DYNAMIC STAGE TECHNOLOGY. SAFETY FIRST. MADE IN GERMANY. RF, Digital oder Analog Link für Unter- und Überlastabschaltung LoCo R3 Controller MPC 4ED8 Motion Power Controller MPC TD8 Motion Power Controller Perfectlight Veranstaltungstechnik ist offizieller schweizer Vertriebspartner I www.movecat.ch I [email protected] I +41 71 990 04 68 I Sonnegstrasse 32 I 9642 Ebnat-Kappel 08 TECHNIK Alt aussehen für einen Abend Mit «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper» forderte Alvis Hermanis nicht nur die Darsteller im Schauspielhaus Zürich heraus: Der Regisseur wollte sie nämlich möglichst realistisch alt aussehen lassen. Ein Fall für die Maskenbildner, die ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen konnten. Te x t: Judith Janser, Leiterin Maske Schauspielhaus Zürich FOTOS: TANJA DORENDORF, T+T Fotografie Wie haben wir gestaunt, als Alvis Hermanis uns im Mai 2014 sein neues Projekt «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper» vorstellte. Sechs Darsteller sollten während rund zwei Stunden 80- bis 90-Jährige mimen. Sie sollten essen, singen, sterben – also ohne Einschränkungen die unterschiedlichste Szenen spielen können. Um die Illusion der Greise aufrechtzuerhalten, mussten die Schauspieler absolut realistisch aussehen. Alvis Hermanis wollte die Zuschauer möglichst lange im Glauben lassen, alte Schauspieler engagiert zu haben. In Wirklichkeit spielen in dem Stück sechs Darsteller im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Der Alterungsprozess Es begann das grosse Kalkulieren. Geplant waren 20 Vorstellungen im April und No- Alt werden braucht seine Zeit: Ein Schauspieler wartet unter seinem Gesichtsabdruck. ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 vember 2015 und vier Endproben. Wie viel Zeit brauchen wir für Formenbau, Modellieren, Ausgiessen und Einschminken der Altmaske für sechs Darsteller? Wie viel Zeit würden wir jeden Abend benötigen, um mit den Silikonteilen die Darsteller in Greise zu verwandeln? Wie viel Zeit durften wir ihnen auf dem Schminkstuhl abverlangen, damit sie danach noch eine 2,5-stündige Vorstellung spielen können? Wir einigten uns darauf, dass eine Verwandlung in 1,5 bis 2 Stunden möglich sein sollte. Nun musste die Belastbarkeit der Haut der Darsteller einberechnet werden. Die Erfahrung aus anderen Produktionen zeigte, dass nach spätesten drei Vorstellungen ein, zwei Ruhetage liegen müssen. Als Leiterin der Masken-Abteilung war ich für das Konzept verantwortlich. Nachdem das Schauspielhaus Zürich das Budget bewilligt hatte, machten sich sechs Maskenbildner an die Arbeit. Die Studie der Gesichter und Charaktere begann: Wo würden sich in den noch jungen Gesichter Falten bilden, wie schaut die Hautstruktur aus? Was macht den Charakter eines alten Gesichts aus? Von den Darstellern wurden Gesichtsabdrücke mit Hinterkopf hergestellt. Dafür verwendeten wir Algenat, Silikon und Gips. Als das Positiv aus Hartgips hergestellt war, wurde es mit einem Trennmittel auf Algenbasis isoliert und die Altmaske mit Plastilin auf das Positiv modelliert. Als die Altmasken grob fertig modelliert waren, trennten wir die Ränder, und das Gipspositiv wurde über Nacht in Wasser eingelegt, damit sich die Teile vom Gipspositiv lösen. Auf partiell hergestellten Gips- oder Polyurethan-Formen, die Wange, Hals, Nase, Stirn bilden, wurden die Ränder verfeinert und die Textur der Haut eingearbeitet. Nun stellten wir wieder von jeder einzelnen Partie eine Negativform aus Hartgips oder Polyurethan-Harzen her. Nach dem Abgiessen wurden sie vom Plastilin gesäubert und das Plastilin abgewogen. So errechneten wir das benötigte Silikon. Hautsache Mitte Februar 2015 war der Formenbau beendet und das Ausgiessen begann. Dafür packten wir das Silikon mit einer Aussenhaut aus Vinyl ein. Das Vinyl wurde in mehreren Schichten auf das Negativ und Positiv aufgesprüht. Für solche Arbeiten haben wir einen separaten Raum mit Gut geschützt gegen schädliche Dämpfe. einer Abzugskapelle, die Dämpfe absaugt. Eine Schutzbrille, eine Schutzmaske, Handschuhe und ein Arbeitskittel sorgen dafür, dass wir mit den Lösungsmitteln nicht in Kontakt kommen. Nach dem Aufsprühen der Vinylhaut wurde das Silikon eingegossen und die Formen mit Schraubzwingen zusammengepresst. Nachdem das Silikon abgebunden hatte, lösten wir die ersten Silikonteile aus den Formen. Wie erwartet, waren zwei bis drei Ausgüsse nötig, bis das Resultat zufriedenstellend war. Geduldig TECHNIK 09 Maske, Frisur, Kleidung, Haltung: Authentisch alt sein für «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper». lasierten wir die Silikonteile mit Alkoholfarbe, bis die gewünschte Hautfärbung erreicht war. Nun nahte die Stunde der Wahrheit: Nach intensivem Formenbau, Modellieren und Ausgiessen konnten wir die Teile das erste Mal bei den Darstellern kleben. Wir wählten dafür Silikonadhäsiv. Um die Haut der Darsteller bestmöglich zu schonen, trugen wir vorher einen Hautschutz auf. Nun würde sich zeigen, ob wir sauber und genau gearbeitet hatten und ob unser Zeitplan, die Maske allabendlich in zwei Stunden am Darsteller herzustellen, funktionierte. Sechs Maskenbildner des Schauspielhauses Zürich befestigten die Silikonteile, verfeinerten die Übergänge, schminkten Hände, Füsse und Hälse ein. Die Darsteller sassen geduldig auf den Schminkstühlen, boten dem Maskenbildner eine «dritte» Hand, gingen ihren Text durch oder versuchten sich zu entspannen. Ohne die geduldige und professioneller Zusammenarbeit mit den Abteilungen Kunst und Technik wäre es nicht möglich gewesen, so ein tolles Resultat zu erzielen. Greise Frisuren Während des ganzen Formenbaus durfte die Haarpracht der Greise nicht vergessen werden. Sobald es der Formenbau zuliess, setzten sich die Kollegen an die Perücken und knüpften. Ansonsten halfen auch die anderen Kollegen aus der Masken-Abteilung mit, die nicht in die Produktion «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper» eingeteilt waren. Als Alvis Hermanis die Greisen-Gesichter während einer Probe zum ersten Mal zu sehen bekam, war er überwältig. Die Darsteller waren nicht wiederzuerkennen und ihr Schauspiel wurde eins mit den Masken. Nun konnte sich Alvis Hermanis, der nicht nur für die Regie, sondern auch für das Bühnen- Kostüm- und Maskenbild verantwortlich war, entscheiden, wie wir die Perücken der einzelnen Charaktere schneiden und frisieren sollten. Unsere Arbeit war jedoch noch nicht zu Ende: Für jede Vorstellung mussten wieder neue Silikonteile hergestellt werden. Für das Säubern, Isolieren der Formen sowie das Ausgiessen und Einschminken der Teile benötigten wir pro Satz und Darstellen ca. 5,5 Stunden. Nach der Vorstellung mussten wir die Silikonteile möglichst hautschonend von der Haut lösen. Auch hier brauchten wir Geduld, dauerte der Prozess doch zwischen 20 und 30 Minuten. Die Haut des Darstellers wurde sanft gereinigt und mit einer Creme gepflegt. Dank dieser Sorgfalt und Planung war es möglich, diese Produktion ca. 20 Mal auf die Bühne zu bringen, ohne grosse Hautirritationen auszulösen. Für die Abteilung Maske war diese Produktion zugleich Herausforderung und Chance. Wir konnten all unsere Fertigkeiten einsetzen und viel Neues dazulernen. Man begegnete uns im Schauspielhaus mit viel Verständnis und Entgegenkommen. «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper» – ein unvergessliches Erlebnis für uns. ´´ Die wundersame Verwandlung der Darsteller in Greise können Sie als Video miterleben: www.schauspielhaus.ch (Pfad: «Spielplan», «Stücke A–Z», «Die schönsten Sterbeszenen der Geschichte der Oper») Fortse t zung auf nächster Seite ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 10 TECHNIK «Kreativität, Veränderung, Handwerk» Judith Janser, Maskenbildnerin am Schauspielhaus Zürich, sprach mit uns über ihren Beruf – über die Voraussetzungen, die Ausbildung und den Alltag. Wie wird man Maskenbildner/in? Judith Janser: Dem Beruf Maskenbildner/in geht eine dreijährige Lehre voraus. Den praktischen Teil absolviert man in einem der wenigen Theater der Schweiz, die Ausbildungsplätze anbieten. Im Schauspielhaus Zürich nehmen wir jeweils eine Person*. In die Schule gehen die Lernenden insgesamt zwölf Wochen im Jahr in die deutsche Bildungsinstitution EurAka Baden-Baden GmbH. Die MaskenWerkstatt Wartenberg in Gossau (SG) bietet eine dreijährige Ausbildung an, die nach dem gleichen System arbeitet. Da diese Schule unabhängig ist, hat die Ausbildung ihren Preis. Der Beruf Maskenbildner/in ist leider nicht anerkannt in der Schweiz. Die Berufsbildungszentren sind oft schlecht informiert. fen wir Perücken, Bärte oder modellieren Gesichtsteile. Im deutschsprachigen Raum sind Maskenbildner aber auch für die Frisuren zuständig oder versehen Gesichter mit Verletzungen. In Frankreich, Italien oder in Amerika gibt es beispielsweise Personen, die sich nur um Perücken kümmern. Wir Maskenbildner haben unregelmässige Arbeitszeiten und in der Regel nur einmal im Jahr Ferien, dafür dann ca. fünf Wochen am Stück im Sommer. Zehn Monate am Stück arbeiten ist anstrengend. « Ich empfinde es als Luxus sehen zu können, wie die Kunst mit Texten arbeitet. » von Vorteil. Man darf keine Berührungsängste haben und muss ruhig arbeiten können. Die Darsteller sind vor ihren Auftritten vielleicht nervös oder ungeduldig − der Umgang damit erfordert eine gewisse Reife und Menschenkenntnis. Im Internet gibt es jedoch zahlreiche weitere Ausbildungsangebote … Gibt es «falsche» Vorstellungen über den Beruf? Das stimmt – aber nicht immer ist Maske drin, wo sie draufsteht. Oft handelt es sich um Visagisten-Kurse, in denen Schminktechniken und Frisieren gelehrt werden. Ich rate Interessenten deshalb, die Angebote und Schulungsinhalte genau zu prüfen. Auch mit der Überlegung, in welchem Bereich man danach arbeiten möchte. Oft geht vergessen, dass Maskenbildner Handwerker sind. Zum Beispiel knüp- Welche Voraussetzungen und Fähigkeiten sollten die Lernenden mitbringen? Idealerweise ist man mind. 18 Jahre alt und hat einen gestalterischen Schulabschluss. Da sich Maskenbildner rund 50 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Haararbeiten beschäftigen, ist eine Coiffeur-Lehre ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 Was gefällt Ihnen am Beruf? Ich empfinde es als Luxus sehen zu können, wie die Kunst mit Texten arbeitet. Wir unterstützen den Darsteller mit unserer Maske in seiner Rolle. Es ist eine Art Berufung. Aufträge wie «Die schönsten Sterbeszenen der Geschichte der Oper» sind für Maskenbildner wie ein Sechser im Lotto. Wie arbeitet die Maskenbildner-Szene in der Schweiz zusammen? Ich schätze die Anzahl Maskenbildner in der Schweiz auf etwa 70 Personen. Entweder arbeiten sie im Theater, im Fernsehen oder freischaffend beispielsweise für Filmprojekte. Es gibt keine Berufsgeheimnisse, das heisst man ruft sich gegenseitig an und gibt sich Tipps. Und zwar im ganzen deutschsprachigen Raum. * Lehrstelle als Maskenbildner/in im Schauspielhaus Zürich Ab Sommer 2016 bietet das Schauspielhaus Zürich einen Ausbildungsplatz für die dreijährige Lehre als Maskenbildner/in an. Die Informationen dazu werden demnächst auf dem Lehrstellenportal LENA (www.lena.zh.ch) zu finden sein. Interessierte bewerben sich u. a. mit einer Mappe, in der sie ihre gestalterischen Fähigkeiten präsentieren. Nach einem Vorstellunggespräch wird entschieden, wer ein Praktikum absolvieren darf. Danach erhält die geeignetste Person den Ausbildungsplatz. Kontakt: Judith Janser: Tel.: 044 258 73 72 oder E-Mail: [email protected] Privates Angebot für die dreijährige Ausbildung: MaskenWerkstatt Wartenberg, Tel.: 078 911 32 09 oder E-Mail: [email protected], www.maskewartenberg.ch q ua l i t ä t t r i f f t v i e l fa lt ! neu bei Contrik erhältlich: RDL’s foRmat-a system • Mikrofone,Eingangs-oderAusgangs-Punktegenau dort platzieren wo sie benötigt werden • DaisychainingvonmehrerenAudio-Endpunkten durch einfache CAT-Netzverkabelung • UmfangreichesSortimentvonEmpfängermodulen, Verstärkern, Kopfhörerverstärkern, Mikrofon-/Line-XLR und Stereo Audio-Module • Mit FORMAT-A Modulen Distanzlimiten von IPNetzwerken überwinden • Durch Integration von FORMAT-A und Dante Installationen vereinfachen und Ausrüstungskosten reduzieren RDL’s Dantetm-fähige auDio pRoDukte Das FORMAT-A System von RDL ist eine bewährte Reihe von kompatiblen Produkten, die Audiosignale über ein Standard CAT-Kabel und -Stecker sendet, empfängt und verteilt. Die Integration eines Dante Audio-Netzwerkes mit FORMAT-A Schnittstellen bietet einige einzigartige Vorteile. Weitere Informationen finden Sie auf www.contrik.ch und www.rdlnet.com. 1-2-SeiteA4_4c_RDL_2015.indd 1 10/20/2015 3:05:34 PM MULTIMEDIA-PANEL für 10“- und 19“ Systeme mit individueller Custom Modul Bestückung el mit LL: 19“Pan lock INDIVIDUE teckdosenb -S F L F m e h 4-fac Custom Modul it erhältlich m für Ausschnitt Neutrik D-Serie 19“/ 1HE / 10 x Custom Modul 10“ / 1HE / 5 x Custom Modul MAX HAURI AG Weidstrasse 16 ▪ CH-9220 Bischofszell ▪ Tel. +41 71 424 25 25 ▪ Fax +41 71 424 25 90 ▪ www.maxhauri.ch 12 TECHNIK «Voiz» Klangspuren Schwaz ist ein Festival für zeitgenössische Musik in Österreich. In Zusammenarbeit mit dem Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und dem ORF wurde ein neues Werk des italienischen Komponisten Carlo Ciceri (*1980) mit dem Titel «Voiz» uraufgeführt. Te x t: Fredy Bohner & Johannes Schütt Entscheidend für die kompositorische und klangliche Idee von Ciceris Werk war das Bild einer atmenden Lunge. Die räumliche und akustische Situation beschreibt der Komponist so: «Das Orchester ist in zwei symmetrischen Gruppen um die Solisten herum platziert. Dies erlaubt eine genaue klangliche Balance der beiden Gruppen. Das Beschallungssystem besteht aus einer Ambisonics-Umgebung mit 16 um die Zuhörer herum platzierten Lautsprechern. Die Verstärkung ist in zwei unabhängige, aber miteinander verbundene Gruppen geteilt: Die Klänge der drei Solisten kommen hauptsächlich aus den frontal platzierten Lautsprechern. Ihr Klang ist eher statisch und meistens im Vordergrund. Die zweite Gruppe umfasst die Klänge des Orchesters Signalfluss Diagramm Dante und Dante Virtual Soundcards für die Ambisonics-Verräumlichung in Echtzeit. ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 Foto: Antonella Infantino Grafiken: Johannes Schütt Uraufführung von «Voiz» beim Festival Klangspuren Schwaz am 10. September 2015. und deren Bewegungen im Raum, die in der Partitur vorgeschrieben sind.» Bei der für die Verräumlichung des Klangs gewählten Technik Ambisonics handelt es sich um ein vom Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) seit Jahren benutztes und massgebend mitentwickeltes System zur Bespielung des dreidimensionalen Klangraums. Die Technik wurde anfangs der Siebzigerjahre von Michael Gerzon entwickelt und gilt bis heute als eine der praktikabelsten und besten 2D-/3D-Audio-Einspielungstechniken. Während seiner Residenz* am ICST in Zürich wurde Carlo Ciceri mit Ambisonics vertraut und machte sie zu einem tragenden Element seines Werkes «Voiz». Mit 58 Mikrofonen wurden die Solisten und das Tiroler Symphonieorchester aufgenommen und über drei Splittboxen der Regie (Paolo Brandi) und dem ORF für den Live-Mitschnitt zugespielt. Jedes Instrument/jede Instrumentengruppe konnte mit einer von Johannes Schütt am ICST entwickelten Software in Echtzeit nach einer Spatialisations**Partitur des Komponisten in Ambisonics bewegt oder platziert werden. Dadurch entstand für das Publikum ein aussergewöhnliches Klangerlebnis mit einer Mischung aus Naturalklang und dessen elektroakustischer Verwandlung, die über die symmetrisch im Abstand von je 4 Meter platzierten 16 Lautsprecher in Surround-Beschallung wiedergegeben wurden. Parallel wurde das Audiosignal (BFormat) mit der gleichen Software zu Stereo konvertiert und live dem ORF-Übertragungswagen zurückgespielt. Dadurch konnten Michael Kogler und sein Team im Übertragungswagen auf die AmbisonicsSignale sowie auf die zusätzlich im Raum TECHNIK 13 Schema der Technik zur Realisierung von «VOIZ». aufgestellten Mikrofone zugreifen und einen Mix erstellen, der dem Zuhörer zu Hause einen realistischen akustischen Eindruck vermitteln konnte. Technikstrategie Um die komplexe Technik der Ein- und Zurückspielungen möglichst einfach, sicher und im Auf- und Rückbau unkompliziert zu halten, entschied sich das ICSTTeam zu folgendem technischen Set-up: ´´ 58 Mikrofone ´´ 1 Mixer Yamaha CL5 ´´ 4 Yamaha RIO 1608 ´´ 3 Dante-MY-16-Cards (Dante-MY16-AUD card) ´´ 3 Dante Virtual Soundcards ´´ 3 MacBook Pro ´´ 16 Meyer-Lautsprecher (UPM-1p_ds) ´´ 3 Subwoofer: (Meyer 700-hp) ´´ Die Technik der Mikrofone und Beschallung wurde mit einem CL5-Mixer von Yamaha und drei Dante-MY16-Cards sowie vier RIO-1608-Hubs bewältigt. Mit dem Dante-System und dem YamahaCl5-Mixer liess sich der VerkabelungsAufwand minimieren (Dante über Ethernet). Parallel dazu konnte der ORF seine Aufzeichnung vorbereiten und die genaue Einmessung für den Ambisonics-Decoder vornehmen. Nachdem in Dante Controller das Routing der Matrix konfiguriert und gespeichert wurde, fand die Probearbeit mit den Musikern ohne technische Verzögerung statt und man konzentrierte sich auf die interpretatorische und künstlerische Arbeit. Das Konzert wurde wie ursprünglich geplant und ohne technische Probleme realisiert. Es wurde ein voller Erfolg und das Publikum dankte es mit langem Applaus. Die ungekürzte Fassung dieses Artikels finden Sie unter: www.proscenium-voiz.postach.io/ (PW: Leser) Zu den Autoren: Fredy Bohner arbeitet als Tontechniker am ICST, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Johannes Schütt ist Komponist und wissenschaftlicher Mitarbeiter des ICST. *Das ICST bietet regelmässig «Artist in Residency» für Komponisten an, die am ICST für maximal vier Wochen ein neues Werk realisieren. **Verräumlichung Dank für die Unterstützung an Tobias Gerber und Hans-Peter Ehrsam. «Voiz» for amplified Orchestra and three Soloists Komponist: Carlo Ciceri Orchester: Tiroler Symphonie Orchester, Innsbruck Dirigent: Francesco Angelico Repertorio Zero: Simone Beneventi (Perkussion) Séverine Ballon (Violoncello) Francesco Zago (E-Gitarre) Paolo Brandi (Sound design) Ambisonic-Regie (ICST Zürich): Johannes Schütt Produktion: Festival Klangspuren Schwaz mit Unterstützung des ICST Uraufführung: Festival Klangspuren Schwaz, 10. Sept. 2015, Silbersaal, SZentrum, Schwaz ´´ www.oe1.orf.at/programm/415507 ´´ Klangspuren Schwaz: www.klangspuren.at ´´ ICST: www.icst.net ´´ ZHdK: www.zhdk.ch ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 14 TECHNIK «Hamlet» in fünf Nebeln Das Luzerner Theater zeigt aktuell William Shakespeares Tragödie «Hamlet». Regisseur Andreas Herrmann und Bühnenbildner Max Wehberg konzentrieren sich in dieser Arbeit auf die Elemente Wind, Nebel und Licht. Fünf verschiedene Nebelarten, grosse Windmaschinen und extreme Lichtquellen bilden die Bühnenwelt Hamlets. Carolin Losch, Dramaturgin am Luzerner Theater, sprach mit Max Wehberg über fünf verschiedene Nebelarten, grosse Windmaschinen und extreme Lichtquellen. Carolin Losch: «Hamlet» spielt am dänischen Königshof. Sie haben sich entschieden, das Geschehen weder zeitlich noch räumlich konkret zu verorten. Können Sie die Überlegungen zum Bühnenbild kurz skizzieren? Max Wehberg: Mir ist dazu ein Satz von Goethe im Gedächtnis geblieben, der sinngemäss lautet, dass man «Hamlet» im Grunde nicht darstellen könne, sondern eigentlich besser hören solle. Der Nebel ist ein unglaublich gutes Mittel, um die Figuren-Wahrnehmung so zu verändern, dass sie abstrakt wird und dadurch die Bilder im Kopf des Zuschauers manchmal wichtiger werden als die Bilder, die er tatsächlich sieht. Der Nebel bewirkt eine Konzentration, die Sprache kann in den Vordergrund treten. Schauspieler. Das ist ein schöner und wie ich finde für «Hamlet» sehr passender, starker Kontrast. Welche Arten von Nebel sind im Einsatz? Zum einen Raumnebel, hier nutzen wir drei «Hazer». Es handelt sich dabei um ein recht kompaktes Gerät, das mit einem Fluid einen relativ dichten, konkreten Nebel erzeugt. Es ist das gängigste und günstigste Mittel. Dann haben wir einen «Atmo» eingesetzt, der einen mit Fluid erzeugten Nebel entstehen lässt, den man eher als Dunst wahrnimmt. Also einen sehr leichten und lichten Nebel, der das Licht konkret und sichtbar macht, sich ziemlich lange hält, aber die Sicht nicht einschränkt. Dann nutzen wir als Bodennebel zum einen Stickstoffnebel. Das ist eine Form von Fluid-Nebel, der sich durch Kühlung des austretenden Luft-Fluid-Gemisches tendenziell am Boden hält und leicht sowie durchscheinend flächig über die Bühne fliesst. Zum anderen haben wir als zweiten Bodennebel einen TrockeneisNebel. Trockeneis wird in vorgeheiztes Wasser gegeben und dabei entsteht ein Nebel, der sich aufgrund der Temperatur ebenfalls am Boden hält. Dieser Nebel ist im Vergleich zum Stickstoffbodennebel sehr dicht und weiss. Wahrscheinlich am ungewöhnlichsten ist der Einsatz von Wassernebel. Wasser wird unter hohem Druck, in unserem Fall 70 Bar, durch feine Düsen zerstäubt. Das sieht dann nicht nur wie In Ihren Räumen sind meist die offene Bühne und die technischen Vorrichtungen sichtbar. Was fasziniert Sie daran? Ein abgehängter Raum versucht die Realität tendenziell auszublenden. Manchmal kann das total richtig sein, aber ich finde es grundsätzlich merkwürdig, so zu tun, als ob man sich nicht in einem Theater befände. Der Nebel bietet uns in diesem Fall die Möglichkeit, starke Bilder zu kreieren, in denen man keine Technik wahrnimmt, nur die Wirkung. Gleichzeitig sehen wir, wenn der Nebel verschwunden ist, einfach die nackte Bühne und die ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 Hazer und Trockeneis sorgen für einen sehr dichten und weissen Nebel am Boden. Foto: Ingo Höhn TECHNIK Windmaschinen, Wassernebel und Stickstoff-Bodennebel erzeugen eine geheimnisvolle Stimmung. Nebel aus, sondern fühlt sich wie echter, schon etwas schwererer Nebel an. Nebel, der die Tendenz hat, zu Boden zu fallen und sich wie Raureif abzulegen. Bei diesem Nebel hat uns auch die Kühle und Feuchtigkeit interessiert, die wir, wie alle Nebelarten an diesem Abend, mittels der Windmaschinen im gesamten Bühnenund Zuschauerraum verteilen. Was bedeutet der Einsatz dieser Nebelarten für die Beleuchtung? Grundsätzlich kann man sagen, dass Nebel oft benutzt wird, um das Licht sichtbarer zu machen, Nebel ist dankbar für das Leuchten. Ich arbeite gerne mit physikalischen Elementen auf der Bühne. Der Nebel ist nicht vollständig kontrollierbar, die Raumtemperatur und die Zahl der Zuschauer beeinflussen seine Gestalt. Zusätzlich muss man bedenken, welche Türen geöffnet sind oder ob ein Ventilator in Betrieb ist und wie die Gebäudelüftung geregelt ist. All das hat Auswirkungen auf die Flussrichtung des Nebels, ob er sich eher hält oder ob er schnell aufsteigt. Die vier grossen Windmaschinen, die über den gesamten Abend als sehr zentrales Element auf der Bühne stehen, geben uns hier die Möglichkeit, kräftig einzugreifen. Obendrein nutzen wir, und das ist speziell, eine sehr grosse 15 Foto: Ingo Höhn Lichtquelle – einen HMI mit 18 KW –, mit der man aussergewöhnlich «echtes» intensives Licht herstellen kann. Der hat durch Grösse und Stärke eine Lichtqualität, die ich mir schon lange gewünscht habe. ´´ «Hamlet» von William Shakespeare Die Tragödie des Prinzen von Dänemark ist Familienepos, Spionagethriller, Rachetragödie, politisches und philosophisches Drama in einem. Hamlet, das ist der moderne Mensch, zerrissen im Spannungsfeld von Vernunft und Gefühl, Wahrheit und Lüge, Sein und Nichtsein, Drang zum politischen Handeln und Streben nach Erkenntnis. Der Suche nach intellektueller Freiheit steht die Aufforderung zum konkreten Handeln gegenüber. Die Geschichte ist bekannt: Prinz Hamlet kehrt von seinem Studium in Wittenberg an den Königshof in Helsingör zurück. Sein Vater ist unerwartet verstorben und nun sitzt dessen Bruder Claudius auf dem Thron. Hamlets Mutter Gertrud hat ihn in aller Eile geheiratet. Der Geist seines toten Vaters offenbart Hamlet, er sei von Claudius vergiftet worden. Hamlet sinnt auf Rache und täuscht Wahnsinn vor, um seine Pläne zu verbergen. Doch der argwöhnische Claudius lässt Spitzel auf ihn ansetzen. Niemandem ist mehr zu trauen, auch Ophelia, die Hamlet liebt, wird Teil der Verschwörung. Nur knapp entgeht Hamlet einem von Claudius ersonnenen Mordanschlag; es kommt zum finalen Kampf, den keiner überleben wird. Regie: Andreas Herrmann Das Theaterstück wird noch bis zum 17. Januar 2016 gespielt. www.luzernertheater.ch ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 16 TECHNIK LAN-Kabel im Test Eine Kabelrolle, die funktioniert und Freude macht: Ja, das gibt es noch. Und zwar, wenn sie ein Problem aus der Praxis auf einfache Weise löst, indem sie LAN-Kabel mit «unzerstörbarem» Kabelstecker bereithält. Te x t & foto: Be at Suter Im Rahmen eines freien Theaterstücks mussten die Schauspieler während der Show diverse Computer mobil auf der Bühne einsetzen. Die Verbindung von Laptop zum Internet hatte aus szenischen Gründen per Kabel zu erfolgen. Im Theaterstück wurden nacheinander mit dem gleichen Anschluss drei Laptops mit dem Internet verbunden. Beim Proben zeigte Der robuste LAN-Stecker erfüllte die Bedingungen des Theaterstücks. sich rasch, dass die Show mit handelsüblichen LAN-Kabeln nicht funktionieren würde. Die Steckersicherung brach in den ersten Proben ab. Eine Kabelrolle, zwei Stecker Bei einer früheren Veranstaltung hatte ich einen Anbieter* mit professionellem LAN-Equipment kennengelernt. Ein Anruf – und mein Problem war gelöst. Ich bekam eine neue Kabelrolle mit zwei verschiedenen Kabel-Steckern. Die Kabelrolle war mit maximal 10 Metern Standard-Flex-Kabel KAT.6A für den normalen Einsatz oder Pur-Flex-Kabel für robustere Einsätze, einem RJ45-Siemens-Vollmetall-Datensteckverbinder (Bühnenseite) und einem RJ45 Kat.6A Hirose inklusive Staubschutz auf der Wanddosenseite bestückt. Die Konfektionierung war innert weniger Tage fertig und die Kabelrolle im Einsatz. Zu meinem Erstaunen war der grosse Metallstecker sehr handlich. Durch einen raffinierten Sicherungsverschluss ist der Stecker optimal in der Buchse gesichert und der Sicherungshebel kann nicht abbrechen. Das Pur-Flex-Kabel erwies sich als äusserst flexibel und machte jede künstlerische Verbiegung mit. Der HiroseLAN-Stecker seitens Wandbuchse erwies sich als sehr robust. Mit der fest montierten Staubkappe ist der Anschluss optimal gegen jegliche Verschmutzungen geschützt. Das Versorgen des Kabels in der Kabelrolle ist sehr praktisch und alles ist sicher verpackt. Die Schauspieler waren schnell mit der neuen Situation vertraut und der Laptop-Wechsel ging jedes Mal problemlos über die Bühne. Zum Autor: Beat Suter arbeitet als Beleuchtungsmeister im Kultur- und Kongresshaus Aarau sowie als Berufsbildner und üK-Instruktor für Beleuchtungstechnik. *Kontakt: Kablan AG, Ostermundigen Iwan Vogt, Produkt Manger LAN [email protected], www.kablan.ch WIE GROSS SOLL IHRE BOTSCHAFT SEIN? Mit der Integration von XL Video, verfügt PRG über die grösste Flotte an LED-Trucks und Anhängern in Europa. Die Bandbreite der verfügbaren Grössen reicht von ca. 16 m2 bis zu 80 m2 LED-Fläche. Wir können Ihnen selbstverständlich auch modulare Wände in jeglicher Grössenordnung für In- und Outdoor anbieten. Weitere Informationen zu LED-Systemen finden sie unter www.prg.ch Production Resource Group AG • Industriestrasse 23, 8196 Wil (ZH) • 043 233 40 10 tel. • 043 233 40 11 fax 17 is ALREADY LEGEND www.theprojectors.it Swiss Distributor CH – 6807 Taverne ■ P.O.Box 568 ■ Zona Industriale 4 ■ Tel. 091 935 70 70 ■ Fax 091 935 70 71 ■ E-mail: [email protected] ■ www.ecm-sa.ch Proscenium_210x98,7_EN.indd 1 02/10/15 18:06 2” POINT SOURCE MULTIPURPOSE LOUDSPEAKER - hi-performance ultra small loudspeaker with exclusive “Italian design” - 8 & 32 Ohm, self-powered, black or white & ceiling mount versions UNLEASH THE POWER INTRODUCING LEOPARD AND 900-LFC TONSPUR AG - Vertrieb professioneller Audioprodukte / 041 370 22 22 / [email protected] / www.tonspur.ch 18 BILDUNG E ve n t f r a g e n . c h : Das kostenlose und interaktive Event-Wiki Migros-Kulturprozent präsentiert mit Eventfragen.ch das erste umfassende und interaktive Online-Portal für Fragen rund ums Thema VeranstaltungsSicherheit. Die Macher sind überzeugt, dass viele Unfälle und Katastrophen durch eine gute Vorbereitung vermieden werden können. Eventfragen.ch ist kostenlos, für alle zugänglich und lädt zur Mitgestaltung ein. Te x t: Tilman Albrecht, Eventuality Biel, Sheffield, Duisburg: Veranstaltungsorte, an denen vermeidbare Katastrophen stattfanden. Orte, an denen Menschen zu Tode kamen, weil Sicherheitskonzepte versagten oder schlicht nicht vorhanden waren. In Biel wurde das eidgenössische Turnfest innerhalb einer Woche zwei Mal von einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h heimgesucht. Noch wenige Minuten vor dem zweiten Sturm herrschte bestes Wetter vor Ort. Die Entscheidung zur kompletten Evakuation des Veranstaltungsgeländes durch die Organisatoren wurde erst nach Eintreffen des Unwetters getroffen. Der Sturm forderte 84 Verletzte, ein Mann erlag seinen schweren Verletzungen anderthalb Jahre später im Spital. Ein Beratervertrag mit einem Wetterdienst, wie dies sonst bei vergleichbaren Events üblich ist, bestand laut «Schweiz am Sonntag» nicht. Mehrere Wetterdienste gaben rund eine Stunde, bevor das Unwetter über Biel herzog, eine Unwetterwarnung für dieses Gebiet heraus. Bei einem Fussballspiel 1989 zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest wurden im Hillsborough-Stadion in Sheffield 96 Menschen erdrückt, über 700 wurden verletzt. Durch eine Fehlentscheidung der Polizei wurde ein Tor geöffnet, durch das die Fans unkontrolliert in ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 den Mittelblock stürmten. Die nachströmenden Menschen erdrückten die am Gitter stehenden oder bereits gefallenen Menschen. Beim Loveparade-Unglück in Duisburg 2010 starben 21 Menschen. Für die Besucher dieses Massenevents stand nur ein Ein- und Ausgang mit einer viel zu geringen Kapazität zur Verfügung. Trotz offensichtlicher Mängel im Bereich Infrastruktur und Sicherheitskonzept wurde die Veranstaltung genehmigt und von einem wenig erfahrenen Veranstalter durchgeführt. Bei diesem Unglück lag noch kein «Notfall» vor, das Einlasskonzept scheiterte schon am «ganz normalen» Betrieb. Massnahmen und Konsequenzen Genau eine Woche nach der Loveparade in Duisburg war die Streetparade 2010 in Zürich geplant. Nach dem Unglück waren die Behörden aufgeschreckt: Kann so etwas wie in Duisburg auch in Zürich passieren? Ist die Streetparade sicher? Was muss unternommen werden, um die Streetparade noch sicherer zu machen? Innerhalb weniger Tage wurden mehrere Die Bühne des Falk-Lorelei-Open-Airs in Siebnen (SZ) nach einem Unwetter. Foto: Wortfeger Media BILDUNG Veranstaltungssicherheit und Veranstaltungstechnik RISIKOMATRIX Mit der Risikomatrix können die Risiken einer Veranstaltung im Voraus eingeordnet werden und mittels geeigneten Massnahmen in einen akzeptablen Bereich gebracht werden. Quelle: Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit 2014, Die Sicherheit einer Veranstaltung – Eine Kultur der Verantwortung. 100 Strassen-Poller abgebaut, grosse Notausgangsbanner montiert – das ganze Sicherheitskonzept wurde überarbeitet. Zudem entstand in Zürich innerhalb der Stadtpolizei eine Abteilung «Crowd Management», welche die Sicherheit vor jeder Grossveranstaltung im öffentlichen Raum beurteilt. In Deutschland änderte man Gesetze, der Ruf nach Sicherheitsverantwortlichen wurde laut. In der Folge entstanden Weiterbildungsangebote im Bereich Veranstaltungssicherheit. In der Schweiz bietet das Unternehmen SHoch3 eine 7-tägige Grundausbildung an, bisher kam aufgrund der geringen Teilnehmerzahl aber noch kein Kurs zustande. Warum ein Sicherheitskonzept? Was soll in einem Sicherheitskonzept enthalten sein? Wer kann ein solches verfassen und wer hat das Know-how, dieses zu prüfen? Generell gilt: Je grösser der Ort, desto mehr Erfahrungen mit Veranstaltungen liegen vor, desto detaillierter sind in der Regel die Anforderungen an ein Sicherheitskonzept und umso mehr Knowhow liegt vor, dieses auch zu prüfen. Von Gesetzes wegen kann in der Schweiz jeder ein Sicherheitskonzept verfassen, ob die notwendige Fachkompetenz und Erfahrung vorliegen, ist dabei eine andere Frage. An immer mehr Orten machen die Behörden ein Sicherheitskonzept zur Auflage für die Durchführung einer Veranstaltung. 19 Mit dem Sicherheitskonzept steht dem Veranstalter quasi eine Betriebsanleitung für seinen Event zur Verfügung. Ein Sicherheitskonzept kann Schwachstellen im Veranstaltungskonzept aufzeigen. Bei Störungen hat der Veranstalter die Möglichkeit, auf zuvor festgelegte Strukturen und Massnahmen zurückzugreifen. Ausserdem kann er im Ereignisfall mithilfe des Sicherheitskonzepts nachweisen, welche Massnahmen er getroffen und für die Behebung von Störungen vorbereitet hat. ´´ Neu: Die Veranstaltungstechnik bringt potenzielle Gefährdungen durch Installationen wie Bühnen, Delay Tower, Lichttraversen und Kabelführungen ins Spiel. Insbesondere bei Open-Air-Veranstaltungen, bei denen von Naturgefahren auszugehen ist, steigt das Risiko mit dieser Kombination ohne Gegenmassnahmen enorm an. Aber auch im Innenbereich können beispielsweise Hindernisse in den Fluchtwegen oder ungenügend gesicherte technische Einrichtungen zur Katastrophe führen. Die Veranstaltungstechnikbranche kann massgeblich zu mehr Sicherheit bei Veranstaltungen beitragen. Was macht eine Veranstaltung sicher? Gibt es eine absolute Sicherheit? Welche gesetzlichen Bestimmungen gelten in der Schweiz? Wer hat Erfahrungen auf diesem Gebiet und welches sind die offiziellen Stellen? Für die Beantwortung dieser Fragen gibt es in der Schweiz bislang nur wenige umfassenden Dokumente, Arbeitsanweisungen und Fachausbildungen. Zum Autor: Tilman Albrecht ist Meister für Veranstaltungstechnik und Fachmeister für Veranstaltungssicherheit. Er entwickelt Sicherheitskonzepte und ist im Bereich Veranstaltungstechnik mit seinem Unternehmen Eventuality tätig. Am Projekt Eventfragen.ch ist er massgeblich für den Inhalt verantwortlich. www.eventuality.ch Eventfragen.ch Als einer der wichtigsten Player in der privaten Kulturförderung ist Migros-Kulturprozent darauf bedacht, dass Veranstaltungen auf einem hohen Sicherheitsniveau durchgeführt werden können. Deshalb hat das MigrosKulturprozent in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten das Online-Portal eventfragen.ch produziert und stellt dieses allen interessierten Gruppen unentgeltlich im Internet zur Verfügung. Eventfragen.ch soll sich zu einer Wissensplattform entwickeln und dereinst zum anerkannten Branchen-Nachschlagewerk werden. Eventschaffende können über die Website Informationen über die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen abrufen – und den Inhalt durch eigene Inputs ergänzen. Folgende Punkte spielen eine zentrale Rolle: 1.Sammeln und Erläutern von Gesetzen, Verordnungen und Regelwerken zum Thema Veranstaltungssicherheit 2.Informationen zu Themen wie Sicherheitskonzepte, Gefährdungsanalysen und Crowd Management 3.Branchennews aus dem In- und Ausland (im Aufbau) 4.Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten national und international www.eventfragen.ch ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 20 BILDUNG Rückblick erster VF-Jahrgang Rund 25 Personen trafen sich Ende Oktober bei der Kilchenmann AG in Bern zum Austausch über die Grundausbildung Veranstaltungsfachfrau/-mann (VF). Im Zentrum stand der Rückblick auf den ersten Jahrgang, der seine Lehre diesen Sommer abgeschlossen hat. Die Verantwortlichen von Verband, überbetriebliche Kurse (üK) und Berufsschule standen Rede und Antwort. Te x t & foto: Be a Linder Nach einer kurzen Firmenpräsentation durch Marc Seiler, CFO Kilchenmann AG, eröffnete Henning Buhmann, Teamleiter Supportunit bei Habegger AG, sein letztes von ihm organisiertes Ausbildnertreffen. Jörg Gantenbein, Vorstandsmitglied svtbastt, verantwortlich für die üK und Mitglied der Prüfungskommission, nannte die beachtliche Anzahl von 80 Personen, die sich für die Ausbildung der künftigen Veranstaltungsfachfrauen und -männer einsetzen. Einer davon ist René Felder, Berufskundelehrer an der technischen Berufsschule Zürich (TBZ). Er stellte den Anwesenden den Lehrplan vor und betonte, welchen Stellenwert die praktische Ausbildung habe. Dafür seien zahlreiche Geräte notwendig, deren Beschaffung nicht immer einfach sei. Es gehe darum, dass in der Berufsschule alle den gleichen Wissenstand erlangen, z. B. im Bereich Videotechnik, den nicht alle Ausbildungsbetriebe anbieten. Man bemühe sich, dass alle Lernende die Geräte selbst ausprobieren können. Dies sei aufgrund der Klassengrösse – der Jahrgang VF 14 hat beispielsweise 31 Lernende – eine echte Herausforderung. Die Berufskundelehrer arbeiten alle im jeweiligen Berufsfeld und bringen grosse Praxiserfahrung mit. Sie haben die Schulungsunterlagen selbst erarbeitet und sind aufgrund der technischen Entwicklung bereits wieder mit der Überarbeitung beschäftigt. Ein Ausbildner erkundigte sich nach der Vermittlung von BühnentechnikKenntnissen, da er ein Manko bei seinen Lernenden in diesem Bereich feststelle. René Felder und Jörg Gantenbein infor- ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 Beim Apéro, offeriert von der Kilchenmann AG, konnten sich die Ausbildner ausgiebig austauschen. mierten über die bereits vorhanden Bühnenelemente sowie sämtliche Arten von Anschlagmittel und geplanten Anschaffungen wie beispielsweise Handkonterzug, Schnittmodelle von Motoren und Truss-Element. Der Ausbildungsbetrieb sei jedoch auch in der Pflicht, nur so funktioniere das Ausbildungsdreieck von Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und üK erfolgreich. Unterstützung für Ausbildungsbetriebe In der Rolle des Chefexperten berichtete Christian Frick über das erste Qualifikationsverfahren (QV). Die Durchführung wäre sehr anspruchsvoll gewesen. Resultat sei ein vierseitiges Dokument mit zu verbesserungswürdigen Punkten. Dazu gehören unter anderem, die Formulare für die individuelle Vertiefungsarbeit (IPA) handlicher zu gestalten und diese stärker an dem Bildungsplan und der Bildungsverordnung auszurichten. Ausbildnern mit Fragen zum QV seitens Ausbildungsbetrieb wird empfohlen, sich mit Betrieben auszutauschen, die diesen Sommer einen Lernenden im QV begleitet haben. Jörg Gantenbein weist darauf hin, dass die vorgesetzten Fachkräfte (vFK) der Lernenden im vierten Lehrjahr jeweils zu einem Infoabend eingeladen werden. Dort wird auf den Inhalt der IPA im Detail eingegangen, sämtliche Fragen können gestellt werden. Es ist geplant, die Termine rund ums QV jedes Jahr gleich anzusetzen, damit sich ein «Rhythmus» für die Ausbildungsbetriebe ergibt. Aus Sicht des Mittelschul- und Berufsbildungsamts des Kantons Zürich informierte Berufsinspektorin Fiorella Moretton. Bis jetzt seien nicht viele Fragen im Zusammenhang mit der neuen Grundausbildung VF eingegangen. Fiorella Moretton kläre beispielsweise, ob sich ein Betrieb für die Lernenden-Ausbildung eignet, oder beantworte Fragen zum Thema Arbeitszeiten. Sie verwies auf die gesetzlichen Grundlagen, die auch die Spezialfälle regeln, wie sie in der Veranstaltungstechnikbranche anzutreffen sind. Lernende, die das 18. Altersjahr erreicht haben, können grundsätzlich wie «normale» Angestellte eingeteilt werden. Sie bat jedoch die Ausbildungsbetriebe, die notwendige Verantwortung wahrzunehmen. Lernende, die beispielsweise am nächsten Tag Schule haben, sollten spätestens um 20 Uhr nach Hause geschickt werden. Jörg Gantenbein dankte Henning Buhmann im Namen des Verbandes für seinen grossartigen Einsatz als Organisator von insgesamt elf Ausbildnertreffen und überreichte ihm zwei kleine Geschenke. Es wird ein Nachfolger gesucht. Interessenten melden sich bitte bei der Geschäftsstelle ([email protected]). ´´ Das nächste Ausbildnertreffen findet im Rahmen der Mitgliederversammlung svtb-astt im April 2016 in Basel statt. BILDUNG Kursangebote 21 Detaillierte Angaben und weitere Kurse siehe Websites der jeweiligen Anbieter svtb-astt Überbetriebliche Kurse Veranstaltungsfachfrau/-mann siehe www.veranstaltungsfachmann.ch Ausbildner-Treffen Im Rahmen der Mitgliederversammlung svtb-astt, April 2016, Basel www.svtb-astt.ch [email protected] ffton Fachschule für Tontechnik Zürich Lehrgang Tontechniker/-in mit eidg. Fachausweis; Dauer: 2 Jahre; Beginn: 21. August 2017. Anmeldeschluss: 28. April 2017. www.ffton.ch SHRV • Schweizerischer Höhenarbeiten und Rigging Verband HöhenarbeitenLevel 1: 11.–15. Januar 2016, Bern 14.–18. März 2016, Bern 23.–27. Mai 2016, Sargans 4.–8. Juli 2016, Bern 5.–9. September 2016, Bern 7.–11. November 2016, Meiringen www.shrv.ch/schulung/kursdaten Level 2:25.–29. Januar 2016, Meiringen Level 3: 19. und 20. Mai 2016 (Theorie), Sargans 27.–29. Juni 2016 (Praxis), Sargans RefresherLevel 1–3: 8. Januar 2016, Bern 7. März 2016, Sargans 9. Mai 2016, Bern 24. Juni 2016, Meiringen 22. August 2016, Bern 24. Oktober 2016, Sargans 25. November 2016, Meiringen Anschlägerkurse: 8.–10. Februar 2016, Baden TTS Tontechnikschule Ausbildungslehrgang Tontechnik mit eidg. Fachausweis; Dauer: 2 Jahre, nächster Beginn voraussichtlich im Herbst 2017. AV-Fachseminare, Details siehe Website www.tontechnikschule.ch 1-tägige Kurse und Workshops zu verschiedenen Themen Modeco – Schweizerische Fachschule für Mode und Gestaltung – Fachausbildung Theaterschneiderin (Berufliche Fortbildung): Beginn: 22. August 2016. Informationsveranstaltung am 28. Januar 2016, 18 Uhr. Neue Aufnahmebedingungen siehe Seite 21 und Website. www.modeco.ch ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 22 RECHT Zahlungsfristen im Geschäftsverkehr Zahlungsfristen auf Rechnungen sind in der Schweiz üblich. Besteht aber ein gesetzlicher Anspruch auf eine Frist von 10 bis 30 Tagen? Bis wann läuft eine solche? Und wie verhält es sich mit den Mahnungen? Wie viele Mahnungen sind nötig, um eine Betreibung einzuleiten? Die folgenden Ausführungen räumen auf mit landläufigen Irrtümern. text: MLaw Markus Güdel Viele gehen davon aus, dass ein Anspruch auf den Satz «zahlbar innert 30 Tagen» besteht. Dem ist aber nicht so. Wann eine Geldforderung «fällig» – also zu bezahlen – ist, hängt vom jeweiligen Vertragstyp ab. Veranstaltungstechnikdienstleistungen lassen sich grob gesagt in Werkvertragsund Auftragskomponenten unterteilen (vgl. frühere Beiträge). Gemäss Gesetz ist ein Honorar fällig, wenn ´´ der Auftrag abgeschlossen ist; ´´ das Werk vollendet ist und damit die Arbeit daran beendet ist. Haben sich die Parteien bei Vertragsabschluss für Veranstaltungstechnikdienstleistungen auf keine Zahlungsfrist geeinigt, ist der Bezüger der Dienstleistung verpflichtet, spätestens nach Ende der Dienstleistungen den (rechtmässig) geforderten Betrag zu begleichen. ´´ Hinweis: Auch bei Kaufverträgen sieht das Gesetz grundsätzlich eine solche Vertragsabwicklung «Zug um Zug» vor. Ein Warenbezug gegen Rechnung ist lediglich ein einseitiges Entgegenkommen seitens des Verkäufers. Änderungen durch Absprache möglich Das Gesetz verbietet den Parteien indes nicht, sich betreffend Zahlungsmodalitäten über andere Fristen (kürzer wie länger) zu einigen. Entweder geschieht dies bei der Vereinbarung zur Zusammenar- ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 beit aufgrund der Zustimmung beider Parteien oder bei Rechnungsstellung aus «Goodwill» des Gläubigers. Eine gewährte Zahlungsfrist beginnt nicht am Tag der Rechnungsstellung zu laufen, sondern erst mit Empfang der Rechnung durch den Schuldner. Der Empfänger hat also 30 Tage nach Empfang Zeit, die Rechnung zu begleichen. Geldschulden sind Bringschulden. Gewährt der Verkäufer eine 30-tägige Zahlungsfrist, so muss das Geld spätestens am letzten Tag dieser Frist auf seinem Konto gutgeschrieben sein. Abwicklungsprobleme und Verzögerungen sind vom Schuldner entsprechend zu berücksichtigen. Mahnungen sind freiwillig Das Gesetz sieht keine Verpflichtung vor, den Schuldner vor der Anhebung einer Betreibung zu mahnen. Für den Erfolg der Betreibung muss die Forderung lediglich genau bestimmbar und fällig sein. Anderes gilt nur für die Verzugszinsen, die erst nach erfolgter Mahnung gefordert werden können. Es ist daher vorteilhaft, mit einem eingeschriebenen Brief eine Mahnung auszusprechen. Bei eingeschriebener Zustellung ist es für den Gläubiger einfacher, die Kenntnisnahme des Zahlungsverzugs durch den Schuldner zu beweisen. So lässt sich zum Beispiel der Zeitpunkt des Verzugszinses (welcher ab Kenntnis des Schuldners über die Verzugssetzung durch den Gläubiger zu laufen beginnt) einfacher beweisen. Der Empfänger hat 30 Tage nach Empfang Zeit, die Rechnung zu begleichen. Zahlungsfristen und Mahnungen vor Betreibungsanhebungen sind in der Schweiz jedoch üblich. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass zu harte Gangarten in der Rechnungsbewirtschaftung zu einem Kundenabfluss und negativer Ansehnlichkeit im Geschäftsverkehr führen kann. Zusammenfassung Eine Vergütung für Dienstleistungen im Veranstaltungstechnikbereich muss grundsätzlich nach Abschluss der Dienstleistung bezahlt werden. Zahlungsfristen bestehen von Gesetzes wegen keine. Auch Mahnungen sind nicht notwendig, um eine Betreibung einzuleiten. Es empfiehlt sich aus beweistechnischen Gründen, eine Mahnung eingeschrieben zustellen zu lassen. Zum Autor: MLaw Markus Güdel ist Lichtdesigner für Theater- und Musicalprojekte und Geschäftsleiter der Lightvision Lichttechnik GmbH in Luzern. Er war von 2011 bis Ende 2014 juristischer Mitarbeiter bei der Advokatur Sury AG Luzern (www.dieadvokatur.ch) und dort vor allem im Bereich Kulturrecht und Firmenrecht (Beratung und Betreuung von Kulturschaffenden) tätig. Verbrauchsmaterial und Bühnenzubehör für den Veranstaltungsbereich Unsere Markenvertretungen: Rosco, Edelrid, Seilflechter, Advance, Dirty Rigger, Electron Diese stehen für Qualität und Funktionalität für den täglichen Einsatz in den Bereichen: Bühne, Studio, Theater, Rigging, Event und Deko. Rosco Farbfilter für höchste Zuverlässigkeit und Leistung: - GamColor - Supergel - E-Colour+ Jetzt kostenlos testen! [email protected] Besuchen Sie unseren Shop: www.cornulights.ch /shop Oder nutzen Sie unseren Kundenservice! Wir bieten telefonische Beratung und Bemusterungen vor Ort. Rufen Sie uns an, wir sind für Sie da! CornuLights · Industriestrasse 18 · CH-8424 Embrach · T: 044 881 77 03 · www.cornulights.ch ins_210x95mm_2015-10-20.indd 1 Farbfächer kostenlos bestellen! 20.10.15 08:03 24 MARKT Dot 2 – die Essenz von MA Lighting Die neue und intuitiv zu bedienende Serie von kompakten Lichtstellpulten wurde speziell für kleine und mittlere Projekte und Veranstaltungsorte entwickelt. Die Dot-2-Pulte sind mit ihren umfangreichen Anschlussmöglichkeiten für alle Anwendungen geeignet, sei es für Theater, Touring, Corporate Events, TV oder für den Ausbildungsbereich. Die Dot-2-Software ist einfach zu handhaben, sie bietet eine integrierte Bedienungsanleitung sowie direkte Hilfestellungen bei der Programmierung. Zudem ist sie mehrsprachig. Eine grosse Anzahl an intelligenten Programmier- und Playback-Eigenschaften ermöglicht die intuitive Steuerung von fortgeschrittenen Funktionen. Die Cast Switzerland AG bietet für kleinere Gruppen oder Unternehmen regelmässig Präsentationen der Dot 2 an (Kontakt: [email protected] oder Tel. 021 965 60 00). www.castinfo.ch Homogene Flächenausleuchtung in Perfektion Dalis ist eine asymmetrische LED-Flächenleuchte, die dank ihrer patentierten Reflektoren mit einer extrem homogenen Ausleuchtung von Flächen begeistert. Das LED-System mit acht Farben (RGBA), Warmweiss (2200 K), Kaltweiss (6500 K), Cyan und Royal Blue LED ermöglicht eine sehr hohe Bandbreite von satten Farben bis hin zu Pastelltönen. Die Flächenleuchte hat vier individuell ansteuerbare Segmente, wodurch sich kreative Möglichkeiten und softe Farbverläufe ergeben. Die Farbmischung erfolgt wahlweise im 8-Bit- oder 16-Bit-Modus. Dank der lüfterlosen Kühlung ist die Dalis 860 auch in geräuschempfindlichen Bereichen einsetzbar. Das flexible Rigging-System und die verstellbaren Füsse (+/– 5 Grad) lassen eine schnelle Positionierung zu. Angewinkelte und versenkte Steckverbindungen ermöglichen eine saubere Installation und vermeiden Stolperfallen. Aufgrund Ihres integrierten Ethernet-DMX-Node kann die Dalis auch als Wandler von RDM, Art-Net und sACN in DMX genutzt werden. www.ecm-sa.ch Robuste GDV-Verlängerungskabel Die Max Hauri AG entwickelt und produziert hochwertige Verlängerungskabel mit angespritzten Steckern und Kupplungen. Die Kabeltypen TD, GD oder PUR sind in der Veranstaltungstechnik sehr beliebt. Bei den GDV-Verlängerungen (H07RN-F 3 x 1.5 mm2) sind beidseitig Schrumpfschläuche aufgezogen, um die Kabelbeschriftung optimal zu schützen. Die GDV-Verlängerungen sind flexibel, ideal für den Ausseneinsatz und geeignet für die Bühnentechnik. Ein qualitativ hochwertiges Verlängerungskabel und ein zusätzlicher Zugentlastungsclip für höchste Abzugswerte sind zwei der vielen Vorteile. Für eigene Konfektionen verkauft Max Hauri 100-mRinge-Kabel und entsprechende Steckkontakte (Gummi- oder TH-Stecker). Auf Wunsch stellt das Unternehmen auch Speziallängen her. www.maxhauri.ch Leopard von Meyer Sound: Erste Systeme in der Schweiz ausgeliefert Meyer Sound hat auf der diesjährigen Prolight + Sound in Frankfurt das neue Line-Array-System Leopard präsentiert. In Verbindung mit dem «Low-Frequency Control Element» 900-LFC setzt Meyer Sound neue Standards im Ultra-Low-Distortion-Bereich und optimiert das Leistung-pro-GewichtVerhältnis. Dank eingebauter Low-Mid-Array-Entzerrung sind die Leopard-Lautsprecher für ein Array aus sechs oder mehr Elementen bereits optimiert. Durch die kompakte Grösse können sie flexibel eingesetzt und auch in kleineren Lokalitäten verwendet werden. Zum ersten Mal in der Schweiz eingesetzt wurde Leopard beim Montreux Jazz Festival 2015. Im Montreux Jazz Lab wurde die komplette Beschallung für rund 2000 Personen damit realisiert. Bereits seit 29 Jahren beliefert Meyer Sound das Montreux Jazz Festival und bemüht sich jährlich, die hohen Anforderungen erneut zu übertreffen. www.tonspur.ch RDLs DanteTM-fähiges System Format-A für Audioprodukte Das System Format-A von Radio Design Labs (RDL) ist eine bewährte Reihe von kompatiblen Produkten, die Audiosignale über Standard-CAT-Kabel und -Stecker sendet, empfängt und verteilt. DanteTM indessen ist eine umfassende und zuverlässige Lösung zur Audioverteilung Hunderter Kanäle ohne Kompression und mit extrem niedriger Latenz. RDLs Format-A/Dante-Interfacemodule bilden schliesslich die Schnittstellen beider Systeme und ermöglichen dadurch die flexible örtliche Absetzung der gewünschten Eingangs- und Ausgangspunkte durch einfache CAT-Verbindungen. Übertragungsdistanzen von über 600 Metern, Daisy Chaining sowie eine grosse Auswahl von Empfängermodulen, Verstärkern, Kopfhörerverstärkern, Mikrofon-/Line-XLR und Stereo-Audio-Modulen machen das System extrem flexibel. Am 1. Oktober 2015 hat die Contrik AG die Vertretung von RDL für die Schweiz und Liechtenstein übernommen. www.contrik.ch ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 MARKT 25 Mit der Digitalisierung Schritt halten Die light & sound vom 9. bis zum 11. Oktober 2016 wartet mit einer Premiere auf: Zum ersten Mal wird parallel die Integrated Media Solutions – kurz IMS – veranstaltet. Die Plattform ist die Antwort auf die rasant fortschreitende Digitalisierung. Denn längst ist die Veranstaltungsbranche über die Bereiche Licht und Sound hinausgewachsen. Dem trägt die Schweizer Branchenmesse Rechnung und präsentiert die gesamte Veranstaltungs-, System- und Medientechnik-Branche unter einem Dach. Te x t: Daniela Imsand, Messe Luzern Die Digitalisierung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Imagevideos, digitale Signalisationen oder Touchscreens – wir werden damit im Eingangsbereich empfangen, auf dem Weg unterhalten, geleitet oder informiert. Damit dies überhaupt funktioniert, müssen Licht-, Ton- und Bild-Anwendungen optimal aufeinander abgestimmt sein und miteinander interagieren. Eine Branche im Wandel Diese Vernetzung und Integration von verschiedenen Technologien ist die Zukunft der Veranstaltungsbranche. Sie ist schnelllebig und entsprechend ständigen Veränderungen ausgesetzt. Mit der Verschmelzung von Technologie entstehen neue Bedürfnisse und Märkte. Eine stärkere Bedeutung gewinnen deshalb integrierte Systeme, die mehrere Komponenten aus der Medientechnik störungsfrei miteinander verbinden. Diese neuen technischen Möglichkeiten verändern wiederum das Marketing und die Ansprüche von kleinen und grossen Unternehmen. Als führende nationale Fachmesse für Veranstaltungs- und Medientechnik nimmt die light & sound in Luzern diese Entwicklung auf und zeigt neu auch integrierte Systemlösungen im Einsatz direkt vor Ort – auf der Integrated Media Solutions (IMS). IMS – für die Zukunft der Branche Die Integrated Media Solutions ist eine separate Plattform und komplett auf den Schweizer Markt ausgerichtet. Hersteller, Händler und Systemintegratoren von Medientechnik-Systemen, Audio und Bild/ Video erhalten dort die Möglichkeit, ihre Kommunikationslösungen dem Fachpublikum zu präsentieren und Wissen zu ver- Die Messe light & sound 2016 nimmt mit der Integrated Media Solution (IMS) eine neue Sparte in ihr Konzept auf. mitteln. Die Integrated Media Solutions bietet Raum für neue Ideen, Lösungsansätze und Trends. Da die light & sound und IMS parallel stattfinden, können Synergien geschaffen, neue Kundengruppen gewonnen werden und die Branche vernetzt sich auf einer weiteren Ebene. Bewährtes weiterführen Selbstverständlich zeigt die light & sound erneut den aktuellen Stand der klassischen Veranstaltungstechnik sowie hochwertige und neue Produkte. Sie lädt zum Networking, zum persönlichen Austausch und zur Kontaktpflege in der Branche ein. Das Rahmenprogramm ist ein zusätzlicher Besuchermagnet und wird von erfahrenen Fachpersonen zusammen mit den Ausstellern und Verbänden zurzeit (Foto: zVg) erarbeitet. In Form von Fachreferaten, Produktpräsentationen oder mit Workshops werden aktuelle Branchenthemen vertieft und bieten den Besuchern eine spannende Informationsbörse. Die light & sound zusammen mit der IMS bilden die Plattform für den Weg in die mediale Zukunft. light & sound und IMS in Kürze –Datum: 9. bis 11. Oktober 2016 –Dauer: 3 Tage –Turnus: alle zwei Jahre – 3000 Besucher – 75 Aussteller – Weitere Informationen light & sound: lightandsound.ch – Weitere Informationen IMS: ims-expo.ch ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 26 VERFOLGER Lucas uer a l l a H Lucas Hallauer ist 27 Jahre alt und arbeitet als Assistent der technischen Leitung bei der Eclipse AG in Biel. Im Sommer schloss er die vierjährige Ausbildung zum Veranstaltungsfachmann (VF) ab. In seiner Freizeit engagiert er sich für «Pod’Ring», die Kulturwoche in der Bieler Altstadt, im «One80», einem Bike- und Snowboard-Shop in Studen, oder als Veranstalter und Organisator von «2seasons: End of Season», einer Party mit Film oder Fotocontest. Für die Bieler Band Farbraum ist er für die Visuals zuständig. Sie haben im Sommer Ihre VF-Lehre abgeschlossen. Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an Ihre Lehrzeit zurückdenken? Für mich waren es vier sehr spannende Jahre mit Einblick in viele verschiedene Gebiete der Veranstaltungstechnik. Mir kommen natürlich auch die Leute in den Sinn, mit denen ich zur Schule gegangen bin und lustige Erlebnisse hatte. Zum Beispiel der obligate Besuch vom stellvertretenden Abteilungsleiter Herrn Muggli mit seinen gelben Absenzenzetteln (Anm. Red.: siehe Proscenium 3/15, Seite 7). Haben Sie Morgenrituale und wenn ja, welche? Ich glaube, mein einziges Morgenritual ist, den Wecker etwa 1000-mal auf Schlummern zu stellen und erst im letzten Augenblick aufzustehen. Das funktioniert ziemlich gut. ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015 Lucas «Lücu» Hallauer verbringt die Wochenenden im Winter am liebsten auf seinem Snowboard im Skigebiet Grindelwald. Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus? Ich erwache früh morgens super erholt und durch die Fensterläden schimmert ein weisses Licht. Draussen liegt ein halber Meter frischer Pulverschnee. Meine Kollegen schlafen nebenan im Wohnzimmer auf der Couch und nachdem wir kurz gefrühstückt haben, sind wir schon auf dem Weg zum Berg. Nach einem Tag fast ohne eine einzige Pause und vielen «Powdersprays» sitzen wir im Dorf, trinken gemütlich ein Bier und lassen uns den Tag nochmals durch den Kopf gehen. Wo waren Sie zuletzt in den Ferien? Puh … so richtige Ferien hatte ich irgendwie schon lange nicht mehr. Im Winter bin ich so oft wie möglich in unserer kleinen Wohnung in Grindelwald und geniesse das immer sehr. Für welchen Weltstar würden Sie die Bühne gerne technisch ausrüsten? Das ist zwar kein Weltstar, aber für den Eurovision Song Contest das technische Konzept zu erstellen, wäre sicher der Wahnsinn. Wenn ich sehe, welche Möglichkeiten sich da bieten – eine Freude für jedes Technikerherz. Was würden Sie gerne gut/ besser können? Ich bin nicht immer der Ordentlichste und denke, dass ich mir da von anderen eine Scheibe abschneiden könnte. Welches Tier wären Sie gerne? Ich glaube, am liebsten wäre ich ein Vogel. Fliegen war schon immer ein grosser Traum von mir und als Vogel wäre das natürlich kein Problem mehr. Vielleicht eine Krähe? Das sind sehr verspielte Tierchen, die wahrscheinlich jeden Tag den Plausch haben. Und schliesslich: Wen sollen wir in der nächsten Ausgabe verfolgen? Jay Schuetz, 26, Veranstalter und Techniker mit viel Herz. Seit Anfang 2014 ist er Gründer, Geschäftsinhaber, Chef, einziger Angestellter und Kaffeetrinker der Allez! GmbH in Biel. THE PURE ESSENCE FOR YOUR NETWORK 24 SDI DU not a CREAM it‘ s t he BRO A D C A S T E R ‘S DRE AM NDAN C Y <> RE <> RE s It‘ M OR E co nnect i v ity M OR E fl ex i bi l i t y M OR E M ED IOR N E T DU CY TESTED MADE IN GERMANY Support NATURE with LESS CABLING NDAN STAND-ALONE as a 12x12 router (24 x 3G/HD/SD-SDI) with MediorNet processing features POINT-TO-POINT supporting MESH as decentralized video and 2 MADIs / ETH (1Gbit) 24 bidirectional SDI video signals and audio routing applications · This high density breakout unit provides your network with 24 valuable 3G/HD/SD-SDI signals. · Network compatibility tested in projects with sensitive signals. · Natural audio embedding/de-embedding. 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