proscenium

Transcription

proscenium
Ausgabe 168
Nr. 4_November 2015
proscenium
zeitschrift des schweizer verbands technischer bühnen- und veranstaltungsberufe
magazine de l‘association suisse des techniciens de théâtre et de spectacle
Maske
Aufwendig
alt werde
«Voiz»
Dreidime
nsionale
n
Klänge
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D a s neue
Event-
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INHALT
Schwerpunkt
03
Rubriken
05 / Editorial
06 / Verband
06 / Neumitglieder svtb-astt/Proscenium-Erscheinungsdaten 2016/
Impressum
08 / Technik
08 / Maskenbildner lassen Schauspieler alt aussehen
12 / «Voiz»: Wie klingt eine atmende Lunge (Klangspuren Schwaz)?
14 / Fünf Arten Nebel für «Hamlet» am Luzerner Theater
16 / LAN-Kabel mit robustem Stecker
In der M a sk e
Für «Die schönsten Sterbeszenen
in der Geschichte der Oper»
verwandeln die Maskenbildner
des Schauspielhauses Zürich
die Schauspieler in Greise. (S. 08)
18 / Bildung
18 / Eventfragen.ch
20 / Ausbildner lassen ersten VF-Jahrgang Revue passieren
21 / Kursangebote
22 /
22 /
RECHT
24 /
24 /
25 /
MARKT
26 /
26 /
VERFOLGER
Zahlungsfristen im Geschäftsverkehr
«Voiz »
Mit dreidimensionaler
Klangtechnik wird eine atmende
Lunge inszeniert. (S. 12)
E ven tfr agen .ch
Ein neues Wissensportal soll
Veranstaltungs-Sicherheit
umfassend abbilden. (S. 18)
Neue Produkte
Ausblick light & sound 2016
Lucas Hallauer
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
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Nr. 4 – NOVEMBER
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EDITORIAL
05
Liebe Leserin, lieber Leser
Chère Lectrice, Cher Lecteur,
In Gesprächen mit Branchenvertretern höre ich immer wieder vom allgemeinen Fachkräftemangel oder dem
schwierigen und aufwendigen Rekrutierungsprozess. Auch in meinem
beruflichen Umfeld sind solche Aussagen häufig. Ich bin der Meinung,
dass wir etwas dafür tun müssen, dass
unser Berufsstand weiterhin attraktiv
bleibt oder sogar noch attraktiver wird. Die reine «emotionale» Komponente reicht auf Dauer nicht aus. Es braucht weitere Anreize. Zum Beispiel Rahmenbedingungen wie die Sonderbestimmung zur Arbeitszeit (Art. 43a). Diese müssen jedoch auch umgesetzt und gelebt werden.
Un thème récurrent dans mes discussions avec les représentants de la branche est le manque de personnel spécialisé ou la procédure de recrutement difficile et dispendieuse.
Dans mon ambiance professionnelle, j’écoute souvent de
tels commentaires. En mon opinion, il faut que nous fassions
quelque chose afin de garantir que notre profession reste
attrayante ou devienne même encore plus attrayante. La
composante purement « émotionnelle » ne suffira pas à long
terme. Il faut créer des incitatifs ultérieurs. Les conditionscadres comme la disposition spéciale au sujet du temps de
travail (art. 43a) sont un excellent exemple. Quitte à les
mettre en pratique au jour le jour.
Der Weg zur Wissensgesellschaft geht auch an unserer Branche nicht spurlos vorbei. Mit den fortwährend neuen Technologien und Wünschen unserer Kunden oder dem Kreativstab
haben wir gelernt, uns dauernd weiterzuentwickeln. Diesem
Anspruch muss zunehmend mehr Beachtung geschenkt
werden. Dies ist meist mit einer Investition in Aus- und
Weiterbildung verbunden. Dieses Wissen sollten wir nicht
einfach kostenfrei weitertragen, denn Beratung und Planung
in der Unterhaltungsbranche ist wie erwähnt auch immer mit
Investitionen verbunden.
Le chemin vers une société du savoir ne laisse pas de côté
notre branche pas non plus. Les nouvelles technologies se
renouvelant sans cesse et les exigences toujours plus élevées de notre clientèle ou de notre comité créatif nous ont
enseigné de toujours continuer à nous développer. En voilà
une exigence à laquelle il faut attribuer toujours plus d’importance. Elle s’allie souvent à un investissement dans la
formation et la formation continue. Il s’agit d’un savoir-faire
que nous ne devrions pas transmettre gratuitement, car les
conseils et le planning dans la branche du spectacle est,
comme nous l’avons déjà mentionné, toujours lié à des investissements.
Für die kommende, etwas kühlere Zeit wünsche ich Ihnen viel
Erfolg und viele emotionale Momente.
Je vous souhaite bien du succès pendant la saison plus froide
imminente, et que vous puissiez vivre de beaux moments
émotionnels.
David Haag, Präsident svtb-astt
David Haag, président astt-svtb
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
06
VERBAND
Neumitglieder svtb-astt
Impressum
Wir begrüssen als neue Mitglieder:
Herausgeber svtb-astt
Postfach, CH-8034 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 388 74 84
E-Mail: [email protected]
www.svtb-astt.ch
Einzelmitglieder:
Firmenmitglied:
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8608 Bubikon
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5430 Wettingen
Redaktion, Inserate
Bea Linder
Tel.: +41 (0) 44 388 74 27
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Proscenium-Erscheinungsdaten 2016:
Lektorin: Julia Röseler
Lektorat und Redaktion, Berlin
Ausgabe Redaktions- und Anzeigenschluss Versand
1/2016 22. Januar 2016 22. Februar 2016
2/2016 18. April 2016
24. Mai 2016
3/2016 04. Juli 2016
23. August 2016
4/2016 21. Oktober 2016
16. November 2016
> Messe light & sound, Luzern, 9. bis 11. Oktober 2016
Die Mediendaten mit den Informationen zu Formaten und Preisen liegen dieser Ausgabe bei und
sind auf www.svtb-astt.ch zu finden. Firmenmitglieder erhalten bei vier fix gebuchten Inseraten
pro Jahr einen Rabatt von 15 % (Grundpreis) pro Inserat.
Tel.: +49 30 30308717
E-Mail: [email protected]
Übersetzungen/Traductions
Alexander F.R. Otth
Dipl. Übersetzer DOZ
Rainstrasse 354
CH-8706 Feldmeilen
Tel.: +41 (0) 44 923 17 62
Druck: DAZ-Druckerei Albisrieden AG
Albisriedenstrasse 252a
CH-8048 Zürich
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08
TECHNIK
Alt aussehen für einen Abend
Mit «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper» forderte Alvis Hermanis
nicht nur die Darsteller im Schauspielhaus Zürich heraus: Der Regisseur wollte
sie nämlich möglichst realistisch alt aussehen lassen. Ein Fall für die Maskenbildner,
die ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen konnten.
Te x t:
Judith Janser, Leiterin Maske
Schauspielhaus Zürich
FOTOS: TANJA DORENDORF, T+T Fotografie
Wie haben wir gestaunt, als Alvis Hermanis uns im Mai 2014 sein neues Projekt
«Die schönsten Sterbeszenen in der
Geschichte der Oper» vorstellte. Sechs
Darsteller sollten während rund zwei
Stunden 80- bis 90-Jährige mimen. Sie
sollten essen, singen, sterben – also ohne
Einschränkungen die unterschiedlichste
Szenen spielen können. Um die Illusion der
Greise aufrechtzuerhalten, mussten die
Schauspieler absolut realistisch aussehen. Alvis Hermanis wollte die Zuschauer
möglichst lange im Glauben lassen, alte
Schauspieler engagiert zu haben. In Wirklichkeit spielen in dem Stück sechs Darsteller im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.
Der Alterungsprozess
Es begann das grosse Kalkulieren. Geplant
waren 20 Vorstellungen im April und No-
Alt werden braucht seine Zeit: Ein Schauspieler
wartet unter seinem Gesichtsabdruck.
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
vember 2015 und vier Endproben. Wie viel
Zeit brauchen wir für Formenbau, Modellieren, Ausgiessen und Einschminken der
Altmaske für sechs Darsteller? Wie viel
Zeit würden wir jeden Abend benötigen, um
mit den Silikonteilen die Darsteller in Greise zu verwandeln? Wie viel Zeit durften
wir ihnen auf dem Schminkstuhl abverlangen, damit sie danach noch eine 2,5-stündige Vorstellung spielen können? Wir einigten uns darauf, dass eine Verwandlung in
1,5 bis 2 Stunden möglich sein sollte. Nun
musste die Belastbarkeit der Haut der Darsteller einberechnet werden. Die Erfahrung aus anderen Produktionen zeigte,
dass nach spätesten drei Vorstellungen
ein, zwei Ruhetage liegen müssen.
Als Leiterin der Masken-Abteilung war
ich für das Konzept verantwortlich. Nachdem das Schauspielhaus Zürich das Budget bewilligt hatte, machten sich sechs
Maskenbildner an die Arbeit. Die Studie
der Gesichter und Charaktere begann: Wo
würden sich in den noch jungen Gesichter
Falten bilden, wie schaut die Hautstruktur
aus? Was macht den Charakter eines alten
Gesichts aus?
Von den Darstellern wurden Gesichtsabdrücke mit Hinterkopf hergestellt. Dafür verwendeten wir Algenat, Silikon und
Gips. Als das Positiv aus Hartgips hergestellt war, wurde es mit einem Trennmittel
auf Algenbasis isoliert und die Altmaske
mit Plastilin auf das Positiv modelliert. Als
die Altmasken grob fertig modelliert waren, trennten wir die Ränder, und das
Gipspositiv wurde über Nacht in Wasser
eingelegt, damit sich die Teile vom Gipspositiv lösen. Auf partiell hergestellten
Gips- oder Polyurethan-Formen, die Wange, Hals, Nase, Stirn bilden, wurden die
Ränder verfeinert und die Textur der Haut
eingearbeitet. Nun stellten wir wieder von
jeder einzelnen Partie eine Negativform
aus Hartgips oder Polyurethan-Harzen
her. Nach dem Abgiessen wurden sie vom
Plastilin gesäubert und das Plastilin abgewogen. So errechneten wir das benötigte Silikon.
Hautsache
Mitte Februar 2015 war der Formenbau
beendet und das Ausgiessen begann.
Dafür packten wir das Silikon mit einer
Aussenhaut aus Vinyl ein. Das Vinyl wurde
in mehreren Schichten auf das Negativ
und Positiv aufgesprüht. Für solche Arbeiten haben wir einen separaten Raum mit
Gut geschützt gegen schädliche Dämpfe.
einer Abzugskapelle, die Dämpfe absaugt.
Eine Schutzbrille, eine Schutzmaske,
Handschuhe und ein Arbeitskittel sorgen
dafür, dass wir mit den Lösungsmitteln
nicht in Kontakt kommen. Nach dem Aufsprühen der Vinylhaut wurde das Silikon
eingegossen und die Formen mit Schraubzwingen zusammengepresst.
Nachdem das Silikon abgebunden
hatte, lösten wir die ersten Silikonteile
aus den Formen. Wie erwartet, waren
zwei bis drei Ausgüsse nötig, bis das Resultat zufriedenstellend war. Geduldig
TECHNIK
09
Maske, Frisur, Kleidung, Haltung: Authentisch alt sein für «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper».
lasierten wir die Silikonteile mit Alkoholfarbe, bis die gewünschte Hautfärbung
erreicht war.
Nun nahte die Stunde der Wahrheit:
Nach intensivem Formenbau, Modellieren und Ausgiessen konnten wir die
Teile das erste Mal bei den Darstellern
kleben. Wir wählten dafür Silikonadhäsiv. Um die Haut der Darsteller bestmöglich zu schonen, trugen wir vorher einen
Hautschutz auf.
Nun würde sich zeigen, ob wir sauber
und genau gearbeitet hatten und ob unser
Zeitplan, die Maske allabendlich in zwei
Stunden am Darsteller herzustellen,
funktionierte. Sechs Maskenbildner des
Schauspielhauses Zürich befestigten die
Silikonteile, verfeinerten die Übergänge,
schminkten Hände, Füsse und Hälse ein.
Die Darsteller sassen geduldig auf den
Schminkstühlen, boten dem Maskenbildner eine «dritte» Hand, gingen ihren Text
durch oder versuchten sich zu entspannen. Ohne die geduldige und professioneller Zusammenarbeit mit den Abteilungen Kunst und Technik wäre es nicht
möglich gewesen, so ein tolles Resultat
zu erzielen.
Greise Frisuren
Während des ganzen Formenbaus durfte
die Haarpracht der Greise nicht vergessen
werden. Sobald es der Formenbau zuliess, setzten sich die Kollegen an die Perücken und knüpften. Ansonsten halfen
auch die anderen Kollegen aus der Masken-Abteilung mit, die nicht in die Produktion «Die schönsten Sterbeszenen in der
Geschichte der Oper» eingeteilt waren.
Als Alvis Hermanis die Greisen-Gesichter während einer Probe zum ersten
Mal zu sehen bekam, war er überwältig.
Die Darsteller waren nicht wiederzuerkennen und ihr Schauspiel wurde eins mit
den Masken.
Nun konnte sich Alvis Hermanis, der
nicht nur für die Regie, sondern auch für
das Bühnen- Kostüm- und Maskenbild
verantwortlich war, entscheiden, wie wir
die Perücken der einzelnen Charaktere
schneiden und frisieren sollten.
Unsere Arbeit war jedoch noch nicht
zu Ende: Für jede Vorstellung mussten
wieder neue Silikonteile hergestellt werden. Für das Säubern, Isolieren der Formen sowie das Ausgiessen und Einschminken der Teile benötigten wir pro
Satz und Darstellen ca. 5,5 Stunden. Nach
der Vorstellung mussten wir die Silikonteile möglichst hautschonend von der
Haut lösen. Auch hier brauchten wir Geduld, dauerte der Prozess doch zwischen
20 und 30 Minuten. Die Haut des Darstellers wurde sanft gereinigt und mit einer
Creme gepflegt. Dank dieser Sorgfalt und
Planung war es möglich, diese Produktion
ca. 20 Mal auf die Bühne zu bringen, ohne
grosse Hautirritationen auszulösen.
Für die Abteilung Maske war diese
Produktion zugleich Herausforderung
und Chance. Wir konnten all unsere
Fertigkeiten einsetzen und viel Neues
dazulernen. Man begegnete uns im
Schauspielhaus mit viel Verständnis und
Entgegenkommen. «Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper» –
ein unvergessliches Erlebnis für uns.
´´ Die wundersame Verwandlung
der Darsteller in Greise können Sie
als Video miterleben:
www.schauspielhaus.ch
(Pfad: «Spielplan», «Stücke A–Z»,
«Die schönsten Sterbeszenen der
Geschichte der Oper»)
Fortse t zung auf nächster Seite
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
10
TECHNIK
«Kreativität, Veränderung, Handwerk»
Judith Janser, Maskenbildnerin
am Schauspielhaus Zürich,
sprach mit uns über ihren
Beruf – über die Voraussetzungen, die Ausbildung und den
Alltag.
Wie wird man Maskenbildner/in?
Judith Janser: Dem Beruf Maskenbildner/in geht eine dreijährige Lehre voraus. Den praktischen Teil absolviert
man in einem der wenigen Theater der
Schweiz, die Ausbildungsplätze anbieten. Im Schauspielhaus Zürich nehmen
wir jeweils eine Person*. In die Schule
gehen die Lernenden insgesamt zwölf
Wochen im Jahr in die deutsche Bildungsinstitution EurAka Baden-Baden GmbH.
Die MaskenWerkstatt Wartenberg in
Gossau (SG) bietet eine dreijährige Ausbildung an, die nach dem gleichen System
arbeitet. Da diese Schule unabhängig
ist, hat die Ausbildung ihren Preis. Der
Beruf Maskenbildner/in ist leider nicht
anerkannt in der Schweiz. Die Berufsbildungszentren sind oft schlecht informiert.
fen wir Perücken, Bärte oder modellieren Gesichtsteile. Im deutschsprachigen
Raum sind Maskenbildner aber auch für
die Frisuren zuständig oder versehen
Gesichter mit Verletzungen. In Frankreich, Italien oder in Amerika gibt es beispielsweise Personen, die sich nur um
Perücken kümmern. Wir Maskenbildner
haben unregelmässige Arbeitszeiten und
in der Regel nur einmal im Jahr Ferien,
dafür dann ca. fünf Wochen am Stück im
Sommer. Zehn Monate am Stück arbeiten
ist anstrengend.
«
Ich empfinde
es als Luxus sehen
zu können, wie
die Kunst mit Texten
arbeitet.
»
von Vorteil. Man darf keine Berührungsängste haben und muss ruhig arbeiten
können. Die Darsteller sind vor ihren
Auftritten vielleicht nervös oder ungeduldig − der Umgang damit erfordert eine
gewisse Reife und Menschenkenntnis.
Im Internet gibt es jedoch zahlreiche
weitere Ausbildungsangebote …
Gibt es «falsche» Vorstellungen über
den Beruf?
Das stimmt – aber nicht immer ist Maske
drin, wo sie draufsteht. Oft handelt es sich
um Visagisten-Kurse, in denen Schminktechniken und Frisieren gelehrt werden.
Ich rate Interessenten deshalb, die Angebote und Schulungsinhalte genau zu prüfen. Auch mit der Überlegung, in welchem
Bereich man danach arbeiten möchte.
Oft geht vergessen, dass Maskenbildner Handwerker sind. Zum Beispiel knüp-
Welche Voraussetzungen und
Fähigkeiten sollten die Lernenden
mitbringen?
Idealerweise ist man mind. 18 Jahre alt
und hat einen gestalterischen Schulabschluss. Da sich Maskenbildner rund 50
Prozent ihrer Arbeitszeit mit Haararbeiten beschäftigen, ist eine Coiffeur-Lehre
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
Was gefällt Ihnen am Beruf?
Ich empfinde es als Luxus sehen zu können, wie die Kunst mit Texten arbeitet.
Wir unterstützen den Darsteller mit unserer Maske in seiner Rolle. Es ist eine
Art Berufung. Aufträge wie «Die schönsten Sterbeszenen der Geschichte der
Oper» sind für Maskenbildner wie ein
Sechser im Lotto.
Wie arbeitet die Maskenbildner-Szene
in der Schweiz zusammen?
Ich schätze die Anzahl Maskenbildner in
der Schweiz auf etwa 70 Personen. Entweder arbeiten sie im Theater, im Fernsehen oder freischaffend beispielsweise für Filmprojekte. Es gibt keine Berufsgeheimnisse, das heisst man ruft
sich gegenseitig an und gibt sich Tipps.
Und zwar im ganzen deutschsprachigen
Raum.
* Lehrstelle als Maskenbildner/in im Schauspielhaus Zürich
Ab Sommer 2016 bietet das Schauspielhaus Zürich einen Ausbildungsplatz für die
dreijährige Lehre als Maskenbildner/in an. Die Informationen dazu werden demnächst auf dem Lehrstellenportal LENA (www.lena.zh.ch) zu finden sein. Interessierte
bewerben sich u. a. mit einer Mappe, in der sie ihre gestalterischen Fähigkeiten
präsentieren. Nach einem Vorstellunggespräch wird entschieden, wer ein Praktikum
absolvieren darf. Danach erhält die geeignetste Person den Ausbildungsplatz.
Kontakt: Judith Janser: Tel.: 044 258 73 72 oder E-Mail: [email protected]
Privates Angebot für die dreijährige Ausbildung: MaskenWerkstatt Wartenberg,
Tel.: 078 911 32 09 oder E-Mail: [email protected], www.maskewartenberg.ch
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12
TECHNIK
«Voiz»
Klangspuren Schwaz ist ein Festival für zeitgenössische
Musik in Österreich. In Zusammenarbeit mit dem
Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST)
der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und dem
ORF wurde ein neues Werk des italienischen Komponisten
Carlo Ciceri (*1980) mit dem Titel «Voiz» uraufgeführt.
Te x t: Fredy Bohner & Johannes Schütt
Entscheidend für die kompositorische und
klangliche Idee von Ciceris Werk war das
Bild einer atmenden Lunge. Die räumliche
und akustische Situation beschreibt der
Komponist so: «Das Orchester ist in zwei
symmetrischen Gruppen um die Solisten
herum platziert. Dies erlaubt eine genaue
klangliche Balance der beiden Gruppen.
Das Beschallungssystem besteht aus
einer Ambisonics-Umgebung mit 16 um die
Zuhörer herum platzierten Lautsprechern.
Die Verstärkung ist in zwei unabhängige,
aber miteinander verbundene Gruppen geteilt: Die Klänge der drei Solisten kommen
hauptsächlich aus den frontal platzierten
Lautsprechern. Ihr Klang ist eher statisch
und meistens im Vordergrund. Die zweite
Gruppe umfasst die Klänge des Orchesters
Signalfluss Diagramm Dante und
Dante Virtual Soundcards für
die Ambisonics-Verräumlichung
in Echtzeit.
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
Foto: Antonella Infantino
Grafiken: Johannes Schütt
Uraufführung von «Voiz» beim Festival Klangspuren Schwaz am 10. September 2015.
und deren Bewegungen im Raum, die in der
Partitur vorgeschrieben sind.»
Bei der für die Verräumlichung des
Klangs gewählten Technik Ambisonics
handelt es sich um ein vom Institute for
Computer Music and Sound Technology
(ICST) seit Jahren benutztes und massgebend mitentwickeltes System zur Bespielung des dreidimensionalen Klangraums. Die Technik wurde anfangs der
Siebzigerjahre von Michael Gerzon entwickelt und gilt bis heute als eine der
praktikabelsten und besten 2D-/3D-Audio-Einspielungstechniken.
Während seiner Residenz* am ICST in
Zürich wurde Carlo Ciceri mit Ambisonics
vertraut und machte sie zu einem tragenden Element seines Werkes «Voiz».
Mit 58 Mikrofonen wurden die Solisten
und das Tiroler Symphonieorchester aufgenommen und über drei Splittboxen der
Regie (Paolo Brandi) und dem ORF für den
Live-Mitschnitt zugespielt.
Jedes Instrument/jede Instrumentengruppe konnte mit einer von Johannes
Schütt am ICST entwickelten Software in
Echtzeit nach einer Spatialisations**Partitur des Komponisten in Ambisonics
bewegt oder platziert werden.
Dadurch entstand für das Publikum
ein aussergewöhnliches Klangerlebnis
mit einer Mischung aus Naturalklang und
dessen elektroakustischer Verwandlung,
die über die symmetrisch im Abstand von
je 4 Meter platzierten 16 Lautsprecher in
Surround-Beschallung wiedergegeben
wurden.
Parallel wurde das Audiosignal (BFormat) mit der gleichen Software zu Stereo konvertiert und live dem ORF-Übertragungswagen zurückgespielt. Dadurch
konnten Michael Kogler und sein Team im
Übertragungswagen auf die AmbisonicsSignale sowie auf die zusätzlich im Raum
TECHNIK
13
Schema der Technik zur Realisierung von «VOIZ».
aufgestellten Mikrofone zugreifen und
einen Mix erstellen, der dem Zuhörer zu
Hause einen realistischen akustischen
Eindruck vermitteln konnte.
Technikstrategie
Um die komplexe Technik der Ein- und
Zurückspielungen möglichst einfach, sicher und im Auf- und Rückbau unkompliziert zu halten, entschied sich das ICSTTeam zu folgendem technischen Set-up:
´´ 58 Mikrofone
´´ 1 Mixer Yamaha CL5
´´ 4 Yamaha RIO 1608
´´ 3 Dante-MY-16-Cards
(Dante-MY16-AUD card)
´´ 3 Dante Virtual Soundcards
´´ 3 MacBook Pro
´´ 16 Meyer-Lautsprecher (UPM-1p_ds)
´´ 3 Subwoofer: (Meyer 700-hp)
´´ Die Technik der Mikrofone und Beschallung wurde mit einem CL5-Mixer
von Yamaha und drei Dante-MY16-Cards sowie vier RIO-1608-Hubs
bewältigt.
Mit dem Dante-System und dem YamahaCl5-Mixer liess sich der VerkabelungsAufwand minimieren (Dante über Ethernet). Parallel dazu konnte der ORF seine
Aufzeichnung vorbereiten und die genaue
Einmessung für den Ambisonics-Decoder
vornehmen. Nachdem in Dante Controller
das Routing der Matrix konfiguriert und
gespeichert wurde, fand die Probearbeit
mit den Musikern ohne technische Verzögerung statt und man konzentrierte sich
auf die interpretatorische und künstlerische Arbeit.
Das Konzert wurde wie ursprünglich
geplant und ohne technische Probleme
realisiert. Es wurde ein voller Erfolg und
das Publikum dankte es mit langem Applaus.
Die ungekürzte Fassung dieses Artikels finden
Sie unter: www.proscenium-voiz.postach.io/
(PW: Leser)
Zu den Autoren:
Fredy Bohner arbeitet als Tontechniker am ICST,
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Johannes
Schütt ist Komponist und wissenschaftlicher Mitarbeiter des ICST.
*Das ICST bietet regelmässig «Artist in Residency»
für Komponisten an, die am ICST für maximal
vier Wochen ein neues Werk realisieren.
**Verräumlichung
Dank für die Unterstützung an Tobias Gerber und
Hans-Peter Ehrsam.
«Voiz» for amplified Orchestra
and three Soloists
Komponist: Carlo Ciceri
Orchester: Tiroler Symphonie
Orchester, Innsbruck
Dirigent: Francesco Angelico
Repertorio Zero:
Simone Beneventi (Perkussion)
Séverine Ballon (Violoncello)
Francesco Zago (E-Gitarre)
Paolo Brandi (Sound design)
Ambisonic-Regie (ICST Zürich):
Johannes Schütt
Produktion: Festival Klangspuren
Schwaz mit Unterstützung
des ICST
Uraufführung: Festival Klangspuren
Schwaz, 10. Sept. 2015,
Silbersaal, SZentrum,
Schwaz
´´ www.oe1.orf.at/programm/415507
´´ Klangspuren Schwaz:
www.klangspuren.at
´´ ICST: www.icst.net
´´ ZHdK: www.zhdk.ch
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
14
TECHNIK
«Hamlet» in fünf Nebeln
Das Luzerner Theater zeigt aktuell William Shakespeares Tragödie «Hamlet».
Regisseur Andreas Herrmann und Bühnenbildner Max Wehberg konzentrieren sich in
dieser Arbeit auf die Elemente Wind, Nebel und Licht. Fünf verschiedene Nebelarten,
grosse Windmaschinen und extreme Lichtquellen bilden die Bühnenwelt Hamlets.
Carolin Losch, Dramaturgin am
Luzerner Theater, sprach mit
Max Wehberg über fünf verschiedene Nebelarten, grosse
Windmaschinen und extreme
Lichtquellen.
Carolin Losch: «Hamlet» spielt am dänischen Königshof. Sie haben sich entschieden, das Geschehen weder zeitlich
noch räumlich konkret zu verorten.
Können Sie die Überlegungen zum Bühnenbild kurz skizzieren?
Max Wehberg: Mir ist dazu ein Satz von
Goethe im Gedächtnis geblieben, der
sinngemäss lautet, dass man «Hamlet»
im Grunde nicht darstellen könne, sondern eigentlich besser hören solle. Der
Nebel ist ein unglaublich gutes Mittel, um
die Figuren-Wahrnehmung so zu verändern, dass sie abstrakt wird und dadurch
die Bilder im Kopf des Zuschauers manchmal wichtiger werden als die Bilder, die
er tatsächlich sieht. Der Nebel bewirkt
eine Konzentration, die Sprache kann in
den Vordergrund treten.
Schauspieler. Das ist ein schöner und wie
ich finde für «Hamlet» sehr passender,
starker Kontrast.
Welche Arten von Nebel sind im Einsatz?
Zum einen Raumnebel, hier nutzen wir
drei «Hazer». Es handelt sich dabei um
ein recht kompaktes Gerät, das mit einem
Fluid einen relativ dichten, konkreten
Nebel erzeugt. Es ist das gängigste und
günstigste Mittel. Dann haben wir einen
«Atmo» eingesetzt, der einen mit Fluid
erzeugten Nebel entstehen lässt, den man
eher als Dunst wahrnimmt. Also einen
sehr leichten und lichten Nebel, der das
Licht konkret und sichtbar macht, sich
ziemlich lange hält, aber die Sicht nicht
einschränkt.
Dann nutzen wir als Bodennebel zum einen Stickstoffnebel. Das ist eine Form
von Fluid-Nebel, der sich durch Kühlung
des austretenden Luft-Fluid-Gemisches
tendenziell am Boden hält und leicht
sowie durchscheinend flächig über die
Bühne fliesst. Zum anderen haben wir als
zweiten Bodennebel einen TrockeneisNebel. Trockeneis wird in vorgeheiztes
Wasser gegeben und dabei entsteht ein
Nebel, der sich aufgrund der Temperatur
ebenfalls am Boden hält. Dieser Nebel ist
im Vergleich zum Stickstoffbodennebel
sehr dicht und weiss.
Wahrscheinlich am ungewöhnlichsten ist der Einsatz von Wassernebel.
Wasser wird unter hohem Druck, in unserem Fall 70 Bar, durch feine Düsen
zerstäubt. Das sieht dann nicht nur wie
In Ihren Räumen sind meist die offene
Bühne und die technischen Vorrichtungen sichtbar. Was fasziniert Sie daran?
Ein abgehängter Raum versucht die Realität tendenziell auszublenden. Manchmal kann das total richtig sein, aber ich
finde es grundsätzlich merkwürdig, so
zu tun, als ob man sich nicht in einem Theater befände. Der Nebel bietet uns in
diesem Fall die Möglichkeit, starke Bilder
zu kreieren, in denen man keine Technik
wahrnimmt, nur die Wirkung. Gleichzeitig sehen wir, wenn der Nebel verschwunden ist, einfach die nackte Bühne und die
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
Hazer und Trockeneis sorgen für einen sehr dichten und weissen Nebel am Boden. Foto: Ingo Höhn
TECHNIK
Windmaschinen, Wassernebel und Stickstoff-Bodennebel erzeugen eine geheimnisvolle Stimmung.
Nebel aus, sondern fühlt sich wie echter,
schon etwas schwererer Nebel an. Nebel,
der die Tendenz hat, zu Boden zu fallen
und sich wie Raureif abzulegen. Bei diesem Nebel hat uns auch die Kühle und
Feuchtigkeit interessiert, die wir, wie alle
Nebelarten an diesem Abend, mittels der
Windmaschinen im gesamten Bühnenund Zuschauerraum verteilen.
Was bedeutet der Einsatz dieser Nebelarten für die Beleuchtung?
Grundsätzlich kann man sagen, dass
Nebel oft benutzt wird, um das Licht
sichtbarer zu machen, Nebel ist dankbar
für das Leuchten. Ich arbeite gerne mit
physikalischen Elementen auf der Bühne. Der Nebel ist nicht vollständig kontrollierbar, die Raumtemperatur und die
Zahl der Zuschauer beeinflussen seine
Gestalt. Zusätzlich muss man bedenken,
welche Türen geöffnet sind oder ob ein
Ventilator in Betrieb ist und wie die Gebäudelüftung geregelt ist. All das hat
Auswirkungen auf die Flussrichtung des
Nebels, ob er sich eher hält oder ob er
schnell aufsteigt. Die vier grossen Windmaschinen, die über den gesamten Abend
als sehr zentrales Element auf der Bühne
stehen, geben uns hier die Möglichkeit,
kräftig einzugreifen. Obendrein nutzen
wir, und das ist speziell, eine sehr grosse
15
Foto: Ingo Höhn
Lichtquelle – einen HMI mit 18 KW –, mit
der man aussergewöhnlich «echtes» intensives Licht herstellen kann. Der hat
durch Grösse und Stärke eine Lichtqualität, die ich mir schon lange gewünscht
habe.
´´ «Hamlet» von William Shakespeare
Die Tragödie des Prinzen von Dänemark
ist Familienepos, Spionagethriller, Rachetragödie, politisches und philosophisches
Drama in einem. Hamlet, das ist der moderne Mensch, zerrissen im Spannungsfeld von Vernunft und Gefühl, Wahrheit
und Lüge, Sein und Nichtsein, Drang zum
politischen Handeln und Streben nach
Erkenntnis. Der Suche nach intellektueller Freiheit steht die Aufforderung zum
konkreten Handeln gegenüber.
Die Geschichte ist bekannt: Prinz Hamlet
kehrt von seinem Studium in Wittenberg
an den Königshof in Helsingör zurück.
Sein Vater ist unerwartet verstorben und
nun sitzt dessen Bruder Claudius auf
dem Thron. Hamlets Mutter Gertrud hat
ihn in aller Eile geheiratet. Der Geist seines toten Vaters offenbart Hamlet, er sei
von Claudius vergiftet worden. Hamlet
sinnt auf Rache und täuscht Wahnsinn
vor, um seine Pläne zu verbergen. Doch
der argwöhnische Claudius lässt Spitzel
auf ihn ansetzen. Niemandem ist mehr
zu trauen, auch Ophelia, die Hamlet liebt,
wird Teil der Verschwörung. Nur knapp
entgeht Hamlet einem von Claudius ersonnenen Mordanschlag; es kommt zum
finalen Kampf, den keiner überleben wird.
Regie: Andreas Herrmann
Das Theaterstück wird noch bis zum
17. Januar 2016 gespielt.
www.luzernertheater.ch
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
16
TECHNIK
LAN-Kabel im Test
Eine Kabelrolle, die funktioniert und Freude macht: Ja, das gibt es noch. Und zwar,
wenn sie ein Problem aus der Praxis auf einfache Weise löst, indem sie LAN-Kabel mit
«unzerstörbarem» Kabelstecker bereithält.
Te x t & foto: Be at Suter
Im Rahmen eines freien Theaterstücks
mussten die Schauspieler während der
Show diverse Computer mobil auf der
Bühne einsetzen. Die Verbindung von Laptop zum Internet hatte aus szenischen
Gründen per Kabel zu erfolgen. Im Theaterstück wurden nacheinander mit dem
gleichen Anschluss drei Laptops mit dem
Internet verbunden. Beim Proben zeigte
Der robuste LAN-Stecker erfüllte die Bedingungen
des Theaterstücks.
sich rasch, dass die Show mit handelsüblichen LAN-Kabeln nicht funktionieren
würde. Die Steckersicherung brach in den
ersten Proben ab.
Eine Kabelrolle, zwei Stecker
Bei einer früheren Veranstaltung hatte
ich einen Anbieter* mit professionellem
LAN-Equipment kennengelernt. Ein
Anruf – und mein Problem war gelöst. Ich
bekam eine neue Kabelrolle mit zwei verschiedenen Kabel-Steckern.
Die Kabelrolle war mit maximal 10 Metern Standard-Flex-Kabel KAT.6A für den
normalen Einsatz oder Pur-Flex-Kabel
für robustere Einsätze, einem RJ45-Siemens-Vollmetall-Datensteckverbinder
(Bühnenseite) und einem RJ45 Kat.6A
Hirose inklusive Staubschutz auf der
Wanddosenseite bestückt. Die Konfektionierung war innert weniger Tage fertig
und die Kabelrolle im Einsatz.
Zu meinem Erstaunen war der grosse
Metallstecker sehr handlich. Durch einen
raffinierten Sicherungsverschluss ist der
Stecker optimal in der Buchse gesichert
und der Sicherungshebel kann nicht abbrechen.
Das Pur-Flex-Kabel erwies sich als
äusserst flexibel und machte jede künstlerische Verbiegung mit. Der HiroseLAN-Stecker seitens Wandbuchse erwies
sich als sehr robust. Mit der fest montierten Staubkappe ist der Anschluss optimal
gegen jegliche Verschmutzungen geschützt. Das Versorgen des Kabels in der
Kabelrolle ist sehr praktisch und alles ist
sicher verpackt.
Die Schauspieler waren schnell mit
der neuen Situation vertraut und der Laptop-Wechsel ging jedes Mal problemlos
über die Bühne.
Zum Autor:
Beat Suter arbeitet als Beleuchtungsmeister im
Kultur- und Kongresshaus Aarau sowie als Berufsbildner und üK-Instruktor für Beleuchtungstechnik.
*Kontakt: Kablan AG, Ostermundigen
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BILDUNG
E ve n t f r a g e n . c h :
Das kostenlose und
interaktive Event-Wiki
Migros-Kulturprozent präsentiert mit Eventfragen.ch das erste umfassende
und interaktive Online-Portal für Fragen rund ums Thema VeranstaltungsSicherheit. Die Macher sind überzeugt, dass viele Unfälle und Katastrophen durch
eine gute Vorbereitung vermieden werden können. Eventfragen.ch ist kostenlos, für alle zugänglich und lädt zur Mitgestaltung ein.
Te x t: Tilman Albrecht, Eventuality
Biel, Sheffield, Duisburg: Veranstaltungsorte, an denen vermeidbare Katastrophen
stattfanden. Orte, an denen Menschen zu
Tode kamen, weil Sicherheitskonzepte
versagten oder schlicht nicht vorhanden
waren. In Biel wurde das eidgenössische
Turnfest innerhalb einer Woche zwei Mal
von einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h heimgesucht.
Noch wenige Minuten vor dem zweiten
Sturm herrschte bestes Wetter vor Ort.
Die Entscheidung zur kompletten Evakuation des Veranstaltungsgeländes durch
die Organisatoren wurde erst nach Eintreffen des Unwetters getroffen. Der
Sturm forderte 84 Verletzte, ein Mann
erlag seinen schweren Verletzungen anderthalb Jahre später im Spital. Ein Beratervertrag mit einem Wetterdienst, wie
dies sonst bei vergleichbaren Events üblich ist, bestand laut «Schweiz am Sonntag» nicht. Mehrere Wetterdienste gaben
rund eine Stunde, bevor das Unwetter
über Biel herzog, eine Unwetterwarnung
für dieses Gebiet heraus.
Bei einem Fussballspiel 1989 zwischen dem FC Liverpool und Nottingham
Forest wurden im Hillsborough-Stadion
in Sheffield 96 Menschen erdrückt, über
700 wurden verletzt. Durch eine Fehlentscheidung der Polizei wurde ein Tor geöffnet, durch das die Fans unkontrolliert in
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
den Mittelblock stürmten. Die nachströmenden Menschen erdrückten die am
Gitter stehenden oder bereits gefallenen
Menschen.
Beim Loveparade-Unglück in Duisburg 2010 starben 21 Menschen. Für die
Besucher dieses Massenevents stand nur
ein Ein- und Ausgang mit einer viel zu
geringen Kapazität zur Verfügung. Trotz
offensichtlicher Mängel im Bereich Infrastruktur und Sicherheitskonzept wurde
die Veranstaltung genehmigt und von
einem wenig erfahrenen Veranstalter
durchgeführt. Bei diesem Unglück lag
noch kein «Notfall» vor, das Einlasskonzept scheiterte schon am «ganz normalen» Betrieb.
Massnahmen und Konsequenzen
Genau eine Woche nach der Loveparade
in Duisburg war die Streetparade 2010 in
Zürich geplant. Nach dem Unglück waren
die Behörden aufgeschreckt: Kann so
etwas wie in Duisburg auch in Zürich
passieren? Ist die Streetparade sicher?
Was muss unternommen werden, um die
Streetparade noch sicherer zu machen?
Innerhalb weniger Tage wurden mehrere
Die Bühne des Falk-Lorelei-Open-Airs in Siebnen (SZ) nach einem Unwetter. Foto: Wortfeger Media
BILDUNG
Veranstaltungssicherheit und
Veranstaltungstechnik
RISIKOMATRIX
Mit der Risikomatrix können
die Risiken einer Veranstaltung
im Voraus eingeordnet werden
und mittels geeigneten Massnahmen
in einen akzeptablen Bereich
gebracht werden.
Quelle: Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit 2014, Die Sicherheit einer Veranstaltung – Eine Kultur der Verantwortung.
100 Strassen-Poller abgebaut, grosse
Notausgangsbanner montiert – das ganze
Sicherheitskonzept wurde überarbeitet.
Zudem entstand in Zürich innerhalb der
Stadtpolizei eine Abteilung «Crowd Management», welche die Sicherheit vor jeder Grossveranstaltung im öffentlichen
Raum beurteilt.
In Deutschland änderte man Gesetze,
der Ruf nach Sicherheitsverantwortlichen
wurde laut. In der Folge entstanden Weiterbildungsangebote im Bereich Veranstaltungssicherheit. In der Schweiz bietet
das Unternehmen SHoch3 eine 7-tägige
Grundausbildung an, bisher kam aufgrund
der geringen Teilnehmerzahl aber noch
kein Kurs zustande.
Warum ein Sicherheitskonzept?
Was soll in einem Sicherheitskonzept enthalten sein? Wer kann ein solches verfassen und wer hat das Know-how, dieses zu
prüfen? Generell gilt: Je grösser der Ort,
desto mehr Erfahrungen mit Veranstaltungen liegen vor, desto detaillierter sind
in der Regel die Anforderungen an ein
Sicherheitskonzept und umso mehr Knowhow liegt vor, dieses auch zu prüfen. Von
Gesetzes wegen kann in der Schweiz jeder
ein Sicherheitskonzept verfassen, ob die
notwendige Fachkompetenz und Erfahrung vorliegen, ist dabei eine andere
Frage. An immer mehr Orten machen die
Behörden ein Sicherheitskonzept zur Auflage für die Durchführung einer Veranstaltung.
19
Mit dem Sicherheitskonzept steht dem
Veranstalter quasi eine Betriebsanleitung für seinen Event zur Verfügung. Ein
Sicherheitskonzept kann Schwachstellen im Veranstaltungskonzept aufzeigen.
Bei Störungen hat der Veranstalter die
Möglichkeit, auf zuvor festgelegte Strukturen und Massnahmen zurückzugreifen.
Ausserdem kann er im Ereignisfall mithilfe des Sicherheitskonzepts nachweisen, welche Massnahmen er getroffen
und für die Behebung von Störungen vorbereitet hat.
´´ Neu:
Die Veranstaltungstechnik bringt potenzielle Gefährdungen durch Installationen
wie Bühnen, Delay Tower, Lichttraversen
und Kabelführungen ins Spiel. Insbesondere bei Open-Air-Veranstaltungen, bei
denen von Naturgefahren auszugehen ist,
steigt das Risiko mit dieser Kombination
ohne Gegenmassnahmen enorm an. Aber
auch im Innenbereich können beispielsweise Hindernisse in den Fluchtwegen
oder ungenügend gesicherte technische
Einrichtungen zur Katastrophe führen.
Die Veranstaltungstechnikbranche
kann massgeblich zu mehr Sicherheit bei
Veranstaltungen beitragen. Was macht
eine Veranstaltung sicher? Gibt es eine
absolute Sicherheit? Welche gesetzlichen Bestimmungen gelten in der
Schweiz? Wer hat Erfahrungen auf diesem Gebiet und welches sind die offiziellen Stellen?
Für die Beantwortung dieser Fragen
gibt es in der Schweiz bislang nur wenige
umfassenden Dokumente, Arbeitsanweisungen und Fachausbildungen.
Zum Autor:
Tilman Albrecht ist Meister für Veranstaltungstechnik und Fachmeister für Veranstaltungssicherheit. Er entwickelt Sicherheitskonzepte und
ist im Bereich Veranstaltungstechnik mit seinem
Unternehmen Eventuality tätig. Am Projekt
Eventfragen.ch ist er massgeblich für den Inhalt
verantwortlich.
www.eventuality.ch
Eventfragen.ch
Als einer der wichtigsten Player in der privaten Kulturförderung ist
Migros-Kulturprozent darauf bedacht, dass Veranstaltungen auf einem hohen
Sicherheitsniveau durchgeführt werden können. Deshalb hat das MigrosKulturprozent in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten das Online-Portal
eventfragen.ch produziert und stellt dieses allen interessierten Gruppen
unentgeltlich im Internet zur Verfügung.
Eventfragen.ch soll sich zu einer Wissensplattform entwickeln und dereinst
zum anerkannten Branchen-Nachschlagewerk werden. Eventschaffende können
über die Website Informationen über die Vorbereitung und Durchführung von
Veranstaltungen abrufen – und den Inhalt durch eigene Inputs ergänzen.
Folgende Punkte spielen eine zentrale Rolle:
1.Sammeln und Erläutern von Gesetzen, Verordnungen und Regelwerken zum
Thema Veranstaltungssicherheit
2.Informationen zu Themen wie Sicherheitskonzepte, Gefährdungsanalysen und
Crowd Management
3.Branchennews aus dem In- und Ausland (im Aufbau)
4.Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten national und international
www.eventfragen.ch
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
20
BILDUNG
Rückblick erster VF-Jahrgang
Rund 25 Personen trafen sich Ende Oktober bei der Kilchenmann AG in Bern zum
Austausch über die Grundausbildung Veranstaltungsfachfrau/-mann (VF). Im Zentrum
stand der Rückblick auf den ersten Jahrgang, der seine Lehre diesen Sommer
abgeschlossen hat. Die Verantwortlichen von Verband, überbetriebliche Kurse (üK)
und Berufsschule standen Rede und Antwort.
Te x t & foto: Be a Linder
Nach einer kurzen Firmenpräsentation
durch Marc Seiler, CFO Kilchenmann AG,
eröffnete Henning Buhmann, Teamleiter
Supportunit bei Habegger AG, sein letztes
von ihm organisiertes Ausbildnertreffen.
Jörg Gantenbein, Vorstandsmitglied svtbastt, verantwortlich für die üK und Mitglied der Prüfungskommission, nannte
die beachtliche Anzahl von 80 Personen,
die sich für die Ausbildung der künftigen
Veranstaltungsfachfrauen und -männer
einsetzen.
Einer davon ist René Felder, Berufskundelehrer an der technischen Berufsschule Zürich (TBZ). Er stellte den Anwesenden den Lehrplan vor und betonte,
welchen Stellenwert die praktische Ausbildung habe. Dafür seien zahlreiche
Geräte notwendig, deren Beschaffung
nicht immer einfach sei. Es gehe darum,
dass in der Berufsschule alle den gleichen
Wissenstand erlangen, z. B. im Bereich
Videotechnik, den nicht alle Ausbildungsbetriebe anbieten. Man bemühe sich, dass
alle Lernende die Geräte selbst ausprobieren können. Dies sei aufgrund der
Klassengrösse – der Jahrgang VF 14 hat
beispielsweise 31 Lernende – eine echte
Herausforderung.
Die Berufskundelehrer arbeiten alle
im jeweiligen Berufsfeld und bringen
grosse Praxiserfahrung mit. Sie haben
die Schulungsunterlagen selbst erarbeitet und sind aufgrund der technischen
Entwicklung bereits wieder mit der Überarbeitung beschäftigt.
Ein Ausbildner erkundigte sich nach
der Vermittlung von BühnentechnikKenntnissen, da er ein Manko bei seinen
Lernenden in diesem Bereich feststelle.
René Felder und Jörg Gantenbein infor-
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
Beim Apéro, offeriert von der Kilchenmann AG,
konnten sich die Ausbildner ausgiebig austauschen.
mierten über die bereits vorhanden Bühnenelemente sowie sämtliche Arten von
Anschlagmittel und geplanten Anschaffungen wie beispielsweise Handkonterzug, Schnittmodelle von Motoren und
Truss-Element. Der Ausbildungsbetrieb
sei jedoch auch in der Pflicht, nur so funktioniere das Ausbildungsdreieck von Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und üK
erfolgreich.
Unterstützung für Ausbildungsbetriebe
In der Rolle des Chefexperten berichtete
Christian Frick über das erste Qualifikationsverfahren (QV). Die Durchführung
wäre sehr anspruchsvoll gewesen. Resultat sei ein vierseitiges Dokument mit zu
verbesserungswürdigen Punkten. Dazu
gehören unter anderem, die Formulare
für die individuelle Vertiefungsarbeit (IPA)
handlicher zu gestalten und diese stärker
an dem Bildungsplan und der Bildungsverordnung auszurichten.
Ausbildnern mit Fragen zum QV seitens Ausbildungsbetrieb wird empfohlen,
sich mit Betrieben auszutauschen, die
diesen Sommer einen Lernenden im QV
begleitet haben. Jörg Gantenbein weist
darauf hin, dass die vorgesetzten Fachkräfte (vFK) der Lernenden im vierten
Lehrjahr jeweils zu einem Infoabend eingeladen werden. Dort wird auf den Inhalt
der IPA im Detail eingegangen, sämtliche
Fragen können gestellt werden. Es ist geplant, die Termine rund ums QV jedes Jahr
gleich anzusetzen, damit sich ein «Rhythmus» für die Ausbildungsbetriebe ergibt.
Aus Sicht des Mittelschul- und Berufsbildungsamts des Kantons Zürich informierte Berufsinspektorin Fiorella Moretton. Bis jetzt seien nicht viele Fragen im
Zusammenhang mit der neuen Grundausbildung VF eingegangen. Fiorella Moretton
kläre beispielsweise, ob sich ein Betrieb
für die Lernenden-Ausbildung eignet, oder
beantworte Fragen zum Thema Arbeitszeiten. Sie verwies auf die gesetzlichen
Grundlagen, die auch die Spezialfälle regeln, wie sie in der Veranstaltungstechnikbranche anzutreffen sind. Lernende, die
das 18. Altersjahr erreicht haben, können
grundsätzlich wie «normale» Angestellte
eingeteilt werden. Sie bat jedoch die Ausbildungsbetriebe, die notwendige Verantwortung wahrzunehmen. Lernende, die
beispielsweise am nächsten Tag Schule
haben, sollten spätestens um 20 Uhr nach
Hause geschickt werden.
Jörg Gantenbein dankte Henning Buhmann im Namen des Verbandes für seinen
grossartigen Einsatz als Organisator
von insgesamt elf Ausbildnertreffen und
überreichte ihm zwei kleine Geschenke.
Es wird ein Nachfolger gesucht. Interessenten melden sich bitte bei der Geschäftsstelle ([email protected]).
´´ Das nächste Ausbildnertreffen
findet im Rahmen der Mitgliederversammlung svtb-astt im April 2016
in Basel statt.
BILDUNG
Kursangebote
21
Detaillierte Angaben und weitere Kurse
siehe Websites der jeweiligen Anbieter
svtb-astt
Überbetriebliche Kurse Veranstaltungsfachfrau/-mann
siehe www.veranstaltungsfachmann.ch
Ausbildner-Treffen
Im Rahmen der Mitgliederversammlung svtb-astt, April 2016, Basel
www.svtb-astt.ch
[email protected]
ffton Fachschule für Tontechnik Zürich
Lehrgang Tontechniker/-in mit eidg. Fachausweis;
Dauer: 2 Jahre; Beginn: 21. August 2017.
Anmeldeschluss: 28. April 2017.
www.ffton.ch
SHRV • Schweizerischer Höhenarbeiten und Rigging Verband
HöhenarbeitenLevel 1:
11.–15. Januar 2016, Bern 14.–18. März 2016, Bern 23.–27. Mai 2016, Sargans 4.–8. Juli 2016, Bern 5.–9. September 2016, Bern 7.–11. November 2016, Meiringen www.shrv.ch/schulung/kursdaten
Level 2:25.–29. Januar 2016, Meiringen
Level 3:
19. und 20. Mai 2016 (Theorie), Sargans
27.–29. Juni 2016 (Praxis), Sargans
RefresherLevel 1–3:
8. Januar 2016, Bern
7. März 2016, Sargans
9. Mai 2016, Bern
24. Juni 2016, Meiringen
22. August 2016, Bern
24. Oktober 2016, Sargans
25. November 2016, Meiringen
Anschlägerkurse:
8.–10. Februar 2016, Baden
TTS Tontechnikschule
Ausbildungslehrgang Tontechnik mit eidg. Fachausweis; Dauer: 2 Jahre,
nächster Beginn voraussichtlich im Herbst 2017.
AV-Fachseminare, Details siehe Website
www.tontechnikschule.ch
1-tägige Kurse und Workshops zu verschiedenen Themen
Modeco – Schweizerische Fachschule für Mode und Gestaltung
– Fachausbildung Theaterschneiderin (Berufliche Fortbildung):
Beginn: 22. August 2016.
Informationsveranstaltung am 28. Januar 2016, 18 Uhr.
Neue Aufnahmebedingungen siehe Seite 21 und Website.
www.modeco.ch
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
22
RECHT
Zahlungsfristen im
Geschäftsverkehr
Zahlungsfristen auf Rechnungen sind in der Schweiz üblich. Besteht aber ein
gesetzlicher Anspruch auf eine Frist von 10 bis 30 Tagen? Bis wann läuft eine solche?
Und wie verhält es sich mit den Mahnungen? Wie viele Mahnungen sind nötig,
um eine Betreibung einzuleiten? Die folgenden Ausführungen räumen auf mit landläufigen Irrtümern.
text: MLaw Markus Güdel
Viele gehen davon aus, dass ein Anspruch
auf den Satz «zahlbar innert 30 Tagen»
besteht. Dem ist aber nicht so. Wann eine
Geldforderung «fällig» – also zu bezahlen
– ist, hängt vom jeweiligen Vertragstyp ab.
Veranstaltungstechnikdienstleistungen
lassen sich grob gesagt in Werkvertragsund Auftragskomponenten unterteilen
(vgl. frühere Beiträge). Gemäss Gesetz ist
ein Honorar fällig, wenn
´´ der Auftrag abgeschlossen ist;
´´ das Werk vollendet ist und damit die Arbeit daran beendet ist.
Haben sich die Parteien bei Vertragsabschluss für Veranstaltungstechnikdienstleistungen auf keine Zahlungsfrist geeinigt, ist der Bezüger der Dienstleistung
verpflichtet, spätestens nach Ende der
Dienstleistungen den (rechtmässig) geforderten Betrag zu begleichen.
´´ Hinweis: Auch bei Kaufverträgen
sieht das Gesetz grundsätzlich eine
solche Vertragsabwicklung «Zug um
Zug» vor. Ein Warenbezug gegen
Rechnung ist lediglich ein einseitiges
Entgegenkommen seitens des Verkäufers.
Änderungen durch Absprache möglich
Das Gesetz verbietet den Parteien indes
nicht, sich betreffend Zahlungsmodalitäten über andere Fristen (kürzer wie länger) zu einigen. Entweder geschieht dies
bei der Vereinbarung zur Zusammenar-
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
beit aufgrund der Zustimmung beider
Parteien oder bei Rechnungsstellung aus
«Goodwill» des Gläubigers.
Eine gewährte Zahlungsfrist beginnt
nicht am Tag der Rechnungsstellung zu
laufen, sondern erst mit Empfang der
Rechnung durch den Schuldner. Der Empfänger hat also 30 Tage nach Empfang
Zeit, die Rechnung zu begleichen.
Geldschulden sind Bringschulden. Gewährt der Verkäufer eine 30-tägige Zahlungsfrist, so muss das Geld spätestens
am letzten Tag dieser Frist auf seinem
Konto gutgeschrieben sein. Abwicklungsprobleme und Verzögerungen sind vom
Schuldner entsprechend zu berücksichtigen.
Mahnungen sind freiwillig
Das Gesetz sieht keine Verpflichtung vor,
den Schuldner vor der Anhebung einer
Betreibung zu mahnen. Für den Erfolg der
Betreibung muss die Forderung lediglich
genau bestimmbar und fällig sein. Anderes gilt nur für die Verzugszinsen, die erst
nach erfolgter Mahnung gefordert werden
können.
Es ist daher vorteilhaft, mit einem eingeschriebenen Brief eine Mahnung auszusprechen. Bei eingeschriebener Zustellung ist es für den Gläubiger einfacher, die
Kenntnisnahme des Zahlungsverzugs
durch den Schuldner zu beweisen. So
lässt sich zum Beispiel der Zeitpunkt
des Verzugszinses (welcher ab Kenntnis
des Schuldners über die Verzugssetzung
durch den Gläubiger zu laufen beginnt)
einfacher beweisen.
Der Empfänger
hat 30 Tage nach
Empfang Zeit,
die Rechnung zu
begleichen.
Zahlungsfristen und Mahnungen vor Betreibungsanhebungen sind in der Schweiz
jedoch üblich. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass zu harte Gangarten in der
Rechnungsbewirtschaftung zu einem Kundenabfluss und negativer Ansehnlichkeit
im Geschäftsverkehr führen kann.
Zusammenfassung
Eine Vergütung für Dienstleistungen
im Veranstaltungstechnikbereich muss
grundsätzlich nach Abschluss der Dienstleistung bezahlt werden. Zahlungsfristen bestehen von Gesetzes wegen keine.
Auch Mahnungen sind nicht notwendig,
um eine Betreibung einzuleiten. Es empfiehlt sich aus beweistechnischen Gründen, eine Mahnung eingeschrieben zustellen zu lassen.
Zum Autor:
MLaw Markus Güdel ist Lichtdesigner für
Theater- und Musicalprojekte und Geschäftsleiter
der Lightvision Lichttechnik GmbH in Luzern.
Er war von 2011 bis Ende 2014 juristischer
Mitarbeiter bei der Advokatur Sury AG Luzern
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Bereich Kulturrecht und Firmenrecht (Beratung
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extrem homogenen Ausleuchtung von Flächen begeistert. Das LED-System mit acht Farben (RGBA),
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Die Flächenleuchte hat vier individuell ansteuerbare Segmente, wodurch sich kreative Möglichkeiten
und softe Farbverläufe ergeben. Die Farbmischung erfolgt wahlweise im 8-Bit- oder 16-Bit-Modus.
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Das flexible Rigging-System und die verstellbaren Füsse (+/– 5 Grad) lassen eine schnelle Positionierung zu. Angewinkelte und versenkte Steckverbindungen ermöglichen eine saubere Installation
und vermeiden Stolperfallen. Aufgrund Ihres integrierten Ethernet-DMX-Node kann die Dalis auch
als Wandler von RDM, Art-Net und sACN in DMX genutzt werden. www.ecm-sa.ch
Robuste GDV-Verlängerungskabel
Die Max Hauri AG entwickelt und produziert hochwertige Verlängerungskabel mit angespritzten
Steckern und Kupplungen. Die Kabeltypen TD, GD oder PUR sind in der Veranstaltungstechnik sehr
beliebt. Bei den GDV-Verlängerungen (H07RN-F 3 x 1.5 mm2) sind beidseitig Schrumpfschläuche
aufgezogen, um die Kabelbeschriftung optimal zu schützen. Die GDV-Verlängerungen sind flexibel,
ideal für den Ausseneinsatz und geeignet für die Bühnentechnik.
Ein qualitativ hochwertiges Verlängerungskabel und ein zusätzlicher Zugentlastungsclip für höchste Abzugswerte sind zwei der vielen Vorteile. Für eigene Konfektionen verkauft Max Hauri 100-mRinge-Kabel und entsprechende Steckkontakte (Gummi- oder TH-Stecker). Auf Wunsch stellt das
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Leopard von Meyer Sound:
Erste Systeme in der Schweiz ausgeliefert
Meyer Sound hat auf der diesjährigen Prolight + Sound in Frankfurt das neue Line-Array-System
Leopard präsentiert. In Verbindung mit dem «Low-Frequency Control Element» 900-LFC setzt Meyer
Sound neue Standards im Ultra-Low-Distortion-Bereich und optimiert das Leistung-pro-GewichtVerhältnis. Dank eingebauter Low-Mid-Array-Entzerrung sind die Leopard-Lautsprecher für ein
Array aus sechs oder mehr Elementen bereits optimiert. Durch die kompakte Grösse können sie
flexibel eingesetzt und auch in kleineren Lokalitäten verwendet werden.
Zum ersten Mal in der Schweiz eingesetzt wurde Leopard beim Montreux Jazz Festival 2015. Im
Montreux Jazz Lab wurde die komplette Beschallung für rund 2000 Personen damit realisiert. Bereits
seit 29 Jahren beliefert Meyer Sound das Montreux Jazz Festival und bemüht sich jährlich, die hohen
Anforderungen erneut zu übertreffen. www.tonspur.ch
RDLs DanteTM-fähiges System Format-A für Audioprodukte
Das System Format-A von Radio Design Labs (RDL) ist eine bewährte Reihe von kompatiblen Produkten, die Audiosignale über Standard-CAT-Kabel und -Stecker sendet, empfängt und verteilt. DanteTM
indessen ist eine umfassende und zuverlässige Lösung zur Audioverteilung Hunderter Kanäle
ohne Kompression und mit extrem niedriger Latenz. RDLs Format-A/Dante-Interfacemodule bilden
schliesslich die Schnittstellen beider Systeme und ermöglichen dadurch die flexible örtliche Absetzung der gewünschten Eingangs- und Ausgangspunkte durch einfache CAT-Verbindungen. Übertragungsdistanzen von über 600 Metern, Daisy Chaining sowie eine grosse Auswahl von Empfängermodulen, Verstärkern, Kopfhörerverstärkern, Mikrofon-/Line-XLR und Stereo-Audio-Modulen
machen das System extrem flexibel.
Am 1. Oktober 2015 hat die Contrik AG die Vertretung von RDL für die Schweiz und Liechtenstein
übernommen. www.contrik.ch
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
MARKT
25
Mit der Digitalisierung Schritt halten
Die light & sound vom 9. bis zum 11. Oktober 2016 wartet mit einer Premiere auf: Zum ersten
Mal wird parallel die Integrated Media Solutions – kurz IMS – veranstaltet. Die Plattform
ist die Antwort auf die rasant fortschreitende Digitalisierung. Denn längst ist die Veranstaltungsbranche über die Bereiche Licht und Sound hinausgewachsen. Dem trägt die Schweizer
Branchenmesse Rechnung und präsentiert die gesamte Veranstaltungs-, System- und Medientechnik-Branche unter einem Dach.
Te x t: Daniela Imsand, Messe Luzern
Die Digitalisierung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Imagevideos, digitale Signalisationen oder Touchscreens – wir werden damit im Eingangsbereich empfangen, auf dem Weg unterhalten, geleitet oder informiert. Damit
dies überhaupt funktioniert, müssen
Licht-, Ton- und Bild-Anwendungen optimal aufeinander abgestimmt sein und
miteinander interagieren.
Eine Branche im Wandel
Diese Vernetzung und Integration von
verschiedenen Technologien ist die Zukunft der Veranstaltungsbranche. Sie ist
schnelllebig und entsprechend ständigen
Veränderungen ausgesetzt. Mit der Verschmelzung von Technologie entstehen
neue Bedürfnisse und Märkte. Eine stärkere Bedeutung gewinnen deshalb integrierte Systeme, die mehrere Komponenten aus der Medientechnik störungsfrei
miteinander verbinden. Diese neuen technischen Möglichkeiten verändern wiederum das Marketing und die Ansprüche von
kleinen und grossen Unternehmen. Als
führende nationale Fachmesse für Veranstaltungs- und Medientechnik nimmt die
light & sound in Luzern diese Entwicklung
auf und zeigt neu auch integrierte Systemlösungen im Einsatz direkt vor Ort – auf
der Integrated Media Solutions (IMS).
IMS – für die Zukunft der Branche
Die Integrated Media Solutions ist eine
separate Plattform und komplett auf den
Schweizer Markt ausgerichtet. Hersteller,
Händler und Systemintegratoren von
Medientechnik-Systemen, Audio und Bild/
Video erhalten dort die Möglichkeit, ihre
Kommunikationslösungen dem Fachpublikum zu präsentieren und Wissen zu ver-
Die Messe light & sound 2016 nimmt mit der Integrated Media Solution (IMS) eine neue
Sparte in ihr Konzept auf. mitteln. Die Integrated Media Solutions
bietet Raum für neue Ideen, Lösungsansätze und Trends. Da die light & sound und
IMS parallel stattfinden, können Synergien geschaffen, neue Kundengruppen
gewonnen werden und die Branche vernetzt sich auf einer weiteren Ebene.
Bewährtes weiterführen
Selbstverständlich zeigt die light & sound
erneut den aktuellen Stand der klassischen Veranstaltungstechnik sowie hochwertige und neue Produkte. Sie lädt zum
Networking, zum persönlichen Austausch
und zur Kontaktpflege in der Branche ein.
Das Rahmenprogramm ist ein zusätzlicher Besuchermagnet und wird von erfahrenen Fachpersonen zusammen mit
den Ausstellern und Verbänden zurzeit
(Foto: zVg)
erarbeitet. In Form von Fachreferaten,
Produktpräsentationen oder mit Workshops werden aktuelle Branchenthemen
vertieft und bieten den Besuchern eine
spannende Informationsbörse. Die light &
sound zusammen mit der IMS bilden die
Plattform für den Weg in die mediale Zukunft.
light & sound und IMS in Kürze
–Datum: 9. bis 11. Oktober 2016
–Dauer: 3 Tage
–Turnus: alle zwei Jahre
– 3000 Besucher
– 75 Aussteller
– Weitere Informationen light & sound:
lightandsound.ch
– Weitere Informationen IMS:
ims-expo.ch
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
26
VERFOLGER
Lucas
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Lucas Hallauer ist 27 Jahre alt und
arbeitet als Assistent der technischen Leitung bei der Eclipse AG in
Biel. Im Sommer schloss er die
vierjährige Ausbildung zum Veranstaltungsfachmann (VF) ab. In
seiner Freizeit engagiert er sich für
«Pod’Ring», die Kulturwoche in
der Bieler Altstadt, im «One80»,
einem Bike- und Snowboard-Shop in
Studen, oder als Veranstalter und
Organisator von «2seasons: End of
Season», einer Party mit Film
oder Fotocontest. Für die Bieler Band
Farbraum ist er für die Visuals zuständig.
Sie haben im Sommer Ihre VF-Lehre
abgeschlossen. Was kommt Ihnen
spontan in den Sinn, wenn Sie an Ihre
Lehrzeit zurückdenken?
Für mich waren es vier sehr spannende
Jahre mit Einblick in viele verschiedene
Gebiete der Veranstaltungstechnik.
Mir kommen natürlich auch die Leute in
den Sinn, mit denen ich zur Schule gegangen bin und lustige Erlebnisse hatte.
Zum Beispiel der obligate Besuch vom
stellvertretenden Abteilungsleiter
Herrn Muggli mit seinen gelben Absenzenzetteln (Anm. Red.: siehe Proscenium 3/15, Seite 7).
Haben Sie Morgenrituale und wenn ja,
welche?
Ich glaube, mein einziges Morgenritual ist, den Wecker etwa 1000-mal auf
Schlummern zu stellen und erst im
letzten Augenblick aufzustehen. Das
funktioniert ziemlich gut.
ProScenium Nr. 4 – NOVEMBER 2015
Lucas «Lücu» Hallauer
verbringt die Wochenenden im Winter am
liebsten auf seinem
Snowboard im Skigebiet
Grindelwald.
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Ich erwache früh morgens super erholt
und durch die Fensterläden schimmert
ein weisses Licht. Draussen liegt ein
halber Meter frischer Pulverschnee.
Meine Kollegen schlafen nebenan im
Wohnzimmer auf der Couch und nachdem wir kurz gefrühstückt haben,
sind wir schon auf dem Weg zum Berg.
Nach einem Tag fast ohne eine einzige
Pause und vielen «Powdersprays»
sitzen wir im Dorf, trinken gemütlich ein
Bier und lassen uns den Tag nochmals
durch den Kopf gehen.
Wo waren Sie zuletzt in den Ferien?
Puh … so richtige Ferien hatte ich irgendwie schon lange nicht mehr. Im
Winter bin ich so oft wie möglich in
unserer kleinen Wohnung in Grindelwald und geniesse das immer sehr.
Für welchen Weltstar würden Sie die
Bühne gerne technisch ausrüsten?
Das ist zwar kein Weltstar, aber für
den Eurovision Song Contest das
technische Konzept zu erstellen, wäre
sicher der Wahnsinn. Wenn ich sehe,
welche Möglichkeiten sich da bieten –
eine Freude für jedes Technikerherz.
Was würden Sie gerne gut/
besser können?
Ich bin nicht immer der Ordentlichste
und denke, dass ich mir da von anderen
eine Scheibe abschneiden könnte.
Welches Tier wären Sie gerne?
Ich glaube, am liebsten wäre ich ein
Vogel. Fliegen war schon immer
ein grosser Traum von mir und als
Vogel wäre das natürlich kein Problem
mehr. Vielleicht eine Krähe? Das
sind sehr verspielte Tierchen, die wahrscheinlich jeden Tag den Plausch
haben.
Und schliesslich: Wen sollen wir in der
nächsten Ausgabe verfolgen?
Jay Schuetz, 26, Veranstalter und Techniker mit viel Herz. Seit Anfang 2014
ist er Gründer, Geschäftsinhaber, Chef,
einziger Angestellter und Kaffeetrinker
der Allez! GmbH in Biel.
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052 213 44 33
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