Presse-Information - Eschborn

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Presse-Information - Eschborn
Presse-Information
Interessenkonflikt für Jörg Werner bei Eschborn-Frankfurt?
Kristoff und Martin führen das Klassefeld an
Organisatoren hoffen auf Degenkolb-Comeback am 1. Mai
Eigentlich sollte Tony Martin am Ende der Klassikersaison die Beine hochlegen. Ausruhen,
durchschnaufen vor dem ersten Saisonhöhepunkt im Sommer. Die Tour de France lockt den
Zeitfahrspezialisten, der am Samstag seinen 31. Geburtstag feiert (23. April). Im Vorjahr fuhr Martin
bei seinem Etappensieg ins begehrte Gelbe Trikot, stürzte aber auf der Folgeetappe und musste
verletzt aufgeben. Schöne, gleichsam aber auch schmerzhafte Erinnerungen für den in Eschborn
aufgewachsenen mehrfachen Weltmeister im Rennen gegen die Uhr, der es sich aber nicht nehmen
lässt, am 1. Mai beim deutschen Frühjahrsklassiker Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt
dabei zu sein. „Für Tony ist es eine Rückkehr in seine Heimat“, sagt sein Manager Jörg Werner und
somit immer auch etwas Besonderes für den Profi aus der belgischen Equipe Etixx-Quick Step. Ein
Sieg in Frankfurt fehlt ihm bekanntlich ja noch. "Eigentlich hat er Pause, aber das Rennen ist ihm so
wichtig, dass er seine Pause unterbricht", sagt Werner. Nach dem anstrengenden Frühjahr sind
Martins Beine müde. Werner warnt deshalb vor einer zu großen Erwartungshaltung: „Es kann gut
gehen, es muss aber nicht.“
Den Sieg im Visier hat am 1. Mai ganz sicher der Norweger Alexander Kristoff - der Titelverteidiger
aus dem Jahr 2014. Nach der Absage des Rennens im Vorjahr möchte der Kapitän der russischen
Katusha-Mannschaft auch bei der 55. Auflage vorne reinfahren. Zuzutrauen ist es dem schnellen
Mann aus Skandinavien. Kristoff zählt zu den besten Sprintern der Welt, weiß sich auch auf schwerem
Terrain zu behaupten. Im vergangenen Jahr gewann er die Flandern-Rundfahrt, 2014 raste Kristoff bei
Mailand-Sanremo und den Hamburg Cyclassics zum Sieg.
In der vergangenen Saison dominierten Alexander Kristoff und John Degenkolb die
Frühjahrsklassiker. Der angekündigte Showdown bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt
fiel vor einem Jahr bekanntlich aus. Am Vorabend des 1. Mai 2015 mussten die Organisatoren das
Rennen wegen Terrorgefahr absagen.
Eine Wiederholung des Zweikampfes wird es diesmal nicht geben. Degenkolb befindet nach seinem
schweren Trainingsunfall weiterhin im Aufbautraining. Sein Start in Frankfurt ist zwar angedacht „und
sein Ziel“, verrät Jörg Werner: „Noch ist es aber nicht zu 100 Prozent sicher. Natürlich hoffen wir alle,
dass er bei seinem Heimrennen startet.“
Der Vorjahressieger von Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix war im Trainingslager im spanischen
Calpe am 23. Januar bei einem Unfall zu schweren Schaden gekommen. Eine 73 Jahre alte Britin war
mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und in die siebenköpfige Trainingsgruppe um den
Kapitän des Teams Giant-Alpecin gerast. Dabei brach sich der 27 Jahre alte Klassikerspezialist den
Unterarm, zog sich Schnittwunden an Oberschenkel, Unterarm und Lippe zu. Fünf Operationen
folgten. Sein linker Zeigefinger konnte nur durch eine Knochentransplantation aus der Hüfte gerettet
werden.
„Natürlich möchte ich gerne in Frankfurt dabei sein, daran liegt mir viel“, sagt John Degenkolb. „Dieses
Rennen besitzt für mich einen ganz besonderen Stellenwert.“ Das letzte Wort haben aber die Ärzte.
„Es wäre schon ein großer Erfolg, wenn er überhaupt am Start steht“, sagt Werner. Dabei sei es völlig
egal, welches Ergebnis am Ende herauskomme.
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Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt am 1. Mai im hr-fernsehen: 12 – 17 Uhr
Internet-Adressen: www.eschborn-frankfurt.de + www.skate-challenge.de
Informationen, E-Mail-Texte, Fotos: Angelika Müller, Passavantstraße 19, 60596 Frankfurt am Main
Tel. 0049-69-69 76 95 05, Fax 0049-69-69 76 95 06, E-Mail: [email protected]
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Sicher am Start stehen wird Degenkolbs Giant-Alpecin-Teamkollege Simon Geschke. Der 30 Jahre
alte Berliner feierte im vergangenen Jahr bei der Tour de France seinen größten Erfolg, als er die
schwere Bergetappe von Digne-les-Bains nach Pra-Loup als Solist für sich entscheiden konnte.
Das Feld der WorldTeams komplettiert die französische Equipe Ag2R-La Mondiale mit ihrem Kapitän
und Tour de France-Etappensieger Samuel Dumoulin. Aus Italien haben sich der ehemalige Giro
d'Italia-Sieger Damiano Cunego (Nippo-Vini Fantini) und der einstige Mailand-Sanremo-Triumphator
Filippo Pozzato (Southeast Venezuela) angekündigt.
Um den Sieg wollen am Tag der Arbeit auch die beiden deutschen ProContinental-Teams Bora-Argon
18 und Stölting Service Group mitfahren. Letztere haben einen zweimaligen 1. Mai-Sieger in ihren
Reihen: Fabian Wegmann stand 2009 und 2010 in Frankfurt ganz oben auf dem Siegertreppchen.
„Dieses Rennen“, sagt Wegmann, „zählt zu meinen absoluten Highlights“. Nur allzu gerne würde der
mittlerweile 35 Jahre alte Routinier in zehn Tagen ein drittes Mal in Frankfurt triumphieren. Sollte es
am Ende zum Sprint kommen, dürfte sein Teamkollege Gerald Ciolek ein Wörtchen mitreden können.
Der Mailand-Sanremo-Sieger von 2013 belegte 2006 am Fuße des Henninger-Turms den zweiten
Platz. Auf dem Treppchen stand 2012 auch schon Bora-Profi Dominik Nerz. Auch er musste sich mit
Platz zwei begnügen. „In diesem Jahr darf es ruhig noch eine Stufe hoch gehen“, sagt der sich in
diesem Frühjahr in guter Form präsentierende Nerz.
Neben den vier WorldTeams und zwölf ProContinantal-Mannschaften haben auch sieben ContinentalRadsportgruppen gemeldet. Darunter Leopard Pro Cycling aus Luxemburg mit dem Sportlichen Leiter
Jörg Werner. „Für uns ist das ein Saison-Highlight“, sagt der Manager von Tony Martin und John
Degenkolb, der am 1. Mai im Begleitfahrzeug von Leopard sitzen wird. Einen Interessenskonflikt sieht
der Radsportmanager dabei nicht. „Natürlich ist das eine lustige Situation“, gesteht Werner, „ich sitze
im Auto, und ich werde natürlich jede Gruppe zufahren lassen, in der Tony und John drinnen sind.“
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Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt am 1. Mai im hr-fernsehen: 12 – 17 Uhr
Internet-Adressen: www.eschborn-frankfurt.de + www.skate-challenge.de
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