Skript EDV für Fortgeschrittene
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Skript EDV für Fortgeschrittene
EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann VHS Völkermarkt Sommersemester 2006 Über dieses Skript Dieses Skript wurde als Begleitlektüre für den VHS-Kurs „EDV für Fortgeschrittene“ im Sommersemester 2006 erstellt. Da sich dieses Skript an Absolventen früherer EDV-Kurse an der VHS Völkermarkt richtet, werden gewissen Fachbegriffe vorausgesetzt und nicht gesondert erklärt; außerdem sind die Ausführungen bewußt kurz gehalten. Wo es nötig ist, wird Platz für handschriftliche Ergänzungen gelassen. Achtung: Dieses Skript ist auf das Betriebssystem Windows XP ausgerichtet; bei älteren Windows-Versionen können beschriebene Lösungswege eventuell nicht oder etwas anders funktionieren . Dieses und weitere Skripten sowie aktuelle Übungsblätter können unter www.brudertom.at.tf heruntergeladen werden. Das Verwenden und Kopieren dieses Skriptums als Gesamtes ist uneingeschränkt gestattet, solange der Originaltext nicht verändert wird (dazu gehören auch die Namen der Autoren und das Logo der Volkshochschule Völkermarkt). Einzelne Textpassagen oder Teile des Skripts können mit einem entsprechenden Verweis auf das Original ebenfalls verwendet werden. Sommersemester 2006 Seite 1 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Inhalt Inhalt Abschnitt 1: Datei- und Systemverwaltung 1.1 Dateiverwaltung: Suche nach Dateien 1.2 Dateinamenerweiterung 1.3. PDF-Dateien 1.4. Zip-Archive 1.5. Installieren / Deinstallieren von Programmen 1.6. Systemsteuerung 1.7. Die Zwischenablage 1.8. Tastenkombinationen Abschnitt 2: Internet 2.1. Download von Übungsblättern 2.2. Emails 2.3. Downloaden von Programmen Abschnitt 3: Microsoft Word 3.1. Zeichenformatierung 3.2. Absatzformatierung 3.3. Blocksatz und automatische Silbentrennung 3.4. Schreiben in mehreren Spalten 3.5. Formatvorlagen 3.6. Das Menü „Ansicht“ 3.7. Verwenden von Kopf- und Fußzeilen: 3.8. Suchen und Ersetzen 3.9. Fußnoten 3.10. Inhaltsverzeichnisse 3.11. Autokorrektur 3.12. Serienbriefe Abschnitt 4: Microsoft Excel 4.1. Diagramm (WH) 4.2. Sortieren 4.3. Zahlenformate 4.4. Bedingte Formatierung 4.5. Formeln 4.6. Der Funktionsassistent 4.7. Kopieren von Formeln, Adressierungsarten 4.8. Arbeitsblätter 4.9. Filter 4.10. Verknüpfung Word & Excel, „Inhalte einfügen“ Sommersemester 2006 2 3 3 4 4 4 4 5 5 6 7 7 7 12 13 13 13 13 14 14 14 14 14 15 15 15 15 16 16 17 17 17 17 18 19 19 19 20 Seite 2 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Abschnitt 1: Datei- und Systemverwaltung Die Grundlagen der Dateiverwaltung können in den Skripten von Grundkurs und Aufbaukurs nachgelesen werden. 1.1 Dateiverwaltung: Suche nach Dateien Trotz einer übersichtlichen Ordnerstruktur kann es vorkommen, daß die eine oder andere wichtige Datei plötzlich unauffindbar ist. Die Suche kann unter Umständen Klarheit bringen. Wie geht man vor? Zunächst startet man den Windows Explorer und wählt den Überordner aus, in dem man die gesuchte Datei vermutet (z.B. den Ordner „Eigene Dateien“). Bei der Suche werden nämlich der gewählte Ordner und alle seine Unterordner durchsucht. Wenn man absolut keine Ahnung hat, wo sich die Datei befindet, empfiehlt es sich, überhaupt ein ganzes Laufwerk auszuwählen. Die Suche dauert dann zwar länger, aber es wird das gesamte Laufwerk durchsucht. Dann klickt man auf „Suchen“ in der Symbolleiste. Im linken Bereich des Fensters erscheint nun der Suchassistent (unter WIN XP ein Hund). Man kann nun auswählen, wonach gesucht werden soll. Such man nach Office-Dateien, ist ein Klick auf „Dokumente“ ratsam; im Zweifelsfall sollte einfach „Dateien und Ordner“ ausgewählt werden. Im letzten Schritt können die Suchkriterien ausgewählt werden, diese werden im Kurs besprochen. Mache Dir dazu am besten ein paar Notizen: Notizen: Bei der Suche kann man Platzhalter verwenden: Ein * steht für beliebig viele Zeichen, ein ? für ein beliebiges Zeichen. Die Suche nach H*n findet beispielsweise alle Dateien, deren Namen mit H beginnen und mit n enden. Die Suche nach *.doc liefert alle Worddateien, *.xls Excel-Dateien usw. Sommersemester 2006 Seite 3 von 20 EDV für Fortgeschrittene 1.2 Thomas Brudermann Dateinamenerweiterung Dateinamenerweiterungen stehen in Dateinamen hinter dem Punkt und geben den Typ der in der Datei gespeicherten Informationen an. Beispielsweise gibt die Dateinamenerweiterung TXT im Dateinamen Beispiel.txt an, daß es sich um eine Textdatei handelt, DOC kennzeichnet Word-Dateien, XLS Excel-Dateien usw. 1 Im Windows Explorer kann man die Dateiendungen folgendermaßen einblenden : Menü Extras – Ordneroptionen – Registerkarte Ansicht – Haken bei „Erweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden“ entfernen. 1.3. PDF-Dateien PDF (Portable Document Format) ist ein universelles Dateiformat, das ungeachtet des zur Dateierstellung verwendeten Programms alle Schriften und Graphiken sowie das Layout des ursprünglichen Dokuments bewahrt. PDF-Dateien können mit dem Programm Adobe Reader angezeigt und gedruckt werden. 2 Der Adobe Reader kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden. Viele Dateien werden im Internet im PDF-Format zum Download zur Verfügung gestellt (z.B. Formulare bei EGoverment, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Artikel in Online-Zeitschriften usw.). 1.4. Zip-Archive Mit Zip-Programmen können ganze Ordner mitsamt den enthaltenen Unterordnern und Dateien zu einer Datei (Archiv) „gepackt“ bzw. komprimiert werden. Das spart einerseits Speicherplatz, andererseits ist es praktisch, wenn man z.B. mehrere Dateien per Email verschicken möchte: Man packt alle Dateien einfach zu einem Archiv zusammen und verschickt dann dieses, der Empfänger kann das Archiv dann wieder „entpacken“. Bekannte Archivierungsprogramme sind WINZIP und WINRAR. Unter Windows XP ist außerdem ein ZIP-Programm eingebaut. Dieses kann man aufrufen, indem man den zu „packenden“ Ordner (oder die Dateien) markiert, die rechte Maustaste drückt und im Kontextmenü „Senden An“ – „ZIP-komprimierten Ordner“ auswählt. Auch die Programme WINZIP und WINRAR können – wenn installiert – über das Kontextmenü im Windows Explorer aufgerufen werden (z.B. über den Befehl „zu einem Archiv hinzufügen“). Die Dateiendung dieser Archive ist ZIP (bei WINRAR: RAR). Achtung: In ZIP-Dateien, die über Email versandt werden, verstecken sich gerne VIREN!! 1.5. Installieren / Deinstallieren von Programmen Die Installation einer Programms ist unter Windows meist sehr einfach: Kauft man ein Programm auf CD, reicht es meist, die CD einzulegen und den Anweisungen am Bildschirm zu folgen. Andernfalls muß man eine Installationsdatei starten, die sich in der Regel im Wurzelverzeichnis der CD befindet (meist „setup.exe“). Lädt man ein Programm aus dem 1 2 Quelle: Windows-Hilfe Quelle: Adobe Reader Hilfe Sommersemester 2006 Seite 4 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Internet herunter, ist nur die heruntergeladene Installationsdatei zu öffnen. Dann folgt man einfach den Anweisungen des Installationsassistenten, man kann zudem normalerweise auswählen, in welches Verzeichnis das Programm installiert wird und welche Teile des Programms installiert bzw. nicht installiert werden sollen. Die Deinstallation (=Vollständiges Entfernen des Programms) kann entweder über einen entsprechenden Eintrag im Startmenü erfolgen oder in der Systemsteuerung unter „Software“. Es reicht nicht, einfach den Ordner auf der Festplatte und/oder den Startmenüeintrag zu löschen! 1.6. Systemsteuerung Siehe dazu Kapitel 4 im Skript zum EDV-Grundkurs (downloadbar unter www.brudertom.at.tf ). Notizen: 1.7. Die Zwischenablage Die Zwischenablage (die übrigens in Windows „unsichtbar“ ist) wird dazu genutzt, um Daten zu verschieben oder zu kopieren. Die in die Zwischenablage kopierten Daten können sein: ▫ ▫ ▫ ▫ ▫ Text (z.B. in Word, im Internetbrowser, usw.) Graphiken Tabellen (z.B. Excel) Objekte Ganze Dateien (Dateiverwaltung im Windows Explorer) Daten können in die Zwischenablage kopiert werden und von dieser ausgehend an fast beliebiger Stelle wieder eingefügt werden. Man kann z.B. im Internet-Browser eine Textstelle oder eine Graphik markieren, in die Zwischenablage kopieren und dann in einem anderen Programm wie Word oder Excel einfügen. Innerhalb von Office-Programmen steht übrigens eine eigene Zwischenablage zur Verfügung, die bis zu 24 verschiedene Datenstücke beinhalten kann. In Windows selbst gibt es nur eine Zwischenablage. Um Daten in die Zwischenablage zu kopieren, muß man die gewünschten Daten markieren und dann den Befehl „Kopieren“ ausführen. Für den Befehl „Kopieren“ gibt es mehrere Möglichkeiten: In der Menüleiste oder im Kontextmenü3 unter „Bearbeiten“, oder mit der Tastenkombination STRG + C. Um Daten aus der Zwischenablage einzufügen, klickt man zuerst auf die gewünschte Stelle und wählt dann den Befehl „Einfügen“ – ebenfalls im Menü „Bearbeiten“ oder im Kontextmenü oder mit der Tastenkombination STRG + V. Achtung: Der Befehl „Einfügen“ ist nicht zu verwechseln mit dem Menü „Einfügen“ in Office-Programmen. 3 Das Kontextmenü erscheint bei Rechtsklick Sommersemester 2006 Seite 5 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 1.8. Tastenkombinationen Mit Hilfe von Tastenkombinationen können Befehle schnell mit der Tastatur, ohne Zuhilfenahme der Maus, durchgeführt werden. Beispiele: ALT + F4 Beenden STRG + A Alles Markieren F12 Speichern Unter SHIFT + F12 Speichern STRG + S Speichern Notiere Dir hier weitere Tastenkombinationen! Sommersemester 2006 Seite 6 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Abschnitt 2: Internet Dieser Abschnitt behandelt nur die für den Kurs notwendigen Punkte, nämlich: ▫ Download von Übungsblättern ▫ Abgabe der Übungen per Email ▫ Downloaden von Programmen 2.1. Download von Übungsblättern Sämtliche Übungsblätter sowie Skripten befinden sich auf der Homepage www.brudertom.at.tf . Gib diese Adresse in Deinem Browser ein und klicke auf der erscheinenden Seite links auf „Volkshochschule“. Im mittleren/rechten Bereich siehst Du dann Informationen zum Kurs und die Übungsblätter. Um ein Übungsblatt downzuloaden, klicke den entsprechenden Link mit der rechten Maustaste an und wähle im Kontextmenü „Ziel Speichern Unter“. Speichere die Datei(en) in Deinem Kursordner ab. Um die Dateien, die im PDF-Format zur Verfügung gestellt werden, betrachten zu können, benötigst Du den Adobe Reader! 2.2. Emails Hier folgt eine kurze Anleitung zum Versenden von Emails mit dem Programm Outlook 2000. Wenn Du ein anderes Email-Programm verwendest (z.B. Outlook Express, Mozilla Thunderbird), ist das natürlich auch kein Problem, da die meisten Dinge ähnlich funktionieren. Sommersemester 2006 Seite 7 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Der Posteingang Eingehende Nachrichten werden im Posteingang abgelegt. Diesen öffnet man entweder über die Oulook-Leiste auf der linken Seite oder unter „Outlook Heute“ auf der rechten Seite. Hier sind alle eingegangenen Nachrichten aufgelistet. Nachrichten, die Anlagen (sogenannte „Attachments“) enthalten, sind mit einer Büroklammer gekennzeichnet. Durch einen Doppelklick kann man eine Nachricht öffnen, und diese dann beantworten oder weiterleiten. Versenden eines Emails Im Menü Datei wählt man „Neu“ und dann „Email-Nachricht“. Folgendes Fenster erscheint: In das mit „An“ gekennzeichnete Feld trägt man nun die Emailadresse des Empfängers ein. Im Fall einer Abgabe ist das meine Emailadresse, die Ihr schon alle notiert haben solltet. ☺ Sollte man die Adresse des Empfängers vorher schon in den Kontakten bzw. im Adressbuch gespeichert haben, kann man auch auf die Schaltfläche „An“ klicken und dann den gewünschten Empfänger auswählen: Zuerst auf den Empfänger klicken und dann auf den Button . Bestätigen mit OK. Das Feld „Betreff“ kann leer bleiben, dem Empfänger ist es aber sicher lieber, wenn er weiß, wovon die Nachricht handelt, die er öffnet. Wenn Du eine Abgabe an mich sendest, dann schreib bitte „aktuelles Übungsblatt“ oder so etwas ähnliches in die Betreff-Zeile. Das große Feld unten ist das Textfeld – hier kommt die eigentliche Nachricht rein. Will man auch noch eine Datei mit der Email mitschicken (in unserem Fall also die Ausarbeitung eines Übungsblatts), geht man wie folgt vor: Ein Klick auf den Menüpunkt „Einfügen“, dann wählt man „Datei“ (oder „Anlage“) und nun kann man die gewünschte Datei auswählen. In anderen Programmen kann es für das Mitschicken von Dateien auch ein Büroklammer-Symbol geben. Sommersemester 2006 Seite 8 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Als letztes muß man noch auf den „Senden“-Button klicken, damit die Nachricht auch wirklich abgeschickt wird. Je nach Einstellung des Emailprogramms muß man vielleicht noch auf einen Senden/Empfangen-Knopf klicken und/oder eine Verbindung zum Internet herstellen (das geschieht aber meistens automatisch). Anlegen von Kontakten/Verteilerlisten Es erleichtert die Arbeit mit Outlook und allgemein mit Emailprogrammen enorm, wenn man Emailadressen abspeichert, anstatt sie jedesmal händisch im „An“-Feld einzutragen. Um einen Kontakt anzulegen, wählt man einfach in der Outlook-Leiste „Kontakte“ aus und drückt dann die Schaltfläche „Neu“. Nun kann man eine Reihe von Informationen über die zu speichernde Person eingeben. Felder können leer gelassen werden, aber natürlich macht es keinen Sinn, das Feld „Name“ und „Emailadresse“ leer zu lassen. Hat man alle Informationen eingegeben, reicht ein Klick auf „Speichern und Schließen“ und der Kontakt ist gespeichert. Beim Versenden einer neuen Nachricht muß diese Adresse nun nicht händisch eingegeben werden, sondern kann über einen Klick auf das „An“-Feld ausgewählt werden (siehe oben). Hinweis: In anderen Programmen kann man die Kontakte unter „Adreßbuch“ anlegen. Verteilerlisten sind recht praktisch, wenn man eine Email mehreren Personen zukommen lassen will. Z.B.: Der Obmann eines Vereins will allen seinen Kollegen eine Einladung für eine Veranstaltung schicken. Im Normalfall müßte er nun alle Mitglieder einzeln auswählen und deren Adresse. Existiert nun eine Verteilerliste, der alle Mitglieder zugeordnet sind, ist es viel einfacher, allen Mitgliedern die gleiche Einladung zukommen zu lassen (sogenannte „Massenmail“). Angelegt wird eine Verteilerliste wie folgt: Klick auf „Datei“, dann „Neu“ und „Verteilerliste“. Folgendes Feld erscheint: Als Name für dieses Liste würde sich „Vereinsmitglieder“ anbieten – solch ein Name sollte möglichst vielsagend sein, damit man sich auch nach dem Anlegen mehrerer solcher Listen noch sicher ist, welche Liste welche Personen beinhaltet. Sommersemester 2006 Seite 9 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Mit der Schaltfläche „Mitglieder auswählen“ können der Liste Personen zu gewiesen werden: Ein Klick auf die gewünschte Person und dann auf die Schaltfläche „Hinzufügen ->“. Bestätigen wieder mit „OK“. Die Personen, die der Liste nun zugeordnet sind, werden angezeigt. Mit „Speichern und Schließen“ wird die Verteilerliste abgespeichert. Sommersemester 2006 Seite 10 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Das Versenden von Massenmails wird so extrem vereinfacht. Will man nun allen Mitgliedern dieser Liste eine Nachricht zukommen lassen, reicht es, im „An“-Feld einer Emailnachricht den Namen der Verteilerliste anzugeben. Die Nachricht wird dann an alle Mitglieder dieser Liste geschickt. Notizen: Sommersemester 2006 Seite 11 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 2.3. Downloaden von Programmen Aus dem Internet können oft gratis recht nützliche Programme heruntergeladen werden. Man speichert einfach eine Installationsdatei auf seinem PC, und installiert das Programm mittels Ausführen der Installationsdatei. Einige Beispiele: InfranView (Bildbearbeitungsprogramm) OpenOffice (Kostenlose Alternative zu Microsoft Office) AntiVir Personal Classic (Kostenloses Antivirenprogramm) Adobe Reader (Programm zum Betrachten von PDF-Dateien) Mozilla Firefox (Internetbrowser) Mozilla Thunderbird (Emailprogramm) GIMP (Kostenloses Bildbearbeitungsprogramm) Generell sollte man beim Herunterladen unbekannter Programme jedoch sehr vorsichtig sein, da sie eventuell eine versteckte Schadensfunktion enthalten können. Die hier aufgelisteten Programme sind natürlich seriös. ☺ Notizen: Sommersemester 2006 Seite 12 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Abschnitt 3: Microsoft Word 3.1. Zeichenformatierung Zeichenformatierung haben wir in den vorherigen Kursen unter Zuhilfenahme der FormatSymbolleiste kennengelernt. Für weitere Formatierungen steht der Menübefehl Format – Zeichen zur Verfügung. (Natürlich muß auch hier der entsprechende Text markiert werden) Probiere die Möglichkeiten dieses Befehls aus und mache Dir dazu Notizen: 3.2. Absatzformatierung Vorweg: Durch Drücken der ENTER-Taste erzeugt man in Word einen neuen Absatz. Will man keinen neuen Absatz, sondern nur eine neue Zeile erzeugen, ist die Tastenkombination SHIFT + ENTER notwendig. Man unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen - automatischer Zeilenschaltung (wenn das Ende der Zeile erreicht ist) - Zeilenschaltung / Zeilenumbruch (SHIFT + ENTER) und - Absatzschaltung (ENTER) Unter Format – Absatz kann man verschiedene Absatzformatierungen vornehmen, z.B. den Einzug (wieviel Platz soll links bzw. rechts freigelassen werden) und den Abstand – d.h. wieviel Abstand soll vor und nach einem Absatz gelassen werden (standardmäßig wird ist der Abstand 0). Außerdem kann hier der Zeilenabstand eingestellt werden (1,5 Zeilen bedeutet, daß nach jeder Zeile eine halbe Zeile Platz gelassen wird). Natürlich muß man auch hier vorher den entsprechenden Absatz markieren (z.B. durch einen Dreifach-Klick). Ein Absatz ist der Text, der zwischen zwei ENTER-Tasten steht. Hinweis: Man kann in Word unsichtbare (= nicht druckbare) Eingabesymbole (z.B. ENTER, Leertaste, Tabulator) mit dem Symbol in der Symbolleiste ein- und ausblenden. Notizen: 3.3. Blocksatz und automatische Silbentrennung Aus Büchern und Zeitschriften kennen wir den Blocksatz – eine Ausrichtungsart, die den Text sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite ausrichtet (einstellbar in der Symbolleiste bei den anderen Ausrichtungsarten linksbündig, zentriert und rechtsbündig, oder unter Format – Absatz). In Kombination mit Blocksatz wird oft die automatische Silbentrennung verwendet, damit Zeilen nicht zu weit auseinandergezogen werden und die Abstände zwischen den Wörtern nicht zu groß werden. Wörter werden dann am Ende der Zeile automatisch abgeteilt. Die Silbentrennung kann über den Befehl Extras – Sprache – Silbentrennung aktiviert werden (markieren nicht vergessen!). Sommersemester 2006 Seite 13 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 3.4. Schreiben in mehreren Spalten Ebenfalls aus Zeitungen und Zeitschriften kennen wir das Schreiben in mehreren Spalten. Auch das kann in Word ganz leicht eingestellt werden: Absatz (oder das ganze Dokument) markieren, dann Format – Spalten und im erscheinenden Fenster die notwendigen Einstellungen treffen. 3.5. Formatvorlagen Formatvorlagen sind vordefinierte Formate, die in der Formatsymbole ganz links (neben Schriftarten) ausgewählt werden können. Sie sollten bei längeren Texten und Berichten verwendet werden, da anhand der Formatvorlagen beispielsweise ein Inhaltsverzeichnis erstellt werden kann. In diesem Skript wurden die Formatvorlagen Überschrift 1 (für die Abschnittsüberschriften, z.B. „Abschnitt 3 – Microsoft Word“) , Überschrift 2 (für die Unterkapitelüberschriften, z.B. „3.5. Formatvorlagen“) und Überschrift 3 verwendet. 3.6. Das Menü „Ansicht“ In diesem Menü können verschiedene Einstellungen vorgenommen werden, die sich auf die Ansicht des vorliegenden Dokuments beziehen (= die ersten 4 Menüeinträge Normal, Weblayout, Seitenlayout und Gliederung). Zum Bearbeiten des Dokuments empfiehlt sich die Verwendung von „Seitenlayout“! Außerdem kann man hier wählen, welche Symbolleisten angezeigt werden sollen und eine Kopf- bzw. Fußzeile erstellen. Das Anzeigen der Dokumentstruktur macht nur dann Sinn, wenn man Formatvorlagen verwendet hat. Mit „Ganzer Bildschirm“ werden alle überflüssigen Symbole und Leisten ausgeblendet und nur das Dokument selbst angezeigt. 3.7. Verwenden von Kopf- und Fußzeilen: Eine Kopfzeile wird am Anfang jeder Seite, eine Fußzeile am Ende jeder Seite angezeigt und kann im Menü Ansicht erstellt werden. In diesem Skript steht in der Kopfzeile „EDV für Fortgeschrittene“, in der Fußzeile „Sommersemester 2006“ und die aktuelle Seitennummer. Man hat hier die Möglichkeit, sogenannten „AUTOTEXT“ (z.B. „Seite x von y“, den Dateinamen usw.) anzuzeigen. Das Umschalten zwischen diesen beiden Zeilen erfolgt über ein Symbol in einer Symbolleiste, die beim Aufrufen des Menüpunkts automatisch aktiv wird. 3.8. Suchen und Ersetzen Diese Möglichkeit gibt es prinzipiell auch in anderen Programmen, sei aber hier anhand von Word erklärt. Mit Bearbeiten – Suchen kann man innerhalb eines Dokuments nach einer bestimmten Textstelle suchen. Mit Bearbeiten – Ersetzen kann man eine oder alle gefundenen Textstellen durch anderen Text ersetzen. Anwendungsbeispiel: In einem Text alle Vorkommnisse von „VHS“ durch „Volkshochschule“ ersetzen. Sommersemester 2006 Seite 14 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 3.9. Fußnoten Fußnoten können über das Menü „Einfügen“ gesetzt werden4. Fußnoten erscheinen am Ende der jeweiligen Seite, Endnoten am Ende des Dokuments. 3.10. Inhaltsverzeichnisse Zu Erstellen über Einfügen – Index und Verzeichnisse – Registerkarte Inhaltsverzeichnis. Funktioniert nur, wenn man Formatvorlagen verwendet, sollte natürlich am Anfang (meist Seite 2) eines (längeren) Dokuments stehen. Beispiel: Inhaltsverzeichnis am Beginn dieses Skriptums. 3.11. Autokorrektur Die Autokorrektur führt eine automatische Ersetzung von gewissen Zeichenfolgen in eine andere durch und wird angewendet, um z.B. Tipfehler auszubessern. Schreibt man versehentlich „pber“, wird das in „über“ umgewandelt. Aus „mfg“ wird „Mit freundlichen Grüßen“ und aus :-) ein ☺. Einstellungen an der Autokorrektur kann man unter Extras – Autokorrektur vornehmen. 3.12. Serienbriefe Falls im Kurs noch Zeit bleibt und Interesse besteht, wird dieses Kapitel nachgeliefert! Notizen: 4 So kann man z.B. einen Begriff am Ende der Seite erklären oder auf eine Quellenangabe verweisen. Sommersemester 2006 Seite 15 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann Abschnitt 4: Microsoft Excel 4.1. Diagramm (WH) Um in Excel Zahlen graphisch darzustellen, kann man Diagramme erstellen. Aus der nachfolgenden Tabelle über die Ausgaben einer Eröffnungsfeier A 1 B C geplant ausgegeben 2 Blumenschmuck 2.070,00 € 2.112,00 € 3 Verpflegung 7.835,00 € 10.632,00 € 4 Künstler 2.320,00 € 2.423,00 € kann beispielsweise folgendes Diagramm erzeugt werden: Ausgaben 12.000 € 10.000 € 8.000 € geplant 6.000 € ausgegeben 4.000 € 2.000 € 0€ Blumenschmuck Verpflegung Künstler Um ein Diagramm zu erstellen, geht man wie folgt vor: Markieren des benötigten Datenbereichs. Im Beispiel sind das die Zellen A1 bis C4 (A1:C4) Aufrufen des Diagrammassistenten über die Symbolleiste oder in der Menüleiste über „Einfügen – Diagramm“ Durchlaufen der 4 Schritte des Diagrammassistenten (hier hat man die Möglichkeit, aus unterschiedlichen Diagrammtypen zu wählen sowie die Beschriftung einzelner Datenreihen vorzunehmen. Formatieren des Diagramms durch Markieren einzelner Elemente des Diagramms (Diagrammfläche, Zeichnungsfläche, Diagrammtitel, Datenpunkt etc.) und Anwenden verschiedener Formatsymbole aus der Symbolleiste. Man kann auch mit der rechten Maustaste auf einzelne Elemente des Diagramms klicken und dann im Kontextmenü „... formatieren“ auswählen. Wichtige Ergänzung bezüglich Markieren in Excel: Durch gedrückt halten der STRG-Taste kann man auch Bereiche markieren, die nicht direkt nebeneinander liegen. Das ist v.a. dann wichtig, wenn die für ein Diagramm benötigten Daten nicht nebeneinander liegen! Notizen: Sommersemester 2006 Seite 16 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 4.2. Sortieren Zusammengehörige Daten (z.B. eine Liste von Vereinsmitgliedern) können in Excel schnell und einfach sortiert werden. Wichtig ist, daß in dem zu sortierenden Bereich keine leeren Zeilen und Spalten vorhanden sind. Es reicht hierbei, einfach in eine beliebige Zelle des zu sortierenden Bereichs zu klicken, dann kann man mit Hilfe zweier Symbole in der StandardSymbolleiste die Sortierung vornehmen. Wünscht man eine „genauere“ Sortierung anhand mehrerer Kriterien, sollte man den Menübefehl Daten – Sortieren verwenden. Notizen: 4.3. Zahlenformate Für die Darstellung von Zahlen in Excel ist die Verwendung des richtigen Zahlenformats unabdingbar: Menübefehl Format – Zellen, Registerkarte Zahlen. Notizen: 4.4. Bedingte Formatierung Ein sehr interessantes Feature in Excel ist die bedingte Formatierung. So kann man z.B. in einem Haushaltsbuch hohe Ausgaben durch eine eigene Farbe kennzeichnen. Nach Markieren der entsprechenden Zellen wählt man den Menübefehl Format – Bedingte Formatierung und kann eine Bedingung angeben sowie ein Format, das dann angezeigt wird, wenn diese Bedingung erfüllt ist. Notizen: 4.5. Formeln Einführung: siehe Skript des Aufbaukurses! Eine Formel beginnt immer mit einem „=“, die Eingabe einer Formel muß immer mit der Eingabetaste abgeschlossen werden! Generell rechnet man bei Formeln nicht mit Zahlen, sondern mit Zelladressen. Warum? Notizen: Sommersemester 2006 Seite 17 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 4.6. Der Funktionsassistent Der Funktionsassistent hilft bei der Eingabe komplizierterer Formeln. Er kann über das Symbol „ffx“ links neben der Bearbeitungsleiste aufgerufen werden. In älteren OfficeVersionen befindet sich das Symbol in der Standardsymbolleiste. Nach Aufruf des Funktionsassistenten kann man zuerst eine Kategorie wählen, dann die gewünschte Funktion. Insgesamt stehen über 200 Funktionen in ca. 10 Kategorien zur Verfügung. Einige Beispiele: HEUTE (Kategorie Zeit)* liefert den aktuellen Tag JETZT (Zeit)* liefert die aktuelle Zeit SUMME (Math. & Trigon.) liefert die Summe über einen Bereich (siehe Summensymbol in der Symbolleiste) WURZEL (Math. & Trigon.) liefert die Wurzel einer Zahl ZÄHLENWENN (Statistik) Zählt Zellen des Bereichs, die mit Suchkriterien übereinst. WENN (Logik) Gibt eine Wahrheitsprüfung an, die durchgeführt werden soll. RMZ (Finanzmathematik) Liefert die Konstante Zahlung einer Annuität pro Periode. RMZ kann genutzt werden, um z.B. Kredite miteinander zu vergleichen. Die mit einem Stern gekennzeichneten Funktionen benötigen keine Parameter. Ein Parameter ist ein Wert, der einer Funktion mitgegeben wird. Der Funktion Summe muß als Parameter z.B. ein Zellbereich mitgegeben werden, mit dem dann das Ergebnis berechnet wird. Zur Veranschaulichung zwei Beispielformeln: = JETZT () ... Das Klammerpaar ist leer, es muß kein Parameter mitgegeben werden. = SUMME (A1:A5) ... Als Parameter wird der Zellbereich A1:A5 mitgegeben. = RMZ (B2;B3;B4) ... Der Formel „RMZ“ müssen drei Parameter mitgegeben werden, die einzelnen Parameter sind durch Strichpunkte getrennt. Dank des Funktionsassistenten muß man komplizierte Formeln wie den RMZ nicht händisch eingeben, sondern wird dabei unterstützt. Das Ergebnis ist das gleiche – der Funktionsassistent erstellt anhand der Eingaben des Benutzers eine korrekte Formel. Notizen: Sommersemester 2006 Seite 18 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 4.7. Kopieren von Formeln, Adressierungsarten Eine nützliche Eigenschaft in Excel ist die Möglichkeit, Formeln zu kopieren. A 1 Artikel 2 Collegeblock 3 Bleistift 4 Radiergummi Beispieltabelle B Preis € 2,30 € 0,90 € 1,19 C Stückzahl D Gesamtpreis 3 5 2 Um in obiger Tabelle den Gesamtpreis für die Collegeblöcke auszurechnen, trägt man in Zelle D2 die Formel „=b2*c2“ ein. Analog verfährt man für Bleistifte und Radiergummi. Man kann sich das abermalige Eintippen der Formel ersparen, wenn man sie einfach nach unten kopiert, indem man die Maus auf das rechte untere Eck der Zelle D2 bewegt. Es erscheint ein schwarzes Kreuz, mit dem man die Formel nach unten kopieren („ausfüllen“) kann. Aus der Formel b2*c2 wird eine Zeile weiter unten die Formel b3*c3, dann b4*c4 usw. Der Grund dafür ist die „relative Adressierung“ in Excel. Hinweis: Es gibt in Excel auch eine „absolute Adressierung“, bei der sich eine Formel beim Kopieren nicht verändert, sondern fix bleibt. Jene Teile der Formel, die fix bleiben sollen, müssen dabei mit einem „$“ versehen werden, z.B. „b2 * $c$2“. Beim Kopieren dieser Formel ändert sich das b2, c2 bleibt aber erhalten (die $ haben keinen Einfluß auf das Ergebnis der Berechnung, sie „sperren“ lediglich die Zelladresse, die somit immer fix bleibt). Notizen: 4.8. Arbeitsblätter Eine Excel-Arbeitsmappe besteht aus mehreren Arbeitsblättern, auf die man im unteren linken Bereich zugreifen kann (Standard: Tabelle1, Tabelle2, Tabelle3). Diese Blattbezeichnungen kann man im Kontextmenü (Rechtsklick auf die jeweilige Tabelle) umbenennen. Außerdem kann man im Kontextmenü Blätter einfügen oder löschen. Verschieben ist durch „Drag & Drop“ (Klicken und Ziehen) möglich. 4.9. Filter In langen Listen kann das Filtern der Daten recht nützlich sein. Voraussetzung ist, daß in der Liste keine leeren Zeilen vorhanden sind und in der ersten Zeile der Liste Überschriften stehen. Um einen Filter zu setzen, klickt man in eine beliebige Zelle der Liste und wählt den Menübefehl Daten – Filter – AutoFilter. In der Überschriften-Zeile kann man nun kleine Pfeile erkennen, mit deren Hilfe man die Liste filtern kann. Um den Filter wieder zu deaktivieren, klickt man nochmals auf Daten – Filter – AutoFilter. Sommersemester 2006 Seite 19 von 20 EDV für Fortgeschrittene Thomas Brudermann 4.10. Verknüpfung Word & Excel, „Inhalte einfügen“ Wie bereits in Abschnitt 1 erwähnt, kann man über die Zwischenablage Objekte von einem Programm in ein anderes kopieren. So kann man beispielsweise in Excel ein Diagramm erstellen, dieses kopieren und in einem schön gestalteten Word-Dokument einfügen. Mit dem Befehl „Inhalte einfügen“ kann man außerdem aus verschiedenen Einfüge-Modi auswählen (das Diagramm kann als Graphik, Objekt, oder verknüpftes Diagramm eingefügt werden). Notizen: © Thomas Brudermann VHS Völkermarkt, 2006 Sommersemester 2006 Seite 20 von 20