Pressemitteilung

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20. Januar 2015
„Globale Lage bestimmt das Programm“
Grimme-Institut gibt die Nominierungen zum 51. Grimme-Preis
2015 bekannt
Das globale und politische Zeitgeschehen bestimmt noch stärker als in
den Vorjahren das Programm des deutschen Fernsehens. Zu diesem
Schluss kommt das Grimme-Institut bei der heutigen Bekanntgabe der
Nominierungen für den 51. Grimme-Preis.
„Der Bürgerkrieg in Syrien und die Lage im Nahen Osten und der
arabischen Welt haben vor allem die Informations- und
Dokumentationsprogramme des Fernsehjahrs 2014 nachhaltig geprägt.
Auffallend ist, dass sich die Thematik teilweise bis in die Unterhaltungsund Kabarettformate durchzieht“, sagte Grimme-Direktorin Frauke
Gerlach.
„Insgesamt erweist sich auch 2014 als ein sehr ertragreiches
Fernsehjahr, bei der sich die Fiktion weiter eher an bewährten Genres
wie dem Krimi hält und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich
relevanten Stoffen etwas zurückgeht“, so Gerlach.
Aus den 700 von den Nominierungskommissionen gesichteten
Vorschlägen können sich 62 Produktionen Hoffnung auf eine
Auszeichnung bei der Preisverleihung am 27. März 2015 in Marl
machen.
Im Wettbewerbskontingent Fiktion sind 20 TV-Produktionen für einen
Grimme-Preis nominiert. Dabei liegen Krimistoffe und historische
Ereignisse wie der Mauerfall 1989 („Bornholmer Straße“,
MDR/Degeto/rbb), die „Spiegel-Affäre“ (BR/ARD Degeto/WDR/ARTE)
oder die Konfrontation von Opfern und Tätern des NS-Regimes („Das
Zeugenhaus“, ZDF) weiter hoch im Kurs. Filme wie „Be my Baby“
(ZDF), „Monsoon Baby“ (BR) oder „Neufeld, mitkommen“ (WDR)
spiegeln daneben die familienpolitische Debatte zu Themen wie
Behinderung, Adoption und Mobbing. Im Bereich "Serien und
Mehrteiler" hat die Nominierungskommission das IntegrationsMockumentary „Endlich Deutsch“ (WDR), die fiktive Aufarbeitung der
Pleite der Drogeriekette Schlecker („Alles muss raus – eine Familie
rechnet ab“, ZDF) sowie den historischen deutsch-deutschen Dreiteiler
„Tannbach“ (ZDF) vorgeschlagen. Für Sonderpreise ist neben den
Schauspielern Christina Große (u.a. „Spreewaldkrimi“, „Be my Baby“)
und Alexander Held (u.a. „Die Spiegel-Affäre“, „Tatort: Im Schmerz
geboren“) auch der Drehbuchautor Jürgen Werner für die Bücher zu
den ersten vier Dortmund-„Tatorten“ nominiert.
Im Bereich Information & Kultur wurden ebenfalls 20 Produktionen
benannt. Darunter fallen unter anderem „Sterben für Allah“
(HR/BR/SWR), „Die Kinder von Aleppo“ (ZDF/ARTE/Channel 4),
„Leaving Greece – Fluchtpunkt Griechenland“ (BR), „Das Mädchen –
Grimme-Institut
Eduard-Weitsch-Weg 25
D-45768 Marl
Postfach 1148
D-45741 Marl
www.grimme-institut.de
[email protected]
Telefon 0 23 65 / 91 89 – 0
Fax 0 23 65 / 91 89 89
Direktorin/Geschäftsführerin
Dr. Frauke Gerlach
was geschah mit Elisabeth K.“ (NDR/SWR), „Die Wunderpille der
Wehrmacht“ (RB), „Camp 14 – Total Control Zone“ (WDR/BR/ARTE)
und Bouchbennersch Otto (WDR). An Serien und Mehrteilern sind u.a.
„Akte D“ (WDR/MDR/BR), „Die Ostdeutschen“ (RBB) und
„Verschwörung gegen die Freiheit“ (ZDF) nominiert. Für Sonderpreise
sind die Redaktion von „Hier und Heute“ (WDR) für innovative
Regionalberichterstattung, die ZDF-Produktion „Terra X – Deutschland
von unten“ sowie die Autorin Beate Greindl für ihre langjährigen
Recherchen im Sektenmilieu (u.a. „Menschen hautnah – Sektenkinder“,
WDR) vorgeschlagen.
Nicht vollständig ausgeschöpft wurde das Kontingent im Bereich
Unterhaltung. Hier nominierte die Kommission u.a. das Mockumentary
„Fraktus“ (NDR/ARTE), „Auf 3 Sofas durch“ (EinsPlus/SWR), „Habe die
Ehre“ (BR), „Das TalkGespräch- mit Olli Dittrich“ (WDR), „Soulkitchen –
Die Geschichte eines Abends“ (NDR), „Sing my Song – Das
Tauschkonzert“ (VOX) sowie den „Tatortreiniger“ (NDR). Hoffnung auf
Spezialpreise können sich die Autoren und Künstler der ZDFKabarettreihe „Die Anstalt“ für die Sendung vom 18.11.2014 zur
Flüchtlingsproblematik sowie Stefan Raab für das Intro zum
Bundesvision Song Contest (ProSieben) machen.
Stärker als in den Vorjahren sind beim 51. Grimme-Preis auch
Produktionen für junge Zuschauer vertreten. „Das wir in allen
Kategorien des Preises mindestens eine Nominierung im Bereich
Kinder- und Jugendfilm haben, ist besonders erfreulich“, so GrimmeDirektorin Gerlach. So sind in der Fiktion der Märchenfilm „Die
Schneekönigin“ (ZDF), bei der Unterhaltung die „Sendung mit der Maus“
(WDR) sowie die Cartoon Network-Produktion „Cartoon Network
Spurensuche – Schnitzeljagd war gestern“ und im Bereich Informationund Kultur die Kinderkanal-Reihe „Schau in meine Welt“, die die
Lebenswelten von Kindern in aller Welt vorstellt, für einen Preis
vorgeschlagen.
Die endgültigen Preisentscheidungen treffen
Grimme-Preises, deren Arbeit am 31. Januar im
Die Preisverleihung findet am 27. März 2015
Neben den Grimme-Preisen wird dann auch der
Landes Nordrhein-Westfalen vergeben.
jetzt die Jurys des
Grimme-Institut startet.
im Theater Marl statt.
Sonderpreis Kultur des
Weitere Informationen:
Grimme-Institut
Dr. Frauke Gerlach
Direktorin/Geschäftsführerin
Grimme-Institut
Tel.: 02365-9189-0
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Steffen Grimberg
Referent Grimme-Preis/Mediendiskurs
Tel.: 02365-9189-22
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Dr. Frauke Gerlach
51. Grimme-Preis 2015
Wettbewerb Fiktion/Spezial
Die Nominierungen
Spreewaldkrimi – Mörderische Hitze (ZDF)
Tatort: Im Schmerz geboren (HR)
Bornholmer Straße (MDR/ARD Degeto/rbb)
Die Frau hinter der Wand (ZDF)
Altersglühen - Speed Dating für Senioren (WDR/NDR)
Zwei allein (ZDF/ARTE)
Das Zeugenhaus (ZDF)
Weiter als der Ozean (WDR)
Monsoon Baby (BR)
Die Schneekönigin (ZDF)
Der Fall Bruckner (BR)
Die Spiegel-Affäre (BR/ARD Degeto/WDR/ ARTE)
Be my Baby (ZDF)
Neufeld, mitkommen! (WDR)
Polizeiruf 110 – Morgengrauen (BR)
Polt (ORF/ARTE)
Tatort - Der irre Iwan (MDR/ARD Degeto)
Serien & Mehrteiler
Endlich Deutsch! (WDR)
Alles muss raus – Eine Familie rechnet ab (ZDF)
Tannbach - Schicksal eines Dorfes (ZDF)
Spezial
Christina Große für ihre herausragende schauspielerische Leistung in den Produktionen
Neufeld, mitkommen! (WDR), Spreewaldkrimi - Mörderische Hitze (ZDF), Be my Baby (ZDF)
und weiteren Produktionen aus dem Sendejahr 2014.
Alexander Held für sein facettenreiches Spiel in Haupt- und Nebenrollen im Sendejahr
2014. Unter anderem Tatort - Im Schmerz geboren (HR), Die Spiegel-Affäre
(BR/WDR/ARTE) und Tannbach - Schicksal eines Dorfes (ZDF).
Jürgen Werner für die Drehbücher zum Tatort Dortmund (1-4), die sich über mehrere
Episoden hinweg glaubwürdig aus den Figuren entwickeln und darüber hinaus
dramaturgisch in sich geschlossene Kriminalfälle erzählen. (WDR)
Wettbewerb Information & Kultur/Spezial
Die Nominierungen
Camp 14- Total Control Zone (WDR/BR/ARTE)
Wir waren Rebellen (ZDF)
Die Kinder von Aleppo (ZDF/ARTE/Channel 4)
Isang Yun Ein Komponist zwischen Nord- und Südkorea (ZDF/ARTE)
Unversöhnt (NDR)
Unter Menschen (WDR/ORF)
Heino Jaeger – Look before you kuck (3sat)
ZDFzeit : Riskante Reise – Europa und die Flüchtlingsströme (ZDF)
Leaving Greece – Fluchtpunkt Griechenland (BR)
Das Mädchen. Was geschah mit Elisabeth K.? (NDR/SWR)
Sterben für Allah? (HR/BR/SWR)
Madiba – Das Vermächtnis des Nelson Mandela (ZDF/ARTE)
Bouchbennersch Otto (WDR/ARTE)
Früher träumte ich vom Leben (ZDF/ARTE)
Nach Wriezen (rbb)
Geschichte im Ersten Die Wunderpille der Wehrmacht (RB)
Serien & Mehrteiler
Akte D (WDR/MDR/BR)
Schau in meine Welt (KiKA/HR/MDR/rbb/SWR)
Die Ostdeutschen (rbb)
ZDFzeit/ZDFzoom: Verschwörung gegen die Freiheit (ZDF)
Spezial
Redaktion Hier & Heute für die innovative Aufbereitung regionaler Themen und die
exemplarische inhaltliche und formale Breite am Beispiel von „Das letzte Kapitel“,
„Angstwald“ und „Die Insel“. (WDR)
Terra X - Deutschland von unten für die ungewöhnliche innovative Bildgestaltung (Kamera
& Animation) und die beispielhafte Zusammenarbeit der Gewerke beim Sichtbarmachen des
Verborgenen. (ZDF)
Beate Greindl für "Menschen hautnah: Sektenkinder" für die langjährige hartnäckige
Recherche im Sektenmilieu und Aufbereitung der juristischen Konsequenzen. (WDR)
Wettbewerb Unterhaltung/Spezial
Die Nominierungen
Kessler ist… (ZDF/ZDFneo)
Fraktus (NDR/ARTE)
Der Meisterfälscher (3sat/SRF)
Soul Kitchen – Die Geschichte eines Abends (NDR)
Die Höhle der Löwen (VOX)
Der Tatortreiniger (NDR)
Auf 3 Sofas durch…(EinsPlus/SWR)
Das TalkGespräch – mit Olli Dittrich (WDR)
Sing meinen Song – Das Tauschkonzert (VOX)
Habe die Ehre (BR)
Mr. Dicks – das erste wirklich subjektive Gesellschaftsmagazin (WDR/EinsFestival)
Cartoon Network Spurensuche – Schnitzeljagd war gestern (Cartoon Network)
Weltall. Echse. Mensch (rbb)
Spezial
Dietrich Krauss, Max Uthoff und Claus von Wagner für den kalkulierten Bruch mit den
Konventionen des Kabaretts in der Sendung „Die Anstalt“ vom 18.11.2014 mit ihrer klaren
Haltung zur Debatte um den Umgang mit Flüchtlingen durch einen emotionalen Moment.
(ZDF)
Die Autoren der Sendung mit der Maus – WM-Spezial für die visuelle Umsetzung und
gleichzeitige Entlarvung von typischen Floskeln bei Fußballkommentaren. (WDR)
Stefan Raab für die außergewöhnliche und emotionale Vorstellung der Kandidaten beim
Bundesvision Song Contest in Form einer Jam-Session. (ProSieben)
Sonderpreis Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen
Die Nominierungen
Die Schneekönigin (ZDF)
Löwenzahn: Wunder des Lebens – Mit Liebe gemacht (ZDF)
ENE MENE BU und dran bist du (KIKA)
Ab 18! 10 Wochen Sommer (ZDF/3sat)
Kann es Johannes? (WDR)