August 2013

Transcription

August 2013
11
50 Jahre ASW Allianz
Schweizer Werbeagenturen
Die ASW ist ein Qualitätslabel
mitglieder und etwa gleich viele Intermitglieder. Das sind branchenverwandte Unternehmen, die unsere Veranstaltungen besuchen
dürfen und dadurch eine Plattform zur Verfügung haben, um ihr Netzwerk zu erweitern.
Wir sind ausserdem Träger in verschiedenen
Institutionen wie zum Beispiel dem SAWI.
Und nicht zuletzt vertrete ich die ASW als
Vorstandsmitglied im Dachverband der kommerziellen Kommunikation, SW Schweizer
Werbung.
Michael Waldvogel,
Inhaber der
Werbeagentur idfx
und Präsident der
Allianz Schweizer
Werbeagenturen
ASW.
Persönlich, vertrauensvoll, erfolgreich –
das sind nur einige der positiven Attribute, die ASW-Präsident Michael Waldvogel zu seinem Verband einfallen. Worin
er zum 50-Jahr-Jubiläum die wichtigsten
Errungenschaften, die herausragenden
Stärken und die grössten Herausforderungen sieht, erfahren Sie im Gespräch
mit dem Inhaber der Werbeagentur idfx
in Wädenswil.
Michael Waldvogel, 50 Jahre Allianz
Schweizer Werbeagenturen: Sind Sie als
Präsident stolz?
Natürlich! Das bedeutet schliesslich ein
halbes Jahrhundert Erfolg. Wir sind in der
Schweiz der führende Verband der inhabergeführten Werbeagenturen. Die ASW ist ein
Qualitätslabel. Es ist landesweit bekannt
und ein Garant für Vertrauen, Sicherheit und
Erfolg.
Welches waren die wichtigsten Errungenschaften in der Geschichte der ASW?
Eines unserer grossen Werke ist der Werbeleistungsvertrag, der übrigens auch von den
bsw-Agenturen genutzt wird. Weiter hat sich
die ASW auch immer aktiv gegen Werbeverbote eingesetzt, welche unsere kreative
Arbeit einschränken. Unsere sachlichen und
pointierten Botschaften haben viele Kritiker
zum Nachdenken gebracht.
Wo steht die ASW heute?
Wir stehen finanziell wie auch substanziell
auf gesunden Beinen, zählen gut 50 Aktiv-
Nach wechselvoller Geschichte
nun auch Schauplatz der ASWGala: Das Grand
Hotel Giessbach.
Wie grenzt sich die ASW gegenüber anderen Verbänden, insbesondere dem
bsw, ab?
Der grösste Unterschied zum bsw ist, dass
wir inhabergeführte Agenturen sind. Das
hat den Vorteil, dass der Kunde ein sehr
persönliches Verhältnis zu uns hat und seine Ansprechpersonen kennt. Er hat meist
direkt mit den Entscheidungsträgern zu
tun. Das bedeutet kurze Wege, schnelle
Entscheidungen, effiziente Lösungen. Auch
pflegen wir innerhalb der ASW einen regen
Austausch. Es kommt nicht selten vor, dass
sich zwei Agenturen für ein grösseres Mandat zusammenschliessen. Das «Gartenhagdenken» kennen wir nicht. Wir müssen auch
nicht um die grossen «Fische» buhlen. Dass
ganze Beraterteams die Agentur wechseln,
wenn ein Etat der Konkurrenz übergeben
wird, gibt es bei uns nicht. Es läuft alles etwas menschlicher ab. Das bewahrt einem
den Spass am Job.
Welches sind zurzeit die grössten Herausforderungen für die ASW?
Wir kämpfen – wie bereits erwähnt – an vorderster Front gegen die immer zahlreicheren
Werbeverbote. Wir sind nicht bereit, den
Sündenbock für gesellschaftliche Probleme
zu spielen.
Welches sind die wichtigsten Ziele für die
ASW in der näheren Zukunft?
Wir wollen unseren Mitgliederbestand erhöhen. In erster Linie mit jungen Kreativagenturen, die auch strategisch einiges auf
dem Kasten haben.
Stimmungsvolle Feier zum
50-Jahr-Jubiläum
der ASW in stilvollem Rahmen.
Michael Gammenthaler kalauerte und zauberte sich
souverän durch den Abend und erntete dafür viele
Lacher.
Welche Vision haben Sie als ASW-Präsident für die nächsten 50 Jahre?
Mein Ziel ist es, die Kräfte innerhalb der
Kommunikationsbranche zu bündeln, um
auch politisch eine grössere Schlagkraft zu
erlangen – national, aber auch international.
Und ich persönlich hoffe, dass ich in 50 Jahren nicht mehr Präsident der ASW bin, aber
als Ehrenpräsident noch einigermassen vital
sein werde.