Wilhelm- Busch- Realschule Dortmund
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Wilhelm- Busch- Realschule Dortmund
WilhelmBuschRealschule Dortmund S C H U L P R O G R A M M Impressum Herausgeber : Wilhelm-Busch-Realschule Höfkerstr. 7 44149 Dortmund Tel. : Fax : E-Mail : Homepage : Steuerungsgruppe und Redaktion : 0231 / 47789860 0231 / 47789889 [email protected] wbr-do.de RR Carl Kuhmann RKR’n Simone Linnewerth SI´n Simone Kaip SI´n Meike Belter Layout : RR Carl Kuhmann Druck : Eigendruck Dortmund, Dezember 2014 überarbeitete Auflage Inhalt I. Leitziele – Leitgedanken - Allgemeine Ziele der Realschule - Bildung und Erziehung an der WBR - Leitbild der WBR - Leitziele und ihre Bedeutung - Werteerziehung - Schulordnung - II. Die Gegebenheiten der Wilhelm-Busch-Realschule - Lage und Einzugsgebiet - Chronik - Schülerschaft - Kollegium - Gebäude - Lehrerraummodell - III. Arbeitsfelder, Bausteine, Säulen • Qualitätssicherung - Deutsch - Englisch - Mathematik - • Gesundheitserziehung - Beratung und Gesundheitsförderung - • Berufswahlorientierung - Berufswahlvorbereitung - Fächerübergreifendes Lernen - Kooperationen - BWO-Team - Bausteine - Beratungskonzept - • Erprobungsstufe - Sanfter Schuleinstieg - Kleine Botschafter - Sozialtraining - • Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung - Ziele und Durchführung - Lernen lernen - individuelle Förderung - • Technologische Medienkompetenz - Das Medienkonzept der Wilhelm-Busch-Realschule - Informations- und Kommunikationstechnologie - Internetrecherche im Unterricht - Computerecken - IV. Schulleben • Mitwirkung - Elternvertretung - Förderverein - Schülervertretung - Lehrerrat - • Öffnung der Schule - Außerschulische Kooperationspartner - Tag der offenen Tür - Abschussfeier - • Unterrichtliche und außerunterrichtliche Veranstaltungen - Klassenfahrten - Zeche Zollern - TheaterReal - Bus & Bahn - • Pausengestaltung - Milchbar - Schülerbücherei - • Projekte - Deeskalationstraining - Kosmetikprojekt - Schulgottesdienste - Schulhausgestaltung - Schulsanitätsdienste - Schulsozialarbeit - Streitschlichtung - Umwelterziehung - Verkehrserziehung - Vorlesewettbewerb - Zeitung und Schule - • Aktivitäten im Bereich Sport - Sportliche Aktivitäten - V. Perspektiven - Aspekte der Weiterarbeit - Fortbildungskonzept - I. Leitziele - Leitgedanken - Allgemeine Ziele der Realschule - Bildung und Erziehung an der WBR - Leitbild der WBR - Leitziele und ihre Bedeutung - Werteerziehung - Schulordnung - Allgemeine Ziele der Realschule Die Realschule ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule der Sekundarstufe I. Sie baut auf den Lern- und Sozialerfahrungen der Grundschule auf und führt Schülerinnen und Schüler in einem 6-jährigen Bildungsgang zum Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife -. Besondere Leistungen berechtigen zum Besuch der gymnasialen Oberstufe in den unterschiedlichen Schulformen. Der Bildungsgang ist so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler der Realschule ihren Bildungsweg sowohl in der Berufsausbildung als auch in berufs- und studienbezogenen Bildungsgängen der Sekundarstufe II fortsetzen können (vgl. Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule in Nordrhein-Westfalen). Die Realschule orientiert sich in ihrem Wirken grundsätzlich an der Lebenswirklichkeit. Sie reagiert dabei durch entsprechende Unterrichtsgestaltung auf sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Erziehungs- und Bildungsauftrag der Realschule Die allgemeinen pädagogischen Leitlinien für den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule sind in der Landesverfassung und in den Schulgesetzen formuliert. Diesem Auftrag entsprechend bietet die Realschule den Schülerinnen und Schülern Hilfen und Anregungen auf dem Weg zur Mündigkeit. Sie sollen mündig werden für eine selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Lebensgestaltung. Personale und soziale Erziehung sowie fachliche Bildung werden als miteinander verknüpfte und aufeinander bezogene Aufgaben begriffen, die in einem erziehenden Unterricht in Zusammenhang gebracht werden. Um Verantwortungsbewusstsein entwickeln zu können, müssen sie neben der Entfaltung ihres individuellen Selbstverständnisses auch Weltverständnis erwerben und entwickeln. Das verantwortungsvolle Selbst- und Weltverständnis ist Grundlage der Teilhabe und Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse. Darüber hinaus werden dafür entsprechende Sachkenntnisse, Fachkompetenz, die Fähigkeit zu analysieren, Team- und Konfliktfähigkeit, Toleranz, Solidarität und ethische Urteilsfähigkeit benötigt bzw. vermittelt und geübt. Der in diesem Sinne erziehende Unterricht muss den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich in einem förderlichen Lernklima in folgender Hinsicht wiederzufinden: - Erkennen, Erproben und Erweitern kognitiver, praktischer und sozialer Fähigkeiten - Entwickeln kreativer Fähigkeiten und Fertigkeiten - Entdecken und Entfalten persönlicher Interessen und Neigungen - Erproben emotionaler, sinnlicher und ästhetischer Wahrnehmungen und Erfahrungen - Festigen bereits erworbener Fähigkeiten und Hinzugewinnen neuer Erfahrungen auf allen vorgenannten Gebieten. Schule ist somit ein Erfahrungsraum, in dem Kenntnisse, Einsichten und Handlungsmöglichkeiten für die Bewältigung und Gestaltung der persönlichen und gemeinsamen Gegenwart und Zukunft erworben, erprobt und entwickelt werden . Dirk Heidemeyer Ziele Das Miteinander von Lehrerinnen u. Lehrern, Schülerinnen u. Schülern und Eltern wird getragen von gegenseitiger Wertschätzung, Offenheit und Toleranz. Die Wilhelm-BuschRealschule orientiert ihren Unterricht an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen u. Schüler. Wir nehmen unseren Erziehungsauftrag durch die Vermittlung von Werten aktiv wahr. Die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden entwickelt und gestärkt. Wir orientieren uns an dem Prinzip des Förderns und Forderns. Was heißt das konkret? - aktive Einbindung aller Beteiligten - transparente Strukturen - offene Kommunikation - Schule nimmt ichren Erziehungsauftrag aktiv wahr - Unterricht und Erziehung bilden eine Einheit - Vermittlung und Stärkung von Schlüsselqualifikationen, insbesondere Konfliktlösungsstrategien Wie machen wir das? Umgang mit - Schülerinnen u. Schülern - Kollegium - Schulleitung - Eltern - externe Partner - Verstärkung des handlungsorientierten Unterrichts - Prinzip der Erfahrungsorientierung - Bedeutung von Projektarbeit - Qualitätssicherung in Deutsch, Mathe und Englisch - Vermittlung technologischer Medienkompetenz - Lehrerinnen u. Lehrer nehmen Vorbildfunktion durch Professionalität u. Kooperation wahr Beispiele und Projekte - Mitwirkung der Eltern - Sprechstunden - Stammtisch - Beratungsgespräche - Gemeinschaftsveranstaltung - Förderverein - die Erziehungsprinzipien sind bekannt u. zwischen Lehrerin nen u. Lehrern, Eltern und Kindern akzeptiert - Training fairer und sozialer Verhaltensformen - Schulordnung - Verhaltensregeln - Entwicklung und Förderung des Verantwortungsbewusstseins - Differenzierte Angebote unter Berücksichtigung der individuellen Stärken u. Schwächen - Bsp. Fördern: Förderunterricht in den FächernDeutsch, Mathe. u. Englisch - Bsp. Fordern: Einhalten von Verhaltensregeln und -normen - Konzept der Erprobungsstufe „Sanfter Schuleinstieg“ Projekt „Lernen lernen“ Sockeltraining Kl. 5 - Öffnung der Schule Kooperationspartner Gesundheitsprophylaxe ZEUS - hoher Stellenwert der aktiven Berufsorientierung und – vorbereitung - Denkzettel - Trainingsraum - Gewaltprävention - Streitschlichtung - Schülerbücherei - Milchbar Bildung und Erziehung an der WBR Die Bildungs- und Erziehungsziele der Wilhelm-Busch-Realschule ergeben sich aus den vorgenannten allgemeinen pädagogischen Leitlinien für den Erziehungs- und Bildungsauftrag. Vom Schuljahr 1997/98 an traten neue Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule in Nordrhein-Westfalen in Kraft. Ihre Vorgaben und Impulse flossen in die Überarbeitung unserer aktuellen schuleigenen Lehrpläne ein, dabei ist die Überarbeitung des Lehrplans Sport noch nicht abgeschlossen. Die schuleigenen Lehrpläne tragen den besonderen Gegebenheiten und Voraussetzungen der Schule Rechnung und bieten die notwendigen Freiräume für individuelle pädagogische und fachliche Entscheidungen. Der handlungsorientierte Unterricht wurde in seinem Umfang und Stellenwert erhöht, das Prinzip der Erfahrungsorientierung wird verstärkt einbezogen. Das Prinzip der Wissenschaftsorientierung wird dabei nicht vernachlässigt, sondern verstärkt auf die Lebenswirklichkeit der Schüler/innen hin überprüft und bezogen. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet Revierpark Wischlingen ermöglicht zum Beispiel, im Biologie-, Erdkunde- oder Sportunterricht durch unmittelbare Lern- und Erfahrungsangebote Akzente zu setzen, das natürliche Umfeld unter bestimmten Aufgabenstellungen zu erkunden und zu erleben. Die Fachbereiche Technik , Informationstechnologische Grundlagen (diese bereits in Klasse 7) und Informatik zeigen die Orientierung an der Lebenswirklichkeit der Schüler/innen und die Zukunftsbezogenheit der Lernangebote. Dazu zählt selbstverständlich auch der in den Fächern Deutsch, Politik und Mathematik untereinander Berufswahlfähigkeit im abgestimmte Allgemeinen, Unterricht zur Vor- und zur Förderung der Nachbereitung der Schülerbetriebspraktika sowie die begleitende Betreuung während des Praktikums durch die BetreuungslehrerInnen im Besonderen. Mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes Dortmund und den weiterführenden allgemeinbildenden und beruflichen Schulen besteht eine in den Jahren gewachsene enge und fruchtbare Kooperation hinsichtlich der Beratung und Vermittlung in schulische oder betriebliche Ausbildungsstellen oder zur Erlangung eines höherwertigen Schulabschlusses. Lern- und Anstrengungsbereitschaft werden durch die Art des Unterrichts und die Art des Umgangs miteinander gefordert und gefördert. Über grundsätzliche Fragen der Wissensvermittlung, der Umgangsformen untereinander und des erzieherischen Einwirkens wurde innerhalb des Kollegiums und mit Eltern und Schülern ein Konsens erarbeitet und in der „Schulordnung der Wilhelm-Busch-Realschule“ kodifiziert. Alle Beteiligten wünschen sich eine Schule, die durch den möglichst rücksichtsvollen und gewaltfreien Umgang miteinander und ihr äußeres Erscheinungsbild ein angenehmes Umfeld für gutes, erfolgreiches Lernen bietet. Das Schulgebäude befindet sich nach einer Komplettsanierung im Jahre 2005 in einem neuwertigen Zustand und soll durch entsprechend pflegliche Behandlung möglichst lange so bleiben. Auch aus diesem Grund werden die Schüler/innen der WBR altersangemessen in den Schulalltag miteingebunden. Das bedeutet in diesem Zusammenhang die Übernahme von Verantwortung für den Zustand, die Sauberkeit und Ordnung des eigenen Lernumfeldes vom Klassendienst in jeder einzelnen Klassengemeinschaft über die Mithilfe bei der Pausenaufsicht durch Schüler/innen der Klassen 10 bis zur Kontrolle der Schülertoiletten durch Schüler/innen der Klassen 8. Diese Aufgaben und Verantwortungsbereiche gestalten das Gesamtklima positiv mit und führen auch zu einer Identifikation mit der eigenen Schule. Gleichwohl treten selbstverständlich auch an der WBR Konflikte und Gewaltphänomene verschiedener Intensitäten auf. Besonders solche Situationen sorgen dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer eingreifen und damit Normen vermitteln oder Verhalten korrigieren müssen. Dieses findet in der Regel in Form von Gesprächen, Ermahnungen oder Sanktionen statt, wobei die Einhaltung von bestehenden Regeln und Gesetzen mit Nachdruck gefordert und Grenzen gesetzt werden. Das Phänomen Gewalt und der angemessene Umgang damit war in den letzten Jahren mehrfach Thema pädagogischer Konferenzen und Seminare. Diese Probleme werden auch weiterhin Thema schulinterner Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen des Lehrerkollegiums sein. Bisherige schon durchgeführte Aktivitäten für und mit den Schülern und Schülerinnen im Rahmen der Gewalt– und Drogenvorbeugung werden in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten unterrichtlich und außerunterrichtlich regelmäßig durchgeführt. Das Projekt „Ausbildung von Streitschlichtern und –schlichterinnen“, begonnen vor drei Jahren, zeigt große kommunikative Bereitschaft und Problemlösefähigkeiten unserer Schüler und Schülerinnen, die weitgehend in eigener Verantwortung und Initiative Problemstellungen des Zusammenseins zwischen den Schülern und Schülerinnen bearbeiten. Zusammenfassung : Kennzeichen unserer Schule sind: Offenheit und Transparenz zwischen Schulleitung, Kollegium und Eltern- und Schülerschaft Konsens hinsichtlich der Erziehungsziele bei allen Beteiligten : Werteerziehung Stärkung der Sozialkompetenz Fördern und Fordern Orientierung an der Lebenswirklichkeit durch qualifizierten Fachunterricht Dirk Heidemeyer L e i t b i l d der WBR Die Wilhelm-Busch-Realschule befähigt die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben mit Selbstvertrauen und in Eigenverantwortung zu gestalten. Sie leitet sie an, selbstständig Wissen und Kompetenzen zu erlangen und sich kooperativ und verantwortlich zu verhalten. Das Miteinander von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und Eltern wird getragen von gegenseitiger Wertschätzung, Offenheit und Toleranz. Leitziele: Die Wilhelm-Busch-Realschule orientiert ihren Unterricht an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler. Wir nehmen unseren Erziehungsauftrag durch die Vermittlung von Werten aktiv wahr. Die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden gezielt entwickelt und gestärkt. Wir orientieren uns an dem Prinzip des Förderns und Forderns. Leitziele und ihre Bedeutung 1. „Die WBR orientiert ihren Unterricht an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler“ Kernaussage: Lebenswirklichkeit - Die Schüler da abholen, wo sie sind: kulturell, entwicklungsmäßig, familiär, emotionell. - Das, was die Schüler erleben, was sie erhoffen und befürchten, was sie mögen zum Thema des Unterrichts machen, - die Chancen und Risiken einbinden in ihrer Gegenwart und Zukunft. 2. „Wir nehmen unseren Erziehungsauftrag durch die Vermittlung von Werten aktiv wahr“ Kernaussage: Erziehungsauftrag / -werte 3. - Werte sind definiert und verabredet, - die Einhaltung wird gefordert und kontrolliert, - Konsequenzen müssen bei Nichteinhaltung folgen. „Die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden gezielt entwickelt und gestärkt“ Kernaussage: Sozialkompetenzen - Toleranz, Kooperation, Verantwortungsbewusstsein, Respekt - Werte des Erziehungsauftrages aus Ziel zwei - Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und personale Kompetenzen 4. „Wir orientieren uns an dem Prinzip des Förderns und Forderns“ Kernaussage: Fördern und Fordern - Fördern ist praktisch alles, was in der Schule passiert: Umfeld, Klima, Unterricht, Förderung, Praktika, Beratung…. - WBR-Kollegium Fordern findet im Unterricht statt. Werteerziehung Die Wilhelm- Busch- Realschule sieht sich nicht nur als reine Bildungsstätte, sondern als ein vielfältiger Lebensraum, der einen großen Teil der Zeit von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern beansprucht. Es ist uns ein großes Anliegen, diese Zeit sinnvoll zu gestalten und zu nutzen. Alle am Schulleben der WBR Beteiligten sollen Zufriedenheit erfahren können, zum einen durch Erfolge in der Arbeit als auch zum anderen dadurch, dass sie sich in der Schule wohl fühlen. Hierbei ist besonders zu berücksichtigen, dass die Realschule im Dortmunder Westen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunft und Leistungsfähigkeit besucht wird. Durch eine Anleitung zu rücksichtsvollem Umgang miteinander und der Förderung und Stärkung des individuellen Verantwortungsbewusstseins wollen wir soziales Verhalten ausprägen und einüben und des Weiteren Schlüsselqualifikationen sowie traditionelle Werte fördern und entwickeln. Vorwort Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Gesellschaft auf, die einem immer schnelleren Wandel unterlegen ist: Norm- und Wertvorstellungen verändern sich ständig. Unterschiedliche Familienformen stehen nebeneinander. Freiräume zum Ausprobieren und Sammeln von Erfahrungen sind kaum vorhanden. Diese Veränderungen wirken sich sowohl auf das Familienleben als auch auf das schulische Leben aus. Schüler/innen geraten mehr und mehr in Konfliktsituationen mit Eltern, Lehrern, Mitschülern und mit sich selbst. Lehrer/innen müssen sich oftmals neben ihrer eigentlichen Lehrtätigkeit auch mit allgemeinen Problemen von Schülerinnen und Schülern auseinander setzen. Ziele Durch Anleitung zu rücksichtsvollem Umgang miteinander und Stärkung des Verantwortungsbewusstseins wollen wir soziales Verhalten einüben und Schlüsselqualifikationen fördern und entwickeln. Es wird heute besonders deutlich, dass Unterricht und Erziehung nicht voneinander zu trennen sind, sondern eine Einheit bilden. Strikte und konsequente Erziehungsarbeit legt die Grundlage für ein erfolgreiches Lernklima für alle Beteiligten. Folglich ist aber auch guter Unterricht Voraussetzung für ein Arbeitsklima, in dem Erziehung positiv gedeihen kann. Erziehung geschieht in erster Linie im und durch den Unterricht. Erziehung ist als ein wesentliches Handlungsprinzip anzusehen, welches das gesamte Schulleben kennzeichnet und dies wie einen „roten Faden“ durchzieht. Wir müssen uns, wie aus im Vorwort schon erwähnten Gründen, heute und sicherlich auch in der Zukunft zunehmend unterrichtlich und erzieherisch auf Schüler/innen einstellen, die mit Misserfolgen, sprachlichen Defiziten und sozialen Problemen zu uns kommen. Deshalb sind aufgrund dieser Erkenntnis folgende primäre Erziehungsziele zu nennen: Training fairer und sozialer Verhaltensformen Entwicklung der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen Entwicklung von Schlüsselqualifikationen Akzeptanz allgemeingültiger Werte Zu den Schlüsselqualifikationen rechnen wir: Lern- und Leistungsbereitschaft Kritikfähigkeit Teamfähigkeit Zuverlässigkeit Kooperationsfähigkeit Selbstständigkeit Kommunikationsfähigkeit Sachkompetenz Kreativität Pünktlichkeit Aufrichtigkeit Einsatzbereitschaft Bedingungen für erfolgreiche Erziehungsarbeit Verständigung aller auf gemeinsame Ziele und sinnvolle Regeln Freundliches Schulklima, geprägt durch gegenseitige Akzeptanz und Achtung aller, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft Vorbildliches Verhalten, hierzu gehört insbesondere verlässliches, konsequentes und möglichst einheitliches Handeln aller pädagogisch Tätigen Organisationsstrukturen, die dauerhafte vertrauensvolle Lehrer- Schülerbeziehungen fördern, aber auch Chancen für Wechsel und Neubeginn ermöglichen. Regeln für ein erfolgreiches Arbeiten und Miteinander in der WBR Für alle Schulen in Nordrhein-Westfalen regelt das Schulgesetz und die Allgemeine Dienstordnung für Lehrerinnen und Lehrer (ADO) die Rechte und Pflichten von Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen. Durch die Schulmitwirkungsgremien unserer Schule wurden folgende interne Regelungen beschlossen: Schulordnung (Anlage) Diese Regelungen und ihre konsequente Anwendung erreichen ein einheitliches Erziehungshandeln und bilden das Grundgerüst für einen geregelten Schulbetrieb. Sie dienen dem Schutz der Persönlichkeits- und Eigentumsrechte aller in der Schule Arbeitenden und helfen Schäden am Schulgebäude, seinen Einrichtungen und Außenanlagen zu vermeiden. Verstoß oder Missachtung von Persönlichkeitsrechten, Sachbeschädigungen, Pflichtverletzungen, Unterrichtsstörungen, Verstöße gegen anerkannte Normen, bestehende Gesetze und Regeln werden grundsätzlich nicht geduldet und konsequent geahndet. Zudem zeigt die WBR im Zusammenwirken mit den Eltern ein entschlossenes Handeln, wenn es um den notwendigen Gebrauch von Erziehungsund Ordnungsmaßnahmen geht, da z.B. besonders die Missachtung der Person und die Anwendung von physischer und psychischer Gewalt nicht tolerierbar sind. Rassismus stellt im Schulalltag vordergründig kein auffälliges Problem dar, da die Schüler/innen der WBR überwiegend einen vergleichbaren religiösen und kulturellen Hintergrund haben. Aber dennoch findet sich dieses Problem immer häufiger auf der Ebene der persönlichen Einstellungen der Schüler/innen. Hier muss die Erziehung zu Toleranz und Offenheit weiter verstärkt werden. So gehen wir auf die kulturellen Unterschiede der Herkunftsländer unserer Schüler/innen ein und leiten sie zum Kennenlernen anderer Kulturen, Völker sowie Religionen an. Das geschieht in Schulgottesdiensten und besonders innerhalb des Unterrichts der verschiedenen Fächer wie z.B. Politik, Praktische Philosophie oder in dem Fach Religionslehre, aber auch durch außerschulische Veranstaltungen wie den regelmäßigen Besuch der Ausstellung zum Judentum in der „Alten Synagoge“ in Essen. Bei allen erzieherischen Maßnahmen sollen folgende Gesichtspunkte beachtet werden: Der Schüler soll sein Fehlverhalten als solches verstehen und einsehen können. Schäden sollen wieder gut gemacht werden (Opfer- Täter- Ausgleich). Alle Beteiligten sollen die Maßnahme als angemessen und gerecht akzeptieren können. Mögliche Maßnahmen sind unter anderem: Gespräch, Ermahnung, Tadel (evtl. unter Zuziehung der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers und Eintragung in ein Protokollbuch) Nacharbeit in der Schule, in freien Randstunden oder zu Hause Bestellung zu besonderen Arbeiten in der Schule am Nachmittag Benachrichtigung der Eltern Einschaltung der Schulleitung Zusammentreten der Klassenkonferenz bzw. der Lehrerkonferenz und Anwendung der gesetzlichen Ordnungsmaßnahmen Einschaltung außerschulischer Einrichtungen und Instanzen (Beratungs- und Jugendhilfeeinrichtungen, Polizei). In dringenden Fällen kann die Schulleitung im Vorgriff auf Ordnungsmaßnahmen eine Schülerin oder einen Schüler sofort vom Unterricht ausschließen. Die Schüler/innen und die Lehrer/innen haben Rechte: Jeder Lehrer und jede Lehrerin hat das Recht, ungestört zu unterrichten. Jeder Schüler und jede Schülerin hat das Recht, ungestört zu lernen. Jeder muss stets die Rechte des anderen akzeptieren. Hieraus wurden folgende Regeln für das von den Schülerinnen/Schülern zu erwartende Verhalten im Unterricht abgeleitet, die für alle gelten, in allen Klassen aushängen und auf deren Einhaltung alle Lehrer/innen zu achten haben: Ich höre zu, wenn andere Ich gehe rücksichtsvoll mit anderen um. sprechen. Ich warte, bis ich aufgerufen Ich befolge die Anweisungen des Lehrers werde. bzw. der Lehrerin. Ich achte das Eigentum anderer. Ich spreche höflich. Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich. Die Schüler/innen sollen lernen, dass die Einhaltung dieser Regeln Voraussetzung dafür ist, dass sie ihr eigenes Recht auf Unterricht wahrnehmen können und dass sie für ihr Tun selbst verantwortlich sind. Weitere Erziehungsprogramme Gewalt- und Suchtprävention Streitschlichtung Gesundheitsprophylaxe Verkehrserziehung Persönlichkeitsgestaltung Sexualberatung und AIDS-Prävention (Kl. 9/10, in Zusammenarbeit mit Pro Familia und Arbeiterwohlfahrt) Jörn Schürrle Die Schulordnung der Wilhelm – Busch – Realschule Präambel Unser gemeinsames Anliegen ist es, eine freundliche Atmosphäre in unserer Schule zu schaffen. Die persönliche Freiheit jedes Einzelnen findet dort eine Grenze, wo es die Rücksichtnahme auf den anderen nötig macht. Lehrer und Schüler bilden eine Gemeinschaft. Alle haben Pflichten. Diese Gemeinschaft kann nur funktionieren mit gegenseitigem Vertrauen, durch Übernahme von Verantwortung und Verständnis für- einander. Alle sollen sich höflich begegnen. Missverständnisse und Streitigkeiten sollen im Gespräch geklärt werden. Toleranz gegenüber anderen Konfessionen und Nationalitäten ist selbstverständlich. Vor dem Unterricht Der Unterricht beginnt um 8.00 Uhr. Um 7.55 Uhr - nach dem ersten Klingeln betreten die Schülerinnen und Schüler rücksichtsvoll das Gebäude und begeben sich unverzüglich in die Klassenräume, zu den Fachräumen oder zu den mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern vereinbarten Treffpunkten. Bei ungünstiger Witterung können sich die Schülerinnen und Schüler bereits ab 7.45 Uhr im Pädagogischen Zentrum (PZ) aufhalten. Auch bei späterem Unterrichtsbeginn können sich die Schülerinnen und Schüler im PZ aufhalten, ohne den Unterricht in den umliegenden Fachräumen zu stören. Im Unterricht Zu Beginn jeder Stunde begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf ihre Plätze und bereiten sich auf den Unterricht vor. Mützen und Jacken werden zuvor abgelegt. Es ist selbst-verständlich, dass während des Unterrichts nicht gegessen, getrunken oder Kaugummi gekaut wird. Störungen des Unterrichts wie Schwatzen, In-die-Klasse-Rufen, Umherlaufen o.Ä. beeinträchtigen das gemeinsame Lernen. Das Verlassen des Klassenraumes während des Unterrichts ist nur in Ausnahmefällen mit Erlaubnis des Lehrers /der Lehrerin möglich. Die Lehrkraft beendet den Unterricht. Pausen a) Große Pausen Mit Beginn der großen Pause begeben sich alle Schülerinnen und Schüler auf das Pausengelände. Dies geschieht zügig, auf direktem Wege und ohne Drängeln und Schubsen. Die Lehrkraft verlässt zuletzt den Raum. Schülerinnen und Schüler, die die Schülerbücherei aufsuchen wollen, begeben sich sofort dorthin. Die Schülerinnen und Schüler nehmen ihre Materialien mit in die Pause. Geld und andere Wertgegenstände trägt jeder grundsätzlich bei sich. (Die Schule übernimmt keine Haftung!) In den Pausen darf das Schulgelände (siehe Skizze) von den Schülerinnen und Schülern nicht verlassen werden. Nicht zum Pausengelände gehören der Parkplatz sowie der Eingangsbereich. Die Toiletten sind keine Aufenthaltsräume. Bei Regen und Schneefall bleiben alle Schülerinnen und Schüler im PZ. Hier sind Ball- und Laufspiele nicht erlaubt. Die Entscheidung über eine Regenpause trifft die Außenaufsicht, und zusätzlich wird dreimal geklingelt. Ansprechpartner bei Streitigkeiten und Verletzungen sind die aufsichtsführenden LehrerInnen und SchülerInnen. Ihren Anordnungen ist stets Folge zu leisten. Laut SchulG besteht auf dem gesamten Schulgelände für alle Schülerinnen und Schüler Rauchverbot. b) Kleine Pausen Die kleinen Pausen dienen ausschließlich dem Raum- und Lehrerwechsel. Schülerinnen und Schüler können in dieser Zeit auch die Toilette aufsuchen. Nach dem Unterricht Die Schülerinnen und Schüler stellen die Stühle hoch, schließen die Fenster und räumen ihren Platz auf. Sie verlassen den Raum in sauberem Zustand, bei größerer Verschmutzung wird mit einem Besen durchgefegt. Was sonst noch wichtig ist Jeder versucht mit jedem rücksichtsvoll und freundlich umzugehen, Schwächere zu schützen und Streit zu schlichten. Zur Freundlichkeit gehört auch, dass man sich grüßt und freundlich anredet. Jeder Angehörige der Schule ist für die Sauberkeit der Schulanlage – innen und außen – verantwortlich. Abfälle gehören in die dafür vorgesehenen Behälter. Jeder meldet sofort Beschädigungen, Verluste und Unfälle. Wer mutwillig Eigentum oder Einrichtungen zerstört oder beschädigt, handelt verantwortungslos und muss für den Schaden aufkommen. Um die Gesundheit nicht zu gefährden, Unfälle und Sachbeschädigungen zu vermeiden, ist Folgendes grundsätzlich nicht erlaubt: 1. 2. 3. 4. Rauchen auf dem gesamten Schulgelände Alkohol und andere Rauschmittel Auseinandersetzungen mit tätlichen Angriffen Mitbringen von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen (z.B. Messer, Reizgas etc.) 5. Mitbringen elektronischer Geräte (z.B. Walkman, CD-Player, Pointer etc.) 6. Handys sind auszuschalten Die Toilettenaufsicht wird im wöchentlichen Wechsel von den 8er-Klassen übernommen. Gemäß § 43 SchulG benachrichtigen die Erziehungsberechtigten die Schule spätestens am zweiten Unterrichtstag, wenn eine Schülerin oder ein Schüler erkrankt ist oder aus anderen nicht vorhersehbaren zwingenden Gründen verhindert ist, die Schule zu besuchen. Kann die Schule wieder besucht werden, teilen die Erziehungs-berechtigten schriftlich den Grund für das Schulversäumnis mit, an-sonsten liegt ein unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht vor. Die Schulordnung ist in jedem Schuljahr Gegenstand einer Besprechung in der Klasse und in der Klassenpflegschaft. Folgende Zeiten sind zu beachten: - Benutzung der Schülerbücherei: ( montags, mittwochs und freitags 1. große Pause ) - Sprechzeiten der Lehrkräfte: nach dem ersten Schellen in den großen Pausen - Öffnungszeiten des Sekretariats: nur in den großen Pausen Schulfremde Personen auf dem Schulgelände sind der Pausenaufsicht bzw. im Sekretariat zu melden. Am 7.9.1998 von der Schulkonferenz verabschiedet. ______________________________________________________ Hiermit bestätigen wir die Kenntnisnahme der Schulordnung: ............................................................................. Unterschrift der Eltern / Erziehungsberechtigten ................................................................... Unterschrift der Schülerin/des Schülers W i l h e l m B u s c h Kurzbiographie 1832 Geboren am 15. April in Wiedensahl bei Hannover als ältestes von sieben Kindern 1847 Beginn des Studiums an der Polytechnischen Schule in Hannover Ziel: Maschinenbauer 1851 Abbruch des Studiums. Neues Berufsziel: Maler, daher Besuch der Kunstakademie Düsseldorf und der Königlichen Akademie der Schönen Künste Antwerpen 1854 Nach kurzer Rückkehr in die Heimat wegen einer Typhuserkrankung Wechsel zur Akademie der Bildenden Künste in München 1865 „Max und Moritz“ erscheint im Verlag Braun&Schneider, München 1869 Verlegung des Wohnsitzes nach Frankfurt/Main 1872 Verlegung des Wohnsitzes zurück in den Heimatort Wiedensahl 1898 Übersiedlung nach Mechtshausen im Harz 1908 Am 9. Januar gestorben II. Die Gegebenheiten der Wilhelm-Busch-Realschule - Lage und Einzugsgebiet - Chronik - Schülerschaft - Kollegium - Gebäude - Lehrerraummodell - Die Gegebenheiten der Wilhelm-Busch-Realschule Realschulen eröffnen die Möglichkeit des Eintritts in alle beruflichen und schulischen Bildungsgänge. Sie sind für viele Eltern eine überschaubare Schule, die den Eindruck einer Enklave der Ruhe und Solidität inmitten einer unruhigen, sich ständig verändernden Sekundarstufe I vermittelt. An dieser Stelle werden die Rahmenbedingungen der Wilhelm-Busch-Realschule vorgestellt. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, die räumliche Umgebung und die Entstehungsgeschichte prägen das Profil unserer Realschule. 1. Lage und Einzugsgebiet der Wilhelm-BuschRealschule in Dorstfeld Dorstfeld ist ein kleiner Vorort im Westen der Stadt Dortmund. Der Ort ist aufgeteilt in Oberund Unterdorstfeld. Die Wilhelm-Busch-Realschule liegt am westlichen Rande des Naturschutzgebiets Wischlingen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Reinoldus-Schiller-Gymnasium und mehrere Grundschulen. Das Einzugsgebiet der Realschule ist groß und umfasst neben Dorstfeld die Stadtteile DO-Huckarde, DO-Jungferntal-Rahm, DO-Marten, DO-Oespel/Kley und DO-Westerfilde. Unterdorstfeld. Die Wil- 2. Die Chronik der Wilhelm-Busch-Realschule Am 28.07.1970 zogen vier Klassen der Droste-Hülshoff-Realschule mit sechs Lehrerinnen und Lehrern in das alte Schulgebäude an der Teutoburger Str. 18 im Zentrum von Dorstfeld ein und bildeten den Grundstock für eine neue Realschule i. E. (in Entstehung). Geschützt lag die kleine Schulwelt hinter der St. Barbara-Kirche. Der Schulhof wurde durch eine hohe Ziegelmauer vor dem Verkehr geschützt. Das dreigeschossige Gebäude aus der Jahrhundertwende war ebenfalls verklinkert, die Fußböden hatten Holzdielenbelag, eine Toilette gab es unter dem Dach. Im Jahre 1971 übernahm Herr Kronsbein als eigenständiger Direktor die Leitung der neu gegründeten Schule. 1980 folgte ihm sein bisheriger Vertreter, Herr Garner, in diesem Amt. Für die anwachsende Schülerzahl war das Gebäude an der Teutoburger Straße bald zu klein. Zeitweise pendelte das Lehrerkollegium zwischen fünf Gebäuden hin und her: 1. dem Neubau Höfkerstr. 7 2. den Pavillons an der Höfkerstr. 7 3. dem Reinoldus-Gymnasium 4. dem Schiller-Gymnasium 5. der Turnhalle Oberdorstfeld. Unterdessen hatte die Realschule i. E. den Namen des großen Zeichners, Malers und Moralisten Wilhelm Busch bekommen. Er sollte das Schulleben prägen: Viele seiner bekannten Figuren, allen voran Max und Moritz, sind seitdem in etlichen Variationen immer wieder in der Wilhelm-Busch-Realschule aufgetaucht. So dient zum Beispiel das Selbstporträt Wilhelm Buschs als Emblem für unsere Schule. Im Jahre 1984 besuchten bereits rund 400 Schülerinnen und Schüler in 17 Klassen die Wilhelm-Busch-Realschule. Sie wurden von 24 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die Raumnot wurde immer größer. Gleichzeitig ging der Schülerbestand an den beiden benachbarten Gymnasien zurück. Dieser Umstand führte zu dem Beschluss des Rates der Stadt Dortmund, die beiden Gymnasien in einem Gebäude zusammenzulegen. So konnte unsere Realschule 1990 in das Hauptgebäude an der Höfkerstr. 7 einziehen. Mit dem Gebäudewechsel ging ein Wechsel in der Schulleitung einher: Herr Garner trat in den Ruhestand. Herr Kuhmann übernahm die Führung der Wilhelm-Busch-Realschule mit 455 Schülerinnen und Schülern. Der Schülerzustrom schwoll weiter an. Im Schuljahr 1994/95 wies die Schule zum ersten Mal vier fünfte Klassen auf. Mit 529 Schülerinnen und Schülern und 29 Lehrerinnen und Lehrern begann ein neues Zeitalter in der Schulgeschichte. Die familiäre Dreizügigkeit war damit Vergangenheit. Der Rat beschloss, wegen der weiter wachsenden Schülerzahlen die Wilhelm-Busch-Realschule ab dem Schuljahr 1996/97 nun sogar fünfzügig zu führen. Der bereits stillgelegte Pavillon musste reaktiviert werden. Auch der Sportunterricht war nicht mehr allein in der eigenen Halle unterzubringen. Der Schule wurden die Schwimmhalle in Dorstfeld und die Körnighalle in der Stadtmitte zur Verfügung gestellt. Im Jahre 2000 – die Schule war unterdessen auf 800 Schülerinnen und Schüler sowie 40 Lehrerinnen und Lehrer angewachsen – erreichte die Wilhelm-BuschRealschule eine Hiobsbotschaft: Das komplette Schulgebäude war PCB-verseucht. Nach intensiver Diskussion in den zuständigen Fachausschüssen beschloss der Rat der Stadt, die Wilhelm-Busch-Realschule ab dem 2. Februar 2001 einer Grundsanierung zu unterziehen. Das gesamte Gebäude wurde bis zu diesem Termin leer geräumt, alle brauchbaren Materialien kamen in Seecontainer, und die Schülerinnen und Schüler zogen in zwanzig auf dem Schulhof aufgestellte Raumcontainer um. Der Unterricht in diesen Behelfsräumen forderte während der nächsten Monate allen Beteiligten viel Geduld und Disziplin ab. Rücksichtnahme und Einschränkungen wurden nach einem halben Jahr schließlich reichlich belohnt. Das Hauptgebäude konnte zum Beginn des neuen Schuljahrs am 20. August 2001 wieder bezogen werden. Es erstrahlte nun in neuem Glanz, war mit modernster Technik ausgestattet und vor allem frei von PCB. Heute ist die Wilhelm-Busch-Realschule eine der schönsten Schulen in Dortmund. Sie ist umgeben von viel Natur, liegt fern ab vom Verkehrslärm und ist dennoch gut zu erreichen. Zurzeit besuchen 625 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt in 23 Klassen, unsere Schule. Sie werden unterrichtet von 35 Lehrerinnen und Lehrern sowie zwei LehramtsanwärterInnen. 3. Schülerschaft der Wilhelm-Busch-Realschule Die Bildungsexpansion der letzten Jahrzehnte hat eine weitgehende Scholastisierung des gesamten Schulwesens mit sich gebracht. Die Realschulen sind zu den Gewinnern der Reform avanciert, und dies nicht nur auf bildungsstatistischer Ebene, sondern vor allem auch im Hinblick auf die inneren Schulstrukturen. Die Veränderung des Generationenverhältnisses, wie sie sich mit den Wandlungen der Familienstrukturen eingestellt hat, trägt zu den wachsenden Orientierungsproblemen von Kindern und Jugendlichen bei. Der Rückgang der Kinderzahlen in den Familien, die wachsenden Scheidungsquoten, die gestiegene Mobilität im Verbund mit gleichzeitig stark gewachsener Lebenszeiterwartung sowie die Doppelberufstätigkeit in den Familien haben insgesamt dazu geführt, dass sich die Trennungen und Brüche zwischen den Generationen wesentlich verhärten. Bei der genauen Betrachtung des Schülerpotentials der Wilhelm-Busch-Realschule muss dessen Herkunft berücksichtigt werden. Damit ist zum einen das Elternhaus und zum anderen die besuchte Grundschule gemeint. Die Schülerinnen und Schüler wachsen nur noch teilweise in sogenannten "NormFamilien" (Vater, Mutter, ein oder zwei Kinder) auf. Die Entwicklung zum "Einzelwesen" bei Kindern aus dem Einzugsgebiet der Wilhelm-Busch-Realschule ist sehr verbreitet, allerdings wird hier die Sorge bzw. schulische Betreuung seitens der Eltern oder zumindest eines Elternteils noch für wichtig und lebensnotwendig angesehen. Die Schülerinnen und Schüler unserer Realschule stammen zum größten Teil aus Dorstfeld und Huckarde. Aufgrund der räumlichen Lage des Schulgebäudes kommen fast alle Schülerinnen und Schüler entweder mit dem Fahrrad, dem Bus oder der SBahn zur Schule. Die Aufteilung der Schülerinnen und Schüler nach Stadtgebieten ist in der folgenden Tabelle aufgelistet: Ortsteil SchülerInnen Dorstfeld 189 Huckarde, Rahm 302 Marten 89 Somborn 19 Sonstige 26 Summe: 625 Der Ausländeranteil ( 5,6 % ) in der Wilhelm-Busch-Realschule ist nicht auffallend hoch. Eine größere Verschiebung dieses Verhältnisses ist in nächster Zeit allerdings zu erwarten, da die umliegenden Grundschulen heute schon mit einem höheren Anteil besetzt sind. Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick des heutigen Standes: Staatsangehörigkeit SchülerInnen Deutschland 590 Türkei 19 Jugoslawien 3 Polen 3 Sonstige 10 Summe: 625 4. Das Kollegium der Wilhelm-Busch-Realschule Für eine schulorganisatorisch erfolgreich durchführbare und pädagogisch sinnvolle Arbeit ist es notwendig, die Lehrpläne unterrichtlich umzusetzen und den Umfang ihrer Verwirklichung auszurichten an der momentanen schuleigenen Situation. Dabei ist eine angemessene Lehrerbesetzung von grundlegender Bedeutung. Diese Voraussetzung ist zz. bei der Wilhelm-Busch-Realschule voll gegeben. Das 37 Mitglieder starke Kollegium besteht aus derzeit 25 Vollzeitkräften, acht Teilzeitkräften, zwei Sonderpädagoginnen und zwei LehramtsanwärterInnen. Dank dieser Besetzung können alle Fächer im notwendigen Umfang unterrichtet werden. Darüber hinaus ist es erwähnenswert, dass die Fächer Technik und Informatik an der Schule nicht nur, wie sonst allgemein üblich, von männlichen, sondern auch von weiblichen Pädagogen vertreten werden. Optimiert werden müsste in Zukunft der musisch-künstlerische Bereich. Das liegt zum einen daran, dass eine sehr erfahrene Kollegin im kommenden Jahr ihren Ruhestand antritt und noch kein adäquater Ersatz in Aussicht ist, und zum anderen, dass es in der Wilhelm-Busch-Realschule noch keine musisch-künstlerische Differenzierung gibt. 5. Das Gebäude der Wilhelm-Busch-Realschule Wer die Wilhelm-Busch-Realschule betritt, sieht sofort, dass das gesamte Gebäude eine Grundsanierung erfahren hat. Auch technisch ist es jetzt auf dem neuesten Stand. Jedes Klassenzimmer hat dem heutigen Standard entsprechend einen Internetanschluss. Die Fachräume sind mit vielen technischen Neuheiten ausgerüstet und vermitteln schon durch das moderne Outfit eine eigene Motivation zum Lehren und Lernen. Die naturwissenschaftlichen Räumlichkeiten entsprechen allen notwendigen Sicherheitsvorschriften und sind für praktisches experimentelles Arbeiten der Schülerinnen und Schüler bestens ausgestattet. und Die Klassenräume, Flure und Treppenaufgänge sind hell und freundlich gestaltet, damit sich die Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler während des Schulalltages an der Wilhelm-Busch-Realschule wohl fühlen. Zu Beginn des Schuljahres 1997/98 meldeten sich zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10, die Interesse zeigten Wandbilder zu malen. So wurde die Arbeitsgemeinschaft „Wandmalerei“ eingerichtet. Einmal wurden Werke namhafter Künstler ( Hundertwasser, Kandinsky, Mirò ... ) reproduziert, ein anderes Mal Elemente aus der Farbenlehre großflächig dargestellt. Irgendwann kam dann die Idee, die Figuren des Namensgebers der Schule und ihren Standort in großen Wandbildern im Pädagogischen Zentrum in Szene zu setzen: Wilhelm-Busch in Dortmund. Max und Moritz, Lehrer Lämpel, der Unglücksrabe Hans Huckebein und ... treiben nun ihr Unwesen zwischen Rathaus, Reinoldikirche, Florianturm und Westfalenhalle. Seit dieser Zeit entstanden bis heute viele Bilder, die das Pädagogische Zentrum, die Flure, die Treppenhäuser und auch den Pavillon bunter und somit freundlicher aussehen lassen. Nicht alle Bilder haben die Gebäudesanierung überlebt, aber einige konnten gerettet und restauriert werden. Die großzügige Pausenhalle, die neue Schülerbücherei, die Milchbar und der SVRaum sowie der weitläufige Schulhof mit großen Spielflächen sorgen für einen angenehmen Aufenthalt in den Pausenzeiten. Der folgende Plan gibt einen Überblick, allerdings nicht maßstabsgerecht : RR Carl Kuhmann 6. Das Lehrerraummodell Für das zweite Halbjahr des Schuljahres 2004/05 wurde das Lehrerraummodell nach der Befürwortung in der Lehrer- und Schulkonferenz an der WBR eingeführt. In einigen Staaten – wie z.B. den Niederlanden, der Ukraine, Russland und den USA – ist das Lehrerraummodell die Regel. In Deutschland kommt es bisher nur an einigen weiterführenden Schulen zum Einsatz. Ein landesweites Konzept des Schulministeriums dazu fehlt. Die Eigenverantwortung und eine gründliche Erörterung der Vor- und Nachteile bei der Einführung durch die Eltern, Schulleitung und Lehrer/innen der WBR war daher gefragt. Einige Vorteile dieses Modells (nach B. Ernst, Städt. Realschule Rietberg, Rietberg 27.09.2009; ergänzt durch C. Finkenstädt/Heike Abel-Rochan) a) höhere Unterrichtsqualität: Jede Lehrkraft hat einen eigenen Raum zur freien Gestaltung zur Verfügung (Teilzeitkräfte müssen sich z.T. einen Raum teilen). Dies soll langfristig zu einer dem jeweiligen Fach angemessene Lernatmosphäre führen. Die Unterrichtszeit wird besser ausgeschöpft als bisher, da die Lehrkräfte weniger Zeit für organisatorische Angelegenheiten aufwenden müssen (z.B. für das Besorgungen und Herumtragen von Karten, Plakaten und Pappen für Schülervorträge). Alle für das Fach notwendigen Fachmedien (z.B. Beamer, PC, interaktives Whiteboard, Plakate, Karten ect.) stehen im Lehrerraum ständig zur Verfügung. Die Ausstattung Unterrichtsqualität steigernden der Räume Medien mit lohnt wertvollen, sich, weil aber es die keine Beschädigungen durch evt. herumtobende Schüler/innen mehr gibt. In jedem Raum befinden sich Nachschlagwerke für selbstständiges Arbeiten und Recherchieren. Die Sitzordnung in den Räumen kann dem jeweiligen dort unterrichteten Fach angepasst werden. Unterrichtsdokumentationen wie Schülerarbeiten, Wandzeitungen, Plakate ect. tragen zur Ausgestaltung der Räume bei und werden nicht von anderen Lerngruppen oder Schülern aus der eigenen Klasse beschädigt oder zerstört. b) höhere Sicherheit und Wirtschaftlichkeit: Die Schüler/innen sind in den Fünf-Minuten-Pausen eher beaufsichtigt als vorher. In der Regel sind sie gleich zu Unterrichtsbeginn entspannter und ruhiger, da es vorher zu weniger Streitigkeiten gekommen ist. Die hohen jährlichen Instandhaltungskosten für Schäden, die durch Vandalismus in den Klassenräumen entstehen, sinken deutlich, weil die Schüler/innen nicht mehr unbeaufsichtigt in den Räumen sind. Dieses Geld kann nun z.B. in die bessere Ausstattung der Schule investiert werden. c) höheres Wohlbefinden: Es gibt zwischen den Stunden zwangsläufig eine Bewegungspause, die dem Bewegungsdrang der Schüler/innen Rechnung trägt. Das Mobbing in den kleinen Pausen wird verringert, da die Schüler/innen von Raum zu Raum gehen, sich bewegen müssen und auch Streitigkeiten besser aus den Weg gehen können. Durch das Anhängen oder Ausstellen von Schülerarbeiten, fachspezifischen Karten, Postern, Bildern ect. entsteht eine fachanregende Lernatmosphäre. Die Schüler können schon jetzt einen Teil ihrer Bücher zu Hause lassen, da ein (zumeist halber) Klassensatz an Fachbüchern im jeweiligen Raum vorhanden ist. Hier sind in Zukunft weitere Anschaffungen vorgesehen, um möglichst viele Bücher in der Schule vorrätig zu haben. Die Schultaschen werden leichter und die Schulbücher werden beim Transport nicht mehr beschädigt. So können z.B. in den Naturwissenschaften alte Schulbücher noch weiter für die Anfertigung von Referaten und in der Mathematik für zusätzliche Übungen oder Vertretungsunterricht verwendet werden, da sie immer noch neuwertig sind. Die Unterrichtsräume sind deutlich sauberer. Attraktive Räume führen dazu, das sich die Schüler/innen in den Räumen wohler fühlen und sich mit ihrer Schule mehr identifizieren. Die Lehrer/innen haben einen Arbeitsplatz, den sie auch jenseits ihrer Unterrichtszeit nutzen können, z.B. zur Unterrichtsvor- und Unterrichtsnachbereitung, für Korrekturen oder auch Beratungsgesprächen. Einige Nachteile dieses Modells Während der kleinen Pausen sind Schülermassen in den Schulgebäuden in Bewegung. Dieses führt häufiger zu klassenübergreifenden Streitigkeiten. Eine Verschmutzung der Flure und des PZ´s durch weggeworfenen Abfall und Kritzeleien an den Wänden ist sehr leicht möglich, da die Schüler/innen sich unbeobachtet fühlen. Jedoch sind durch eine Projektwoche im Jahr 2011 fast alle grauen Wände und Gänge durch eigene schöne bunte direkt auf die Wand gemalte Bilder und Darstellungen ersetzt worden, an welchen sich kein Schüler/in vergreifen mag. Die Schüler/innen müssen die noch verbleibenden schweren Taschen hin- und hertragen. Für Lehrkräften in abseits gelegenen Räumen erweist sich der kollegiale Austausch über Schüler/innen und andere schulische Angelegenheiten als etwas schwieriger. Fazit Abschließend lässt sich sagen, dass eine deutliche Steigerung der Unterrichtsqualität zu verzeichnen ist, da die Lehrkraft die komplette Unterrichtszeit nun in vollem Maße nutzen kann. Zudem ist auch das Ziel, die angestrebte Neuwertigkeit des Schulgebäudes durch die in den Jahren 1998/99 erfolgte PCB-Sanierung so lange wie möglich zu erhalten, erreicht worden. Die Anzahl der Verschmutzungen, Beschädigungen und Zerstörungen in den Klassenräumen ist seitdem stark zurückgegangen, so dass das Gebäude insgesamt neuwertig wirkt. C. Finkenstädt / Heike Abel-Rochan III. Arbeitsfelder, Bausteine, Säulen Qualitätssicherung Gesundheitserziehung Berufswahlorientierung Erprobungsstufe Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung Technologische Medienkompetenz Qualitätssicherung - Deutsch - Englisch - Mathematik - Qualitätssicherung im Fach Deutsch Dem Deutschunterricht kommt im Fächerkanon der Realschule eine zentrale Rolle zu. Die Qualitätssicherung im Fach Deutsch muss daher planvoll und systematisch durchgeführt sowie weiterentwickelt werden. Im Rahmen des Schulprogramms werden folgende Überlegungen und Vorschläge der Fachkonferenz Deutsch zur Diskussion gestellt bzw. Vereinbarungen getroffen. 1. Zustand der Schule bezogen auf das Thema - Ergänzung und Überarbeitung von schulinternen Stoffverteilungsplänen (erfolgt Jahr für Jahr sukzessive) - Vereinbarungen zur Leistungsbewertung - Planung einer Vergleichsarbeit als Vorbereitung auf die ZP 10 2. Notwendige Maßnahmen, die zum Ziel führen sollen - Erstellen von Mindeststandards für die einzelnen Jahrgangsstufen - Auswertung der LSE 8 und ZP 10 bezüglich Konsequenzen für den Deutschunterricht - Verbesserung der Lernergebnisse durch Methodentraining - Vereinbarungen zur Leistungsbewertung (vor allem bezogen auf die ZP 10) - Förderkonzept 3. Einbindung der Eltern - Verstärkung der Zusammenarbeit mit den Eltern bezüglich individueller Fördermaßnahmen oder der Hausaufgaben 4. Geplante Evaluation - Konsequenzen aus der Auswertung der LSE 8 und ZP 10 für die Gestaltung des Deutschunterrichts - Überprüfung der Einhaltung der schulinternen Mindeststandards 5. Fördermaßnahmen Neben der individuellen Förderung der Schüler/innen im Unterricht, ggf. durch Binnendifferenzierung, werden je nach personellen Ressourcen im Kassenverband oder für Kleingruppen folgende Förderkurse angeboten: - Förderkurs mit einer Wochenstunde jeweils in den Klassenstufen 5 bis 8 vorwiegend für rechtschreibschwache Schüler/innen - Förderkurs zur Vorbereitung auf die ZP 10 mit einer Stunde wöchentlich Brigitte Reich und Meike Belter Qualitätssicherung im Fach Englisch Seit dem Jahre 1997 bestimmen aufgrund der Ergebnisse der durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung in Auftrag gegebenen Studien sowie von Forderungen aus der Wissenschaft die Begriffe Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung die öffentliche und schulische Diskussion nachhaltig. Diese Diskussion hat Interesse und Engagement, aber auch Unsicherheiten und Ablehnung zu Tage treten lassen. Unbestritten und damit konsensfähig ist an unserer Schule die Notwendigkeit der Weiterentwicklung bzw. Steigerung von Qualität in den Bereichen Erziehung und Unterricht, auch im Hinblick auf die Qualifikation unserer Schülerinnen und Schüler für eine erfolgreiche Berufsausbildung und ein mitverantwortliches Leben in der Gesellschaft. Im Unterrichtsfach Englisch kommt dabei den Lernstandserhebungen in Klasse 8 und den zentralen Prüfungen in Klasse 10 eine besondere Bedeutung als Teil einer systematischen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung zu: Sie liefern einen Teil der zuverlässigen Daten für die schulinterne Einschätzung der Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler und geben Hinweise zum jeweils aktuellen Stand der erreichten Unterrichtsqualität. Neben anderen Faktoren stellen sie einen Bestandteil der Evaluation der Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler und des Unterrichts dar. Die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der Lernstandserhebung und der zentralen Prüfung sind unter anderem eine Maßnahme, um die Qualität der Arbeit unserer Schule im Fach Englisch gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern darzustellen und diese in die Planung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung einzubeziehen. 1. Gegenwärtige Situation Lehrwerk: Die Fachkonferenz Englisch arbeitet schon seit vielen Jahren mit den Lehrwerken der Firma Klett. Seit 2007 kommt das Lehrwerk „Red Line“ zum Einsatz. Der schulinterne Lehrplan wird in der jährlich stattfindenden Fachkonferenz besprochen und evaluiert. Dies beinhaltet auch die Evaluation der Leistungsbewertung. Die Fachkonferenz führt jährlich eine Vergleichsarbeit als Vorbereitung auf die ZP10 durch. 2. Maßnahmen zur Qualitätssicherung Auswertung der LSE 8 und ZP 10 bezüglich der Konsequenzen für den Englischunterricht. Vereinbarungen zur Leistungsbewertung Regelmäßiger Austausch in der Fachschaft Englisch. Teilnahme der Kolleginnen und Kollegen an Fortbildungen. Rückmeldungen durch Eltern bei den jährlichen Fachkonferenzen und an Elternsprechtagen. Einsatz vorhandener Medien im Englischunterricht: Listening, Watching, Powerpoint Präsentationen (mit Einsatz des Smartboards), Internetrecherche und Lernsoftware zu „Red Line“ (Computerecken in den Klassenräumen, Smartboard) Förderunterricht AG „Cambridge Certificate“ 3. Evaluationsmaßnahmen und Handlungsschritte Folgende Maßnahmen werden weiterhin fortlaufend an der WBR durchgeführt: Individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler mit Beratungsgesprächen sowie individuellen Arbeitsplänen und Lerntipps Feedback im Klassenrahmen Feedback und Arbeitsgespräche in der Fachkonferenz Austausch mit Kolleginnen und Kollegen der umliegenden Grundschulen 4. Fördermaßnahmen 1. Fördermaßnahmen Englisch nach Jahrgangsstufen 2. Fördermaßnahmen bezogen auf den einzelnen Schüler, die einzelne Schülerin: a. Klassen 5-8: Lern- und Förderplan: angeheftet an die jeweilige Klassenarbeit (siehe schulinterner Lehrplan) b. Klassen 9 und 10: Bewertungsbogen im Stil der ZP 10: angeheftet an die jeweilige Klassenarbeit (siehe schulinterner Lehrplan) 3. Schüler mit LRS a. Voraussetzung für die Berücksichtigung: - Schriftliche Bestätigung der getesteten Schwäche - Teilnahme an einer Fördermaßnahme eines offiziell anerkannten Trägers b. Bewertung der Leistungen: - Rechtschreibfehler werden positiv korrigiert, aber nicht bewertet; - Ausnahmen: sinnentstellende Fehler, unregelmäßige Verben. Annette Chmiel Jörg Wolters Miriam Gaffal Qualitätssicherung im Fach Mathematik Im Zusammenhang mit den Naturwissenschaften kommt der mathematischen Bildung in unserer Gesellschaft eine zunehmende Bedeutung zu. Ein wesentliches Kennzeichen für das Leistungsvermögen und die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft ist damit die Qualität dieser Ausbildung. Daher versucht die Wilhelm-Busch-Realschule ständig den Fachunterricht in Qualität und Organisation zu verbessern. Sie orientiert sich an den in den Kernlehrplänen der Realschule NRW ausgewiesenen Aufgaben und Zielen des Mathematikunterrichts: Erscheinungen aus Natur, Gesellschaft und Kultur mit Hilfe der Mathematik wahrnehmen und verstehen (Mathematik als Anwendung) Mathematische Gegenstände und Sachverhalte, repräsentiert in Sprache, Symbolen und Bildern, als geistige Schöpfung verstehen und weiterentwickeln (Mathematik als Struktur) in einer Auseinandersetzung mit mathematischen Fragestellungen auch überfachliche Kompetenzen erwerben und einsetzen (Mathematik als kreatives und intellektuelles Handlungsfeld) gemeinsam mit anderen mathematisches Wissen zu entwickeln und Probleme zu lösen (Kooperationsfähigkeit als Voraussetzung für gesellschaftliche Mitgestaltung) Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen und bewusst Lernstrategien einzusetzen (selbstgesteuertes Lernen als Voraussetzung für lebenslanges Lernen). Da Mathematikunterricht den Schülerinnen und Schülern helfen soll, Lebenssituationen zu durchschauen, die für sie gegenwärtig oder zukünftig relevant sind oder werden, führt vor allem Anwendungsorientierung zur Verknüpfung von Fachwissen und Bewältigung von Lebenssituationen. Wesentlich ist ebenfalls, dass die Schüler/innen am Ende der Realschulzeit über ein fundiertes Sachwissen verfügen und dieses flexibel anwenden können. Dies umfasst auch den situationsgerechten Einsatz von Hilfsmitteln wie Taschenrechnern, Formelsammlungen, Smartboards, Mathematik- und Geometriesoftware, Computern, Zeichengeräten, usw. Durch gezielte exemplarische Auswahl der fachlichen Inhalte soll der Mathematikunterricht Theorie und Praxis auch durch umweltrelevante Kontexte miteinander verbinden. Auch soll den Schülerinnen und Schülern Einsicht in die Zusammenhänge vermittelt werden, um eine Anhäufung isolierten Einzelwissens zu verhindern. Neben den notwendigen innermathematischen ergeben sich damit auch anwendungsorientierte und fachübergreifende Aufgabenstellungen. So bauen Fächer wie Erdkunde und Physik auf vorhandenes mathematisches Grundwissen ebenso auf, wie die in ihrer Bedeutung ständig anwachsende Informations- und Kommunikationstechnologie. Sowohl die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten der Schüler/innen als auch die Stärkung ihres Selbstwertgefühles und ihrer sozialen Kompetenz sollen die Schüler/innen zu kreativer Selbsttätigkeit animieren, wobei vielfältige und abwechslungsreiche Arbeits- und Sozialformen hilfreich sind. Schließlich ist immer auch intendiert, bei den Schülern Vertrauen in die eigene erfolgreiche Bewältigung mathematischer Aufgabenstellungen zu schaffen und somit auch Berührungsängste abzubauen und die Beschäftigung mit der Mathematik als Freude zu empfinden. Um diese oben genannten Aspekte noch vollständiger umgreifen zu können, wurden und werden auch von der Wilhelm-Busch-Realschule Anstrengungen in Hinsicht auf Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung durchgeführt. In den letzten Jahren hat sich die Kritik der Öffentlichkeit an den Leistungen des Schulsystems intensiviert. So ist die Qualität der schulischen Arbeit zunehmend öffentliches Thema geworden. In Anlehnung an den Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung vom 01.12.1998, in dem die Schulen gebeten wurden, den innerschulischen und schulübergreifenden Diskurs über didaktische Konzepte, Leistungsanforderungen, Lernergebnisse und Beurteilungsmaßstäbe als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Unterrichtes zu verstärken, wurden von der Wilhelm-Busch-Realschule im Bereich Mathematik in den Jahrgangsstufen 7 und 10 Parallelarbeiten durchgeführt. Hierbei handelte es sich um gemeinsame Arbeiten, die auf der Grundlage entsprechender inhaltlicher Absprachen der Fachlehrer/innen gleichzeitig von mehreren Parallelklassen geschrieben werden. Diese Arbeiten hatten die Verständigung über die konkret zu stellenden Anforderungen anhand der Feststellung von Lernergebnissen der beteiligten Klassen zum Ziel. Hierdurch sollte die Leistungsbewertung noch stärker reflektiert und abgestimmt werden, um den Unterricht ggf. so umzugestalten, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst gut den Anforderungen gerecht werden können. Die Parallelarbeiten wurden ab dem Schuljahr 2004/05 durch die Lernstandserhebungen in Klasse 8 und ab dem Schuljahr 2005/06 durch die Zentralen Abschlussprüfungen in Klasse 10 ersetzt. Die statistischen Auswertungen dieser Erhebungen über den Schulserver liefern den Lehrern zuverlässige Daten über den erreichten Lernerfolg. Dabei können erreichte inhaltsbezogene sowie prozessbezogene Kompetenzen der Jahrgangsstufe, der einzelnen Klassen sowie der einzelnen Schüler beurteilt werden. Die Evaluation dieser Lernergebnisse bietet die Möglichkeit, entsprechende Konsequenzen zu ziehen und die Qualitätsentwicklung des Unterrichts voran zu treiben. So werden die Ergebnisse zunächst von den durchführenden Fachlehrern diskutiert und bewertet, anschließend werden daraus resultierende Konsequenzen in der Fach- und Schulkonferenz erörtert und in den schulinternen Lehrplan übernommen. Einheitliche Standards zur Qualitätssicherung und Leistungsbewertung werden ebenfalls im schulinternen Lehrplan ausgewiesen. Heike Abel-Rochan Amrey Kleynewegen Katrin Neuhaus Bericht zur Lernstandserhebung 2014 Fach: Mathematik Schule: Wilhelm-Busch-Realschule Unterrichtende Fachlehrer: Frau Abel-Rochan, Herr Neubauer, Frau Neuhaus 1. Vergleich mit den Referenzgruppen Schulform und Standorttyp Unsere Schule wurde dem Standorttyp 4 zugeordnet. Die Lernstandserhebung fiel im Jahrgang schlechter aus, als in der Schulform und geringfügig schlechter als im Standorttyp 4. Ein höherer Anteil an Schülern erreichte nur das Kompetenzniveau 1, ein geringerer Anteil die Niveaus 3, 4 und 5, beim Kompetenzniveau 2 war der Prozentsatz annähernd gleich. 2. Vergleich der Klassen untereinander Das Leistungsniveau sank von der Klasse 8A bis zur Klasse 8D kontinuierlich. Dabei waren die Ergebnisse unabhängig vom unterrichtenden Fachlehrer, denn die 8A und die 8D wurden vom selben Fachlehrer unterrichtet. Die 8A war besser als der Standorttyp 4 und geringfügig besser als die Schulform. Die KN 3 und 4 wurden von einem Drittel der Schüler/Innenerreicht, dem KN 1 entsprachen nur 18%. Die 8B entsprach im Durchschnitt den Ergebnissen des Standorttyps. Die KN 3 und 4 erreichten 18% der Schüler/Innen, 37% lediglich KN 1. Die 8C und die 8D waren schlechter, es gab deutliche Unterschiede in der Verteilung der Kompetenzniveaus zwischen den Klassen und dem Standorttyp. In beiden Klassen erreichten 16% die KN 3 und 4, ungefähr die Hälfte der Schüler/Innen erlangte nur KN 1. In keiner Klasse wurde das KN 5 erreicht. 3. Stärken und Schwächen Sowohl die Stärken als auch die Schwächen verteilen sich hinsichtlich der inhaltsbezogenen und der prozessbezogenen Kompetenzen gleichmäßig. Stärken: Schwächen: Klasse Aufgaben 8A 4.1, 10.1, 20.1 8B 2.1, 7.1, 14.1, 15.1 8C 2., 25.2 8D 3.1, 14.1 8A 6.1, 7.1, 19.1, 19.2, 21.1, 25.1, 25.2, 13. 3 8B 3.1, 4.3, 5.1, 19.2, 20.1, 11.1, 12.1, 12.2, 13.3 8C 5.1, 10.1, 10.2, 13.1, 14.1, 16.1, 17.1, 19.2, 23.1, 11.1, 11.2, 12.1, 13.2, 13.3 8D 2.1, 4.2, 5.2, 13.1, 15.2, 18.1, 18.2, 19.1, 21.1, 22.1, 23.1, 25.1, 12.1, 13.2, 13.3 Verteilung der inhaltsbezogenen Kompetenzen: Kompetenz 8A 8B 8C 8D JG Arithmetik / Algebra 71% 67% 65% 65% 67% Funktionen 67% 64% 52% 54% 60% Stochastik 37% 39% 31% 43% 38% Geometrie 28% 28% 28% 19% 26% Die Verteilung der Inhaltsbezogenen Kompetenzen zeigt Stärken im Bereich Arithmetik / Algebra und deutliche Schwächen in den Bereichen Stochastik und Geometrie. Verteilung der prozessbezogenen Kompetenzen Kompetenz 8A 8B 8C 8D JG Arg. / Komm. 44% 45% 35% 32% 39% Modellieren 69% 65% 54% 47% 59% Werkzeuge 59% 15% 38% 36% 37% Problemlösen 51% 46% 47% 43% 47% Die Verteilung der prozessbezogenen Kompetenzen zeigt deutliche Schwächen in den Bereichen Argumentieren / Kommunizieren und Werkzeuge. Da die Arbeit notenmäßig nicht in der Bewertung der Halbjahresleistung berücksichtigt wurde, war die Motivation einzelner Schüler/Innen nur gering. Ebenfalls konnten direkte Zusammenhänge zwischen der Arbeitseinstellung und den Leistungen erkannt werden. Die Konzentration konnte über die 90 Minuten nicht im gleichen Umfang aufrechterhalten werden. In Übereinstimmung mit der Auswertung der Lernstandserhebung im Fach Deutsch wurde bei unseren Schüler/Innen mangelndes Leseverständnis festgestellt. Konsequenzen Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass zusätzliche Förderstunden unerlässlich sind. Um die Effektivität dieser Stunden sicherzustellen, sollten sie vom Fachlehrer in kleinen Gruppen erteilt werden. Für diesen Förderunterricht sollte ein zusätzliches Arbeitsheft angeschafft werden. Die Fachschaft Mathematik favorisiert das Heft „Lernstandserhebung Mathematik“ vom Cornelsen-Verlag . Um besonders die höheren Kompetenzniveaus zu verstärken, muss eine intensivere individuelle Förderung zum Tragen kommen. Die Motivation zum Erbringen der geforderten Leistung ließe sich bei der Lernstandserhebung dadurch erhöhen, dass die Schüler eine Rückmeldung in Form einer Zensur bekämen. In unserer inhaltlichen Planung und Durchführung des Unterrichts müssen wir Abstriche in der fachlichen Tiefe zu Gunsten der Quantität der Themen und ihrer Wiederholung machen. Um die Lesefähigkeit der Schüler zu verbessern, müssen Sachaufgaben in jedem Inhaltsbereich verstärkt eingesetzt werden. Aktionsplan zur Förderung der „Spitzengruppe“ Die Schüler sollten zur Teilnahme an Mathematikwettbewerben angeregt werden. Zusätzliches Material für die höheren Kompetenzniveaus mit Lösungen und Lösungswegen muss zur Verfügung gestellt werden. Die Fähigkeiten leistungstärkerer Schüler/innen sollten im Unterricht und in Gruppenarbeiten verstärkt eingebaut und für die anderen Gruppenteilnehmer nutzbar gemacht und honoriert werden. Bei der Aufgabenauswahl und der Art der Informationsbeschaffung muss verstärkt differenziert werden. Es müssen vielfältige leistungshomogene sowie – heterogene Kooperationsformen genutzt werden. Gesundheitserziehung - Beratung und Gesundheitsförderung - Beratung und Gesundheitsförderung Gesundheitsförderung ist ein langfristiges erzieherisches Ziel an unserer Schule. In erster Linie ist es in den Unterrichtsfächern Sport, Biologie und Chemie verankert, aber es tangiert sekundär auch andere Fächer im Hinblick auf die Ausbildung einer ganzheitlichen Persönlichkeit. Nur durch die Berücksichtigung aller Facetten des gesellschaftlichen Lebens in der Schule kann eine spätere Integration anvisiert werden. Fächerübergreifendes Ziel ist es, die Schüler/innen zu selbständig und selbstverantwortlich agierenden Individuen zu erziehen, gesundheitliche Gefahren des Alltags zu erkennen und die Motivation zu erlangen, diese zu vermeiden. Dafür werden sowohl physische als auch psychische Aspekte berücksichtigt. Die Suchtprävention wird seit Jahren sowohl im Unterricht von Fächern wie Biologie, Politik, Religion oder Deutsch engagiert realisiert, als auch in Projekten immer wieder aktualisiert. Das Kollegium steht laufend in einem regen Austausch über einzelne Problemfälle, wobei die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer mit dem Elternhaus in ständigem Kontakt steht und die Fachlehrer/innen bei Konferenzen oder in pädagogischen Gesprächen informiert. Die Fachschaft Biologie sammelt Literatur zu allen möglichen Drogen sowie aktuelle Broschüren. Zusätzlich gibt es Kontakte zu den Beratungsstellen in Dortmund, deren Ziele in einzelnen Informationsschriften bekannt gemacht werden. Hilfsangebote werden den Schülerinnen/Schülern über die Biologielehrer/innen oder den Schulsozialarbeiter zugänglich gemacht. Anlaufstelle ist der Beratungsraum des Schulsozialarbeiters. Im laufenden Schuljahr werden Schüler und Schülerinnen zu Streitschlichtern ausgebildet, um bei Problemen einzugreifen. Nach einer einjährigen Laufzeit soll eine Evaluation folgen, um die Betreuung der Schüler zu optimieren. Christiane Balke und Bernd Anders Berufswahlorientierung - Berufswahlvorbereitung - Fächerübergreifendes Lernen - Kooperationen - BWO-Team - Bausteine - Beratungskonzept - Berufswahlvorbereitung an der Wilhelm-Busch-Realschule 1. Voraussetzungen Der Strukturwandel der letzten Jahre ist auch an der Stadt Dortmund nicht spurlos vorübergegangen. Eine Stadt mit einem eher industriellen und bergbaulichen Charakter wird mehr und mehr zu einem Anbieter von Berufen im Dienstleistungsbereich. Neue und zusätzliche Ausbildungsangebote (speziell im Bereich der IT-Berufe) fordern natürlich auch eine Umorientierung der Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer Berufswünsche. Auch die Institution Schule, die den Schülerinnen und Schülern die veränderten Ausbildungsangebote näher bringen soll, muss Veränderungen in Kauf nehmen. Die oben genannten Bedingungen schreiben der Schule eine immer wichtiger werdende Funktion im Rahmen der Berufswahlorientierung zu. Zusätzlich verstärkend wirkt in diesem Zusammenhang, dass aufgrund der immer häufiger fehlenden „ersten“ Berufsorientierung, der an der Arbeitswelt der Eltern, den Schülerinnen und Schülern ein mögliches Auswahlkriterium genommen wird. Außerdem werden sie mit nur bedingt verständlichen Elternwünschen konfrontiert. Hier wird eine Abkehr von den „schmutzigen“ Arbeitsplätzen („Meine Tochter/ mein Sohn soll es einmal besser haben“.) gefordert. Diese Vorstellungen der Eltern treffen nun auf einen Ausbildungsplatzmarkt, der speziell in den favorisierten Berufsfeldern nur ein begrenztes Angebot bietet. Hier treten die Absolventen der Realschule häufig in direkte Konkurrenz zu Abiturienten oder Absolventen der Berufskollegs. Für eine Vielzahl unserer Schülerinnen und Schüler bleibt daher der direkte Eintritt in den „Wunschberuf“ zunächst einmal versagt. Dies ist einer der Hauptfaktoren, warum ein großer Teil unserer Entlassjahrgänge die weiterführenden Schulen besucht. Viele dieser Schülerinnen und Schüler wollen das breite Angebotsspektrum der Berufskollegs nutzen, um zunächst einmal dem Bewerbungsdruck für einen gewissen Zeitraum zu entgehen. Sie nutzen die Berufskollegs, um ihr schulisches und auch berufliches Wissen zu erweitern, stehen aber nach zwei bis drei Jahren wieder vor der Berufsentscheidung und treffen unter Umständen dann auf die frisch von der Realschule entlassenen Konkurrentinnen und Konkurrenten. Für unsere Realschule bedeutet dies, dass alle beteiligten Personengruppen (Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und Eltern, aber auch Berufsberater der Agentur für Arbeit sowie weitere externe Partner) im Bereich der Berufswahlvorbereitung eng zusammenarbeiten müssen. Die duale Berufsausbildung hat aufgrund des zu erwartenden Fachkräftemangels wieder an Bedeutung zugenommen, jedoch ist nach wie vor eine gute Kooperation mit den weiterführenden Schulen (speziell den Berufskollegs) erforderlich. 2. Strukturen der Berufswahlorientierung an der Wilhelm- Busch-Realschule Die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Arbeits- und Berufswelt sowie auch auf die zukünftige Berufswahlentscheidung muss zu den pädagogischen Aufgaben der Realschule als Gesamtheit gehören. Folgende Elemente der Berufswahlorientierung lassen sich aus dem Aufgabenfeld herauskristallisieren: 1. Berufswahlvorbereitung im Unterricht (auch fächerübergreifend) 2. Der Berufswahlpass 3. Das Schülerbetriebspraktikum 4. Die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit 5. Das BOB (Berufswahlorientierungsbüro 6. Die Zusammenarbeit mit den Berufskollegs und anderen weiterführenden Schulen der Sekundarstufe II 7. Die Zusammenarbeit mit weiteren Trägern der Berufsausbildung 8. Die Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen Continentale, TÜV Nord, der Dortmunder Volksbank sowie Thyssenkrupp Rothe Erde 9. Die Begleitung der Schüler durch den SES (= Senioren Experten Service) Schon bei der Erstellung der schulinternen Lehrpläne für die einzelnen Fächer findet die Einbindung von Angeboten, wie das Schülerbetriebspraktikum, Zusammen- arbeit mit den weiterführenden Schulen, Angebote zur Berufsberatung, Zusammen- arbeit mit außerschulischen Institutionen und die Einbeziehung der Erziehungsberechtigten, Berücksichtigung. Speziell einer engen Zusammenarbeit zwischen Berufsberatung und Schule muss hohe Priorität eingeräumt werden. Dieser kommt im Rahmen des NÜS (= Neues Übergangssystem Schule/Beruf) ein besonderer Stellenwert zu. 2.1. Berufswahlvorbereitung im Unterricht Schon im Politikunterricht der Eingangsklassen wird die Ambivalenz von Berufstätigkeiten und Familienverhältnissen und Lebensumständen untersucht. Diese Thematik wird in dem Seminar „Lebensplanung“ der Jugendfreizeitstätte Rahm in einer ganztägigen Veranstaltung für alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 vertieft behandelt. Die im Geschichtsunterricht erworbenen Kenntnisse über die Entstehung der Berufe und deren Wandel können mit der heutigen arbeitsteiligen Berufswelt verglichen und problematisiert werden. Die Beratung der Schülerinnen und Schüler zum Ende der Klasse 6 bezüglich des vielfältigen Differenzierungsangebotes in Klasse 7 beinhaltet natürlich auch die Aufklärung über erste mögliche Auswirkungen auf ihre berufliche Zukunftsplanung (trotz aller Durchlässigkeit des Systems). Seit Beginn des Schuljahres 2012/2013 nahmen die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs an einer 3-tägigen Potenzialanalyse (Hamet-2-Verfahren) und einer späteren 10-tägigen Berufsfelderkundung in drei Berufsbereichen teil. Ab Schuljahr 2014/15 sind diese Projekte verkürzt worden: Die Potenzialanalyse findet nur noch eintägig, die Berufsfelderkundung dreitägig statt. Nach wie vor werden diese aber im Politikunterricht vor- und nachbereitet und von externen Trägern, zurzeit der Kreishandwerkerschaft, durchgeführt. Zeitnah dazu erfolgt jeweils eine ausführliche Auswertung, zu der auch die Eltern eingeladen werden. Da erfahrungsgemäß immer mehr Betriebe von den Praktikantinnen und Praktikanten eine schriftliche Bewerbung erwarten, werden diese im Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 8, nach der Berufsfelderkundung, aber in zeitlicher Nähe zu der Suche eines Praktikumsplatzes, auf das Verfassen von Bewerbungen und Lebensläufen sowie die Kontaktaufnahme zu Praktikumsbetrieben verschiedenen vorbereitet. Berufsbildern, Betriebserkundungen und Hinzu das kommt die Verfassen Beschreibungen von Beschäftigung von Berichten mit über Arbeitsabläufen im Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 8 und 9. Im Politik- und Sozialwissenschaftsunterricht werden den Schülerinnen und Schülern wirtschaftliche Zusammenhänge näher gebracht. Verschiedene Berufsfelder werden erklärt, wie auch die Strukturen und der Aufbau eines Betriebes untersucht. Das Sozialversicherungssystem der Bundesrepublik Deutschland wird ebenso thematisiert wie das Verhältnis verschiedener Interessengruppen (Sozialpartner). Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt der geschlechtsspezifischen Rollenverteilung im Berufsprozess. Hier soll vermittelt werden, dass es kaum noch Berufe gibt, die nur Mädchen oder Jungen vorbehalten sind. Sensibilisiert werden die Schülerinnen und Schüler dafür besonders im Rahmen des Girls‘/Boys‘ Days, an dem ihnen die Gelegenheit gegeben wird, an entsprechenden Veranstaltungen teilzunehmen. Die Praktikumsvor- und -nachbereitung bildet den Schwerpunkt im Politikunterricht der Klasse 9. 2.1.1. Bewerbungstraining Haben sich die Schülerinnen und Schüler für einen oder mehrere Berufe entschieden, treten sie in die Phase der Bewerbungen ein. Um ihnen das notwendige Handwerkszeug zur Verfügung zu stellen, wird im Deutschunterricht der Klasse 9 neben dem Bewerbungsschreiben das Anfertigen von tabellarischen bzw. ausführlichen Lebensläufen sowie das Verhalten beim Bewerbungsgespräch geübt. Im Politik- und Sozialwissenschaftsunterricht wird die Nutzung der unterschiedlichen Medien besprochen, die bezüglich der Ausbildungsplatzsuche hilfreich sein können: Tageszeitungen, ASIS, BIZ, Internet etc. Zudem wird die Broschüre „Beruf Aktuell“ zu Beginn der Klasse 9 an die Schülerinnen und Schüler verteilt. Umgang und Nutzung dieser Broschüre wird im Rahmen des Politikunterrichts erläutert. Eine realistische Vorstellung von den Anforderungen, mit denen die Schülerinnen und Schüler in den Einstellungstests konfrontiert werden, soll durch eine Simulation verschiedener Einstellungstest-Verfahren vermittelt werden. Dies geschah in der Vergangenheit im Rahmen des Projektes „Neue Brücken in den Beruf“ der Agentur für Berufsbildung. Da diese Projekte im Zuge des NÜS weggefallen sind, wird zurzeit ein neues Konzept in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern entwickelt. 2.2. Der Berufswahlpass Zu Beginn der Klasse 8 wird der Dortmunder Berufswahlpass ausgeteilt, ein Portfolioinstrument zur Organisation und Strukturierung der Berufswahlorientierung, und zwar im Rahmen einer Einführungsstunde durch die StuBOs. Die Aufbewahrung soll im Raume des Klassenlehrers bzw. der Klassenlehrerin erfolgen, damit die Schülerinnen und Schüler jederzeit Zugriff auf ihre Unterlagen haben. Zwar liegt die Arbeit mit dem Berufswahlpass hauptsächlich in den Händen der Deutschlehrer, da diese in der Regel zwischen Klasse 8 und 10 nicht gewechselt werden. Allerdings können die Ordner auch in anderen Fächern genutzt werden. Außerdem dient der Berufswahlpass als Sammelordner für Bescheinigungen (z.B. vom Praktikum), Beratungsnachweise, Musterbewerbungen usw. Der Berufsberater bekommt durch den Berufswahlpass einen guten Einblick in die Aktivitäten des Schülers/der Schülerin im Prozess der Berufsfindung. 2.3. Das Schülerbetriebspraktikum Einen zentralen Baustein der Berufswahlorientierung stellt das Schülerbetriebspraktikum dar. Es bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, außerhalb des „geschützten“ Arbeitsbereiches Schule erste Erfahrungen mit der Realität der Arbeitswelt zu sammeln. Kein noch so gut vorbereiteter theoretischer Unterricht kann die im Praktikum erlebten Erfahrungen und Eindrücke ersetzen. Das Praktikum findet an unserer Schule zum Ende des 1. Halbjahres der Jahrgangsstufe 9, direkt im Anschluss an die Weihnachtsferien statt. Drei Wochen werden die Schülerinnen und Schüler in Betrieben mit der Realität der Arbeitswelt konfrontiert und können erste Einblicke in die Berufswelt erlangen. Als Ansprechpartner (im Vorfeld des Praktikums) stehen den Schülerinnen und Schülern die StuBOs der Wilhem-Busch-Realschule zur Verfügung. Sie informieren in einem Elternbrief in Klasse 8 über das Praktikum allgemein, klären formale Aspekte und unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei der Kontaktaufnahme zu den Betrieben. Weiterhin übernehmen sie während der Praktikumsphase eine Art „Feuerwehrfunktion“. Sollten sich während dieser Zeit gravierende Schwierigkeiten zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Betrieben herauskristallisieren, treten diese Kollegen als Vermittler auf und sorgen gegebenenfalls für einen anderen Praktikumsplatz. Die flächendeckende Betreuung der Praktikantinnen und Praktikanten während des dreiwöchigen Praktikums übernehmen die jeweiligen Klassenlehrerinnen und -lehrer. Die Vorbereitung auf das Schülerbetriebspraktikum beginnt im zweiten Halbjahr der Klasse 8. Kurz nachdem die Neuntklässler ihr Praktikum beendet haben, präsentieren sie diesem Jahrgang auf Postern oder in Powerpoint-Präsentationen nach Branchen geordnet ihre Praktikumsstellen. Sie geben Auskunft über die Art der Tätigkeiten, die Arbeitszeiten, mögliche Berufsbilder und deren Voraussetzungen usw. und stellen sich den Fragen ihrer Mitschüler/innen. Idealerweise gehen die Achtklässler aus dieser Veranstaltung mit konkreten Vorstellungen für ihr eigenes Praktikum oder sogar den entsprechenden Adressen. Dies soll dazu beitragen, dass die Schüler/innen gezielter ihre Praktikumsplätze aussuchen, denn in der Vergangenheit hatte sich dies als ein Problembereich erwiesen. Insgesamt hat es sich als sehr positiv herausgestellt, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Praktikumsstelle selber suchen - ein Verfahren, das sowohl persönliches Engagement erfordert, als auch den vorab theoretisch behandelten Prozess von der Kontaktaufnahme über die persönliche Vorstellung bis zur „Stellenzusage“ praktisch einübt. Im Falle einer erfolglosen Suche nach einem Praktikumsplatz können sich betreffende Schülerinnen und Schüler an die beiden o. g. Kollegen wenden, da diese über einen Pool von Praktikumsstellen verfügen und bei der Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle helfen könnten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies nur in Ausnahmefällen notwendig ist. Damit die Schülerinnen und Schüler nicht unvorbereitet in das Betriebspraktikum gehen, werden im Unterricht vorab Themenbereiche behandelt, die ihnen den Einstieg in die Praktikumsphase erleichtern. So werden im Politikunterricht beispielsweise rechtliche Bedingungen für Praktikantinnen und Praktikanten bzw. spätere Auszubildende thematisiert und kritisch hinterfragt, persönliche Erwartungen formuliert und allgemeine Fragen geklärt. In der Praktikumsnachbereitung werden neben der inhaltlichen Nachbereitung im Unterricht in einer Praktikumsmappe Erfahrungen dokumentiert, betriebliche Abläufe festgehalten und die persönliche Eignung für den Beruf bzw. das Berufsbild kritisch hinterfragt. Ferner wird im Politikunterricht der Berufswahl- Ordner „Planet- Beruf“ eingesetzt. Diese Materialien können den Schülerinnen und Schülern helfen, - sich über die eigenen Interessen und Fähigkeiten klar zu werden, - ihre individuelle Berufswahlentscheidung zu treffen, - darüber zu reflektieren, was die eigene Zukunft bringt, - sich für eine Bewerbung fit zu machen. Befragungen haben ergeben, dass das Praktikum bei den Schülerinnen und Schülern einen hohen Stellenwert einnimmt. Sie absolvieren das Praktikum größtenteils mit Spaß und Engagement und lernen darüber hinaus wichtige Aspekte des Berufslebens kennen. Hierbei gelangen sie auch zu einer höheren Einschätzung der Grundtugenden Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit. 2.4. Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Im Zusammenhang mit der Berufswahlvorbereitung ist eine Kooperation mit Institutionen und Organisationen außerhalb der Schule unerlässlich. Hier ist besonders die enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur der Stadt Dortmund hervorzuheben. Die Kenntnisse des Berufsberaters über die aktuelle Ausbildungsplatzsituation in Dortmund tragen dazu bei, bei den Schülerinnen und Schülern für ein realistischeres Bild bezüglich ihrer Ausbildung zu sorgen, Möglichkeiten aufzuzeigen und durch Bewusstmachung von notwendigen Voraussetzungen für spezielle Berufe für Ansporn zu sorgen. Den für unsere Schule verantwortlichen Berufsberater lernen die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern an einem Einführungsabend im BIZ (= Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur) am Ende der Klasse 8, spätestens aber zu Beginn der 9. Klasse kennen. Die Vorbereitung auf den BIZ – Besuch findet im Politikunterricht statt. Das BIZ gibt den Schülerinnen und Schülern konkrete Tipps für ihre ganz persönliche Berufswahlentscheidung. Hier können sie Tests über ihre Eignung für einen gewünschten Beruf durchführen, Informationen über eine Vielzahl von Berufen bekommen, Adressen von aktuellen Ausbildungsbetrieben erfragen etc. Eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern nutzt das BIZ auch außerhalb der Schulzeit, um an die neuesten Informationen zu gelangen. Ferner bietet der Berufsberater regelmäßig – ein- bis zweimal im Monat Sprechstunden im BOB an, wobei der Besuch beim Berufsberater im zweiten Schulhalbjahr für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 verbindlich ist. Jedes dieser Gespräche wird protokolliert und dieser Beratungsbogen den Schülerinnen und Schülern zum Abheften im Berufswahlpass ausgehändigt. Am Schuljahrsende findet ein Gespräch des Berufsberaters mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern des 9. Jahrgangs über die Zukunftsplanung ihrer Schülerinnen und Schüler statt. In diesem sollen sich Problemfälle herauskristallisieren, bei denen weiterer Beratungsbedarf besteht. Für diese werden weitere Termine anberaumt, an denen sich der Berufsberater mit den entsprechenden Schülerinnen und Schülern, ihren Erziehungsberechtigten, ggf. den StuBOs, dem Sozialarbeiter und weiteren Beteiligten zusammensetzt. Ziel ist, für jeden Neuntklässler eine verbindliche Anschlussvereinbarung im Sinne des NÜS zu treffen. (Offizielle Formulare dafür liegen erst seit Beginn des Schuljahres 2014/15 vor und wurden noch nicht erprobt.) Auch im Rahmen der Elternsprechtage steht der Berufsberater regelmäßig für Beratungsgespräche zur Verfügung. Des Weiteren ist er am Informationsabend der Berufskollegs in der Wilhelm-Busch-Realschule anwesend. 2.5. Das BOB (Berufswahlorientierungsbüro) 2009 wurde an der WBR ein BOB eingerichtet. Es dient als zentrale Anlaufstelle für die Berufsorientierung mit den Bereichen 1. Informationszentrum 2. Beratungsraum 3. Arbeitsplatz Zu 1. Im BOB befinden sich Informationsmöglichkeiten z.B. über Berufsfelder/-bilder Praktikumsplätze Ausbildungsstellen Firmen in der Umgebung Weiterführende Schulen Diese Informationen sind an Rechnern online verfügbar, aber auch in einer Mediothek mit u.a. Broschüren/Flyern Zeitschriften Büchern Ordnern mit Listen, Stellenangeboten Aushängen, Postern Mustern von Bewerbungsmappen etc. Zu 2. Das BOB wird genutzt für die Beratung von einzelnen Schülern oder Gruppen zu festen oder individuell vereinbarten Terminen durch verschiedene Personen, wie: StuBOs, Berufsberater der Arbeitsagentur, SES sowie weitere externe Partner. Beratungen erfolgen u.a. zu: Praktikumssuche Ausbildungsplatzsuche Weiterführenden Schulen Hilfe bei "Schüleranmeldung online" Bewerbungscoaching Sonstigen Fragen zur BWO Diese Beratungen finden z.T. auch während der Unterrichtszeit statt. Zu 3. Das BOB dient als Arbeitsplatz - der StuBOs für Beratung Bereitstellung von Informationsmaterialien Organisation/Koordinierung Ablage/Dokumentation - der Schüler für Recherche am PC Informieren durch Aushänge, Broschüren usw. Anmeldung an BKs (Schüleronline) Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird eine bestimmte Ausstattung benötigt. So befinden sich im BOB bisher Schreibtisch Bürostuhl Stühle (insges. ca. 18 normale Stühle) Konferenztisch mit 8 Stühlen Stehtische (z.B. für die Auslage von Flyern oder kurzen Besprechungen) Lehrer-PC mit Internetverbindung Drucker/Kopierer/Scanner (All in one) Schrank für Bücher, Akten usw. 8 internetfähige PC-Arbeitsplätze für Schüler 2 Ständer für Zeitschriften, Broschüren… Tafel (zum Anschreiben von Internetadressen usw.) Anschlagbrett/Pinboard in auffälligem Blau an der Außenwand (für Plakate, Terminlisten und andere wichtige Aushänge) Übliche Büroausstattung (Aktenordner, Stifte, Zettelkasten, Locher usw.) Voraussetzungen: Finanziert wurde das BOB durch Gelder des mittlerweile ausgelaufenen (zum 31.08.2012) Moduls von Zukunft fördern. Es wurde ein bereits vorhandener, aber wenig genutzter PC-Gruppenraum umfunktioniert, wobei dessen bisherige Ausstattung mit Schüler-PC-Arbeitsplätzen, Tafel und Schrank übernommen werden konnte. Der Platz reichte, um den Raum (wie im Handbuch für das BOB gefordert) optisch in verschiedene Bereiche zu unterteilen. Erfahrungen: In den mittlerweile über drei Jahren des Bestehens konnte das BOB sich etablieren und ist allen Schülern und Kollegen als Anlaufstelle bekannt. Als Vorteil hat sich herausgestellt, dass alle Unterlagen an einem Ort gesammelt zur Verfügung stehen. Das große Anschlagbrett an der Außenseite fällt ins Auge und die Schüler können sich auf dem Weg zu ihren Klassenräumen informieren. Es gibt auch genügend PCArbeitsplätze, um mit einer größeren Gruppe von Schülern berufsbezogene Informationen im Internet zu suchen. Positiv ist außerdem, dass die Räume der StuBOs gegenüber liegen, so sind die maßgeblichen Personen auch schnell „zwischendurch“ erreichbar. Genutzt wird das BOB vorwiegend als ruhiger Platz für Beratungen und Besprechungen, und zwar durch verschiedene Personen, also sowohl von den StuBOs als auch vom SES, dem Berufsberater der Arbeitsagentur und weiteren externen Personen. Allerdings läuft noch nicht alles optimal. So wurden anfangs feste Sprechstunden der StuBOs angeboten, die von den Schülerinnen und Schülern allerdings nicht angenommen wurden - es kamen nur ausdrücklich bestellte, in die Listen trug sich keiner ein. Aus zeitlichen Gründen war es bisher auch nicht möglich, feste Öffnungszeiten respektive Präsenzzeiten der StuBOs einzuführen. Die von einigen anderen Schulen praktizierte Betreuung des BOBs durch ältere Schülerinnen und Schüler wird vom BWO-Team eher kritisch gesehen. Leider ist das BOB bisher auch noch nicht optimal als Arbeitsplatz für die StuBOs nutzbar, da es dort keinen Telefonanschluss gibt und der Empfang für Mobiltelefone schwach ist. Das erschwert z.B. die Versorgung von Schülern mit Praktikumsplätzen. Außerdem ist der Raum zu klein, um - was wünschenswert wäre - die Berufswahlpässe aller 8. bis 10. Klassen dort aufzubewahren. Das geschieht statt dessen in den Räumen der entsprechenden Klassenlehrer/innen. Bei der Eröffnung 2009 war die lokale Presse zugegen. Die Ruhr-Nachrichten veröffentlichten folgenden Pressebericht: BOB eröffnet Die Wilhelm-Busch-Realschule in Dorstfeld hat jetzt einen Ort in der Schule, der ausschließlich dem Zweck der Berufsberatung dient: Das neue Berufsorientierungsbüro, kurz BOB, wird am Donnerstag offiziell eröffnet. Mit Hilfe des BOB können die bisherigen Konzepte zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler der WBR auf das spätere Berufsleben ausgebaut werden. So können im Büro sämtliche Maßnahmen zur Berufswahl gebündelt werden. Ab Mitte Januar werden dort regelmäßige Sprechstunden stattfinden, zunächst zweimal wöchentlich durch die Berufswahlorientierungslehrer der Schule, Miriam Gaffal und Brigitte Reich. Außerdem wird auch einmal im Monat der zuständige Berufsberater der Agentur für Arbeit, Werner Bouillon, den Raum für seine Beratungen nutzen. Das Büro bietet aber noch andere Möglichkeiten: Neben der Beratungsecke mit Schreibtisch gibt es Informationsstände mit Flyern und Zeitschriften, Schränke mit einer umfangreichen Materialsammlung sowie auch einen Konferenztisch für Besprechungen. An mehreren Computer-Arbeitsplätzen können die Ratsuchenden sofort im Internet nach weiteren Informationen über Berufsbilder, Ausbildungsplätze oder Berufskollegs suchen. Finanziert wird das Berufsorientierungsbüro aus dem Topf des Innovationsprojektes des Landes Nordrhein-Westfalen und der Agentur für Arbeit „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“. Für die Wilhelm-Busch-Realschule ist die Einrichtung des BOB ein weiterer Baustein im umfangreichen Berufswahlorientierungskonzept. Bereits im Jahr 2007 erhielt die Schule das Siegel „Schule und Beruf“. 2.6. Zusammenarbeit mit den Berufskollegs Im Arbeitskreis „Koordination der Berufswahlvorbereitung an den Dortmunder Realschulen“ wurden im Schuljahr 2000/2001 die Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Realschulen mit den Berufskollegs intensiv diskutiert und Lösungsansätze auf den Weg gebracht. So ist es gelungen, eine Broschüre zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler der Realschulen abgestimmt ist. Diese Broschüre enthält die Bildungsangebote und aktuellen Kontaktadressen der einzelnen Berufskollegs und der anderen weiterführenden Schulen in Dortmund und Umgebung. Diese Broschüre wird den Schülerinnen und Schülern unter der Internetadresse www.realschulen-dortmund.de als pdf – Datei zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde angeregt, Vertreter der Berufskollegs bestimmten Realschulen in Dortmund zuzuordnen. Die enge Zusammenarbeit dieser Gremien bietet den Schülerinnen und Schülern der Realschulen eine effizientere und praxisnähere Informationsmöglichkeit über die Voraussetzungen des Wechsels zu einem Berufskolleg, dessen Bildungsinhalte und über die zu erreichenden Abschlüsse. Die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule nehmen zusammen mit ihren Eltern an dem im Herbst stattfindenden Informationsabend der Berufskollegs, der weiterführenden Schulen und der Agentur für Arbeit in der WBR teil. Dieser Besuch ist für den gesamten 10. Jahrgang verbindlich. In Einzel- und Gruppengesprächen werden sie von den unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern über die vielfältigen Möglichkeiten der Berufsausbildung, der Ausbildung in den Berufskollegs und über die mögliche Schullaufbahn auf dem Gymnasium bzw. der Gesamtschule informiert. Rückfragen stehen die Kolleginnen und Kollegen auch außerhalb Bei dieser Veranstaltungen zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 können, begleitet von ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern und interessierten Erziehungsberechtigten, auch gerne die Gelegenheit eines Besuches am Tag der Offenen Tür an den Berufskollegs wahrnehmen. Die Schülerinnen und Schüler werden zuvor, je nach Interesse für die unterschiedlichen Berufskollegs, in Gruppen eingeteilt. Da die Berufskollegs als weiterführende Schulform für unsere Jugendlichen einen hohen Stellenwert einnehmen (s.o.), muss dem Austausch zwischen den Realschulen und den Berufskollegs besondere Beachtung geschenkt werden. 2.7. Die Zusammenarbeit mit weiteren Trägern der Berufsausbildung Über die etablierten Aktivitäten hinaus (s.o.) bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern noch weitere berufsbezogene Informationsmöglichkeiten. Die Angebotspalette reicht vom Messebesuch (Jobfit und Jobtec), über den Besuch der DASA und der Teilnahme an dem Berufsinformationstag der Stadt Dortmund bis hin zur Einladung von Jobmobilen der einzelnen Verbände in unsere Schule. Je nach Art des Angebots wird dies von unterschiedlichen Fächern wahrgenommen, z.B. im Fach Technik. In besonderen Fällen gibt es auch klassenweise Betriebsbesichtigungen unter der Leitung der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers. Im Rahmen einer Berufswahlorientierungs-AG fanden in den letzten Jahren Exkursionen zur Kreishandwerkerschaft, zu den Lehrwerkstätten der Technischen Universität, zur Fachhochschule Dortmund und zu diversen Betrieben statt. Im Zuge der Neuorientierung durch das NÜS-KAoA (Neues Übergangssystem Schule/Beruf – Kein Abschluss ohne Anschluss) fallen letztere Aktivitäten in den letzten Jahren aber weg. 2.8. Die Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen Die Wilhelm-Busch-Realschule hat mit vier Betrieben Kooperationsverträge geschlossen. Dies sind: 1. Continental Automotive GmbH, Arminiusstr. 59, 44149 Dortmund - Branche: Autozulieferer (Industrie) 2. TÜV Nord Bildungszentrum Dortmund, Bärenbruch 128, 44379 Dortmund Branche: Weiterbildung (Handwerk) 3. Dortmunder Volksbank e.G.; insbesondere Filiale Marten, In der Meile, 44379 Dortmund - Branche: Bank (Finanzdienstleistungen) 4. Thyssenkrupp Rothe Erde, Tremoniastr. 5 – 11, 44137 Dortmund; Branche: Stahlindustrie. Die Zusammenarbeit mit den einzelnen Betrieben ist unterschiedlich. So haben Ausbilder der Continental an Fachkonferenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch mit anschließender Diskussion über die erwarteten Kompetenzen teilgenommen. Lehrer sowie Schüler/innen der 9. Klassen haben die Continental besucht, eine Besichtigung der Firma Thyssenkrupp Rothe Erde, zunächst durch Teile des Lehrerkollegiums, ist in Planung. Bei allen vier Betrieben haben Schüler/innen der WBR Betriebspraktika durchgeführt sowie ein Lehrer ein Lehrerbetriebspraktikum bei der Continental. Mit allen Partnern gibt es in unregelmäßigen Abständen stattfindende Dienstbesprechungen, bei denen das weitere Vorgehen erörtert wird. Zurzeit sind verschiedene Aktivitäten in Planung, z.B. der Besuch von Auszubildenden dieser Betriebe bei uns (Azubi-Agenten). 2.9. Die Begleitung der Schüler durch den SES Seit 2011 arbeitet die WBR mit dem SES (= Senioren Experten Service) zusammen. Drei Experten mit großer Erfahrung im Bereich der Ausbildung in der freien Wirtschaft oder auf Berufskollegs begleiten Schüler/innen mit besonderem Betreuungsbedarf auf dem Weg in den Beruf. Die Kooperation beginnt mit der Vorstellung der Experten in den 9. Klassen. Dies erfolgt kurz nach Beendigung des Betriebspraktikums. Etwas später stellen sie sich an einem Elternabend den Eltern vor. Anschließend eruieren die Klassenlehrer/innen, in welchen Fällen eine weitergehende Betreuung sinnvoll sein könnte. Diese Schüler/innen treffen sich regelmäßig mit den Experten, z.T. gruppenweise, aber auch einzeln. Die Häufigkeit sowie Dauer dieser Treffen ist individuell unterschiedlich. In der Regel endet die Betreuung zum Zeitpunkt der Anmeldung an den weiterführenden Schulen - einem Zeitpunkt, an dem der Jahrgang darunter startet. 3. Ausblick Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsplatzmarkt können wir nicht verändern. Aber wir können durch unser Engagement dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler noch schneller, aktueller, besser und realitätsnäher auf offene Fragen bezüglich ihrer persönlichen Berufswahlorientierung Antworten bekommen. Dies setzt beispielsweise eine Versorgung unserer Kolleginnen und Kollegen mit aktuellen Informationen aus dem Bereich der Berufswahlvorbereitung voraus sowie eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Gremien. In Zukunft muss auf eine weitergehende Einbindung der Eltern sowie externer Partner Wert gelegt werden. Mit der intensiveren Nutzung der neuen Technologien würde eine effizientere und schnellere Information unserer Schülerinnen und Schüler möglich werden. Ein Wunsch wäre die Nutzung des BOBs als so genanntes „schuleigenes BIZ“, wo Schülerinnen und Schülern ihre Informationen zur Berufswahl, zu den weiterführenden Schulen und andere themenbezogene Informationen direkt, d.h. ohne unsere Schule verlassen zu müssen, beziehen bzw. ihre Online-Anmeldungen vornehmen könnten. Die möglichen für uns interessanten Adressaten (Arbeitsamt, Berufskollegs usw.) verfügen meist alle über Internetadressen und geben damit dem interessierten Jugendlichen eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten an die Hand. Voraussetzung für die effektive Arbeit mit diesen Medien wäre die Öffnung des BOBs, der ja bereits entsprechend eingerichtet ist (d.h. bestückt mit internetfähigen Computern) über die Unterrichtszeit hinaus, z.B. in der Mittagspause, betreut von geeigneten älteren Schüler/innen oder Eltern. Zum anderen müssten den Schülerinnen und Schülern dort ein aktueller Adressenpool für Kollegschulen, Ausbildungsbetriebe und wichtige Institutionen sowie eine umfangreiche Informationssammlung aus den Medien zur aktuellen Berufs- und Ausbildungssituation zur Verfügung stehen. Brigitte Reich Miriam Gaffal Fächerübergreifendes Lernen Die Berufswahlorientierung ist im Schulprogramm der Schule fest installiert, curricular eingebunden ist sie insbesondere in den Fächern Deutsch, Politik, Sozialwissenschaften und Technik. Politik: Während in Klasse 5 bis 7 in die Arbeitswelt eingeführt wird, erfolgt ab Klasse 8 ein erstes Kennenlernen von Berufsfeldern. Die Potenzialanalyse sowie die mehrtägige Berufsfelderkundung bei externen Partnern wird in diesem Fach vorsowie nachbereitet. In Klasse 9 wird das Betriebspraktikum vorbereitet. Nach dem Praktikum erstellen die Schülerinnen und Schüler Plakate oder PowerpointPräsentationen, mit denen sie den Achtklässlern ihre Praktika vorstellen. Deutsch: In Klasse 5 bis 7 geht es um Berufe der Eltern, typische Männer- und Frauenberufe und berufliche Tätigkeiten. In Klasse 8 und dem ersten Halbjahr Klasse 9 erfolgt die Praktikumsvorbereitung: Informationen über Berufsbilder, Berichte über Betriebserkundungen, Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Diese Themenbereiche werden in Klasse 9 und 10 vertieft behandelt, außerdem setzen sich die Schüler kritisch mit Texten über die Arbeitswelt auseinander. Technik: Bei der Beschäftigung mit verschiedenen Werkstoffen erfahren die Schüler jeweils, für welche Berufsarten dies nötig ist. Im Rahmen des Technikunterrichtes erfolgen auch Betriebserkundungen. Sozialwissenschaften: Hier geht es eher um die Vermittlung ökonomischer Kenntnisse. Brigitte Reich Miriam Gaffal Kooperationen Die WBR arbeitet mit vier Kooperationspartnern zusammen, mit denen Kooperationsverträge bestehen: 1. Continental Automotive GmbH, Arminiusstraße 59 in Dortmund-Dorstfeld mit dem Ansprechpartner Herrn R 2. TÜV-Nord Bildung, Bärenbruch 128 in Dortmund-Kirchlinde (vormals RAGBildung) mit dem Ansprechpartner Herrn Kaminsky 3. Dortmunder Volksbank; insbesondere Filiale Dortmund-Marten, In der Meile mit den Ansprechpartnern Frau Bergmann und Herrn Gerson 4. Thyssenkrupp Rothe Erde, Tremoniastr. 5 – 11 in Dortmund-West, mit dem Ansprechpartner Herrn Wyes. Folgende Aktionen haben bisher stattgefunden: Die Ansprechpartner haben sich dem Lehrerkollegium vorgestellt. Sie haben z.T. an Fachkonferenzen teilgenommen und sich dort mit den Mitgliedern der Fachkonferenz über Anforderungsniveaus ausgetauscht. Die Continental wurde von Lehrer- und Schülergruppen besichtigt , für Thyssenkrupp Rothe Erde ist ein Termin im Februar 2015 vorgesehen. Ein Kollege hat bei der Continental ein Lehrerbetriebspraktikum absolviert. Schülergruppen (BWO-AGs) waren zu Berufsfelderkundungen am TÜV-Nord (u.a. Tischlerei, Gastronomie, Frisör). Schülerbetriebspraktika wurden bei allen Kooperationspartnern durchgeführt. Die Kooperationsfirmen haben an den Jobmessen der Schule teilgenommen. Für März 2015 ist eine Aktion mit Azubi-Agenten für den 9. Jahrgang geplant, für die bereits zwei Kooperationsfirmen zugesagt haben. Geplant ist eine weitere Einbeziehung der Kooperationspartner, z.B. für die Durchführung von Einstellungstests, Bewerbercoaching usw. Brigitte Reich BWO-Team Für die Berufswahlorientierung an der WBR sind die beiden StuBOs, Miriam Gaffal und Brigitte Reich, sowie RR Carl Kuhmann und die stellvertretende Schulleiterin Simone Linnewerth zuständig. Ergänzt wird das Team zurzeit vom Lehramtsanwärter Hassan Inal. Das Team trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat zu einer ausführlichen Dienstbesprechung. Dort werden Informationen ausgetauscht, Planungen gemacht und Projekte organisiert. Die Zuständigkeiten innerhalb des Teams werden zwar weitgehend nach Bedarf verteilt; für einige feste Bausteine der BWO sind sie allerdings fest geregelt. So obliegt Frau Gaffal die Organisation der Potenzialanalyse und der Berufsfelderkundung in Klasse 8 (BIBB-BOP), Frau Reich kümmert sich im Wesentlichen um das Betriebspraktikum der Klassen 9 sowie die Schüleronline-Anmeldung in Klasse 10. Brigitte Reich Miriam Gaffal Wilhelm-Busch-Realschule Bausteine der Berufswahlorientierung Qualitätssiegel Schule – Beruf Klasse 5 – 7 Klasse 8 Klasse 9 Einführung in die Arbeitswelt Kennenlernen von Berufsfeldern Gezielte Zukunftsplanung Berufsorientierung Fächer Politik und Deutsch: Fach Politik: →Berufsfelder kennen lernen, eigene Berufswünsche nennen und Voraussetzungen zu ihrer Realisierung reflektieren Fächer Politk, SoWi u. Deutsch →Praktikumsvor- und nachbereitung → Erstellung einer Bewerbungsmappe → Erstellung einer Dokumentation → Vorstellen der Praktikumsstellen bei Kl. 8 →Beispielhaft: Elternarbeitsplätze →Berufe und Berufsbezeichnungen kennen lernen →Informationsabend zur Differenzierung in Klasse 7: Zukunftsplanung Fächerübergreifend: →Besuch von Arbeitsplätzen im Umfeld der Schule(Continental Automotive GmbH) Fächer Politik und Deutsch →Einführung in die Arbeit mit dem Berufswahlpass → Kennenlernen verschiedener Berufsbilder Fach SoWI → Kontaktaufnahme zu Partnerbetrieben (z.B.: Wir erkunden eine Fertigungsstätte von Autozubehör und andere Berufsbilder) Fächerübergreifend: → Lebensplanungsseminar in Zusammenarbeit mit der Jugendfreizeitstätte Dortmund-Rahm Externe Träger führen durch: →Potenzialanalyse →Berufsfelderkundung (3-tg., 3 Berufsfelder) → Auswertungsgespräche (Einladung der Eltern) Informationsabende für die Eltern: → Vorstellung des Berufswahlkonzeptes → Abendlicher BIZBesuch mit Schüler/Innen, Klassenlehrer/Innen und Eltern Externe Partner führen durch: - Bewerbungstraining - Eignungstest →Zusammenarbeit mit dem Berufsberater des Arbeitsamtes: - Vorstellung des Berufsberaters in den Klassen - Besuch der Sprechstunden - Zukunftsgespräch →Besuch von Ausbildungsmessen (mit Eltern) Individuelle Beratung/Betreuung: - StuBOs - SES →Besuch des Infomobils des Metallverbandes → Azubi-Agenten Informationsabend für die Eltern: Vorstellung des SES Klasse 10 Fächer Deutsch und Informatik → Ausbildungsstellensuche im Internet → Weiterarbeit mit dem Berufswahlpass → Vervollständigung der Bewerbungsunterlagen Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen und der Berufsberatung: → Informationsabend: Übergang Sek.I – Sek.II (Berufskollegs, Gymnasien und der Agentur für Arbeit) → Besuch des Tages der Offenen Tür der Dortmunder Berufskollegs Schullaufbahn- und Berufsberatung (durch Agentur für Arbeit und StuBOs) Beratung/Hilfe bei der Anmeldung zu weiterführenden Schulen (StuBOs/Klassenlehrer) Außerschulische Bewerbungsberatung z.B. durch Auszubildende unserer Partnerunternehmen; Jobmesse "Zweite Chance": Unterbringung von Schülerinnen und Schülern ohne einen Ausbildungsplatz Beratungskonzept der Dortmunder Realschulen - Angepasst an die Wilhelm-Busch-Realschule, Stand Mai 2013 - Jahrgang 8 Berufsfelderkundung Informationsabend für die Eltern im Rahmen der ersten Elternpflegschaftssitzung: Vorstellung des Berufswahlkonzeptes und des Berufswahlpasses Eintägige Potenzialanalyse 1. Halbjahr (Herbst), durchgeführt von der Kreishandwerkerschaft; danach individuelle Beratungen zu geeigneten Berufsfeldern (Einladung der Eltern dazu) Einführung sowie Einbindung des BWP Vorbereitung der Beratung mit passenden Formblättern evtl. Erweiterung des BWP Vorbereitung der Beratungsgruppe durch Formblätter auf Beratungssituation Checkliste zum weiteren Vorgehen für SchülerInnen 3-tägige Berufsfelderkundung (BIBB-BOP/KAoA) bei freien Trägern, z.B. der Kreishandwerkerschaft, jeweils ein Tag pro Berufsfeld. Anschließend Auswertung durch die Träger (Einladung der Eltern dazu) Eintägiges Lebensplanungsseminar, durchgeführt vom Jugendamt der Stadt Dortmund in der Jugendfreizeitstätte Rahm (Ende Klasse 8/Anfang Klasse 9) Themenbereiche u.a.: Berufswahl Simulation eines Vorstellungsgespräches Zukunftsplanung Jahrgang 9 Betriebspraktikum Dreiwöchiges Betriebspraktikum mit individuellen Beratungen zur weiteren Laufbahn im Rahmen der Praktikumsbetreuung durch KlassenlehrerInnen Rücksprache mit Praktikumsbetreuern/-betreuerinnen Besuch des BIZ in Begleitung der Eltern (Abendveranstaltung gegen Ende des 8. Schuljahres/Beginn 9. Klasse) Zukunftsgespräche Verpflichtendes Beratungsgespräch mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit (ein- bis zweimal pro Monat Sprechstunden an der WBR) Eintrag in den BWP Zusätzliche Termine des Berufsberaters in der WBR gegen Ende des Schuljahres für intensive Gespräche Besprechung mit den Klassenlehrern gemeinsame Beratungsgespräche mit Schülern, Eltern, Klassenlehrern sowie dem Berufsberater Weiterleiten an passende Ansprechpartner der Kammern oder der Agentur für Arbeit besonders intensive Beratung von SchülerInnen für den Dualen Bereich Besuch von Jobmessen, z. B. hauseigene Jobmesse (Pflicht für Kl. 9 und 10) Azubi-Agenten Bewerbungsmappencheck bzw. -coaching (externe Partner) Zusammenarbeit mit dem SES (Senior Experten Service): Vorstellung des SES in den Klassen Vorstellung des SES bei den Klassenpflegschaften Auswahl von SchülerInnen mit besonderem Betreuungsbedarf durch die KlassenlehrerInnen Beginn der Gruppengespräche mit dem SES Jahrgang 10 Weiterführende Schulen Individuelle Beratung: Bewerbungscoaching, gezielt nach Berufsbildern, durchgeführt von externen Partnern Weitere Betreuung einzelner SchülerInnen durch den SES Einzeltermine bei der Agentur für Arbeit (ggf. mit Eltern) Sprechstunden der StuBOs vor den Herbstferien: Infoveranstaltung in der RS mit Vertretern der Dortmunder BKs; des Reinoldus-und Schiller-Gymnasiums; des Berufsberaters der Arbeitsagentur allgemeine Vorstellung von Abschlüssen und Bildungsgängen der weiterführenden Schulen Beratung von Kleingruppen gemäß den Interessen durch BKs und Weiterführenden Schulen Beratung durch Berufsberater der Arbeitsagentur Organisation des Berufskollegtags Anmeldung der Schülergruppen Kooperation der Realschulen für Besuchergruppen Berufskollegtag der Dortmunder Berufskollegs: Begleitung der angemeldeten Schülergruppen durch eine/n Lehrer/in (event. in Kooperation mit anderer Realschule) Vor oder nach Besuch der Informationsveranstaltung Schulbesuch in RS Dokumentation der Beratung Beratungssprechstunden von Berufskollegs an den Realschulen: Beratung von Schülern und Eltern Besuch von Informationstagen/-abenden bzw. Tagen der Offenen Tür an den weiterführenden Schulen Schnupperunterricht (freiwillig): Schnupperunterricht am Berufskolleg evtl. Begleitung eines Azubis in das Berufskolleg während des Praktikums (Kl. 9) Informationsnachmittag aller Berufskollegs an zentralem Ort (i.d.R. Keuninghaus, Ende des 1. Halbjahres) Individuelle Beratung bzw. Hilfe durch KlassenlehrerInnen 10 sowie StuBOs bei der Schüleranmeldung online Individuelle Beratung abgelehnter SchülerInnen durch die StuBOs für den 2. Durchgang der Anmeldungen Individuelle Beratung bei der persönlichen Anmeldung in den BKs Vorlage des BWP bei der Anmeldung zum Berufskolleg Jahrgang 10 Feuerwehraktionen für Unversorgte April - Juni: Beratung von Unversorgten durch Berufsberater von Agentur für Arbeit Beratungstermine in der Realschule Längere Beratungstermine in der Agentur für Arbeit Eintrag in den BWP zusätzliche Sprechstunden bei den Kammern: weitere Hilfe bei Ausbildungsplatzsuche Sprechstunden der STUBOs Erprobungsstufe - Sanfter Schuleinstieg - Kleine Botschafter - Sozialtraining - Die Erprobungsstufe Sanfter Schuleinstieg in die Wilhelm-Busch-Realschule Der Übergang von der Grundschule in die Realschule hat für die Schülerinnen und Schüler bedeutsame Veränderungen zur Folge: Sie kommen in eine größere Schule mit einem anderen Schulumfeld, werden Teil einer Schulgemeinschaft mit z.T. sehr viel älteren Mitschülerinnen und Mitschülern und begegnen zum ersten Mal einem ausgeprägten Fachlehrersystem. Um sich unter diesen geänderten Bedingungen orientieren und integrieren zu können und neue Lernimpulse zu erfahren, bedarf es besonderer unterrichtlicher, pädagogischer und organisatorischer Hilfen (vgl. Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule). Die Wilhelm-Busch-Realschule trägt diesen Bedürfnissen und Vorgaben durch ihr Konzept des „Sanften Schuleinstiegs“ für die neuen Fünferklassen Rechnung. Traditionell werden die neuen Fünferklassen nach einem ökumenischen Gottesdienst im Pädagogischen Zentrum der Schule zusammen mit ihren Eltern mit einer Begrüßungsfeier willkommen geheißen. Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen gestalten dabei maßgeblich die Feier. Es werden Lieder vorgetragen, kleine Stücke gespielt und Tänze vorgeführt. Ein Wilhelm-Busch-Gedicht begrüßt die „Neuen“ und stellt ihre neuen Lehrer und Lehrerinnen vor. Die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen zeigen den Kindern ihren neuen Klassenraum und beschließen den ersten aufregenden Schultag nach erstem Kennenlernen, Ausgabe der Schulbücher, der Stundenpläne für die erste Schulwoche usw. In der ersten Schulwoche werden die Schülerinnen und Schüler behutsam in die neue Unterrichtsorganisation eingeführt. Da Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen in dieser Eingewöhnungsphase besondere Bedeutung zukommt, werden sie verstärkt in den eigenen Klassen eingesetzt. Wie die Schülerinnen und Schüler es aus der Grundschule gewöhnt sind, suchen und benötigen sie zu den Lehrpersonen, insbesondere zum Klassenlehrer/zur Klassenlehrerin ein enges und persönliches Verhältnis. Diesem Bedürfnis wird durch die Stundenplangestaltung der ersten Woche Rechnung getragen. Der erste Unterrichtstag findet ausschließlich beim Klassenlehrer bzw. bei der Klassenlehrerin statt, der/die grundsätzlich ein Hauptfach in der Klasse unterrichtet. Themen wie „Unser Schulgebäude“, „Der sichere Schulweg“, „Kennenlernspiele“, „Klassenregeln“, „Klassenordnung“, „Gestaltung des Klassenraumes“ u.a. sollen die Eingewöhnung erleichtern. In den nächsten beiden Schultagen lernen sie dann sukzessive ihre weiteren Hauptfachlehrer und Hauptfachlehrerinnen kennen. Die letzten beiden Unterrichtsstunden der ersten Schulwoche an der neuen Schule finden wiederum bei der Klassenleitung statt, um die ersten Erfahrungen der Kinder zu besprechen, zu bearbeiten und „abzurunden“. Der Verdeutlichung soll das folgende Schaubild dienen: Organisation der ersten Schulwoche im Überblick Stunde 1. Tag 1 Gottesdienst 2 Begrüßungs- 3 feier 4 5 KL 2. Tag KL 3. Tag 4. Tag 5. Tag FL 2 / Un- KL HF 2 ter- FL 1 / FL 3 / richt HF 1 HF 3 KL KL 6 nach Plan Kl : Klassenlehrer, FL : Fachlehrer, HF : Hauptfachlehrer Im weiteren Verlauf werden in regelmäßigen Konferenzen der Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen pädagogische Maßnahmen, Beobachtungen, Einschätzungen und Erfahrungen der Unterrichtenden ausgetauscht und abgestimmt. Jeweils im Oktober eines Jahres wird zusätzlich eine “Offene Erprobungsstufenkonferenz“ der Klassen- und Hauptfachlehrer und –Lehrerinnen zusammen mit den ehemaligen Grundschul-Klassenlehrern und -Lehrerinnen durchgeführt. Die Erfahrungen und Einschätzungen aus vier Grundschuljahren und die ersten Eindrücke der beteiligten Lehrkräfte der WBR werden hier ausgetauscht. Diese Konferenzen haben sich zu einer ständigen und von beiden Seiten geschätzten Einrichtung entwickelt, die die Zusammenarbeit erleichtert und befruchtet. Elemente und Angebote der Erprobungsstufe siehe folgende Grafik. Dirk Heidemeyer Teilnahme der GrundschullehrerInnen an Erprobungsstufenkonferenzen Einladen der Grundschüler zum T. d. o. Tür Schulfest Feierliche Begrüßung am 1. Schultag „Kleine Botschafter der WBR“ besuchen ihre Grundschulen Klassenbildung nach Grundschulen Spielfeste z.B. Inline-Skaten, Handballturnier Elemente der Erprobungsstufe Klassenfahrt in Klasse 6 ( Sanfter Übergang ) Projekt „Sanfter Schuleinstieg“ in der ersten Woche ... und jedem Anfang wohnt Vorlesewettbewerb ein Zauber inne.... ( H. Hesse ) Verkehrserziehung ADAC-Training „Soziales Lernen“ als Unterrichtsfach Förderunterricht Deutsch / Mathematik / Englisch Projekttage Lernen lernen Bundesjugendspiele Schwimmen Weihnachtsfeier der 5. und 6. Klassen „Kleine Botschafter“ der WBR Der Zielsetzung, den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule zu erleichtern, dient neben dem Konzept des Sanften Schuleinstiegs schon vorab der Besuch von Schülern und Schülerinnen der fünften Klassen am Ende ihres ersten Halbjahres an der WBR bei den vierten Klassen ihrer ehemaligen Grundschulen. Nach Auswertung vieler Gespräche mit Eltern, Kindern, Grundschullehrern und eigener Erfahrungen ist der Übergang zur weiterführenden Schule neben der Unsicherheit, ob die richtige Schulform angestrebt wird, zusätzlich auch insbesondere bei den Kindern mit Unsicherheit, oft auch Angst, besetzt: Finde ich dort neue Freunde? Sind die Lehrer streng? Gibt es dort Gewalt oder Drogen? Wie komme ich wohl dort zurecht? - um nur einige zu nennen. Ausgehend von der Erfahrung, dass Erklärungen und Informationen von Erwachsenen, seien es Eltern oder Lehrer, oft anders wahrgenommen und verstanden werden als die entsprechenden Informationen von nahezu Gleichaltrigen, die meist auch persönlich bekannt sind, und die diesen großen Schritt schon gemacht haben, wurde das Konzept der „Kleinen Botschafter“ erstellt: Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen stellen ihre neue Schule den vierten Klassen ihrer ehemaligen Grundschule vor. Kurz nach den Weihnachtsferien und mit den Erfahrungen des ersten Halbjahres besuchen jeweils vier bis fünf Kleine Botschafter in Begleitung ihrer neuen Klassenlehrerinnen die meist gut vorbereiteten vierten Klassen ihrer Grundschulen und stellen sich deren Fragen und Problemen, oft in bis zu vier Parallelklassen nacheinander. Vorher erstellen sie dazu z.B. im Rahmen des Sozialtrainings Informationsmaterial, mögliche Fragestellungen und mögliche Antworten und üben einfache und kindgemäße Techniken eines Vortrags und der persönlichen Darstellung usw. Das Projekt wird seit 2006 durchgeführt und erfreut sich großer Anerkennung sowohl bei den besuchten Grundschulkindern, als auch bei deren Eltern, wie in Gesprächen mit allen Beteiligten immer wieder bestätigt wurde. Mehrere Grundschulen haben den Besuch der „Kleinen Botschafter“ als feste Einrichtung in ihr Schulprogramm übernommen, Kinder begrüßen freudig am „Tag der offnen Tür“ der WBR ihre durch den Besuch bereits bekannten zukünftigen Klassenlehrerinnen, Eltern loben beim ersten Elternsprechtag das Engagement der Botschafter, die ihren Kindern viele Ängste genommen haben. Nicht zuletzt ist es eine Freude, die „Kleinen Botschafter“ selber nach einem für sie anstrengenden und aufregenden Besuchstag voller Stolz über die bewältigte Aufgabe zu sehen und zu hören. Durch einen Rückmeldebogen werden Anregungen und Kritik der beteiligten Lehrkräfte beider Schulformen festgehalten berücksichtigt (siehe Evaluationsbogen). Dirk Heidemeyer und bei folgenden Besuchen Evaluation : Besuch der kleinen Botschafter Besuch in der Grundschule : am Januar 2015 Begleitende Lehrkraft der WBR : : Ansprechpartner/in in der besuchten Schule : Schüler/innen der Klasse Bewertung aus Sicht der WBR Bewertung aus Sicht der besuchten Schule Was war gut Was war gut Was hätte besser sein können Was hätte besser sein können Beim nächsten Besuch beachten: Dortmund, den Unterschrift Sozialtraining (Stand: März 2013) Im Zentrum des Sozialtrainings steht der Leitsatz der Wilhelm-Busch-Realschule, der auf großen Transparenten an den Wänden in den Aufgängen zu den Klassenräumen steht: An der WBR werden die Sozialkompetenzen der Schüler gezielt entwickelt und gestärkt. „Die Vermittlung von sozialen Kompetenzen ist das wirkungsvollste Instrument zur Verminderung jugendlichen Problemverhaltens. Sie wirkt gegen Versagen in der Schule, Jugendkriminalität, Gewaltbereitschaft und Missbrauch von Suchtmitteln“ (Prof. Dr. Hurrelmann, Jugendforscher, Universität Bielefeld). Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass es Schülerinnen und Schülern immer schwerer fällt, sich sozial angemessen zu verhalten. Mangelnde Unterstützung im Elternhaus, gesellschaftliche Missstände, bis hin zu einer sozialen Desorientierungen in einer veränderten Kindheit, führen zu einem Mangel an liebevoller Zuwendung, der zu starken Verhaltensproblemen führen kann. Die Schule hat die Aufgabe, die Familien beim Auf- und Ausbau eines angemessenen Sozialverhaltens zu unterstützen. Außerdem ist die Vermittlung von Personal- und Sozialkompetenz Grundlage der Erziehungsarbeit an der Schule und Voraussetzung für eine positive Lernmotivation jedes Kindes und eine lernförderliche Atmosphäre in der Klassengemeinschaft. Das Sozialtraining wird in der Jahrgangsstufe 5 zweistündig und in der Jahrgangsstufe 6 einstündig durchgeführt, ab der Jahrgangsstufe 7 wird die Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler durch diverse Projekte fortlaufend erweitert. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 sollen in regelmäßigen Trainingseinheiten lernen, Kontakte untereinander aufzunehmen, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, soziale Verhaltensweisen gegenüber Erwachsenen und untereinander zu erlernen; also insgesamt ein prosoziales Verhalten nach den Regeln demokratischen Zusammenlebens, im Bemühen um gegenseitiges Verstehen, Toleranz, Respekt und Kooperieren zu entwickeln. Rollenspiele, Interaktionsspiele, erlebnispädagogische Aktionen, Simulationen, Diskussionen bieten hierbei Raum, soziale Erfahrungen mit Gleichaltrigen und Erwachsenen zu machen. Prosoziales Verhalten ist in erster Linie über zwischenmenschliche Begegnungen erlernbar und nicht über Belehrungen. Das Training hat den Charakter eines „Laboratoriums“, das zu Ausprobieren mit „Kopf, Herz und Hand“ ermutigt und ohne Zensuren und Leistungsdruck das Erleben und Erfahren sozialer Prozesse ermöglicht. Die Entwicklung eines positiven Sozialklimas ist auch ein Beitrag zur Gewaltprävention. Wie im Erziehungs- und Bildungsauftrag der Realschule verankert, befähigen wir unsere Schülerinnen und Schüler u. a. zu Kommunikation und Argumentation, Bereitschaft zur Zusammenarbeit in Gruppen, Kritikfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Empathie, Problemlösungsfähigkeit und ermutigen den Aufbau einer Persönlichkeit, die über Selbstvertrauen, Eigeninitiative und Verantwortungsgefühl verfügt. Das Sozialtraining ist Grundlage der darauf aufbauenden (organisatorischen, inhaltlichen) Struktur der Schule mit Verbindung zu folgenden Themen: Deeskalationstraining in Kooperation mit den Jugendkontaktbeamten der Dortmunder Polizei, 2 Tage im Schuljahr, Angebot für die 7.Klasse. AG Streitschlichtung, Ausbildung von Schülern zu Streitschlichtern ab Klasse 8 Der Beratung und Schulseelsorge der WBR. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich vertrauensvoll in Fragen der persönlichen Entwicklung und bei Problemen Einzelfallhilfe zu suchen. Schüler mit höheren, reiferen Sozialkompetenzen vertreten die Schüler in der SV. Mit folgenden Unterrichtsmaterialien wird an unserer Schule gearbeitet: Höflichkeit und gutes Benehmen; Respekt, Respekt; Eine Lern-, Diskussions- und Arbeitsmappe; Verlag an der Ruhr; Mülheim an der Ruhr, 2002 Ich – Du – Wir alle! 33 Spiele für soziales Kompetenztraining; A. Klein, D. Schmidt; Verlag an der Ruhr; Mülheim an der Ruhr, 2009 Erwachsen werden – Life-Skills-Programm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I; Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer, 2. Ausgabe; Autoren der deutschen Ausgabe: Heiner Wilms, Ellen Wilms; 2000 Lions Club International, Gesamt-District 111 – Deutschland, Wiesbaden; Titel der Originalausgabe: Skills for Adolescense (Third Edition); 1992 Quest International, Newark (USA) 105 Spiele zur Förderung der Sozialkompetenzen, Tiol Brenner, Verlag Petersen, 1. Aufl. 2011 Spiele, Impulse und Übungen, Thematisierung / Sensibilisierung von Gewalt, Rassismus, warm up, Kooperation, Kommunikation, Sozialtraining Band 1 – 3, Edition Zebra, Akademie Schwerte-Villigst Dorothea Gudd Rolf Thielmann Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung - Ziele und Durchführung - Lernen lernen - Individuelle Förderung - Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung Ziele und Durchführung Die Arbeitsgruppe Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung sieht als vordringliches Ziel, die Themen aus dem Bereich „Lernen lernen“ an der WBR zu intensivieren. Dazu wurde eine Themen- und Unterrichtsübersicht entwickelt (siehe Tabelle): In jeder Klassenstufe werden Projekttage durchgeführt, an denen die Themenbereiche erarbeitet und vertieft werden. Die Themenbereiche werden dabei jeweils an ein Unterrichtsfach (Leitfach) gekoppelt, d.h. die Auswahl von Arbeitsmaterialien, Aufgaben und Texten bezieht sich hauptsächlich auf dieses Fach. Für die Themenbereiche werden Arbeitsziele von der Arbeitsgruppe formuliert, die verbindlich für die weitere Arbeit im Unterricht des Leitfaches, aber auch für alle anderen Fächer sind. Daher werden die übrigen Lehrer der WBR über diese Ziele informiert, so dass eine Durchführung und Überprüfung in jedem Fach der Jahrgangsstufe durch die jeweiligen Fachlehrer möglich wird. Für die Klassenstufe 5 - 8 sind für die Projekttage die folgenden Themenbereiche ausgewählt worden: - Hausaufgaben - Heft- und Mappenführung - Klassenarbeiten - Effektives Üben - usw. (s.u. “Curriculum Lernkompetenz“) Simone Kaip Lernen lernen an der WBR Der Arbeitsbereich „Lernen lernen“ ist aus der Arbeitsgruppe Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung hervorgegangen und sieht nach wie vor als vordringliches Ziel, die Themen aus dem Bereich „Lernen lernen“ an der WBR zu organisieren, zu evaluieren und zu intensivieren. Dazu wurde eine Themen- und Unterrichtsübersicht entwickelt (siehe Curriculum Lernkompetenz). In den Klassenstufen 5 bis 8 werden Projekttage, sogenannte Methodentage durchgeführt, an denen die Themenbereiche erarbeitet und vertieft werden. Die Themenbereiche werden dabei jeweils an ein Unterrichtsfach (Leitfach) gekoppelt, d.h. die Auswahl von Arbeitsmaterialien, Aufgaben und Texten bezieht sich hauptsächlich auf dieses Fach. Für die Themenbereiche werden Arbeitsziele von der Arbeitsgruppe formuliert, die verbindlich für die weitere Arbeit im Unterricht des Leitfaches, aber auch für alle anderen Fächer sind. Daher werden die übrigen Lehrer der WBR über diese Ziele informiert (siehe Anhang), so dass eine Durchführung und Überprüfung in jedem Fach der Jahrgangsstufe durch die jeweiligen Fachlehrer möglich wird. Von Anfang an war es der Arbeitsgruppe wichtig, dabei auch die Zusammenarbeit mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler zu festigen. In den ersten Jahren wurden die Eltern an einem Elternabend mit den Zielen und Inhalten des Curriculums Lernkompetenz vertraut gemacht (siehe Einladungsschreiben). Dieser gesonderte Elternabend wurde aufgegeben zugunsten einer zentralen Einführung vor der ersten Klassenpflegschaftssitzung. Auf diese Weise wird es den Eltern ermöglicht, ihre Kinder zukünftig optimal bei der Ausbildung ihrer Lernkompetenzen zu unterstützen. Die aktuelle Evaluation hat mit der Ausgabe der beigefügten Rückmeldebögen für die Kollegen und Kolleginnen begonnen. Iris Lage, Dorothea Gudd, Kathrin Augustin und Sonja Bardek Curriculum Lernkompetenz Arbeitsgruppe Unterrichtsentwicklung: Lernen lernen Wilhelm-Busch-Realschule SCHULHALBJAHR KLASSE 5 1. Halbjahr Methodentag: Heft- und Mappenführung (Lage) KLASSE 6 Wiederholung von Klasse 5 (Augustin) KLASSE 7 Wiederholung von Klasse 6 (Augustin) KLASSE 8 Wiederholung von Klasse 7 (Bardek) 1. Halbjahr Methodentag: Lesetechniken (Lage) Methodentag: Markieren und strukturieren (Bardek) Methodentag: Mindmapping (Bardek) Methodentag: Kommunikationstraining (Lage) Methodentag: Präsentieren (Gudd) 2. Halbjahr Methodentag: Hausaufgaben und üben (Gudd) Methodentag: Klassenarbeiten (Augustin) Methodentage: Klassenlehrer mit Klasse (5 Stunden) Wiederholung: Klassenlehrer mit Klasse (2 Stunden) Methodentag: Arbeiten mit Lexika (Gudd) Bitte immer frühzeitig um die Vorbereitung der notwendigen Materialien kümmern (z.B. Kopien anfertigen)! SchülerInnen sollen ihre „Lernen lernen“ Mappe mitbringen. Bei Fragen, bitte an die aufgeführten Ansprechpartner der Arbeitsgruppe wenden. Für Kritik und Rückmeldung sind wir dankbar! Lernen lernen“Wie können Eltern ihr Kind beim Lernen unterstützen? Liebe Eltern, das Lernen fällt auch in der Sekundarstufe nicht allen Schülerinnen und Schülern leicht. Um die Lernfähigkeit und die Freude am Lernen Ihrer Kinder zu fördern, führen wir an der WBR ein spezielles Training durch – die „Lernen lernen“ Methodentage. Beginnend mit der Klassenstufe 5 finden in jeder Klassenstufe diese Methodentage statt, an denen den Schülerinnen und Schülern wichtige Grundlagen zur Entwicklung einer guten Lernkompetenz vermittelt werden. Einen ganzen Schultag lang arbeiten die Schülerinnen und Schüler intensiv an einer Thematik. Für die Klassenstufe 5 sind folgende Themenbereiche vorgesehen: o Hausaufgaben und effektives Üben o Heft- und Mappenführung o Klassenarbeiten Ein solches Konzept kann aber ohne Ihre Mithilfe nur bedingt funktionieren. Deshalb bieten wir einen Informationsabend am Dienstag, den xx.xx.xxx x um xx Uhr im PZ der WBR für alle Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 an. An diesem Abend werden Sie mit Inhalten und Arbeitsweisen der Methodentage vertraut gemacht. Auf diese Weise können Sie Ihr Kind in Zukunft noch besser beim Lernen unterstützen und fördern – es für das Lernen stark machen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie an diesem Abend begrüßen dürften und laden Sie hiermit herzlich ein. Die Lehrerinnen und Lehrer der Arbeitsgruppe „Lernen lernen“ Herr Anders, Frau Balke, Frau Gudd, Frau Hainke, Frau Jungeblodt, Frau Kaip, Frau Lage ------------------------------------Bitte abtrennen und an die Klassenlehrerin zurück------------------------------------------------- Informationsabend „Lernen lernen“ Name des Kindes /Klasse:_________________________________________________ Ja, ich/wir komme/n:____ Nein, ich/ wir komme/n nicht:____ noch unbestimmt:____ Datum und Unterschrift der Erziehungsberechtigten:________________________________ Evaluation zum Methodentag: 1. An welcher Stelle hätte man Hilfe gebraucht? __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ 2. An welcher Stelle könnte man etwas kürzen? __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ 3. An welcher Stelle fehlt vertiefendes Material? __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ 4. Passte das Zeitmanagement? __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ 5. Weitere Anregungen, Anmerkungen und Vorschläge zur Optimierung: __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Individuelle Förderung an der Wilhelm-Busch-Realschule Die WBR hat sich als Ziel gesetzt, das Lernpotenzial aller Schüler voll auszuschöpfen und den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen aller Kinder und Jugendlichen Rechnung zu tragen. Wir möchten ein zielgerichtetes individuelles Lernen ermöglichen, in dem das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen, von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, von Kindern mit besonderen Begabungen und Kindern, denen das Lernen schwerer fällt, möglich ist. So sollen die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule ohne Rücksicht auf ihre Herkunft oder wirtschaftliche Lage eine fördernde Erziehung und Bildung erhalten, bei der die individuellen Begabungen und Neigungen berücksichtigt und Unterschiedlichkeiten als Chancen genutzt werden. Dieser Aufgabe stellen sich die Fachschaften aller an dieser Schule unterrichteten Fächer. Schülerinnen und Schüler sollen im Unterricht in ihren Stärken und Schwächen gefördert und gefordert werden. Fertigkeiten und Fähigkeiten aus allen Bereichen des jeweiligen Faches, aber auch deren Defizite, gilt es individuell zu diagnostizieren und zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns auf den Weg gemacht und rücken schrittweise die individuelle Förderung in das Zentrum unserer schulischen Arbeit. Entwicklung eines Rahmenkonzeptes an der WBR An der WBR finden verschiedenste Formen der individuellen Förderung statt, die in einem ersten Schritt erfasst und in einem schulischen Maßnahmenkatalog gebündelt wurden. Zielgruppen: Ganze Lerngruppen Einzelne Schülerinnen und Schüler Dafür muss Schule als System neben den fachlichen Standards auch Basiskompetenzen in den Bereichen Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten festlegen. Außerdem bietet sie den organisatorischen Rahmen für die individuelle Förderung. Unsere Schule als System: stellt Schüler-Paten ( 10-Klässler unterstützen 5-Klässler) organisiert o Projekttage (z.B. im Schuljahr 2014/15 im 2. Halbjahr zum Thema „Umwelt) o Berufspraktika (3-wöchiges Betriebspraktikum in der 9. Klasse) o Schnuppertage (Besuch des Berufskollegs) o Einzelfallberatung (in Form von Zukunftsgesprächen) o Berufsberatung (durch die Agentur für Arbeit) o Informationsabende (Vorstellung von Berufskollegs, Gymnasien) o Berufserkundungstage (8. Klasse) o Potenzialanalyse (8. Klasse) bildet ihre Lehrer aus (Fortbildungen) Wir haben Grundlagen für individuelle Förderung geschaffen: Beobachtungen werden dokumentiert (z.B. Diagnosebogen Mathematik, Sprachenpass Englisch) Lernstand wird erhoben (8, 10, Klassenarbeiten, Tests, mündliche Prüfungen …) Interessenschwerpunkte werden ermittelt (z.B. Zukunftsgespräch) Lernentwicklung wird dokumentiert (Selbstreflexion der Schüler durch vielfältige Materialen unterstützt; Bewertungsbögen, z.B. in Sport, bei Klassenarbeiten in Mathe, Deutsch, Englisch; Elterngesprächsprotokoll, Erprobungsstufenkonferenzen) Eine Differenzierung wird ermöglicht: Innere Differenzierung: arbeitsteilige GA, Portfolios, Referate … (Gruppen); individuelle Aufgaben (z.B. im Deutsch- und Englischbuch), Lernzeiten, Material (einzelne SuS) auf der Grundlage z.B. von Bewertungsbögen Äußere Differenzierung: Differenzierungsunterricht in den Schwerpunktfächern, Förderbänder (gesamter Klassenverband, Förderbänder in Randstunden – Kleingruppen…, Kursbildung …) Wir bieten Lernbegleitung und Beratung: Kleine Botschafter Sanfter Schuleinstieg Austausch Grundschulen – weiterführende Schule Lernentwicklung mitteilen (Elternsprechtage, Förderempfehlungen, Beratungsgespräche …) Individuelle Beratung intern und extern Die Wirksamkeit der beschlossenen Fördermaßnahmen und Strukturen wird in regelmäßigen Abständen durch Evaluation von z.B. blauen Briefen, Nichtversetzungen, Ergebnissen von LSE 8 und ZP 10, Vermittlungsquoten etc. überprüft. Weiterentwicklung des Rahmenkonzeptes Im nächsten Schritt werden diese Maßnahmen überarbeitet oder weiterentwickelt. Dabei soll deutlich werden, welche Maßnahmen verbunden werden können, bei welchen Handlungsfeldern noch Bedarf besteht und wo es noch Potenziale für Fördermaßnahmen gibt. Auch die Ressourcen des Lehrerkollegiums werden erfasst und der Bedarf eines unterstützenden Materials- und Fortbildungsangebots wird ermittelt. Bedarf besteht noch in der Möglichkeit der äußeren Differenzierung. Hierfür setzen wir uns als Ziel, ein Selbstlernzentrum anzulegen. Auch die individuelle Lernbegleitung und Beratung soll durch das Etablieren von Schülersprechtagen noch wirkungsvoller gestaltet werden. In einem weiteren Schritt wird ein umfassendes schulisches Konzept zur Individuellen Förderung entstehen, das nicht nur aus bewährten Einzelinitiativen besteht, sondern alle Handlungsfelder zur Individuellen Förderung abdeckt, die Maßnahmen miteinander verknüpft, die Rahmenbedingungen der Schule beachtet und Kooperationen mit Dritten sichert. Christiane Balke Technologische Medienkompetenz - Das Medienkonzept der Wilhelm-Busch-Realschule - Informations- und Kommunikationstechnologie - Internetrecherche im Unterricht - Computerecken - Das Medienkonzept der Wilhelm–BuschRealschule Die neuen Technologien durchdringen mehr und mehr alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Schülerinnen und Schüler nutzen Medien in immer stärkerem Maße wie z.B. Smartphone, Internet, Fernseher. Chatten, WhatsApp, Auktionen bei eBay oder die Teilnahme an so genannten LAN-Partys oder Online – Spiele sind selbstverständlich. Mögliche problematische Folgen können sein: Realitätsverlust (alles nur Spiel ohne Konsequenzen), soziale Isolation, Sprachverarmung, Allmachtfantasien, fehlende kritische Distanz, Manipulierbarkeit. Die Zukunft der Gesellschaft ist gekoppelt an ein leistungsfähiges Bildungs-/ Schulsystem, das allen Schülerinnen und Schülern gleiche Chancen bietet, Medienkompetenzen zu entwickeln. Medienkompetenz in allen Facetten ihrer Bedeutung - als technische, soziale und kulturelle Fähigkeit - wird für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wie für die berufliche Tätigkeit als Bildungsziel immer bedeutender. Es ist daher für eine zukunftsorientierte Qualitätsentwicklung schulischer Arbeit unverzichtbar, neue Medien verstärkt für das Lernen zu nutzen und die Medienbildung für alle Schülerinnen und Schüler auszubauen. Schülerinnen und Schüler sollen Medienkompetenz erwerben, sie sollen mit verschiedenen Medien umgehen können, sie verstehen und kritisch hinterfragen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn im Unterricht Medien eingesetzt werden. Dies geschieht immer noch in großer Zahl, mit z.B. Büchern, Filmen und Zeitungen als regelmäßiger Gegenstand des Unterrichtes. Doch auch der reflektierte Umgang mit den neuen Medien (Computer, Internet), obgleich oder gerade weil viele Schülerinnen und Schüler mit diesen Medien auch in ihrer Freizeit Kontakt haben, muss geübt werden. Deshalb ist ein Ziel des Medienkonzeptes der WBR, neue Medien in den Unterricht weiter einzubauen und zu ermöglichen, dass ein Lernen mit und über Medien stattfinden kann. Dieses Medienkonzept ist jedoch nicht als endgültiges Ergebnis zu betrachten, sondern es entwickelt sich in einem Prozess der Evaluation immer weiter. Dazu ist ein horizontaler (Klassen / Jahrgänge) und vertikaler (Fachgruppen / Konferenzen) Austausch nötig, der ständig stattfindet. Zum Erreichen des oben genannten Zieles ist die Ausstattung der Schule auf ein hohes Niveau gebracht worden. Alle Räume (Fach - und Klassenräume, Lehrerzimmer) der Schule sind vernetzt, von allen Räumen ist der Zugriff auf das Internet möglich. Eine Vielzahl der Fachräume und Klassenräume sind mit einem Smartboard (interaktive Tafel) ausgestattet, was eine noch intensivere Auseinandersetzung mit Medien ermöglicht. Ein weiterer Schritt ist die Information und Qualifikation des Kollegiums, also die Einbindung des Kollegiums in die Medienwelt. Diese Qualifikation ist ein wesentlicher Punkt, denn zunächst müssen die Lehrerinnen und Lehrer Medienkompetenz erhalten, um diese dann den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln. Im Rahmen dieses Schrittes ist zu ermitteln, welcher Fortbildungsbedarf besteht, also welcher Art die Qualifizierungen bisher sind und welche noch nötig sind. Im Weiteren steht dann die Planung und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen an, wie z.B. das Nutzen von Fortbildungsangeboten der einitiative.nrw, der VHS und anderer Träger und auch das Durchführen schulinterner Fortbildungen. Ein dritter Schritt ist dann schließlich die Integration des Lernens mit und über neue Medien im Unterricht, indem zum einen fächerübergreifende Projekte entwickelt werden, zum anderen die Fachkonferenzen konkrete Vereinbarungen treffen und in Bezug auf die verschiedenen Nutzungen der Medien und fachbezogene medienpädagogische Konzepte entwickeln. Hinzu kommen außerunterrichtliche Angebote an die Schülerinnen und Schüler, wie z.B. eine Computer-AG oder die Öffnung des Informatikraumes nach der Unterrichtszeit als eine Art "Internet-Café". Gerade die kommunikativen Möglichkeiten neuer Medien eröffnen nicht nur Chancen, sondern stellen auch Risiken dar, mit „dem Rest der Welt", der Öffentlichkeit in all ihren Ausprägungen, sei es nun im WWW, oder als teilabgeschirmte Öffentlichkeit in Form von virtuellen Klassenzimmern oder in Foren etc. in Kontakt zu kommen. Hier ist ein konzeptionell schlüssiger und gleichzeitig pädagogisch verantwortbarer Weg in den Blick zu nehmen. So sind neben Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer auch Eltern in das Medienkonzeption (sei es als Fachleute für bestimmte Aufgabenbereiche oder als Kommunikationspartner bei der Umsetzung des Erziehungsauftrages der Schule) einzubeziehen. Als Letztes sei noch angemerkt, dass die Aufzählung der einzelnen Schritte nicht eine zeitliche Abfolge festlegt. Diese verlaufen größtenteils parallel und bedingen sich gegenseitig in und durch ihren Entwicklungsprozess und entwickeln sich auf diese Weise weiter. Bärbel Gnacke und Bernd Anders Informations- und Kommunikationstechnologie an der Wilhelm-Busch-Realschule Technische Details gehören integral zum Medienkonzept einer Schule. Mit dem Einzug der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien in nahezu alle Bereiche des Lebens und der damit verbundenen Übernahme des Faches Informatik in den Unterricht versucht die Wilhelm-Busch-Realschule die Medienkompetenz aller Schülerinnen und Schüler zu fördern, das heißt, den PC als ein modernes Arbeitsmittel zu nutzen und sich mit den neuen Medien kritisch auseinanderzusetzen. Seit dem Schuljahr 1989 besitzt die Schule einen Computerraum, der in etwa im Abstand von 5 Jahren jeweils auf den neuesten Stand gebracht worden ist. Somit kann die Schule heute auf Rechner der neuesten Generation verweisen. Im Oktober 2001 wurde ein neuer Rechnerraum mit 15 PCs eingerichtet. Die Umsetzung der Unterrichtsziele erfolgte zunächst in zweistündigen Arbeitsgemeinschaften für die Klassen 9 und 10. Im Rahmen der IKG (Informationstechnologische Grundbildung) wurde mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 das Projekt „Zeitung“ erarbeitet. Mit Beginn des Schuljahres 98/99 wird nun das Fach Informatik im Wahlpflichtunterricht I angeboten. Im Herbst 2001 wurde die Arbeit im Fach Informatik jedoch erschwert. Das Schulgebäude der WBR wurde auf Grund einer starken PCB-Belastung renoviert und der Unterricht musste für ein halbes Jahr in den Räumen des benachbarten Reinoldus-Schiller-Gymnasiums erfolgen. Die Renovierung des Schulgebäudes bot der Wilhelm-Busch-Realschule und dem Träger der Schule, der Stadt Dortmund, jedoch die Chance, die Schule nach neuesten Konzepten für das Lernen mit neuen Medien auszustatten. So wurde von der Schule ein entsprechendes pädagogisches Konzept ausgearbeitet und die entsprechend notwendige technische Ausstattung in Form einer kompletten Vernetzung der Schule von der Stadt erbracht. So besitzt die Schule nun einen Computerraum mit 15 Schüler- und einem LehrerRechner sowie einem Server. Die Vernetzung dieser Rechner und ein vorhandener Internetanschluss ermöglicht es nun, dass von jedem Schülerplatz der Zugang zum Internet möglich ist. Gleichzeitig ist diese Möglichkeit auch den Lehrerinnen und Lehrern gegeben, da im Lehrer- und allen Klassenzimmern ebenfalls mehrere vernetzte Rechner zur Verfügung stehen. Die Renovierungsmaßnahme ermöglichte es zudem, auch die Fachräume (Physik, Biologie, Chemie und Technik) mit dem Computerraum zu vernetzen und somit den Schülerinnen und Schülern im unmittelbaren Unterrichtszusammenhang die Benutzung des Computers und des Internets zur Verfügung zu stellen. Die Wilhelm-Busch-Realschule ist seit dem Jahr 2006 Mitglied im D3sX-Projekt der Stadt Dortmund. Dieses Projekt ist das Ergebnis des in Dortmund erstellten Medienentwicklungsplans, der von der Stadt Dortmund, vom Fachbereich Schule der Stadt Dortmund und dem Dortmunder Systemhaus, sowie beteiligten Schulen aufgestellt wurde. Mit Stand heute wird die gesamte Hardware-Ausstattung durch das Dortmunder Systemhaus gewartet und die Implementierung neuer Software gewährleistet. Dazu hat die WBR einen Kontrakt mit dem Dortmunder Systemhaus geschlossen. Durch diese Kooperation ist ein relativ störungsfreier Betrieb des Netzwerkes und der Einzelplätze gewährleistet. Weiterhin haben alle Schülerinnen und Schüler einen eigenen Account im Netzwerk und können sich an jedem Rechner in der Schule anmelden und haben Zugriff auf ihre eigenen Daten. Der Zugriff auf das Internet erfolgt mittlerweile durch einen Breitbandanschluss über die DoSys, was schnelle und vielfache Recherchemöglichkeiten für den Unterricht bietet. Stets war es ein Ziel der Schulleitung, auch Lehrerinnen und Lehrern, die neuen Medien sehr kritisch gegenüberstanden, den Computer näher zu bringen. So erarbeiteten sich viele der Lehrerinnen und Lehrer der WBR durch kollegiumsinterne Fortbildung die Grundlagen im Umgang mit den Rechnern. Hilfestellungen zu Betriebssystemen, Textverarbeitungen und Tabellenkalkulationen wurden angeboten. Da die technischen Innovationen jedoch so schnell aufeinander folgen, müssen weitere schulinterne Fortbildungsangebote erfolgen. Einige Kolleginnen und Kollegen nutzen auch die Möglichkeiten der VHS sich fortzubilden und nehmen dort an Anwendungsschulungen teil. Ziel muss es auch sein, Fachfortbildungen durch das e-team in Angriff zu nehmen. Eine weitere Zukunftsaufgabe ist es, den Schülerinnen und Schülern auch den Zugang zu den Rechnern bzw. zum Internet in den Pausen oder nach dem Unterricht zu ermöglichen. Hier fehlt es im Moment jedoch noch an den Räumlichkeiten und dem entsprechenden Aufsichts- bzw. Betreuungspersonal. Die Schulhomepage der Wilhelm-Busch-Realschule ist über den Link www.wbr-do.de erreichbar. Hier werden alle Informationen rund um das Schulleben kommuniziert. Es werden die aktuell anstehenden Termine und Projekte vorgestellt, sowie auch die Informationen zum Schulleben und zum Schulprogramm. Die Pflege der Seite ist in den Händen des Schulleiters. Bärbel Gnacke und Bernd Anders Internetrecherche im Unterricht Die Wilhelm-Busch-Realschule verfügt über sehr gute technische Voraussetzungen zur Nutzung des Internets. Ein Computerraum, das Berufsorientierungsbüro und jeweils ein Rechner mit Internetanschluss in jedem Klassenraum stehen für die Unterrichtsarbeit zur Verfügung. Zielsetzung Ein sicherer und verantwortungsvoller Umgang bei der Arbeit im Internet steht bei der Nutzung im Unterricht an oberster Stelle. Die Schülerinnen und Schüler lernen, das Internet sinnvoll und effektiv für die Erarbeitung aktueller Themen zu nutzen. Gerade bei der selbstständigen Erarbeitung von Themenbereichen im Rahmen von Referaten oder Projekten bietet das Internet eine Fülle von aktuellen Informationen. Das Herausfiltern von verlässlichen und geeigneten Quellen und Texten stellt eine wichtige Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler dar, die in der gemeinsamen Arbeit im Unterricht gesteuert und geübt werden kann. Dabei ist es besonders wichtig, Schülerinnen und Schülern auf die Gefahren des Internets hinzuweisen und ihnen zu verdeutlichen, dass nicht alle Quellen im Internet verlässlich sind. In diesem Zusammenhang ist es auch angebracht, den Schülerinnen und Schülern eine fachgerechte Zitationsweise näher zu bringen, so dass sie in Facharbeiten korrekt auf ihre Quellen verweisen können. Langfristig stellt die Internetrecherche eine gute Vorbereitung für die weitere schulische Laufbahn der Schülerinnen und Schüler und deren Berufsvorbereitung dar. Beispiele unterrichtlicher Arbeit In den meisten Fächern ist die Internetrecherche bereits ein fester Bestandteil der Unterrichtsarbeit. Einige Beispiele sollen hier aufgeführt werden. Deutsch: Schulticker-Projekt: Ruhr Nachrichten Zeitung Bewerbungstraining Aktuelle Texte als Grundlage für Erörterungen Ergänzende Informationen zu Autoren für Lesetagebücher / Lektüremappen Vorbereitung auf Referate zur Lyrik, Literaturepochen oder anderen Unterrichtsinhalten Englisch: Surf-Tipps im neuen „Red-Line“ Lehrwerk Internetrallye Weiterführende Informationen zur Landeskunde Nutzung zusätzlicher Medienformen: Tonträger, Videos oder DVDs Aktuelle Themen, z.B. Wahlen in den USA Mathematik: Funktionen Wahrscheinlichkeitsrechnung Erdkunde: Surf-Tipps im „Diercke“ Lehrwerk als Erweiterung und Vertiefung der Unterrichtsmaterialien Unterschiedliche mediale Formen wie Filme, Diagramme oder Bilder zur Verdeutlichung und Vertiefung, z.B. des Klimawandels Biologie: Projekt „Be smart, don`t start“(Präventionsprojekt zum Nikotinkonsum) Projekt zur sexuellen Aufklärung (BzGA) Informationen zu Drogen, Epidemien, AIDS Internetpräsentationen zu Themen, z.B. Zellteilung Informationen zu Referaten, z.B. Elemente oder andere Chemie: umweltrelevante Themen aus der Chemie Simone Kaip Computerecken Die WBR besitzt in jedem Raum mindestens einen Computer, der mit dem WindowsBetriebssystem und einer Office-Version ausgestattet ist. Wenn zusätzlich ein Smartboard im Raum vorhanden ist, ist dieses mit dem Computer verbunden. Separat haben wir noch einen Informatikraum mit 16 Computern. Im BOB (Berufsorientierungsbüro) sind noch weitere 9 Rechner. Die Rechner sind für die Schülerinnen und Schüler nur unter Aufsicht einer Lehrperson zu unterschiedlichen benutzen. Einsatz. Je nach Darstellen Unterrichtsfach von findet Kunstwerken, der Rechner Perspektiven, Videosequenzen, sowie Musik- und Hörbeispiele sind einige Anwendungsbeispiele. Im Informatikunterricht wird zusätzlich noch programmiert und auf Anwendungen von Office zurückgegriffen. A. Kleynewegen IV. Schulleben Mitwirkung Öffnung der Schule Unterrichtliche und außerunterrichtliche Veranstaltungen Pausengestaltung Projekte Aktivitäten im Bereich Sport Mitwirkung - Elternvertretung - Förderverein - Schülervertretung - Lehrerrat - Elternvertretung Wie die Mitwirkung der Eltern im Einzelnen aussieht und welche Möglichkeiten sie haben, sich am Schulleben zu beteiligen und mitzusprechen, regelt das Schulgesetz in den Paragrafen 62 bis 77. Das Schulmitwirkungsgesetz bestimmt die Rechte und Einflussmöglichkeiten der Eltern gegenüber der Schule. Die Kenntnis und die Einhaltung der Regeln für die Mitwirkung ist Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller an der Schule Beteiligten, denn Mitwirkung kann nur dann funktionieren, wenn alle offen und harmonisch miteinander zusammenarbeiten. In folgenden Gremien können die Eltern ehrenamtlich mitarbeiten: Schulkonferenz Schulpflegschaft Klassenpflegschaft Klassenkonferenz Fachkonferenzen 1. Die Schulkonferenz Das oberste Mitbestimmungsorgan einer Schule ist die Schulkonferenz. Ihr gehören Elternvertreterinnen und -vertreter, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler an. Der Vorsitzende der Schulkonferenz ist der Schulleiter. Sie berät in grundsätzlichen Angelegenheiten der Schule und vermittelt bei Konflikten innerhalb der Schule. Ihr fallen unterschiedlichste Entscheidungskompetenzen zu, z. B.: Festlegung der beweglichen Ferientage Unterrichtsverteilung auf sechs Wochentage Einrichtung außerunterrichtlicher Ganztags- und Betreuungsangebote die Rahmenplanung von Schulveranstaltungen außerhalb des Unterrichts, Erprobung und Einführung neuer Unterrichtsformen, Einführung von Lernmitteln und Bestimmung der Lernmittel, die im Rahmen des Eigenanteils zu beschaffen sind, Grundsätze für Umfang und Verteilung der Hausaufgaben und Klassenarbeiten, Grundsätze über Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten in Zeugnissen Schulhaushalt Genehmigung des Schulfahrtenprogramms Da an der WBR mehr als 500 Schüler unterrichtet werden, hat die Schulkonferenz 18 Mitglieder, die sich zu gleichen Teilen auf Lehrerinnen, Schülerinnen und Eltern verteilen. Die sechs Elternvertreter werden gewählt in der 1. Schulpflegschaftssitzung des Schuljahres. 2. Die Schulpflegschaft Alle Erziehungsberechtigten werden durch die Schulpflegschaft vertreten, d.h. die Schulpflegschaft vertritt die Interessen der Erziehungsberechtigten bei der Gestaltung der Erziehungs- und Bildungsarbeit. Die Mitglieder der Schulpflegschaft sind die Vorsitzenden aller Klassenpflegschaften. Die stellvertretenden Vorsitzenden der Klassenpflegschaften können mit beratender Stimme an den Tagungen der Schulpflegschaft teilnehmen. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter werden von der Schulpflegschaft wiederum für die Dauer eines Schuljahres gewählt. Inhalt und Umfang der Mitwirkung der Eltern ergeben sich aus deren Erziehungsauftrag und aus dem Auftrag der Schule. Dieses Gremium wählt auch die Vertreter der Eltern für die einzelnen Fachkonferenzen. An diesen nehmen zwei Elternvertreter und zwei Schülervertreter teil, die den entsprechenden Fachlehrern beratend zur Seite stehen. 3. Die Klassenpflegschaft Die Klassenpflegschaft besteht aus den Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schülern einer Klasse. Sie wählt aus ihrem Kreis zu Beginn des Schuljahres für dessen Dauer einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter, die die Klasse in der Schulpflegschaft vertreten. Die Pflegschaft ist an der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Klasse beteiligt. Zu Beginn des Schuljahres wird sie über Unterrichtsinhalte informiert. Neben diesen gesetzlichen Möglichkeiten der Mitwirkung können sich die Eltern z.B. noch durch die Teilnahme an Elternstammtischen näher kennen lernen. Diese finden außerhalb der Schule statt und ermöglichen, zwanglos Fragen zum Unterricht, zur Klassengemeinschaft o.Ä. zu stellen und zu diskutieren. Eine weitere Möglichkeit bietet die Mitgliedschaft im Förderverein der WBR. Hier können die Eltern durch ihre aktive Mitarbeit mannigfaltig zur Gestaltung des Schulalltages beitragen. Auch mit dem geringen Mitgliedsbeitrag von 15 Euro im Jahr kann man die Erziehungsarbeit unterstützen. Die Schulpflegschaft der Wilhelm-Busch-Realschule, also die gewählte Vertretung der Eltern, will unterstützen, fördern und mithelfen. Besuchen Sie die Veranstaltungen der Schule, motivieren Sie andere Eltern und helfen Sie selbst bei diesen Veranstaltungen, gehen Sie zu Elternabenden und Elternsprechtagen! Sprechen Sie uns an und suchen Sie auch den Dialog mit Lehrern und Schulleitung, die für unsere Kinder einen nicht zu unterschätzenden Dienst leisten. Die Mitwirkung von Eltern am Schulleben der Wilhelm-Busch-Realschule ist erwünscht und unverzichtbar! Sandra Wollenhaupt Schulpflegschaftsvorsitzende Förderverein "Gemeinsam Verantwortung übernehmen - Erziehung stärken", unter diesem Motto trafen sich in einer Gründungsversammlung im November 2002 interessierte Eltern und Lehrer der Wilhelm-Busch-Realschule, um einen Förderverein zu gründen. Ziel des Fördervereins sollte es sein, - den schulischen Erziehungsprozess zu unterstützen, z.B. im Rahmen der Ganztagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe, ... - finanzielle Ressourcen für Materialien zur Gestaltung des Schullebens zu beschaffen - das unverwechselbare schulische Profil zu stärken, z.B. durch gemeinsame Aktivitäten wie Schulfeste. Am 30. Januar 2003 wurde unter dieser Zielsetzung der Förderverein der WilhelmBusch-Realschule ins Vereinsregister eingetragen. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Der Verein verfolgt nur gemeinnützige Zwecke und konnte so den Status der Gemeinnützigkeit erreichen. Die benötigten Mittel erwirbt der Verein durch Mitgliedsbeiträge, Überschüsse aus Veranstaltungen und Spenden. Nach §26 Abs. 2 des BGB besteht der Vorstand aus einem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schatzmeister. Jeweils zwei Mitglieder dieses Vorstandes sind berechtigt, den Verein zu vertreten. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Sie wählt neben dem Vorstand zwei Kassenprüfer und genehmigt den Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Ihr steht die Beschlussfassung über Satzungsänderungen, Auflösung des Vereins und der Ausgaben zu. Mittlerweile hat sich der Förderverein zu einer festen Institution an der WBR entwickelt. Die momentane Mitgliederzahl liegt bei ca. 60 Elternteilen und es ist erklärtes Ziel, diese Zahl möglichst hoch zuhalten. Durch das Verlassen der Schüler durch ihren Schulabschluss nach sechs Jahren steht der Förderverein stets vor der Aufgabe, neue Eltern zu rekrutieren, die sich im Förderverein und auch im Vorstand engagieren. Bisher ist es den Vorsitzenden immer gelungen, für adäquaten Ersatz zu sorgen, sodass die erfolgreiche Arbeit des Fördervereins fortgesetzt werden konnte. Seine Haupteinnahmen erzielt der Förderverein durch die Verköstigung der Gäste bei schulischen Veranstaltungen und Feiern, ferner durch Sammelbestellungen der Schulbücher. Zu den festen Terminen im Schuljahr zählen der „Tag der offenen Tür“, die Einschulung der 5. Klassen, die Abschlussfeier der 10. Klassen sowie diverse Weihnachtsfeiern und Schulfeste. Höhepunkte waren im April 2008 ein „Ehemaligentreffen“ aller bisherigen Jahrgänge, die Veranstaltung des Verfassungschutzes im Februar 2012, die Job-Börsen 2011 und 2013, als auch die Präsentationstage zu den Projektwochen 2005 und 2010. Das zahlreiche Erscheinen der ehemaligen Schüler beim Ehemaligentreffen zeigte, wie groß der Wunsch nach einer solchen Veranstaltung war und wie stark die „Ehemaligen“ mit der Schule verbunden sind. Insgesamt konnten in den 10 Jahren des Bestehens ca. 37 000 € erwirtschaftet und bei Sponsoren gesammelt und der Schule zur Verfügung gestellt werden. Bis zum 31.12.2013 konnte der Förderverein mit folgenden Anschaffungen der Schule helfen: Ute Zeller 1. Vorsitzende Karl-Heinz Neubauer Schriftführer/Lehrer Schülervertretung ...ist geprägt von dem Bemühen, ein Schulklima zu schaffen, in dem Schüler/innen und Lehrer/innen sich wohl fühlen und in dem sie engagiert bei der Gestaltung des Schullebens zusammenarbeiten. Außerdem ist sie gekennzeichnet durch die Bereitschaft, Konflikte durch klärende Gespräche zu lösen. Die von den Schülerinnen und Schülern der einzelnen Klassen zu Beginn des Schuljahres gewählten Klassensprecher/innen bilden den Schülerrat. Er vertritt alle Schülerinnen und Schüler und kann Anträge an die Schulkonferenz stellen. Der Schülerrat wählt eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und drei Stellvertretungen. Diese bilden das Schülersprechergremium. Ferner wählt der Schülerrat seine Vertretungen für die Schulkonferenz, die Fachkonferenzen und die Schülerbezirksdelegiertenkonferenz. Die Kandidat/innen für das Amt der Schülersprecher/innen kommen meist aus der Mittel- und Oberstufe (Kl. 8 - 10); dabei wird im Sinne einer Kontinuität der Arbeit angestrebt, dass sie verschiedenen Klassenstufen angehören, wobei meistens sich bei den Wahlen doch Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen durchsetzen. Unterstützt wird die Schülervertretung in ihrer Arbeit durch die SV-Lehrer/innen. In Abhängigkeit von der Schülerzahl werden an der WBR zwei SV-Lehrer/innen gewählt. Dieses Jahr wurden Frau Neuhaus und Herr Neubauer gewählt, die beide bereits auf eine lange Erfahrung als SV-Lehrer/innen zurückblicken können. Durch die Wahl einer Lehrerin und eines Lehrers haben die Schüler dafür gesorgt, dass sowohl die Mädchen als auch die Jungen einen adäquaten Ansprechpartner wählen können. Regelmäßig einmal im Monat, wenn besonderer Bedarf vorliegt auch häufiger, soll eine SV-Versammlung der Klassensprecher/innen durchgeführt werden, in der über aktuelle Fragen gesprochen wird und Beschlüsse gefasst werden. Es werden Probleme diskutiert, Vorschläge unterbreitet und Veranstaltungen geplant. Ferner treffen sich die SV-Lehrer mit dem Schülersprechergremium regelmäßig in festgelegten Pausen, um Anregungen und Probleme, die in den SV-Sitzungen vorgetragen werden, zu diskutieren und um zusetzten. In den zwei zurückliegenden Jahren litt die SV-Arbeit jedoch an der dünnen Personaldecke der Lehrerschaft, so dass die Treffen nicht in der Häufigkeit zustande kamen, wie es die Situation erforderte. Die in der SV-Versammlung besprochenen Fragen und gefassten Beschlüsse werden protokolliert und von den Klassensprecher/innen den einzelnen Klassen vorgestellt. Nach dem neuen Schulgesetz ist die Schülerschaft mit sechs Schülern in der Schulkonferenz vertreten. Dadurch, dass der Anteil der Schüler nun ein Drittel der Stimmberechtigten beträgt, wird den Schülern deutlich, dass sie schon Einfluss auf das Schulgeschehen nehmen können. In der Vergangenheit konnten bereits etliche Anträge der SV durchgesetzt werden. So geht die Einführung eines Kurstages der 7. und 10. Klassen auf die Anregung der SV zurück. An diesem Tag sollen nach Erarbeitung eines pädagogischen Konzeptes alle Differenzierungskurse eine außerschulische Veranstaltung durchführen. Auf die Initiative der SV gehen auch das gemeinsame Schlittschuhlaufen aller Schüler am letzten Tag vor den Weihnachtsferien auf der Eislaufbahn in Wischlingen, sowie die Karnevalsfeier der 5. und 6. Klassen an Weiberfastnacht zurück. Beim Eislaufen sorgt die SV für die Beköstigung der Schüler und bei der Karnevalsfeier organisiert die SV für die Dekoration und entsprechende Spiele, die zum Gelingen dieser Party notwendig sind. Weitere Arbeitsfelder der SV sind der Schulweg zur Busschleife Wischlingen, der bei Regen häufig verschlammt ist, und die Renovierung Basketballplatzes. Ein Teil des Weges des ist mittlerweile gepflastert worden, die Reinigung des Basketballplatzes hält die SV für unzureichend und wird sich für eine Verbesserung einsetzen. Des Weiteren unterstützte die SV die Forderung nach einem Neubau einer Turnhalle für das Reinoldus-Schiller-Gymnasium. Da die neue Sportstätte in unmittelbarer Nähe der WBR liegt, entfallen mehrere Busfahrten. Darüber hinaus nimmt die SV auch Aufgaben bei schulischen Veranstaltungen wahr wie - dem Elternsprechtag, - dem „Tag der offenen Tür“, Im normalen Schulalltag übernimmt die Schülerschaft folgende Aufgaben: - freiwillige Aufsichts- und Ordnungsdienste in den Pausen, - Toilettenaufsicht, - Durchführung des Sanitätsdienstes, - Verkauf an der Milchbar, - Streitschlichtung - Maßnahmen zur Umwelterziehung. Die Klassen 10 übernehmen Patenschaften über die neu eingeschulten 5er-Klassen und helfen in Fragen des Schulalltags. Auch im caritativen Bereich ist die SV tätig geworden. Nach dem Tsunami-Unglück am 26. Dezember 2004 wurde bis zum Jahr 2012 ein Patenkind aus dieser Gegend über die Hilfsorganisation „Plan“ unterstützt. Als am 8. November 2012 der Taifun „Haiyan“ erneut große Teile der Philippinen zerstörte, konnte die SV durch eine Spendensammlung die Initiative „Ein Herz für Kinder“ mit 1011,47 € unterstützen. Ein besonderes Augenmerk der SV-Arbeit ist der besonderen Lage der WBR geschuldet. Sie liegt im Ortsteil Dortmund-Dorstfeld, der wegen rechtsradikaler Vorfälle vermehrt in der Presse angeführt wird. Zudem ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund relativ groß. So schlägt am 6.11.2012 der Schülersprecher der SV vor, dass die WBR am Projekt „Schule ohne Rassismus“ teilnimmt. Im Frühjahr 2013 haben dann 80% der Schülerinnen und Am 9. September 2013 überreichte die Beauftragte der Initiative „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Gabriele Krieling, das Schild im Rahmen der Feierstunde. Pate: Gundram Schneider, Minister für Arbeit, Soziales und Integration. dass sie sich aktiv gegen Gewalt dokumentiert, Schüler sowie Lehrerschaften der WBR mit ihrer Unterschrift und Diskriminierung einsetzen wollen. Am 27. Februar 2013 ist damit offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Um das Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler zu stärken, organisierte die SV im gleichen Jahr noch die Einführung einer einheitlichen Schulkleidung. Hierbei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Schuluniform, sondern um TShirts, Pullover oder Jacken, die auf dem Rücken den Namen der WBR tragen und deren Vorderseite ein Logo ziert, das durch einen Schülerwettbewerb bestimmt worden ist. Die Schulkleidung soll zu besonderen Anlässen, wie Projekttagen, Bundesjugendspielen oder anderen offiziellen Veranstaltungen getragen werden. Wichtige Unterstützung in ihrer Arbeit erhält die SV seit 2012 von unserem Schulsozialarbeiter R. Thielmann, Er gibt Anregungen zur SV-Arbeit, weist auf Veranstaltungen hin und knüpft Kontakte zu außerschulischen Partner. Hier ist besonders der Kontakt zu den Jugendfreizeitzentren aus dem Einzugsgebiets der Realschule zu nennen, ferner der Runde Tisch gegen Rechtsextremismus in Dorstfeld, das Trixitt-Fußball-Projekt, das Zeitzeugengespräch am 23.05.2013 mit dem Zeitzeugen Fritz Pawelzik, der Besuch des „Zug der Erinnerung“ durch die 9. Klassen, sowie der Besuch der 10.Klassen im BVB Lernzentrum mit dem Trainingsmodul Rassismus & Rechtsextremismus. Zudem nimmt die Schule am Seifenkistenrennen im Rahmen der Dorstfelder Festwochen und am Projekt Stolpersteine teil, so pflegen Schüler der WBR den Gedenkstein der Familie Buchdahl in Dorstfeld. Viele dieser Aktionen sind natürlich nicht auf die SV beschränkt, sondern erwachsen aus der Tatkraft einiger sehr sozial engagierter Kolleginnen und Kollegen. Einmal im Jahr, möglichst zu Beginn des Schuljahres, unternimmt die SV einen gemeinsamen Ausflug mit allen Klassensprechern und Stellvertretern, um die Gemeinschaft zu stärken. Die Schüler lernen sich untereinander kennen und es fällt ihnen leichter, aufeinander zuzugehen. Gleichzeitig wird hiermit natürlich auch die Bedeutung des Ehrenamtes in der Gesellschaft gestärkt. Für die Durchführung all dieser Projekte und Wünsche ist eine Stunde mit den Klassenlehrer/innen eine entscheidende Voraussetzung. Sie sollte fest im wöchentlichen Stundenplan integriert sein, damit auch für andere Probleme und Aufgaben der Klassenführung sowie des Miteinanders Zeit zur Verfügung steht. So erhalten die Schüler/innen durch Förderung eigener Verantwortlichkeit eine umfassende Handlungskompetenz in Fragen der Mitgestaltung ihrer Schule. Katrin Neuhaus Karl-Heinz Neubauer Der Lehrerrat „Der Lehrerrat ist ein Gremium der Schulmitwirkung. Er berät die Schulleiter in Angelegenheiten der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemäß §58 SchulG und vermittelt auf Wunsch in deren dienstlichen Angelegenheiten“ (§69 Abs.2 SchulG) Mit dem Schulgesetz vom 27. Juni 2006, der 3. Schulrechtsänderung von 2008 mit dem „Gesetz zur Stärkung der Eigenverantwortung von Schulen“ und der Verordnung zur Änderung der Verordnung über beamtenrechtliche Zuständigkeiten im Geschäftsbereich des für den Schulbereich zuständigen Ministeriums von 2008 wurde der Weg zur eigenverantwortlichen Schule eingeschlagen. Die Schulleiterinnen und Schulleiter erhielten somit weitreichende personalrechtliche Befugnisse und Entscheidungsspielräume. Insoweit werden die personalvertretungsrechtlichen Aufgaben, die nun in der Schule liegen, durch den Lehrerrat wahrgenommen. Der Lehrerrat erhält somit besondere Mitgestaltungsmöglichkeiten und Entscheidungskompetenzen, aber auch Herausforderungen müssen gemeistert werden. Zusammensetzung: Bei der geheimen und unmittelbaren Wahl in der 1. Lehrerkonferenz im Schuljahr 2011/12 wurden für die Dauer von vier Schuljahren die Mitglieder des Lehrerrats an der WBR gewählt: Karl-Heinz Neubauer (Vorsitz) Brigitte Reich (Stellvertreterin) Miriam Gaffal Simone Kaip Aufgaben, Rechte und Pflichten 1. Teilnahme an Auswahlgesprächen ohne Stimmrecht (§65 Abs. 2 LPVG) An der WBR ist Frau Gaffal als Mitglied des Lehrerrats an Auswahlgesprächen beteiligt. 2. Mitbestimmung bei der Einstellung von Lehrkräften (§ 72 Abs. 1S.1 LPVG) Frau Gaffal informiert nach Abschluss der Auswahlgespräche das Gremium des Lehrerrats. Dieses entscheidet durch Beschluss, ob es der Auswahlentscheidung zustimmt oder nicht. 3. Mitbestimmung bei der Anordnung von Überstunden oder Mehrarbeit soweit sie vorauszusehen oder nicht durch Erfordernisse des Betriebsablaufs oder der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bedingt sind (§72 Abs. 4 S.1 Nr.2 LPVG) 4. Allgemeine Aufgaben bzw. Beteiligungsrechte (§§62 – 65 LPVG) Eckpunkte der Zusammenarbeit von Schulleitung und Lehrerrat 1. Gemeinschaftliche Besprechung Der Lehrerrat der WBR tritt einmal im Monat zu einer gemeinschaftlichen Besprechung mit dem Schulleiter zusammen. Diese Aussprache dient der Verwirklichung der vertrauensvollen Zusammenarbeit und besteht zusätzlich zu den Informationsrechten des Lehrerrats im Rahmen der Schulmitwirkung. Während der Gespräche werden alle Vorgänge, die die Lehrkräfte der Schule wesentlich berühren, behandelt. Dabei sind die Mitglieder des Lehrerrates in Angelegenheiten, die einzelne Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler oder Angehörige des nicht lehrenden Personals der Schule persönlich betreffen, zur Verschwiegenheit verpflichtet (§ 62 Abs. 5 S.2 und 3 SchulG). Grundsätzlich nehmen der Schulleiter und der gesamte Lehrerrat an den gemeinschaftlichen Besprechungen teil. 2. Rechenschaftsbericht Mindestens einmal im Schuljahr berichtet der Lehrerrat in der Lehrerkonferenz über seine Tätigkeiten (§69 Abs. 5 SchulG). Der Tätigkeitsbericht wird von dem Vorsitzenden vorgetragen. Im Anschluss findet eine Aussprache in der Lehrerkonferenz statt, hieran können sich alle Mitglieder der Lehrerkonferenz und des Lehrerrats beteiligen. Lehrerrat Öffnung der Schule - Außerschulische Kooperationspartner - Tag der offenen Tür - Abschlussfeier - Außerschulische Kooperationspartner 1. ADAC Verkehrserziehung 2. AGARD Amphibienschutz 3. Agentur für Arbeit Berufsberatung 4. Arbeiter-Samariter-Bund Sanitäts- und Erste-Hilfe-Kurse 5. Bildungskreis Handwerk e.V. Kompetenzcheck/Potenzialanalyse 6. BVB Lernzentrum 7. Continental Berufswahl 8. Drogenberatungsstelle Suchtprävention 9. Jugendarbeit Dorstfeld „Runder Tisch“ Austausch/ Projektplanung 10. Innenstadt West AG nach § 78 11. Lokale Kirchengemeinden Kath. St. Barbara Schulgottesdienst 12. Polizei /Jugendkontaktbeamte Deeskalationstraining/Strafmündigkeit Beratung/Intervention 13. Ruhr-Nachrichten Schulkicker 14. Stadt Dortmund Umweltbewusste Schule 15. Theater Dortmund TheaterReal 16. ThyssenKrupp Rothe Erde Berufswahl 17. TV Einigkeit Barop Basketball AG 18. Volksbank Dortmund Berufswahl Tag der offenen Tür Der „Tag der offenen Tür“ unserer Schule, der in der Regel am ersten Samstag nach den Weihnachtsferien in der Zeit von 10.00 – 13.00 Uhr stattfindet, hat im Wesentlichen drei Funktionen: Information Dokumentation, Präsentation, Zeigen von Aktivitäten Repräsentation Information Der „Tag der offenen Tür“ richtet sich maßgeblich an die Eltern der Kinder der zukünftigen Jahrgangsstufe 5, die sich über die Fächerangebote, die Bildungsschwerpunkte, die Unterrichtsorganisation, das pädagogische Konzept und das Schulprofil unserer Schule informieren wollen und natürlich an alle Eltern, die an unserer Schule interessiert sind. Es besteht die Möglichkeit, sich an diesem Tag in dreifacher Weise zu informieren: durch fachlich begleitete Führungen des Schulleiters, eine allgemeine Information im PZ, individuelle Beratung. Nach der Begrüßungsansprache des Schulleiters erfolgen fachlich begleitete Führungen durch die Räumlichkeiten des Schulhauses, wobei interessierte Eltern über die Bildungsschwerpunkte und die Unterrichtsorganisationen der WBR durch den Schulleiter informiert werden. Ebenso fließen Informationen zum pädagogischen Konzept und zum Schulprofil der WBR ein. Auch kann man sich während der Führung zu Einzelfragen durch den Schulleiter informieren. Nach der Führung besteht im PZ die Möglichkeit, sich anhand projizierter und kommentierter Schaubilder über die veränderte Unterrichtsorganisation von Klasse 7 bis Klasse 10, so über den Kernunterricht, den gewählten Schwerpunkt, die Grundkurse sowie die Wahlpflichtfächer, ebenso über die Bildungsangebote nach Erhalt des Realschulabschusses, allgemein zu informieren. Selbstverständlich können sich interessierte Eltern nach den Führungen auch individuell durch die Schulleitung und die pädagogische Leitung über eine mögliche Schullaufbahn ihres Kindes informieren und dazu ausführlich beraten lassen. Dokumentation, Präsentation, Zeigen von Aktivitäten Der informative Charakter des „Tages der offenen Tür“ wird unterstützt durch zahlreiche Dokumentationen, Präsentationen und Aktivitäten, die Besucher/innen während der Führungen antreffen können. Durch eine komplett präsentierte Schulbuchausstellung der an der WBR eingesetzten Schulbücher kann man z.B. Einblick in die u.a. in den einzelnen Fächern verwendeten Lehr- und Lernmittel gewinnen. Die umfangreiche Schülerbücherei kann ebenso besichtigt werden. Auch finden zahlreiche Dokumentationen und Präsentationen in den einzelnen Fachräumen statt, z.B. eine Material- und Tierausstellung in den Biologieräumen, eine Technikausstellung im Technikraum, eine Ausstellung im Kunstraum, eine Instrumentenausstellung im Musikraum, Ergebnisse aus dem Textilunterricht kann man im Textilraum bewundern, ebenso eine Ausstellung im Chemieraum und eine Computerausstellung im Informatikraum u.a. Aktivitäten aus dem „Gesundheitsprojekt“ werden in einem der Biologieräume ausführlichst dokumentiert. Über Leistungen der internationalen Hilfsorganisation „Amnesty International“ und unterrichtliche Ergebnisse zu diesem Thema kann man sich im PZ durch Broschüren und Plakate informieren. Ebenso dokumentieren auf Stellwänden angebrachte Plakate exemplarisch Unterrichtsergebnisse aus verschiedenen Fächern, so z.B. aus dem „ZEUS-Projekt“ des Faches Deutsch der zehnten Jahrgangsstufe. Außerdem begleiten verschiedene Aktivitäten diesen Tag. Durch neugierig machende Versuche aus dem Bereich der Physik und aktives Mikroskopieren soll z.B. die Aufmerksamkeit der Besucher/innen geweckt werden. Auch findet bisweilen ein Internet-Café im Informatikraum statt. Interessierte können bei sportlichen Aktivitäten, wie z.B. Abenteuersport, Fun-Sport, Inline-Skating und verschiedenen Spielen in der Sporthalle zusehen und sich daran beteiligen. Für das leibliche Wohl sorgt der Fördererverein mit einem Café, in dem die Gäste mit Kaffee, Kuchen und Getränken versorgt werden können. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, an Unterrichtspräsentationen, z.B. in den Fächern Englisch, Biologie oder Deutsch, in der Jahrgangsstufe 5 teilzunehmen und sich damit exemplarisch einen Einblick in die Lern- und Lehrsituation und die Unterrichtsmethodik zu verschaffen. Repräsentation Der „Tag der offenen Tür“ erfüllt ebenso die Aufgabe der Repräsentation der WBR. Er will einen Einblick geben, auf welche Art und Weise die WBR Heranwachsende zur sozialen und kognitiven Bewältigung von Gegenwart und Zukunft befähigen will und somit in gewisser Weise das „Profil“ der WBR offenkundig werden lassen. Alle, die an dieser „Profilgebung“ beteiligt sind, die Schüler/innen, die Schülervertretung, die Eltern, die Schulpflegschaftsvorsitzenden, die Lehrer/innen, die Sekretärin und die Schulleitung, tragen zur Repräsentation der WBR in der Dorstfelder, Martener, Huckarder und Dortmunder Stadtgemeinde sowie zum Gelingen dieses Tages bei. Christina Finkenstädt Abschlussfeier Der Erhalt der Abschlusszeugnisse stellt für die Schülerinnen und Schüler einen der wichtigsten Meilensteine in ihrem Leben dar. An ihrem Abschlusstag wird ihre Arbeit von 10 Schuljahren abschließend gewertet und gewürdigt. Die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und Lehrerinnen und Lehrer sind sich der großen Bedeutung dieses Tages bewusst. Daher findet an der WBR in jedem Jahr die Übergabe der Abschlusszeugnisse innerhalb einer feierlichen Abschlussveranstaltung statt. Planung und Gestaltung der Abschlussfeier sowie eines Gottesdienstes liegen in Händen der 10. Klassen und ihrer Klassen- und Fachlehrer. Der Prozess der Planung, Übung und schließlich Durchführung der Abschlussfeier ist für alle Beteiligten ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. Teamfähigkeit, Kreativität und nicht zuletzt die Verantwortungsbereitschaft der Abschlussschülerinnen und -schüler werden hierbei erneut abgerufen und vertieft. Der positive Erlebnischarakter der Abschlussfeier stärkt somit die Schülerinnen und Schülerinnen gerade auch auf ihrem Weg durch ihr späteres Berufsleben. Die Einschulungsfeier zu Beginn der Klasse 5 und die Abschlussfeier nach Klasse 10 bilden damit einen würdigen und feierlichen Rahmen der von den Schülerinnen und Schülern absolvierten Schulzeit an der WBR. Simone Kaip Unterrichtliche und außerunterrichtliche Veranstaltungen - Klassenfahrten - Zeche Zollern - TheaterReal - Bus & Bahn-Show - Klassenfahrten Allgemein Klassenfahrten gehören zum festen Bestandteil des Schullebens der Wilhelm-BuschRealschule. Die Ziele werden unter pädagogischen Gesichtspunkten sowie dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechend gewählt. Jede Klassenfahrt zielt darauf ab, Natur direkt zu erleben, Geschichte und Kultur zu entdecken sowie sich kreativ und sportlich zu betätigen. Dabei werden Bezüge und Fragestellungen aus dem konventionellen Unterricht aufgegriffen und vertieft. Auf der Grundlage der Entscheidung der Lehrerkonferenz werden in der Regel mehrtägige Klassenfahrten in der Jahrgangsstufe 5 und 10 durchgeführt. Zusätzlich besteht für die Klassen der Jahrgangsstufe 8 die Möglichkeit einer einwöchigen Skifahrt. Die Entscheidungen über geplante Klassenfahrten werden in den Klassenpflegschaftssitzungen besprochen und von den Eltern durch Unterschrift verbindlich genehmigt. Als Kostenobergrenze werden für die Jahrgangsstufe 8 und 10 250 € empfohlen. Jahrgangstufe 5 Eine mehrtägige Fahrt in der Erprobungsstufe macht auf vielfältige Art und Weise mit dem erdkundlichen, biologischen, geschichtlichen und sonstigen Besonderheiten der besuchten Region bekannt. Naturgemäß ist das zentrale pädagogische Anliegen dieser Fahrt zu Beginn der Realschulzeit das gemeinsame Kennenlernen, die Entwicklung und Vertiefung eines guten Verhältnisses der Schülerinnen und Schüler untereinander und zu den begleitenden Lehrkräften. Die Klassenfahrten der 5. Klassen dauern in der Regel drei Tage und finden in der zweiten Hälfte des Sommerhalbjahres statt. Traditionell werden Jugendherbergen des Sauerlandes und Münsterlandes angefahren. Im Mittelpunkt dieser Fahrten stehen das „soziale Lernen“ in der Gruppengemeinschaft und das Naturerlebnis. Wanderungen und Führungen durch die Natur vor Ort (z.B. in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Forstamt) stehen genauso auf dem Programm wie Spiele und Aufgaben aus der Erlebnispädagogik (z.B. Nachtwanderungen). Jahrgangstufe 8 Skifahrten in Klasse 8 sind optional. Die vor den Osterferien stattfindenden Fahrten finden in den Südtiroler Dolomiten statt. Unser Zielort ist dabei Meransen im Eisacktal/Pustertal in der Nähe von Brixen. Der Ort Meransen mit seinem Skigebiet um den Gitschberg bietet auf einem sonnenreichen Hochplateau sehr gut gepflegte Pisten bis in Höhen von 2500 m, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet sind. Die Skiausbildung beginnt jeden Morgen um 8.30 Uhr und dauert - mit angemessener Mittagspause - bis 16.00 Uhr. Mit den Skifahrten sind neben den o.g. Zielen folgende Intentionen verbunden: -- Die eigene sportmotorische Handlungsfähigkeit erweitern -- Als Anfänger den Grundschwung sicher ausführen lernen -- Als Fortgeschrittener das vorhandene Bewegungsrepertoire erweitern lernen -- Skilaufen als Möglichkeit für eigene freudvolle Freizeitgestaltung erfahren. Jahrgangsstufe 10 Die Klassenfahrten der Jahrgangsstufe 10 finden zu Beginn des 1. Schulhalbjahres statt. Der positive Effekt des gemeinsamen Erlebens kann so für das letzte Jahr pädagogisch genutzt werden. Unsere Schule ist offen für verschiedene Zielgebiete, sowohl innerhalb als auch außerhalb Deutschlands. Schwerpunkte sind jeweils das Kennenlernen der eigenen bzw. fremder Kulturen. Beispiel hierfür sind Fahrten nach Berlin mit dem inhaltlichen Schwerpunkt, die geschichtliche und politische Bedeutung der Hauptstadt in einem geeinten Deutschland hautnah zu erleben. Beliebt sind auch die unter dem Aspekt Kunst- und Kulturgeschichte stehenden Klassenfahrten nach Italien und Kroatien. Die oben beschriebenen Intentionen der mehrtägigen Fahrten erfahren in der gesamten Schulzeit Unterstützung durch halb- oder ganztätige Unternehmungen. Derartige Wandertage werden gemäß dem Wandererlass geplant und durchgeführt. Carsten Traxel Zusammenarbeit der Wilhelm-Busch-Realschule mit dem Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV in Dortmund-Bövinghausen „Entdecken, erleben, erinnern“. Dieses Motto steht über den Angeboten für Schulklassen der Zeche Zollern II/IV. Da neuere Schulbücher zunehmend auf die Thematisierung des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet verzichten, die Schülerinnen und Schüler aber von diesem historischen Erbe und seinen Folgen als Bewohner der Region direkt betroffen sind, bietet sich für unsere Schule eine Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Zeche Zollern an. Hier kann den Schülerinnen und Schülern „vor Ort“ das Thema Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet anschaulich und erlebnisorientiert näher gebracht werden. In Zusammenarbeit mit allen Dortmunder Realschulen und dem Museum Zeche Zollern II/IV wurde eine vier Stunden umfassende Unterrichtsreihe zum Rohstoff Steinkohle ausgearbeitet. Unterrichtliche Ziele liegen in der Beschreibung der Entstehung des Rohstoffs Steinkohle, der Erklärung seiner Gewinnung mit den spezifischen historischen Arbeitsabläufen sowie der Beurteilung der sozialen Rückwirkungen des Strukturwandels. Das Unterrichtsmaterial wird den Schulen auf Wunsch kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Erdkundeunterrichts an der Wilhelm-Busch-Realschule schließt jede Klasse der Jahrgangsstufe 6 die zuvor durchgeführte Unterrichtsreihe mit einer Exkursion zur Zeche Zollern II/IV ab. Hierzu museumspädagogische wurde ein Programm entwickelt, das den Schülerinnen und Schülern altersgerecht einen Einblick in die damalige Arbeitswelt einer Zeche ermöglicht. In einem eigenen Rundweg führt Berglehrling Franz die Schüler/innen anhand von Modellen durch „seine“ Zeche und erklärt ihnen, welche Stationen ein Bergmann an einem typischen Arbeitstag zurück legte und welche Aufgaben er hier zu erfüllen hatte. Um jedem Teilnehmer die schwere körperlich Arbeit eines Bergmanns bewusst zu machen, dürfen die Schülerinnen und Schüler in zuvor angelegter Bergmannskluft z.B. einen Bergekasten mit Steinen befüllen oder am Leseband Kohle und Steine voneinander trennen. Am Ende der „Schicht“ gibt es für jeden Schüler/jede Schülerin ein echtes Stück Kohle als Lohn. Ein anschließender Rundgang durch die umliegende Zechensiedlung im Gartenstadtstil rundet das Bild vom Leben einer Bergmannsfamilie ab. Für die Zukunft ist geplant, die bereits jetzt bestehende Zusammenarbeit der Wilhelm-Busch-Realschule mit dem LWL-Landesmuseum Zeche Zollern II/IV weiter auszubauen, da hier für unsere Schülerinnen und Schüler ein wichtiger außerschulischen Lernort geschaffen wurde. Karin Steffler TheaterReal Seit dem Schuljahr 20011/2012 besteht eine Kooperation zwischen dem Theater Dortmund und der Wilhelm- Busch- Realschule. Den Schülerinnen und Schülern soll die Welt des Theaters näher gebracht werden, indem eine Verknüpfung des sozialkulturellen und künstlerisch- musischen Bildungsauftrags gegeben wird. Jeder Jahrgang soll mindestens einmal pro Schuljahr entweder ein Schauspiel, ein Ballett, eine Oper oder ein Stück im Kinder- und Jugendtheater besuchen können. Außerdem haben die Klassen die Möglichkeit, an einem Vormittag hinter die Kulissen des Schauspiel- und Opernhauses zu blicken. So lernen die Schülerinnen und Schüler auch die Berufe (und mögliche Ausbildungsberufe) kennen, die rund um das Theater bestehen. Diese Kooperation wird unterstützt durch das Projekt „Klassenkasse“, damit sich auch Kinder aus sozial schwachen Familien einen Theaterbesuch leisten können. Damit die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben auch nach dem Theaterbesuch darüber zu reflektieren, hat jeder Jahrgang bei dem öffentlichen Festakt ein „Patenschaftsbuch“ erhalten. In diesem Buch sollen die einzelnen Klassen kreativ werden, indem sie Seiten zu den einzelnen Stücken gestalten. Die Schirmherrschaft für dieses Theaterprojekt hat der Oberbürgermeister Ulrich Sierau übernommen. Dorothea Gudd und Sonja Bardek Bus & Bahn–Show (der DSW21) Schon seit 14 Jahren vermittelt die Bus & Bahn–Show „Darauf fahr‘ ich ab!“ eine Auseinandersetzung der Schüler/innen der Jahrgangsstufe 7 mit Themen, wie z.B.: Kommunikation in Bus & Bahn Umweltbewusstsein Angemessenes Verhalten jugendlicher Fahrgäste Vandalismus Probleme beim Verhalten zwischen Jung und Alt Probleme beim Zeigen von Zivilcourage Bestehende Aspekte oder Neuheiten des ÖPNV’s Positive Seiten des ÖPNV’s Spezielle Tickets Planung von Fahrten mit Bus & Bahn am Computer mit der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) In einem ca. 90-minütigen Mit-Mach-Theater präsentiert das Ensemble der Bus & Bahn–Show ein sehr abwechslungsreiches Spektrum an schauspielerischen Szenen sowie musikalischen und spielerischen Einlagen zum Thema „Bus & Bahn“. Dieser kurzweilige Mix bestehend aus Showelementen der Bereiche Schauspiel und Musik sowie individuellen Informationsblöcken ermöglicht die Präsentation des ÖPNV und die Auseinandersetzung damit direkt für die Zielgruppe von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren (7. bis 10. Klasse). Daher nehmen die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 7 der WBR regelmäßig seit Anbeginn an den kostenlosen Aktionen dieser Show entweder in einem Raum der WBR oder des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums teil. Ziel der regelmäßigen Teilnahme ist u. a. letztendlich eine Fortführung des in der Jahrgangsstufe 5 und 6 angelegten Sozialtrainings nun für Jugendliche der Jahrgangsstufe 7 mit der Absicht, bestehende Verhaltensdefizite dieser Schüler/innen im Bereich des ÖPNV’s durch eine motivierende Showdarbietung mit spielerischen Einlagen abzubauen und zu kompensieren. Des Weiteren stellt die Teilnahme der Klasse an der Bus & Bahn–Show ein positives kollektives Erlebnis dar. Christina Finkenstädt Pausengestaltung - Milchbar - Schülerbücherei - Milchbar Ein ausgewogenes Frühstück sollte der normale Start in den Schultag sein. Jedoch ergab eine Umfrage unter unseren Schüler/innen, dass ca. ein Viertel von ihnen das Elternhaus verlässt, ohne gefrühstückt zu haben und ohne eine Zwischenmahlzeit für die Pausen mitzunehmen. Die Auswirkungen sind dann im Unterricht zu spüren. Die Kinder ermüden schneller, sind erschöpft und unkonzentriert. Häufig wird der Hunger nach der Schule mit süßen und fetten Snacks oder FastFood-Produkten bekämpft. Die Folge sind Kinder und Jugendliche, die durch ihre falsche Ernährung übergewichtig oder mangelernährt sind sowie Defizite im Leistungsvermögen aufweisen. Mit unserer Milchbar wollen wir Alternativen zu dieser ungesunden Lebensweise bieten. Die Schüler/innen können sich in beiden großen Pausen ein gesundes und preiswertes Frühstück kaufen. Viele nutzen dieses Angebot regelmäßig. Das Warenangebot wird unter gesundheitsspezifischen Gesichtspunkten ausgewählt und mit dem Schülerrat besprochen. Die Schüler/innen können zwischen verschiedenen Brötchensorten, Getränken, Fruchtjoghurt, Obstsalat und Müsliriegeln wählen. Der Verkauf von Obst scheiterte an der mangelnden Nachfrage. In der kalten Jahreszeit wird heißer Kakao verkauft. Wegen eines hohen Anteils muslimischer Schüler/innen verzichten wir auf die Verwendung von Schweinefleisch. Seit Mai 2012 wurde uns von der Stadt Dortmund eine Unterstützung für die Milchbar zugewiesen. Frau Palasz bereitet die Speisen zu, unterstützt den Verkauf und reinigt den Verkaufsstand. Dieses umfangreiche Angebot kann leider nur noch bis zum Ende des Kalenderjahres 2014 aufrechterhalten werden, da die Maßnahme nicht weiter finanziert wird. In der Milchbar werden hauptsächlich Waren in Pfandverpackungen angeboten. Somit halten wir unsere Schulanlage sauber und vermeiden unnötigen Müll. Der Verkauf erfolgt durch die Jugendlichen der oberen Klassen. Im Verlauf dieser regelmäßigen Tätigkeit gewinnen sie ein freundliches, sicheres und bestimmtes Auftreten gegenüber ihren Mitschülern und erlernen den verantwortungsvollen Umgang mit Werten. Damit leistet die Milchbar einen Beitrag zur Gesundheitserziehung und zur Stärkung der sozialen Kompetenz der Heranwachsenden. Katrin Neuhaus Schülerbücherei Die Schülerbücherei der Wilhelm-Busch-Realschule besteht seit 1983 und wurde anlässlich einer zweckgebundenen Zuwendung der Stadtsparkasse Dortmund ins Leben gerufen. Nicht zuletzt auch wegen dieser finanziellen Unterstützung konnte der Bestand fortlaufend erweitert und aktualisiert werden. Diese finanzielle Unterstützung seitens der Stadtsparkasse Dortmund fiel leider weg. Allerdings kamen gelegentlich Buchspenden von Lehrern und Schülern hinzu. Mittlerweile umfasst die Bücherei mehr als 2100 Bücher. Dreimal wöchentlich (Montag, Mittwoch, Freitag) wird den Schülerinnen und Schülern während der ersten großen Pause Gelegenheit zum Besuch der Bücherei gegeben, um Bücher auszuleihen oder zurückzugeben oder um einfach nur zu schmökern. Hier sind auch immer wieder einige Schülerinnen und Schüler unterstützend tätig. Nach der Gründung der Schülerbücherei wurde zunächst ein quantitativ ausgewogenes Angebot an Büchern für die verschiedenen Altersgruppen angestrebt. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch die Altersgruppe der 10–13-Jährigen als Stammlesergruppe herausgestellt. Seitdem wurde bei der Neuanschaffung von Büchern auf diese Entwicklung Rücksicht genommen. Zum aktuellen Bestand gehören nicht nur verschiedene Erzähltexte, die Schülerinnen und Schüler haben auch Zugriff auf verschiedene Sachtexte. Neben zahlreichen bekannten Kinderbuchklassikern von Autoren wie Astrid Lindgren und Ottfried Preußler umfasst der Bereich Erzählliteratur auch etliche Bücher der rotfuchs- bzw. dtv-pocket-Reihe, aber auch Krimis aus den Reihen „Die drei ???“ und „TKKG“, von denen viele inzwischen Kult-Status erreicht haben. Außerdem sind etwa zwanzig Asterix-Hefte vorrätig. Andere Bücher befassen sich mit der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen und setzten sich problemorientiert mit Themen wie z. B. Drogen oder sozialen Problemen auseinander. Selbstverständlich liegt auch die komplette HarryPotter-Reihe vor. Im Bereich der Sachbücher sind alle Bände der beliebten Reihe „WAS IST WAS“ vorhanden. Außerdem werden einige Titel der Reihe „Tessloff Aktuell“ bereitgehalten. Geschichtlich interessierte Jugendliche informieren sich gerne mit der Geschichtsreihe „So lebten sie zur Zeit der …“, einen anderen thematischen Schwerpunkt bietet die Technikreihe „Ingenieure bei der Arbeit“. Darüber hinaus finden sich Bücher zu den Themen Computer sowie Sachbücher über die Tier- und Pflanzenwelt und Aufklärung. Das Hauptziel einer Schülerbücherei ist sicherlich, durch ein vielfältiges Angebot nicht nur „pädagogisch wertvoller“ Bücher, sondern auch solcher Bücher, die aus Schülersicht interessant sind, die Freude am Lesen zu wecken und zu fördern. Zugleich bekommen Bücher immer mehr Konkurrenz durch elektronische Medien, die für Kinder und Jugendliche sicherlich auch immer attraktiver werden. Jedoch werden diese elektronischen Medien bewusst nicht in der Schülerbücherei aufgenommen, da sie ohnehin einen sehr großen Raum im Freizeitbereich der Schülerinnen und Schülerinnen einnehmen. Hier will die Schülerbücherei absichtlich als Kontrast die eher traditionellen Medien präsentieren. Zudem können die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe leicht verständlicher Sachbücher ein über den Unterrichtsstoff hinausgehendes Wissen erwerben. Auf diese Weise kann eine Schülerbücherei wenigstens bei einigen Schülerinnen und Schülern dazu beitragen, dass das Lesen ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung wird. Bärbel Gnacke Brigitte Mahn Projekte - Deeskalationstraining - Kosmetikprojekte - Schulgottesdienste - Schulhausgestaltung - Schulsanitätsdienste - Schulsozialarbeit - Streitschlichtung - Umwelterziehung - Verkehrserziehung - Vorlesewettbewerb - Zeitung und Schule Deeskalationstraining Beginnend mit dem Schuljahr 2008/09 wird in den achten Klassen ein Deeskalationstraining mit den Jugendkontaktbeamten der Polizei durchgeführt. Ziele: Anti-Mobbing Verhalten zu trainieren, Gewaltprävention in der Schule, Schutzmechanismen entwickeln für Überfälle im öffentlichen Straßenverkehr, Vertrauen zu den Jugendkontaktbeamten aufbauen 1. Was ist Gewalt ? Die eintägige Veranstaltung wird durch den Klassenlehrer vorbereitet mit flash cards zu Gewaltsituationen vorbereitet, wodurch die Schüler für eine Gewaltskala sensibilisiert werden sollen. Gleichzeitig erkennen sie, dass es neben physischer Gewalt auch psychische gibt und dass der subjektive Hintergrund eine Rolle spielt. 2. Mobbing in der Schule In einem intensiven, realistischen Gespräch im Stuhlkreis wird über Ursachen von Mobbing, Gruppenverhalten, Außenseiter, Ausstoßreaktionen Rückholmöglichkeiten von Außenseitern gesprochen. und Eindrucksvoll wird in Rollenspielen veranschaulicht, wie man sich als Mobbing-Opfer fühlt. Die Polizisten berichten von Fällen aus Schulen, wie tragisch Mobbing enden kann, wenn man nicht auf die Warnzeichen reagiert und etwas dagegen unternimmt. 3. Die Gewaltspirale Deeskalation heißt Erkennen der Gewaltspirale und Vermeidung von Provokation. Körperverletzung Raub/körperliche Belästigung Beschimpfung/ Beleidigung Provokation 4. Training von Deeskalation und Abwehrmechanismen bei Überfällen Typische Überfall-Szenen in öffentlichen Verkehrsmitteln werden in Rollenspielen veranschaulicht. Es wird trainiert, wie man der Gefahr entkommen kann oder Hilfe holen kann. Dabei gibt es auch Tipps zur Vermeidung von Situationen, Handlungen oder verbalen Attacken, die gewalttätige Jugendliche herausfordern oder ermutigen. 5. Reflexion Wiederholung und Bewusstmachung des erlebten und gelernten Verhaltens. Deeskalationstrainings finden sich auch in den Projektangeboten der Schulsozialarbeit wieder. Ob im Bereich der Sport- und Bewegungsangebote der Schulsozialarbeit (ebenda), im Sozialtraining (5., 6. Klasse) oder der Ausbildung zum Streitschlichter, hier werden Übungen durchgeführt, die das Verhalten insbesondere das Fehlverhalten der Schülerinnen und Schüler thematisieren und reflektieren. Grundlage der Angebote sind die Regeln der ev. Gewaltakademie Schwerte – Villigst: „Wir unterscheiden gewalthaltiges Verhalten und gewalttätiges Verhalten. Gewalttätigkeiten dürfen nirgendwo geduldet werden; sie zur Sprache zu bringen, angemessen zu thematisieren und wieder abzubauen ist die vor uns liegende Aufgabe. Der Mangel an angemessener Konfliktwahrnehmung und -bearbeitung im Elternhaus und an andere Stelle (Kindergarten, Schule etc.) ist heute … zu einer Ohnmacht erwachsen, die leicht als eskalierende Gegen – Gewalt wirksam werden.“ Rolf Thielmann Kosmetikprojekte Fotos: A. Kleynewegen Im Rahmen einer Projektwoche zum 25-jährigen Bestehen der Wilhelm-BuschRealschule hatten die Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Cremes und Lidschatten selbst herzustellen. Später wurde das Angebot auf Lippenstift und Shampoo ausgedehnt. Das Projekt wird fast jährlich zum „Tag der offenen Tür“ durchgeführt und zum Abschluss eines jeden Projektes den Eltern und Angehörigen zum Kauf an einem dafür hergerichteten Stand angeboten. Die Schülerinnen und Schüler lernen einerseits den Umgang mit wichtigen Geräten der Chemie, Pharmazie und Medizin und anderseits die besonders wichtigen Bedingungen der Hygiene bei der Herstellung von Kosmetika kennen. Zudem lernen sie etwas über die verschiedenen Komponenten einer Creme, eines Lippenstiftes, eines Lidschattens oder eines Shampoos. Aber auch lernen sie die Haut als ein Organ kennen, dass durchaus einer besonderen Würdigung und vielleicht auch der Pflege bedarf. So zeigten sich die Schülerinnen und Schüler überrascht, wie hoch der Wasseranteil einer Creme sein kann, dass Fett und Wasser sich mit Hilfe eines Emulgators mischen lassen oder dass man durch solch eine Emulsion nicht mehr durchsehen kann. Dadurch konnten wichtige Begriffe des Chemieunterrichts nebenbei erarbeitet werden. Durch die gemeinsame praktische Arbeit in wechselnden Gruppen und an verschiedenen Aufgaben wird die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt und durch das gemeinsame Festlegen der Preise für ihre Produkte ihre mathematischen Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult. Aufgrund dessen ist die Produktpalette der Cremes (Handcreme, Lotion, Tages- und Nachtcreme für normale und trockene Haut) in ihrer Vielfalt immer mehr erweitert worden, während die teuren Lidschatten und Lippenstifte nur noch zu besonderen Projekttagen hergestellt werden. Das Thema „Pflege der eigenen Haut“ leistet ebenfalls einen Beitrag zur Gesundheitserziehung. Ab dem Schuljahr 2014/15 sollen Geruchsstoffe durch Wasserdampfdestillation am Tag der offenen Tür hergestellt werden. Die Schüler/innen lernen dadurch das Grundprinzip der Herstellung von Parfüms und damit die Geruchsintensivierung in einem Lösungsmittel wie Wasser kennen. Heike Abel-Rochan Schulgottesdienste (Stand: Dezember 2014) Seit dem Jahr 1996 gibt es die Kooperation mit den Pastören der umliegenden Gemeinden und der Wilhelm-Busch-Realschule. Der Einschulungsgottesdienst für die neuen 5. Klassen, der Weihnachtsgottesdienst für die 5. und 6. Klassen und der Abschlussgottesdienst der 10. Klassen werden von den Religionslehrer/Innen beider Konfessionen und den Kollgen/Innen für das Fach Praktische Philosophie mit den Schüler/Innen erarbeitet. Gebete, Fürbitten, Rollenspiele und Lieder werden formuliert und einstudiert. Ab dem Jahr 2015 soll es auch für die Klassen 7 und 8 einen Gottesdienst geben. Geplant ist dieser für die Osterzeit. Bei den regelmäßigen Treffen der Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit den Pastören geht es außerdem darum, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Kirche weiter zu fördern. So werden die Pfarrer/Pastöre zu Themen wie „Zölibat“, „Kirche wozu?“ oder „Gott, wer ist das?“ eingeladen, um mit den Schülerinnen und Schülern über kontroverse Einstellungen zu diskutieren. Außerdem besuchen die Schüler/Innen die Gotteshäuser zum Thema „Evangelisch-katholisch: Unterschiede und Gemeinsamkeiten“. Dorothea Gudd Schulhausgestaltung Die innere Gestaltung Schulhausgestaltung mit der fest Wilhelm-Busch-Realschule installierten Kunstwerken unterscheidet (z.B. die Wandgemälden), Lichthofgestaltung mit Pflanzen, Ausstellungstafeln zu verschiedenen Themen wie z.B. „Zeitung in der Schule“ oder „amnesty international“ und sich wandelnde Bildergalerien, Ausstellungen und Projekte. In diesem Artikel wird die künstlerische Gestaltung des Schulgebäudes behandelt. Die innere Schulgebäudegestaltung der Wilhelm-Busch-Realschule ist geprägt von Motiven und Szenen aus Werken des Namensgebers Wilhelm Busch. Aber auch zahlreiche Künstler des letzten Jahrhunderts sind an den Wänden des Gebäudes verewigt. Sämtliche Wandmalereien stammen von Schülerinnen und Schülern dieser Schule, erstellt über einen Zeitraum von mehreren Jahren in verschiedenen Kunst - AG´s. Betreuende Kunstlehrerin war Frau Grothoff, die sich inzwischen im Ruhestand befindet. Die Gemälde wurden in Gruppenarbeit erstellt. Die Motive wurden von einer Folie mittels OHP auf die Wand projiziert, abgezeichnet und anschließend farbgetreu nachgemalt. Im Eingangsbereich der Schule begegnen uns Schulszenen aus Wilhelm Buschs Werken, vorwiegend aus der Bildergeschichte „Max & Moritz“ mit den beiden Protagonisten selbst und dem bekannten Lehrer Lämpel. Das auch im Briefkopf der Schule verwendete Selbstportrait des Namensgebers befindet sich direkt neben der Eingangsvitrine. Die künstlerische Gestaltung des Schulgebäudes wurde folgendermaßen konzipiert: An den Wänden der vier Treppenhäuser, die dem sog. PZ (= Pädagogisches Zentrum) zugewandt sind, befinden sich zahlreiche Busch-Figuren und Busch-Motive in Kombination mit Dortmunder Wahrzeichen – in dieser Verschmelzung eine gelungene künstlerische Umsetzung des Schulnamens „Wilhelm-Busch-Realschule-Dortmund“. In den Treppenhäusern selbst sind großflächige, meist sogar Wand füllende Gemälde bekannter Künstler des 20. Jahrhunderts angebracht. Man findet Werke von Künstlern wie Hundertwasser, Kandinsky, Miró und Otmar Alt. Einige Bilder sind in Anlehnung an Vasarely entstanden. Das Treppenhaus vor dem Verwaltungstrakt ermahnt in besonderer Weise der Verpflichtung zu globalem Denken. Auf einer Seite finden wir unseren „Blauen Planeten“ im Weltall – ein Gemälde ganz in der Farbe Blau gehalten. Auf einer anderen Seite finden wir eine künstlerische Umsetzung des europäischen (Einheits-) Gedankens. Zahlreiche Wahrzeichen europäischer Städte verschmelzen zu einer „künstlerischen Landkarte“. Zu sehen sind markante Bauwerke u.a. aus Rom, Moskau, Pisa, London, Berlin, Lübeck, Barcelona, Brügge, Istanbul, München, Paris und nicht zuletzt Dortmund mit den Wahrzeichen Florianturm und Westfalenhalle. An vielen Stellen des Gebäudes befinden sich aber auch Ausstellungen (z.B. Gipsmasken) oder Bildergalerien von Schülern zu den unterschiedlichsten Themen des Kunstunterrichts. Somit wird das Schulgebäude nicht nur durch die Schüler verschönert, sondern den Schülern auch eine Identifikation mit ihrer Schule gegeben. Die künstlerische Gestaltung des Schulgebäudes obliegt aber nicht nur der Fachschaft Kunst. Die Fachschaft Textilgestaltung präsentiert sich an mehreren Stellen mit Schülerarbeiten. An der Wand zwischen Bücherei und Musikraum befinden sich Glasvitrinen mit Textilarbeiten genauso wie in den Glasvitrinen vor dem Verwaltungstrakt mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen. So wie es in der Kunst keinen Stillstand gibt, so ist auch die künstlerische Gestaltung dieses Schulgebäudes nicht abgeschlossen. Es gibt noch viele Ideen zu verwirklichen. Ein Projekt könnte die Verschönerung der sechs Beton-Säulen im PZ sein, des Weiteren gibt es noch freie Wandflächen zur Gestaltung. Alle Gestaltungs-Techniken wie Malen, Zeichnen, Plastisches Gestalten, Drucken, Textiles Gestalten usw. sollten weiterhin dazu beitragen, der Wilhelm-Busch-Realschule ein unverwechselbares „Gesicht“ zu geben. Gabriele Schroer Schulsanitätsdienste der WBR Dieses Jahr war es wieder so weit: der Arbeiter- Samariter- Bund hat an der WilhelmBusch- Realschule neue Schulsanitäter und -sanitäterinnen der 7. und 8. Jahrgangsstufe ausgebildet: Der Schulsanitätsdienst hat bereits Tradition an unserer Schule. Die Ausbildung der Schulsanitäter wird durchgeführt durch qualifizierte Ausbilder des Arbeiter-SamariterBund Dortmund e.V., die alle engagiert im Rettungsdienst arbeiten. Die 30-stündige Ausbildung beinhaltet altersgerecht aufgearbeitet Inhalte aus der Notfallmedizin. Der Lehrgang wird allen Schulsanitätern und -sanitäterinnen bescheinigt, wobei das Engagement der Schülerinnen und Schüler zusätzlich auf dem Zeugnis vermerkt wird. Der Grundgedanke des Schulsanitätsdienstes ist es, Schülern und Schülerinnen durch die Ausbildung zu Schulsanitätern die Möglichkeit zu geben, im Notfall durch Erste- Hilfe- Maßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Kommt es im Schulalltag zu einem Notfall, werden die Schulsanitäter und -sanitäterinnen gerufen, um Erste Hilfe zu leisten. Im Schulsanitätsdienst lernen Schülerinnen und Schüler in einer professionellen Ausbildung (Schulsanitätslehrgang) wie schnell, richtig und mit wenigen Hilfsmitteln in Notfallsituationen geholfen werden kann. Die erworbenen Kenntnisse können bei Unfällen in der Schule, aber auch in der Freizeit und zu Hause sofort angewendet werden, um das Ausmaß der Folgen von Unfällen durch schnellstmögliche und adäquate Hilfeleistung zu verringern. Damit leisten sie auch gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung aller Personen an der WBR. Schülerinnen und Schüler, die sich im Schulsanitätsdienst engagieren, sind selbstbewusst, weil sie wissen: Ich kann helfen, wenn es darauf ankommt! Außerdem macht nicht nur die Ausbildung jede Menge Spaß, sondern auch die regelmäßigen Treffen der Schulsanitätsgruppe. Mit einer entsprechenden Weiterqualifizierung kann man bei Veranstaltungen wie Konzerte oder Fußballspielen als Sanitäter aktiv werden oder ein Praktikum im Rettungsdienst machen. Die Aufgaben: Im Schulsanitätsdienst geht es darum: * Notfallsituationen zu erkennen und einzuschätzen, * Bei Bedarf lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen und den Rettungsdienst zu alarmieren, * Erste Hilfe zu leisten und den Verletzten persönlich zu betreuen, bis der Rettungsdienst eintrifft, * Den Verletzten an den Rettungsdienst bzw. den Arzt zu übergeben, * Bei Schulveranstaltungen Erste Hilfe zu leisten, * Bereitschaftsdienste während des Unterrichts und in den Pausen zu übernehmen Eine mögliche Situation: Große Pause: Die 14-jährige Sarah ist mit ihren Freundinnen auf dem Weg zum Pausenhof. Da rutscht sie auf der Treppe aus und schlägt mit dem Kopf auf. Sie blutet aus einer großen Platzwunde auf der Stirn. Schnelle Hilfe ist jetzt dringend notwendig. Situationen wie diese passieren immer wieder im Schulalltag. Schülerinnen und Schüler verletzen sich im Sportunterricht oder in der Pause und benötigen kompetente Hilfe, bis der Rettungsdienst eintrifft. Ausgebildete Schulsanitäter und –sanitäterinnen wissen, wie man sich in einer solchen Notfallsituation verhält und was zu tun ist. Sonja Bardek Schulsozialarbeit an der Wilhelm-Busch-Realschule Schulsozialarbeit in der jetzigen Form besteht erstmalig an der WBR seit März 2012. Ausgehend von den Bedarfen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler der Wilhelm Busch Realschule entwickelte sich die Arbeit der Schulsozialarbeit nach den unten genannten Aufgaben. 1. Ausgangspunk der Schulsozialarbeit Die Schulsozialarbeit handelt in enger Kooperation mit den Lehrkräften der Schule, der Schulleitung, Schulpsychologischen den Trägern Beratungsstelle der öffentlichen Jugendhilfe, der und anderen Beratungsstellen und Hilfsangeboten im Sozialraum. Sie koordiniert die Vernetzung schulischer und außerschulischer Beratungsangebote im Kontext Schulsozialarbeit und vertretet die Schule in Netzwerken mit außerschulischen Partnern im Sozialraum. Sie richtet ihre Angebote an Gruppen und Einzelne: · Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler/-innen, Sorgeberechtigte und Schulaufsicht · Lehrerkollegien und Schulklassen · die Schule als System Sie agiert sowohl vorbeugend als auch bei konkreten Schwierigkeiten, Problemen und Konflikten. 2. Das Aufgabengebiet der Fachkraft umfasst im Wesentlichen · Implementierung und Verstetigung der Schulsozialarbeit an der Schule · Einzelfall- und Gruppenberatung · Soziale Gruppen- und Projektarbeit · Eltern- und Familienarbeit · Mitarbeit in pädagogischer Gremienarbeit · Kooperation mit außerschulischen Partnern · Netzwerkarbeit · Information, Beratung und Unterstützung von Schulleitungen, Lehrkräften, Schüler/innen, Sorgeberechtigten, Schulaufsicht und außerschulischen Partnern bei der Nutzung des Bildungs- und Teilhabepaketes 3. Die Entwicklung der Aufgaben der Schulsozialarbeit an der Wilhelm Busch Realschule Dortmund Einzelfallhilfe mit den Schwerpunkten: Unterstützung bei persönlichen Problemen der Schüler mit Entwicklung von eigenen und externen Unterstützungen und Hilfeleistungen. Beratung zur Kontaktaufnahme mit externen Stellen zur weiteren Hilfe, der medizinischen, der psychotherapeutischen Beratungen / Therapien, Vermittlung an Erziehungs-, Familienberatungsstellen, dem Jugendhilfedienst, Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, Krisenkontaktzentrum in Do. – Hörde, der Kinder- und Jugendkliniken St. Elisabeth Klinik in Dortmund und in Datteln. Betreuung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten, in familiären Notlagen, mit familiären Defiziten. Von der Einzelfallhilfe zur Projektarbeit Einzel- und Projektangebote für Kinder und Jugendliche Deeskalationstrainings, für einen besseren Zusammenhalt und für ein besseres Verständnis untereinander. Die Schule stellt der Sozialarbeit und den Schülern einen Aktionsraum im Pavillon zur Verfügung. Dieser wird für Kreativangebote und für die Einzel- Projektangebote genutzt. Der Raum ist mit Hartmatten, Bocksäcke, Bockshandschuhe ausgestattet. U. a. findet hier Ringen und Kämpfen für Jungen statt. Jungen können hier ihre körperlichen Grenzen und die des Kampfpartners erfahren, erkennen und einhalten. Prävention und Intervention bei Mobbig und Cybermobbing. Mitarbeit in der AG Streitschlichtung, Ausbildung und Begeleitung von Schülern zu Streitschlichtern ab Klasse 7. Sport-, Bewegungs-, Kulturangebote nach dem Unterricht TriXitt Fußball für Jungen und Mädchen. Ein Fußballangebot in dem die eigene Leistung und die Fairness im Vordergrund stehen. Basketball für Mädchen und Jungen in Kooperation mit einem Sportverein Sport-, Spiel, Spannung für Mädchen. Mädchen können und sollen hier unter Ausschluss der Jungen ihre sportlichen und kommunikativen Fähigkeiten erlernen und trainieren. Theaterwerkstatt. Szenen und Stücke werden selber produziert und in der Klasse aufgeführt. Die Schüler nutzen aktiv die Angebote der städtischen Bühne. Elternangebot, Beratung und Betreuung für Erziehungsberechtigte Hausbesuche, Problem-, Aufgabenermittlung und Zielvereinbarungen. Aktive Kooperationen mit und aktive Teilnahme an Lehrerkonferenzen Regelmäßige Besprechung mit dem Rektor der Schule Regelmäßige Besprechung mir der Übermittagsbetreuung Runder Tisch gegen Rechts in Dorstfeld und Huckarde Besprechung zum KJHG § 78 Innenstadt West Monatliche Sitzung der Schulsozialarbeiter West (Qualitätszirkel) AG Streitschlichtung (Ausbildung, Reflektion, Evaluation) Kontakte zu Kirchen, örtlichen Schulsozialarbeitern, Kirchenvertretern, Vertretern der Wohlfahrtsverbänden, Jugendzentren etc. Stadtteilarbeit Dorstfeld (u. a. Dorstfelder Festwochen) DGB Jugend 90 Min. gegen Rechts Respektbüro der Stadt Dortmund Dortmunder Jugendring Regelmäßige Besprechung mit der Schülervertretung Teilnahme am Jugendforum Innenstadt –West Prävention / Aktion Schülermobbing in Zusammenarbeit mit der Unterstützung der Schulpsychologischen Beratungsstelle Schule ohne Rassismus, Schüler mit Courage, Schülervertretung Projektangebote Sport und Bewegung Bildungs- und Teilhabepaket Neben der Unterstützung in der Antragsbearbeitung werden noch folgende Aufgaben wahrgenommen. Lernförderung In Kooperation mit den Sozialarbeitern der Gymnasien und Gesamtschulen in den angrenzenden Stadtvierteln werden geeignete Oberstufenschüler als Nachhilfeschüler geworben. Ausflüge / Exkursionen Mit den zuständigen Lehrern werden Anträge abgesprochen und bearbeitet und die Schulsozialarbeit nimmt an Exkursionen und Ausfügen im Einzellfall teil. Soziale und kulturelle Teilhabe Es besteht eine Kooperation mit Sportvereinen aus dem Stadtteil, um für bedürftige Schüler entsprechende Anträge zur Kostenübernahme bei Vereinsmitgliedschaft zu bearbeiten. Rolf Thielmann Streitschlichtung Es ist uns ein Anliegen, in Schülerinnen und Schülern das Interesse zu wecken, selbst Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben innerhalb des Schulalltags zu übernehmen. Schon seit mehreren Jahren wird aus diesem Grund in der Arbeitsgemeinschaft „Streitschlichtung“ das Handwerkszeug bzw. die entsprechende Fähigkeit vermittelt, Konflikte gewaltfrei und selbstverantwortlich lösen zu können. In der Projektwoche des Schuljahres 2009/10 fand eine kompakte jahrgangsstufenübergreifende Ausbildung statt. Im Schuljahr 2012/13 fand die Ausbildung von 16 Schülerinnen und Schülern einmal wöchentlich im Anschluss an den Unterricht durch den Schulsozialarbeiter Rolf Thielmann und die Lehrerin Iris Lage statt. Dieser 1. Ausbildungsjahrgang der Streitschlichtung ist im 10. Schuljahr, die noch verbleibenden 14 Schülerinnen sind zurzeit abwechselnd im Einsatz, wenn es um Schlichtungen geht und werden die Schule zum Ende des Schuljahres verlassen. Eine neue Ausbildungsgruppe konstituiert sich aktuell. 20 Kinder und Jugendliche aus den 7. und 8. Klassen haben sich angemeldet, um die neue Ausbildung zu durchlaufen. Was ist Schlichtung? Schlichtung ist ein Konfliktgespräch mit Hilfe einer neutralen Person. „Neutral“ heißt • unabhängig • unparteiisch • sich nicht auf eine Seite ziehen lassen Wie kommt eine Schlichtung zustande? • Die Streitenden wünschen eine Schlichtung. • Mitschüler oder Lehrer empfehlen eine Schlichtung. • Die Schlichter bieten ihre Hilfe an. Schlichtung-Mitmachen ist freiwillig. Mitmachen heißt • Regeln anerkennen • nach Lösungen suchen Worum geht es in der Arbeitsgemeinschaft Streitschlichtung ? Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 werden in der Arbeitsgemeinschaft „Streitschlichtung“ ausgebildet, Konfliktparteien zu begleiten und dahin gehend zu beraten, dass eine gemeinsame Lösung gefunden wird. Jüngere Interessierte werden in der Projektwoche altersangemessen an eine vermittelnde Position herangeführt. Die Schlichterinnen und Schlichter spielen dabei nicht die Rollen von Lehrern, Richtern oder Eltern. Sie bemühen sich auf der Grundlage von Vereinbarungen, die die Konfliktparteien selber finden und entwickeln, den aktuellen Konflikt zu lösen und Schaden zu beheben. Ziel eines Schlichtungsgesprächs ist es, dass die zerstrittenen Parteien miteinander reden und sich gegenseitig zuhören. Die Schlichtung will eine Brücke bauen, auf der die Streitenden sich entgegenkommen, wenn der Konflikt zu einem Graben geworden ist, den die Streitenden nicht allein überwinden können. • Die Streitenden bauen die Brücke. • Die Schlichter helfen dabei. Anschließend wird gemeinsam über mögliche Konfliktlösungen beraten. Das Ergebnis eines Schlichtungsgespräches wird von den Schlichtungsformular Streitschlichterinnen (eine Art Vertrag) und Streitschlichtern schriftlich festgehalten. in einem Durch ihre Unterschrift bekräftigen die beiden Konfliktparteien ihr Einverständnis mit den vereinbarten Lösungen. Wesentlich ist, dass es bei dieser Art von Streitschlichtung keinen Gewinner oder Verlierer gibt. Beide Parteien sollen etwas dazugewinnen, nämlich eine neue Sicht der Dinge. Was können Streitschlichterinnen und Streitschlichter gewinnen? In einem Schlichtungsgespräch sind die Streitschlichterinnen und Streitschlichter herausgefordert, die gelernte Gesprächstechnik anzuwenden und sich an die wesentlichen Punkte eines Schlichtungsgesprächs zu halten. Schlichterinnen und Streitschlichter lernen 1. neutral zu sein 2. auf Regeln hinzuweisen auf Einhaltung der Regeln zu achten • ausreden lassen • wiederholen, was der andere gesagt hat • höflich sprechen 3. zuzuhören 4. Vertraulichkeit zu wahren (kein Klatsch) 5. durch Fragen zu helfen, Lösungen zu finden Die Arbeitsgemeinschaft „Streitschlichtung“ bietet für die bereits ausgebildeten und aktiven Streitschlichterinnen und Streitschlichter (Klasse 9 und 10) die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu reflektieren und offenen Fragen und Probleme anzusprechen und zu diskutieren. Zudem erhalten die aktiven Streitschlichter ein entsprechendes Zertifikat nicht nur für ihre Bewerbungsunterlagen. Für die unteren Jahrgänge ist die Ausbildung von Streithelfern geplant: ein paar Kinder einer Klasse lernen, Klassenkameraden in der fairen Auseinandersetzung bei kleinen bis mittleren Streitigkeiten zu unterstützen, und zwar angelehnt an das Modell „Erste Hilfe im Streit“ nach dem Bensberger Modell der Thomas-Morus-Akademie. Wahrnehmung der Streitschlichtung Wir erleben an der Schule eine aktive Bereitschaft, die Streitschlichtung in Anspruch zu nehmen. Insbesondere die neuen Schulkinder in den 5. Klassen und die Kinder aus der 6.und 7. Klasse nehmen die Streitschlichtung an. Die älteren Kinder weniger. Das Interesse an der Streitschlichterausbildung ist groß, da noch weitere Nachfragen bestehen, wird überlegt, die Gruppe zu teilen. Die Erfahrungen der 1. Ausbildungsgruppe und deren Feedback, haben und veranlasst, noch stärker situativ auf die Gruppe und deren aktuellen Belange einzugehen. Gleichzeitig beginnen wir mit einer Evaluation, die folgende Bereiche vorsieht: Fragebögen an Streitschlichter Fragebögen an Streitparteien. Auswertung der Schlichtungsverträge, Streitschlichterprotokolle bzw. -verträge (in Bezug auf: Gründe der Konflikte, Alter / Klasse, Geschlecht, Streitwiederholung). Grundlagen der Ausbildung: Faller, Kerntke, Wackmann: „Konflikte selber lösen- Trainingshandbuch für Mediation und Konfliktmanagement in Schule und Jugendarbeit. Mühlheim a.d.Ruhr.2009 Gewaltakademie Villigst ev. Kirche: Spiele, Impulse und Übungen, Band I-IV Anhang Fragebogen für Streitschlichter Iris Lage, Rolf Thielmann Meine Selbst - Einschätzung ••••• = fühle ich mich sehr sicher •••• = fühle ich mich sicher ••• = fühle ich mich nicht ganz sicher, wäre gut noch zu üben •• = fühle ich mich noch unsicher muss ich noch trainieren • = fühle ich mich noch sehr unsicher; möchte ich noch intensiv trainieren 1. Phase: Einleitung • Gute Atmosphäre schaffen (incl. Sitzordnung festlegen oder vereinbaren) • Ablauf, Gesprächsregeln und Grundregeln der Streitschlichtung erklären • Rolle der StreitschlichterIn • Abstimmung mit Mit-StreitschlichterIn 2. Phase: Sichtweisen der Konfliktparteien • Standpunkte erfragen • Regeleinhaltung durchsetzen • Gutes Zuhören und zusammenfassen 3. Phase: Konflikterhellung/ Konflikthintergründe • Über Hintergründe und Gefühle sprechen • Augenblickliche Stimmung ausdrücken • Eigene Anteile am Konflikt zur Sprache bringen lassen • Aktives Zuhören, Ich-Botschaften • Konfliktbeteiligte wieder ins Gespräch bringen 4. Phase: Lösungen suchen und finden • Lösungsmöglichkeiten überlegen und aufschreiben • Vorschläge sortieren, bewerten und auswählen • Sich auf gemeinsame Lösung verständigen 5. Phase: Schriftliche Vereinbarung treffen • Schriftliche Vereinbarung erstellen Umwelterziehung 1. Schutz des Schulgebäudes: Nach der abgeschlossenen Renovierung unseres Schulgebäudes im Sommer 2001 wurde besonders auf Sauberkeit und Ordnung im Gebäude geachtet. Müllvermeidung und Energiesparen waren sowohl Aufgabe der einzelnen Klassen als auch vorrangige Ziele der fächerübergreifenden Umwelterziehung. 2. Schutz des Schulumfeldes Das klassenbezogene Projekt hat sich durch das Lehrerraumprinzip erübrigt, aber die Bereiche für den Pausenaufenthalt werden weiterhin von Schülergruppen und so genannten Müllspionen beobachtet. Auch der Toilettendienst trägt einen wichtigen Beitrag dazu bei. Die regelmäßigen Müllsammelaktionen auf dem Schulgelände und dem Schulweg fördern die Schärfung des Umweltverhaltens und die positive Haltung gegenüber dem Naturschutz. Die Umwelterziehung an unserer Schule muss den ökologischen Gegebenheiten des Schulumfeldes angepasst werden. Durch die besondere Lage der Schule „im Grünen“ ergeben sich nicht nur günstige Voraussetzungen für den Unterricht, sondern auch Verpflichtungen. Zum einen können Unterrichtsgänge in das nahe Wäldchen oder in den Revierpark Wischlingen den Schülerinnen und Schülern die Veränderungen in der Natur nahe bringen, zum anderen lernen sie dabei auch Rücksicht auf Pflanzen und Tiere zu nehmen. Eine besondere Aufgabe ist es für uns an dem Schutz der über unser Schulgelände wandernden Amphibien mitzuwirken. Dabei arbeiten wir mit der AGARD Dortmund und dem Bund für Naturschutz zusammen. Es werden jährlich im Frühjahr Müllsammelaktionen organisiert, an welchen unsere Schüler eifrig mitwirken, damit der Weg der Amphibien vor Gefahren geschützt wird. Obwohl ein Tunnelsystem die Überquerung der Straße vermeiden soll, landen doch viele Tiere an der Oberfläche und werden von unseren Schülerinnen und Schülern vor dem Überfahren gerettet. Durch Plakataktionen innerhalb des Biologieunterrichts sensibilisieren wir die Schüler/innen und Eltern für die Problematik. Vorträge der AGARD- Mitarbeiter geben den Schülerinnen und Schülern Aufschluss über den hohen Arbeitseinsatz eines Naturschützers. In den Projektwochen wurden auch schon andere Umweltthemen aufgegriffen. Dabei haben Besuche des Naturschutzhauses (Öko- Haus), der Grünen Schule und der Zooschule einen wichtigen Beitrag zum Begreifen des Artenschutzes geleistet. Regelmäßige Besuche des nahgelegenen Tierschutzzentrums öffnen den Schülerinnen und Schülern die Augen für die Nachteile der Haustierhaltung und die Folgen einer unüberlegten Anschaffung eines Tieres. Fächerübergreifende Themen des Umweltschutzes werden auch in Erdkunde, Physik, Chemie oder Kunst aufgegriffen. Siehe ZB. Mülltrennung, Energiesparen u. Klimawandel. Es gilt die Natur der näheren Umgebung bewusst wahrzunehmen, Zusammenhänge zu verstehen und langfristig zu einem globalen ökologischen Verständnis zu kommen. Verschärftes Interesse an den Auswirkungen von Giftstoffen hat sich durch die PCBVerseuchung und die dadurch bedingte, inzwischen abgeschlossene Sanierung des Schulgebäudes gezeigt. Daraus ergibt sich nun ein besonderer Schutz der Räume. Überall soll auf Sauberkeit und Ordnung geachtet werden, indem jede Gruppe für ihren Bereich verantwortlich ist. Zukünftig soll auch noch mehr auf Müllvermeidung und Energieeinsparungen geachtet werden. Diese beiden Themen müssen immer wieder in das Bewusstsein der Schulgemeinschaft gerückt werden. Christiane Balke und Bernd Anders Verkehrserziehung Verkehrserziehung ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule. Ziel und Aufgabe der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung ist es, „die für eine reflektierte und verantwortliche Teilnahme in der Verkehrswirklichkeit erforderlichen Kompetenzen zu fördern“ (vgl. den aktuellen Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 14.12.2009 – 511). Besondere inhaltliche Schwerpunkte liegen in der Sicherung des neuen Schulweges, Schulumgebung und Wohnumgebung; zum Abschluss der Sekundarstufe I im Bereich verantwortungsbewusstes Rad- und Mofafahren. In der Sekundarstufe I werden sowohl die altersspezifische, in erheblichem Umfang steigende Teilnahme am Straßenverkehr als auch die Interessen an sozialen, ökologischen, ökonomischen und technischen Problemen berücksichtigt. Die eigene Verantwortlichkeit der Schüler/innen wird gefördert im Hinblick auf sicheres und reflektiertes Rad und Mofa fahren sowie eine möglichst rational geleitete Auswahl der Verkehrsmittel und Verkehrswege. Dabei werden rechtliche, medizinische und psychologische Kenntnisse vermittelt. Der Verkehrserziehung als Unterrichts- und Erziehungsauftrag der Schule wird an der WBR durch gezielte Unterrichtseinheiten z.B. in Zusammenarbeit mit dem ADAC oder der Polizei erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Die Schüler/innen leben heute in einer sehr mobilen Gesellschaft mit einem weiterhin zunehmendem Straßenverkehr. Täglich werden sie mit dem Straßenverkehr konfrontiert und den damit verbundenen Gefahren ausgesetzt. Jugendlichen fällt es häufig schwer, theoretisches Wissen, wie sie es zum Beispiel im Verkehrsunterricht vermittelt bekommen, in der Praxis anzuwenden. Für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr spielen die richtige Einschätzung von Gefahrensituationen und ein gutes Reaktionsvermögen sowie die Kenntnis grundlegender physikalischer Gesetze eine entscheidende Rolle. Dies gilt für alle Verkehrsteilnehmer - für Kinder und Jugendliche aber in besonderem Maße. Wo die Grenzen der Anpassung von Kindern an den Straßenverkehr liegen, wird daran deutlich, dass sie erst im Alter von etwa acht Jahren in der Lage sind, den Straßenverkehr als Fußgänger einigermaßen zu bewältigen. Mit 14 Jahren sind die Fähigkeiten zum Radfahren erst richtig ausgebildet. Langjährige Erfahrung und Routine müssen zudem noch erworben werden, um Sicherheit im Straßenverkehr zu erreichen. Sprachentwicklung, soziales Umfeld und die Möglichkeit, zu üben und konkrete Erfahrungen zu sammeln, beeinflussen das Tempo dieses Lernprozesses. Weitere Berücksichtigung sollen in den Lerninhalten die alters- spezifischen Gefahren im Straßenverkehr, insbesondere als Zweiradfahrer, finden; ebenso sollten die Auswirkungen von Alkohol und Drogen sowie Aggressionen und Imponiergehabe zur Sprache kommen. Jahrgangsstufenbezogene Inhalte Verkehrserziehung als Aufgabe aller Fachbereiche findet grundsätzlich in den verschiedenen Jahrgangsstufen der Wilhelm-Busch-Realschule seit vielen Jahren statt, z.B. in der Jgst. 5 im Fach Erdkunde „Leben in der Stadt“, in der Jgst. 9 ´, im Fach Technik „Transport/Verkehr“. Im Übrigen finden bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Wandertagen sowie bei Busfahrten zu den ausgelagerten Sportstätten (Schwimmbad Dorstfeld und Helmut-Körnig-Halle) Aspekte der Verkehrserziehung regelmäßig Berücksichtigung. Jahrgangsstufe 5 / 6 Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Motorik und Reaktionsfähigkeit weiter, um sich im komplexen Verkehrsgeschehen auf dem Schulweg und in der Freizeit sicher bewegen zu können (z.B. ÖPNV). Sie lernen, sich mit der örtlichen Verkehrssituation auseinander zu setzen (z.B. Bremsverhalten von Automobilen im Straßenverkehr, praktische Versuche in Zusammenarbeit mit dem ADAC). Projekt „Achtung Auto!“ ADAC Das Programm „Achtung Auto!“, trägt nicht unerheblich dazu bei, Schülerinnen und Schülern - vor allem der fünften Jahrgangsstufe - kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr und Unfallgefahren zu verdeutlichen und sie zu befähigen, durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren. Das durch den ADAC entwickelte Programm soll den Schüler/innen der WBR die praktische Umsetzung ihres theoretischen Wissens ermöglichen. „Achtung Auto!“ basiert auf „Learning by doing“, denn insbesondere für Kinder gilt: Was man selbst erlebt, versteht und merkt man sich besser. In zwei Schulstunden haben Schüler/innen die Gelegenheit, mit einem ausgebildeten Moderator des ADAC und mit ihrem Verkehrserzieher bzw. Klassenlehrer reale Verkehrssituationen handlungsorientiert zu erleben, den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg, auch in Abhängigkeit von verschiedenen Fahrbahnzuständen, einzuschätzen und so den Anhalteweg besser realisieren zu können. Kinder sind noch nicht in der Lage, die Geschwindigkeit eines sich nähernden Fahrzeugs richtig einzuschätzen. Sie glauben auch, dass ein Fahrzeug ebenso wie ein Fußgänger einfach sofort stehen bleiben kann. Daraus ergibt sich folgende Durchführung des Programmes : Um zu erkennen, dass dies nicht stimmt, beginnen die Kinder beim Programm „Achtung Auto!“ bei sich selbst. Sie stoppen aus vollem Lauf an einer vorgegebenen Stelle und müssen schnell feststellen, dass sie nicht sofort anhalten können. Noch länger dauert es, wenn sie auf ein Zeichen hin anhalten müssen, also nicht wissen, wo sie „bremsen“ müssen. Daraus ergibt sich dann: Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg Die so „erlebte“ Formel wird im nächsten Schritt auf das Auto übertragen. Jedes Kind erhält ein Hütchen und soll damit am Fahrbahnrand die Stelle markieren, an der es das Anhalten des Autos aus der vorgegebenen Geschwindigkeit erwartet. Bei diesem Versuch verschätzen sich die Kinder gewaltig. Das bremsende Auto schlittert an den Hütchen vorbei. Die Kinder sind völlig überrascht. In der Regel dürfen die Kinder zum Abschluss des Programms ordnungsgemäß gesichert im Auto mitfahren und erfahren die Vollbremsung - vor allem die Schutzwirkung des Sicherheitsgurtes und der Sitzerhöhung - am eigenen Leib. Sie „erfahren“ darüber hinaus plötzlich auftretende, gefährliche Situationen aus einem anderen Blickwinkel Wandertag /Verkehrskasper In den Klassen 5 der Wilhelm Busch Realschule wird an einem Wandertag der Westfalenpark besucht. Bestandteil der Exkursion ist der Besuch der Polizeipuppenbühne „Verkehrskasper“. An der Polizeipuppenbühne fungieren Polizeibeamte - in aller Regel in Uniform - als Puppenspieler und Schauspieler. Sie führen vor Kindern Stücke zu Themen der Verkehrserziehung und Kriminalprävention auf. Spielerisch versuchen sie so, die Kinder hinsichtlich der Gefahren im Straßenverkehr und beim Umgang mit unbekannten Personen zu sensibilisieren. Die Verkehrserlebnisse der Kinder, ihre Ängste und Wünsche werden in den Stücken miteinbezogen und mit dem Publikum auch lebhaft diskutiert. Die Schauspieler und Puppenspieler kooperieren dabei mit den Kindern und Jugendlichen, die beratend als Mitspieler tätig werden. Die Erlebnisse im öffentlichen Straßenverkehr und die Verkehrsprobleme werden nicht nur rezeptiv, sondern vor allem aktiv verarbeitet. Jahrgangsstufe 7 / 8 Die Schüler/innen reflektieren ihre Rolle als Verkehrsteilnehmer/innen für sich persönlich, in der Gruppe, in Bewegung mit anderen Verkehrsteilnehmern. Sie setzen sich mit Motiven/Materien für nicht verkehrsgerechtes Verhalten auseinander und hinterfragen diese kritisch, z.B. unter dem Aspekt des vorausschauenden Verhaltens oder der Nutzungsmöglichkeiten des ÖPNV. Jahrgangsstufe 9/10 Durch z.T. eigene Motorisierung oder Erfahrungen im Mofakurs reflektieren die Schüler/innen ihre Rolle als verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer. StVO und umweltgerechtes Verhalten wird weiter ausgebildet, außerdem sachgerechtes Verhalten in Not- oder Unfallsituationen. Die Themenkreise Drogen, Alkohol und Medikamente werden hier eine besondere Berücksichtigung erfahren. Einige Schüler/innen unserer Schule haben bereits Kenntnisse aus dem Bereich „Erste Hilfe“ erworben und wenden diese in der Schulpraxis regelmäßig an. Die Zusammenarbeit mit der Polizei bezieht sich u.a. auf die Schulwegsicherung, Radfahrausbildung, den Umgang mit dem ÖPNV und die Planung des sicheren Schulweges. In der Jahrgangsstufe 9 wird voraussichtlich beginnend mit dem Schuljahr „2015/16 aufbauend auf die o.g. zahlreichen Elemente ein Mofakurs angeboten. Herr Traxel erwirbt hierzu im März 2015 die Unterrichtsbefähigung. Ziel des Mofakurses, der als zusätzliche Unterrichtsveranstaltung angeboten wird, ist es den Schüler/innen den sachgerechten Umgang mit dem Mofa zu vermitteln, ihnen ein entsprechende partnerschaftliches Verhalten im Verkehr näher zu bringen, sowie die Erlangung der Prüfbescheinigung („Mofaführerschein“). Die Ausbildung dauert bei zwei Wochenstunden ein Halbjahr, so dass zwei Kurse pro Schuljahr durchgeführt werden können. Wie viele andere Maßnahmen der Verkehrserziehung (z.B. Schulwegsicherung, Radfahrprüfung etc.) soll auch der Mofakurs zeitweise vom Verkehrserziehungsbeamten der Polizei begleitet werden. Durch intensive Vorbereitung in Theorie und Praxis durch Herrn Traxel soll hiermit ein Beitrag zur Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler im Straßenverkehr geleistet werden. Carsten Traxel Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels 2014 (Schulebene) Simon Schulz siegt bei WBR-Vorlesewettbewerb Der Sechstklässler Simon Schulz (6a) hat den diesjährigen Vorlesewettbewerb der Wilhelm-Busch-Realschule Dortmund gewonnen. Den zweiten Platz belegte Isabel Mateos (6c), der dritte Platz ging an Jennifer Sender (6d). Die Aufmerksamkeit der Zuhörer galt aber auch allen anderen der insgesamt acht Teilnehmer aus den vier sechsten Klassen an der WBR. Sechs Mädchen und zwei Jungen hatten die Aufgabe, im ersten Durchgang aus einem bekannten Text eine Passage vorzulesen. Dieser Text wird von den Teilnehmern selbst ausgewählt und gewissenhaft zum Vortrag vorbereitet. Im zweiten Durchgang wird ein sogenannter „Fremdtext“ präsentiert. In diesem Jahr wählte Frau Mahn hierzu das Buch „Das Kofferkind“ von Jacqueline Wilson aus. Die Geschichte um das Scheidungskind Andrea barg zwar für die jungen Vorleser so manche Tücke - doch alle Teilnehmer stellten sich sehr schnell auf den fremden Text ein, so dass es ein spannender Wettkampf wurde, bei dem die Vorleser in diesem Jahr in ihren hervorragenden Leseleistungen so nahe beieinander lagen wie selten zuvor – ein großes Lob und ein ebenso großes Dankeschön an alle Teilnehmer! Am flüssigsten und ausdrucksstärksten gelang dies Simon Schulz, wobei die fünfköpfige Jury – bestehend aus Frau Mahn (Deutschlehrerin und Leiterin des Wettbewerbs), Frau Reich (Deutschlehrerin), Frau Kryn (Elternvertreterin der Fachschaft Deutsch) , Kristin Lattemann (10d, Schülersprecherin) und Arian Sens (7c, Vorjahressieger) die Aspekte Lesetechnik (Lautstärke, Aussprache und Lesetempo) sowie Interpretation (u. a. lebhafte, jedoch nicht übertriebene Betonung) für ihre Bewertung zu berücksichtigen hatten. Realschulrektor Carl Kuhmann dankte in der mit Spannung erwarteten Siegerehrung den Teilnehmern, dem Jurorenteam sowie dem Publikum, bevor die Urkunden und Preise in Form von Büchergutscheinen überreicht wurden. Brigitte Mahn Zeitung und Schule - Das „Schulticker-Projekt“ der Ruhr Nachrichten an der W-B-R Schulticker - Zeitungsprojekt Die Wilhelm-Busch-Realschule nimmt seit nunmehr über sechzehn Jahren ohne Unterbrechung mit einzelnen Klassen an unterschiedlichen Zeitungsprojekten teil. Aufgrund ihres unbestreitbar hohen Wertes ist die Teilnahme an einem dieser Projekte verbindlich in die schulinternen Lehrpläne aufgenommen worden. Aktuell arbeitet die Fachschaft Deutsch mit den Ruhr Nachrichten zusammen, die das „Schulticker“- Projekt anbietet. Was ist unter dem Titel „Schulticker“ zu verstehen? Das Medienprojekt Schulticker stärkt den kompetenten Umgang mit Print- und Online-Medien und schult die Lese- und Schreibfähigkeit von Schülern der Klassenstufen 5 bis 10. Bei Schulticker lernen die SchülerInnen, sich in den verschiedenen Medien zu orientieren, Informationen zu recherchieren und die Sprache der Zeitung zu verstehen. Die Gründe, sich für dieses Projekt zu entscheiden, waren unter anderem: Ein Jahr lang kostenlos Zeitung lesen Auf die Klassenstufen abgestimmtes Lehrmaterial Monatlicher Newsletter mit aktuellem Unterrichtsmaterial Besuch im Pressehaus Besuch im Druckzentrum Redakteurbesuch im Unterricht Recherchebesuch in Begleitung eines Redakteurs Offene Jugendredaktion Beschreibung des Projekts Die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Klassen erhalten während des Projektzeitraumes täglich eine Lokalausgabe der Ruhr Nachrichten im Klassensatz. Die Projektlehrer/innen erhalten didaktisch-methodisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien. Die SchülerInnen recherchieren selbstständig Themen und schreiben Artikel, die auf der Schulticker Seite in den jeweiligen Lokalausgaben oder im Internet veröffentlicht werden. Die Mitarbeiter/innen der Projektredaktion bieten ausgewählten Klassen Hilfe bei den Recherchen an, begleiten die Jugendlichen nach Möglichkeit zu einem Veranstaltungstermin und helfen bei der Formulierung der Artikel. Die teilnehmenden SchülerInnen und LehrerInnen erhalten außerdem weitere Informationen auf einer speziellen Website. Außerdem haben die Schüler/innen Gelegenheit die Druckerei in Dortmund Dorstfeld zu besuchen. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, die Schüler/innen mit Langzeitaufgaben zu betrauen. Das heißt, sie beschäftigen sich während des Projektzeitraumes mit einem selbst gewählten aktuellen Thema und erstellen darüber eine Arbeit, die sie kritisch auswerten. Auch die Zeitung selbst ist Untersuchungsgegenstand. Die Jugendlichen können beobachten und untersuchen, in welchem Umfang und mit welchen Schwerpunkten sie über politische, wirtschaftliche, kulturelle oder sportliche Themen etc. berichtet: - Aufmacherthemen (Titelseite, Ressortseiten, Lokalteil) - Titelseite (Anteil der Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Grafiken) - einzelne Ressorts (Politik- / Wirtschafts- / Kultur- / Sportteil) - gesellschaftliche Gruppen als Thema der Zeitung - Anzeigen (Art der Anzeigen, Verhältnis zum Gesamtumfang, Beilagen) - Leserbriefe (Themen, Tendenzen, Umfang) - Fotos und Grafiken (Bildinhalt, Bildschnitt, Häufigkeit, Gewichtung) - Karikaturen (Themen, Platzierung) - Sprachliche Formulierungen; Fehlersuche (Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung) Ziel des Projekts Ziel des Zeitungsprojektes ist es, Zeitung transparenter zu machen und dieses Medium als Informationsquelle zu benutzen, den Spaß am Lesen zu wecken, Orientierungshilfe im Zeitungsdschungel zu bieten, die Schüler zum Schreiben zu animieren, Interviews durchführen zu lassen, Hintergründe wahrzunehmen und Sachverhalte kritisch zu hinterfragen. Durch die Langzeitarbeiten z.B. haben die Schüler/innen die Möglichkeit, selbstständig über einen längeren Zeitraum hin systematisch zu arbeiten, zu sammeln, zu sichten und auszuwerten und eine geeignete Form der Präsentation zu finden. Ein weiteres erstrebenswertes Ziel ist der kreative Umgang mit der Zeitung. Hierfür bietet sich besonders die Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsfächern, z.B. Kunst, an. Die Schüler/innen können ihre kreativen Fähigkeiten im Umgang mit Texten und Fotos oder Grafiken in der Zeitung erproben. Sie können Collagen und/oder Fotomontagen unter einem bestimmten Aspekt erstellen, können neue Bild-Text-Kombinationen entwickeln. Auch andere Unterrichtsfächer (z.B. Gesellschaftswissenschaften) sind geeignet, aus dem Projekt Gewinn für den eigenen Unterricht zu ziehen. Bewertung des Projekts Der „Schulticker“ ist ein pädagogisch äußerst sinnvolles und praxisnahes Projekt, das den SchülerInnen viele Möglichkeiten bietet, für sie interessante Themen aus ihrer Umgebung zu recherchieren, selbstständig zu erarbeiten und schriftlich darzustellen. Nicht nur die Kulturtechnik des Schreibens rückt notwendigerweise in den Mittelpunkt, sondern die SchülerInnen lernen darüber hinaus, Ängste und Unsicherheiten zu überwinden, indem sie die vertraute Umgebung der Schule verlassen und ohne gewohnte Hilfe versuchen, z.B. Telefonnummer und Adresse eines gewünschten Interviewpartners herauszufinden. Das Verlassen des Klassenzimmers zur Recherche bereitet sie ohne Druck von Seiten der Schule oder des Elternhauses auf die Berufswelt vor. Sie lernen so neben dem Verfassen von Zeitungsartikeln oder einer Langzeitarbeit auch, Enttäuschungen und Frustrationen zu verarbeiten, oft im Team zu arbeiten und nicht schnell aufzugeben. Sie erfahren und erfragen die Welt außerhalb der Schule in ihrer kulturellen Vielfalt, nehmen oft zum ersten Mal für sie bisher unbekannte kulturelle Angebote wahr, lernen durch die Exkursionen Menschen und Einrichtungen kennen, zu denen der Zugang ihnen sonst nur schwer möglich wäre. Simone Kaip und Iris Lage Aktivitäten im Bereich Sport - Sportliche Aktivitäten - Sportliche Aktivitäten Folgende Projekte werden durchgeführt bzw. angeboten. Nach Beschluss der Fachkonferenz Sport wird im Rahmen des Schulfestes (in der Regel alle 5 Jahre) ein Sponsorenlauf o.ä. durchgeführt. Dieser wird durch die Fachschaft Sport organisiert. Die Verwendung eines möglichen Erlöses wird durch die Lehrerkonferenz des jeweiligen Schuljahres festgelegt. In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien wird für alle Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen ein Weihnachtseislaufen durchgeführt. Einmal im Schuljahr findet ein Schulsportfest (Bundesjugendspiele Leichtathletik) für die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge statt. Weiterhin finden außerunterrichtliche Sportangebote statt: - Fußball "TRIXITT" / Training und Wettkämpfe unter der Leitung von Herrn Thielmann im Rahmen der Nachmittagsbetreuung Wettkampfbedingungen unter trixxit.de - Fußball, Training der Schulmannschaften 1x wöchentlich unter Leitung von Herrn Inal - Teilnahme an jährlich stattfindenden Fußball- Stadtmeisterschaften der Mädchen und Jungen unter Leitung von Herrn Traxel und Herrn Inal in der Regel in drei Wettkampfklassen - Basketball – AG für die Klassen 5. (unterstützt durch Herrn Neumann vom TV Einigkeit Barop) - Teilnahme an den Staffelwettbewerben 4x100m Mädchen und Jungen der Dortmunder Schulen - Stadtmeisterschaften Rudern betreut von Frau Belter Carsten Traxel V. Perspektiven Aspekte der Weiterarbeit Fortbildungskonzept Aspekte der Weiterarbeit an der W-B-R In den vorangegangenen Kapiteln des Schulprogramms sind die schulinternen Konzepte und Vereinbarungen bezüglich der Arbeitsfelder ausführlich beschrieben worden. Diese bestehenden Konzepte müssen ständig überdacht und andere, bisher nicht berücksichtigte, neu aufgenommen werden, um die Effektivität und Qualität der pädagogischen Arbeit an der WBR weiter voran zu treiben. Schule ist, und gerade auch die Schulprogrammentwicklung, kein starres System, sondern immer in Bewegung und muss folglich ständig evaluiert werden. Veränderungen müssen ihre Berücksichtigung im Schulprogramm finden. Im Folgenden sollen die Bereiche/Aspekte herausgestellt werden, die es gilt mittel- und langfristig zu bearbeiten: - Weiterarbeit einiger Fachschaften an den Schulinternen Lehrplänen - Stärkung der Bereiche „aktive Pause“ und „rauchfreie Pause“ - verstärkte Nutzung der neuen Medien - Ausstattung aller Klassenräume mit „Smartboards“ - Ausweitung der Berufswahlorientierung - stärkere Einbeziehung der Eltern und Stärkung der SV-Arbeit - Weiterentwicklung des Beratungskonzepts - Projektwochen in unregelmäßigen Abständen und Projekttage zu aktuellen Anlässen - Ausweitung des Bereichs Gewaltprävention - stärkere Gewichtung des projektorientierten Unterrichts - Aufnahme unterschiedlicher Methoden in den Unterricht zur Absicherung der Binnendifferenzierung - verstärkte Durchführung des individuellen Lernens - Ausweitung kooperativer Lernformen im Unterricht - Vertiefung der Schlüsselqualifikationen Lern- und Leistungsbereitschaft - Förderung der sozialen Kompetenzen wie Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit (zum Beispiel im Bereich „Sozialtraining“) Die aufgeführten Aspekte der Weiterarbeit werden innerhalb des Kollegiums beraten und sollen in naher Zukunft schrittweise realisiert werden. Meike Belter Fortbildungskonzept der WBR Bedeutung von Fortbildung Lehrerfortbildung ist für die Schulentwicklung und die Qualitätsentwicklung und sicherung von großer Bedeutung. Sich ändernde gesellschaftliche Anforderungen, neue Erkenntnisse über erfolgreiches Lernen und Lehren, sich wandelnde Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen, neue technologische Herausforderungen verlangen von Lehrerinnen und Lehrern, ihr Wissen und Können den sich ändernden Erfordernissen schulischer Arbeit kontinuierlich anzupassen. Lebenslanges Lernen ist gerade für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen besonders wichtig. Zur dauerhaften Stärkung der Leistungsfähigkeit von Schulen kommt der Lehrerfortbildung eine besondere Rolle zu. Sie unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer bei der Erweiterung ihrer fachlichen, didaktischen und erzieherischen Kompetenz und fördert die Weiterentwicklung des Unterrichts und der Arbeit der Schule. Die Wilhelm-Busch-Realschule ist sich der besonderen Bedeutung von Fortbildung bewusst und hat zur kontinuierlichen Fortbildungsplanung das folgende Fortbildungskonzept erarbeitet. Gesetzliche Grundlagen Zur kontinuierlichen Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit sind Fortbildungen für das Schulpersonal unerlässlich (§ 57 - 60 SchulG). Lehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet, sich zur Erhaltung und weiteren Entwicklung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten fortzubilden (§ 57 Abs. 3 SchulG). Schulleiterinnen und Schulleiter entscheiden eigenverantwortlich im Rahmen der von der Lehrerkonferenz gemäß § 68 Abs. 3 Nr. 3 SchulG beschlossenen Grundsätze über Angelegenheiten der Fortbildung und wirken auf die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer hin. Dazu gehört auch die Auswahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Fortbildungsveranstaltungen. Der Lehrerrat ist nach § 69 Abs. 2 SchulG zu beteiligen (§ 59 Abs. 6 SchulG). Zielsetzungen Die Lehrerfortbildung dient dazu, Lehrerinnen und Lehrern eine Erweiterung ihrer fachlichen, didaktischen und erzieherischen Kompetenz zu ermöglichen und somit die Weiterentwicklung des Unterrichts zu fördern und die Weiterentwicklung der Schule als Lebensraum zu unterstützen. Die Fortbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer orientiert sich deshalb am Schulprogramm und am schulinternen Lehrplan der WBR. Sie soll einen konkreten Bezug zum Schulprogramm bzw. Lehrplan haben und diese nach Möglichkeit weiterentwickeln. Wir sehen die Lehrerfortbildung dabei als einen kontinuierlichen Prozess, bei dem „Angebot“ und „Nachfrage“ sich stetig verändern und der sich nicht durch ein langfristig festgelegtes, starres zeitliches Schema darstellen lässt. Vielmehr sollte es nach unserer Überzeugung jederzeit möglich sein, Fortbildungen zu besuchen, die für die Lehrerinnen und Lehrer und für die Bewältigung von Alltagssituationen Erfolg versprechend erscheinen. Ermittlung des Fortbildungsbedarfs Um den Fortbildungsbedarf des Kollegiums zu erfassen, findet in regelmäßigen Abständen eine Befragung des Kollegiums statt. Mittels eines Fragebogens wird der Bedarf an Lehrerfortbildungen erfragt und aufgrund der im Schulprogramm aufgestellten Ziele der Schule werden entsprechende Fortbildungsmaßnahmen geplant. An diesen nehmen entweder Teile des Kollegiums teil oder es werden in der Lehrerkonferenz Fortbildungsmaßnahmen für das ganze Kollegium vorgeschlagen (z. B. Pädagogischer Tag). Die Initiative für die Teilnahme an Fortbildungen kann von einzelnen Kolleginnen und Kollegen, von den Fachschaften oder von anderen Personen und Gruppen der Schulgemeinschaft ausgehen. Die Fachvorsitzenden tragen besondere Verantwortung für die Weiterentwicklung des Lehrplans durch die Teilnahme von Fachkollegen an Fortbildungen. Die Steuerungsgruppe koordiniert aufgrund ihrer Verantwortung für die Weiterentwicklung des Schulprogramms zusammen mit der Schulleitung die Teilnahme von Lehrerinnen und Lehrern bzw. des gesamten Kollegiums an Fortbildungsveranstaltungen. Durchführung der Fortbildungen Die Fortbildungen können entweder von Lehrerinnen und Lehrern der WilhelmBusch-Realschule durchgeführt werden oder es werden im Rahmen des Fortbildungsbudgets externe Moderatorinnen und Moderatoren staatlicher oder privater Träger verpflichtet. Sowohl interne als auch externe Fortbildungsmaßnahmen werden von der Bezirksregierung, den Kompetenzteams (NRW und Dortmund) oder durch andere Bildungsträger (Gewerkschaften, Verbände, Hochschulen, Verlage usw.) angeboten. Die Schulleitung und die Fachkonferenzen entsenden bei Bedarf Lehrerinnen und Lehrer zu diesen Veranstaltungen, insbesondere fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Fortbildungen. im Bereich der Genehmigung der Teilnahme Entscheidungen über die Entsendung einzelner Lehrerinnen und Lehrer, Unterrichtsbefreiung, Beurlaubung usw. obliegen der Schulleitung auf Grundlage des zu Verfügung stehenden Budgets und festgelegter Kriterien. Die Kriterien für die Genehmigung der Teilnahme an einer Fortbildung spiegeln sich in den folgenden Leitfragen wider. Für die Genehmigung der Teilnahme an einer Fortbildung müssen die relevanten Fragen positiv beantwortet werden. a) Ist die Fortbildung an einem der folgenden Schwerpunkte orientiert: Unterrichtsentwicklung, individuelle Förderung, Inklusion, Standardsicherung, Erziehungsarbeit, Schulentwicklung? b) Ist zu erwarten, dass die Fortbildung zur Weiterentwicklung des Schulprogramms und/oder des schulinternen Lehrplans beiträgt? c) Bei fachspezifischen Fortbildungen: Wird die Fortbildung vom Fachvorsitzenden auf der Basis des Lehrplans als Erfolg versprechend und sinnvoll eingeschätzt? d) Bei Fortbildungen zur Schulentwicklung insgesamt: Wird die Fortbildung von der Steuerungsgruppe auf der Basis des Schulprogramms als Erfolg versprechend und sinnvoll eingeschätzt? e) Stehen organisatorischer Aufwand und/oder Kosten der Fortbildung und zu erwartender Ertrag für die beteiligten Kollegen und für die Schule in einem angemessenen Verhältnis? f) Stehen ggf. nicht zu vermeidender Unterrichtsausfall bzw. zu erteilender Vertretungsunterricht und der zu erwartende Ertrag der Fortbildung in einem vertretbaren Verhältnis? g) Ist sichergestellt, dass die Inhalte der Fortbildung dem Kollegium in angemessener Weise vermittelt werden (Multiplikatorenfunktion der Fortbildungsteilnehmer)? Situationsbeschreibung 2014: Eine Vielzahl der Kolleginnen und Kollegen hat in den vergangenen Jahren regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen. Fortbildung ist dabei vor allem eine individuelle Entscheidung gewesen. Jeder Kollege hat für sich entschieden, wo seine fachliche Kompetenz erweitert oder erneuert werden sollte und hat auch die Form der Weiterbildungsmaßnahme bestimmt. Darüber hinaus hat es in den letzten Jahren eine Anzahl gemeinsam abgestimmter Fortbildungssequenzen und Einzelveranstaltungen gegeben, die in Teamabsprache und in Abstimmung auf schulische Entwicklungsprozesse organisiert worden sind. Seit dem Schj. 2011/12 sind für das Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt worden: Schuljahr 2011/12 2012/13 2012/13 2012/13 2012/13 2013/14 2014/15 Thema Kooperatives Lernen Erste Hilfe Kooperatives Lernen Pädagog. Konferenz „Mobbing“ Kooperatives Lernen Inklusion Smartboard-Schulung (Teilkollegium) ganze Kollegium folgende Zeitraum Ganztägig 19.10.2011 Ganztägig 7.,8.12.2012 Ganztägig 04.02.2013 Mehrstündig 05.03.2013 Ganztägig 17.06.2013 Ganztägig 10.02.2014 Mehrstündig am 19.08.2014 Einzelne Kollegen haben an Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen, um damit in der WBR spezielle langfristige Qualifikationen einsetzen zu können. Dabei sind die Anregungen zur Teilnahme sowohl von der Schulleitungsebene als auch durch Initiativen aus dem Kollegium oder vonseiten einzelner Kollegen gekommen. Hinsichtlich der fachlichen Qualifikation einzelner Kollegen werden im Folgenden einige Veranstaltungen exemplarisch aufgeführt: Schj. Jedes Schj. Jedes Schj. 2013/14, 2014/15 2010/11 Ab 2011 Thema /Qualifikation Vielfalt der Berufskollegs Teilnehmer KL Jg. 10 Zeitraum 1*im Schj. Netzwerktreffen D, M, E Fachvorsitzende 2*im Schj. Fortbildungen zu den neuen Kernlehrplänen Qualifizierung Praktische Philosophie Qualifizierung für das Erteilen von Eislaufunterricht Mediatorenausbildung Projekt „Theaterreal“ Mentorenausbildung „Kooperatives Fachvorsitzende WOL HEI, KAIP, LAN, BEL LAG BAR, GU, RE BAR, BEL, GA, mehrtägig Mai 2010 vd. Termine mehrtägig Ab 2012/13 2012/13 2014/15 Seit 2008 2011/12 2011/12 2011/12 2012/13 2013/14 2011/12 bis 2012/13 Seit 2010 2011 bis 2013 Lernen“ Inklusion (verschiedene Veranstaltungen, z. B. Hospitationen an Förderschulen) Arbeitstagung Ausbildungsbeauftragte Berufsorientierung und sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf Seelsorgekonvent ROD KAIP, NE, WOL, LAN vd. Termine KAIP 29.11.2012 KAIP 12.11.2014 LAG Gewaltprävention Excel-Kurs Musikprogramm Moderne Physik im Alltag Psychosoziale Gesundheit StuBO-Qualifizierung LAG, EN REK REK REK NE GA, RE Zweimal im Schj. März 2012 Fachtagungen und Arbeitskreise der BWO, z.B. NÜS, Berufswahlpass, AK Schule/Wirtschaft Fortbildung zur Kindswohlgefährdung Kompetent Geschichte unterrichten für alle Niveaus Rock- und Popmusik im Religionsunterricht Diverse Fortbildungen der Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen GA, RE 16.05.2014 Juni bis Dez. 2012 vd. Termine BAR BAR BAR RE, KAIP, AGN mehrere Termine Evaluation Lehrerinnen und Lehrer, die an einer Fortbildung teilgenommen haben, geben den Kolleginnen und Kollegen im Sinne der Evaluation Rückmeldung über den Ertrag der Veranstaltung. Arbeitsgruppe 4 – C.Traxel, B.Gnacke, M.Belter, B.Reich, U.Engelhardt