Outsourcing, Chancen und Risiken
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Outsourcing, Chancen und Risiken
AKZENT Outsourcing Chancen und Risiken Das Outsourcing gewinnt aufgrund der immer komplexer werdenden beruflichen Vorsorge sowie des zunehmenden Kostendrucks an Bedeutung. Wir stellen vermehrt fest, dass gerade kleinere und mittlere Unternehmungen bei der Führung und der Verwaltung ihrer Vorsorgelösung an ihre Grenzen stossen und sich Überlegungen zur Auslagerung der Administration und Geschäftsführung machen. Mögliche Gründe für eine Outsourcing-Lösung Anbei einige Beispiele: Die zunehmende Regulierung bereitet Mühe. Oft wird die Pensionskassenverwaltung von Personen im Nebenamt (Personal/Finanzen) ausgeübt. Die komplexen Gesetzesänderungen lassen sich mit der vorhandenen Software nicht mehr umsetzen. Die Evaluation einer neuen Softwarelösung setzt fachspezifisches Know-how voraus und ist mit erheblichen Kosten (Software lizenzen, Wartungsverträge) verbunden. Personelle Ressourcen fehlen/Genera tionenwechsel: Es fehlen Ressourcen für neue Projekte oder die Weiterentwicklung der Kasse. Langjähriges Fachwissen geht bei einer Pensionierung verloren, und die Unternehmung stellt fest, dass es schwierig ist, eine geeignete Fachperson zu rekrutieren. Die operationellen Risiken sind nicht genügend unter Kontrolle. Es fehlt eine Stellvertretung, oder es ist nicht genügend Know-how vorhanden, um die relevanten Prozessabläufe von einer Zweitperson kontrollieren zu lassen. Die Verwaltungskosten sind zu hoch. Die Infrastruktur ist veraltet und dadurch sind die Prozessabläufe nicht effizient. Welche Aufgaben lassen sich outsourcen? Viele Pensionskassen schrecken vor dem Outsourcing zurück, da damit in der Regel die gesamte Auslagerung der Pen sionskassenverwaltung gemeint ist. Gerade kleinere und mittlere Unternehmun- gen führen oft eine solide firmeneigene Pensionskasse und möchten weiterhin die eigenen Immobilien bewirtschaften, ihre individuelle Anlagestrategie respektive firmenspezifische Vorsorgepläne umsetzen, sich jedoch gezielt von administrativen Aufgaben entlasten. Eine firmeneigene Pensionskasse ist bei der Personalrekrutierung ein wichtiges Marketinginstrument, das die Firmenkultur und die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden widerspiegelt. In Kürze >Die Gestaltung der externen Unterstützung ist sehr vielfältig >Mögliche Chancen und Risiken einer Outsourcing-Strategie müssen sorgfältig abgewogen werden >Eine offene Kommunikation mit dem Outsourcing-Partner ist unabdingbar Mit dem entsprechenden Partner ist die Gestaltung der externen Unterstützung sehr vielfältig. Der Stiftungsrat und die Geschäftsführung können durch modulare Dienstleistungen teilweise oder vollständig entlastet werden. Die Durchführung von Stiftungsratswahlen, das Einholen von Lebensnachweisen, die Mitarbeit in Projekten, der Aufbau eines internen Kontroll systems (IKS), die Überarbeitung von Dokumenten, die Stellvertretung bei Abwesenheiten oder die personelle Unterstützung beim Jahresabschluss und so weiter können bereits hilfreich sein. Die Entscheidungsfreiheit wird dadurch nicht beeinflusst. Diese liegt nach wie vor im Ver antwortungsbereich des zuständigen Stiftungsrats und der Geschäftsführung. Was gilt es beim Outsourcing zu beachten? Zu Beginn sollte eine detaillierte Analyse der Situation unter Einbezug der Mitarbeitenden erfolgen. Die Analyse soll aufzeigen, in welchen Bereichen ein Outsourcing notwendig ist und welche Verbesserungsmöglichkeiten gewünscht werden. Wichtig ist ein detaillierter und analysierter Projektplan. Mögliche Chancen und Risiken einer Outsourcing-Strategie müssen sorgfältig abgewogen werden. Vorteile/Chancen Freie finanzielle und personelle Ressourcen: Die frei werdenden Mitarbeiterkapazitäten können in anderen Bereichen der Unternehmung eingesetzt werden. Transparente und kalkulierbare Kosten: Die Kosten für ein Outsourcing werden vorgängig vom Outsourcing-Partner offeriert, sind transparent und in der Regel bereits im Voraus kalkulierbar. Qualitäts- und Effizienzsteigerung: Dadurch, dass der Outsourcing-Partner gut ausgebildetes Personal sowie eine moderne Softwarelösung zur Verfügung stellt, sollte eine Qualitäts- und Effizienzsteigerung spürbar sein. Entlastung und Sicherheit: Die Führungsorgane werden durch den Fachsupport des Outsourcing-Partners in Autoren Nathalie Teta-Ender CEO omnino pension ag, Zürich, Verwaltungsfachfrau für Personalvorsorge mit eidg. Fachausweis Karl-Heinz Wilsch Leiter PKVerwaltung omnino pension ag, Zürich, Sozial versicherungsfachmann mit eidg. Fachausweis 02 . 11 61 Schweizer Personalvorsorge . Prévoyance Professionnelle Suisse ACCENT seiner Verantwortung unterstützt. Beim Treffen von Entscheidungen erlangen diese aufgrund einer Zweitmeinung mehr Sicherheit. Kein Investitionsrisiko in schnell ändernde Technologie: Die Unternehmung hat keine hohen Investitionen in Hardund Software zu tätigen. Diese wird vom Outsourcing-Partner zur Verfügung gestellt und laufend den gesetzlichen Anforderungen angepasst. Nachteile/Risiken Abhängigkeit: Die Abhängigkeit zum Outsourcing-Partner sollte möglichst gering gehalten werden, um diesen bei neuen Herausforderungen (Personalwechsel, Anhebung der Kosten, Qualitätsmängel etc.) mit möglichst geringem Aufwand wechseln zu können. Mangelnde Sorgfalt bei der Dienstleisterauswahl: Ein Outsourcing-Partner ist sorgfältig auszuwählen. Eine nicht zeitgemässe Software kann zu Problemen in der technischen Verwaltung führen, da die Arbeitsprozesse nicht effizient abgewickelt werden können. Häufige Personalwechsel führen zur Verminderung der Dienstleistungsqualität und können dazu führen, dass die geplanten Ziele nicht rechtzeitig erreicht werden. Planungs- und Qualitätsrisiken: Pflichtenhefte sind unabdingbar. Oft wird zu spät festgestellt, dass wesentliche Qualitätsanforderungen nicht erfüllt werden können oder wichtige Voraussetzungen zur Leistungserbringung fehlen. Unterschätztes Ausmass an Veränderungen: Beim Outsourcing sind die Mitarbeitenden unbedingt mit einzubeziehen. Die Verantwortungsbereiche sind auf beiden Seiten klar zu definieren und transparent zu kommunizieren. Die Versicherten sind über mögliche Veränderungen (zum Beispiel Dokumente, Abläufe) zu informieren. Verlust von Wissen und Fertigkeiten: Durch ein Outsourcing und allenfalls L’externalisation Opportunités et risques L’externalisation gagne en importance à mesure que la complexité de la prévoyance professionnelle augmente et que le poids des coûts s’alourdit. Nous constatons en particulier ce besoin d’externaliser chez les petites et moyennes entreprises qui commencent à être débordées par la gestion et l’administration de leur solution de prévoyance. 02 . 11 62 Quelques bonnes raisons d’opter pour l’externalisation Voici quelques exemples: La multiplication des réglementations devient ingérable. C’est particulièrement vrai lorsque la personne chargée de l’administration de la caisse de pensions ne le fait qu’à titre d’occupation annexe (personnel/finances). Avec le logiciel disponible, il n’est plus possible de mettre en œuvre les changements complexes de la législation. L’évaluation d’une nouvelle solution de logiciel suppose des connaissances techniques spécifiques et les coûts en- Schweizer Personalvorsorge . Prévoyance Professionnelle Suisse gendrés seront considérables (licences du logiciel, contrats de maintenance). Les ressources de personnel font défaut/changement de génération: il manque les ressources nécessaires pour des nouveaux projets ou pour le développement de la caisse. De longues années d’expertise se perdent à cause d’un départ à la retraite et l’entreprise constate qu’il est difficile de trouver une personne qualifiée capable d’assurer la relève. Les risques opérationnels ne sont pas suffisamment maîtrisés. La suppléance n’est pas réglée ou alors, on ne dispose pas d’un réservoir suffisant de savoirfaire pour pouvoir faire contrôler les déroulements des processus par une deuxième personne. L’administration coûte trop cher. L’infrastructure est vétuste et par consé- damit verbundene Personalaustritte gehen Kenntnisse über die berufliche Vorsorge und die Vergangenheit der Stiftung verloren. Durch regelmässige In formationsveranstaltungen können sich Personalverantwortliche oder interessierte Mitarbeitende weiterbilden. Erfolgsfaktoren einer Outsourcing-Partnerschaft Grundsätzlich sind strategische Überlegungen anzustellen: Welche Abhängigkeit will das Unternehmen eingehen? Welche Infrastruktur und wie viel eigenes Fachwissen sind vorhanden oder sollen im Unternehmen erhalten bleiben? Eine offene Kommunikation mit dem Outsourcing-Partner, die Klarheit über die gemeinsamen Ziele schafft, ist unabdingbar. Es ist wichtig, dass beide Partner davon überzeugt sind, dass sie die anstehenden Herausforderungen gemeinsam lösen werden. n quent, les déroulements de processus manquent d’efficience. Quelles tâches se prêtent à l’externalisation? Beaucoup de caisses de pensions reculent devant l’externalisation lorsque cela signifie que toute l’administration de la caisse de pensions passerait aux mains de tiers. Les petites et les moyennes entreprises sont particulièrement sensibles à cet égard car elles opèrent souvent une caisse de pensions d’entreprise solide et aimeraient rester maîtresses de leur portefeuille immobilier, mettre en œuvre leur stratégie de placement individuelle ou appliquer des plans de prévoyance spécifiquement conçus pour l’entreprise. Une caisse de pensions d’entreprise est un instrument de marketing important lors du recrutement de personnel, elle reflète la culture de l’entreprise et l’estime que celleci porte à ses collaborateurs. Avec un partenaire approprié, le soutien externe peut prendre des formes multiples. Des prestations modulaires permettent de décharger le conseil de fondation de tout ou partie de ses tâches. L’organisation d’élections au conseil de fondation, l’obtention de preuves de vie, la collaboration sur certains projets, la mise en place d’un système de contrôle interne (SCI), la ACCENT révision de documents, la suppléance en cas d’absences ou l’apport de ressources de personnel supplémentaires pour la clôture des comptes annuels, etc., peuvent apporter une aide précieuse sans affecter la liberté de décision qui reste aux mains du conseil de fondation compétent et de la direction. A quoi faut-il faire attention quand on externalise? Pour commencer, il faudrait procéder à une analyse détaillée de la situation avec la participation des collaborateurs. Cette analyse doit montrer dans quels domaines une externalisation est nécessaire et les améliorations qui doivent en résulter. Il est important de disposer d’un projet mûrement réfléchi et de soupeser toutes les opportunités et les risques potentiels du projet. En bref >La conception du soutien externe peut prendre de nombreuses formes >Les opportunités et les risques d’une stratégie d’externalisation doivent être soigneusement soupesés >Une communication ouverte avec le prestataire externe est indispensable Avantages/opportunités Les ressources financières/de personnel débloquées grâce à l’externalisation peuvent servir dans d’autres domaines de l’entreprise. Frais transparents et calculables: le prestataire de l’extérieur a fait une offre avant que le projet ne lui soit adjugé, les coûts sont donc transparents et généralement calculables à l’avance. Augmentation de la qualité et de l’efficience: grâce au personnel bien formé et aux progiciels modernes dont dispose le prestataire externe, on devrait ressentir une amélioration de la qualité et de l’efficience. Allègement et sécurité: grâce à l’expertise que le prestataire externe met à leur disposition, les organes dirigeants peuvent assumer leur responsabilité en toute connaissance de cause. Ils gagnent en assurance puisque les décisions se prennent sur la base de deux opinions. Pas de risque d’investissement dans un environnement caractérisé par l’évolution rapide des technologies: l’entreprise n’a pas besoin d’investir lourdement dans des logiciels et du matériel. Le prestataire externe met ces équipements à disposition et les actualise en permanence pour en assurer la conformité aux exigences légales. Inconvénients/risques Dépendance: il faudrait préserver un maximum d’indépendance envers le prestataire externe afin de pouvoir changer rapidement en cas de problèmes (changement de personnel, augmentation des coûts, qualité lacunaire, etc.). Prestataire externe mal choisi: le prestataire externe doit être choisi avec le plus grand soin. Un logiciel qui n’est plus au faîte de l’actualité peut perturber l’administration technique et entraver l’efficience du déroulement des processus de travail. Des mutations fréquentes du personnel nuisent à la qualité des prestations et peuvent compromettre l’atteinte des objectifs projetés. Risques de planification et de qualité: il faut à tout prix des cahiers des charges. On constate souvent trop tard que le niveau de qualité requis ne pourra être atteint ou que des éléments essentiels manquent pour arriver à la prestation désirée. Mauvaise appréciation de l’étendue des changements: lors d’une externalisation, il est impératif d’intégrer les collaborateurs dans le processus. Les domaines de responsabilité doivent être clairement cernés et communiqués avec transparence d’un côté comme de l’autre. Les assurés doivent être informés des changements qui peuvent intervenir (par exemple documents, déroulements). Perte de savoir et de compétences: si une externalisation entraîne un départ de personnel, il s’ensuivra une perte de connaissances sur la prévoyance professionnelle et le passé de la fondation. Des manifestations d’information régulières permettront aux responsables du personnel ou aux collaborateurs intéressés de parfaire leurs connaissances. Les facteurs de réussite d’un partenariat d’externalisation Des réflexions stratégiques fondamentales devront précéder tout projet d’externalisation. Jusqu’à quel point l’entreprise est-elle prête à devenir dépendante d’un tiers? Quelle infrastructure et quelle expertise propre existent ou veut-on préserver dans l’entreprise? Il faut en parler ouvertement avec le prestataire externe pour que tout le monde soit au clair sur les objectifs communs. Et il est aussi important que les deux partenaires soient convaincus qu’ils pourront les atteindre en joignant leurs efforts. n Nathalie Teta-Ender Karl-Heinz Wilsch 02 . 11 65 Schweizer Personalvorsorge . Prévoyance Professionnelle Suisse